you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 8. März 2012

Heut gab es mal was ganz Neues: Long Reins, unser erstes Mal!
Bisher habe ich aus Zone 5 zwar schon mit einem Seil gearbeitet, aber noch nie mit zweien. Das haben wir heute zum ersten Mal ausprobiert, und ich kann gleich sagen, es hat wieder mal alles super geklappt :-).

Als erstes natürlich Friendly Game. Ich schnallte die beiden Feather Lines ins Knotenhalfter, eine links, eine rechts, begab mich mit etwas Abstand in Zone 3 und begann dann sie mit Neutralstellung zu schwingen, auf und ab, vor und zurück, über den Kopf und wieder zurück, dann begann ich mich dabei zu bewegen, ging in Zone 5, auch dort auf und ab, über den Kopf, über den Rücken, mal an den Popo geklatscht. Billy stand wie nicht anders erwartet wie eine Statue.

Weiter gings, Porcupine Game: Ich ging wieder in Zone 3 und begann mit dem äußeren Seil um Billys Popo Druck zu machen, bis er mit dem Hintern auf mich zu wich. Danach mit dem gleichen äußeren Seil weiter Druck, der, sobald der Hintern weggeschwungen ist, dann eben aufs Halfter wirkt. Man hat so ein schönes "Indirect-Direct-Rein-Ballett". DAnn wieder zurück mit dem anderen Seil.

Wir gingen über zu einem Driving Game, ich blieb noch in Zone 3 und wir gingen mal auf den Zirkel oder auch gerade aus. Als Driving-Unterstützung nahm ich übrigens die lange Bogen-Peitsche, das hat super geklappt. Wir übten ein bisschen lenken und ich ließ mich in Zone 5 zurückfallen. Auf Anhieb ging Billy weiter, und wir blieben mal auf dem Hufschlag und übten Übergänge. Schritt-Trab klappt hervorragend, sofort und auf Phase 1. Ich trabe, er trabt. Ich gehe schritt, er geht Schritt. Auch ein Zulegen im Trab klappte gut, und übermütig probierte ich ob er galoppiert, wenn ich da hinten galoppiere, aber das artete in Renntrab aus, weil ers nicht kapierte, das war zu früh und ich habs wieder gelassen. Stattdessen konzentrierten wir uns lieber aufs Anhalten, ist ja auch wichtig ;-). Interessanterweise klappte das nicht so gut wie erwartet, da musste ich schon Druck ausüben auf beide Long Reins, damit er endlich stehenblieb. Da er aber ja sehr gerne stehenbleibt normalerweise, nehme ich an, dass er nicht kapiert hat, oder dass ich hinter ihm doch zu viel Druck bin (glaube ich aber eigentlich nicht). Ich hab dabei auch erkannt, dass mein normales energischeres Kommando für "Halt", nämlich das Seil auf- und abzuschütteln, aus Zone 5 mit den Long Reins nicht mehr funktioniert, weil das Schütteln von hinten automatisch ein "vorwärts"-Signal auf Zone 5 und 4 ausübt! Da kannte sich der billy ganz offensichtlich nicht aus, also bin ich dazu übergegangen, ein STimmkommando zu geben (das er brav ignorierte *ähem*) und selbst stehenzubleiben und ihn in die Reins einfach reinlaufen zu lassen. So klappte es dann ganz gut und konnte ein wenig verfeinert werden; braucht aber wirklich noch Übung.
Ein paar Schritte rückwärts klappten dann auch noch :-).

Worauf ich sehr stolz bin ist dass Billy und ich uns kein einziges mal in dem Leinengemurkse verheddert haben, unsere Spezialität. Ich schaffte es die Leinen so zu handhaben, dass er kein einziges Mal draufstieg. einfach ist das nicht, denn wenn die Leinen durchhängen, sind sie schon recht nah am Boden.

Später am Abend sah ich dann zufällig eine DVD von Stacy Westfall an, "Whoa" - wo sie lustigerweise genau dasselbe vom Boden macht: Long reins und anhalten. Die DVD liegt seit 2 Monaten in meinem DVD Player, und gerade heute hatte ich Zeit und Lust zu schauen - und dann genau das was ich brauchen konnte, witzig. Stacy fädelt übrigens die Leinen durch die Bügel des Westernsattels, das werd ich einmal ausprobieren. Und auch die Tips fürs Anhalten waren nicht schlecht, da hab ich noch einiges auszuprobieren bekommen.

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