you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Freitag, 16. August 2013

Heute war Gelegenheit für eine weitere Verlade-Session. Sooo ein braves Billytier.
Als erstes hab ich probiert, hinten die Rampe runterzulassen, vorne zu lassen und Billy hineinschicken, also nicht mitgehen. Und auch noch ohne großartige Spiel-Vorbereitung, also einfach: Klappe auf, Pferd positioniert, und "send". Gut, Versuch #1 endete mit Billy quer auf der Rampe, aber er schob alle Viere eng zusammen und sah sehr stolz aus. Schöne Bergziege, aber so wars nicht gemeint ;-). Versuch #2 war dann perfekt. Draufgezeigt, Send, Pferd stapft in den Hänger. :-) Ohne Diskussion, ohne Zögern.

Als nächste Variante hab ich dann geübt, Billy über die vordere Rampe rückwärts in den HÄnger zu schicken. Das Schwierigste daran ist natürlich die erste kleine Stufe, wenn er die Hinterhufe als erstes auf die Rampe bugsieren muss. Wir machten ziemlich viel ungeplantes Sideways (dieses aber seeehr schön ;-) ), um Billy jeweils richtig positionieren, damit er nicht zu weit seitlich, sondern genau in die Mitte der Rampe steigt. Ganz geheuer ist ihm das nicht, aber er macht brav mit und scheint sogar sowas wie Ehrgeiz dabei zu entwickeln. Sobald die HInterhufe auf der Rampe sind, ist das dann kein Problem mehr. Ich kann Billy weiter rückwärts schicken, wenn er dann mit dem Hintern an der Seitenwand des Hängers ansteht, schaut er fragend und lässt sich mit Blicken das Hinterteil Richtung Hängertür lenken, sodass er dann bis zur Hinterstange weitergehen kann. Dann vorne Stange zu, anbinden, Klappe zu, fertig. Ideal als 1-Mann/Frau-Verlade-Variante!
2x haben wir das gut geschafft. Das war auch erst das 2. Mal, dass ich das versucht habe. Ich dachte ich würde ewig dafür brauchen.

Im Hänger steht Billy jetzt auch schon sehr entspannt, auch wenn man alle Klappen und Türen dann schließt.

Daher konnte ich auch gut üben, dass Billy auch mit allen Türen und Stangen offen und unangebunden drin bleibt. Auch wenn Frauli außer Sichtweite geht. Das war echt toll, und ist mir immens wichtig. Da ich beim Verladen unabhängig sein möchte, ist es mir ganz ganz wichtig, dass Billy niemals nie nicht lernt, unaufgefordert aus dem Hänger zu latschen, schon gar nicht zu stürmen, und zwar weder hinten noch vorne. Er muss warten, bis ich die Stange gelöst und versorgt habe (eins der wenigen Mankos in meinem neuen Hänger, von dem ich nix wusste: Die Stange kann man nicht nur an einer Seite aushängen und dann runterbaumeln lassen. Man muss sie gerade hochziehen und hat sie dann vollständig in der Hand, muss sie also irgendwo hin legen, wo sie nicht stört oder Verletzungen hervorrufen kann), er muss warten, bis ich die Rampe selbst verlassen habe, und dann muss er noch ein bisschen warten, und dann darf er einen Schritt raus und gleich wieder rein ;-). Ein rausdrängelndes Pferd ist m.M. gerade beim Frontausstieg das letzte, was man haben möchte, v.a. wenn man alleine ein- und auslädt.
Billy hat sich diesmal auch beim Aussteigen vorne über die Rampe schön gebogen und die Rampe mit allen Vieren getroffen (statt schräg rauszusteigen und die Rampe zu verfehlen). Wir haben das auch schön Schritt für Schritt geübt. Und immer wieder mal zurück auch.

Zum Schluss sind wir noch 2x ein Mini-Stück gefahren, nur von einer Seite des Hofes zur anderen. Sobald sich alles in Bewegung setzt, wird Billy nervös. Er mistet gleich mal rein, reißt die Augen auf und dreht den Hals und starrt rückwärts. Als wir nach dem kurzen Stück hinten geöffnet haben und ich grad gewerkt habe, die hintere Stange zu entfernen, kam mir kurz vor, als wollte er sich hinlegen! Ich weiß nicht ob das eine Fehlinterpretation war, aber es hat mich sehr erschreckt. Wir fuhren dann noch einmal, da starrte er zwar aufgeregt hinten und vorne raus, stand sonst aber gut drin und ich konnte keine Anstalten mehr erkennen. Ich hoffe ich habe mich geirrt.
Wir müssten dringend noch öfter kurze Stücke fahren, aber ob ich das vor dem Kreinberg-Kurs im September noch hinkriege, wird sich zeigen.

Jedenfallst steigt Billy jeztt zügig in alle Richtungen ein und aus, und zwar auch dann noch, wenn er davor das Stück gefahren ist. Das hat bezüglich Einsteigen keinen Unterschied gemacht.

Keine Kommentare: