Heute gings los, Fahrt zum Wanderreithof für den Kurs mit Peter Kreinberg!
Zum Transportieren hatte mir ein Freund seinen Stallbesitzer vermittelt. Der kam schon früh, weil er nachher weiter musste. Billy stieg ziemlich brav und auf Anhieb ein, und dann gings los. Herr Transporteur vertraute seinem Navi mehr als meiner stundenlangen Recherche und dem Hinweis auf der Website des Wanderreithofs ("Navis finden uns nicht!!") und fuhr auch sonst .... naja, flott. In mir reifte der Entschluss: Die nächste Fahrt bestreite ich höchstpersönlichst selbst ;-).
Billy stieg ziemlich schweißgebadet und natürlich sehr aufgeregt aus. Ich war zu früh dran, um eine Box oder mein Zimmer zu beziehen, und so gingen wir mal auf und ab, schauen, bis uns die Chefin vom Hof eine Koppel zuwies. Dort stellte ich Billy einmal hin mit seiner Decke zum Abschwitzen und setzte mich daneben. Es war kalt und windig und nicht gerade schön, immer wieder mit etwas Regen, aber nicht schlimm. Wir verbrachten etwas undemanding Time.
Um 15h konnte ich dann mein Zimmer beziehen. Billy hatte sich bereits auf der Koppel ganz gut eingelebt und beruhigt und knabberte am spärlichen Gras. Ich holte ihn und machte ein bissl Bodenarbeit in der Halle, wo er brav mitgemacht hat. Wir begannen mit ein bisschen Stick to Me, weil es in der Situation einfach
angebracht war. Billy musste viel umherschauen, bald klappte es aber ganz
gut. Zum Schluss konnte ich sogar einem der späteren Kursteilnehmern (der sich angeschlichen hatte und zuschaute ;-) unseren gemeinsamen
Galopp zeigen, sogar soweit konzentrierte sich Billy, dass das klappte :-) .
Ich dachte, dass Billy heute mal die Beine bewegen möchte, und ließ ihn das daher in einem Circling Game machen. Ich bestand noch auf einem korrekten Rückwärts, das
klappte hervorragend. Ein bisschen musste ich ihn schon zurechtweisen,
weil er nicht aufpasste, aber dann gings gut. Er hatte natürlich heut
viel Go und Höherschalten war leicht. Also probierte ich auch Galoppwechsel, und es hat ganz gut geklappt, nach mehreren Anläufen.
Auch seitwärts haben wir wieder probiert. Halbkreise um mich mit
seitlichem wegdriften. Ging ganz gut dafür, dass wir in fremder Umgebung waren. Er
hat mich verstanden und willig bemüht, auszuführen, was ich möchte.
Er kam dann in seine Box, wo er zuerst noch allein war, bevor sein Nachbar kam. Das machte der Hofchefin Sorgen, aber ich konnte sie wirklich beruhigen... solange Heu vor seiner Nase liegt, ist Alleinsein kein Problem für den Billy, so war es auch. Mit dem Boxennachbarn, der erst spät in der Nacht eintraf, verstand er sich dann auf Anhieb bestens und beide waren für den Rest des Kurses ziemlich unzertrennlich, wir ließen sie ab Freitag dann auch gemeinsam auf eine Koppel.
Donnerstag abend beim Essen wurden dann die Gruppen eingeteilt und Peter Kreinberg erzählte ein bissl was über seine Theorien und Ansichten; die Kursteilnehmer stellten sich und ihre Pferde vor und es wurde noch lange geplaudert. Viele waren schon zum x-ten Mal da, an denen sah man auch, wo es hinführt. Und mir hat gut gefallen, wo es hinführt!
Groggy fiel ich ins Bett, hatte weiter leichtes Fieber und einen Wattebausch-Kopf…
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