Zuallererst gab es heute einmal Pediküre. Meine Hufbearbeiterin ist sehr zufrieden mit Billys Hufen und seinem Gang. Billy war heut allerdings frech und ungeduldig beim Bearbeiten, zog den Huf wieder mal weg und suchte mich penetrant nach Leckerlis ab. Ist auch sonst meist besser.
Nachher gingen wir in die Halle. Dort wurde gerade der Gang nach dem Ausschneiden eines Kumpels von ihm analysiert. Wir ließen den Billy auch frei dazu und die zwei trabten wie abgerichtete Zirkustierchen den Hufschlag entlang. Dann begann Billy, den Kumpel in jeder Ecke zu überholen (da ists am wenisten anstrengend *g*), um ihm den Weg abzuschneiden und ihn umzudrehen. Sehr eindrucksvolle Richtungswechsel *g*. Billy war also in Cutting-Laune; ich probierte, wie weit ich ihn Liberty an mich binden kann, solange der andere da auch noch unterwegs ist. Klappte ganz gut, solange die Distanz nicht zu groß wurde. Beim Versuch, ihn auf einen Zirkel zu schicken, vergrößerte er den Zirkel bis zum Tor - allerdings war der andere gerade dabei, sich aufs Rausgehen vorzubereiten. Ich holte den Billy vom Tor ab und da kam er brav mit.
Danach nahm ich ihn ans Seil und baute unsere zuletzt fortgeschrittenen Achter weiter aus - zum Weave-Pattern. Zuerst stellte ich 3, später 4 Kegel auf und tastete mich heran. Mal davor, mal dahinter, mal um 2 Kegel rum, dann nur um einen. Billys Drive war heute super, nur ein bisschen mehr Energie und er trabte; angaloppieren kam auch prompt und willig. Wir haben einige Einfach-Durchgänge der Weave im Trab geschafft und ich fragte mich, was da zuletzt so schwierig dran gewesen war. Es war jetzt irgendwie total simpel. Billy trabte langsam genug, dass ich in schnellem Schritt oder gemächlichem MEnschentrab dabeibleiben konnte (vielleicht war ich auch nur endlich klug genug, es gar nicht erst zu probieren, wenn Billy allzu sehr in Fahrt war und das Trabtempo somit zu hoch, als dass ich mitgekommen wäre), Draw passierte am durchhängenden Seil (ich meine mich zu erinnern, dass ich da bei früheren Versuchen schon ordentlich mit dem SEil nachhelfen musste), Drive mit ausreichend Abstand. Hie und da galoppierte Billy sogar an, aber für Weave mit Galopp bin ich noch nicht koordiniert genug. Billys Gesichtsausdruck ist nicht besonders erbaulich, aber naja, vielleicht krieg ich das in 10 jahren oder so dann auch mal raus.
Sonst war er total aufmerksam. Wir hatten z.B. einmal oder zweimal ein Missverständnis, als ich von der Pylonenreihe weg (aber vorwärts) lief, um ihm Platz zu machen, dacthe er es geht wieder um Achter und wollte handwechseln. Das Missverständnis konnten wir aber ganz ruhig und simpel klären, ohne dass er das GEfühl bekam, kritisiert worden zu sein, glaube ich, und danach wechselten wir hie und da Achter und Weave miteinander ab und Billy wurde total aufmerksam: "wohin, wohin, wohin? gradaus oder rum?" Durch viele Gangart- und Musterwechsel hat es ihm glaub ich auch Spaß gemacht.
Nächstes mal probier ichs dann auch Liberty ;-)
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Dienstag, 28. Februar 2012
Sonntag, 26. Februar 2012
Billy spielte heut das "du kannst das Gebiss sonstwohin stecken, aber sicher nicht in mein Maul"-Spiel mit mir :-( . Wie gehabt - kaum macht man mal was mit dem Gebiss (und das war sicher nicht sooo furchtbar), verweigert Billy dahingehend jede Kooperation. Ich versuchte viiiel Geduld zu haben, aber da nützt alle Geduld nix. Billy steht da und weigert sich einfach. Angst hat er nicht, er mag es offenbar nur nicht: mag ich nicht, war anstrengend, bäh, blöd, mach ich nicht.
Ich sags gleich, ich hab irgendwann aufgegeben, bevor ich völlig die Nerven verliere und irgendwann mal mit dem Gebiss um mich schlage :-( .Es war ein schlechter Moment um aufzugeben, aber ich hätte glaub ich sonst wirklich mal einen cholerischen Anfall bekommen.
Tja, dann wars halt nichts mit Finesse Halt-Schritt Übergängen (mehr wäre nicht auf dem Programm gestanden), da gingen wir ins Gelände. Nicht so weit, nur die Straße runter, in den Wald abgebogen, dort ein nettes Wegelchen gefunden, wo der Boden so gut war, dass wir traben konnten - bergauf. Ich verlangte flotten Schritt und angemessenen Trab. Diese bergauf-bergab 10-Minutenrunde gingen wir zu Billys Erstaunen 3x, und eben flott. Es war ein toller Ausritt, mit ordentlich Energie dahinter (dass ich immer erst grantig werden muss, um meine Energie hoch zu kriegen *seufz*) und hübshcen Trabstrecken.
Und ich bin schon wieder gleich am Überlegen, ob ich es jetzt vielleicht endlich wirklich endgültig und für immer und ewig bleiben lasse, das doofe Gebiss-Reiten. Ich mag einfach auch langsam nimmer. ...
Ich sags gleich, ich hab irgendwann aufgegeben, bevor ich völlig die Nerven verliere und irgendwann mal mit dem Gebiss um mich schlage :-( .Es war ein schlechter Moment um aufzugeben, aber ich hätte glaub ich sonst wirklich mal einen cholerischen Anfall bekommen.
Tja, dann wars halt nichts mit Finesse Halt-Schritt Übergängen (mehr wäre nicht auf dem Programm gestanden), da gingen wir ins Gelände. Nicht so weit, nur die Straße runter, in den Wald abgebogen, dort ein nettes Wegelchen gefunden, wo der Boden so gut war, dass wir traben konnten - bergauf. Ich verlangte flotten Schritt und angemessenen Trab. Diese bergauf-bergab 10-Minutenrunde gingen wir zu Billys Erstaunen 3x, und eben flott. Es war ein toller Ausritt, mit ordentlich Energie dahinter (dass ich immer erst grantig werden muss, um meine Energie hoch zu kriegen *seufz*) und hübshcen Trabstrecken.
Und ich bin schon wieder gleich am Überlegen, ob ich es jetzt vielleicht endlich wirklich endgültig und für immer und ewig bleiben lasse, das doofe Gebiss-Reiten. Ich mag einfach auch langsam nimmer. ...
Samstag, 25. Februar 2012
Heut war angenehmes Wetter, und Billy und ich machten einen Spaziergang. Wir wagten uns über die Straße, ich hatte eine kurze Runde geplant, wo meine Komfortzone ordentlich gedehnt wird. Ganz gelang uns die Runde nicht, weil im Wald eine riesige Eisplatte den Weg versperrte. Also umgedreht und wieder gemütlich nach Hause, alles gut gegangen.
Zu Hause gingen wir noch kurz in die Halle, Liberty-Figure 8s antesten. Wie gestern klappte alles super im Schritt, und auch Trab klappten bald ein paar hintereinander! Übermütig fragte ich nach Galopp und sogar das klappte (fast). Billy galoppierte, Draw war weiterhin vorhanden, einmal wechselte er fliegend, sonst über Trab, was vollkommen ok war. Ich war ziemlich baff, wie gut das klappt!
Zu Hause gingen wir noch kurz in die Halle, Liberty-Figure 8s antesten. Wie gestern klappte alles super im Schritt, und auch Trab klappten bald ein paar hintereinander! Übermütig fragte ich nach Galopp und sogar das klappte (fast). Billy galoppierte, Draw war weiterhin vorhanden, einmal wechselte er fliegend, sonst über Trab, was vollkommen ok war. Ich war ziemlich baff, wie gut das klappt!
Freitag, 24. Februar 2012
Heute haben wir nur kurz was gemacht, und ich habe unsere Liberty-Achter weiter ausgebaut.
Bin total perplex, es klappten Trab-Achter fast auf Anhieb! Wir brauchen etwas mentale Vorbereitungszeit, bis wir drauf eingestimmt sind, aber dann... hin, her, Handwechsel, Drive, Draw, wunderbar! Sooo ein braver Billy!
Bin total perplex, es klappten Trab-Achter fast auf Anhieb! Wir brauchen etwas mentale Vorbereitungszeit, bis wir drauf eingestimmt sind, aber dann... hin, her, Handwechsel, Drive, Draw, wunderbar! Sooo ein braver Billy!
Sonntag, 19. Februar 2012
Die Kältewelle ist eindeutig vorüber, der Schnee taut, die Wiesen sind allesamt patschnass und rutschig, die Straßen noch von Eis bedeckt und ebenfalls rutschig. Also wieder in die Halle.
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.
Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!
Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!
Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.
Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!
Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!
Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).
Freitag, 17. Februar 2012
Nach dem intensiven Kurstag wollte ich heut was ganz anderes mit Billy machen. Also habe ich beschlossen, nach der vielen konzentrierten Arbeit vom Sattel aus etwas Peppigeres mit mehr Bewegung vom Boden aus zu machen. Was ich extrem lange nicht mehr weiter verbessert habe, sind unsere Achter.
Ich stellte 2 Pylonen in der Halle auf und begann mich mit Zirkeln, Driving Game und so an die Achten heranzuarbeiten, vom Schritt über den Trab bis hin zum Galopp, den fragte ich immer beim Punkt X zwischen den beiden Achter-Schleifen an, und Billy galoppierte sehr brav an.
Ich wollte dann übergehen zu Galoppwechseln über den Trab, aber Billy meinte wohl das wär ihm zu umständlich, und wechselte gleich mal fliegend, was ihm eine grooooße Pause einbrachte. Er hat jetzt eindeutig gelernt, seine Beine so zu sortieren, dass er auch von rechts auf links fliegend wechseln kann! Vor einiger Zeit konnte er das eindeutig nicht, sondern verhedderte sich regelmäßig.
Wir schlossen ab mit einem solchen hübschen fliegenden :-)
Ich stellte 2 Pylonen in der Halle auf und begann mich mit Zirkeln, Driving Game und so an die Achten heranzuarbeiten, vom Schritt über den Trab bis hin zum Galopp, den fragte ich immer beim Punkt X zwischen den beiden Achter-Schleifen an, und Billy galoppierte sehr brav an.
Ich wollte dann übergehen zu Galoppwechseln über den Trab, aber Billy meinte wohl das wär ihm zu umständlich, und wechselte gleich mal fliegend, was ihm eine grooooße Pause einbrachte. Er hat jetzt eindeutig gelernt, seine Beine so zu sortieren, dass er auch von rechts auf links fliegend wechseln kann! Vor einiger Zeit konnte er das eindeutig nicht, sondern verhedderte sich regelmäßig.
Wir schlossen ab mit einem solchen hübschen fliegenden :-)
Donnerstag, 16. Februar 2012
Rezension
Jaime Jackson: The Natural Horse. Foundations for Natural Horsemanship. Star Ridge Publishing, 1997. 192pp. € 19,99.
Nachdem ich Paddock Paradise und die Natural Hoof Care Bücher von Jaime Jackson mit großem Interesse gelesen habe, habe ich auch dieses Buch erstanden.
Ich war ein bisschen enttäuscht. Vieles daran sind sehr oberflächlich beschriebene Tatsachen. Jacksons Beobachtungen an den Wildpferdeherden sind zwar interessant, aber die Erkenntnisse, die er daraus zieht, nicht wirklich neu.
Die Gestaltung gefiel mir auch nicht so, ich fand es deshalb etwas mühsam zu lesen (und ehrlich gesagt ist es eins der wenigen Bücher, die ich nicht fertig gelesen habe). Immer wieder hat er lange Tabellen, das macht das ganze recht trocken.
Ein sehr großer Teil des Buches wird von der ganzen Hufgeschichte eingenommen - mehr als zu erwarten war. Wer das Natural Hoof Care Buch kennt, kennt damit auch schon den Hauptteil dieses Buches.
Man findet viel Basiswissen, z.B. Fußfolgen der Gangarten etc.
Ich denke es ist ein nettes Buch für jemanden, der von Jackson noch gar nichts kennt und auch sonst kein großesWissen hat. Es liest sich ein wenig wie eine Zusammenfassung von "Horse Owner's Guide to Natural Hoof Care" und "Paddock Paradise". Bzw. sind wohl umgekehrt diese beiden Bücher (die m.W. später herauskamen) die Folge weiterer Forschungen und Überlegungen nach "The Natural Horse". Ich empfehle, gleich die beiden o.g. zu lesen und sich dieses hier zu sparen ;-)
Nachdem ich Paddock Paradise und die Natural Hoof Care Bücher von Jaime Jackson mit großem Interesse gelesen habe, habe ich auch dieses Buch erstanden.
Ich war ein bisschen enttäuscht. Vieles daran sind sehr oberflächlich beschriebene Tatsachen. Jacksons Beobachtungen an den Wildpferdeherden sind zwar interessant, aber die Erkenntnisse, die er daraus zieht, nicht wirklich neu.
Die Gestaltung gefiel mir auch nicht so, ich fand es deshalb etwas mühsam zu lesen (und ehrlich gesagt ist es eins der wenigen Bücher, die ich nicht fertig gelesen habe). Immer wieder hat er lange Tabellen, das macht das ganze recht trocken.
Ein sehr großer Teil des Buches wird von der ganzen Hufgeschichte eingenommen - mehr als zu erwarten war. Wer das Natural Hoof Care Buch kennt, kennt damit auch schon den Hauptteil dieses Buches.
Man findet viel Basiswissen, z.B. Fußfolgen der Gangarten etc.
Ich denke es ist ein nettes Buch für jemanden, der von Jackson noch gar nichts kennt und auch sonst kein großesWissen hat. Es liest sich ein wenig wie eine Zusammenfassung von "Horse Owner's Guide to Natural Hoof Care" und "Paddock Paradise". Bzw. sind wohl umgekehrt diese beiden Bücher (die m.W. später herauskamen) die Folge weiterer Forschungen und Überlegungen nach "The Natural Horse". Ich empfehle, gleich die beiden o.g. zu lesen und sich dieses hier zu sparen ;-)
Mittwoch, 15. Februar 2012
Légèr-parellianischer Kurstag
Heute hatten wir einen kleinen feinen stallinternen Kurstag mit Martin Wimmer. Martin ist 3-Stern-Parelli-Instruktor und gleichzeitig schon länger in der Ausbildung zum Ausbildnernach Philippe Karls Légèreté.
Ich bat ihn, an unserer Finesse zu arbeiten (bzw. damit endlich einmal zu beginnen), und genau das haben wir getan.
Die 2x 1,5 Stunden waren für mich und Billy gleichermaßen anstrengend - v.a. geistig! So viel Neues, alles sehr sehr intensiv, genau, Millimeter-Arbeit. Es hat mir sehr gut gefallen, aber am Abend waren wir beide so groggy, dass Billy seine Heucobs halb aus dem Maul fielen und mir die Augen zu.
Wir begannen am Vormittag vom Boden aus: Abkauübungen, Hals heben, Biegen am Gebiss. Danach in den Sattel und von da aus dasselbe im Stillstand. Als die Gewichtsverlagerung nach hinten gut klappte, übten wir, die Hinterhand mit dem Schenkel anzusprechen: Billy war toll und ich sehr stolz, denn das klappte hervorragend - ein Schrittchen nach links, ein Schrittchen nach rechts, auf einen nur leichten Impuls und schrittweise zu kontrollieren. Das war allerdings nur eine kurze Kontrollübung, das sollten wir nur einmal tun.
Danach ging es ans Bewegen. So wie wir die Hinterhand gerade angesprochen hatten, um einen Schritt seitwärts zu machen, sollten wir sie nun ansprechen, um im Schritt anzureiten - ohne dass sich die Halshaltung oben viel ändert, und so dass die Hinterhand die Bewegung einleitet und nicht die Vorhand. Das ging von diesen Aspekten her ganz gut, aber schon trat einiges zutage, das ich bisher immer schön ignoriert hatte: Billy bricht sofort mit dem ersten Schritt über die Schulter aus, meist die rechte (egal welche Hand). Auf der rechten Hand war der erste Schritt mit dem Vorderbein jedenfalls gleich in die Bahnmitte hinein. Ja, und da gings los: Wie ein Maschinengewehrfeuer prasselten die Anweisungen auf uns ein: Die Schulter bricht aus, korrigier das! Ja, aber du musst schneller reagieren! Achtung, die andere Schulter! Ja, aber jetzt weicht er nach unten aus, richt ihn wieder auf! Achtung die Hinterhand! Weiterreiten! Du knickst in der Hüfte ein! Arme wieder senken! Finger locker! Du klemmst mit dem Oberschenkel! Weiter Schrittreiten in deinem Körper! Bein lang, du dauertreibst! Becken locker! Achtung, die Schulter! Schneller! Nein nicht so viel! Er hat nachgegeben, du musst nachgeben! Schneller nachgeben! Hände runter! finger locker!
Ja, und dann hatten wir auch schon so ca. 3m zurückgelegt *g*. Auf mein "pfuuuh" hin hieß es ein wenig hämisch: Ja, das ist jetzt reiten, net mehr nur obensitzen!
So ging die Vormittagsstunde zu Ende, wir erarbeiteten uns ganz gut das Anreiten im Schritt auf beiden Händen, ohne dass irgendwo irgendwelche Körperteile (meine oder Billys) vom Weg abkamen, und ebensolches Anhalten und das Beibehalten bzw. Wiederherstellen des Gleichgewichts nach hinten.
Nach der Mittagspause ging es weiter. Wir wiederholten kurz das Gelernte vom Vormittag; man konnte sehen, dass Billy einiges davon verdaut und verinnerlicht hatte. Das Anheben des Halses ging viel besser, er gab viel schneller nach, und das Anreiten im Schritt klappte sofort viel besser, ohne Ausbrechen von Schultern oder Hinterteilen.
Wir begannen Volten bzw. Zirkel zu reiten. Da ging es wieder los wie am Vormittag. Billy bewegte sich schlangengleich fort, mal kam die rechte Schulter abhanden, mal die linke, die Hinterhand brach regelmäßig aus usw. usf. Ich wurde wie vorhin maschinengewehrartig gerügt für einknickende Hüfte, Bein-Hochziehen, Dauertreiben, Dauer-handhoch, zu langsamen Release, zu viel Release, zu wenig Release, steifes Becken, und manchmal auch für falsches Equipment ;-).
Es dauerte ganz schön, bis ich ein Gefühl dafür bekam, wann ich wo einwirken musste, und bis ich wenigstens halbwegs schnell genug wurde zu erkennen, wo denn die Baustelle des jeweiligen Moments gerade war.
Als wir das so halbwegs konnten, war der nächste Schritt eine stärkere Halsbiegung. Das ganze ging von vorne los. Billy wollte nicht bzw. wusste nicht so recht was er sollte, alle möglichen Körperteile brachen wieder irgendwohin aus, ich verkrampfte mich im Versuch, alles richtig zu machen, blockierte wieder den Schritt total; das Bild das wir abgaben muss so schaurig gewesen sein, dass Martin lieber beschloss, sich mal selbst draufzusetzen um sich ein Bild zu machen. Er stellte fest, dass Billy wohl keine Grundausbildung hat (ja, das hätte ich ihm auch sagen können *g*) und wir ihn also anreiten müssen wie "einen jungen" (ist doch noch jung!!). Martin hatte ihn innerhalb weniger Runden soweit, dass er nachgab und sich bog, so gut er konnte - keine besonders starke Biegung, aber er bemühte sich und gab nach. Ich durfte mich noch einmal für ein paar Zirkelrunden draufsetzen, bis die Biegung auch bei mir halbwegs klappte und ich spüren konnte, wie sich das anfühlen soll.
Das war dann so unser Abschluss.
Ich habe mächtig viel gelernt und hatte schon wirklich viele große Aha-Momente. Wir werden jetzt versuchen, genau diese Übungen immer wieder kurz (heute war auf jeden Fall viel zu lang, aber eine Ausnahme) einfließen zu lassen. Ich hoffe, dass Martin wie wir es planen würden, nun alle paar Wochen zu uns kommt und uns weiter coacht. Denn Billy hat zum ersten Mal nicht ausgesehen wie eine schlurfende Kuh, sondern gab ein richtig imposantes Bild ab - und das nicht nur, weil der Kopf "irgendwie" oben war (das hätte ich ja selbst auch noch zusammengebracht, aber das Bild der schlurfenden Kuh änderte sich dadurch nie).
Tja also ... ein intensives Übungsprogramm liegt vor uns!
Ich bat ihn, an unserer Finesse zu arbeiten (bzw. damit endlich einmal zu beginnen), und genau das haben wir getan.
Die 2x 1,5 Stunden waren für mich und Billy gleichermaßen anstrengend - v.a. geistig! So viel Neues, alles sehr sehr intensiv, genau, Millimeter-Arbeit. Es hat mir sehr gut gefallen, aber am Abend waren wir beide so groggy, dass Billy seine Heucobs halb aus dem Maul fielen und mir die Augen zu.
Wir begannen am Vormittag vom Boden aus: Abkauübungen, Hals heben, Biegen am Gebiss. Danach in den Sattel und von da aus dasselbe im Stillstand. Als die Gewichtsverlagerung nach hinten gut klappte, übten wir, die Hinterhand mit dem Schenkel anzusprechen: Billy war toll und ich sehr stolz, denn das klappte hervorragend - ein Schrittchen nach links, ein Schrittchen nach rechts, auf einen nur leichten Impuls und schrittweise zu kontrollieren. Das war allerdings nur eine kurze Kontrollübung, das sollten wir nur einmal tun.
Danach ging es ans Bewegen. So wie wir die Hinterhand gerade angesprochen hatten, um einen Schritt seitwärts zu machen, sollten wir sie nun ansprechen, um im Schritt anzureiten - ohne dass sich die Halshaltung oben viel ändert, und so dass die Hinterhand die Bewegung einleitet und nicht die Vorhand. Das ging von diesen Aspekten her ganz gut, aber schon trat einiges zutage, das ich bisher immer schön ignoriert hatte: Billy bricht sofort mit dem ersten Schritt über die Schulter aus, meist die rechte (egal welche Hand). Auf der rechten Hand war der erste Schritt mit dem Vorderbein jedenfalls gleich in die Bahnmitte hinein. Ja, und da gings los: Wie ein Maschinengewehrfeuer prasselten die Anweisungen auf uns ein: Die Schulter bricht aus, korrigier das! Ja, aber du musst schneller reagieren! Achtung, die andere Schulter! Ja, aber jetzt weicht er nach unten aus, richt ihn wieder auf! Achtung die Hinterhand! Weiterreiten! Du knickst in der Hüfte ein! Arme wieder senken! Finger locker! Du klemmst mit dem Oberschenkel! Weiter Schrittreiten in deinem Körper! Bein lang, du dauertreibst! Becken locker! Achtung, die Schulter! Schneller! Nein nicht so viel! Er hat nachgegeben, du musst nachgeben! Schneller nachgeben! Hände runter! finger locker!
Ja, und dann hatten wir auch schon so ca. 3m zurückgelegt *g*. Auf mein "pfuuuh" hin hieß es ein wenig hämisch: Ja, das ist jetzt reiten, net mehr nur obensitzen!
So ging die Vormittagsstunde zu Ende, wir erarbeiteten uns ganz gut das Anreiten im Schritt auf beiden Händen, ohne dass irgendwo irgendwelche Körperteile (meine oder Billys) vom Weg abkamen, und ebensolches Anhalten und das Beibehalten bzw. Wiederherstellen des Gleichgewichts nach hinten.
Nach der Mittagspause ging es weiter. Wir wiederholten kurz das Gelernte vom Vormittag; man konnte sehen, dass Billy einiges davon verdaut und verinnerlicht hatte. Das Anheben des Halses ging viel besser, er gab viel schneller nach, und das Anreiten im Schritt klappte sofort viel besser, ohne Ausbrechen von Schultern oder Hinterteilen.
Wir begannen Volten bzw. Zirkel zu reiten. Da ging es wieder los wie am Vormittag. Billy bewegte sich schlangengleich fort, mal kam die rechte Schulter abhanden, mal die linke, die Hinterhand brach regelmäßig aus usw. usf. Ich wurde wie vorhin maschinengewehrartig gerügt für einknickende Hüfte, Bein-Hochziehen, Dauertreiben, Dauer-handhoch, zu langsamen Release, zu viel Release, zu wenig Release, steifes Becken, und manchmal auch für falsches Equipment ;-).
Es dauerte ganz schön, bis ich ein Gefühl dafür bekam, wann ich wo einwirken musste, und bis ich wenigstens halbwegs schnell genug wurde zu erkennen, wo denn die Baustelle des jeweiligen Moments gerade war.
Als wir das so halbwegs konnten, war der nächste Schritt eine stärkere Halsbiegung. Das ganze ging von vorne los. Billy wollte nicht bzw. wusste nicht so recht was er sollte, alle möglichen Körperteile brachen wieder irgendwohin aus, ich verkrampfte mich im Versuch, alles richtig zu machen, blockierte wieder den Schritt total; das Bild das wir abgaben muss so schaurig gewesen sein, dass Martin lieber beschloss, sich mal selbst draufzusetzen um sich ein Bild zu machen. Er stellte fest, dass Billy wohl keine Grundausbildung hat (ja, das hätte ich ihm auch sagen können *g*) und wir ihn also anreiten müssen wie "einen jungen" (ist doch noch jung!!). Martin hatte ihn innerhalb weniger Runden soweit, dass er nachgab und sich bog, so gut er konnte - keine besonders starke Biegung, aber er bemühte sich und gab nach. Ich durfte mich noch einmal für ein paar Zirkelrunden draufsetzen, bis die Biegung auch bei mir halbwegs klappte und ich spüren konnte, wie sich das anfühlen soll.
Das war dann so unser Abschluss.
Ich habe mächtig viel gelernt und hatte schon wirklich viele große Aha-Momente. Wir werden jetzt versuchen, genau diese Übungen immer wieder kurz (heute war auf jeden Fall viel zu lang, aber eine Ausnahme) einfließen zu lassen. Ich hoffe, dass Martin wie wir es planen würden, nun alle paar Wochen zu uns kommt und uns weiter coacht. Denn Billy hat zum ersten Mal nicht ausgesehen wie eine schlurfende Kuh, sondern gab ein richtig imposantes Bild ab - und das nicht nur, weil der Kopf "irgendwie" oben war (das hätte ich ja selbst auch noch zusammengebracht, aber das Bild der schlurfenden Kuh änderte sich dadurch nie).
Tja also ... ein intensives Übungsprogramm liegt vor uns!
Sonntag, 12. Februar 2012
Samstag und Sonntag habe ich das Tageslicht und den Schnee ausgenutzt und wieder mal was draußen gemacht. Das Hallendach fällt mir momentan etwas auf den Kopf.
Wir gingen an beiden Tagen große Runden um all unsere Wiesen. Absichtlich ließ ich Billy das ziemlich steile Stück ganz am Ende unserer Weiden im Schnee hinaufstapfen. Er durfte stehenbleiben, wann immer er wollte; war schon anstrengend ;-).
Auf dem Weg hinter unserer Winterkoppel machten wir ein paar von den "Kontakt"übungen, klappte gut. Überall im Gelände klappt nun eine Rückwärts-Anfrage fast ohne Zögern und willig und prompt.
Am Samstag musste der Billy dann noch beweisen, dass an richtiges Ausreiten trotzdem nicth zu denken ist: Ich beschloss, den Weg, den wir gerade unsere Dressurübungen entlang gemacht hatten, zum Abschluss einmal raufzugaloppieren. Wiese mit dünner Schneeschicht drüber, leicht ansteigend, perfekt. Billy galoppierte brav an und es machte ihm deutlich Spaß (dachte ich zumindest), mal ein bisschen Gas zu geben, ich freute mich, dass er mal ein bisschen mehr Vorwärts hatte... und dann schlug der Billy einen Haken und raste den gegenüberliegenden Weg Richtung Stall entlang und weigerte sich dabei zu reagieren *argl*, auf einem Weg, von dem ich weiß, dass er unter der recht dünnen Schneeschickt mit faustgroßen Felsenstücken bedeckt ist. Wir rasten fast bis auf den Hof, neben dem Auslauf konnte ich ihn endlich stoppen und umdrehen. Wir ritten natürlich sofort zurück und er musste dann noch 3x an der Stelle gesittet vorbeigaloppieren... das klappte dann auch gut, auch am nächsten Tag, da machte ich das noch einmal zur Kontrolle.
Trotzdem nicht lustig, und ich bin wieder etwas deprimiert, weil ein anständiger Ausritt mit gegenseitigem Vertrauen offenbar sooo weit weg ist :-(
Wir gingen an beiden Tagen große Runden um all unsere Wiesen. Absichtlich ließ ich Billy das ziemlich steile Stück ganz am Ende unserer Weiden im Schnee hinaufstapfen. Er durfte stehenbleiben, wann immer er wollte; war schon anstrengend ;-).
Auf dem Weg hinter unserer Winterkoppel machten wir ein paar von den "Kontakt"übungen, klappte gut. Überall im Gelände klappt nun eine Rückwärts-Anfrage fast ohne Zögern und willig und prompt.
Am Samstag musste der Billy dann noch beweisen, dass an richtiges Ausreiten trotzdem nicth zu denken ist: Ich beschloss, den Weg, den wir gerade unsere Dressurübungen entlang gemacht hatten, zum Abschluss einmal raufzugaloppieren. Wiese mit dünner Schneeschicht drüber, leicht ansteigend, perfekt. Billy galoppierte brav an und es machte ihm deutlich Spaß (dachte ich zumindest), mal ein bisschen Gas zu geben, ich freute mich, dass er mal ein bisschen mehr Vorwärts hatte... und dann schlug der Billy einen Haken und raste den gegenüberliegenden Weg Richtung Stall entlang und weigerte sich dabei zu reagieren *argl*, auf einem Weg, von dem ich weiß, dass er unter der recht dünnen Schneeschickt mit faustgroßen Felsenstücken bedeckt ist. Wir rasten fast bis auf den Hof, neben dem Auslauf konnte ich ihn endlich stoppen und umdrehen. Wir ritten natürlich sofort zurück und er musste dann noch 3x an der Stelle gesittet vorbeigaloppieren... das klappte dann auch gut, auch am nächsten Tag, da machte ich das noch einmal zur Kontrolle.
Trotzdem nicht lustig, und ich bin wieder etwas deprimiert, weil ein anständiger Ausritt mit gegenseitigem Vertrauen offenbar sooo weit weg ist :-(
Donnerstag, 9. Februar 2012
30km lang rutschige Schneefahrbahn - ich war heute schon ziemlich ausgelaugt, als ich endlich beim Billytier ankam.
Geplant war gewesen, ein bisschen zu reiten und weitere Übungen von Karen Rohlf zu erarbeiten, vom Sattel aus. Eine ganz frische und noch blutende Schürfwunde an Billys Bauch - genau dort wo der Sattelgurt wäre, oder ohne Sattel: mein Bein - machte die Pläne gleich zunichte, und ich stand wieder einmal ohne Plan B da. Die Einheit war dementsprechend relativ langweilig. Ich langweile das Billytier glaube ich momentan ständig. Aber vielleicht bin ich auch nur selbst von der ständigen Finsternis, der furchtbar staubigen Halle (für die ich dennoch dankbar bin) und den ständig erfrorenen Zehen und Fingern ein wenig genervt.
Wir haben wieder ein bisschen Beinheben geübt, also Spanischer Schritt. Vorläufig übrigens alles mit dem rechten Bein. Heute gab es den Fortschritt, dass Billy das Bein nach vorne gestreckt und dort länger gehalten hat, ganz locker. Also wir kommen weg von den Zufallstreffern, wo er halt aufstampft. Ich denke er versteht langsam, was er soll, jedenfalls war die Trefferquote, dass das Bein nach vorne geht, heute schon viel höher als letztes Mal. Und das eine Mal angehoben lassen, war natülrich der Jackpot.
Danach und dazwischen haben wir an Übergängen On Line gefeilt, inklusive Rückwärts. Aber das wird nicht und nicht besser. Zäh 1 Schritt auf Phase 10 ist was ich momentan bekomme. Ich muss das Yoyo-Game wieder einmal konkret üben. Porcupine Game rückwärts geht dafür nach wie vor geradezu sensationell. Dabei scheint er dann auch kein Problem mit dem Rückwärts zu haben, daher vestehe ich sein Problem nicht ganz.
Aaaber, ich habe probiert, hier die gleiche Übung zu machen wie ich sie schon aus dem Sattel gemacht habe: Eine kurze Halt-Rückwärts-Parade, mit gleich wieder losmarschieren; zum Ausbalancieren und das Gewicht etwas nach hinten bringen. Das hat wirklich toll geklappt, sodass Billy prompt und gut reagiert auf Trab-kurzHalt, Gewicht zurück, gleich wieder antraben in der neuen Positur. Nach wenigen Schritten schlurft er wieder dahin, dann nochmal.
Nebenbei hab ich Angaloppieren geübt, das klappt nun fein auf Phase 1. Einmal direkt aus dem Halten - Gewicht nach hinten - Galopp - wow! Da ging aber nur auf der rechten Hand, links galoppiert er momentan wiedernicht so gern bzw. wirkt unbalanciert. Während er rechts kein Problem hat, prompt anzugaloppieren, scheint er links erst die Beine sortieren zu müssen und läuft im Endeffekt dann in den Galopp über einen schnellen Trab hinein. Aber willig ist er dabei, da gibts nix.
Geplant war gewesen, ein bisschen zu reiten und weitere Übungen von Karen Rohlf zu erarbeiten, vom Sattel aus. Eine ganz frische und noch blutende Schürfwunde an Billys Bauch - genau dort wo der Sattelgurt wäre, oder ohne Sattel: mein Bein - machte die Pläne gleich zunichte, und ich stand wieder einmal ohne Plan B da. Die Einheit war dementsprechend relativ langweilig. Ich langweile das Billytier glaube ich momentan ständig. Aber vielleicht bin ich auch nur selbst von der ständigen Finsternis, der furchtbar staubigen Halle (für die ich dennoch dankbar bin) und den ständig erfrorenen Zehen und Fingern ein wenig genervt.
Wir haben wieder ein bisschen Beinheben geübt, also Spanischer Schritt. Vorläufig übrigens alles mit dem rechten Bein. Heute gab es den Fortschritt, dass Billy das Bein nach vorne gestreckt und dort länger gehalten hat, ganz locker. Also wir kommen weg von den Zufallstreffern, wo er halt aufstampft. Ich denke er versteht langsam, was er soll, jedenfalls war die Trefferquote, dass das Bein nach vorne geht, heute schon viel höher als letztes Mal. Und das eine Mal angehoben lassen, war natülrich der Jackpot.
Danach und dazwischen haben wir an Übergängen On Line gefeilt, inklusive Rückwärts. Aber das wird nicht und nicht besser. Zäh 1 Schritt auf Phase 10 ist was ich momentan bekomme. Ich muss das Yoyo-Game wieder einmal konkret üben. Porcupine Game rückwärts geht dafür nach wie vor geradezu sensationell. Dabei scheint er dann auch kein Problem mit dem Rückwärts zu haben, daher vestehe ich sein Problem nicht ganz.
Aaaber, ich habe probiert, hier die gleiche Übung zu machen wie ich sie schon aus dem Sattel gemacht habe: Eine kurze Halt-Rückwärts-Parade, mit gleich wieder losmarschieren; zum Ausbalancieren und das Gewicht etwas nach hinten bringen. Das hat wirklich toll geklappt, sodass Billy prompt und gut reagiert auf Trab-kurzHalt, Gewicht zurück, gleich wieder antraben in der neuen Positur. Nach wenigen Schritten schlurft er wieder dahin, dann nochmal.
Nebenbei hab ich Angaloppieren geübt, das klappt nun fein auf Phase 1. Einmal direkt aus dem Halten - Gewicht nach hinten - Galopp - wow! Da ging aber nur auf der rechten Hand, links galoppiert er momentan wiedernicht so gern bzw. wirkt unbalanciert. Während er rechts kein Problem hat, prompt anzugaloppieren, scheint er links erst die Beine sortieren zu müssen und läuft im Endeffekt dann in den Galopp über einen schnellen Trab hinein. Aber willig ist er dabei, da gibts nix.
Dienstag, 7. Februar 2012
Es ist weiter so kalt und hat nun auch geschneit. Unsere Tränke ist eingefroren, der arme Stallbesitzer muss nun 30 Pferde aus Bottichen tränken bei -12°.
Billy war recht gut drauf; wir machten OnLine in der Halle. Wir haben wieder Übergänge ins Rückwärts geübt, das geht ein bisschen besser, aber immer noch so zäh... Verstanden hat er denke ich, und viel höhere Phasen gehen nicht mehr. Gibt mir wieder einmal Rätsel auf. Aus der Nähe, also mit Porcupine Game usw., ist und bleibt das Rückwärts nun wirklich toll, das haben wir schein's dauerhaft erarbeitet.
Ich habe Karen Rohlf's "Invisible Human" gespielt, diesmal in Schritt, Trab und - wenn ich schnell genug wäre! - auch im GAlopp. Trab geht super! Im GAlopp ist er mir zu schnell. Ich muss ja recht nahe hin, um z.B. den String über den Rücken zu schwingen, und so nahe muss ich dann echt schnell rennen; das schaff ich schwer, schon gar nicht mit "Energie unten". Aber Trab, das war wirklcih toll. Ich konnte mich am Seil näher hinhanteln, Seilchen schwingen, wieder zurückhanteln, in der Mitte stehen, wieder hin, usw. Billy versteht nun, ob ich was will, wie angaloppieren, oder ob ich nur so "invisible" hin und her spaziere.
Im Galopp hat er mir 2 schöne Wechsel in beide Richtungen gemacht! Einer der seltenen fliegenden Wechsel von rechts auf links! Als ich das dann noch einmal gefordert habe, war ich zu langsam, das hat ihn verwirrt oder geärgert und hatte einen kleinen Wutausbruch zur Folge: buckeln, Hinterhand zu mir drehen und halbherzig quietschen dabei. Ich war weit genug weg, dass ich das lustig finden konnte, und danach waren wir auch wieder schön gesittet im Galopp unterwegs. Aber ein typischer Fall von: einmal zu viel verlangt!
Billy war recht gut drauf; wir machten OnLine in der Halle. Wir haben wieder Übergänge ins Rückwärts geübt, das geht ein bisschen besser, aber immer noch so zäh... Verstanden hat er denke ich, und viel höhere Phasen gehen nicht mehr. Gibt mir wieder einmal Rätsel auf. Aus der Nähe, also mit Porcupine Game usw., ist und bleibt das Rückwärts nun wirklich toll, das haben wir schein's dauerhaft erarbeitet.
Ich habe Karen Rohlf's "Invisible Human" gespielt, diesmal in Schritt, Trab und - wenn ich schnell genug wäre! - auch im GAlopp. Trab geht super! Im GAlopp ist er mir zu schnell. Ich muss ja recht nahe hin, um z.B. den String über den Rücken zu schwingen, und so nahe muss ich dann echt schnell rennen; das schaff ich schwer, schon gar nicht mit "Energie unten". Aber Trab, das war wirklcih toll. Ich konnte mich am Seil näher hinhanteln, Seilchen schwingen, wieder zurückhanteln, in der Mitte stehen, wieder hin, usw. Billy versteht nun, ob ich was will, wie angaloppieren, oder ob ich nur so "invisible" hin und her spaziere.
Im Galopp hat er mir 2 schöne Wechsel in beide Richtungen gemacht! Einer der seltenen fliegenden Wechsel von rechts auf links! Als ich das dann noch einmal gefordert habe, war ich zu langsam, das hat ihn verwirrt oder geärgert und hatte einen kleinen Wutausbruch zur Folge: buckeln, Hinterhand zu mir drehen und halbherzig quietschen dabei. Ich war weit genug weg, dass ich das lustig finden konnte, und danach waren wir auch wieder schön gesittet im Galopp unterwegs. Aber ein typischer Fall von: einmal zu viel verlangt!
Sonntag, 5. Februar 2012
Heute beschloss ich der Kälte zu trotzen und auszureiten. Billy gesattelt und los gings. Wir sind rund um unsere Weiden gegangen, Billy superbrav und aufmerksam. Unterwegs beschloss ich, unsere derzeitigen Übungen ins Gelände einzubauen, also gab es ein paar Schritt-Rückwärts-Übergänge, die super gelungen sind, dafür, dass da draußen ja Ablenkung etc. herrscht.
Am Schluss ritt ich auf dem Weg hinter unserer Winetrkoppel, wo ich rund um die Bäumchen Slalom reiten konnte, sogar im Trab, und Volten im Schritt. Immer wieder gespickt mit Übergängen zum Halten und Rückwärts.
Am Schluss ritt ich auf dem Weg hinter unserer Winetrkoppel, wo ich rund um die Bäumchen Slalom reiten konnte, sogar im Trab, und Volten im Schritt. Immer wieder gespickt mit Übergängen zum Halten und Rückwärts.
Samstag, 4. Februar 2012
Weiterhin so kalt. Da die Wiesen gefroren sind, dürfen wir überall reiten. Da der Boden auf der gefrorenen Wiese mit dünner Schneeschicht defintiv besser ist als der Staub in der Halle, gingen wir auf den Hügel des Nachbarbauern für ein paar Runden Galopp.
Die Pferdchens waren durchwegs unausgelastet, auch Billy glaubte mitmachen zu müssen und versuchte sowas wie einen kleinen Buckler, zum Glück kann er das gar nicht richtig *hihi*.
Danach bin ich noch etwas in die Halle, um übergänge zu Üben, aber ich war planlos, es staubte ärgstens, also hab ich nach ein paar Minuten Schluss gemacht.
Die Pferdchens waren durchwegs unausgelastet, auch Billy glaubte mitmachen zu müssen und versuchte sowas wie einen kleinen Buckler, zum Glück kann er das gar nicht richtig *hihi*.
Danach bin ich noch etwas in die Halle, um übergänge zu Üben, aber ich war planlos, es staubte ärgstens, also hab ich nach ein paar Minuten Schluss gemacht.
Donnerstag, 2. Februar 2012
Es ist kahahaaaalt, - 12° im Stall. Den Billy störts nicht.
Wir haben die Übungen weiter voran gebracht.
Die Hinterhand ganz isoliert und feingetunt auf mich zuzuweichen, ging etwas besser als zuletzt. Die rechte Seite ist aber immer noch sehr schwierig; Billy fühlt sich gestresst ob der Anforderung, ging rückwärts, schnappte und kaute auf dem Seil, wich seitwärts, lief Kreise um mich. Links geht es viel besser schon!
Dann zum zweiten Mal daran gearbeitet, die Schulter einzeln anzuheben, also halt mal den Fuß auf touchieren. Hier hatten wir den Fortschritt, dass Billy nicht mehr das Bein einfach wie beim Fliegenabwehren an den eigenen Bauch knallt, sondern nach vorne aufstampft. Das hab ich belohnt, für bloßes Anwinkeln gab es nix mehr.
Das haben wir später auch vom Sattel aus geübt. Da muss ich meine Signale noch überdenken. Es klappt, wenn ich sehr weit unten touchiere. Dann beuge ich mich aber nach vorn genau über das Bein, das abheben soll, verlagere also das Gewicht genau dorthin, wo es m.M. nach nicht sein sollte. Zügel anheben, auch einseitig, versteht Billy nun als Rückwärts (nicht zu verübeln). Touchieren der Schulter lässt eben jene weichen. Ich muss wohl ankonditionieren, dass er das Bein hebt und nach vorne hebt, wenn ich den oberen Teil des Beines touchiere, das müsste dann gehen.
Schließlich haben wir noch die Übergänge vom und ins Rückwärts weiter geübt. Im Schritt geht das nun richtig schön flüssig ohne Halt dazwischen. Ich kann es nun auch wirklich schon ein bisschen als Aufforderung an Billy nutzen, sich neu auszubalancieren und das Gewicht nach hinten zu verlagern. Das klappt noch nicht in der Vorwärtsbewegung, aber mit einem ganz kurzen Innehalten. Antraben aus dem Rückwärts war auch sehr schön, damit üben wir nun weiter.
Wir haben die Übungen weiter voran gebracht.
Die Hinterhand ganz isoliert und feingetunt auf mich zuzuweichen, ging etwas besser als zuletzt. Die rechte Seite ist aber immer noch sehr schwierig; Billy fühlt sich gestresst ob der Anforderung, ging rückwärts, schnappte und kaute auf dem Seil, wich seitwärts, lief Kreise um mich. Links geht es viel besser schon!
Dann zum zweiten Mal daran gearbeitet, die Schulter einzeln anzuheben, also halt mal den Fuß auf touchieren. Hier hatten wir den Fortschritt, dass Billy nicht mehr das Bein einfach wie beim Fliegenabwehren an den eigenen Bauch knallt, sondern nach vorne aufstampft. Das hab ich belohnt, für bloßes Anwinkeln gab es nix mehr.
Das haben wir später auch vom Sattel aus geübt. Da muss ich meine Signale noch überdenken. Es klappt, wenn ich sehr weit unten touchiere. Dann beuge ich mich aber nach vorn genau über das Bein, das abheben soll, verlagere also das Gewicht genau dorthin, wo es m.M. nach nicht sein sollte. Zügel anheben, auch einseitig, versteht Billy nun als Rückwärts (nicht zu verübeln). Touchieren der Schulter lässt eben jene weichen. Ich muss wohl ankonditionieren, dass er das Bein hebt und nach vorne hebt, wenn ich den oberen Teil des Beines touchiere, das müsste dann gehen.
Schließlich haben wir noch die Übergänge vom und ins Rückwärts weiter geübt. Im Schritt geht das nun richtig schön flüssig ohne Halt dazwischen. Ich kann es nun auch wirklich schon ein bisschen als Aufforderung an Billy nutzen, sich neu auszubalancieren und das Gewicht nach hinten zu verlagern. Das klappt noch nicht in der Vorwärtsbewegung, aber mit einem ganz kurzen Innehalten. Antraben aus dem Rückwärts war auch sehr schön, damit üben wir nun weiter.
Dienstag, 31. Januar 2012
*Brrr* ist das kalt! -10° oder so!
Wir haben uns heute in der Halle daran gemacht, die Lücken zu stopfen, die bei der letzen Einheit aufgefallen sind. Die da waren: Wenn ich Billy bitte, mit einem Körperteil zu weichen, weicht das entgegengesetzte Ende vom Pferd in die entgegengesetzte Richtung. D.h., ich kann eigentlich nicht einen Körperteil separat ansprechen.
Zuerst sind wir die Sache vom Boden aus angegangen, im Stehen. Zuerst überprüft: Billy weicht mit seinem Popo sehr fein auf mich zu. Gehorsam und Reaktion also fein. Aaaber, der Kopf weicht dabei von mir weg, manchmal dreht er auch die Vorhand (er macht zwar keinen Schritt, steigt aber um). Nun hab ich von ihm gefordert, dass er den Kopf da behält, zumindest gerade, besser noch einen Tick zu mir gestellt, und dann gleichzeitig die Hinterhand zu mir weicht, also quasi in eine Biegung hineinweicht. Puh, dass das so schwierig ist, hatte ich nciht gedacht! Links hat er es relativ bald umgesetzt; rechts tat er sich total schwer und verfiel dann auch in typische Billy-Verhaltensmuster von früher, wurde grantig, weil er nicht kapierte was ich wollte, oder es vielleicht auch nur körperlich nicht umsetzen konnte. Er lief rückwärts, er wich gegen den Druck von mir weg statt zu mir her, er lief Volltraversalen, also vollständig seitwärts, auf mich zu und von mir weg, aber ich konnte durchhalten, bis er die richtige Antwort ansatzweise anbot. Wir konnten so auch auf der rechten Seite gut abschließen. ;-)
Dann in den Sattel, vor den Spiegel aufgestellt und dasselbe von oben! Auch hier wars rechts schwieriger, aber Billy war sehr bemüht. Zum Schluss sah es richtig gut aus im Spiegel; Vorhand und Kopf/Hals blieben ziemlich genau in ihrer Position, nur die Hinterhand schwenkte auf eine zweite Spur, rechts oder links.
Wir machten weiter mit Karen Rohlfs Übungen, das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand zu bringen. Dazu gibt es die Übung, Übergänge vom und ins Rückwärts zu machen, bis man nur noch andeutungsweise danach fragen muss, und das Pferd balanciert sich neu aus. Wir haben also Übergänge vom Schritt direkt ins Rückwärts und auch vom Trab ins Rückwärts gemacht. Rückwärts ist weiterhin sehr gut! Wir können es noch nicht wirklich fließend, es ist immer noch ein mehr oder weniger langer Moment "Halt" drin, bevor es rückwärts geht, im Schritt wurde der Moment dann aber schon sehr kurz, fast flüssiger Übergang von vorwärts ins rückwärts und umgekehrt. Ich begann dann, wie in der Übung beschrieben, nur noch kurz anzufragen, ob Billy rückwärts gehen würde, und auf die Gewichtsverlagerung zu warten, und wenn sie willig da ist, gleich weiterreiten. Es hat gut geklappt, tatsächlich fühlt sich das Pferd dann 2 oder 3 Schritte (alles im Schritt) etwas mehr "bergauf" an, aaaber ich bekam ein bisschen das Gefühl, dass Billy sich leicht gefoppt fühlt: "willst du nun rückwärts oder nicht, und wenn nicht, warum fragst du blöde??" Jedenfalls wurde die Antwort immer weniger willig, ich ließ ihn dann auch mal wieder etliche Schritte wirklich rückwärts gehen.
Eine weitere Übung ist, die Schultern einzeln anzuheben. Beginnt man ebenfalls vom Boden, im Grunde ist es eine Vorstufe zum Spanischen Schritt. Ich hoffe dass unser Respekt voreinander soweit gediehen ist, dass ich ihm das nun beibringen kann. Dass er vom Boden aus die Beine auf ein leichtes Gertentippen an die Schulter/Hals anhebt, war relativ schnell etabliert. ich muss nur aufpassen, wo ich das Signal einlerne, denn Stick an der Schulter weiter hinten/unten heißt, dass die Schulter weichen soll. So hat Billy das am Anfang auch interpretiert, dann habe ich eben vorerst ganz unten touchiert.
Dann war ich auch so erfroren, dass ich aufgehört habe *br*. Nächstes Mal hier dann weiter!
Wir haben uns heute in der Halle daran gemacht, die Lücken zu stopfen, die bei der letzen Einheit aufgefallen sind. Die da waren: Wenn ich Billy bitte, mit einem Körperteil zu weichen, weicht das entgegengesetzte Ende vom Pferd in die entgegengesetzte Richtung. D.h., ich kann eigentlich nicht einen Körperteil separat ansprechen.
Zuerst sind wir die Sache vom Boden aus angegangen, im Stehen. Zuerst überprüft: Billy weicht mit seinem Popo sehr fein auf mich zu. Gehorsam und Reaktion also fein. Aaaber, der Kopf weicht dabei von mir weg, manchmal dreht er auch die Vorhand (er macht zwar keinen Schritt, steigt aber um). Nun hab ich von ihm gefordert, dass er den Kopf da behält, zumindest gerade, besser noch einen Tick zu mir gestellt, und dann gleichzeitig die Hinterhand zu mir weicht, also quasi in eine Biegung hineinweicht. Puh, dass das so schwierig ist, hatte ich nciht gedacht! Links hat er es relativ bald umgesetzt; rechts tat er sich total schwer und verfiel dann auch in typische Billy-Verhaltensmuster von früher, wurde grantig, weil er nicht kapierte was ich wollte, oder es vielleicht auch nur körperlich nicht umsetzen konnte. Er lief rückwärts, er wich gegen den Druck von mir weg statt zu mir her, er lief Volltraversalen, also vollständig seitwärts, auf mich zu und von mir weg, aber ich konnte durchhalten, bis er die richtige Antwort ansatzweise anbot. Wir konnten so auch auf der rechten Seite gut abschließen. ;-)
Dann in den Sattel, vor den Spiegel aufgestellt und dasselbe von oben! Auch hier wars rechts schwieriger, aber Billy war sehr bemüht. Zum Schluss sah es richtig gut aus im Spiegel; Vorhand und Kopf/Hals blieben ziemlich genau in ihrer Position, nur die Hinterhand schwenkte auf eine zweite Spur, rechts oder links.
Wir machten weiter mit Karen Rohlfs Übungen, das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand zu bringen. Dazu gibt es die Übung, Übergänge vom und ins Rückwärts zu machen, bis man nur noch andeutungsweise danach fragen muss, und das Pferd balanciert sich neu aus. Wir haben also Übergänge vom Schritt direkt ins Rückwärts und auch vom Trab ins Rückwärts gemacht. Rückwärts ist weiterhin sehr gut! Wir können es noch nicht wirklich fließend, es ist immer noch ein mehr oder weniger langer Moment "Halt" drin, bevor es rückwärts geht, im Schritt wurde der Moment dann aber schon sehr kurz, fast flüssiger Übergang von vorwärts ins rückwärts und umgekehrt. Ich begann dann, wie in der Übung beschrieben, nur noch kurz anzufragen, ob Billy rückwärts gehen würde, und auf die Gewichtsverlagerung zu warten, und wenn sie willig da ist, gleich weiterreiten. Es hat gut geklappt, tatsächlich fühlt sich das Pferd dann 2 oder 3 Schritte (alles im Schritt) etwas mehr "bergauf" an, aaaber ich bekam ein bisschen das Gefühl, dass Billy sich leicht gefoppt fühlt: "willst du nun rückwärts oder nicht, und wenn nicht, warum fragst du blöde??" Jedenfalls wurde die Antwort immer weniger willig, ich ließ ihn dann auch mal wieder etliche Schritte wirklich rückwärts gehen.
Eine weitere Übung ist, die Schultern einzeln anzuheben. Beginnt man ebenfalls vom Boden, im Grunde ist es eine Vorstufe zum Spanischen Schritt. Ich hoffe dass unser Respekt voreinander soweit gediehen ist, dass ich ihm das nun beibringen kann. Dass er vom Boden aus die Beine auf ein leichtes Gertentippen an die Schulter/Hals anhebt, war relativ schnell etabliert. ich muss nur aufpassen, wo ich das Signal einlerne, denn Stick an der Schulter weiter hinten/unten heißt, dass die Schulter weichen soll. So hat Billy das am Anfang auch interpretiert, dann habe ich eben vorerst ganz unten touchiert.
Dann war ich auch so erfroren, dass ich aufgehört habe *br*. Nächstes Mal hier dann weiter!
Samstag, 28. Januar 2012
Heute konnte ich das Wetter nutzen und mit einer Stallkollegin ausreiten! Es war zwar eisig kalt mit ein paar Minusgraden, aber dafür strahlend blauer Himmel. Alle Wiesen gefroren und daher bereitbar. Es ging sich sogar ein bisschen Trab und ein Stückchen Galopp aus.
Es wurde ein schönes Stündchen an Ausritt, wir haben auch einen neuen Weg erkundet, der dann nur leider eine Sackgasse war.
Billy war vollkommen relaxt und brav, auf dem neuen Wegstück neugierig, aber nervenstark (Frauli weniger *ähem*).
Beim Zurückgehen blieb er brav stehen, bis Frauli ein Tor geöffnet hatte und wieder aufgestiegen war.
Es wurde ein schönes Stündchen an Ausritt, wir haben auch einen neuen Weg erkundet, der dann nur leider eine Sackgasse war.
Billy war vollkommen relaxt und brav, auf dem neuen Wegstück neugierig, aber nervenstark (Frauli weniger *ähem*).
Beim Zurückgehen blieb er brav stehen, bis Frauli ein Tor geöffnet hatte und wieder aufgestiegen war.
Freitag, 27. Januar 2012
Meine Idee, die Whoosh-Übung auf die Mittellinie zu verlegen, war eine gute - da wurden gleich alle Lücken schonungslos aufgedeckt!
Zuerst OnLine am kurzen Seil - das ging eigentlich noch ganz gut. Von der Reaktion her sogar super! Ich stellte eine schmale Gasse aus Pylonen in größeren Abständen auf, da gings dann durch. Immer einmal durch diese Gasse, mit Weich-Übungen, dann zurück über die Hälfte der Bahn am Hufschlag, dort haben wir dann die Energie-Übungen (Schleichschritt und ganz schneller Schritt oder Antraben) gemacht. Die ersten Durchgänge forderte ich in der Gasse, dass Billy das Hinterteil von mir weg zur Seite nimmt. Klappte ganz hervorragend, und wir konnten danach immer gleich flüssig weitergehen. Pause gabs am Ende der Gasse. Ein paarmal von der einen, dann von der anderen Seite. Dann dasselbe mit der Schulter. Klappte auch super gut. Die nächsten Durchgänge dann das ganze nicht von mir weg, sondern auf mich zu --> perfekt machte das der Billy! Und als Höhepunkt ein paar Durchgänge auf jeder Seite, wo er richtig aufpassen musste: Einmal Hinterhand zu mir her, einmal von mir weg, einma Schulter von mir weg, einmal zu mir her. Wir schafften das fast fehlerlos ohne Missverständnisse, waren beide sehr stolz :-).
Dann gings in den Sattel und ich ritt die Gasse. Und da an der einen kurzen Seite ein Spiegel ist (auf den ich zugegebenermaßen sehr selten hinschaue), offenbarten sich dann all die Fehler, die beim REiten zutage treten. Ich bilde mir ein, dass es vom Boden besser ist, also muss es wohl an mir liegen... jedenfalls kann Billy keinen graden Schritt gehen, wie der Spiegel offenbart! Nicht weil er so ein schlangengleiches Pferd ist - eigentlich habe ich immer den Eindruck, das Pferd läuft wie ein Bulldozer auf Schienen - sondern weil er jetzt tatsächlich so fein auf Schenkel und auch Zügel und ich glaube Körper reagiert, dass er jede Gewichtsverlagerung umsetzt. Jedenfalls wollte ich anfangs einfach gerade durch die Gasse reiten, zum ersten Mal kontrolliert im Spiegel - ging nicht! Er kam ein wenig vom Weg ab, mein Hauch von Schenkel (zumindest ist es meine Intention, nur zu hauchen) schickt ihn aber dann wieder zuviel in die andere Richtung, Schenkel eine Spur zu weit hinten, dann dreht die Hinterhand weg, oder am Gurt, dann dreht die Vorderhand weg. Beim Anreiten driftet er prinzipiell zur Seite, weil einer meiner Schenkel denke ich stärker einwirkt - puuuuuh, große Baustelle! Fiel mir am Hufschlag nie so auf, tja!
Obwohl ich wohl das Geradeausreiten üben sollte (Vorsatz für die nächten Einheiten), habe ich dann trotzdem mein geplantes Programm durchgezogen und auf der (nicht wirklich) geraden Linie die Hinterhand oder die Vorhand weichen lassen - und auch hier hat sich gezeigt, dass Billy sich weniger biegt, wie ich vom Boden aus eigentlcih schon den Eindruck hatte, sondern einfach mit dem anderen Ende in die gegengesetzte Richtung ausweicht. Sprich: Will ich die Hinterhand z.B. nach links verschieben, dann macht er das zwar, aber gleichzeitig weicht die vorhand nach rechts aus.
Zum Schluss bin ich dann noch etwas auf dem Zirkel getrabt und habe dabei - wieder eine Karen Rohlf Übung - mit der eigenen Balance gespielt und versucht, Billy auf die Zirkellinie "einzubiegen", d.h. zu fühlen, welcher Körperteil nicht in Balance ist (meist fällt er auf die innere Schulter) und das zu reparieren. Tatsächlich funktioniert es gut, im eigenen Körper zu tun, was das Pferd in seinem Körper tun soll. Fällt er zuviel auf die innere Schulter, hat es tatsächlich was gebracht, meine eigene innere Schulter etwas anzuheben und das Gewicht damit minimal nach außen zu verlagern. Er schien sich dann leichter zu tun mit dem (kleinen) Zirkel...
Also, genug zum Üben und Experimentieren für die nächsten Wochen!!
Zuerst OnLine am kurzen Seil - das ging eigentlich noch ganz gut. Von der Reaktion her sogar super! Ich stellte eine schmale Gasse aus Pylonen in größeren Abständen auf, da gings dann durch. Immer einmal durch diese Gasse, mit Weich-Übungen, dann zurück über die Hälfte der Bahn am Hufschlag, dort haben wir dann die Energie-Übungen (Schleichschritt und ganz schneller Schritt oder Antraben) gemacht. Die ersten Durchgänge forderte ich in der Gasse, dass Billy das Hinterteil von mir weg zur Seite nimmt. Klappte ganz hervorragend, und wir konnten danach immer gleich flüssig weitergehen. Pause gabs am Ende der Gasse. Ein paarmal von der einen, dann von der anderen Seite. Dann dasselbe mit der Schulter. Klappte auch super gut. Die nächsten Durchgänge dann das ganze nicht von mir weg, sondern auf mich zu --> perfekt machte das der Billy! Und als Höhepunkt ein paar Durchgänge auf jeder Seite, wo er richtig aufpassen musste: Einmal Hinterhand zu mir her, einmal von mir weg, einma Schulter von mir weg, einmal zu mir her. Wir schafften das fast fehlerlos ohne Missverständnisse, waren beide sehr stolz :-).
Dann gings in den Sattel und ich ritt die Gasse. Und da an der einen kurzen Seite ein Spiegel ist (auf den ich zugegebenermaßen sehr selten hinschaue), offenbarten sich dann all die Fehler, die beim REiten zutage treten. Ich bilde mir ein, dass es vom Boden besser ist, also muss es wohl an mir liegen... jedenfalls kann Billy keinen graden Schritt gehen, wie der Spiegel offenbart! Nicht weil er so ein schlangengleiches Pferd ist - eigentlich habe ich immer den Eindruck, das Pferd läuft wie ein Bulldozer auf Schienen - sondern weil er jetzt tatsächlich so fein auf Schenkel und auch Zügel und ich glaube Körper reagiert, dass er jede Gewichtsverlagerung umsetzt. Jedenfalls wollte ich anfangs einfach gerade durch die Gasse reiten, zum ersten Mal kontrolliert im Spiegel - ging nicht! Er kam ein wenig vom Weg ab, mein Hauch von Schenkel (zumindest ist es meine Intention, nur zu hauchen) schickt ihn aber dann wieder zuviel in die andere Richtung, Schenkel eine Spur zu weit hinten, dann dreht die Hinterhand weg, oder am Gurt, dann dreht die Vorderhand weg. Beim Anreiten driftet er prinzipiell zur Seite, weil einer meiner Schenkel denke ich stärker einwirkt - puuuuuh, große Baustelle! Fiel mir am Hufschlag nie so auf, tja!
Obwohl ich wohl das Geradeausreiten üben sollte (Vorsatz für die nächten Einheiten), habe ich dann trotzdem mein geplantes Programm durchgezogen und auf der (nicht wirklich) geraden Linie die Hinterhand oder die Vorhand weichen lassen - und auch hier hat sich gezeigt, dass Billy sich weniger biegt, wie ich vom Boden aus eigentlcih schon den Eindruck hatte, sondern einfach mit dem anderen Ende in die gegengesetzte Richtung ausweicht. Sprich: Will ich die Hinterhand z.B. nach links verschieben, dann macht er das zwar, aber gleichzeitig weicht die vorhand nach rechts aus.
Zum Schluss bin ich dann noch etwas auf dem Zirkel getrabt und habe dabei - wieder eine Karen Rohlf Übung - mit der eigenen Balance gespielt und versucht, Billy auf die Zirkellinie "einzubiegen", d.h. zu fühlen, welcher Körperteil nicht in Balance ist (meist fällt er auf die innere Schulter) und das zu reparieren. Tatsächlich funktioniert es gut, im eigenen Körper zu tun, was das Pferd in seinem Körper tun soll. Fällt er zuviel auf die innere Schulter, hat es tatsächlich was gebracht, meine eigene innere Schulter etwas anzuheben und das Gewicht damit minimal nach außen zu verlagern. Er schien sich dann leichter zu tun mit dem (kleinen) Zirkel...
Also, genug zum Üben und Experimentieren für die nächsten Wochen!!
Dienstag, 24. Januar 2012
Es schneit und ist kalt! Billys Beine sind wieder 100% klar. Obs mit dem Wetter zusammenhängt??
Wir haben heute die "Whoosh"-Übung von Karen Rohlf weiter vorangebracht.
Zuerst aber Aufwärmen mit verschiedenen Schrittgeschwindigkeiten. Billy war heut ungewöhnlich flott unterwegs. Wir gingen einfach auf dem Hufschlag, und ich versuchte, nur mit Energie-Auf und Ab ihn langsamer oder schneller zu machen. Hat ganz ganz hervorragend funktioniert! Schleichschritt, schneller Schritt, mittlerer Schritt, ganz toll.
Dann ging ich zum Zirkel über. Billy ging auf dem Hufschlag und ich innen an ihm dran. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich heute vorerst auf die Schulter konzentriert. An der offenen Seite des Zirkels und in den "Ecken" (an den anderen Stellen ist die Bande im Weg) versuchte ich auf ein Porcupine Game, möglihcst sanft, ein "whoosh"-artiges Weichen zu bekommen, also flüssig, prompt, willig. Am Anfang war das schwierig, bald habe ich auch erkannt, dass es mit der bloßen Hand um einiges besser geht als gleich mit dem Stick. Wenn er allerdings auf die Hand und Energie nicht reagieren wollte, gabs einen GErtenklaps (momentan arbeite ich lieber mit meiner kurzen Dressurgerte, die ruft wesentlich mehr Respekt hervor und ist viel besser zu handhaben), also nur noch entweder Phase 1 oder Phase 4. Er hats schon verstanden, worum es geht ;-). Anfangs war Billy grantig, aber die Schulter wich mit der Wiederholung immer flüsssiger nach außen, und je weniger Druck ich brauchte, umso gelassener nahms dann auch der Billy. An der offenen Seite konnten wir dann wirklich ein schönes Weichen nach außen mit guter offener Schulter und einem großen Schritt erreichen. Das habe ich dann mit Gleich-Weitergehen kombiniert, klappte auch gut.
DAsselbe dann noch an der Hinterhand, klappte auch super.
Danach hab ich die gleiche Übung gemacht, aber so, dass Billy den Hintern bzw. die Schulter auf mich zu weichen lässt. Das hab ich wiederum überall dort auf dem Zirkel gemacht, wo die Bande uns dabei hilft. Er hat es sooofort kapiert, gleich auf Anhieb. Frauli den Hintern zuzuwenden, ist doch wirklich eine seine Lieblingsübungen ;-). Superbrav war er dabei, ich musste nur die Hand heben und der Hintern kam auf den 2. Hufschlag, dabei können wir sogar die Innenbiegung beibehalten. Und auch mit der Schulter hat es gleich gut geklappt, sofern Frauli die Gerte in einer Weise handhaben konnte, die keine Verwirrung hervorruft ;-). Auch hier haben wir abgeschlossen mit ein paarmal Hereinschwenken und gleich wieder geradeaus weitergehen.
Ich werde das demnächst mit Zirkel-Verkleinern und -Vergrößern kombinieren, ist mir für eine zukünftige Übung eingefallen, das bietet sich richtig an!
Danach bin ich noch aufgestiegen und hab das Ganze von oben geübt. Hintern hineinschwenken ging sehr gut, sodass ich angetrabt bin und es aus dem Trab versucht habe. Da wollte Herr Billy dann nicht zuhören ("kann grad nicht, muss traben!!!") und ich musste ziemlich hohe Phasen einsetzen, aber nur ein oder zweimal, dann hatte er kapiert, dass auch im Trab der einseitige Schenkel noch was bedeutet und schwupps, kam der Hintern herein und Billy bekam Pause. Etwas in Stress hat ihn diese neue Anforderung schon versetzt, wie ich aus seinem Kampfkauen geschlossen habe.
Die Schulter nach innen zu bekommen, ist sehr einfach, auch toll.
Auch reitend fällt mir eine Übung ein, die ich das nächste Mal umsetzen möchte: Ich möchte auf der Mittellinie reiten und abwechselnd den Hintern bzw. die Schulter nach links und rechts schwenken und dann wieder geradeaus weiter.
Denn momentan scheint mir, dass ich mir mein halbwegs und erstaunlich geradegerichtetes Pferd schief reite - Billy zeigte am Schluss Tendenzen, den Hintern gleich innen in der Bahn zu lassen ("muss mich ja sowieso gleich wieder reindrehen"). Das ist dann auch nicht ganz Sinn und Zweck der Sache...
Wir haben heute die "Whoosh"-Übung von Karen Rohlf weiter vorangebracht.
Zuerst aber Aufwärmen mit verschiedenen Schrittgeschwindigkeiten. Billy war heut ungewöhnlich flott unterwegs. Wir gingen einfach auf dem Hufschlag, und ich versuchte, nur mit Energie-Auf und Ab ihn langsamer oder schneller zu machen. Hat ganz ganz hervorragend funktioniert! Schleichschritt, schneller Schritt, mittlerer Schritt, ganz toll.
Dann ging ich zum Zirkel über. Billy ging auf dem Hufschlag und ich innen an ihm dran. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich heute vorerst auf die Schulter konzentriert. An der offenen Seite des Zirkels und in den "Ecken" (an den anderen Stellen ist die Bande im Weg) versuchte ich auf ein Porcupine Game, möglihcst sanft, ein "whoosh"-artiges Weichen zu bekommen, also flüssig, prompt, willig. Am Anfang war das schwierig, bald habe ich auch erkannt, dass es mit der bloßen Hand um einiges besser geht als gleich mit dem Stick. Wenn er allerdings auf die Hand und Energie nicht reagieren wollte, gabs einen GErtenklaps (momentan arbeite ich lieber mit meiner kurzen Dressurgerte, die ruft wesentlich mehr Respekt hervor und ist viel besser zu handhaben), also nur noch entweder Phase 1 oder Phase 4. Er hats schon verstanden, worum es geht ;-). Anfangs war Billy grantig, aber die Schulter wich mit der Wiederholung immer flüsssiger nach außen, und je weniger Druck ich brauchte, umso gelassener nahms dann auch der Billy. An der offenen Seite konnten wir dann wirklich ein schönes Weichen nach außen mit guter offener Schulter und einem großen Schritt erreichen. Das habe ich dann mit Gleich-Weitergehen kombiniert, klappte auch gut.
DAsselbe dann noch an der Hinterhand, klappte auch super.
Danach hab ich die gleiche Übung gemacht, aber so, dass Billy den Hintern bzw. die Schulter auf mich zu weichen lässt. Das hab ich wiederum überall dort auf dem Zirkel gemacht, wo die Bande uns dabei hilft. Er hat es sooofort kapiert, gleich auf Anhieb. Frauli den Hintern zuzuwenden, ist doch wirklich eine seine Lieblingsübungen ;-). Superbrav war er dabei, ich musste nur die Hand heben und der Hintern kam auf den 2. Hufschlag, dabei können wir sogar die Innenbiegung beibehalten. Und auch mit der Schulter hat es gleich gut geklappt, sofern Frauli die Gerte in einer Weise handhaben konnte, die keine Verwirrung hervorruft ;-). Auch hier haben wir abgeschlossen mit ein paarmal Hereinschwenken und gleich wieder geradeaus weitergehen.
Ich werde das demnächst mit Zirkel-Verkleinern und -Vergrößern kombinieren, ist mir für eine zukünftige Übung eingefallen, das bietet sich richtig an!
Danach bin ich noch aufgestiegen und hab das Ganze von oben geübt. Hintern hineinschwenken ging sehr gut, sodass ich angetrabt bin und es aus dem Trab versucht habe. Da wollte Herr Billy dann nicht zuhören ("kann grad nicht, muss traben!!!") und ich musste ziemlich hohe Phasen einsetzen, aber nur ein oder zweimal, dann hatte er kapiert, dass auch im Trab der einseitige Schenkel noch was bedeutet und schwupps, kam der Hintern herein und Billy bekam Pause. Etwas in Stress hat ihn diese neue Anforderung schon versetzt, wie ich aus seinem Kampfkauen geschlossen habe.
Die Schulter nach innen zu bekommen, ist sehr einfach, auch toll.
Auch reitend fällt mir eine Übung ein, die ich das nächste Mal umsetzen möchte: Ich möchte auf der Mittellinie reiten und abwechselnd den Hintern bzw. die Schulter nach links und rechts schwenken und dann wieder geradeaus weiter.
Denn momentan scheint mir, dass ich mir mein halbwegs und erstaunlich geradegerichtetes Pferd schief reite - Billy zeigte am Schluss Tendenzen, den Hintern gleich innen in der Bahn zu lassen ("muss mich ja sowieso gleich wieder reindrehen"). Das ist dann auch nicht ganz Sinn und Zweck der Sache...
Montag, 23. Januar 2012
Sonntag, 22. Januar 2012
Am Samstag waren Billy und ich ein dreiviertelstündchen lang spazieren. Die Straßen sind leider so vereist, dass ich lieber nicht dort gegangen bin, also nur die langweiligen Wege rund um unsern Stall.
Sonntag gingen wir eine Aufwärmrunde um den Stall spazieren, danach ging ich mit Billy in die Halle und übte die Whoosh-Übung von karen Rohlf. Dabei gehts darum, sowohl online als auch beim reiten das Pferd aus einer Schrittbewegung weichen zu lassen (den Teil des Pferdes weichen lassen, den man halt will). Dann Pause, bis zur Entspannung. Und dann wieder zügig los im Schritt. Als Stufe zwei wird dann die pause direkt nach dem Weichen gestrichen, man geht im Schritt - whooosh, weichen - wieder geradeaus im Schritt. Dann erst Pause. In Stufe 3 würde man das weichen dann in der Bewegung verlangen, also z.B. die Kruppe während der Schrittbewegung hereinweichen lassen.
Stufe 1 + 2 haben wir ganz akzeptabel hingekriegt! Zuerst hab ich es online auf einem Zirkel geübt. Die ersten beiden male musste ich mich deutlich bemerkbar machen, aber dann war es ein "whooosh"iges Weichen (Karen Rohlf hat hier auch das Bild von einem Ball, den man bewegt, im Vergleich zu einem Ziegelstein). Etwas Schwierigkeiten hatte ich, insofern man in Zone 3 bleiben soll - ich geriet zu weit nach vorne. Und Weichen der Hinterhand war eindeutig einfacher, zwar reagiert Billy auch auf Weichen der Schulter sehr fein, aber online war ich da dann irgendwie in falscher Position.
Ich ließ ihn nach außen weichen dabei, und eine Zeitlang ging ich auch außen auf dem Hufschlag und ließ ihn von mir weg nach innen weichen. Nächstes mal probiere ich vielleicht, ihn auf mich zu weichen zu lassen.
Das ganze dann noch reitend, da war es noch viel besser (da bin ich nicht so im WEg ;-) ). Schritt auf dem Hufschlag - whooosh - Kruppe 90° zur Bande. Pause. Weiter im Schritt. Später dann Schritt-whoosh-Kruppherein, gleich weiter. Dabei hab ich dann leier zu wenig Pausen gemacht, aber dafür das ganze nur ein paarmal und sehr kurz. War richtig schön!
An dem ganzen hab ich früher schon gewerkt, aber erst mit der Beschreibung von Karen Rohlf funzt das so richtig! Ich bin sehr angetan, wie brav und fein Billy auf den Schenkel reagiert.
Sonntag gingen wir eine Aufwärmrunde um den Stall spazieren, danach ging ich mit Billy in die Halle und übte die Whoosh-Übung von karen Rohlf. Dabei gehts darum, sowohl online als auch beim reiten das Pferd aus einer Schrittbewegung weichen zu lassen (den Teil des Pferdes weichen lassen, den man halt will). Dann Pause, bis zur Entspannung. Und dann wieder zügig los im Schritt. Als Stufe zwei wird dann die pause direkt nach dem Weichen gestrichen, man geht im Schritt - whooosh, weichen - wieder geradeaus im Schritt. Dann erst Pause. In Stufe 3 würde man das weichen dann in der Bewegung verlangen, also z.B. die Kruppe während der Schrittbewegung hereinweichen lassen.
Stufe 1 + 2 haben wir ganz akzeptabel hingekriegt! Zuerst hab ich es online auf einem Zirkel geübt. Die ersten beiden male musste ich mich deutlich bemerkbar machen, aber dann war es ein "whooosh"iges Weichen (Karen Rohlf hat hier auch das Bild von einem Ball, den man bewegt, im Vergleich zu einem Ziegelstein). Etwas Schwierigkeiten hatte ich, insofern man in Zone 3 bleiben soll - ich geriet zu weit nach vorne. Und Weichen der Hinterhand war eindeutig einfacher, zwar reagiert Billy auch auf Weichen der Schulter sehr fein, aber online war ich da dann irgendwie in falscher Position.
Ich ließ ihn nach außen weichen dabei, und eine Zeitlang ging ich auch außen auf dem Hufschlag und ließ ihn von mir weg nach innen weichen. Nächstes mal probiere ich vielleicht, ihn auf mich zu weichen zu lassen.
Das ganze dann noch reitend, da war es noch viel besser (da bin ich nicht so im WEg ;-) ). Schritt auf dem Hufschlag - whooosh - Kruppe 90° zur Bande. Pause. Weiter im Schritt. Später dann Schritt-whoosh-Kruppherein, gleich weiter. Dabei hab ich dann leier zu wenig Pausen gemacht, aber dafür das ganze nur ein paarmal und sehr kurz. War richtig schön!
An dem ganzen hab ich früher schon gewerkt, aber erst mit der Beschreibung von Karen Rohlf funzt das so richtig! Ich bin sehr angetan, wie brav und fein Billy auf den Schenkel reagiert.
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