you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Samstag, 28. März 2015

Natürlich muss ich meine Schwärmereien vom letzten Post etwas relativieren. Natürlich gibts auch Tage, an denen es nicht so supertoll rennt wie beschrieben. Heute z.B. hatten wir einen guten Beginn, und ich wollte zuviel und habe einen schlechten Abschluss produziert, naja.

Billy und ich gingen mal ins Roundpen um etwas Liberty zu üben. Das habe ich total vernachlässigt; bald stehen ja Kurse mit Berni Zambail und David Lichman an - vielleicht kann ich mit beiden ein wenig am Liberty feilen. Wenn ich ehrlich bin, stehe ich einfach an: Manche (wenige) Dinge klappen toll, die sind schon langweilig. Bei den meisten Dingen, die ich gern at Liberty üben würde, habe ich aber einen Punkt erreicht, wo ich nicht weiterkomme.
Eins davon ist z.B. der Spin. Schon vor längerem haben wir erarbeitet, dass ich Billy aus Zone 5 in einen Spin schicken kann: Er steht mit dem SChweif zu mir, wendet die Vorhand, ich mache Platz und sende gleichzeitig die Vorhand weiter herum, von mir wieder weg, bis er wieder mit dem SChweif zu mir dasteht; danach bekomme ich noch eine halbe Wendung, bis er mich ansieht, und das wars. KOmischerweise gelingt mir aber kein Spin, wenn ich ihn aus Position 1 (Billy sieht mich an) beginnen will. Irgendwie haperts da an der Kommunikation. Ich bekomm ihn nicht weg von mir, oft geht er seitwärts weil er denkt das soll er, oder er dreht mir den Hintern zu, bleibt also mit der Vorhand stehen statt umgekehrt. Und das eigentliche Ziel, das ganze aus einer Bewegung heraus zu bekommen, scheitert ebenfalls daran, dass Billy zwar z.B. aus dem Circling Game zu mir kommt, sich dann aber die Vorhand nicht mehr wegschicken lässt, sondern an mir klebt. Etwas frustrierend.

Im Roundpen haben wir heut zuerst an Richtungswechseln gearbeitet. Also ganz zuerst an Übergängen, die waren super. Auch die Richtungswechsel waren gut. Billy wendet brav nach innen ab und lässt sich in die neue Richtung schicken. Gleichzeitig hab ich mich bemüht, immer wieder ein Hereinholen mit Pause (ohne neuerliches Wegschicken) einzubauen, damit er nicht frustriert wird. Und dann wagte ich es, einen Spin anzugehen. Billy in Schwung versetzt, irgendwie schien mir, dann gehts einfacher. Also Trab. Schritt rückwärts, reinholen, Stick wechseln, wieder rausschicken.
Voilá, und Billy hat sowas ähnliches wie einen Spin gemacht! Wahnsinn! Na gut, es war mehr eine gelaufene Volte, aber toll! Ich probierte es auch aus dem Galopp, und voilà, klappte auch! Gut, er verfiel auf seiner Volte in Trab, aber für so eine richtig schön gesprungene Pirouette fehlt ihm wohl die Übung ;-).

Jaaa, und da hätte ich aufhören sollen, nicht wahr? ;-)

Hab ich Dummkopf aber nicht... ich wollte die Volte noch bisschen mehr Richtung Hinterhandwendung verbessern. Aber Billy fand das Spiel inzwischen doch doof, da nützte dann auch nichts mehr, viele viele Pausen einzulegen, ich ruinierte nacheinander den Spin, dann die Handwechsel, dann das Reinkommen und dann auch noch die Übergänge und das Go *g*. Also so richtig gründlich ;-).
Billy wollte nimmer, sobald ich mit dem Stick in seine Nähe kam, rollte er die Augen, begann widerwillig und cholerisch zu werden und überhaupt, "das ist eine blöde Übung und ich weiß überhaupt nicht mehr was du eigentlich willst!!!"
Naja, wir kehrten zu Slowmo zurück, machten ein bisschen seitwärts am Roundpen-Zaun entlang, und dann ließ ichs gut sein.

Meine Lernerfahrung, dass ich mehr Konsequenz brauche und manchmal eine klarere Phase 4, die gilt für alles - nur bei Liberty, da taugt sie halt nix. ;-)

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