Und schon wieder bin ich soo stolz auf den Billy. Ich glaube heut hab ich beschlossen, dass er eine Zukunft als Trail-Pferdchen hat.
Zum ersten Mal seit Eeewigkeiten hab ich mich entschlossen, mich allein auf einen Ausritt zu wagen. Wir haben ja jede Menge Confidence gesammelt, aber immer nur in der Gruppe. Ein bisschen Bammel hatte ich, dass das womöglich alles nur noch schlimmer gemacht hat, sprich: Wir allein überhaupt nicht mehr weiterkommen und er sich weigert, mit mir allein weg zu gehen.
Der Bammel war aber unbegründet, das viele Ausreiten scheint eher tatsächlich geholfen zu haben - und sei es nur, dass ICH nun confidenter bin. Das ist ja ohnehin unser Haupt-Knackpunkt.
Ich hatte zuvor eine kleine Runde zu Fuß erkundet, durch einen Wald am Straßenrand, wo wir noch nie waren und wo man der STraße quasi auf Waldwegen ausweichen kann. Ein wunderschöner Wald, unser STallbesitzer und Anrainer nennen ihn "Märchenwald". Unter anderem deshalb, weil sich schon so gut wie jeder der Anrainer drin verritten hat. Aber äh, dachte ich, so groß ist das doch nicht, und solange es bergab geht, ist die Richtung ok *g*.
Billy und ich machten uns also bei langsam herannahendem Gewitter auf unsere kleine Runde. Er war richtig toll. Ließ sich brav vom Stall wegreiten, machte brav die "Nichtfressen-"Übungen mit (grooooße Fortschritte *freu*) und stapfte mit fleißigem Vorwärts die Wiese entlang und ließ sich von mir nur mit Schenkel auf der Linie halten, die ich wollte - mittlerweile gehen wir auch schon meistens durch Pfützen und sowas durch wenn Fraulis Schenkel es so wollen ;-).
Dann gings kurz durch den heimischen Wald, wo uns unten das von früher so gefürchtete Rinnsal erwartete. Das war heute wirklich nur 5cm breit, außerdem ist da ein Bagger gefahren und hat netterweise die großen Felsbrocken entfernt. Wir haben es in wunderschöner Manier hinter uns gebracht: Billy blieb stehen und beäugte das ganze. Ich ließ ihn. Billy fragte ob er umdrehen dürfte. Ich sagte nein. Billy durfte weiter den 5cm breiten, reißenden Fluß begutachten. Und beschloss dann seufzend, dass ers halt versucht, senkte den Kopf, wählte exakt wo er hintrat und überwand so die reißenden Fluten ;-). Bestes Pferd der Welt :-).
Danach gings ein Stückchen die Straße entlang. Aufgeregt nahm Billy zur Kenntnis, dass der Nachbarstall schon angeweidet hat. Frechheit! Mit großen Augen starrte er die fremden Pferde oben auf der Anhöhe an. Da war ich ein bisschen angespannt, ob er das wohl nervlich packt, aber er packte ;-).
Dann kam der große Moment, wir bogen von der Heimwärts-Straße ab und näherten uns selbigem Nachbarstall für ein paar Meter. Da sind wir noch nie gegangen, allein schon gar nicht. Aber auch hier gehorchte er superbrav nur Schenkel... ok, gemma halt hier, auch recht. Die fremden Pferde - nun näher und auf Augenhöhe, brachten ihn trotzdem etwas aus dem seelischen Gleichgewicht. Da bogen wir aber schon in den Wald ab, und dort wars einfach nur herrlich. Zuerst durfte er einmal ausgiebig grasen, weil da war so schönes büscheliges Gras. Durchsetzt mit ein paar "Nicht-Fressen-"Übungen.
Dann donnerte es in der Ferne, und Frauli befand, man sollte vielleicht besser weitergehen, um langsam heimzukommen. Wir gingen den Weg entlang, den ich vorher entdeckt hatte. Wir kamen zu der lichten Stelle, die ich vorher durchquert hatte, wo der eine Weg aufhört, nach ein paar Metern durch den Wald aber der andere anfängt und wieder retour auf die Straße führt.
Nur: Frauli fand den anderen Weg tatsächlich nicht mehr! Verwünschter Märchenwald, zefix!
Dafür entdeckte ich einen anderen Weg, wunderbar markiert, so richtig für Dummies aus der Stadt, alle paar Meter ein großer dunkelblauer Punkt auf Bäumen, links und rechts, und ein sehr ausgelatschter, aber sehr schmaler Pfad. Muss ja auch wohin führen, nicht wahr?? Billy und ich folgten dem blau markierten Pfad.
Und wieder bewies er die Trail-Pferde-Qualitäten, ich war ja so stolz! Da lag ein Baumstamm quer überm Weg. Egal, Billy stieg drüber (ohne Anzustoßen). Da lag ein ganzes Dickicht an Zweigen im Weg. Egal, Billy suchte sich seinen Weg. Da waren Stufen aus Wurzeln. Egal, Billy kletterte. Eine Böschung, bergauf und bergab. Billy klettert. Ein Reh kreuzt unsern Pfad. Billy schaut nur. Ein Matschloch. Billy schlappft durch.
Das war herrlich, ein richtiger Trailparcours!
Irgendwann endete der schmale blau markierte Pfad und mündete in einen Weg, der nur wenige Meter von der Straße entfernt parallel zu dieser verläuft. Den kenne ich, er führt auf die Straße und nach Hause. Doof nur: Die Kreuzung, gekennzeichnet auch noch von einem wirklich tiefen Graben, der nur an einer Stelle gut passierbar ist, war von einem gefallenen Baum derart blockiert, dass ich keien Möglichkeit sah, dorthin zu gelangen. Hm. Donner kam langsam näher.
Billy gewendet (und gefreut über die schön saubere Hinterhandwendung, da war nämlich nicht mehr Platz) und alles wieder zurück. Wurzelstufen bergab, Matschloch durch, Böschung rauf und runter, Zweigelabyrinth durchritten, Baumstamm drübergestapft. So, wieder auf der Lichtung. Wo war nur dieser blöde Weg, der unten am Bach entlang führte. Immer bergab, hatte ich gesagt, nicht wahr? Also los. Bergab.
Dickicht wurde leider immer Dickichtiger, Billy walzte sich seinen Weg da schon durch, aber es wurde doch langsam unangenehm, und der Förster freut sich auch... nö, hier gehts nicht weiter. Nochmal gewendet auf noch kleinerem Raum, dann einfach möglichst seitlich ans Pferd gehängt und Billy den Weg zurück auf die Lichtung suchen lassen.
Es donnerte nun schon ziemlich nahe und Wind kam auf. Ich konnte unten den Bach SEHEN aber kam nicht hin, und ich konnte die Straße auch SEHEN, aber kam nicht hin. Verflixter Märchenwald aber auch! Ich beschloss, alles wieder zurückzureiten, bis zu den Koppeln des Nachbarstalls. Nach kurzem Suchen diesen Weg sogar gefunden, dann gings alles zurück: Wieder über 2x trockene Bachbetten, bergauf, bergab, über Wurzeln, über Baumstämme und durch engstehende Bäume durchgefädelt. Ah, da ist er ja, der Weg. Dort gabs Matschlöcher zu Hauf, Billy trottete brav durch wenn ich wollte oder umrundete sie, wenn er durfte.
Dann kamen die Koppeln und die fremdnen Pferde in Sicht, uff, geschafft. Am Waldrand, als die andern Pferde in sein Sichtfeld kamen, erschrak Billy so sehr, dass es ihn mit allen Vieren ein paar Meter seitwärts versetzte (dank Zentrierung war das aber eigentlich nur lustig) und dann alle Viere von sich spreizte und starrte, bis er erkannte, dass das eben die gerade gesehenen Pferde waren ... dann ging er brav, wenn auch etwas aufgeregt, die Straße entlang, und dann waren wir ja auch schon fast zu Haus.
Im heimischen Wald mussten wir noch einen ganzen Baum mitsamt Ästen überklettern (da kommt dann der Bulldozer in Billy wieder zum Vorschein - einfach Augen zu und durch, was mir nur bis zur Brust geht, kann ich plattwalzen *g*) und das früher noch viel mehr angstbesetzte Gatschloch überwinden - siehe da, da kann man jetzt nicht nur drüber, sondern REIN steigen, nicht mehr in einem 5-M-Satz drüberhopsen! Bestes Pferd der Welt!
Noch eine Trail-Pferde-Prüfung hatten wir zu bestehen, auf dem heimischen Weg kamen uns ein paar Pferde uneres Stalls entgegen. Kurz angehalten, geplaudert, und dann wie selbstverständlich allein in unserer Richtung weitergeritten.
Hach, bestes Pferd der Welt.
Da beste aller Pferde durfte noch grasen, bis die ersten Regentropfen fielen, dann flüchteten wir uns in den Putzraum vor dem ausbrechenden Platzregen und Gewitter.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Sonntag, 6. Mai 2012
Samstag, 5. Mai 2012
Heute war wieder einmal Zeit für ein bisschen Finesse.
Zum Aufwärmen begannen wir mit großen Volten auf beiden Händen. Billy war gut drauf und sogar ein bisschen guckig; andererseits ist der eine Viereckrand stark magnetisch... dort, wo das grüne Zeug wächst ;-). Unsere Volten waren daher anfangs zumindest auf der linken Hand eher eiförmig, aber wir machten einfach so viele, bis sich das gelegt hat. Ich war wieder einmal fasziniert, dass ich auch ohne Zügel richtig runde Volten reiten kann und wie fein Billy mittlerweile auf Schenkelhauch reagiert. Richtig willig und prompt, dabei aber gelassen. Schön gebogen war er auch. Vielleicht mach ich doch das eine oder andere richtig ;-).
Dann gingen wir zu einer Übung über, die ich im Buch von Peter Kreinberg aufgeschnappt habe: Zirkel mit Innenstellung abwechselnd mit Zirkeln mit Außenstellung. Vor Eeeewigkeiten hab ich mal probiert, Billy in absichtlicher Außenstellung zu reiten. Keine Chance damals, er ging einfach der Nase nach.
Und heute: Zirkel mit Innenstellung (jetzt mit ganz feinem Kontakt am Knoti) kein Problem (hatten wir ja durch die Volten auch grad geübt). Dann in einer Achter-Form zum anderen Zirkel gewechselt, dabei aber Biegung beibehalten - kein Problem. Als hätten wir nie was anderes gemacht, stapft Billy auf dem Kreisbogen mit Außenbiegung. Die Kommunikation war vollkommen klar (im Gegensatz zu früher). Ein richtiges Wow!-Erlebnis. Das Pferd versteht mich! Und ist sogar gewillt auszuprobieren, was ich vorschlage, auch wenn es ihm anfangs seltsam vorgekommen sein mag!
So machten wir immer abwechselnd Innen- und Außenstellung auf beiden Händen. Dazwischen, wenns besonders gut und flüssig war, einen auflockernden Galopp zum grünen Viereckrand. Billy durfte seine Belohnung heut selbst pflücken, und ganz nebenbei machten wir da auch das "nicht-fressen"-Training. Klappt hervorragend mittlerweile, schon nach so kurzer Zeit!
Zum Abschluss probierte ich nochmal das Schulterherein, das wir in der Centered-Riding-Stunde ausprobiert hatten, und siehe da, die noch vor einer Woche recht stockende rechte Hand war diesmal schon viel flüssiger! Links floss es sowieso schon vorher. Ach ich war soo stolz!
Und außerdem hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass Billy dieses Beine-Sortieren in Seitengängen und so weiter recht interessant und spaßig findet (solange nur alles schön langsam bleibt! *g*). Scheint den unterforderten Intellekt mehr anzusprechen als stumpfes Gradauslaufen. ;-)
Zum Schluss parkten wir uns mit der Nase zu einem der beiden Pylone, dann fragte ich nach rückwärts und bekam es auch, ein ganz feines Rückwärts, in dem ich ihn superfein gerade einstellen konnte, ganz fein korrigieren: bitte bisschen weiter links, bitte jetzt doch wieder weiter rechts... und rückwärts auf den 2. Pylon zuritt, bis wir ihn mit den Hinterbeinen berührten. ... und fertisch!
Zum Aufwärmen begannen wir mit großen Volten auf beiden Händen. Billy war gut drauf und sogar ein bisschen guckig; andererseits ist der eine Viereckrand stark magnetisch... dort, wo das grüne Zeug wächst ;-). Unsere Volten waren daher anfangs zumindest auf der linken Hand eher eiförmig, aber wir machten einfach so viele, bis sich das gelegt hat. Ich war wieder einmal fasziniert, dass ich auch ohne Zügel richtig runde Volten reiten kann und wie fein Billy mittlerweile auf Schenkelhauch reagiert. Richtig willig und prompt, dabei aber gelassen. Schön gebogen war er auch. Vielleicht mach ich doch das eine oder andere richtig ;-).
Dann gingen wir zu einer Übung über, die ich im Buch von Peter Kreinberg aufgeschnappt habe: Zirkel mit Innenstellung abwechselnd mit Zirkeln mit Außenstellung. Vor Eeeewigkeiten hab ich mal probiert, Billy in absichtlicher Außenstellung zu reiten. Keine Chance damals, er ging einfach der Nase nach.
Und heute: Zirkel mit Innenstellung (jetzt mit ganz feinem Kontakt am Knoti) kein Problem (hatten wir ja durch die Volten auch grad geübt). Dann in einer Achter-Form zum anderen Zirkel gewechselt, dabei aber Biegung beibehalten - kein Problem. Als hätten wir nie was anderes gemacht, stapft Billy auf dem Kreisbogen mit Außenbiegung. Die Kommunikation war vollkommen klar (im Gegensatz zu früher). Ein richtiges Wow!-Erlebnis. Das Pferd versteht mich! Und ist sogar gewillt auszuprobieren, was ich vorschlage, auch wenn es ihm anfangs seltsam vorgekommen sein mag!
So machten wir immer abwechselnd Innen- und Außenstellung auf beiden Händen. Dazwischen, wenns besonders gut und flüssig war, einen auflockernden Galopp zum grünen Viereckrand. Billy durfte seine Belohnung heut selbst pflücken, und ganz nebenbei machten wir da auch das "nicht-fressen"-Training. Klappt hervorragend mittlerweile, schon nach so kurzer Zeit!
Zum Abschluss probierte ich nochmal das Schulterherein, das wir in der Centered-Riding-Stunde ausprobiert hatten, und siehe da, die noch vor einer Woche recht stockende rechte Hand war diesmal schon viel flüssiger! Links floss es sowieso schon vorher. Ach ich war soo stolz!
Und außerdem hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass Billy dieses Beine-Sortieren in Seitengängen und so weiter recht interessant und spaßig findet (solange nur alles schön langsam bleibt! *g*). Scheint den unterforderten Intellekt mehr anzusprechen als stumpfes Gradauslaufen. ;-)
Zum Schluss parkten wir uns mit der Nase zu einem der beiden Pylone, dann fragte ich nach rückwärts und bekam es auch, ein ganz feines Rückwärts, in dem ich ihn superfein gerade einstellen konnte, ganz fein korrigieren: bitte bisschen weiter links, bitte jetzt doch wieder weiter rechts... und rückwärts auf den 2. Pylon zuritt, bis wir ihn mit den Hinterbeinen berührten. ... und fertisch!
Donnerstag, 3. Mai 2012
Billy hat den 3-stündigen Ausritt gut weggesteckt, alles gut und gesund.
Heut hab ich wieder mal Bodenarbeit gemacht zur Abwechslung:
1) Driving Game aus Zone 5. Weiterhin bemühe ich mich um sauberes und promptes Anhalten. Es willl aber einfach nicht so recht. Ich werke da jetzt schon viel zu lange dran, komme nicht so recht drauf, was ich falsch mache. Heut hab ich in Zone 4 begonnen. Da geht noch alles super! Billy hält an, wenn ich anhalte und geht los, wenn ich losgehe. Wenn ich mich dann in Zone 5 zurückfallen lasse (egal ob etwas seitlich versetzt oder genau hinter ihm - ich dachte, genau dahinter sieht er mich vielleicht nicht gut genug), stapft Billy weiter, wenn ich stehenbleibe, obwohl ich so klar wie möglich alle Energie runterfahre und auch per Stimme mein Anhalt-Kommando gebe. Ich bin - letztes Mal bin ich ja draufgekommen, dass ich das machen könnte - heute zum Corner's Game bzw. Point to Point übergegangen. In jeder 2. Ecke der Halle hielten wir an. Ich lenkte Billy einfach gegen die Wand und ließ diese ihn bremsen, gemeinsam mit meinen Kommandos. Es hat das ganze ein wenig verbessert, aber immer noch orientiert sich Billy nicht daran, ob ich stehen bleibe oder nicht. Umgekehrt klappt es super, wenn ich losgehe, geht er auch los, und wenn ich lostrabe, trabt er auch los. Wir konnten trotzdem gut aufhören.
Ich habe diesmal übrigens die Leinen durch die Steigbügel laufen lassen - klappt super! Keine Gefahr mehr, dass er dauernd rein- oder drauftritt.
2) Grasen auf Kommando. Wie angekündigt, das muss jetzt konsequent durchgezogen werden. ich hab mich nach der Bodenarbeit also noch in den Sattel geschwungen und wir ritten zur Wiese. Dort lernte Billy, dass man in selbiger ruhig stehen kann, ohne die Nase im Gras zu versenken. Es klappt ganz gut, er hats begriffen. Ein lautes Nein hält ihn nun ab, den Kopf zu senken. Druck auf den Hals kombiniert mit dem Kommando "Iss" erlaubt dann das ersehnte Grasen.
Wir übten dann noch: Irgendwo auf der Wiese hinreiten, anhalten und NICHT gleich den Kopf im Gras verschwinden lassen. Sondern schön brav warten, fragen darf pferd schon, aber nicht einfach tun. Und je braver das Warten, umso früher kommt das "iss"-Kommando!
Ich find es ja immer faszinierend, wenn man am Gesichtsausdruck den Lernprozess und das Einsickern der Information beobachten kann.
Wenn es mir gelingt, das in allen Situationen konsequent durchzuziehen, wird es sich bald erledigt haben (Betonung auf WENN).
Heut hab ich wieder mal Bodenarbeit gemacht zur Abwechslung:
1) Driving Game aus Zone 5. Weiterhin bemühe ich mich um sauberes und promptes Anhalten. Es willl aber einfach nicht so recht. Ich werke da jetzt schon viel zu lange dran, komme nicht so recht drauf, was ich falsch mache. Heut hab ich in Zone 4 begonnen. Da geht noch alles super! Billy hält an, wenn ich anhalte und geht los, wenn ich losgehe. Wenn ich mich dann in Zone 5 zurückfallen lasse (egal ob etwas seitlich versetzt oder genau hinter ihm - ich dachte, genau dahinter sieht er mich vielleicht nicht gut genug), stapft Billy weiter, wenn ich stehenbleibe, obwohl ich so klar wie möglich alle Energie runterfahre und auch per Stimme mein Anhalt-Kommando gebe. Ich bin - letztes Mal bin ich ja draufgekommen, dass ich das machen könnte - heute zum Corner's Game bzw. Point to Point übergegangen. In jeder 2. Ecke der Halle hielten wir an. Ich lenkte Billy einfach gegen die Wand und ließ diese ihn bremsen, gemeinsam mit meinen Kommandos. Es hat das ganze ein wenig verbessert, aber immer noch orientiert sich Billy nicht daran, ob ich stehen bleibe oder nicht. Umgekehrt klappt es super, wenn ich losgehe, geht er auch los, und wenn ich lostrabe, trabt er auch los. Wir konnten trotzdem gut aufhören.
Ich habe diesmal übrigens die Leinen durch die Steigbügel laufen lassen - klappt super! Keine Gefahr mehr, dass er dauernd rein- oder drauftritt.
2) Grasen auf Kommando. Wie angekündigt, das muss jetzt konsequent durchgezogen werden. ich hab mich nach der Bodenarbeit also noch in den Sattel geschwungen und wir ritten zur Wiese. Dort lernte Billy, dass man in selbiger ruhig stehen kann, ohne die Nase im Gras zu versenken. Es klappt ganz gut, er hats begriffen. Ein lautes Nein hält ihn nun ab, den Kopf zu senken. Druck auf den Hals kombiniert mit dem Kommando "Iss" erlaubt dann das ersehnte Grasen.
Wir übten dann noch: Irgendwo auf der Wiese hinreiten, anhalten und NICHT gleich den Kopf im Gras verschwinden lassen. Sondern schön brav warten, fragen darf pferd schon, aber nicht einfach tun. Und je braver das Warten, umso früher kommt das "iss"-Kommando!
Ich find es ja immer faszinierend, wenn man am Gesichtsausdruck den Lernprozess und das Einsickern der Information beobachten kann.
Wenn es mir gelingt, das in allen Situationen konsequent durchzuziehen, wird es sich bald erledigt haben (Betonung auf WENN).
Dienstag, 1. Mai 2012
Sommer, Sonne, Ausreiten :-)
... äh, eigentlich ist ja erst grad mal Frühling, aber trotzdem hatte es heute am 1. Mai schon wieder 30°. Zeit für kurze Ärmel und einen tollen Ausritt!
Das war heute der längste Ausritt, den Billy und ich bisher gemeinsam bestritten haben. Das war schon fast ein Tagesritt. Über 18 Kilometer legten wir in insgesamt 3 Stunden zurück, und nochmal so 400 Höhenmeter, behauptete das smarte Telefon einer Mitreiterin.
8 Leute unseres Stalls hatten sich zusammengefunden, wir waren wirklich eine tolle tolle Truppe, und unsere Pferdchen allesamt ohnehin die besten. Wir ritten auf geplanter Route zu einem Pferdehof in der Nähe, insgesamt etwa 1,5 Stunden. Unsere Pferde blieben immer cool, sei es beim Gruppengalopp ein ganzes Stückchen bergauf oder einen Wiesenweg entlang, bei der Begegnung mit Traktoren auf fremden Höfen, oder beim Überqueren mehrere (stillgelegter) Bahnübergänge, oder beim Überqueren der Straße oder beim Überqueren einer Holzbrücke (ohne Geländer, sehr gruselig, aber mehr für die Reiter). Kühen und Ziegen begegneten wir auch, sowie einem Gartenfest mit Kindern. Sogar an einer Koppel mit Miniaturpferdchens ritten wir vorbei. Die waren für Billy definitiv das Aufregendste am ganzen Ausritt, wenn nicht überhaupt das Seltsamste, was er je sah *lol*. Während er noch überlegte, ob das Ding da Hund oder Pferd war, begann eines zu glaoppieren, zu buckeln und zu wiehern, das gab ihm völlig den Rest, sodass er, den Hals um 180° gebogen, um sie nur ja nicht aus den Augen zu verlieren, als wir eigentlich schon vorbei waren, fast über die eigenen Füße stolperte *g*. Aber mehr fasziniert als ängstlich. Die Ziegen dagegen bekamen von ihm nicht einmal ein Ohrzucken. Die Kühe waren etwas unheimlich, aber wir fühlten uns im Pulk sicher genug.
2x galoppiertn wir in der Gruppe, einmal ein ganz schön langes Stück bergauf im Wald mit vielen Kurven. Billy ließ sich dabei super zurücknehmen und galoppierte die Kurve fast versammelt durch; die meisten fielen hier in Trab. Da hatten wir eine schöne Kommunikation, er fragte mich nämlich, ob er auch traben sollte quasi, ich bat aber drum ob er bitte versuchen könnte, den Galopp nur ein bisschen zu verkürzen, während die anderen langsamer wurden, und ja, er konnte :-)
Im nahen Pferdehof angekommen, hatten Pferde und Reiter wahrlich eine Pause verdient. Der Herdenboß, der nicht ganz verkraftete, dass er heute hintennach marschieren musste, montierte gleich die Anbindevorrichtung des Stalles ab und kam dann in eine freie Box. Billy hatte Glück und ergatterte eine große Doppel-Box daneben im schattigen Stall, manche wollten lieber draußen bleiben. In der Box gabs sogar Heu, also Billy in seinem Element, der fraß die ganze Zeit. Für die Reiter gabs zu trinken (für die Pferde auch, aber die wollten allesamt nicht wirklich).
Nach der Pause sattelten wir neu. Wir hatten jetzt noch 5 weitere Reiter vom anderen Stall eingesammelt. In einer riesigen Gruppe von jetzt dann insgesamt 13 Reitern ritten wir auf anderer Route als dem Hinweg wieder zurück. Die Pferde vertrugen sich gut; die neuen Pferdchens wollten allerdings die Holzbrücke nicht überqueren, die sich nur 100m vom eigenen Stall befand, während unsere da alle ohne Zögern drübermarschierten. Da waren wir alle noch ein bisschen stolzer ;-).
Geschafft, aber zufrieden kamen wir wieder im heimischen STall an. Die Reiter des anderen Stalls machten hier Pause und ritten später wieder zurück. Billy plumpste am Viereck in den Sand, danach stapfte er gleich zum Gras.
Tja, und da sind wir beim einzigen Wermutstropfen: Die unerlaubte Graserei muss ich bald abstellen, das war wirlich lästig. Solange wir in Bewegung sind, gibts kein Fressen, das hat sich in Billys Hirn festgesetzt, da ist er wirklich brav. Früher blieb er oft einfach stehen, das macht er jetzt nicht mehr. Aaaber: Sobald wir stehenblieben, und das kommt bei so einer großen Gruppe halt öfter vor, rammt er die Nase ins Gras, koste es was es wolle, ignoriert Knoti und Schenkel völlig. Abhalten kann ich ihn nur mit einem anständigen Vorwärts mittels Motivations-Seilende auf den Popo, aber das ist in so einem Pulk keine gute Lösung. Während er dann grast, geht im Grunde jede Kontrolle verloren, er stapft Schritt für Schritt weiter und ignoriert mich.
Somit habe ich an den Ausritt und das Wutzeln eine "Wir grasen nur wenn ich es sage"-Übung gleich angeschlossen. Wir stellten uns ins frische Gras, und dann hieß es erst einmal "nein". So oft, verbunden wenn nötig mit einem effektiven Ruck am Knoti, bis er den Kopf oben ließ und man am Gesichtsausdruck sehen konnte, dass er kapiert hatte, dass das nun nicht gewünscht ist. Als er soweit war, dass er wirklcih wartete, was nun kommt, legte ich ihm die Hand auf den hals, mit leichtem Druck, dazu "Iss"-Kommando und Aussuchen eines schönen Grasbüschels. Dann durfte er ein Weilchen fressen, dann hielt ich ihn wieder davon ab. zum Schluss klappte das dann schon ganz gut, und das werden wir jetzt solange weiterüben, bis es klappt, bis er auf den zügel reagiert, auch wenn er frisst; dann das ganze in den Sattel verlegen.
Aber bis auf diese Sache einfach nur ein herrlicher Ausritt; mit jedem Mal gewinne ich wieder ein bisschen mehr Vertrauen in Billy, und vielleicht auch er in mich. Ich war jetzt schon lange nicht mehr alleine draußen und werde das demnächst mal wieder versuchen.
Das war heute der längste Ausritt, den Billy und ich bisher gemeinsam bestritten haben. Das war schon fast ein Tagesritt. Über 18 Kilometer legten wir in insgesamt 3 Stunden zurück, und nochmal so 400 Höhenmeter, behauptete das smarte Telefon einer Mitreiterin.
8 Leute unseres Stalls hatten sich zusammengefunden, wir waren wirklich eine tolle tolle Truppe, und unsere Pferdchen allesamt ohnehin die besten. Wir ritten auf geplanter Route zu einem Pferdehof in der Nähe, insgesamt etwa 1,5 Stunden. Unsere Pferde blieben immer cool, sei es beim Gruppengalopp ein ganzes Stückchen bergauf oder einen Wiesenweg entlang, bei der Begegnung mit Traktoren auf fremden Höfen, oder beim Überqueren mehrere (stillgelegter) Bahnübergänge, oder beim Überqueren der Straße oder beim Überqueren einer Holzbrücke (ohne Geländer, sehr gruselig, aber mehr für die Reiter). Kühen und Ziegen begegneten wir auch, sowie einem Gartenfest mit Kindern. Sogar an einer Koppel mit Miniaturpferdchens ritten wir vorbei. Die waren für Billy definitiv das Aufregendste am ganzen Ausritt, wenn nicht überhaupt das Seltsamste, was er je sah *lol*. Während er noch überlegte, ob das Ding da Hund oder Pferd war, begann eines zu glaoppieren, zu buckeln und zu wiehern, das gab ihm völlig den Rest, sodass er, den Hals um 180° gebogen, um sie nur ja nicht aus den Augen zu verlieren, als wir eigentlich schon vorbei waren, fast über die eigenen Füße stolperte *g*. Aber mehr fasziniert als ängstlich. Die Ziegen dagegen bekamen von ihm nicht einmal ein Ohrzucken. Die Kühe waren etwas unheimlich, aber wir fühlten uns im Pulk sicher genug.
2x galoppiertn wir in der Gruppe, einmal ein ganz schön langes Stück bergauf im Wald mit vielen Kurven. Billy ließ sich dabei super zurücknehmen und galoppierte die Kurve fast versammelt durch; die meisten fielen hier in Trab. Da hatten wir eine schöne Kommunikation, er fragte mich nämlich, ob er auch traben sollte quasi, ich bat aber drum ob er bitte versuchen könnte, den Galopp nur ein bisschen zu verkürzen, während die anderen langsamer wurden, und ja, er konnte :-)
Im nahen Pferdehof angekommen, hatten Pferde und Reiter wahrlich eine Pause verdient. Der Herdenboß, der nicht ganz verkraftete, dass er heute hintennach marschieren musste, montierte gleich die Anbindevorrichtung des Stalles ab und kam dann in eine freie Box. Billy hatte Glück und ergatterte eine große Doppel-Box daneben im schattigen Stall, manche wollten lieber draußen bleiben. In der Box gabs sogar Heu, also Billy in seinem Element, der fraß die ganze Zeit. Für die Reiter gabs zu trinken (für die Pferde auch, aber die wollten allesamt nicht wirklich).
Nach der Pause sattelten wir neu. Wir hatten jetzt noch 5 weitere Reiter vom anderen Stall eingesammelt. In einer riesigen Gruppe von jetzt dann insgesamt 13 Reitern ritten wir auf anderer Route als dem Hinweg wieder zurück. Die Pferde vertrugen sich gut; die neuen Pferdchens wollten allerdings die Holzbrücke nicht überqueren, die sich nur 100m vom eigenen Stall befand, während unsere da alle ohne Zögern drübermarschierten. Da waren wir alle noch ein bisschen stolzer ;-).
Geschafft, aber zufrieden kamen wir wieder im heimischen STall an. Die Reiter des anderen Stalls machten hier Pause und ritten später wieder zurück. Billy plumpste am Viereck in den Sand, danach stapfte er gleich zum Gras.
Tja, und da sind wir beim einzigen Wermutstropfen: Die unerlaubte Graserei muss ich bald abstellen, das war wirlich lästig. Solange wir in Bewegung sind, gibts kein Fressen, das hat sich in Billys Hirn festgesetzt, da ist er wirklich brav. Früher blieb er oft einfach stehen, das macht er jetzt nicht mehr. Aaaber: Sobald wir stehenblieben, und das kommt bei so einer großen Gruppe halt öfter vor, rammt er die Nase ins Gras, koste es was es wolle, ignoriert Knoti und Schenkel völlig. Abhalten kann ich ihn nur mit einem anständigen Vorwärts mittels Motivations-Seilende auf den Popo, aber das ist in so einem Pulk keine gute Lösung. Während er dann grast, geht im Grunde jede Kontrolle verloren, er stapft Schritt für Schritt weiter und ignoriert mich.
Somit habe ich an den Ausritt und das Wutzeln eine "Wir grasen nur wenn ich es sage"-Übung gleich angeschlossen. Wir stellten uns ins frische Gras, und dann hieß es erst einmal "nein". So oft, verbunden wenn nötig mit einem effektiven Ruck am Knoti, bis er den Kopf oben ließ und man am Gesichtsausdruck sehen konnte, dass er kapiert hatte, dass das nun nicht gewünscht ist. Als er soweit war, dass er wirklcih wartete, was nun kommt, legte ich ihm die Hand auf den hals, mit leichtem Druck, dazu "Iss"-Kommando und Aussuchen eines schönen Grasbüschels. Dann durfte er ein Weilchen fressen, dann hielt ich ihn wieder davon ab. zum Schluss klappte das dann schon ganz gut, und das werden wir jetzt solange weiterüben, bis es klappt, bis er auf den zügel reagiert, auch wenn er frisst; dann das ganze in den Sattel verlegen.
Aber bis auf diese Sache einfach nur ein herrlicher Ausritt; mit jedem Mal gewinne ich wieder ein bisschen mehr Vertrauen in Billy, und vielleicht auch er in mich. Ich war jetzt schon lange nicht mehr alleine draußen und werde das demnächst mal wieder versuchen.
Sonntag, 29. April 2012
Heute wurde ich wieder "zentriert", Billy hats gefreut, hoffe ich ;-).
Es war heiß, sehr heiß, an die 30° und das schon um 10h vormittags. Billy war träge, aber genau daran konnten wir gut arbeiten.
Wir haben das Schritte verlängern und verkürzen im Schritt und Trab vom letzten Mal wiederholt, und außerdem mal ein Schulterherein probiert, entwickelt aus einer Volte heraus, mit Kompass drehen und Gewichtskugeln schieben *g*, und das klappte fast ansatzlos gut! Zwar langsam und mit Zögern nach jedem Schritt, aber besser als durchgehetzt (wurde mir zumindest versichert). Wie es halt seine (angenehme) Art ist, durchdachte Billy jeden Schritt, bevor er ihn tat *g*. Linke Hand war dabei viel flüssiger als rechts.
Ich habe also wieder neues zum Üben und Probieren!
Danach hatte ich heut richtig viel Zeit. Gleich nach der Arbeit gingen wir kurz grasen, dann was trinken, zuerst der Billy, dann ich mit ein paar Miteinstellern. Dann holte ich ihn nochmal und wir gingen noch eine gute halbe Stunde grasen, ich hatte ein Buch mit und las ein bissl in Ruhe im Schatten der Bäume bei strahlend blauem Himmel, und ohne ein Geräusch außer dem Summen der Fliegen und Bienen. Wie im Urlaub :-)
Es war heiß, sehr heiß, an die 30° und das schon um 10h vormittags. Billy war träge, aber genau daran konnten wir gut arbeiten.
Wir haben das Schritte verlängern und verkürzen im Schritt und Trab vom letzten Mal wiederholt, und außerdem mal ein Schulterherein probiert, entwickelt aus einer Volte heraus, mit Kompass drehen und Gewichtskugeln schieben *g*, und das klappte fast ansatzlos gut! Zwar langsam und mit Zögern nach jedem Schritt, aber besser als durchgehetzt (wurde mir zumindest versichert). Wie es halt seine (angenehme) Art ist, durchdachte Billy jeden Schritt, bevor er ihn tat *g*. Linke Hand war dabei viel flüssiger als rechts.
Ich habe also wieder neues zum Üben und Probieren!
Danach hatte ich heut richtig viel Zeit. Gleich nach der Arbeit gingen wir kurz grasen, dann was trinken, zuerst der Billy, dann ich mit ein paar Miteinstellern. Dann holte ich ihn nochmal und wir gingen noch eine gute halbe Stunde grasen, ich hatte ein Buch mit und las ein bissl in Ruhe im Schatten der Bäume bei strahlend blauem Himmel, und ohne ein Geräusch außer dem Summen der Fliegen und Bienen. Wie im Urlaub :-)
Dienstag, 24. April 2012
Billy ist die letzten Male wieder freundlicher beim Putzen und Hufegeben. Mir gelingts momentan auch selbst, ihm freundlicher zu begegnen und kurze Grantanfällen gelassen und souverän abzustellen. Wenns nur so bleibt ;-).
Nach dem Putzen schnappte ich mir das kurze Seil und wir gingen eine Runde joggen. Frauli muss Kondi aufbauen! Die Jogging-Runde war aufregend; es herrschte sehr starker Wind, sah auch nach etwaigem Gewitter aus, aber das zog an uns vorbei. Die Bäume rauschten laut, wir mussten an einer Baustelle mit gruselig/interessanten Baufahrzeugen vorbei, aber Billy nahm alles ruhig zur Kenntnis. Sogar die Flatterbänder, die an der STromleitung über der Straße montiert waren (vermutlich, damit sie von den Baggern nicht runtergerissen wird) - da war ich schon etwas in Sorge, was er zu dem Überkopf-Geflatter im starken Wind wohl sagen wird. War ihm aber ziemlich egal. Genauso wie der Traktor mit laut schepperndem Anhänger, der vor uns abbog, oder auch das Auto, das Frauli wegen dem Wind erst spät hörte, als es von hinten kam, dann aber umso lauter, weil es glaube ich dabei war, den Auspuff demnächst zu verlieren. Billy schaute nur gelangweilt: Warum haben wir deshalb jetzt zum Schritt durchpariert?
Das Joggen klappte sehr gut, anfangs musste ich ihn ein bisschen stärker auffordern, aber dann gab es auch tolle Passagen, wo er sich meinem Tempo (laaangsam *g*) super anpasste und im gemütlichen Jog am Seitenstreifen nebenhertrabte.
Beim Rückweg legten wir eine Graspause ein. Wenn Frauli grad mit 200 Puls kämpft und schnauft wie eine Dampflok (es geht wirklich stark bergauf hier!!), ist ihr auch nicht so nach Ausdiskutieren. Am Ende machten wir ein paar kleine Gehorsamsübungen: Billy durfte ein Grasbüschel abgrasen, dann verscheuchte ich ihn von dort, nahm das Grasbüschel in Besitz, hielt ihn auf Abstand, was erstaunlich leicht gelang, und lotste ihn dann nach eienr Weile warten zum nächsten Grasbüschel.
Zurück daheim musste Billy erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass er noch das Pad auf den Rücken gelegt bekommt und Frauli noch reiten will.
Wir haben ein bisschen - kurz - unsere Zirkel präzisiert. Dazu hab ich einen Springständer in die Mitte des geplanten Zirkels gestellt, in eine Feather Line eine große Schlaufe geknotet und drumrum gelegt. Das Ende dann in der hand gehalten und um den Springständer Zirkel gedreht, um zu beobachten, ob wir den Abstand zum Springständer möglichst immer gleich halten können. War lustig! V.a. ist man dadurch, dass man ja das Seil festhalten muss, eher dran erinnert, die Zügel am besten ganz auszulassen.
Billy machte seine Sache sehr gut und superpräzise in punkto Gehorsam auf Schenkel und Gewicht, auch Biegung war ok. Wir haben auch hübsche Wendungen unter dem Seil durch geschafft :-) Nur irgendwann meinte er, dass das jetzt aber bitte reicht und er verweigerte die weitere Zusammenarbeit... *seufz* wieder mal den Bogen überspannt, dass ich das nicht und nciht hinkriege. Wir hatten eine Diskussion, während der Billy ein paar hübsche, sogar mittelschnelle Spins hinlegte (ich war beeindruckt, aber eigentlich wollte ich nur vorwärts *g*), dann gingen noch einmal ein paar flüssigere Runden um den Springständer, und dann schlossen wir mit einem feinen, sehr geraden Rückwärts eeendlich ab ;-).
Nach dem Putzen schnappte ich mir das kurze Seil und wir gingen eine Runde joggen. Frauli muss Kondi aufbauen! Die Jogging-Runde war aufregend; es herrschte sehr starker Wind, sah auch nach etwaigem Gewitter aus, aber das zog an uns vorbei. Die Bäume rauschten laut, wir mussten an einer Baustelle mit gruselig/interessanten Baufahrzeugen vorbei, aber Billy nahm alles ruhig zur Kenntnis. Sogar die Flatterbänder, die an der STromleitung über der Straße montiert waren (vermutlich, damit sie von den Baggern nicht runtergerissen wird) - da war ich schon etwas in Sorge, was er zu dem Überkopf-Geflatter im starken Wind wohl sagen wird. War ihm aber ziemlich egal. Genauso wie der Traktor mit laut schepperndem Anhänger, der vor uns abbog, oder auch das Auto, das Frauli wegen dem Wind erst spät hörte, als es von hinten kam, dann aber umso lauter, weil es glaube ich dabei war, den Auspuff demnächst zu verlieren. Billy schaute nur gelangweilt: Warum haben wir deshalb jetzt zum Schritt durchpariert?
Das Joggen klappte sehr gut, anfangs musste ich ihn ein bisschen stärker auffordern, aber dann gab es auch tolle Passagen, wo er sich meinem Tempo (laaangsam *g*) super anpasste und im gemütlichen Jog am Seitenstreifen nebenhertrabte.
Beim Rückweg legten wir eine Graspause ein. Wenn Frauli grad mit 200 Puls kämpft und schnauft wie eine Dampflok (es geht wirklich stark bergauf hier!!), ist ihr auch nicht so nach Ausdiskutieren. Am Ende machten wir ein paar kleine Gehorsamsübungen: Billy durfte ein Grasbüschel abgrasen, dann verscheuchte ich ihn von dort, nahm das Grasbüschel in Besitz, hielt ihn auf Abstand, was erstaunlich leicht gelang, und lotste ihn dann nach eienr Weile warten zum nächsten Grasbüschel.
Zurück daheim musste Billy erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass er noch das Pad auf den Rücken gelegt bekommt und Frauli noch reiten will.
Wir haben ein bisschen - kurz - unsere Zirkel präzisiert. Dazu hab ich einen Springständer in die Mitte des geplanten Zirkels gestellt, in eine Feather Line eine große Schlaufe geknotet und drumrum gelegt. Das Ende dann in der hand gehalten und um den Springständer Zirkel gedreht, um zu beobachten, ob wir den Abstand zum Springständer möglichst immer gleich halten können. War lustig! V.a. ist man dadurch, dass man ja das Seil festhalten muss, eher dran erinnert, die Zügel am besten ganz auszulassen.
Billy machte seine Sache sehr gut und superpräzise in punkto Gehorsam auf Schenkel und Gewicht, auch Biegung war ok. Wir haben auch hübsche Wendungen unter dem Seil durch geschafft :-) Nur irgendwann meinte er, dass das jetzt aber bitte reicht und er verweigerte die weitere Zusammenarbeit... *seufz* wieder mal den Bogen überspannt, dass ich das nicht und nciht hinkriege. Wir hatten eine Diskussion, während der Billy ein paar hübsche, sogar mittelschnelle Spins hinlegte (ich war beeindruckt, aber eigentlich wollte ich nur vorwärts *g*), dann gingen noch einmal ein paar flüssigere Runden um den Springständer, und dann schlossen wir mit einem feinen, sehr geraden Rückwärts eeendlich ab ;-).
Sonntag, 22. April 2012
Heute stand ein Gemeinschaftsausritt auf dem Plan. Leider machte das Wetter zumindest einen kleinen STrich durch die Rechnung. Es hat in letzter Zeit so viel geregnet, dass wir die Wiesen nicht bereiten konnten und eine Routenänderung vornehmen mussten. Unterdessen fing es immer wieder ein bisschen zu tröpfeln an, sodass wir die Strecke nochmal verkürzten und auf die Pause und Jause (die im Freien stattgefunden hätte) verzichteten. Der Ausritt dauerte so ca. 2 Stunden.
Wir waren zu siebent unterwegs, und alle Pferde total brav und unter Kontrolle. Auch längere Trab- und Galoppstrecken brachten alle gut hinter sich. 2 von uns galoppierten mit ihren Pferdchens zum ersten Mal im Gelände.
Billy war anfangs total aufgeregt, wie ich das gar nicht von ihm kenne. Bevor es losging, konnte er absolut nicht stillstehen, tänzelte herum, und die ersten Kilometer legte er einen flotten Schritt an den Tag. Nach der ersten Trabstrecke (leicht bergauf und schon ein schönes Stückerl!) war er aber wieder ganz der alte und sowas von tiefenentspannt ;-). Es ist ein großer Unterschied, ob wir in so einer großen Gruppe reiten oder nur zu zweit. Ganz offensichtlich fühlte er sich absolut sicher, und ich mich auch. Autos, Höfe durchreiten, auch das nervöse Getänzel eines anderen Pferdes, war ihm alles ganz egal. Es gab keinen Moment, in dem wir angespannt gewesen wären.
Toller Ausritt, trotz bescheidenem Wetter!
Wir waren zu siebent unterwegs, und alle Pferde total brav und unter Kontrolle. Auch längere Trab- und Galoppstrecken brachten alle gut hinter sich. 2 von uns galoppierten mit ihren Pferdchens zum ersten Mal im Gelände.
Billy war anfangs total aufgeregt, wie ich das gar nicht von ihm kenne. Bevor es losging, konnte er absolut nicht stillstehen, tänzelte herum, und die ersten Kilometer legte er einen flotten Schritt an den Tag. Nach der ersten Trabstrecke (leicht bergauf und schon ein schönes Stückerl!) war er aber wieder ganz der alte und sowas von tiefenentspannt ;-). Es ist ein großer Unterschied, ob wir in so einer großen Gruppe reiten oder nur zu zweit. Ganz offensichtlich fühlte er sich absolut sicher, und ich mich auch. Autos, Höfe durchreiten, auch das nervöse Getänzel eines anderen Pferdes, war ihm alles ganz egal. Es gab keinen Moment, in dem wir angespannt gewesen wären.
Toller Ausritt, trotz bescheidenem Wetter!
Donnerstag, 19. April 2012
Als erstes war heute mal Pediküre dran. Alles schön, alle Strähle bleiben weiterhin zugewachsen, obwohl sie äußerlich leicht abbröselten, aber nun kann ich sehen, dass alles glatt und fest ist, keine Taschen und nix. Nur Billy war unleidig beim Hufe heben, er bettelt und wird grantig, wenns nicht ein Karottenstückchen nach dem andern gibt. Da muss ich dran arbeiten, aber noch bin ich ohne richtige Strategie.
Danach gingen wir noch kurz aufs Viereck. Ich hab versucht, im Trab und Schritt umzusetzen, woran wir in der CR-Stunde letzte Woche gearbeitet hatten. Irgendwie hab ichs aber nicht so hingekriegt wie in der Stunde selbst, es ist mir nicht so richtig gelungen, das Schritt-, geschweige denn das Trab-Tritt-Maß zu beeinflussen. Billy war aber gut drauf und war flott unterwegs. Trab fühlte sich sehr schwungvoll an, das kann schon ein Ergebnis der neuen Sitz-Übungen sein.
Ein bisschen Galopp machten wir auch noch. Links war zuerst sehr schlecht, also sind wir ein Weilchen rechts galoppiert, während ich versucht habe locker zu sitzen und Zirkel mit möglichst wenig Zügel zu reiten. Ging ja schon mal ganz ohne, aber da sind wir doch aus der Übung. Danach klappte doch noch ein schöner fließender Linksgalopp.
Zum Schluss noch rückwärts, das heute wieder sehr weich und gut klappte, und dann ein kurzes Feierabend-Graserl ;-) (Billy konnte sein Glück gar nicht fassen und schnaufte vor lauter in-sich-hineinstopfen *lol*).
Danach gingen wir noch kurz aufs Viereck. Ich hab versucht, im Trab und Schritt umzusetzen, woran wir in der CR-Stunde letzte Woche gearbeitet hatten. Irgendwie hab ichs aber nicht so hingekriegt wie in der Stunde selbst, es ist mir nicht so richtig gelungen, das Schritt-, geschweige denn das Trab-Tritt-Maß zu beeinflussen. Billy war aber gut drauf und war flott unterwegs. Trab fühlte sich sehr schwungvoll an, das kann schon ein Ergebnis der neuen Sitz-Übungen sein.
Ein bisschen Galopp machten wir auch noch. Links war zuerst sehr schlecht, also sind wir ein Weilchen rechts galoppiert, während ich versucht habe locker zu sitzen und Zirkel mit möglichst wenig Zügel zu reiten. Ging ja schon mal ganz ohne, aber da sind wir doch aus der Übung. Danach klappte doch noch ein schöner fließender Linksgalopp.
Zum Schluss noch rückwärts, das heute wieder sehr weich und gut klappte, und dann ein kurzes Feierabend-Graserl ;-) (Billy konnte sein Glück gar nicht fassen und schnaufte vor lauter in-sich-hineinstopfen *lol*).
Dienstag, 17. April 2012
Heut hab ich Billy direkt aus dem Stall zu einer Gelände-Spazier-und-Jogging-Runde genommen. Frauli keuchte den Berg hoch, Billy ging mit großen Schritten im Schritt hinterdrein ;-). Heut hat die Tempoharmonie nicht so gut funktioniert wie letztes Mal, Billy wollte meistens lieber schnellen Schritt als langsamen Trab gehen. Egal, solange das Seil durchhängt.
Das Gras - d.h. die paar Halme, die bei uns sprießen - übt momentan schon sehr sehr große Anziehungskraft aus. Wenn Frauli dann keuchend eine Pause braucht am Ende des Bergauf-Stücks, ist die Konsequenz, Billy vom unerlaubten Grasen abzuhalten, eher schwierig durchzuhalten.
So gabs dann ein erlaubtes gemeinsames Gras-Suchen.
Danach war er auch gleich richtig streichelweich beim Putzen und genoss sogar eine Widerrist-Massage.
In der Halle hab ich dann die Feather Lines zu Long Reins eingeschnallt und wieder das Hauptaugenmerk auf das Anhalten gesetzt. Es ist besser, aber noch bin ich nicht ganz zufrieden, ohne Zügeleinsatz gehts noch nicht. Ich hab dann auf einige Tricks zurückgegriffen: 1) Anhalten immer an der gleichen STelle auf dem Hufschlag. Dazwischen eine Runde Trab. Das hatte er schnell heraußen, dass an der einen STelle immer Stehenbleiben angesagt ist, und begonnen auf meine frühen Phasen zu reagieren. 2) Zum Loben bin ich heute von meiner Position in Zone 5 weggegangen, zu ihm nach vorn, mit Leckerli und Genickkraulen. 3) An der eigenen Nase nehmen und warten bis er kaut. ;-)
So hatte ich recht bald Erfolg, Anhalten ist feiner geworden, aber immer noch nicht präzise genug (mehr ein "Auslaufen"). Nächstes Mal nehm ich dann ein paar Pylonen für zielgenaues Halten und Rückwärts dazu.
Danach knotete ich die beiden Feather Lines zu einem langen Seil zusammen und ließ Billy ein bisschen traben, v.a. weil ich bei der Aufwärm-Runde im Gelände wieder mal nicht sicher gewesen war, ob er ganz klar geht. In der Halle zeigte er aber einen schönen fleißigen, ganz klaren Trab. Toll war, dass ich durch das lange Seil in der Mitte der Halle bei X stehenbleiben konnte, und Billy "zirkelte" auf dem Hufschlag, ganz draußen. Hat er richtig toll gemacht, ich musste nur schnell genug sein, die Leine länger zu lassen und dann wieder schnell einzuholen, damit er sich nicht verheddert.
Abgeschlossen haben wir mit einer Runde Galopp, brauchte ein Weilchen, bis es eine gute Runde gab, dann im Trab, mit freundlichem Gesicht (toll! :-) ) , auf mich zutraben lassen und Feierabend :-).
Das Gras - d.h. die paar Halme, die bei uns sprießen - übt momentan schon sehr sehr große Anziehungskraft aus. Wenn Frauli dann keuchend eine Pause braucht am Ende des Bergauf-Stücks, ist die Konsequenz, Billy vom unerlaubten Grasen abzuhalten, eher schwierig durchzuhalten.
So gabs dann ein erlaubtes gemeinsames Gras-Suchen.
Danach war er auch gleich richtig streichelweich beim Putzen und genoss sogar eine Widerrist-Massage.
In der Halle hab ich dann die Feather Lines zu Long Reins eingeschnallt und wieder das Hauptaugenmerk auf das Anhalten gesetzt. Es ist besser, aber noch bin ich nicht ganz zufrieden, ohne Zügeleinsatz gehts noch nicht. Ich hab dann auf einige Tricks zurückgegriffen: 1) Anhalten immer an der gleichen STelle auf dem Hufschlag. Dazwischen eine Runde Trab. Das hatte er schnell heraußen, dass an der einen STelle immer Stehenbleiben angesagt ist, und begonnen auf meine frühen Phasen zu reagieren. 2) Zum Loben bin ich heute von meiner Position in Zone 5 weggegangen, zu ihm nach vorn, mit Leckerli und Genickkraulen. 3) An der eigenen Nase nehmen und warten bis er kaut. ;-)
So hatte ich recht bald Erfolg, Anhalten ist feiner geworden, aber immer noch nicht präzise genug (mehr ein "Auslaufen"). Nächstes Mal nehm ich dann ein paar Pylonen für zielgenaues Halten und Rückwärts dazu.
Danach knotete ich die beiden Feather Lines zu einem langen Seil zusammen und ließ Billy ein bisschen traben, v.a. weil ich bei der Aufwärm-Runde im Gelände wieder mal nicht sicher gewesen war, ob er ganz klar geht. In der Halle zeigte er aber einen schönen fleißigen, ganz klaren Trab. Toll war, dass ich durch das lange Seil in der Mitte der Halle bei X stehenbleiben konnte, und Billy "zirkelte" auf dem Hufschlag, ganz draußen. Hat er richtig toll gemacht, ich musste nur schnell genug sein, die Leine länger zu lassen und dann wieder schnell einzuholen, damit er sich nicht verheddert.
Abgeschlossen haben wir mit einer Runde Galopp, brauchte ein Weilchen, bis es eine gute Runde gab, dann im Trab, mit freundlichem Gesicht (toll! :-) ) , auf mich zutraben lassen und Feierabend :-).
Sonntag, 15. April 2012
Billy und ich hatten beide eine Woche Urlaub voneinander :-).
Und heute gings dann gleich wieder los, nämlich mit Unterricht, jawoll, vornehmlich für mich. Jaaa, ich hab mal Centered Riding ausprobiert *g*, obwohl ich immer skeptisch war (und noch bin) bezüglich der Bilder (die beanspruchen mich normal so sehr, dass gar nix mehr geht, bewirken also eher das Gegenteil von dem, was sie sollen). Tatsächlich bekam ich im Lauf der Stunde dann auch immer öfter konkrete Anweisungen statt Bilder (wie: beweg die Hände so und so, beweg das Becken so und so, schau dort und dort hin).
Die Stunde war jedenfalls lehrreich und wird in 2 Wochen wiederholt bzw. fortgesetzt, bis dahin werde ich fleißig üben.
Ich durfte mit meinem geliebten Pad und Knoti reiten, und einige Dinge haben echt Verblüffendes gebracht, z.B. die Beckenschaufeln größer oder kleiner zu rotieren - da passte sich der Billy so toll an, dass sogar Frauli es spüren konnte *g*. Beim Abwenden kamen die Dinge zutage, die ich zwar schon weiß (linke Schulter ist steif und immer zu weit vorn, etc.), und teilweise verbesserte sich da einiges.
Ein paarmal schenkte mir Billy ein richtig tolles Feder-Trab-Gefühl (und bekam von unten attestiert, dass er grad ganz toll rumfedert, der Billy), dann eben den tollen 3-Hufbreit-Übertret-Schritt (auch hier die 4. gleiche Trainermeinung: Billy hat einen tollen Schritt), der sich super über den Sitz variieren ließ, und dann - völlig ungefragt - das weltbeste Rückwärts, das er mir jemals schenkte, glaub ich... wir standen in der Mitte und waren dabei, dass ich Haltung von Armen und Ellbogen erklärt kriegte... Es ging eigentlich um Wendungen, und plötzlich stapfte Billy rückwärts, in perfekter Haltung auch noch, wie von unten attestiert wurde (d.h. die Hinterhand einsetzend). Ganz zum Schluss hab ichs gewagt, das zum Abschluss dann nochmal abzufragen, und wiederum, das perfekte Rückwärts. 2 Tritte, absitzen, danke Billy :-).
Nachher durfte sich Billy noch ein Weilchen im Offenstall erholen, während wir einen kleinen Kaffeeklatsch hielten, dann holte ich ihn nochmal und wir gingen entspannt im Regen grasen und Heucobs fressen.
Und heute gings dann gleich wieder los, nämlich mit Unterricht, jawoll, vornehmlich für mich. Jaaa, ich hab mal Centered Riding ausprobiert *g*, obwohl ich immer skeptisch war (und noch bin) bezüglich der Bilder (die beanspruchen mich normal so sehr, dass gar nix mehr geht, bewirken also eher das Gegenteil von dem, was sie sollen). Tatsächlich bekam ich im Lauf der Stunde dann auch immer öfter konkrete Anweisungen statt Bilder (wie: beweg die Hände so und so, beweg das Becken so und so, schau dort und dort hin).
Die Stunde war jedenfalls lehrreich und wird in 2 Wochen wiederholt bzw. fortgesetzt, bis dahin werde ich fleißig üben.
Ich durfte mit meinem geliebten Pad und Knoti reiten, und einige Dinge haben echt Verblüffendes gebracht, z.B. die Beckenschaufeln größer oder kleiner zu rotieren - da passte sich der Billy so toll an, dass sogar Frauli es spüren konnte *g*. Beim Abwenden kamen die Dinge zutage, die ich zwar schon weiß (linke Schulter ist steif und immer zu weit vorn, etc.), und teilweise verbesserte sich da einiges.
Ein paarmal schenkte mir Billy ein richtig tolles Feder-Trab-Gefühl (und bekam von unten attestiert, dass er grad ganz toll rumfedert, der Billy), dann eben den tollen 3-Hufbreit-Übertret-Schritt (auch hier die 4. gleiche Trainermeinung: Billy hat einen tollen Schritt), der sich super über den Sitz variieren ließ, und dann - völlig ungefragt - das weltbeste Rückwärts, das er mir jemals schenkte, glaub ich... wir standen in der Mitte und waren dabei, dass ich Haltung von Armen und Ellbogen erklärt kriegte... Es ging eigentlich um Wendungen, und plötzlich stapfte Billy rückwärts, in perfekter Haltung auch noch, wie von unten attestiert wurde (d.h. die Hinterhand einsetzend). Ganz zum Schluss hab ichs gewagt, das zum Abschluss dann nochmal abzufragen, und wiederum, das perfekte Rückwärts. 2 Tritte, absitzen, danke Billy :-).
Nachher durfte sich Billy noch ein Weilchen im Offenstall erholen, während wir einen kleinen Kaffeeklatsch hielten, dann holte ich ihn nochmal und wir gingen entspannt im Regen grasen und Heucobs fressen.
Freitag, 6. April 2012
Ein stressiger Tag heute... ich war froh, als ich im Auto saß und die Entspannung beginnen konnte.
Mit Billy hab ich heut nichts gemacht. Ein bisschen geputzt und massiert - das gefällt ihm so naja. Er ist auch nicht so der Massage-Freund. Heu vor der Nase wär ihm wohl lieber (hab ich schon mal erwähnt, dass in der Situation dann alles Zicken völlig abgestellt ist? ;-) )
Nachher gingen wir gemütlich, schon in der Dämmerung, aufs Viereck und Billy durfte das bisschen Gras am Rand abgrasen. Pro Forma haben wir die am Viereck stehenden Kegel genutzt, um uns à la Weave zum Gras zu begeben und dann wieder nach Hause.
Außerdem hatte ich heut Gelegenheit, mal ein paar Minuten mit einem anderen Pferd zu verbringen: Da das Westernstüti, mit dem wir immer ausreiten, viel zu dünn ist, muss sie endlich auch lernen, den Kraftfutterautomaten zu "bedienen". Brav geht sie hinein, aber die Tür aufzudrücken, um wieder rauszukommen, das traut sie sich noch nicht. Meine Stallkollegin war da letztens sehr genervt, weil sie sich sooo angestellt hätte und Ewigkeiten nicht mehr rauskam. Also hab ich angeboten, sie auch hie und da mal einfach reinzustellen (meine Strategie wäre ja einfach: reinstellen und warten), was dankbar angenommen wurde. Je öfter sie das übt, umso besser.
Also dachte ich, während ich Billy putze, kann sich Stüti ja inzwischen mental mit der Kraftfutter-Automaten-Tür beschäftigen und wollte sie holen und halt an ihrem Halsriemen reinführen. Nix da. Ein total zickiges Stüti begrüßte mich, ein "fass mich nicht an sonst hau ich dich"-Gesicht kaum dass man sich ihr näherte, huch! Aber da ich solchermaßen ungefähr 2 Jahre lang täglich vom Billy begrüßt wurde, ließ ich mich nicht so beeindrucken; Seil und Knoti ging ich aber holen ;-). Dann stellte ich mich einfach mal in die Nähe und wartete ein bisschen und begleitete sie beim Heu-Aufsammeln. Hie und da streckte ich ihr die Hand hin, sie schnupperte dran und legte dann immer mit dem "fass mich nicht an"-Gesichtsausdruck die Ohren an. Ich war wohl nicht so sympathisch (bzw. ahnte sie offenbar, dass ich wohl irgendwas will), und Unsicherheit las ich raus. Einfach passiv da stehen hat dann nach nur wenigen minuten gut geholfen, sie hat sich entspannt während ich anwesend war; ich hab dann hie und da über Schulter und Rücken gestreichelt (Kopf wollte sie vorerst lieber nicht), dann mit dem Seil und Halfter, und bald war ihr das sehr egal, das böse Gesicht kam nicht mehr. Dann noch kurz den Hals gestreichelt, und schon ließ sie sich freundlich aufhalftern. Reinführen in den Futterautomaten war kein Problem, nur kamleider grad nix raus. entweder sie hatte sich grad was geholt (was ich nicht glaubte) oder der Chip funktioniert wieder mal nicht. Egal, wir übten ein bisschen kopfsenken an der Futterraufe, und siehe da, da fand sich auch was zum Knabbern ;-). Dann öffnete ich die Schwingtür und ging mal selbst raus. Stüti stupste die tür auf und streckte den Kopf raus. Also große Berührungsängste hatte sie nicht. Sie kapierte einfach nur nicht, dass sie die Tür mit dem Körper ganz aufdrücken und einfach durchgehen kann. Aber ich half dann von außen nur ganz sanft mit dem Seil nach, und schon drückte sie sich durch die Tür, zwar zu schnell und skeptisch und unsicher, aber nicht panisch. Gleich wieder rein, drin wieder ein Leckerli, dasselbe nochmal. Zögern war schon kürzer! Und dann noch ein drittes Mal, diesmal schickte ich sie rein und blieb beim Eingang stehen, machte langsam hinten Druck, der aufhörte, sobald sie sich Richtung Tür bewegte, und in weniger als 1 Minute hatte sie die Tür ganz allein aufgedrückt und war relativ selbstsicher durchgegangen.
Ich denke es wurde schon mit ihr geübt, denn sonst verstehe ich nicht, warum es mir als so schwierig geschildert wurde. Sie hatte keine Angst, wusste nur nicht so recht, wie das geht hier mit der Tür.
War lustig einmal mit einem anderen Pferd zu spielen :-).
Mit Billy hab ich heut nichts gemacht. Ein bisschen geputzt und massiert - das gefällt ihm so naja. Er ist auch nicht so der Massage-Freund. Heu vor der Nase wär ihm wohl lieber (hab ich schon mal erwähnt, dass in der Situation dann alles Zicken völlig abgestellt ist? ;-) )
Nachher gingen wir gemütlich, schon in der Dämmerung, aufs Viereck und Billy durfte das bisschen Gras am Rand abgrasen. Pro Forma haben wir die am Viereck stehenden Kegel genutzt, um uns à la Weave zum Gras zu begeben und dann wieder nach Hause.
Außerdem hatte ich heut Gelegenheit, mal ein paar Minuten mit einem anderen Pferd zu verbringen: Da das Westernstüti, mit dem wir immer ausreiten, viel zu dünn ist, muss sie endlich auch lernen, den Kraftfutterautomaten zu "bedienen". Brav geht sie hinein, aber die Tür aufzudrücken, um wieder rauszukommen, das traut sie sich noch nicht. Meine Stallkollegin war da letztens sehr genervt, weil sie sich sooo angestellt hätte und Ewigkeiten nicht mehr rauskam. Also hab ich angeboten, sie auch hie und da mal einfach reinzustellen (meine Strategie wäre ja einfach: reinstellen und warten), was dankbar angenommen wurde. Je öfter sie das übt, umso besser.
Also dachte ich, während ich Billy putze, kann sich Stüti ja inzwischen mental mit der Kraftfutter-Automaten-Tür beschäftigen und wollte sie holen und halt an ihrem Halsriemen reinführen. Nix da. Ein total zickiges Stüti begrüßte mich, ein "fass mich nicht an sonst hau ich dich"-Gesicht kaum dass man sich ihr näherte, huch! Aber da ich solchermaßen ungefähr 2 Jahre lang täglich vom Billy begrüßt wurde, ließ ich mich nicht so beeindrucken; Seil und Knoti ging ich aber holen ;-). Dann stellte ich mich einfach mal in die Nähe und wartete ein bisschen und begleitete sie beim Heu-Aufsammeln. Hie und da streckte ich ihr die Hand hin, sie schnupperte dran und legte dann immer mit dem "fass mich nicht an"-Gesichtsausdruck die Ohren an. Ich war wohl nicht so sympathisch (bzw. ahnte sie offenbar, dass ich wohl irgendwas will), und Unsicherheit las ich raus. Einfach passiv da stehen hat dann nach nur wenigen minuten gut geholfen, sie hat sich entspannt während ich anwesend war; ich hab dann hie und da über Schulter und Rücken gestreichelt (Kopf wollte sie vorerst lieber nicht), dann mit dem Seil und Halfter, und bald war ihr das sehr egal, das böse Gesicht kam nicht mehr. Dann noch kurz den Hals gestreichelt, und schon ließ sie sich freundlich aufhalftern. Reinführen in den Futterautomaten war kein Problem, nur kamleider grad nix raus. entweder sie hatte sich grad was geholt (was ich nicht glaubte) oder der Chip funktioniert wieder mal nicht. Egal, wir übten ein bisschen kopfsenken an der Futterraufe, und siehe da, da fand sich auch was zum Knabbern ;-). Dann öffnete ich die Schwingtür und ging mal selbst raus. Stüti stupste die tür auf und streckte den Kopf raus. Also große Berührungsängste hatte sie nicht. Sie kapierte einfach nur nicht, dass sie die Tür mit dem Körper ganz aufdrücken und einfach durchgehen kann. Aber ich half dann von außen nur ganz sanft mit dem Seil nach, und schon drückte sie sich durch die Tür, zwar zu schnell und skeptisch und unsicher, aber nicht panisch. Gleich wieder rein, drin wieder ein Leckerli, dasselbe nochmal. Zögern war schon kürzer! Und dann noch ein drittes Mal, diesmal schickte ich sie rein und blieb beim Eingang stehen, machte langsam hinten Druck, der aufhörte, sobald sie sich Richtung Tür bewegte, und in weniger als 1 Minute hatte sie die Tür ganz allein aufgedrückt und war relativ selbstsicher durchgegangen.
Ich denke es wurde schon mit ihr geübt, denn sonst verstehe ich nicht, warum es mir als so schwierig geschildert wurde. Sie hatte keine Angst, wusste nur nicht so recht, wie das geht hier mit der Tür.
War lustig einmal mit einem anderen Pferd zu spielen :-).
Dienstag, 3. April 2012
Billy ist beim Putzen momentan wieder mal ziemlich grantig. In Sekundenbruchteilen wechseln wütendes Schnappen, weil ich seine Brust zu berühren wage, mit wohligem Putzgesicht, weil ich den Widerrist massiere, ab. Die Hufe hab ich auch ein bisschen abgerundet und ein paar weghängende Strahlfetzen weggeschnippelt, auch das war ein Theater. Aber ich war heut irgendwie gut drauf, hab alles als Gelegenheit genommen, Annäherung und Rückzug und Geduld zu üben und konnte dabei völlig unemotional bleiben. Da hab ich mich gefreut über mich.
Als erstes gingen wir um den Hausundhof-Berg eine Runde joggen. Frauli geriet mächtig ins Schwitzen, so mit den Stall/Wanderschuhen, der Jeans und dicker Weste und steilem Bergauf *japs*. Billy trottete allerliebst nebenher, wirklich sehr sehr artig! Es war nicht nötig ihn nachzutreiben, er blieb am durchhängenden Seil mit der Nase an meinem Ellbogen, parierte mit mir zum Schritt, wenn ich nict mehr konnte (oder gar langsam wurde) und wurde schneller wenn ich schneller wurde. Außerdem sah ich sehr erfreut, wie er ohne mit der Wimper zu zucken über auch felsigen und mit großen Steinen übersäten Boden trabt, und es war auch total faszinierend zu sehen, wie genau er in so langsamem Tempo schaut, wohin er tritt. Wie er schnell gleichzeitig mit dem Hinter- und Vorderbein je einem Stein ausweicht. Er ist ein richtig trittsicheres Pferdchen geworden... wenn ich denke, wie wir zu Anfang, als er bergauf-bergab nicht kannte, die Wege runtergeschlittert sind und nur so dahinstolperten...
Im Viereck, dessen Boden immer noch super ist - das muss ich ausnutzen - bin ich dann einfach mal wieder ein wenig FreeStyle geritten und hab hauptsächlich Dinge überprüft, wie die nach dem langen Winter, wo ich sie nicht oder nur schlecht üben konnte, so gehen. Go-Button: War super geschmiert vom letzten Mal. Billy trabte willig an ohne Bein, Übergänge waren richtig fein, tolles Angaloppieren. Wir brachtena uch ein paar richtig gute Galopp-Trab-Übergänge hin. Ich war heut wieder mit dem Pad unterwegs - hach, wie ich das liebe.
Auch die Hinterhandwendung hab ich zum ersten Mal seit langem wieder überprüft, ein Schritt nach dem anderen. Zuerst wurde ich ein wenig ignoriert, aber es brauchte nicht viel um Billy in Erinnerung zu rufen, worums ging. Ich hatte keinen Stick mit, das war aber auch gar nicht nötig. Nur beim ersten Versuch reichte das Bein nicht aus, da ließ ich das Seilende nur ganz leicht gegen die Schulter fallen, und er wich. Ein ganz ganz tolles Rückwärts schenkte mir der Billy auch, das war echt toll und ich war heut tatsächlich gut genug drauf, um es dann sein zu lassen :-).
Zum Schluss und nach einer kurzen Wutzeleinheit schnallte ich noch einmal die Longreins ein und übte ein paarmal die Haltparade. Ging besser als letztes Mal, es wird schon!
Und weil der Billy während der Arbeit schon seeehr dringend aufs Gras geschielt hatte, aber es sich erstaunlicherweise auf leichteste Phasen wieder aus dem Kopf schlug, gingen wir noch eine Runde Gras suchen. Es wächst nicht viel,nur vereinzelte grüne Hälmchen. Frauli fand ein paar und lotste ihn von Büschel zu Büschel, der Billy rupfte alles vorhandene enthusiastisch ab, und dann gabs praktischerweise auch gleich das Abendessen.
Eine schöne Einheit heute :-).
Als erstes gingen wir um den Hausundhof-Berg eine Runde joggen. Frauli geriet mächtig ins Schwitzen, so mit den Stall/Wanderschuhen, der Jeans und dicker Weste und steilem Bergauf *japs*. Billy trottete allerliebst nebenher, wirklich sehr sehr artig! Es war nicht nötig ihn nachzutreiben, er blieb am durchhängenden Seil mit der Nase an meinem Ellbogen, parierte mit mir zum Schritt, wenn ich nict mehr konnte (oder gar langsam wurde) und wurde schneller wenn ich schneller wurde. Außerdem sah ich sehr erfreut, wie er ohne mit der Wimper zu zucken über auch felsigen und mit großen Steinen übersäten Boden trabt, und es war auch total faszinierend zu sehen, wie genau er in so langsamem Tempo schaut, wohin er tritt. Wie er schnell gleichzeitig mit dem Hinter- und Vorderbein je einem Stein ausweicht. Er ist ein richtig trittsicheres Pferdchen geworden... wenn ich denke, wie wir zu Anfang, als er bergauf-bergab nicht kannte, die Wege runtergeschlittert sind und nur so dahinstolperten...
Im Viereck, dessen Boden immer noch super ist - das muss ich ausnutzen - bin ich dann einfach mal wieder ein wenig FreeStyle geritten und hab hauptsächlich Dinge überprüft, wie die nach dem langen Winter, wo ich sie nicht oder nur schlecht üben konnte, so gehen. Go-Button: War super geschmiert vom letzten Mal. Billy trabte willig an ohne Bein, Übergänge waren richtig fein, tolles Angaloppieren. Wir brachtena uch ein paar richtig gute Galopp-Trab-Übergänge hin. Ich war heut wieder mit dem Pad unterwegs - hach, wie ich das liebe.
Auch die Hinterhandwendung hab ich zum ersten Mal seit langem wieder überprüft, ein Schritt nach dem anderen. Zuerst wurde ich ein wenig ignoriert, aber es brauchte nicht viel um Billy in Erinnerung zu rufen, worums ging. Ich hatte keinen Stick mit, das war aber auch gar nicht nötig. Nur beim ersten Versuch reichte das Bein nicht aus, da ließ ich das Seilende nur ganz leicht gegen die Schulter fallen, und er wich. Ein ganz ganz tolles Rückwärts schenkte mir der Billy auch, das war echt toll und ich war heut tatsächlich gut genug drauf, um es dann sein zu lassen :-).
Zum Schluss und nach einer kurzen Wutzeleinheit schnallte ich noch einmal die Longreins ein und übte ein paarmal die Haltparade. Ging besser als letztes Mal, es wird schon!
Und weil der Billy während der Arbeit schon seeehr dringend aufs Gras geschielt hatte, aber es sich erstaunlicherweise auf leichteste Phasen wieder aus dem Kopf schlug, gingen wir noch eine Runde Gras suchen. Es wächst nicht viel,nur vereinzelte grüne Hälmchen. Frauli fand ein paar und lotste ihn von Büschel zu Büschel, der Billy rupfte alles vorhandene enthusiastisch ab, und dann gabs praktischerweise auch gleich das Abendessen.
Eine schöne Einheit heute :-).
Sonntag, 1. April 2012
Wetter ist ein bisschen besser, immer noch trüb, aber immerhin hat der Wind ziemlich nachgelassen. Das Viereck weiterhin perfetto.
Wieder hab ich ein bisschen Vorwärts-Arbeit à la "Bausteine Dressurreiten" gemacht. Tja, und nach dieser 20 Minuten-Einheit beschlossen, dass ich es lasse. Diese 2x 20 Minuten mit dauerhaftem und vermehrtem Treiben für Vorwärts geradeaus von gestern und heute reichten jedenfalls aus, um mir klarzumachen, dass das wohl doch nix für uns ist. 2x 15 Minuten, und ich bin schon wieder am Dauertreiben und hab das Tier erfolgreich abgestumpft. Ich habe ein paar Minuten "Go-Button"-Installation à la Horsemanship einbauen müssen, um wieder locker zu werden und nicht in Schritt oder Halt zu verfallen, sobald der Schenkel mal nicht mehr dran ist. Ehrlich gesagt, nein, das will ich nicht.
Tja, da steh ich nun und bin so klug wie zuvor, und weiß nur was ich alles nicht will. Ich will nicth dauertreiben, damit bringt man sich beim phlegmatischen Billy-Tier um. Légèreté klingt verführerisch, ist aber so handbezogen, dass ich es auch nicht so gut finde bzw. beim Billy-Tier Abscheu damit hervorrufe, abgesehen davon, dass Légèrté definitiv nur mit Gebiss möglich ist. 3. Wegzweigung "Western"? Aber dort ist zu viel Drill, zu viel Wert auf "gehorchen" (ok, ein wenig mehr könnte uns nicht schaden *g*) und zu wenig Wert auf "anatomisch sinnvoll". Also wohin bloß... ?
Nun ja, nach der Reiteinheit schnallte ich das Knoti an und die beiden Feather Lines und machte Schritt-Halt-Übergänge mit Longreins aus Zone 5. Halt ist weiterhin überraschend schwierig. Vermutlich mach ich zu wenig Pausen. Es ist nur so ungewohnt, dass Billy gleich wieder losstapft und nciht ohnehin stehenbleiben will. Vielleicht treibt meine Anwesenheit hinter ihm ihn doch an? Nächstes Mal werde ich probieren, bei jedem Anhalten nach vorn zu gehen, Friendly Game, lange Pause, u.U. Belohnung. Noch brauche ich sehr hohe Phasen (i.e. deutliche Einwirkung mit beiden Longreins abwechselnd). Fürs Antreten und auch Antraben braucht es nur Energie meinerseits, und dass ich in der jeweiligen Gangart losstapfe. Braves Pferdchen!
Wieder hab ich ein bisschen Vorwärts-Arbeit à la "Bausteine Dressurreiten" gemacht. Tja, und nach dieser 20 Minuten-Einheit beschlossen, dass ich es lasse. Diese 2x 20 Minuten mit dauerhaftem und vermehrtem Treiben für Vorwärts geradeaus von gestern und heute reichten jedenfalls aus, um mir klarzumachen, dass das wohl doch nix für uns ist. 2x 15 Minuten, und ich bin schon wieder am Dauertreiben und hab das Tier erfolgreich abgestumpft. Ich habe ein paar Minuten "Go-Button"-Installation à la Horsemanship einbauen müssen, um wieder locker zu werden und nicht in Schritt oder Halt zu verfallen, sobald der Schenkel mal nicht mehr dran ist. Ehrlich gesagt, nein, das will ich nicht.
Tja, da steh ich nun und bin so klug wie zuvor, und weiß nur was ich alles nicht will. Ich will nicth dauertreiben, damit bringt man sich beim phlegmatischen Billy-Tier um. Légèreté klingt verführerisch, ist aber so handbezogen, dass ich es auch nicht so gut finde bzw. beim Billy-Tier Abscheu damit hervorrufe, abgesehen davon, dass Légèrté definitiv nur mit Gebiss möglich ist. 3. Wegzweigung "Western"? Aber dort ist zu viel Drill, zu viel Wert auf "gehorchen" (ok, ein wenig mehr könnte uns nicht schaden *g*) und zu wenig Wert auf "anatomisch sinnvoll". Also wohin bloß... ?
Nun ja, nach der Reiteinheit schnallte ich das Knoti an und die beiden Feather Lines und machte Schritt-Halt-Übergänge mit Longreins aus Zone 5. Halt ist weiterhin überraschend schwierig. Vermutlich mach ich zu wenig Pausen. Es ist nur so ungewohnt, dass Billy gleich wieder losstapft und nciht ohnehin stehenbleiben will. Vielleicht treibt meine Anwesenheit hinter ihm ihn doch an? Nächstes Mal werde ich probieren, bei jedem Anhalten nach vorn zu gehen, Friendly Game, lange Pause, u.U. Belohnung. Noch brauche ich sehr hohe Phasen (i.e. deutliche Einwirkung mit beiden Longreins abwechselnd). Fürs Antreten und auch Antraben braucht es nur Energie meinerseits, und dass ich in der jeweiligen Gangart losstapfe. Braves Pferdchen!
Samstag, 31. März 2012
Das Wetter war heut grauslich, immer wieder ein bisschen Regen, und sturmartige Böen. Durch die Bewässerung war aber dafür das Viereck pipifein zu reiten, und daher versuchte ich mal ein bissl meine letzte Lektüre umzusetzen, aus Corinna Lehmans "Bausteine Dressurreiten" (Rezension folgt irgendwann). Dort wird die klassisch deutsche Reitlehre schön vereinfacht dargestellt, was mir doch einige Aha-Momenta beschert hat. Erstes Ziel bei ihr: Erstmal durch ordentliches Vorwärts Schubkraft entwickeln, daraus ergibt sich dann Tragkraft.
Also mal probiert, Billy zu ordentlichem Vorwärts zu bringen. Das hapert bei uns ja tatsächlich und kann nicht schaden. Dabei Lehmanns Tips zum richtigen Treiben eingesetzt, und dabei noch versucht Füße zu fühlen. Mittlerweile spüre ich im Schritt, wann welches Hinterbein vorschwingt. Juhu! Und das schon nach 25 Jahren reiten *g*. Im Trab fühl ich wenig, muss ich gestehen, dafür kann man da schummelnd das andersseitige Vorderbein beäugen. Besser als nix.
Also 5 Minuten Schritt mit ordentlich vorwärts + fühlen, dann 5 Minuten Trab mit ordentlich vorwärts und fühlen, und dann wieder 5 Minuten Schritt. Laaangweilig, aber vielleicht muss so was hie und da auch sein.
Nach der 15-Minuten-Vorwärts-Einheit bin ich abgesessen, sattelte Billy ab (und *platsch* lag er auch schon im Sand, nu gut) und machte dann noch ein bissl On Line. Ich hab wieder 2 Pylonen ausgepackt und das Figure 8 Pattern. Zuerst im Trab, dann langsam etwas Galopp hinzugefügt, beim Wechsel von einer zur anderen Schlaufe, und dann immr mehr Galopp bis hin zu fliegenden Wechseln. Die haben heute besser von rechts auf links geklappt, flüssiger und schöner. In die andere Richtung ließ er sich etwas bitten, hat es dann aber wenn ich deutlicher wurde, auch brav umgesetzt. Was wir noch nicht hinkriegen ist ein vollständiger Achter mit 2 fliegenden hintereinander.
Insgesamt hab ich wieder zu viel und zu oft gemacht, hätte ein paar mInuten früher aufhören müssen - mist, wieder den rechten Zeitpunkt verpasst, aber wir konnten trotzdem gut aufhören.
Süß finde ich, wie Billy am Wechsel von rechts auf links (den er lange ganz einfach nicht konnte) plötzlcih Gefallen gefunden hat. Man kann richtig sehen, wie er sich konzentriert, die Beine schmeißt (jaaa, elegant ist noch anders, aber Übung macht den Meister) und dann so richtig stolz zu sein scheint und übermütig mit ein bisschen Kopfschlenkern oder Angasen. Früher hat er sich immer verheddert, verlor die Balance, fiel in hektischen Trab, oder in Kreuzgalopp und dann in Trab. Es macht ihm glaub ich richtig Spaß, dass er das nun gelernt hat *g*.
Also mal probiert, Billy zu ordentlichem Vorwärts zu bringen. Das hapert bei uns ja tatsächlich und kann nicht schaden. Dabei Lehmanns Tips zum richtigen Treiben eingesetzt, und dabei noch versucht Füße zu fühlen. Mittlerweile spüre ich im Schritt, wann welches Hinterbein vorschwingt. Juhu! Und das schon nach 25 Jahren reiten *g*. Im Trab fühl ich wenig, muss ich gestehen, dafür kann man da schummelnd das andersseitige Vorderbein beäugen. Besser als nix.
Also 5 Minuten Schritt mit ordentlich vorwärts + fühlen, dann 5 Minuten Trab mit ordentlich vorwärts und fühlen, und dann wieder 5 Minuten Schritt. Laaangweilig, aber vielleicht muss so was hie und da auch sein.
Nach der 15-Minuten-Vorwärts-Einheit bin ich abgesessen, sattelte Billy ab (und *platsch* lag er auch schon im Sand, nu gut) und machte dann noch ein bissl On Line. Ich hab wieder 2 Pylonen ausgepackt und das Figure 8 Pattern. Zuerst im Trab, dann langsam etwas Galopp hinzugefügt, beim Wechsel von einer zur anderen Schlaufe, und dann immr mehr Galopp bis hin zu fliegenden Wechseln. Die haben heute besser von rechts auf links geklappt, flüssiger und schöner. In die andere Richtung ließ er sich etwas bitten, hat es dann aber wenn ich deutlicher wurde, auch brav umgesetzt. Was wir noch nicht hinkriegen ist ein vollständiger Achter mit 2 fliegenden hintereinander.
Insgesamt hab ich wieder zu viel und zu oft gemacht, hätte ein paar mInuten früher aufhören müssen - mist, wieder den rechten Zeitpunkt verpasst, aber wir konnten trotzdem gut aufhören.
Süß finde ich, wie Billy am Wechsel von rechts auf links (den er lange ganz einfach nicht konnte) plötzlcih Gefallen gefunden hat. Man kann richtig sehen, wie er sich konzentriert, die Beine schmeißt (jaaa, elegant ist noch anders, aber Übung macht den Meister) und dann so richtig stolz zu sein scheint und übermütig mit ein bisschen Kopfschlenkern oder Angasen. Früher hat er sich immer verheddert, verlor die Balance, fiel in hektischen Trab, oder in Kreuzgalopp und dann in Trab. Es macht ihm glaub ich richtig Spaß, dass er das nun gelernt hat *g*.
Dienstag, 27. März 2012
Wir sind wieder ausgeritten :-). Das Wetter veränderte sich zwar auf dem Weg in den Stall vom herrlichsten Sonnenschein zu grautrübem Himmel mit ziemlich viel Wind und fast schon kalt, aber wir sind ja keine Schönwetterreiter ;-).
Die Stallkollegin - heut auf ihrem eigenen Pferd, "The Boss", aka Herdenchef - und ich mit Billy machten uns auf den Weg, neue Gefielde zu erkunden. Wir gingen einen neuen Weg, durchquerten wieder einmal einen Hof, kletterten steile Weiden hinauf, wurden fast vom Wind verweht, ritten durch ein Stückchen Wald, und dann ritten wir wieder retour, bevor es uns zu dunkel wurde.
Beide Pferdchens waren wegen des Windes schon etwas aufgeregt, aber super brav dabei. Billy klemmt immer noch, wenn wir uns eine gewisse Distanz entfernen, aber es wird immer besser und ich immer sicherer. Heimwärts hat er dann einen super Schritt drauf (aber nicht hektisch oder trippelnd).
Hufschuhe haben wir diesmal auch angezogen - sie passen noch :-) und haben toll gehalten.
Ich glaub in den letzten Wochen hab ich mehr Ausreit-Kilometer zurückgelegt als im ganzen Jahr 2011!! *freu*
Die Stallkollegin - heut auf ihrem eigenen Pferd, "The Boss", aka Herdenchef - und ich mit Billy machten uns auf den Weg, neue Gefielde zu erkunden. Wir gingen einen neuen Weg, durchquerten wieder einmal einen Hof, kletterten steile Weiden hinauf, wurden fast vom Wind verweht, ritten durch ein Stückchen Wald, und dann ritten wir wieder retour, bevor es uns zu dunkel wurde.
Beide Pferdchens waren wegen des Windes schon etwas aufgeregt, aber super brav dabei. Billy klemmt immer noch, wenn wir uns eine gewisse Distanz entfernen, aber es wird immer besser und ich immer sicherer. Heimwärts hat er dann einen super Schritt drauf (aber nicht hektisch oder trippelnd).
Hufschuhe haben wir diesmal auch angezogen - sie passen noch :-) und haben toll gehalten.
Ich glaub in den letzten Wochen hab ich mehr Ausreit-Kilometer zurückgelegt als im ganzen Jahr 2011!! *freu*
Sonntag, 25. März 2012
Wir haben heut so ziemlich dasselbe gemacht wie letztes Mal, wieder mit Stangen-L gespielt.
Das rückwärts ist weiter so zäh, unglaublich. Immer nur der erste Schritt. Ist der geschafft, gehts flüssig und relativ locker rückwärts. Auch ums Eck ist kein Problem, auch wenn wir manchmal neue Muster legen mit den Stangen. Rückwärts ist auch ohne Stangen genauso schwierig, also an den Stangen liegt es nicht.
Es war so schlimm heut, dass ich abgesessen bin und vom Boden geübt - da geht alles sehr fein, leichtes Porcupine Game an die Nase, und das Rückwärts ist da.
Ich versteh es einfach nicht. Mittlerweile verkrampf ich mich allerdings selbst schon so, dass mir alles wehtut nachher, d.h. wahrscheinlich blockiere ich selbst mittlerweile alles ... was dann aber nicht erklärt, warum es nach dem Kampf um den 1. Schritt dann immer lockerflockig losgeht.
Überhaupt war Billy heut in Oppositionslaune. Beim Trab zwischendurch war ich wieder einige Momente nicht sicher, ob ich vielleicht ein leichtes Ticken spüre. Jedenfalls wollte ich mir das nach erfolgreichem L-Durchqueren dann vom Boden nochmal anschauen. Stick hatte ich nicht mit, aber mit dem langen Seil umgeknüpft muss das ja wohl auch so gehen. Denkste. Billy fand es sehr dreist von mir, nach dem Absitzen, i.e. ENDE, tatsächlich noch was von ihm zu wollen. Statt zu traben oder auch nur Schritt zu gehen drohte er massiv in die Mitte und ging hübsch halb-seitwärts. Das massive Drohen war wieder mal ganz und gar nicht lustig und bewog mich, mir aus der Halle eine dort befindliche Longierpeitsche zu holen. Nur die interessierte den guten Billy heute überhaupt nicht, schließlich war ich geritten und dann abgesessen, und dann ist eben ENDE. Ich bekam das Tier nicht vom Leib und das Drohen wurde immer schlimmer. Ich schleppte Billy - sobald die Forderung, etwas zu tun, aufhörte, war er wieder freundlich wie ein Lämmchen - daher in die Halle. Aufhören konnte ich an dem Punkt irgendwie auch nicht mehr. In der Halle nahm ich das Seil ab in der Hoffnung, mehr Abstand zu bekommen, denn die 7m vom Seil waren mir für den emotionalen Zustand, in dem wir uns beide befanden, eindeutig zu gering. War aber eine schlechte Idee, ich bekam ihn trotzdem nicht weiter weg, geschweige denn zum Laufen. Mit gesenktem Kopf á la Raubtier umkreiste mich der Billy seitwärtsgehend (naja, vielleicht bringts ja was für die Muckis, wenigstens). Irgendwann riss mir die Geduld, ich entfernte mich in die andere Hallenecke (und sobald ich nichts mehr wollte, schaute mir der billy wieder nach, freundlich wie ein Lämmchen), um dann laut brüllend, kreischend, und die Longierpeitsche mit allem was ich hatte um mich schnalzend in die andere Hallenhälfte zurückzukehren. Ich sah den Billy noch kurz drohen, dann aber eine Veränderung des Gesichtsausdruck in Richtung skeptisch, und dann machte ich lieber die Augen zu, ging einfach nur zielstrebig hin und her und fegte mit der Longierpeitsche alles auf 7m-Abstand, was sich in den Weg stellte. Neben der Hallenbande war auch der Billy einige Male gefühlt im Weg, aber er nahm mich immerhin ernst, denn als ich die Augen wieder öffnete, trabte er gleichsam schwebend durch die Halle, von Lahmen keine Spur zu sehen.
Puh. Büffli is back.
Das rückwärts ist weiter so zäh, unglaublich. Immer nur der erste Schritt. Ist der geschafft, gehts flüssig und relativ locker rückwärts. Auch ums Eck ist kein Problem, auch wenn wir manchmal neue Muster legen mit den Stangen. Rückwärts ist auch ohne Stangen genauso schwierig, also an den Stangen liegt es nicht.
Es war so schlimm heut, dass ich abgesessen bin und vom Boden geübt - da geht alles sehr fein, leichtes Porcupine Game an die Nase, und das Rückwärts ist da.
Ich versteh es einfach nicht. Mittlerweile verkrampf ich mich allerdings selbst schon so, dass mir alles wehtut nachher, d.h. wahrscheinlich blockiere ich selbst mittlerweile alles ... was dann aber nicht erklärt, warum es nach dem Kampf um den 1. Schritt dann immer lockerflockig losgeht.
Überhaupt war Billy heut in Oppositionslaune. Beim Trab zwischendurch war ich wieder einige Momente nicht sicher, ob ich vielleicht ein leichtes Ticken spüre. Jedenfalls wollte ich mir das nach erfolgreichem L-Durchqueren dann vom Boden nochmal anschauen. Stick hatte ich nicht mit, aber mit dem langen Seil umgeknüpft muss das ja wohl auch so gehen. Denkste. Billy fand es sehr dreist von mir, nach dem Absitzen, i.e. ENDE, tatsächlich noch was von ihm zu wollen. Statt zu traben oder auch nur Schritt zu gehen drohte er massiv in die Mitte und ging hübsch halb-seitwärts. Das massive Drohen war wieder mal ganz und gar nicht lustig und bewog mich, mir aus der Halle eine dort befindliche Longierpeitsche zu holen. Nur die interessierte den guten Billy heute überhaupt nicht, schließlich war ich geritten und dann abgesessen, und dann ist eben ENDE. Ich bekam das Tier nicht vom Leib und das Drohen wurde immer schlimmer. Ich schleppte Billy - sobald die Forderung, etwas zu tun, aufhörte, war er wieder freundlich wie ein Lämmchen - daher in die Halle. Aufhören konnte ich an dem Punkt irgendwie auch nicht mehr. In der Halle nahm ich das Seil ab in der Hoffnung, mehr Abstand zu bekommen, denn die 7m vom Seil waren mir für den emotionalen Zustand, in dem wir uns beide befanden, eindeutig zu gering. War aber eine schlechte Idee, ich bekam ihn trotzdem nicht weiter weg, geschweige denn zum Laufen. Mit gesenktem Kopf á la Raubtier umkreiste mich der Billy seitwärtsgehend (naja, vielleicht bringts ja was für die Muckis, wenigstens). Irgendwann riss mir die Geduld, ich entfernte mich in die andere Hallenecke (und sobald ich nichts mehr wollte, schaute mir der billy wieder nach, freundlich wie ein Lämmchen), um dann laut brüllend, kreischend, und die Longierpeitsche mit allem was ich hatte um mich schnalzend in die andere Hallenhälfte zurückzukehren. Ich sah den Billy noch kurz drohen, dann aber eine Veränderung des Gesichtsausdruck in Richtung skeptisch, und dann machte ich lieber die Augen zu, ging einfach nur zielstrebig hin und her und fegte mit der Longierpeitsche alles auf 7m-Abstand, was sich in den Weg stellte. Neben der Hallenbande war auch der Billy einige Male gefühlt im Weg, aber er nahm mich immerhin ernst, denn als ich die Augen wieder öffnete, trabte er gleichsam schwebend durch die Halle, von Lahmen keine Spur zu sehen.
Puh. Büffli is back.
Donnerstag, 22. März 2012
Heut haben Billy und ich uns wieder in Mikado versucht. Ich habe uns wieder ein Stangen-L aufgelegt.
Bisschen aufwärmen, und danach mal vorwärts durchs L (klappte dann auch super im langsamen Trab *freu*), oder auch über die 2 oder 1 Stange. Ein bisschen Galopp zum Munterwerden - Billy war dabei total brav und auch ich konnte wieder lockerer sitzen als zuletzt, als sich alles so furchtbar anfühlte.
Hauptsächlich übten wir aber Rückwärts durchs L. Das Lenken durch Verschiebn der Hinterhand klappt super (rechts nach links besser als umgekehrt), aber das Rückwärts selbst hakte wieder gewaltig. Erstens: Frauli hatte die Dressurgerte nicht mit. Und das übernasert der kluge Billy sowieso sofort. Also die Beine genommen statt Anstupfen mit der Gerte bei Nicht-Reaktion auf Sitz und Stimme. Beine-Klopfen (die klopfen erst, wenn keine Reaktion kommt) findet Billy noch viel blöder als die Gerte. Trotzdem, jeder Schritt war anfangs eine Qual. Aber mit der Zeit wurden die Wünsche flotter und flüssiger und williger umgesetzt, und so konnten wir mit einem guten Rückwärts durchs L einmal in jede Richtung schön abschließen.
Bisschen aufwärmen, und danach mal vorwärts durchs L (klappte dann auch super im langsamen Trab *freu*), oder auch über die 2 oder 1 Stange. Ein bisschen Galopp zum Munterwerden - Billy war dabei total brav und auch ich konnte wieder lockerer sitzen als zuletzt, als sich alles so furchtbar anfühlte.
Hauptsächlich übten wir aber Rückwärts durchs L. Das Lenken durch Verschiebn der Hinterhand klappt super (rechts nach links besser als umgekehrt), aber das Rückwärts selbst hakte wieder gewaltig. Erstens: Frauli hatte die Dressurgerte nicht mit. Und das übernasert der kluge Billy sowieso sofort. Also die Beine genommen statt Anstupfen mit der Gerte bei Nicht-Reaktion auf Sitz und Stimme. Beine-Klopfen (die klopfen erst, wenn keine Reaktion kommt) findet Billy noch viel blöder als die Gerte. Trotzdem, jeder Schritt war anfangs eine Qual. Aber mit der Zeit wurden die Wünsche flotter und flüssiger und williger umgesetzt, und so konnten wir mit einem guten Rückwärts durchs L einmal in jede Richtung schön abschließen.
Dienstag, 20. März 2012
Rezension
Philippe Karl, Die Schule der Légèreté 1+2. (2 DVDs). Pferdia TV, 2011. 212 Minuten. ~ € 80,-
Ich kannte von Philippe Karl neben seinen Büchern schon die 4-er DVD Serie "Klassische Dressur". Die gefiel mir gut, dort sieht man aber ausschließlich Philippe Karl selbst reiten, und natürlich sieht alles leicht und einfach aus. Diese 4 DVDs sind eine Darstellung des Ausbildungswegs.
Auf der DVD-Serie der "Schule der Légèrteté" sieht man nun nicht mehr Ph. Karl selbst reiten, sondern seine Schüler, während er sie unterrichtet. Durch dieses Format und auch durch den Titel habe ich mir erhofft, dass man hier das Erarbeiten von Lektionen bzw. auch der Grundlagen sehen wird; so ganz ist das dann leider nicht der Fall. Zwar reiten Karls Schüler, aber noch immer sieht alles leicht aus, und die gezeigten Lektionen werden zwar verfeinert, aber im Grunde sitzen sie schon einmal. Man nimmt einfach an einzelnen Reitstunden, erteilt von Ph. Karl, teil, die eben zu verschiedenen Zeitpunkten in der Ausbildung eines Pferdes herausgepickt wurden.
Was mir sehr gut gefallen hat sind die vielen verschiedenen Pferdetypen. Hier ist vom Quarter (dessen Gebäude Ph. Karl offenbar als so misslungen sieht, dass er ihn extra nochmal ohne Sattel vorführt *g*) über mehrere Hafis bis hin zum Warmblut wirklich viel an verschiedenen Typen herangezogen worden.
Die Kommentare von Ph. Karl an seine Schüler (und manchmal auch die hie und da fallengelassenen Bemerkungen in Richtung DVD- und Vorort-Publikum) sind durchaus hilfreich. Die DVDs unterscheiden sich aber inhaltlich nicht wirklich von der ersten Serie; was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass man z.B. einen Zusammenschnitt der Entwicklung einer bestimmten Lektion an einem Pferd sieht, wenn man also z.B. über Wochen oder Monate hinweg immer wieder Aufnahmen der Lektion zusammengeschnitten hätte und so die Entwicklung vom ersten Heranführen des Pferdes bis hin zum aktuellen Könnenstand mitverfolgen könnte. Beispiel Spanischer Schritt: Alle Pferde haben das Grundprinzip verstanden, es wird verfeinert; es wird aber kein Pferd gezeigt, dass seinen ersten Ansatz zum Spanischen Schritt gerade lernt. So etwas hätte ich gern gesehen.
Es ist eine sehr runde, harmonische, brave DVD, durchaus anschauenswert. Wer aber eh schon die 4-er Serie zu Hause hat, muss sie denke ich nicht unbedingt auch noch besitzen; vor allem angesichts des doch recht stolzen Preises ;-).
Ich kannte von Philippe Karl neben seinen Büchern schon die 4-er DVD Serie "Klassische Dressur". Die gefiel mir gut, dort sieht man aber ausschließlich Philippe Karl selbst reiten, und natürlich sieht alles leicht und einfach aus. Diese 4 DVDs sind eine Darstellung des Ausbildungswegs.
Auf der DVD-Serie der "Schule der Légèrteté" sieht man nun nicht mehr Ph. Karl selbst reiten, sondern seine Schüler, während er sie unterrichtet. Durch dieses Format und auch durch den Titel habe ich mir erhofft, dass man hier das Erarbeiten von Lektionen bzw. auch der Grundlagen sehen wird; so ganz ist das dann leider nicht der Fall. Zwar reiten Karls Schüler, aber noch immer sieht alles leicht aus, und die gezeigten Lektionen werden zwar verfeinert, aber im Grunde sitzen sie schon einmal. Man nimmt einfach an einzelnen Reitstunden, erteilt von Ph. Karl, teil, die eben zu verschiedenen Zeitpunkten in der Ausbildung eines Pferdes herausgepickt wurden.
Was mir sehr gut gefallen hat sind die vielen verschiedenen Pferdetypen. Hier ist vom Quarter (dessen Gebäude Ph. Karl offenbar als so misslungen sieht, dass er ihn extra nochmal ohne Sattel vorführt *g*) über mehrere Hafis bis hin zum Warmblut wirklich viel an verschiedenen Typen herangezogen worden.
Die Kommentare von Ph. Karl an seine Schüler (und manchmal auch die hie und da fallengelassenen Bemerkungen in Richtung DVD- und Vorort-Publikum) sind durchaus hilfreich. Die DVDs unterscheiden sich aber inhaltlich nicht wirklich von der ersten Serie; was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass man z.B. einen Zusammenschnitt der Entwicklung einer bestimmten Lektion an einem Pferd sieht, wenn man also z.B. über Wochen oder Monate hinweg immer wieder Aufnahmen der Lektion zusammengeschnitten hätte und so die Entwicklung vom ersten Heranführen des Pferdes bis hin zum aktuellen Könnenstand mitverfolgen könnte. Beispiel Spanischer Schritt: Alle Pferde haben das Grundprinzip verstanden, es wird verfeinert; es wird aber kein Pferd gezeigt, dass seinen ersten Ansatz zum Spanischen Schritt gerade lernt. So etwas hätte ich gern gesehen.
Es ist eine sehr runde, harmonische, brave DVD, durchaus anschauenswert. Wer aber eh schon die 4-er Serie zu Hause hat, muss sie denke ich nicht unbedingt auch noch besitzen; vor allem angesichts des doch recht stolzen Preises ;-).
Sonntag, 18. März 2012
Das Wochenende war wunderschön! Warm und sonnig. An beiden Tagen gingen Billy und ich mit Stallkollegen ausreiten. Wir machten beide Male die gleiche Runde wie auch schon letzte Woche. Der Fortschritt zeigt sich sofort: Während Billy und das Westernstütchen letztes Mal ja noch total aus dem Häuschen waren, war Billy diesmal am Samstag schon recht entspannt, und am Sonntag bereits gelangweilt von der immer gleichen Runde.
Beide Tage waren wir so 1,5 Std. unterwegs.
Am Samstag war Billys Geburtstag ... jetzt ist er 9 und sollte langsam erwachsen werden. auf unserem Geburtstagsausritt war alles bereits so entspannt, dass ich auch ein paar Fotos machen konnte von diesem wunderschönen Tag und unserer wunderschönen Ausreitstrecke :-)
Beide Tage waren wir so 1,5 Std. unterwegs.
Am Samstag war Billys Geburtstag ... jetzt ist er 9 und sollte langsam erwachsen werden. auf unserem Geburtstagsausritt war alles bereits so entspannt, dass ich auch ein paar Fotos machen konnte von diesem wunderschönen Tag und unserer wunderschönen Ausreitstrecke :-)
Donnerstag, 15. März 2012
Billy ist weiterhin grantig wenn ich putzen möchte. Bis hin zum Herschnappen und beim Hufeanheben ein Treten anzudeuten. Ich würde ja glauben, dass irgendwas weh tut oder der Fellwechsel gar so anstrengend ist, wenn nicht nach der Reiteinheit das Billytier streichelweich wäre, sich abschmusen lässt, die Hufe nach der Reihe selbständig aufhebt, und das ganze auch noch mit freundlichem Gesicht. Ich verstehe echt manchmal nicht was in ihm vorgeht...
Reiterlich war ich heut langweilig. Billy durfte mir eine Sitzschulungseinheit geben. Wir starteten am Viereck (wieder toll bereitbar und noch hell *juhu*) im Schritt; ich bemühte mich, nicht unbewusst die Beine treibend anzuspannen oder den Hintern, sondern ganz locker zu sitzen, und Billy hatte sich im GEgenzug zu bemühen, meine Beinsignale aber sofort umzusetzen und auch beim WEglassen nicht gleich wieder in Schlurfschritt zu verfallen. So klappte das ganz gut.
Wir gingen über zum Trab, und zu großen Zirkeln, ohne Zügel, Bein nur kurz dran und wieder weg. Klappte auch gut, nachdem wir kurz geklärt hatten, dass Trab nur Trab heißt und nicht: "Trab, soll wohl heißen schnell raus aus dem Viereck". Ging auch noch gut, Billy trabte gleichmäßig und fein dahin, nachdem er nur zweimal probiert hatte, ob Schritt nicht vielleicht auch durchgeht. Nein, Billy.
Dann, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht zu galoppieren, hab ichs wieder doch gemacht - und mich geärgert. Wollte einfach gleich wieder zu viel. Wir haben das halt lange nicht geübt. Es war nicht so schlecht, der Galopp an sich, auch da bemühte ich mich ganz locker zu sitzen und die Beine nicht hochzuziehen und sonst nicht viel von Billy zu verlangen. Nur das Angaloppieren selbst ist momentan ein Graus, Renntrab und iiirgendwann dann mal ein holpriger Galopp, erst nach einiger Zeit dann ordentliche Sprünge. Daher hab ich beschlossen zu probieren, aus dem Schritt anzugaloppieren. Das war dann zu viel für uns beide, sprich der Moment, wo ich mich zu ärgern begann, weil es nicht klappte. Immer wieder: Galoppkommando, Renntrab, Schrittparade, und wieder von vorn. Ich konnte dann aber schlecht aufhören und habs eben so lange probiert, bis ich auf jeder Hand einmal ein anständiges Angaloppieren aus dem Schritt mit anschließend ein paar lockeren Galoppsprüngen bekommen hatte. Teilweise kann Billy wohl nix dafür, ich versteif mich total im Versuch, eine möglichst klare Galopphilfe zu geben, und dann wirds erst nix, und mich dann drüber zu ärgern, ist natürlich unfair.
Nachher war der schwitzende Billy wie erwähnt streichelweich, holte sich höflich seine Leckerlis ab, genoss , sich wutzeln zu dürfen, ließ sich das schwitzige Fell kraulen und mampfte zufrieden die Heucobs. Vielleicht braucht er echt nur bisschen mehr Arbeit ;-)
Reiterlich war ich heut langweilig. Billy durfte mir eine Sitzschulungseinheit geben. Wir starteten am Viereck (wieder toll bereitbar und noch hell *juhu*) im Schritt; ich bemühte mich, nicht unbewusst die Beine treibend anzuspannen oder den Hintern, sondern ganz locker zu sitzen, und Billy hatte sich im GEgenzug zu bemühen, meine Beinsignale aber sofort umzusetzen und auch beim WEglassen nicht gleich wieder in Schlurfschritt zu verfallen. So klappte das ganz gut.
Wir gingen über zum Trab, und zu großen Zirkeln, ohne Zügel, Bein nur kurz dran und wieder weg. Klappte auch gut, nachdem wir kurz geklärt hatten, dass Trab nur Trab heißt und nicht: "Trab, soll wohl heißen schnell raus aus dem Viereck". Ging auch noch gut, Billy trabte gleichmäßig und fein dahin, nachdem er nur zweimal probiert hatte, ob Schritt nicht vielleicht auch durchgeht. Nein, Billy.
Dann, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht zu galoppieren, hab ichs wieder doch gemacht - und mich geärgert. Wollte einfach gleich wieder zu viel. Wir haben das halt lange nicht geübt. Es war nicht so schlecht, der Galopp an sich, auch da bemühte ich mich ganz locker zu sitzen und die Beine nicht hochzuziehen und sonst nicht viel von Billy zu verlangen. Nur das Angaloppieren selbst ist momentan ein Graus, Renntrab und iiirgendwann dann mal ein holpriger Galopp, erst nach einiger Zeit dann ordentliche Sprünge. Daher hab ich beschlossen zu probieren, aus dem Schritt anzugaloppieren. Das war dann zu viel für uns beide, sprich der Moment, wo ich mich zu ärgern begann, weil es nicht klappte. Immer wieder: Galoppkommando, Renntrab, Schrittparade, und wieder von vorn. Ich konnte dann aber schlecht aufhören und habs eben so lange probiert, bis ich auf jeder Hand einmal ein anständiges Angaloppieren aus dem Schritt mit anschließend ein paar lockeren Galoppsprüngen bekommen hatte. Teilweise kann Billy wohl nix dafür, ich versteif mich total im Versuch, eine möglichst klare Galopphilfe zu geben, und dann wirds erst nix, und mich dann drüber zu ärgern, ist natürlich unfair.
Nachher war der schwitzende Billy wie erwähnt streichelweich, holte sich höflich seine Leckerlis ab, genoss , sich wutzeln zu dürfen, ließ sich das schwitzige Fell kraulen und mampfte zufrieden die Heucobs. Vielleicht braucht er echt nur bisschen mehr Arbeit ;-)
Dienstag, 13. März 2012
Schade, unser geplanter Ausritt wurde nichts, da sich meine Stallkollegin das Kreuz so sehr verrissen hat, dass sie sogar zum Arzt musste, die Arme.
Billy und ich drehten daher lieber nur eine kleine Aufwärmrunde um den Hausberg, blieben also in der Comfortzone. Eine andere Einstellerin mit ihrer älteren STute begleitete uns zu Fuß.
Danach gingen wir - ohne Protest von Billy, der bei der Gelegenheit gern beim Vorbeigehen in den Putzraum abbiegt - aufs Viereck. Leider hatte es offenbar hier mehr geregnet, Viereck im Gegensatz zum letzten Mal relativ überschwemmt. Aber trotzdem griffig.
Ich übte wieder mal relativ planlos Trab und Galopp. Wir waren beide total verspannt und schief. Galopp war furchtbar. Als müsste ich neu beginnen, fühlt sich grausig an. Billy war zäh und wollte die Gangart, egal ob Trab oder Galopp, niccht halten. Im Schritt musste man um jeden Schritt bitten. Im Galopp musste ich mich extrem zusammenreißen, locker mitzusitzen und nicht jeden Sprung anzuschieben.
Ich brauch echt dringend irgendwelchen Unterricht. Oder wenigstens nen Plan.
Naja, vielleicht nächstes mal wieder besser.... Billy ist auch dermaßen grantig, ich weß ncht warum. Die meisten anderen Pferde ebenso. Aus Solidarität mit einem verletzten Pferd kommen sie derzeit weniger auf die größere Auslauffläche, vermutlich deshalb. Aber deshalb muss man wohl nicht gleich wieder alles am Frauchen auslassen udn beißen und treten drohen. Da gabs ein paar Diskussionen zwischen uns. Wenigstens lass ich mich davon mittlerweile wenig beeindrucken...
Billy und ich drehten daher lieber nur eine kleine Aufwärmrunde um den Hausberg, blieben also in der Comfortzone. Eine andere Einstellerin mit ihrer älteren STute begleitete uns zu Fuß.
Danach gingen wir - ohne Protest von Billy, der bei der Gelegenheit gern beim Vorbeigehen in den Putzraum abbiegt - aufs Viereck. Leider hatte es offenbar hier mehr geregnet, Viereck im Gegensatz zum letzten Mal relativ überschwemmt. Aber trotzdem griffig.
Ich übte wieder mal relativ planlos Trab und Galopp. Wir waren beide total verspannt und schief. Galopp war furchtbar. Als müsste ich neu beginnen, fühlt sich grausig an. Billy war zäh und wollte die Gangart, egal ob Trab oder Galopp, niccht halten. Im Schritt musste man um jeden Schritt bitten. Im Galopp musste ich mich extrem zusammenreißen, locker mitzusitzen und nicht jeden Sprung anzuschieben.
Ich brauch echt dringend irgendwelchen Unterricht. Oder wenigstens nen Plan.
Naja, vielleicht nächstes mal wieder besser.... Billy ist auch dermaßen grantig, ich weß ncht warum. Die meisten anderen Pferde ebenso. Aus Solidarität mit einem verletzten Pferd kommen sie derzeit weniger auf die größere Auslauffläche, vermutlich deshalb. Aber deshalb muss man wohl nicht gleich wieder alles am Frauchen auslassen udn beißen und treten drohen. Da gabs ein paar Diskussionen zwischen uns. Wenigstens lass ich mich davon mittlerweile wenig beeindrucken...
Samstag, 10. März 2012
Heute wurde der aufregende Ausritt mit Stallkollegin auf dem Westernstütchen wiederholt, und wieder konnten wir alle 4 diesen Ausritt positiv abhaken. Ich freu mich sehr, dass ich die Gelegenheit bekomme öfter rauszugehen und das ganze nicht mit einem negativen Erlebnis zu beenden sondern dabei zu lernen, dass wir auch brenzlige Situationen (wobei die Brenzligkeit hauptsächlich in meinem Kopf existiert...) gut meistern können, ohne dass Katastrophen passieren. Ich muss aber schon sagen, dass das alles ein sehr sehr knappes Entlangschrammen an der Roten Grenze für mich und auch für Billy, glaube ich, bedeutet.
Wir gingen wieder zu viert los, diesmal war das Westernstütchen wesentlich entspannter, solange wir auf dem Weg waren, den sie vom letzten Mal kannte. Es gab auch keine Diskussion, überhaupt den Hof zu verlassen, wie beim letzten Mal. Auch Billy unetrlässt momentan jegliche derartige Diskussion, übrigens.
Wir nahmen dann recht bald mal eine andere Abzweigung als letztes Mal. Meine Angst-Abzweigung! Die, wo IMMER irgendwas passiert und mir Billy mindestens 5x umgedreht hat und heim wollte. Jedesmal ist dort irgendwas. Gehe ich zu Fuß, um meine Confidence etwas zu stärken, geht der Weg genau dort, wo Billy anfängt unconfident zu werden, in eine pure Eisplatte über und ich muss umdrehen. Oder es kommen Kühe auf uns zugaloppiert. Oder es kommt der große große Milch-LKW daher; links und rechts sind dort an einer Stelle übrigens Stacheldrähte für die Kühe *aaah*. Ja und wie konnte es anders sein: Genau dort wo Billy immer unconfident wird, hörte man schon das Geräusch einer MOtorsäge, die genau neben dem Weg Bäume fällte. Ich geriet in Panik, Billy hätte gern umgedreht. Westernstuti auch nicht besonders confident ;-). Da war ich nur froh, dass ich die resolute Stallkollegin mithatte, die nur von hinten rief, dass wir da jetzt AUF KEINEN FALL UMDREHEN. Ich gab dieses Kommando mal an Billy weiter, der dabei war im Schritt "einzufrieren" und spürbar an den heimatlichen Stall dachte. Der Mann an der Motorsäge war ein wirlich total netter, der das Ding abstellte, als er uns da mit den Pferden um jeden Schritt kämpfen sah. Ich würd Billy ja gern stehen und schauen lassen, aber wie oftmals erwähnt, geht das normalerweise schief. Also resolut vorbeigetrieben, wir trabten, besser als stehen, umdrehen, heimgaloppieren, und dann waren wir vorbei und im Wald und alle wieder etwas entspannter. Stuti ist übrigens von der gleichen Sorte wie Billy, friert eher ein als davonzustürmen, die beiden sind sich irgendwie ähnlich ;-).
Danach ging es ein Weilchen recht entspannt die Straße entlang, bis wir zum nächsten Hof kamen. Da führt der Weg wieder mal durch. Stütchen war etwas fertig mit den Nerven, und auch körperlich, weil steil. Billy schwitzte kein bisschen, auch ein Zeichen, wie viel Angst er in Wirklichkeit hat, nämlich kaum. Wenn er sich wirklich fürchtet, dann schwitzt auch ein Billy ordentlich. Als wir an der mit Planen zugemachten Halle im Hof vorbeiritten, raschelten die natürlich prompt in einem Windstoß, Billy war eigentlich relativ cool, ließ sich aber von STütchen anstecken, und so mussten wir beide wieder überreden, nicht heimzugehen. Haben sie brav gemeistert, und es folgte wieder ein entspannterer Abschnitt über den Weg auf den Wiesen und durch den Wald.
Noch ein weiterer Hof musste auf unserer RUnde durchquert werden. Wieder musste ich Billy scon vorher um jeden Schritt weiter bitten. Und dann gab es auf diesem Hof so eine Ungeheuerlichkeit wie ENTEN! Da stand Billy kurz vor der Explosion (malte sich zumindest mein pessimistisches Hirn farbenfroh aus), und ich bat, ob wir kurz stehenbleiben und die Enten anschauen können. Billy überlegte fühlbar, ob er die Enten untersuchen oder vor ihnen flüchten sollte, er war unentschlossen ;-). Wir standen kurz, dann drängte die Stallkollegin weiterzureiten, weil das Stehen für Stuti wiederum kontraproduktiv war und die eher noch mehr die Nerven schmiss. Billy hatte auch genug geschaut und wir führten Stuti dann ziemlich confident und mutig durch den Hof wieder zurück auf die Straße, um unsere Runde zu vollenden. Die Stallkollegin lobte uns und Billy, was er nicht für ein cooler Kerl ist, und JA, das ist er eh, wenn Frauchen nicht ausflippt ;-).
Kaum hatten wir den Hof durchquert und die Straße erreicht, war es, als hätte man Billy und mir einen Schalter umgelegt. Völlig confident fühlte ich mich da, und Billy auch ... denn ab hier gehts nach Hause! ich weiß wirklic nicht, ob das nun an mir lag oder an ihm... Jedenfalls war es endlich vorbei, dass er nach jedem Schritt steckenzubleiben drohte und man daher jeden Schritt raustreiben musste. Beide Pferde gingen plötzlich in brav flüssigem flottem Schritt die Straße entlang... Wir trafen noch Kinder, die uns völlig egal waren, und dann war die Runde auch schon beendet.
War wieder richtig toll; Billy schwitzte kaum, trotz der Bergaufstrecke am Schluss. Bekam eine Armvoll Heu und wir einen Nachmittagskaffee im Sonnenschein.
Ach, ich hoffe wirklich dass wir heuer noch oft gemeinsam rausgehen können, damit ich mich überwinden kann und mit Billy auch mal die Führungsrolle übernehmen muss. Denn wenn ich nicht muss, dann tu ichs nicht, und dann wird alles wieder nur schlimmer statt besser. Mal sehen. Für Dienstag haben wir uns wieder verabredet.
Wir gingen wieder zu viert los, diesmal war das Westernstütchen wesentlich entspannter, solange wir auf dem Weg waren, den sie vom letzten Mal kannte. Es gab auch keine Diskussion, überhaupt den Hof zu verlassen, wie beim letzten Mal. Auch Billy unetrlässt momentan jegliche derartige Diskussion, übrigens.
Wir nahmen dann recht bald mal eine andere Abzweigung als letztes Mal. Meine Angst-Abzweigung! Die, wo IMMER irgendwas passiert und mir Billy mindestens 5x umgedreht hat und heim wollte. Jedesmal ist dort irgendwas. Gehe ich zu Fuß, um meine Confidence etwas zu stärken, geht der Weg genau dort, wo Billy anfängt unconfident zu werden, in eine pure Eisplatte über und ich muss umdrehen. Oder es kommen Kühe auf uns zugaloppiert. Oder es kommt der große große Milch-LKW daher; links und rechts sind dort an einer Stelle übrigens Stacheldrähte für die Kühe *aaah*. Ja und wie konnte es anders sein: Genau dort wo Billy immer unconfident wird, hörte man schon das Geräusch einer MOtorsäge, die genau neben dem Weg Bäume fällte. Ich geriet in Panik, Billy hätte gern umgedreht. Westernstuti auch nicht besonders confident ;-). Da war ich nur froh, dass ich die resolute Stallkollegin mithatte, die nur von hinten rief, dass wir da jetzt AUF KEINEN FALL UMDREHEN. Ich gab dieses Kommando mal an Billy weiter, der dabei war im Schritt "einzufrieren" und spürbar an den heimatlichen Stall dachte. Der Mann an der Motorsäge war ein wirlich total netter, der das Ding abstellte, als er uns da mit den Pferden um jeden Schritt kämpfen sah. Ich würd Billy ja gern stehen und schauen lassen, aber wie oftmals erwähnt, geht das normalerweise schief. Also resolut vorbeigetrieben, wir trabten, besser als stehen, umdrehen, heimgaloppieren, und dann waren wir vorbei und im Wald und alle wieder etwas entspannter. Stuti ist übrigens von der gleichen Sorte wie Billy, friert eher ein als davonzustürmen, die beiden sind sich irgendwie ähnlich ;-).
Danach ging es ein Weilchen recht entspannt die Straße entlang, bis wir zum nächsten Hof kamen. Da führt der Weg wieder mal durch. Stütchen war etwas fertig mit den Nerven, und auch körperlich, weil steil. Billy schwitzte kein bisschen, auch ein Zeichen, wie viel Angst er in Wirklichkeit hat, nämlich kaum. Wenn er sich wirklich fürchtet, dann schwitzt auch ein Billy ordentlich. Als wir an der mit Planen zugemachten Halle im Hof vorbeiritten, raschelten die natürlich prompt in einem Windstoß, Billy war eigentlich relativ cool, ließ sich aber von STütchen anstecken, und so mussten wir beide wieder überreden, nicht heimzugehen. Haben sie brav gemeistert, und es folgte wieder ein entspannterer Abschnitt über den Weg auf den Wiesen und durch den Wald.
Noch ein weiterer Hof musste auf unserer RUnde durchquert werden. Wieder musste ich Billy scon vorher um jeden Schritt weiter bitten. Und dann gab es auf diesem Hof so eine Ungeheuerlichkeit wie ENTEN! Da stand Billy kurz vor der Explosion (malte sich zumindest mein pessimistisches Hirn farbenfroh aus), und ich bat, ob wir kurz stehenbleiben und die Enten anschauen können. Billy überlegte fühlbar, ob er die Enten untersuchen oder vor ihnen flüchten sollte, er war unentschlossen ;-). Wir standen kurz, dann drängte die Stallkollegin weiterzureiten, weil das Stehen für Stuti wiederum kontraproduktiv war und die eher noch mehr die Nerven schmiss. Billy hatte auch genug geschaut und wir führten Stuti dann ziemlich confident und mutig durch den Hof wieder zurück auf die Straße, um unsere Runde zu vollenden. Die Stallkollegin lobte uns und Billy, was er nicht für ein cooler Kerl ist, und JA, das ist er eh, wenn Frauchen nicht ausflippt ;-).
Kaum hatten wir den Hof durchquert und die Straße erreicht, war es, als hätte man Billy und mir einen Schalter umgelegt. Völlig confident fühlte ich mich da, und Billy auch ... denn ab hier gehts nach Hause! ich weiß wirklic nicht, ob das nun an mir lag oder an ihm... Jedenfalls war es endlich vorbei, dass er nach jedem Schritt steckenzubleiben drohte und man daher jeden Schritt raustreiben musste. Beide Pferde gingen plötzlich in brav flüssigem flottem Schritt die Straße entlang... Wir trafen noch Kinder, die uns völlig egal waren, und dann war die Runde auch schon beendet.
War wieder richtig toll; Billy schwitzte kaum, trotz der Bergaufstrecke am Schluss. Bekam eine Armvoll Heu und wir einen Nachmittagskaffee im Sonnenschein.
Ach, ich hoffe wirklich dass wir heuer noch oft gemeinsam rausgehen können, damit ich mich überwinden kann und mit Billy auch mal die Führungsrolle übernehmen muss. Denn wenn ich nicht muss, dann tu ichs nicht, und dann wird alles wieder nur schlimmer statt besser. Mal sehen. Für Dienstag haben wir uns wieder verabredet.
Donnerstag, 8. März 2012
Heut gab es mal was ganz Neues: Long Reins, unser erstes Mal!
Bisher habe ich aus Zone 5 zwar schon mit einem Seil gearbeitet, aber noch nie mit zweien. Das haben wir heute zum ersten Mal ausprobiert, und ich kann gleich sagen, es hat wieder mal alles super geklappt :-).
Als erstes natürlich Friendly Game. Ich schnallte die beiden Feather Lines ins Knotenhalfter, eine links, eine rechts, begab mich mit etwas Abstand in Zone 3 und begann dann sie mit Neutralstellung zu schwingen, auf und ab, vor und zurück, über den Kopf und wieder zurück, dann begann ich mich dabei zu bewegen, ging in Zone 5, auch dort auf und ab, über den Kopf, über den Rücken, mal an den Popo geklatscht. Billy stand wie nicht anders erwartet wie eine Statue.
Weiter gings, Porcupine Game: Ich ging wieder in Zone 3 und begann mit dem äußeren Seil um Billys Popo Druck zu machen, bis er mit dem Hintern auf mich zu wich. Danach mit dem gleichen äußeren Seil weiter Druck, der, sobald der Hintern weggeschwungen ist, dann eben aufs Halfter wirkt. Man hat so ein schönes "Indirect-Direct-Rein-Ballett". DAnn wieder zurück mit dem anderen Seil.
Wir gingen über zu einem Driving Game, ich blieb noch in Zone 3 und wir gingen mal auf den Zirkel oder auch gerade aus. Als Driving-Unterstützung nahm ich übrigens die lange Bogen-Peitsche, das hat super geklappt. Wir übten ein bisschen lenken und ich ließ mich in Zone 5 zurückfallen. Auf Anhieb ging Billy weiter, und wir blieben mal auf dem Hufschlag und übten Übergänge. Schritt-Trab klappt hervorragend, sofort und auf Phase 1. Ich trabe, er trabt. Ich gehe schritt, er geht Schritt. Auch ein Zulegen im Trab klappte gut, und übermütig probierte ich ob er galoppiert, wenn ich da hinten galoppiere, aber das artete in Renntrab aus, weil ers nicht kapierte, das war zu früh und ich habs wieder gelassen. Stattdessen konzentrierten wir uns lieber aufs Anhalten, ist ja auch wichtig ;-). Interessanterweise klappte das nicht so gut wie erwartet, da musste ich schon Druck ausüben auf beide Long Reins, damit er endlich stehenblieb. Da er aber ja sehr gerne stehenbleibt normalerweise, nehme ich an, dass er nicht kapiert hat, oder dass ich hinter ihm doch zu viel Druck bin (glaube ich aber eigentlich nicht). Ich hab dabei auch erkannt, dass mein normales energischeres Kommando für "Halt", nämlich das Seil auf- und abzuschütteln, aus Zone 5 mit den Long Reins nicht mehr funktioniert, weil das Schütteln von hinten automatisch ein "vorwärts"-Signal auf Zone 5 und 4 ausübt! Da kannte sich der billy ganz offensichtlich nicht aus, also bin ich dazu übergegangen, ein STimmkommando zu geben (das er brav ignorierte *ähem*) und selbst stehenzubleiben und ihn in die Reins einfach reinlaufen zu lassen. So klappte es dann ganz gut und konnte ein wenig verfeinert werden; braucht aber wirklich noch Übung.
Ein paar Schritte rückwärts klappten dann auch noch :-).
Worauf ich sehr stolz bin ist dass Billy und ich uns kein einziges mal in dem Leinengemurkse verheddert haben, unsere Spezialität. Ich schaffte es die Leinen so zu handhaben, dass er kein einziges Mal draufstieg. einfach ist das nicht, denn wenn die Leinen durchhängen, sind sie schon recht nah am Boden.
Später am Abend sah ich dann zufällig eine DVD von Stacy Westfall an, "Whoa" - wo sie lustigerweise genau dasselbe vom Boden macht: Long reins und anhalten. Die DVD liegt seit 2 Monaten in meinem DVD Player, und gerade heute hatte ich Zeit und Lust zu schauen - und dann genau das was ich brauchen konnte, witzig. Stacy fädelt übrigens die Leinen durch die Bügel des Westernsattels, das werd ich einmal ausprobieren. Und auch die Tips fürs Anhalten waren nicht schlecht, da hab ich noch einiges auszuprobieren bekommen.
Bisher habe ich aus Zone 5 zwar schon mit einem Seil gearbeitet, aber noch nie mit zweien. Das haben wir heute zum ersten Mal ausprobiert, und ich kann gleich sagen, es hat wieder mal alles super geklappt :-).
Als erstes natürlich Friendly Game. Ich schnallte die beiden Feather Lines ins Knotenhalfter, eine links, eine rechts, begab mich mit etwas Abstand in Zone 3 und begann dann sie mit Neutralstellung zu schwingen, auf und ab, vor und zurück, über den Kopf und wieder zurück, dann begann ich mich dabei zu bewegen, ging in Zone 5, auch dort auf und ab, über den Kopf, über den Rücken, mal an den Popo geklatscht. Billy stand wie nicht anders erwartet wie eine Statue.
Weiter gings, Porcupine Game: Ich ging wieder in Zone 3 und begann mit dem äußeren Seil um Billys Popo Druck zu machen, bis er mit dem Hintern auf mich zu wich. Danach mit dem gleichen äußeren Seil weiter Druck, der, sobald der Hintern weggeschwungen ist, dann eben aufs Halfter wirkt. Man hat so ein schönes "Indirect-Direct-Rein-Ballett". DAnn wieder zurück mit dem anderen Seil.
Wir gingen über zu einem Driving Game, ich blieb noch in Zone 3 und wir gingen mal auf den Zirkel oder auch gerade aus. Als Driving-Unterstützung nahm ich übrigens die lange Bogen-Peitsche, das hat super geklappt. Wir übten ein bisschen lenken und ich ließ mich in Zone 5 zurückfallen. Auf Anhieb ging Billy weiter, und wir blieben mal auf dem Hufschlag und übten Übergänge. Schritt-Trab klappt hervorragend, sofort und auf Phase 1. Ich trabe, er trabt. Ich gehe schritt, er geht Schritt. Auch ein Zulegen im Trab klappte gut, und übermütig probierte ich ob er galoppiert, wenn ich da hinten galoppiere, aber das artete in Renntrab aus, weil ers nicht kapierte, das war zu früh und ich habs wieder gelassen. Stattdessen konzentrierten wir uns lieber aufs Anhalten, ist ja auch wichtig ;-). Interessanterweise klappte das nicht so gut wie erwartet, da musste ich schon Druck ausüben auf beide Long Reins, damit er endlich stehenblieb. Da er aber ja sehr gerne stehenbleibt normalerweise, nehme ich an, dass er nicht kapiert hat, oder dass ich hinter ihm doch zu viel Druck bin (glaube ich aber eigentlich nicht). Ich hab dabei auch erkannt, dass mein normales energischeres Kommando für "Halt", nämlich das Seil auf- und abzuschütteln, aus Zone 5 mit den Long Reins nicht mehr funktioniert, weil das Schütteln von hinten automatisch ein "vorwärts"-Signal auf Zone 5 und 4 ausübt! Da kannte sich der billy ganz offensichtlich nicht aus, also bin ich dazu übergegangen, ein STimmkommando zu geben (das er brav ignorierte *ähem*) und selbst stehenzubleiben und ihn in die Reins einfach reinlaufen zu lassen. So klappte es dann ganz gut und konnte ein wenig verfeinert werden; braucht aber wirklich noch Übung.
Ein paar Schritte rückwärts klappten dann auch noch :-).
Worauf ich sehr stolz bin ist dass Billy und ich uns kein einziges mal in dem Leinengemurkse verheddert haben, unsere Spezialität. Ich schaffte es die Leinen so zu handhaben, dass er kein einziges Mal draufstieg. einfach ist das nicht, denn wenn die Leinen durchhängen, sind sie schon recht nah am Boden.
Später am Abend sah ich dann zufällig eine DVD von Stacy Westfall an, "Whoa" - wo sie lustigerweise genau dasselbe vom Boden macht: Long reins und anhalten. Die DVD liegt seit 2 Monaten in meinem DVD Player, und gerade heute hatte ich Zeit und Lust zu schauen - und dann genau das was ich brauchen konnte, witzig. Stacy fädelt übrigens die Leinen durch die Bügel des Westernsattels, das werd ich einmal ausprobieren. Und auch die Tips fürs Anhalten waren nicht schlecht, da hab ich noch einiges auszuprobieren bekommen.
Dienstag, 6. März 2012
Rezension
Karen Rohlf: Dressage,
Naturally. Results in Harmony (Book and DVD). A Guide to the Basics of Dressage
from a Natural Horsemanship Perspective.Temenos Fields, 2007.187pp. US $
99,-
Der Klappentext:
Der Klappentext:
„A result of Karen Rohlf's combined experience as a dressage
professional and her immersion in natural horsemanship, this book/DVD bridges
the gap between these two worlds. The material will take every horseman on a
practical and philosophical journey to create healthy bio-mechanics and
stronger partnerships through combining principles of natural horsemanship with
the art of dressage.“
Dieses Buch war eins der besten, die ich in letzter Zeit
gelesen habe.
Karen Rohlf teilt das Buch in 3 große Teile. Im ersten
stellt sie ihre Prinzipien dar, spricht über Horsemanship und Dressur im
allgemeinen, beschreibt Sinn und Zweck der Dressur und die Zutaten, die dafür
nötig sind. Hier kann man gleich einwerfen, dass sich das Buch sicher nicht an
Anfägner richtet, weder in Sachen Dressur noch in Sachen Horsemanship. So setzt
Karen Rohlf z.B. für die später folgenden Übungen zum Zügelkontakt voraus, dass
alles ohne Zügel ohnehin klappt. Wie man dahin kommt, wird nicht beschrieben,
es wird vorausgesetzt, dass man das alleine hinkriegt. Eher noch ist das Buch
sinnvoll für Dressur-Anfänger, die also recht weit in Sachen Horsemanship und
vielleicht FreeStyle Reiten sind, aber noch wenig Erfahrung mit Zügelkontakt
und Dressur im allgemeinen haben.
Im zweiten Teil geht es dann ans Eingemachte. Es ist der
umfangreichste Teil und besteht aus sehr genau beschriebenen Übungen, die in
Themenschwerpunkte zusammengefasst sind. Einer davon ist z.B. Energie; hier
finden sich Übungen, wie man sein Pferd „vor den Schenkel“ bekommt, wie man
selbst seine Energie an- und abschalten, hoch- und runterfahren kann. Ein
weiterer Schwerpunkt ist Balance, hier finden sich Übungen, die das Pferd
geraderichten oder das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand bringen. Weitere
wichtige Themen sind Flexibility und Mobility.
Im dritten Teil gibt es noch eine Reihe kurzer Essays zur
Einstellung gegenüber dem Pferd und dem Training, die auch noch einmal sehr
nett zu lesen sind.
Am wichtigsten ist der zweite Teil. Eigentlich ist er sehr
gut strukturiert. Eigentlich, denn durch die vielen Unetrkapitel und
Unterpunkte verlor ich hie und da den Faden. Er ist aber definitiv da, da hilft
auch noch einmal die Übersicht ganz hinten, die alle Übungen ihrem Namen nach
einzeln auflistet. Man sollte das Buch wohl zuerst in einem durchlesen, um das „big
picture“, das Karen Rohlf immer wieder erwähnt, einmal zu sehen, bevor man es
dann wieder und wieder in seinen Details durchsieht und anfängt, die Übungen
auszuprobieren.
Was mir besonders gefallen hat, war die „kochrezeptartige“
Anleitung zu den einzelnen Übungen. Hier hat man wirklich minutiös beschrieben,
worauf zu achten ist, worauf man bei sich selbst achten soll und worauf beim
Pferd, wie man erkennt wann es richtig ist, welche Fehler man nicht machen
sollte. Am besten sollte man das Buch zum Pferd mitnehmen ;-). Manchmal steht
man natürlich auch an, immer dann, wenn Pferd nicht so reagiert, wie es lt.
Buch-Vorschrift eigentlich reagieren sollte ;-). Hier merkt man wieder, dass es
sich an fortgeschrittene Horsemanshipler richtet, die diese auftretenden
Probleme zu lösen wissen.
Nicht zu vergessen ist, dass es zum Buch eine DVD gibt. Ich
habe den Fehler gemacht, mir diese schneller anzusehen, als ich mit dem Lesen
des Buches hinterherkam. Ich würde empfehlen, das Buch zu lesen, und jeweils
parallel die entsprechenden Kapitel auf der DVD anzusehen. Ich fand in
umgekehrter Reihenfolge die DVD völlig konfus mit ihren ebenfalls vielen
Unterkapiteln; Karen zeigt hier manche der Übungen mit ihren Pferden vor; den
Hintergrund dazu findet man aber nur im Buch!
Ich kann das ganze Buch wirklich nur uneingeschränkt
empfehlen und muss es gleich noch einmal lesen, denn ich habe die Flut an
Information schon wieder halb vergessen.
Ich würde sogar sagen, dass man das Buch auch als quasi
Level 5 des Parelli-Programms bezeichnen könnte, das sich ganz besonders der
Finesse widmet; es hat alles, was bei Parelli in dieser Hinsicht fehlt! Also:
unbedingt lesen!
Sonntag, 4. März 2012
Weiter herrscht frühlingshaftes Wetter.
Billy und ich hatten eine Verabredung mit einer Stallkollegin für einen Ausritt. Die Stallkollegin wollte das Pferd einer wiederum anderen STallkollegin reiten, die längere Zeit nicht da ist und ihr das aufgetragen hatte.
So waren wir die folgende, vielleicht nicht ganz erfolgversprechende Konstellation (wobei ich aber gleich sagen kann, dass alles hervorragend geklappt hat):
- Ein Westernpferd, das erst seit letztem Sommer bei uns ist und kaum Gelände - unseres schon gar nicht - kennt.
- Selbiges Westernpferd ist mit ihrem Baby (nun ja, Baby wird schon 2) eingezogen und hatte durchaus Trennungsschmerz
- Stallkollegin Englischreiterin, keine Ahnung vom Westernreiten (und sie fragte ständig mich *lach*, aber trotzdem noch die Selbstsicherste unseres Gespanns
- Und ich auf dem Billy mit unseren bekannten Comfort-Zonen-Problemen beim Ausreiten.
Alle Pferde und Menschen haben die Herausforderung aber gut gemeistert, wir waren etwa 1,5 Stunden unterwegs bei herrlichem frischen, aber sonnigen Wetter.
Dass Westernstuti sich zeitweilig ziemlich aufregte (Bach kannte sie offensichtlich gar nicht, z.B:), trieb Billy und mich zu Höchstleistungen an, ihr wenigstens irgendeine Sicherheit zu geben und nur ja nicht mit schlechtem Beispiel (z.B. durch bekanntes Umdrehen und Heimgaloppieren, woran Billy fühlbar einige Male dachte) voranzugehen. So setzte ich mich an den prekären Stellen auch mal etwas energischer durch als es mir allein möglich ist, was wiederum Billy eher Sicherheit gab; Billy war bis auf wenige Situationen sehr entspannt, was wiederum auf das aufgeregte Stütchen abfärbte.
Wir ritten den Berg hoch zu einem der Bauernhöfe, wo wir wussten, dass wir umdrehen mussten (eine Runde reiten ist aufgrund der sehr nassen Wiesen momentan nicht möglich). Meien Stallkollegin hätte auch mal sagen können, dass dort Kühe im Hof auf uns warten, aber vielleicht war es gut, dass sie es nicht tat. Billy ziemlich unsicher auf den letzten 100 Metern aufgrund der vom Hof glotzenden Kühe, Westernstuti noch mehr, die Selbstsicherheit der Stallkollegin aufgrund eines größeren Ausrutschers von Westernstuti (deren Trittsicherheit wirklich entwickelt gehört) auch etwas angekratzt, musste ich mehr oder weniger über mich hinauswachsen und Billy energischst und klipp und klar erklären, dass hier nun nicht umgedreht wird (was er gern getan hätte, was aber sicherlich im Galopp passiert wäre, und Stuti sicherlich hinterdrein), sondern wir bis auf den Hof dort reiten. Tatsächlich ists mir so gelungen, genug Energie und Willen an den Tag zu legen, um Billy zu überzeugen, dass meine Version die ungefährlichere ist, und alle 4 kamen wir gut im Hof an und stellten uns - wie bei uns üblich, ich aber immer noch nicht gewohnt bin - vor dem quasi Wohnzimmerfenster der Hofbauernschaft auf.
Hier mal bitte eine Weile stehenbleiben, meinte meine Stallkollegin, und ich gab ihr recht. Billy und Westernstuti glotzen die einige Meter entfernt auf einem Paddock stehenden Kühe an, Stuti schnorchelnd und klitschnass, Billy durchaus neugierig, wollte sogar hingehen. Er war gar nicht in Panik, sein Hirn arbeitete (jedenfalls konnte es das Geräusch des aufgezogenen Reißverschlusses meiner Jacke klar dem bevorstehenden Empfang eines Leckerlis zuordnen). Wir standen da so 5 Minuten oder länger, bis v.a. Stuti sich deutlich beruhigt hatte, und dann drehten wir gesittet um und ritten den Weg zurück.
Auf dem Rückweg war Billy sofort entspannt, und komischerweise vertraue ich ihm auf dem Rückweg 100%ig, dass er keinen Blödsinn macht. Wir hatten dort noch eine Begegnung mit einem fahrenden Traktor sowie spielenden Kindern samt Hund, der uns gleich seiner Kinderherde einverleiben wollte, aber beides brachte Billys Puls - und auch meinen - eigentlcih nicht hoch.
Wir kamen gut und auch ein bisschen erschöpft zu Hause an, und ich hab wieder gelernt, dass es schon geht, wenn ich wirklich will; aber auch dass ich nur dann wirklich will, wenn es sein muss ;-).
Billy und ich hatten eine Verabredung mit einer Stallkollegin für einen Ausritt. Die Stallkollegin wollte das Pferd einer wiederum anderen STallkollegin reiten, die längere Zeit nicht da ist und ihr das aufgetragen hatte.
So waren wir die folgende, vielleicht nicht ganz erfolgversprechende Konstellation (wobei ich aber gleich sagen kann, dass alles hervorragend geklappt hat):
- Ein Westernpferd, das erst seit letztem Sommer bei uns ist und kaum Gelände - unseres schon gar nicht - kennt.
- Selbiges Westernpferd ist mit ihrem Baby (nun ja, Baby wird schon 2) eingezogen und hatte durchaus Trennungsschmerz
- Stallkollegin Englischreiterin, keine Ahnung vom Westernreiten (und sie fragte ständig mich *lach*, aber trotzdem noch die Selbstsicherste unseres Gespanns
- Und ich auf dem Billy mit unseren bekannten Comfort-Zonen-Problemen beim Ausreiten.
Alle Pferde und Menschen haben die Herausforderung aber gut gemeistert, wir waren etwa 1,5 Stunden unterwegs bei herrlichem frischen, aber sonnigen Wetter.
Dass Westernstuti sich zeitweilig ziemlich aufregte (Bach kannte sie offensichtlich gar nicht, z.B:), trieb Billy und mich zu Höchstleistungen an, ihr wenigstens irgendeine Sicherheit zu geben und nur ja nicht mit schlechtem Beispiel (z.B. durch bekanntes Umdrehen und Heimgaloppieren, woran Billy fühlbar einige Male dachte) voranzugehen. So setzte ich mich an den prekären Stellen auch mal etwas energischer durch als es mir allein möglich ist, was wiederum Billy eher Sicherheit gab; Billy war bis auf wenige Situationen sehr entspannt, was wiederum auf das aufgeregte Stütchen abfärbte.
Wir ritten den Berg hoch zu einem der Bauernhöfe, wo wir wussten, dass wir umdrehen mussten (eine Runde reiten ist aufgrund der sehr nassen Wiesen momentan nicht möglich). Meien Stallkollegin hätte auch mal sagen können, dass dort Kühe im Hof auf uns warten, aber vielleicht war es gut, dass sie es nicht tat. Billy ziemlich unsicher auf den letzten 100 Metern aufgrund der vom Hof glotzenden Kühe, Westernstuti noch mehr, die Selbstsicherheit der Stallkollegin aufgrund eines größeren Ausrutschers von Westernstuti (deren Trittsicherheit wirklich entwickelt gehört) auch etwas angekratzt, musste ich mehr oder weniger über mich hinauswachsen und Billy energischst und klipp und klar erklären, dass hier nun nicht umgedreht wird (was er gern getan hätte, was aber sicherlich im Galopp passiert wäre, und Stuti sicherlich hinterdrein), sondern wir bis auf den Hof dort reiten. Tatsächlich ists mir so gelungen, genug Energie und Willen an den Tag zu legen, um Billy zu überzeugen, dass meine Version die ungefährlichere ist, und alle 4 kamen wir gut im Hof an und stellten uns - wie bei uns üblich, ich aber immer noch nicht gewohnt bin - vor dem quasi Wohnzimmerfenster der Hofbauernschaft auf.
Hier mal bitte eine Weile stehenbleiben, meinte meine Stallkollegin, und ich gab ihr recht. Billy und Westernstuti glotzen die einige Meter entfernt auf einem Paddock stehenden Kühe an, Stuti schnorchelnd und klitschnass, Billy durchaus neugierig, wollte sogar hingehen. Er war gar nicht in Panik, sein Hirn arbeitete (jedenfalls konnte es das Geräusch des aufgezogenen Reißverschlusses meiner Jacke klar dem bevorstehenden Empfang eines Leckerlis zuordnen). Wir standen da so 5 Minuten oder länger, bis v.a. Stuti sich deutlich beruhigt hatte, und dann drehten wir gesittet um und ritten den Weg zurück.
Auf dem Rückweg war Billy sofort entspannt, und komischerweise vertraue ich ihm auf dem Rückweg 100%ig, dass er keinen Blödsinn macht. Wir hatten dort noch eine Begegnung mit einem fahrenden Traktor sowie spielenden Kindern samt Hund, der uns gleich seiner Kinderherde einverleiben wollte, aber beides brachte Billys Puls - und auch meinen - eigentlcih nicht hoch.
Wir kamen gut und auch ein bisschen erschöpft zu Hause an, und ich hab wieder gelernt, dass es schon geht, wenn ich wirklich will; aber auch dass ich nur dann wirklich will, wenn es sein muss ;-).
Samstag, 3. März 2012
Wieder habe ich eine kurze Aufwärmrunde um den Hausberg gemacht, danach gingen wir aufs Viereck, dessen Boden momentan perfekt ist!
Ich hatte ein paar Stangen aufgebaut und Billy Gamaschen angezogen, und wir machten etwas Stangenarbeit, nichts besonderes. Ich hatte die 3 Stangen so aufgelegt, dass ich wahlweise über eine, über zwei oder alle 3 traben konnte.
Wir begannen im Schritt über die einzelne Stange. Billy schlug ständig an, passte wenig auf, langsam wurde das besser. Dann im Trab, da hievte er sich richtig drüber, fühlte sich nicht besonders elegant an, wurde aber mit jedem Durchgang besser. Zwischendurch schmierte ich Gas und Bremse am Hufschlag.
Als die eine Stange flüssiger wurde, ging ich die zwei im Trab an, und siehe da, das war von Anfang an wesentlich besser als die einzelne - interessant :-). Und alle drei auf einmal nahm Billy stets ohne anzuschlagen und ohne den Trabrhythmus groß zu verändern.
Brav gemacht, und wieder bemerkt, dass ihm das Spaß macht. Muss ich wieder öfter einbauen.
Ich hatte ein paar Stangen aufgebaut und Billy Gamaschen angezogen, und wir machten etwas Stangenarbeit, nichts besonderes. Ich hatte die 3 Stangen so aufgelegt, dass ich wahlweise über eine, über zwei oder alle 3 traben konnte.
Wir begannen im Schritt über die einzelne Stange. Billy schlug ständig an, passte wenig auf, langsam wurde das besser. Dann im Trab, da hievte er sich richtig drüber, fühlte sich nicht besonders elegant an, wurde aber mit jedem Durchgang besser. Zwischendurch schmierte ich Gas und Bremse am Hufschlag.
Als die eine Stange flüssiger wurde, ging ich die zwei im Trab an, und siehe da, das war von Anfang an wesentlich besser als die einzelne - interessant :-). Und alle drei auf einmal nahm Billy stets ohne anzuschlagen und ohne den Trabrhythmus groß zu verändern.
Brav gemacht, und wieder bemerkt, dass ihm das Spaß macht. Muss ich wieder öfter einbauen.
Freitag, 2. März 2012
Das Wetter ist frühlingshaft, und endlich ist es auch lang genug hell, dass ich wenigstens eine kurze Aufwärmrunde im Gelände machen kann, bevor es dunkel wird.
Das also getan, dann ab in die Halle.
Wir haben uns an der Weave at Liberty geübt, aber heute wollte nichts so recht klappen, hatte einen sehr schlechten Draw, ständig kam mir die Verbindung abhanden. Daher habe ich mich dann doch nur auf Schritt beschränkt, den Trab ganz gelassen, so ging es ganz gut und wir konnten gut aufhören. Vielleicht gehts ja nächstes Mal wieder besser... vielleicht hab ich auch zu viel Figure 8s und Weaves gemacht in letzter Zeit, sollte es vielleicht wieder ruhen lassen für eine Weile.
Das also getan, dann ab in die Halle.
Wir haben uns an der Weave at Liberty geübt, aber heute wollte nichts so recht klappen, hatte einen sehr schlechten Draw, ständig kam mir die Verbindung abhanden. Daher habe ich mich dann doch nur auf Schritt beschränkt, den Trab ganz gelassen, so ging es ganz gut und wir konnten gut aufhören. Vielleicht gehts ja nächstes Mal wieder besser... vielleicht hab ich auch zu viel Figure 8s und Weaves gemacht in letzter Zeit, sollte es vielleicht wieder ruhen lassen für eine Weile.
Dienstag, 28. Februar 2012
Zuallererst gab es heute einmal Pediküre. Meine Hufbearbeiterin ist sehr zufrieden mit Billys Hufen und seinem Gang. Billy war heut allerdings frech und ungeduldig beim Bearbeiten, zog den Huf wieder mal weg und suchte mich penetrant nach Leckerlis ab. Ist auch sonst meist besser.
Nachher gingen wir in die Halle. Dort wurde gerade der Gang nach dem Ausschneiden eines Kumpels von ihm analysiert. Wir ließen den Billy auch frei dazu und die zwei trabten wie abgerichtete Zirkustierchen den Hufschlag entlang. Dann begann Billy, den Kumpel in jeder Ecke zu überholen (da ists am wenisten anstrengend *g*), um ihm den Weg abzuschneiden und ihn umzudrehen. Sehr eindrucksvolle Richtungswechsel *g*. Billy war also in Cutting-Laune; ich probierte, wie weit ich ihn Liberty an mich binden kann, solange der andere da auch noch unterwegs ist. Klappte ganz gut, solange die Distanz nicht zu groß wurde. Beim Versuch, ihn auf einen Zirkel zu schicken, vergrößerte er den Zirkel bis zum Tor - allerdings war der andere gerade dabei, sich aufs Rausgehen vorzubereiten. Ich holte den Billy vom Tor ab und da kam er brav mit.
Danach nahm ich ihn ans Seil und baute unsere zuletzt fortgeschrittenen Achter weiter aus - zum Weave-Pattern. Zuerst stellte ich 3, später 4 Kegel auf und tastete mich heran. Mal davor, mal dahinter, mal um 2 Kegel rum, dann nur um einen. Billys Drive war heute super, nur ein bisschen mehr Energie und er trabte; angaloppieren kam auch prompt und willig. Wir haben einige Einfach-Durchgänge der Weave im Trab geschafft und ich fragte mich, was da zuletzt so schwierig dran gewesen war. Es war jetzt irgendwie total simpel. Billy trabte langsam genug, dass ich in schnellem Schritt oder gemächlichem MEnschentrab dabeibleiben konnte (vielleicht war ich auch nur endlich klug genug, es gar nicht erst zu probieren, wenn Billy allzu sehr in Fahrt war und das Trabtempo somit zu hoch, als dass ich mitgekommen wäre), Draw passierte am durchhängenden Seil (ich meine mich zu erinnern, dass ich da bei früheren Versuchen schon ordentlich mit dem SEil nachhelfen musste), Drive mit ausreichend Abstand. Hie und da galoppierte Billy sogar an, aber für Weave mit Galopp bin ich noch nicht koordiniert genug. Billys Gesichtsausdruck ist nicht besonders erbaulich, aber naja, vielleicht krieg ich das in 10 jahren oder so dann auch mal raus.
Sonst war er total aufmerksam. Wir hatten z.B. einmal oder zweimal ein Missverständnis, als ich von der Pylonenreihe weg (aber vorwärts) lief, um ihm Platz zu machen, dacthe er es geht wieder um Achter und wollte handwechseln. Das Missverständnis konnten wir aber ganz ruhig und simpel klären, ohne dass er das GEfühl bekam, kritisiert worden zu sein, glaube ich, und danach wechselten wir hie und da Achter und Weave miteinander ab und Billy wurde total aufmerksam: "wohin, wohin, wohin? gradaus oder rum?" Durch viele Gangart- und Musterwechsel hat es ihm glaub ich auch Spaß gemacht.
Nächstes mal probier ichs dann auch Liberty ;-)
Nachher gingen wir in die Halle. Dort wurde gerade der Gang nach dem Ausschneiden eines Kumpels von ihm analysiert. Wir ließen den Billy auch frei dazu und die zwei trabten wie abgerichtete Zirkustierchen den Hufschlag entlang. Dann begann Billy, den Kumpel in jeder Ecke zu überholen (da ists am wenisten anstrengend *g*), um ihm den Weg abzuschneiden und ihn umzudrehen. Sehr eindrucksvolle Richtungswechsel *g*. Billy war also in Cutting-Laune; ich probierte, wie weit ich ihn Liberty an mich binden kann, solange der andere da auch noch unterwegs ist. Klappte ganz gut, solange die Distanz nicht zu groß wurde. Beim Versuch, ihn auf einen Zirkel zu schicken, vergrößerte er den Zirkel bis zum Tor - allerdings war der andere gerade dabei, sich aufs Rausgehen vorzubereiten. Ich holte den Billy vom Tor ab und da kam er brav mit.
Danach nahm ich ihn ans Seil und baute unsere zuletzt fortgeschrittenen Achter weiter aus - zum Weave-Pattern. Zuerst stellte ich 3, später 4 Kegel auf und tastete mich heran. Mal davor, mal dahinter, mal um 2 Kegel rum, dann nur um einen. Billys Drive war heute super, nur ein bisschen mehr Energie und er trabte; angaloppieren kam auch prompt und willig. Wir haben einige Einfach-Durchgänge der Weave im Trab geschafft und ich fragte mich, was da zuletzt so schwierig dran gewesen war. Es war jetzt irgendwie total simpel. Billy trabte langsam genug, dass ich in schnellem Schritt oder gemächlichem MEnschentrab dabeibleiben konnte (vielleicht war ich auch nur endlich klug genug, es gar nicht erst zu probieren, wenn Billy allzu sehr in Fahrt war und das Trabtempo somit zu hoch, als dass ich mitgekommen wäre), Draw passierte am durchhängenden Seil (ich meine mich zu erinnern, dass ich da bei früheren Versuchen schon ordentlich mit dem SEil nachhelfen musste), Drive mit ausreichend Abstand. Hie und da galoppierte Billy sogar an, aber für Weave mit Galopp bin ich noch nicht koordiniert genug. Billys Gesichtsausdruck ist nicht besonders erbaulich, aber naja, vielleicht krieg ich das in 10 jahren oder so dann auch mal raus.
Sonst war er total aufmerksam. Wir hatten z.B. einmal oder zweimal ein Missverständnis, als ich von der Pylonenreihe weg (aber vorwärts) lief, um ihm Platz zu machen, dacthe er es geht wieder um Achter und wollte handwechseln. Das Missverständnis konnten wir aber ganz ruhig und simpel klären, ohne dass er das GEfühl bekam, kritisiert worden zu sein, glaube ich, und danach wechselten wir hie und da Achter und Weave miteinander ab und Billy wurde total aufmerksam: "wohin, wohin, wohin? gradaus oder rum?" Durch viele Gangart- und Musterwechsel hat es ihm glaub ich auch Spaß gemacht.
Nächstes mal probier ichs dann auch Liberty ;-)
Sonntag, 26. Februar 2012
Billy spielte heut das "du kannst das Gebiss sonstwohin stecken, aber sicher nicht in mein Maul"-Spiel mit mir :-( . Wie gehabt - kaum macht man mal was mit dem Gebiss (und das war sicher nicht sooo furchtbar), verweigert Billy dahingehend jede Kooperation. Ich versuchte viiiel Geduld zu haben, aber da nützt alle Geduld nix. Billy steht da und weigert sich einfach. Angst hat er nicht, er mag es offenbar nur nicht: mag ich nicht, war anstrengend, bäh, blöd, mach ich nicht.
Ich sags gleich, ich hab irgendwann aufgegeben, bevor ich völlig die Nerven verliere und irgendwann mal mit dem Gebiss um mich schlage :-( .Es war ein schlechter Moment um aufzugeben, aber ich hätte glaub ich sonst wirklich mal einen cholerischen Anfall bekommen.
Tja, dann wars halt nichts mit Finesse Halt-Schritt Übergängen (mehr wäre nicht auf dem Programm gestanden), da gingen wir ins Gelände. Nicht so weit, nur die Straße runter, in den Wald abgebogen, dort ein nettes Wegelchen gefunden, wo der Boden so gut war, dass wir traben konnten - bergauf. Ich verlangte flotten Schritt und angemessenen Trab. Diese bergauf-bergab 10-Minutenrunde gingen wir zu Billys Erstaunen 3x, und eben flott. Es war ein toller Ausritt, mit ordentlich Energie dahinter (dass ich immer erst grantig werden muss, um meine Energie hoch zu kriegen *seufz*) und hübshcen Trabstrecken.
Und ich bin schon wieder gleich am Überlegen, ob ich es jetzt vielleicht endlich wirklich endgültig und für immer und ewig bleiben lasse, das doofe Gebiss-Reiten. Ich mag einfach auch langsam nimmer. ...
Ich sags gleich, ich hab irgendwann aufgegeben, bevor ich völlig die Nerven verliere und irgendwann mal mit dem Gebiss um mich schlage :-( .Es war ein schlechter Moment um aufzugeben, aber ich hätte glaub ich sonst wirklich mal einen cholerischen Anfall bekommen.
Tja, dann wars halt nichts mit Finesse Halt-Schritt Übergängen (mehr wäre nicht auf dem Programm gestanden), da gingen wir ins Gelände. Nicht so weit, nur die Straße runter, in den Wald abgebogen, dort ein nettes Wegelchen gefunden, wo der Boden so gut war, dass wir traben konnten - bergauf. Ich verlangte flotten Schritt und angemessenen Trab. Diese bergauf-bergab 10-Minutenrunde gingen wir zu Billys Erstaunen 3x, und eben flott. Es war ein toller Ausritt, mit ordentlich Energie dahinter (dass ich immer erst grantig werden muss, um meine Energie hoch zu kriegen *seufz*) und hübshcen Trabstrecken.
Und ich bin schon wieder gleich am Überlegen, ob ich es jetzt vielleicht endlich wirklich endgültig und für immer und ewig bleiben lasse, das doofe Gebiss-Reiten. Ich mag einfach auch langsam nimmer. ...
Samstag, 25. Februar 2012
Heut war angenehmes Wetter, und Billy und ich machten einen Spaziergang. Wir wagten uns über die Straße, ich hatte eine kurze Runde geplant, wo meine Komfortzone ordentlich gedehnt wird. Ganz gelang uns die Runde nicht, weil im Wald eine riesige Eisplatte den Weg versperrte. Also umgedreht und wieder gemütlich nach Hause, alles gut gegangen.
Zu Hause gingen wir noch kurz in die Halle, Liberty-Figure 8s antesten. Wie gestern klappte alles super im Schritt, und auch Trab klappten bald ein paar hintereinander! Übermütig fragte ich nach Galopp und sogar das klappte (fast). Billy galoppierte, Draw war weiterhin vorhanden, einmal wechselte er fliegend, sonst über Trab, was vollkommen ok war. Ich war ziemlich baff, wie gut das klappt!
Zu Hause gingen wir noch kurz in die Halle, Liberty-Figure 8s antesten. Wie gestern klappte alles super im Schritt, und auch Trab klappten bald ein paar hintereinander! Übermütig fragte ich nach Galopp und sogar das klappte (fast). Billy galoppierte, Draw war weiterhin vorhanden, einmal wechselte er fliegend, sonst über Trab, was vollkommen ok war. Ich war ziemlich baff, wie gut das klappt!
Freitag, 24. Februar 2012
Heute haben wir nur kurz was gemacht, und ich habe unsere Liberty-Achter weiter ausgebaut.
Bin total perplex, es klappten Trab-Achter fast auf Anhieb! Wir brauchen etwas mentale Vorbereitungszeit, bis wir drauf eingestimmt sind, aber dann... hin, her, Handwechsel, Drive, Draw, wunderbar! Sooo ein braver Billy!
Bin total perplex, es klappten Trab-Achter fast auf Anhieb! Wir brauchen etwas mentale Vorbereitungszeit, bis wir drauf eingestimmt sind, aber dann... hin, her, Handwechsel, Drive, Draw, wunderbar! Sooo ein braver Billy!
Sonntag, 19. Februar 2012
Die Kältewelle ist eindeutig vorüber, der Schnee taut, die Wiesen sind allesamt patschnass und rutschig, die Straßen noch von Eis bedeckt und ebenfalls rutschig. Also wieder in die Halle.
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.
Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!
Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!
Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).
Billy hatte sich kurz zuvor genau in der Sattellage beißen lassen - daher haben wir wieder nur vom Boden aus gearbeitet.
Zuerst haben wir On Line weitergemacht, wo wir letztes Mal aufgehört haben: Figure 8 im Galopp. Nach 5 Minuten hatte ich einen Achter mit durchgehendem Galopp und zwei fliegenden Wechseln - danke Billy und Pauseee! Das war echt toll!
Nach einer langen Pause mit Genick-Massage für einen sehr entspannten Billy nahm ich das Seil wieder einmal ab - wir haben seit Eeewigkeiten kein Liberty mehr gemacht. Wir begannen ein bisschen den Draw zu testen. War ganz gut, aber lasch. Mit höherer Energie meinerseits konnte ich Billy dann aber gut dazu bringen, auf mich zuzutraben. Ich schickte ihn dann mit der bei David Lichman gelernten "Boomerang"-Übung um je einen Pylon herum und holte ihn sofort durch Rückwärtslaufen wieder zu mir, dort gabs Pause.
Bald konnte ich ihn im Schritt in einer vollständigen Acht herumschicken. Das ging, als ich es das letzte Mal probierte, auch noch nicht so gut! Tatsächlich ist das Wichtigste dabei, dass ich nicht beginne, die Hinterhand wegzuschicken, um Billy um den Pylon herumzukriegen. Sobald ich das mache, hab ich ihn "verloren". Ich muss das Vorderende zu mir ziehen, nicht das Hinterende wegschicken. Das zeigte sich dann v.a. deutlich und sehr interessant, als ich begann, den Trab mit einzubauen. Ich schickte Billy im Schritt um den Pylon und zog ihn dann , sobald er halb herum war, mit viel Energie auf mich zu - dann trabte er brav an. Aus diesen Trabtritten konnte ich ihn dann auch weiter um den 2. Pylon schicken, statt ihn zu mir kommen zu lassen.
Es war total spannend, was NICHT funktioniert hat, nämlich: Billy zwischen den Pylonen in Trab versetzen, also in der "Drive"-Phase der Figure 8. Dann trabte er zwar, aber kam mit beim Umrunden des Pylons abhanden, ich musste ihn dann wieder von weiter weg "abholen". Solange ich den Trab beim Draw auf mich zu verlangte, klappte es ganz toll, ihn dann im Trab zu behalten und um den zweiten Pylon zu schicken. Und was zweitens nicht funktionierte: Sobald ich begann, die Wendung um den Pylon mit einem Wegschicken der Hinterhand zu bewerkstelligen, kam er mir ebenfalls abhanden.
Interessant, interessant.
Und wir konnten auch da total erfolgreich (wie der Online-Achter im Galopp mit fliegenden Wechseln) mit einer Premiere abschließen: Unser erster Achter Liberty im Trab!
Manchmal ist es wirklich so, dass man die größten Fortschritte hat, wenn man eine Übung mal eine ganze Weile einfach nicht mehr macht ... seit ich das letzte Mal bewusst einen Achter verlangt habe, sind sicher Monate vergangen ;-).
Freitag, 17. Februar 2012
Nach dem intensiven Kurstag wollte ich heut was ganz anderes mit Billy machen. Also habe ich beschlossen, nach der vielen konzentrierten Arbeit vom Sattel aus etwas Peppigeres mit mehr Bewegung vom Boden aus zu machen. Was ich extrem lange nicht mehr weiter verbessert habe, sind unsere Achter.
Ich stellte 2 Pylonen in der Halle auf und begann mich mit Zirkeln, Driving Game und so an die Achten heranzuarbeiten, vom Schritt über den Trab bis hin zum Galopp, den fragte ich immer beim Punkt X zwischen den beiden Achter-Schleifen an, und Billy galoppierte sehr brav an.
Ich wollte dann übergehen zu Galoppwechseln über den Trab, aber Billy meinte wohl das wär ihm zu umständlich, und wechselte gleich mal fliegend, was ihm eine grooooße Pause einbrachte. Er hat jetzt eindeutig gelernt, seine Beine so zu sortieren, dass er auch von rechts auf links fliegend wechseln kann! Vor einiger Zeit konnte er das eindeutig nicht, sondern verhedderte sich regelmäßig.
Wir schlossen ab mit einem solchen hübschen fliegenden :-)
Ich stellte 2 Pylonen in der Halle auf und begann mich mit Zirkeln, Driving Game und so an die Achten heranzuarbeiten, vom Schritt über den Trab bis hin zum Galopp, den fragte ich immer beim Punkt X zwischen den beiden Achter-Schleifen an, und Billy galoppierte sehr brav an.
Ich wollte dann übergehen zu Galoppwechseln über den Trab, aber Billy meinte wohl das wär ihm zu umständlich, und wechselte gleich mal fliegend, was ihm eine grooooße Pause einbrachte. Er hat jetzt eindeutig gelernt, seine Beine so zu sortieren, dass er auch von rechts auf links fliegend wechseln kann! Vor einiger Zeit konnte er das eindeutig nicht, sondern verhedderte sich regelmäßig.
Wir schlossen ab mit einem solchen hübschen fliegenden :-)
Donnerstag, 16. Februar 2012
Rezension
Jaime Jackson: The Natural Horse. Foundations for Natural Horsemanship. Star Ridge Publishing, 1997. 192pp. € 19,99.
Nachdem ich Paddock Paradise und die Natural Hoof Care Bücher von Jaime Jackson mit großem Interesse gelesen habe, habe ich auch dieses Buch erstanden.
Ich war ein bisschen enttäuscht. Vieles daran sind sehr oberflächlich beschriebene Tatsachen. Jacksons Beobachtungen an den Wildpferdeherden sind zwar interessant, aber die Erkenntnisse, die er daraus zieht, nicht wirklich neu.
Die Gestaltung gefiel mir auch nicht so, ich fand es deshalb etwas mühsam zu lesen (und ehrlich gesagt ist es eins der wenigen Bücher, die ich nicht fertig gelesen habe). Immer wieder hat er lange Tabellen, das macht das ganze recht trocken.
Ein sehr großer Teil des Buches wird von der ganzen Hufgeschichte eingenommen - mehr als zu erwarten war. Wer das Natural Hoof Care Buch kennt, kennt damit auch schon den Hauptteil dieses Buches.
Man findet viel Basiswissen, z.B. Fußfolgen der Gangarten etc.
Ich denke es ist ein nettes Buch für jemanden, der von Jackson noch gar nichts kennt und auch sonst kein großesWissen hat. Es liest sich ein wenig wie eine Zusammenfassung von "Horse Owner's Guide to Natural Hoof Care" und "Paddock Paradise". Bzw. sind wohl umgekehrt diese beiden Bücher (die m.W. später herauskamen) die Folge weiterer Forschungen und Überlegungen nach "The Natural Horse". Ich empfehle, gleich die beiden o.g. zu lesen und sich dieses hier zu sparen ;-)
Nachdem ich Paddock Paradise und die Natural Hoof Care Bücher von Jaime Jackson mit großem Interesse gelesen habe, habe ich auch dieses Buch erstanden.
Ich war ein bisschen enttäuscht. Vieles daran sind sehr oberflächlich beschriebene Tatsachen. Jacksons Beobachtungen an den Wildpferdeherden sind zwar interessant, aber die Erkenntnisse, die er daraus zieht, nicht wirklich neu.
Die Gestaltung gefiel mir auch nicht so, ich fand es deshalb etwas mühsam zu lesen (und ehrlich gesagt ist es eins der wenigen Bücher, die ich nicht fertig gelesen habe). Immer wieder hat er lange Tabellen, das macht das ganze recht trocken.
Ein sehr großer Teil des Buches wird von der ganzen Hufgeschichte eingenommen - mehr als zu erwarten war. Wer das Natural Hoof Care Buch kennt, kennt damit auch schon den Hauptteil dieses Buches.
Man findet viel Basiswissen, z.B. Fußfolgen der Gangarten etc.
Ich denke es ist ein nettes Buch für jemanden, der von Jackson noch gar nichts kennt und auch sonst kein großesWissen hat. Es liest sich ein wenig wie eine Zusammenfassung von "Horse Owner's Guide to Natural Hoof Care" und "Paddock Paradise". Bzw. sind wohl umgekehrt diese beiden Bücher (die m.W. später herauskamen) die Folge weiterer Forschungen und Überlegungen nach "The Natural Horse". Ich empfehle, gleich die beiden o.g. zu lesen und sich dieses hier zu sparen ;-)
Mittwoch, 15. Februar 2012
Légèr-parellianischer Kurstag
Heute hatten wir einen kleinen feinen stallinternen Kurstag mit Martin Wimmer. Martin ist 3-Stern-Parelli-Instruktor und gleichzeitig schon länger in der Ausbildung zum Ausbildnernach Philippe Karls Légèreté.
Ich bat ihn, an unserer Finesse zu arbeiten (bzw. damit endlich einmal zu beginnen), und genau das haben wir getan.
Die 2x 1,5 Stunden waren für mich und Billy gleichermaßen anstrengend - v.a. geistig! So viel Neues, alles sehr sehr intensiv, genau, Millimeter-Arbeit. Es hat mir sehr gut gefallen, aber am Abend waren wir beide so groggy, dass Billy seine Heucobs halb aus dem Maul fielen und mir die Augen zu.
Wir begannen am Vormittag vom Boden aus: Abkauübungen, Hals heben, Biegen am Gebiss. Danach in den Sattel und von da aus dasselbe im Stillstand. Als die Gewichtsverlagerung nach hinten gut klappte, übten wir, die Hinterhand mit dem Schenkel anzusprechen: Billy war toll und ich sehr stolz, denn das klappte hervorragend - ein Schrittchen nach links, ein Schrittchen nach rechts, auf einen nur leichten Impuls und schrittweise zu kontrollieren. Das war allerdings nur eine kurze Kontrollübung, das sollten wir nur einmal tun.
Danach ging es ans Bewegen. So wie wir die Hinterhand gerade angesprochen hatten, um einen Schritt seitwärts zu machen, sollten wir sie nun ansprechen, um im Schritt anzureiten - ohne dass sich die Halshaltung oben viel ändert, und so dass die Hinterhand die Bewegung einleitet und nicht die Vorhand. Das ging von diesen Aspekten her ganz gut, aber schon trat einiges zutage, das ich bisher immer schön ignoriert hatte: Billy bricht sofort mit dem ersten Schritt über die Schulter aus, meist die rechte (egal welche Hand). Auf der rechten Hand war der erste Schritt mit dem Vorderbein jedenfalls gleich in die Bahnmitte hinein. Ja, und da gings los: Wie ein Maschinengewehrfeuer prasselten die Anweisungen auf uns ein: Die Schulter bricht aus, korrigier das! Ja, aber du musst schneller reagieren! Achtung, die andere Schulter! Ja, aber jetzt weicht er nach unten aus, richt ihn wieder auf! Achtung die Hinterhand! Weiterreiten! Du knickst in der Hüfte ein! Arme wieder senken! Finger locker! Du klemmst mit dem Oberschenkel! Weiter Schrittreiten in deinem Körper! Bein lang, du dauertreibst! Becken locker! Achtung, die Schulter! Schneller! Nein nicht so viel! Er hat nachgegeben, du musst nachgeben! Schneller nachgeben! Hände runter! finger locker!
Ja, und dann hatten wir auch schon so ca. 3m zurückgelegt *g*. Auf mein "pfuuuh" hin hieß es ein wenig hämisch: Ja, das ist jetzt reiten, net mehr nur obensitzen!
So ging die Vormittagsstunde zu Ende, wir erarbeiteten uns ganz gut das Anreiten im Schritt auf beiden Händen, ohne dass irgendwo irgendwelche Körperteile (meine oder Billys) vom Weg abkamen, und ebensolches Anhalten und das Beibehalten bzw. Wiederherstellen des Gleichgewichts nach hinten.
Nach der Mittagspause ging es weiter. Wir wiederholten kurz das Gelernte vom Vormittag; man konnte sehen, dass Billy einiges davon verdaut und verinnerlicht hatte. Das Anheben des Halses ging viel besser, er gab viel schneller nach, und das Anreiten im Schritt klappte sofort viel besser, ohne Ausbrechen von Schultern oder Hinterteilen.
Wir begannen Volten bzw. Zirkel zu reiten. Da ging es wieder los wie am Vormittag. Billy bewegte sich schlangengleich fort, mal kam die rechte Schulter abhanden, mal die linke, die Hinterhand brach regelmäßig aus usw. usf. Ich wurde wie vorhin maschinengewehrartig gerügt für einknickende Hüfte, Bein-Hochziehen, Dauertreiben, Dauer-handhoch, zu langsamen Release, zu viel Release, zu wenig Release, steifes Becken, und manchmal auch für falsches Equipment ;-).
Es dauerte ganz schön, bis ich ein Gefühl dafür bekam, wann ich wo einwirken musste, und bis ich wenigstens halbwegs schnell genug wurde zu erkennen, wo denn die Baustelle des jeweiligen Moments gerade war.
Als wir das so halbwegs konnten, war der nächste Schritt eine stärkere Halsbiegung. Das ganze ging von vorne los. Billy wollte nicht bzw. wusste nicht so recht was er sollte, alle möglichen Körperteile brachen wieder irgendwohin aus, ich verkrampfte mich im Versuch, alles richtig zu machen, blockierte wieder den Schritt total; das Bild das wir abgaben muss so schaurig gewesen sein, dass Martin lieber beschloss, sich mal selbst draufzusetzen um sich ein Bild zu machen. Er stellte fest, dass Billy wohl keine Grundausbildung hat (ja, das hätte ich ihm auch sagen können *g*) und wir ihn also anreiten müssen wie "einen jungen" (ist doch noch jung!!). Martin hatte ihn innerhalb weniger Runden soweit, dass er nachgab und sich bog, so gut er konnte - keine besonders starke Biegung, aber er bemühte sich und gab nach. Ich durfte mich noch einmal für ein paar Zirkelrunden draufsetzen, bis die Biegung auch bei mir halbwegs klappte und ich spüren konnte, wie sich das anfühlen soll.
Das war dann so unser Abschluss.
Ich habe mächtig viel gelernt und hatte schon wirklich viele große Aha-Momente. Wir werden jetzt versuchen, genau diese Übungen immer wieder kurz (heute war auf jeden Fall viel zu lang, aber eine Ausnahme) einfließen zu lassen. Ich hoffe, dass Martin wie wir es planen würden, nun alle paar Wochen zu uns kommt und uns weiter coacht. Denn Billy hat zum ersten Mal nicht ausgesehen wie eine schlurfende Kuh, sondern gab ein richtig imposantes Bild ab - und das nicht nur, weil der Kopf "irgendwie" oben war (das hätte ich ja selbst auch noch zusammengebracht, aber das Bild der schlurfenden Kuh änderte sich dadurch nie).
Tja also ... ein intensives Übungsprogramm liegt vor uns!
Ich bat ihn, an unserer Finesse zu arbeiten (bzw. damit endlich einmal zu beginnen), und genau das haben wir getan.
Die 2x 1,5 Stunden waren für mich und Billy gleichermaßen anstrengend - v.a. geistig! So viel Neues, alles sehr sehr intensiv, genau, Millimeter-Arbeit. Es hat mir sehr gut gefallen, aber am Abend waren wir beide so groggy, dass Billy seine Heucobs halb aus dem Maul fielen und mir die Augen zu.
Wir begannen am Vormittag vom Boden aus: Abkauübungen, Hals heben, Biegen am Gebiss. Danach in den Sattel und von da aus dasselbe im Stillstand. Als die Gewichtsverlagerung nach hinten gut klappte, übten wir, die Hinterhand mit dem Schenkel anzusprechen: Billy war toll und ich sehr stolz, denn das klappte hervorragend - ein Schrittchen nach links, ein Schrittchen nach rechts, auf einen nur leichten Impuls und schrittweise zu kontrollieren. Das war allerdings nur eine kurze Kontrollübung, das sollten wir nur einmal tun.
Danach ging es ans Bewegen. So wie wir die Hinterhand gerade angesprochen hatten, um einen Schritt seitwärts zu machen, sollten wir sie nun ansprechen, um im Schritt anzureiten - ohne dass sich die Halshaltung oben viel ändert, und so dass die Hinterhand die Bewegung einleitet und nicht die Vorhand. Das ging von diesen Aspekten her ganz gut, aber schon trat einiges zutage, das ich bisher immer schön ignoriert hatte: Billy bricht sofort mit dem ersten Schritt über die Schulter aus, meist die rechte (egal welche Hand). Auf der rechten Hand war der erste Schritt mit dem Vorderbein jedenfalls gleich in die Bahnmitte hinein. Ja, und da gings los: Wie ein Maschinengewehrfeuer prasselten die Anweisungen auf uns ein: Die Schulter bricht aus, korrigier das! Ja, aber du musst schneller reagieren! Achtung, die andere Schulter! Ja, aber jetzt weicht er nach unten aus, richt ihn wieder auf! Achtung die Hinterhand! Weiterreiten! Du knickst in der Hüfte ein! Arme wieder senken! Finger locker! Du klemmst mit dem Oberschenkel! Weiter Schrittreiten in deinem Körper! Bein lang, du dauertreibst! Becken locker! Achtung, die Schulter! Schneller! Nein nicht so viel! Er hat nachgegeben, du musst nachgeben! Schneller nachgeben! Hände runter! finger locker!
Ja, und dann hatten wir auch schon so ca. 3m zurückgelegt *g*. Auf mein "pfuuuh" hin hieß es ein wenig hämisch: Ja, das ist jetzt reiten, net mehr nur obensitzen!
So ging die Vormittagsstunde zu Ende, wir erarbeiteten uns ganz gut das Anreiten im Schritt auf beiden Händen, ohne dass irgendwo irgendwelche Körperteile (meine oder Billys) vom Weg abkamen, und ebensolches Anhalten und das Beibehalten bzw. Wiederherstellen des Gleichgewichts nach hinten.
Nach der Mittagspause ging es weiter. Wir wiederholten kurz das Gelernte vom Vormittag; man konnte sehen, dass Billy einiges davon verdaut und verinnerlicht hatte. Das Anheben des Halses ging viel besser, er gab viel schneller nach, und das Anreiten im Schritt klappte sofort viel besser, ohne Ausbrechen von Schultern oder Hinterteilen.
Wir begannen Volten bzw. Zirkel zu reiten. Da ging es wieder los wie am Vormittag. Billy bewegte sich schlangengleich fort, mal kam die rechte Schulter abhanden, mal die linke, die Hinterhand brach regelmäßig aus usw. usf. Ich wurde wie vorhin maschinengewehrartig gerügt für einknickende Hüfte, Bein-Hochziehen, Dauertreiben, Dauer-handhoch, zu langsamen Release, zu viel Release, zu wenig Release, steifes Becken, und manchmal auch für falsches Equipment ;-).
Es dauerte ganz schön, bis ich ein Gefühl dafür bekam, wann ich wo einwirken musste, und bis ich wenigstens halbwegs schnell genug wurde zu erkennen, wo denn die Baustelle des jeweiligen Moments gerade war.
Als wir das so halbwegs konnten, war der nächste Schritt eine stärkere Halsbiegung. Das ganze ging von vorne los. Billy wollte nicht bzw. wusste nicht so recht was er sollte, alle möglichen Körperteile brachen wieder irgendwohin aus, ich verkrampfte mich im Versuch, alles richtig zu machen, blockierte wieder den Schritt total; das Bild das wir abgaben muss so schaurig gewesen sein, dass Martin lieber beschloss, sich mal selbst draufzusetzen um sich ein Bild zu machen. Er stellte fest, dass Billy wohl keine Grundausbildung hat (ja, das hätte ich ihm auch sagen können *g*) und wir ihn also anreiten müssen wie "einen jungen" (ist doch noch jung!!). Martin hatte ihn innerhalb weniger Runden soweit, dass er nachgab und sich bog, so gut er konnte - keine besonders starke Biegung, aber er bemühte sich und gab nach. Ich durfte mich noch einmal für ein paar Zirkelrunden draufsetzen, bis die Biegung auch bei mir halbwegs klappte und ich spüren konnte, wie sich das anfühlen soll.
Das war dann so unser Abschluss.
Ich habe mächtig viel gelernt und hatte schon wirklich viele große Aha-Momente. Wir werden jetzt versuchen, genau diese Übungen immer wieder kurz (heute war auf jeden Fall viel zu lang, aber eine Ausnahme) einfließen zu lassen. Ich hoffe, dass Martin wie wir es planen würden, nun alle paar Wochen zu uns kommt und uns weiter coacht. Denn Billy hat zum ersten Mal nicht ausgesehen wie eine schlurfende Kuh, sondern gab ein richtig imposantes Bild ab - und das nicht nur, weil der Kopf "irgendwie" oben war (das hätte ich ja selbst auch noch zusammengebracht, aber das Bild der schlurfenden Kuh änderte sich dadurch nie).
Tja also ... ein intensives Übungsprogramm liegt vor uns!
Sonntag, 12. Februar 2012
Samstag und Sonntag habe ich das Tageslicht und den Schnee ausgenutzt und wieder mal was draußen gemacht. Das Hallendach fällt mir momentan etwas auf den Kopf.
Wir gingen an beiden Tagen große Runden um all unsere Wiesen. Absichtlich ließ ich Billy das ziemlich steile Stück ganz am Ende unserer Weiden im Schnee hinaufstapfen. Er durfte stehenbleiben, wann immer er wollte; war schon anstrengend ;-).
Auf dem Weg hinter unserer Winterkoppel machten wir ein paar von den "Kontakt"übungen, klappte gut. Überall im Gelände klappt nun eine Rückwärts-Anfrage fast ohne Zögern und willig und prompt.
Am Samstag musste der Billy dann noch beweisen, dass an richtiges Ausreiten trotzdem nicth zu denken ist: Ich beschloss, den Weg, den wir gerade unsere Dressurübungen entlang gemacht hatten, zum Abschluss einmal raufzugaloppieren. Wiese mit dünner Schneeschicht drüber, leicht ansteigend, perfekt. Billy galoppierte brav an und es machte ihm deutlich Spaß (dachte ich zumindest), mal ein bisschen Gas zu geben, ich freute mich, dass er mal ein bisschen mehr Vorwärts hatte... und dann schlug der Billy einen Haken und raste den gegenüberliegenden Weg Richtung Stall entlang und weigerte sich dabei zu reagieren *argl*, auf einem Weg, von dem ich weiß, dass er unter der recht dünnen Schneeschickt mit faustgroßen Felsenstücken bedeckt ist. Wir rasten fast bis auf den Hof, neben dem Auslauf konnte ich ihn endlich stoppen und umdrehen. Wir ritten natürlich sofort zurück und er musste dann noch 3x an der Stelle gesittet vorbeigaloppieren... das klappte dann auch gut, auch am nächsten Tag, da machte ich das noch einmal zur Kontrolle.
Trotzdem nicht lustig, und ich bin wieder etwas deprimiert, weil ein anständiger Ausritt mit gegenseitigem Vertrauen offenbar sooo weit weg ist :-(
Wir gingen an beiden Tagen große Runden um all unsere Wiesen. Absichtlich ließ ich Billy das ziemlich steile Stück ganz am Ende unserer Weiden im Schnee hinaufstapfen. Er durfte stehenbleiben, wann immer er wollte; war schon anstrengend ;-).
Auf dem Weg hinter unserer Winterkoppel machten wir ein paar von den "Kontakt"übungen, klappte gut. Überall im Gelände klappt nun eine Rückwärts-Anfrage fast ohne Zögern und willig und prompt.
Am Samstag musste der Billy dann noch beweisen, dass an richtiges Ausreiten trotzdem nicth zu denken ist: Ich beschloss, den Weg, den wir gerade unsere Dressurübungen entlang gemacht hatten, zum Abschluss einmal raufzugaloppieren. Wiese mit dünner Schneeschicht drüber, leicht ansteigend, perfekt. Billy galoppierte brav an und es machte ihm deutlich Spaß (dachte ich zumindest), mal ein bisschen Gas zu geben, ich freute mich, dass er mal ein bisschen mehr Vorwärts hatte... und dann schlug der Billy einen Haken und raste den gegenüberliegenden Weg Richtung Stall entlang und weigerte sich dabei zu reagieren *argl*, auf einem Weg, von dem ich weiß, dass er unter der recht dünnen Schneeschickt mit faustgroßen Felsenstücken bedeckt ist. Wir rasten fast bis auf den Hof, neben dem Auslauf konnte ich ihn endlich stoppen und umdrehen. Wir ritten natürlich sofort zurück und er musste dann noch 3x an der Stelle gesittet vorbeigaloppieren... das klappte dann auch gut, auch am nächsten Tag, da machte ich das noch einmal zur Kontrolle.
Trotzdem nicht lustig, und ich bin wieder etwas deprimiert, weil ein anständiger Ausritt mit gegenseitigem Vertrauen offenbar sooo weit weg ist :-(
Donnerstag, 9. Februar 2012
30km lang rutschige Schneefahrbahn - ich war heute schon ziemlich ausgelaugt, als ich endlich beim Billytier ankam.
Geplant war gewesen, ein bisschen zu reiten und weitere Übungen von Karen Rohlf zu erarbeiten, vom Sattel aus. Eine ganz frische und noch blutende Schürfwunde an Billys Bauch - genau dort wo der Sattelgurt wäre, oder ohne Sattel: mein Bein - machte die Pläne gleich zunichte, und ich stand wieder einmal ohne Plan B da. Die Einheit war dementsprechend relativ langweilig. Ich langweile das Billytier glaube ich momentan ständig. Aber vielleicht bin ich auch nur selbst von der ständigen Finsternis, der furchtbar staubigen Halle (für die ich dennoch dankbar bin) und den ständig erfrorenen Zehen und Fingern ein wenig genervt.
Wir haben wieder ein bisschen Beinheben geübt, also Spanischer Schritt. Vorläufig übrigens alles mit dem rechten Bein. Heute gab es den Fortschritt, dass Billy das Bein nach vorne gestreckt und dort länger gehalten hat, ganz locker. Also wir kommen weg von den Zufallstreffern, wo er halt aufstampft. Ich denke er versteht langsam, was er soll, jedenfalls war die Trefferquote, dass das Bein nach vorne geht, heute schon viel höher als letztes Mal. Und das eine Mal angehoben lassen, war natülrich der Jackpot.
Danach und dazwischen haben wir an Übergängen On Line gefeilt, inklusive Rückwärts. Aber das wird nicht und nicht besser. Zäh 1 Schritt auf Phase 10 ist was ich momentan bekomme. Ich muss das Yoyo-Game wieder einmal konkret üben. Porcupine Game rückwärts geht dafür nach wie vor geradezu sensationell. Dabei scheint er dann auch kein Problem mit dem Rückwärts zu haben, daher vestehe ich sein Problem nicht ganz.
Aaaber, ich habe probiert, hier die gleiche Übung zu machen wie ich sie schon aus dem Sattel gemacht habe: Eine kurze Halt-Rückwärts-Parade, mit gleich wieder losmarschieren; zum Ausbalancieren und das Gewicht etwas nach hinten bringen. Das hat wirklich toll geklappt, sodass Billy prompt und gut reagiert auf Trab-kurzHalt, Gewicht zurück, gleich wieder antraben in der neuen Positur. Nach wenigen Schritten schlurft er wieder dahin, dann nochmal.
Nebenbei hab ich Angaloppieren geübt, das klappt nun fein auf Phase 1. Einmal direkt aus dem Halten - Gewicht nach hinten - Galopp - wow! Da ging aber nur auf der rechten Hand, links galoppiert er momentan wiedernicht so gern bzw. wirkt unbalanciert. Während er rechts kein Problem hat, prompt anzugaloppieren, scheint er links erst die Beine sortieren zu müssen und läuft im Endeffekt dann in den Galopp über einen schnellen Trab hinein. Aber willig ist er dabei, da gibts nix.
Geplant war gewesen, ein bisschen zu reiten und weitere Übungen von Karen Rohlf zu erarbeiten, vom Sattel aus. Eine ganz frische und noch blutende Schürfwunde an Billys Bauch - genau dort wo der Sattelgurt wäre, oder ohne Sattel: mein Bein - machte die Pläne gleich zunichte, und ich stand wieder einmal ohne Plan B da. Die Einheit war dementsprechend relativ langweilig. Ich langweile das Billytier glaube ich momentan ständig. Aber vielleicht bin ich auch nur selbst von der ständigen Finsternis, der furchtbar staubigen Halle (für die ich dennoch dankbar bin) und den ständig erfrorenen Zehen und Fingern ein wenig genervt.
Wir haben wieder ein bisschen Beinheben geübt, also Spanischer Schritt. Vorläufig übrigens alles mit dem rechten Bein. Heute gab es den Fortschritt, dass Billy das Bein nach vorne gestreckt und dort länger gehalten hat, ganz locker. Also wir kommen weg von den Zufallstreffern, wo er halt aufstampft. Ich denke er versteht langsam, was er soll, jedenfalls war die Trefferquote, dass das Bein nach vorne geht, heute schon viel höher als letztes Mal. Und das eine Mal angehoben lassen, war natülrich der Jackpot.
Danach und dazwischen haben wir an Übergängen On Line gefeilt, inklusive Rückwärts. Aber das wird nicht und nicht besser. Zäh 1 Schritt auf Phase 10 ist was ich momentan bekomme. Ich muss das Yoyo-Game wieder einmal konkret üben. Porcupine Game rückwärts geht dafür nach wie vor geradezu sensationell. Dabei scheint er dann auch kein Problem mit dem Rückwärts zu haben, daher vestehe ich sein Problem nicht ganz.
Aaaber, ich habe probiert, hier die gleiche Übung zu machen wie ich sie schon aus dem Sattel gemacht habe: Eine kurze Halt-Rückwärts-Parade, mit gleich wieder losmarschieren; zum Ausbalancieren und das Gewicht etwas nach hinten bringen. Das hat wirklich toll geklappt, sodass Billy prompt und gut reagiert auf Trab-kurzHalt, Gewicht zurück, gleich wieder antraben in der neuen Positur. Nach wenigen Schritten schlurft er wieder dahin, dann nochmal.
Nebenbei hab ich Angaloppieren geübt, das klappt nun fein auf Phase 1. Einmal direkt aus dem Halten - Gewicht nach hinten - Galopp - wow! Da ging aber nur auf der rechten Hand, links galoppiert er momentan wiedernicht so gern bzw. wirkt unbalanciert. Während er rechts kein Problem hat, prompt anzugaloppieren, scheint er links erst die Beine sortieren zu müssen und läuft im Endeffekt dann in den Galopp über einen schnellen Trab hinein. Aber willig ist er dabei, da gibts nix.
Dienstag, 7. Februar 2012
Es ist weiter so kalt und hat nun auch geschneit. Unsere Tränke ist eingefroren, der arme Stallbesitzer muss nun 30 Pferde aus Bottichen tränken bei -12°.
Billy war recht gut drauf; wir machten OnLine in der Halle. Wir haben wieder Übergänge ins Rückwärts geübt, das geht ein bisschen besser, aber immer noch so zäh... Verstanden hat er denke ich, und viel höhere Phasen gehen nicht mehr. Gibt mir wieder einmal Rätsel auf. Aus der Nähe, also mit Porcupine Game usw., ist und bleibt das Rückwärts nun wirklich toll, das haben wir schein's dauerhaft erarbeitet.
Ich habe Karen Rohlf's "Invisible Human" gespielt, diesmal in Schritt, Trab und - wenn ich schnell genug wäre! - auch im GAlopp. Trab geht super! Im GAlopp ist er mir zu schnell. Ich muss ja recht nahe hin, um z.B. den String über den Rücken zu schwingen, und so nahe muss ich dann echt schnell rennen; das schaff ich schwer, schon gar nicht mit "Energie unten". Aber Trab, das war wirklcih toll. Ich konnte mich am Seil näher hinhanteln, Seilchen schwingen, wieder zurückhanteln, in der Mitte stehen, wieder hin, usw. Billy versteht nun, ob ich was will, wie angaloppieren, oder ob ich nur so "invisible" hin und her spaziere.
Im Galopp hat er mir 2 schöne Wechsel in beide Richtungen gemacht! Einer der seltenen fliegenden Wechsel von rechts auf links! Als ich das dann noch einmal gefordert habe, war ich zu langsam, das hat ihn verwirrt oder geärgert und hatte einen kleinen Wutausbruch zur Folge: buckeln, Hinterhand zu mir drehen und halbherzig quietschen dabei. Ich war weit genug weg, dass ich das lustig finden konnte, und danach waren wir auch wieder schön gesittet im Galopp unterwegs. Aber ein typischer Fall von: einmal zu viel verlangt!
Billy war recht gut drauf; wir machten OnLine in der Halle. Wir haben wieder Übergänge ins Rückwärts geübt, das geht ein bisschen besser, aber immer noch so zäh... Verstanden hat er denke ich, und viel höhere Phasen gehen nicht mehr. Gibt mir wieder einmal Rätsel auf. Aus der Nähe, also mit Porcupine Game usw., ist und bleibt das Rückwärts nun wirklich toll, das haben wir schein's dauerhaft erarbeitet.
Ich habe Karen Rohlf's "Invisible Human" gespielt, diesmal in Schritt, Trab und - wenn ich schnell genug wäre! - auch im GAlopp. Trab geht super! Im GAlopp ist er mir zu schnell. Ich muss ja recht nahe hin, um z.B. den String über den Rücken zu schwingen, und so nahe muss ich dann echt schnell rennen; das schaff ich schwer, schon gar nicht mit "Energie unten". Aber Trab, das war wirklcih toll. Ich konnte mich am Seil näher hinhanteln, Seilchen schwingen, wieder zurückhanteln, in der Mitte stehen, wieder hin, usw. Billy versteht nun, ob ich was will, wie angaloppieren, oder ob ich nur so "invisible" hin und her spaziere.
Im Galopp hat er mir 2 schöne Wechsel in beide Richtungen gemacht! Einer der seltenen fliegenden Wechsel von rechts auf links! Als ich das dann noch einmal gefordert habe, war ich zu langsam, das hat ihn verwirrt oder geärgert und hatte einen kleinen Wutausbruch zur Folge: buckeln, Hinterhand zu mir drehen und halbherzig quietschen dabei. Ich war weit genug weg, dass ich das lustig finden konnte, und danach waren wir auch wieder schön gesittet im Galopp unterwegs. Aber ein typischer Fall von: einmal zu viel verlangt!
Sonntag, 5. Februar 2012
Heute beschloss ich der Kälte zu trotzen und auszureiten. Billy gesattelt und los gings. Wir sind rund um unsere Weiden gegangen, Billy superbrav und aufmerksam. Unterwegs beschloss ich, unsere derzeitigen Übungen ins Gelände einzubauen, also gab es ein paar Schritt-Rückwärts-Übergänge, die super gelungen sind, dafür, dass da draußen ja Ablenkung etc. herrscht.
Am Schluss ritt ich auf dem Weg hinter unserer Winetrkoppel, wo ich rund um die Bäumchen Slalom reiten konnte, sogar im Trab, und Volten im Schritt. Immer wieder gespickt mit Übergängen zum Halten und Rückwärts.
Am Schluss ritt ich auf dem Weg hinter unserer Winetrkoppel, wo ich rund um die Bäumchen Slalom reiten konnte, sogar im Trab, und Volten im Schritt. Immer wieder gespickt mit Übergängen zum Halten und Rückwärts.
Samstag, 4. Februar 2012
Weiterhin so kalt. Da die Wiesen gefroren sind, dürfen wir überall reiten. Da der Boden auf der gefrorenen Wiese mit dünner Schneeschicht defintiv besser ist als der Staub in der Halle, gingen wir auf den Hügel des Nachbarbauern für ein paar Runden Galopp.
Die Pferdchens waren durchwegs unausgelastet, auch Billy glaubte mitmachen zu müssen und versuchte sowas wie einen kleinen Buckler, zum Glück kann er das gar nicht richtig *hihi*.
Danach bin ich noch etwas in die Halle, um übergänge zu Üben, aber ich war planlos, es staubte ärgstens, also hab ich nach ein paar Minuten Schluss gemacht.
Die Pferdchens waren durchwegs unausgelastet, auch Billy glaubte mitmachen zu müssen und versuchte sowas wie einen kleinen Buckler, zum Glück kann er das gar nicht richtig *hihi*.
Danach bin ich noch etwas in die Halle, um übergänge zu Üben, aber ich war planlos, es staubte ärgstens, also hab ich nach ein paar Minuten Schluss gemacht.
Donnerstag, 2. Februar 2012
Es ist kahahaaaalt, - 12° im Stall. Den Billy störts nicht.
Wir haben die Übungen weiter voran gebracht.
Die Hinterhand ganz isoliert und feingetunt auf mich zuzuweichen, ging etwas besser als zuletzt. Die rechte Seite ist aber immer noch sehr schwierig; Billy fühlt sich gestresst ob der Anforderung, ging rückwärts, schnappte und kaute auf dem Seil, wich seitwärts, lief Kreise um mich. Links geht es viel besser schon!
Dann zum zweiten Mal daran gearbeitet, die Schulter einzeln anzuheben, also halt mal den Fuß auf touchieren. Hier hatten wir den Fortschritt, dass Billy nicht mehr das Bein einfach wie beim Fliegenabwehren an den eigenen Bauch knallt, sondern nach vorne aufstampft. Das hab ich belohnt, für bloßes Anwinkeln gab es nix mehr.
Das haben wir später auch vom Sattel aus geübt. Da muss ich meine Signale noch überdenken. Es klappt, wenn ich sehr weit unten touchiere. Dann beuge ich mich aber nach vorn genau über das Bein, das abheben soll, verlagere also das Gewicht genau dorthin, wo es m.M. nach nicht sein sollte. Zügel anheben, auch einseitig, versteht Billy nun als Rückwärts (nicht zu verübeln). Touchieren der Schulter lässt eben jene weichen. Ich muss wohl ankonditionieren, dass er das Bein hebt und nach vorne hebt, wenn ich den oberen Teil des Beines touchiere, das müsste dann gehen.
Schließlich haben wir noch die Übergänge vom und ins Rückwärts weiter geübt. Im Schritt geht das nun richtig schön flüssig ohne Halt dazwischen. Ich kann es nun auch wirklich schon ein bisschen als Aufforderung an Billy nutzen, sich neu auszubalancieren und das Gewicht nach hinten zu verlagern. Das klappt noch nicht in der Vorwärtsbewegung, aber mit einem ganz kurzen Innehalten. Antraben aus dem Rückwärts war auch sehr schön, damit üben wir nun weiter.
Wir haben die Übungen weiter voran gebracht.
Die Hinterhand ganz isoliert und feingetunt auf mich zuzuweichen, ging etwas besser als zuletzt. Die rechte Seite ist aber immer noch sehr schwierig; Billy fühlt sich gestresst ob der Anforderung, ging rückwärts, schnappte und kaute auf dem Seil, wich seitwärts, lief Kreise um mich. Links geht es viel besser schon!
Dann zum zweiten Mal daran gearbeitet, die Schulter einzeln anzuheben, also halt mal den Fuß auf touchieren. Hier hatten wir den Fortschritt, dass Billy nicht mehr das Bein einfach wie beim Fliegenabwehren an den eigenen Bauch knallt, sondern nach vorne aufstampft. Das hab ich belohnt, für bloßes Anwinkeln gab es nix mehr.
Das haben wir später auch vom Sattel aus geübt. Da muss ich meine Signale noch überdenken. Es klappt, wenn ich sehr weit unten touchiere. Dann beuge ich mich aber nach vorn genau über das Bein, das abheben soll, verlagere also das Gewicht genau dorthin, wo es m.M. nach nicht sein sollte. Zügel anheben, auch einseitig, versteht Billy nun als Rückwärts (nicht zu verübeln). Touchieren der Schulter lässt eben jene weichen. Ich muss wohl ankonditionieren, dass er das Bein hebt und nach vorne hebt, wenn ich den oberen Teil des Beines touchiere, das müsste dann gehen.
Schließlich haben wir noch die Übergänge vom und ins Rückwärts weiter geübt. Im Schritt geht das nun richtig schön flüssig ohne Halt dazwischen. Ich kann es nun auch wirklich schon ein bisschen als Aufforderung an Billy nutzen, sich neu auszubalancieren und das Gewicht nach hinten zu verlagern. Das klappt noch nicht in der Vorwärtsbewegung, aber mit einem ganz kurzen Innehalten. Antraben aus dem Rückwärts war auch sehr schön, damit üben wir nun weiter.
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