Etwas, was ich mit Billy schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gemacht habe, ist klassische Handarbeit. Das fiel mir wieder ein, als eine der Teilnehmerinnen beim Bosal-Kurs das Buch von Oliver Hilberger "Gymnastzierende Arbeit an der Hand" in der Tasche mit sich schleppte ;-).
Und DANN fiel mir ein, dass Handarbeit sich ja total gut eignet, um auf dem kleinen beleuchteten Fleck des Sandpaddocks im Auslauf ausgeführt zu werden. Denn da braucht man kaum Platz, man kann ja immer hin und her gehen und diverse Seitengänge üben. Für eine Volte ist auch genug Platz, und mehr brauche ich nicht. Trabende Seitengänge an der Hand sind noch in weiter Ferne, überhaupt nach dieser (jahre?)langen Pause.
Also, rauf mit dem staubigen Kappzaum auf die Billy-Nase!
Zuerst bin ich unseren Rundlauf des Stalles 3x flott rundherum gegangen mit Billy, zum Aufwärmen. Es war etwas neblig anfangs, aber der Nebel lichtete sich, und der Vollmond ging auf. Statt dunkler und dunkler wurde es heller und heller. Irgendwann fand ich, die Stirnlampe auf dem Rundlauf nicht mehr zu brauchen. Und dann fand ich, wenn ich auf dem Rundlauf genug sehe, dann ja wohl auch auf dem Viereck!
So war es auch, wir hatten zum 2. Mal eine tolle Einheit im Mondenschein. Das hat schon was!
Ich begann mit mehr oder weniger normalem Führen, dann mit Biegung, dann mit etwas Beizäumung. Dann auf beiden Händen abwechselnd immer wieder ein paar Schritte Schulterherein eingebaut, das klappte bald recht flüssig, hat Billy toll gemacht. Dann gingen wir über zu Kruppherein, und ich erinnerte mich bald dran, dass das immer schon recht schwierig gewesen war. Ich zerlegte es in kleine SChrittchen: Kommando für "Kruppe her!" etablieren, im Stillstand. Dann in Bewegung, aber unabhängig von der Biegung oder Stellung (woraufhin Billys Kopf natürlich stark nach außen zeigt). Dann habe ich versucht, gleichzeitig Biegung und Kruppherein zu kriegen, naaaaja. Billy verstand mich nicht oder konnte es einfach nicht und wurde langsam wieder grantig. Ich ließ es sein und probierte Renvers, also 2. Hufschlag, und Kruppe hin zur Bande bei Biegung nach außen. Aaaaha, das ging schon besser. Ich erinnerte mich vage, dass ich das bisher immer nur nach außen, von mir weg, gehend hingekriegt hatte.
Nach ein paar guten Versuchen entließ ich Billy dann. Er durfte sich zur Belohnung aufs Podest stellen und dann noch wälzen. Er kam dann nach einer Weile in den Wald schauen freiwillig zu mir und wir konnten gemeinsam heimgehen.
Ach ja, und coming soon: Reitplatzbeleuchtung!!! Die Lampen lagern schon seit einiger Zeit in der Werkstatt, und für nächste Woche wurde ihre Montage angekündigt. Ich bin sooo gespannt und freu mich riesig! :-)))
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