you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Samstag, 12. März 2011

Liberty: Weave

Heute hab ich zum ersten Mal das Weave-Pattern at Liberty probiert, natürlich erst einmal nur im Schritt. Dafür aber auf unserem Viereck - das ist nicht eingezäunt. Solange ich aber nur Übungen ohne viel Schwung mache, mache ich mir ehrlich gesagt keine Sorgen mehr, dass er mir abhaut ;-).
Zuerst ein bisschen Stick to Me in Schritt und Trab und Rückwärts. Dann bin ich das Weave-pattern einfach mit ihm gegangen als Stick-to-Me. Klappt natürlich hervorragend, seine Nase klebt an meinem Ellbogen. Dann habe ich am Ende des Patterns, beim Umdrehen ums letzte Hütchen, ihn die Hand wechseln lassen und begann langsam, nicht mehr um die Hütchen mit herum zu gehen, sondern auf einer gerade Linie zu gehen und ihn um jedes zweite Hüchten außen herum zu schicken; danach immer mehr Abstand.
Hat fürs erste Mal ganz gut geklappt. V.a. Anfang und Ende - hier war ich etwas skeptisch- wraen überhaupt kein Problem. 2x ist er mir beim DRaw von rechts etwas abhanden gekommen. Er wirkte verunsichert, wollte nicht herkommen, ging stattdessen seitwärts weg. Ich ließ ihn einfach, wartete ein bisschen und holte ihn dann wieder ab, ein bisschen Stick to me abseits des Patterns, um die Klebkraft zu erneuern ;-), und dann wieder weiter probiert.
Insgesamt ist das Problem eher, dass er zu sehr an mir klebt und ich ihn nicht wegkriege, um ihn um die Hütchen zu schicken.

Beim Stick to Me hab ich mich auch zum ersten Mal richtig getraut nach Galopp zu fragen, und es hat geklaaaaappt! Bisher hab ich das vermieden, er war mir immer zu nah irgendwie und ich wusste nicht genau, was passiert, wenn womöglich ein bisschen zu viel Übermut ins Spiel kommt ;-). Aber mittlerweile vertrau ich ihm mehr, merke ich.

Danach bin ich noch eine kurze Runde ausreiten gegangen rund um den Stall, nur mit Pad. Auch da merk ich, dass mein Vertrauen langsam wieder wächst. Auf der Lichtung gleich hinterm Stall gab es Holzsägearbeiten, da haben wir ein bisschen den großen Traktoren und Autos und Männern in bunten Helmen zugeschaut, war aber langweilig. Danach haben wir 4x das Gatschloch überwunden, bis wir es schließlich im Schritt geschafft haben. Jawoll, im Schritt! Ha! Dann konnten wir auch schon wieder nach Hause gehen.

Donnerstag, 10. März 2011

Heute war die vorerst letzte Einheit mit dem ganzen Driving von Zone 5. Hat viel Spaß gemacht, ich glaube sogar dem Billy :-).

Wir konnten heute auf dem Viereck (das war zuvor einmal etwas schwierig, zu viel Ablenkung!) richtig gute Fortschritte machen.
Es klappen nun: Follow the Rail mit mir in Zone 5 fast am Ende vom Seil in Schritt und Trab; Schritt-Trab Übergänge auf Phase 1 *stolzbin*; Trab-Schritt-Übergänge auf Phase 1; Schritt-Halt auf Phase 2-3 (seltsamerweise); einfache Bahnfiguren: Zirkel und Diagonalwechsel; beim Diagonalwechsel hab ich geübt, das Seil von Zone 5 aus über Billys Kopf zu schupfen, damit es wieder auf der Innenseite ist - einmal ist mir das sogar im Schritt flüssig gelungen, die nicht so erfolgreichen Versuche hat Billy wie immer stoisch und cool als Friendly Game über sich ergehen lassen ("bleiben wir halt mal stehen und warten, bis Frauli auch soweit ist - sie kann das noch nicht im Schritt" *g*).
Außerdem haben wir 2 Mini-Schrittchen rückwärts geschafft, wenn auch auf höhere Phasen, d.h. ich musste mit dem Stick vorne rumwacheln, und das Seil etwas bewegen. Außerdem musste ich etwas weiter vor bis fast Zone 4, da hat es geklappt.

Da übe ich dann bei der nächsten Runde weiter, vorerst reichts einmal mit diesen schönen Ergebnissen :-).

Donnerstag, 3. März 2011

Mehr Zone 5

Also dieses Zone 5 - Driving ist ganz nach unsrem Geschmack. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals etwas (zumindest alles, was Bewegung inkludierte - also ausgenommen stillstehen fürs Friendly Game z.B.) so leicht von der Hand ging.

Wieder habe ich mit Stick to Me aus Zone1/2 begonnen. Wir haben ein wenig das Rückwärts aufgefrischt, das habe ich lange nicht gemacht, daher war es ziemlich eingerostet. Brauchte ein wenig radikaleres Entrosten, aber dann ging es besser als je zuvor! Ich habe dabei gemerkt, dass ich mich weniger ärgere und jetzt endlich in der Lage bin, Dinge als Spiel zu sehen - denn nix anderes macht der gute Billy mit mir, wenn er ausprobiert, wiiiie langsam er rückwärts gehen kann, bis ich reagiere ;-). Am Schluss klebte er wieder förmlich an meiner Schulter, auch rückwärts, Schritt, Trab. Ein bisschen Verspieltheit kam raus mit gefährlich hengstigem Kopfschütteln (und auch die Erkenntnis: vorbei die Zeiten, als Frauli sich davon ernsthaft beeindrucken ließ *g*).

Als das also alles gut geklappt hat, ließ ich mich wieder zurückfallen, bis ich in Zone 5 angelangt war. Diesmal hab ich nur die linke Hand geübt, die beim letzten Mal schlechter war. Diesmal konnte ich auch hier das 7m Seil ganz am Ende nehmen. Übergänge von Halt in Schritt und in Trab klappten auf bloße Energie - toll! Ich bin übermütig geworden und hab probiert, ob er so angaloppiert - ja macht er! Nur die ganze Bahn konnten wir so nicht halten, er bog auf den Zirkel ab und das ganze endete dann in einem Circling Game-ähnlichen Driving - macht aber nix. Anhalten klappte auch gut, interessanterweise aber am schlechtesten von allem. Wir können aber jetzt schon schön am hufschlag anhalten, ohne dass er sich umdrehen muss :-)

Danach hab ich noch etwas biegen und übertreten lassen und bin dann noch ein Weilchen mit Gebiss geritten. Billy nimmt das GEbiss schon wieder schlechter - immer bisher, wenn ich gewagt habe, es halt auch mal zu benutzen. Wir sind dann große Zirkel im Trab geritten mit dem Versuch, möglichst gleichmäßigen Kontakt zu halten - ohne Einrollen und ohne mich aus dem Sattel zerren, bitte (letzteres ist wesentlich häufiger und zeigt mir, dass Billy eher keine Berührungsängste mit dem Gebiss hat). Das wurde schon viel besser, die eine oder andere längere Strecke können wir schon schön manierlich traben, ohne dauernd das Ding im Maul loswerden zu wollen.

Gebiss ausziehen war leider wieder eine Katastrophe *argl*. Billy stand glaub ich minutenlang da, verzweifelt gleichzeitig das Gebiss loswerden wollend und Zähne zusammenbeißend. Tja, so wird das nix! Und ich daneben relativ hilflos, wie ich es ihm begreiflich machen soll, dass er einfach nur das Maul aufmachen und das Gebiss rauslassen soll....

Dienstag, 1. März 2011

Zone 5

Manchmal klappen Dinge so einfach, dass es fast unglaublich ist.
Ich habe heute mit Billy ein Driving Game bzw. eine Art Stick to Me in Zone 5 geübt, On Line. Wir gingen nebeneinander her, wie er es ja kennt, dann hab ich mich langsam von Zone 2 nach hinten fallen lassen - zuerst eine Weile in Zone 3, dann 4, und wie selbstverständlich konnte ich nach einiger Zeit in Zone 5 hinter ihm hergehen - manchmal leicht versetzt nach innen, manchmal aber auch direkt hinter ihm am Hufschlag - das 7m Seil hielt ich nur am Popper fest.
Nachdem das so gut geklappt hat, habe ich ein paar Schritt-Halt-Schritt-Übergänge eingebaut, und die haben funktioniert. Einfach so. Ich blieb stehen, er blieb stehen. Ich fuhr die Energie hoch und ging los, er ging los. Das war so einfach, direkt unheimlich. Wir sind auch Zirkel gegangen, das hat genauso gut geklappt. Für geradeaus musste ich dann höchstens ganz leicht meinen Stick nach vorne heben, so quasi als seitliche Begrenzung. Auf der linken Hand passierte es etwas öfter, dass er in die Mitte kommen oder sich sogar zu mir umdrehen wollte, aber das konnte ich auch recht einfach verhindern, ohne großen Druck. Auf der linken Hand war das Stehenbleiben auch nicht ganz so einfach, da versuchte er sich nach rechts zu drehen, und ging dann 2 Schritte seitwärts. War aber nur Verwirrung, ich konnte ihm schnell und leicht erklären, was ich möchte.
Der absolute Höhepunkt war dann, dass ich dachte, ich probiere mal antraben. Hab also hinter ihm einfach mal geschnalzt (ist auch unser Stimmkommando vom Sattel aus), Energie hochgefahren und bin losgetrabt, und er gleichzeitig vor mir! Das hat links und rechts geklappt! Ich war echt baff und hab mich sehr gefreut.
Das war ja wirklich einmal eine ganz ganz neue Übung, und man konnte deutlich sehen, dass sie Billy mental gefordert hat, das Maul ging fast in einem fort :-). Nicht hektisch, aber kräftig diese neuen Erfahrungen verdauend ;-). So deutliches Schlecken bekomme ich sonst meistens nur, wenn es eine ordentliche Phase 4 setzen musste...

Danach bin ich noch etwas geritten, Finesse. Gebiss war wie zuvor relativ schnell drin, aber ich bin gespannt ob das so bleibt, nun, da ich mehr am Gebiss mache.
Ich habe am 2. Hufschlag ein paar Hütchen aufgestellt und bin im Schritt Schlangenlinien geritten, einfach um zu versuchen, das Tierchen biegsam zu machen und "durchzukneten". Dürfte funktioniert haben - zum Schluss habe ich vor dem Absitzen am Gebiss vorsichtig laterale Flexion gefordert und er hat sie mir auf beide Seiten butterweich gegeben (und geben können, im Unterschied zum letzten Mal).
Geradeaus sind wir auch ein bisschen getrabt, wobei ich versuche den Kontakt aufrecht zu erhalten. Billy gehört eindeutig zu den Pferden, die das Gebiss nicht vermeiden, sondern tendiert eher zu radikalem Drauflehnen. Schließlich gehört die Nase in den Sand, oder nicht? ;-) Ist mir aber lieber als ein hektisches Sterngucker-Pferd.

Und weil Billy das Zaumzeug immer noch nicht anständig ausziehen kann, haben wir das dann noch geübt... ich bin sicher wieder mal die einzige, die nicht das Anziehen des Zaumzeugs üben muss, sondern das Ausziehen. Es ist wirklich furchtbar: Billy steht völlig relaxt da und wartet bis cih alle Schnallen geöffnet habe. Er ist also weder hektisch noch in Panik oder so. Und dann, wenn ich quasi Erlaubnis gebe, dass er jetzt das Maul öffnen und das Gebiss rauslassen könnte, passiert fast jedesmal folgendes: Pferd reißt Kopf hoch, vergiss aber Maul zu öffnen. Wie das aussieht kann man sich ausmalen - unschön, und ich habe zu wenige Hände, um es ihm begreiflich zu machen... Also haben wir geübt: Kopf unten lassen, bitte. Maul auf, Gebiss raus. Gebiss wieder an. Gebiss wieder raus. Beim 4. Mal hat er dann endlich einmal die richtige Reihenfolge getroffen: zuerst Maul auf, dann Kopf etwas rauf (und auch nicht so raufgerissen) - also halbwegs manierlich, und dann war Schluss für heute :-).

Montag, 28. Februar 2011

Einsamer Ausritt

Das Wetter war heut super - strahlend blauer Himmel, noch etwas frisch aber endlich wieder einmal Plusgrade! Nicht auszureiten wär ja fast ein Verbrechen gewesen :-). Da niemand da war, der mitgehen wollte, bin ich zum ersten Mal seit sicher einem dreiviertel Jahr wieder allein rausgegangen, soll heißen: wir haben die Grundstücksgrenze verlassen!

Guat ists gangan, nix is g'schehn! kann ich gleich mal sagen :-). Aber ganz cool war ich nicht. Billy auch nicht. Zuerst im Wald (noch am Grundstück) war alles gut. Aber aus dem Wald rausreiten auf die kleine Straße, das war schon nicht ok. Da war ein Treshhold - für uns beide sicherlich. Mein Magen hat sich etwas zusammengekrampft, aber irgendwann muss ich es üben.
So, nach ein paar Schritten waren wir beide eigentlich recht cool, aber was würde man meinen, wie viele Autos einem an einem Sonntagnachmittag auf einer 1km langen Straße, die eigentlich nur vereinzelte Bauernhöfe miteinander verbindet, wohl begegnen kann. Jaaa, jede MEnge. Bei den 3 Autos konnten wir jeweils am Wegrand ganz gut parken, da war ich auch nicht aufgeregt und Billy auch überhaupt nicth.
Etwas anders war das, als wir grad an einer schmalen Wegstelle waren, rechts gings steil rauf, Berg. Straße an dieser Stelle nur einspurig. Ich hörte Motorgeräusch und parkte halt mal am Bankett, da an dieser STelle GsD vorhanden ist. Und dann kam ... nicht ein Auto, nein der große NÖM - Milchtankwagen *hilfe*. Ehrlich gesagt wurde mir dezent schlecht, aber der Fahrer war nett, fuhr ganz langsam vorbei und Billy stand zwar angespannt, aber wie eine Statue, wahrlich ein Squeeze Game zwischen Bergwand und Milchtanker. Gefühlsmäßig war er weit entfernt von einer Explosion. Kaum war der Tankwagen vorbei, wollte er auch schon hinterhertraben. *Uff*!!!! Gut gemeistert ist Balsam für unser Selbstbewusstsein!!

Das war nur eine kurze Runde zum Aufwärmen. Danach bin ich in die Halle gegangen und hab beschlossen, wieder etwas Finesse mit Gebiss zu reiten. Oh Wunder, selbiges war in 1 Minute im Pferdemaul! Das monatelange Üben hat offenbar doch was gebracht!
Wir haben dann ein bisschen Biegen geübt und Antraben mit sanftem Kontakt, das hat ganz gut funktioniert. Billy scheint aber das dünne Westerngebiss doch lieber zu haben als das dickere Plastik-Apfel-Ding, das ich ihm wohlmeinend verpasst habe.
Wir sind entweder gradaus ein wenig getrabt oder haben im Schritt viel Slalom zum Biegen geübt. Hat gut geklappt, ist halt alles noch ganz am Anfang.

Freitag, 25. Februar 2011

Liberty - Fig. 8 Fortschritt

Heute war ein großer Durchbruch bei unserer Liberty-Figure 8! :-)
Zuerst habe ich einmal ausprobiert, ob es die Stelle innerhalb der Halle ist, die Billy steckenbleiben lässt - nein. Er bleibt immer in der rechten Schleife stecken, egal ob das näher am Ausgang oder weiter weg ist,nah an der Wand oder weit davon weg. Es ist der Wechsel von rechts auf links, den er vermeiden will, genau wie beim Handwechsel im CG.

Heut ging es aber super. Ich hab mir wieder viel Zeit gelassen, wenig Druck gemacht, ihn machen lassen, und dann entdeckt, wo cih ihm am wenigsten im Weg stehe! Nämlich dann, wenn ich mich von einem pylon zum andern bewege, und zwar immer zu dem, den er gerade nicht umkreist. Auf dieser Höhe habe ich am meisten Draw. So bewegte ich zwar heut die Füße relativ viel, aber dafür hab ich keinen Stick nutzen müssen, nur mit dem Arm Richtung zeigen, und auf diese WEise haben wir 4 lupenreine 8er hinbekommen, im Schritt. Trab lass ich nochmal sein bis zur nächsten Wiederholung. Die Figure 8 lass ich jetzt insgesamt wieder ein Weilchen ruhen, das war heut toll :-).

Donnerstag, 24. Februar 2011

Liberty: Fig. 8

Heute war erst einmal Hufbearbeitung angesagt. Alles gut bei Herrn Billy, und er benahm sich wieder wie ein Musterschüler :-).

Danach bin ich noch kurz mit ihm in die Halle, um Figure 8 at liberty zu üben. Wie zuvor hab ich 2 x 2 Pylonen aufgebaut, 1x für eine kleine 8, 1x für eine große 8. Zuerst mit der kleinen, das ging ganz gut. Bei der rechten Schleife blieb Billy aber fast immer regelrecht "stecken". Auf der großen 8 war das noch stärker. Er stand einfach, ziemlich introvertiert, und wollte nicht vorwärts. Weit weg gehen half nicht, wollte ich die Hinterhand disengagen um ihn zu mir zu locken, verkroch er sich regelrecht in der Wand. Teilweise ging er sogar rückwärts (!).
Ich bin mal davon ausgegangen, dass es Unsicherheit ist und hab einfach den Druck ganz weggenommen und minutenlang gewartet, bis ich dachte, er könnte sich jetzt bewegen. Irgendwie hab ich es auch jedesmal geschafft, dass er doch wieder herkam - aber bei der nächsten Runde blieb er wieder an exakt der gleichen Stelle stecken. Manchmal habe ich ihn dann auch von hinten weiter getrieben und ließ ihn vom Muster abweichen und mal ganze Bahn traben - er hatte heute mehr Go als sonst und galoppierte auch... Hab ihn dann einfach eine Runde machen lassen und probiert, beim nächsten Vorbeikommen wieder auf den 8er zu schicken.

War zwar nicth allzu erfolgreich, aber irgendwie spannend - vielleicht war der eine Pylon zu nah an der Wand, obwohl Billy sonst keinerlei Schwierigkeiten hat, sich an irgendwelchen Wänden durchzuquetschen. Mal sehen, wie es nächstes Mal ist.

Dienstag, 22. Februar 2011

... und immer wieder rückwärts

Billy hatte ein paar Tage Urlaub und war frisch und munter. Das Auge verheilt auch sehr schön.

Wir haben wieder mit den Kappzaum-Übungen "Führen in Stellung" und zusätzlich "Untertreten auf dem Zirkel" begonnen heute - das war schon mal besser. Anfangs musste ich Billy sehr oft an die Stellung erinnern, die hielt er immer nur 1 Schritt, aber nach ein paar Minuten wurde es besser. Das Übertreten hab ich auf einer Volte um mich herum gemacht. Also Zirkel mit Stellung, Übergang zu einer Volte, weiter auf dem Zirkel wieder mit Stellung. Hat er schön gemacht.
Ganz ganz kurz hab ich probiert, ob wir so - in Stellung - antraben können. Billy fand nein und schnappte mal her *gr*. Ok, das hat er sich dann anders überlegt und so ein paar Trabtritte haben wir dann noch gemacht, der Ordnung halber ;-).

Als nächster Punkt auf der Tagesordnung stand nochmal ein Auffrischen des Seitwärts. Mein Plan war, nur raufzuhopsen, einmal die eine Richtung, einmal die andere Richtung und fertig - und geworden ist es wieder mal eine Mega-Diskussion... nicht ums seitwärts, das machte er ganz brav. Allerdings mit zu viel vorwärts dabei, also fragte ich um einen Schritt rückwärts - und nix. Höhere Phasen, nix. Billy stand wie eine Statue, gestresst ohne Ende und ich weiß nicht warum, aber kein Schritt rückwärts. Ich bin abgesessen und hab ihn vom Boden rückwärts geschcikt - klappte wie immer. Wieder aufgesessen - nix ging. Kein Millimeter. Keine Gewichtsverlagerung. Nur ein immer ärgerlicheres und gestressteres Pferdchen und immer ärgerlicheres Frauli, das alle Tricks und Kniffe probierte und nix half. Aber aufhören? Geht auch nicht (oder doch?), also weitergestritten bis er halt mit Müh und Not schließlich doch ein paar Schritte rückwärts ging und sich das flüssig anfühlte...aber es war kein schönes Gefühl, von Harmonie keine Spur :-(. Wie mach ich bloß das Rückwärts zu seiner Idee? Immer damit aufzuhören, es als Markierung für "Trainingsende" zu etablieren klappt ja scheinbar auch nicht. Bin wie immer ratlos und ich versteh versteh versteh es einfach nicht.... Was ist so schlimm am Rückwärts? Irgendwann werd ichs schon rausfinden *seufz*.

Nach dem herausgepressten Rückwärts hab ich noch ein bisschen Liberty gemacht, was eigentlich heute als Hauptteil geplant war. Wir haben wieder 8er gemacht. 2 Pylonen hab ich in engem Abstand aufgestellt, für Schritt und kleine 8er. Und 2 für größere. Im Schritt ging alles gut, er ist nie abgehaut und blieb brav da, kannte das Muster, wechselte brav von einer Schleife zur anderen. Wir sind dann zu den 2 Pylonen im größeren Abstand gegangen, wo ich auch etwas Trab verlangt hab. Hat gut geklappt. Die linke Schleife klappt im Trab, bei der rechten Schleife kommt er mir manchmal abhanden, dann trabt er halt einen Zirkel und wir probieren es noch einmal. Ich bin dann dazu übergegangen, ihn nur kurz in Trab zu setzen und vor der Schleife wieder in Schritt zu parieren, dann schaffen wir auch die rechte Schleife. So weit so gut, haben wir ja erst 3x geübt :-).

Montag, 21. Februar 2011

Rezension

Alexandra Zich: Calme, en avant, droit. Ruhig, vorwärts, gerade. Ein Buch über den Weg zur Reitkunst. Schondorf: Wuwei Verlag, 2007. 196pp. EUR 19,80.

Dieses Buch ist, auch wenn der Titel ein bisschen danach klingt, keine Reitlehre, wie gleich im Vorwort klargestellt wird:

„Calme, en avant, droit […] möchte Sie sensibilisieren für unser aller Verantwortungsbewusstsein dem Pferd gegenüber. […] Es erwartet Sie keine Reitlehre – und dennoch ist dies ein Buch, das es sich zur Pflicht gemacht hat, Ihnen einen Weg zur Reitkunst zu ebnen.“

So geht es dann auch gleich los mit der Geschichte der Mensch-Pferd-Beziehung. Dabei zeigt sich sofort der rote Faden, der sich durchs ganze Buch zieht: immer steht die Beleuchtung des schmalen Grats zwischen Nutzung und Ausnutzung des Pferdes durch den Menschen im Mittelpunkt. Nach relativ kurzer Abhandlung des Einflusses des Pferdes auf die Wirtschaft, Kriegsführung usw. gibt es einen sehr schönen Überblick über die „alten Reitmeister“ – von Xenophon bis ins 19. Jh. Dabei werden auch die behandelt, über die nicht schon zig Bücher geschrieben wurden und deren Namen man nicht unbedingt dauernd hört.

Im 2. Kapitel gibt es dann doch so ein kleines bisschen Reitlehre. Anatomische Hintergründe werden behandelt, die Begriffe Gleichgewicht und natürliche Schiefe definiert und ihre Ursachen, Symptome und Auswirkungen auf die verschiedenen Körperpartien des Pferdes beleuchtet. Ich muss sagen, dass ich diese Begriffe selten so kompakt und gut erklärt gelesen habe. Weiters wird der Weg der Remonte zum künstlichen Gleichgewicht, d.h. zur Gewichtsverlagerung auf die Hanken, erklärt; und auch manches neues, das ich noch nirgendwo gelesen habe, wurde erwähnt, wie z.B., dass das Gebiss gemeinsam mit dem Hinterbein eine Drehung im Pferdemaul machen soll und dies die Voraussetzung für „durch das Genick Gehen“ ist (p. 164) – ganz ehrlich – noch nie gehört… interessant.

Immer wieder wird der Text mit Zitaten veschiedener Reitmeister gewürzt, deren Quellen – endlich einmal in der Reitsportliteratur!! – genau, korrekt und vollständig angegeben sind. Das hat wirklich Seltenheitswert ;-).

Schließlich widmet sich das 3. Kapitel dem „Pferd heute“, im Sport, in der Zucht, in Reitpferde- und Leistungsprüfungen, deren Vorgangsweise kritisch betrachtet wird. Schließlich noch abschließend – das Ende fand ich etwas abrupt – 3 neumodische Reitarten, die als falsch dargestellt werden, weil sie nur den Pferdehals bearbeiten … so weit so gut, dass dann aber nach 1) Schlaufzügeln, 2) Rollkur schließlich als 3) Philipp Karls „hohe Hand“ angeführt wird, hat mich doch etwas schlucken lassen. V.a. da nur seine Schüler angeprangert werden, untermauert durch ein winziges, schemenhaftes Schwarz-Weiß-Bild aus dem Internet einer Schülerin (deren Name nicht genannt wird) erschien mir schon irgendwie kindisch, oberflächlich und mehr wie eine persönlich motivierte Spitze, die - gerade auf der letzten Seite - am Ende noch einen komischen Nachgeschmack hinterließ.

Noch ein Wort zum Layout: Das ist… nennen wir es einmal so… innovativ. Es ist auf jeden Fall Geschmacksache – meinen Geschmack trifft es nicht ganz. V.a. die Zitate der Reitmeister sind – orange auf weißem Hintergrund – nicht sehr augenfreundlich zu lesen; aber wie auch immer, das tut dem Inhalt sicher keinen Abbruch.

Insgesamt hat mir das Buch besser gefallen als ich erwartet habe, da ich schon einige enttäuschte Meinungen gelesen hatte. Wenn man es aber nicht mit der Erwartungshaltung liest, eine Reitlehre vorzufinden, erfährt man doch kompakt und gut zusammengefasst und erklärt einiges neues.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Zahnarzt

Heute hatte Billy Zahnarzttermin. Er liebt seine Zahnärztin abgöttisch, das ist total lustig. Grade fährt sie ihm noch bis zum Ellbogen ins Maul (ok, das findet er nicht ganz so toll, ist aber überraschend brav dabei), danach will er mit ihr schmusen. Mein Pferd, mit Ohren vorne, schmust einen fremden Menschen ab. Das gibts sonst kaum. Und deshalb liebe ich sie auch, seine Zahnärztin :-).
Sie tastete also mal alles ab... und ging dann wieder. Nix zu tun! Billy nützt seine Zähnchen ideal ab. In 3, 4 Monaten soll ich mich wieder melden, da werden sich dann die 2 Häkchen, die sie heute fühlen konnte, zu einer behandlungswürdigen Sache ausgewachsen haben.

Okaaaay... ich war ziemlich perplex und hatte plötzlich einen Haufen Zeit (und Geld *lach*) übrig - also musste Billy heute doch auch was arbeiten.

Angefangen wie immer mit Führen in Stellung am Kappzaum, heute ein bisschen gewürzt mit der nächsten Übung, hinten Übertreten. Das kann Billy gut. Immer abwechselnd: In Stellung führen, bisschen strecken lassen, in Stellung führen, 1-2 Schritte hinten übertreten, wieder in Stellung führen und wieder strecken lassen.

Danach kommt jetzt wieder eine Phase Liberty. Zuletzt haben wir mit unserer ersten Figure 8 aufgehört, und dort jetzt weitergemacht. Abwechselnd mit ein bisschen auf den Zirkel schicken, damit er neu "Schwung holen" kann. Die 8er sind schon richtig gut, im Schritt. Man merkt dass Billy das Muster verstanden hat. Teilweise brauchte ich keinen Stick mehr und auch nicht mehr die Hinterhand bei jedem Bring Back auskuppeln (was meist nötig ist, um ihn "um die Kurve" zu bringen). Er folgte dem Muster von fast allein, ich musste nur im richtigen Moment Platz machen. Hie und da wurden es größere 8er (wenn er überlegte, doch gradaus weiterzugehen - aber ich habe ihn immer noch wieder holen und um die 8er-Schleife schicken können), und oft wurden es Mini-Mini-8er... das ist so witzig, wenn er die Kurve möööglichst eng um die Pylonen zieht, wirklich geraaaade so noch vorbei mit den Vorderbeinen, und den Hinterbeinen. Und dann schaut er einen an: "Das gilt doch, oder????" *lach*.
Ich habe auch versucht, ihn beim WEchseln von einer Schleife zur anderen auch einmal in Trab zu setzen, aber das ging heut nicht so leicht bzw. war es immer knapp dran, dass er mir dann abhaut - und da blieb ich lieber mit wenig Energie im Schritt.
Teilweise war schön zu sehen, wie ich ihn blockiere - er stockt und schaut skeptisch und ist unsicher. Wenn ich in dieser Situation Druck mache, macht er dann zu und will sich nicht mehr mit mir und der Aufgabe beschäftigen - dann kommt das "Totstellen". Das war heut echt gut zu beobachten. Ich muss tatsächlich schauen, dass ich dann weit weg komme. Dann kann man sehen, wie der Druck irgendwann abfällt und er wieder einen Schritt vorwärts machen kann. Ich weiß nicht, ob ich richtig interpretiere, aber heute hat die Strategie geklappt. Statt mehr Druck auf "der will nicht" weniger Druck auf "der kann nicht", und dann hat er das Muster brav wieder aufgenommen.

Danach bin ich auch noch geritten, die letzte Seitwärts-FreeStyle-Session. jetzt werd ich das wieder ruhen lassen. Heut haben wir aber Gas gegeben *g*. Seitwärts links, seitwärts rechts, wirklich wirklich viel, und er hat das toll gemacht.
Mit rückwärts haben wir wieder abgeschlossen, und ich kann nur sagen "wow" was für ein rückwärts! Wahrscheinlich hab ich in meinem Bemühen, es ihm schmackhaft zu machen, immer zu früh aufgehört - und immer weniger gekriegt. Die letzten paar Sessions hab ich mich ja nicht mit irgendeinem Rückwärts zufrieden gegeben, sondern - auch wenn es ein Kampf war und Billy grunzen musste - erst dann aufgehört, wenn es flüssig, flott, und ohne Furchen in den Sand zu ziehen, geklappt hat. Er scheint es sich gemerkt zu haben, denn dieses flüssig, flott und Füße heben kam heute nun viel früher, Grunzen war zwar immer noch dabei, aber heute war es wirklich nach den ersten paar Schlurfschritten supergut, und da hab ich wieder aufgehört. Es wird irgendwann werden, ich glaub ganz fest dran ;-).

Dienstag, 15. Februar 2011

Mehr Seitwärts

Heute gabs nix Spektakuläres. Wir haben wieder mit kurzem Aufwärmen in Form von Stick to Me begonnen. Dann Kappzaum angelegt (ich darf das noch, ein gutes Zeichen ;-) ) und mit dem Führen in Stellung so 10 Minuten zugebracht, abwechselnd auf beiden Händen und mit langsam längerwerdenden Passagen des Stellung-Haltens, immer für ein paar Tritte. So 2-3 Schritte hält er sie schon am durchhängenden Seilchen (ich nehm jetzt den Savvy-String, da ich noch kaum Abstand brauche - da hängt nichts im Weg herum, und leicht ist er auch). Zum Abfragen der Stellung reicht ein wirklich minimales Zupferchen. Sehr schön :-).

Danach bin ich wieder geritten, FreeStyle, zuerst zur Einstimmung einfaches Follow the Rail im Trab. Das war richtig toll, er ist auf Anhieb im Trab geblieben und hat seine Runden gezogen, und die Zirkel, die ich zwischendurch 2, 3x eingebaut habe, lief er ohne Zügel und ohne Stick, auf den Hauch eines Schenkels und Gewicht. Super!
Dann das Seitwärts, ich lass nicht locker. Heute war es besser als zuletzt. Irgendwie war mir heut aber danach, das bisschen Vorwärtstendenz, das da noch drin ist, halt mal zu erlauben. Dafür geht es dann richtig flüssig und teilweise auch schon richtig flott. Noch immer muss ich aber mit dem Stick als "Dirigierstab" (d.h. ohne Berührung, aber er muss da sein) die Hinterhand heranholen, sonst vergisst er die.

Dann wars auch schon wieder vorbei. Zum Abschluss habe ich rückwärts abgefragt, das diesmal weniger opposition reflex hervorrief (aber immer noch weit entfernt von harmonisch, der erste Schritt *seufz*). Ich ließ ihn rückwärts gehen, egal wie weit, egal wie lang, bis es sich so anfühlte wie ich es gut fand: er hob endlich die Füße vom Boden, flott und zügig, ohne grunzen und zähneknirschen *seufz*. Dann gleich runtergehüpft und fertig für heute... Vielleicht gewinnt die Übung ja etwas Sympathie, wenn sie öfter mal den Abschluss der Einheit darstellt...

Montag, 14. Februar 2011

Freestyle: Seitwärts

Anfangs haben wir heute wieder ein bisschen Führen in Stellung am Kappzaum gemacht. Ich möchte da jetzt regelmäßig, d.h. jedes Mal, ein paar Minuten einbauen. Immer nur kurz, aber regelmäßig. Heute hab ich etwa 10 Minuten abgewechselt zwischen "normal Führen", er kann also gehen wie er will, und ein paar Schritten "Stellung halten". Die paar Schritte immer langsam ausgebaut bis zu einer Zirkelrunde ca. Auf beiden Händen. Es war besser als gestern, Billy nicht so gestresst, das Seilchen hing großteils durch und ich konnte ihn durch wirklich ganz ganz leichte Zupfer zurück in die Stellung holen, wenn er sie verloren hat. Und an die Schulter klatschen musste ich auch kaum mehr, die behielt er fast immr schön dort, wo sie hingehört und versuchte nciht mehr, mich abzudrängeln ;-).

Danach bin ich geritten, nochmal Seitwärts. Ich wollte die Phasen verfeinern, ich möchte endlich mal keinen Stick brauchen, aber nur mit Bein kapiert er es einfach noch nicht. Allerdings tat Herr Billy, als hätte er noch nie was von Seitwärts gehört, geschweige denn es schon fast perfekt ausgeführt. Er ging vorwärts, dann fochten wir wieder mal Kämpfe um einen Schritt rückwärts aus, dann bog er einfach ab und ging statt seitwärts geradeaus auf die Wand zu, zu der ich seitwärts gehen wollte, usw. Statt feinerer habe ich wesentlich höhere Phasen gebraucht *grrr*. Es dauerte ein ganzes Weilchen bis er sich wieder dran erinnerte, wie die Übung geht, dann war er auch recht eifrig und brav - aber immer noch brauche ich den Stick, ich muss nicht immer touchieren, aber zumindest mal vorn, mal hinten hinhalten.
Um es etwas interessanter zu gestalten, habe ich hie und da in der Mitte der Länge angehalten (ich möchte verhindern, dass die Übung "von einer Wand zur anderen" zum Selbstläufer und die Wand allzu magnetisch wird ;-) ) und bin wieder in die andere Richtung seitwärts gegangen, oder ich habe es mit einer Hinterhandwendung kombiniert und bin dann in die andere Richtung weiter zur gegenüberliegenden Wand. Das waren Übungen fürs Hirn und Billy hat gut mitgemacht und "Seitwärts" von "Hinterhandwendung" erstaunlich sauber unterschieden (diese Kombi in rascher Abfolge habe ich glaub ich zum ersten Mal gemacht).

Zum Schluss hat er mir noch so viel opposition reflex bei einem einzigen Schritt rückwärts geboten, dass ich das leider nicht so lassen konnte und mich noch irgendwie da durchwursteln musste, bis das Rückwärts auch wieder leicht war - das dauerte länger als ich eigentlich wollte und Herr Billy musste eine halbe Runde rückwärts... dann wars aber gut, wenigstens. Pfuh, das wird die nächste Übung, die wir wieder auffrischen müssen....

Sonntag, 13. Februar 2011

Heute war irgendwie ein komischer Tag. Ich wollte gern wieder ausreiten gehen, aber keiner wollte mit. Es hat wieder zu schneien begonnen und wir hatten gut 10cm Neuschnee.
Billy war beim Putzen sein früheres Ich, es wurde gegiftelt und er war klar grantig. Dann zuckte er auch noch mit dem Rücken weg, worauf ich beschloss nicht zu reiten sondern etwas Bodenarbeit zu machen. Das Zucken war allerdings in der Halle dann plötzlich verschwunden, aber nun gut.
Ein Kumpel von Billy hatte eine Verletzung, Bein doppelt so dick und eine Wunde, aus der schon Eiter lief *igitt*. TA da, kläffende Hunde, viel Trubel, irgendwie alles komisch.
Billys Auge sah relativ unverändert aus, jedenfalls nicht nach einer Entzündung. Bin daher in die Halle gegangen und hab viel Augen-Friendly Game geübt.
Außerdem haben wir wieder ein paar Übungen vom Longenkurs aufgefrischt. Billy war allerdings schon vom Führen in Stellung gestresst und zeigte seine Stressabbau-Varianten, Zungelutschen und heftiges Strickkauen *seufz*. Um ihm immer wieder etwas "Luft" zu geben (obwohl das Führen in Stellung eigentlich nix einengendes ist), habe ich einfach Stick to Me mit Seil am Hufschlag gemacht und ließ mich dann phasenweise immer weiter zurückfallen, bis ich in Zone 4 führen konnte. Von dort aus haben wir dann langsam Haltparaden und Wieder-Schritt-Antreten entwickelt, das war überraschend leicht, da hat er super mitgemacht. Werde ich öfter üben, um endlich auch mal was aus den hinteren Zonen zu machen, das hab ich bisher ganz vernachlässigt.

Samstag, 12. Februar 2011

Million Transitions

Billys Auge ist schon etwas besser, zumindest das Unterlid kaum mehr geschwollen. Es beginnt zuzuheilen. Er sieht damit nicht mehr ganz so mitleiderregend aus, sodass ich beschlossen habe, was zu tun, und da kam dann eine richtig tolle Einheit raus.

Wir haben Übergänge FreeStyle gemacht, ich glaube hunderte *g*. Schritt-Halt-Schritt, alle 3 Schritte, manchmal auch eine halbe Runde. Dann Trab dazu: Trab-Schritt-Trab-Schritt, Trab-Halt-Schritt-Halt-Schritt-Trab-Schritt-halt-Trab-halt-Schritt-halt-Schritt-Trab-Schritt usw. Billy wurde sehr sehr munter und war super dirigierbar. Ich bin dann übermütig geworden und probierte, ob ich in der kleinen Halle auch mal Galopp fordern kann - bisher bin ich dran gescheitert, dass er sich dann quer in die Kurve legt, weil er den Galopp einfach nicht langsam genug hinkriegt. Aber wenn ich schon dabei war, alle paar Schritte eine andere Gangart zu fordern, könnte ich ja auch an der langen Seite 2 Galoppsprünge erbitten und schauen, was raus kommt.
Tatsächlcih hat das dann toll geklappt! Bei den ersten paar Angaloppier-Versuchen ist er noch reingelaufen, aber nach 2 Sprüngen war wieder Ende, dann wieder andere Übergänge, bzw. ganz ganz viele Trab-Galopp-Trab-Galopp-Übergänge, und irgendwann sprang er richtig bergauf in den Galopp und so 2 Sprünge fühlten sich dann auch schon etwas kürzer und gesetzter an, sodass wir es durch die Ecke geschafft haben, ohne den Hufschlag zu verlassen. Wirklich toll. Und der richtige Zeitpunkt aufzuhören.

Zwischendurch hab ich auch noch wieder unser Seitwärts eingebracht, das hat sich auch wieder etwas verbessert.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Augen-Aua

Auauau, Billy hat sich beim rechten Auge das Augenlid ein bisschen aufgerissen :-( . Nicht so wild, aber halt wirklich bis ins Auge rein. Wir schmieren nun Salbe, damit sich nix entzündet, das heißt es steht viel Friendly Game am Programm (neeein, mein Daumen in deinem Auge is nicht schlimm, ist nicht schlimm, ist nicht schlimm).
Naja, er ist ein braves und tapferes Pferdchen.

Ansonsten wurde mir normal weiterarbeiten, -spielen und -bespaßen verordnet bzw. erlaubt.

Dienstag, 8. Februar 2011

Flankenseil III - Seitwärts

Wir haben heute die Flankenseil-Übung vom letzten Mal etwas ausführlicher und schwieriger gemacht.

Billy war generell ziemlich energievoll - das Circling Game mit Flankenseil war kein Problem, er ließ sich leicht antraben, und ein Stückchen ist uns sogar mit Flankenseil im Galopp gelungen. Viel möchte ich das aber nicht machen, ich habe (berechtigte) Angst dass er sich verheddert.

Daher bin ich nach ein bisschen Schwungholen dazu übergegangen, ihn 1-2 Runden traben zu lassen, dann wieder in Schritt und Halt durchpariert (Haltparade und stillstehen ist merkwürdigerweise weiterhin nicht so einfach wie ich erwarten würde, das muss ich als nächstes mal getrennt und gezielt üben), dann kurze Pause, und dann habe ich ihn mit Flankenseil zu mir geholt, seitwärts. Letztes Mal habe ich nur einen Schritt mit der Kruppe nach innen abgefragt, diesmal sollte er ganz zu mir in die Mitte kommen. Es hat auch sehr gut geklappt, die Phasen müssen aber noch niedriger werden, teilweise lehnt er sich da ordentlich dagegen. Vorwärtstendenz ist außerdem noch viel da, fast 1/4-Runde hat er sich vorwärtsbewegt. Macht aber nichts, war ja das erste Mal.
Bei mir hat er dann Belohnung und Pause bekommen, bevor ich ihn dann seitwärts wieder raus bis zum Hufschlag geschickt habe - was wirklich toll geklappt hat, das sitzt! Ich konnte die ganze Zeit in der Mitte stehen, ohne die Füße groß zu bewegen.
Heute haben wir das einmal nur links gemacht, die andere Seite kommt dann nächstes Mal dran.

Weil er so energetisch war, hab ich das Flankenseil dann beiseite getan und ließ ihn ein bissl galoppieren, um auch das zu üben. Ging leicht und war ihm glaub ich ganz recht, sich ein bissl schneller bewegen zu dürfen. Weil das mit Neutral im Galopp einfach nicht und nicht klappen will, habe ich mich halt mitgedreht und ein Driving Game draus gemacht. Er soll einfach mal üben, dass er den Galopp mehr als 3 Sprünge halten kann - kann er ja nämlich! Er glaubts mir nur nicht ;-).

Danach bin ich noch etwas FreeStyle geritten und habe genau wie On Line das Seitwärts wieder etwas aufgefrischt. 2 Runden Trab, dann halt an der langen Seite und seitwärts zur gegenüberliegenden langen Seite, dort wieder halt. Da es von links nach rechts viel schlechter ging als umgekehrt, haben wir dann vermehrt diese SEite geübt: 2 Runden Trab, Halt, Seitwärts, und an der anderen Seite eine saubere Hinterhandwendung - klappte super :-) - und wieder Trab. Mit Päuschen für besonders sauberes Seitwärts.

Zum Abschluss musste Herr Billy noch lernen, dass man auch länger traben kann als 2 Runden, ich habe uns beide zu einem furchtbar langweiligen Follow The Rail gezwungen... aber hie und da soll das einfach auch mal sein. Da bemerkt man schnell, wann einem selbst meistens zu langweilig wird *lol*. Nach 5 Runden bog das Billytier öfters in die Mitte ab und meinte: "normalerweise ist das jetzt vorbei!" - Nö, heut nicht. Nach 7 Runden wurde er grantig und machte ein paar plötzliche Stops, die nicht erbeten waren. Nach 9 Runden hat ers dann akzeptiert und nach so 5-10 Minuten war dann Schluss. Kaum war ich unten, nahm die Zügel ab und sortierte meine Seile, hat er sich dann in den Sand geschmissen - sooo anstrengend war das! Jawoll! ;-)

Sonntag, 6. Februar 2011

Gruppenausritt

Aaaah, es ist Frühling!
Könnte man meinen. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, 15° plus, und das an einem Sonntag, für den wir uns im Stall einen Gruppenausritt vorgenommen hatten.
Natürlich bedeuteten die Temperaturen andererseits, dass 1m Schnee innerhalb von 3 Tagen weggeschmolzen ist und man besser keinen Pferdehuf auf irgendwelche Wiesenwege setzt. Wir sind daher auf den festen Wegen durch den Wald geblieben und haben eine wunderschöne Runde in 1,5 Stunden absolviert.
Feste Wege bedeutete, dass ich die Bundesstraße überwinden und die Stelle passieren musste, an der vor mittlerweile 8 Monaten das böse böse Moped den Billy zu seiner 5-km-Flucht über die Bundesstraße animiert hat. Der Schreck sitzt immer noch tief, ich hab mich danach nie wieder über die Straße getraut. Aber irgendwann muss es ja sein, und in der Gruppe ist es eh am besten.
Der Ausritt verlief ganz ohne Vorkommnisse, Billy brav und cool, und ich nur einmal in Panik. Justament, als wir schon wieder auf dem Rückweg und nur ein paar 100 m von der Bundesstraßen-Querung entfernt waren, kam von hinten ein Auto - eh ganz rücksichtsvoll - aber trotzdem spürte ich Billy sich anspannen und hab kurz gepanikt und der Gedanke schoss mir durch den Kopf, dass wenn er jetzt durchgeht, wir gemeinsam über die Bundesstraße rasen... aber er ging nicht durch, machte nur ein paar schnelle Schritte nach vorn bis er sich gleich wieder einfangen ließ und das Auto vorbei war, und danach war er cool wie eh und je.

Etwas Kondi sollten wir trainieren - ok, tun wir ja. Jedenfalls blieb Herr Billy auf der Hofzufahrt wieder mal 3x stehen um zu verschnaufen - nur paar 100m vom Stall entfernt, während sich die Kollegen allesamt im flotten Schritt entfernten. Sowas scheint ihm aber dann egal zu sein. Vermutlich versteht er einfach, dass er ja jetzt eh gleich zu Hause ist, warum also so eilig und anstrengend, der Weg wird ja nicht kürzer, nicht wahr? *g*

Freitag, 4. Februar 2011

Flankenseil II

Weiteres Experimentieren mit dem Flankenseil.
Hinterhand weichen ging schon viel schneller und mit weniger Druck. Deshalb hab ich dann neue Übungen probiert und tatsächlich hat das gut geklappt! Ich konnte ihn in ein Circling Game schicken und ließ ihn mal ein bisschen im Schritt rumschlapfen. Das zusätzliche Flankenseil schien ihn nicht zu stören. Also mal nach Trab gefragt, was mir einiges an Koordination abverlangt hat, weil ich doch noch zusätzlcih den Stick in die Hand nehmen wollte. Aaaber, tatsächlich, Billytier fiel in Trab, er streckte sich sogar schön runter und bot schönes gleichmäßiges Tempo an. Ein paar Übergänge probiert, die gingen gut, und dann hab ich ihn abwechselnd Trab, Schritt, Halt und daraufhin einen Schritt mit der Kruppe herein machen lassen. Dann wieder rausschicken und weiter Schritt oder Trab. Das war total lustig und er hat richtig gut mitgemacht. Zeitweise schien er verwirrt, wo der Druck außen herkommt, wo ich doch in der Mitte innen stehe *ggg*.
Zum Zerkugeln ist das neugierige Untersuchen des Flankenseils - ich habe 2 dünne 7m-Seile aneinandergeknotet, schlinge sie um den Bauch und halte die Enden lose in der Hand, sodass ich jederzeit loslassen kann. Das Durch-den-Ring-Fädeln des Parelli-Programms erscheint mir doch etwas unfallträchtig. Jedenfalls führen also von Billys Flanke zwei gespannte Seile zu meiner Hand, daraufhin dreht er sich gaaanz weit um nach hinten und beginnt mit der Lippe dran Gitarre zu spielen *lach*: "nimm das weg da, das neeeeaaavt!!" war seine erste Reaktion, bis er draufgekommen ist, dass der Druck weggeht, wenn er den Hintern herschwingt *g*.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Flankenseil

Heute durfte Billy was neues kennenlernen, das Flankenseil. An sich sollte man "laut Plan" mal mit dem Circling Game damit beginnen (nach Friendly Game selbstverfreilicht), aber das hab ich aus Koordinationsschwierigkeitsgründen meinerseits mal gelassen ;-). Billy durfte es mal kennenlernen (erwartungsgemäß war es ihm völlig egal), und dann hab ich begonnen, ein wenig Weichen auf Druck vom Seil an der Flanke zu verlangen, also die Hinterhand zu mir herschwenken zu lassen. Nach ein paar Versuchen hatte ers auch schnell kapiert und wir konnten auf relativ wenig Druck 2, 3 Schritte Hinterhand weichen machen.
Ich weiß nicht, ob ich das Flankenseil je beim Circling Game benutzen werd, darin seh ich wenig Sinn. Wo es aber gut nützlich sein wird, ist Seitwärts zu mir her und vielleicht auch die eine oder andere Übung wie Travers. Das werden wir mal in den nächsten Sessions probieren.

Danach haben wir alte Sachen aufgefrischt, zum einen On Line ganz speziell das Send im Circling Game. Ich wollte ein etwas energiereicheres Losstarten und hab ihn nach einem Schleichstart einfach reingeholt, ohne Pause wieder raus. Ein-, zweimal, und tatsächlcih wurden die Starts spritziger, dann durfte er rein und bekam Pause und/oder Leckerli. Ein paar Diskussionen hatten wir dann beim rückwärtsschicken vor dem Send, er meinte den Startzeitpunkt selbst bestimmen zu können, das ließ sich aber ganz gut wieder reparieren. Ganz kurze Galoppphasen - immer nur ein paar Sprünge - haben wir auch eingebaut.

Und schließlich bin ich noch kurz raufgeklettert, um das Platziere das Hinterbein noch etwas zu festigen. Es klappt wirklich gut, die Hinterhand lässt sich ziemlich zielgenau Schritt für Schritt schwenken, rückwärts klappte bis auf kurze Diskussionen auch gut. Dazwischen eine oder zwei Runden mit Zügelkontakt im Schritt und sogar Trab geritten, das wird auch schon besser.

Mittwoch, 2. Februar 2011

... viele viele bunte farben...

Neinnein, keine Sorge, mit euren Augen ist alles in Ordnung, und richtig seid ihr auch.

Ich habe einfach gedacht, ein bisschen mehr Farbe und ein neues Design hie und da können nicht schaden. :-)

Dienstag, 1. Februar 2011

Platziere den Fuß - Advanced I

Ich experimentiere weiter mit dem Zügelkontakt und mit dem Platzieren der Füße auf das Frisbee. Meine lustige Idee, Billy seine Füße auf ein quietschendes Hunde-Spielzeug platzieren zu lassen (dann weiß ich auch sicher, dass er getroffen hat, ohne blöd runterschauen oder raten zu müssen), war leider nur ca. 5 Sekunden lustig, bevor das Quietsche-Entchen auch schon wieder das Zeitliche segnete. Nun ja, ich hielts für eine gute Idee *g*.

Die Vorderbeine sind mittlerweile keine Herausforderung mehr, vielmehr ist es eine Herausforderung, neben dem Frisbee zu stehen und zu verhindern, dass er es im Boden vergräbt oder die Füße drauf stellt. Also hab ich heute beschlossen, dass wir das ganze halt mit den Hinterbeinen machen: Hinterhand seitlich aufs Frisbee schwenken oder rückwärts aufs Frisbee reiten, das war schon wieder eine knifflige Aufgabe. Billy steigerte sich total rein, grunzte in einem Fort konzentriert und schaute sowas von stolz, wenn ich ihm durch Lob und Pause signalisierte, dass er "getroffen" hat. Es war echt witzig, wie plötzlich das Rückwärts ganz schön leicht ging, mit einem derartig genauen Purpose und Focus - wobei ich nicht sagen kann, ob das an mir oder Billy liegt... macht es ihm mehr Spaß, wenn er einen Zweck in seinem Tun sieht (= Frisbee tottrampeln)? Oder ist nur mein Focus genauer und ich - mit so einem klaren Ziel vor Augen - bin genauer und strenger und gebe mich nicht, wie sonst oft, mit "naja, klappt ja so halbwegs" zufrieden?

How interesting!

Das Reiten mit Zügelkontakt geht langsam auch etwas besser, ich hab erkannt, dass ich einfach wirklich nach nur ganz kurzen Einheiten - 1, 2 Minuten maximal - wieder flottes Vorwärts ohne Zügelkontakt fordern muss, dann bleibt er nicht so "stecken". So beim Spiegel-Vorbeireiten, da dacht ich mir schon ein oder zweimal, dass das doch schon ganz passabel ausschaut. Das Nachtreiben hapert noch manchmal, denn Billy fühlt sich - gar nicht zu unrecht - kritisiert, wir kriegens aber immer besser hin.

Dazu übe ich viele viele viele Hinterhandwendungen - ganz langsam, aber ganz präzise - gemischt mit Übergängen vom Halt zu Trab und immer wieder kurzem Angaloppieren, wenn möglich - vielleicht wird er tatsächlich mal vorn etwas "leichter".

Sonntag, 30. Januar 2011

Schneestapfen + Platziere den Fuß III

Unser Viereck ist tief verschneit mit wunderschöner, unangetasteter Schneedecke. An einer Stelle mit tiefer Schneewächte vom Dach von nebenan. Ich bin mal selbst ein bisschen am Hufschlag probegestapft und habe beschlossen, dass es ganz lustig werden könnte und ein Test für unser Follow the Rail.

Billy angezogen und zu seiner Verwunderung aufs Viereck geleitet. Er stapfte tatsächlich munter drauflos entlang der Viereckbegrenzung, selbst durch die Wächte hat er sich tapfer gekämpft und so in mehreren Runden Schritt eine hübsche Furche auf dem Hufschlag gezogen.
Wie schon gestern hab ich dann begonnen, die Hand mittels einer möglichst sauberen Hinterhandwendung zu wechseln. Das ging von rechts nach links (linke auf rechte Hand) sehr sehr gut und sauber, umgekehrt war er gestresst und wollte vorwärts. Anfangs noch geduldig, hab ich dann zum Schluss mit vielen leichten Phasen 4 mit dem Ende des Sticks (je lauter es klatscht, desto eher tut sich was) auf die Schulter doch noch eine supersaubere Wendung hinbekommen. Keine Ahnung was das wieder war?!
Nach und nach bin ich zu Trab übergegangen und war erstaunt über mein Tierchen :-). So brav hielt er die Gangart, obwohl doch so anstrengend! Damit hatte ich ehrlich gesagt echt nicht gerechnet. Nach je 1 Runde gab es Pause, dann Umdrehen, dann nochmal Pause. Mir ist bewusst, dass das sehr anstrengend ist.
Dann wurde ich übermütig und überlegte, ob Billy da wohl galoppieren kann - der Boden war gut genug mit griffigem Schnee... ja, er kann, und es schien ihm sogar Spaß zu machen! Auch hier - kein break gait! Erstaunlich! Selbst durch die Schneewächte galoppierte er, unter bisweilen komischen Grunzern, die ich aber aufgrund des sonst vorhandenen Vorwärtsdrangs als Übermut ausgelegt hab. Total erstaunt hab ich ihn dann nach 3 vollen Runden Galopp im immer noch tiefen Schnee aufhören lassen - und ganz doll gelobt natürlich.

Zum Schluss bin ich nochmal kurz in die Halle, hab pro forma einmal den linken, dann den rechten Vorderfuß auf das Frisbee platziert und dann abgesessen. 7x hintereinander? Da muss ich mir was anderes einfallen lassen, das ist ja sterbenslangweilig. *g*

Freitag, 28. Januar 2011

Platziere den Fuß - II

Diesmal hab ich erst vom Boden aus getestet, ob es irgendwelche Probleme prinzipiell damit gibt, den Fuß auf das Frisbee zu stellen - und ich glaub das kann ich verneinen. Da staun ich wieder über das kluge Tierchen: Frisbee liegt am Boden, ich lotse Billy hin, Billy hebt den Fuß, macht patsch! und schaut stolz mit dem Fuß auf dem Frisbee. Kurzes Seil heben, er nimmt den Fuß vom Frisbee, anderen Fuß driven, patsch!, anderer Fuß steht auf dem Frisbee. Und Billy schaut stolz. Und versucht danach, das Frisbee im Hallenboden zu vergraben (und Frauli buddelt das Loch schnell wieder zu, bevor's der SB sieht *g*).

Nein, also das ist definitiv kein Problem, sondern macht Spaß.

Dann bin ich aufgesessen und bin zuerst etwas Freestyle geritten, Follow the Rail im flotten Schritt zum Aufwärmen, dazwischen versucht, saubere Hinterhandwendungen hinzukriegen. Danach Trab, wieder mit Hinterhandwendungen. Schließlich wieder etwas galoppieren versucht, ist schwierig in der Halle, aber die lange Seite geht. Auch da hab ich Hinterhandwendungen eingebaut und versucht, aus der Wendung anzugaloppieren, und einmal ists uns richtig gut gelungen! :-)

Zügelkontakt hab ich dazwischen dann immer nur kurz gehalten, wieder Zirkel im Schritt um das Frisbee. Hier zeigt sich dann dasselbe wie beim Bull's Eye: ich brauche nur an das Frisbee zu denken, und Billy zieht regelrecht nach innen, will den Fuß aufs Frisbee stellen und sich eine Pause verdienen ;-). Ich glaub in der Mitte der Halle ist ein Magnet eingebaut *g*. Jedenfalls konnte ich ihn ohne Schwierigkeiten dazu bringen, den rechten und linken Fuß draufzustellen - sogar bestimmen, welcher es sein soll.
Das Schrittgehen mit Zügelkontakt war besser als zuletzt, nicht ganz so verklemmt, wenn auch noch nicht richtig flüssig. Ich hab es immer wieder durch flottes Vorwärts (was halt bei uns als flott gilt, zumindest *g*) ohne Zügelkontakt aufzulockern, und ich glaube das funktioniert ganz gut.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Finesse: Platziere den Fuß

Das wird unsere neueste Aufgabe für die nächsten paar Sessions.
Ehrlich gesagt ist mir nicht ganz 100%ig klar, wofür diese Übung - v.a. für Finesse - nun konkret gut ist - vermutlich, damit man die Füße des Pferdchens einzeln ansprechen und gezielt platzieren kann, und das ganze noch mit Zügelkontakt.
Also gut, dann mal los.

Aufgewärmt haben wir uns mit der Übung, die wir in Finesse letztes Mal durchgenommen haben: Yoyo, d.h. Schritt-Halt-Rückwärts und wieder Schritt. Schon wieder ganz schön viel Opposition Reflex *seufz*. Nach einigen Malen ging es dann flotter und zügiger und ohne Einrollen, dafür war der Herr Billy dann wieder gestresst und besorgt.

Danach hab ich angefangen, mein Objekt, wo er den Fuß draufstellen sollte - ein Frisbee für Hunde - größer und kleiner zu umkreisen, mit Kontakt am Zügel. Wir haben also quasi Zirkel vergrößern und verkleinern gemacht, hie und da ein Päuschen in der Mitte beim Frisbee. Billy war wieder gestresst, sehr verhalten, fühlte sich total blockiert an und macht meinem Gefühl nach Mini-Trippelschritte, macht auch mal einen Schritt seitwärts oder will stehenbleiben. Ich meinerseits gerate dann ins Micromanaging, treibe bei jedem Schritt, versuche ihn krampfhaft auf der richtigen Linie zu halten, verkrampfe mich usw.
Also irgendwie funktioniert das nicht so richtig mit dem Zügelkontakt. Bin nicht sicher, wie ich ihm das schmackhafter machen kann. Einstweilen hab ich den Eindruck, dass er denkt, er dürfe nicht vorwärts gehen - was ja auch irgendwie logisch ist.

Dass er einen Fuß auf das Frisbee stellt, war dann relativ einfach. Ich blieb davor stehen, er stieg hie und da drüber (dann haben wir wieder Kreise gemacht), und irgendwann hab ich es geschafft, ihm einen gezielten Seitwärts-Vorwärts-Schritt herauszulocken, der den Fuß genau aufs Frisbee stellte, und voilà, große große Pause.
Er hatte allerdings so viel Stress (nicht vom Frisbee, sondern vom Zügelkontakt), dass er sogar wieder in sehr introvertiertes Zungelutschen verfiel.

Hm ja, da muss ich mir überlegen, wie ich ihm klarmache, dass er trotzdem gehen kann, wenn er den Zügel spürt. Es war früher auch schon mal besser. Kommt Zeit, kommt Rat :-)

Sonntag, 23. Januar 2011

Gruppenausritt

Am Wochenende war auch endlich ein bereits seit langem geplanter Gruppenausritt dran! Es war kalt und windig, aber trotzdem wunderschön. Wir waren eine Gruppe von 4 Reitern und Pferden, genau richtig, um wieder etwas Selbstsicherheit zu gewinnen...

Ich glaube meine Mini-Runden um den Hausberg haben schon geholfen, jedenfalls verfiel ich nicht in Panik. Nun gut, da waren aber - jetzt im Winter - natürlich auch keine Kühe und keine Elektrozäune. Wir haben eine wunderschöne Runde von ca. 2 Stunden gemacht; Billy war die Ruhe selbst, nach den Gruppengalopps gut zu bremsen und sofort wieder Mr. Cool (während andere Pferde wegen 30 Sekunden Galopp dann so ca. 30 Minuten zappeln mussten). Laut im Wind wachelnde Planen, Siloballen und bellende Hunde fand er allesamt ungefährlich. Das war schon mal anders - und liegt nur an mir. ;-)

Samstag, 22. Januar 2011

Liberty: Figure 8

Auch heute hab ich daran gearbeitet, den Draw im Liberty zu verbessern. Wieder das ganze Repertoire ausgepackt: Come to Me, Stick to Me. V.a. letzteres bringt sooo viel, echt toll.
Ich hab mir außerdem daheim alles an Material angesehen, das mit Liberty und Draw und Handwechseln zu tun hat: Pathway Level 3 Liberty, das war sehr hilfreich, und die SC DVDs von 2010, Circling Game und Handwechsel at Liberty.

Die Level 3 Liberty DVD der neuen Pathways war v.a. hilfreich, weil sie schön zeigt, was Pat tut, wenn das Pferd unaufmerksam wird oder einfach weggeht. -- Er treibt es erstmal weg, um es später wieder einzuladen, oder macht ein Catching Game (also zügig hintereinander die Hinterhand auf beiden Seiten wegschicken).

Das war interessant und damit hab ich heute gearbeitet. Circling Game und Handwechsel hab ich heute nicht verlangt, dafür aber Weave, die nicht gut funktioniert hat, und dann eben Figure 8 an zwei Hütchen. Rumschicken, Hinterhand wegschicken, herholen, Pause - ein paarmal, dann in einem um beide Hütchen. Das hat toll geklappt, wir können jetzt Figure 8 at liberty - zumindest im Schritt! :-)
Tatsächlich hab ich ein paarmal die Verbindung verloren, das Hinterhand - Disengagen hat auf der rechten Hand nicht funktioneirt, sondern Billy spazierte geradeaus weiter - dann hab ich eben angewendet, was ich mir angeschaut hatte - ordentlich weggeschickt, und Billy war total übermütig und hat es als Spiel genommen. Er hat total wild durchgestartet (sehr ungewöhnlich, soviel Extrovertiertheit *g*), wild galoppiert, Rollbacks gemacht um mich auszutricksen, in die andere Richtung galoppiert, wo ich ihn wieder umgedreht habe, wieder hübscher Rollback - man merkte dass es ihm Spaß macht, er wollte ein bissl Fangen spielen *g*. Nach einer Weile, wo er galoppieren musste, hab ich dann - immer von rechts - ein Bring Back versucht und jedesmal ist er mit gespitzten Ohren, hocherhobenem Kopf und in Pose zu mir getrabt. Es gab kurze Pause, wobei er jedesmal total entspannt und zufrieden drein sah, und dann hab ich wieder ruhige Achten geübt - wobei danach beide Schlingen immer gut funktionierten.
Sogar ein bisschen Trab in den Achten haben wir geschafft, noch nicht das ganze Muster gleichmäßig, aber immer wieder ein paar Trabschritte.
War richtig super und hat Spaß gemacht, und ich glaub ich hab auch im richtigen Moment aufgehört.

Danach sind wir noch kurz ausreiten gegangen und haben uns wieder dem Matschloch gestellt - es hat ein wenig geschneit und ist wieder kälter, das ganze hat nun weniger Schlamm- denn Sorbet-Konsistenz *g*. Billy überlegte weniger als zuletzt und ging ruhiger durch - noch nciht perfekt, aber ganz brav mit 1, 2 schnellen Trabschritten. Weil er sehr geschwitzt hat hab ich ihn dann auch bald heimgehen lassen.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Liberty: Weave

Heute hab ich das Circling Game ganz sein lassen, bevor wir uns beide wieder ärgern. Statt dessen hab ich versucht, alles zu üben, was den Draw verbessert.
Stick to me, come to me, gespickt mit viel Pause und vielen Keksis ;-).
Aus dem Stick to me hab ich dann - ich glaube das haben wir zum ersten Mal probiert - ein Weave-Pattern probiert, natürlich erst mal nur im Schritt. Zuerst bin ich einfach mit ihm mitgegangen, dann hab ich langsam mit Entfernung experimentiert und bin schließlich auf einer SEite der Hütchenreihe geblieben, während er mal außen, mal innen ging. Er ist dabei sehr gut meinen Handzeichen gefolgt, und auch das Umschiffen des jeweils letzten Kegels der Reihe hat gut geklappt. Da war ich nicht sicher, ob das gehen wird oder er mir abhanden kommt.
Ich glaube es hat ihm Spaß gemacht - jedenfalls hat er sich über die Hütchen gefreut, ich hab schon lange nix mehr mit Hindernissen gemacht, viel zu wenig ... und er ist gleich, kaum dass er sie erblickt hat, hingeschlendert und hat reingebissen und es totgetrampelt, mein Held :-).

Dienstag, 18. Januar 2011

Liberty: Handwechsel

Während alles sehr gut läuft momentan, stecke ich in Liberty irgendwie total fest.

Seit letzter Woche versuche ich intensiv die Handwechsel at Liberty zu üben. Mit Betonung auf versuche, denn irgendwie wird das nix. Das war jetzt unsere 2. Session (wie erwähnt, versuche ich gerade etwas mehr Konsistenz reinzubringen, indem ich jede Übung konzentriert öfter hintereinander mache - mit bisher gutem Erfolg). Beim letzten Mal gab es ganz am Anfang einen Zufallstreffer - ein wunderschöner Handwechsel von links auf rechts und danach von rechts auf links im Trab. War sehr stolz, nur war es das. Ich hab ihn wohl einfach überrumpelt, und nun hat er sich entschlossen, ganz sicher nicht mehr Hand zu wechseln, jedenfalls ganz sicher nicht von rechts auf links (bessere auf schlechtere Seite). Von links auf rechts bekomme ich dafür hie und da einen Wechselversuch, der gar nicht gefragt war.
Ich hab heute einiges probiert: Zuerst den Draw mittels Come-to-me-Übung zu verbessern. Klappte auch gut. Ohren sind da aber ein wenig hinten dabei, was mich grübeln lässt. Dann Yoyo geübt - klappt auch soweit gut. Wenn ich ihn vor dem Send ins CG rückwärts schicke (sehr sanft und Schritt für Schritt, sonst geht die Verbindung verloren und er geht zu früh ins CG), kaut er sehr viel. Nach Handwechseln oder Bring Back kaut er kaum, dagegen. Interesting.
Danach hab ich festgestellt, dass die Handwechsel im Schritt überhaupt nicht funktionieren - how interesting! Auch nicht von links auf rechts. Im Trab ist zumindest diese Richtung einwandfrei! Von rechts auf links ging gar nix, weder im Schritt noch im Trab. Bring back ist auf beiden Seiten ok, allerdings nicht gereade enthusiastisch (da brauche ich mehr Schwung, wollte es aber heut langsam angehen). Das konkrete Problem ist, dass er mich beim Bring Back von rechts nicht auf seine linke Seite lassen will - ich kann daher Zone 1 auch nicht in die neue Richtung schicken.
Schneide ich ihm - auch wenn langsam und vorsichtig - wie im Troubleshooting des Heimstudiums beschrieben, den Weg ab, indem ich Richtung Bande gehe, bleibt er verunsichert stehen, verkriecht sich in eine Ecke und wechselt dann, wenn er wechselt, nach außen. Ich komm einfach nicht an die linke Seite!
Allerdings hat er sonst eigentlich kein merkbares Problem mit mir an der linken Seite - Stick to me ist da sogar besser, und beim Bring Back stellt er sich so hin, dass ich links bin - wenn ich ihm den Rücken zukehre. Also zu viel Druck beim Handwechsel?

Ich hab ihn dann, als es nicht geklappt hat, wieder On Line genommen und die Wechsel probiert - an der Feather Line, durchhängend bis zum Boden, in Schritt und Trab in beide Richtungen keine Problem.

Bin ziemlich ratlos momentan und hab keinen Schimmer, wie ich hier weitermache. Ich hatte das Problem schon beim Bernie-Kurs im Sommer, da haben wir dann am Bring Back gearbeitet, und ich hab versucht mich an Bernies Tips zu halten (mindestens 5x Bring Back und Pause für 1 Handwechsel, Come to me um den Draw zu verbessern), aber irgendwie krieg ich das nicht besser.

Sonntag, 16. Januar 2011

Schlammschlacht III

Wir haben hier gerade einen Frühlingseinbruch mit +15° und Nebel, aber auch Sonnenschein. Endlich schmilzt das Eis von den Reitwegen und ich kann mich daran machen, meine Comfortzone beim Ausreiten - wenn schon nicht wirklich vergrößern - wenigstens aufrecht zu erhalten. Ich reite also unseren "Hausberg" rauf und runter, kreuz und quer, kundschafte neue Wege aus, gehe Runden in die eine, dann in die andere Richtung und versuche so, dem Billy auch wieder etwas Kondition zu verpassen durch das ständige Rauf und Runter. Dieses Wochende sind wir auch, wann immer es ging, getrabt, und Herr Billy kam richtig ins Schwitzen (ein Novum - bisher war es einfach eine Tatsache: Das Tier schwitzt nicht. Ich machte mir schon Sorgen um seine Schweißdrüsen, vielleicht verstopft? Staubtrocken auch bei +35°C und Galopp zur Mittagszeit).

Irgendwie ist seit letztem Jahr alles anders draußen. Früher war er transusig bis abwesend, er schlurfte dahin, ziemlich teilnahmslos an seiner Umgebung. Die meisten Schwierigkeiten hatten wir damit, dass er eben irgendwann stehenblieb und nicht weiterwollte oder umdrehte und - äußerst left-brain - nach Hause schlenderte. Irgendwie hat sich das nun geändert, ich weiß nicht ob es nur an mir liegt, dass ich eben seit seiner Heimraserei verunsichert bin... jedenfalls lauscht er hierhin und dorthin, und ein komisch klapperndes Auto (Herr Billy war offenbar im vorigen Leben Automechaniker und weiß genau, wie ein Auto nicht zu klingen hat!) weit weit weg unten an der Straße brachte ihn fast wieder zum Abbiegen und Heimgehen - welche Situation ich aber gut unter Kontrolle bringen konnte mit ziemlich energischer Strenge - und vielleicht so ein paar Pluspunkte sammeln konnte.

Beflügelt durch mein erfolgreiches Durchsetzungsvermögen bin ich dann noch einmal - diesmal im Sattel - unserem Angstgegner, dem Schlammloch, entgegengetreten, das - wie Billy offenbar glaubt - von pferdefressender Nessie bewohnt wird. Ich dachte mir eine Runde aus, die über das Schlammloch führt. Erstes Mal: Billy will umdrehen, aber ich habs nicht erlaubt, ausreichend durchsetzungsstark (unser Stallbesitzer hätte mich oder uns beide vermutlich auch gelyncht, wenn er mir abgehaut und über die patschnasse Weide galoppiert wäre). Billy überlegt und ist sichtlich besorgt, hat sich dann zu einem Riesensprung entschlossen. Ich hab ihn nicht gelobt, denn er sollte nicht springen sondern einfach durchpatschen. Also Runde beendet, die dauert etwa 5 Minuten und ist von starkem Bergab und dann ebenso starkem Bergauf geprägt. Billy keucht. Wieder Ankunft am Matschloch. Billy versucht nicht mehr umzudrehen, immerhin. Er scheint kapiert zu haben, dass er da durch muss. Wieder springt er , gleich noch weiter. Ok, wer springen kann kann auch traben, oder? Die Runde zu einem großen Teil, dort wo es nicht zu steil ist und nicht rutschig, im Trab. Billy keucht wieder. Wieder am Matschloch. Billy schaubt besorgt, hüpft wieder, etwas weniger weit und fast ohne Zögern. Gut. Noch eine Runde. Billy schnauft. Wieder kommen wir am Matschloch an. Billy zögert kurz, schnauft, schnaubt ab, hat aber scheinbar jetzt doch genug vom Springen (das ihn, by the way, sowieso nur an eine mindestens genauso gatschige Stelle treten lässt) und trabt durch, steigt mitten rein und wird dafür von mir mit einem Juchzer und Leckerli belohnt - und jetzt dürfen wir auch die andere Abzweigung nehmen und nach Bewältigung der letzten Steigung heimgehen, jawoll!

Und danach hab ich noch über eine Stunde trockengeführt, wälzen lassen, Pferd in der Sonne getrocknet, weiter trockengeführt...

Bin sehr froh, dass wir das so gut bewältigt haben, wieder ein Erfolgserlebnis für mich - zuerst habe ich überlegt, ob ich es noch ein weiteres Mal wagen soll - bei jedem neuen Versuch habe ich befürchtet, erst wieder Misserfolg zu haben, indem er endgültig genug hat und abhaut.
Und ich bin gespannt ob es was bringt fürs nächste Mal!

Freitag, 14. Januar 2011

vrrrroum vrrrrroum

So, ich würde sagen, der Go-Button ist nun entrostet, poliert, geölt und geschmiert *freu*. War das eine tolle Einheit heute!
Nach kurzem Warmwerden war es glaub ich zum ersten Mal wirklich so, dass das Gaspedal mit reiner Denkkraft/Energie Hoch- und Runterfahren zu bedienen war. Ein tolles Gefühl! Ich brauchte echt keinen Schenkel mehr, das Billytier lief los wenn ich dachte "gehen wir" und er trabte wenn ich dachte "wir könnten traben" und er stand wenn ich dachte "halt". Wir haben auch innerhalb des Trabs verschiedene Tempi ausprobiert, von langsamem Schlurfen zu flottem Tempo und wieder zurück, einfach genial.
Das war endlich diese vrrrrrumm vrrrum das man gerne haben möchte (falls jemand die Parelli-DVD "Won't Go" kennt).

Und besonders stolz bin ich auch, dass ich wusste, dass ich - obwohl ich gern noch 2 Stunden so weitergeritten wäre - eigentlich gleich wieder aufhören sollte - und das auch getan hab.

Werde in Zukunft darauf achten, dass der Go-Button also regelmäßig gewartet wird und immer schön geschmiert bleibt! :-)

Mittwoch, 12. Januar 2011

Go-Button

Heute haben wir weiter den Go-Button poliert (letztes mal entrostet, heute poliert *g*).

Wieder schön langsam angefangen, Schritt-halt-Schritt-Übergänge, dazu viele Handwechsel und Bahnfiguren. Dann langsam Trab-Schritt-Trab dazu. Dann Trab-Halt-Trab, und von denen wirklich viele viele, bis das Antraben richtig schön war mit sofortiger Reaktion. Billy war sehr aufmerksam und brav.

Dazwischen haben wir ein paar Hopser über ein Doppelcavaletti gemacht - also eigentlich wollte ich Hopser machen, aber Herr Pferd kriegt die Beinchen höher als man meinen könnte und ist drübergetrabt *staun*. Auch gut. Muss wohl richtige Sprünge aufbauen, wenn ich hopsen will ;-).

Zum Schluss kam ein Kumpel von Billy in die Halle, und da wurde er leicht unrund, bzw. spätestens dann - kurz vorher hab ich schon gemerkt, dass ich wohl zu viel gemacht hab von dem halt-Trab *seufz*. Die Haltparaden wurden schlechter, er konnte/wollte nicht mehr so richtig stillstehen und war unkonzentriert. Also noch einmal ein gutes Antraben abgewartet und dann haben wir - nach einem Weilchen Stillstehen - aufgehört.

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Was ich außerdem berichten muss ist etwas, was mir in letzter Zeit auffällt: Billy giftelt nicth mehr oder kaum mehr beim Putzen. Früher war das ja schon sehr zermürbend, er schien es zu hassen, bestimmte Körperregionen (z.B. die Ellbogen, gnade mir Gott!) durfte/ sollte ich besser nicht anfassen. Ok, grobe Striegel mag er immer noch nicht, aber sonst steht er ruhig und freundlich da und manchmal hab ich sogar den Eindruck, dass es ihm zumindest kurzzeitig gefällt. Das Hufeheben ist auch - wieder mal so heimlich, still und leise, dass ich es kaum mitbekommen habe - super geworden - kein Ohrenanlegen mehr! Bei der Hufpflegerin hat er letztes Mal so manierlich die Füße der Reihe nach unaufgefordert gehoben, dass sie ihn selbst erstaunt als "zum Musterschüler geworden" bezeichnet hat. Sie kennt ihn noch aus Tagen, als wir ihn sedieren mussten, um die Hufe ausschneiden zu können ... Und noch im Sommer hab ich meine "Kreiselstrategie" (für jedes Ohrenanlegen musste Billy eine 360°-Hinterhandwendung machen, oder mehrere, bis die Ohren nicht mehr hinten waren) anwenden müssen.
Was immer es letztlich momentan so gut werden ließ - ich bin stolz. Und froh!

Dienstag, 11. Januar 2011

Heute haben wir wie geplant etwas FreeStyle gemacht.
Irgendwann bei den letzten Übungen ist mir aufgefallen, dass der Go-Button wieder einmal etwas rostig geworden ist, also möchte ich den wieder etwas "schmieren".
Wir haben also viele viele viele Übergänge gemacht. Zuerst Schritt-Halt-Schritt und dann viele viele Schritt-Trab-Schritt.
War wohl etwas langweilig, momentan bin ich etwas ideenlos, wie ich Übungen aufpeppen kann und bin auch zu direct line. Es hat trotzdem gut geklappt, und vielleicht müssen auch langweilige Dinge einfach hie und da sein. Zum Schluss bekam ich Trab auf Energie und Körperspannung, also Phase 1, und war natürlich zufrieden.

Dazwischen ließ ich ihn länger traben, er hat schön abgeschnaubt und trottete gleichmäßig dahin. Ich hab dann versucht, die Hinterbeine zu fühlen bzw. ihre Bewegung - pfff, ich bin ein gefühlloser Mensch, ich spür da einfach nix. Nicht mal wenn ich die Hände auf die Kruppe leg (was allerdings etwas schwierig war, weil Herr Billy das zwangläufige Zurückbeugen des Oberkörpers sensibel und brav als Schritt-Kommando interpretierte, was ihm nicht zu verübeln war) kann ich genau sagen, ob das Hinterbein nun im Vorschwingen ist oder grad auffußt oder so. Mit viiiiel Konzentration und Übung konnte ich zum Schluss ein paarmal richtig fühlen, welches Bein vorschwingt, aber ich finds echt schwierig. Momentan rede ich mich auf die ökonomischen Western-Pferd-Gänge des Herrn Billy aus *hüstel*.
Naja, ich werd weiter üben.

Sonntag, 9. Januar 2011

Bin wieder dahaaa!

Zurück aus den doch wieder mal etwas stressigen Weihnachts- und Silvesterfeiertagen.

Ich war nicht im Lande und Herr Billy hatte auch sowas wie Urlaub.

Davor haben wir noch ein paarmal die Galopp-Handwechsel geübt, einmal gab es da - kurz vor Weihnachten als Geschenk noch eine tolle Session, wo er nicht nur von rechts auf links wechselte (ok, zumindest halb bzw. hat er es versucht), also von der besseren auf die schlechtere Seite, nein, weil ich mich so im Seil verheddert habe, hab ichs einfach Liberty probiert und sooo einen schönen fliegenden Wechsel gekriegt *hach*.

Nach der Weihnachtspause wollte ich dann weiter üben, aber ich glaube einfach, das war - trotz Pause - dann einfach schon zu viel Circling Game und Wechsel hintereinander, jedenfalls zeigte mir Herr Billy wieder mal den Stinkefinger und wir waren am diskutieren, ob er überhaupt einen Zirkel im Trab gehen kann - von fliegendem Wechseln natürlich ganz zu schweigen.
Also hab ich einmal das Send und Allow wieder repariert und es dann dabei gelassen. Ich glaube wirklich es war einfach zu viel.
Ich stelle die Übung wieder zurück, um später dran zu arbeiten und nehm mir für die nächsten Einheiten wieder mal FreeStyle vor (ich versuche neuerdings, etwas konsistenter bei ein und derselben Übung zu bleiben, so 3-5x, und auch nicht mehr als eine Übung, inklusive Vorarbeiten, Nacharbeiten, Aufwärmen etc., in eine Einheit zu stopfen).

Sonntag, 19. Dezember 2010

Wir fliiiiegen !

Das Finesse-Yoyo ist vorerst abgeschlossen, ich habe zum Schluss schon sehr gute und schnelle Ergebnisse erzielt.
Als nächste intensive Übung hab ich mir wieder den Galopp On Line vorgenommen. In der Halle, auch wenn die klein ist, egal. Irgendwann muss es ja sein. Wobei der Galopp quasi die Vorübung ist für Galoppwechsel on line.

Hab mir heute also den Herrn Billy bei klirrender Kälte geschnappt, das Lasso dazu und ab in die Halle. Zuerst mal aufwärmen. Billy zog Schritt-Kreise, so langsam, das gibts gar nicht. Langsam taute er auf, ich habe ein paar ganz langsame Handwechsel im Schritt abgefragt, die er brav gemacht hat. Ich bemerke, dass er bei den Handwechseln zusehends aufwacht, daher wende ich das in letzter Zeit gern an - früher hat das nie funktioniert (ihr wisst schon, der Tip, bei LBI-Pferden einen Handwechsel zu machen, wenn sie die Gangart brechen - ich hab mir damit immer nur Diskussionen und den Ruin der Handwechsel eingebrockt). Nun gehts aber gut. Er wird munterer und trabt auch mal an beim Wechseln.
Dann ein bisschen Trab gefragt, dann Handwechsel im Trab, die er 1a hingelegt hat, richtig schön! Klappen in letzter Zeit sehr sehr gut. Dann hab ich das Send beim Handwechsel mal etwas energischer gemacht, so krieg ich dann meistens einen Galopp in der zweiten Hälfte des Wechsels - sehr brav! Dann ein paar Galopp-Trab-Übergänge auf dem Zirkel. Ich dachte dann, ich probier mal Galopp - Trab- Wechsel - wieder Galopp aus, holte ihn aus dem Galopp rein (natürlich von der unliebsamen linken auf die liebere rechte Hand - man muss sich's ja nicht extra schwer machen ;-) ).
Dann die erste Erkenntnis: ok, man muss wirklich SCHNELL laufen dabei, der Pocket Guide hat wieder mal recht ;-). Also rückwärts laufen geübt, zuerst ohne Billy, dann nochmal probiert. Galopp, gleich reingeholt, wieder rausgeschickt - und Herr Billy flog und machte einen fliegenden, womit ich nie gerechnet hatte, ich war völlig perplex, hab Stick und Lasso fallen lassen, Billy kam rein und wurde fest geknuddelt und wusste wahrscheinlich gar nicht wie ihm geschieht *lol*.
Ein bisschen unkoordiniert war es wohl noch, kurz dachte ich, es haut ihn hin, aber er hats dann eben ganz gut geschafft - hätte nie gedacht, dass wir das so "einfach" hinkriegen, ich dachte nun werke ich Wochen und Monate da dran. Man darf auch nicht vergessen, dass es sich aufgrund der kleinen Halle quasi um einen Wechsel in einer 12m-Volte handelt (unsere Halle ist nur 12m breit, auch wenn ich versucht hab, ihn in der Länge wechseln zu lassen und nicht in der Breite).

So ein braves Ferd!

Dann bin ich noch eine Schrittrunde ausreiten gegangen; unser Stallbesitzer hat uns wieder eine Schneeautobahn mit der Pistenraupe (bei uns kann man auch schifahren :-) ) planiert, den kleinen Hang bergauf. Hui, da rauf im Galopp (hat Billy auch gefallen), war auch wie fliegen; danach tiefschneestapfen einmal rund um die Weiden und ein bisschen durch den Wald. Dann noch ein rosaroter Sonnenunter- und Mondaufgang, haach... Schön war das :-)

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Finesse-Yoyo

Es ist eisig kalt bei uns und wir ersticken in Schnee. Deshalb mach ich momentan nicht so viel mit dem Herrn Billy.

Woran wir momentan arbeiten - die letzten 3 Male - ist das Finesse-Yoyo. Damit soll v.a. die Gewöhnung an abwechselnd einen losen und angenommen Zügel geübt werden. Funktioniert so, dass man Schritt, später Trab geht, anhalten und in ein 9-Step-Backup übergehen, einige Schritte retour, dann wieder Schritt anreiten. Das ganze mache ich noch mit Knotenhalfter, nicht mit dem Gebiss.

Rückwärts und Herr Billy sind immer noch zwei Dinge, die sich schwer vertragen. Mittlerweile gibt es aber Fortschritte. Wir habens jetzt 3x gemacht. Anfangs sträubt er sich immens gegen das Rückwärts, hat viel Opposition Reflex. Dadurch, dass hier der Focus aber auf dem Vorwärts-Rückwärts-Vorwärts ist, also auf den Übergängen, statt bloß auf dem Rückwärts, fällt es mir leichter, mich nicht so zu ärgern und geduldiger zu werden, aus irgendeinem Grund. Nachdem ich also meistens die ersten 5 oder so Versuche groß mit Herrn Billy diskutiere, wird es danach leicht und fein, und wir konnten bisher immer aufhören, dass er bereits aufs Zügelanheben (Also Schritt 1 des 9-Step-Backup) rückwärts tritt. Auch aus dem und wieder in den Trab, auch wenn er da etwas Schwung holen darf mit ein paar Schritt-Zwischentritten.
Wenn er früh reagiert mit rückwärts, muss er nur 1-2 Schritte rückwärts gehen momentan. Fängt er an zu diskutieren, muss er dann im Endeffekt weiter gehen (bis es flüssiger wird). Keine Ahnung, ob er das versteht und es je was bringt.
Werde weiter berichten.

Montag, 13. Dezember 2010

Rezension: Kerstin Diacont, Erfolgreich arbeiten mit Pferden

Kerstin Diacont, Erfolgreich arbeiten mit Pferden. Cham: Müller-Rischlikon, 2004. 159pp.

Der Titel dieses Buches von Kerstin Diacont ist etwas schwammig, und teilweise trifft das auch auf den Inhalt zu. Zwar wie man es von Diacont gewohnt ist, fundiert, gut erklärt und motivierend, doch die Aneinanderreihung der Inhalte vor allem im hinteren Teil des Buches lässt einen gewissen roten Faden vermissen; es ist nicht unbedingt ein Nachschlagewerk, in dem man schnell etwas findet, wenn man etwas bestimmtes sucht.

Der erste Teil ist noch sehr gut gegliedert und übersichtlich.

Diacont beginnt im 1. Kapitel mit der Erklärung anatomischer Grundlagen und den Grundlagen der klassischen Reiterei.

Im 2. Kapitel widmet sie sich sehr genau und interessant dem „Funktionskreis Reiter“. Sie beschreibt, was im Reiterkörper passiert, wenn er diesen oder jenen Muskel verspannt, wenn er schief sitzt, die Knie nach außen oder innen dreht, oder wie Muskelketten zusammenhängen; sie motiviert dabei, auch einmal vom Lesesessel aufzustehen und den einen oder anderen Effekt auszuprobieren, den eine kleine Veränderung in Haltung und Positur bewirken kann.

Das 3. Kapitel widmet sich dann dem „Funktionskreis Pferd“. Genau wie beim Reiter zuvor werden Zusammenhänge von Muskelgruppen und -ketten sowie Auswirkungen bestimmter Körperhaltungen erklärt und an Zeichnungen und Bildern gut veranschaulicht.

Im 4. Kapitel schließlich wird es etwas unüberschaubar. Hier beschreibt Diacont die Zusammenwirkung von beiden Funktionskreisen – denen des Reiters plus denen des Pferdes. Teil für Teil geht sie den Funktionskreis Pferd-Mensch durch, von der Hals- und Kopfhaltung des Pferdes, über Zügellänge, Rückentätigkeit bis zur Hinterhandaktivität. Es ist klar, dass derart große Themenkreise zum Teil nur angekratzt werden können. Alles erscheint logisch und ist gut erklärt, und wie gewohnt weiterhin gut bebildert und mit Skizzen und Zeichnungen untermauert.

Durch das Fehlen eines klaren roten Fadens (die Unterkapitel im letzten Teil wirken teilweise recht unmotiviert aneinandergereiht) nimmt man vielleicht aus dem Buch weniger mit, als man wahrscheinlich könnte. Deshalb keineswegs schlecht! Sondern einfach ein Buch zum Mehrmals-Lesen.

Dienstag, 30. November 2010

Zum Aufwärmen hab ich heute wieder "Vorhand zu mir" On Line gemacht. Ging wieder nur mit (sanften) Phasen 4. Ich muss halt touchieren, sonst tut er nix. Nach etlichen Versuchen wurde es mir etwas zu bunt und ich fühlte mich wenig ernst genommen, dann hat der String mal an die Schulter außen geklatscht, und danach ging es - voilà - auf Phase 1. Tsssss ;-).

Dann Liberty: Zuerst Draw versuchen zu verbessern, wieder mit der Übung "Come to me". Billy braucht etwas, um aufzuwachen, aber dann trabte er fleißig auf mich zu.

Danach hab ich wieder einmal Circling Game mit Übergängen und Galopp geübt. Das CG war sehr gut, ich vernachlässige allerdings das Send. Mir ist momentan relativ egal, wie er rausgeht auf den Zirkel, Hauptsache er geht, wenn ich es sage. Also ich bestehe nicht akribisch auf zuerst rückwärts, dann auf den Zirkel. Das hat eine Zeitlang nur bewirkt, dass Yoyo überhaupt nicht möglich war, weil er bei der kleinsten Frage nach rückwärts dachte, es kommt ein circling game, und ist abgehaut.
Die Übergänge waren von Anfang an sehr schön. Schönes Antraben, auch gutes Angaloppieren. Auf dem Zirkel blieb er auch sehr brav, nützte aber auch manchmal die Halle aus.
Nur das Galoppieren wil nicht so recht werden. 2 Galoppsprünge, wieder Trab, und so geht das auch 10x hintereinander. Wenn ich mich mitdrehe und im rechten Moment anfeuere, kann er auch eine Runde durchgaloppieren. Ich bin nciht sicher, ob es hier nur ein reines "willnicht" ist (sicher auch dabei), oder ob es nicht einfach wirklich noch sehr schwierig ist in der kleinen Halle. V.a. linksrum. Bring back aus dem Galopp ist dafür immer sehr gut ;-).

ich bin nicht ganz sicher, wie ich da weitermachen soll. Wenn ich versuche neutral zu bleiben, scheint es nicht und nicht und nicht zu klappen. Es ist wirklich sehr zermürbend. Ein stärkeres Send für quasi mehr Schwung hilft auch nix, eher im Gegenteil (zu schneller Galopp in der kleinen Halle ist ja noch schwieriger). Gehe ich mit, habe ich schon das Gefühl, dass er mich dazu kriegt, immer mehr zu tun und er immer weniger.

hm *kauschleck*

Sonntag, 28. November 2010

Den 1. Adventsonntag hab ich auf Herrn Billys Rücken im Wald durch den Schnee stapfend verbracht.
Ja, es hat geschneit! Ganz ordentlich sogar. Im Wald gingen die Wege, und ich war ganz glücklich, das Glatteis auf den Straßen als Ausrede zu haben, meine Comfort-Zone nicht verlassen zu müssen ;-).
Ansonsten war es herrlich, wieder einmal etwas frische Luft und vor allem Tageslicht zu haben. Hab mein Pferdchen seit 2 Wochen glaub ich nur im Schein der Neonröhren gesehen!

Billy war sehr brav und vollständig entspannt, gemeinsam betrachteten wir die Rehe durch den Wald hüpfen; wir sind ein Stückchen des Weges mit Stallgefährten gegangen, die waren früher weggegangen, wir haben sie überholt und gingen ganz zufrieden und ohne irgendwie einen GEdanken daran zu verschwenden, allein weiter.

Schööön :-).

Donnerstag, 25. November 2010

Heute haben wir On Line gemacht.

Zum Aufwärmen etwas Circling Game, das ich schon lange "liegen" lassen habe. Was eigentlich gut ist, weil ich eher dazu tendiere, es zu viel zu machen. Naja, aber Billy war sehr sehr zäh. Rechts total blockiert, wie zu früheren Zeiten. D.h. wenn ich antraben möchte, dreht er den Hintern raus, giftelt mich frontal an und ist nicht vorwärts zu bekommen. Ich kann das lösen, indem ich das Seil immer kürzer nehme (er weiß genau, dass ich ihn draußen nicht erreichen kann mit dem String) - sobald das Seil ganz kurz ist, trabt er dann ohne weiteren Druck an (ich brauche also keienn Stick + String). Ich finde das seltsam, hm.
Als er dann mal getrabt ist, haben wir schöne Zirkel hinbekommen, travelling Circles ohne den Trab zu verlieren, auch schöne Übergänge Trab-Schritt und wieder Schritt-Trab, aber sobald ich eine Pause mache und danach wieder Trab möchte, klemmt es wieder total. Früher war das eher auf der linken Hand, heute auf der rechten.
Handwechsel haben wir dann auch gemacht, und 2 schöne in jede Richtung hingekriegt :-).
Und stolz bin ich, dass ich das 14m Seil die ganze Zeit halbwegs unter Kontrolle hatte. Früher hab ich es immer von mir geschmissen, weil ich mit den Schlaufen in der Hand nicht zurecht kam, aber heute hat das ganz gut geklappt, inklusive schnelles Schlaufen-Legen zum Verkürzen und Loslassen zum Verlängern. Und sogar bei den Handwechseln hab ich mich nur ein einziges Mal verheddert ;-)

Squeeze Game kam danach, ich hab wieder Tonnen und Cavalettis aufgebaut, die Tonne diesmal liegend, damit das Seil da nicht immer so hängen bleibt und ihn bremst. Er war trotzdem blockiert und stand am Anfang bei der Tonne minutenlang still und konnte/wollte (?) nicht weiter. Das wundert mich und ist untypisch. Ich hab ihm Zeit gelassen und es ging dann. Noch mehr Zeit, bis es im Trab in beide Richtungen klappte. Aber das stehenbleiben, umdrehen, warten am Ende hat er nun verinnerlicht, wie es scheint, macht er hübsch selbständig. :-)

Dienstag, 23. November 2010

Heute war die emotionale Fitness wieder besser *uff*.

Ich hab zuerst Liberty gemacht, wieder mal etwas mehr Gas geben. Da ich jetzt leider wegen Mangel an Tageslicht nur die Halle (nur 12x25) zur Verfügung habe, bewegt sich das Tier viel zu wenig - sieht aus wie trächtig, der Herr ;-).
Ich hab 2 Stangen platziert, bei 3 und 9 h sozusagen des Zirkels, und dann ein lustiges Spiel gespielt - trabst du über die Stangen (er kann nach außen und innen ausweichen), gibts ein Bring Back, vielleicht sogar ein Kekserl. Trabst du nicht über die Stangen sondern weichst aus, musst du galoppieren (wobei mir dann egal ist wie lange, einfach nur mal angaloppieren, auch gut für die Kondi ;-) ).
Ich hab das schon einmal gemacht und bin erstaunt, wie schnell er das kapiert, mein kleiner Blitzkneißer. Ruckizucki wird über die Stangen getrabt und danach gefragt - sogar höflich - ob es jetzt ein Bring Back gibt. Hat toll geklappt und war endlich mal wieder etwas Bewegung.

Danach bin ich geritten und hab für das Rückwärts ohne Zügel auch meine Strategie etwas geändert. Wir sind getrabt, dann anhalten und gleich ins rückwärts fragen. Geht er auf Phase 1, 2 oder 3, gibts Pause, für niedrige Phasen Leckerli. Und statt einer Phase 4, bei der ich mich nur wieder ärgere und alles kaputt mach, wird halt wieder getrabt, wenn er das lieber möchte, schön flott und viele Runden. Danach wieder anbieten: Halt-Rückwärts. Rückwärts heißt Pause, nicht rückwärts heißt traben. Ich weiß zwar nicht, ob er das so kapieren kann oder ob diese Konsequenzen-Folge für ein Pferdehirn doch zu komplex ist, aber mir hilft das sehr, es so ein bisschen als Spiel zu sehen und mich daher nicht zu ärgern.
Schließlich hab ich dann auch keien Phase 4 mehr gebraucht und habe mit wirklich langen Pausen aufgebaut auf eine etwas längere Distanz rückwärts: 1 Schritt-Pause. 2 Schritte - pause. 3 Schritte - Pause. 4 Schritte.... bis zu 6 Schritten, denn 3 oder 5 scheint so eine magische Grenze zu sein - mehr rückwärts will Herr Billy normalerweise nicht. Es hat ihn gestresst, er begann wieder, mit der Lippe auf und zu zu klappen, und nach den 6 Schritten hat er 10x gegähnt, aber dann konnte ich ja eh schon aufhören mit einem schönen Abschluss.

Montag, 22. November 2010

Die emotionale Fitness *seufz*

Heut war ich emotional ganz und gar nicht fit und ärger mich über mich selbst.

Was ist passiert? Wieder einmal steck ich fest mit dem Rückwärts, weiß nicht warum, und wenn ich bei einer Sache durch Nachdenken nicht mehr weiterkomme und mir keine Lösungsmöglichkeiten mehr einfallen, dann werd ich grantig. Wenn ich grantig werde, wird auch der Billy grantig (zu Recht), und dann geht gar nix mehr.

Also wie erwähnt steckt das Rückwärts einfach auf einem bestimmten Niveau, und es wird und wird nicht besser. Ja wir können jetzt auf Phase 1-2 ganz ohne Zügel rückwärts gehen, aber erstens erst nach 30 Sekunden nachdenken (laaaange Phase 1, aber wie viele Jahre kann/darf/soll die so lang bleiben?) und zweitens ist nach spätestens 1,5 Schritten Schluss. Will ich mehr als eineinhalb Rückwärts-Tritte, muss ich bis mindestens Phase 3 gehen. Möchte ich eine schnellere Reaktion, brauchts Phase 4, dann werd ich (zumindest heut) schon emotional und dann geht gar nix mehr. Kein Millimeter geht dann mehr, nichtmal mit Phase 10 (eine Vermutung, das hab ich nicht ausprobiert).

Ich bin mal abgesessen, um mich wieder in den Griff zu kriegen (worauf ich ja schon stolz bin), und hab das Rückwärts vom Boden abgefragt. Da war ich dann sehr streng, aber kaum mehr emotional, immerhin. Der Bernie-Kurs vom Sommer kam mir wieder in Erinnerung: "Rückwärts ist auch nichts anderes als eine weitere Gangart." Ok, also hab ich versucht mir vorzustellen, was ich tun würde wenn Billy so wie er rückwärts geht, vorwärts geht. Er musste dann ziemlich viel rückwärts - ja, mehrere Runden. Wenn es flüssig wurde und flott, gabs Pause, und zwischendurch hab ich auch das Friendly Game kontrolliert und ob es für ihn noch ok ist, herzukommen. War beides in Ordnung, also war es wohl ok, obwohl Billy zwischendurch durchaus besorgt war ("was'n nu los??"). Ich musste auch da wieder an Bernie denken, der bei unserem Kurs Herrn Billy dahingehend analysierte, dass bei ihm Respektlosigkeit und Angst nah beieinander liegen - was bedeutet, dass man bei ihm bis an die Schwelle der Angst gehen muss, um Respekt zu erlangen. Eine Gratwanderung - dachte ich schon damals.

Ich weiß nicht ob ichs hingekriegt habe - jedenfalls war das Friendly Game und Draw weiter ok, und das Rückwärts am Boden besser. Im Sattel fehlt mir allerdings eine Strategie. Fordere ich wenig, belohne früh, bekomm ich immer weniger und weniger. Forder ich mehr und setze es härter durch, bekomm ich irgendwann gar nichts mehr...
Ideen willkommen...

Donnerstag, 18. November 2010

Heute zum Aufwärmen wieder On Line: Vorhand zu mir. Da herrscht jetzt einmal vorerst STillstand und es gab keine weitere Verbesserung. Ich werd's vielleicht ein bisschen ruhen lassen, was anderes tun und dann in ein paar Wochen wieder konzentriert öfter üben.

Dann bin ich etwas Freestyle geritten und hab weiterhin versucht, das rückwärts ohne zügel zu verbessern. Es musste leider - wie bei jeder Einheit 1x - mit einer deutlichen Phase 4 einmal knallen, und danach gings auf Phase 1 (Gewicht nach hinten) oder 2 (Beine leicht nach vorn und Fußspitzen anheben - als nächstes würde Füße wackeln folgen). Weil es dann wirklich gut war, bin ich gleich wieder abgesessen und hab Schluss gemacht.
Ich möcht nur einmal, dass es beim ersten Mal einer Einheit ohne Phase 4 geht - dann lass ich auch diese Übung wieder ein Weilchen ruhen. Eigentlich wollte ich das ganze längst aus dem Schritt und dann direkt aus dem Trab, aber es ist aus dem Halten dazu noch viel zu zäh... außerdem gefällt mir noch nicht ganz, dass Herr Billy nach maximal 5 Schritten die Übung als jedenfalls beendet ansieht. - Noch viel Arbeit! ;-)

Dienstag, 16. November 2010

Wir haben heute weiter On Line Dinge geübt. Zum einen zum zweiten Mal das Squeeze Game am 14m Seil und zum anderen das Vorhand-zu-mir weiter ausgebaut.

Vorhand-zu-mir geht nun auch in der Mitte der Bahn, ohne Hilfe einer Bande :-). Ich hab heute - Schrittchen für Schrittchen, nicht alles auf einmal - eine 360°-Drehung in jede Richtung verlangt. Es geht schon sehr gut, ich muss aber doch meistens mal antippen mit dem Stick am Widerrist auf der gegenüberliegenden Seite - also eine Phase 4.1. Danach geht es tw. auch auf Phase 2-3. Die Hinterhand geht auf Phase 1-2.
Schön ist, dass er wirklich eine hübsche Hinterhandwendung macht, die Hinterbeine bleiben brav stehen. Wenn ich zu schnell werde, weicht die Hinterhand nach außen aus. Und am Anfang gibts ein bisschen Missverständnisse, da denkt er ich möchte die Hinterhand zu mir haben. Zugegeben sind die Kommandos dafür aber auch sehr ähnlich.

Danach habe ich wieder die anspruchsvolle Hinderniskombi (2 Cavalettis parallel zur Bande + die hohe Tonne in der Mitte in 1m Abstand von der Bande) für das Squeeze Game aufgebaut. Ging besser als zuletzt, v.a. das Rope Handling - Billy hat sich heut nur ein einziges Mal im Rope verheddert. Der Trab kam etwas früher und schneller als beim letzten Mal, und er geht nun von sich aus bis zum Ende der Halle, wenn ich nicht vorher disengage. Disengagement auf Entfernung klappt toll.

Seil-Aufwickeln kann ich auch schon besser. Ich brauch jetzt nicht mehr 30, sondern nur noch 7 Minuten für das ganze Seil mit exakten, gleichmäßigen, kleinen Schlingen. ;-)

Mittwoch, 10. November 2010

Zitat

Außderdem seh ich mir im Moment viele DVDs ein weiteres Mal an, die laufen so im Hintergrund während ich versuche meine Wohnung wieder in etwas vorzeigbareren Zustand zu bringen (dass mich am Sonntag abend meine pingelige Nachbarin überfallen hat und ich ihr meine Wohnung im Dreckszustand zeigen musste, hat mich peinlich berührt).
Unter anderem hat sich mir da der folgende Satz grad so eingeprägt, weil er so schön ist:
"In muscle, there is strenght. In softness, there is power."
Mark Rashid, aus der DVD "Developing Softness"

Dienstag, 9. November 2010

Squeeze am 14m Seil

Ich bin nun alle Spiele am 14m Seil durchgegangen. Squeeze nun zuletzt.
Ich hasse dieses Ding, dauernd verheddere ich mich, v.a. wenn Hindernisse mit im Spiel sind.

Heute hab ich einen richtig laaangen und eeengen Squeeze-Gang gebaut. In der Mitte unsere riesige schwarze Tonne (fast schulterhoch, und in Folge forderte sie gemeinsam mit dem 14m Seil jede Menge Emotional Fitness von mir *grrr*) aufgestellt, etwas 1 m von der Wand. Billys Bauch passt so gerade vorbei *g*. Dann, um diesen Engpass zu verlängern, links und rechts, parallel zu Wand und auch genauso weit davon entfernt, also 1m ca., 2 Cavalettis. Ich wollte damit üben und mir und Billy helfen, dass er nach dem Squeeze etwas länger geradeaus geht, bevor ich die Hinterhand wegtreibe und er mich ansieht und wartet. Denn oft geht er am Engpass grade so vorbei, dreht sich sofort um steht dann direkt vor mir.

Die Übungsanordnung hat auch wirklich geholfen. Ich konnte das gesamte Seil ausnutzen und Billy an der ganzen langen Seite entlangdirigieren. Er hat dann schon sehr brav drauf geachtet, wann es soweit ist, dass er umdrehen soll und warten.

Billy war sehr sehr zäh am Anfang. Schlurfschritt, und vor der Tonne sooo eng an der Wand hatte er tatsächlich Probleme (kenne ich ja normal eher nicht bei ihm), da blieb er mehrmals stehen und stockte. Ich hab alles sehr langsam angehen lassen, ließ ihn das wirklich wirklich oft im ganz langsamen Schritt gehen und übte inzwischen, das Lasso auch zwischendurch aufzuwickeln, wenn Pferd sich bewegt *verhedder*. Nach und nach wurde er munterer und dann konnte ich auch Trab fragen. Zuerst ging der Trab nur in einer Hälfte - entweder vor oder nach der Tonne. Und schließlich trabte er super durch, auf beiden Seiten, damit hab ich mich dann zufrieden gegeben.

Montag, 1. November 2010

Her mit der Hinterhand, her mit der Vorhand

Kurz vor dem Wochenende hat Herr Billy gemeint eine Phlegmone aufreißen zu müssen. Und ich dachte schon, die Anfälligkeit dafür wär vorbei (im 1. Jahr als ich ihn hatte, hatte er 4 Phlegmonen - ich dachte damals das hängt am Immunsystem und Stress, den er durch den Stall-, Besitzer- und Geschlechtswechsel *g* sicherlich hatte). Nun gut, er scheint weiter anfällig.
GsD haben wir ja unsere TÄ neuerdings im Haus, Billy bekam Verband und Antibiotika und nach 2 Tagen ist das Beinchen nun wieder so wie es sein soll. Ich hoffe es kommt kein Rückschlag mehr.

Bedingt dadurch hab ich nur versucht ihn in gleichmäßiger ruhiger Schrittbewegung zu halten mit etwas ruhigem Trab. Wir haben z.B. unser Stick-to-Me im Trab bei verschiedenen Geschwindigkeiten geübt und das klappt super. Gaaaanz langsamer Trab - schneller Trab (so schnell ich halt kann *g*) - wieder Zeitlupentrab. Pferdchen bemüht sich sehr, mein langsamstes Tempo noch zu halten, das war wirklich toll.

Weiters haben wir inzwischen sehr gut zusammengebracht, die Hinterhand zu mir herzuschwenken. Das geht jetzt auf Phase 2, und zwar sowohl an der Bande als Hilfe als auch im freien Raum. Ich hab dann eine Übung gemacht: Ein SChrittchen Hinterhand weg, ein Schrittchen Hinterhand her ;-). Denn Billy soll möglichst nicht vergessen, wie das Kommando ist, die Hinterhand wegzutun.
Dementsprechend habe ich zum ersten Mal probiert, die Vorhand in einer sauberen Hinterhandwendung zu mir zu holen. Und: Hat geklappt! An der Bande haben wir eine 1A-180°-Hinterhandwendung zusammengebracht, mit Phase 3 ca.

Beides (Hinterhand und Vorhand) soll nun noch etwas besser werden, bevor ich mit Seitwärts zu mir her beginne.
Ich dachte ich schreib auch noch einmal auf, warum die Hinterhand zu einem her zuerst sehr gut sein soll, bevor man mit der Vorhand beginnt. Das habe ich wieder auf dem Bernie-Kurs gelernt (und in Praxis, weil ich ja nicht hören kann, auch am eigenen Leib ausprobiert *g*):
Beginnt man damit, dem Pferd beizubringen, dass es die Vorhand herschwenkt, ist die Chance relativ groß, dass es eine Ausgleichsbewegung mit der Hinterhand macht - also die Vorhand herschwenkt, gleichzeitig die Hinterhand aber weg (was nicht erwünscht ist, wir wollen ja eine saubere Drehung UM die Hinterhand, diese soll am Platz bleiben). Wenn ich nun links stehe und die Hinterhand nach rechts ausweicht, muss das Herholen der Hinterhand gut sitzen, um dem Pferdchen zu erklären, dass dies ungewünscht ist. Hat man vorher nicth geübt, die Hinterhand zu sich herzuholen, hat man in diesem Moment keine Chance, dieses unerwünschte Wegbewegen zu verhindern. Im Gegenteil hat man durch das Seil am Kopf sehr wohl eine Möglichkeit, aufs Vorderende einzuwirken, wenn man beginnt, das Pferdchen zu lehren, dass es die Hinterhand herschwenken soll. Da kann ich mit Seil verhindern, dass es die Schulter/Vorhand dafür wegdreht und wieder eine "Flaschendrehung" lernt.