Ach was bin ich stolz auf uns!
Heute habe ich mich zum ersten Mal mit Billy im Finstern "vor die Türe" gewagt, sprich, wir haben das Stallgelände verlassen. Wenn ich es je schaffen will, die Halle zu benutzen, müssen wir da durch, etwa 5 Minuten auf einem kleinen Weg neben der Straße (zum Glück durch Böschung und Bäume getrennt, also nicht direkt an der Straße).
Billy war völlig cool, nur Frauli flippt, wie immer. Da sich Billy aber benahm wie bei Tageslicht auch, und sich außerdem durch meine doch recht helle Stirnlampe überhaupt nicht gestört zu fühlen scheint, wurde ich auch bald ruhig. Billy zupfte Gräser, die Stirnlampe leuctete uns den Weg völlig ausreichend aus, und auch die vorbeirasenden Autoscheinwerfer schienen Billy nicth zu interessieren.
Ich ging nicht besonders weit, aber so ca. die Hälfte des Weges zur Halle war das bereits.
Also - bald keine Ausreden mehr.
Die unbekannte Halle werde ich trotzdem das erste Mal bei Tageslicht besuchen. Und Billy braucht wohl irgendeine Reflexdecke oder sowas.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Update
Meine Güte, die Zeit verfliegt!
Nur 1 Post im November!
Wir haben uns im neuen Stall jetzt beide vollkommen eingelebt, alles läuft wie geplant.
Unter der Woche, ohne Licht, übe ich Basics wie Porcupine Games und Friendly Games. V.a. letztere haben wir auf eine ganz neue Stufe gebracht ;-). Billy kann besser unterscheiden, wann ich was will und wann nicht, vielleicht kann ich meine Energie momentan besser hoch- und runterschrauben als früher. Billy reagiert ungewöhnlich zackig auf Driving und Porcupine Games, und entspannt sich vollkommen selbst bei Extreme-Friendly-Games - das ganze auch vom Sattel aus, etwa letztens: Ich saß im Sattel, 2 Sticks mit STrings dran, und links und rechts vom Pferd wirklich massiv rotiert mit wildem Klatschen auf den Boden - Billy steht, Augenlider auf Halbmast, Hinterbein entspannt abgestellt, und wartet, bis Frauli mit den Turnübungen da oben fertig ist. Und dann möchte ich losreiten - Energie rauf, ein Hauch von Anspannung im Hintern und ein Hauch von Schenkeldruck, und Billy wacht auf und stapft los. Genial.
Das große Viereck trägt glaub ich eine Menge zu seinem enorm gestiegenen Go bei. Ich würde sagen, Billy ist gerade wirklich perfekt, was die Balance von Whoa und Go angeht. Es gibt, seit wir hier sind, z.B. keine dieser elendslangen Diskussionen um den Trab mehr. Mir fällt erst jetzt auf, wie ich mich daran gewöhnt hatte, dass es normal war, Billy ungefähr 3, 4, 5x zum Traben aufzufordern, meist mit immer höheren Phasen - sonst hielt er den Trab halt nicht. Und jetzt: An Trab denken. Sobald er mich verstanden hat, trabt er, und hört nicht mehr auf. Gleich beim ersten Mal anfragen. So habe ich z.B. vor ein paar Tagen wieder einmal das gute alte Trotting Game gemacht - ihr wisst schon: Pferd in Trab halten (sollte es verfallen), die Richtung bestimmt das Pferd. Das war ja früher mühsame Arbeit, bis Billy kapiert und v.a. akzeptiert hatte, dass es keinen Sinn hat, dauernd stehenzubleiben oder Schritt zu gehen. Und heute? 1x antraben, und wir traben. Und traben. Und traben. Und traben.
Das angenehme Go verbessert auch unglaublich unsere Gymnastik-Arbeit. Seit dem Kreinberg-Kurs Ende September war ich fleißig dran, Billy viel zu biegen. Volten, Zirkel, Schlangenlinien in alle Richtungen, enge, große, dazwischen gerade Linien und aufgepeppt mit Übergängen und Schaukelübungen, und wir experimentieren auch mit Außen- und Innenstellungsvariationen. Ich kann gar nicht sagen, wie geschmeidig ihn das jetzt gemacht hat! Billy kann nun den Trab in engen Volten halten, davon konnte ich früher nur träumen. Er schiebt sich zusammen, um die Biegung im Trab zu bewältigen, und fängt an zu schweben und zu federn. Das Reiten mit Gebiss und Kontakt funktioniert mittlerweile toll, Billy rundet sich, biegt sich und akzeptiert den leichten Kontakt, und manchmal hab ich sogar das Gefühl, dieses neue Bewegungsgefühl macht ihm Spaß.
Wir arbeiten auch immer wieder ein bisschen am Galopp, womit wir bei Peter Kreinberg angefangen haben. Auch da kann Billy sich jetzt besser biegen und zusammenschieben, sodass wir akzeptable Zirkel zusammenbringen.
Auch hier das ungewöhnliche Go. Statt dass ich nun um jeden Galoppsprung betteln muss, bettelt umgekehrt Billy nun, ob er nicht ein bisschen schneller und geradeaus galoppieren darf. Kurzes Überlegen - ja, warum nicht. Zügel lang, schnalzen, los gehts. Zügel lang, eine Passenger-Lesson im Galopp. Billy galoppiert. Und galoppiert. Und galoppiert. Und galoppiert. Eine Runde, zwei Runden, 3 Runden (er hält sich brav am Zaun ;-) . Frauli staunt. 4 Runden, 5 Runden, 6 Runden.... Billy fängt an zu schnaufen (bei einer Seitenlänge von geschätzten 60m im quadratischen Viereck galoppieren wir jetzt auch schon über einen ganzen Kilometer), galoppiert aber weiter. Die eine Seite zum Stall hin gibt er immer Gas, ist aber mit "bremsender ATmung" meinerseits in den Schritt abrufbar - daher lasse ich ihn. Nach der 6. Runde hätte Billy genug, jetzt muss er noch eine, schön langsam, und dann reicht das.
Also momentan ist die Reiterei - und auch die Bodenarbeit, die wir machen - einfach nur ein Traum!
Das bemerkte ich v.a. an dem Wochenende, an dem ich eine Trainerin zum Plaudern besuchte, die mir ein bisschen was übers Bosal-REiten beibringen sollte. Eigentlich dachte ich da nur an etwas Theorie, aber sie überaschte mich damit, dass sie mir einfach alles gleich in der Praxis zeigen wollte und mich somit einfach auf ihr Pferd hockte. Ja, was soll ich sagen.... was war ich froh, am nächsten Tag wieder auf den Billy zu klettern, der mich versteht, nicht diskutiert (ja, das ist ja neu, aber trotzdem), trabt wenn ich danach frage, stehenbleibt wenn ich danach frage.... es ist doch wie ein Nach-Hause-Kommen: das eigene Bettchen, das eigene Lümmel-Sofa... zu Haus ist's doch am schönsten.
Das Reiten mit Bosal ist ein weiteres Projekt, das gerade voll im Laufen ist. Nach meinem Besuch in "Jac's Stable" bei Kurt und Manuela organisieren wir jetzt einen kleinen Workshop Anfang Jänner. Da soll Billy's Frauli die Grundlagen der Bosal-Handhabung erlernen. Ich freue mich schon riesig. Inzwischen gibt es ein paar Anproben für Billy, um sein Hackamore zu finden. Da wird es sicher bald noch weitere Berichte geben, ich freue mich jedenfalls schon riesig auf den Jänner.
Nur 1 Post im November!
Wir haben uns im neuen Stall jetzt beide vollkommen eingelebt, alles läuft wie geplant.
Unter der Woche, ohne Licht, übe ich Basics wie Porcupine Games und Friendly Games. V.a. letztere haben wir auf eine ganz neue Stufe gebracht ;-). Billy kann besser unterscheiden, wann ich was will und wann nicht, vielleicht kann ich meine Energie momentan besser hoch- und runterschrauben als früher. Billy reagiert ungewöhnlich zackig auf Driving und Porcupine Games, und entspannt sich vollkommen selbst bei Extreme-Friendly-Games - das ganze auch vom Sattel aus, etwa letztens: Ich saß im Sattel, 2 Sticks mit STrings dran, und links und rechts vom Pferd wirklich massiv rotiert mit wildem Klatschen auf den Boden - Billy steht, Augenlider auf Halbmast, Hinterbein entspannt abgestellt, und wartet, bis Frauli mit den Turnübungen da oben fertig ist. Und dann möchte ich losreiten - Energie rauf, ein Hauch von Anspannung im Hintern und ein Hauch von Schenkeldruck, und Billy wacht auf und stapft los. Genial.
Das große Viereck trägt glaub ich eine Menge zu seinem enorm gestiegenen Go bei. Ich würde sagen, Billy ist gerade wirklich perfekt, was die Balance von Whoa und Go angeht. Es gibt, seit wir hier sind, z.B. keine dieser elendslangen Diskussionen um den Trab mehr. Mir fällt erst jetzt auf, wie ich mich daran gewöhnt hatte, dass es normal war, Billy ungefähr 3, 4, 5x zum Traben aufzufordern, meist mit immer höheren Phasen - sonst hielt er den Trab halt nicht. Und jetzt: An Trab denken. Sobald er mich verstanden hat, trabt er, und hört nicht mehr auf. Gleich beim ersten Mal anfragen. So habe ich z.B. vor ein paar Tagen wieder einmal das gute alte Trotting Game gemacht - ihr wisst schon: Pferd in Trab halten (sollte es verfallen), die Richtung bestimmt das Pferd. Das war ja früher mühsame Arbeit, bis Billy kapiert und v.a. akzeptiert hatte, dass es keinen Sinn hat, dauernd stehenzubleiben oder Schritt zu gehen. Und heute? 1x antraben, und wir traben. Und traben. Und traben. Und traben.
Das angenehme Go verbessert auch unglaublich unsere Gymnastik-Arbeit. Seit dem Kreinberg-Kurs Ende September war ich fleißig dran, Billy viel zu biegen. Volten, Zirkel, Schlangenlinien in alle Richtungen, enge, große, dazwischen gerade Linien und aufgepeppt mit Übergängen und Schaukelübungen, und wir experimentieren auch mit Außen- und Innenstellungsvariationen. Ich kann gar nicht sagen, wie geschmeidig ihn das jetzt gemacht hat! Billy kann nun den Trab in engen Volten halten, davon konnte ich früher nur träumen. Er schiebt sich zusammen, um die Biegung im Trab zu bewältigen, und fängt an zu schweben und zu federn. Das Reiten mit Gebiss und Kontakt funktioniert mittlerweile toll, Billy rundet sich, biegt sich und akzeptiert den leichten Kontakt, und manchmal hab ich sogar das Gefühl, dieses neue Bewegungsgefühl macht ihm Spaß.
Wir arbeiten auch immer wieder ein bisschen am Galopp, womit wir bei Peter Kreinberg angefangen haben. Auch da kann Billy sich jetzt besser biegen und zusammenschieben, sodass wir akzeptable Zirkel zusammenbringen.
Auch hier das ungewöhnliche Go. Statt dass ich nun um jeden Galoppsprung betteln muss, bettelt umgekehrt Billy nun, ob er nicht ein bisschen schneller und geradeaus galoppieren darf. Kurzes Überlegen - ja, warum nicht. Zügel lang, schnalzen, los gehts. Zügel lang, eine Passenger-Lesson im Galopp. Billy galoppiert. Und galoppiert. Und galoppiert. Und galoppiert. Eine Runde, zwei Runden, 3 Runden (er hält sich brav am Zaun ;-) . Frauli staunt. 4 Runden, 5 Runden, 6 Runden.... Billy fängt an zu schnaufen (bei einer Seitenlänge von geschätzten 60m im quadratischen Viereck galoppieren wir jetzt auch schon über einen ganzen Kilometer), galoppiert aber weiter. Die eine Seite zum Stall hin gibt er immer Gas, ist aber mit "bremsender ATmung" meinerseits in den Schritt abrufbar - daher lasse ich ihn. Nach der 6. Runde hätte Billy genug, jetzt muss er noch eine, schön langsam, und dann reicht das.
Also momentan ist die Reiterei - und auch die Bodenarbeit, die wir machen - einfach nur ein Traum!
Das bemerkte ich v.a. an dem Wochenende, an dem ich eine Trainerin zum Plaudern besuchte, die mir ein bisschen was übers Bosal-REiten beibringen sollte. Eigentlich dachte ich da nur an etwas Theorie, aber sie überaschte mich damit, dass sie mir einfach alles gleich in der Praxis zeigen wollte und mich somit einfach auf ihr Pferd hockte. Ja, was soll ich sagen.... was war ich froh, am nächsten Tag wieder auf den Billy zu klettern, der mich versteht, nicht diskutiert (ja, das ist ja neu, aber trotzdem), trabt wenn ich danach frage, stehenbleibt wenn ich danach frage.... es ist doch wie ein Nach-Hause-Kommen: das eigene Bettchen, das eigene Lümmel-Sofa... zu Haus ist's doch am schönsten.
Das Reiten mit Bosal ist ein weiteres Projekt, das gerade voll im Laufen ist. Nach meinem Besuch in "Jac's Stable" bei Kurt und Manuela organisieren wir jetzt einen kleinen Workshop Anfang Jänner. Da soll Billy's Frauli die Grundlagen der Bosal-Handhabung erlernen. Ich freue mich schon riesig. Inzwischen gibt es ein paar Anproben für Billy, um sein Hackamore zu finden. Da wird es sicher bald noch weitere Berichte geben, ich freue mich jedenfalls schon riesig auf den Jänner.
Montag, 4. November 2013
Ein ereignisreiches Wochenende, und ein langes noch dazu, mit Feiertag :-)
Am Freitag haben wir alle Pferde entwurmt. Vorher wurde jeder einzeln abgewogen. 590 kg hat der Billy, pfuuuh. Mal sehen ob er sich das nun abtrainiert ;-). So ein bisschen Speck hat er schon...
Am Nachmittag hatte ich dann Gelegenheit, zum ersten Mal mit einer Miteinstellerin das Gelände zu erkunden, es ging auf unseren ersten Ausritt dort! Billy benahm sich brav, aber wäre der Herdenchef da nicht vorangetrappst, hätte das vermutlich anders ausgesehen. Ich nutze jetzt aber jeden Tag, an dem ich Tageslicht habe, um den Weg weg vom Stall als "Arbeitsplatz" für Bodenarbeit zu nutzen: bisschen rückwärts, bisschen stick to me, bisschen seitwärts usw. Um in unsere Köpfe zu hämmern: es gibt keinen Unterschied zwischen Reitplatz und Gelände. Dem Frauli zuhören und gehorchen muss man hier wie dort ;-)
Am Samstag und Sonntag bin ich dann noch jeweils Finesse geritten. Billy und ich sind ein paar der Übungen von Peter Kreinberg durchgeritten, heißt im Klartext: Biegen, durchkneten, biegen, biegen und nochmal biegen. ;-). Dabei waren: "Slalomvolten", also ein Slalom um Hütchen, um jedes davon ncoh eine Volte einschieben, einmal nach links, einmal nach rechts; das ganze dann auch noch im Trab, dabei begann Billy dann zu schweben! Ganz toll! Vor einigen Monaten konnte er sich noch nicht so sehr zusammenschieben und biegen, dass er so enge Volten im Trab geschafft hätte. Cool :-)
Dann: Volten + Schulterherein von Hütchen zu Hütchen. Um jedes Hütchen, das ich auf der Mittellinie liegen hatte, eine Volte, daraus dann parallel zur Hütchenlinie ein paar Tritte Schulterherein, bis das nächste Hütchen da ist - wieder Volte.
Weiters: Wiegetritte. Anhalten, rückwärts steigen, wieder vorwärts. Aus dem Rückwärts Antraben. Diese Übung hat uns Peter Kreinberg ganz besonders ans Herz gelegt, als "Rückengymnastik pur". Auch hier von Hütchen zu Hütchen gehangelt: Anhalten, Rückwärts, 3 Tritte Trab, anhalten, rückwärts , ...
Und schließlich fuhr ich Sonntag Nachmittag noch Mitblogger besuchen, und zwar Manuela und Kurt von Jac's Stable! Wir hatten einen richtig tollen Nachmittag, ich durfte einiges zum Thema Bosal/Hackamore erfahren und Kurt mit Jac reitenderweise bewundern. Zu sagen hab ich dazu nichts, da fehlen einem nämlich die Worte! ;-)
Vielen Dank dass ich euch so lange belagern durfte, ich hoffe auf ein Wiedersehen!
Am Freitag haben wir alle Pferde entwurmt. Vorher wurde jeder einzeln abgewogen. 590 kg hat der Billy, pfuuuh. Mal sehen ob er sich das nun abtrainiert ;-). So ein bisschen Speck hat er schon...
Am Nachmittag hatte ich dann Gelegenheit, zum ersten Mal mit einer Miteinstellerin das Gelände zu erkunden, es ging auf unseren ersten Ausritt dort! Billy benahm sich brav, aber wäre der Herdenchef da nicht vorangetrappst, hätte das vermutlich anders ausgesehen. Ich nutze jetzt aber jeden Tag, an dem ich Tageslicht habe, um den Weg weg vom Stall als "Arbeitsplatz" für Bodenarbeit zu nutzen: bisschen rückwärts, bisschen stick to me, bisschen seitwärts usw. Um in unsere Köpfe zu hämmern: es gibt keinen Unterschied zwischen Reitplatz und Gelände. Dem Frauli zuhören und gehorchen muss man hier wie dort ;-)
Am Samstag und Sonntag bin ich dann noch jeweils Finesse geritten. Billy und ich sind ein paar der Übungen von Peter Kreinberg durchgeritten, heißt im Klartext: Biegen, durchkneten, biegen, biegen und nochmal biegen. ;-). Dabei waren: "Slalomvolten", also ein Slalom um Hütchen, um jedes davon ncoh eine Volte einschieben, einmal nach links, einmal nach rechts; das ganze dann auch noch im Trab, dabei begann Billy dann zu schweben! Ganz toll! Vor einigen Monaten konnte er sich noch nicht so sehr zusammenschieben und biegen, dass er so enge Volten im Trab geschafft hätte. Cool :-)
Dann: Volten + Schulterherein von Hütchen zu Hütchen. Um jedes Hütchen, das ich auf der Mittellinie liegen hatte, eine Volte, daraus dann parallel zur Hütchenlinie ein paar Tritte Schulterherein, bis das nächste Hütchen da ist - wieder Volte.
Weiters: Wiegetritte. Anhalten, rückwärts steigen, wieder vorwärts. Aus dem Rückwärts Antraben. Diese Übung hat uns Peter Kreinberg ganz besonders ans Herz gelegt, als "Rückengymnastik pur". Auch hier von Hütchen zu Hütchen gehangelt: Anhalten, Rückwärts, 3 Tritte Trab, anhalten, rückwärts , ...
Und schließlich fuhr ich Sonntag Nachmittag noch Mitblogger besuchen, und zwar Manuela und Kurt von Jac's Stable! Wir hatten einen richtig tollen Nachmittag, ich durfte einiges zum Thema Bosal/Hackamore erfahren und Kurt mit Jac reitenderweise bewundern. Zu sagen hab ich dazu nichts, da fehlen einem nämlich die Worte! ;-)
Vielen Dank dass ich euch so lange belagern durfte, ich hoffe auf ein Wiedersehen!
Montag, 28. Oktober 2013
Am Wochenende gabs bei uns einen kleinen Workshop mit Richard Thompson; Richard Thompson ist direkter Schüler von Buck Brannaman!
Ich konnte als Zuschauer mitmachen und hab wieder ein paar kleine feine Inputs bekommen. Nichts was man nicht schon eiiigentlich wissen würde, aber so Kleinigkeiten, die man immer wieder vergisst.
Richard machte als Übung mit den Teilnehmern das, was es bei Parelli als "Direct-Indirect-Rein-Ballett" gibt, vom Boden aus: Lateral biegen, die Hinterhand zum Untertreten bringen (Respekt vorm Innenschenkel), dann die Vorhand herumbringen (Respekt vorm Innenzügel), das Pferd wechselt die Seite mit der Nase an unserem Bauchnabel vorbei, dann die Vorhand weiter herumbringen, jetzt von der anderen Seite mit dem Seil am Hals(Respekt vorm Außenzügel), dann mit Hand an Sattellage (wo der jeweilige Sitzbeinhöcker wäre) und Schenkellage (Respekt vorm Außenschenkel).
Übungen vom Sattel aus waren Rückwärtsrichten in Übereinstimmung mit den Füßen, dann Rückwärtsrichten mit Richtungswechsel, also um die Kurve. Hier die kleinen aber wichtigen Feinheiten: Es ist immer das Bein am leichtesten und quasi ohne jeglichen "Kampf" beeinflussbar, das gerade den Boden verlassen hat. Und: diese Übung ist sehr "trust-building", denn beim Rückwärtsrichten "um die Ecke" sieht das Pferd nicht, wohin es tritt. Auch diese Übung gibt es bei Parelli, nennt sich "Back and over".
Es wurde auch mit einem Zügel geritten und dabei versucht, das Pferd trotzdem gerade zu halten und gerade anzuhalten sowie rückwärts zu richten;das stellte eine ganz schöne Herausforderung dar; muss ich auch einmal wieder probieren, mit einem Seil auf nur einer Seite zu reiten ;-). Wird sicherlich Lücken offenbaren. ;-)
Zum Schluss gab es noch ein wenig Stangenlabyrinth, wo die Teilnehmer und ihre Pferde sich selbst übertrafen :-)
Es war ein schöner Workshop bei herrlichem Herbstwetter mit einem tollen Instruktor, der hoffentlich nächstes Jahr uns auch wieder beehren wird :-).
Ich konnte als Zuschauer mitmachen und hab wieder ein paar kleine feine Inputs bekommen. Nichts was man nicht schon eiiigentlich wissen würde, aber so Kleinigkeiten, die man immer wieder vergisst.
Richard machte als Übung mit den Teilnehmern das, was es bei Parelli als "Direct-Indirect-Rein-Ballett" gibt, vom Boden aus: Lateral biegen, die Hinterhand zum Untertreten bringen (Respekt vorm Innenschenkel), dann die Vorhand herumbringen (Respekt vorm Innenzügel), das Pferd wechselt die Seite mit der Nase an unserem Bauchnabel vorbei, dann die Vorhand weiter herumbringen, jetzt von der anderen Seite mit dem Seil am Hals(Respekt vorm Außenzügel), dann mit Hand an Sattellage (wo der jeweilige Sitzbeinhöcker wäre) und Schenkellage (Respekt vorm Außenschenkel).
Übungen vom Sattel aus waren Rückwärtsrichten in Übereinstimmung mit den Füßen, dann Rückwärtsrichten mit Richtungswechsel, also um die Kurve. Hier die kleinen aber wichtigen Feinheiten: Es ist immer das Bein am leichtesten und quasi ohne jeglichen "Kampf" beeinflussbar, das gerade den Boden verlassen hat. Und: diese Übung ist sehr "trust-building", denn beim Rückwärtsrichten "um die Ecke" sieht das Pferd nicht, wohin es tritt. Auch diese Übung gibt es bei Parelli, nennt sich "Back and over".
Es wurde auch mit einem Zügel geritten und dabei versucht, das Pferd trotzdem gerade zu halten und gerade anzuhalten sowie rückwärts zu richten;das stellte eine ganz schöne Herausforderung dar; muss ich auch einmal wieder probieren, mit einem Seil auf nur einer Seite zu reiten ;-). Wird sicherlich Lücken offenbaren. ;-)
Zum Schluss gab es noch ein wenig Stangenlabyrinth, wo die Teilnehmer und ihre Pferde sich selbst übertrafen :-)
Es war ein schöner Workshop bei herrlichem Herbstwetter mit einem tollen Instruktor, der hoffentlich nächstes Jahr uns auch wieder beehren wird :-).
Sonntag, 13. Oktober 2013
Billy und ich haben jetzt auch ein Roundpen! Cool für Liberty-Arbeit.
Also haben wir uns da am Wochenende einmal reinbegeben. Das Roundpen ist mitten im Offenstall einer der beiden Herden gelegen, die kommen dann aus ihren "Löchern" gekrochen, stellen sich am Zaun auf und haben Kinoprogramm ;-).
Wir haben am zügigen Umsetzen von Gangart-Änderungen gearbeitet und an Handwechseln. Immer wieder wollte Billy auch mal nach außen wenden, dann wende ich ihn einfach wieder zurück und probiere es gleich noch einmal diszipliniert und nach innen. Das hat gut geklappt. Nach einer etwas längeren Einheit am Samstag und einer nur noch sehr kurzen am Sonntag hatten wir 4 fliegende Galoppwechsel hintereinander (ich hätt mich ja auch mit Trab zufrieden gegeben, aber wenn Billy lieber galoppiert - bitteschön. Dann aber eben auch den Handwechsel).
Abgewechselt haben wir mit viel Friendly Game und ruhigem Stick-To-Me.
Ich war ein bisschen strenger als sonst, denn Billy führt sich schon wieder furchtbar auf beim Putzen, ziemlich rüpelig. Er drängelt, er schubst, er kriegt cholerische Anfälle und schnappt. Daher habe ich die Bodenarbeit vor das Putzen geschoben und sehr auf respektvolles Verhalten geachtet. Grantiges Kopfschlenkern in meine Richtung, nein danke. Nach innen drängeln oder knapp an mir vorbeischrammen - nein danke. Gras fressen während Ruhepause, bitte nein. Er wurde sehr focussiert (während er anfangs durch die vierbeinigen Zuschauer noch ziemlich abgelenkt war) und gleichzeitig sehr entspannt in der Mitte beim FG, und reagierte trotzdem noch zackig auf Änderungen des Energiepegels meinerseits, das war wirklich gut.
Die Konsequenz hat Wirkung gezeigt; Billy war nicht glücklich übers Putzen an bestimmten Stellen (dort kann ich ja dann auch Rücksicht nehmen), äußerte das aber wenigstens halbwegs höflich durch grantiges Schauen, statt gleich rüpelig zu rempeln, mich wegzudrängeln, oder herzubeißen.
Ich muss mich halt zusammenreißen und konsequent bleiben, wie immer ;-).
Also haben wir uns da am Wochenende einmal reinbegeben. Das Roundpen ist mitten im Offenstall einer der beiden Herden gelegen, die kommen dann aus ihren "Löchern" gekrochen, stellen sich am Zaun auf und haben Kinoprogramm ;-).
Wir haben am zügigen Umsetzen von Gangart-Änderungen gearbeitet und an Handwechseln. Immer wieder wollte Billy auch mal nach außen wenden, dann wende ich ihn einfach wieder zurück und probiere es gleich noch einmal diszipliniert und nach innen. Das hat gut geklappt. Nach einer etwas längeren Einheit am Samstag und einer nur noch sehr kurzen am Sonntag hatten wir 4 fliegende Galoppwechsel hintereinander (ich hätt mich ja auch mit Trab zufrieden gegeben, aber wenn Billy lieber galoppiert - bitteschön. Dann aber eben auch den Handwechsel).
Abgewechselt haben wir mit viel Friendly Game und ruhigem Stick-To-Me.
Ich war ein bisschen strenger als sonst, denn Billy führt sich schon wieder furchtbar auf beim Putzen, ziemlich rüpelig. Er drängelt, er schubst, er kriegt cholerische Anfälle und schnappt. Daher habe ich die Bodenarbeit vor das Putzen geschoben und sehr auf respektvolles Verhalten geachtet. Grantiges Kopfschlenkern in meine Richtung, nein danke. Nach innen drängeln oder knapp an mir vorbeischrammen - nein danke. Gras fressen während Ruhepause, bitte nein. Er wurde sehr focussiert (während er anfangs durch die vierbeinigen Zuschauer noch ziemlich abgelenkt war) und gleichzeitig sehr entspannt in der Mitte beim FG, und reagierte trotzdem noch zackig auf Änderungen des Energiepegels meinerseits, das war wirklich gut.
Die Konsequenz hat Wirkung gezeigt; Billy war nicht glücklich übers Putzen an bestimmten Stellen (dort kann ich ja dann auch Rücksicht nehmen), äußerte das aber wenigstens halbwegs höflich durch grantiges Schauen, statt gleich rüpelig zu rempeln, mich wegzudrängeln, oder herzubeißen.
Ich muss mich halt zusammenreißen und konsequent bleiben, wie immer ;-).
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Heute bin ich zum ersten Mal im neuen Stall FreeStyle geritten - mit Barebackpad und Knoti. Alles kein Problem, Billy hat sich wirklich schon richtig gut akklimatisiert. Ein bisschen mehr Go als gewöhnlich hat er noch, aber ich glaube das ist auch bald Geschichte; sonst fühlt er sich an wie immer.
Begonnen habe ich mit den ersten Online-Übungen von Karen Rohlf, ich möchte da wieder etwas einsteigen. Hab ich schon mal, dann irgndwie stecken geblieben.
Wir haben mit einem Friendly Game in Bewegung begonnen. Das war für Billy nun noch gar nicht in Ordnung. Es hat wirlich viele viele Runden gebraucht, bis er sich da richtig entspannt hat - und ich musste auch einiges an mir arbeiten und ausprobieren, bis die Energie ganz ganz draußen war und Billy kapierte, dass das String-Herumwacheln nichts bedeuten soll. Die Waage zwischen Energie-weg- und Energie-hoch funktioniert grad supergut, weil Billy aufmerksamer ist als sonst (noch ;-) ).
Dann weiter zur "Invisible Huma"-Übung. Dabei wird das Pferd auf einen Zirkel geschickt und man selbst bewegt sich mal aus dem Zentrum heraus, läuft mit dem Pferd mit, und bewegt sich wieder ins Zentrum zurück. Hat schlecht geklappt. Erstens hilfe, wo geht der Zirkel überhaupt entlang?? Das Viereck ist riesig ... Dann bremste ich Billy aus, wenn ich zu ihm hinging, obwohl ich wirklich bemüht war, alles an Energie rauszulassen, soweit möglich. Dafür folgte er mir dann brav, wenn ich wieder ins Zentrum zurückging. Wobei mir hier nicht klar ist, wie ich so ganz ohne Energie und unsichtbar in diesem Fall dem Pferd klarmachen soll, dass er draußen bleiben soll - denn sonst hab ich es ja ganz gern und "antrainiert", dass er auf Wegnehmen von Energie und Weggehen meinerseits mir folgen soll. Daher find ich die Übung in dieser Form noch etwas verwirrend.
Weiter zur nächsten Übung: Ins Anhalten schmelzen. Hier soll man aufs Pferd zu und es streicheln, bis es stehenbleibt. Mit dem Ziel, dass man es zum Anhalten bringen kann, wenn man nur daran denkt, es zu loben. Hm, wo ich das so schreibe, will ich denn das?? Muss ich überlegen. ;-) Billy hatte das jedenfalls schnell heraußen.
Danach bin ich noch FreeStyle geritten ohne großen Plan und Ziel, ich wollte ja nur mal austesten, wie er denn nun so drauf ist. Ich bin auch schon richtig lange nicht mehr ohne Sattel geritten ;-). Alles bestens. Wir haben Übergänge geübt, möglichst ohne Zügel, auch ein wenig Rückwärts, galoppiert bin ich auch. Ein paar Trabstangen haben wir mitgenommen, ich mich bemüht, ohne Zügel zu lenken, ob das hier noch so funzt. Ja, tuts!
Einmal dann aus einem Rückwärts angaloppiert, das war so toll, dass ich gleich abgesessen bin - end of session :-)
Begonnen habe ich mit den ersten Online-Übungen von Karen Rohlf, ich möchte da wieder etwas einsteigen. Hab ich schon mal, dann irgndwie stecken geblieben.
Wir haben mit einem Friendly Game in Bewegung begonnen. Das war für Billy nun noch gar nicht in Ordnung. Es hat wirlich viele viele Runden gebraucht, bis er sich da richtig entspannt hat - und ich musste auch einiges an mir arbeiten und ausprobieren, bis die Energie ganz ganz draußen war und Billy kapierte, dass das String-Herumwacheln nichts bedeuten soll. Die Waage zwischen Energie-weg- und Energie-hoch funktioniert grad supergut, weil Billy aufmerksamer ist als sonst (noch ;-) ).
Dann weiter zur "Invisible Huma"-Übung. Dabei wird das Pferd auf einen Zirkel geschickt und man selbst bewegt sich mal aus dem Zentrum heraus, läuft mit dem Pferd mit, und bewegt sich wieder ins Zentrum zurück. Hat schlecht geklappt. Erstens hilfe, wo geht der Zirkel überhaupt entlang?? Das Viereck ist riesig ... Dann bremste ich Billy aus, wenn ich zu ihm hinging, obwohl ich wirklich bemüht war, alles an Energie rauszulassen, soweit möglich. Dafür folgte er mir dann brav, wenn ich wieder ins Zentrum zurückging. Wobei mir hier nicht klar ist, wie ich so ganz ohne Energie und unsichtbar in diesem Fall dem Pferd klarmachen soll, dass er draußen bleiben soll - denn sonst hab ich es ja ganz gern und "antrainiert", dass er auf Wegnehmen von Energie und Weggehen meinerseits mir folgen soll. Daher find ich die Übung in dieser Form noch etwas verwirrend.
Weiter zur nächsten Übung: Ins Anhalten schmelzen. Hier soll man aufs Pferd zu und es streicheln, bis es stehenbleibt. Mit dem Ziel, dass man es zum Anhalten bringen kann, wenn man nur daran denkt, es zu loben. Hm, wo ich das so schreibe, will ich denn das?? Muss ich überlegen. ;-) Billy hatte das jedenfalls schnell heraußen.
Danach bin ich noch FreeStyle geritten ohne großen Plan und Ziel, ich wollte ja nur mal austesten, wie er denn nun so drauf ist. Ich bin auch schon richtig lange nicht mehr ohne Sattel geritten ;-). Alles bestens. Wir haben Übergänge geübt, möglichst ohne Zügel, auch ein wenig Rückwärts, galoppiert bin ich auch. Ein paar Trabstangen haben wir mitgenommen, ich mich bemüht, ohne Zügel zu lenken, ob das hier noch so funzt. Ja, tuts!
Einmal dann aus einem Rückwärts angaloppiert, das war so toll, dass ich gleich abgesessen bin - end of session :-)
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Wir üben ein bisschen unsere Basics, solange es abends halt jetzt finster ist. Der neue Reitplatz hat (noch) kein Licht, aber der Pferdeauslauf ist beleuchtet und eignet sich hervorragend für kleine Übungen.
Kürzlich im No Worries Magazin aufgeschnappt: Pferd an der Schnauze herumführen; bei Parelli gibt es ja "leading by the chin". Irgendwann mal versucht, aber das sind so die kleinen Dinge, die manchmal langweilig sind und man deshalb dann wieder sein lässt. Also hab ich mich auf diese Variante des Porcupine Game heute geübt.
Mir war klar, dass sich hier Lücken auftun werden ;-). Tatsächlich schätzte Billy anfangs gar nicht, dass ich ihm überhaupt die Hand ans Kinn und eine auf die Nase legte, es dauerte ein Weilchen, bis er Abwehrreaktionen sein ließ und sich da überall schön entspannt streicheln ließ. Dann begann ich mit etwas Druck, ihn in meine Richtung zu ziehen. Das ging dann wiederum sehr schnell bis zum ersten Schrittchen. Stop und wieder Streicheln. Wieder Druck bis zu einem Schrittchen. War schon weniger nötig. Wieder streicheln. 2 Schrittchen. 3 Schrittchen. Andere Richtung. Verschiedene Richtungen. Ich dann in Zone 2, in die gleiche Richtung wie Billy schauend.
In 5 Minuten konnte ich ihn am Kinn überall hinführen.
Dazwischen auch ein bisschen rückwärts.
10 Minuten und fertig, Billy durfte sich wieder mit den wichtigen Dingen dieser Welt beschäftigen. Hat die Heuraufe noch offen um diese Zeit? Oder wie schmeckt eigentlich ein Esel?
Kürzlich im No Worries Magazin aufgeschnappt: Pferd an der Schnauze herumführen; bei Parelli gibt es ja "leading by the chin". Irgendwann mal versucht, aber das sind so die kleinen Dinge, die manchmal langweilig sind und man deshalb dann wieder sein lässt. Also hab ich mich auf diese Variante des Porcupine Game heute geübt.
Mir war klar, dass sich hier Lücken auftun werden ;-). Tatsächlich schätzte Billy anfangs gar nicht, dass ich ihm überhaupt die Hand ans Kinn und eine auf die Nase legte, es dauerte ein Weilchen, bis er Abwehrreaktionen sein ließ und sich da überall schön entspannt streicheln ließ. Dann begann ich mit etwas Druck, ihn in meine Richtung zu ziehen. Das ging dann wiederum sehr schnell bis zum ersten Schrittchen. Stop und wieder Streicheln. Wieder Druck bis zu einem Schrittchen. War schon weniger nötig. Wieder streicheln. 2 Schrittchen. 3 Schrittchen. Andere Richtung. Verschiedene Richtungen. Ich dann in Zone 2, in die gleiche Richtung wie Billy schauend.
In 5 Minuten konnte ich ihn am Kinn überall hinführen.
Dazwischen auch ein bisschen rückwärts.
10 Minuten und fertig, Billy durfte sich wieder mit den wichtigen Dingen dieser Welt beschäftigen. Hat die Heuraufe noch offen um diese Zeit? Oder wie schmeckt eigentlich ein Esel?
Montag, 7. Oktober 2013
Billy ist seit einigen Tagen Tag und Nacht in der Herde. Wir haben ihm ausführlich alle Futterstationen, Wasser usw. gezeigt. Bei der Gemeinschafts-Heuraufe darf er noch nicht so richtig mitfressen, aber er schleicht sich dann eben nachher hin, wenn die anderen vollgefressen dösen.
Alles ist noch aufregend, aber langsam fasst sich Herr Billy wieder. Die Schafe sind schon seine Freunde, er schnofelt sie freundlich an und freut sich diebisch, wenn sie vor ihm davonlaufen. Wenigstens welche, die er wegschicken kann statt umgekehrt ;-).
Ich bin auch wieder ein wenig geritten und freue mich über das viele Go ;-). Und gleichzeitig wundert es mich, dass Figuren Reiten Billy echt entspannt. Scheinbar sind die "Dressur-Drills" wie Schaukel, Slalom, Volten usw. beim Kreinberg-Kurs so tief ins Hirn gedrungen, dass sie als altbekannte Muster wirklich Entspannung auslösen. Der Trab ist noch etwas geeilt, aber 2-3 Runden auf dem Riesen-Viereck, dann wird das auch schon langsamer; und wir haben sogar ein frisches Galöppchen gewagt; geniales Angaloppieren, ich dachte nur "jetzt" und Billy galoppierte, ließ sich aber ebenso leicht auch wieder in den Schritt bringen.
Ganz toll und brav.
Nur beim Putzen zappelt er noch sehr viel herum. Er beginnt bereits jetzt vermehrt an der kleinen Herde zu kleben, weigert sich z.B. kurz, den Auslauf zu verlassen usw. Ich hoffe das wird wieder besser, wenn er langsam die Überzeugung gewinnt, dass ich ihn nicht gleich wieder aus der neuen Familie rausreiße. Das mit Kurs und direkt danach Umzug war vermutlich doch ein bisschen viel auf einmal bzw. hintereinander...
Alles ist noch aufregend, aber langsam fasst sich Herr Billy wieder. Die Schafe sind schon seine Freunde, er schnofelt sie freundlich an und freut sich diebisch, wenn sie vor ihm davonlaufen. Wenigstens welche, die er wegschicken kann statt umgekehrt ;-).
Ich bin auch wieder ein wenig geritten und freue mich über das viele Go ;-). Und gleichzeitig wundert es mich, dass Figuren Reiten Billy echt entspannt. Scheinbar sind die "Dressur-Drills" wie Schaukel, Slalom, Volten usw. beim Kreinberg-Kurs so tief ins Hirn gedrungen, dass sie als altbekannte Muster wirklich Entspannung auslösen. Der Trab ist noch etwas geeilt, aber 2-3 Runden auf dem Riesen-Viereck, dann wird das auch schon langsamer; und wir haben sogar ein frisches Galöppchen gewagt; geniales Angaloppieren, ich dachte nur "jetzt" und Billy galoppierte, ließ sich aber ebenso leicht auch wieder in den Schritt bringen.
Ganz toll und brav.
Nur beim Putzen zappelt er noch sehr viel herum. Er beginnt bereits jetzt vermehrt an der kleinen Herde zu kleben, weigert sich z.B. kurz, den Auslauf zu verlassen usw. Ich hoffe das wird wieder besser, wenn er langsam die Überzeugung gewinnt, dass ich ihn nicht gleich wieder aus der neuen Familie rausreiße. Das mit Kurs und direkt danach Umzug war vermutlich doch ein bisschen viel auf einmal bzw. hintereinander...
Freitag, 4. Oktober 2013
Wenn im Blog ganz wenig los ist, heißt das, dass es wohl im "real life" umso mehr drunter und drüber geht.
Genauso ist es bei uns...
Billy und ich waren für eine ganze Woche auf der Alm bei einem weiteren Kurs bei Peter KReinberg - der leider für die nächsten 2 Jahre einmal der letzte gewesen sein wird :-(. 2014 keine Kreinberg-Kurse in Österreich :-(.
Tja, und nach dem Kurs - ..... zog Billy um :-) ! Seit ein paar Tagen haust er in einem wahren Paradies, auch wenn er das - aufgrund noch nicht vollständig vollzogener Integration in seine neue Pferdefamilie - noch nicht so recht einsehen will und mir manchmal mit stressbedingten cholerischen Anfällen - ähnlich wie anno dazumal, als ich ihn bekam -das Leben manchmal schwerer macht als nötig ;-). Aber Frauli lässt sich nach 6 Jahren Lehrzeit nun nicht mehr so leicht gegen den Putzstand quetschen und hat, wenn schon nicht die Emotionen manchmal 100%ig im Griff, so doch zumindest meistens einen Plan im Kopf.
Gestern sind wir zum ersten Mal auf unserem neuen Reitplatz geritten, bisher hab ich nur Bodenarbeit gemacht. Wir sind nun umgeben von fremden, noch dazu seltsam anmutenden Pferden auf der einen Seite und noch viel aufregenderen Schafen, die bimmeln, auf der anderen. Während ich beim Putzen noch konsequent durchgreifen musste, war Billy dann beim Reiten ein Engerl und hat sich zu meinem ERstaunen sogar dabei entspannt, als ich einfach stur Muster ritt, auf die er sich konzentrieren musste.
So zwei Übungen aus dem Kreinberg-Kurs: Slalom mit Umstellen und jeweiliger Innenbiegung, und dann Slalom ohne Umstellen, mit abwechselnder Innen- und Außenbiegung. Billy macht sich dabei immer besser.
Schließlich ließ ich ihn auch noch traben, meine Güte ist da viel Platz! Und ein Zaun (bisher hatten wir ja keinen ;-) ). Er musste mein Tempo gehen, durfte sich aber so einfach ohne viel Anforderung zwischendurch auslaufen, während ich mich darauf konzentrierte, das Fußen der Beine zu fühlen und mal so, mal so, den jeweils anvisierten Fuß zum leichttraben zu "erwischen". Auch eine Kreinberg-Übung, bei der man sich ja auch toll selbst beschummeln kann, durch kurzes Runterlinsen ;-)
Genauso ist es bei uns...
Billy und ich waren für eine ganze Woche auf der Alm bei einem weiteren Kurs bei Peter KReinberg - der leider für die nächsten 2 Jahre einmal der letzte gewesen sein wird :-(. 2014 keine Kreinberg-Kurse in Österreich :-(.
Tja, und nach dem Kurs - ..... zog Billy um :-) ! Seit ein paar Tagen haust er in einem wahren Paradies, auch wenn er das - aufgrund noch nicht vollständig vollzogener Integration in seine neue Pferdefamilie - noch nicht so recht einsehen will und mir manchmal mit stressbedingten cholerischen Anfällen - ähnlich wie anno dazumal, als ich ihn bekam -das Leben manchmal schwerer macht als nötig ;-). Aber Frauli lässt sich nach 6 Jahren Lehrzeit nun nicht mehr so leicht gegen den Putzstand quetschen und hat, wenn schon nicht die Emotionen manchmal 100%ig im Griff, so doch zumindest meistens einen Plan im Kopf.
Gestern sind wir zum ersten Mal auf unserem neuen Reitplatz geritten, bisher hab ich nur Bodenarbeit gemacht. Wir sind nun umgeben von fremden, noch dazu seltsam anmutenden Pferden auf der einen Seite und noch viel aufregenderen Schafen, die bimmeln, auf der anderen. Während ich beim Putzen noch konsequent durchgreifen musste, war Billy dann beim Reiten ein Engerl und hat sich zu meinem ERstaunen sogar dabei entspannt, als ich einfach stur Muster ritt, auf die er sich konzentrieren musste.
So zwei Übungen aus dem Kreinberg-Kurs: Slalom mit Umstellen und jeweiliger Innenbiegung, und dann Slalom ohne Umstellen, mit abwechselnder Innen- und Außenbiegung. Billy macht sich dabei immer besser.
Schließlich ließ ich ihn auch noch traben, meine Güte ist da viel Platz! Und ein Zaun (bisher hatten wir ja keinen ;-) ). Er musste mein Tempo gehen, durfte sich aber so einfach ohne viel Anforderung zwischendurch auslaufen, während ich mich darauf konzentrierte, das Fußen der Beine zu fühlen und mal so, mal so, den jeweils anvisierten Fuß zum leichttraben zu "erwischen". Auch eine Kreinberg-Übung, bei der man sich ja auch toll selbst beschummeln kann, durch kurzes Runterlinsen ;-)
Freitag, 13. September 2013
Hilfe, Frauli!
Mein Blog liegt ein bisschen auf Eis, weil ich einfach keine Zeit hab. Aber das gestrige Ereignis muss ich festhalten:
Billy hat mich zum ersten Mal, seit ich mich erinnern kann, um Hilfe gebeten *g*.
Es war Pediküre-Tag. Nach Billys Pediküre ließ ich ihn zurück in den Auslauf; die Kumpels waren auf der Weide, dorthin würde er natürlich gern gehen, er hatte es auch recht eilig ;-) . Zuerst noch ein kurzer Abstecher in den Kraftfutterautomaten.
Ich stand mit dem Pedikeur am Zaun und unterhielt mich noch, da kam Billy angedackelt. Ich war verwundert, das kenn ich ja so überhaupt nicht. Noch eine Verabschiedung? Also kurz gestreichelt, Billy trollte sich - eiligen Schrittes - wieder Richtung Weide. Mein Gedanke war eigentlich nur, dass er wohl noch vor dem weiten Weg dorthin ein Leckerli abstauben wollte.
Kurz darauf sah ich jedoch, wie Billy im Teil des Auslaufs auf der anderen Seite des Ruheraums weiterhin unruhig hin und her dackelte, tw. sogar galoppierte und überhaupt sich benahm, wie ich das so überhaupt nicht kenn. Er schnorchelte Geister an, hüpfte dann weg, machte sich auf halben Weg zur Weide, drehte um, galoppierte zurück. Langsam wurde klar, dass er sich offensichtlich nicht an einem pferdefressenden Gespenst vorbeitraute, das da oben im Baum lauerte - derselbe Baum, der uns auf dem Viereck hin und wieder zu schaffen macht. Und sein Weg zurück zu uns an den Zaun war tatsächlich eine Bitte um Hilfe gewesen: Mama, trau mich allein dort nicht!!
Ich ging also hin, ging außen am Zaun entlang, und Billy folgte mir sofort. Hin und wieder schreckte er zurück, ich blieb dann stehen und wartete einfach auf ihn, bis er sich mit seinem eigenen Annäherung-Rückzug-Tempo den nächsten Schritt zu machen traute. Dann waren wir am bösen Baum vorbei, und Billy in vollem Galopp auf dem Weg zu den Kumpels.
Es hat mich richtig gefreut, dass er mit mir dann mitgegangen ist, und dass er um Hilfe gebeten hat (auch wenn er im Grunde nur wollte, dass ich gefressen werde, nicht er *g*). Müsste ich das nächstes Mal halt nur auch noch schneller erkennen, dann könnte ich wohl noch mehr punkten ;-).
Was mit ihm los ist verstehe ich aber immer noch nicht. Sowas hab ich von ihm wirklich noch nie erlebt, dass ihn etwas derart schreckt, dass er sich nicht alleine vorbeitraut. Ich glaub ich muss einmal das Horsenality Chart neu ausfüllen. Er ist wirklich viel viel extrovertierter, viel gehfreudiger, bewegt sich wenn er sich fürchtet, statt die Welt auszublenden ... mit einem Wort, er benimmt sich endlich wie ein normales Pferd! Es freut mich, ist aber auch eine Herausforderung. An die Bomb-Proof-Ness und das Phlegma kann man sich durchaus sehr gewöhnen im Laufe der Jahre. ;-)
Billy hat mich zum ersten Mal, seit ich mich erinnern kann, um Hilfe gebeten *g*.
Es war Pediküre-Tag. Nach Billys Pediküre ließ ich ihn zurück in den Auslauf; die Kumpels waren auf der Weide, dorthin würde er natürlich gern gehen, er hatte es auch recht eilig ;-) . Zuerst noch ein kurzer Abstecher in den Kraftfutterautomaten.
Ich stand mit dem Pedikeur am Zaun und unterhielt mich noch, da kam Billy angedackelt. Ich war verwundert, das kenn ich ja so überhaupt nicht. Noch eine Verabschiedung? Also kurz gestreichelt, Billy trollte sich - eiligen Schrittes - wieder Richtung Weide. Mein Gedanke war eigentlich nur, dass er wohl noch vor dem weiten Weg dorthin ein Leckerli abstauben wollte.
Kurz darauf sah ich jedoch, wie Billy im Teil des Auslaufs auf der anderen Seite des Ruheraums weiterhin unruhig hin und her dackelte, tw. sogar galoppierte und überhaupt sich benahm, wie ich das so überhaupt nicht kenn. Er schnorchelte Geister an, hüpfte dann weg, machte sich auf halben Weg zur Weide, drehte um, galoppierte zurück. Langsam wurde klar, dass er sich offensichtlich nicht an einem pferdefressenden Gespenst vorbeitraute, das da oben im Baum lauerte - derselbe Baum, der uns auf dem Viereck hin und wieder zu schaffen macht. Und sein Weg zurück zu uns an den Zaun war tatsächlich eine Bitte um Hilfe gewesen: Mama, trau mich allein dort nicht!!
Ich ging also hin, ging außen am Zaun entlang, und Billy folgte mir sofort. Hin und wieder schreckte er zurück, ich blieb dann stehen und wartete einfach auf ihn, bis er sich mit seinem eigenen Annäherung-Rückzug-Tempo den nächsten Schritt zu machen traute. Dann waren wir am bösen Baum vorbei, und Billy in vollem Galopp auf dem Weg zu den Kumpels.
Es hat mich richtig gefreut, dass er mit mir dann mitgegangen ist, und dass er um Hilfe gebeten hat (auch wenn er im Grunde nur wollte, dass ich gefressen werde, nicht er *g*). Müsste ich das nächstes Mal halt nur auch noch schneller erkennen, dann könnte ich wohl noch mehr punkten ;-).
Was mit ihm los ist verstehe ich aber immer noch nicht. Sowas hab ich von ihm wirklich noch nie erlebt, dass ihn etwas derart schreckt, dass er sich nicht alleine vorbeitraut. Ich glaub ich muss einmal das Horsenality Chart neu ausfüllen. Er ist wirklich viel viel extrovertierter, viel gehfreudiger, bewegt sich wenn er sich fürchtet, statt die Welt auszublenden ... mit einem Wort, er benimmt sich endlich wie ein normales Pferd! Es freut mich, ist aber auch eine Herausforderung. An die Bomb-Proof-Ness und das Phlegma kann man sich durchaus sehr gewöhnen im Laufe der Jahre. ;-)
Freitag, 16. August 2013
Heute war Gelegenheit für eine weitere Verlade-Session. Sooo ein braves Billytier.
Als erstes hab ich probiert, hinten die Rampe runterzulassen, vorne zu lassen und Billy hineinschicken, also nicht mitgehen. Und auch noch ohne großartige Spiel-Vorbereitung, also einfach: Klappe auf, Pferd positioniert, und "send". Gut, Versuch #1 endete mit Billy quer auf der Rampe, aber er schob alle Viere eng zusammen und sah sehr stolz aus. Schöne Bergziege, aber so wars nicht gemeint ;-). Versuch #2 war dann perfekt. Draufgezeigt, Send, Pferd stapft in den Hänger. :-) Ohne Diskussion, ohne Zögern.
Als nächste Variante hab ich dann geübt, Billy über die vordere Rampe rückwärts in den HÄnger zu schicken. Das Schwierigste daran ist natürlich die erste kleine Stufe, wenn er die Hinterhufe als erstes auf die Rampe bugsieren muss. Wir machten ziemlich viel ungeplantes Sideways (dieses aber seeehr schön ;-) ), um Billy jeweils richtig positionieren, damit er nicht zu weit seitlich, sondern genau in die Mitte der Rampe steigt. Ganz geheuer ist ihm das nicht, aber er macht brav mit und scheint sogar sowas wie Ehrgeiz dabei zu entwickeln. Sobald die HInterhufe auf der Rampe sind, ist das dann kein Problem mehr. Ich kann Billy weiter rückwärts schicken, wenn er dann mit dem Hintern an der Seitenwand des Hängers ansteht, schaut er fragend und lässt sich mit Blicken das Hinterteil Richtung Hängertür lenken, sodass er dann bis zur Hinterstange weitergehen kann. Dann vorne Stange zu, anbinden, Klappe zu, fertig. Ideal als 1-Mann/Frau-Verlade-Variante!
2x haben wir das gut geschafft. Das war auch erst das 2. Mal, dass ich das versucht habe. Ich dachte ich würde ewig dafür brauchen.
Im Hänger steht Billy jetzt auch schon sehr entspannt, auch wenn man alle Klappen und Türen dann schließt.
Daher konnte ich auch gut üben, dass Billy auch mit allen Türen und Stangen offen und unangebunden drin bleibt. Auch wenn Frauli außer Sichtweite geht. Das war echt toll, und ist mir immens wichtig. Da ich beim Verladen unabhängig sein möchte, ist es mir ganz ganz wichtig, dass Billy niemals nie nicht lernt, unaufgefordert aus dem Hänger zu latschen, schon gar nicht zu stürmen, und zwar weder hinten noch vorne. Er muss warten, bis ich die Stange gelöst und versorgt habe (eins der wenigen Mankos in meinem neuen Hänger, von dem ich nix wusste: Die Stange kann man nicht nur an einer Seite aushängen und dann runterbaumeln lassen. Man muss sie gerade hochziehen und hat sie dann vollständig in der Hand, muss sie also irgendwo hin legen, wo sie nicht stört oder Verletzungen hervorrufen kann), er muss warten, bis ich die Rampe selbst verlassen habe, und dann muss er noch ein bisschen warten, und dann darf er einen Schritt raus und gleich wieder rein ;-). Ein rausdrängelndes Pferd ist m.M. gerade beim Frontausstieg das letzte, was man haben möchte, v.a. wenn man alleine ein- und auslädt.
Billy hat sich diesmal auch beim Aussteigen vorne über die Rampe schön gebogen und die Rampe mit allen Vieren getroffen (statt schräg rauszusteigen und die Rampe zu verfehlen). Wir haben das auch schön Schritt für Schritt geübt. Und immer wieder mal zurück auch.
Zum Schluss sind wir noch 2x ein Mini-Stück gefahren, nur von einer Seite des Hofes zur anderen. Sobald sich alles in Bewegung setzt, wird Billy nervös. Er mistet gleich mal rein, reißt die Augen auf und dreht den Hals und starrt rückwärts. Als wir nach dem kurzen Stück hinten geöffnet haben und ich grad gewerkt habe, die hintere Stange zu entfernen, kam mir kurz vor, als wollte er sich hinlegen! Ich weiß nicht ob das eine Fehlinterpretation war, aber es hat mich sehr erschreckt. Wir fuhren dann noch einmal, da starrte er zwar aufgeregt hinten und vorne raus, stand sonst aber gut drin und ich konnte keine Anstalten mehr erkennen. Ich hoffe ich habe mich geirrt.
Wir müssten dringend noch öfter kurze Stücke fahren, aber ob ich das vor dem Kreinberg-Kurs im September noch hinkriege, wird sich zeigen.
Jedenfallst steigt Billy jeztt zügig in alle Richtungen ein und aus, und zwar auch dann noch, wenn er davor das Stück gefahren ist. Das hat bezüglich Einsteigen keinen Unterschied gemacht.
Als erstes hab ich probiert, hinten die Rampe runterzulassen, vorne zu lassen und Billy hineinschicken, also nicht mitgehen. Und auch noch ohne großartige Spiel-Vorbereitung, also einfach: Klappe auf, Pferd positioniert, und "send". Gut, Versuch #1 endete mit Billy quer auf der Rampe, aber er schob alle Viere eng zusammen und sah sehr stolz aus. Schöne Bergziege, aber so wars nicht gemeint ;-). Versuch #2 war dann perfekt. Draufgezeigt, Send, Pferd stapft in den Hänger. :-) Ohne Diskussion, ohne Zögern.
Als nächste Variante hab ich dann geübt, Billy über die vordere Rampe rückwärts in den HÄnger zu schicken. Das Schwierigste daran ist natürlich die erste kleine Stufe, wenn er die Hinterhufe als erstes auf die Rampe bugsieren muss. Wir machten ziemlich viel ungeplantes Sideways (dieses aber seeehr schön ;-) ), um Billy jeweils richtig positionieren, damit er nicht zu weit seitlich, sondern genau in die Mitte der Rampe steigt. Ganz geheuer ist ihm das nicht, aber er macht brav mit und scheint sogar sowas wie Ehrgeiz dabei zu entwickeln. Sobald die HInterhufe auf der Rampe sind, ist das dann kein Problem mehr. Ich kann Billy weiter rückwärts schicken, wenn er dann mit dem Hintern an der Seitenwand des Hängers ansteht, schaut er fragend und lässt sich mit Blicken das Hinterteil Richtung Hängertür lenken, sodass er dann bis zur Hinterstange weitergehen kann. Dann vorne Stange zu, anbinden, Klappe zu, fertig. Ideal als 1-Mann/Frau-Verlade-Variante!
2x haben wir das gut geschafft. Das war auch erst das 2. Mal, dass ich das versucht habe. Ich dachte ich würde ewig dafür brauchen.
Im Hänger steht Billy jetzt auch schon sehr entspannt, auch wenn man alle Klappen und Türen dann schließt.
Daher konnte ich auch gut üben, dass Billy auch mit allen Türen und Stangen offen und unangebunden drin bleibt. Auch wenn Frauli außer Sichtweite geht. Das war echt toll, und ist mir immens wichtig. Da ich beim Verladen unabhängig sein möchte, ist es mir ganz ganz wichtig, dass Billy niemals nie nicht lernt, unaufgefordert aus dem Hänger zu latschen, schon gar nicht zu stürmen, und zwar weder hinten noch vorne. Er muss warten, bis ich die Stange gelöst und versorgt habe (eins der wenigen Mankos in meinem neuen Hänger, von dem ich nix wusste: Die Stange kann man nicht nur an einer Seite aushängen und dann runterbaumeln lassen. Man muss sie gerade hochziehen und hat sie dann vollständig in der Hand, muss sie also irgendwo hin legen, wo sie nicht stört oder Verletzungen hervorrufen kann), er muss warten, bis ich die Rampe selbst verlassen habe, und dann muss er noch ein bisschen warten, und dann darf er einen Schritt raus und gleich wieder rein ;-). Ein rausdrängelndes Pferd ist m.M. gerade beim Frontausstieg das letzte, was man haben möchte, v.a. wenn man alleine ein- und auslädt.
Billy hat sich diesmal auch beim Aussteigen vorne über die Rampe schön gebogen und die Rampe mit allen Vieren getroffen (statt schräg rauszusteigen und die Rampe zu verfehlen). Wir haben das auch schön Schritt für Schritt geübt. Und immer wieder mal zurück auch.
Zum Schluss sind wir noch 2x ein Mini-Stück gefahren, nur von einer Seite des Hofes zur anderen. Sobald sich alles in Bewegung setzt, wird Billy nervös. Er mistet gleich mal rein, reißt die Augen auf und dreht den Hals und starrt rückwärts. Als wir nach dem kurzen Stück hinten geöffnet haben und ich grad gewerkt habe, die hintere Stange zu entfernen, kam mir kurz vor, als wollte er sich hinlegen! Ich weiß nicht ob das eine Fehlinterpretation war, aber es hat mich sehr erschreckt. Wir fuhren dann noch einmal, da starrte er zwar aufgeregt hinten und vorne raus, stand sonst aber gut drin und ich konnte keine Anstalten mehr erkennen. Ich hoffe ich habe mich geirrt.
Wir müssten dringend noch öfter kurze Stücke fahren, aber ob ich das vor dem Kreinberg-Kurs im September noch hinkriege, wird sich zeigen.
Jedenfallst steigt Billy jeztt zügig in alle Richtungen ein und aus, und zwar auch dann noch, wenn er davor das Stück gefahren ist. Das hat bezüglich Einsteigen keinen Unterschied gemacht.
Donnerstag, 15. August 2013
Heute bin ich wieder einmal zum Freestyle Reiten gekommen. In letzter Zeit haben wir sehr viel Finesse mittels Centered Riding STunden gemacht. Regelmäßig 1x pro Woche. Billy wurde mit der Zeit langsam wieder gebiss-sauer. Er siehts, dreht sich weg oder versucht gar wegzulaufen. Ich mach echt nix Böses damit, aber naja, anstrengend ists vermutlich schon ;-). Jetzt haben wir eine Zeitlang Finesse Pause, würd ich sagen.
FreeStyle heute hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Es waren unglaubliche Fliegenschwärme unterwegs, aber Billy hat sich total brav zusammengerissen und zumindest versucht, sich zu konzentrieren.
Wir begannen mit Rückwärts, weil das beim Centered Riding letztens auch gehakt hat. Kurz wieder einmal ausdiskutiert, dann was anderes gemacht, und zum Shcluss noch einmal: Jaaa, flott, prompt, willig; danke und absitzen!
Dazwischen haben wir an den Hinterhandwendungen um 180° gefeilt in verschiedenen Variationen. Mal langsam, mit Pause zwischen den Schritten, mit rückwärts dazwischen, mit vorwärts dazwischen, dann auch mal flüssiger 180°, und dann kombiniert mit losspurten à la Rollback. Zuerst losspurten im Schritt, dann mal im Trab, und zum Schluss ein paarmal im Galopp. Billy macht sowas Spaß glaube ich, das abwechselnde bedächtige Füße-Platzieren und dann aber auch mal 2 Runden dazwischen die Beine vertreten und im Galopp Gas geben (soviel Gas wie ein low-spirit-left-brain-intro halt so gibt ;-))), anhalten, wieder bedächtiges Füße sortieren, und wieder aus dem Stand in den Galopp...
Ich glaub ich hab das noch nie in der Kombination wirklich geübt, für das hat er es wirklich wirklich toll gemacht!
FreeStyle heute hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Es waren unglaubliche Fliegenschwärme unterwegs, aber Billy hat sich total brav zusammengerissen und zumindest versucht, sich zu konzentrieren.
Wir begannen mit Rückwärts, weil das beim Centered Riding letztens auch gehakt hat. Kurz wieder einmal ausdiskutiert, dann was anderes gemacht, und zum Shcluss noch einmal: Jaaa, flott, prompt, willig; danke und absitzen!
Dazwischen haben wir an den Hinterhandwendungen um 180° gefeilt in verschiedenen Variationen. Mal langsam, mit Pause zwischen den Schritten, mit rückwärts dazwischen, mit vorwärts dazwischen, dann auch mal flüssiger 180°, und dann kombiniert mit losspurten à la Rollback. Zuerst losspurten im Schritt, dann mal im Trab, und zum Schluss ein paarmal im Galopp. Billy macht sowas Spaß glaube ich, das abwechselnde bedächtige Füße-Platzieren und dann aber auch mal 2 Runden dazwischen die Beine vertreten und im Galopp Gas geben (soviel Gas wie ein low-spirit-left-brain-intro halt so gibt ;-))), anhalten, wieder bedächtiges Füße sortieren, und wieder aus dem Stand in den Galopp...
Ich glaub ich hab das noch nie in der Kombination wirklich geübt, für das hat er es wirklich wirklich toll gemacht!
Freitag, 9. August 2013
Schon wieder so ein extro-right-brain Billy! Wieder das Viereck, wieder die eine Ecke... die gute Nachricht: Ich gewöhn mich langsam an diese neue Seite, weiß sie sogar zu schätzen (jaaa, lass es raus, kleiner Billy!), weiß halbwegs damit umzugehen und erschreck mich nicht mehr so ;-).
Kaum auf dem Viereck, trabselt Billy im Stechschritt und hocherhobenen Hauptes umher - wie der sich beeindruckend präsentieren kann.... dass er mir das erst nach 6 Jahren zeigt, pfff.
Wir begannen mal in der Ecke vom Viereck, wo alles ungefähr in Ordnung war. Kleine SChrittchen rückwärts, und ich war baff, so gut mit Phase 1 ans Ende des Seils. Viel Yoyo mit viel Herkommen. Als er dann allerdings unaufmerksam war, und etwas verunsichert, hab ich mich - nach fairen Phasen - mit Phase 4 und einen Schnipper an die Brust schon wieder bemerkbar gemacht. Ich finds interessant, dass Billy in diesem Gemütszustand - auf dem Weg zu RB und verunsichert - diese Phase 4 nicht so grantig quittiert wie wenn der Mangel an Mitarbeit (und daraus resultierende Phase 4) aus simplem "ichwilldasnicht" entsteht.
Ich ließ ihn dann auch mal schön galoppieren, um den Bewegungsdrang ausleben zu können, das war ganz toll.
Und da das Billytier danach schon wieder cool und gelassen war, haben wir weiter an unserer Baustelle gearbeitet, nämlich das rückwärtsrichten aus Zone 5. Sprich: Billy soll sich rückwärts auf mich zu bewegen. Das klappt prinzipiell schon gut, ich habe in letzter Zeit hinzugefügt, dass er dabei auch ein bisschen aufpassen muss, wo ich stehe. Mache ich einen SChritt nach links, soll er ebenfalls nach links schwenken und mir so folgen. Das klappt schon hie und da ganz gut, abe zwischendurch ist Billy völlig verwirrt, dreht sich um sich selbst, geht seitwärts oder was ihm sonst so einfällt. Sobald das aber gut installiert ist, sollten dann so Dinge wie Rückwärts-Slalom oder Rückwärts-Zirkel funktionieren, indem ich einfach das entsprechende Muster rückwärts gehe und Billy so mitziehe :-). Und selbstverständlich achte ich stets drauf, dass der Hintern sich auch ganz schnell wieder weg bewegt, wenn ich das möchte ;-)
Kaum auf dem Viereck, trabselt Billy im Stechschritt und hocherhobenen Hauptes umher - wie der sich beeindruckend präsentieren kann.... dass er mir das erst nach 6 Jahren zeigt, pfff.
Wir begannen mal in der Ecke vom Viereck, wo alles ungefähr in Ordnung war. Kleine SChrittchen rückwärts, und ich war baff, so gut mit Phase 1 ans Ende des Seils. Viel Yoyo mit viel Herkommen. Als er dann allerdings unaufmerksam war, und etwas verunsichert, hab ich mich - nach fairen Phasen - mit Phase 4 und einen Schnipper an die Brust schon wieder bemerkbar gemacht. Ich finds interessant, dass Billy in diesem Gemütszustand - auf dem Weg zu RB und verunsichert - diese Phase 4 nicht so grantig quittiert wie wenn der Mangel an Mitarbeit (und daraus resultierende Phase 4) aus simplem "ichwilldasnicht" entsteht.
Ich ließ ihn dann auch mal schön galoppieren, um den Bewegungsdrang ausleben zu können, das war ganz toll.
Und da das Billytier danach schon wieder cool und gelassen war, haben wir weiter an unserer Baustelle gearbeitet, nämlich das rückwärtsrichten aus Zone 5. Sprich: Billy soll sich rückwärts auf mich zu bewegen. Das klappt prinzipiell schon gut, ich habe in letzter Zeit hinzugefügt, dass er dabei auch ein bisschen aufpassen muss, wo ich stehe. Mache ich einen SChritt nach links, soll er ebenfalls nach links schwenken und mir so folgen. Das klappt schon hie und da ganz gut, abe zwischendurch ist Billy völlig verwirrt, dreht sich um sich selbst, geht seitwärts oder was ihm sonst so einfällt. Sobald das aber gut installiert ist, sollten dann so Dinge wie Rückwärts-Slalom oder Rückwärts-Zirkel funktionieren, indem ich einfach das entsprechende Muster rückwärts gehe und Billy so mitziehe :-). Und selbstverständlich achte ich stets drauf, dass der Hintern sich auch ganz schnell wieder weg bewegt, wenn ich das möchte ;-)
Donnerstag, 1. August 2013
Zentriert...
Heute wurden Billy und ich wieder einmal zentriert, d.h. wir hatten Centered Riding Stunde. In letzter Zeit sind wir da fleißig dran mit vielen regelmäßigen Stunden, und es tut sich doch was!
Momentan erarbeiten wir uns ein bisschen Schulterherein im Schritt. Billy versteht immer besser, Frauli hat sich auch hie und da schon besser im Griff, und dann wird das was in langsam steigender Qualität und Quantität.
Zum zweiten arbeiten wir am Angaloppieren. Das braucht noch viel Übung. Anlehnung geht meistens flöten, und auf diverse Sitzkorrekturen und Bilder kann ich mich nicht konzentrieren, weil Billy grundsätzlich alles als Signal zur Schrittparade verstehen möchte und ich zu tun habe, ihn in einem flüssigen Galopp zu halten. Aber auch das wird noch werden.
Momentan erarbeiten wir uns ein bisschen Schulterherein im Schritt. Billy versteht immer besser, Frauli hat sich auch hie und da schon besser im Griff, und dann wird das was in langsam steigender Qualität und Quantität.
Zum zweiten arbeiten wir am Angaloppieren. Das braucht noch viel Übung. Anlehnung geht meistens flöten, und auf diverse Sitzkorrekturen und Bilder kann ich mich nicht konzentrieren, weil Billy grundsätzlich alles als Signal zur Schrittparade verstehen möchte und ich zu tun habe, ihn in einem flüssigen Galopp zu halten. Aber auch das wird noch werden.
Dienstag, 30. Juli 2013
Heute hatte ich schon wieder ein RB-Pferdchen am Strick. Besser gesagt: Unterm Popo. Was ist nur los mit ihm, frage ich mich...
Beim Putzen am Putzplatz alles wie immer, alles bestens. Aufsteigen wie immer, zum Viereck reiten wie immer. Kaum das Viereck betreten, war wieder die eine lange Seite total gruselig, und zwar so sehr, dass ich es eilig hatte, den Rücken des sehr angespannten, kurz vor der Explosion stehenden Tierchens zu verlassen. Echt seltsam. Ich hatte das in 5 Jahren zuvor noch nie, schon gar nicht in dieser Anhäufung. Frauli weiß zwar, sie muss helfen, aber wie? Mit einem RBE fühle ich mich immer etwas hilflos.
Wir verließen kurz das Viereck, ich holte das lange Seil und den Stick, dann widmeten wir uns der Sache mit einfachen Dingen, bei denen er sich trotzdem konzentrieren musste, aber bewegen durfte: Driving Game am Hufschlag entlang, mit immer wieder eingebauten Volten um mich herum im Trab. Durch die Trab-Schritt-Übergänge musste er sich konzentrieren, auf den Volten durfte er die Füße bewegen, und gleichzeitig spielten wir so Annäherung und Rückzug an die problematische lange Seite. Ich ließ die anfangs aus, drehte vorher um, aber jedes Mal eine Volte näher, bis wir auch die problematische Seite so absolvieren konnten.
Dann verlangte ich noch GAlopp (oder heute: erlaubte ihn), aber auch hier mit aufpassen, wir bauten dann eben Handwechsel ein. Billy sprang sie alle super, ich merkte dass der LB langsam wieder zum Vorschein kam, als er lieber in Trab und Schritt wechselte, als den Handwechsel fliegend durchzuspringen.
Bald konnten wir so dann Ruhepause an der problematischen Seite machen. Billy senkte den Kopf, blinzelte auch auf typische Weise und kaute, aber alles weniger deutlich als das letzte Mal, als das ganze so auftrat.
Ich hätte dann wohl mich auch draufschwingen können, aber es fing an zu regnen (ach wie schöööön! Abkühlung!) und ich war auch nicht so topfit heute, daher habe ich es gut sein lassen, war auch ein schönes Ende so.
Beim Putzen am Putzplatz alles wie immer, alles bestens. Aufsteigen wie immer, zum Viereck reiten wie immer. Kaum das Viereck betreten, war wieder die eine lange Seite total gruselig, und zwar so sehr, dass ich es eilig hatte, den Rücken des sehr angespannten, kurz vor der Explosion stehenden Tierchens zu verlassen. Echt seltsam. Ich hatte das in 5 Jahren zuvor noch nie, schon gar nicht in dieser Anhäufung. Frauli weiß zwar, sie muss helfen, aber wie? Mit einem RBE fühle ich mich immer etwas hilflos.
Wir verließen kurz das Viereck, ich holte das lange Seil und den Stick, dann widmeten wir uns der Sache mit einfachen Dingen, bei denen er sich trotzdem konzentrieren musste, aber bewegen durfte: Driving Game am Hufschlag entlang, mit immer wieder eingebauten Volten um mich herum im Trab. Durch die Trab-Schritt-Übergänge musste er sich konzentrieren, auf den Volten durfte er die Füße bewegen, und gleichzeitig spielten wir so Annäherung und Rückzug an die problematische lange Seite. Ich ließ die anfangs aus, drehte vorher um, aber jedes Mal eine Volte näher, bis wir auch die problematische Seite so absolvieren konnten.
Dann verlangte ich noch GAlopp (oder heute: erlaubte ihn), aber auch hier mit aufpassen, wir bauten dann eben Handwechsel ein. Billy sprang sie alle super, ich merkte dass der LB langsam wieder zum Vorschein kam, als er lieber in Trab und Schritt wechselte, als den Handwechsel fliegend durchzuspringen.
Bald konnten wir so dann Ruhepause an der problematischen Seite machen. Billy senkte den Kopf, blinzelte auch auf typische Weise und kaute, aber alles weniger deutlich als das letzte Mal, als das ganze so auftrat.
Ich hätte dann wohl mich auch draufschwingen können, aber es fing an zu regnen (ach wie schöööön! Abkühlung!) und ich war auch nicht so topfit heute, daher habe ich es gut sein lassen, war auch ein schönes Ende so.
Sonntag, 21. Juli 2013
Verlade-Wochenende :-)
Tadaaa, Billy proudly presents: Sein neues Spielzeug. Oder: Sein erstes eigenes Auto. Noch hat er keinen Führerschein, deshalb fährt einstweilen mal Frauli. ;-)
Und wenn schon Herrli mit Anhängekupplung da ist, wurde gleich fleißig geübt. Hier gibts ja nun viele viele Möglichkeiten: Man kann vorn und hinten einsteigen und aussteigen, über Stufen oder Rampen, rückwärts und vorwärts. ...
Nach dem letzten Verlade-Debakel beim Kreinberg-Kurs und anschließender 3-stündiger Fahrt dachte ich ja nicht, dass ich Billy gleich am ersten Tag des Hängerbesitzes überhaupt reinkriege. Und vielleicht war es ja genau diese Nichts-Erwartungs-Haltung, die dazu geführt hat, dass er nach höchstens 5 Minuten neugierigen Beäugens dieser komischen Stufe reinstapfte. Allerdings noch von vorn, durchgehen nach hinten, dort wieder raus und umgekehrt. Das war schnell kein Problem. Auch warten lassen und schließlich alle Türen und Stangen schließen war keins.
Am nächsten Tag widmeten wir uns dann den Rampen. Nachdem er die Stufe als Lieblings-Einsteig-Methode gewählt hatte, fand Billy Rampen nun gar nicht mehr so lustig und führte das auf, was er vor der Heimfahrt vom Kurs aufgeführt hatte (und woran ihn 2 doofe Longen nun wirklich nicth hindern konnten): Brav auf die Rampe zugestapft, im letzten Moment aber ausgewichen und seitlich vorbei. Wir haben uns daher heut viel mit Rampen beschäftigt:
Seitlich drüber, mit den Hinterhufen zuerst, dann mal mit allen Vieren à la Podest...
Tja, und schließlich, nach gar nicht so langer Spieldauer mit dem neuen lustigen Spielzeug: Unser Triumph: Billy betritt den Hänger erstmals ohne, dass Frauli schon drinsteht oder mit ihm reingeht, und lässt sich ganz gerade und fast ohne Zögern hineinschicken, während ich draußen blieb. Und nicht nur das, nein, trotz offener Vordertür blieb er drin stehen und wartete auf weitere Aufträge. Ich freu mich, und natürlich: End of Session!
Und wenn schon Herrli mit Anhängekupplung da ist, wurde gleich fleißig geübt. Hier gibts ja nun viele viele Möglichkeiten: Man kann vorn und hinten einsteigen und aussteigen, über Stufen oder Rampen, rückwärts und vorwärts. ...
Nach dem letzten Verlade-Debakel beim Kreinberg-Kurs und anschließender 3-stündiger Fahrt dachte ich ja nicht, dass ich Billy gleich am ersten Tag des Hängerbesitzes überhaupt reinkriege. Und vielleicht war es ja genau diese Nichts-Erwartungs-Haltung, die dazu geführt hat, dass er nach höchstens 5 Minuten neugierigen Beäugens dieser komischen Stufe reinstapfte. Allerdings noch von vorn, durchgehen nach hinten, dort wieder raus und umgekehrt. Das war schnell kein Problem. Auch warten lassen und schließlich alle Türen und Stangen schließen war keins.
Am nächsten Tag widmeten wir uns dann den Rampen. Nachdem er die Stufe als Lieblings-Einsteig-Methode gewählt hatte, fand Billy Rampen nun gar nicht mehr so lustig und führte das auf, was er vor der Heimfahrt vom Kurs aufgeführt hatte (und woran ihn 2 doofe Longen nun wirklich nicth hindern konnten): Brav auf die Rampe zugestapft, im letzten Moment aber ausgewichen und seitlich vorbei. Wir haben uns daher heut viel mit Rampen beschäftigt:
Seitlich drüber, mit den Hinterhufen zuerst, dann mal mit allen Vieren à la Podest...
Tja, und schließlich, nach gar nicht so langer Spieldauer mit dem neuen lustigen Spielzeug: Unser Triumph: Billy betritt den Hänger erstmals ohne, dass Frauli schon drinsteht oder mit ihm reingeht, und lässt sich ganz gerade und fast ohne Zögern hineinschicken, während ich draußen blieb. Und nicht nur das, nein, trotz offener Vordertür blieb er drin stehen und wartete auf weitere Aufträge. Ich freu mich, und natürlich: End of Session!
Sonntag, 23. Juni 2013
Das war heut mal eine interessante Session!
Als ich Billy heut aus dem Auslauf holte, holte ich ein RBE-Pferd! Da bekam ich gleich am Anfang meine Lektion in "don't make assumptions"... und wenn er auch 363 Tage im Jahr als LBI aus dem Auslauf zu führen ist, muss das die restlichen 2 Tage nicht so sein. Ich also träumerisch Billy das Tor passieren lassen und dann - es war heiß! - im Zeitlupentempo das Tor geschlossen, bemerkte ich Seltsames am Billy: Sein Hals wunderhübsch gewölbt, Nüstern aufgebläht, schnorchelnd und mit aufgerissenen Augen starrte er so einen Steinklotz an. Der Steinklotz liegt da seit Wochen oder Monaten. Ich war relativ baff, dass ihn dieses völlig unbewegliche Ding so echauffierte. Tatsächlich drehte das RBE-Billy-Tier um und wollte durch das (mittlerweile leider geschlossene) Tor zurück in den Auslauf. Dann tänzelte er herum, schnorchelte, starrte immer wieder das Ding an. Ich ließ ihn ein wenig weg, führte ihn wieder hin, zum Schluss setzte ich mich drauf, da war dann zu bemerken, dass ihm das mehr Sicherheit gab, dass ich so ruhig da drauf saß - immerhin wurde ich nicht gefressen. Er konnte es dann anschauen, näherkommen, mit der Schnauze berühren und als ungefährlich schubladisieren, und dann wars gut.
Ich dachte mir da nichts weiter dabei. Billytier geputzt wie immer, er war schläfrig wegen der Hitze, alles bestens. Meine Utensilien brachte ich schon einmal rauf zum Viereck. Dann holte ich das Billytier und stellte fest, dass ich auch mein langes Seil schon etwas voreilig am Viereck platziert hatte, und weil Billy da so brav döste, dachte ich mir nichts weiter dabei, ihn at Liberty zum Viereck zu führen. Oft lege ich das Seil nur über den Rücken, halte es gar nicht, oder gehe ganz ohne, wenn ich ohnehin Liberty machen will (was heute der Plan war - hatte schon Hütchen für Weave am 3. Hufschlag aufgestellt).
Dann Lektion #2 in punkto "don't make assumptions!" Billy ging superbrav mit, alles wie immer. Dann betraten wir das Viereck - und da war er wieder, der RBE! Billy setzte kaum 2 Hufe auf den Sand, da begann er zu schnorcheln, die Augen zu verdrehen und rumzutänzeln. Ich bereute, dass ich kein Seil dran hatte, konnte ihn direkt am Halfter irgendwie soweit händeln, dass ich das Seil einschnallte. Die eine lange Seite des Vierecks war heute pferdefressendes Monster. Ich konnte nichts sehen, da ist ein Baum, der in den letzten 6 Jahren auch schon da war ;-).
Ich ließ ihn ein wenig herumhüpfen an der langen SEite, dann begann ich einfach stur, die Weave einzufordern. Zuerst weiter weg, da wars kein Problem, aber die 3 Hütchen an der besagten langen Seite, da wich er aus, trabte an, galoppierte sogar an, jeweils mit schreckgeweiteten Augen auf den immer schon dagewesenen Baum.
Das wurde eine total interessante Session. Ich blieb dort, solang er es aushalten konnte, und machte immer wieder Rückzüge in "sichere Gefilde" auf der anderen Seite. Als nächstes hatte ich ein Aha-Erlebnis, weil ich bemerkte, dass er sich wesentlich sicherer fühlte, wenn ich mich auf den Hufschlag - zwischen ihn und dem Monsterbaum - stellte, statt umgekehrt. Da konnte er viel besser zuhören. Wir machten Weave und Achter. Nach und nach wurde er ruhiger, dann bestand ich auch auf Schritt (brauchte einiges, er wollte immer schnell vorbeitraben) und Abstand.
Zum Schluss fand ich, dass er nun mutig genug gewesen war und entspannt genug für eine Pause. Ich ließ ihn dort an der STelle stehen und setzte mich - zwischen ihn und den Monsterbaum - auf den Viereckrand. Billy zeigte ein "comin off adrenaline" wie im Bilderbuch. Er stand starr. Dann kaute er unglaublich stark und viel. Plötzlich sank der Hals 10cm runter. Wieder still. Wieder kauen. Der Hals sank weitere 10cm. Dann ging ein Ruck durchs ganze Pferd und er schüttelte sich. Total spannend auch, ich saß hier im Grasparadies, aber er machte überhaupt keine Anstalten, sich zu näheren, um zu fressen!
Total spannend!
Ich ging dann noch auf die Geländestrecke, da war er auch RBI/E; ich war dort leider nicht selbstsicher genug, weil ich Angst hatte, wir könnten uns über die im sehr hohen Gras nicht mehr sichtbaren fixen Cavalettis derstolpern, und ging lieber wieder in die Comfort Zone statt mich des Problems anzunehmen. Werden wir aber beim nächsten Mal tun.Am Weg dorthin gingen wir aber auch an dem monsterfressenden Baum vorbei, von der anderen SEite. Wieder die Aufregung, ich ließ ihn 2x hin- und hergehen, beim 2. Mal war er schon so entspannt, dass ich es für ok befunden habe.
Ganz kurze Finesse-Einheit am Viereck gabs dann auch noch, Billy war wieder aufgeregter als On Line, ließ sich aber durch klare Ansagen dann beruhigen.
Ganz der alte war er erst wieder beim Heimgehen am Putzplatz. Und 10 Minuten später war es für ihn kein Problem, sich ohne Seil aufs Viereck zu begeben und zu wälzen.
Spannender Tag heut! :-)
Als ich Billy heut aus dem Auslauf holte, holte ich ein RBE-Pferd! Da bekam ich gleich am Anfang meine Lektion in "don't make assumptions"... und wenn er auch 363 Tage im Jahr als LBI aus dem Auslauf zu führen ist, muss das die restlichen 2 Tage nicht so sein. Ich also träumerisch Billy das Tor passieren lassen und dann - es war heiß! - im Zeitlupentempo das Tor geschlossen, bemerkte ich Seltsames am Billy: Sein Hals wunderhübsch gewölbt, Nüstern aufgebläht, schnorchelnd und mit aufgerissenen Augen starrte er so einen Steinklotz an. Der Steinklotz liegt da seit Wochen oder Monaten. Ich war relativ baff, dass ihn dieses völlig unbewegliche Ding so echauffierte. Tatsächlich drehte das RBE-Billy-Tier um und wollte durch das (mittlerweile leider geschlossene) Tor zurück in den Auslauf. Dann tänzelte er herum, schnorchelte, starrte immer wieder das Ding an. Ich ließ ihn ein wenig weg, führte ihn wieder hin, zum Schluss setzte ich mich drauf, da war dann zu bemerken, dass ihm das mehr Sicherheit gab, dass ich so ruhig da drauf saß - immerhin wurde ich nicht gefressen. Er konnte es dann anschauen, näherkommen, mit der Schnauze berühren und als ungefährlich schubladisieren, und dann wars gut.
Ich dachte mir da nichts weiter dabei. Billytier geputzt wie immer, er war schläfrig wegen der Hitze, alles bestens. Meine Utensilien brachte ich schon einmal rauf zum Viereck. Dann holte ich das Billytier und stellte fest, dass ich auch mein langes Seil schon etwas voreilig am Viereck platziert hatte, und weil Billy da so brav döste, dachte ich mir nichts weiter dabei, ihn at Liberty zum Viereck zu führen. Oft lege ich das Seil nur über den Rücken, halte es gar nicht, oder gehe ganz ohne, wenn ich ohnehin Liberty machen will (was heute der Plan war - hatte schon Hütchen für Weave am 3. Hufschlag aufgestellt).
Dann Lektion #2 in punkto "don't make assumptions!" Billy ging superbrav mit, alles wie immer. Dann betraten wir das Viereck - und da war er wieder, der RBE! Billy setzte kaum 2 Hufe auf den Sand, da begann er zu schnorcheln, die Augen zu verdrehen und rumzutänzeln. Ich bereute, dass ich kein Seil dran hatte, konnte ihn direkt am Halfter irgendwie soweit händeln, dass ich das Seil einschnallte. Die eine lange Seite des Vierecks war heute pferdefressendes Monster. Ich konnte nichts sehen, da ist ein Baum, der in den letzten 6 Jahren auch schon da war ;-).
Ich ließ ihn ein wenig herumhüpfen an der langen SEite, dann begann ich einfach stur, die Weave einzufordern. Zuerst weiter weg, da wars kein Problem, aber die 3 Hütchen an der besagten langen Seite, da wich er aus, trabte an, galoppierte sogar an, jeweils mit schreckgeweiteten Augen auf den immer schon dagewesenen Baum.
Das wurde eine total interessante Session. Ich blieb dort, solang er es aushalten konnte, und machte immer wieder Rückzüge in "sichere Gefilde" auf der anderen Seite. Als nächstes hatte ich ein Aha-Erlebnis, weil ich bemerkte, dass er sich wesentlich sicherer fühlte, wenn ich mich auf den Hufschlag - zwischen ihn und dem Monsterbaum - stellte, statt umgekehrt. Da konnte er viel besser zuhören. Wir machten Weave und Achter. Nach und nach wurde er ruhiger, dann bestand ich auch auf Schritt (brauchte einiges, er wollte immer schnell vorbeitraben) und Abstand.
Zum Schluss fand ich, dass er nun mutig genug gewesen war und entspannt genug für eine Pause. Ich ließ ihn dort an der STelle stehen und setzte mich - zwischen ihn und den Monsterbaum - auf den Viereckrand. Billy zeigte ein "comin off adrenaline" wie im Bilderbuch. Er stand starr. Dann kaute er unglaublich stark und viel. Plötzlich sank der Hals 10cm runter. Wieder still. Wieder kauen. Der Hals sank weitere 10cm. Dann ging ein Ruck durchs ganze Pferd und er schüttelte sich. Total spannend auch, ich saß hier im Grasparadies, aber er machte überhaupt keine Anstalten, sich zu näheren, um zu fressen!
Total spannend!
Ich ging dann noch auf die Geländestrecke, da war er auch RBI/E; ich war dort leider nicht selbstsicher genug, weil ich Angst hatte, wir könnten uns über die im sehr hohen Gras nicht mehr sichtbaren fixen Cavalettis derstolpern, und ging lieber wieder in die Comfort Zone statt mich des Problems anzunehmen. Werden wir aber beim nächsten Mal tun.Am Weg dorthin gingen wir aber auch an dem monsterfressenden Baum vorbei, von der anderen SEite. Wieder die Aufregung, ich ließ ihn 2x hin- und hergehen, beim 2. Mal war er schon so entspannt, dass ich es für ok befunden habe.
Ganz kurze Finesse-Einheit am Viereck gabs dann auch noch, Billy war wieder aufgeregter als On Line, ließ sich aber durch klare Ansagen dann beruhigen.
Ganz der alte war er erst wieder beim Heimgehen am Putzplatz. Und 10 Minuten später war es für ihn kein Problem, sich ohne Seil aufs Viereck zu begeben und zu wälzen.
Spannender Tag heut! :-)
Dienstag, 18. Juni 2013
Puh, die Bremsen sind wirklich anstrengend. Normal ist das bei uns nicht so schlimm, aber dieses Jahr, durch die Feuchtigkeit + anschließende Monsterhitze momentan wachsen und gedeihen sie in Schwärmen. V.a. diese riiiesigen rotgestreiften!
Demgemäß war die Reiterei heut etwas mühsam, ganz abgesehen von der Hitze, die war dank stetem Lüfterl und von Dunst verdeckter Sonne bei uns am Berg gar nicht so wild. Aber die Konzentration, die war heut wenig vorhanden, sowohl bei mir als auch beim Billy.
Finesse: Ich hab versucht, Kreinbergs "Wiegetritte"-Übung zu machen. D.h. anhalten mit Sitz, was heute nicht so gut war wie ich das sonst kenne. Promptes Anhalten war überhaupt nicht möglich, Billy ging immer noch so einen SChritt, und noch einen, und noch einen, dazwischen ein bisschen Kopfgeschüttel, Aufgestampfe, noch ein Schritt.... da musste ich doch manchmal fester einwirken als mir lieb war. Aus dem Anhalten sollte eiiigentlich ein flüssiger Tritt mit einem Hinterbein nach hinten folgen, und daraus dann gleich wieder ein Antreten nach vorn. Das Antreten nach vorn war gut, aber das rückwärts schon wieder einmal eine Katastrophe. Hier kam zur Bremsenplage glaube ich noch ein "magichnicht". Trotzdem, ein paarmal machen wir diese Übung! Vom Schritt ins Halt-rückwärts-Step-Schritt und dann noch ein paarmal aus dem und in den Trab. Einmal arbeitete Billy richtig gut mit, und ich nahms zum Anlass und bin runter.
OnLine: Weil wir uns da letztens schwer getan haben, hab ich dann am Rückwärts aus Zone 5 gewerkt. Ich möchte langsam anfangen, Billy im Rückwärts zu lenken vom Boden aus. Er soll einfach immer auf mich zu treten. Das kapierte er so gar nicht, schwenkte den Hintern meist in genau die falsche Richtung, wirkte ich dann ein, wurde er hektisch. Es war einfach keine Konzentration möglich heute, und so hab ichs nach 2 Tritten gerade rückwärts, die ganz gut waren, gelassen. 2,3x haben wir aus Zone 3 back and over gespielt, in der Hoffnung dass er lernt, wann ich "weiche mit der Schulter" und wann ich "komm rückwärts" meine, denn das verwechselt er ja gern beim Liberty Spin.
Liberty: Genau, dann nahm ich noch das Seil ab und Billy war froh über die altbekannte Übung, drehte sich 2x wirklich super um sich selbst (ist der Groschen jetzt gefallen??), 3/4 davon waren korrekte HH-Wendung zu meiner Freude, und das wars dann auch schon.
Es gab noch eine kurzes nass Abrubbeln, was er sehr genossen hat, gemeinsam mit Bremsen-Stiche-Kratzen-an-Stellen-wo-Billy-nicht-hinkommt. Und dann zurück zu den Kumpels auf die Wiese :-)
Demgemäß war die Reiterei heut etwas mühsam, ganz abgesehen von der Hitze, die war dank stetem Lüfterl und von Dunst verdeckter Sonne bei uns am Berg gar nicht so wild. Aber die Konzentration, die war heut wenig vorhanden, sowohl bei mir als auch beim Billy.
Finesse: Ich hab versucht, Kreinbergs "Wiegetritte"-Übung zu machen. D.h. anhalten mit Sitz, was heute nicht so gut war wie ich das sonst kenne. Promptes Anhalten war überhaupt nicht möglich, Billy ging immer noch so einen SChritt, und noch einen, und noch einen, dazwischen ein bisschen Kopfgeschüttel, Aufgestampfe, noch ein Schritt.... da musste ich doch manchmal fester einwirken als mir lieb war. Aus dem Anhalten sollte eiiigentlich ein flüssiger Tritt mit einem Hinterbein nach hinten folgen, und daraus dann gleich wieder ein Antreten nach vorn. Das Antreten nach vorn war gut, aber das rückwärts schon wieder einmal eine Katastrophe. Hier kam zur Bremsenplage glaube ich noch ein "magichnicht". Trotzdem, ein paarmal machen wir diese Übung! Vom Schritt ins Halt-rückwärts-Step-Schritt und dann noch ein paarmal aus dem und in den Trab. Einmal arbeitete Billy richtig gut mit, und ich nahms zum Anlass und bin runter.
OnLine: Weil wir uns da letztens schwer getan haben, hab ich dann am Rückwärts aus Zone 5 gewerkt. Ich möchte langsam anfangen, Billy im Rückwärts zu lenken vom Boden aus. Er soll einfach immer auf mich zu treten. Das kapierte er so gar nicht, schwenkte den Hintern meist in genau die falsche Richtung, wirkte ich dann ein, wurde er hektisch. Es war einfach keine Konzentration möglich heute, und so hab ichs nach 2 Tritten gerade rückwärts, die ganz gut waren, gelassen. 2,3x haben wir aus Zone 3 back and over gespielt, in der Hoffnung dass er lernt, wann ich "weiche mit der Schulter" und wann ich "komm rückwärts" meine, denn das verwechselt er ja gern beim Liberty Spin.
Liberty: Genau, dann nahm ich noch das Seil ab und Billy war froh über die altbekannte Übung, drehte sich 2x wirklich super um sich selbst (ist der Groschen jetzt gefallen??), 3/4 davon waren korrekte HH-Wendung zu meiner Freude, und das wars dann auch schon.
Es gab noch eine kurzes nass Abrubbeln, was er sehr genossen hat, gemeinsam mit Bremsen-Stiche-Kratzen-an-Stellen-wo-Billy-nicht-hinkommt. Und dann zurück zu den Kumpels auf die Wiese :-)
Sonntag, 16. Juni 2013
Der Sommer ist da! Und dank der Überflutungen eine Bremsenplage, uff! Motiviert den Billy aber zu schnelleren Gangarten, um die Viecher loszuwerden ;-).
Finesse: Heute kurz eine Kreinberg-Übung: Kehrtvolten, in 2 verschiednene Ausführungen. Kehrtvolten a) mit besonderem Augenmerk auf gleichmäßigem Takt und Tempo in der Wendung. Kehrtvolten b) als Steigerung dann verbunden mit Verlangsamen über den Sitz und Ansätzen von Neckreining. Diese Kehrtvolten werden dann enger und enger und nähern sich einer Hinterhand-Wendung an.
Hat gut geklappt, v.a. auf das Verlangsamen und wieder Schnellerwerden rein auf Sitz macht Billy wie immer toll. Auch die Vorübung zum Neckreining funktioniert sehr gut. Allerdings geht die Innenstellung flöten, manchmal kommt es sogar zu einer leichten Außenstellung. Wir gehen quasi eine halbe Volte mit vorn überkreuzenden Beinen und leichter Außenstellung. Und leider kann ich mich nicht mehr erinnern, ob das eigentlich vielleicht so sein soll oder ob hier doch die Innenstellung gefragt war. Geistige Notiz daher: Im September fragen!
Dann FreeStyle. Wie erwähnt war Billy heut auch gern flotter unterwegs; obs wirklich an den Bremsen lag, ich weiß es nicht. Wir übten jedenfalls Angaloppieren. Zuerst auf der einfacheren rechten Hand, ganz ganz viele Übergänge, immer wieder Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt .... super unaufgeregt springt Billy an, allerdings habe ich das Kreinberg'sche "Eintakten" einstweilen aufgegeben und mache es wie bisher: 2x Schnalzen als Vorbereitung für "Achtung, fertigmachen zum GAlopp" plus als "JETZT"-Impuls ein leichter Druck mit dem Innenschenkel.
Linksrum wählte Billy 2x den Außengalopp, sprang aber sonst auch unaufgeregt und locker an. Ich fühle mich linksrum wieder unwohler, das war schon mal besser. Trotzdem bemerke ich, dass mein Problem, beim Linksgalopp das innere Bein hochzuziehen (manchmal arbeite ich mir die Jean bis zum Knie hoch *hüstel*) offenbar nur mit Sattel besteht. Ohne sitze ich viel ausbalancierter,lockerer, konnte das Bein ganz bewusst hängenlassen, ohne Treiben und ohne Hochziehen. Muss ich scheinbar einfach mit Sattel mehr üben! Die Steigbügel verleiten einfach dazu, dass ich mich nach außen setze(n lasse?), mich dann im äußeren STeigbügel abstütze, dadurch wird der innere Hintern frei, das innere Bein wandert nach oben. Ohne Sattel kann ich mich nicht so nach außen setzen lassen, weil die Steigbügelstütze fehlt und ich schlicht und ergreifend einen unfreiwilligen Abgang machen würde, wenn ich mich nicht mittig zurechtsetze.
Zum Schluss noch gaaanz kurz wieder am Spin gewerkt. 2x machte er es wirklcih toll! WENN ich mich verständlich machen kann, dann verbessert sich mittlerweile die Bewegung. Etwa 200°, etwas mehr als die Häfte manchmal 3/4, der Wendung sind jetzt schön auf der Hinterhand mit kreuzendem Vorderbein. Nur das letzte Viertel oder Drittel schwingt Billy die Hinterhand weg. Aber der Radius wird trotzdem kleiner, und das ganze wird schon zackiger und schneller. Wenn ich es nur schaffe, das erste Viertel zu bewerkstelligen, kapiert er nun die Übung in ihrer Gesamtheit und dreht sich um sich selbst, um nachher zu mir durchzustarten ("durchstarten" auf LBI-Weise - nicht dass ein falsches Bild bei euch entsteht *g*).
Allerdings missversteht Billy mich 8 von 10x. Meistens fängt er an, rückwärts zu rennen. Wirklich rennen, ich wünschte er würde mir so ein motiviertes Rückwärts geben, wenn ich es abfrage ;-). Irgendwas läuft falsch. So sehr, wie er rückwärts ja normalerweise hasst, glaube ich nicht, dass das hier ein Ausweichmanöver ist. Werde die Einzelteile des Spin wieder etwas mehr isolieren; Back-and-Over könnte eine gute Übung für die Unterscheidung sein.
Finesse: Heute kurz eine Kreinberg-Übung: Kehrtvolten, in 2 verschiednene Ausführungen. Kehrtvolten a) mit besonderem Augenmerk auf gleichmäßigem Takt und Tempo in der Wendung. Kehrtvolten b) als Steigerung dann verbunden mit Verlangsamen über den Sitz und Ansätzen von Neckreining. Diese Kehrtvolten werden dann enger und enger und nähern sich einer Hinterhand-Wendung an.
Hat gut geklappt, v.a. auf das Verlangsamen und wieder Schnellerwerden rein auf Sitz macht Billy wie immer toll. Auch die Vorübung zum Neckreining funktioniert sehr gut. Allerdings geht die Innenstellung flöten, manchmal kommt es sogar zu einer leichten Außenstellung. Wir gehen quasi eine halbe Volte mit vorn überkreuzenden Beinen und leichter Außenstellung. Und leider kann ich mich nicht mehr erinnern, ob das eigentlich vielleicht so sein soll oder ob hier doch die Innenstellung gefragt war. Geistige Notiz daher: Im September fragen!
Dann FreeStyle. Wie erwähnt war Billy heut auch gern flotter unterwegs; obs wirklich an den Bremsen lag, ich weiß es nicht. Wir übten jedenfalls Angaloppieren. Zuerst auf der einfacheren rechten Hand, ganz ganz viele Übergänge, immer wieder Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt .... super unaufgeregt springt Billy an, allerdings habe ich das Kreinberg'sche "Eintakten" einstweilen aufgegeben und mache es wie bisher: 2x Schnalzen als Vorbereitung für "Achtung, fertigmachen zum GAlopp" plus als "JETZT"-Impuls ein leichter Druck mit dem Innenschenkel.
Linksrum wählte Billy 2x den Außengalopp, sprang aber sonst auch unaufgeregt und locker an. Ich fühle mich linksrum wieder unwohler, das war schon mal besser. Trotzdem bemerke ich, dass mein Problem, beim Linksgalopp das innere Bein hochzuziehen (manchmal arbeite ich mir die Jean bis zum Knie hoch *hüstel*) offenbar nur mit Sattel besteht. Ohne sitze ich viel ausbalancierter,lockerer, konnte das Bein ganz bewusst hängenlassen, ohne Treiben und ohne Hochziehen. Muss ich scheinbar einfach mit Sattel mehr üben! Die Steigbügel verleiten einfach dazu, dass ich mich nach außen setze(n lasse?), mich dann im äußeren STeigbügel abstütze, dadurch wird der innere Hintern frei, das innere Bein wandert nach oben. Ohne Sattel kann ich mich nicht so nach außen setzen lassen, weil die Steigbügelstütze fehlt und ich schlicht und ergreifend einen unfreiwilligen Abgang machen würde, wenn ich mich nicht mittig zurechtsetze.
Zum Schluss noch gaaanz kurz wieder am Spin gewerkt. 2x machte er es wirklcih toll! WENN ich mich verständlich machen kann, dann verbessert sich mittlerweile die Bewegung. Etwa 200°, etwas mehr als die Häfte manchmal 3/4, der Wendung sind jetzt schön auf der Hinterhand mit kreuzendem Vorderbein. Nur das letzte Viertel oder Drittel schwingt Billy die Hinterhand weg. Aber der Radius wird trotzdem kleiner, und das ganze wird schon zackiger und schneller. Wenn ich es nur schaffe, das erste Viertel zu bewerkstelligen, kapiert er nun die Übung in ihrer Gesamtheit und dreht sich um sich selbst, um nachher zu mir durchzustarten ("durchstarten" auf LBI-Weise - nicht dass ein falsches Bild bei euch entsteht *g*).
Allerdings missversteht Billy mich 8 von 10x. Meistens fängt er an, rückwärts zu rennen. Wirklich rennen, ich wünschte er würde mir so ein motiviertes Rückwärts geben, wenn ich es abfrage ;-). Irgendwas läuft falsch. So sehr, wie er rückwärts ja normalerweise hasst, glaube ich nicht, dass das hier ein Ausweichmanöver ist. Werde die Einzelteile des Spin wieder etwas mehr isolieren; Back-and-Over könnte eine gute Übung für die Unterscheidung sein.
Sonntag, 9. Juni 2013
Ausreiten/FreeStyle: Ja, ich war schon länger nicht ausreiten. Den Grund hab ich aus lauter Frust hier nicht geschrieben: Jedenfalls wurde das mit der Left-Brain-Durchgeherei nach Hause eher immer schlimmer von meinem "Hin-und-Zurück"-Programm. Leider ist die schon besiegt geglaubte Angst zurück und ehrlich gesagt hab ich momentan keine Lust, alleine rauszugehen und wieder einen Kampf heraufzubeschwören.
Heute hab ich es wieder einmal gewagt; Plan war eigentlich, die Finesse-Einheit einfach auf die Straße zu verlegen und ganz ganz viele Volten da zu reiten. Ich probierte das, für meinen Kopf ist das auch gut, und Billy machte brav mit, aber unsere Straßen sind einfach zu schmal, stellte ich bald fest.
Wir kamen an dem Haus mit der hohen Hecke vorbei, hier war Billy dann gespannt wie eine Feder, genau dieses Gefühl, wo ich dann Angst bekomme, er könnte umdrehen und heimrennen (und er vermutlich auch tatsächlcih an sowas denkt). Ich habe dann beschlossen, dass womöglich ein besserer Weg sein könnte, die ganzen Treshholds bewusst zu behandeln, die Billy ja ganz offensichtlich hat. Mit Anhalten, warten, auch absteigen und Führen bin ich vor Jahren da schon auf die Nase gefallen, dieses Programm ließ nur unzählige neue Treshholds entstehen, sodass ich damals schließlich nicht mal mehr 5 m alleine vom Stall weggekommen bin.
Diesmal hatte ich die Idee, einfach das "Hin-und-Zurück"-Programm hier zu kombinieren, ganz einfach: Wir reiten so oft an diesem Haus und dieser Hecke vorbei, bis das entspannt geht. Beim ersten Vorbeigehen war Billy wie gesagt kurz vor einer Explosion. Zurück, Richtung Stall, gings immer besser, aber auch da äugte er misstrauisch auf die Hecke (wobei man ihm hier zugute halten muss, dass ja hier tatsächlich oft ein zähnefletschender Hund aus dem Gebüsch geschossen kommt, und auch Kindergeburtstage, Besucherscharen, Grillen, Kindergekreische und ähnliches lassen gewisses Verständnis aufkommen ;-) ). Ich wendete und ritt nochmal vorbei; Zügel hatte ich a) am Gebiss und b) auf Kontakt, quasi händchenhaltendes "ich-bin-noch-da". Ich ließ sie mit zunehmender Entspannung lockerer. Beim 2. Vorbeireiten suchte sich Billy immer noch den möglichst weit entfernten Punkt der Straße aus (der leider gleichzeitig der nächstgelegene Punkt des 5-Meter-Abgrundes in den Bach ist), er äugte noch hin, aber die Anspannung war weniger. Beim 3. Mal war er fast ganz entspannt. Beim 4. Mal schien er kapiert zu haben, dass er zumindest heute nicht gefressen wird hier. Ich hielt zur Überprüfung direkt neben der Hecke an, ließ die Zügel lang. Billy wartete auf ein Leckerli (wir stehen, also muss es was geben!). Er konnte stehenbleiben und schien entspannt. Also noch einmal gewendet und dann heimgeritten.
Die Wendungen waren auch nie ein PRoblem, obwohl ich, solang er angespannt war, ständig mit diesem bewussten Ignorieren meiner Hilfen und Durchgehen rechnete.
Brav gemacht! Bin gespannt, ob das beim nächsten Mal einen Unterschied bringt.
Finesse: Weil Heimkommen vom Ausritt nach wie vor besser nicht "end of session" bedeuten soll, gingen wir in die Halle und Billy musste anstrengende Gymnastik machen: Kreinbergs "Voltenslalom", bestehend aus wirklich engen Volten, 1 1/2 in die eine, dann 1 1/2 in die andere Richtung, quasi Weave mit je noch einer Volte dazwischen. Das ganze zuerst im Schritt, ist aber langweilig, daher Trab - das strengt ordentlich an, das merke ich ;-). Ich warte, bis Billy sich wirklich Mühe gibt, den Trab zu halten, und dann ists genug, ein paar Minuten davon reichen.
Liberty: Weiter rätseln wir am Spin. Manchmal klappts ganz gut, manchmal gar nicht, dann geht er nur noch rückwärts (wenn er doch nur so schnell und brav rückwärts ginge, wenn ich danach frage! ;-) ). Es hilft, wenn ich zuerst die Schulter von mir wegschicke und dann nach dem ersten Vierel oder dem ersten Drittel des Spin die Hinterhand von der mir abgewandten Seite herhole. Das ist aber kein richtiger Spin. Aber vielleicht versteht er so schneller die gefragte Bewegung, also hat im wörtlichen Sinne schneller den Dreh raus ;-)
Danach noch viel undemanding Time mit Grasen am Viereckrand.
Heute hab ich es wieder einmal gewagt; Plan war eigentlich, die Finesse-Einheit einfach auf die Straße zu verlegen und ganz ganz viele Volten da zu reiten. Ich probierte das, für meinen Kopf ist das auch gut, und Billy machte brav mit, aber unsere Straßen sind einfach zu schmal, stellte ich bald fest.
Wir kamen an dem Haus mit der hohen Hecke vorbei, hier war Billy dann gespannt wie eine Feder, genau dieses Gefühl, wo ich dann Angst bekomme, er könnte umdrehen und heimrennen (und er vermutlich auch tatsächlcih an sowas denkt). Ich habe dann beschlossen, dass womöglich ein besserer Weg sein könnte, die ganzen Treshholds bewusst zu behandeln, die Billy ja ganz offensichtlich hat. Mit Anhalten, warten, auch absteigen und Führen bin ich vor Jahren da schon auf die Nase gefallen, dieses Programm ließ nur unzählige neue Treshholds entstehen, sodass ich damals schließlich nicht mal mehr 5 m alleine vom Stall weggekommen bin.
Diesmal hatte ich die Idee, einfach das "Hin-und-Zurück"-Programm hier zu kombinieren, ganz einfach: Wir reiten so oft an diesem Haus und dieser Hecke vorbei, bis das entspannt geht. Beim ersten Vorbeigehen war Billy wie gesagt kurz vor einer Explosion. Zurück, Richtung Stall, gings immer besser, aber auch da äugte er misstrauisch auf die Hecke (wobei man ihm hier zugute halten muss, dass ja hier tatsächlich oft ein zähnefletschender Hund aus dem Gebüsch geschossen kommt, und auch Kindergeburtstage, Besucherscharen, Grillen, Kindergekreische und ähnliches lassen gewisses Verständnis aufkommen ;-) ). Ich wendete und ritt nochmal vorbei; Zügel hatte ich a) am Gebiss und b) auf Kontakt, quasi händchenhaltendes "ich-bin-noch-da". Ich ließ sie mit zunehmender Entspannung lockerer. Beim 2. Vorbeireiten suchte sich Billy immer noch den möglichst weit entfernten Punkt der Straße aus (der leider gleichzeitig der nächstgelegene Punkt des 5-Meter-Abgrundes in den Bach ist), er äugte noch hin, aber die Anspannung war weniger. Beim 3. Mal war er fast ganz entspannt. Beim 4. Mal schien er kapiert zu haben, dass er zumindest heute nicht gefressen wird hier. Ich hielt zur Überprüfung direkt neben der Hecke an, ließ die Zügel lang. Billy wartete auf ein Leckerli (wir stehen, also muss es was geben!). Er konnte stehenbleiben und schien entspannt. Also noch einmal gewendet und dann heimgeritten.
Die Wendungen waren auch nie ein PRoblem, obwohl ich, solang er angespannt war, ständig mit diesem bewussten Ignorieren meiner Hilfen und Durchgehen rechnete.
Brav gemacht! Bin gespannt, ob das beim nächsten Mal einen Unterschied bringt.
Finesse: Weil Heimkommen vom Ausritt nach wie vor besser nicht "end of session" bedeuten soll, gingen wir in die Halle und Billy musste anstrengende Gymnastik machen: Kreinbergs "Voltenslalom", bestehend aus wirklich engen Volten, 1 1/2 in die eine, dann 1 1/2 in die andere Richtung, quasi Weave mit je noch einer Volte dazwischen. Das ganze zuerst im Schritt, ist aber langweilig, daher Trab - das strengt ordentlich an, das merke ich ;-). Ich warte, bis Billy sich wirklich Mühe gibt, den Trab zu halten, und dann ists genug, ein paar Minuten davon reichen.
Liberty: Weiter rätseln wir am Spin. Manchmal klappts ganz gut, manchmal gar nicht, dann geht er nur noch rückwärts (wenn er doch nur so schnell und brav rückwärts ginge, wenn ich danach frage! ;-) ). Es hilft, wenn ich zuerst die Schulter von mir wegschicke und dann nach dem ersten Vierel oder dem ersten Drittel des Spin die Hinterhand von der mir abgewandten Seite herhole. Das ist aber kein richtiger Spin. Aber vielleicht versteht er so schneller die gefragte Bewegung, also hat im wörtlichen Sinne schneller den Dreh raus ;-)
Danach noch viel undemanding Time mit Grasen am Viereckrand.
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