you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 14. März 2013

Meine Güte ist das kalt! -5° und Schneesturm!

In nur 3 Wochen ist es schon wieder soweit: Der nächste Peter-Kreinberg-Kurs winkt! Mein Gott wie die Zeit vergeht... Das schlechte Gewissen drückt, denn ich hab viel zu wenig vom letzten Kurs umgesetzt, wenig geübt, die Theorie schon wieder vergessen...
Deshalb machten wir heute eine kleine Finesse-Einheit, bei der ich die Übungen, die wir im SEptember gelernt haben, der Reihe nach durchprobierte. Billy war brav und kooperativ (meistens ;-)).

Ich begann am Boden mit Stick to Me, Anhalten, Rückwärts. Dann aufgesessen und Fingerübungen gemacht: Zügel verkürzen, Zügel verlängern, in jeder Ecke, mal linksrum, mal rechtsrum. Billy bog sich supergut, der ganze Kontakt hat sich wirklich enorm verbessert. Das ist zwar mehr den Centered-Riding-Stunden zu verdanken als eigenständigem Üben nach Kreinberg, aber ist ja egal. Wir gingen über zu Slalom, da wurde es schon knapp mit der Fingerfertigkeit. Ich nehme dann zu viel Zügel auf einmal an oder vergesse aufs Nachgeben. Außerdem waren die Finger meiner linken Hand völlig eingefroren, ich spürte fast nix mehr. Auch nicht gerade förderlich.
Wir ritten dann noch abwechselnd Volten und große Zirkel im Schritt und danach übten wir noch das Antraben. Wie gewohnt biegt Billy nach links ab, sobald er realisiert, dass es ans Antraben geht. Keine Ahnung, wie ich ihm das wieder ungewollt beigebracht habe. Es ist jedenfalls eine Ausflucht, um nicht traben zu müssen, denn nach 2 kleinen Gertenklapsern (Phase 4) versteht mich Billy plötzlich wieder sehr sehr gut. ;-), und danach können wir superweich antraben und ebenso superweich Schritt parieren.

Ganz zum Schluss geht es noch ein ganzes Stück rückwärts, nämlich bis zum Tor - dort absitzen und fertig!

Dienstag, 12. März 2013

Heute stand zuerst einmal Pediküre auf dem Programm. Billy war brav, keine besonderen Vorkommnisse, außer dass die freche Stimmung dahingehend weitergeht, dass Billy doch tatsächlich bettelnd an meiner Jacke zupft. Freundlich, aber trotzdem ... da versiegt der Leckerli-Fluss doch gleich erst recht ;-).

Danach gingen wir noch in die Halle und haben etwas On Line gespielt. Kurz und zackig, mit ein paar Pausen, wenn was besonders gut war:
Aufgewärmt mit Stick to Me in Schritt und mit Rückwärts. Letzteres hab ich auch einmal mit etwas mehr Bemühung eingefordert, und siehe da, es ging.
Wir setzten fort mit Hinterhand- und Vorhandwendungen auf mich zu und von mir weg, dann Übergang zu ein wenig Trab und Weave. Weave im Trab klappt nun wirklich super. Beim Umdrehen verfällt er manchmal im Schritt, wenn ich einen zu kleinen Radius um das letzte Hütchen erlaube. Ich würde langsam gern Galopp in die Weave mit einbauen, aber es gelingt nicht. Ich weiß nicht an welcher Stelle ich das am besten machen soll, bin viel zu langsam und überhaupt. Das dauert noch ein wenig.
Dann Übergang zu einem Circling Game mit ganz vielen Übergängen vom und in den GAlopp. Zuerst vom Trab aus, dann Schritt. Angaloppieren aus dem Schritt wurde nach ein paarmal richtig richtig gut, sehr sauber, sehr unaufgeregt. Auch Übergang vom Galopp zum Schritt wurden sehr gut.
Daraufhin kehrte ich zum Stick To Me zurück und wir übten gemeinsames Angaloppieren. Billy hielt recht brav Abstand und sah nicht allzu grantig drein. Übergänge Trab-Galopp klappten sehr gut, ich probierte dann auch Schritt-Galopp, und auch das klappte bestens. Richtig richtig gut! Ich probierte dann noch ein Anhalten aus dem Galopp, Billy machte total brav mit und reagierte prompt. Und dann ein Angaloppieren aus dem Halten - auch geklappt, juhu!

Und Feierabend :-)

Sonntag, 10. März 2013

Ein Wochenende in der Zeitmaschine

Pfuuuuh, was für ein Wochenende!
Es herrschen endlich frühlingshaftere Temperaturen. Die steigen Billy scheinbar in den Kopf. Heute wurden wir so ungefähr 2,3,4,... Jahre in der Zeit zurückkatapultiert, so kam es mir vor; gerade berichte ich noch wie toll sich alles entwickelt, da ist der Höhenflug auch schon vorbei und ein heftiger Beziehungsstreit im Gange...

Tolles Wetter, und ich hatte - endlich, endlich, endlich! - einmal einfach GAR nix anderes vor als in den Stall fahren und das Wetter genießen und ein bisschen ausreiten! So toll haben wir uns weiterentwickelt, schrieb ich gerade.
Also in aller Ruhe geputzt, gesattelt, die anderen ziehen lassen und auf den Weg gemacht, einen Weg zu erkunden, den ich kürzlich mit der Stallkollegin geritten bin. Eine kleine Runde, nichts spannendes. Billy kennt den Weg, latschte letztes Mal völlig entspannt dort entlang, mal vorn, mal hinten; nur alleine waren wir dort noch nicht.
Alles fing herrlich an. Ich stellte fest, dass ich erstmals kein Herzflattern mehr bekomme, wenn ich reitend die Straße überquere. Hinreiten, anhalten (obwohl von weither sichtbar, dass nix kommt - aber angehalten wird immer, diese Gewohnheit soll sich einfach etablieren), schauen, drüberreiten, fertig. Billy und ich tiefenentspannt. Unter der Unterführung war Billy guckig, konnte man ihm aber nicht verübeln, denn der dort fließende Bach ist ums 10fache angeschwollen und machte Lärm, der von den Wänden der Unterführung unheimlich widerhallte. Er war aufgeregt, hörte aber brav auf mich und ging ohne Zögern durch. So ging es weiter. Auf dem Weg war er ebenfalls guckig, aber er ließ sich toll lenken und leiten und fror nie ein oder war unansprechbar, was auch gut war, denn dieser Weg war noch nicht von Schnee befreit - in der MItte lag eine SChicht Schneematsch, auf der wir gut reiten konnten, links und rechts war der Schnee aber zusammengefahren und hie und da zu einer glatten Eisschicht zusammengeschmolzen.
So gingen wir bis zum Ende des Weges. Und dort kippte alles ....

Ich erkannte, dass ich eine Abzweigung verpasst hatte, denn ich stand nun vor einer Wiese eines Bauernhofes, die schmelzwassergetränkt und auf keinen Fall zu bereiten war. Ich hatte eigentlich gerechnet, auf einen anderen Weg zu treffen und diesen zurückzureiten. Offenbar hätte ich da aber früher bergauf abbiegen müssen als hier. Nun gut, macht ja nichts.
Billy vorsichtig gewendet auf dem nassen, rutschigen Gras, und den Schneematsch-Weg wieder hinunter. Billy hatte es eilig, ließ sich aber noch halbwegs bremsen. Ich merkte noch nix, es ging ja bergab. Dann kam die Abzweigung, die ich hätte nehmen sollen. Ach ja, hier wars... Billy angesprochen, die WEndung vorsichtig eingeleitet, nicht dass wir hier ausrutschen .... und stellte mit einigem Unbehagen fest, dass die Lenkung ausgefallen war. Nicht nur schwergängig oder so, sondern Totalausfall. Das Pferdchen steuerte stur geradeaus, Hals steifgemacht: "Iiiiich will aber heim!". Ich fluchte innerlich. Das altbekannte Gefühl, Systemtotalausfall. Druck in der Magengegend macht sich breit, mir wird schlecht vor Angst. So war das früher immer. Aber seit Jahren hatten wir das glaub ich nicht mehr. Ich versuche mal vorsichtig zu bremsen. Richtig. Systemtotalausfall. Keine Bremse. Im Gegenteil, Billy wird schneller: "Iiiiiich willlllll heiiiiimmmm!"
Ich versuche ruhig durchzuatmen, nicht zu zerren, sondern gebe rhythmische Impulse, versuche locker zu bleiben. Mit jedem Impuls, der ihn bremsen soll, wird Billy justament schneller. In mir macht sich gleichzeitig unsägliche Angst und unsägliche Wut breit. Ich lasse alles lang und Billy seinen Willen und wir gehen gemütlichen Schritt. Ich nehme die Zügel kürzer oder versuche zu wenden, wir traben und beginnen zu galoppieren. Zur Erinnerung: Wir befinden uns auf einem teilweise vereisten Weg, und die Querung der Bundesstraße nähert sich unaufhaltsam.
Mir ist zum Plärren. Ich kann nicht absitzen, denn dazu müsste ich ja mal etwas bremsen. Ich kann nicht bremsen, dann wirds schneller, ich kann nicht wenden, dann wirds noch schneller. Ich ärgere mich über meine Unfähigkeit und lasse mich erpressen und warte auf die größere Straße, an die wir bald kommen, wo Billy bislang immer entspannt und langsam schlurfend - auch Richtung heimwärts - entlangging. Dort wird er wieder ansprechbar sein, dieser neue Weg war offenbar zu viel.
Pustekuchen. Auf der altbekannten Straße genau dasselbe. Die Bremse hat sich in GAs verwandelt, Lenkung ebenfalls. Und die Bundesstraße ist wirklich nicht mehr weit. Ich sitze oben als hilfloser Passagier und traue mich nicht, die Meinungsverschiedenheit über die Richtung auszudiskutieren, die Chancen stehen nämlich gut, dass ich dann im GAlopp Richtung STraße unterwegs bin und nicht im schnellen Schritt wie jetzt noch.
Irgendwann kommt ein Auto von hinten. Billy ist kurz abgelenkt, sodass er irrtümlich und aus Gewohnheit meinen bremsenden Kommandos gehorcht - ha!!!! Wir stehen kurz, und ich bin so schnell unten wie er gar nicht schauen kann.
Wir überqueren die gefürchtete Bundesstraße. Sooo entspannt waren wir schon! Und nun alles kaputt, weg, all die Arbeit für die Katz'. Alles von vorne :-( .
Nach der Bundesstraße sitze ich wieder auf. Billy bleibt vorbildlich stehen. Aber nur, bis ich oben bin, und dann geht Billy durch. Im Galopp gehts rein in den Wald, knapp an den Bäumen vorbei, Richtung Heimat ohne Rücksicht auf Verluste. Ich bin so baff, dass ich etwas zum Reagieren brauche; zum Glück ists hier nicht mehr rutschig und die STraße ist nun auch hinter uns. MIt ungefähr Phase 20 kann ich bremsen und anhalten. Endlich geht es in gesittetem Schritt weiter. Da kommt ein Matschloch ... Billy springt es, obwohl er auch drübersteigen könnte - und nutzt den Sprung, um nochmal weiterzugaloppiern, wieder durchzugehen und mich wieder zu ignorieren.
Irgendwie schaffen wirs gesittet nach Hause, aber ich bin stinksauer, wütend, traurig, enttäuscht und voller Angst.

Billy darf erstmal in die Halle - er wollte galoppieren, oder wie war das. Wir traben, wir galoppieren ... Billy muss jetzt richtig arbeiten. Nach den Arbeiten muss er dann noch etwas warten. Schließlich schwitzt das Pferd ja jetzt und muss mal Abschwitzen. Er darf mir zusehen, wie ich Spind aufräume und Sattel putze und so meine Wut abarbeite. Zu den Kumpels gehts erst seeehr spät - Frauli hat heut Zeit, wie blöd.
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Am nächsten Tag wache ich auf wie gerädert und hab ehrlich gesagt überhaupt keine Lust, das Pferd wiederzusehen. Es ist Sonntag, und ich habe - ein Wunder - schon wieder viel Zeit! Ich wollte ausreiten, nur... wohin? Über die Straße - no way, nie wieder, ganz sicher nicht. Die Erinnerung an den gestrigen hilflosen Kampf um die Richtung schnüren mir jetzt schon die Kehle zu.
Dann kommt mir eine Idee. Wenn die Probleme die WEndungen sind, dann werden wir einfach Wendungen üben. Man kann nicht nur in der Halle wenden, man kann das auch im Gelände. Jawoll! Billy weiß das scheinbar nur noch nicht. Ein Plan formt sich in meinem Kopf.

Also heute wieder: Mit viel Zeit im Gepäck und dem Rest an Geduld, den ich noch irgendwo zusammenkratze, wird Billy wieder gesattelt. Wir reiten los. Und heute bin ich fest entschlossen, mich nicht erpressen zu lassen.
Ich beginne mal harmlos an unserer Hofzufahrt. Billy ist aufgekratzt, es muss doch der Frühling sein. Oder auch die gestrige Auseinandersetzung. Sicherlich spürt er meinen Grant. Er ist jedenfalls flott unterwegs. In der Mitte der Hofzufahrt halte ich an. Das funktioniert natürlich, immerhin sind wir ja Richtung weg von zu Hause unterwegs. Ich wende. Auch das klappt super, wir wenden ja heimwärts. Billy wird sehr flott, ich bremse, es klappt, wenn auch widerwillig. Wir kommen wieder am Hof an. Ich wende. Bzw.: will wenden. Gleiches wie gestern, Ignorieren, schneller werden. ABer heute lasse ich nicht nach, bestehe darauf, wir wenden und reiten wieder weg vom Stall. So bewegen wir uns die nächsten zweieinhalb STunden weiter: 100m zielwärts, 50 Meter heimwärts. Die sage und schreibe ersten 2 Stunden diskutiert und kämpft Billy gegen jede Wendung zielwärts. Jedes einzelne Umdrehen wurde fast zum Kampf, mal mehr, mal weniger. Er bekam jedesmal die Chance, auf eine Phase 1 oder 2 zu reagieren. Jedesmal verweigerte er die WEndung und versuchte nach Haus zu traben oder zu galoppieren. Ich konnte es aber schaffen, ihn jedesmal doch noch zu wenden. Schön anzuschauen war es aber sicher nicht (dies soll ein ehrliches Blog sein...).
Billy schwitzte und regte sich wohl auf. Ich hatte ein schlechtes Gewissen; es ist meine Schuld, dass er denkt, er habe das Sagen über die Richtung. Ich hätte viel früher viel weniger machen müssen. Jetzt muss ich sehr spät sehr viel machen.
Wir bewegen uns immer weiter weg vom Stall, 100m vorwärts, 50 Meter wieder zurück. Die WEndungen werden weicher. Manche sind schon fast wie eine "normale" WEndung in der Halle. Da wird Billy sofort gelobt dafür.
Dass man heimwärts nur im Schritt geht, darauf bestehe ich auch. Bei Antraben drehen wir sofort wieder um und gehen weg von zu Hause.
So überwinden wir sogar eine der kritischen Stellen, über die ich nie allein reitend hinaus gekommen bin. Die Wendungen sind weich, meistens. Auf "Whoa" steht Billy und linst nach hinten. Ziel erreicht! Wir bewegen uns langsam wieder eher nach Hause. Also 100m heimwärts und 50 wegwärts. Billy entgeht das natürlich nicht, und kurzfristig wird das ganze wieder kritisch. Ich leite eine weiche WEndung ein, Billy nimmt alle Kraft zusammen und macht sich steif und beginnt sofort Richtung Heimat zu galoppieren statt zu wenden. Er rutscht auf dem nassen Asphalt aus und wir fallen fast hin; ich mache einen unfreiwilligen Abgang, Billy erfängt sich noch und fällt wenigstens nicht auf mich drauf. Betropetzt steht er da. Ich checke kurz alles, nix passiert. Wieder rauf und erst recht weg von daheim. Kurz darauf geht Billy noch einmal durch. Bei einer Wendung Richtung heimwärts prescht er los im Galopp, kaum dass die Wendung vollzogen ist. Ich kann ruhig bleiben und ihn ganz gut bremsen. Wir wenden wieder.
Schließlich wirds besser und besser. Billy rennt auch nicht mehr heimwärts. Hat keinen Sinn, ich sags doch die ganze Zeit!
Wir kommen zur Hofzufahrt. Billy glaubt, die traben zu müssen - es geht bergauf. Ich bin fies - die Anstrengung war umsonst - ich wende nochmal, reite nochmal die Abfahrt hinunter. Beim zweiten Mal kann Billy ruhigen Schritt gehen.

Billy war brav, wenn auch erstaunlich stur. Er darf sich wutzeln und kriegt Fresschen. Ich bleib noch länger da und wechsel die Decken.

Mal sehen, was es gebracht hat. Ich will dieses Problem lösen, unbedingt. Wie machen andere Leute das? Einfach so ausreiten zu gehen? Ich grüble und grüble, und ich fühl mich schlecht wegen der vielen hohen Phasen, die ich anwenden musste. Aber eben: Mal sehen, was es gebracht hat.... :-/


Donnerstag, 28. Februar 2013

Hui, wie die Zeit vergeht, ich komme überhaupt nicht dazu, alles nachzutragen.

In den vergangenen Wochen haben Billy und ich alle Möglichkeiten genutzt, um viel rauszugehen. Es gibt heuer wirklich viel Schnee, immer wieder, und war auch kontinuierlich kalt. Trotzdem waren die Wege oft gut begehbar ohne Eis. Wir wagten uns oft über die Straße, das wird nun langsam wieder normal für mich; wir haben uns im dichten Schneetreiben verirrt, als ich einen neuen Weg austestete (und Billy war dabei so brav, hat alles Hin- und Hergereite des zuerst leicht besorgten, dann verzweifelten und als es uns fast zu dunkel wurde, panischen Fraulis mitgemacht), wir waren mit einer STallkollegin unterwegs, frisch gefallenen und unberührten Schnee in einer gerade richtigen dünnen Schicht, kilometerweise; und als es neuerlich schneite, durfte Billy tiefschneestapfen und galoppierte den ganzen Abhang im tiefen, schweren Schnee (er wollte es so!). Hat alles Riesenspaß gemacht!

So viel zum Rückblick.

Mittlerweile taut es, aber immer noch liegt patziger Schnee herum, zwischen ziemlich viel Matsch und Pfützen. Ausreiten ist daher momentan weniger lustig.

Heute waren wir wieder in der Halle; Billy war schon beim Putzen total verspielt und (ungewöhnlich) freundlich, er nahm alles ins Maul was er erwischen konnte und war scheinbar insgesamt gut aufgelegt. Also hab ich heut ein wenig Action eingebaut.
Ich habe 8 Pylonen in 2 Reihen aufgestellt. Zum Aufwärmen Driving Game abwechselnd mit Friendly Game in der Bewegung, dazwischen Volten um die Pylonen eingebaut.
Wir gingen dann zum Slalom im Schritt über, aber das war bald langweilig, und so gab es ein wenig Trab dazwischen. Wir arbeiteten uns vor bis zu 3xigem Weave-Passieren ohne Schritt dazwischen :-). Bei den Dingen, die ich nicht so oft mache, merke ich den Fortschritt immer am stärksten: das ging vor nicht allzulanger Zeit noch nicht so gut, da war ich meist schon auf eine Länge stolz.
Weil es so gut klappte, kam mir die Idee, für ein paar Sprünge mal den Galopp in die Weave einzubauen. Dazu hab ich aber zuerst einmal den Galopp mittels Circling Game isoliert. Ganz viele Trab-Galopp-Übergänge, und schließlich auch supergute Schritt-Galopp-Übergänge. Das Tier kann, wenn man es langsam drauf vorbereitet und nicht nörgelt. Ganz ruhig, ohne Grant und Hektik, sprang er von einem ruhigen Schritt in einen tollen langsamen Galopp. Nur auf der rechten Hand musste ich kurz diskutieren, ob das hier ernst gemeint ist (Galopp generell) - ja, ist es, Billy - und Billy fügte sich nach einer Minute dann drein (und wurde natürlich reich belohnt).
Zurück zur Weave. Billy wäre auch angaloppiert, aber Frauli war zu unkoordiniert. Wo ist die beste Stelle innerhalb des Weave-Patterns, um die ersten paar Galoppsprünge einzubauen? Hätte ich mir vorher überlegen sollen, dann wärs vielleicht gegangen ;-). So galoppierte Billy zwar kurz, aber Fraulis Unentschlossenheit machten dem Erstversuch bald wieder ein Ende. Brav bemüht hat er sich aber.

Statt Weave beschloss ich, unsere Figure 8 etwas auszubauen mit Galopp; sammelte die Pylonen ein und verteilte sie auf 2 Stapel, weit voneinander entfernt für viel Schwung. Los ging's. Billy war heute wirklich gut drauf, galoppierte los mit viel Energie, ich machte einen Schritt zurück, er kam sofort rein, zack, fliegender Galoppwechsel (Pause und Belohnung). Dann 2 hintereinander, hat auch geklappt, d.h. eine vollständige Figure 8! Ich glaube 3x fleigend hintereinander war unser Rekord, und dem Billy machte es unglaublicherweise scheinbar Spaß.
Weil alles so toll klappte, hab ich zum Schluss das Seil abgenommen und Liberty weitergespielt. Ganz kurz spielte Billy sein eigenes Spiel: Ich ging zurück, um ihn reinzuholen, daraufhin stoppte er hübsch, machte einen hübschen Rollback und änderte die Richtung nach außen. Da rannte das Frauli, um ihn abzufangen (lustiges Spiel!!!), er machte noch einen Rollback und schickte mich ein paarmal hin- und her, bis es mir gelang, ihn an der Bande abzufangen und nach innen auf den anderen Zirkel abwenden zu lassen - fliegender Wechsel, reinholen, belohnen. Danach war mein Spiel (Figure 8 statt Rollbacks) doch interessanter ;-).
Es war total lustig und ich kanns nicht glauben, aber wir haben eine vollständige Figure 8 mit 2x fliegendem Wechsel at Liberty geschafft. Ich merkte dann schon, dass er langsam müde wurde, und hab mit einem letzten Wechsel aufgehört.
Billy durfte mich dann noch ein bissl jagen und verfolgen und cutten, langsam zum Cooldown. Danach stand er da, tiefenentspannt und so richtig schön ausgepowert... er sah sehr zufrieden aus, endlich mal ein bissl Äktschn! ;-)))

Sonntag, 27. Januar 2013

Am Wochenende genossen Billy und ich den Schneeeee! Denn zu unserem Stall gehört ja auch eine kleine Schipiste mitsamt Lift (das steilste Stück unserer Weiden). Wo Schipiste, da Pistenraupe. Und wenn Pistenraupe schon unterwegs, hat uns unser lieber Stall- und Pistenraupenbesitzer rund um unsere großen Weiden eine Schnee-Reit-Autobahn planiert :-) .

Am Samstag machten Billy und ich einen kleinen Ausritt rund um die Weiden - immer die Autobahn entlang. Das eine lange Bergauf-Stück durfte Billy mal Gas geben soviel er wollte, wui! Also wenn er den Turbo dann einmal anwirft, geht schon was weiter ;-).
Am Sonntag beschloss ich dann, auf der Schneeautobahn ein bisschen Übungen zu machen. Wir trabten das Bergauf-Autobahn-Stück zuerst einmal ruhig, um wieder in ERinnerung zu rufen, dass man da nicht nur im Vollspeed raufgasen kann, sondern auch gesittet traben. Am Ende eine hübsche Haltparade und Hinterhandwendung, im Schritt retour, 3x Volte um den Baum in jede Richtung. Dann wieder zurück bergauf, abwechselnd ruhiger Trab und möglichst ruhiger Galopp, auch mal SChritt und Halt dazwischen, also Übergänge. Oben wieder Anhalten, Pause, Hinterhandwendung, zurück im SChritt, wieder Volten um den Baum. Noch ein letztes Mal bergauf. Diesmal probierte ich Angaloppieren aus dem Halt (klappt super, wenn der Motor mal läuft *Hihi*), und dann aus dem Schritt, wobei ich - wie früher schon, mit mäßigem Erfolg damals - probierte zu bestimmen, ob Billy rechts oder links angaloppiert. Tatsächlich sprang er einmal erwünscht rechts und - nach einem Fehlversuch - die nächsten beiden Male erwünscht links an! Kann auch Zufall gewesen sein, aber andererseits, vielleicht nähern wir uns da langsam an in unserer Kommunikation.

Da ich merkte, dass es am Hügelgipfel (schon sehr nah am Stall) langsam schwieriger wurde, Billy zu einer sauberen Wendung zu bringen (der dachte mittlerweile eindeutig mehr an zu Hause als an mich) und weil das ganze zwar nur kurz, aber trotzdem sicher mordsanstrengend war, gingen wir noch einmal gesittet im Schritt zurück und nahmen den langen Weg nach Hause.
Wir trabten noch ein Stückerl, und Billy wollte trotzdem noch gern galoppieren. Nachdem wir darüber ein wenig diskutiert hatten, bot er mir schließlich - scheinbar sein Kompromiss *lach* - einen soooo tollen Lope an, dass ich ihn ließ - war das ein herrliches Gefühl, ein ganz runder, richtig schön gesprungener Galopp am langen Zügel, aber in einem langsamen Trabtempo, wow! Er kann es also! Muss ich es nur noch schaffen, ihm zu vermitteln, dass genau DAS in der Halle gefragt wäre, dann kämen wir auch fein über die Ecken ;-).

Donnerstag, 24. Januar 2013

Heute hab ich wieder einmal ein Zitat!
"In den 1960ern, da gab es noch keine Sliding Stops. [...] Und als das Sliden später aufkam, da haben die Kalifornier gesagt: 'Was soll der Scheiß? Ich slide doch nicht an der Kuh vorbei?!'"
 Jean-Claude Dysli im Buch
"His Way of Life" (Wu Wei Verlag, 2012),
p. 51

Dienstag, 22. Januar 2013

Heute gabs eine Blitz-Trainingseinheit. Es wurde schon die Fütterung vorbereitet und daher machten wir heute zack-zack in 20 Minuten alles durch, was ich vorgehabt hatte, und fertig. Ja, ich weiß, direct line ist nicht gut, aber für einen LBI, der zum Heu will, vielleicht auch manchmal nicht so schlimm ;-)

War mit Knotenhalfter unterwegs, unserem neuen hübschen orangen, das Billy von einer lieben Freundin zu Weihnachten gekriegt hat :-).
Ich habe 4 Trabstangen auf die MIttellinie gelegt. Wir wärmten zu Fuß auf, dann bin ich aufgestiegen und über die 4 Trabstangen im Schritt gegangen. Die ABstände passten für Schritt nicht so recht, und Billy schlug an, aber er ging brav drüber ohne zu zögern. Unsere Übung sah dann so aus: Schritt am Hufschlag, Abwenden auf die Mittellinie, über die STangen, am Ende der Mittellinie auf die jeweils andere Hand, wieder Schritt die lange Seite und wieder abwenden. Nächste Stufe: Nach der Rückkehr auf den Hufschlag trabten wir an und bis zur MItte der langen Seite, bis zum neuen Abwenden auf die Mittellinie, die STangen weiter im Schritt. Nächste Stufe: Im Trab bleiben und die Stangen im Trab nehmen. Machte Billy toll, ohne Anschlgen großteils, Frauli hatte mal die richtigen Abstände für Trab getroffen, wie es scheint. :-)
Nach etlichen Runden gabs mal längere Pause.

Als nächste Übung kam Rückwärts. Das hat sich leider wieder etwas verschlechtert, warum weiß ich wieder mal nicht. Ich kombinierte Rückwärts heute mit einer HH-Wendung. 1 Schritt rückwärts, 1 Schritt mit dem Vorderbein zur Seite, wieder einer rückwärts, usw. Ich möchte üben, die Schultern in der Rückwärtsbewegung zu lenken. Mit dem Hinterteil funktioniert das ja schon gut. Immerhin hab ich mittlerweile halbwegs mein Timing im Griff und gebe die Hilfe zum SEitwärtstreten in dem Moment, wo das Bein, das seitwärts treten soll, sich vom Boden löst. Da tut sich Billy auch gleich viel leichter.

So konnten wir dann die Einheit schön beschließen und Billy bekam Feierabend und Abendessen :-)

Dienstag, 15. Januar 2013

Noch ein bisschen mehr Schnee! :-)

In der Halle übte ich heut wieder ein bisschen FreeStyle-ohne-alles. Bahnfiguren im Schritt zum Aufwärmen, dann ein bisschen Trab dazu, abwechselnd Zirkel und geradaus und Handwechsel, um die Kommunikation bezüglich Richtung zu verfeinern, und dann "das Neue", Angaloppieren. Billy mag nach wie vor die Ecken nicht durchgaloppieren, es fehlt die Balance dazu, schätze ich, aber an der langen Seite Galopp und vor der Ecke wieder Schritt klappt shcon gut, und Billy war richtig heiß aufs Galoppieren ;-).

Danach noch für 5 Minuten mit Gebiss an Stellung und Biegung im Schritt gearbeitet. Beim Absitzen noch die Biegeübungen am Gebiss vom Boden aus gemacht, wie ich es bei Kreinberg gelernt habe (Schande über mich, hatte ich schon wieder völlig vernachlässigt!) und dann war Feierabend.
Billy akzeptiert übrigens das Gebiss noch immer super. Wenn ers sieht, hangelt er schon mit den Lippen danach, überhaupt keine Diskussion und kein Ausweichen mehr. Es ist wirklich faszinierend, diese eine 15-minütige Konditionierungs-Einheit vor 2 oder mehr Monaten hat dafür gereicht ... da hab ich scheinbar mal alles richtig gemacht ;-).

Sonntag, 13. Januar 2013

Es schneit! Schöner dicker flockiger Weihnachtsschnee, etwas zu spät. Aber er macht erstaunlicherweise das Viereck benutzbar, da es nicht so kalt ist, dass der Sand unter der dünnen Schneedecke gefriert, sondern noch weich ist.

Am Samstag hab ich daher das Viereck benutzt und Billy einmal zur Abwechslung vor dem Putzen bespielt. Ich wollte sehen, ob das dem Granteln und Giften beim Putzen einen Abbruch tut. Tut es, zumindest teilweise! Ich vermute an sich immer mehr, dass gewisse Bürsten einfach mit dem Winterfell nicht kompatibel sind. Mit dem Metallkratzer darf ich nämlich kratzen, dass es eine Freude ist, nur wehe, ich komme mit der weichen Bürste! ;-)

Wir haben also heute zuerst einmal gespielt. Ein bisschen aufgewärmt und dann langsam zu einem Circling Game übergegangen, mit viel Schritt, Handwechseln und promptem Anhalten (immer noch nicht besonders gut!).
Schließlich dann auch zum Galopp übergegangen, und dann bekam ich 2 Handwechsel mit fliegenden hintereinander und hab sofort aufgehört. So toll macht er das jetzt schon! Viel koordinierter als früher.

Danach wurde geputzt und gesattelt und wir machten noch einen ganz kleinen Ausritt rund um die Wege auf unserem Hausberg, da stapften wir wieer über verdeckte Baumstämme, schreckten uns beide vor einem Reh, das 2m vor uns aus dem Gebüsch hüpfte, Billy machte ein paar GAloppsprünge (hinterheeer?!!! Oder wie??), ich konnte aber trotz schneeigem Untergrund cool bleiben und wir hatten uns gleich wieder gefangen.

Am Sonntag übten wir auf dem - erstaunlich - weiterhin bereitbaren Viereck ein bisschen, die Hinterhand in der Bewegung zu verschieben. Im Stehen geht das ja auf minimalste Signale ganz toll, ein Schritt links, ein Schritt rechts, z.B. Aber in der Bewegung tut sich  Billy schwer, bzw. Frauli macht was falsch. Ich stellte 2 Springständer auf heute als Markierung. Wir ritten eine lange Gerade von Ständer zu STänder, und um den Ständer herum dann jeweils eine halbe Volte, auf der ich versuchte, mit möglichst wenig hinten angelegtem Schenkel Billy dazu zu bringen, hinten zu weichen und entweder weit drunter oder sogar überzutreten.
Dann kamen so die Erkenntnisse. 1) Rechts macht ers toll und sofort, links haperts. Also viel links geübt. Dann wieder die Glühbirne: 2) Hm, auf der rechten Hand klappts toll, und ich sitze mittig bis innen, also rechts, während ich die Hinterhand verschiebe. Auf der linken Hand klappts schlecht, und interessanterweise sitze ich hier auch rechts, das ist hier aber außen! 3) Also was passiert, wenn ich mich bewusster nach innen/links setze - genau, Billy macht es (fast) genauso gut wie rechts!

Nachdem Billy also mit seiner Sitzkorrektur bei mir fertig war, trug er mich dann wieder ein paar Minuten durch das Schneetreiben und den Wald, wir suchten wieder Rehe, fanden auch ein paar, aber die waren diesmal zu weit weg, um sich zu erschrecken ;-).

Dienstag, 1. Januar 2013

Die letzten Wochen, rund um Weihnachten und Neujahr, liefen Billys und meine Einheiten eher ohne Plan und Ziel und rudimentär ab.
Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - hab ich von Billy ein paar tolle Geschenke gekriegt!

Mein Weihnachtsgeschenk war eine FreeStyle-Einheit am 23. Dezember. Huschhusch schnell zum Pferd schauen, bevor am 24. der große Weihnachtswahnsinn und längere Pferde-Abstinenz losgeht. Das Wetter war fürchterlich, sonst wäre ich ausgeritten, vielleicht war es aber ja ganz gut so. Mein Freund begleitete mich, und weil es feucht und kalt und ungemütlich war, wollte ich ihm nur kurz zeigen, wie toll Billy und ich ohne Kopfstück durch die Halle reiten können. So richtig geübt hab ich das nur einmal bisher, oder zweimal.

Ich nahm also das Kopfstück von Rücken aus ab und wir ritten los und zeigten, was wir so können: Im Schritt ein paar Achten und Slalom, eine halbe Hinterhandwendung, nix so Besonderes ;-)))). Stolz präsentierte ich unser - ich kanns ja immer noch nicht glauben - rückwärts ohne Kopfstück. Billy machte bei allem brav mit. Dann noch ein bisshen angetrabt um zu zeigen: können wir auch im Traaaab!
Und während ich und Billy noch stolz um die Wette schauten, kam nur die Frage: Ja und könnts ihr galoppieren so auch?
Ich machte den Mund auf um zu erklären, dass Billy in der Halle - weil zu klein - eigentlich überhaupt nicht galoppieren kann, zumindest nicht ein längeres Stück.... aber dann dachte ich, naja, ANgaloppieren könnte ich schon probieren, einfach nur so, um zu sehen, ob ers machen würde....
Also Schritt, Trab, und nach der Ecke am Beginn der langen Seite ein Schnalzer, und Billy fällt willig in den Galopp und galoppelt halt einfach so die lange Seite. Ja gut, in der Ecke verloren wir den Galopp irgendwo, aber egal.
Ich strahlte über beide Ohren! Wir können ohne Kopfstück galoppieren! Und natürlich musste ichs noch einmal versuchen, und nocheinmal, und Freund und ich (ich dabei etwas beschämt) stellten fest, dass Billy offenbar ohne alles auf dem Kopf leichter oder zumindest williger in der Halle galoppiert als mit Zügeln dran. How interesting!!

Damit nicht genug, ich weiß nicht wie ich auf diese Idee kam, aber ich wollte halt nochmal das Rückwärts probieren.... und irgendwie resultierte plötzlich daraus ein 3-Tritte-Rückwärts-und-daraus-direkt-Angaloppieren (ohne Kopfstück, ich erwähnte es schon glaub ich *ggg*), noch dazu mit wenig Energieeinsatz meinerseits, mir blieb regelrecht die Spucke weg, ich hatte kurz den Drang, direkt abzuspringen als Belohnung, hab Billy aber dafür dann doch noch schnell in die Zirkelmitte gelenkt (wie? keine Ahnung - ich dachte halt dran, dass wir jetzt in die Mitte abbiegen und dort anhalten, bitte), runtergehüpft und dem besten Pony überhaupt den ganzen restlichen Tascheninhalt an Leckerlis reingestopft.

Das war ein tolles Weihnachtsgeschenk, und ich kann den Sommer schon gar nicht mehr erwarten, wenn wir das Ohne-Kopfstück-Reiten dann aufs Viereck verlegen können, wo mehr Platz ist. :-))

Dienstag, 18. Dezember 2012

Nach relativ ziel- und planlosem Herumgereite für ein paar MInuten hab ich heute mal was ganz ganz neues probiert:
Zuerst vom Sattel aus das Gebiss entfernt, also abgezäumt. Das ging problemlos! Billy ließ das Gebiss rausfallen, fertig. Wir ritten ein paar Minuten ohne Kopfstück, und dann probierte ich eben was Neues: Gebiss anziehen von oben! Weil es in letzter Zeit so toll geht wie noch nie.
Also Billy den Kopf mit dem STick nach links gebogen. Ging ganz gut, nur lässt er den Kopf nicht lange genug zur SEite gebogen, damit ich das GEnickstück über die Nase fädeln kann. Mit Fraulis akrobatischen Übungen auf seinem Rücken wurde auch der geduldigste Billy langsam ungnädig und bekam Stress, weil er nicht kapierte, was gefragt war. Er schnappte dann planlos in die Backenstücke, die Zügel, auch den STick, gähnte dazwischen zum Herzerweichen und verdrehte Zunge und Augen vor Grant, dass er mich nicht verstand.
Tatsächlich schafften wir es zweimal, dass er das GEbiss ganz ins Maul nahm, nur leider ohne dass ich das Kopfstück vorher auf die Nase gefädelt hatte, aber immerhin. Damit ließ ich es bewenden, mit der Erkenntnis, dass wir uns vielleicht beide leichter täten, wenn ich das ganze nicht gleich ganz at Liberty probiere, sondern vorerst einmal mit dem Knoti untendrunter, sodass ich ihm damit leichter erklären kann, was ich möchte - v.a. dass er den Kopf länger bei mir behält ;-).

Trotzdem - dass ich das Gebiss in Billys Maul bringe, während ich auf seinem Rücken sitze, war vor recht kurzer Zeit noch ein weit entfernter Wunschtraum - ich war ja schon froh, wenn ich es reinbrachte, wenn ich neben ihm stand und er angebunden war ;-).
Also an alle da draußen, die sich gerade an wasauchimmer die Zähne ausbeißen: Nur nicht aufgeben! ;-)

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Uuuuuh, ist das kalt draußen! Nachdem ich mir in der Stadt noch dachte "naja, ist ja gar nicht so schlimm, -3°", sank mit der Autofahrt die Temperatur kontinuierlich, und als ich im Stall ankam, zeigte mein Auto-Außenthermometer -14°. Brrrrrr!
Billy im Gegensatz zu Frauli fror gar nicht, ganz im Gegenteil, er begrüßte mich ungewöhnlich gut gelaunt und ließ  heute sogar das Putzen nicht nur über sich ergehen, sondern genoss die sanfte Massage mit dem Gummistriegel; nachdem mir das aufgefallen war, hab ich die natürlich ausgedehnt und intensiviert, und so waren Billy gut durchmassiert und Frauli nunmehr auch aufgewärmt :-).

Ich beschloss, dass ich mich heut bewegen muss und Zeit fürs Lasso-Handling-Üben ist. In der Halle schickte ich daher Billy wieder vom Zentrum aus auf den Hufschlag im Schritt. Er kennt die Übung nun schon gut und versucht gar nicht mehr abzukürzen oder reinzukommen und gibt mir so die GElegenheit, in aller Ruhe zu üben, wie ich das lange Seil ab- und wieder ordentlich aufwickle. Ich brauchte eine Weile, bis ich mit den steifgefrorenen Fingern und den zu großen Handschuhen den Standard von den letzten Malen erreicht hatte, aber dann flutschte es wieder schön.
Ich baute ein paar flüssige Handwechsel ein zur Schwierigkeitssteigerung; Billy machte brav mit und verstand sofort.
Danach gingen wir noch zum Trab über; Billy begann hier doch abzukürzen, und Frauli hatte alle Hände voll zu tun, ihn draußen zu halten und gleichzeitig ein Lasso-Chaos zu verhindern. Es ging so halbwegs.

Wir haben dann noch ein bisschen Yoyo geübt, wobei ich ihn wirklich bis zum Ende des Seils gehen ließ und mich bemühte, nicht zu hohe Phasen zu brauchen. Bis 10m geht es so halbwegs, dann nimmt er mich nicht mehr wirklich ernst ;-). Aber ja, er hat gelernt, dass am Ende des Lassos immer noch ein Frauli dranhängt ;-).

Dann nahm ich noch das Seil ab und übte ein bisschen Zone 5 Driving at Liberty. Anhalten musste neu installiert werden, ebenso hat Billy das Rückwärts vergessen. Er bemühte sich aber! Man konnte irgendwie fast sehen, wie er da stand, während ich hinterm ihm den STick über die Kruppe hob und dabei mein "Back" Kommando gab und er grübelte und grübelte: "Moment, was hatte das nochmal für eine Bedeutung??". Kruppe schwenken? - Nein. Umdrehen? - Nein ;-). Vorwärts gehen? - Nein! Ich ging dann kurz nach vor in Zone 3, erklärte es, und dann gings "klick" und wir hatten wunderschönes Rückwärts aus Zone 5.
Ganz zuletzt erinnerte mich Billy dran, dass wir letztes Mal zu üben begonnen hatten, dass ich seine  Schulter aus Zone 5 heraus weg schicke. Wir machten das ein paarmal, und ein 3/4-Spin ist jetzt schon da. Nur die Nase an mir vorbei, das geht noch nicht. Wird schon.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Am Wochenende war schönes Winterwetter.

Samstag gingen Billy und ich mit einer Einstellerin und dem Herdenchef ausreiten. Wir gingen eine tolle 1,5 Stunden-Runde mit 7,5 Kilometern und 600 Höhenmetern (ca. 300 rauf, 300 wieder runter) :-). Eine Weile mussten wir führen, weil die Straßen so rutschig waren, das war ein wenig nervenaufreibend. Billy war supersuperbrav, stapfte wie immer überall drüber und drunter und schien auch Spaß am nassen Weiß zu haben.

Am Sonntag machte ich mich dann allein auf einen Ausritt. Es war strahlender Sonnenschein, aber starker Wind bei -5°, brrrr.
Ich hab mit Billy eine neue kleine Ausrittrunde gemeistert, die ich noch nie alleine gegangen bin - weil normalerweise kuhverseucht ;-). Jetzt ist natürlich keien Kuh zu sehen. Billy war durchwegs entspannt, aber aufmerksam. Nur an einer Stelle spannte er sich total an und zuckte dann auch wieder zusammen, was bei den glatten STraßen nicht so lustig war, passierte aber nix, er hat seine Füße eh unter Kontrolle ;-).
Wir galoppierten auch herrlich die Wiesen entlang, Billy durfte auch mal ordentlich Gas geben, hat viel Spaß gemacht :-).

Dienstag, 4. Dezember 2012

Heute haben Billy und ich uns wieder in Liberty geübt.

Zuerst aber - das versuche ich jetzt definitiv jedesmal zu machen - gab es eine kleine Übung zum Gebissannehmen. Einfach anziehen-ausziehen, ein paarmal. Billy hangelte trotz Centered Riding Stunde vor zwei Tagen gleich danach, also alles in Ordnung. Das Ausweichen ist auch verschwunden momentan.

Dann gingen wir in die Halle und ich begann gleich at Liberty anzutesten, wie wir so drauf sind heute. Ein bisschen Stick to me mit Übergängen zwischen Halt und Schritt, Wendungen. Billy schaute leicht grantelnd drein, aber sonst klappte alles sehr gut. Ich ließ mich weiter und weiter zurückfallen, zuerst in Zone 3, dann in Zone 4, dann in Zone 5.
On Line haben wir ja Zone 5 Driving viel geübt in den letzten Wochen, aber ob wir alles auch schon at Liberty gemacht haben, erinnere ich mich jetzt gar nicth mehr. Wie auch immer, alles klappte super!
Am Anfang fragte ich einmal grobe Wendungen im Schritt ab. Immer noch mit meiner "Flugzeug"-Methode (Arme ausbreiten und mit Körperdrehung Billy kenntlich machen, wohin er weichen soll), wobei die Wand in der Halle dabei weiterhin das einschränkendste an dem ganzen ist ;-). Wenn es wieder benutzbar ist, muss ich das direkt einmal am Viereck wagen (mit dem Schwierigkeitsfaktor, dass dort kein Zaun ist ;-) ). Bald klappte es gut, und wir übten Schritt-Trab-Übergänge, die waren perfekt, und ich verband das ganze zu folgender Übungsfolge:
In der Mitte der kurzen Seite antraben, lange Seite entlang traben, an der gegenüberliegenden kurzen Seite Schritt parieren, von der Wand wenden, Slalom um 4 Hütchen auf der Mittellinie, man landet auf der anderen Hand als zu Anfang, und wieder von vorne. Anfangs gings noch etwas holprig, was den Slalom betrifft, da verfehlten wir hie und da ein Hütchen, aber bald gings 2x perfekt, und dann gabs Pause.

Als nächstes dann Anhalten und Rückwärts. Das ging ja schon toll online, aber Billy hats inzwischen vergessen. Fürs Rückwärts musste ich in Zone 3 und sogar 2, um ihm zu erklären, was das werden soll. Dann klappte das Rückwärts aus Zone 5, aber leider konnte ich ihn nicht mehr vorwärts schicken, er drehte sich ständig zu mir um und ließ mich nicht mehr in Zone 5 stehenbleiben. Also Friendly, aber das wars nicht, ich stellte daraufhin fest, dass es plötzlich unmöglich war, ihm die Schulter wegzuschicken von allen Positionen ab Zone 3. Aha! Also das gleich aufgegriffen und isoliert geübt: Hinterhandwendungen aus Zone 3 (dass es von dort aus auch nicht mehr ging, hielt ich für einen Test, wie ernstgemeint das nun ist - und ich glaub das wars auch), dann Zone 4 - hier begann tatsächlcih leichte Unsicherheit in der Kommunikation. Billy dachte er soll nun rückwärts, wenn ich mit dem Stick Richtung Schulter kreise oder den STring an die Schulter klatschen lasse. Tja, so ist das mit dem klaren Feedback. Peinlich berührt wurde mir klar, dass ich bisher die Schulter aus Zone 4 und 5 nie von mir wegweichen hab lassen (außer eben zum Lenken aus Zone 5), und dass ich außerdem fürs Rückwärts die gleichen Stick-Kreise benutze. Ups. Sorry Billy, müssen wir jetzt umlernen und in Zukunft besser differenzieren... Wir übten das noch ein paarmal in beide Richtungen, es wurde zunehmend besser, und dann wurde mir klar, dass damit der Weg zum Spin eröffnet ist :-). Ich zog ihn ein paarmal nach einer 90°-Drehung zu mir, der Weg zum Spin ist da nicht mehr weit - wir müssen nur noch den schwierigsten Moment meistern - Billys Nase an meinem Bauch vorüber zu bekommen ... dann  kriegen wir 360° hin :-).

Sonntag, 2. Dezember 2012

Heute war wieder Centered Riding Stunde.
Seit dem letzten Mal hatte ich kaum geübt, ich war ja beschäftigt, dem vor dem Gebiss flüchtenden Billy selbiges wieder anzukonditionieren. Entsprechend war die Gebiss-Akzeptanz dann zu Beginn wieder wie zu unseren ersten Stunden, Billy wehrte sich und benahm sich, als hätte er noch nie sowas im Maul gehabt und wüsste so gar nicht, was er damit anfangen sollte... Mit viel Geduld nahm sich Frau Trainer des Problems an, ließ ihn vom Boden aus biegen, bis das besser wurde.
Ansonsten bewegen wir uns - wenn überhaupt - derzeit in Mini-Fortschrittchen weiter, das ist sehr zermürbend. Die Fortschritte sind so verschwindend, dass ich schon wieder alle größeren Ziele aus den Augen verloren hab irgendwie und gar nicht mehr weiß, wofür ich das eigentlich alles mache... aja, Biegen wollten wir üben.
Heute gab es etwas mehr Trab als die letzten Male. Billy stabilisiert sich gut in der Schulter, wenn man in den Ecken mit viel Innenschenkel ordentlich Gas gibt und gleichzeitig mit dem äußeren Zügel an die äußere Schulter erinnert.

Aber sonst gabs jetzt einmal nicht viel Neues, *seufz*.

Samstag, 1. Dezember 2012

Frauli hat ein neues Spielzeug, das super zum Ausreiten motiviert, ein Outdoor-Navi :-).

Heute hab ichs zum ersten Mal richtig ausprobiert, gleich auf einem Ausritt. Da diverses Kartenmaterial, auch wenn es an sich gut ist (toll finde ich übrigens dieses Projekt: http://www.wanderreitkarte.de/ ), unsere Gegend nur ziemlich unzulänglich wiedergibt (es fehlen so gut wie alle Wege durch den Wald, auch die großen... keine Ahnung wieso die noch niemand nachgetragen hat), macht es mir derzeit Spaß, diese Wege zu erkunden, in Karten zu übertragen usw.
Also den Billy gesattelt, ausgerüstet, und zum ersten Weg aufgebrochen, von dem ich wusste, dass er in den Karten fehlt. Ich glaube ich war da auf einem meiner allerersten Ausritte. Ich weiß noch dass es Winter war, dass Billy damals zum ersten Mal seine "ich dreh um und geh heim"-Idee hatte und das alles andere als gemütlich war. Jedenfalls bin ich damals abgesessen, bevor er rückwärts mit mir in den Abgrund rennt...
Und heute wars ein wunderschöner Ausritt! Wir mussten über die große Straße, aber das war kein Problem. Dann kam die Abzweigung zum (vormals) unbekannten Weg, es folgt eine lange Gerade mit weichem Waldboden, leicht bergauf. Ich fragte Billy, ob er vielleicht galoppieren wollte, und jaaaa, er wollte! Sonst zeigt Billy ja auf Ausritten - außer es ist jemand vor uns, den es einzuholen gilt ;-) - den gleichen Schaukelgalopp wie auch auf dem Viereck. Heute aber wollte er gern Gas geben, und ich hab ihn gern gelassen. Kraftvoll sind wir den Weg raufgeflitzt, und als der Weg steiniger wurde, ließ sich Billy sofort wieder einfangen und parierte zum Schritt.
Wir kamen dann zu einem steilen Abschnitt, den kannte ich schon... Billy kletterte motiviert hoch und blieb nur einmal stehen, um die Aussicht zu genießen (ich glaube tatsächlich, die Kondi wird besser, obwohl  ich lange nicht mehr draußen war). Vor einer Kurve schreckte er sich dann fürchterbar vor einem Holzstoß... aber es war dieses Erschrecken, das mich wirklich zum Lachen bringt, ich glaube manchmal ist es ihm selbst peinlich... dieses von einem kurzen Schnorchler begleitete Alle-Viere-von-sich-Strecken-und-Ducken ;-). ich musste lachen, und Billy ging auch gleich entspannt weiter; allerdings hatten wir dann unserer Runde beendet und kamen wieder auf den Rückweg, und da wurde Frauli kurz unentspannt, weil sie sich einbildete, dass das Pferd nun ans Heimgehen dachte, und nicht mehr ganz so auf mich hört... aber 2x kurz am Zügel signalisiert, dass ich noch da bin und Schritt fürs Heimgehen auch schnell genug ist, und der Moment war vorüber.
Auch an der Straße heimwärts bin ich immer noch unsicher und nervös, weil ich einfach fürchte, dass Billy einmal genug hat vom Warten und einfach drauflos marschiert... schließlich wartet am anderen "Ufer" ja der Heimatstall. Aber auch da war eigentlich kein Grund zur Sorge, und wir kamen gut und mit gespeichertem Track zu Hause an.
4,8 Kilometer in einer Stunde - und dabei 475 Höhenmeter zurückgelegt :-).

Donnerstag, 29. November 2012

Ich hab mir heut einmal viel Zeit genommen für den Billy und seine Wutanfälle - d.h. eine große Friendly Game Session am Putzplatz gestartet.

Begonnen haben wir mit dem Gebiss. Ich werde nicht schlau draus. Ich komme mit dem Zaumzeug, Billy sieht es, er reißt den Kopf hoch, grunzt ungehalten, rennt mit hohem Kopf rückwärts und grunzt weiter ungehalten. Bleibe ich ruhig, lege die Hand ganz leicht ins Genick, senkt er sofort den Kopf und fängt an - nach der letzten Leckerli-Konditionier-Einheit - mit den Lippen selbständig nach dem Gebiss zu hangeln. Drin war es dann sofort, und zwar wirklich selbständig und freiwillig. In Folge kann ich das Zaumzeug über die Ohren ziehen wie ich will, mit den Zügeln wacheln wie ich will, über die Nase legen, über den Hals einfädeln, keine Reaktion mehr außer Kopfsenken und nach dem Gebiss hangeln. Ich werde nicht schlau aus der allerersten Reaktion... und es ist jeeeden Tag so, das ist zermürbend!
Egal, wir übten weiter, und ich versuche, Billy darauf zu konditionieren, dass er den Kopf noch weiter senkt, also das Gebiss nach unten hin sucht. Klappt prima! Vor lauter Enthusiasmus erwischt er manchmal das Backenstück (nööö, Gebiss ist weiter unten!!) oder Gebiss + Kinnriemen auf einmal, aber insgesamt ist jedenfalls schön zu sehen, dass er - wenn ich nach diesen Bildern gehe - eigentlich kein Problem mit dem Gebiss hat, so prinzipiell. Ich mach halt jetzt einmal so weiter, damit reiten werde ich erst wieder in unserer nächsten Reitstunde.

Nächste Baustelle: Die Wutanfälle beim Satteln und Gurten. Natürlich fragt man sich, ob was mit Sattel, Gurt oder Pferd nicht passt, allerdings macht mich die Tatsache, dass der Sattel und auch Gurt ignoriert wird, sobald etwas Interessanteres in der Umgebung auftaucht (z.B. 3 übriggebliebene Haferkörner auf dem Putzplatz des Pferdes, das vorher da war), doch skeptisch. Also einfach mal ausprobiert: Pad raufgeschupft - Wutanfall. Ich war heut sehr gelassen und hab einfach weitergemacht - rauf - runter - rauf - runter - rauf - runter - rauf - runter. Tja, beim 3. Mal war der Wutanfall dann vorbei und Billy ging den Boden untersuchen. Andere Seite - selbes von vorne, bis es ihm wieder egal war. Dann nach dem Gurt bücken - heftige Wutanfälle - ja dann macht Frauli halt Kniebeugen neben dem Pferd heute, bis es ihm egal war. Dann Gurt von der andern Seite rübergeholt, losgelassen, rübergeholt, losgelassen, dann um den Bauch gelegt, losgelassen, um den Bauch gelegt, losgelassen .... Dann mal durchgefädelt, auf Kontakt angezogen, locker gelassen, angezogen, locker gelassen ... puh. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber jeweils nach 2, 3 Mal ist es Billy dann egal.

Dann gings schließlich an die eigentlcihe Einheit heute: Freestyle. Mit Knoti und Pad. Nach kurzem Test der Lenkung und Bremse nahm ich wieder die Zügel ab. Wir übten dann im Schritt Zirkel und geradeaus. Klappt super. Auch anhalten und rückwärts geht einwandfrei, letzteres immer anfangs zögerlich, dann wird Billy sicherer, was ich möchte.
Für die allgemeine Motivation hab ich heute sehr viele Leckerlis verteilt.
Danach gings noch ans Antraben. Rechte Hand überhaupt kein Problem. Wir ritten einmal einen Zirkel, die nächste Runde geradeaus, damit ich auch testen kann, ob er mir zuhört oder nur selbständig die Bahnfiguren abspult. Klappte hervorragend. Auf der linken Hand bog Billy bei der Bitte, anzutraben, wieder scharf in die Mitte ab und wurde grantig. Die Strategie vom letzten Mal klappte aber wieder gut: Auf den Hufschlag, antraben, dabei bog er ab, egal, erstmal Trab, dann im Trab auf den Hufschlag zurückkehren, dort Schritt parieren und sofort wieder antraben. Das beschäftigt ihn scheinbar genug, dass er vergisst, dass er doch beim Antraben eigentlich abbiegen wollte ;-). Lob, Halt, Keks. Nochmal antraben, Billy bog wieder ab. Wieder zurück zum Hufschlag, eine Schrittparade, sofort wieder antraben. Billy blieb am Hufschlag - Lob, Halt, Keks. Nach 3 Wiederholungen können wir dann auch aus längerem Schritt oder Halt auf dem Hufschlag geradeaus antraben, siehe da. ;-). Und so haben wir dann die Zirkel -geradeaus-Zirkel-Übung auch auf der linken Hand gut geschafft :-).

Dienstag, 27. November 2012

On Line:
Wieder wie zuvor schon eine Übung für mich, fürs Lasso-Handling. Billy bewegt sich auf dem Hufschlag, ich stehe so unbeweglich wie möglich genau in der Mitte der Halle und übe nur, das Lasso ab- und aufzuwickeln, gemäß der Entfernung, in der sich Billy bewegt. Im Schritt geht das jetzt schon richtig gut. Billy bleibt auf dem Hufschlag, da muss ich nicht viel tun. Lasso abwickeln und aufwicklen, da bin ich im Schritt schnell genug geworden, ohne dass es sich verdreht oder so. Schöne saubere Schlingen!

Dann hab ich dasselbe im Trab probiert. Da war anfangs Schlaufen wickeln überhaupt unmöglich, da hab ich nur geübt, das Lasso schnell genug durch die Finger gleiten zu lassen und wieder einzuholen. An Wickeln nicht zu denken. Nach ein paar Runden ging es dann so ein bissl, keine ganz sauberen Schlingen wie im Schritt mehr, aber die Bewegung hatte ich dann drin.
Zwischendurch galoppierte Billy auch einmal, oder ging über die aufgelegten Stangen, war ok. Er probierte ein paarmal, von der linken auf die rechte Hand zu wechseln, das konnte ich aber einfach verhindern. Ich glaub er fühlt sich mit dem langen Seil ziemlich „frei“ und vergisst, dass noch ein Seil dran ist.
Verheddert haben wir uns nur 1x ;-).

Danach noch einmal Sideways geübt. Ich hatte wieder 3 Stangen aneinandergelegt. Billy kennt die Übung jetzt schon gut. Er stellt sich schön über die Stangen und von links nach rechts geht das ganze recht flüssig, er stößt kaum an und hat kapiert, dass es gut funktioniert, solang er mit der Hinterhand auch fleißig seitwärts und weniger vorwärts tritt. Andere Richtung braucht noch öfter eine Erinnerung, dass er in einer besseren Position ist, wenn er einen Schritt rückwärts macht, aber auch hier schon viel schneller und flüssiger als zuvor.
Das ganze dann zurück, auf mich zu. Ich mache das noch Schritt für Schritt, flüssig ist das noch nicht, Billy versteht aber genau, was gefragt ist, und setzt es willig um. Beine sortieren fällt nur noch ein bisschen schwer. Mit Lasso und Stick über dem Widerrist (ohne Seil würde das noch nicht gehen!) lotse ich die Vorhand einen oder 2 Schritte zu mir, sodass er schräg steht. Dann wechsle ich die Position, stelle mich vorn an die Schulter, hole mit Stick über der Kruppe die Hinterhand nach. Stelle mich wieder neben die Hinterhand, hole die Vorhand her. Schritt für Schritt.
Die Länge von 3 Stangen haben wir auf jeder Hand geschafft. :-)

Donnerstag, 22. November 2012

Ich wollte heute wieder Finesse reiten üben. Aber: Das Annehmen des Gebisses ist wieder kaputt. Völlig kaputt. Ging nicht. Billy wollte abhauen, biss die Zähne aufeinander, und selbst mit viel Geduld wurde das nix. Ich hab dann kurz versucht, mit Knotenhalfter meine Finesse-Übungen (Biegung) zu reiten, aber festgestellt, dass das erstens mit dem Knotenhalfter tatsächlcih nicht wirklich gut geht und zweitens, dass ich längst zu wütend war, um noch was G'scheites hinzukriegen. Wenigstens hatte ich die Erleuchtung, rechtzeitig abzusitzen, bevor ich irgendwas noch viel ärger kaputt mache.
Wenn ich nur wüsste, was denn nun schon wieder nicht passt?!

Nachher hab ich am Putzplatz einfach so lange daran gearbeitet, dass Billy das Gebiss nimmt, bis er von allein danach gehangelt hat. Mit vielen Leckerlis ging das, und ich war halbwegs versöhnt.


Dienstag, 20. November 2012

Heute war Hufbearbeitungstermin, und ich hab das beste Pony der Welt ;-) .Erstens, weil er - obwohl er momentan generell grantig und schlecht drauf ist - seine Füßchen manierlich hob, und zwar immer schon, bevor die Hufpflegerin sich genähert hatte. Und zweitens, weil er mir 50,- Euros erspart hat. Meine Hufpflegerin stellte fest, dass sich momentan Wachstum und Abrieb so schön die Waage halten, dass sie überhaupt nicht zur Raspel greifen wollte; sie hat nur die Eckstreben gekürzt, mir kurz Anweisung gegeben, wo ich mal kurz selbst berunden könnte, und nix verlangt. *freu*

On Line:
Ich muss weiter mein Lasso-Handling üben. Dafür hab ich heute eine gute Übung gefunden: Ich stelle mich bei X in der Mitte der Halle auf und schicke Billy den Hufschlag entlang. Wenn er an der kurzen Seite ankommt, ist er 13 Meter weit weg, und ich muss das Lasso Schlaufe für Schlaufe dafür loslassen. Kommt er dann wieder auf die lange Seite auf mich zu, muss ich es relativ schnell aufwickeln, und auch gleich wieder runterlassen.
Die Kommunikation hat fein funktioniert, Billy verstand, dass er auf dem Hufschlag bleiben soll, auf der linken Hand besser als auf der rechten, oder war das, weil ich mit rechts leichter das Lasso in Schlaufen lege? Jedenfalls konnten wir wirklich ein richtig gutes Circling Game machen, bei dem ich unbeweglich bei X stand und Billy die ganze Halle ausnützte, und ich mein Lasso auf- und abwickelte.
Könnte man auch kombinieren mit einem runden Zirkel und dann wieder ganzer Hufschlag, sodass man mehr mit Kommunikation beschäftigt ist als mit Seilwickeln. Nächstes Mal dann ;-).

Danach hab ich 3 Stangen aneinander gelegt und wieder Seitwärts geübt. Schön langsam, Schrittchen für Schrittchen. Wenn ich auf der linken Seite bin, geht es ganz gut, v.a. reagiert Billy da feiner auf Rückwärts-Kommandos, sodass er sich leichter in eine Position bringen lässt, die ihm hilft, die Beine leichter seitwärts zu setzen, ohne dass er an die Stange unterm Bauch stößt. Auf der rechten Seite (rechts nach links) ist er beim Rückwärts aus irgendeinem Grund unsicher, er dreht Kopf und Hals weg und will mich ausblenden. Er sucht auch ständig mit dem Hinterbein, wo die Stange ist, hebt es hoch an und setzt an, drübersteigen zu wollen. Hier sind wir dann noch langsamer vorgegangen und haben es auch 1x öfter geübt.
Am Ende der 3 Stangen gabs lange Pause, und dann das ganze wieder zurück, auf mich zu, immer schön Schrittchen für Schrittchen.
Hat er super mitgearbeitet.
Eine ganz ruhige Einheit einfach heute.

Donnerstag, 15. November 2012

Mehr FREE als STYLE, aber trotzdem ;-)


Die heutige Session war suuuuper! Würde nicht der Grant vom Billytier alles ein wenig trüben :(

Heute hab ich es das erste Mal gewagt, so richtig die Zügel bzumachen und so zu reiten. Zuerst noch mit Zügeln alles kurz alles angetestet, und Billy ging super Slalom um Hütchen, ohne dass ich die Zügel benutzte, obwohl eine Miteinstellerin auch in der Halle war, also Zügel abgenommen. (Ein paar Tage später hab ich übrigens von ihr erfahren, dass sie gar nicht gemerkt hatte, dass ich ohne Kopfstück unterwegs war *lol*).

Die Miteinstellerin verließ uns mittendrin, da gabs dann ein bisschen Ziehen zum Tor, aber Billy gehorchte brav. Wir gingen Slalom um Hütchen und Zirkel. Klappte wirklich 1a! Anfangs ohne Stick, mit der Zeit musste ich ihn dann hie und da dazu nehmen. Ich schätze ich habe wieder einmal den (Zeit)bogen überspannt und hätte einfach früher aufhören sollen. Vielleicht wurde aber auch nur ich ungeduldiger und fordernder nach schnellerer Reaktion.

Ganz erstaunt war ich, als Billy auf Anfrage jeweils ein suuuperdolles Rückwärts an den Tag legte! Ich dachte, dass ich in letzter Zeit eher mehr Zügel als weniger verwendet habe und dass es ohne daher überhaupt nicht gehen wird – aber das Gegenteil war der Fall! Total verblüffend! Eingesessen, leichtes Anpendeln der Unterschenkel, wirklich nur ein Hauch (so dass er nicht granteln musste), und er ging rückwärts. Langsam und zögerlich, immer nur ein Schritt, aber so wollte ich es ja auch. Auch Schiefwerden ließ sich leicht korrigieren. War ganz baff!

Dann probierte ich VH-Wendung, also Weichen der Hinterhand, da dachte er, er soll rückwärts gehen, hatten wir aber bald geklärt. Dann die schwierigere HH-Wendung, und sogar die klappte, Schrittchen für Schrittchen. Nach links besser als nach rechts, bei letzterem musste ich schon den Stick einsetzen, er stand auch nicht so gut und ich konnte ihn ohne Zügel nicht so gut in eine bessere Position dirigieren, er musste also selbst draufkommen, a) was ich wollte und b), wie er sich positioniert, damit er das gefragte Bein auch vom Boden kriegt. Haben wir aber schließlich hingekriegt.

Ich probierte dann noch Trab. Kann mich nicht erinnern, ob ich shcon einmal mehr als ein paar Trabtritte gemacht habe, ohne Zügel am Kopfstück. Das war glaub ich unser erster richtiger Trab. Begonnen auf der leichteren rechten Hand. Billy grantelte beim Antraben, sofort wenn der Schenkel kommt. Ganz sanftes In-den-Trab-Denken klappt besser. Das Tor war im Trab ein bisschen magnetisch, aber einen Zirkel bekamen wir relativ schnell hin.
Dann das ganze auf der linken Hand. Hier gabs dann gröbere Diskussionen. Er bog nach innen ab und ich brauchte viel, viel Stick. Billy bekam regelrechte Wutanfälle, wenn er traben sollte. Ich versuchte ruhig dran zu bleiben, hie und da musste ich schon deutlich werden, wenn er völlig durch allen Druck von Schenkel und Stick durchgehen wollte… Phase 4 halt. Ich machte dann ganz ganz ganz ganz viele Trab-Schritt-Trab-Übergänge. Antraben, sobald ich ihn halbwegs auf dem Hufschlag hatte, dann gleich wieder Schritt, sofort wieder antraben, sofort wieder Schritt usw. Das half sehr sehr gut, ihn auf dem Hufschlag zu halten, und schließlich klappte das richtig gut, und wir konnten mit ein paar guten Trabzirkeln aufhören.

Dienstag, 13. November 2012


On Line

Mein schönes Lasso verstaubt langsam im Spind. Winterzeit, Hallenzeit - Zeit Lasso-Handling zu üben mit schönen langsamen Übungen, die mir Zeit lassen, es richtig auf- und abzurollen.

Zuerst habe ich ein paar Stangen aufgelegt: Auf der Mittellinie quasi jeweils den Durchmesser eines Zirkels, Hufschlag freigelassen, 2 Stangen hintereinander.
Wir begannen mit 2 Runden Stick to Me zum Aufwärmen, inklusive Drübergehen über die Stangen. Brav gemacht, etwas grantiges Gesicht von Billy, aber super Anhalten und Rückwärtsgehen auf Phase 1.
Dann begann ich mit langsamem Seitwärts über die Stangen. Weil er sich mit der Koordination bei schnellerem Seitwärts wirklich noch schwer zu tun scheint, schien es mir angebracht, das ganze schön langsam zu üben.
Hat er super gemacht, von der rechten Seite aus besser als links, bei letzterem gibt es immer wieder Vorwärtstendenz, die ich nur schwer unterbinden kann. Billy hebt immer versuchsweise den Hinterfuß und lässt ihn in der Luft: Wo ist die Stange, soll ich drüber? Es geht ganz gut, ihn abzuhalten, dass er nach vorne drübersteigt, aber ich brauche hohe Phasen an Seilschütteln, um ihm einen Rückwärtstritt abzuringen, der ihn wieder in bessere Position bringt, um das Seitwärts zu bewältigen.
Am Hufschlag angekommen, ließ ich ihn anhalten und habe dann daraus das CG entwickelt. Hat super geklappt, Billy hatte braves Go, aber nicht übermäßig; wir sind auch galoppiert. Ich bewegte mich dann weiter Richtung Hallenmitte, sodass Billy über die aufgelegten Stangen auch drübertraben und –galoppieren musste. Im Galopp tut er sich da auf der linken Hand echt sehr schwer, die Beine zu sortieren. Er verfiel immer in Trab oder sogar Schritt, oder machte einen ungelenken Hüpfer drüber. Auszuweichen probierte er aber nicht, sehr brav. Ich ließ ihn einfach probieren und probieren, bis er es im Galopp gut schaffte, dann gabs eine Pause.
Danach wieder Seitwärts. Dazu übten wir präzises Anhalten, aus Schritt, Trab und sogar Galopp, genau über den Stangen. Nachdem Billy die Übungsabfolge langsam verstanden hatte, klappte das meistens sehr sehr gut. Kein abruptes Halten, aber er reagierte super auf mein „whoa!“ und fragte dann, wie weit er gehen sollte, und so hielt er dann präzise auf Kommando genau mit dem Bauch über der Stange an. Dort ließ ich ihn immer ein bisschen stehen, bevor es wieder ins Seitwärts ging.
Beim Seitwärts ließ ich auch immer mehr Distanz, also blieb mehr und mehr an einem Fleck stehen und schickte ihn über die Länge der 2 Stangen seitwärts, das klappte sehr gut.

Finesse
Zum Schluss kamen wieder 10 Minuten Biegeübungen.
Zäumen dauerte ewig, aufsteigen vom Boden aus war verboten. Von der Hallenbande aus aber erlaubt.
Wir gingen viel am Zirkel, ich übte mehr die schlechtere rechte Hand als links. Ich wurde von Billy wieder stark nach außen gesetzt, die linke Schulter kippt offenbar ständig ab. Es ist aber wirklich korrigierbar durch eine ganz leichte Parade am Außenzügel. Immerhin spüre ich das jetzt!
Dann noch versucht, Biegung im Trab zu erhalten, und darauf geachtet, dass ich halt meine Schultern ebenfalls mit „Innenbiegung“ halte, mich nicht nach außen verdrehe, und innen sitze so gut es geht. Fühlt sich noch sehr sehr verkorkst an. Links ist alles viel besser.
Abgeschlossen mit ein paar kleinen einzelnen Rückwärtstritten, ganz toll macht er das.

Sonntag, 11. November 2012

CR-Stunde -

Billy hat langsam wieder seine richtige Winterdepression. Gifteln beim Putzen, gifteln beim Satteln, Treten beim Hufeheben - da hats dann was gesetzt und plötzlich gings, wenn auch schmollend. 


Heute war wieder Centered Riding Stunde! Frau Trainerin war angetan davon, wie schnell Billy jetzt nachgibt, und tatsächlich hat sie recht, zumindest auf der linken Hand, Zügel aufnehmen und er gibt nach, das ist wirklich fein. Rechte Hand fällt uns beiden schwer. Komisch, war es nicht einmal anders herum??
Auf folgendes muss ich achten:
- Meine Schultern in der Biegung lassen! Ich verdrehe mich ständig nach außen, v.a. auf der rechten Hand.
- Eher auf die Biegung bestehen, egal wo es dann hingeht, und wenn es ein Mini-Kreis ist.
- Nicht vergessen, dass ich eigentlich weiter die Beckenkreise mitmachen sollte (tw. krieg ich das koordinativ nicht hin).
- Voraus schauen
- Mit dem äußeren Zügel in die Biegung „drücken“
- Nicht nach außen setzen lassen, wenn möglich (v.a. rechte Hand).

Ich kann jetzt wohl auch langsam dazu übergehen, mehr im Trab zu üben. Ich denke ich werde die neue korrekte Biegung mit der Kreis-Reite-Übung kombinieren (Olympische Ringe).
Zum Schluss machten wir auch Biegeübungen (ähnlich wie Kreinberg!) vom Boden aus. Frau Trainer bog Billy im Hals und wartete dann einfach. Er kampfkaute am Gebiss, Biegung war relativ schnell da, und dann wartete sie ziemlich lange einfach, bis er im Genick nachgab, und dann war Schluss. Das hat sie schön und ruhig gemacht, sich viel Zeit genommen. Sollte ich auch wieder ins Programm aufnehmen!
Außerdem hat sie mir nach dem Reiten gezeigt, wie man spürt, wo die Muskeln vemehrt gearbeitet haben. Tatsächlich sind manche Stellen in der Halsmuskulatur wärmer als die anderen, das war total spannend, wusste ich bisher noch nicht.

Freitag, 9. November 2012

On Line
Nach kurzem Aufwärmen mit Circling Game wollte ich dann eigentlich wieder einmal das schnelle Seitwärtsdriften üben, war dann etwas schwierig, weil weil wir nicht mehr allein in der Halle waren; aber ein paarmal war die lange Seite so frei, dass es ganz gut geklappt hat. Billy hat sich bemüht, sich zu beeilen, verknotet aber noch immer die Beinchen.

Finesse
Dann wieder Biegeübungen auf Volten und Zirkeln, gepaart mit Zügel-Greif-Übungen zum Verkürzen und Verlängern fürs Frauchen.

Donnerstag, 8. November 2012

On Line
Wir übten heute wieder Zone 5 - Driving. Anfangs ein Friendly Game, Billy rührte sich kaum. Dann Friendly weiter gemacht in der Bewegung, auf dem Zirkel (Invisible Human). Klappte heut toll, v.a. das annähern und entfernen meinerseits, das nahm er gar nicht zur Kenntnis, und das Stringstreicheln auch kaum.
Danach ging ich langsam in Zone 4/5, mit einem Seil, wieder in einer Schleife über dem Rücken liegend.
Anfangs übten wir Anhalten und Rückwärts. Rückwärts ging beim letzten Mal besser, heute war es etwas zögerlicher, manchmal versuchte er, sich zu mir umzudrehen. Antreten im Schritt war immer super problemlos, auch das Beenden des Rückwärts.
Wir bewegten uns um aufgestellte Hütchen. Nach wie vor ist es schwierig, Billy begreiflich zu machen, dass er den Hufschlag verlassen soll; v.a., weil ich dort keinen Platz habe, um den äußeren Arm und den Stick zu benutzen, um ihn von dort weichen zu lassen. Sobald wir weg sind von der Wand, funktioniert die Lenkung – solange ich schnell genug bin – einwandfrei. Weave im Schritt kein Problem. Auch Zirkel haben wir gemacht, und eine Zeitlang hab ich ihn halt auf dem 2. Hufschlag gehalten, das hat auch gut geklappt.
Dann hab ich Übergänge gemacht. Schritt-Halt, Rückwärts, Vorwärts im Trab, wieder Schritt und Halt.

Fortschritte gabs beim Galopp: Angaloppieren war sauber und ohne dass Billy den Hufschlag sofort verließ. Ich ließ ihn immer nur ein paar Sprünge galoppieren, meist um die kurze Seite herum, und bevor er auf die Idee kommen konnte, abzuwenden, hab ich schon wieder Trab pariert. Im Trab funktioniert grobes Lenken, wie z.B: ihn auf dem Hufschlag zu halten, wieder besser. Dann sofort eine Schrittparade und gelobt. Wir tasten uns also an sauberere Übergänge im Galopp heran.

Finesse
Nach der Bodenarbeit hab ich das Knoti abgenommen und Billy das Gebiss angezogen. Interessant: In der Halle, völlig freistehend, versuchte er nicht auszuweichen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er das Gebiss nicht erkannt hat. Es liegt also wieder eher am Ort… an Gewohnheit, wie damals bei den Hufen vor 5 Jahren. In der Halle durfte ich damals ja die Füße heben, am Putzplatz nicht.

Wir übten nur 10 Minuten. Billy gibt super nach aufs Gebiss jetzt, lümmelt sich nur noch sehr sehr selten drauf; er kaut stark, aber nicht mehr kampfkauen. Er gibt besser und schneller im Genick nach, und die durchgehende Biegung ohne „Löcher“ in der Halsmuskulatur sehe ich auch immer öfter.

Dienstag, 6. November 2012

Finesse

Wir haben mit Gebiss an den Ecken und der Biegung gearbeitet, auf dem Kleeblattmuster, dazwischen Geradeaus auf der Mittellinie. Billy biegt sich mittlerweile auf sehr wenig Zügelimpuls sehr schön.

Weiters haben wir noch jeweils kurz rückwärts und Trab-Schritt-Übergänge geübt. Billy bog, kaum dass er begriffen hat, dass ich Trab möchte, 90° zur Mitte hin ab. Ausgehend von meiner These, dass es sich dabei zumindest teilweise um eine Angewohnheit und Unwillen handelt, hab ich mit dem unter dem Gebiss angezogenen Knotenhalfter eben mal durchgegriffen. Billy ignorierte Schenkel und Sitz, daraufhin folgten ein, zwei kurze, aber feste Impulse am Knoti, und wir waren wieder auf dem Hufschlag. Das Spiel ging zwei  oder dreimal maximal, und schon konnte Billy ganz wunderbar auf dem Hufschlag geradeaus antraben! Siehe da!
Habe dann noch einige Trab-Schritt-Übergänge gemacht, bei denen er Gelegenheit hatte, nochmal abzubiegen, sodass ich es ihm noch einmal hätte erklären können ;-), aber er blieb ab da brav auf dem Hufschlag. ;-)

Sonntag, 4. November 2012

Der Nebel ist aufgerissen, es wurde warm und sogar recht sonnig! Ein schöner Herbsttag, 15°, natürlich wie gemacht für einen Ausritt.

Wir gingen über die Straße und hatten heute Begleitung von meinem Freund, da war ich gleich mutiger, und wir erkundeten einen neuen Weg. Dieser führte bergauf, zu einem Wildgatter, wo Billy etwas aufgeregt war, aber es ging. Dann ging es in einem großen Bogen wieder retour zu altbekannten "Hauptweg". Eröffnet die Möglichkeit, einen Ausritt um ein Viertelstündchen zu verlängern.
Billy war brav, alles super entspannt.

Samstag, 3. November 2012

FINESSE
Wir haben die Centered-Riding Biege-Übungen weiter gemacht.
Ich habe die Snap-Zügel gegen andere mit Lederverbindung getauscht. Kommt mir besser vor so! Die Biegung scheint mir langsam etwas schneller zu kommen. Sehr gut ging es auf der linken Hand, auf der rechten haben wir mehr gekämpft.
Dasselbe haben wir dann auch im Trab probiert. Da musste ich aber zuerst das Antraben auf der linken Hand reparieren. Wieder kam Billy ganz ganz stark nach innen dabei. Außenbügel, Außenzügel, dabei versuchen die Innenbieung zu halten und zur Not auf eine Volte, das hat dann geklappt. Ich hab festgestellt, dass er sich leichter tut, in der Ecke anzutraben. Aber zum Schluss konnte er auch auf der langen Seite antraben, ohne allzusehr in die Mitte abzudriften. Also dann höchstens auf den 1,5ten Hufschlag statt den 4. ;-).

Danach haben wir noch ein wenig unser Rückwärts geübt. Ich hab eine Stangengasse aus 3x2 Stangen aufgebaut und bin darin rückwärts gegangen. Hat Billy supertoll gemacht. Es geht jetzt wirklich so leicht, mit kaum Hilfen. Ich hab versucht, sie trotzdem noch zu reduzieren. Zügel etwas länger lassen, etwas weniger Paraden, etwas weniger Schenkel.
Billy wäre wieder viele Schritte rückwärts gegangen, ich musste ein bisschen daran werken, dass wir wirklich einen Schritt gehen und dann anhalten können. Resultierte in schaukelähnlichem Rückwärts-Rocken, vorwärts-Rocken, halten, neu. Billy reagierte super.
Zum Schluss konnte ich aber nicht widerstehen und ließ ihn – mit Pausen – die ganze Länge der 3 Stangen rückwärts treten. Lustig: er hört auf, sobald er die Stangengasse verlassen hat und das Ende der Stangen sieht. Schlauer Billy! ;-) Er musste dann noch ein paar Schritte machen, das Ende bestimm schon noch ich ;-).

Donnerstag, 1. November 2012

Feiertag!
Billy kam brav mit, war aber sowas von grantig und aggressiv beim Putzen! Die Vorderbeine durfte ich nicht anfassen oder mich bücken, überall giftelte er her und schnappte auch, an der Schulter, am Hals, am Bauch. Puh. Ich hielt einfach den Zackenstriegel zu meiner Verteidigung hin. Hie und da interessierte er sich dann für was anderes, und er wollte den Halsriemen fressen, irgendwie hatte er Streß, keine Ahnung.
Es war kalt und neblig und windig heute, alles ist nass vom schmelzenden Schnee, natürlich sind die Pferde nur drinnen. Vielleicht deshalb. Das wird wieder ein langer Winter *seufz*.


Wir gingen zu dritt ausreiten. Unsere Begleitung waren einerseits der Herdenchef, andererseit der RBE/LBE-Schisser der Truppe. Billy war wohl am coolsten, obwohl es schon ansteckt, wenn der Herdenchef sich mal fürchtet. Wir gingen den Weg, an dem entlang der Zaun zum Wildschweingehege entlangführt. Das packt Herr Herdenchef ganz schlecht, da gibt er Geräusche von sich, dass ich nicht wusste, kommt da jetzt wirklich eine Wildsau, oder ist es das Pferd ;-). Billy lässt sich entsprechend anstecken und fühlte sich kurzzeitig kurz vor der Explosion an, aber alles ging gut. Ohne den Chef wären wir jedenfalls sicherer gewesen ;-).
Auch der Schisser war am Explodieren, aber da brauchte es gar keine Wildschweine, sondern es genügt ein Holzstapel und dergleichen.
Billy trottete ruhig und gelassen hinterher. Als wir zurück am Stall ankamen, waren die beiden tropfnass vor Aufregung. Und der Billy: staubtrocken. Sogar unter dem Sattel ;-).

Dienstag, 30. Oktober 2012



On Line

Heute in der Halle übten wir wieder Driving aus Zone 5. Ich war etwas abgelenkt, und Anhalten klappte heut nicht oder nur schlehct. Billy hatte viel Go und wir trabten viel. Lenken im Trab ist noch schwierig, hie und da ist es gelungen, mit der „.Flugzeugtechnik“, grobe Zirkel zu gehen.
Meinen Fehler hab ich erst am nächsten Tag erkannt – habe gleich in Zone 5 am Ende vom Seil angefangen. Letztes Mal, als es so toll funktioniert hat, war ich ja in Zone 4/5 eher. Anhalten klappt also von Zone 4/5, aber nicht Zone 5/6 aus Entfernung.Wieder eine Erkenntnis ;-)

Liberty 

Dann hab ich das Seil weggetan und wir sind weiter getrabt, ich in Zone 5 hinterher. Lenken klappte hie und da. Angaloppieren, danach wars aus, Billy rannte weg, ich kam nicht hinterher und ging zum CG über.
Ich ließ ihn einfach viel galoppieren, er hatte Lust drauf, sich zu bewegen. Freut mich! Er war übermütig, spielte mit mir, wechselte hie und da schelmisch die Richtung, um dann gleich wieder loszuspurten. Auf der rechten Hand war das Bring back wie immer schlecht, auf der linken gut. Meist holte er nur sein Leckerli ab und wollte gleich wieder weiter. Ziemlich LBE heute!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Heute hatte Billy und ich wieder Centered Riding Stunde.

Gebiss annehmen ging heute wieder deutlich schlechter, *seufz*. Er sah es und zog sofort vehement zurück, war noch angebunden, aber jedesmal, wenn ich es hochhob, wollte er weg, lief dann ohne Halfter auch quasi davon. Sobald es vor dem Maul baumelte, nahm er es aber. *seufz*

Wir haben heut wieder an der Biegung gearbeitet, die ganze Stunde. Heut gabs nicht so viel neues Input für mich. Ich soll Billy stellen und verhindern, dass er auf die linke Schulter fällt. Und warten bis er im Genick nachgibt.
Angeblich ist schon viiiel besser als letztes Mal. Tatsächlich hatten wir streckenweise, so eine halbe Seite lang und v.la. in der unteren linken Ecke auf der rechten Hand, eine schöne Biegung und super Nachgeben, das auch eben eine halbe lange Seite anhielt.
Rechte Hand: Billy fällt mir der linken Schulter nach außen. Das soll ich mit dem äußeren Zügel verhindern. Ich habe ein bisschen gebraucht, dann aber richtig gefühlt: Wenn meine linke Beckenhälfte nach unten kippt, fällt er mit der linken Schulter aus, dann eine Parade am Außenzügel geben, um sie wieder anzuheben.
Auf der linken Hand fällt er dann nach innen, ebenfalls auf die linke Schulter. Hier soll ich mit dem Innenbein treiben, von unten an den Pferdebauch fassen und mir vorstellen, ich würde den quasi als ganzes mit der Ferse anheben.
Linksrum im Trab wars am Schluss dann ganz schlimm, Billy wollte nimmer und zog stark nach innen. Ich soll dann um jeden Preis die Biegung erhalten, egal auf welcher Linie, also z.B. auf eine Volte abbiegen, und dann auf der Volte antraben. Das ging dann besser.
Sonst hatte Billy heut viel Go im Trab, es kamen auch die anderen Pferde von der Weide… er wollte heim, und das Tor war sehr magnetisch ;-)
Aber alles sehr brav gemacht, Frau Trainerin meint, man sieht mehr Oberlinie, und der Unterhals habe sich abgespannt, und am Popo habe er auch mehr Muskeln. Das merk ich zwar so nicht (bzw. halte es eher für Fett *hüstel*), aber wenn sie’s sagt ;-)))) …

Dienstag, 23. Oktober 2012

On Line

Heute haben wir uns wieder intensiv mit dem Drive aus Zone 5 beschäftigt. Zuerst aber ausgiebiges Friendly Game, das ich sonst ja gern vernachlässige. Ich hatte das Knoti drauf und mein 7m Seil; nur ein einzelnes Seil. Im Lauf der Einheit bin ich draufgekommen, wie ich es positionieren kann, ohne Gefahr zu laufen, dass Billy drauftritt: In einem losen Bogen vom Knoti weg an der Innenseite lege ich es über den Rücken, lasse es dort von der Kruppe quasi „halten“ und lasse es von der Außenseite in meine Hand. Zum Lenken will ich es ja eh nicht gebrauchen. Das hat so super funktioniert, endlich steigt Billy nicht immer rein oder drauf.

Wir begannen mit Schritt, Halt, und Rückwärts. Billy ist ganz begeistert vom Rückwärts, ich muss aufpassen, dass es kontrolliert bleibt. Manchmal ging er rückwärts, obwohl ich wieder vorwärts wollte. Aber er heischt stets nach Anerkennung danach, und will ein Leckerli. Ich freu mich dass das nun so toll funktioniert. Sobald ich weiter weg bin, missversteht er dafür wiederum mein Rückwärts-Signal für „vorwärts“. Macht nichts, wir machen uns das schon noch aus. Anhalten funktioniert auf jeden Fall super jetzt! „Whoa“ ist in sein Hirn gesickert ;-).

Dann begann ich zu lenken. Auch da hab ich heut im Lauf der Einheit eine Methode gefunden, die funktionieren sollte: Ich gehe hinter ihm, breite beide Arme aus, in der äußeren der Wendung den Stick. Ich drehe meinen ganzen Körper in die neue Richtung, mit ihm die Arme. Dadurch kommt der Stick näher an die Seite, von der Billy wegweichen soll, und das hat er super verstanden. Ich schau ein bisschen aus dabei wie ein Kind, das Flugzeug spielt ;-). Jedenfalls sollte es so auch irgendwann mal ohne Stick funktionieren, weil er es deutlich sieht. Und wenn wir das dann mal im Galopp können, sieht es sicher lustig aus ;-). So hab ich begonnen, ihn in Zirkel zu lenken, dann wieder geradeaus, dann wieder Zirkel, dann um Pylonen. Schließlich in eine Weave um 4 Pylonen, und es hat super geklappt! Den Stick nehme ich dabei schnell von einer Hand in die andere, aber nach ein paar Mal hat er es schon so gut kapiert gehabt, dass ich den Stick auch mal in einer Hand lassen konnte, er hat schon die Körpersprache nur aufgrund der ausgestrekcten, gedrehten Arme verstanden.
Antraben hat super funktioniert, hier bin ich dann natürlich etwas langsam mit dem Lenken, aber man konnte sehen, dass es funktionieren wird, sobald wir das üben und verfeinern.
Schließlich ließ ich ihn aus Zone 5 sogar angaloppieren, und es hat geklappt!! Die Lenkung geht dann zwar völlig flöten, ich renne ihm mehr oder weniger nach, aber er hat angaloppiert auf mein Kommando von da hinten.
Suuuuper Pony, das war heut eine sehr schöne Einheit mit ganz viel neuen Sachen.

Liberty

Ich nahm dann das Seil ab und wir haben die Weave geübt. Billy blieb zuerst beim Umdrehen von rechts nach links wieder stecken, ich musste ihn ein paarmal abholen und hab mich daher dann wieder auf die Boomerang-Übung von Lichman konzentriert. Die funzt immer! Ich ließ ihn so mit viel Energie enge Achter gehen, nah an ihm dran (bleibe aber auf einer Seite der Pylonen). Ich muss ihn dabei dann irgendwie triezen mit dem String, er zeigt dann sein angepisstes Gesicht, aaaber der Draw kommt gleichzeitig wieder. Etwas, was ich noch immer nicht ganz verstehe.
Weave im Trab hat dann geklappt, mit wenig Entfernung. Es wird.

Dann hab ich das Zone 5 Driving auch at Liberty probiert, weil es davor On Line so schön geklappt hat. Weil ich den Draw grad so stark gemacht hatte, hatte ich zuerst einmal Schwierigkeiten, überhaupt in Zone 5 zu kommen. Billy drehte sich eifrig mit mir mit und gab mir ständig 2 Augen. Mit dem „Whoa“-Kommando und Friendly Game gings schließlich, ich konnte in Zone 5. Bisschen Friendly, dann gings los.

Auch Liberty hat das fast gleich gut geklappt! Wir machten Schritt, Trab, Schritt, auch Anhalten und Rückwärts klappte (hab ich aber lieber nicht überstrapaziert!). Sogar Angaloppieren, und schließlich das Lenken: Genau wie mit Seil dran! Wir machten die Weave 3 Längen durch im Schritt, genial! Er versteht die Körpersprache so total gut.

Da hab ich dann schnell und einmal zum richtigen Zeitpunkt aufgehört mit einem großen Lob, einer Karotte und ein paar Minuten Entspannungs-Genickkraul-Einheit. Ich glaub heut hab ich (fast) alles richtig gemacht ;-)

Sonntag, 21. Oktober 2012

Heute riss der Nebel nicht auf, erst sehr spät, sodass es nicht so schön warm wurde wie gestern und erst am Schluss ein paar Sonnenstrahlen durchkamen.

Heute fand ich eine Mitreiterin zum Ausreiten. Wir testeten eine noch unbekannte Wegabzweigung, mit ein paar Nebenabzweigungen, die uns aber nur in einem Bogen durch viel MAtsch wieder zurückführten.Hier gibts noch jede Menge kleine Wegelchen zu erkunden...
Nach einem längeren Bergauf-Stück kamen wir dann raus aus dem Wald. Da waren dann wieder mal Kühe, die einen waren weit weg, die waren Billy, geführt von seinem Herdenchef, ziemlich egal. Wir ritten bis zum Hof, zu dem der Weg offensichtlich im Endeffekt führte, und sahen, dass man wohl nicht wirklich weiter kommt. Eine Kuh schreckte sich vor uns und Billy sich vor ihr. Danach war er sehr angespannt und ich hatte wieder einmal das scheußlich flaue Gefühl im Magen. Ging so, wir warteten ein bisschen, dann drehten wir vorsichtig um und ritten gesittet heim.Wieder ein Abenteuer bestanden! ;-)

Samstag, 20. Oktober 2012

Heute war soo ein schöner Herbsttag! Es gab Nebel, aber der riss bei der Fahrt zum Stall schon auf, die Blätter leuchteten in gelb und rot mit dem Himmel in Blau um die Wette. Dazu wurde es warm, 23°!


Natürlich machte ich bei dem tollen Wetter einen Ausritt. Leider kam keiner mit, so ging ich nur eine recht kleine Runde alleine. ABER eine neue Runde, nämlich eine Kombination aus unserer mittleren und der langen Bergrunde, die ich mit meinem Freund kürzlich joggend erkundet hatte.
Billy war superbrav. Er hatte schon so eigene Ideen, ließ sich aber jeweils gut überreden.

Er stapfte brav den Berg hoch und auch wieder runter, ließ sich von einem Riesen-Holzpferd (das unser STallbesitzer zum runden Geburtstag aufgestellt bekommen hat) und einer Wäscheleine mit Babysachen (zum Willkommnen eins Babys in der Nachbarschaft) nur wenig aus der Ruhe bringen und auch sonst lief alles glatt und ruhig.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Es herrscht weiter schönes Herbstwetter, angenehm mild.

Finesse:
Als ich mit dem Gebiss kam, ist Billy heute zwar nicht ausgewichen, aber dafür hat er schon wieder das Maul ewig nicht aufgemacht. Schließlich ein bisschen, und fest draufgebissen. So standen wir dann wieder für ein paar Minuten. Irgendwann entschließt er sich und nimmt es dann.

Ich hab verschiedene Biegeübungen gemacht, nach dem Centered Riding-Unterricht. Nichts besonderes. Dabei viele Zirkel geritten ("Olympische Ringe").
Wann immer er sich richtig gebogen hat in eine Richtung gab es lange Zügel und einen schnellen Handwechsel, und wieder neu aufgebaut. Tw. hat er heftig gekaut, aber oft kommt nach dem Kampfkauen dann die Biegung.

Ein bisschen Rahmen zu verlängern haben wir auch versucht, im Trab. Ich bin mit Pad geritten, ließ sich super sitzen.

Langweilig und planlos war ich heute... 

Mittwoch, 17. Oktober 2012

On Line
Heute hab ich wieder Driving aus Zone 4 + 5 geübt, mit einem Seil (7-m-Seil). Wir gingen zu Anfang einfach Ganze Bahn, ich ließ mich wie immer nach und nach zurückfallen bis ich in Zone 4/5 lande. Ich versuchte die meiste Zeit Kontakt zu halten Billys Popo.
Anhalten klappte super, und wie von selbst hat sich Rückwärts ergeben. Ich hebe den Stick jetzt über seine Kruppe, so wie beim Herholen von der Seite auch. Er verstand dieses Signal ziemlich gut, und wir haben ein unglaublich gutes Rückwärts bekommen! Weil er sehr übereifrig wurde damit, hab ich dann verschiedene Anforderungen gemischt: Anhalten und ohne Rückwärts wieder vorwärts, Anhalten und stillstehen, Anhalten und Rückwärts. Er hat super mitgemacht.
Auch Liberty war das Rückwärts genauso toll!

Als ich dann für eine Minute Stick to me gemacht hab, hab ich schon gesehen, dass Billy total gut drauf, verspielt und LBE ist. Ich hab ihn dann lieber ans Seil genommen, weil ich nicht genau wusste, wie sich das noch äußern wird.
Er hat nur drauf gewartet, auf den Zirkel zu gehen, und ist im Galopp lockerleicht losgedüst, er war wirklich gut drauf. 4,5 Runden ohne Probleme. Reinkommen war sehr gut.

Liberty
Ich hab dann das Seil wieder abgenommen und weiter CG gespielt. Wie ich bei diesem Gemütszustand schon erwartet hab, war das Reinholen dann schwierig. Ich musste mich klein machen und lange lange hinhocken; er zog dann kleine Kreise im Schritt, bevor er sich nach Ewigkeiten entschließen konnte, bei mir stehen zu bleiben.
Dafür hatte er super go, fetzte im Galopp die lange Seite entlang, das machte ihm heut richtig Spaß. Super Zirkel ging er im Trab und Galopp um mich, wir machten dann Schritt-Galopp-Übergänge. Er ließ sich mit Stick gut zum Schritt bremsen, und wartete dann aber nur drauf, dass er wieder galoppieren durfte, und auf Fingerzeig düste er aus dem Schritt los, super!

Nach dem Austoben hab ich wieder den Slalom at Liberty probiert. Beim rechten Bogen haute mir Billy gern ab und stellte sich verunsichert in die Ecke. Ich musste näher ran und Boomerang üben, da wurde es besser (Boomerang: Auf kurze distanz das Pferd um einen Pylon schicken und sofort rückwärts laufen und wieder zu sich herziehen, sofort loben. Die Übung haben wir beim David Lichman-Kurs gelernt, und sie funktioniert IMMER, wenn der Draw abhanden kommt!!) Wir machten Achter im Schritt und Weave im Schritt. Zwischendurch ein paar Trabtritte auch, aber heute war die Gefahr zu groß, dass ich ihn mit mehr Geschwindigkeit verliere, deshalb ließ ich es bei guten Achten mit wenig Distanz, aber gutem Draw bewenden.

Montag, 15. Oktober 2012

On Line
Zum Aufwärmen haben wir heute in der Halle die „invisible-human“-Übung von Karen Rohlf wieder aus der Versenkung geholt. Dabei gehts darum, hauptsächlich selbst zu lernen, wann alle Energie aus dem eigenen Körper draußen ist, um zu signalisieren: Friendly Game! Auch bei coolen Pferden wie Billy ist es immer wieder erhellend, dass man vielleicht im Stehen deutlich genug ist, aber sobald man Bewegung hinzufügt, wieder alles ganz anders sein kann.
Ich schaute zuerst, dass Billy etwas Abstand einhielt (er wollte lieber auf mich zukommen), dann begann ich das Seilchen über den Rücken zu schwingen. Links ging das eigentlich gleich super, rechts ist er skeptisch, Kopf geht rauf, Augen werden verdreht, er zögert in der Vorwärtsbewegung. Ich machte es sehr lange, immer wieder, ließ auch den String länger am Körper liegen, bis die Reaktion zumindet etwas abgemildert war.
Dann noch mal näher hin und dann wieder weiter weg, indem ich mich am Seil hin oder weg hantelte, das war weniger Problem, er hielt dabei Takt und Tempo.

FreeStyle
Ich habe 4 Stangen aufgelegt, als L, mit einer Lücke dort, wo das L zusammenstoßen würde. Anfangs bin ich ohne Zügelkontakt kreuz und quer geritten. Billy hat super reagiert auf Gewicht und Schenkel. Er ließ sich brav durch die Stangengassen dirigieren und auch anhalten.
Dann begann ich Rückwärts zu fordern in den Stangengassen – ging super! Da ist uns beim Kreinberg-Kurs scheinbar ein Knopf aufgegangen. Sehr feines, williges Rückwärts. Es klappt super, wenn ich den anpendelnden Schenkel ganz leicht, fast unsichtbar, verwende, und dazu ganz wenig Zügel in rhythmischem Klingeln. Die Gebisszügel hab ich dafür nicht verwendet.
Nach der Stangengasse im Rückwärts haben wir dann mit HH-Wendungen kombiniert, dann auch rückwärts um die Ecke durch das L, mal in die eine, dann in die andere Richtung. Rückwärts Schritt für Schritt. Ein Schritt Rückwärts, einer vorwärts.
Ich hatte den Eindruck, dass Billy die kniffligen Übungen Spaß gemacht haben.

Finesse
Oje, das Nehmen vom Gebiss wurde wieder ganz schlecht heute. Billy wich heftig nach hinten aus, es brauchte eine Weile, bis ich ihn den Kopf senken und stehenbleiben lassen konnte. Dann nahm er das Gebiss aber wieder sehr schnell. Ichwerds wohl nie verstehen....
Wir übten dann wieder kurz die Biegeübungen. Ich kombiniere dabei Kreinbergs-Griff-Übungen zum Zügelverkürzen und -verlängern und die Biege- und Beizäumungsübungen vom Centered Riding-Unterricht. Diesmal sogar im Trab. Wir tun uns aber schwer dabei. Billy kämpfte tw. ziemlich gegen den Zügel. Ich hab probiert aufzuhören, wenn es gut war, ob ich das geschafft hab, ich weiß nicht.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

FreeStyle
Billy war heut flott unterwegs und etwas aufgekratzt. Zum Aufwärmen sind wir einige Bahnfiguren ohne Zügel geritten, hat alles super geklappt, da herrscht langsam schöne Harmonie!
Dann habe ich Billys großes Go ausgenützt und am Galopp gearbeitet. Zuerst etwas traben, Billy streckte sich brav und schnaubte ab. Dann hab ich versucht, ein möglichst sanftes Angaloppieren zu erreichen. Das ist schwierig, Billy nimmt immer alle Kraft zusammen und wirft sich in den Galopp. Er rennt nicht rein, das Angaloppieren klappte heute sowas von punktgenau, auch aus dem Schritt, mit nur etwas Energie hoch, unglaublich toll! Aber es fühlt sich so nach Kraftakt an; der scheint zwar von hinten zu kommen, soweit gut. Wenn ich versuche, einen „sanfteren“ Übergang in den Galopp zu bekommen, bekomme ich einen Tralopp, also irgendwelche komischen Taktfehler, oder er rennt rein. Das ist sehr schwierig zu dosieren momentan…
Jedenfalls wollte Billy ausdauernd galoppieren, ein paar Runden ums Viereck wie nix, der wollte richtig laufen! War aber trotzdem ganz toll in den Schritt zu parieren.
Mit dem Sitzen in meinem Sattel tu ich mir schwer. Ich kann den Galopp tatsächlich besser sitzen mit dem Barebackpad…

Finesse
Das Gebiss hat Billy heut wieder nicht so gern genommen. Brav, aber nicht so gerne eben. Als er mich damit kommen sah, wollte er wieder ausweichen. Er senkte dann auf Wunsch schon brav den Kopf und nahm es auch bald auf, ohne großes Tamtam. Trotzdem, das Ausweichen ist auch wieder Feedback *seufz*

Ich arbeitete in den Ecken an der Biegung. An der langen Seite ließ ich ihn hie und da in Außenstellung gehen, dabei genauso an der Biegung gearbeitet wie innen. Mir kommt vor, dass er vielleicht mittlerweile besser und schneller nachgibt.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

On Line
In der Halle hab ich am kurzen Seil Driving aus Zone 5 geübt. Angefangen habe ich mit Driving aus Zone 2, dann ließ ich mich langsam zurückfallen, bis ich auf Kruppenhöhe war. Um Billy zu helfen, hab ich dort meine Hand gelassen und immer Kontakt gehalten. So hat z.B. Anhalten super funktioniert, auch rückwärts am Schweif (bis auf ein Mal, da gab es Missverständnisse, und er begann zu kreiseln) und ohne Schweif. Klappte auf sehr feine Signale (eigener Körper auf „Rückwärts“, Handheben und leicht das Seil bewegen, mehr nicht).
Lenken ist dagegen noch schwieriger, solang ich nur ein Seil habe.

Finesse
Das Gebiss hat Billy, nach kurzem leichten Ausweichen im ersten Moment, wieder brav genommen.
Danach bin ich aufgesessen. Billy war flott unterwegs, ich musste heute nicht viel treiben.
Ich habe zwei Centered-Riding-Übungen von den letzten Malen abwechselnd gemacht: Rahmen im Schritt verlängern und verkürzen, dazwischen in den Ecken versucht, die richtige Biegung mit Nachgeben und Beizäumung zu erreichen.
Rahmen verlängern klappt gut, verkürzen weniger, da bleibt Billy gern stehen, aber da wurde ich ja vorgewarnt, dass ich hier treiben werde müssen bei ihm. Er bemüht sich schon recht! Die Biegung klappt – glaube ich – immer besser und ich kann schneller und früher loben und wieder lang lassen.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Wetter war kühl und bewölkt, leicht regnerisch. 13°.


Online:
Weave: Ich hab langsam mit mehrmaligem Yoyo gestartet, das ging gut. Dann Führen auf Entfernung, auch ok. Dann Übergang zur Weave mit möglichst großer Entfernung. Im Schritt alles sehr gut, im Trab gings auch so halbwegs, ich war nur wieder einmal zu langsam. Auf einer Seite gings besser (wenn ich rechts bin) als auf der anderen.
Wir gingen dann über zu einem Achter, Schritt, Trab, dann mit Galopp und Versuch von fliegenden Wechseln. Von rechts auf links hatte ich mehrere gute Wechsel, aber umgekehrt verfiel er mir immer in Trab bei der Kurve.
Daher ging ich über zu einem CG um prompteres Angaloppieren zu üben. alle paar Schritte ein Übergang. Vom Trab zum Schritt, wieder Trab, Galopp, Trab, Schritt, Trab, Galopp usw. Ging sehr gut, Phase 1-2 meistens. Im Trab streckte sich Billy brav etwas nach unten und sah nach schön gedehnter Oberlinie aus.

Finesse:
Danach gingen wir wieder zum Putzplatz und ich sattelte noch, um die Centered-Riding-Übungen im Schritt zu machen.
Im Schritt am Viereck übten wir in jeder Ecke die richtige Biegung zu erreichen. Ich starre dann gebannt auf Billys Halsaußenseite, ob sich die richtige Stelle nach außen wölbt. Sobald ich es sah und er gerade nachgiebig war, d.h. sich nicht gerade auf den Zügel lehnte, gab es ein Stückchen am langen Zügel. Rechts ging es etwas schneller meistens als links. Auf beiden Händen je ca. 10x gefordert. Hie und da haben wir Volten eingeschoben, mit viel Untertreten des Hinterbeins. Ich denke es kommt schon ein bissl schneller als noch bei der Stunde am Samstag.

Samstag, 6. Oktober 2012

Centered Riding Stunde: Biegung und Beizäumung

Heute hatten wir wieder Centered-Riding-Stunde.


Schon wieder nimmt Billy das Gebiss widerstandslos. Naja, nicht ganz, ganz am Anfang versucht er einen Schritt auszuweichen, aber dann, sobald der Riemen über der Nase ist, macht er sofort das Maul auf, wenn das Gebiss davor baumelt. Yeah!

Ich habe in der Stunde gebeten, mir noch einmal zu erklären, wie das beim Rahmen verlängern mit der Hinterhand gemeint war. Sie erklärte es noch einmal, und im Prinzip verstehe ich das jetzt so, dass ich das Becken abkippe, und Billy kippt seines deshalb mit ab und kommt weiter drunter. Also einfach mehr auf die Hosentaschen setzen, dabei aber Körperspannung halten und in meiner Wirbelsäule trotzdem durchschwingen. Kopf oben aufgesetzt lassen, nicht hängen lassen. Haben wir aber nur kurz gemacht.

Dann hieß es, wir sollten heute an der Beizäumung arbeiten. Wow.
Wir haben im Grunde die ganze Stunde fast nur Schritt und nur die eine Übung gemacht, viel mit Zügel, wenig sonst. Hier die Anleitung:
Zuerst einmal Biegung ins Pferd. Ging am besten in den Ecken. Ich darf den Innenzügel kürzer nehmen und es macht momentan noch nichts, wenn die Stellung übertrieben stark wird. Die richtige Biegung erkenne ich, wenn ich an die Außenseite des Pferdehalses schaue. Solange die Biegung noch nicht da ist, ist da in der Mitte des Halses eine flache Stelle, wie ein „Loch“. Sobald Billy richtig biegt, füllt sich dieses auf. Ein praktischer Indikator... wir brauchen eine Stehmähne ;-)
Das konnte ich mit dieser Krücke also dann ganz gut erkennen (sehen, wenn auch noch nicht fühlen).

Dann weiter: Um diese Biegung zu bekommen und Billy dazu zu bringen, im Genick dann nachzugeben, mit dem Außenzügel Schwämmchen ausdrücken oder auch "Hamster würgen" ;-), also leichte kleine Paraden, und zwar immer dann, wenn der Innenfuß abfußt, gemeinsam mit dem „ansprudelnden“ Schenkel.
Billy hat sich tw. sehr stark auf den Zügel gelegt, ich musste da dann immer – trotz richtiger Biegung, die ich belohnen hätte wollen und sollen – warten, bis er nachgibt, bevor ich die Zügel wieder länger lassen konnte.
Ach ja, das ganze immer nur für einige Sekunden halten, dann Zügel nachgeben, wenn es richtig war. Ein paar Tritte langer Zügel, dann wieder neu aufbauen.

Am Zirkel üben, unsere „Ecke to go“ ;-).
Am Zirkel kann ich Billy auch veranlassen, ganz kurz mit dem inneren Hinterbein weiter unter zu treten, Hinterhand leicht nach außen verschieben.
Ganz klar ist mir die Übung noch nicht, aber wir werden sehen, was wird, wenn ich weiter übe.
Am Schluss haben wirs noch im Trab versucht, aber das war schwierig, weil Billy mir sofort in Außenstellung lief in den Ecken, v.a. linke Hand. Ich war zu langsam mit Hand und Schenkel und überhaupt. Zeurst mal im Schritt üben, würd ich sagen ;-)

Freitag, 5. Oktober 2012

Super Wetter heute, total warm! Konnte noch auf dem Viereck reiten. Billy kam mir auf der Weide auch wieder ein paar Schritte entgegen.
Er hatte heut viel Go, beim Aufsitzen startete er sofort durch, musste erst Gehorsam wiederherstellen und zur Aufstieghilfe zurückreiten, um dort stehenzubleiben eine Weile. Er startete dann voll motiviert Richtung Viereck durch, sehr ungewöhnlich. ;-)

Finesse:
Billy nahm zu meiner Verwunderung auch heute das Gebiss ohne Zögern. Hinhalten, Kopf runter, Maul auf, reinnehmen, fertig. Cooooool! :-)

Ich bin hauptsächlich Wendungen im Schritt geritten, mit Kreinberg’scher Zügelverkürzungstechnik. Jede Ecke tief ausgeritten, gebogen dabei. Dann auch Slalom, versucht an alles zu denken, was ich gelernt hab. Billy war sehr brav, hat brav mitgemacht, hatte viel Go.
Dazwischen wieder versucht Rahmen zu verlängern und zu verkürzen. Ich fühl das noch nicht so recht. Verlängern geht gut, aber ob er hinten brav mittritt und das so ist wie es sein soll, weiß ich nicht.
Danach Rückwärts: Die Kreinberg’sche Methode funktioniert super. Immer nur ein Schritt, Schwämmchen drücken, anpendeln (ohne geht’s leider kaum, aber wir arbeiten dran, diese hohe Phase wegzubekommen), halt. Und neu. Und antreten daraus. Billy war willig und so scheint es ihn auch wenig zu stressen.

Freestyle:
Das viele Go musste ich zum Schluss noch ausnützen für einen netten schönen flüssigen Galopp.
Ging super, willigst angesprungen, immer richtige Hand, mehrere Runden willig und flott, hat ihm glaub ich auch Spaß gemacht heute mal ein bissl Gas zu geben. 

Dienstag, 2. Oktober 2012

Schauen wir einmal, wie es Billy nach dem Kurs geht. Ich bin Feuer und Flamme, das Gelernte zu üben; habe nur etwas Sorge, dass es Billy langsam zu viel wird mit dem vielen Finesse. Dennoch: Erstaunlich. Schon wieder lässt sich Billy mehr oder weniger ohne Widerstand auftrensen, öffnet von allein das Maul und drin ist das Gebiss.

Finesse:
Gleich als erstes habe ich die Abkauübungen vom Boden aus gemacht, wie beim Kurs immer. Es war total schwierig, Billy heute überhaupt zum Kauen zu bekommen. Ich massierte, probierte alles mögliche (die eine Hand höher, die andere, auseinander, …), aber das Maul blieb still. Biegen ging ganz gut, aber da spürte ich schon zwischendurch Widerstände, ging dann aber.

Dann begann ich im Schritt, einfach auf der ganzen Bahn die Ecken akribisch auszureiten. Zügel verkürzen und verlängern üben. Heute hatte ich Hackamore-Zügel, Gebiss-Zügel plus auch noch die Gerte, aber es ging. Billy bog sich ganz ordentlich und fast ohne Widerstände.

Irgendwie bin ich grad verwirrt bezüglich Beine fühlen. Welches geht nun wann vor? Billy stolperte oft, weil ich ihn richtiggehend mit der Treiberei aus dem Gleichgewicht brachte.

Dazwischen probierte ich ein Rückwärts und es ging total super und fein, mit leichtem Finger-Schließen und leichtestem Schenkel-Anpendeln. Das muss ich wirklich so erhalten. Immer nur 1 Schritt und Anhalten hat auch geklappt (beim Kurs machte er ja eher zu viele Schritte).

Dann die CR-Übung "Rahmen verkürzen und verlängern" mit der Ecken-Übung im Trab verbunden. Billy hat sich brav gestreckt. Hab abwechselnd versucht, ihn nach vorne-unten zu schubsen und dann wieder zu verkürzen, indem ich „mein Segel spanne“. Weiß nicht ob das genug war, aber der Rücken fühlte sich bei letzterem gut federnd an. Billy reagiert echt so gut auf den Sitz :-).

Liberty:
Dann nahm ich Gebiss und Halfter ab und wir haben noch ein bissl Liberty gemacht. Billy legte die Ohren an. Grant? Unsicherheit? Werde nicht schlau draus. Wir haben an der Weave gearbeitet, und er hat toll mitgemacht!!
Zuerst hab ich ihn um einzelne Pylonen geschickt und gleich wieder zu mir (Boomerang-Übung von David Lichman). Das klappte super, eben bis auf die angelegten Ohren. Dann bin ich mit ihm um die Pylonen rumgegangen, dann blieb ich auf einer Seite und schickte ihn herum. Klappte alles so toll, dass ich ihn nach einer Wendung dann kurz antraben ließ, und tatsächlich haben wir eine vollständige Weave, d.h. hin, volle Wendung, zurück, durchgehend im Trab geschafft! Ich war super stolz! At Liberty!!!
Dann noch ein bissl Stick to Me, dann nochmal um die Pylonen, da gings nimmer so gut, habs also wieder einmal übertrieben *seufz*. Trotzdem, tolles Ergebnis heute.:-))