Das Wetter war heut grauslich, immer wieder ein bisschen Regen, und sturmartige Böen. Durch die Bewässerung war aber dafür das Viereck pipifein zu reiten, und daher versuchte ich mal ein bissl meine letzte Lektüre umzusetzen, aus Corinna Lehmans "Bausteine Dressurreiten" (Rezension folgt irgendwann). Dort wird die klassisch deutsche Reitlehre schön vereinfacht dargestellt, was mir doch einige Aha-Momenta beschert hat. Erstes Ziel bei ihr: Erstmal durch ordentliches Vorwärts Schubkraft entwickeln, daraus ergibt sich dann Tragkraft.
Also mal probiert, Billy zu ordentlichem Vorwärts zu bringen. Das hapert bei uns ja tatsächlich und kann nicht schaden. Dabei Lehmanns Tips zum richtigen Treiben eingesetzt, und dabei noch versucht Füße zu fühlen. Mittlerweile spüre ich im Schritt, wann welches Hinterbein vorschwingt. Juhu! Und das schon nach 25 Jahren reiten *g*. Im Trab fühl ich wenig, muss ich gestehen, dafür kann man da schummelnd das andersseitige Vorderbein beäugen. Besser als nix.
Also 5 Minuten Schritt mit ordentlich vorwärts + fühlen, dann 5 Minuten Trab mit ordentlich vorwärts und fühlen, und dann wieder 5 Minuten Schritt. Laaangweilig, aber vielleicht muss so was hie und da auch sein.
Nach der 15-Minuten-Vorwärts-Einheit bin ich abgesessen, sattelte Billy ab (und *platsch* lag er auch schon im Sand, nu gut) und machte dann noch ein bissl On Line. Ich hab wieder 2 Pylonen ausgepackt und das Figure 8 Pattern. Zuerst im Trab, dann langsam etwas Galopp hinzugefügt, beim Wechsel von einer zur anderen Schlaufe, und dann immr mehr Galopp bis hin zu fliegenden Wechseln. Die haben heute besser von rechts auf links geklappt, flüssiger und schöner. In die andere Richtung ließ er sich etwas bitten, hat es dann aber wenn ich deutlicher wurde, auch brav umgesetzt. Was wir noch nicht hinkriegen ist ein vollständiger Achter mit 2 fliegenden hintereinander.
Insgesamt hab ich wieder zu viel und zu oft gemacht, hätte ein paar mInuten früher aufhören müssen - mist, wieder den rechten Zeitpunkt verpasst, aber wir konnten trotzdem gut aufhören.
Süß finde ich, wie Billy am Wechsel von rechts auf links (den er lange ganz einfach nicht konnte) plötzlcih Gefallen gefunden hat. Man kann richtig sehen, wie er sich konzentriert, die Beine schmeißt (jaaa, elegant ist noch anders, aber Übung macht den Meister) und dann so richtig stolz zu sein scheint und übermütig mit ein bisschen Kopfschlenkern oder Angasen. Früher hat er sich immer verheddert, verlor die Balance, fiel in hektischen Trab, oder in Kreuzgalopp und dann in Trab. Es macht ihm glaub ich richtig Spaß, dass er das nun gelernt hat *g*.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Samstag, 31. März 2012
Dienstag, 27. März 2012
Wir sind wieder ausgeritten :-). Das Wetter veränderte sich zwar auf dem Weg in den Stall vom herrlichsten Sonnenschein zu grautrübem Himmel mit ziemlich viel Wind und fast schon kalt, aber wir sind ja keine Schönwetterreiter ;-).
Die Stallkollegin - heut auf ihrem eigenen Pferd, "The Boss", aka Herdenchef - und ich mit Billy machten uns auf den Weg, neue Gefielde zu erkunden. Wir gingen einen neuen Weg, durchquerten wieder einmal einen Hof, kletterten steile Weiden hinauf, wurden fast vom Wind verweht, ritten durch ein Stückchen Wald, und dann ritten wir wieder retour, bevor es uns zu dunkel wurde.
Beide Pferdchens waren wegen des Windes schon etwas aufgeregt, aber super brav dabei. Billy klemmt immer noch, wenn wir uns eine gewisse Distanz entfernen, aber es wird immer besser und ich immer sicherer. Heimwärts hat er dann einen super Schritt drauf (aber nicht hektisch oder trippelnd).
Hufschuhe haben wir diesmal auch angezogen - sie passen noch :-) und haben toll gehalten.
Ich glaub in den letzten Wochen hab ich mehr Ausreit-Kilometer zurückgelegt als im ganzen Jahr 2011!! *freu*
Die Stallkollegin - heut auf ihrem eigenen Pferd, "The Boss", aka Herdenchef - und ich mit Billy machten uns auf den Weg, neue Gefielde zu erkunden. Wir gingen einen neuen Weg, durchquerten wieder einmal einen Hof, kletterten steile Weiden hinauf, wurden fast vom Wind verweht, ritten durch ein Stückchen Wald, und dann ritten wir wieder retour, bevor es uns zu dunkel wurde.
Beide Pferdchens waren wegen des Windes schon etwas aufgeregt, aber super brav dabei. Billy klemmt immer noch, wenn wir uns eine gewisse Distanz entfernen, aber es wird immer besser und ich immer sicherer. Heimwärts hat er dann einen super Schritt drauf (aber nicht hektisch oder trippelnd).
Hufschuhe haben wir diesmal auch angezogen - sie passen noch :-) und haben toll gehalten.
Ich glaub in den letzten Wochen hab ich mehr Ausreit-Kilometer zurückgelegt als im ganzen Jahr 2011!! *freu*
Sonntag, 25. März 2012
Wir haben heut so ziemlich dasselbe gemacht wie letztes Mal, wieder mit Stangen-L gespielt.
Das rückwärts ist weiter so zäh, unglaublich. Immer nur der erste Schritt. Ist der geschafft, gehts flüssig und relativ locker rückwärts. Auch ums Eck ist kein Problem, auch wenn wir manchmal neue Muster legen mit den Stangen. Rückwärts ist auch ohne Stangen genauso schwierig, also an den Stangen liegt es nicht.
Es war so schlimm heut, dass ich abgesessen bin und vom Boden geübt - da geht alles sehr fein, leichtes Porcupine Game an die Nase, und das Rückwärts ist da.
Ich versteh es einfach nicht. Mittlerweile verkrampf ich mich allerdings selbst schon so, dass mir alles wehtut nachher, d.h. wahrscheinlich blockiere ich selbst mittlerweile alles ... was dann aber nicht erklärt, warum es nach dem Kampf um den 1. Schritt dann immer lockerflockig losgeht.
Überhaupt war Billy heut in Oppositionslaune. Beim Trab zwischendurch war ich wieder einige Momente nicht sicher, ob ich vielleicht ein leichtes Ticken spüre. Jedenfalls wollte ich mir das nach erfolgreichem L-Durchqueren dann vom Boden nochmal anschauen. Stick hatte ich nicht mit, aber mit dem langen Seil umgeknüpft muss das ja wohl auch so gehen. Denkste. Billy fand es sehr dreist von mir, nach dem Absitzen, i.e. ENDE, tatsächlich noch was von ihm zu wollen. Statt zu traben oder auch nur Schritt zu gehen drohte er massiv in die Mitte und ging hübsch halb-seitwärts. Das massive Drohen war wieder mal ganz und gar nicht lustig und bewog mich, mir aus der Halle eine dort befindliche Longierpeitsche zu holen. Nur die interessierte den guten Billy heute überhaupt nicht, schließlich war ich geritten und dann abgesessen, und dann ist eben ENDE. Ich bekam das Tier nicht vom Leib und das Drohen wurde immer schlimmer. Ich schleppte Billy - sobald die Forderung, etwas zu tun, aufhörte, war er wieder freundlich wie ein Lämmchen - daher in die Halle. Aufhören konnte ich an dem Punkt irgendwie auch nicht mehr. In der Halle nahm ich das Seil ab in der Hoffnung, mehr Abstand zu bekommen, denn die 7m vom Seil waren mir für den emotionalen Zustand, in dem wir uns beide befanden, eindeutig zu gering. War aber eine schlechte Idee, ich bekam ihn trotzdem nicht weiter weg, geschweige denn zum Laufen. Mit gesenktem Kopf á la Raubtier umkreiste mich der Billy seitwärtsgehend (naja, vielleicht bringts ja was für die Muckis, wenigstens). Irgendwann riss mir die Geduld, ich entfernte mich in die andere Hallenecke (und sobald ich nichts mehr wollte, schaute mir der billy wieder nach, freundlich wie ein Lämmchen), um dann laut brüllend, kreischend, und die Longierpeitsche mit allem was ich hatte um mich schnalzend in die andere Hallenhälfte zurückzukehren. Ich sah den Billy noch kurz drohen, dann aber eine Veränderung des Gesichtsausdruck in Richtung skeptisch, und dann machte ich lieber die Augen zu, ging einfach nur zielstrebig hin und her und fegte mit der Longierpeitsche alles auf 7m-Abstand, was sich in den Weg stellte. Neben der Hallenbande war auch der Billy einige Male gefühlt im Weg, aber er nahm mich immerhin ernst, denn als ich die Augen wieder öffnete, trabte er gleichsam schwebend durch die Halle, von Lahmen keine Spur zu sehen.
Puh. Büffli is back.
Das rückwärts ist weiter so zäh, unglaublich. Immer nur der erste Schritt. Ist der geschafft, gehts flüssig und relativ locker rückwärts. Auch ums Eck ist kein Problem, auch wenn wir manchmal neue Muster legen mit den Stangen. Rückwärts ist auch ohne Stangen genauso schwierig, also an den Stangen liegt es nicht.
Es war so schlimm heut, dass ich abgesessen bin und vom Boden geübt - da geht alles sehr fein, leichtes Porcupine Game an die Nase, und das Rückwärts ist da.
Ich versteh es einfach nicht. Mittlerweile verkrampf ich mich allerdings selbst schon so, dass mir alles wehtut nachher, d.h. wahrscheinlich blockiere ich selbst mittlerweile alles ... was dann aber nicht erklärt, warum es nach dem Kampf um den 1. Schritt dann immer lockerflockig losgeht.
Überhaupt war Billy heut in Oppositionslaune. Beim Trab zwischendurch war ich wieder einige Momente nicht sicher, ob ich vielleicht ein leichtes Ticken spüre. Jedenfalls wollte ich mir das nach erfolgreichem L-Durchqueren dann vom Boden nochmal anschauen. Stick hatte ich nicht mit, aber mit dem langen Seil umgeknüpft muss das ja wohl auch so gehen. Denkste. Billy fand es sehr dreist von mir, nach dem Absitzen, i.e. ENDE, tatsächlich noch was von ihm zu wollen. Statt zu traben oder auch nur Schritt zu gehen drohte er massiv in die Mitte und ging hübsch halb-seitwärts. Das massive Drohen war wieder mal ganz und gar nicht lustig und bewog mich, mir aus der Halle eine dort befindliche Longierpeitsche zu holen. Nur die interessierte den guten Billy heute überhaupt nicht, schließlich war ich geritten und dann abgesessen, und dann ist eben ENDE. Ich bekam das Tier nicht vom Leib und das Drohen wurde immer schlimmer. Ich schleppte Billy - sobald die Forderung, etwas zu tun, aufhörte, war er wieder freundlich wie ein Lämmchen - daher in die Halle. Aufhören konnte ich an dem Punkt irgendwie auch nicht mehr. In der Halle nahm ich das Seil ab in der Hoffnung, mehr Abstand zu bekommen, denn die 7m vom Seil waren mir für den emotionalen Zustand, in dem wir uns beide befanden, eindeutig zu gering. War aber eine schlechte Idee, ich bekam ihn trotzdem nicht weiter weg, geschweige denn zum Laufen. Mit gesenktem Kopf á la Raubtier umkreiste mich der Billy seitwärtsgehend (naja, vielleicht bringts ja was für die Muckis, wenigstens). Irgendwann riss mir die Geduld, ich entfernte mich in die andere Hallenecke (und sobald ich nichts mehr wollte, schaute mir der billy wieder nach, freundlich wie ein Lämmchen), um dann laut brüllend, kreischend, und die Longierpeitsche mit allem was ich hatte um mich schnalzend in die andere Hallenhälfte zurückzukehren. Ich sah den Billy noch kurz drohen, dann aber eine Veränderung des Gesichtsausdruck in Richtung skeptisch, und dann machte ich lieber die Augen zu, ging einfach nur zielstrebig hin und her und fegte mit der Longierpeitsche alles auf 7m-Abstand, was sich in den Weg stellte. Neben der Hallenbande war auch der Billy einige Male gefühlt im Weg, aber er nahm mich immerhin ernst, denn als ich die Augen wieder öffnete, trabte er gleichsam schwebend durch die Halle, von Lahmen keine Spur zu sehen.
Puh. Büffli is back.
Donnerstag, 22. März 2012
Heut haben Billy und ich uns wieder in Mikado versucht. Ich habe uns wieder ein Stangen-L aufgelegt.
Bisschen aufwärmen, und danach mal vorwärts durchs L (klappte dann auch super im langsamen Trab *freu*), oder auch über die 2 oder 1 Stange. Ein bisschen Galopp zum Munterwerden - Billy war dabei total brav und auch ich konnte wieder lockerer sitzen als zuletzt, als sich alles so furchtbar anfühlte.
Hauptsächlich übten wir aber Rückwärts durchs L. Das Lenken durch Verschiebn der Hinterhand klappt super (rechts nach links besser als umgekehrt), aber das Rückwärts selbst hakte wieder gewaltig. Erstens: Frauli hatte die Dressurgerte nicht mit. Und das übernasert der kluge Billy sowieso sofort. Also die Beine genommen statt Anstupfen mit der Gerte bei Nicht-Reaktion auf Sitz und Stimme. Beine-Klopfen (die klopfen erst, wenn keine Reaktion kommt) findet Billy noch viel blöder als die Gerte. Trotzdem, jeder Schritt war anfangs eine Qual. Aber mit der Zeit wurden die Wünsche flotter und flüssiger und williger umgesetzt, und so konnten wir mit einem guten Rückwärts durchs L einmal in jede Richtung schön abschließen.
Bisschen aufwärmen, und danach mal vorwärts durchs L (klappte dann auch super im langsamen Trab *freu*), oder auch über die 2 oder 1 Stange. Ein bisschen Galopp zum Munterwerden - Billy war dabei total brav und auch ich konnte wieder lockerer sitzen als zuletzt, als sich alles so furchtbar anfühlte.
Hauptsächlich übten wir aber Rückwärts durchs L. Das Lenken durch Verschiebn der Hinterhand klappt super (rechts nach links besser als umgekehrt), aber das Rückwärts selbst hakte wieder gewaltig. Erstens: Frauli hatte die Dressurgerte nicht mit. Und das übernasert der kluge Billy sowieso sofort. Also die Beine genommen statt Anstupfen mit der Gerte bei Nicht-Reaktion auf Sitz und Stimme. Beine-Klopfen (die klopfen erst, wenn keine Reaktion kommt) findet Billy noch viel blöder als die Gerte. Trotzdem, jeder Schritt war anfangs eine Qual. Aber mit der Zeit wurden die Wünsche flotter und flüssiger und williger umgesetzt, und so konnten wir mit einem guten Rückwärts durchs L einmal in jede Richtung schön abschließen.
Dienstag, 20. März 2012
Rezension
Philippe Karl, Die Schule der Légèreté 1+2. (2 DVDs). Pferdia TV, 2011. 212 Minuten. ~ € 80,-
Ich kannte von Philippe Karl neben seinen Büchern schon die 4-er DVD Serie "Klassische Dressur". Die gefiel mir gut, dort sieht man aber ausschließlich Philippe Karl selbst reiten, und natürlich sieht alles leicht und einfach aus. Diese 4 DVDs sind eine Darstellung des Ausbildungswegs.
Auf der DVD-Serie der "Schule der Légèrteté" sieht man nun nicht mehr Ph. Karl selbst reiten, sondern seine Schüler, während er sie unterrichtet. Durch dieses Format und auch durch den Titel habe ich mir erhofft, dass man hier das Erarbeiten von Lektionen bzw. auch der Grundlagen sehen wird; so ganz ist das dann leider nicht der Fall. Zwar reiten Karls Schüler, aber noch immer sieht alles leicht aus, und die gezeigten Lektionen werden zwar verfeinert, aber im Grunde sitzen sie schon einmal. Man nimmt einfach an einzelnen Reitstunden, erteilt von Ph. Karl, teil, die eben zu verschiedenen Zeitpunkten in der Ausbildung eines Pferdes herausgepickt wurden.
Was mir sehr gut gefallen hat sind die vielen verschiedenen Pferdetypen. Hier ist vom Quarter (dessen Gebäude Ph. Karl offenbar als so misslungen sieht, dass er ihn extra nochmal ohne Sattel vorführt *g*) über mehrere Hafis bis hin zum Warmblut wirklich viel an verschiedenen Typen herangezogen worden.
Die Kommentare von Ph. Karl an seine Schüler (und manchmal auch die hie und da fallengelassenen Bemerkungen in Richtung DVD- und Vorort-Publikum) sind durchaus hilfreich. Die DVDs unterscheiden sich aber inhaltlich nicht wirklich von der ersten Serie; was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass man z.B. einen Zusammenschnitt der Entwicklung einer bestimmten Lektion an einem Pferd sieht, wenn man also z.B. über Wochen oder Monate hinweg immer wieder Aufnahmen der Lektion zusammengeschnitten hätte und so die Entwicklung vom ersten Heranführen des Pferdes bis hin zum aktuellen Könnenstand mitverfolgen könnte. Beispiel Spanischer Schritt: Alle Pferde haben das Grundprinzip verstanden, es wird verfeinert; es wird aber kein Pferd gezeigt, dass seinen ersten Ansatz zum Spanischen Schritt gerade lernt. So etwas hätte ich gern gesehen.
Es ist eine sehr runde, harmonische, brave DVD, durchaus anschauenswert. Wer aber eh schon die 4-er Serie zu Hause hat, muss sie denke ich nicht unbedingt auch noch besitzen; vor allem angesichts des doch recht stolzen Preises ;-).
Ich kannte von Philippe Karl neben seinen Büchern schon die 4-er DVD Serie "Klassische Dressur". Die gefiel mir gut, dort sieht man aber ausschließlich Philippe Karl selbst reiten, und natürlich sieht alles leicht und einfach aus. Diese 4 DVDs sind eine Darstellung des Ausbildungswegs.
Auf der DVD-Serie der "Schule der Légèrteté" sieht man nun nicht mehr Ph. Karl selbst reiten, sondern seine Schüler, während er sie unterrichtet. Durch dieses Format und auch durch den Titel habe ich mir erhofft, dass man hier das Erarbeiten von Lektionen bzw. auch der Grundlagen sehen wird; so ganz ist das dann leider nicht der Fall. Zwar reiten Karls Schüler, aber noch immer sieht alles leicht aus, und die gezeigten Lektionen werden zwar verfeinert, aber im Grunde sitzen sie schon einmal. Man nimmt einfach an einzelnen Reitstunden, erteilt von Ph. Karl, teil, die eben zu verschiedenen Zeitpunkten in der Ausbildung eines Pferdes herausgepickt wurden.
Was mir sehr gut gefallen hat sind die vielen verschiedenen Pferdetypen. Hier ist vom Quarter (dessen Gebäude Ph. Karl offenbar als so misslungen sieht, dass er ihn extra nochmal ohne Sattel vorführt *g*) über mehrere Hafis bis hin zum Warmblut wirklich viel an verschiedenen Typen herangezogen worden.
Die Kommentare von Ph. Karl an seine Schüler (und manchmal auch die hie und da fallengelassenen Bemerkungen in Richtung DVD- und Vorort-Publikum) sind durchaus hilfreich. Die DVDs unterscheiden sich aber inhaltlich nicht wirklich von der ersten Serie; was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass man z.B. einen Zusammenschnitt der Entwicklung einer bestimmten Lektion an einem Pferd sieht, wenn man also z.B. über Wochen oder Monate hinweg immer wieder Aufnahmen der Lektion zusammengeschnitten hätte und so die Entwicklung vom ersten Heranführen des Pferdes bis hin zum aktuellen Könnenstand mitverfolgen könnte. Beispiel Spanischer Schritt: Alle Pferde haben das Grundprinzip verstanden, es wird verfeinert; es wird aber kein Pferd gezeigt, dass seinen ersten Ansatz zum Spanischen Schritt gerade lernt. So etwas hätte ich gern gesehen.
Es ist eine sehr runde, harmonische, brave DVD, durchaus anschauenswert. Wer aber eh schon die 4-er Serie zu Hause hat, muss sie denke ich nicht unbedingt auch noch besitzen; vor allem angesichts des doch recht stolzen Preises ;-).
Sonntag, 18. März 2012
Das Wochenende war wunderschön! Warm und sonnig. An beiden Tagen gingen Billy und ich mit Stallkollegen ausreiten. Wir machten beide Male die gleiche Runde wie auch schon letzte Woche. Der Fortschritt zeigt sich sofort: Während Billy und das Westernstütchen letztes Mal ja noch total aus dem Häuschen waren, war Billy diesmal am Samstag schon recht entspannt, und am Sonntag bereits gelangweilt von der immer gleichen Runde.
Beide Tage waren wir so 1,5 Std. unterwegs.
Am Samstag war Billys Geburtstag ... jetzt ist er 9 und sollte langsam erwachsen werden. auf unserem Geburtstagsausritt war alles bereits so entspannt, dass ich auch ein paar Fotos machen konnte von diesem wunderschönen Tag und unserer wunderschönen Ausreitstrecke :-)
Beide Tage waren wir so 1,5 Std. unterwegs.
Am Samstag war Billys Geburtstag ... jetzt ist er 9 und sollte langsam erwachsen werden. auf unserem Geburtstagsausritt war alles bereits so entspannt, dass ich auch ein paar Fotos machen konnte von diesem wunderschönen Tag und unserer wunderschönen Ausreitstrecke :-)
Donnerstag, 15. März 2012
Billy ist weiterhin grantig wenn ich putzen möchte. Bis hin zum Herschnappen und beim Hufeanheben ein Treten anzudeuten. Ich würde ja glauben, dass irgendwas weh tut oder der Fellwechsel gar so anstrengend ist, wenn nicht nach der Reiteinheit das Billytier streichelweich wäre, sich abschmusen lässt, die Hufe nach der Reihe selbständig aufhebt, und das ganze auch noch mit freundlichem Gesicht. Ich verstehe echt manchmal nicht was in ihm vorgeht...
Reiterlich war ich heut langweilig. Billy durfte mir eine Sitzschulungseinheit geben. Wir starteten am Viereck (wieder toll bereitbar und noch hell *juhu*) im Schritt; ich bemühte mich, nicht unbewusst die Beine treibend anzuspannen oder den Hintern, sondern ganz locker zu sitzen, und Billy hatte sich im GEgenzug zu bemühen, meine Beinsignale aber sofort umzusetzen und auch beim WEglassen nicht gleich wieder in Schlurfschritt zu verfallen. So klappte das ganz gut.
Wir gingen über zum Trab, und zu großen Zirkeln, ohne Zügel, Bein nur kurz dran und wieder weg. Klappte auch gut, nachdem wir kurz geklärt hatten, dass Trab nur Trab heißt und nicht: "Trab, soll wohl heißen schnell raus aus dem Viereck". Ging auch noch gut, Billy trabte gleichmäßig und fein dahin, nachdem er nur zweimal probiert hatte, ob Schritt nicht vielleicht auch durchgeht. Nein, Billy.
Dann, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht zu galoppieren, hab ichs wieder doch gemacht - und mich geärgert. Wollte einfach gleich wieder zu viel. Wir haben das halt lange nicht geübt. Es war nicht so schlecht, der Galopp an sich, auch da bemühte ich mich ganz locker zu sitzen und die Beine nicht hochzuziehen und sonst nicht viel von Billy zu verlangen. Nur das Angaloppieren selbst ist momentan ein Graus, Renntrab und iiirgendwann dann mal ein holpriger Galopp, erst nach einiger Zeit dann ordentliche Sprünge. Daher hab ich beschlossen zu probieren, aus dem Schritt anzugaloppieren. Das war dann zu viel für uns beide, sprich der Moment, wo ich mich zu ärgern begann, weil es nicht klappte. Immer wieder: Galoppkommando, Renntrab, Schrittparade, und wieder von vorn. Ich konnte dann aber schlecht aufhören und habs eben so lange probiert, bis ich auf jeder Hand einmal ein anständiges Angaloppieren aus dem Schritt mit anschließend ein paar lockeren Galoppsprüngen bekommen hatte. Teilweise kann Billy wohl nix dafür, ich versteif mich total im Versuch, eine möglichst klare Galopphilfe zu geben, und dann wirds erst nix, und mich dann drüber zu ärgern, ist natürlich unfair.
Nachher war der schwitzende Billy wie erwähnt streichelweich, holte sich höflich seine Leckerlis ab, genoss , sich wutzeln zu dürfen, ließ sich das schwitzige Fell kraulen und mampfte zufrieden die Heucobs. Vielleicht braucht er echt nur bisschen mehr Arbeit ;-)
Reiterlich war ich heut langweilig. Billy durfte mir eine Sitzschulungseinheit geben. Wir starteten am Viereck (wieder toll bereitbar und noch hell *juhu*) im Schritt; ich bemühte mich, nicht unbewusst die Beine treibend anzuspannen oder den Hintern, sondern ganz locker zu sitzen, und Billy hatte sich im GEgenzug zu bemühen, meine Beinsignale aber sofort umzusetzen und auch beim WEglassen nicht gleich wieder in Schlurfschritt zu verfallen. So klappte das ganz gut.
Wir gingen über zum Trab, und zu großen Zirkeln, ohne Zügel, Bein nur kurz dran und wieder weg. Klappte auch gut, nachdem wir kurz geklärt hatten, dass Trab nur Trab heißt und nicht: "Trab, soll wohl heißen schnell raus aus dem Viereck". Ging auch noch gut, Billy trabte gleichmäßig und fein dahin, nachdem er nur zweimal probiert hatte, ob Schritt nicht vielleicht auch durchgeht. Nein, Billy.
Dann, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht zu galoppieren, hab ichs wieder doch gemacht - und mich geärgert. Wollte einfach gleich wieder zu viel. Wir haben das halt lange nicht geübt. Es war nicht so schlecht, der Galopp an sich, auch da bemühte ich mich ganz locker zu sitzen und die Beine nicht hochzuziehen und sonst nicht viel von Billy zu verlangen. Nur das Angaloppieren selbst ist momentan ein Graus, Renntrab und iiirgendwann dann mal ein holpriger Galopp, erst nach einiger Zeit dann ordentliche Sprünge. Daher hab ich beschlossen zu probieren, aus dem Schritt anzugaloppieren. Das war dann zu viel für uns beide, sprich der Moment, wo ich mich zu ärgern begann, weil es nicht klappte. Immer wieder: Galoppkommando, Renntrab, Schrittparade, und wieder von vorn. Ich konnte dann aber schlecht aufhören und habs eben so lange probiert, bis ich auf jeder Hand einmal ein anständiges Angaloppieren aus dem Schritt mit anschließend ein paar lockeren Galoppsprüngen bekommen hatte. Teilweise kann Billy wohl nix dafür, ich versteif mich total im Versuch, eine möglichst klare Galopphilfe zu geben, und dann wirds erst nix, und mich dann drüber zu ärgern, ist natürlich unfair.
Nachher war der schwitzende Billy wie erwähnt streichelweich, holte sich höflich seine Leckerlis ab, genoss , sich wutzeln zu dürfen, ließ sich das schwitzige Fell kraulen und mampfte zufrieden die Heucobs. Vielleicht braucht er echt nur bisschen mehr Arbeit ;-)
Dienstag, 13. März 2012
Schade, unser geplanter Ausritt wurde nichts, da sich meine Stallkollegin das Kreuz so sehr verrissen hat, dass sie sogar zum Arzt musste, die Arme.
Billy und ich drehten daher lieber nur eine kleine Aufwärmrunde um den Hausberg, blieben also in der Comfortzone. Eine andere Einstellerin mit ihrer älteren STute begleitete uns zu Fuß.
Danach gingen wir - ohne Protest von Billy, der bei der Gelegenheit gern beim Vorbeigehen in den Putzraum abbiegt - aufs Viereck. Leider hatte es offenbar hier mehr geregnet, Viereck im Gegensatz zum letzten Mal relativ überschwemmt. Aber trotzdem griffig.
Ich übte wieder mal relativ planlos Trab und Galopp. Wir waren beide total verspannt und schief. Galopp war furchtbar. Als müsste ich neu beginnen, fühlt sich grausig an. Billy war zäh und wollte die Gangart, egal ob Trab oder Galopp, niccht halten. Im Schritt musste man um jeden Schritt bitten. Im Galopp musste ich mich extrem zusammenreißen, locker mitzusitzen und nicht jeden Sprung anzuschieben.
Ich brauch echt dringend irgendwelchen Unterricht. Oder wenigstens nen Plan.
Naja, vielleicht nächstes mal wieder besser.... Billy ist auch dermaßen grantig, ich weß ncht warum. Die meisten anderen Pferde ebenso. Aus Solidarität mit einem verletzten Pferd kommen sie derzeit weniger auf die größere Auslauffläche, vermutlich deshalb. Aber deshalb muss man wohl nicht gleich wieder alles am Frauchen auslassen udn beißen und treten drohen. Da gabs ein paar Diskussionen zwischen uns. Wenigstens lass ich mich davon mittlerweile wenig beeindrucken...
Billy und ich drehten daher lieber nur eine kleine Aufwärmrunde um den Hausberg, blieben also in der Comfortzone. Eine andere Einstellerin mit ihrer älteren STute begleitete uns zu Fuß.
Danach gingen wir - ohne Protest von Billy, der bei der Gelegenheit gern beim Vorbeigehen in den Putzraum abbiegt - aufs Viereck. Leider hatte es offenbar hier mehr geregnet, Viereck im Gegensatz zum letzten Mal relativ überschwemmt. Aber trotzdem griffig.
Ich übte wieder mal relativ planlos Trab und Galopp. Wir waren beide total verspannt und schief. Galopp war furchtbar. Als müsste ich neu beginnen, fühlt sich grausig an. Billy war zäh und wollte die Gangart, egal ob Trab oder Galopp, niccht halten. Im Schritt musste man um jeden Schritt bitten. Im Galopp musste ich mich extrem zusammenreißen, locker mitzusitzen und nicht jeden Sprung anzuschieben.
Ich brauch echt dringend irgendwelchen Unterricht. Oder wenigstens nen Plan.
Naja, vielleicht nächstes mal wieder besser.... Billy ist auch dermaßen grantig, ich weß ncht warum. Die meisten anderen Pferde ebenso. Aus Solidarität mit einem verletzten Pferd kommen sie derzeit weniger auf die größere Auslauffläche, vermutlich deshalb. Aber deshalb muss man wohl nicht gleich wieder alles am Frauchen auslassen udn beißen und treten drohen. Da gabs ein paar Diskussionen zwischen uns. Wenigstens lass ich mich davon mittlerweile wenig beeindrucken...
Samstag, 10. März 2012
Heute wurde der aufregende Ausritt mit Stallkollegin auf dem Westernstütchen wiederholt, und wieder konnten wir alle 4 diesen Ausritt positiv abhaken. Ich freu mich sehr, dass ich die Gelegenheit bekomme öfter rauszugehen und das ganze nicht mit einem negativen Erlebnis zu beenden sondern dabei zu lernen, dass wir auch brenzlige Situationen (wobei die Brenzligkeit hauptsächlich in meinem Kopf existiert...) gut meistern können, ohne dass Katastrophen passieren. Ich muss aber schon sagen, dass das alles ein sehr sehr knappes Entlangschrammen an der Roten Grenze für mich und auch für Billy, glaube ich, bedeutet.
Wir gingen wieder zu viert los, diesmal war das Westernstütchen wesentlich entspannter, solange wir auf dem Weg waren, den sie vom letzten Mal kannte. Es gab auch keine Diskussion, überhaupt den Hof zu verlassen, wie beim letzten Mal. Auch Billy unetrlässt momentan jegliche derartige Diskussion, übrigens.
Wir nahmen dann recht bald mal eine andere Abzweigung als letztes Mal. Meine Angst-Abzweigung! Die, wo IMMER irgendwas passiert und mir Billy mindestens 5x umgedreht hat und heim wollte. Jedesmal ist dort irgendwas. Gehe ich zu Fuß, um meine Confidence etwas zu stärken, geht der Weg genau dort, wo Billy anfängt unconfident zu werden, in eine pure Eisplatte über und ich muss umdrehen. Oder es kommen Kühe auf uns zugaloppiert. Oder es kommt der große große Milch-LKW daher; links und rechts sind dort an einer Stelle übrigens Stacheldrähte für die Kühe *aaah*. Ja und wie konnte es anders sein: Genau dort wo Billy immer unconfident wird, hörte man schon das Geräusch einer MOtorsäge, die genau neben dem Weg Bäume fällte. Ich geriet in Panik, Billy hätte gern umgedreht. Westernstuti auch nicht besonders confident ;-). Da war ich nur froh, dass ich die resolute Stallkollegin mithatte, die nur von hinten rief, dass wir da jetzt AUF KEINEN FALL UMDREHEN. Ich gab dieses Kommando mal an Billy weiter, der dabei war im Schritt "einzufrieren" und spürbar an den heimatlichen Stall dachte. Der Mann an der Motorsäge war ein wirlich total netter, der das Ding abstellte, als er uns da mit den Pferden um jeden Schritt kämpfen sah. Ich würd Billy ja gern stehen und schauen lassen, aber wie oftmals erwähnt, geht das normalerweise schief. Also resolut vorbeigetrieben, wir trabten, besser als stehen, umdrehen, heimgaloppieren, und dann waren wir vorbei und im Wald und alle wieder etwas entspannter. Stuti ist übrigens von der gleichen Sorte wie Billy, friert eher ein als davonzustürmen, die beiden sind sich irgendwie ähnlich ;-).
Danach ging es ein Weilchen recht entspannt die Straße entlang, bis wir zum nächsten Hof kamen. Da führt der Weg wieder mal durch. Stütchen war etwas fertig mit den Nerven, und auch körperlich, weil steil. Billy schwitzte kein bisschen, auch ein Zeichen, wie viel Angst er in Wirklichkeit hat, nämlich kaum. Wenn er sich wirklich fürchtet, dann schwitzt auch ein Billy ordentlich. Als wir an der mit Planen zugemachten Halle im Hof vorbeiritten, raschelten die natürlich prompt in einem Windstoß, Billy war eigentlich relativ cool, ließ sich aber von STütchen anstecken, und so mussten wir beide wieder überreden, nicht heimzugehen. Haben sie brav gemeistert, und es folgte wieder ein entspannterer Abschnitt über den Weg auf den Wiesen und durch den Wald.
Noch ein weiterer Hof musste auf unserer RUnde durchquert werden. Wieder musste ich Billy scon vorher um jeden Schritt weiter bitten. Und dann gab es auf diesem Hof so eine Ungeheuerlichkeit wie ENTEN! Da stand Billy kurz vor der Explosion (malte sich zumindest mein pessimistisches Hirn farbenfroh aus), und ich bat, ob wir kurz stehenbleiben und die Enten anschauen können. Billy überlegte fühlbar, ob er die Enten untersuchen oder vor ihnen flüchten sollte, er war unentschlossen ;-). Wir standen kurz, dann drängte die Stallkollegin weiterzureiten, weil das Stehen für Stuti wiederum kontraproduktiv war und die eher noch mehr die Nerven schmiss. Billy hatte auch genug geschaut und wir führten Stuti dann ziemlich confident und mutig durch den Hof wieder zurück auf die Straße, um unsere Runde zu vollenden. Die Stallkollegin lobte uns und Billy, was er nicht für ein cooler Kerl ist, und JA, das ist er eh, wenn Frauchen nicht ausflippt ;-).
Kaum hatten wir den Hof durchquert und die Straße erreicht, war es, als hätte man Billy und mir einen Schalter umgelegt. Völlig confident fühlte ich mich da, und Billy auch ... denn ab hier gehts nach Hause! ich weiß wirklic nicht, ob das nun an mir lag oder an ihm... Jedenfalls war es endlich vorbei, dass er nach jedem Schritt steckenzubleiben drohte und man daher jeden Schritt raustreiben musste. Beide Pferde gingen plötzlich in brav flüssigem flottem Schritt die Straße entlang... Wir trafen noch Kinder, die uns völlig egal waren, und dann war die Runde auch schon beendet.
War wieder richtig toll; Billy schwitzte kaum, trotz der Bergaufstrecke am Schluss. Bekam eine Armvoll Heu und wir einen Nachmittagskaffee im Sonnenschein.
Ach, ich hoffe wirklich dass wir heuer noch oft gemeinsam rausgehen können, damit ich mich überwinden kann und mit Billy auch mal die Führungsrolle übernehmen muss. Denn wenn ich nicht muss, dann tu ichs nicht, und dann wird alles wieder nur schlimmer statt besser. Mal sehen. Für Dienstag haben wir uns wieder verabredet.
Wir gingen wieder zu viert los, diesmal war das Westernstütchen wesentlich entspannter, solange wir auf dem Weg waren, den sie vom letzten Mal kannte. Es gab auch keine Diskussion, überhaupt den Hof zu verlassen, wie beim letzten Mal. Auch Billy unetrlässt momentan jegliche derartige Diskussion, übrigens.
Wir nahmen dann recht bald mal eine andere Abzweigung als letztes Mal. Meine Angst-Abzweigung! Die, wo IMMER irgendwas passiert und mir Billy mindestens 5x umgedreht hat und heim wollte. Jedesmal ist dort irgendwas. Gehe ich zu Fuß, um meine Confidence etwas zu stärken, geht der Weg genau dort, wo Billy anfängt unconfident zu werden, in eine pure Eisplatte über und ich muss umdrehen. Oder es kommen Kühe auf uns zugaloppiert. Oder es kommt der große große Milch-LKW daher; links und rechts sind dort an einer Stelle übrigens Stacheldrähte für die Kühe *aaah*. Ja und wie konnte es anders sein: Genau dort wo Billy immer unconfident wird, hörte man schon das Geräusch einer MOtorsäge, die genau neben dem Weg Bäume fällte. Ich geriet in Panik, Billy hätte gern umgedreht. Westernstuti auch nicht besonders confident ;-). Da war ich nur froh, dass ich die resolute Stallkollegin mithatte, die nur von hinten rief, dass wir da jetzt AUF KEINEN FALL UMDREHEN. Ich gab dieses Kommando mal an Billy weiter, der dabei war im Schritt "einzufrieren" und spürbar an den heimatlichen Stall dachte. Der Mann an der Motorsäge war ein wirlich total netter, der das Ding abstellte, als er uns da mit den Pferden um jeden Schritt kämpfen sah. Ich würd Billy ja gern stehen und schauen lassen, aber wie oftmals erwähnt, geht das normalerweise schief. Also resolut vorbeigetrieben, wir trabten, besser als stehen, umdrehen, heimgaloppieren, und dann waren wir vorbei und im Wald und alle wieder etwas entspannter. Stuti ist übrigens von der gleichen Sorte wie Billy, friert eher ein als davonzustürmen, die beiden sind sich irgendwie ähnlich ;-).
Danach ging es ein Weilchen recht entspannt die Straße entlang, bis wir zum nächsten Hof kamen. Da führt der Weg wieder mal durch. Stütchen war etwas fertig mit den Nerven, und auch körperlich, weil steil. Billy schwitzte kein bisschen, auch ein Zeichen, wie viel Angst er in Wirklichkeit hat, nämlich kaum. Wenn er sich wirklich fürchtet, dann schwitzt auch ein Billy ordentlich. Als wir an der mit Planen zugemachten Halle im Hof vorbeiritten, raschelten die natürlich prompt in einem Windstoß, Billy war eigentlich relativ cool, ließ sich aber von STütchen anstecken, und so mussten wir beide wieder überreden, nicht heimzugehen. Haben sie brav gemeistert, und es folgte wieder ein entspannterer Abschnitt über den Weg auf den Wiesen und durch den Wald.
Noch ein weiterer Hof musste auf unserer RUnde durchquert werden. Wieder musste ich Billy scon vorher um jeden Schritt weiter bitten. Und dann gab es auf diesem Hof so eine Ungeheuerlichkeit wie ENTEN! Da stand Billy kurz vor der Explosion (malte sich zumindest mein pessimistisches Hirn farbenfroh aus), und ich bat, ob wir kurz stehenbleiben und die Enten anschauen können. Billy überlegte fühlbar, ob er die Enten untersuchen oder vor ihnen flüchten sollte, er war unentschlossen ;-). Wir standen kurz, dann drängte die Stallkollegin weiterzureiten, weil das Stehen für Stuti wiederum kontraproduktiv war und die eher noch mehr die Nerven schmiss. Billy hatte auch genug geschaut und wir führten Stuti dann ziemlich confident und mutig durch den Hof wieder zurück auf die Straße, um unsere Runde zu vollenden. Die Stallkollegin lobte uns und Billy, was er nicht für ein cooler Kerl ist, und JA, das ist er eh, wenn Frauchen nicht ausflippt ;-).
Kaum hatten wir den Hof durchquert und die Straße erreicht, war es, als hätte man Billy und mir einen Schalter umgelegt. Völlig confident fühlte ich mich da, und Billy auch ... denn ab hier gehts nach Hause! ich weiß wirklic nicht, ob das nun an mir lag oder an ihm... Jedenfalls war es endlich vorbei, dass er nach jedem Schritt steckenzubleiben drohte und man daher jeden Schritt raustreiben musste. Beide Pferde gingen plötzlich in brav flüssigem flottem Schritt die Straße entlang... Wir trafen noch Kinder, die uns völlig egal waren, und dann war die Runde auch schon beendet.
War wieder richtig toll; Billy schwitzte kaum, trotz der Bergaufstrecke am Schluss. Bekam eine Armvoll Heu und wir einen Nachmittagskaffee im Sonnenschein.
Ach, ich hoffe wirklich dass wir heuer noch oft gemeinsam rausgehen können, damit ich mich überwinden kann und mit Billy auch mal die Führungsrolle übernehmen muss. Denn wenn ich nicht muss, dann tu ichs nicht, und dann wird alles wieder nur schlimmer statt besser. Mal sehen. Für Dienstag haben wir uns wieder verabredet.
Donnerstag, 8. März 2012
Heut gab es mal was ganz Neues: Long Reins, unser erstes Mal!
Bisher habe ich aus Zone 5 zwar schon mit einem Seil gearbeitet, aber noch nie mit zweien. Das haben wir heute zum ersten Mal ausprobiert, und ich kann gleich sagen, es hat wieder mal alles super geklappt :-).
Als erstes natürlich Friendly Game. Ich schnallte die beiden Feather Lines ins Knotenhalfter, eine links, eine rechts, begab mich mit etwas Abstand in Zone 3 und begann dann sie mit Neutralstellung zu schwingen, auf und ab, vor und zurück, über den Kopf und wieder zurück, dann begann ich mich dabei zu bewegen, ging in Zone 5, auch dort auf und ab, über den Kopf, über den Rücken, mal an den Popo geklatscht. Billy stand wie nicht anders erwartet wie eine Statue.
Weiter gings, Porcupine Game: Ich ging wieder in Zone 3 und begann mit dem äußeren Seil um Billys Popo Druck zu machen, bis er mit dem Hintern auf mich zu wich. Danach mit dem gleichen äußeren Seil weiter Druck, der, sobald der Hintern weggeschwungen ist, dann eben aufs Halfter wirkt. Man hat so ein schönes "Indirect-Direct-Rein-Ballett". DAnn wieder zurück mit dem anderen Seil.
Wir gingen über zu einem Driving Game, ich blieb noch in Zone 3 und wir gingen mal auf den Zirkel oder auch gerade aus. Als Driving-Unterstützung nahm ich übrigens die lange Bogen-Peitsche, das hat super geklappt. Wir übten ein bisschen lenken und ich ließ mich in Zone 5 zurückfallen. Auf Anhieb ging Billy weiter, und wir blieben mal auf dem Hufschlag und übten Übergänge. Schritt-Trab klappt hervorragend, sofort und auf Phase 1. Ich trabe, er trabt. Ich gehe schritt, er geht Schritt. Auch ein Zulegen im Trab klappte gut, und übermütig probierte ich ob er galoppiert, wenn ich da hinten galoppiere, aber das artete in Renntrab aus, weil ers nicht kapierte, das war zu früh und ich habs wieder gelassen. Stattdessen konzentrierten wir uns lieber aufs Anhalten, ist ja auch wichtig ;-). Interessanterweise klappte das nicht so gut wie erwartet, da musste ich schon Druck ausüben auf beide Long Reins, damit er endlich stehenblieb. Da er aber ja sehr gerne stehenbleibt normalerweise, nehme ich an, dass er nicht kapiert hat, oder dass ich hinter ihm doch zu viel Druck bin (glaube ich aber eigentlich nicht). Ich hab dabei auch erkannt, dass mein normales energischeres Kommando für "Halt", nämlich das Seil auf- und abzuschütteln, aus Zone 5 mit den Long Reins nicht mehr funktioniert, weil das Schütteln von hinten automatisch ein "vorwärts"-Signal auf Zone 5 und 4 ausübt! Da kannte sich der billy ganz offensichtlich nicht aus, also bin ich dazu übergegangen, ein STimmkommando zu geben (das er brav ignorierte *ähem*) und selbst stehenzubleiben und ihn in die Reins einfach reinlaufen zu lassen. So klappte es dann ganz gut und konnte ein wenig verfeinert werden; braucht aber wirklich noch Übung.
Ein paar Schritte rückwärts klappten dann auch noch :-).
Worauf ich sehr stolz bin ist dass Billy und ich uns kein einziges mal in dem Leinengemurkse verheddert haben, unsere Spezialität. Ich schaffte es die Leinen so zu handhaben, dass er kein einziges Mal draufstieg. einfach ist das nicht, denn wenn die Leinen durchhängen, sind sie schon recht nah am Boden.
Später am Abend sah ich dann zufällig eine DVD von Stacy Westfall an, "Whoa" - wo sie lustigerweise genau dasselbe vom Boden macht: Long reins und anhalten. Die DVD liegt seit 2 Monaten in meinem DVD Player, und gerade heute hatte ich Zeit und Lust zu schauen - und dann genau das was ich brauchen konnte, witzig. Stacy fädelt übrigens die Leinen durch die Bügel des Westernsattels, das werd ich einmal ausprobieren. Und auch die Tips fürs Anhalten waren nicht schlecht, da hab ich noch einiges auszuprobieren bekommen.
Bisher habe ich aus Zone 5 zwar schon mit einem Seil gearbeitet, aber noch nie mit zweien. Das haben wir heute zum ersten Mal ausprobiert, und ich kann gleich sagen, es hat wieder mal alles super geklappt :-).
Als erstes natürlich Friendly Game. Ich schnallte die beiden Feather Lines ins Knotenhalfter, eine links, eine rechts, begab mich mit etwas Abstand in Zone 3 und begann dann sie mit Neutralstellung zu schwingen, auf und ab, vor und zurück, über den Kopf und wieder zurück, dann begann ich mich dabei zu bewegen, ging in Zone 5, auch dort auf und ab, über den Kopf, über den Rücken, mal an den Popo geklatscht. Billy stand wie nicht anders erwartet wie eine Statue.
Weiter gings, Porcupine Game: Ich ging wieder in Zone 3 und begann mit dem äußeren Seil um Billys Popo Druck zu machen, bis er mit dem Hintern auf mich zu wich. Danach mit dem gleichen äußeren Seil weiter Druck, der, sobald der Hintern weggeschwungen ist, dann eben aufs Halfter wirkt. Man hat so ein schönes "Indirect-Direct-Rein-Ballett". DAnn wieder zurück mit dem anderen Seil.
Wir gingen über zu einem Driving Game, ich blieb noch in Zone 3 und wir gingen mal auf den Zirkel oder auch gerade aus. Als Driving-Unterstützung nahm ich übrigens die lange Bogen-Peitsche, das hat super geklappt. Wir übten ein bisschen lenken und ich ließ mich in Zone 5 zurückfallen. Auf Anhieb ging Billy weiter, und wir blieben mal auf dem Hufschlag und übten Übergänge. Schritt-Trab klappt hervorragend, sofort und auf Phase 1. Ich trabe, er trabt. Ich gehe schritt, er geht Schritt. Auch ein Zulegen im Trab klappte gut, und übermütig probierte ich ob er galoppiert, wenn ich da hinten galoppiere, aber das artete in Renntrab aus, weil ers nicht kapierte, das war zu früh und ich habs wieder gelassen. Stattdessen konzentrierten wir uns lieber aufs Anhalten, ist ja auch wichtig ;-). Interessanterweise klappte das nicht so gut wie erwartet, da musste ich schon Druck ausüben auf beide Long Reins, damit er endlich stehenblieb. Da er aber ja sehr gerne stehenbleibt normalerweise, nehme ich an, dass er nicht kapiert hat, oder dass ich hinter ihm doch zu viel Druck bin (glaube ich aber eigentlich nicht). Ich hab dabei auch erkannt, dass mein normales energischeres Kommando für "Halt", nämlich das Seil auf- und abzuschütteln, aus Zone 5 mit den Long Reins nicht mehr funktioniert, weil das Schütteln von hinten automatisch ein "vorwärts"-Signal auf Zone 5 und 4 ausübt! Da kannte sich der billy ganz offensichtlich nicht aus, also bin ich dazu übergegangen, ein STimmkommando zu geben (das er brav ignorierte *ähem*) und selbst stehenzubleiben und ihn in die Reins einfach reinlaufen zu lassen. So klappte es dann ganz gut und konnte ein wenig verfeinert werden; braucht aber wirklich noch Übung.
Ein paar Schritte rückwärts klappten dann auch noch :-).
Worauf ich sehr stolz bin ist dass Billy und ich uns kein einziges mal in dem Leinengemurkse verheddert haben, unsere Spezialität. Ich schaffte es die Leinen so zu handhaben, dass er kein einziges Mal draufstieg. einfach ist das nicht, denn wenn die Leinen durchhängen, sind sie schon recht nah am Boden.
Später am Abend sah ich dann zufällig eine DVD von Stacy Westfall an, "Whoa" - wo sie lustigerweise genau dasselbe vom Boden macht: Long reins und anhalten. Die DVD liegt seit 2 Monaten in meinem DVD Player, und gerade heute hatte ich Zeit und Lust zu schauen - und dann genau das was ich brauchen konnte, witzig. Stacy fädelt übrigens die Leinen durch die Bügel des Westernsattels, das werd ich einmal ausprobieren. Und auch die Tips fürs Anhalten waren nicht schlecht, da hab ich noch einiges auszuprobieren bekommen.
Dienstag, 6. März 2012
Rezension
Karen Rohlf: Dressage,
Naturally. Results in Harmony (Book and DVD). A Guide to the Basics of Dressage
from a Natural Horsemanship Perspective.Temenos Fields, 2007.187pp. US $
99,-
Der Klappentext:
Der Klappentext:
„A result of Karen Rohlf's combined experience as a dressage
professional and her immersion in natural horsemanship, this book/DVD bridges
the gap between these two worlds. The material will take every horseman on a
practical and philosophical journey to create healthy bio-mechanics and
stronger partnerships through combining principles of natural horsemanship with
the art of dressage.“
Dieses Buch war eins der besten, die ich in letzter Zeit
gelesen habe.
Karen Rohlf teilt das Buch in 3 große Teile. Im ersten
stellt sie ihre Prinzipien dar, spricht über Horsemanship und Dressur im
allgemeinen, beschreibt Sinn und Zweck der Dressur und die Zutaten, die dafür
nötig sind. Hier kann man gleich einwerfen, dass sich das Buch sicher nicht an
Anfägner richtet, weder in Sachen Dressur noch in Sachen Horsemanship. So setzt
Karen Rohlf z.B. für die später folgenden Übungen zum Zügelkontakt voraus, dass
alles ohne Zügel ohnehin klappt. Wie man dahin kommt, wird nicht beschrieben,
es wird vorausgesetzt, dass man das alleine hinkriegt. Eher noch ist das Buch
sinnvoll für Dressur-Anfänger, die also recht weit in Sachen Horsemanship und
vielleicht FreeStyle Reiten sind, aber noch wenig Erfahrung mit Zügelkontakt
und Dressur im allgemeinen haben.
Im zweiten Teil geht es dann ans Eingemachte. Es ist der
umfangreichste Teil und besteht aus sehr genau beschriebenen Übungen, die in
Themenschwerpunkte zusammengefasst sind. Einer davon ist z.B. Energie; hier
finden sich Übungen, wie man sein Pferd „vor den Schenkel“ bekommt, wie man
selbst seine Energie an- und abschalten, hoch- und runterfahren kann. Ein
weiterer Schwerpunkt ist Balance, hier finden sich Übungen, die das Pferd
geraderichten oder das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand bringen. Weitere
wichtige Themen sind Flexibility und Mobility.
Im dritten Teil gibt es noch eine Reihe kurzer Essays zur
Einstellung gegenüber dem Pferd und dem Training, die auch noch einmal sehr
nett zu lesen sind.
Am wichtigsten ist der zweite Teil. Eigentlich ist er sehr
gut strukturiert. Eigentlich, denn durch die vielen Unetrkapitel und
Unterpunkte verlor ich hie und da den Faden. Er ist aber definitiv da, da hilft
auch noch einmal die Übersicht ganz hinten, die alle Übungen ihrem Namen nach
einzeln auflistet. Man sollte das Buch wohl zuerst in einem durchlesen, um das „big
picture“, das Karen Rohlf immer wieder erwähnt, einmal zu sehen, bevor man es
dann wieder und wieder in seinen Details durchsieht und anfängt, die Übungen
auszuprobieren.
Was mir besonders gefallen hat, war die „kochrezeptartige“
Anleitung zu den einzelnen Übungen. Hier hat man wirklich minutiös beschrieben,
worauf zu achten ist, worauf man bei sich selbst achten soll und worauf beim
Pferd, wie man erkennt wann es richtig ist, welche Fehler man nicht machen
sollte. Am besten sollte man das Buch zum Pferd mitnehmen ;-). Manchmal steht
man natürlich auch an, immer dann, wenn Pferd nicht so reagiert, wie es lt.
Buch-Vorschrift eigentlich reagieren sollte ;-). Hier merkt man wieder, dass es
sich an fortgeschrittene Horsemanshipler richtet, die diese auftretenden
Probleme zu lösen wissen.
Nicht zu vergessen ist, dass es zum Buch eine DVD gibt. Ich
habe den Fehler gemacht, mir diese schneller anzusehen, als ich mit dem Lesen
des Buches hinterherkam. Ich würde empfehlen, das Buch zu lesen, und jeweils
parallel die entsprechenden Kapitel auf der DVD anzusehen. Ich fand in
umgekehrter Reihenfolge die DVD völlig konfus mit ihren ebenfalls vielen
Unterkapiteln; Karen zeigt hier manche der Übungen mit ihren Pferden vor; den
Hintergrund dazu findet man aber nur im Buch!
Ich kann das ganze Buch wirklich nur uneingeschränkt
empfehlen und muss es gleich noch einmal lesen, denn ich habe die Flut an
Information schon wieder halb vergessen.
Ich würde sogar sagen, dass man das Buch auch als quasi
Level 5 des Parelli-Programms bezeichnen könnte, das sich ganz besonders der
Finesse widmet; es hat alles, was bei Parelli in dieser Hinsicht fehlt! Also:
unbedingt lesen!
Sonntag, 4. März 2012
Weiter herrscht frühlingshaftes Wetter.
Billy und ich hatten eine Verabredung mit einer Stallkollegin für einen Ausritt. Die Stallkollegin wollte das Pferd einer wiederum anderen STallkollegin reiten, die längere Zeit nicht da ist und ihr das aufgetragen hatte.
So waren wir die folgende, vielleicht nicht ganz erfolgversprechende Konstellation (wobei ich aber gleich sagen kann, dass alles hervorragend geklappt hat):
- Ein Westernpferd, das erst seit letztem Sommer bei uns ist und kaum Gelände - unseres schon gar nicht - kennt.
- Selbiges Westernpferd ist mit ihrem Baby (nun ja, Baby wird schon 2) eingezogen und hatte durchaus Trennungsschmerz
- Stallkollegin Englischreiterin, keine Ahnung vom Westernreiten (und sie fragte ständig mich *lach*, aber trotzdem noch die Selbstsicherste unseres Gespanns
- Und ich auf dem Billy mit unseren bekannten Comfort-Zonen-Problemen beim Ausreiten.
Alle Pferde und Menschen haben die Herausforderung aber gut gemeistert, wir waren etwa 1,5 Stunden unterwegs bei herrlichem frischen, aber sonnigen Wetter.
Dass Westernstuti sich zeitweilig ziemlich aufregte (Bach kannte sie offensichtlich gar nicht, z.B:), trieb Billy und mich zu Höchstleistungen an, ihr wenigstens irgendeine Sicherheit zu geben und nur ja nicht mit schlechtem Beispiel (z.B. durch bekanntes Umdrehen und Heimgaloppieren, woran Billy fühlbar einige Male dachte) voranzugehen. So setzte ich mich an den prekären Stellen auch mal etwas energischer durch als es mir allein möglich ist, was wiederum Billy eher Sicherheit gab; Billy war bis auf wenige Situationen sehr entspannt, was wiederum auf das aufgeregte Stütchen abfärbte.
Wir ritten den Berg hoch zu einem der Bauernhöfe, wo wir wussten, dass wir umdrehen mussten (eine Runde reiten ist aufgrund der sehr nassen Wiesen momentan nicht möglich). Meien Stallkollegin hätte auch mal sagen können, dass dort Kühe im Hof auf uns warten, aber vielleicht war es gut, dass sie es nicht tat. Billy ziemlich unsicher auf den letzten 100 Metern aufgrund der vom Hof glotzenden Kühe, Westernstuti noch mehr, die Selbstsicherheit der Stallkollegin aufgrund eines größeren Ausrutschers von Westernstuti (deren Trittsicherheit wirklich entwickelt gehört) auch etwas angekratzt, musste ich mehr oder weniger über mich hinauswachsen und Billy energischst und klipp und klar erklären, dass hier nun nicht umgedreht wird (was er gern getan hätte, was aber sicherlich im Galopp passiert wäre, und Stuti sicherlich hinterdrein), sondern wir bis auf den Hof dort reiten. Tatsächlich ists mir so gelungen, genug Energie und Willen an den Tag zu legen, um Billy zu überzeugen, dass meine Version die ungefährlichere ist, und alle 4 kamen wir gut im Hof an und stellten uns - wie bei uns üblich, ich aber immer noch nicht gewohnt bin - vor dem quasi Wohnzimmerfenster der Hofbauernschaft auf.
Hier mal bitte eine Weile stehenbleiben, meinte meine Stallkollegin, und ich gab ihr recht. Billy und Westernstuti glotzen die einige Meter entfernt auf einem Paddock stehenden Kühe an, Stuti schnorchelnd und klitschnass, Billy durchaus neugierig, wollte sogar hingehen. Er war gar nicht in Panik, sein Hirn arbeitete (jedenfalls konnte es das Geräusch des aufgezogenen Reißverschlusses meiner Jacke klar dem bevorstehenden Empfang eines Leckerlis zuordnen). Wir standen da so 5 Minuten oder länger, bis v.a. Stuti sich deutlich beruhigt hatte, und dann drehten wir gesittet um und ritten den Weg zurück.
Auf dem Rückweg war Billy sofort entspannt, und komischerweise vertraue ich ihm auf dem Rückweg 100%ig, dass er keinen Blödsinn macht. Wir hatten dort noch eine Begegnung mit einem fahrenden Traktor sowie spielenden Kindern samt Hund, der uns gleich seiner Kinderherde einverleiben wollte, aber beides brachte Billys Puls - und auch meinen - eigentlcih nicht hoch.
Wir kamen gut und auch ein bisschen erschöpft zu Hause an, und ich hab wieder gelernt, dass es schon geht, wenn ich wirklich will; aber auch dass ich nur dann wirklich will, wenn es sein muss ;-).
Billy und ich hatten eine Verabredung mit einer Stallkollegin für einen Ausritt. Die Stallkollegin wollte das Pferd einer wiederum anderen STallkollegin reiten, die längere Zeit nicht da ist und ihr das aufgetragen hatte.
So waren wir die folgende, vielleicht nicht ganz erfolgversprechende Konstellation (wobei ich aber gleich sagen kann, dass alles hervorragend geklappt hat):
- Ein Westernpferd, das erst seit letztem Sommer bei uns ist und kaum Gelände - unseres schon gar nicht - kennt.
- Selbiges Westernpferd ist mit ihrem Baby (nun ja, Baby wird schon 2) eingezogen und hatte durchaus Trennungsschmerz
- Stallkollegin Englischreiterin, keine Ahnung vom Westernreiten (und sie fragte ständig mich *lach*, aber trotzdem noch die Selbstsicherste unseres Gespanns
- Und ich auf dem Billy mit unseren bekannten Comfort-Zonen-Problemen beim Ausreiten.
Alle Pferde und Menschen haben die Herausforderung aber gut gemeistert, wir waren etwa 1,5 Stunden unterwegs bei herrlichem frischen, aber sonnigen Wetter.
Dass Westernstuti sich zeitweilig ziemlich aufregte (Bach kannte sie offensichtlich gar nicht, z.B:), trieb Billy und mich zu Höchstleistungen an, ihr wenigstens irgendeine Sicherheit zu geben und nur ja nicht mit schlechtem Beispiel (z.B. durch bekanntes Umdrehen und Heimgaloppieren, woran Billy fühlbar einige Male dachte) voranzugehen. So setzte ich mich an den prekären Stellen auch mal etwas energischer durch als es mir allein möglich ist, was wiederum Billy eher Sicherheit gab; Billy war bis auf wenige Situationen sehr entspannt, was wiederum auf das aufgeregte Stütchen abfärbte.
Wir ritten den Berg hoch zu einem der Bauernhöfe, wo wir wussten, dass wir umdrehen mussten (eine Runde reiten ist aufgrund der sehr nassen Wiesen momentan nicht möglich). Meien Stallkollegin hätte auch mal sagen können, dass dort Kühe im Hof auf uns warten, aber vielleicht war es gut, dass sie es nicht tat. Billy ziemlich unsicher auf den letzten 100 Metern aufgrund der vom Hof glotzenden Kühe, Westernstuti noch mehr, die Selbstsicherheit der Stallkollegin aufgrund eines größeren Ausrutschers von Westernstuti (deren Trittsicherheit wirklich entwickelt gehört) auch etwas angekratzt, musste ich mehr oder weniger über mich hinauswachsen und Billy energischst und klipp und klar erklären, dass hier nun nicht umgedreht wird (was er gern getan hätte, was aber sicherlich im Galopp passiert wäre, und Stuti sicherlich hinterdrein), sondern wir bis auf den Hof dort reiten. Tatsächlich ists mir so gelungen, genug Energie und Willen an den Tag zu legen, um Billy zu überzeugen, dass meine Version die ungefährlichere ist, und alle 4 kamen wir gut im Hof an und stellten uns - wie bei uns üblich, ich aber immer noch nicht gewohnt bin - vor dem quasi Wohnzimmerfenster der Hofbauernschaft auf.
Hier mal bitte eine Weile stehenbleiben, meinte meine Stallkollegin, und ich gab ihr recht. Billy und Westernstuti glotzen die einige Meter entfernt auf einem Paddock stehenden Kühe an, Stuti schnorchelnd und klitschnass, Billy durchaus neugierig, wollte sogar hingehen. Er war gar nicht in Panik, sein Hirn arbeitete (jedenfalls konnte es das Geräusch des aufgezogenen Reißverschlusses meiner Jacke klar dem bevorstehenden Empfang eines Leckerlis zuordnen). Wir standen da so 5 Minuten oder länger, bis v.a. Stuti sich deutlich beruhigt hatte, und dann drehten wir gesittet um und ritten den Weg zurück.
Auf dem Rückweg war Billy sofort entspannt, und komischerweise vertraue ich ihm auf dem Rückweg 100%ig, dass er keinen Blödsinn macht. Wir hatten dort noch eine Begegnung mit einem fahrenden Traktor sowie spielenden Kindern samt Hund, der uns gleich seiner Kinderherde einverleiben wollte, aber beides brachte Billys Puls - und auch meinen - eigentlcih nicht hoch.
Wir kamen gut und auch ein bisschen erschöpft zu Hause an, und ich hab wieder gelernt, dass es schon geht, wenn ich wirklich will; aber auch dass ich nur dann wirklich will, wenn es sein muss ;-).
Samstag, 3. März 2012
Wieder habe ich eine kurze Aufwärmrunde um den Hausberg gemacht, danach gingen wir aufs Viereck, dessen Boden momentan perfekt ist!
Ich hatte ein paar Stangen aufgebaut und Billy Gamaschen angezogen, und wir machten etwas Stangenarbeit, nichts besonderes. Ich hatte die 3 Stangen so aufgelegt, dass ich wahlweise über eine, über zwei oder alle 3 traben konnte.
Wir begannen im Schritt über die einzelne Stange. Billy schlug ständig an, passte wenig auf, langsam wurde das besser. Dann im Trab, da hievte er sich richtig drüber, fühlte sich nicht besonders elegant an, wurde aber mit jedem Durchgang besser. Zwischendurch schmierte ich Gas und Bremse am Hufschlag.
Als die eine Stange flüssiger wurde, ging ich die zwei im Trab an, und siehe da, das war von Anfang an wesentlich besser als die einzelne - interessant :-). Und alle drei auf einmal nahm Billy stets ohne anzuschlagen und ohne den Trabrhythmus groß zu verändern.
Brav gemacht, und wieder bemerkt, dass ihm das Spaß macht. Muss ich wieder öfter einbauen.
Ich hatte ein paar Stangen aufgebaut und Billy Gamaschen angezogen, und wir machten etwas Stangenarbeit, nichts besonderes. Ich hatte die 3 Stangen so aufgelegt, dass ich wahlweise über eine, über zwei oder alle 3 traben konnte.
Wir begannen im Schritt über die einzelne Stange. Billy schlug ständig an, passte wenig auf, langsam wurde das besser. Dann im Trab, da hievte er sich richtig drüber, fühlte sich nicht besonders elegant an, wurde aber mit jedem Durchgang besser. Zwischendurch schmierte ich Gas und Bremse am Hufschlag.
Als die eine Stange flüssiger wurde, ging ich die zwei im Trab an, und siehe da, das war von Anfang an wesentlich besser als die einzelne - interessant :-). Und alle drei auf einmal nahm Billy stets ohne anzuschlagen und ohne den Trabrhythmus groß zu verändern.
Brav gemacht, und wieder bemerkt, dass ihm das Spaß macht. Muss ich wieder öfter einbauen.
Freitag, 2. März 2012
Das Wetter ist frühlingshaft, und endlich ist es auch lang genug hell, dass ich wenigstens eine kurze Aufwärmrunde im Gelände machen kann, bevor es dunkel wird.
Das also getan, dann ab in die Halle.
Wir haben uns an der Weave at Liberty geübt, aber heute wollte nichts so recht klappen, hatte einen sehr schlechten Draw, ständig kam mir die Verbindung abhanden. Daher habe ich mich dann doch nur auf Schritt beschränkt, den Trab ganz gelassen, so ging es ganz gut und wir konnten gut aufhören. Vielleicht gehts ja nächstes Mal wieder besser... vielleicht hab ich auch zu viel Figure 8s und Weaves gemacht in letzter Zeit, sollte es vielleicht wieder ruhen lassen für eine Weile.
Das also getan, dann ab in die Halle.
Wir haben uns an der Weave at Liberty geübt, aber heute wollte nichts so recht klappen, hatte einen sehr schlechten Draw, ständig kam mir die Verbindung abhanden. Daher habe ich mich dann doch nur auf Schritt beschränkt, den Trab ganz gelassen, so ging es ganz gut und wir konnten gut aufhören. Vielleicht gehts ja nächstes Mal wieder besser... vielleicht hab ich auch zu viel Figure 8s und Weaves gemacht in letzter Zeit, sollte es vielleicht wieder ruhen lassen für eine Weile.
Dienstag, 28. Februar 2012
Zuallererst gab es heute einmal Pediküre. Meine Hufbearbeiterin ist sehr zufrieden mit Billys Hufen und seinem Gang. Billy war heut allerdings frech und ungeduldig beim Bearbeiten, zog den Huf wieder mal weg und suchte mich penetrant nach Leckerlis ab. Ist auch sonst meist besser.
Nachher gingen wir in die Halle. Dort wurde gerade der Gang nach dem Ausschneiden eines Kumpels von ihm analysiert. Wir ließen den Billy auch frei dazu und die zwei trabten wie abgerichtete Zirkustierchen den Hufschlag entlang. Dann begann Billy, den Kumpel in jeder Ecke zu überholen (da ists am wenisten anstrengend *g*), um ihm den Weg abzuschneiden und ihn umzudrehen. Sehr eindrucksvolle Richtungswechsel *g*. Billy war also in Cutting-Laune; ich probierte, wie weit ich ihn Liberty an mich binden kann, solange der andere da auch noch unterwegs ist. Klappte ganz gut, solange die Distanz nicht zu groß wurde. Beim Versuch, ihn auf einen Zirkel zu schicken, vergrößerte er den Zirkel bis zum Tor - allerdings war der andere gerade dabei, sich aufs Rausgehen vorzubereiten. Ich holte den Billy vom Tor ab und da kam er brav mit.
Danach nahm ich ihn ans Seil und baute unsere zuletzt fortgeschrittenen Achter weiter aus - zum Weave-Pattern. Zuerst stellte ich 3, später 4 Kegel auf und tastete mich heran. Mal davor, mal dahinter, mal um 2 Kegel rum, dann nur um einen. Billys Drive war heute super, nur ein bisschen mehr Energie und er trabte; angaloppieren kam auch prompt und willig. Wir haben einige Einfach-Durchgänge der Weave im Trab geschafft und ich fragte mich, was da zuletzt so schwierig dran gewesen war. Es war jetzt irgendwie total simpel. Billy trabte langsam genug, dass ich in schnellem Schritt oder gemächlichem MEnschentrab dabeibleiben konnte (vielleicht war ich auch nur endlich klug genug, es gar nicht erst zu probieren, wenn Billy allzu sehr in Fahrt war und das Trabtempo somit zu hoch, als dass ich mitgekommen wäre), Draw passierte am durchhängenden Seil (ich meine mich zu erinnern, dass ich da bei früheren Versuchen schon ordentlich mit dem SEil nachhelfen musste), Drive mit ausreichend Abstand. Hie und da galoppierte Billy sogar an, aber für Weave mit Galopp bin ich noch nicht koordiniert genug. Billys Gesichtsausdruck ist nicht besonders erbaulich, aber naja, vielleicht krieg ich das in 10 jahren oder so dann auch mal raus.
Sonst war er total aufmerksam. Wir hatten z.B. einmal oder zweimal ein Missverständnis, als ich von der Pylonenreihe weg (aber vorwärts) lief, um ihm Platz zu machen, dacthe er es geht wieder um Achter und wollte handwechseln. Das Missverständnis konnten wir aber ganz ruhig und simpel klären, ohne dass er das GEfühl bekam, kritisiert worden zu sein, glaube ich, und danach wechselten wir hie und da Achter und Weave miteinander ab und Billy wurde total aufmerksam: "wohin, wohin, wohin? gradaus oder rum?" Durch viele Gangart- und Musterwechsel hat es ihm glaub ich auch Spaß gemacht.
Nächstes mal probier ichs dann auch Liberty ;-)
Nachher gingen wir in die Halle. Dort wurde gerade der Gang nach dem Ausschneiden eines Kumpels von ihm analysiert. Wir ließen den Billy auch frei dazu und die zwei trabten wie abgerichtete Zirkustierchen den Hufschlag entlang. Dann begann Billy, den Kumpel in jeder Ecke zu überholen (da ists am wenisten anstrengend *g*), um ihm den Weg abzuschneiden und ihn umzudrehen. Sehr eindrucksvolle Richtungswechsel *g*. Billy war also in Cutting-Laune; ich probierte, wie weit ich ihn Liberty an mich binden kann, solange der andere da auch noch unterwegs ist. Klappte ganz gut, solange die Distanz nicht zu groß wurde. Beim Versuch, ihn auf einen Zirkel zu schicken, vergrößerte er den Zirkel bis zum Tor - allerdings war der andere gerade dabei, sich aufs Rausgehen vorzubereiten. Ich holte den Billy vom Tor ab und da kam er brav mit.
Danach nahm ich ihn ans Seil und baute unsere zuletzt fortgeschrittenen Achter weiter aus - zum Weave-Pattern. Zuerst stellte ich 3, später 4 Kegel auf und tastete mich heran. Mal davor, mal dahinter, mal um 2 Kegel rum, dann nur um einen. Billys Drive war heute super, nur ein bisschen mehr Energie und er trabte; angaloppieren kam auch prompt und willig. Wir haben einige Einfach-Durchgänge der Weave im Trab geschafft und ich fragte mich, was da zuletzt so schwierig dran gewesen war. Es war jetzt irgendwie total simpel. Billy trabte langsam genug, dass ich in schnellem Schritt oder gemächlichem MEnschentrab dabeibleiben konnte (vielleicht war ich auch nur endlich klug genug, es gar nicht erst zu probieren, wenn Billy allzu sehr in Fahrt war und das Trabtempo somit zu hoch, als dass ich mitgekommen wäre), Draw passierte am durchhängenden Seil (ich meine mich zu erinnern, dass ich da bei früheren Versuchen schon ordentlich mit dem SEil nachhelfen musste), Drive mit ausreichend Abstand. Hie und da galoppierte Billy sogar an, aber für Weave mit Galopp bin ich noch nicht koordiniert genug. Billys Gesichtsausdruck ist nicht besonders erbaulich, aber naja, vielleicht krieg ich das in 10 jahren oder so dann auch mal raus.
Sonst war er total aufmerksam. Wir hatten z.B. einmal oder zweimal ein Missverständnis, als ich von der Pylonenreihe weg (aber vorwärts) lief, um ihm Platz zu machen, dacthe er es geht wieder um Achter und wollte handwechseln. Das Missverständnis konnten wir aber ganz ruhig und simpel klären, ohne dass er das GEfühl bekam, kritisiert worden zu sein, glaube ich, und danach wechselten wir hie und da Achter und Weave miteinander ab und Billy wurde total aufmerksam: "wohin, wohin, wohin? gradaus oder rum?" Durch viele Gangart- und Musterwechsel hat es ihm glaub ich auch Spaß gemacht.
Nächstes mal probier ichs dann auch Liberty ;-)
Sonntag, 26. Februar 2012
Billy spielte heut das "du kannst das Gebiss sonstwohin stecken, aber sicher nicht in mein Maul"-Spiel mit mir :-( . Wie gehabt - kaum macht man mal was mit dem Gebiss (und das war sicher nicht sooo furchtbar), verweigert Billy dahingehend jede Kooperation. Ich versuchte viiiel Geduld zu haben, aber da nützt alle Geduld nix. Billy steht da und weigert sich einfach. Angst hat er nicht, er mag es offenbar nur nicht: mag ich nicht, war anstrengend, bäh, blöd, mach ich nicht.
Ich sags gleich, ich hab irgendwann aufgegeben, bevor ich völlig die Nerven verliere und irgendwann mal mit dem Gebiss um mich schlage :-( .Es war ein schlechter Moment um aufzugeben, aber ich hätte glaub ich sonst wirklich mal einen cholerischen Anfall bekommen.
Tja, dann wars halt nichts mit Finesse Halt-Schritt Übergängen (mehr wäre nicht auf dem Programm gestanden), da gingen wir ins Gelände. Nicht so weit, nur die Straße runter, in den Wald abgebogen, dort ein nettes Wegelchen gefunden, wo der Boden so gut war, dass wir traben konnten - bergauf. Ich verlangte flotten Schritt und angemessenen Trab. Diese bergauf-bergab 10-Minutenrunde gingen wir zu Billys Erstaunen 3x, und eben flott. Es war ein toller Ausritt, mit ordentlich Energie dahinter (dass ich immer erst grantig werden muss, um meine Energie hoch zu kriegen *seufz*) und hübshcen Trabstrecken.
Und ich bin schon wieder gleich am Überlegen, ob ich es jetzt vielleicht endlich wirklich endgültig und für immer und ewig bleiben lasse, das doofe Gebiss-Reiten. Ich mag einfach auch langsam nimmer. ...
Ich sags gleich, ich hab irgendwann aufgegeben, bevor ich völlig die Nerven verliere und irgendwann mal mit dem Gebiss um mich schlage :-( .Es war ein schlechter Moment um aufzugeben, aber ich hätte glaub ich sonst wirklich mal einen cholerischen Anfall bekommen.
Tja, dann wars halt nichts mit Finesse Halt-Schritt Übergängen (mehr wäre nicht auf dem Programm gestanden), da gingen wir ins Gelände. Nicht so weit, nur die Straße runter, in den Wald abgebogen, dort ein nettes Wegelchen gefunden, wo der Boden so gut war, dass wir traben konnten - bergauf. Ich verlangte flotten Schritt und angemessenen Trab. Diese bergauf-bergab 10-Minutenrunde gingen wir zu Billys Erstaunen 3x, und eben flott. Es war ein toller Ausritt, mit ordentlich Energie dahinter (dass ich immer erst grantig werden muss, um meine Energie hoch zu kriegen *seufz*) und hübshcen Trabstrecken.
Und ich bin schon wieder gleich am Überlegen, ob ich es jetzt vielleicht endlich wirklich endgültig und für immer und ewig bleiben lasse, das doofe Gebiss-Reiten. Ich mag einfach auch langsam nimmer. ...
Samstag, 25. Februar 2012
Heut war angenehmes Wetter, und Billy und ich machten einen Spaziergang. Wir wagten uns über die Straße, ich hatte eine kurze Runde geplant, wo meine Komfortzone ordentlich gedehnt wird. Ganz gelang uns die Runde nicht, weil im Wald eine riesige Eisplatte den Weg versperrte. Also umgedreht und wieder gemütlich nach Hause, alles gut gegangen.
Zu Hause gingen wir noch kurz in die Halle, Liberty-Figure 8s antesten. Wie gestern klappte alles super im Schritt, und auch Trab klappten bald ein paar hintereinander! Übermütig fragte ich nach Galopp und sogar das klappte (fast). Billy galoppierte, Draw war weiterhin vorhanden, einmal wechselte er fliegend, sonst über Trab, was vollkommen ok war. Ich war ziemlich baff, wie gut das klappt!
Zu Hause gingen wir noch kurz in die Halle, Liberty-Figure 8s antesten. Wie gestern klappte alles super im Schritt, und auch Trab klappten bald ein paar hintereinander! Übermütig fragte ich nach Galopp und sogar das klappte (fast). Billy galoppierte, Draw war weiterhin vorhanden, einmal wechselte er fliegend, sonst über Trab, was vollkommen ok war. Ich war ziemlich baff, wie gut das klappt!
Freitag, 24. Februar 2012
Heute haben wir nur kurz was gemacht, und ich habe unsere Liberty-Achter weiter ausgebaut.
Bin total perplex, es klappten Trab-Achter fast auf Anhieb! Wir brauchen etwas mentale Vorbereitungszeit, bis wir drauf eingestimmt sind, aber dann... hin, her, Handwechsel, Drive, Draw, wunderbar! Sooo ein braver Billy!
Bin total perplex, es klappten Trab-Achter fast auf Anhieb! Wir brauchen etwas mentale Vorbereitungszeit, bis wir drauf eingestimmt sind, aber dann... hin, her, Handwechsel, Drive, Draw, wunderbar! Sooo ein braver Billy!
Sonntag, 19. Februar 2012
Die Kältewelle ist eindeutig vorüber, der Schnee taut, die Wiesen sind allesamt patschnass und rutschig, die Straßen noch von Eis bedeckt und ebenfalls rutschig. Also wieder in die Halle.
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.
Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!
Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!
Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.
Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!
Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!
Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).
Freitag, 17. Februar 2012
Nach dem intensiven Kurstag wollte ich heut was ganz anderes mit Billy machen. Also habe ich beschlossen, nach der vielen konzentrierten Arbeit vom Sattel aus etwas Peppigeres mit mehr Bewegung vom Boden aus zu machen. Was ich extrem lange nicht mehr weiter verbessert habe, sind unsere Achter.
Ich stellte 2 Pylonen in der Halle auf und begann mich mit Zirkeln, Driving Game und so an die Achten heranzuarbeiten, vom Schritt über den Trab bis hin zum Galopp, den fragte ich immer beim Punkt X zwischen den beiden Achter-Schleifen an, und Billy galoppierte sehr brav an.
Ich wollte dann übergehen zu Galoppwechseln über den Trab, aber Billy meinte wohl das wär ihm zu umständlich, und wechselte gleich mal fliegend, was ihm eine grooooße Pause einbrachte. Er hat jetzt eindeutig gelernt, seine Beine so zu sortieren, dass er auch von rechts auf links fliegend wechseln kann! Vor einiger Zeit konnte er das eindeutig nicht, sondern verhedderte sich regelmäßig.
Wir schlossen ab mit einem solchen hübschen fliegenden :-)
Ich stellte 2 Pylonen in der Halle auf und begann mich mit Zirkeln, Driving Game und so an die Achten heranzuarbeiten, vom Schritt über den Trab bis hin zum Galopp, den fragte ich immer beim Punkt X zwischen den beiden Achter-Schleifen an, und Billy galoppierte sehr brav an.
Ich wollte dann übergehen zu Galoppwechseln über den Trab, aber Billy meinte wohl das wär ihm zu umständlich, und wechselte gleich mal fliegend, was ihm eine grooooße Pause einbrachte. Er hat jetzt eindeutig gelernt, seine Beine so zu sortieren, dass er auch von rechts auf links fliegend wechseln kann! Vor einiger Zeit konnte er das eindeutig nicht, sondern verhedderte sich regelmäßig.
Wir schlossen ab mit einem solchen hübschen fliegenden :-)
Donnerstag, 16. Februar 2012
Rezension
Jaime Jackson: The Natural Horse. Foundations for Natural Horsemanship. Star Ridge Publishing, 1997. 192pp. € 19,99.
Nachdem ich Paddock Paradise und die Natural Hoof Care Bücher von Jaime Jackson mit großem Interesse gelesen habe, habe ich auch dieses Buch erstanden.
Ich war ein bisschen enttäuscht. Vieles daran sind sehr oberflächlich beschriebene Tatsachen. Jacksons Beobachtungen an den Wildpferdeherden sind zwar interessant, aber die Erkenntnisse, die er daraus zieht, nicht wirklich neu.
Die Gestaltung gefiel mir auch nicht so, ich fand es deshalb etwas mühsam zu lesen (und ehrlich gesagt ist es eins der wenigen Bücher, die ich nicht fertig gelesen habe). Immer wieder hat er lange Tabellen, das macht das ganze recht trocken.
Ein sehr großer Teil des Buches wird von der ganzen Hufgeschichte eingenommen - mehr als zu erwarten war. Wer das Natural Hoof Care Buch kennt, kennt damit auch schon den Hauptteil dieses Buches.
Man findet viel Basiswissen, z.B. Fußfolgen der Gangarten etc.
Ich denke es ist ein nettes Buch für jemanden, der von Jackson noch gar nichts kennt und auch sonst kein großesWissen hat. Es liest sich ein wenig wie eine Zusammenfassung von "Horse Owner's Guide to Natural Hoof Care" und "Paddock Paradise". Bzw. sind wohl umgekehrt diese beiden Bücher (die m.W. später herauskamen) die Folge weiterer Forschungen und Überlegungen nach "The Natural Horse". Ich empfehle, gleich die beiden o.g. zu lesen und sich dieses hier zu sparen ;-)
Nachdem ich Paddock Paradise und die Natural Hoof Care Bücher von Jaime Jackson mit großem Interesse gelesen habe, habe ich auch dieses Buch erstanden.
Ich war ein bisschen enttäuscht. Vieles daran sind sehr oberflächlich beschriebene Tatsachen. Jacksons Beobachtungen an den Wildpferdeherden sind zwar interessant, aber die Erkenntnisse, die er daraus zieht, nicht wirklich neu.
Die Gestaltung gefiel mir auch nicht so, ich fand es deshalb etwas mühsam zu lesen (und ehrlich gesagt ist es eins der wenigen Bücher, die ich nicht fertig gelesen habe). Immer wieder hat er lange Tabellen, das macht das ganze recht trocken.
Ein sehr großer Teil des Buches wird von der ganzen Hufgeschichte eingenommen - mehr als zu erwarten war. Wer das Natural Hoof Care Buch kennt, kennt damit auch schon den Hauptteil dieses Buches.
Man findet viel Basiswissen, z.B. Fußfolgen der Gangarten etc.
Ich denke es ist ein nettes Buch für jemanden, der von Jackson noch gar nichts kennt und auch sonst kein großesWissen hat. Es liest sich ein wenig wie eine Zusammenfassung von "Horse Owner's Guide to Natural Hoof Care" und "Paddock Paradise". Bzw. sind wohl umgekehrt diese beiden Bücher (die m.W. später herauskamen) die Folge weiterer Forschungen und Überlegungen nach "The Natural Horse". Ich empfehle, gleich die beiden o.g. zu lesen und sich dieses hier zu sparen ;-)
Mittwoch, 15. Februar 2012
Légèr-parellianischer Kurstag
Heute hatten wir einen kleinen feinen stallinternen Kurstag mit Martin Wimmer. Martin ist 3-Stern-Parelli-Instruktor und gleichzeitig schon länger in der Ausbildung zum Ausbildnernach Philippe Karls Légèreté.
Ich bat ihn, an unserer Finesse zu arbeiten (bzw. damit endlich einmal zu beginnen), und genau das haben wir getan.
Die 2x 1,5 Stunden waren für mich und Billy gleichermaßen anstrengend - v.a. geistig! So viel Neues, alles sehr sehr intensiv, genau, Millimeter-Arbeit. Es hat mir sehr gut gefallen, aber am Abend waren wir beide so groggy, dass Billy seine Heucobs halb aus dem Maul fielen und mir die Augen zu.
Wir begannen am Vormittag vom Boden aus: Abkauübungen, Hals heben, Biegen am Gebiss. Danach in den Sattel und von da aus dasselbe im Stillstand. Als die Gewichtsverlagerung nach hinten gut klappte, übten wir, die Hinterhand mit dem Schenkel anzusprechen: Billy war toll und ich sehr stolz, denn das klappte hervorragend - ein Schrittchen nach links, ein Schrittchen nach rechts, auf einen nur leichten Impuls und schrittweise zu kontrollieren. Das war allerdings nur eine kurze Kontrollübung, das sollten wir nur einmal tun.
Danach ging es ans Bewegen. So wie wir die Hinterhand gerade angesprochen hatten, um einen Schritt seitwärts zu machen, sollten wir sie nun ansprechen, um im Schritt anzureiten - ohne dass sich die Halshaltung oben viel ändert, und so dass die Hinterhand die Bewegung einleitet und nicht die Vorhand. Das ging von diesen Aspekten her ganz gut, aber schon trat einiges zutage, das ich bisher immer schön ignoriert hatte: Billy bricht sofort mit dem ersten Schritt über die Schulter aus, meist die rechte (egal welche Hand). Auf der rechten Hand war der erste Schritt mit dem Vorderbein jedenfalls gleich in die Bahnmitte hinein. Ja, und da gings los: Wie ein Maschinengewehrfeuer prasselten die Anweisungen auf uns ein: Die Schulter bricht aus, korrigier das! Ja, aber du musst schneller reagieren! Achtung, die andere Schulter! Ja, aber jetzt weicht er nach unten aus, richt ihn wieder auf! Achtung die Hinterhand! Weiterreiten! Du knickst in der Hüfte ein! Arme wieder senken! Finger locker! Du klemmst mit dem Oberschenkel! Weiter Schrittreiten in deinem Körper! Bein lang, du dauertreibst! Becken locker! Achtung, die Schulter! Schneller! Nein nicht so viel! Er hat nachgegeben, du musst nachgeben! Schneller nachgeben! Hände runter! finger locker!
Ja, und dann hatten wir auch schon so ca. 3m zurückgelegt *g*. Auf mein "pfuuuh" hin hieß es ein wenig hämisch: Ja, das ist jetzt reiten, net mehr nur obensitzen!
So ging die Vormittagsstunde zu Ende, wir erarbeiteten uns ganz gut das Anreiten im Schritt auf beiden Händen, ohne dass irgendwo irgendwelche Körperteile (meine oder Billys) vom Weg abkamen, und ebensolches Anhalten und das Beibehalten bzw. Wiederherstellen des Gleichgewichts nach hinten.
Nach der Mittagspause ging es weiter. Wir wiederholten kurz das Gelernte vom Vormittag; man konnte sehen, dass Billy einiges davon verdaut und verinnerlicht hatte. Das Anheben des Halses ging viel besser, er gab viel schneller nach, und das Anreiten im Schritt klappte sofort viel besser, ohne Ausbrechen von Schultern oder Hinterteilen.
Wir begannen Volten bzw. Zirkel zu reiten. Da ging es wieder los wie am Vormittag. Billy bewegte sich schlangengleich fort, mal kam die rechte Schulter abhanden, mal die linke, die Hinterhand brach regelmäßig aus usw. usf. Ich wurde wie vorhin maschinengewehrartig gerügt für einknickende Hüfte, Bein-Hochziehen, Dauertreiben, Dauer-handhoch, zu langsamen Release, zu viel Release, zu wenig Release, steifes Becken, und manchmal auch für falsches Equipment ;-).
Es dauerte ganz schön, bis ich ein Gefühl dafür bekam, wann ich wo einwirken musste, und bis ich wenigstens halbwegs schnell genug wurde zu erkennen, wo denn die Baustelle des jeweiligen Moments gerade war.
Als wir das so halbwegs konnten, war der nächste Schritt eine stärkere Halsbiegung. Das ganze ging von vorne los. Billy wollte nicht bzw. wusste nicht so recht was er sollte, alle möglichen Körperteile brachen wieder irgendwohin aus, ich verkrampfte mich im Versuch, alles richtig zu machen, blockierte wieder den Schritt total; das Bild das wir abgaben muss so schaurig gewesen sein, dass Martin lieber beschloss, sich mal selbst draufzusetzen um sich ein Bild zu machen. Er stellte fest, dass Billy wohl keine Grundausbildung hat (ja, das hätte ich ihm auch sagen können *g*) und wir ihn also anreiten müssen wie "einen jungen" (ist doch noch jung!!). Martin hatte ihn innerhalb weniger Runden soweit, dass er nachgab und sich bog, so gut er konnte - keine besonders starke Biegung, aber er bemühte sich und gab nach. Ich durfte mich noch einmal für ein paar Zirkelrunden draufsetzen, bis die Biegung auch bei mir halbwegs klappte und ich spüren konnte, wie sich das anfühlen soll.
Das war dann so unser Abschluss.
Ich habe mächtig viel gelernt und hatte schon wirklich viele große Aha-Momente. Wir werden jetzt versuchen, genau diese Übungen immer wieder kurz (heute war auf jeden Fall viel zu lang, aber eine Ausnahme) einfließen zu lassen. Ich hoffe, dass Martin wie wir es planen würden, nun alle paar Wochen zu uns kommt und uns weiter coacht. Denn Billy hat zum ersten Mal nicht ausgesehen wie eine schlurfende Kuh, sondern gab ein richtig imposantes Bild ab - und das nicht nur, weil der Kopf "irgendwie" oben war (das hätte ich ja selbst auch noch zusammengebracht, aber das Bild der schlurfenden Kuh änderte sich dadurch nie).
Tja also ... ein intensives Übungsprogramm liegt vor uns!
Ich bat ihn, an unserer Finesse zu arbeiten (bzw. damit endlich einmal zu beginnen), und genau das haben wir getan.
Die 2x 1,5 Stunden waren für mich und Billy gleichermaßen anstrengend - v.a. geistig! So viel Neues, alles sehr sehr intensiv, genau, Millimeter-Arbeit. Es hat mir sehr gut gefallen, aber am Abend waren wir beide so groggy, dass Billy seine Heucobs halb aus dem Maul fielen und mir die Augen zu.
Wir begannen am Vormittag vom Boden aus: Abkauübungen, Hals heben, Biegen am Gebiss. Danach in den Sattel und von da aus dasselbe im Stillstand. Als die Gewichtsverlagerung nach hinten gut klappte, übten wir, die Hinterhand mit dem Schenkel anzusprechen: Billy war toll und ich sehr stolz, denn das klappte hervorragend - ein Schrittchen nach links, ein Schrittchen nach rechts, auf einen nur leichten Impuls und schrittweise zu kontrollieren. Das war allerdings nur eine kurze Kontrollübung, das sollten wir nur einmal tun.
Danach ging es ans Bewegen. So wie wir die Hinterhand gerade angesprochen hatten, um einen Schritt seitwärts zu machen, sollten wir sie nun ansprechen, um im Schritt anzureiten - ohne dass sich die Halshaltung oben viel ändert, und so dass die Hinterhand die Bewegung einleitet und nicht die Vorhand. Das ging von diesen Aspekten her ganz gut, aber schon trat einiges zutage, das ich bisher immer schön ignoriert hatte: Billy bricht sofort mit dem ersten Schritt über die Schulter aus, meist die rechte (egal welche Hand). Auf der rechten Hand war der erste Schritt mit dem Vorderbein jedenfalls gleich in die Bahnmitte hinein. Ja, und da gings los: Wie ein Maschinengewehrfeuer prasselten die Anweisungen auf uns ein: Die Schulter bricht aus, korrigier das! Ja, aber du musst schneller reagieren! Achtung, die andere Schulter! Ja, aber jetzt weicht er nach unten aus, richt ihn wieder auf! Achtung die Hinterhand! Weiterreiten! Du knickst in der Hüfte ein! Arme wieder senken! Finger locker! Du klemmst mit dem Oberschenkel! Weiter Schrittreiten in deinem Körper! Bein lang, du dauertreibst! Becken locker! Achtung, die Schulter! Schneller! Nein nicht so viel! Er hat nachgegeben, du musst nachgeben! Schneller nachgeben! Hände runter! finger locker!
Ja, und dann hatten wir auch schon so ca. 3m zurückgelegt *g*. Auf mein "pfuuuh" hin hieß es ein wenig hämisch: Ja, das ist jetzt reiten, net mehr nur obensitzen!
So ging die Vormittagsstunde zu Ende, wir erarbeiteten uns ganz gut das Anreiten im Schritt auf beiden Händen, ohne dass irgendwo irgendwelche Körperteile (meine oder Billys) vom Weg abkamen, und ebensolches Anhalten und das Beibehalten bzw. Wiederherstellen des Gleichgewichts nach hinten.
Nach der Mittagspause ging es weiter. Wir wiederholten kurz das Gelernte vom Vormittag; man konnte sehen, dass Billy einiges davon verdaut und verinnerlicht hatte. Das Anheben des Halses ging viel besser, er gab viel schneller nach, und das Anreiten im Schritt klappte sofort viel besser, ohne Ausbrechen von Schultern oder Hinterteilen.
Wir begannen Volten bzw. Zirkel zu reiten. Da ging es wieder los wie am Vormittag. Billy bewegte sich schlangengleich fort, mal kam die rechte Schulter abhanden, mal die linke, die Hinterhand brach regelmäßig aus usw. usf. Ich wurde wie vorhin maschinengewehrartig gerügt für einknickende Hüfte, Bein-Hochziehen, Dauertreiben, Dauer-handhoch, zu langsamen Release, zu viel Release, zu wenig Release, steifes Becken, und manchmal auch für falsches Equipment ;-).
Es dauerte ganz schön, bis ich ein Gefühl dafür bekam, wann ich wo einwirken musste, und bis ich wenigstens halbwegs schnell genug wurde zu erkennen, wo denn die Baustelle des jeweiligen Moments gerade war.
Als wir das so halbwegs konnten, war der nächste Schritt eine stärkere Halsbiegung. Das ganze ging von vorne los. Billy wollte nicht bzw. wusste nicht so recht was er sollte, alle möglichen Körperteile brachen wieder irgendwohin aus, ich verkrampfte mich im Versuch, alles richtig zu machen, blockierte wieder den Schritt total; das Bild das wir abgaben muss so schaurig gewesen sein, dass Martin lieber beschloss, sich mal selbst draufzusetzen um sich ein Bild zu machen. Er stellte fest, dass Billy wohl keine Grundausbildung hat (ja, das hätte ich ihm auch sagen können *g*) und wir ihn also anreiten müssen wie "einen jungen" (ist doch noch jung!!). Martin hatte ihn innerhalb weniger Runden soweit, dass er nachgab und sich bog, so gut er konnte - keine besonders starke Biegung, aber er bemühte sich und gab nach. Ich durfte mich noch einmal für ein paar Zirkelrunden draufsetzen, bis die Biegung auch bei mir halbwegs klappte und ich spüren konnte, wie sich das anfühlen soll.
Das war dann so unser Abschluss.
Ich habe mächtig viel gelernt und hatte schon wirklich viele große Aha-Momente. Wir werden jetzt versuchen, genau diese Übungen immer wieder kurz (heute war auf jeden Fall viel zu lang, aber eine Ausnahme) einfließen zu lassen. Ich hoffe, dass Martin wie wir es planen würden, nun alle paar Wochen zu uns kommt und uns weiter coacht. Denn Billy hat zum ersten Mal nicht ausgesehen wie eine schlurfende Kuh, sondern gab ein richtig imposantes Bild ab - und das nicht nur, weil der Kopf "irgendwie" oben war (das hätte ich ja selbst auch noch zusammengebracht, aber das Bild der schlurfenden Kuh änderte sich dadurch nie).
Tja also ... ein intensives Übungsprogramm liegt vor uns!
Sonntag, 12. Februar 2012
Samstag und Sonntag habe ich das Tageslicht und den Schnee ausgenutzt und wieder mal was draußen gemacht. Das Hallendach fällt mir momentan etwas auf den Kopf.
Wir gingen an beiden Tagen große Runden um all unsere Wiesen. Absichtlich ließ ich Billy das ziemlich steile Stück ganz am Ende unserer Weiden im Schnee hinaufstapfen. Er durfte stehenbleiben, wann immer er wollte; war schon anstrengend ;-).
Auf dem Weg hinter unserer Winterkoppel machten wir ein paar von den "Kontakt"übungen, klappte gut. Überall im Gelände klappt nun eine Rückwärts-Anfrage fast ohne Zögern und willig und prompt.
Am Samstag musste der Billy dann noch beweisen, dass an richtiges Ausreiten trotzdem nicth zu denken ist: Ich beschloss, den Weg, den wir gerade unsere Dressurübungen entlang gemacht hatten, zum Abschluss einmal raufzugaloppieren. Wiese mit dünner Schneeschicht drüber, leicht ansteigend, perfekt. Billy galoppierte brav an und es machte ihm deutlich Spaß (dachte ich zumindest), mal ein bisschen Gas zu geben, ich freute mich, dass er mal ein bisschen mehr Vorwärts hatte... und dann schlug der Billy einen Haken und raste den gegenüberliegenden Weg Richtung Stall entlang und weigerte sich dabei zu reagieren *argl*, auf einem Weg, von dem ich weiß, dass er unter der recht dünnen Schneeschickt mit faustgroßen Felsenstücken bedeckt ist. Wir rasten fast bis auf den Hof, neben dem Auslauf konnte ich ihn endlich stoppen und umdrehen. Wir ritten natürlich sofort zurück und er musste dann noch 3x an der Stelle gesittet vorbeigaloppieren... das klappte dann auch gut, auch am nächsten Tag, da machte ich das noch einmal zur Kontrolle.
Trotzdem nicht lustig, und ich bin wieder etwas deprimiert, weil ein anständiger Ausritt mit gegenseitigem Vertrauen offenbar sooo weit weg ist :-(
Wir gingen an beiden Tagen große Runden um all unsere Wiesen. Absichtlich ließ ich Billy das ziemlich steile Stück ganz am Ende unserer Weiden im Schnee hinaufstapfen. Er durfte stehenbleiben, wann immer er wollte; war schon anstrengend ;-).
Auf dem Weg hinter unserer Winterkoppel machten wir ein paar von den "Kontakt"übungen, klappte gut. Überall im Gelände klappt nun eine Rückwärts-Anfrage fast ohne Zögern und willig und prompt.
Am Samstag musste der Billy dann noch beweisen, dass an richtiges Ausreiten trotzdem nicth zu denken ist: Ich beschloss, den Weg, den wir gerade unsere Dressurübungen entlang gemacht hatten, zum Abschluss einmal raufzugaloppieren. Wiese mit dünner Schneeschicht drüber, leicht ansteigend, perfekt. Billy galoppierte brav an und es machte ihm deutlich Spaß (dachte ich zumindest), mal ein bisschen Gas zu geben, ich freute mich, dass er mal ein bisschen mehr Vorwärts hatte... und dann schlug der Billy einen Haken und raste den gegenüberliegenden Weg Richtung Stall entlang und weigerte sich dabei zu reagieren *argl*, auf einem Weg, von dem ich weiß, dass er unter der recht dünnen Schneeschickt mit faustgroßen Felsenstücken bedeckt ist. Wir rasten fast bis auf den Hof, neben dem Auslauf konnte ich ihn endlich stoppen und umdrehen. Wir ritten natürlich sofort zurück und er musste dann noch 3x an der Stelle gesittet vorbeigaloppieren... das klappte dann auch gut, auch am nächsten Tag, da machte ich das noch einmal zur Kontrolle.
Trotzdem nicht lustig, und ich bin wieder etwas deprimiert, weil ein anständiger Ausritt mit gegenseitigem Vertrauen offenbar sooo weit weg ist :-(
Donnerstag, 9. Februar 2012
30km lang rutschige Schneefahrbahn - ich war heute schon ziemlich ausgelaugt, als ich endlich beim Billytier ankam.
Geplant war gewesen, ein bisschen zu reiten und weitere Übungen von Karen Rohlf zu erarbeiten, vom Sattel aus. Eine ganz frische und noch blutende Schürfwunde an Billys Bauch - genau dort wo der Sattelgurt wäre, oder ohne Sattel: mein Bein - machte die Pläne gleich zunichte, und ich stand wieder einmal ohne Plan B da. Die Einheit war dementsprechend relativ langweilig. Ich langweile das Billytier glaube ich momentan ständig. Aber vielleicht bin ich auch nur selbst von der ständigen Finsternis, der furchtbar staubigen Halle (für die ich dennoch dankbar bin) und den ständig erfrorenen Zehen und Fingern ein wenig genervt.
Wir haben wieder ein bisschen Beinheben geübt, also Spanischer Schritt. Vorläufig übrigens alles mit dem rechten Bein. Heute gab es den Fortschritt, dass Billy das Bein nach vorne gestreckt und dort länger gehalten hat, ganz locker. Also wir kommen weg von den Zufallstreffern, wo er halt aufstampft. Ich denke er versteht langsam, was er soll, jedenfalls war die Trefferquote, dass das Bein nach vorne geht, heute schon viel höher als letztes Mal. Und das eine Mal angehoben lassen, war natülrich der Jackpot.
Danach und dazwischen haben wir an Übergängen On Line gefeilt, inklusive Rückwärts. Aber das wird nicht und nicht besser. Zäh 1 Schritt auf Phase 10 ist was ich momentan bekomme. Ich muss das Yoyo-Game wieder einmal konkret üben. Porcupine Game rückwärts geht dafür nach wie vor geradezu sensationell. Dabei scheint er dann auch kein Problem mit dem Rückwärts zu haben, daher vestehe ich sein Problem nicht ganz.
Aaaber, ich habe probiert, hier die gleiche Übung zu machen wie ich sie schon aus dem Sattel gemacht habe: Eine kurze Halt-Rückwärts-Parade, mit gleich wieder losmarschieren; zum Ausbalancieren und das Gewicht etwas nach hinten bringen. Das hat wirklich toll geklappt, sodass Billy prompt und gut reagiert auf Trab-kurzHalt, Gewicht zurück, gleich wieder antraben in der neuen Positur. Nach wenigen Schritten schlurft er wieder dahin, dann nochmal.
Nebenbei hab ich Angaloppieren geübt, das klappt nun fein auf Phase 1. Einmal direkt aus dem Halten - Gewicht nach hinten - Galopp - wow! Da ging aber nur auf der rechten Hand, links galoppiert er momentan wiedernicht so gern bzw. wirkt unbalanciert. Während er rechts kein Problem hat, prompt anzugaloppieren, scheint er links erst die Beine sortieren zu müssen und läuft im Endeffekt dann in den Galopp über einen schnellen Trab hinein. Aber willig ist er dabei, da gibts nix.
Geplant war gewesen, ein bisschen zu reiten und weitere Übungen von Karen Rohlf zu erarbeiten, vom Sattel aus. Eine ganz frische und noch blutende Schürfwunde an Billys Bauch - genau dort wo der Sattelgurt wäre, oder ohne Sattel: mein Bein - machte die Pläne gleich zunichte, und ich stand wieder einmal ohne Plan B da. Die Einheit war dementsprechend relativ langweilig. Ich langweile das Billytier glaube ich momentan ständig. Aber vielleicht bin ich auch nur selbst von der ständigen Finsternis, der furchtbar staubigen Halle (für die ich dennoch dankbar bin) und den ständig erfrorenen Zehen und Fingern ein wenig genervt.
Wir haben wieder ein bisschen Beinheben geübt, also Spanischer Schritt. Vorläufig übrigens alles mit dem rechten Bein. Heute gab es den Fortschritt, dass Billy das Bein nach vorne gestreckt und dort länger gehalten hat, ganz locker. Also wir kommen weg von den Zufallstreffern, wo er halt aufstampft. Ich denke er versteht langsam, was er soll, jedenfalls war die Trefferquote, dass das Bein nach vorne geht, heute schon viel höher als letztes Mal. Und das eine Mal angehoben lassen, war natülrich der Jackpot.
Danach und dazwischen haben wir an Übergängen On Line gefeilt, inklusive Rückwärts. Aber das wird nicht und nicht besser. Zäh 1 Schritt auf Phase 10 ist was ich momentan bekomme. Ich muss das Yoyo-Game wieder einmal konkret üben. Porcupine Game rückwärts geht dafür nach wie vor geradezu sensationell. Dabei scheint er dann auch kein Problem mit dem Rückwärts zu haben, daher vestehe ich sein Problem nicht ganz.
Aaaber, ich habe probiert, hier die gleiche Übung zu machen wie ich sie schon aus dem Sattel gemacht habe: Eine kurze Halt-Rückwärts-Parade, mit gleich wieder losmarschieren; zum Ausbalancieren und das Gewicht etwas nach hinten bringen. Das hat wirklich toll geklappt, sodass Billy prompt und gut reagiert auf Trab-kurzHalt, Gewicht zurück, gleich wieder antraben in der neuen Positur. Nach wenigen Schritten schlurft er wieder dahin, dann nochmal.
Nebenbei hab ich Angaloppieren geübt, das klappt nun fein auf Phase 1. Einmal direkt aus dem Halten - Gewicht nach hinten - Galopp - wow! Da ging aber nur auf der rechten Hand, links galoppiert er momentan wiedernicht so gern bzw. wirkt unbalanciert. Während er rechts kein Problem hat, prompt anzugaloppieren, scheint er links erst die Beine sortieren zu müssen und läuft im Endeffekt dann in den Galopp über einen schnellen Trab hinein. Aber willig ist er dabei, da gibts nix.
Dienstag, 7. Februar 2012
Es ist weiter so kalt und hat nun auch geschneit. Unsere Tränke ist eingefroren, der arme Stallbesitzer muss nun 30 Pferde aus Bottichen tränken bei -12°.
Billy war recht gut drauf; wir machten OnLine in der Halle. Wir haben wieder Übergänge ins Rückwärts geübt, das geht ein bisschen besser, aber immer noch so zäh... Verstanden hat er denke ich, und viel höhere Phasen gehen nicht mehr. Gibt mir wieder einmal Rätsel auf. Aus der Nähe, also mit Porcupine Game usw., ist und bleibt das Rückwärts nun wirklich toll, das haben wir schein's dauerhaft erarbeitet.
Ich habe Karen Rohlf's "Invisible Human" gespielt, diesmal in Schritt, Trab und - wenn ich schnell genug wäre! - auch im GAlopp. Trab geht super! Im GAlopp ist er mir zu schnell. Ich muss ja recht nahe hin, um z.B. den String über den Rücken zu schwingen, und so nahe muss ich dann echt schnell rennen; das schaff ich schwer, schon gar nicht mit "Energie unten". Aber Trab, das war wirklcih toll. Ich konnte mich am Seil näher hinhanteln, Seilchen schwingen, wieder zurückhanteln, in der Mitte stehen, wieder hin, usw. Billy versteht nun, ob ich was will, wie angaloppieren, oder ob ich nur so "invisible" hin und her spaziere.
Im Galopp hat er mir 2 schöne Wechsel in beide Richtungen gemacht! Einer der seltenen fliegenden Wechsel von rechts auf links! Als ich das dann noch einmal gefordert habe, war ich zu langsam, das hat ihn verwirrt oder geärgert und hatte einen kleinen Wutausbruch zur Folge: buckeln, Hinterhand zu mir drehen und halbherzig quietschen dabei. Ich war weit genug weg, dass ich das lustig finden konnte, und danach waren wir auch wieder schön gesittet im Galopp unterwegs. Aber ein typischer Fall von: einmal zu viel verlangt!
Billy war recht gut drauf; wir machten OnLine in der Halle. Wir haben wieder Übergänge ins Rückwärts geübt, das geht ein bisschen besser, aber immer noch so zäh... Verstanden hat er denke ich, und viel höhere Phasen gehen nicht mehr. Gibt mir wieder einmal Rätsel auf. Aus der Nähe, also mit Porcupine Game usw., ist und bleibt das Rückwärts nun wirklich toll, das haben wir schein's dauerhaft erarbeitet.
Ich habe Karen Rohlf's "Invisible Human" gespielt, diesmal in Schritt, Trab und - wenn ich schnell genug wäre! - auch im GAlopp. Trab geht super! Im GAlopp ist er mir zu schnell. Ich muss ja recht nahe hin, um z.B. den String über den Rücken zu schwingen, und so nahe muss ich dann echt schnell rennen; das schaff ich schwer, schon gar nicht mit "Energie unten". Aber Trab, das war wirklcih toll. Ich konnte mich am Seil näher hinhanteln, Seilchen schwingen, wieder zurückhanteln, in der Mitte stehen, wieder hin, usw. Billy versteht nun, ob ich was will, wie angaloppieren, oder ob ich nur so "invisible" hin und her spaziere.
Im Galopp hat er mir 2 schöne Wechsel in beide Richtungen gemacht! Einer der seltenen fliegenden Wechsel von rechts auf links! Als ich das dann noch einmal gefordert habe, war ich zu langsam, das hat ihn verwirrt oder geärgert und hatte einen kleinen Wutausbruch zur Folge: buckeln, Hinterhand zu mir drehen und halbherzig quietschen dabei. Ich war weit genug weg, dass ich das lustig finden konnte, und danach waren wir auch wieder schön gesittet im Galopp unterwegs. Aber ein typischer Fall von: einmal zu viel verlangt!
Sonntag, 5. Februar 2012
Heute beschloss ich der Kälte zu trotzen und auszureiten. Billy gesattelt und los gings. Wir sind rund um unsere Weiden gegangen, Billy superbrav und aufmerksam. Unterwegs beschloss ich, unsere derzeitigen Übungen ins Gelände einzubauen, also gab es ein paar Schritt-Rückwärts-Übergänge, die super gelungen sind, dafür, dass da draußen ja Ablenkung etc. herrscht.
Am Schluss ritt ich auf dem Weg hinter unserer Winetrkoppel, wo ich rund um die Bäumchen Slalom reiten konnte, sogar im Trab, und Volten im Schritt. Immer wieder gespickt mit Übergängen zum Halten und Rückwärts.
Am Schluss ritt ich auf dem Weg hinter unserer Winetrkoppel, wo ich rund um die Bäumchen Slalom reiten konnte, sogar im Trab, und Volten im Schritt. Immer wieder gespickt mit Übergängen zum Halten und Rückwärts.
Samstag, 4. Februar 2012
Weiterhin so kalt. Da die Wiesen gefroren sind, dürfen wir überall reiten. Da der Boden auf der gefrorenen Wiese mit dünner Schneeschicht defintiv besser ist als der Staub in der Halle, gingen wir auf den Hügel des Nachbarbauern für ein paar Runden Galopp.
Die Pferdchens waren durchwegs unausgelastet, auch Billy glaubte mitmachen zu müssen und versuchte sowas wie einen kleinen Buckler, zum Glück kann er das gar nicht richtig *hihi*.
Danach bin ich noch etwas in die Halle, um übergänge zu Üben, aber ich war planlos, es staubte ärgstens, also hab ich nach ein paar Minuten Schluss gemacht.
Die Pferdchens waren durchwegs unausgelastet, auch Billy glaubte mitmachen zu müssen und versuchte sowas wie einen kleinen Buckler, zum Glück kann er das gar nicht richtig *hihi*.
Danach bin ich noch etwas in die Halle, um übergänge zu Üben, aber ich war planlos, es staubte ärgstens, also hab ich nach ein paar Minuten Schluss gemacht.
Donnerstag, 2. Februar 2012
Es ist kahahaaaalt, - 12° im Stall. Den Billy störts nicht.
Wir haben die Übungen weiter voran gebracht.
Die Hinterhand ganz isoliert und feingetunt auf mich zuzuweichen, ging etwas besser als zuletzt. Die rechte Seite ist aber immer noch sehr schwierig; Billy fühlt sich gestresst ob der Anforderung, ging rückwärts, schnappte und kaute auf dem Seil, wich seitwärts, lief Kreise um mich. Links geht es viel besser schon!
Dann zum zweiten Mal daran gearbeitet, die Schulter einzeln anzuheben, also halt mal den Fuß auf touchieren. Hier hatten wir den Fortschritt, dass Billy nicht mehr das Bein einfach wie beim Fliegenabwehren an den eigenen Bauch knallt, sondern nach vorne aufstampft. Das hab ich belohnt, für bloßes Anwinkeln gab es nix mehr.
Das haben wir später auch vom Sattel aus geübt. Da muss ich meine Signale noch überdenken. Es klappt, wenn ich sehr weit unten touchiere. Dann beuge ich mich aber nach vorn genau über das Bein, das abheben soll, verlagere also das Gewicht genau dorthin, wo es m.M. nach nicht sein sollte. Zügel anheben, auch einseitig, versteht Billy nun als Rückwärts (nicht zu verübeln). Touchieren der Schulter lässt eben jene weichen. Ich muss wohl ankonditionieren, dass er das Bein hebt und nach vorne hebt, wenn ich den oberen Teil des Beines touchiere, das müsste dann gehen.
Schließlich haben wir noch die Übergänge vom und ins Rückwärts weiter geübt. Im Schritt geht das nun richtig schön flüssig ohne Halt dazwischen. Ich kann es nun auch wirklich schon ein bisschen als Aufforderung an Billy nutzen, sich neu auszubalancieren und das Gewicht nach hinten zu verlagern. Das klappt noch nicht in der Vorwärtsbewegung, aber mit einem ganz kurzen Innehalten. Antraben aus dem Rückwärts war auch sehr schön, damit üben wir nun weiter.
Wir haben die Übungen weiter voran gebracht.
Die Hinterhand ganz isoliert und feingetunt auf mich zuzuweichen, ging etwas besser als zuletzt. Die rechte Seite ist aber immer noch sehr schwierig; Billy fühlt sich gestresst ob der Anforderung, ging rückwärts, schnappte und kaute auf dem Seil, wich seitwärts, lief Kreise um mich. Links geht es viel besser schon!
Dann zum zweiten Mal daran gearbeitet, die Schulter einzeln anzuheben, also halt mal den Fuß auf touchieren. Hier hatten wir den Fortschritt, dass Billy nicht mehr das Bein einfach wie beim Fliegenabwehren an den eigenen Bauch knallt, sondern nach vorne aufstampft. Das hab ich belohnt, für bloßes Anwinkeln gab es nix mehr.
Das haben wir später auch vom Sattel aus geübt. Da muss ich meine Signale noch überdenken. Es klappt, wenn ich sehr weit unten touchiere. Dann beuge ich mich aber nach vorn genau über das Bein, das abheben soll, verlagere also das Gewicht genau dorthin, wo es m.M. nach nicht sein sollte. Zügel anheben, auch einseitig, versteht Billy nun als Rückwärts (nicht zu verübeln). Touchieren der Schulter lässt eben jene weichen. Ich muss wohl ankonditionieren, dass er das Bein hebt und nach vorne hebt, wenn ich den oberen Teil des Beines touchiere, das müsste dann gehen.
Schließlich haben wir noch die Übergänge vom und ins Rückwärts weiter geübt. Im Schritt geht das nun richtig schön flüssig ohne Halt dazwischen. Ich kann es nun auch wirklich schon ein bisschen als Aufforderung an Billy nutzen, sich neu auszubalancieren und das Gewicht nach hinten zu verlagern. Das klappt noch nicht in der Vorwärtsbewegung, aber mit einem ganz kurzen Innehalten. Antraben aus dem Rückwärts war auch sehr schön, damit üben wir nun weiter.
Dienstag, 31. Januar 2012
*Brrr* ist das kalt! -10° oder so!
Wir haben uns heute in der Halle daran gemacht, die Lücken zu stopfen, die bei der letzen Einheit aufgefallen sind. Die da waren: Wenn ich Billy bitte, mit einem Körperteil zu weichen, weicht das entgegengesetzte Ende vom Pferd in die entgegengesetzte Richtung. D.h., ich kann eigentlich nicht einen Körperteil separat ansprechen.
Zuerst sind wir die Sache vom Boden aus angegangen, im Stehen. Zuerst überprüft: Billy weicht mit seinem Popo sehr fein auf mich zu. Gehorsam und Reaktion also fein. Aaaber, der Kopf weicht dabei von mir weg, manchmal dreht er auch die Vorhand (er macht zwar keinen Schritt, steigt aber um). Nun hab ich von ihm gefordert, dass er den Kopf da behält, zumindest gerade, besser noch einen Tick zu mir gestellt, und dann gleichzeitig die Hinterhand zu mir weicht, also quasi in eine Biegung hineinweicht. Puh, dass das so schwierig ist, hatte ich nciht gedacht! Links hat er es relativ bald umgesetzt; rechts tat er sich total schwer und verfiel dann auch in typische Billy-Verhaltensmuster von früher, wurde grantig, weil er nicht kapierte was ich wollte, oder es vielleicht auch nur körperlich nicht umsetzen konnte. Er lief rückwärts, er wich gegen den Druck von mir weg statt zu mir her, er lief Volltraversalen, also vollständig seitwärts, auf mich zu und von mir weg, aber ich konnte durchhalten, bis er die richtige Antwort ansatzweise anbot. Wir konnten so auch auf der rechten Seite gut abschließen. ;-)
Dann in den Sattel, vor den Spiegel aufgestellt und dasselbe von oben! Auch hier wars rechts schwieriger, aber Billy war sehr bemüht. Zum Schluss sah es richtig gut aus im Spiegel; Vorhand und Kopf/Hals blieben ziemlich genau in ihrer Position, nur die Hinterhand schwenkte auf eine zweite Spur, rechts oder links.
Wir machten weiter mit Karen Rohlfs Übungen, das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand zu bringen. Dazu gibt es die Übung, Übergänge vom und ins Rückwärts zu machen, bis man nur noch andeutungsweise danach fragen muss, und das Pferd balanciert sich neu aus. Wir haben also Übergänge vom Schritt direkt ins Rückwärts und auch vom Trab ins Rückwärts gemacht. Rückwärts ist weiterhin sehr gut! Wir können es noch nicht wirklich fließend, es ist immer noch ein mehr oder weniger langer Moment "Halt" drin, bevor es rückwärts geht, im Schritt wurde der Moment dann aber schon sehr kurz, fast flüssiger Übergang von vorwärts ins rückwärts und umgekehrt. Ich begann dann, wie in der Übung beschrieben, nur noch kurz anzufragen, ob Billy rückwärts gehen würde, und auf die Gewichtsverlagerung zu warten, und wenn sie willig da ist, gleich weiterreiten. Es hat gut geklappt, tatsächlich fühlt sich das Pferd dann 2 oder 3 Schritte (alles im Schritt) etwas mehr "bergauf" an, aaaber ich bekam ein bisschen das Gefühl, dass Billy sich leicht gefoppt fühlt: "willst du nun rückwärts oder nicht, und wenn nicht, warum fragst du blöde??" Jedenfalls wurde die Antwort immer weniger willig, ich ließ ihn dann auch mal wieder etliche Schritte wirklich rückwärts gehen.
Eine weitere Übung ist, die Schultern einzeln anzuheben. Beginnt man ebenfalls vom Boden, im Grunde ist es eine Vorstufe zum Spanischen Schritt. Ich hoffe dass unser Respekt voreinander soweit gediehen ist, dass ich ihm das nun beibringen kann. Dass er vom Boden aus die Beine auf ein leichtes Gertentippen an die Schulter/Hals anhebt, war relativ schnell etabliert. ich muss nur aufpassen, wo ich das Signal einlerne, denn Stick an der Schulter weiter hinten/unten heißt, dass die Schulter weichen soll. So hat Billy das am Anfang auch interpretiert, dann habe ich eben vorerst ganz unten touchiert.
Dann war ich auch so erfroren, dass ich aufgehört habe *br*. Nächstes Mal hier dann weiter!
Wir haben uns heute in der Halle daran gemacht, die Lücken zu stopfen, die bei der letzen Einheit aufgefallen sind. Die da waren: Wenn ich Billy bitte, mit einem Körperteil zu weichen, weicht das entgegengesetzte Ende vom Pferd in die entgegengesetzte Richtung. D.h., ich kann eigentlich nicht einen Körperteil separat ansprechen.
Zuerst sind wir die Sache vom Boden aus angegangen, im Stehen. Zuerst überprüft: Billy weicht mit seinem Popo sehr fein auf mich zu. Gehorsam und Reaktion also fein. Aaaber, der Kopf weicht dabei von mir weg, manchmal dreht er auch die Vorhand (er macht zwar keinen Schritt, steigt aber um). Nun hab ich von ihm gefordert, dass er den Kopf da behält, zumindest gerade, besser noch einen Tick zu mir gestellt, und dann gleichzeitig die Hinterhand zu mir weicht, also quasi in eine Biegung hineinweicht. Puh, dass das so schwierig ist, hatte ich nciht gedacht! Links hat er es relativ bald umgesetzt; rechts tat er sich total schwer und verfiel dann auch in typische Billy-Verhaltensmuster von früher, wurde grantig, weil er nicht kapierte was ich wollte, oder es vielleicht auch nur körperlich nicht umsetzen konnte. Er lief rückwärts, er wich gegen den Druck von mir weg statt zu mir her, er lief Volltraversalen, also vollständig seitwärts, auf mich zu und von mir weg, aber ich konnte durchhalten, bis er die richtige Antwort ansatzweise anbot. Wir konnten so auch auf der rechten Seite gut abschließen. ;-)
Dann in den Sattel, vor den Spiegel aufgestellt und dasselbe von oben! Auch hier wars rechts schwieriger, aber Billy war sehr bemüht. Zum Schluss sah es richtig gut aus im Spiegel; Vorhand und Kopf/Hals blieben ziemlich genau in ihrer Position, nur die Hinterhand schwenkte auf eine zweite Spur, rechts oder links.
Wir machten weiter mit Karen Rohlfs Übungen, das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand zu bringen. Dazu gibt es die Übung, Übergänge vom und ins Rückwärts zu machen, bis man nur noch andeutungsweise danach fragen muss, und das Pferd balanciert sich neu aus. Wir haben also Übergänge vom Schritt direkt ins Rückwärts und auch vom Trab ins Rückwärts gemacht. Rückwärts ist weiterhin sehr gut! Wir können es noch nicht wirklich fließend, es ist immer noch ein mehr oder weniger langer Moment "Halt" drin, bevor es rückwärts geht, im Schritt wurde der Moment dann aber schon sehr kurz, fast flüssiger Übergang von vorwärts ins rückwärts und umgekehrt. Ich begann dann, wie in der Übung beschrieben, nur noch kurz anzufragen, ob Billy rückwärts gehen würde, und auf die Gewichtsverlagerung zu warten, und wenn sie willig da ist, gleich weiterreiten. Es hat gut geklappt, tatsächlich fühlt sich das Pferd dann 2 oder 3 Schritte (alles im Schritt) etwas mehr "bergauf" an, aaaber ich bekam ein bisschen das Gefühl, dass Billy sich leicht gefoppt fühlt: "willst du nun rückwärts oder nicht, und wenn nicht, warum fragst du blöde??" Jedenfalls wurde die Antwort immer weniger willig, ich ließ ihn dann auch mal wieder etliche Schritte wirklich rückwärts gehen.
Eine weitere Übung ist, die Schultern einzeln anzuheben. Beginnt man ebenfalls vom Boden, im Grunde ist es eine Vorstufe zum Spanischen Schritt. Ich hoffe dass unser Respekt voreinander soweit gediehen ist, dass ich ihm das nun beibringen kann. Dass er vom Boden aus die Beine auf ein leichtes Gertentippen an die Schulter/Hals anhebt, war relativ schnell etabliert. ich muss nur aufpassen, wo ich das Signal einlerne, denn Stick an der Schulter weiter hinten/unten heißt, dass die Schulter weichen soll. So hat Billy das am Anfang auch interpretiert, dann habe ich eben vorerst ganz unten touchiert.
Dann war ich auch so erfroren, dass ich aufgehört habe *br*. Nächstes Mal hier dann weiter!
Samstag, 28. Januar 2012
Heute konnte ich das Wetter nutzen und mit einer Stallkollegin ausreiten! Es war zwar eisig kalt mit ein paar Minusgraden, aber dafür strahlend blauer Himmel. Alle Wiesen gefroren und daher bereitbar. Es ging sich sogar ein bisschen Trab und ein Stückchen Galopp aus.
Es wurde ein schönes Stündchen an Ausritt, wir haben auch einen neuen Weg erkundet, der dann nur leider eine Sackgasse war.
Billy war vollkommen relaxt und brav, auf dem neuen Wegstück neugierig, aber nervenstark (Frauli weniger *ähem*).
Beim Zurückgehen blieb er brav stehen, bis Frauli ein Tor geöffnet hatte und wieder aufgestiegen war.
Es wurde ein schönes Stündchen an Ausritt, wir haben auch einen neuen Weg erkundet, der dann nur leider eine Sackgasse war.
Billy war vollkommen relaxt und brav, auf dem neuen Wegstück neugierig, aber nervenstark (Frauli weniger *ähem*).
Beim Zurückgehen blieb er brav stehen, bis Frauli ein Tor geöffnet hatte und wieder aufgestiegen war.
Freitag, 27. Januar 2012
Meine Idee, die Whoosh-Übung auf die Mittellinie zu verlegen, war eine gute - da wurden gleich alle Lücken schonungslos aufgedeckt!
Zuerst OnLine am kurzen Seil - das ging eigentlich noch ganz gut. Von der Reaktion her sogar super! Ich stellte eine schmale Gasse aus Pylonen in größeren Abständen auf, da gings dann durch. Immer einmal durch diese Gasse, mit Weich-Übungen, dann zurück über die Hälfte der Bahn am Hufschlag, dort haben wir dann die Energie-Übungen (Schleichschritt und ganz schneller Schritt oder Antraben) gemacht. Die ersten Durchgänge forderte ich in der Gasse, dass Billy das Hinterteil von mir weg zur Seite nimmt. Klappte ganz hervorragend, und wir konnten danach immer gleich flüssig weitergehen. Pause gabs am Ende der Gasse. Ein paarmal von der einen, dann von der anderen Seite. Dann dasselbe mit der Schulter. Klappte auch super gut. Die nächsten Durchgänge dann das ganze nicht von mir weg, sondern auf mich zu --> perfekt machte das der Billy! Und als Höhepunkt ein paar Durchgänge auf jeder Seite, wo er richtig aufpassen musste: Einmal Hinterhand zu mir her, einmal von mir weg, einma Schulter von mir weg, einmal zu mir her. Wir schafften das fast fehlerlos ohne Missverständnisse, waren beide sehr stolz :-).
Dann gings in den Sattel und ich ritt die Gasse. Und da an der einen kurzen Seite ein Spiegel ist (auf den ich zugegebenermaßen sehr selten hinschaue), offenbarten sich dann all die Fehler, die beim REiten zutage treten. Ich bilde mir ein, dass es vom Boden besser ist, also muss es wohl an mir liegen... jedenfalls kann Billy keinen graden Schritt gehen, wie der Spiegel offenbart! Nicht weil er so ein schlangengleiches Pferd ist - eigentlich habe ich immer den Eindruck, das Pferd läuft wie ein Bulldozer auf Schienen - sondern weil er jetzt tatsächlich so fein auf Schenkel und auch Zügel und ich glaube Körper reagiert, dass er jede Gewichtsverlagerung umsetzt. Jedenfalls wollte ich anfangs einfach gerade durch die Gasse reiten, zum ersten Mal kontrolliert im Spiegel - ging nicht! Er kam ein wenig vom Weg ab, mein Hauch von Schenkel (zumindest ist es meine Intention, nur zu hauchen) schickt ihn aber dann wieder zuviel in die andere Richtung, Schenkel eine Spur zu weit hinten, dann dreht die Hinterhand weg, oder am Gurt, dann dreht die Vorderhand weg. Beim Anreiten driftet er prinzipiell zur Seite, weil einer meiner Schenkel denke ich stärker einwirkt - puuuuuh, große Baustelle! Fiel mir am Hufschlag nie so auf, tja!
Obwohl ich wohl das Geradeausreiten üben sollte (Vorsatz für die nächten Einheiten), habe ich dann trotzdem mein geplantes Programm durchgezogen und auf der (nicht wirklich) geraden Linie die Hinterhand oder die Vorhand weichen lassen - und auch hier hat sich gezeigt, dass Billy sich weniger biegt, wie ich vom Boden aus eigentlcih schon den Eindruck hatte, sondern einfach mit dem anderen Ende in die gegengesetzte Richtung ausweicht. Sprich: Will ich die Hinterhand z.B. nach links verschieben, dann macht er das zwar, aber gleichzeitig weicht die vorhand nach rechts aus.
Zum Schluss bin ich dann noch etwas auf dem Zirkel getrabt und habe dabei - wieder eine Karen Rohlf Übung - mit der eigenen Balance gespielt und versucht, Billy auf die Zirkellinie "einzubiegen", d.h. zu fühlen, welcher Körperteil nicht in Balance ist (meist fällt er auf die innere Schulter) und das zu reparieren. Tatsächlich funktioniert es gut, im eigenen Körper zu tun, was das Pferd in seinem Körper tun soll. Fällt er zuviel auf die innere Schulter, hat es tatsächlich was gebracht, meine eigene innere Schulter etwas anzuheben und das Gewicht damit minimal nach außen zu verlagern. Er schien sich dann leichter zu tun mit dem (kleinen) Zirkel...
Also, genug zum Üben und Experimentieren für die nächsten Wochen!!
Zuerst OnLine am kurzen Seil - das ging eigentlich noch ganz gut. Von der Reaktion her sogar super! Ich stellte eine schmale Gasse aus Pylonen in größeren Abständen auf, da gings dann durch. Immer einmal durch diese Gasse, mit Weich-Übungen, dann zurück über die Hälfte der Bahn am Hufschlag, dort haben wir dann die Energie-Übungen (Schleichschritt und ganz schneller Schritt oder Antraben) gemacht. Die ersten Durchgänge forderte ich in der Gasse, dass Billy das Hinterteil von mir weg zur Seite nimmt. Klappte ganz hervorragend, und wir konnten danach immer gleich flüssig weitergehen. Pause gabs am Ende der Gasse. Ein paarmal von der einen, dann von der anderen Seite. Dann dasselbe mit der Schulter. Klappte auch super gut. Die nächsten Durchgänge dann das ganze nicht von mir weg, sondern auf mich zu --> perfekt machte das der Billy! Und als Höhepunkt ein paar Durchgänge auf jeder Seite, wo er richtig aufpassen musste: Einmal Hinterhand zu mir her, einmal von mir weg, einma Schulter von mir weg, einmal zu mir her. Wir schafften das fast fehlerlos ohne Missverständnisse, waren beide sehr stolz :-).
Dann gings in den Sattel und ich ritt die Gasse. Und da an der einen kurzen Seite ein Spiegel ist (auf den ich zugegebenermaßen sehr selten hinschaue), offenbarten sich dann all die Fehler, die beim REiten zutage treten. Ich bilde mir ein, dass es vom Boden besser ist, also muss es wohl an mir liegen... jedenfalls kann Billy keinen graden Schritt gehen, wie der Spiegel offenbart! Nicht weil er so ein schlangengleiches Pferd ist - eigentlich habe ich immer den Eindruck, das Pferd läuft wie ein Bulldozer auf Schienen - sondern weil er jetzt tatsächlich so fein auf Schenkel und auch Zügel und ich glaube Körper reagiert, dass er jede Gewichtsverlagerung umsetzt. Jedenfalls wollte ich anfangs einfach gerade durch die Gasse reiten, zum ersten Mal kontrolliert im Spiegel - ging nicht! Er kam ein wenig vom Weg ab, mein Hauch von Schenkel (zumindest ist es meine Intention, nur zu hauchen) schickt ihn aber dann wieder zuviel in die andere Richtung, Schenkel eine Spur zu weit hinten, dann dreht die Hinterhand weg, oder am Gurt, dann dreht die Vorderhand weg. Beim Anreiten driftet er prinzipiell zur Seite, weil einer meiner Schenkel denke ich stärker einwirkt - puuuuuh, große Baustelle! Fiel mir am Hufschlag nie so auf, tja!
Obwohl ich wohl das Geradeausreiten üben sollte (Vorsatz für die nächten Einheiten), habe ich dann trotzdem mein geplantes Programm durchgezogen und auf der (nicht wirklich) geraden Linie die Hinterhand oder die Vorhand weichen lassen - und auch hier hat sich gezeigt, dass Billy sich weniger biegt, wie ich vom Boden aus eigentlcih schon den Eindruck hatte, sondern einfach mit dem anderen Ende in die gegengesetzte Richtung ausweicht. Sprich: Will ich die Hinterhand z.B. nach links verschieben, dann macht er das zwar, aber gleichzeitig weicht die vorhand nach rechts aus.
Zum Schluss bin ich dann noch etwas auf dem Zirkel getrabt und habe dabei - wieder eine Karen Rohlf Übung - mit der eigenen Balance gespielt und versucht, Billy auf die Zirkellinie "einzubiegen", d.h. zu fühlen, welcher Körperteil nicht in Balance ist (meist fällt er auf die innere Schulter) und das zu reparieren. Tatsächlich funktioniert es gut, im eigenen Körper zu tun, was das Pferd in seinem Körper tun soll. Fällt er zuviel auf die innere Schulter, hat es tatsächlich was gebracht, meine eigene innere Schulter etwas anzuheben und das Gewicht damit minimal nach außen zu verlagern. Er schien sich dann leichter zu tun mit dem (kleinen) Zirkel...
Also, genug zum Üben und Experimentieren für die nächsten Wochen!!
Dienstag, 24. Januar 2012
Es schneit und ist kalt! Billys Beine sind wieder 100% klar. Obs mit dem Wetter zusammenhängt??
Wir haben heute die "Whoosh"-Übung von Karen Rohlf weiter vorangebracht.
Zuerst aber Aufwärmen mit verschiedenen Schrittgeschwindigkeiten. Billy war heut ungewöhnlich flott unterwegs. Wir gingen einfach auf dem Hufschlag, und ich versuchte, nur mit Energie-Auf und Ab ihn langsamer oder schneller zu machen. Hat ganz ganz hervorragend funktioniert! Schleichschritt, schneller Schritt, mittlerer Schritt, ganz toll.
Dann ging ich zum Zirkel über. Billy ging auf dem Hufschlag und ich innen an ihm dran. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich heute vorerst auf die Schulter konzentriert. An der offenen Seite des Zirkels und in den "Ecken" (an den anderen Stellen ist die Bande im Weg) versuchte ich auf ein Porcupine Game, möglihcst sanft, ein "whoosh"-artiges Weichen zu bekommen, also flüssig, prompt, willig. Am Anfang war das schwierig, bald habe ich auch erkannt, dass es mit der bloßen Hand um einiges besser geht als gleich mit dem Stick. Wenn er allerdings auf die Hand und Energie nicht reagieren wollte, gabs einen GErtenklaps (momentan arbeite ich lieber mit meiner kurzen Dressurgerte, die ruft wesentlich mehr Respekt hervor und ist viel besser zu handhaben), also nur noch entweder Phase 1 oder Phase 4. Er hats schon verstanden, worum es geht ;-). Anfangs war Billy grantig, aber die Schulter wich mit der Wiederholung immer flüsssiger nach außen, und je weniger Druck ich brauchte, umso gelassener nahms dann auch der Billy. An der offenen Seite konnten wir dann wirklich ein schönes Weichen nach außen mit guter offener Schulter und einem großen Schritt erreichen. Das habe ich dann mit Gleich-Weitergehen kombiniert, klappte auch gut.
DAsselbe dann noch an der Hinterhand, klappte auch super.
Danach hab ich die gleiche Übung gemacht, aber so, dass Billy den Hintern bzw. die Schulter auf mich zu weichen lässt. Das hab ich wiederum überall dort auf dem Zirkel gemacht, wo die Bande uns dabei hilft. Er hat es sooofort kapiert, gleich auf Anhieb. Frauli den Hintern zuzuwenden, ist doch wirklich eine seine Lieblingsübungen ;-). Superbrav war er dabei, ich musste nur die Hand heben und der Hintern kam auf den 2. Hufschlag, dabei können wir sogar die Innenbiegung beibehalten. Und auch mit der Schulter hat es gleich gut geklappt, sofern Frauli die Gerte in einer Weise handhaben konnte, die keine Verwirrung hervorruft ;-). Auch hier haben wir abgeschlossen mit ein paarmal Hereinschwenken und gleich wieder geradeaus weitergehen.
Ich werde das demnächst mit Zirkel-Verkleinern und -Vergrößern kombinieren, ist mir für eine zukünftige Übung eingefallen, das bietet sich richtig an!
Danach bin ich noch aufgestiegen und hab das Ganze von oben geübt. Hintern hineinschwenken ging sehr gut, sodass ich angetrabt bin und es aus dem Trab versucht habe. Da wollte Herr Billy dann nicht zuhören ("kann grad nicht, muss traben!!!") und ich musste ziemlich hohe Phasen einsetzen, aber nur ein oder zweimal, dann hatte er kapiert, dass auch im Trab der einseitige Schenkel noch was bedeutet und schwupps, kam der Hintern herein und Billy bekam Pause. Etwas in Stress hat ihn diese neue Anforderung schon versetzt, wie ich aus seinem Kampfkauen geschlossen habe.
Die Schulter nach innen zu bekommen, ist sehr einfach, auch toll.
Auch reitend fällt mir eine Übung ein, die ich das nächste Mal umsetzen möchte: Ich möchte auf der Mittellinie reiten und abwechselnd den Hintern bzw. die Schulter nach links und rechts schwenken und dann wieder geradeaus weiter.
Denn momentan scheint mir, dass ich mir mein halbwegs und erstaunlich geradegerichtetes Pferd schief reite - Billy zeigte am Schluss Tendenzen, den Hintern gleich innen in der Bahn zu lassen ("muss mich ja sowieso gleich wieder reindrehen"). Das ist dann auch nicht ganz Sinn und Zweck der Sache...
Wir haben heute die "Whoosh"-Übung von Karen Rohlf weiter vorangebracht.
Zuerst aber Aufwärmen mit verschiedenen Schrittgeschwindigkeiten. Billy war heut ungewöhnlich flott unterwegs. Wir gingen einfach auf dem Hufschlag, und ich versuchte, nur mit Energie-Auf und Ab ihn langsamer oder schneller zu machen. Hat ganz ganz hervorragend funktioniert! Schleichschritt, schneller Schritt, mittlerer Schritt, ganz toll.
Dann ging ich zum Zirkel über. Billy ging auf dem Hufschlag und ich innen an ihm dran. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich heute vorerst auf die Schulter konzentriert. An der offenen Seite des Zirkels und in den "Ecken" (an den anderen Stellen ist die Bande im Weg) versuchte ich auf ein Porcupine Game, möglihcst sanft, ein "whoosh"-artiges Weichen zu bekommen, also flüssig, prompt, willig. Am Anfang war das schwierig, bald habe ich auch erkannt, dass es mit der bloßen Hand um einiges besser geht als gleich mit dem Stick. Wenn er allerdings auf die Hand und Energie nicht reagieren wollte, gabs einen GErtenklaps (momentan arbeite ich lieber mit meiner kurzen Dressurgerte, die ruft wesentlich mehr Respekt hervor und ist viel besser zu handhaben), also nur noch entweder Phase 1 oder Phase 4. Er hats schon verstanden, worum es geht ;-). Anfangs war Billy grantig, aber die Schulter wich mit der Wiederholung immer flüsssiger nach außen, und je weniger Druck ich brauchte, umso gelassener nahms dann auch der Billy. An der offenen Seite konnten wir dann wirklich ein schönes Weichen nach außen mit guter offener Schulter und einem großen Schritt erreichen. Das habe ich dann mit Gleich-Weitergehen kombiniert, klappte auch gut.
DAsselbe dann noch an der Hinterhand, klappte auch super.
Danach hab ich die gleiche Übung gemacht, aber so, dass Billy den Hintern bzw. die Schulter auf mich zu weichen lässt. Das hab ich wiederum überall dort auf dem Zirkel gemacht, wo die Bande uns dabei hilft. Er hat es sooofort kapiert, gleich auf Anhieb. Frauli den Hintern zuzuwenden, ist doch wirklich eine seine Lieblingsübungen ;-). Superbrav war er dabei, ich musste nur die Hand heben und der Hintern kam auf den 2. Hufschlag, dabei können wir sogar die Innenbiegung beibehalten. Und auch mit der Schulter hat es gleich gut geklappt, sofern Frauli die Gerte in einer Weise handhaben konnte, die keine Verwirrung hervorruft ;-). Auch hier haben wir abgeschlossen mit ein paarmal Hereinschwenken und gleich wieder geradeaus weitergehen.
Ich werde das demnächst mit Zirkel-Verkleinern und -Vergrößern kombinieren, ist mir für eine zukünftige Übung eingefallen, das bietet sich richtig an!
Danach bin ich noch aufgestiegen und hab das Ganze von oben geübt. Hintern hineinschwenken ging sehr gut, sodass ich angetrabt bin und es aus dem Trab versucht habe. Da wollte Herr Billy dann nicht zuhören ("kann grad nicht, muss traben!!!") und ich musste ziemlich hohe Phasen einsetzen, aber nur ein oder zweimal, dann hatte er kapiert, dass auch im Trab der einseitige Schenkel noch was bedeutet und schwupps, kam der Hintern herein und Billy bekam Pause. Etwas in Stress hat ihn diese neue Anforderung schon versetzt, wie ich aus seinem Kampfkauen geschlossen habe.
Die Schulter nach innen zu bekommen, ist sehr einfach, auch toll.
Auch reitend fällt mir eine Übung ein, die ich das nächste Mal umsetzen möchte: Ich möchte auf der Mittellinie reiten und abwechselnd den Hintern bzw. die Schulter nach links und rechts schwenken und dann wieder geradeaus weiter.
Denn momentan scheint mir, dass ich mir mein halbwegs und erstaunlich geradegerichtetes Pferd schief reite - Billy zeigte am Schluss Tendenzen, den Hintern gleich innen in der Bahn zu lassen ("muss mich ja sowieso gleich wieder reindrehen"). Das ist dann auch nicht ganz Sinn und Zweck der Sache...
Montag, 23. Januar 2012
Sonntag, 22. Januar 2012
Am Samstag waren Billy und ich ein dreiviertelstündchen lang spazieren. Die Straßen sind leider so vereist, dass ich lieber nicht dort gegangen bin, also nur die langweiligen Wege rund um unsern Stall.
Sonntag gingen wir eine Aufwärmrunde um den Stall spazieren, danach ging ich mit Billy in die Halle und übte die Whoosh-Übung von karen Rohlf. Dabei gehts darum, sowohl online als auch beim reiten das Pferd aus einer Schrittbewegung weichen zu lassen (den Teil des Pferdes weichen lassen, den man halt will). Dann Pause, bis zur Entspannung. Und dann wieder zügig los im Schritt. Als Stufe zwei wird dann die pause direkt nach dem Weichen gestrichen, man geht im Schritt - whooosh, weichen - wieder geradeaus im Schritt. Dann erst Pause. In Stufe 3 würde man das weichen dann in der Bewegung verlangen, also z.B. die Kruppe während der Schrittbewegung hereinweichen lassen.
Stufe 1 + 2 haben wir ganz akzeptabel hingekriegt! Zuerst hab ich es online auf einem Zirkel geübt. Die ersten beiden male musste ich mich deutlich bemerkbar machen, aber dann war es ein "whooosh"iges Weichen (Karen Rohlf hat hier auch das Bild von einem Ball, den man bewegt, im Vergleich zu einem Ziegelstein). Etwas Schwierigkeiten hatte ich, insofern man in Zone 3 bleiben soll - ich geriet zu weit nach vorne. Und Weichen der Hinterhand war eindeutig einfacher, zwar reagiert Billy auch auf Weichen der Schulter sehr fein, aber online war ich da dann irgendwie in falscher Position.
Ich ließ ihn nach außen weichen dabei, und eine Zeitlang ging ich auch außen auf dem Hufschlag und ließ ihn von mir weg nach innen weichen. Nächstes mal probiere ich vielleicht, ihn auf mich zu weichen zu lassen.
Das ganze dann noch reitend, da war es noch viel besser (da bin ich nicht so im WEg ;-) ). Schritt auf dem Hufschlag - whooosh - Kruppe 90° zur Bande. Pause. Weiter im Schritt. Später dann Schritt-whoosh-Kruppherein, gleich weiter. Dabei hab ich dann leier zu wenig Pausen gemacht, aber dafür das ganze nur ein paarmal und sehr kurz. War richtig schön!
An dem ganzen hab ich früher schon gewerkt, aber erst mit der Beschreibung von Karen Rohlf funzt das so richtig! Ich bin sehr angetan, wie brav und fein Billy auf den Schenkel reagiert.
Sonntag gingen wir eine Aufwärmrunde um den Stall spazieren, danach ging ich mit Billy in die Halle und übte die Whoosh-Übung von karen Rohlf. Dabei gehts darum, sowohl online als auch beim reiten das Pferd aus einer Schrittbewegung weichen zu lassen (den Teil des Pferdes weichen lassen, den man halt will). Dann Pause, bis zur Entspannung. Und dann wieder zügig los im Schritt. Als Stufe zwei wird dann die pause direkt nach dem Weichen gestrichen, man geht im Schritt - whooosh, weichen - wieder geradeaus im Schritt. Dann erst Pause. In Stufe 3 würde man das weichen dann in der Bewegung verlangen, also z.B. die Kruppe während der Schrittbewegung hereinweichen lassen.
Stufe 1 + 2 haben wir ganz akzeptabel hingekriegt! Zuerst hab ich es online auf einem Zirkel geübt. Die ersten beiden male musste ich mich deutlich bemerkbar machen, aber dann war es ein "whooosh"iges Weichen (Karen Rohlf hat hier auch das Bild von einem Ball, den man bewegt, im Vergleich zu einem Ziegelstein). Etwas Schwierigkeiten hatte ich, insofern man in Zone 3 bleiben soll - ich geriet zu weit nach vorne. Und Weichen der Hinterhand war eindeutig einfacher, zwar reagiert Billy auch auf Weichen der Schulter sehr fein, aber online war ich da dann irgendwie in falscher Position.
Ich ließ ihn nach außen weichen dabei, und eine Zeitlang ging ich auch außen auf dem Hufschlag und ließ ihn von mir weg nach innen weichen. Nächstes mal probiere ich vielleicht, ihn auf mich zu weichen zu lassen.
Das ganze dann noch reitend, da war es noch viel besser (da bin ich nicht so im WEg ;-) ). Schritt auf dem Hufschlag - whooosh - Kruppe 90° zur Bande. Pause. Weiter im Schritt. Später dann Schritt-whoosh-Kruppherein, gleich weiter. Dabei hab ich dann leier zu wenig Pausen gemacht, aber dafür das ganze nur ein paarmal und sehr kurz. War richtig schön!
An dem ganzen hab ich früher schon gewerkt, aber erst mit der Beschreibung von Karen Rohlf funzt das so richtig! Ich bin sehr angetan, wie brav und fein Billy auf den Schenkel reagiert.
Donnerstag, 19. Januar 2012
Pfuh, Sauwetter. Sturm und tw. starker Regen. Brrr.
Dem Billytier gings gut. Die Beinchen sind wieder klar gewesen *freu* ... leider kommt da das aber, das nach meiner Trainingseinheit sie wieder leicht angelaufen waren *panik*. Doch noch zu viel? Oder auf ewig nur noch Schritt? :-( Lahmen konnte ich keins sehen, und Billy war gut drauf wie lange nicht - die Pferdchens sind momentan auf dem kleineren Auslauf eingesperrt, tw. wegen des Wetters, hauptsächlich aber aus Solidarität mit einem der Pferde, der einen ganz ganz schlimmen Hufabszess hat und auf keinen Fall in den Gatsch darf.
Jedenfalls wollte ich heut Karen Rohlfs erste Übungen zum Thema "Energie" probieren. Ich lese gerade "Dressage, Naturally", und langsam (so nach 100 Seiten Lektüre) finde ich dort den roten Faden.
Die ersten Übungen im Buch haben mit Energie zu tun. V.a. mit der des Menschen.
Begonnen habe ich mit Übung 2, Friendly Game in der Bewegung. Billy im Schritt am Zirkel, ich bewege mich auf ihn zu, und wieder weg, berühre ihn mit den Händen, berühre ihn mit dem STring, und idealerweise unterbricht er seinen Takt nicht. Das klappt auch toll. Hie und da sieht er nach außen, wenn ich mich nähere, ein Zeichen, dass ich immer noch irgendwie Energie aussende. Und wenn ich mich wieder zur Mitte hinbegebe, nutzt er weiter die Chance zu fragen, ob das Spiel jetzt aus ist ;-). Da kann ich ihn aber ganz ruhig und ohne, dass einer von uns grantig wird (auch er nicht) wieder raus schicken. Und ansonsten klappt das gut!
Übung 3 + 4 ist "Melt to a stop", on line und reitend. Komischerweise fällt uns das schwerer als üblich. Ich merke, dass ich den Go-Button gut geschmiert habe, und den Whoa-Button ein bisschen Rost angesetzt hat.
Weitere Übungen sind dann zu versuchen, dass das Pferd die eigene Energie genau wiedergibt, egal in welcher Gangart. Und das hat heut sowas von gut geklappt! Es hilft schon, wenn man sich auf sich selbst konzentriert, was man dem Pferd denn eigentlich grad mitteilt, welches Energielevel. Bei Karen Rohlf gefällt mir, dass sie den Focus des Lesers wirklich auf ihn selbst lenkt - wenn Pferd nicht reagiert, dann weil der eigene Energielevel nicht stimmt! Tatsächlich hat das ganze soo toll funktioniert, als ich mich auf meine Energie konzentriert habe, und auf das Bild, das ich erreichen möchte. Ganz ohne Vorbereitung trabte Billy auf einen Gedanken hin an, und ging auch wieder Schritt. Wir machten mehrere solcher Übergänge. Dann wieder anhalten und ruhig stehen. Und dann probierte ich einmal was passiert, wenn ich 2 Gänge höher schalte, mental, und danach frage... und Billy folgte und galoppierte aus dem Stand davon *staun*. Gleich wieder anhalten und loben.
Wir haben dann noch einen fliegenden Galoppwechsel gemacht, der sich einfach so ergeben hat, und überhaupt hatte Billy heute richtig Spaß an Bewegung.
ich bin dann noch geritten, aber nur 10 Minuten. Alle Energielevel einmal angetestet: Antraben, auch angaloppieren (nur 1 Sprung), wieder runterschalten, anhalten. Alles klappte feinstens (nur "melt to a stop" brauchte erstaunlicherweise höhere Phasen), daher ließ ich es bleiben. Auch hier hatte ich Karen Rohlf im Hinterkopf, die meint, dass man - je besser das Pferd reagiert - nur noch fragen soll: "würdest du für mich ... ?" - und wenn die Antwort ja ist, dann fragt man gar nicht mehr wirklich nach der Durchführung. Und da Billy heute zu allem brav "ja" sagte, brauchte es heute nicht viel. Sogar das Rückwärts ging leicht (hab ich aber vom Boden vorbereitet und musste dort durchaus durch einen Brace durch) und zum ersten Mal ohne Gerteneinsatz überhaupt. Es klappten dann nette Spielchen wie "kannst du dein Gewicht verlagern", ganz ohne Zügel. Gewicht nach hinten (oder 1 Schrittchen mit 1 Bein), gleich wieder nach vorn.
Weiters habe ich mir überlegt, dass ich für das Rückwärts vielleicht auch mal meine Energie hochfahren soll. Irgendwie hab ich das bis jetzt nicht gemacht, sondern Rückwärts als sowas wie "Minus-Energie" betrachtet. Völlig falsch, oder? Also einmal probiert; zuerst verwechselte Billy das und reagierte (brav!!) mit einem Schritt vorwärts, lief damit aber gegen meine (gedankliche) Rückwärtsbewegung und ja, auch gegen das Knotenhalfter, und wandelte die Energie flugs in ein flottes Rückwärts um. Vielleicht war das tatsächlich der Fehler, den ich bisher immer gemacht habe!
Zum Schluss hab ich die Zügel wieder ins Gebiss geschnallt (vor dem er übrigens heut wieder weglief, schließlich hab ich es letztes Mal ganz leicht benutzt!!! *grummel*) und ganz vorsichtig Laterale Flexion gemacht (klappt toll, mit viel "Feel", ganz ohne Brace!) und bin dann auf jeder Hand ein paar Runden "gebisspassenger" geritten, also nur vorsichtigen Kontakt halten, egal wohin er will mit seinem Kopf. Klappte gut.
Jedenfalls alles toll und ich bin wieder abgesessen - um dann eben festzustellen, dass Billys Beinchen jetzt leicht angelaufen sind. Nur ganz wenig, in der nächsten halben Stunde hab ich ungefähr 100x getastet und schwankte dabei zwischen - "das ist doch nur das Fell" und "dooooch, ganz klar ist das nicht wie vorher" *seufz*.
Ich werd den Trab gleich wieder sein lassen. :-(
Dem Billytier gings gut. Die Beinchen sind wieder klar gewesen *freu* ... leider kommt da das aber, das nach meiner Trainingseinheit sie wieder leicht angelaufen waren *panik*. Doch noch zu viel? Oder auf ewig nur noch Schritt? :-( Lahmen konnte ich keins sehen, und Billy war gut drauf wie lange nicht - die Pferdchens sind momentan auf dem kleineren Auslauf eingesperrt, tw. wegen des Wetters, hauptsächlich aber aus Solidarität mit einem der Pferde, der einen ganz ganz schlimmen Hufabszess hat und auf keinen Fall in den Gatsch darf.
Jedenfalls wollte ich heut Karen Rohlfs erste Übungen zum Thema "Energie" probieren. Ich lese gerade "Dressage, Naturally", und langsam (so nach 100 Seiten Lektüre) finde ich dort den roten Faden.
Die ersten Übungen im Buch haben mit Energie zu tun. V.a. mit der des Menschen.
Begonnen habe ich mit Übung 2, Friendly Game in der Bewegung. Billy im Schritt am Zirkel, ich bewege mich auf ihn zu, und wieder weg, berühre ihn mit den Händen, berühre ihn mit dem STring, und idealerweise unterbricht er seinen Takt nicht. Das klappt auch toll. Hie und da sieht er nach außen, wenn ich mich nähere, ein Zeichen, dass ich immer noch irgendwie Energie aussende. Und wenn ich mich wieder zur Mitte hinbegebe, nutzt er weiter die Chance zu fragen, ob das Spiel jetzt aus ist ;-). Da kann ich ihn aber ganz ruhig und ohne, dass einer von uns grantig wird (auch er nicht) wieder raus schicken. Und ansonsten klappt das gut!
Übung 3 + 4 ist "Melt to a stop", on line und reitend. Komischerweise fällt uns das schwerer als üblich. Ich merke, dass ich den Go-Button gut geschmiert habe, und den Whoa-Button ein bisschen Rost angesetzt hat.
Weitere Übungen sind dann zu versuchen, dass das Pferd die eigene Energie genau wiedergibt, egal in welcher Gangart. Und das hat heut sowas von gut geklappt! Es hilft schon, wenn man sich auf sich selbst konzentriert, was man dem Pferd denn eigentlich grad mitteilt, welches Energielevel. Bei Karen Rohlf gefällt mir, dass sie den Focus des Lesers wirklich auf ihn selbst lenkt - wenn Pferd nicht reagiert, dann weil der eigene Energielevel nicht stimmt! Tatsächlich hat das ganze soo toll funktioniert, als ich mich auf meine Energie konzentriert habe, und auf das Bild, das ich erreichen möchte. Ganz ohne Vorbereitung trabte Billy auf einen Gedanken hin an, und ging auch wieder Schritt. Wir machten mehrere solcher Übergänge. Dann wieder anhalten und ruhig stehen. Und dann probierte ich einmal was passiert, wenn ich 2 Gänge höher schalte, mental, und danach frage... und Billy folgte und galoppierte aus dem Stand davon *staun*. Gleich wieder anhalten und loben.
Wir haben dann noch einen fliegenden Galoppwechsel gemacht, der sich einfach so ergeben hat, und überhaupt hatte Billy heute richtig Spaß an Bewegung.
ich bin dann noch geritten, aber nur 10 Minuten. Alle Energielevel einmal angetestet: Antraben, auch angaloppieren (nur 1 Sprung), wieder runterschalten, anhalten. Alles klappte feinstens (nur "melt to a stop" brauchte erstaunlicherweise höhere Phasen), daher ließ ich es bleiben. Auch hier hatte ich Karen Rohlf im Hinterkopf, die meint, dass man - je besser das Pferd reagiert - nur noch fragen soll: "würdest du für mich ... ?" - und wenn die Antwort ja ist, dann fragt man gar nicht mehr wirklich nach der Durchführung. Und da Billy heute zu allem brav "ja" sagte, brauchte es heute nicht viel. Sogar das Rückwärts ging leicht (hab ich aber vom Boden vorbereitet und musste dort durchaus durch einen Brace durch) und zum ersten Mal ohne Gerteneinsatz überhaupt. Es klappten dann nette Spielchen wie "kannst du dein Gewicht verlagern", ganz ohne Zügel. Gewicht nach hinten (oder 1 Schrittchen mit 1 Bein), gleich wieder nach vorn.
Weiters habe ich mir überlegt, dass ich für das Rückwärts vielleicht auch mal meine Energie hochfahren soll. Irgendwie hab ich das bis jetzt nicht gemacht, sondern Rückwärts als sowas wie "Minus-Energie" betrachtet. Völlig falsch, oder? Also einmal probiert; zuerst verwechselte Billy das und reagierte (brav!!) mit einem Schritt vorwärts, lief damit aber gegen meine (gedankliche) Rückwärtsbewegung und ja, auch gegen das Knotenhalfter, und wandelte die Energie flugs in ein flottes Rückwärts um. Vielleicht war das tatsächlich der Fehler, den ich bisher immer gemacht habe!
Zum Schluss hab ich die Zügel wieder ins Gebiss geschnallt (vor dem er übrigens heut wieder weglief, schließlich hab ich es letztes Mal ganz leicht benutzt!!! *grummel*) und ganz vorsichtig Laterale Flexion gemacht (klappt toll, mit viel "Feel", ganz ohne Brace!) und bin dann auf jeder Hand ein paar Runden "gebisspassenger" geritten, also nur vorsichtigen Kontakt halten, egal wohin er will mit seinem Kopf. Klappte gut.
Jedenfalls alles toll und ich bin wieder abgesessen - um dann eben festzustellen, dass Billys Beinchen jetzt leicht angelaufen sind. Nur ganz wenig, in der nächsten halben Stunde hab ich ungefähr 100x getastet und schwankte dabei zwischen - "das ist doch nur das Fell" und "dooooch, ganz klar ist das nicht wie vorher" *seufz*.
Ich werd den Trab gleich wieder sein lassen. :-(
Sonntag, 15. Januar 2012
Am Samstag waren Billy und ich spazieren. Ich hatte vor, zu unserer "Angststelle" zu gehen, online und daher sicher, und ein bisschen drüber weg.
Billy ging brav mit, erschreckte sich einmal vor einem Auto (ganz was neues), dafür fand er die Holzsägearbeiter in knallgelben Outfits und mit kreischenden Motorsägen nicht einmal einen Blick wert. Spaziergänger mit Hund kreuzten unseren Weg, mit denen wollte er gern mit (gingen ja auch Richtung Stall).
Dann kamen wir zur Angstgrenze und Billy blieb immer öfter stehen bzw. wollte stehenbleiben und ich wurde nervöser. Wenn ich nur wüsste was ihm dort nicht gefällt... *seufz*.
Und dann war es natürlich wieder so, dass justament dort, wo quasi die kritische Stelle ist, die Straße nicht mehr geräumt war und so eisig und glatt, dass ich wirklich nicht weitergehen wollte - konnte mich selbst kaum aufrecht halten. Also wieder doof entscheiden müssen und justament dort wieder umdrehen *grummel*. Aber vernünftiger als auf einer Eisbahn weiterzugehen.
Der Heimweg war dann ereignislos - die Holzarbeiter immer noch völlig uninteressant, der böige Wind im Wald ebenso.
Braver Billy, doofes Eis.
Am Sonntag war es so grausig und bereits der Weg vom STall weg so eisig, dass ich lieber in der Halle blieb - schon wieder planlos.
Wir haben einfach ein bissl leichte Gymnastik gemacht, viele Volten um Hütchen, und vorwärts-rückwärts schrittweise. 1 Fuß zurück - halt - 1 Fuß vor - halt. 1 fußzurück- halt - 1 Fuß zurück - halt. Usw. Ein bisschen Denkarbeit.
Billy machte brav mit (für das erste Rückwärts war wieder eine heftige Phase 4 nötig - *seufz*).
Das GEbiss hatte ich ihm auch reingeschnallt, das nahm er nach kurzem Nachdenken ganz ganz brav.
Zum Schluss habe ich die Zügel ins Gebiss geschnallt und eine "Gebisspassenger-Lesson" gemacht. D.h. ich habe versucht, Billy in all seinen Bewegungen mit dem Kopf mit meinen Händen zu folgen. Nicht einwirken, nur folgen, den Kontakt ganz leicht aufrecht erhalten. Egal ob er sich zum Boden streckt oder den Kopf oben hat. Vielleicht gelingts mir so, ihm das Gebiss ein bisschen vertrauter zu machen.
Billy ging brav mit, erschreckte sich einmal vor einem Auto (ganz was neues), dafür fand er die Holzsägearbeiter in knallgelben Outfits und mit kreischenden Motorsägen nicht einmal einen Blick wert. Spaziergänger mit Hund kreuzten unseren Weg, mit denen wollte er gern mit (gingen ja auch Richtung Stall).
Dann kamen wir zur Angstgrenze und Billy blieb immer öfter stehen bzw. wollte stehenbleiben und ich wurde nervöser. Wenn ich nur wüsste was ihm dort nicht gefällt... *seufz*.
Und dann war es natürlich wieder so, dass justament dort, wo quasi die kritische Stelle ist, die Straße nicht mehr geräumt war und so eisig und glatt, dass ich wirklich nicht weitergehen wollte - konnte mich selbst kaum aufrecht halten. Also wieder doof entscheiden müssen und justament dort wieder umdrehen *grummel*. Aber vernünftiger als auf einer Eisbahn weiterzugehen.
Der Heimweg war dann ereignislos - die Holzarbeiter immer noch völlig uninteressant, der böige Wind im Wald ebenso.
Braver Billy, doofes Eis.
Am Sonntag war es so grausig und bereits der Weg vom STall weg so eisig, dass ich lieber in der Halle blieb - schon wieder planlos.
Wir haben einfach ein bissl leichte Gymnastik gemacht, viele Volten um Hütchen, und vorwärts-rückwärts schrittweise. 1 Fuß zurück - halt - 1 Fuß vor - halt. 1 fußzurück- halt - 1 Fuß zurück - halt. Usw. Ein bisschen Denkarbeit.
Billy machte brav mit (für das erste Rückwärts war wieder eine heftige Phase 4 nötig - *seufz*).
Das GEbiss hatte ich ihm auch reingeschnallt, das nahm er nach kurzem Nachdenken ganz ganz brav.
Zum Schluss habe ich die Zügel ins Gebiss geschnallt und eine "Gebisspassenger-Lesson" gemacht. D.h. ich habe versucht, Billy in all seinen Bewegungen mit dem Kopf mit meinen Händen zu folgen. Nicht einwirken, nur folgen, den Kontakt ganz leicht aufrecht erhalten. Egal ob er sich zum Boden streckt oder den Kopf oben hat. Vielleicht gelingts mir so, ihm das Gebiss ein bisschen vertrauter zu machen.
Donnerstag, 12. Januar 2012
Habe Billy heute kaum gefunden unter all dem Gatsch, mit dem er sich maskiert hat ;-). Zuerst habe ich bei seinem Anblick das Reiten für heute gleich wieder ad acta gelegt, aber dann ging das Putzen doch recht flott und so habe ich doch noch gesattelt mit dem schönen neuen Sattel. Ich fühl mich schon schön darin zu Hause, nur die Riesensteigbügel stören mich beim Satteln und beim her- und Wegräumen (ich brauch einen größeren Spind *jammer*).
Begonnen haben wir zum Aufwärmen mit Schritt auf dem Zirkel. Ich versuche, kein Latschen zuzulassen, sondern fordere jetzt immer flotten Schritt, das geht auch ganz gut. Billy unterscheidet schön, ob ich schnelleren Schritt oder Trab möchte, brav!
Ich habe dann von der Mitte aus versucht, ganz schnellen und ganz langsamen Schritt zu bekommen, je nach meinem Energielevel in der Mitte, so wie beim STick to me, und das hat besser funktioniert als erwartet. Also zumindest wenn ich langsam will, das erkennt er sofort an zeichen, die mir nichtmal bewusst sind. Ich denke nur "ok, jetzt werden wir laaaaangsam" - und schon setzt er es um. Mit "und jetzt schnell" ist er nicht ganz so prompt ;-).
Danach ließ ich ihn weiter im Schritt auf dem Zirkel und hab mich auf ihn zu bewegt und wieder in die Mitte, als FG (Übung aus Karen Rohlfs Buch "Dressage, naturally"). Ich habe das jetzt ein paarmal gemacht, und nun schaffe ich es offensichtlich schon besser, zu kommunizieren, dass ich ganz beiläufig innerhalb des Zirkels herumwandere; Billy bleibt brav auf dem Zirkel. Nur wenn ich wieder in die Mitte zurückkehre, nimmt er das manchmal als Anlass zu denken, ich möchte vielleicht das Spiel beenden und er darf in die Mitte ;-). Ich kann ihn aber ganz freundlich wieder nach außen schicken.
Weiterhin mache ich es so, dass es weniger Pausen gibt, ich denke so bedeuten sie mehr.
Danach ein weiteres Game zu den Übergängen hinzugefügt: Sideways. Man kann ja auch seitwärts anhalten und wieder losgehen ;-). Das seitwärts war sehr gut, dafür dass ich so lange nichts gemacht habe. Gleich ohne Missverständnisse hat Billy es umgesetzt. Anzuhalten mitten in der Halle (ohne jegliche Bezugspunkte zur Bande) war dafür schon schwieriger. Anfangs drehte sich Billy immer zu mir und wollte herkommen. Als er kapiert hatte, dass das nicht gewünscht ist, wurde das Anhalten schwer, er ging einfach weiter seitwärts (wunderhübsch!), obwohl ich mich bemühte, alle Energie herunterzufahren. Das brauchte tatsächlich einige Male, bis es gut geklappt hat, dann wars aber super. 2 Schritte seitwärts - Halt - 3 Schritte seitwärts - halt. usw. Ich versuchte die genaue Anzahl der Schritte zu bestimmen. War ganz harmonisch zum Ende, und Billy hat auch kapiert, dass er es gut gemacht hat (hat so stolz geschaut *g*).
DAnach bin ich aufgesessen und habe dasselbe aus dem Sattel probiert. Ich war begeistert über unser Seitwärts. 2 Schritte nach recths. halt. 2 Schritte nach links. Halt. Perfekt, nur auf Bein, Stick konnte ich auf einer Seite lassen. Er lässt sich davon nicht mehr irritieren (früher eher schon) - d.h. was mein Bein sagt gilt, egal ob der Stick rechts oder links ist. Das ist mir wichtig.
Dann noch kurz das Rückwärts aufgefrischt (bedurfte leider wieder hoher Phasen 4 *seufz*), bis es locker-flockig war, und dann wieder Übergänge Schritt-Halt- Rückwärts-Trab, aber nur 2 oder 3x auf jeder Hand, und dann waren wir fertig.
Billys Beine sind weiterhin Null angelaufen, ich bin froh. Kein Lahmen erkennbar. Und die Mauke geht weg. Ich frage mich schon, ob das miteinander zusammenhing....
Begonnen haben wir zum Aufwärmen mit Schritt auf dem Zirkel. Ich versuche, kein Latschen zuzulassen, sondern fordere jetzt immer flotten Schritt, das geht auch ganz gut. Billy unterscheidet schön, ob ich schnelleren Schritt oder Trab möchte, brav!
Ich habe dann von der Mitte aus versucht, ganz schnellen und ganz langsamen Schritt zu bekommen, je nach meinem Energielevel in der Mitte, so wie beim STick to me, und das hat besser funktioniert als erwartet. Also zumindest wenn ich langsam will, das erkennt er sofort an zeichen, die mir nichtmal bewusst sind. Ich denke nur "ok, jetzt werden wir laaaaangsam" - und schon setzt er es um. Mit "und jetzt schnell" ist er nicht ganz so prompt ;-).
Danach ließ ich ihn weiter im Schritt auf dem Zirkel und hab mich auf ihn zu bewegt und wieder in die Mitte, als FG (Übung aus Karen Rohlfs Buch "Dressage, naturally"). Ich habe das jetzt ein paarmal gemacht, und nun schaffe ich es offensichtlich schon besser, zu kommunizieren, dass ich ganz beiläufig innerhalb des Zirkels herumwandere; Billy bleibt brav auf dem Zirkel. Nur wenn ich wieder in die Mitte zurückkehre, nimmt er das manchmal als Anlass zu denken, ich möchte vielleicht das Spiel beenden und er darf in die Mitte ;-). Ich kann ihn aber ganz freundlich wieder nach außen schicken.
Weiterhin mache ich es so, dass es weniger Pausen gibt, ich denke so bedeuten sie mehr.
Danach ein weiteres Game zu den Übergängen hinzugefügt: Sideways. Man kann ja auch seitwärts anhalten und wieder losgehen ;-). Das seitwärts war sehr gut, dafür dass ich so lange nichts gemacht habe. Gleich ohne Missverständnisse hat Billy es umgesetzt. Anzuhalten mitten in der Halle (ohne jegliche Bezugspunkte zur Bande) war dafür schon schwieriger. Anfangs drehte sich Billy immer zu mir und wollte herkommen. Als er kapiert hatte, dass das nicht gewünscht ist, wurde das Anhalten schwer, er ging einfach weiter seitwärts (wunderhübsch!), obwohl ich mich bemühte, alle Energie herunterzufahren. Das brauchte tatsächlich einige Male, bis es gut geklappt hat, dann wars aber super. 2 Schritte seitwärts - Halt - 3 Schritte seitwärts - halt. usw. Ich versuchte die genaue Anzahl der Schritte zu bestimmen. War ganz harmonisch zum Ende, und Billy hat auch kapiert, dass er es gut gemacht hat (hat so stolz geschaut *g*).
DAnach bin ich aufgesessen und habe dasselbe aus dem Sattel probiert. Ich war begeistert über unser Seitwärts. 2 Schritte nach recths. halt. 2 Schritte nach links. Halt. Perfekt, nur auf Bein, Stick konnte ich auf einer Seite lassen. Er lässt sich davon nicht mehr irritieren (früher eher schon) - d.h. was mein Bein sagt gilt, egal ob der Stick rechts oder links ist. Das ist mir wichtig.
Dann noch kurz das Rückwärts aufgefrischt (bedurfte leider wieder hoher Phasen 4 *seufz*), bis es locker-flockig war, und dann wieder Übergänge Schritt-Halt- Rückwärts-Trab, aber nur 2 oder 3x auf jeder Hand, und dann waren wir fertig.
Billys Beine sind weiterhin Null angelaufen, ich bin froh. Kein Lahmen erkennbar. Und die Mauke geht weg. Ich frage mich schon, ob das miteinander zusammenhing....
Dienstag, 10. Januar 2012
Billy und ich hatten zu Neujahr eine Woche Urlaub voneinander ;-).
Jetzt im neuen Jahr geht es in alter, äh, neuer Frische wieder ein bissl ans Werk. Oder auch nicht so frisch, mal sehen.
Seit ich wieder zurück bin, sind jedenfalls die Beinchen bisher nicht mehr angelaufen, sondern endlich mal so wie sie sein sollen. Vielleicht hat ihm die Pause gut getan.
Auch Lahmen kann ich momentan gar keins erkennen, wenn ich ihn kurz antraben lasse. Sonst mache ich momentan nur Sachen im Schritt.
Ich habe jetzt lange überlegt, wie ich weiter tun soll. Lahm genug für eine Leitungsanästhesie war das Pferd in der Woche nach Weihnachten nicht zu bekommen. Wir werden also vermutlich nicht mehr herausfinden, was konkret nun los war oder ist. Ich denke ich werde jetzt im Jänner noch ein kleines Sparprogramm fahren, durchaus anspruchsvoll, aber eben hauptsächlich Schritt, und danach wieder langsam mehr Trab und Galopp einbauen und dabei beobachten, wie die Beinchen sind, ob sie wieder anlaufen und ob ich lahmen erkennen kann. Es ist eine ein wenig unbefriedigende Situation, nicht genau oder sicher zu wissen, was nun los war, und ob ihm normales Training wieder schaden wird. Diese eine starke Lahmheit jedenfalls vor Weihnachten, ich denke die war wirklich von einem Sturz etc. Vielleicht hol ich noch Chiropraktiker oder Osteopath zum Durchchecken, aber sonst fällt mir nichts mehr ein.
Ich muss nun schnell wieder etwas in einen Plan reinkommen, momentan hänge ich völlig in der Luft, was machen wir, wie machen wir's, wo wollen wir überhaupt hin.
Dafür dachte ich, es wäre vielleicht ganz hilfreich, sich für jedes Monat ein Hauptthema auszudenken und dieses in allen möglichen Varianten durchzuspielen. Mein hauptthema für den Jänner sind "Übergänge" jeglicher Art. Hier werde ich dann variieren, alle 7 Games, alle 4 Savvys, alle 5 Zonen, und 5 Gangarten (Halt und Rückwärts zähle ich jetzt mal dazu ;-). Da ergibt sich schon jede Menge "Stoff".
Wir haben heute schon begonnen damit. Zum Aufwärmen habe ich Stick to me aus Zone 4/5 gespielt. Das ging schon mal besser. Billy war grantig, die andern bekamen schon ihr Futter. Anhalten und Tempowechsel innerhalb des Schritts (gaaanz langsam und sehr flott) ging ganz gut, wobei es heute schwieriger war, ihn schneller zu bekommen. Das langsame spiegelt er sofort, auch das Anhalten. Wenn ich schneller gehe, macht er aber nicht mit, sondern lässt mich überholen, bis ich in Zone 2 oder so bin.
Im Circling Game üben wir das Anhalten und Rückwärtsrichten auf der Zirkellinie. Beides ist überraschend schwierig. Billy weicht zur Bande hin aus, versteht mich entweder nicht oder zieht seitwärts dem Rückwärts vor. Es hat hohe Phasen gebraucht, um 3 kleine zögerliche Rückwärts-Schrittchen zu bekommen.
Dafür hat er meine Energie heute toll angenommen, Antraben aus dem Rückwärts erfolgte richtig energetisch, das hat Spaß gemacht.
Danach habe ich mich noch kurz draufgesetzt für einige Übergänge Trab--Schritt-Halt-Rückwärts-Trab. Das Rückwärts habe ich vorher vom Boden aus probiert - pipifein! Raufgesetzt, nix! Ich fühlte mich ehrlich gesagt ein bisschen ignoriert und dann gabs Phase 4 in sehr schneller Abfolge, mit der Dressurgerte an die Brust - nicht sehr fest, aber es zischt sehr schön.... Zuerst wollte Billy die blöde Gerte wütend wegbeißen, was aber nichts geholfen hat (mit dem Stick geht das längst nicht so gut!), also fand er dann die richtige Lösung und ging rückwärts. Und zwar flott, er flog geradezu. So. Pfuh. Ungern, aber scheinbar muss es sein. Es brauchte 3 oder 4 dieser Versuche, bis es auch auf "normale" Phasen ging. Und immer noch sehr flott rückwärts. Da war ich dann sehr zufrieden --> Belohnung!
Dafür war - wie am Seil davor - das Antraben aus dem Rückwärts gigantisch, ohne Schenkel, nichts nötig außer scharfes Einatmen. Nach den ersten Versuchen habe ich dann sogar drauf geachtet, dass es nciht ganz so zackig sondern etwas sanfter wird mit den Übergängen - und dafür weniger grantig.
Und was heute übrigens auch noch passiert ist, ist dass der kleine Bub selbständig wird! Meine Hufpflegerin hatte sich früher angesagt als ich Zeit hatte - und zum allerallerallerersten Mal hat ihn ein Stallkollegin aus dem Stall geholt und der Hufpflegerin vorgeführt, ohne dass ich dabei war. Sie hat sich zum ersten Mal getraut (meine Hufpflegerin kennt ihn von Anfang an, als er fürs Hufe Machen sediert werden musste), und er war sooo brav, mein Bub. Am Verhalten war zu merken, dass ihm wohl jede Menge Leckerlis gestopft wurden, aber er war auch ohne mich brav. Das tut gut zu wissen. Jetzt wird er erwachsen, mein Bub :-)
Jetzt im neuen Jahr geht es in alter, äh, neuer Frische wieder ein bissl ans Werk. Oder auch nicht so frisch, mal sehen.
Seit ich wieder zurück bin, sind jedenfalls die Beinchen bisher nicht mehr angelaufen, sondern endlich mal so wie sie sein sollen. Vielleicht hat ihm die Pause gut getan.
Auch Lahmen kann ich momentan gar keins erkennen, wenn ich ihn kurz antraben lasse. Sonst mache ich momentan nur Sachen im Schritt.
Ich habe jetzt lange überlegt, wie ich weiter tun soll. Lahm genug für eine Leitungsanästhesie war das Pferd in der Woche nach Weihnachten nicht zu bekommen. Wir werden also vermutlich nicht mehr herausfinden, was konkret nun los war oder ist. Ich denke ich werde jetzt im Jänner noch ein kleines Sparprogramm fahren, durchaus anspruchsvoll, aber eben hauptsächlich Schritt, und danach wieder langsam mehr Trab und Galopp einbauen und dabei beobachten, wie die Beinchen sind, ob sie wieder anlaufen und ob ich lahmen erkennen kann. Es ist eine ein wenig unbefriedigende Situation, nicht genau oder sicher zu wissen, was nun los war, und ob ihm normales Training wieder schaden wird. Diese eine starke Lahmheit jedenfalls vor Weihnachten, ich denke die war wirklich von einem Sturz etc. Vielleicht hol ich noch Chiropraktiker oder Osteopath zum Durchchecken, aber sonst fällt mir nichts mehr ein.
Ich muss nun schnell wieder etwas in einen Plan reinkommen, momentan hänge ich völlig in der Luft, was machen wir, wie machen wir's, wo wollen wir überhaupt hin.
Dafür dachte ich, es wäre vielleicht ganz hilfreich, sich für jedes Monat ein Hauptthema auszudenken und dieses in allen möglichen Varianten durchzuspielen. Mein hauptthema für den Jänner sind "Übergänge" jeglicher Art. Hier werde ich dann variieren, alle 7 Games, alle 4 Savvys, alle 5 Zonen, und 5 Gangarten (Halt und Rückwärts zähle ich jetzt mal dazu ;-). Da ergibt sich schon jede Menge "Stoff".
Wir haben heute schon begonnen damit. Zum Aufwärmen habe ich Stick to me aus Zone 4/5 gespielt. Das ging schon mal besser. Billy war grantig, die andern bekamen schon ihr Futter. Anhalten und Tempowechsel innerhalb des Schritts (gaaanz langsam und sehr flott) ging ganz gut, wobei es heute schwieriger war, ihn schneller zu bekommen. Das langsame spiegelt er sofort, auch das Anhalten. Wenn ich schneller gehe, macht er aber nicht mit, sondern lässt mich überholen, bis ich in Zone 2 oder so bin.
Im Circling Game üben wir das Anhalten und Rückwärtsrichten auf der Zirkellinie. Beides ist überraschend schwierig. Billy weicht zur Bande hin aus, versteht mich entweder nicht oder zieht seitwärts dem Rückwärts vor. Es hat hohe Phasen gebraucht, um 3 kleine zögerliche Rückwärts-Schrittchen zu bekommen.
Dafür hat er meine Energie heute toll angenommen, Antraben aus dem Rückwärts erfolgte richtig energetisch, das hat Spaß gemacht.
Danach habe ich mich noch kurz draufgesetzt für einige Übergänge Trab--Schritt-Halt-Rückwärts-Trab. Das Rückwärts habe ich vorher vom Boden aus probiert - pipifein! Raufgesetzt, nix! Ich fühlte mich ehrlich gesagt ein bisschen ignoriert und dann gabs Phase 4 in sehr schneller Abfolge, mit der Dressurgerte an die Brust - nicht sehr fest, aber es zischt sehr schön.... Zuerst wollte Billy die blöde Gerte wütend wegbeißen, was aber nichts geholfen hat (mit dem Stick geht das längst nicht so gut!), also fand er dann die richtige Lösung und ging rückwärts. Und zwar flott, er flog geradezu. So. Pfuh. Ungern, aber scheinbar muss es sein. Es brauchte 3 oder 4 dieser Versuche, bis es auch auf "normale" Phasen ging. Und immer noch sehr flott rückwärts. Da war ich dann sehr zufrieden --> Belohnung!
Dafür war - wie am Seil davor - das Antraben aus dem Rückwärts gigantisch, ohne Schenkel, nichts nötig außer scharfes Einatmen. Nach den ersten Versuchen habe ich dann sogar drauf geachtet, dass es nciht ganz so zackig sondern etwas sanfter wird mit den Übergängen - und dafür weniger grantig.
Und was heute übrigens auch noch passiert ist, ist dass der kleine Bub selbständig wird! Meine Hufpflegerin hatte sich früher angesagt als ich Zeit hatte - und zum allerallerallerersten Mal hat ihn ein Stallkollegin aus dem Stall geholt und der Hufpflegerin vorgeführt, ohne dass ich dabei war. Sie hat sich zum ersten Mal getraut (meine Hufpflegerin kennt ihn von Anfang an, als er fürs Hufe Machen sediert werden musste), und er war sooo brav, mein Bub. Am Verhalten war zu merken, dass ihm wohl jede Menge Leckerlis gestopft wurden, aber er war auch ohne mich brav. Das tut gut zu wissen. Jetzt wird er erwachsen, mein Bub :-)
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Heute hab ich auf tierärztliches Geheiß wieder viel Trab und auch Galopp gemacht, hauptsächlich On Line. Ich habe zusätzlich große Wendungen eingebaut (wobei "groß" in der 12m-Halle relativ ist).
Zuerst mal im Schritt aufgewärmt, bisschen Führen, bisschen Rückwärts, heute mit mir in Zone 2. Immer wieder interessant, aus Zone 1 (Pferd anschauen) pipifein mit viel Feel ;-). In Zone 2: bracebrace brace und es brauchte einige Geduld, bis ich es auf dem gleichen Niveau wie aus Zone 1 hatte. Aaaber wir haben das hinbekommen.
Dann hab ich 3 Hütchen auf der Mittellinie in der Halle verteilt. Mir schwebten Schlangenlinien in 3 Bögen durch die ganze Bahn vor - wer mal Reitschulunterricht hatte, kennt das wahrscheinlich. Zuerst im Schritt. Ich ging rückwärts und forderte einen Handwechsel, und dann gleich noch einen, weiter rückwärts gehend. Anfangs blieb Billy nicht draußen wie geplant sondern schrammte möglichst eng an den Hütchen entlang, aber das ging dann bald.
Dann Übergang zum Trab, zuerst mal gecheckt wie Billy so läuft: tatsächlich scheint er sich "einzulaufen". Die ersten paar Tritte, vielleicht eine halbe Runde, sieht steif und irgendwie unrund aus, danach kann ich nichts Lahmes mehr erkennen. Also: zu wenig für Leitungsanästhesie, d.h.: Gas gegeben, aber richtig! Zuerst einmal stellte Frauli fest, dass für die geplante Übung das eigene Rückwärts zu langsam ist bzw. ich zu früh anfange rückwärts zu laufen. Billy reagiert promptest, er wechselt die Hand schön wie nie, und insgesamt hatte ich am Schluss den Eindruck, dass ihm diese Version mal richtig Spaß gemacht hat. Pausen hab ich wenige gemacht und denke nach dem Ergebnis, dass ich vielleicht sonst zu VIELE mache. Pause gab es nach ganz ganz tollem Gelingen, und das war erst ziemlich spät gegen Ende der Einheit, als wir uns dann soweit verständigt hatten, dass die 3 Schlangenlinien wirklich hübsch in einer Reihe funktionierten. Das hat etwas gebraucht, vorher hab ich immer normale Zirkel dazwischengeschaltet.
Nachdem es dann nach doch einiger Zeit 2x hintereinander toll geklappt hat (d.h. 6 Handwechsel in einer Reihe), da gabs dann Pause.
Billy war sehr gut drauf. Er galoppierte zwischendurch auch mal an und ich hab ihn gelassen. 5 große Runden (d.h. ganze Bahn, ich ging in der Mitte mit) waren kein Problem; auch am Zirkel ist er toll galoppiert und dann war ich tollkühn und hab nach der gleichen Übung wie Schritt und Trab gefragt und er hat tatsächlich 2x einen wunderhübschen fliegenden hingelegt :-) (allerdings immer nur in eine Richtung ;-).
Wir gerieten beide ganz leicht ins Schwitzen. So eine Einheit hätte mir richtig Spaß gemacht, wenn das Ziel nicht ein lahmes Pferd wäre.... Am Ende hab ich nochmal genau hingesehen, konnte aber wieder kein Lahmen ausmachen. Also wieder nix.
Irgendwie fange ich an zu bezweifeln, ob das irgendwohin führt. :-(
Ich hab mich dann noch kurz raufgesetzt (mit Pad heute) und bin kurz getrabt. Herrlicher ruhiger, schwingender Trab, ich wusste gleich wieder, warum ich normalerweise mit Pad reite.
Zum Abschluss noch ein bissl am Rückwärts gearbeitet, da lass ich jetzt nicht mehr locker, bis ich flüssige, schnelle, weiche Tritte kriege und er aufhört, gegen das Halfter zu ziehen wie irre. Toll ist, wie weich er auf den einseitigen Schenkel reagiert, die neueste Errungenschaft: Lenken rückwärts, es funktioniert! Und zwar wirklich nur mit einem Hauch von Beinanlegen, ganz toll :-)
Nun gut, es ist schön wieder ein bissl mehr machen zu können und zu reiten, aber wenn das nun die nächsten 1, 2 Male kein Ergebnis bringt, dann weiß ich nicht ... müssen wir uns was anderes überlegen :-(.
Zuerst mal im Schritt aufgewärmt, bisschen Führen, bisschen Rückwärts, heute mit mir in Zone 2. Immer wieder interessant, aus Zone 1 (Pferd anschauen) pipifein mit viel Feel ;-). In Zone 2: bracebrace brace und es brauchte einige Geduld, bis ich es auf dem gleichen Niveau wie aus Zone 1 hatte. Aaaber wir haben das hinbekommen.
Dann hab ich 3 Hütchen auf der Mittellinie in der Halle verteilt. Mir schwebten Schlangenlinien in 3 Bögen durch die ganze Bahn vor - wer mal Reitschulunterricht hatte, kennt das wahrscheinlich. Zuerst im Schritt. Ich ging rückwärts und forderte einen Handwechsel, und dann gleich noch einen, weiter rückwärts gehend. Anfangs blieb Billy nicht draußen wie geplant sondern schrammte möglichst eng an den Hütchen entlang, aber das ging dann bald.
Dann Übergang zum Trab, zuerst mal gecheckt wie Billy so läuft: tatsächlich scheint er sich "einzulaufen". Die ersten paar Tritte, vielleicht eine halbe Runde, sieht steif und irgendwie unrund aus, danach kann ich nichts Lahmes mehr erkennen. Also: zu wenig für Leitungsanästhesie, d.h.: Gas gegeben, aber richtig! Zuerst einmal stellte Frauli fest, dass für die geplante Übung das eigene Rückwärts zu langsam ist bzw. ich zu früh anfange rückwärts zu laufen. Billy reagiert promptest, er wechselt die Hand schön wie nie, und insgesamt hatte ich am Schluss den Eindruck, dass ihm diese Version mal richtig Spaß gemacht hat. Pausen hab ich wenige gemacht und denke nach dem Ergebnis, dass ich vielleicht sonst zu VIELE mache. Pause gab es nach ganz ganz tollem Gelingen, und das war erst ziemlich spät gegen Ende der Einheit, als wir uns dann soweit verständigt hatten, dass die 3 Schlangenlinien wirklich hübsch in einer Reihe funktionierten. Das hat etwas gebraucht, vorher hab ich immer normale Zirkel dazwischengeschaltet.
Nachdem es dann nach doch einiger Zeit 2x hintereinander toll geklappt hat (d.h. 6 Handwechsel in einer Reihe), da gabs dann Pause.
Billy war sehr gut drauf. Er galoppierte zwischendurch auch mal an und ich hab ihn gelassen. 5 große Runden (d.h. ganze Bahn, ich ging in der Mitte mit) waren kein Problem; auch am Zirkel ist er toll galoppiert und dann war ich tollkühn und hab nach der gleichen Übung wie Schritt und Trab gefragt und er hat tatsächlich 2x einen wunderhübschen fliegenden hingelegt :-) (allerdings immer nur in eine Richtung ;-).
Wir gerieten beide ganz leicht ins Schwitzen. So eine Einheit hätte mir richtig Spaß gemacht, wenn das Ziel nicht ein lahmes Pferd wäre.... Am Ende hab ich nochmal genau hingesehen, konnte aber wieder kein Lahmen ausmachen. Also wieder nix.
Irgendwie fange ich an zu bezweifeln, ob das irgendwohin führt. :-(
Ich hab mich dann noch kurz raufgesetzt (mit Pad heute) und bin kurz getrabt. Herrlicher ruhiger, schwingender Trab, ich wusste gleich wieder, warum ich normalerweise mit Pad reite.
Zum Abschluss noch ein bissl am Rückwärts gearbeitet, da lass ich jetzt nicht mehr locker, bis ich flüssige, schnelle, weiche Tritte kriege und er aufhört, gegen das Halfter zu ziehen wie irre. Toll ist, wie weich er auf den einseitigen Schenkel reagiert, die neueste Errungenschaft: Lenken rückwärts, es funktioniert! Und zwar wirklich nur mit einem Hauch von Beinanlegen, ganz toll :-)
Nun gut, es ist schön wieder ein bissl mehr machen zu können und zu reiten, aber wenn das nun die nächsten 1, 2 Male kein Ergebnis bringt, dann weiß ich nicht ... müssen wir uns was anderes überlegen :-(.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Heute bin ich also zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder geritten. Endlich den neuen Sattel probieren! Billy hat sich schön ans Nichtstun gewöhnt und war gar nicht einverstanden, dass ich offensichtlich wieder mal was von ihm wollte.
Wir haben uns ein bisschen am Boden aufgewärmt mit Stick to Me und rückwärts, das nun wirklich gut und leicht geht. Zum Schluss noch ein paar Runden Trab-Driving Game, dabei konnte ich kein Lahmen erkennen - wie gestern in der Klinik.
Also an die Hallenbande geparkt und aufgesessen, Stirnlampe an und raus aufs Viereck. Trotz der Lampe bleibt es etwas schummrig, und wenn wir auf die Halle zureiten, blendet uns das Licht darin. Für diese Verhältnisse und wie lange wir nichts gemacht haben, war Billy sehr sehr brav.
Wie befohlen bin ich viel getrabt und hab mich dabei langsam aber sicher mit dem Sattel angefreundet. Billy zog gleichmäßig seine Runden, ich konnte kein Lahmen spüren außer hie und da eine ganz leichte Unreinheit, die aber immer wieder verschwunden war, sobald ich mich darauf konzentrierte.
Wir machten dann ein paar Übergänge, auch mit ein bisschen Galopp wie aufgetragen; Linksgalopp war plötzlich wieder schwierig; könnte mit der ganzen Sache zusammenhängen.
Zwischendurch blieb Billy immer wieder einmal ziemlich "stecken" im Schritt, ließ sich aber schnell lösen (und führe ich darauf zurück, dass die anderen Pferdchens gerade ihr Abendheu serviert bekamen). Rückwärts machten wir auch, da sträubte er sich wieder gewaltig; eine Sache die ich wirklich nicht verstehe, nun, da es vom Boden aus so leicht und ohne Diskussionen geht.
Nachdem ich genug hatte, ging ich nochmal in die Halle und die zufällig vorhandene Tierärztin und ich konnten ncohmal einen Blick auf die Lahmheit machen - tja, nichts genaues zu sehen, wie gestern. Mal eine Runde leicht unklar, dann wieder gut. Jedenfalls definitiv zu wenig für die Leitungsanästhesie.
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man reitet und nachher fast schon hoffnungsvoll schaut, ob das Pferd nun "endlich gscheit" lahmt. Ich hab keine Ahnung wie es weitergeht, wenn wir das nicht innerhalb kurzer Zeit hinkriegen. *kopfkratz*
Generell bin ich durch die lange Pause völlig aus dem Konzept gebracht. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo wir stehen, geschweige denn wo ich hin will. Jeglicher Plan ist aus meinem Kopf verschwunden... muss erst mal wieder einen reinkriegen...
Wir haben uns ein bisschen am Boden aufgewärmt mit Stick to Me und rückwärts, das nun wirklich gut und leicht geht. Zum Schluss noch ein paar Runden Trab-Driving Game, dabei konnte ich kein Lahmen erkennen - wie gestern in der Klinik.
Also an die Hallenbande geparkt und aufgesessen, Stirnlampe an und raus aufs Viereck. Trotz der Lampe bleibt es etwas schummrig, und wenn wir auf die Halle zureiten, blendet uns das Licht darin. Für diese Verhältnisse und wie lange wir nichts gemacht haben, war Billy sehr sehr brav.
Wie befohlen bin ich viel getrabt und hab mich dabei langsam aber sicher mit dem Sattel angefreundet. Billy zog gleichmäßig seine Runden, ich konnte kein Lahmen spüren außer hie und da eine ganz leichte Unreinheit, die aber immer wieder verschwunden war, sobald ich mich darauf konzentrierte.
Wir machten dann ein paar Übergänge, auch mit ein bisschen Galopp wie aufgetragen; Linksgalopp war plötzlich wieder schwierig; könnte mit der ganzen Sache zusammenhängen.
Zwischendurch blieb Billy immer wieder einmal ziemlich "stecken" im Schritt, ließ sich aber schnell lösen (und führe ich darauf zurück, dass die anderen Pferdchens gerade ihr Abendheu serviert bekamen). Rückwärts machten wir auch, da sträubte er sich wieder gewaltig; eine Sache die ich wirklich nicht verstehe, nun, da es vom Boden aus so leicht und ohne Diskussionen geht.
Nachdem ich genug hatte, ging ich nochmal in die Halle und die zufällig vorhandene Tierärztin und ich konnten ncohmal einen Blick auf die Lahmheit machen - tja, nichts genaues zu sehen, wie gestern. Mal eine Runde leicht unklar, dann wieder gut. Jedenfalls definitiv zu wenig für die Leitungsanästhesie.
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man reitet und nachher fast schon hoffnungsvoll schaut, ob das Pferd nun "endlich gscheit" lahmt. Ich hab keine Ahnung wie es weitergeht, wenn wir das nicht innerhalb kurzer Zeit hinkriegen. *kopfkratz*
Generell bin ich durch die lange Pause völlig aus dem Konzept gebracht. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo wir stehen, geschweige denn wo ich hin will. Jeglicher Plan ist aus meinem Kopf verschwunden... muss erst mal wieder einen reinkriegen...
Dienstag, 27. Dezember 2011
Billys Besuch in der Klinik
Nachdem das Leitungsanästhesieren vor Weihnachten doch nichts mehr wurde, beschlossen wir, dass das Ganze in der Klinik (wo meine Tierärztin arbeitet) ohnehin viel besser zu bewerkstelligen ist. Sie wollte außerdem noch, dass Herr Klinikchef das ganze sich mal ansieht, was ich nett fand.
Gesagt, getan, alles organisiert, Billy in den Hänger gepackt (und er stieg sooo brav ein!), eine Stunde Fahrt, wieder ausgespackt (und er stieg sooo brav aus!), kurz ins Paddock in der Klinik. Billy mit großen Augen und aufgeregt, aber es gab Heu, also war die Welt in Ordnung. Frauli bekam inzwischen eine große Thermoskanne mit "Innere-Ruhe-Tee" verabreicht, bis Herr Klinikchef vor Ort war.
Dann mit dem Billy ab ins Round Pen nebenan, mal in den Trab scheuchen. Und das Pferdchen lahmte - gar nicht. Also ich sah zumindest nix. Ein paarmal stolperte er, und am Anfang konnte man mit Phantasie noch ein Ticken wahrnehmen, das nach 2 Runden aber weg war. D.h. wieder zu wenig lahm für eine Leitungsanästhesie, da würde so gar nichts rauskommen.
Herr Klinikchef tastete dann noch die Sehne ab, konnte nix feststellen, außer dass Billy wohl von Natur aus einen extrem dünnen Fesselträger hat - zu seinem Vorteil in unserem Fall, weil somit absolut keine Gefahr besteht, dass hier irgendwie was mit seinen Überbeinen reibt. Fand ich interessant, das hat mir noch kein Tierarzt gesagt.
Die Röntgen schaute Herr Klinikchef auch noch an, konnte darauf aber eben auch nix entdecken, was eine Lahmheit auslösen würde.
Und zum Schluss bekam ich den Auftrag: Pferd reiten! Ordentlich! Halbe Stunde traben, z.B., galoppieren. Mit anderen Worten: Ich soll das Pferd lahm reiten, dann können wir rausfinden, wo das her kommt.
Andere Variante: ein halbes Jahr ruhig stellen (heißt: Boxenhaft) und warten und hoffen, und nachher erst nicht wissen, woher es kam (und daher auch nicht, ob es wohl wieder kommen wird).
Also tja, es wird jetzt wohl mal wieder geritten; da kann ich wenigstens meinen Sattel endlich einweihen. Ein komisches Gefühl ist es aber schon... armer Billy :-(
Gesagt, getan, alles organisiert, Billy in den Hänger gepackt (und er stieg sooo brav ein!), eine Stunde Fahrt, wieder ausgespackt (und er stieg sooo brav aus!), kurz ins Paddock in der Klinik. Billy mit großen Augen und aufgeregt, aber es gab Heu, also war die Welt in Ordnung. Frauli bekam inzwischen eine große Thermoskanne mit "Innere-Ruhe-Tee" verabreicht, bis Herr Klinikchef vor Ort war.
Dann mit dem Billy ab ins Round Pen nebenan, mal in den Trab scheuchen. Und das Pferdchen lahmte - gar nicht. Also ich sah zumindest nix. Ein paarmal stolperte er, und am Anfang konnte man mit Phantasie noch ein Ticken wahrnehmen, das nach 2 Runden aber weg war. D.h. wieder zu wenig lahm für eine Leitungsanästhesie, da würde so gar nichts rauskommen.
Herr Klinikchef tastete dann noch die Sehne ab, konnte nix feststellen, außer dass Billy wohl von Natur aus einen extrem dünnen Fesselträger hat - zu seinem Vorteil in unserem Fall, weil somit absolut keine Gefahr besteht, dass hier irgendwie was mit seinen Überbeinen reibt. Fand ich interessant, das hat mir noch kein Tierarzt gesagt.
Die Röntgen schaute Herr Klinikchef auch noch an, konnte darauf aber eben auch nix entdecken, was eine Lahmheit auslösen würde.
Und zum Schluss bekam ich den Auftrag: Pferd reiten! Ordentlich! Halbe Stunde traben, z.B., galoppieren. Mit anderen Worten: Ich soll das Pferd lahm reiten, dann können wir rausfinden, wo das her kommt.
Andere Variante: ein halbes Jahr ruhig stellen (heißt: Boxenhaft) und warten und hoffen, und nachher erst nicht wissen, woher es kam (und daher auch nicht, ob es wohl wieder kommen wird).
Also tja, es wird jetzt wohl mal wieder geritten; da kann ich wenigstens meinen Sattel endlich einweihen. Ein komisches Gefühl ist es aber schon... armer Billy :-(
Sonntag, 18. Dezember 2011
Update
Ein ganz kurzes Update, auch wenn sich nicht viel tut.
Nachdem die Lahmheit nach der ersten Ruhewoche kaum und nach der 2. Ruhewoche gar nicht mehr zu sehen war, und in der 3. Ruhewoche auch die Beine null anliefen (und ich mich schon freute), lahmte Billy plötzlich wieder stärker, und gestern so richtig stark :-( .
"Endlich" stark genug für eine Leitungsanästhesie, die morgen vorgenommen wird. Dann wissen wir vielleicht endlich mehr.
Langsam fange ich an zu zweifeln, ob das ganze wirklich mit der Fehlstellung und ihren Folgen zu tun hat. V.a. kam er heute irgendwie schief daher, ich frage mich ob es ihn zusätzlich irgendwo aufgelegt hat... denn das ganze hindert den unvernünftigen Herrn Billy jedenfalls nicht, über die Koppel zu toben, wie mir berichtet wird (während Frauli darauf achtet, dass Herr Billy nur jaaa keinen Schritt zu viel machen muss). Daher denken wir nun doch Boxenhaft an.
Bis morgen heißts aber einmal abwarten und Tee trinken.
Nachdem die Lahmheit nach der ersten Ruhewoche kaum und nach der 2. Ruhewoche gar nicht mehr zu sehen war, und in der 3. Ruhewoche auch die Beine null anliefen (und ich mich schon freute), lahmte Billy plötzlich wieder stärker, und gestern so richtig stark :-( .
"Endlich" stark genug für eine Leitungsanästhesie, die morgen vorgenommen wird. Dann wissen wir vielleicht endlich mehr.
Langsam fange ich an zu zweifeln, ob das ganze wirklich mit der Fehlstellung und ihren Folgen zu tun hat. V.a. kam er heute irgendwie schief daher, ich frage mich ob es ihn zusätzlich irgendwo aufgelegt hat... denn das ganze hindert den unvernünftigen Herrn Billy jedenfalls nicht, über die Koppel zu toben, wie mir berichtet wird (während Frauli darauf achtet, dass Herr Billy nur jaaa keinen Schritt zu viel machen muss). Daher denken wir nun doch Boxenhaft an.
Bis morgen heißts aber einmal abwarten und Tee trinken.
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Adventspause
Eine Woche später haben wir wieder getestet, ob Billy noch lahmt. Nein, ist zumindest besser geworden. Trotzdem haben wir jetzt mal 4 Wochen Pause; die Entzündung soll ganz raus. Schritt dürfte ich, verkneif ich mir aber trotzdem. Er bewegt sich ohnehin genug auf der Winterkoppel (Boxenhaft gibts noch nicht).
Danach sehen wir mal weiter.
Danach sehen wir mal weiter.
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