you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Sonntag, 13. Juli 2014

Bosal-Workshop II - "Reiten ist nicht Fahrradfahren!!"


Nachdem unser erster Bosal-Workshop mit Kurt Murauer ein voller Erfolg war, haben wir Kurt noch einmal zu uns geholt, diesmal für einen 1-tägigen Workshop, in dem das gelernte und (manchmal) geübte begutachtet, korrigiert, und um die nächsten Schritte ergänzt wurde. War wieder richtig super, und auch das Wetter war uns (fast die ganze Zeit) hold - und wo nicht, da halfen unsere neuen Strandschirmchen ;-).

Hier meine Zusammenfassung:

In zwei Gruppen haben wir die Übungen vom letzten Mal wiederholt und Korrekturen bekommen.

Immer wieder auftretendes Problem bei mir: ich „fahre Rad“ statt zu reiten. D.h. ich bringe in der Wendung die äußere Schulter nach vorn. Ich glaube mittlerweile, ich weiß woher das kommt - vom Reiten mit Stick! Ein paarmal hat Kurt mich „ertappt“, wenn ich dabei war, meiner Gewohnheit nach den äußeren Zügel gegen Billys Hals zu klatschen, damit er weicht – dabei kommt natürlich meine Schulter vor! Soweit zu den Wendungen, sonst haben die gut geklappt.

Dann Biegung und Genickbeugung. Wir haben das bisher halbwegs richtig geübt, aber ich muss länger in Kontakt bleiben, damit Billy mal kapiert, dass er diese Haltungen beibehalten soll. Ich soll also durchaus nicht immer den Zügel sofort als Lob wieder hingeben, sondern dabehalten, wirklich mit leichtem Kontakt, und Billy gleich wieder in die Position holen, die ich möchte. Sowohl bei Genickbeugung als auch Biegung.

Übrigens hat Kurt den Unterschied zwischen Biegung (z.B. auf einem Zirkel) und Stellung (auf der ganzen Bahn brauchts keine Biegung) erklärt. Für Stellung Innenzügel hoch, für Biegung Innenzügel seitliche impulse. Genickkontrolle äußerer Zügel nach der Seite Impulse (eher unten).

Viel geübt haben wir auch die Diagonalkontrolle: HH weichen lassen aus der Bewegung heraus (Kreinbergs „dynamische VH-Wendung“), daran anschließend umsitzen (von vorne-außen nach hinten-innen) und die Vorhand weichen lassen. Wichtig für mich dabei war: Das muss keine perfekte HH-Wendung werden, bei der die HH am Punkt stehenbleibt. Es darf ruhig ein kleiner Kreis werden.

In Verbindung damit machten wir die neue Übung „Kälbchen treiben“: Am 2. Hufschlag reiten, Schritt oder Trab, Biegung Richtung Zaun, als würde parallel ein Kälbchen getrieben. Dann mit passiver Schulterkontrolle in Richtung Bahninneres ausweichen (ein Kälbchen würde jetzt langsamer, also rein theoretisch zumindest ;-)), dann Anhalten und direkt eine HH-Wendung Richtung Zaun (das Kälbchen hätte jetzt gewendet - wiederum, Theorie!) und dasselbe auf der anderen Hand.

Und dann kamen noch die ersten Übungen für die Aktivierung der Hinterhand diesmal dazu: Zirkel verkleinern mit Innenbiegung, bis das Hinterbein schön untertritt, wieder vergrößern. Am besten im Trab. Fand Billy anstrengend, hat sich aber bemüht.

Angalopp war auch noch ein Thema ganz zum Schluss. Billy war schon müde und grantig und diskutierte teils heftig. Er verstand anfangs nicht, was ich wollte, kennt das ja auch so nicht. Ich wiederum habe Schwierigkeiten mit der Koordination. 2. Hufschlag, ins Bahninnere gestellt, passive Schulterkontrolle Richtung 1. Hufschlag, dabei hinten-außen sitzen, Innenschenkel. Am Hufschlag bleibt Gewicht wie es ist, nur der Schenkel wechselt, Impuls mit dem Außenschenkel -->  Galopp. Wichtig dabei, Zügel nachgeben, sonst kann das Pferd nicht vorn raus. Kurt forderte von uns auch viele Runden im Galopp auf Zirkeln, und dass Billy dabei Innenbiegung hat. Dabei legt er sich dann auf den Zügel, es ist eher krampfhaft. Wir sollten generell üben, das Tempo innerhalb jeder Gangart schön zu variieren. Schneller, langsamer Schritt, schneller Trab, langsamer Trab, schneller Galopp, langsamer Galopp…


War wieder ein wunderbarer Tag! Wir haben wieder jede Menge neuer Übungen und Inputs, bis Kurt hoffentlich im Herbst dann wiederkommt!

Danke an Manuela für dieses wunderschöne Photo!

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