Tja, also irgendwie werden ich, Billy und das Ausreitgelände nicht wirklich warm miteinander. Heut ging es sich endlich einmal aus, dass ich mit meinen Miteinstellern (insgesamt zu dritt) ausreiten gehen konnte, ich war auch total entspannt, und dann passierte das:
Wir galoppierten gemütlich und kontrolliert einen Waldweg entlang; Waldweg war am Vortag von den Mitreiterinnen im Schritt beritten und für galopptauglich befunden worden. Für ihre Pferde galt das auch, nur der Billy schaffte es natürlich, in die einzige Schlammlacke weit und breit zu treten. Das war eine wahre Kunst, die zu treffen, und dann offenbar auch noch im Augenblick des Abdrückens im Galoppsprung...
Jedenfalls zog es ihm völlig überraschend beide Hinterbeine zur Seite weg, ich dachte noch ein paar unaussprechliche Dinge, bevor ich mit ziemlichem Karacho und nach hoher Flugbahn auf der linken Schulter landete. Billy landete mit einem dumpfen "Whumppp" einen Meter neben mir - ein Glück, denn der Steigbügel - ein ziemlich massives Ding - sieht jetzt so aus:
Da bin ich doch froh, dass mein Fuß nicht mehr drin war, und auch, dass mein Bein nicht unter 600kg Billy + Aufschlagenergie begraben wurde.
Billy ging aus dem ganzen völlig unverletzt hervor, ich hab mir die Schulter auch nur geprellt und nix gebrochen, geht mittlerweile (2 Wochen später) auch schon wieder ganz gut.
Alles in allem also ein erfolgreicher Ausritt!!! ;-)
Weil ich also etwas gehandicapt war, Billy aber nicht, durfte er die nächsten beiden Wochen ein paarmal meinen Freund spazieren tragen und ihm beibringen, wie man lenkt, anschrittet, anhält und auch antrabt. Trab ist etwas holprig, aber Billy ertrug den Anfänger auf dem Rücken mit der ihm eigenen stoischen Ruhe - wenns zu schlimm wird, ging er einfach wieder Schritt.
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