Das Wetter war heut grauslich, immer wieder ein bisschen Regen, und sturmartige Böen. Durch die Bewässerung war aber dafür das Viereck pipifein zu reiten, und daher versuchte ich mal ein bissl meine letzte Lektüre umzusetzen, aus Corinna Lehmans "Bausteine Dressurreiten" (Rezension folgt irgendwann). Dort wird die klassisch deutsche Reitlehre schön vereinfacht dargestellt, was mir doch einige Aha-Momenta beschert hat. Erstes Ziel bei ihr: Erstmal durch ordentliches Vorwärts Schubkraft entwickeln, daraus ergibt sich dann Tragkraft.
Also mal probiert, Billy zu ordentlichem Vorwärts zu bringen. Das hapert bei uns ja tatsächlich und kann nicht schaden. Dabei Lehmanns Tips zum richtigen Treiben eingesetzt, und dabei noch versucht Füße zu fühlen. Mittlerweile spüre ich im Schritt, wann welches Hinterbein vorschwingt. Juhu! Und das schon nach 25 Jahren reiten *g*. Im Trab fühl ich wenig, muss ich gestehen, dafür kann man da schummelnd das andersseitige Vorderbein beäugen. Besser als nix.
Also 5 Minuten Schritt mit ordentlich vorwärts + fühlen, dann 5 Minuten Trab mit ordentlich vorwärts und fühlen, und dann wieder 5 Minuten Schritt. Laaangweilig, aber vielleicht muss so was hie und da auch sein.
Nach der 15-Minuten-Vorwärts-Einheit bin ich abgesessen, sattelte Billy ab (und *platsch* lag er auch schon im Sand, nu gut) und machte dann noch ein bissl On Line. Ich hab wieder 2 Pylonen ausgepackt und das Figure 8 Pattern. Zuerst im Trab, dann langsam etwas Galopp hinzugefügt, beim Wechsel von einer zur anderen Schlaufe, und dann immr mehr Galopp bis hin zu fliegenden Wechseln. Die haben heute besser von rechts auf links geklappt, flüssiger und schöner. In die andere Richtung ließ er sich etwas bitten, hat es dann aber wenn ich deutlicher wurde, auch brav umgesetzt. Was wir noch nicht hinkriegen ist ein vollständiger Achter mit 2 fliegenden hintereinander.
Insgesamt hab ich wieder zu viel und zu oft gemacht, hätte ein paar mInuten früher aufhören müssen - mist, wieder den rechten Zeitpunkt verpasst, aber wir konnten trotzdem gut aufhören.
Süß finde ich, wie Billy am Wechsel von rechts auf links (den er lange ganz einfach nicht konnte) plötzlcih Gefallen gefunden hat. Man kann richtig sehen, wie er sich konzentriert, die Beine schmeißt (jaaa, elegant ist noch anders, aber Übung macht den Meister) und dann so richtig stolz zu sein scheint und übermütig mit ein bisschen Kopfschlenkern oder Angasen. Früher hat er sich immer verheddert, verlor die Balance, fiel in hektischen Trab, oder in Kreuzgalopp und dann in Trab. Es macht ihm glaub ich richtig Spaß, dass er das nun gelernt hat *g*.
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