you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Freitag, 15. Juni 2012

Es ist Sommer! Heiß heiß heiß! Das Viereck ist wieder aufgetrocknet und perfekt.

Billy und ich haben heut Liberty gemacht und weiter am Galopp herumgewerkt. Wir kamen beide ganz schön ins Schwitzen ;-) .

Zuallererst muss ich aber einmal einen Fortschritt festhalten, der sich so heimlich, still und leise eingestellt hat, sodass ich ihn selbst fast übersehen und erst heute so richtig wahrgenommen hab: Wenn Billy und ich am Viereck Liberty machen, da war das letztes Jahr schon noch was besonderes. Immerhin hat unser Viereck - zur Erinnerung - keinerlei Einzäunung. Letztes Jahr wars noch nicht so selbstverständlich, ob er bei mir bleibt. Jetzt ist das eigentlich - solange wir mit geringer Distanz arbeiten - eine Selbstverständlichkeit geworden.
Das ist mir heute deshalb bewusst geworden, weil ich ganz zum Schluss 2x versucht habe, ihn auf kleine Zirkel zu schicken. Im Schritt und mit sehr kleinen Zirkeln war das ok, dann war ich kühn und habe Trab gefragt, der Zirkel wurde größer - und prompt verloren wir die Verbindung, und Billy machte sich auf den Weg Richtung Ausgang (und Weide, wo die Kumpels waren - verdenken kann man's ihm also nicht ;-) ). ABER ich joggte dann hinter ihm her, sammelte ihn quasi im Vorbeilaufen wieder ein und machte den verunglückten Zirkel wieder zu einem Stick-to-Me, und so trabte er dann mit mir brav am Ausgang vorbei, offenbar ohne auf die Idee zu kommen, dass er doch gerade auf die Weide gehen wollte.
Die Zirkel lass ich daher momentan, bzw. beschränke mich auf Schritt, bis das besser sitzt.

Zurück zum Galopp im Stick to Me, da gabs diesmal einen schönen Fortschritt. Erstens war Billy heut nicht ganz so übermütig mit Kopfschlenkern drauf, sodass ich mich etwas wohler fühlte. Zweitens klappt es mit dem Abstand immer besser, und auch mit dem Gesichtsausdruck im Trab. Er scheint sich langsam dran zu gewöhnen, dass wir halt nebeneinander hertraben. Ich passe auf, dass ich ihm nicht den Weg abschneide (ich glaube, dass sein Grantgesicht manchmal daher rührt, dass er das Gefühl hat, ich laufe ihm im Weg rum), und beantworte jedes Zu-nahe-Kommen seinerseits mit konsequentem Wegschicken. Das Angaloppieren war heute recht prompt, und das Highlight nach ein wenig Üben eine ganze Runde am Zirkel nebeneinadner galoppieren, mit überraschend freundlichem Gesichtsausdruck seinerseits, ohne Überholen, und das ganze noch dazu auf der schwierigeren linken Hand. Soooo brav der Billy!!

Mittwoch, 13. Juni 2012

Und heute zur Abwechslung wieder ein wenig Finesse.

Es hat sowieso so viel geregnet, dass das Viereck überschwemmt ist. Auch alle Wiesen, mit Weide ist derzeit nix. Billy entsprechend wieder einmal etwas grantiger als zuletzt, und Gras ist ziemlich magnetisch, kein Wunder ;-).

Habe Billy heute das Gebiss angezogen. Begeistert war er nicht, drehte den Kopf weg, aber immerhin flüchtete er nicht gleich Hals über Kopf. Er sah sichs eine Weile an und beschloss dann, es tatsächlich anzunehmen. :-)
Zum Aufwärmen hab ich meine Sitzübungen aus dem Centered Riding gemacht, mit vielen Handwechseln. Billy folgte brav meinem "Melonenkreisen" und "Bälleschupfen" und "Beinequirlen" ;-). Nach und nach Kontakt am Gebiss hergestellt und der Bewegung gefolgt und dabei an die Simulationen von der letzten CR-Stunde gedacht: immer schön atmen, nicht auf die Pferdeohren starren, alle Muskeln möglichst unverkrampft.
Als nächsten Schritt Außenstellungs-Übung in den Ecken hingezugefügt, immer nur 2, 3 Tritte. Klappte gut, wir gingen zu Zirkeln mit abwechselnder Innen- und Außenstellung über. Die sind nun schon richtig schön flüssig; so sehr, dass ich zum Schluss das ganze im Trab probiert hab, und siehe da, sogar das schaffte der Billy für ein paar Trabtritte jeweils (dann verhedderten sich quasi die Beine und ich entließ ihn in die Normal- bzw. Innenstellung), bis hin zu einer halben kleinen Zirkelrunde.
Davor gabs aber noch Vorhand- und Hinterhandwendungen, die Billy am Gebiss schön und sauber erledigte. Wirklich hübsch, einmal die HH-Wendung sogar relativ schnell. Dann noch, weil wir so schön in Fahrt waren, die nächste Übung aus meinem Kreinberg-Buch, das irgendwann zum Neckreining führen soll: Zirkel um eine Tonne, kombiniert mit einer Wendung/Volte vor der Tonne, die irgendwann zu einer HH-Wendung direkt aus dem Schritt und am Außenzügel geritten werden soll. Fürs erste Mal gings nicht so schlecht!

Ich beschloss dann noch kurz zu traben, und offenbar war Billy tatsächlich mal so gut durchgeknetet, dass der Trab gleich vom ersten Schritt an ein Gedicht war quasi: Antraben auf leichte Einwirkung, kein Absterben gleich nach den ersten Tritten (wie sonst oft), von Beginn an kräftiges Abdrücken statt Rumschlurfen, und ein super Rücken-sproing! Williges Biegen in die Ecken, williger Versuch, die gefragte Außenstellung durchzuführen, tolles Sproing-Antraben aus dem Halten. Alles so gut, dass nach nur ganz wenigen Runden dann auch gleich wieder Schluss war und es ein ausgiebiges Sandbad gab.

Montag, 11. Juni 2012

Heute war On Line dran, wieder ein bisschen Driving aus Zone 5 üben.

Anfangs Übergänge. Das Anhalten war wieder schlechter als zuletzt. Ich hab ein bisschen herumexperimentiert und herausgefunden, dass es noch recht gut funktioniert (d.h. ohne Druck auf die Feather Lines, nur auf mein eigenes Stehenbleiben hin bleibt Billy stehen), solange wir in direktem Kontakt sind, also cih in Zone 3, 4, knapp 5. Dann klappts. Sobald die Leinen länger werden und ich weiter weg bin, klappts nicht mehr. Irgendwie seltsam. Da es ja sonst gut geht und Stehenbleiben ihm normalerweise sehr gelegen kommt, glaube ich weiter eher an Miss-Kommunikation als "Willnicht", nur find ich nicht so recht raus warum.

Naja. Dafür klappte plötzlcih Rückwärts überdurchschnittlich gut! Ich hatte begonnen, ihn immer für das Ignorieren aller "Anhalten"-Kommandos dann eben so viele Schritte rückwärts ghen zu lassen, die er vorher quasi "zu viel" vorwärts gegangen war (weil er längst hätte stehenbleiben sollen), und voilà, plötzlich trat er fein und mit kaum Druck flüssig rückwärts!

Was sehr gut ging, waren andere Übergänge. Schritt-Trab-Schritt sowieso, aber auch Halt-Trab (im Gegensatz zu Schritt-Halt), und sogar rückwärts-Trab gelang richtig gut!

Weiters habe ich etwas mehr Lenken hinzugefügt und wir sind ein paar Achter im Schritt und später mit ein paar Schrittchen Trab dazwischen gegangen. Wir eiern dabei noch ziemlich herum, aber prinzipiell versucht Billy zu verstehen, wo Frauli hin will ;-).

Zum Schluss gelang ein richtig gutes Anhalten auf Stimmkommando, da haben wir dann aufgehört.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Heute haben wir FreeStyle gemacht: VH- und HH-Wendungen im Wechsel (= direct/indirect Rein Ballett bzw. 360ies), dazwischen zum Auflockern und "Schwungholen" ein bisschen Trab mit Weave ganz ohne Zügel.
Für die Wendungen war mein Ziel, ohne die Zügel auszukommen. Bei der VH-Wendung gelingt das auch, die Hinterhand weicht ja immer leicht. Aber die HH-Wendung bekam ich nicht hin ohne Zügel. Mit der Zeit wurden sie aber beide immer präziser und flüssiger, am Ende richtig gut in beide Richtungen.

Billy musste heut auch mal richtig viel galoppieren, ich habe zuerst eine Art "Cantering Game" probiert, analog dem "Trotting Game", bei dem man die Trab (heute eben Galopp-)Dauer immer weiter erhöht, mit einer Art Passenger Lektion verbunden. Allerdings hatte ich das GEfühl, dass Billy sich etws allein gelassen fühlte ohne jegliche Führung, er torkelte herum und schien zu warten, ob er links oder rechts soll, verfiel dann in einen schwer zu sitzenden Trab, weil er verwirrt war, weil da nix zurück kam, also hab ich dann die Führung wieder übernommen und wir sind sicher 10 Runden durchgaloppiert ;-). Das konnte er am Anfang nicht glauben, aber zum Schluss fand er sich ab mit der Galoppiererei und galoppierte schön ruhig flüssig dahin.

Da war der Zeitpunkt zum Aufhören, es folgte ein schönes Sandbad, ein bisschen Wiese-Trimmen am Viereck-Rand (auf Kommando, selbstverständlich, und es ist toll, wie er während der Arbeit nun meistens fragt, ob er vielleicht darf - er senkt den Kopf ein bisschen, äugt nach hinten dabei: "darf ich, darf ich, darf ich??" - toll!) und dann ab nach Hause - zurück auf die Weide :-).

Dienstag, 5. Juni 2012

Heute wieder etwas Liberty, Stick to me im Galopp weiter bearbeitet.
Billy hatte recht viel Go für seine Verhältnisse und war außerdem - ungewöhnlich - guckig in der einen Viereck-Ecke (da war wohl was auf der Weide des Nachbarhügels, was ich nicht sehen konnte). Es war aber recht leicht, ihn bei mir zu behalten, ein kurzes Wort, und er achtete auf mich. Mit vielen Handwechseln an dieser langen SEite, wo er aufpassen und schnell reagieren musste, war das dann bald nicht mehr so interessant.

Nach Handwechseln, Schritt-halt-Trab-Schritt-übergängen probierte ich dann auf dem Zirkel den Galopp. Rechts klappte es gleich sehr gut, das Angaloppieren. 2, 3 Sprünge genügten mir, mehr wollte ich gar nicht. Auf der linken Hand taten wir uns wieder schwerer. Billy geriet in Renntrab, vor mich, grantelte, schüttelte mit Kopf und Hals und giftelte kräftig, sodass ich mich da hinten dann eben unwohl fühle.Mit etwas mehr Abstand und einem kleinen "Vorsprung" für mich klappte dann ein halbherziges Angaloppieren - von Kopfschütteln begleitet (ich weiß nie genau, ob es Übermut und Spiellaune ist oder Grant - ich tippe für heute auf ersteres). Dazwischen hatten wir dann eine Weile Probleme, überhaupt Galopp zu bekommen, und schließlich konnte ich aber mit einem guten Angaloppieren links und dann 3, 4, sauberen  Galoppsprüngen, in denen er ungefähr seine Position beibehielt (sprich: mich nicht abdrängte, noch sofort überholte, noch zuerst zurückbleibend dann zu schnell für meinen Geschmack aufholte) und auch danach in halbwegs gesittetem Trab an meiner Seite weiterlief (oft dreht er sich beim Loben sofort zu mir, wie eine Art Bring Back; dabei kommt er mir aber vorn meist näher als ich möchte, er soll parallel zu mir bleiben, wenn er noch ein bisschen "Galoppschwung" im Körper hat).

Brav gemacht und Belohnungsfresschen wohl verdient :-)

Dienstag, 29. Mai 2012

Zum Aufwärmen heute habe ich Billy mit den beiden Feather Lines aus Zone 5 ge-drive-t. Überraschung: Nachdem ich es einige Zeit gelassen habe, klappt nun plötzlich das Anhalten um vieles besser. Billy reagiert langsam sehr gut aufs Stop-Wort "Whoa". Also anhalten klappte toll, auch antraben, tw. zulegen im Trab, Schrittparade, Haltparade. Rückwärts klappte nach ein paar Missverständnissen (Billy dachte, ich möchte ihn umdrehen) auch ganz gut für 3-4 Tritte ohne übermäßiges Rumgezerre. Als nächstes verfeinern wir dann die Lenkung.

Danach hab ich Billy mal wieder mit Gebiss + Knoti gezäumt und bin noch ein paar unserer derzeitigen Finesse-Übungen geritten - Zirkel mit Innen- und Außenstellung rund um Hütchen. Auf der rechten Hand klappt nun schon ein ganzer Zirkel relativ flüssig mit Linksstellung. Wieder einmal muss nur ich die Schenkel locker lassen. Herr Professor rügte mich nämlich zwischendurch für das Micromanagment, das sich bei mir eingeschlichen hat: lass ich mal die Unterschenkel locker, blieb er stehen *hüstel*. Also probiert mit Sitz und Schenkeln lockerer zu werden, und siehe da, alles wird flotter und die Außenstellung fühlt sich nicht so verkrampft, sondern recht "natürlich" an.
Das ganze diesmal am Gebiss. Anfangs hatten wir da Missverständnisse, bis wir uns beide mit der vom Knotenhalfterdoch unterschiedlichen Wirkungsweise zurechtgefummelt hatten. Dann klappte es aber wie immer, Billy kaute konzentriert (nicht hektisch) drauf rum. Ich bin gespannt, wie seine Rechnung aussieht, wenn ich das nächste Mal damit komme, ob diese 5-10 Minuten wohl sehr teuer waren ;-).

Dann Gebisszügel beiseite gelegt und mit dem Knoti noch Angaloppieren geübt. Suuper geklappt! Billy hatte ordentlich viel Go heute und wollte sogar gern galoppieren. Ich wollte aber justament heut nur immer ein paar Sprünge, es ging mir um prompte Reaktion auf das Angaloppier-Kommando. Toll hat er das gemacht, mit wirklich viel Energie dahinter im Gegensatz zu meistens sonst. Wir sind auch aus dem Schritt toll angaloppiert, prompte Reaktion. Und schließlich sogar nach einer langen Entspannungspause fast genauso prompt aus dem Halten, und das sogar in den Linksgalopp. Super toll :-).

Freitag, 25. Mai 2012

Heute habe ich nicht allzu viel Zeit gehabt und mit Billy deshalb kurz einen Online-Parcours auf unserer Geländestrecke absolviert. Hat total Spaß gemacht.

Unter anderem haben wir:
  • die Vorderbeinchen auf verschiedenen Baumstümpfen abgestellt.
  • Circling Game rund um einen Baumstumpf, auf dem ich stand, gemacht.
  • Squeeze Game, über die Natur-Cavalettis gehüpft. 
  • Squeeze Game, gewollt über den 10cm-Bach gehüpft
  • den größeren Bach durchwatet. 
  • Seitwärts bergab von mir weg und seitwärts bergauf auf mich zu (pfuh, letzteres war schweeeer! aber Billy hat sich soo toll bemüht!)
Billy macht sowas wirklich auch Spaß, wir spazierten nachher beide total entspannt wieder zum Hof zurück, beide sahen wir aus wie Sau mit Dreckspritzern bis zu unseren Ohrenspitzen, aber lustig wars *g*. 

Donnerstag, 24. Mai 2012

Eine schöne Einheit heute!

Ich hab zuerst einen kleinen Trailparcours auf dem Platz aufgebaut: 3 Trabstangen, ein Tor (aus 2 Springständern + Seil), 3 Tonnen.

Zuerst noch einmal das Stick-To-Me aufgepeppt. Ich hab es einmal noch dazwischen geübt, da war es auch mehr Drill, fürchte ich. Jetzt klappt es dafür aber mit genügend Abstand, und der Gesichtsausdruck von Billy ist … nun ja, zwar noch nicht hochmotiviert, aber wenigstens nicht mehr aggressiv. Als wir die Hindernisse dann eingebaut haben, war er relativ wenig unfreundlich *g*. Wir gingen Schritt um die Tonne, öffneten gemeinsam das Tor, ich bugsierte ihn durch, ließ ihn zu mir und von mir weichen, wir trabten gemeinsam über die Stangen. Klappte alles sehr gut. Das Seil war zwar dran, lag aber unberührt über dem Rücken.
Ich wurde mutig genug, zum Schluss auch noch den Galopp zu probieren. Auf der rechten Hand war das ganz gut, relativ promptes Angaloppieren, ich hielt danach immer gleich wieder an und ließ ihm Pause. Links war es schwieriger, nach vielem Trabgerenne, neuerlichem Beharren auf dem Abstand usw. galoppierte Billy ansatzweise auf meine Aufforderung hin an, und dann war auch gleich Schluss, es folgte eine lange Pause.

Dann bin ich noch ein wenig geritten. Kurz Zirkel mit Außenstellung geübt. Klappen noch immer ganz gut, etwas flüssiger könnten sie langsam werden.

Dann FreeStyle unsern Trailparcours genommen. Trabstangen kein Problem. Slalom (meist) auch kein Problem (außer wenn gerade abgelenkt ;-). Dann das Tor. Das üben wir erst zum 2. Mal. Dafür sehr toll! Das einzige, wo es etwas hakt, ist das Rückwärts am Anfang, da ließ sich Herr Billy wieder mal etwas bitten. Komischerweise geht das Rückwärts am Schluss, wenn ich das Tor schließen will, problemlos. Außerdem hat Billy kapiert, wie das geht mit dem Tor, er wurde mir schon fast ein wenig zu selbständig *g* (einparken, vorbei, umdrehen… nur bitte Frauli das „Tor“, auch wenns nur ein Seil ist, vorher öffnen lassen!!!).

Hat richtig Spaß gemacht alles :-)

Montag, 21. Mai 2012

Ich habe heute unser Stick to Me wieder aus der Übungskiste - war gaanz weit unten - gekramt ;-). Ich möcht gern wieder ein bisschen öfter unseren Liberty-Weg verfolgen, das hab ich sehr vernachlässigt in den letzten Monaten.

An mir kleben war prinzipiell kein Problem; aber dass Billy schon zu viel des Guten machen wollte, schon. Er rückt mir wieder auf die Pelle und ist nicht wegzubringen, das ganze mit einem Gesichtsausdruck, der auch nicht gerade Gutes verheißt. Also haben wir anfangs mal am Abstand-halten gearbeitet. Da brauchte Billy heute einige deutliche Ansagen, bevor er das akzeptierte, v.a. im Trab. Aber schließlich ging es gut auf beiden Händen.
Nachdem wir das geklärt hatten, widmete ich mich dem Gesichtsausdruck. Wir trabten einfach so lange, bis mal ein Öhrchen nach vorn kam. Dann hielten wir an und machten Pause mit Kraulen und Entspannen. Kaum traben wir wieder an, kommt das Ohrenanlegen und Nüsternkräuseln wieder. Anfangs brauchten wir immer einige Runden, bis sich was änderte, aber zum Schluss waren nur noch die ersten paar Trabtritte so, und der Ausdruck wurde schon nach ein paar Tritten freundlicher. Damit habe ich es gut sein lassen, werde da aber dran bleiben.

Dann bin ich noch für ein Viertelstündchen auf den Rücken geklettert und habe eine der Centered-Riding-Übungen wiederholt: Volten, dabei die Biegung mit dem Innenschenkel erzeugen wenn möglich, Billy mal an den Außenzügel bringen wenn möglich, und die Hinterhand etwas übertreten lassen in einer Hälfte der Volten. Rechts klappt das super, links bin ich mit dem Innenschenkel sehr unkoordiniert (war auch wieder einmal eine große Erkenntnis in der Stunde!), und es ist Billys schlechtere Biegungs-Seite, also war es da etwas eierig und verhalten und verklemmt, aber wird schon werden.
Zum Auflockern zwischen den beiden Händen mal jeweils kurz angaloppiert, damit das etwas mehr auf den Punkt kommt und wir in der nächsten Stunde da besser dran arbeiten können. Hat er schön gemacht, nach 3 Versuchen dann ein Super-Angaloppieren aus dem Schritt, rechts perfekt, links etwas schwieriger (er zeigt schon wieder öfter Außengalopp auf der linken Hand, das war schon mal besser), dann noch 3 Tritte rückwärts und fertig, Feierabend :-).

Samstag, 19. Mai 2012

Heute wurde ich wieder ge-centered ;-).
Wir haben heute das Treiben durchgenommen, mit "Sprudeln" und Bildern von Handmixer-Quirln. Hat auch ganz nette Effekte auf Billy, wenn ichs mal richtig mach; nur genau hinspüren, damit hab ichs immer noch nicht so, obwohl ich mich bemühe. Jedenfalls hab ich für die nächsten Wochen gut Übungsmaterial: Ecken sprudelnd reiten ;-). Volten mit Übertreten, und Sprudeln sogar im Galopp *ächz*.

Nach den Reitstunden von mir und einer Miteinstellerin machten wir noch Simulationen mit Gebiss. Eine von uns beiden spielte das Pferd mit seiner Nickbewegung im SChritt, die andere folge am Zügel mit leichtem Kontakt. Dann Experimente: Reiter hält Luft an. Atmet wieder. Reiter rollt große Zehe ein. Wieder aus. Reiter focussiert einen Punkt ganz stark. Was man als "Pferd" hier fühlt, ist echt enorm, besonders beeindruckt hat mich, als mein "Reiter" die Luft anhielt - sehr erhellend! Sollte jeder mal ausprobieren!

Freitag, 18. Mai 2012

Cow-Work unfreiwillig

Aufregend heute!
Zuerst habe ich für uns einmal ein paar Stangen aufgebaut, und ein "Tor" aus 2 Springständern und Seil. Möchte das üben und dabei unser Sideways und Backup verfeinern. Außerdem noch 3 Trabstangen.
Billy und ich waren also konzentriert bei der Arbeit. Das Tor haben wir 2x geöffnet und geschlossen - toll fürs erste Mal probieren! Noch nicht perfekt (sagen wir mal so: mir wäre wahrscheinlich nicht nur ein Stück, sondern eine ganze Herde Kühe locker entfleucht, während ich versuchte, die Vorgangsweise des Schließensdes Tors an Billys Füße weiterzuvermitteln *g*), aber ich war sehr angetan.
Zwischendurch die Stangen im Trab überwunden, auch sehr brav.

Dann gab es plötzlich was zu schauen. Billy stellte sich an die lange Seite und starrte auf die Weide. Und tatsächlich, weit weg, als kleine Pünktchen, sah ich unsere Stallbesitzer und bei ihnen - ein Fleckvieh. Ah, dachte ich, unsere Kuh! Wir sollen nämlich in nächster Zeit eine Kuh bekommen. Die wird mit den Pferden auf der Weide mitlaufen. Gwöhnungsprogramm für diejenigen, die damit bei Ausritten so Probleme haben ;-). Letztes Jahr war es schon geplant, wurde aber ncihts.
Hier also jetzt die Kuh! Billy starrte. Ich ließ ihn und erklärte ihm, er solle sich shcon einmal mit dem Tier anfreunden.
Billy starrte, war noch ansprechbar, alles in Ordnung.
Kurz drauf dachte ich schon: Naja, halfterführige Kuh ist anders. Die Kuh war nämlich den Stallbesitzern entfleucht und galoppierte fröhlich über die Weide. Die Stallbesitzer hinterher, trieben sie Richtung Winterkoppel. Einer von ihnen öffnete die Winterkoppel mit dem seitlichen Tor (was gleichzeitig die anderen Pferde von der Winterkoppel aussperrt). Offenbar war geplant, die Kuh genau hier reinzutreiben (d.h. so 2m am Viereck vorbei entlang). Billy starrte immer gebannter. Die Kuh galoppierte näher, und Billy legte einen wunderhübschen Rollback an den Tag, galoppierte eine Volte (he, ich hab immer geglaubt, er kann das nicht!!!!), legte einen super Galopp-Halt-ÜBergang hin und starrte weiter. Dazwischen bewegte er sich auch auf die Kuh zu, um besser sehen zu können.
Dann machte die Kuh ihrerseits einen Rollback und dachte offenbar nicht daran, auf die Winterkoppel zu laufen. Stattdessen bog sie ab, an den fluchenden Stallbesitzern vorbei, quer über den Hof. Immer mehr Leut hinterher. Inzwischen standen alle Pferde aufgereiht am Zaun und verfolgten neugierig das sich bietende Schauspiel ("endlich mal was g'scheites im Fernsehen!"). Den Stallbesitzern gelang es, die Kuh in die Gerätehalle zu treiben. Hinter verschlossenen Türen hörte man einiges an Krachen und Poltern.

Billy und ich hatten genug geschaut (gearbeitet sowieso) und machten Schluss für heute. Dann konnte ich auch erfahren, dass das natürlich nicht "unsere" Kuh ist, sondern eine, die schon vor 1,2 Tagen von ihrer Weide entfleucht und hier endlich gesichtet worden war, eine völlig unzahme, daher das Getreibe und Gepoltere, war für alle Beteiligten wohl nicht lustig; wenig später wurde sie dann  von ihrem Besitzer mit dem Hänger geholt und heimgebracht.

Ich war sehr stolz auf den neugierigen Billy, der außer 3 Galoppsprüngen nichts weiter machte als zuzusehen... auf dem heimischen Viereck halt zumindest: Im Gelände, wo wir nicht zu Hause sind, hätte die Confidence bei uns beiden wohl gleich ganz anders ausgesehen ;-).



Donnerstag, 10. Mai 2012

Heute gabs ein bisschen On Line - Figure 8 mit Galopp. Zum ersten Mal seit langem wieder habe ich das Lasso dafür hergenommen.
Billy war recht gut drauf; das Grün am Viereckrand war sehr magnetisch, sowie auch die beiden anwesenden Pferdekollegen (das kenn ich von ihm überhaupt nicht). Ich war ziemlich bald frustriert wegen meiner fehlenden Lasso-Handling-Kompetenzen. Ich muss das Ding öfter hernehmen!
Von rechts nach links gelang bald ein fliegender Galoppwechsel, aber umgekehrt länger nicht, ich war zu langsam und bekam entweder gar keinen Richtungswechsel (zu langsam) oder einen über Trab und Schritt (auch zu langsam, zu wenige Platz gemacht).
Etwas frustriert zog ich vom Platz und probierte es nochmal in der Halle, und siehe da, dort klappte es recht schnell auch in die andere Richtung.

Weil ich dann schon in der Halle war, machten wir noch kurz Liberty, aber außer dem Stick to Me klappte ehrlich gesagt gar nix, sodass ich es lieber wieder bleiben ließ. Muss ich wieder etwas planvoller angehen...

Dienstag, 8. Mai 2012

Aaah, weiterhin herrliches Wetter. Sonnenschein wechselt sich in den letzten Tagen ständig mit Regenschauern und Gewittern ab -- ideal fürs Gras, es sprießt so richtig, endlich! Die Weidesaison ist nicht mehr weit!

Daher waren Billy und ich heute hauptsächlich grasen gemeinsam. Meine Nicht-Grasen-Übung hab ich nur ein paarmal zwischendurch verlangt, meistens durfte er ungestört fressen. Zuerst mal 20 Minuten, dann haben wir kurz was gemacht, dann nochmal 30 Minuten.

Dazwischen waren wir kurz im Gelände rund um den Hausberg. Ich hab mir ein neues Sattel-Test-Knet-Pad gebastelt und den Sattel getestet. Ich hab ein wenig Angst, dass er vorn zu viel Gewicht hat oder gar zu wenig Widerristfreiheit. Also Pad drunter (ist mit Knetmasse gefüllt und zeigt, wenn es irgendwo Druckspitzen gibt) und in allen Gangarten 20 Minuten Gas gegeben. Sattel runter, Pad beäugt - wie unbenutzt. Schon wieder. Ich hatte mir extra ein neues gebastelt, weil ich bei meinem vorigen langsam den Eindruck bekam, dass mit dem Testpad was nicht stimmen kann, weil es ebenfalls nie was angezeigt hat, quasi ideal. Tja, mit diesem hier das gleiche, also dann.... nehme ich mal an, dass nix groß drücken kann. Wenn der Sattelmensch, den ich vor 3 Monaten (und dann noch 2x) angeschrieben habe, sich endlich mal melden würde, fänd ichs aber trotzdem ganz nett *grummel*.

Jedenfalls: ein schöner entspannter Abend heute mit viel Undemanding Time. :-)

Sonntag, 6. Mai 2012

Trail-Pferdchen :-)

Und schon wieder bin ich soo stolz auf den Billy. Ich glaube heut hab ich beschlossen, dass er eine Zukunft als Trail-Pferdchen hat.

Zum ersten Mal seit Eeewigkeiten hab ich mich entschlossen, mich allein auf einen Ausritt zu wagen. Wir haben ja jede Menge Confidence gesammelt, aber immer nur in der Gruppe. Ein bisschen Bammel hatte ich, dass das womöglich alles nur noch schlimmer gemacht hat, sprich: Wir allein überhaupt nicht mehr weiterkommen und er sich weigert, mit mir allein weg zu gehen.
Der Bammel war aber unbegründet, das viele Ausreiten scheint eher tatsächlich geholfen zu haben - und sei es nur, dass ICH nun confidenter bin. Das ist ja ohnehin unser Haupt-Knackpunkt.

Ich hatte zuvor eine kleine Runde zu Fuß erkundet, durch einen Wald am Straßenrand, wo wir noch nie waren und wo man der STraße quasi auf Waldwegen ausweichen kann. Ein wunderschöner Wald, unser STallbesitzer und Anrainer nennen ihn "Märchenwald". Unter anderem deshalb, weil sich schon so gut wie jeder der Anrainer drin verritten hat. Aber äh, dachte ich, so groß ist das doch nicht, und solange es bergab geht, ist die Richtung ok *g*.

Billy und ich machten uns also bei langsam herannahendem Gewitter auf unsere kleine Runde. Er war richtig toll. Ließ sich brav vom Stall wegreiten, machte brav die "Nichtfressen-"Übungen mit (grooooße Fortschritte *freu*) und stapfte mit fleißigem Vorwärts die Wiese entlang und ließ sich von mir nur mit Schenkel auf der Linie halten, die ich wollte - mittlerweile gehen wir auch schon meistens durch Pfützen und sowas durch wenn Fraulis Schenkel es so wollen ;-).
Dann gings kurz durch den heimischen Wald, wo uns unten das von früher so gefürchtete Rinnsal erwartete. Das war heute wirklich nur 5cm breit, außerdem ist da ein Bagger gefahren und hat netterweise die großen Felsbrocken entfernt. Wir haben es in wunderschöner Manier hinter uns gebracht: Billy blieb stehen und beäugte das ganze. Ich ließ ihn. Billy fragte ob er umdrehen dürfte. Ich sagte nein. Billy durfte weiter den 5cm breiten, reißenden Fluß begutachten. Und beschloss dann seufzend, dass ers halt versucht, senkte den Kopf, wählte exakt wo er hintrat und überwand so die reißenden Fluten ;-). Bestes Pferd der Welt :-).
Danach gings ein Stückchen die Straße entlang. Aufgeregt nahm Billy zur Kenntnis, dass der Nachbarstall schon angeweidet hat. Frechheit! Mit großen Augen starrte er die fremden Pferde oben auf der Anhöhe an. Da war ich ein bisschen angespannt, ob er das wohl nervlich packt, aber er packte ;-).
Dann kam der große Moment, wir bogen von der Heimwärts-Straße ab und näherten uns selbigem Nachbarstall für ein paar Meter. Da sind wir noch nie gegangen, allein schon gar nicht. Aber auch hier gehorchte er superbrav nur Schenkel... ok, gemma halt hier, auch recht. Die fremden Pferde - nun näher und auf Augenhöhe, brachten ihn trotzdem etwas aus dem seelischen Gleichgewicht. Da bogen wir aber schon in den Wald ab, und dort wars einfach nur herrlich. Zuerst durfte er einmal ausgiebig grasen, weil da war so schönes büscheliges Gras. Durchsetzt mit ein paar "Nicht-Fressen-"Übungen.
Dann donnerte es in der Ferne, und Frauli befand, man sollte vielleicht besser weitergehen, um langsam heimzukommen. Wir gingen den Weg entlang, den ich vorher entdeckt hatte. Wir kamen zu der lichten Stelle, die ich vorher durchquert hatte, wo der eine Weg aufhört, nach ein paar Metern durch den Wald aber der andere anfängt und wieder retour auf die Straße führt.
Nur: Frauli fand den anderen Weg tatsächlich nicht mehr! Verwünschter Märchenwald, zefix!
Dafür entdeckte ich einen anderen Weg, wunderbar markiert, so richtig für Dummies aus der Stadt, alle paar Meter ein großer dunkelblauer Punkt auf Bäumen, links und rechts, und ein sehr ausgelatschter, aber sehr schmaler Pfad. Muss ja auch wohin führen, nicht wahr?? Billy und ich folgten dem blau markierten Pfad.
Und wieder bewies er die Trail-Pferde-Qualitäten, ich war ja so stolz! Da lag ein Baumstamm quer überm Weg. Egal, Billy stieg drüber (ohne Anzustoßen). Da lag ein ganzes Dickicht an Zweigen im Weg. Egal, Billy suchte sich seinen Weg. Da waren Stufen aus Wurzeln. Egal, Billy kletterte. Eine Böschung, bergauf und bergab. Billy klettert. Ein Reh kreuzt unsern Pfad. Billy schaut nur. Ein Matschloch. Billy schlappft durch.
Das war herrlich, ein richtiger Trailparcours!
Irgendwann endete der schmale blau markierte Pfad und mündete in einen Weg, der nur wenige Meter von der Straße entfernt parallel zu dieser verläuft. Den kenne ich, er führt auf die Straße und nach Hause. Doof nur: Die Kreuzung, gekennzeichnet auch noch von einem wirklich tiefen Graben, der nur an einer Stelle gut passierbar ist, war von einem gefallenen Baum derart blockiert, dass ich keien Möglichkeit sah, dorthin zu gelangen. Hm. Donner kam langsam näher.
Billy gewendet (und gefreut über die schön saubere Hinterhandwendung, da war nämlich nicht mehr Platz) und alles wieder zurück. Wurzelstufen bergab, Matschloch durch, Böschung rauf und runter, Zweigelabyrinth durchritten, Baumstamm drübergestapft. So, wieder auf der Lichtung. Wo war nur dieser blöde Weg, der unten am Bach entlang führte. Immer bergab, hatte ich gesagt, nicht wahr? Also los. Bergab.
Dickicht wurde leider immer Dickichtiger, Billy walzte sich seinen Weg da schon durch, aber es wurde doch langsam unangenehm, und der Förster freut sich auch... nö, hier gehts nicht weiter. Nochmal gewendet auf noch kleinerem Raum, dann einfach möglichst seitlich ans Pferd gehängt und Billy den Weg zurück auf die Lichtung suchen lassen.
Es donnerte nun schon ziemlich nahe und Wind kam auf. Ich konnte unten den Bach SEHEN aber kam nicht hin, und ich konnte die Straße auch SEHEN, aber kam nicht hin. Verflixter Märchenwald aber auch! Ich beschloss, alles wieder zurückzureiten, bis zu den Koppeln des Nachbarstalls. Nach kurzem Suchen diesen Weg sogar gefunden, dann gings alles zurück: Wieder über 2x trockene Bachbetten, bergauf, bergab, über Wurzeln, über Baumstämme und durch engstehende Bäume durchgefädelt. Ah, da ist er ja, der Weg. Dort gabs Matschlöcher zu Hauf, Billy trottete brav durch wenn ich wollte oder umrundete sie, wenn er durfte.

Dann kamen die Koppeln und die fremdnen Pferde in Sicht, uff, geschafft. Am Waldrand, als die andern Pferde in sein Sichtfeld kamen, erschrak Billy so sehr, dass es ihn mit allen Vieren ein paar Meter seitwärts versetzte (dank Zentrierung war das aber eigentlich nur lustig) und dann alle Viere von sich spreizte und starrte, bis er erkannte, dass das eben die gerade gesehenen Pferde waren ... dann ging er brav, wenn auch etwas aufgeregt, die Straße entlang, und dann waren wir ja auch schon fast zu Haus.
Im heimischen Wald mussten wir noch einen ganzen Baum mitsamt Ästen überklettern (da kommt dann der Bulldozer in Billy wieder zum Vorschein - einfach Augen zu und durch, was mir nur bis zur Brust geht, kann ich plattwalzen *g*) und das früher noch viel mehr angstbesetzte Gatschloch überwinden - siehe da, da kann man jetzt nicht nur drüber, sondern REIN steigen, nicht mehr in einem 5-M-Satz drüberhopsen! Bestes Pferd der Welt!

Noch eine Trail-Pferde-Prüfung hatten wir zu bestehen, auf dem heimischen Weg kamen uns ein paar Pferde uneres Stalls entgegen. Kurz angehalten, geplaudert, und dann wie selbstverständlich allein in unserer Richtung weitergeritten.

Hach, bestes Pferd der Welt.

Da beste aller Pferde durfte noch grasen, bis die ersten Regentropfen fielen, dann flüchteten wir uns in den Putzraum vor dem ausbrechenden Platzregen und Gewitter.

Samstag, 5. Mai 2012

Heute war wieder einmal Zeit für ein bisschen Finesse.

Zum Aufwärmen begannen wir mit großen Volten auf beiden Händen. Billy war gut drauf und sogar ein bisschen guckig; andererseits ist der eine Viereckrand stark magnetisch... dort, wo das grüne Zeug wächst ;-). Unsere Volten waren daher anfangs zumindest auf der linken Hand eher eiförmig, aber wir machten einfach so viele, bis sich das gelegt hat. Ich war wieder einmal fasziniert, dass ich auch ohne Zügel richtig runde Volten reiten kann und wie fein Billy mittlerweile auf Schenkelhauch reagiert. Richtig willig und prompt, dabei aber gelassen. Schön gebogen war er auch. Vielleicht mach ich doch das eine oder andere richtig ;-).

Dann gingen wir zu einer Übung über, die ich im Buch von Peter Kreinberg aufgeschnappt habe: Zirkel mit Innenstellung abwechselnd mit Zirkeln mit Außenstellung. Vor Eeeewigkeiten hab ich mal probiert, Billy in absichtlicher Außenstellung zu reiten. Keine Chance damals, er ging einfach der Nase nach.
Und heute: Zirkel mit Innenstellung (jetzt mit ganz feinem Kontakt am Knoti) kein Problem (hatten wir ja durch die Volten auch grad geübt). Dann in einer Achter-Form zum anderen Zirkel gewechselt, dabei aber Biegung beibehalten - kein Problem. Als hätten wir nie was anderes gemacht, stapft Billy auf dem Kreisbogen mit Außenbiegung. Die Kommunikation war vollkommen klar (im Gegensatz zu früher). Ein richtiges Wow!-Erlebnis. Das Pferd versteht mich! Und ist sogar gewillt auszuprobieren, was ich vorschlage, auch wenn es ihm anfangs seltsam vorgekommen sein mag!
So machten wir immer abwechselnd Innen- und Außenstellung auf beiden Händen. Dazwischen, wenns besonders gut und flüssig war, einen auflockernden Galopp zum grünen Viereckrand. Billy durfte seine Belohnung heut selbst pflücken, und ganz nebenbei machten wir da auch das "nicht-fressen"-Training. Klappt hervorragend mittlerweile, schon nach so kurzer Zeit!

Zum Abschluss probierte ich nochmal das Schulterherein, das wir in der Centered-Riding-Stunde ausprobiert hatten, und siehe da, die noch vor einer Woche recht stockende rechte Hand war diesmal schon viel flüssiger! Links floss es sowieso schon vorher. Ach ich war soo stolz!
Und außerdem hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass Billy dieses Beine-Sortieren in Seitengängen und so weiter recht interessant und spaßig findet (solange nur alles schön langsam bleibt! *g*). Scheint den unterforderten Intellekt mehr anzusprechen als stumpfes Gradauslaufen. ;-)

Zum Schluss parkten wir uns mit der Nase zu einem der beiden Pylone, dann fragte ich nach rückwärts und bekam es auch, ein ganz feines Rückwärts, in dem ich ihn superfein gerade einstellen konnte, ganz fein korrigieren: bitte bisschen weiter links, bitte jetzt doch wieder weiter rechts...  und rückwärts auf den 2. Pylon zuritt, bis wir ihn mit den Hinterbeinen berührten. ... und fertisch!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Billy hat den 3-stündigen Ausritt gut weggesteckt, alles gut und gesund.


Heut hab ich wieder mal Bodenarbeit gemacht zur Abwechslung:


1) Driving Game aus Zone 5. Weiterhin bemühe ich mich um sauberes und promptes Anhalten. Es willl aber einfach nicht so recht. Ich werke da jetzt schon viel zu lange dran, komme nicht so recht drauf, was ich falsch mache. Heut hab ich in Zone 4 begonnen. Da geht noch alles super! Billy hält an, wenn ich anhalte und geht los, wenn ich losgehe. Wenn ich mich dann in Zone 5 zurückfallen lasse (egal ob etwas seitlich versetzt oder genau hinter ihm - ich dachte, genau dahinter sieht er mich vielleicht nicht gut genug), stapft Billy weiter, wenn ich stehenbleibe, obwohl ich so klar wie möglich alle Energie runterfahre und auch per Stimme mein Anhalt-Kommando gebe. Ich bin - letztes Mal bin ich ja draufgekommen, dass ich das machen könnte - heute zum Corner's Game bzw. Point to Point übergegangen. In jeder 2. Ecke der Halle hielten wir an. Ich lenkte Billy einfach gegen die Wand und ließ diese ihn bremsen, gemeinsam mit meinen Kommandos. Es hat das ganze ein wenig verbessert, aber immer noch orientiert sich Billy nicht daran, ob ich stehen bleibe oder nicht. Umgekehrt klappt es super, wenn ich losgehe, geht er auch los, und wenn ich lostrabe, trabt er auch los. Wir konnten trotzdem gut aufhören.
Ich habe diesmal übrigens die Leinen durch die Steigbügel laufen lassen - klappt super! Keine Gefahr mehr, dass er dauernd rein- oder drauftritt.

2) Grasen auf Kommando. Wie angekündigt, das muss jetzt konsequent durchgezogen werden. ich hab mich nach der Bodenarbeit also noch in den Sattel geschwungen und wir ritten zur Wiese. Dort lernte Billy, dass man in selbiger ruhig stehen kann, ohne die Nase im Gras zu versenken. Es klappt ganz gut, er hats begriffen. Ein lautes Nein hält ihn nun ab, den Kopf zu senken. Druck auf den Hals kombiniert mit dem Kommando "Iss" erlaubt dann das ersehnte Grasen.
Wir übten dann noch: Irgendwo auf der Wiese hinreiten, anhalten und NICHT gleich den Kopf im Gras verschwinden lassen. Sondern schön brav warten, fragen darf pferd schon, aber nicht einfach tun. Und je braver das Warten, umso früher kommt das "iss"-Kommando!
Ich find es ja immer faszinierend, wenn man am Gesichtsausdruck den Lernprozess und das Einsickern der Information beobachten kann.
Wenn es mir gelingt, das in allen Situationen konsequent durchzuziehen, wird es sich bald erledigt haben (Betonung auf WENN).

Dienstag, 1. Mai 2012

Sommer, Sonne, Ausreiten :-)

... äh, eigentlich ist ja erst grad mal Frühling, aber trotzdem hatte es heute am 1. Mai schon wieder 30°. Zeit für kurze Ärmel und einen tollen Ausritt!

Das war heute der längste Ausritt, den Billy und ich bisher gemeinsam bestritten haben. Das war schon fast ein Tagesritt. Über 18 Kilometer legten wir in insgesamt 3 Stunden zurück, und nochmal so 400 Höhenmeter, behauptete das smarte Telefon einer Mitreiterin.
8 Leute unseres Stalls hatten sich zusammengefunden, wir waren wirklich eine tolle tolle Truppe, und unsere Pferdchen allesamt ohnehin die besten. Wir ritten auf geplanter Route zu einem Pferdehof in der Nähe, insgesamt etwa 1,5 Stunden. Unsere Pferde blieben immer cool, sei es beim Gruppengalopp ein ganzes Stückchen bergauf oder einen Wiesenweg entlang, bei der Begegnung mit Traktoren auf fremden Höfen, oder beim Überqueren mehrere (stillgelegter) Bahnübergänge, oder beim Überqueren der Straße oder beim Überqueren einer Holzbrücke (ohne Geländer, sehr gruselig, aber mehr für die Reiter). Kühen und Ziegen begegneten wir auch, sowie einem Gartenfest mit Kindern. Sogar an einer Koppel mit Miniaturpferdchens ritten wir vorbei. Die waren für Billy definitiv das Aufregendste am ganzen Ausritt, wenn nicht überhaupt das Seltsamste, was er je sah *lol*. Während er noch überlegte, ob das Ding da Hund oder Pferd war, begann eines zu glaoppieren, zu buckeln und zu wiehern, das gab ihm völlig den Rest, sodass er, den Hals um 180° gebogen, um sie nur ja nicht aus den Augen zu verlieren, als wir eigentlich schon vorbei waren, fast über die eigenen Füße stolperte *g*. Aber mehr fasziniert als ängstlich. Die Ziegen dagegen bekamen von ihm nicht einmal ein Ohrzucken. Die Kühe waren etwas unheimlich, aber wir fühlten uns im Pulk sicher genug. 
2x galoppiertn wir in der Gruppe, einmal ein ganz schön langes Stück bergauf im Wald mit vielen Kurven. Billy ließ sich dabei super zurücknehmen und galoppierte die Kurve fast versammelt durch; die meisten fielen hier in Trab. Da hatten wir eine schöne Kommunikation, er fragte mich nämlich, ob er auch traben sollte quasi, ich bat aber drum ob er bitte versuchen könnte, den Galopp nur ein bisschen zu verkürzen, während die anderen langsamer wurden, und ja, er konnte :-)

Im nahen Pferdehof angekommen, hatten Pferde und Reiter wahrlich eine Pause verdient. Der Herdenboß, der nicht ganz verkraftete, dass er heute hintennach marschieren musste, montierte gleich die Anbindevorrichtung des Stalles ab und kam dann in eine freie Box. Billy hatte Glück und ergatterte eine große Doppel-Box daneben im schattigen Stall, manche wollten lieber draußen bleiben. In der Box gabs sogar Heu, also Billy in seinem Element, der fraß die ganze Zeit. Für die Reiter gabs zu trinken (für die Pferde auch, aber die wollten allesamt nicht wirklich).
Nach der Pause sattelten wir neu. Wir hatten jetzt noch 5 weitere Reiter vom anderen Stall eingesammelt. In einer riesigen Gruppe von jetzt dann insgesamt 13 Reitern ritten wir auf anderer Route als dem Hinweg wieder zurück. Die Pferde vertrugen sich gut; die neuen Pferdchens wollten allerdings die Holzbrücke nicht überqueren, die sich nur 100m vom eigenen Stall befand, während unsere da alle ohne Zögern drübermarschierten. Da waren wir alle noch ein bisschen stolzer ;-).

Geschafft, aber zufrieden kamen wir wieder im heimischen STall an. Die Reiter des anderen Stalls machten hier Pause und ritten später wieder zurück. Billy plumpste am Viereck in den Sand, danach stapfte er gleich zum Gras.
Tja, und da sind wir beim einzigen Wermutstropfen: Die unerlaubte Graserei muss ich bald abstellen, das war wirlich lästig. Solange wir in Bewegung sind, gibts kein Fressen, das hat sich in Billys Hirn festgesetzt, da ist er wirklich brav. Früher blieb er oft einfach stehen, das macht er jetzt nicht mehr. Aaaber: Sobald wir stehenblieben, und das kommt bei so einer großen Gruppe halt öfter vor, rammt er die Nase ins Gras, koste es was es wolle, ignoriert Knoti und Schenkel völlig. Abhalten kann ich ihn nur mit einem anständigen Vorwärts mittels Motivations-Seilende auf den Popo, aber das ist in so einem Pulk keine gute Lösung. Während er dann grast, geht im Grunde jede Kontrolle verloren, er stapft Schritt für Schritt weiter und ignoriert mich.
Somit habe ich an den Ausritt und das Wutzeln eine "Wir grasen nur wenn ich es sage"-Übung gleich angeschlossen. Wir stellten uns ins frische Gras, und dann hieß es erst einmal "nein". So oft, verbunden wenn nötig mit einem effektiven Ruck am Knoti, bis er den Kopf oben ließ und man am Gesichtsausdruck sehen konnte, dass er kapiert hatte, dass das nun nicht gewünscht ist. Als er soweit war, dass er wirklcih wartete, was nun kommt, legte ich ihm die Hand auf den hals, mit leichtem  Druck, dazu "Iss"-Kommando und Aussuchen eines schönen Grasbüschels. Dann durfte er ein Weilchen fressen, dann hielt ich ihn wieder davon ab. zum Schluss klappte das dann schon ganz gut, und das werden wir jetzt solange weiterüben, bis es klappt, bis er auf den zügel reagiert, auch wenn er frisst; dann das ganze in den Sattel verlegen.

Aber bis auf diese Sache einfach nur ein herrlicher Ausritt; mit jedem Mal gewinne ich wieder ein bisschen mehr Vertrauen in Billy, und vielleicht auch er in mich. Ich war jetzt schon lange nicht mehr alleine draußen und werde das demnächst mal wieder versuchen.

Sonntag, 29. April 2012

Heute wurde ich wieder "zentriert", Billy hats gefreut, hoffe ich ;-).
Es war heiß, sehr heiß, an die 30° und das schon um 10h vormittags. Billy war träge, aber genau daran konnten wir gut arbeiten.
Wir haben das Schritte verlängern und verkürzen im Schritt und Trab vom letzten Mal wiederholt, und außerdem mal ein Schulterherein probiert, entwickelt aus einer Volte heraus, mit Kompass drehen und Gewichtskugeln schieben *g*, und das klappte fast ansatzlos gut! Zwar langsam und mit Zögern nach jedem Schritt, aber besser als durchgehetzt (wurde mir zumindest versichert). Wie es halt seine (angenehme) Art ist, durchdachte Billy jeden Schritt, bevor er ihn tat *g*. Linke Hand war dabei viel flüssiger als rechts.

Ich habe also wieder neues zum Üben und Probieren!

Danach hatte ich heut richtig viel Zeit. Gleich nach der Arbeit gingen wir kurz grasen, dann was trinken, zuerst der Billy, dann ich mit ein paar Miteinstellern. Dann holte ich ihn nochmal und wir gingen noch eine gute halbe Stunde grasen, ich hatte ein Buch mit und las ein bissl in Ruhe im Schatten der Bäume bei strahlend blauem Himmel, und ohne ein Geräusch außer dem Summen der Fliegen und Bienen. Wie im Urlaub :-)

Dienstag, 24. April 2012

Billy ist die letzten Male wieder freundlicher beim Putzen und Hufegeben. Mir gelingts momentan auch selbst, ihm freundlicher zu begegnen und kurze Grantanfällen gelassen und souverän abzustellen. Wenns nur so bleibt ;-).

Nach dem Putzen schnappte ich mir das kurze Seil und wir gingen eine Runde joggen. Frauli muss Kondi aufbauen! Die Jogging-Runde war aufregend; es herrschte sehr starker Wind, sah auch nach etwaigem Gewitter aus, aber das zog an uns vorbei. Die Bäume rauschten laut, wir mussten an einer Baustelle mit gruselig/interessanten Baufahrzeugen vorbei, aber Billy nahm alles ruhig zur Kenntnis. Sogar die Flatterbänder, die an der STromleitung über der Straße montiert waren (vermutlich, damit sie von den Baggern nicht runtergerissen wird) - da war ich schon etwas in Sorge, was er zu dem Überkopf-Geflatter im starken Wind wohl sagen wird. War ihm aber ziemlich egal. Genauso wie der Traktor mit laut schepperndem Anhänger, der vor uns abbog, oder auch das Auto, das Frauli wegen dem Wind erst spät hörte, als es von hinten kam, dann aber umso lauter, weil es glaube ich dabei war, den Auspuff demnächst zu verlieren. Billy schaute nur gelangweilt: Warum haben wir deshalb jetzt zum Schritt durchpariert?

Das Joggen klappte sehr gut, anfangs musste ich ihn ein bisschen stärker auffordern, aber dann gab es auch tolle Passagen, wo er sich meinem Tempo (laaangsam *g*) super anpasste und im gemütlichen Jog am Seitenstreifen nebenhertrabte.

Beim Rückweg legten wir eine Graspause ein. Wenn Frauli grad mit 200 Puls kämpft und schnauft wie eine Dampflok (es geht wirklich stark bergauf hier!!), ist ihr auch nicht so nach Ausdiskutieren. Am Ende machten wir ein paar kleine Gehorsamsübungen: Billy durfte ein Grasbüschel abgrasen, dann verscheuchte ich ihn von dort, nahm das Grasbüschel in Besitz, hielt ihn auf Abstand, was erstaunlich leicht gelang, und lotste ihn dann nach eienr Weile warten zum nächsten Grasbüschel.

Zurück daheim musste Billy erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass er noch das Pad auf den Rücken gelegt bekommt und Frauli noch reiten will.
Wir haben ein bisschen - kurz - unsere Zirkel präzisiert. Dazu hab ich einen Springständer in die Mitte des geplanten Zirkels gestellt, in eine Feather Line eine große  Schlaufe geknotet und drumrum gelegt. Das Ende dann in der hand gehalten und um den Springständer Zirkel gedreht, um zu beobachten, ob wir den Abstand zum Springständer möglichst immer gleich halten können. War lustig! V.a. ist man dadurch, dass man ja das Seil festhalten muss, eher dran erinnert, die Zügel am besten ganz auszulassen.
Billy machte seine Sache sehr gut und superpräzise in punkto Gehorsam auf Schenkel und Gewicht, auch Biegung war ok. Wir haben auch hübsche Wendungen unter dem Seil durch geschafft :-) Nur irgendwann meinte er, dass das jetzt aber bitte reicht und er verweigerte die weitere Zusammenarbeit... *seufz* wieder mal den Bogen überspannt, dass ich das nicht und nciht hinkriege. Wir hatten eine Diskussion, während der Billy ein paar hübsche, sogar mittelschnelle Spins hinlegte (ich war beeindruckt, aber eigentlich wollte ich nur vorwärts *g*), dann gingen noch einmal ein paar flüssigere Runden um den Springständer, und dann schlossen wir mit einem feinen, sehr geraden Rückwärts eeendlich ab ;-).

Sonntag, 22. April 2012

Heute stand ein Gemeinschaftsausritt auf dem Plan. Leider machte das Wetter zumindest einen kleinen STrich durch die Rechnung. Es hat in letzter Zeit so viel geregnet, dass wir die Wiesen nicht bereiten konnten und eine Routenänderung vornehmen mussten. Unterdessen fing es immer wieder ein bisschen zu tröpfeln an, sodass wir die Strecke nochmal verkürzten und auf die Pause und Jause (die im Freien stattgefunden hätte) verzichteten. Der Ausritt dauerte so ca. 2 Stunden.
Wir waren zu siebent unterwegs, und alle Pferde total brav und unter Kontrolle. Auch längere Trab- und Galoppstrecken brachten alle gut hinter sich. 2 von uns galoppierten mit ihren Pferdchens zum ersten Mal im Gelände.
Billy war anfangs total aufgeregt, wie ich das gar nicht von ihm kenne. Bevor es losging, konnte er absolut nicht stillstehen, tänzelte herum, und die ersten Kilometer legte er einen flotten Schritt an den Tag. Nach der ersten Trabstrecke (leicht bergauf und schon ein schönes Stückerl!) war er aber wieder ganz der alte und sowas von tiefenentspannt ;-). Es ist ein großer Unterschied, ob wir in so einer großen Gruppe reiten oder nur zu zweit. Ganz offensichtlich fühlte er sich absolut sicher, und ich mich auch. Autos, Höfe durchreiten, auch das nervöse Getänzel eines anderen Pferdes, war ihm alles ganz egal. Es gab keinen Moment, in dem wir angespannt gewesen wären.
Toller Ausritt, trotz bescheidenem Wetter!

Donnerstag, 19. April 2012

Als erstes war heute mal Pediküre dran. Alles schön, alle Strähle bleiben weiterhin zugewachsen, obwohl sie äußerlich leicht abbröselten, aber nun kann ich sehen, dass alles glatt und fest ist, keine Taschen und nix. Nur Billy war unleidig beim Hufe heben, er bettelt und wird grantig, wenns nicht ein Karottenstückchen nach dem andern gibt. Da muss ich dran arbeiten, aber noch bin ich ohne richtige Strategie.

Danach gingen wir noch kurz aufs Viereck. Ich hab versucht, im Trab und Schritt umzusetzen, woran wir in der CR-Stunde letzte Woche gearbeitet hatten. Irgendwie hab ichs aber nicht so hingekriegt wie in der Stunde selbst, es ist mir nicht so richtig gelungen, das Schritt-, geschweige denn das Trab-Tritt-Maß zu beeinflussen. Billy war aber gut drauf und war flott unterwegs. Trab fühlte sich sehr schwungvoll an, das kann schon ein Ergebnis der neuen Sitz-Übungen sein.
Ein bisschen Galopp machten wir auch noch. Links war zuerst sehr schlecht, also sind wir ein Weilchen rechts galoppiert, während ich versucht habe locker zu sitzen und Zirkel mit möglichst wenig Zügel zu reiten. Ging ja schon mal ganz ohne, aber da sind wir doch aus der Übung. Danach klappte doch noch ein schöner fließender Linksgalopp.
Zum Schluss noch rückwärts, das heute wieder sehr weich und gut klappte, und dann ein kurzes Feierabend-Graserl ;-) (Billy konnte sein Glück gar nicht fassen und schnaufte vor lauter in-sich-hineinstopfen *lol*).

Dienstag, 17. April 2012

Heut hab ich Billy direkt aus dem Stall zu einer Gelände-Spazier-und-Jogging-Runde genommen. Frauli keuchte den Berg hoch, Billy ging mit großen Schritten im Schritt hinterdrein ;-). Heut hat die Tempoharmonie nicht so gut funktioniert wie letztes Mal, Billy wollte meistens lieber schnellen Schritt als langsamen Trab gehen. Egal, solange das Seil durchhängt.
Das Gras - d.h. die paar Halme, die bei uns sprießen - übt momentan schon sehr sehr große Anziehungskraft aus. Wenn Frauli dann keuchend eine Pause braucht am Ende des Bergauf-Stücks, ist die Konsequenz, Billy vom unerlaubten Grasen abzuhalten, eher schwierig durchzuhalten.
So gabs dann ein erlaubtes gemeinsames Gras-Suchen.
Danach war er auch gleich richtig streichelweich beim Putzen und genoss sogar eine Widerrist-Massage.

In der Halle hab ich dann die Feather Lines zu Long Reins eingeschnallt und wieder das Hauptaugenmerk auf das Anhalten gesetzt. Es ist besser, aber noch bin ich nicht ganz zufrieden, ohne Zügeleinsatz gehts noch nicht. Ich hab dann auf einige Tricks zurückgegriffen: 1) Anhalten immer an der gleichen STelle auf dem Hufschlag. Dazwischen eine Runde Trab. Das hatte er schnell heraußen, dass an der einen STelle immer Stehenbleiben angesagt ist, und begonnen auf meine frühen Phasen zu reagieren. 2) Zum Loben bin ich heute von meiner Position in Zone 5 weggegangen, zu ihm nach vorn, mit Leckerli und Genickkraulen. 3) An der eigenen Nase nehmen und warten bis er kaut. ;-)
So hatte ich recht bald Erfolg, Anhalten ist feiner geworden, aber immer noch nicht präzise genug (mehr ein "Auslaufen"). Nächstes Mal nehm ich dann ein paar Pylonen für zielgenaues Halten und Rückwärts dazu.

Danach knotete ich die beiden Feather Lines zu einem langen Seil zusammen und ließ Billy ein bisschen traben, v.a. weil ich bei der Aufwärm-Runde im Gelände wieder mal nicht sicher gewesen war, ob er ganz klar geht. In der Halle zeigte er aber einen schönen fleißigen, ganz klaren Trab. Toll war, dass ich durch das lange Seil in der Mitte der Halle bei X stehenbleiben konnte, und Billy "zirkelte" auf dem Hufschlag, ganz draußen. Hat er richtig toll gemacht, ich musste nur schnell genug sein, die Leine länger zu lassen und dann wieder schnell einzuholen, damit er sich nicht verheddert.
Abgeschlossen haben wir mit einer Runde Galopp, brauchte ein Weilchen, bis es eine gute Runde gab, dann im Trab, mit freundlichem Gesicht (toll! :-) ) , auf mich zutraben lassen und Feierabend :-).

Sonntag, 15. April 2012

Billy und ich hatten beide eine Woche Urlaub voneinander :-).
Und heute gings dann gleich wieder los, nämlich mit Unterricht, jawoll, vornehmlich für mich. Jaaa, ich hab mal Centered Riding ausprobiert *g*, obwohl ich immer skeptisch war (und noch bin) bezüglich der Bilder (die beanspruchen mich normal so sehr, dass gar nix mehr geht, bewirken also eher das Gegenteil von dem, was sie sollen). Tatsächlich bekam ich im Lauf der Stunde dann auch immer öfter konkrete Anweisungen statt Bilder (wie: beweg die Hände so und so, beweg das Becken so und so, schau dort und dort hin).
Die Stunde war jedenfalls lehrreich und wird in 2 Wochen wiederholt bzw. fortgesetzt, bis dahin werde ich fleißig üben.
Ich durfte mit meinem geliebten Pad und Knoti reiten, und einige Dinge haben echt Verblüffendes gebracht, z.B. die Beckenschaufeln größer oder kleiner zu rotieren - da passte sich der Billy so toll an, dass sogar Frauli es spüren konnte *g*. Beim Abwenden kamen die Dinge zutage, die ich zwar schon weiß (linke Schulter ist steif und immer zu weit vorn, etc.), und teilweise verbesserte sich da einiges.
Ein paarmal schenkte mir Billy ein richtig tolles Feder-Trab-Gefühl (und bekam von unten attestiert, dass er grad ganz toll rumfedert, der Billy), dann eben den tollen 3-Hufbreit-Übertret-Schritt (auch hier die 4. gleiche Trainermeinung: Billy hat einen tollen Schritt), der sich super über den Sitz variieren ließ, und dann - völlig ungefragt - das weltbeste Rückwärts, das er mir jemals schenkte, glaub ich... wir standen in der Mitte und waren dabei, dass ich Haltung von Armen und Ellbogen erklärt kriegte... Es ging eigentlich um Wendungen, und plötzlich stapfte Billy rückwärts, in perfekter Haltung auch noch, wie von unten attestiert wurde (d.h. die Hinterhand einsetzend). Ganz zum Schluss hab ichs gewagt, das zum Abschluss dann nochmal abzufragen, und wiederum, das perfekte Rückwärts. 2 Tritte, absitzen, danke Billy :-).

Nachher durfte sich Billy  noch ein Weilchen im Offenstall erholen, während wir einen kleinen Kaffeeklatsch hielten, dann holte ich ihn nochmal und wir gingen entspannt im Regen grasen und Heucobs fressen.

Freitag, 6. April 2012

Ein stressiger Tag heute... ich war froh, als ich im Auto saß und die Entspannung beginnen konnte.
Mit Billy hab ich heut nichts gemacht. Ein bisschen geputzt und massiert - das gefällt ihm so naja. Er ist auch nicht so der Massage-Freund. Heu vor der Nase wär ihm wohl lieber (hab ich schon mal erwähnt, dass in der Situation dann alles Zicken völlig abgestellt ist? ;-) )
Nachher gingen wir gemütlich, schon in der Dämmerung, aufs Viereck und Billy durfte das bisschen Gras am Rand abgrasen. Pro Forma haben wir die am Viereck stehenden Kegel genutzt, um uns à la Weave zum Gras zu begeben und dann wieder nach Hause.

Außerdem hatte ich heut Gelegenheit, mal ein paar Minuten mit einem anderen Pferd zu verbringen: Da das Westernstüti, mit dem wir immer ausreiten, viel zu dünn ist, muss sie endlich auch lernen, den Kraftfutterautomaten zu "bedienen". Brav geht sie hinein, aber die Tür aufzudrücken, um wieder rauszukommen, das traut sie sich noch nicht. Meine Stallkollegin war da letztens sehr genervt, weil sie sich sooo angestellt hätte und Ewigkeiten nicht mehr rauskam. Also hab ich angeboten, sie auch hie und da mal einfach reinzustellen (meine Strategie wäre ja einfach: reinstellen und warten), was dankbar angenommen wurde. Je öfter sie das übt, umso besser.
Also dachte ich, während ich Billy putze, kann sich Stüti ja inzwischen mental mit der Kraftfutter-Automaten-Tür beschäftigen und wollte sie holen und halt an ihrem Halsriemen reinführen. Nix da. Ein total zickiges Stüti begrüßte mich, ein "fass mich nicht an sonst hau ich dich"-Gesicht kaum dass man sich ihr näherte, huch! Aber da ich solchermaßen ungefähr 2 Jahre lang täglich vom Billy begrüßt wurde, ließ ich mich nicht so beeindrucken; Seil und Knoti ging ich aber holen ;-). Dann stellte ich mich einfach mal in die Nähe und wartete ein bisschen und begleitete sie beim Heu-Aufsammeln. Hie und da streckte ich ihr die Hand hin, sie schnupperte dran und legte dann immer mit dem "fass mich nicht an"-Gesichtsausdruck die Ohren an. Ich war wohl nicht so sympathisch (bzw. ahnte sie offenbar, dass ich wohl irgendwas will), und Unsicherheit las ich raus. Einfach passiv da stehen hat dann nach nur wenigen minuten gut geholfen, sie hat sich entspannt während ich anwesend war; ich hab dann hie und da über Schulter und Rücken gestreichelt (Kopf wollte sie vorerst lieber nicht), dann mit dem Seil und Halfter, und bald war ihr das sehr egal, das böse Gesicht kam nicht mehr. Dann noch kurz den Hals gestreichelt, und schon ließ sie sich freundlich aufhalftern. Reinführen in den Futterautomaten war kein Problem, nur kamleider grad nix raus. entweder sie hatte sich grad was geholt (was ich nicht glaubte) oder der Chip funktioniert wieder mal nicht. Egal, wir übten ein bisschen kopfsenken an der Futterraufe, und siehe da, da fand sich auch was zum Knabbern ;-). Dann öffnete ich die Schwingtür und ging mal selbst raus. Stüti stupste die tür auf und streckte den Kopf raus. Also große Berührungsängste hatte sie nicht. Sie kapierte einfach nur nicht, dass sie die Tür mit dem Körper ganz aufdrücken und einfach durchgehen kann. Aber ich half dann von außen nur ganz sanft mit dem Seil nach, und schon drückte sie sich durch die Tür, zwar zu schnell und skeptisch und unsicher, aber nicht panisch. Gleich wieder rein, drin wieder ein Leckerli, dasselbe nochmal. Zögern war schon kürzer! Und dann noch ein drittes Mal, diesmal schickte ich sie rein und blieb beim Eingang stehen, machte langsam hinten Druck, der aufhörte, sobald sie sich Richtung Tür bewegte, und in weniger als 1 Minute hatte sie die Tür ganz allein aufgedrückt und war relativ selbstsicher durchgegangen.
Ich denke es wurde schon mit ihr geübt, denn sonst verstehe ich nicht, warum es mir als so schwierig geschildert wurde. Sie hatte keine Angst, wusste nur nicht so recht, wie das geht hier mit der Tür.

War lustig einmal mit einem anderen Pferd zu spielen :-).

Dienstag, 3. April 2012

Billy ist beim Putzen momentan wieder mal ziemlich grantig. In Sekundenbruchteilen wechseln wütendes Schnappen, weil ich seine Brust zu berühren wage, mit wohligem Putzgesicht, weil ich den Widerrist massiere, ab. Die Hufe hab ich auch ein bisschen abgerundet und ein paar weghängende Strahlfetzen weggeschnippelt, auch das war ein Theater. Aber ich war heut irgendwie gut drauf, hab alles als Gelegenheit genommen, Annäherung und Rückzug und Geduld zu üben und konnte dabei völlig unemotional bleiben. Da hab ich mich gefreut über mich.

Als erstes gingen wir um den Hausundhof-Berg eine Runde joggen. Frauli geriet mächtig ins Schwitzen, so mit den Stall/Wanderschuhen, der Jeans und dicker Weste und steilem Bergauf *japs*. Billy trottete allerliebst nebenher, wirklich sehr sehr artig! Es war nicht nötig ihn nachzutreiben, er blieb am durchhängenden Seil mit der Nase an meinem Ellbogen, parierte mit mir zum Schritt, wenn ich nict mehr konnte (oder gar langsam wurde) und wurde schneller wenn ich schneller wurde. Außerdem sah ich sehr erfreut, wie er ohne mit der Wimper zu zucken über auch felsigen und mit großen Steinen übersäten Boden trabt, und es war auch total faszinierend zu sehen, wie genau er in so langsamem Tempo schaut, wohin er tritt. Wie er schnell gleichzeitig mit dem Hinter- und Vorderbein je einem Stein ausweicht. Er ist ein richtig trittsicheres Pferdchen geworden... wenn ich denke, wie wir zu Anfang, als er bergauf-bergab nicht kannte, die Wege runtergeschlittert sind und nur so dahinstolperten...

Im Viereck, dessen Boden immer noch super ist - das muss ich ausnutzen - bin ich dann einfach mal wieder ein wenig FreeStyle geritten und hab hauptsächlich Dinge überprüft, wie die nach dem langen Winter, wo ich sie nicht oder nur schlecht üben konnte, so gehen. Go-Button: War super geschmiert vom letzten Mal. Billy trabte willig an ohne Bein, Übergänge waren richtig fein, tolles Angaloppieren. Wir brachtena uch ein paar richtig gute Galopp-Trab-Übergänge hin. Ich war heut wieder mit dem Pad unterwegs - hach, wie ich das liebe.
Auch die Hinterhandwendung hab ich zum ersten Mal seit langem wieder überprüft, ein Schritt nach dem anderen. Zuerst wurde ich ein wenig ignoriert, aber es brauchte nicht viel um Billy in Erinnerung zu rufen, worums ging. Ich hatte keinen Stick mit, das war aber auch gar nicht nötig. Nur beim ersten Versuch reichte das Bein nicht aus, da ließ ich das Seilende nur ganz leicht gegen die Schulter fallen, und er wich. Ein ganz ganz tolles Rückwärts schenkte mir der Billy auch, das war echt toll und ich war heut tatsächlich gut genug drauf, um es dann sein zu lassen :-).

Zum Schluss und nach einer kurzen Wutzeleinheit schnallte ich noch einmal die Longreins ein und übte ein paarmal die Haltparade. Ging besser als letztes Mal, es wird schon!

Und weil der Billy während der Arbeit schon seeehr dringend aufs Gras geschielt hatte, aber es sich erstaunlicherweise auf leichteste Phasen wieder aus dem Kopf schlug, gingen wir noch eine Runde Gras suchen. Es wächst nicht viel,nur vereinzelte grüne Hälmchen. Frauli fand ein paar und lotste ihn von Büschel zu Büschel, der Billy rupfte alles vorhandene enthusiastisch ab, und dann gabs praktischerweise auch gleich das Abendessen.

Eine schöne Einheit heute :-).

Sonntag, 1. April 2012

Wetter ist ein bisschen besser, immer noch trüb, aber immerhin hat der Wind ziemlich nachgelassen. Das Viereck weiterhin perfetto.

Wieder hab ich ein bisschen Vorwärts-Arbeit à la "Bausteine Dressurreiten" gemacht. Tja, und nach dieser 20 Minuten-Einheit beschlossen, dass ich es lasse. Diese 2x 20 Minuten mit dauerhaftem und vermehrtem Treiben für Vorwärts geradeaus von gestern und heute reichten jedenfalls aus, um mir klarzumachen, dass das wohl doch nix für uns ist. 2x 15 Minuten, und ich bin schon wieder am Dauertreiben und hab das Tier erfolgreich abgestumpft. Ich habe ein paar Minuten "Go-Button"-Installation à la Horsemanship einbauen müssen, um wieder locker zu werden und nicht in Schritt oder Halt zu verfallen, sobald der Schenkel mal nicht mehr dran ist. Ehrlich gesagt, nein, das will ich nicht.
Tja, da steh ich nun und bin so klug wie zuvor, und weiß nur was ich alles nicht will. Ich will nicth dauertreiben, damit bringt man sich beim phlegmatischen Billy-Tier um. Légèreté klingt verführerisch, ist aber so handbezogen, dass ich es auch nicht so gut finde bzw. beim Billy-Tier Abscheu damit hervorrufe, abgesehen davon, dass Légèrté definitiv nur mit Gebiss möglich ist. 3. Wegzweigung "Western"? Aber dort ist zu viel Drill, zu viel Wert auf "gehorchen" (ok, ein wenig mehr könnte uns nicht schaden *g*) und zu wenig Wert auf "anatomisch sinnvoll". Also wohin bloß... ?

Nun ja, nach der Reiteinheit schnallte ich das Knoti an und die beiden Feather Lines und machte Schritt-Halt-Übergänge mit Longreins aus Zone 5. Halt ist weiterhin überraschend schwierig. Vermutlich mach ich zu wenig Pausen. Es ist nur so ungewohnt, dass Billy gleich wieder losstapft und nciht ohnehin stehenbleiben will. Vielleicht treibt meine Anwesenheit hinter ihm ihn doch an? Nächstes Mal werde ich probieren, bei jedem Anhalten nach vorn zu gehen, Friendly Game, lange Pause, u.U. Belohnung. Noch brauche ich sehr hohe Phasen (i.e. deutliche Einwirkung mit beiden Longreins abwechselnd). Fürs Antreten und auch Antraben braucht es nur Energie meinerseits, und dass ich in der jeweiligen Gangart losstapfe. Braves Pferdchen!

Samstag, 31. März 2012

Das Wetter war heut grauslich, immer wieder ein bisschen Regen, und sturmartige Böen. Durch die Bewässerung war aber dafür das Viereck pipifein zu reiten, und daher versuchte ich mal ein bissl meine letzte Lektüre umzusetzen, aus Corinna Lehmans "Bausteine Dressurreiten" (Rezension folgt irgendwann). Dort wird die klassisch deutsche Reitlehre schön vereinfacht dargestellt, was mir doch einige Aha-Momenta beschert hat. Erstes Ziel bei ihr: Erstmal durch ordentliches Vorwärts Schubkraft entwickeln, daraus ergibt sich dann  Tragkraft.
Also mal probiert, Billy zu ordentlichem Vorwärts zu bringen. Das hapert bei uns ja tatsächlich und kann nicht schaden. Dabei Lehmanns Tips zum richtigen Treiben eingesetzt, und dabei noch versucht Füße zu fühlen. Mittlerweile spüre ich im Schritt, wann welches Hinterbein vorschwingt. Juhu! Und das schon nach 25 Jahren reiten *g*. Im Trab fühl ich wenig, muss ich gestehen, dafür kann man da schummelnd das andersseitige Vorderbein beäugen. Besser als nix.
Also 5 Minuten Schritt mit ordentlich vorwärts + fühlen, dann 5 Minuten Trab mit ordentlich vorwärts und fühlen, und dann wieder 5 Minuten Schritt. Laaangweilig, aber vielleicht muss so was hie und da auch sein.

Nach der 15-Minuten-Vorwärts-Einheit bin ich abgesessen, sattelte Billy ab (und *platsch* lag er auch schon im Sand, nu gut) und machte dann noch ein bissl On Line. Ich hab wieder 2 Pylonen ausgepackt und das Figure 8 Pattern. Zuerst im Trab, dann langsam etwas Galopp hinzugefügt, beim Wechsel von einer zur anderen Schlaufe, und dann immr mehr Galopp bis hin zu fliegenden Wechseln. Die haben heute besser von rechts auf links geklappt, flüssiger und schöner. In die andere Richtung ließ er sich etwas bitten, hat es dann aber wenn ich deutlicher wurde, auch brav umgesetzt. Was wir noch nicht hinkriegen ist ein vollständiger Achter mit 2 fliegenden hintereinander.
Insgesamt hab ich wieder zu viel und zu oft gemacht, hätte ein paar mInuten früher aufhören müssen - mist, wieder den rechten Zeitpunkt verpasst, aber wir konnten trotzdem gut aufhören.

Süß finde ich, wie Billy am Wechsel von rechts auf links (den er lange ganz einfach nicht konnte) plötzlcih Gefallen gefunden hat. Man kann richtig sehen, wie er sich konzentriert, die Beine schmeißt (jaaa, elegant ist noch anders, aber Übung macht den Meister) und dann so richtig stolz zu sein scheint und übermütig mit ein bisschen Kopfschlenkern oder Angasen. Früher hat er sich immer verheddert, verlor die Balance, fiel in hektischen Trab, oder in Kreuzgalopp und dann in Trab. Es macht ihm glaub ich richtig Spaß, dass er das nun gelernt hat *g*.

Dienstag, 27. März 2012

Wir sind wieder ausgeritten :-). Das Wetter veränderte sich zwar auf dem Weg in den Stall vom herrlichsten Sonnenschein zu grautrübem Himmel mit ziemlich viel Wind und fast schon kalt, aber wir sind ja keine Schönwetterreiter ;-).
Die Stallkollegin - heut auf ihrem eigenen Pferd, "The Boss", aka Herdenchef - und ich mit Billy machten uns auf den Weg, neue Gefielde zu erkunden. Wir gingen einen neuen Weg, durchquerten wieder einmal einen Hof, kletterten steile Weiden hinauf, wurden fast vom Wind verweht, ritten durch ein Stückchen Wald, und dann ritten wir wieder retour, bevor es uns zu dunkel wurde.
Beide Pferdchens waren wegen des Windes schon etwas aufgeregt, aber super brav dabei. Billy klemmt immer noch, wenn wir uns eine gewisse Distanz entfernen, aber es wird immer besser und ich immer sicherer. Heimwärts hat er dann einen super Schritt drauf (aber nicht hektisch oder trippelnd).
Hufschuhe haben wir diesmal auch angezogen - sie passen noch :-) und haben toll gehalten.

Ich glaub in den letzten Wochen hab ich mehr Ausreit-Kilometer zurückgelegt als im ganzen Jahr 2011!! *freu*

Sonntag, 25. März 2012

Wir haben heut so ziemlich dasselbe gemacht wie letztes Mal, wieder mit Stangen-L gespielt.
Das rückwärts ist weiter so zäh, unglaublich. Immer nur der erste Schritt. Ist der geschafft, gehts flüssig und relativ locker rückwärts. Auch ums Eck ist kein Problem, auch wenn wir manchmal neue Muster legen mit den Stangen. Rückwärts ist auch ohne Stangen genauso schwierig, also an den Stangen liegt es nicht.
Es war so schlimm heut, dass ich abgesessen bin und vom Boden geübt - da geht alles sehr fein, leichtes Porcupine Game an die Nase, und das Rückwärts ist da.
Ich versteh es einfach nicht. Mittlerweile verkrampf ich mich allerdings selbst schon so, dass mir alles wehtut nachher, d.h. wahrscheinlich blockiere ich selbst mittlerweile alles ... was dann aber nicht erklärt, warum es nach dem Kampf um den 1. Schritt dann immer lockerflockig losgeht.

Überhaupt war Billy heut in Oppositionslaune. Beim Trab zwischendurch war ich wieder einige Momente nicht sicher,  ob ich vielleicht ein leichtes Ticken spüre. Jedenfalls wollte ich mir das nach erfolgreichem L-Durchqueren dann vom Boden nochmal anschauen. Stick hatte ich nicht mit, aber mit dem langen Seil umgeknüpft muss das ja wohl auch so gehen. Denkste. Billy fand es sehr dreist von mir, nach dem Absitzen, i.e. ENDE, tatsächlich noch was von ihm zu wollen. Statt zu traben oder auch nur Schritt zu gehen drohte er massiv in die Mitte und ging hübsch halb-seitwärts. Das massive Drohen war wieder mal ganz und gar nicht lustig und bewog mich, mir aus der Halle eine dort befindliche Longierpeitsche zu holen. Nur die interessierte den guten Billy heute überhaupt nicht, schließlich war ich geritten und dann abgesessen, und dann ist eben ENDE. Ich bekam das Tier nicht vom Leib und das Drohen wurde immer schlimmer. Ich schleppte Billy - sobald die Forderung, etwas zu tun, aufhörte, war er wieder freundlich wie ein Lämmchen - daher in die Halle. Aufhören konnte ich an dem Punkt irgendwie auch nicht mehr. In der Halle nahm ich das Seil ab in der Hoffnung, mehr Abstand zu bekommen, denn die 7m vom Seil waren mir für den emotionalen Zustand, in dem wir uns beide befanden, eindeutig zu gering. War aber eine schlechte Idee, ich bekam ihn trotzdem nicht weiter weg, geschweige denn zum Laufen. Mit gesenktem Kopf á la Raubtier umkreiste mich der Billy seitwärtsgehend (naja, vielleicht bringts ja was für die Muckis, wenigstens). Irgendwann riss mir die Geduld, ich entfernte mich in die andere Hallenecke (und sobald ich nichts mehr wollte, schaute mir der billy wieder nach, freundlich wie ein Lämmchen), um dann laut brüllend, kreischend, und die Longierpeitsche mit allem was ich hatte um mich schnalzend in die andere Hallenhälfte zurückzukehren. Ich sah den Billy  noch kurz drohen, dann aber eine Veränderung des Gesichtsausdruck in Richtung skeptisch, und dann machte ich lieber die Augen zu, ging einfach nur zielstrebig hin und her und fegte mit der Longierpeitsche alles auf 7m-Abstand, was sich in den Weg stellte. Neben der Hallenbande war auch der Billy einige Male gefühlt im Weg, aber er nahm mich immerhin ernst, denn als ich die Augen wieder öffnete, trabte er gleichsam schwebend durch die Halle, von Lahmen keine Spur zu sehen.
Puh. Büffli is back. 

Donnerstag, 22. März 2012

Heut haben Billy und ich uns wieder in Mikado versucht. Ich habe uns wieder ein Stangen-L aufgelegt.
Bisschen aufwärmen, und danach mal vorwärts durchs L (klappte dann auch super im langsamen Trab *freu*), oder auch über die 2 oder 1 Stange. Ein bisschen Galopp zum Munterwerden - Billy war dabei total brav und auch ich konnte wieder lockerer sitzen als zuletzt, als sich alles so furchtbar anfühlte.

Hauptsächlich übten wir aber Rückwärts durchs L. Das Lenken durch Verschiebn der Hinterhand klappt super (rechts nach links besser als umgekehrt), aber das Rückwärts selbst hakte wieder gewaltig. Erstens: Frauli hatte die Dressurgerte nicht mit. Und das übernasert der kluge Billy sowieso sofort. Also die Beine genommen statt Anstupfen mit der Gerte bei Nicht-Reaktion auf Sitz und Stimme. Beine-Klopfen (die klopfen erst, wenn keine Reaktion kommt) findet Billy noch viel blöder als die Gerte. Trotzdem, jeder Schritt war anfangs eine Qual. Aber mit der Zeit wurden die Wünsche flotter und flüssiger und williger umgesetzt, und so konnten wir mit einem guten Rückwärts durchs L einmal in jede Richtung schön abschließen.

Dienstag, 20. März 2012

Rezension

Philippe Karl, Die Schule der Légèreté 1+2. (2 DVDs). Pferdia TV, 2011. 212 Minuten. ~ € 80,-

Ich kannte von Philippe Karl neben seinen Büchern schon die 4-er DVD Serie "Klassische Dressur". Die gefiel mir gut, dort sieht man aber ausschließlich Philippe Karl selbst reiten, und natürlich sieht alles leicht und einfach aus. Diese 4 DVDs sind eine Darstellung des Ausbildungswegs.

Auf der DVD-Serie der "Schule der Légèrteté" sieht man nun nicht mehr Ph. Karl selbst reiten, sondern seine Schüler, während er sie unterrichtet. Durch dieses Format und auch durch den Titel habe ich mir erhofft, dass man hier das Erarbeiten von Lektionen bzw. auch der Grundlagen sehen wird; so ganz ist das dann leider nicht der Fall. Zwar reiten Karls Schüler, aber noch immer sieht alles leicht aus, und die gezeigten Lektionen werden zwar verfeinert, aber im Grunde sitzen sie schon einmal. Man nimmt einfach an einzelnen Reitstunden, erteilt von Ph. Karl, teil, die eben zu verschiedenen Zeitpunkten in der Ausbildung eines Pferdes herausgepickt wurden.

Was mir sehr gut gefallen hat sind die vielen verschiedenen Pferdetypen. Hier ist vom Quarter (dessen Gebäude Ph. Karl offenbar als so misslungen sieht, dass er ihn extra nochmal ohne Sattel vorführt *g*) über mehrere Hafis bis hin zum Warmblut wirklich viel an verschiedenen Typen herangezogen worden.

Die Kommentare von Ph. Karl an seine Schüler (und manchmal auch die hie und da fallengelassenen Bemerkungen in Richtung DVD- und Vorort-Publikum) sind durchaus hilfreich. Die DVDs unterscheiden sich aber inhaltlich nicht wirklich von der ersten Serie; was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass man z.B. einen Zusammenschnitt der Entwicklung einer bestimmten Lektion an einem Pferd sieht, wenn man also z.B. über Wochen oder Monate hinweg immer wieder Aufnahmen der Lektion zusammengeschnitten hätte und so die Entwicklung vom ersten Heranführen des Pferdes bis hin zum aktuellen Könnenstand mitverfolgen könnte. Beispiel Spanischer Schritt: Alle Pferde haben das Grundprinzip verstanden, es wird verfeinert; es wird aber kein Pferd gezeigt, dass seinen ersten Ansatz zum Spanischen Schritt gerade lernt. So etwas hätte ich gern gesehen.
Es ist eine sehr runde, harmonische, brave DVD, durchaus anschauenswert. Wer aber eh schon die 4-er Serie zu Hause hat, muss sie denke ich nicht unbedingt auch noch besitzen; vor allem angesichts des doch recht stolzen Preises ;-).

Sonntag, 18. März 2012

Das Wochenende war wunderschön! Warm und sonnig. An beiden Tagen gingen Billy und ich mit Stallkollegen ausreiten. Wir machten beide Male die gleiche Runde wie auch schon letzte Woche. Der Fortschritt zeigt sich sofort: Während Billy und das Westernstütchen letztes Mal ja noch total aus dem Häuschen waren, war Billy diesmal am Samstag schon recht entspannt, und am Sonntag bereits gelangweilt von der immer gleichen Runde.
Beide Tage waren wir so 1,5 Std. unterwegs.

Am Samstag war Billys Geburtstag ... jetzt ist er 9 und sollte langsam erwachsen werden. auf unserem Geburtstagsausritt war alles bereits so entspannt, dass ich auch ein paar Fotos machen konnte von diesem wunderschönen Tag und unserer wunderschönen Ausreitstrecke :-)

Donnerstag, 15. März 2012

Billy ist weiterhin grantig wenn ich putzen möchte. Bis hin zum Herschnappen und beim Hufeanheben ein Treten anzudeuten. Ich würde ja glauben, dass irgendwas weh tut oder der Fellwechsel gar so anstrengend ist, wenn nicht nach der Reiteinheit das Billytier streichelweich wäre, sich abschmusen lässt, die Hufe nach der Reihe selbständig aufhebt, und das ganze auch noch mit freundlichem Gesicht. Ich verstehe echt manchmal nicht was in ihm vorgeht...

Reiterlich war ich heut langweilig. Billy durfte mir eine Sitzschulungseinheit geben. Wir starteten am Viereck (wieder toll bereitbar und noch hell *juhu*) im Schritt; ich bemühte mich, nicht unbewusst die Beine treibend anzuspannen oder den Hintern, sondern ganz locker zu sitzen, und Billy hatte sich im GEgenzug zu bemühen, meine Beinsignale aber sofort umzusetzen und auch beim WEglassen nicht gleich wieder in Schlurfschritt zu verfallen. So klappte das ganz gut.
Wir gingen über zum Trab, und zu großen Zirkeln, ohne Zügel, Bein nur kurz dran und wieder weg. Klappte auch gut, nachdem wir kurz geklärt hatten, dass Trab nur Trab heißt und nicht:  "Trab, soll wohl heißen schnell raus aus dem Viereck". Ging auch noch gut, Billy trabte gleichmäßig und fein dahin, nachdem er nur zweimal probiert hatte, ob Schritt nicht vielleicht auch durchgeht. Nein, Billy.

Dann, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht zu galoppieren, hab ichs wieder doch gemacht - und mich geärgert. Wollte einfach gleich wieder zu viel. Wir haben das halt lange nicht geübt. Es war nicht so schlecht, der Galopp an sich, auch da bemühte ich mich ganz locker zu sitzen und die Beine nicht hochzuziehen und sonst nicht viel von Billy zu verlangen. Nur das Angaloppieren selbst ist momentan ein Graus, Renntrab und iiirgendwann dann mal ein holpriger Galopp, erst nach einiger Zeit dann ordentliche Sprünge. Daher hab ich beschlossen zu probieren, aus dem Schritt anzugaloppieren. Das war dann zu viel für uns beide, sprich der Moment, wo ich mich zu ärgern begann, weil es nicht klappte. Immer wieder: Galoppkommando, Renntrab, Schrittparade, und wieder von vorn. Ich konnte dann aber schlecht aufhören und habs eben so lange probiert, bis ich auf jeder Hand einmal ein anständiges Angaloppieren aus dem Schritt mit anschließend ein paar lockeren Galoppsprüngen bekommen hatte. Teilweise kann Billy wohl nix dafür, ich versteif mich total im Versuch, eine möglichst klare Galopphilfe zu geben, und dann wirds erst nix, und mich dann drüber zu ärgern, ist natürlich unfair.

Nachher war der schwitzende Billy wie erwähnt streichelweich, holte sich höflich seine Leckerlis ab, genoss , sich wutzeln zu dürfen, ließ sich das schwitzige Fell kraulen und mampfte zufrieden die Heucobs. Vielleicht braucht er echt nur bisschen mehr Arbeit ;-)

Dienstag, 13. März 2012

Schade, unser geplanter Ausritt wurde nichts, da sich meine Stallkollegin das Kreuz so sehr verrissen hat, dass sie sogar zum Arzt musste, die Arme.
Billy und ich drehten daher lieber nur eine kleine Aufwärmrunde um den Hausberg, blieben also in der Comfortzone. Eine andere Einstellerin mit ihrer älteren STute begleitete uns zu Fuß.

Danach gingen wir - ohne Protest von Billy, der bei der Gelegenheit gern beim Vorbeigehen in den Putzraum abbiegt - aufs Viereck. Leider hatte es offenbar hier mehr geregnet, Viereck im Gegensatz zum letzten Mal relativ überschwemmt. Aber trotzdem griffig.
Ich übte wieder mal relativ planlos Trab und Galopp. Wir waren beide total verspannt und schief. Galopp war furchtbar. Als müsste ich neu beginnen, fühlt sich grausig an. Billy war zäh und wollte die Gangart, egal ob Trab oder Galopp, niccht halten. Im Schritt musste man um jeden Schritt bitten. Im Galopp musste ich mich extrem zusammenreißen, locker mitzusitzen und nicht jeden Sprung anzuschieben.

Ich brauch echt dringend irgendwelchen Unterricht. Oder wenigstens nen Plan.
Naja, vielleicht nächstes mal wieder besser.... Billy ist auch dermaßen grantig, ich weß ncht warum. Die meisten anderen Pferde ebenso. Aus Solidarität mit einem verletzten Pferd kommen sie derzeit weniger auf die größere Auslauffläche, vermutlich deshalb. Aber deshalb muss man wohl nicht gleich wieder alles am Frauchen auslassen udn beißen und treten drohen. Da gabs ein paar Diskussionen zwischen uns. Wenigstens lass ich mich davon mittlerweile wenig beeindrucken...

Samstag, 10. März 2012

Heute wurde der aufregende Ausritt mit Stallkollegin auf dem Westernstütchen wiederholt, und wieder konnten wir alle 4 diesen Ausritt positiv abhaken. Ich freu mich sehr, dass ich die Gelegenheit bekomme öfter rauszugehen und das ganze nicht mit einem negativen Erlebnis zu beenden sondern dabei zu lernen, dass wir auch brenzlige Situationen (wobei die Brenzligkeit hauptsächlich in meinem Kopf existiert...) gut meistern können, ohne dass Katastrophen passieren. Ich muss aber schon sagen, dass das alles ein sehr sehr knappes Entlangschrammen an der Roten Grenze für mich und auch für Billy, glaube ich, bedeutet.

Wir gingen wieder zu viert los, diesmal war das Westernstütchen wesentlich entspannter, solange wir auf dem Weg waren, den sie vom letzten Mal kannte. Es gab auch keine Diskussion, überhaupt den Hof zu verlassen, wie beim letzten Mal. Auch Billy unetrlässt momentan jegliche derartige Diskussion, übrigens.

Wir nahmen dann recht bald mal eine andere Abzweigung als letztes Mal. Meine Angst-Abzweigung! Die, wo IMMER irgendwas passiert und mir Billy mindestens 5x umgedreht hat und heim wollte. Jedesmal ist dort irgendwas. Gehe ich zu Fuß, um meine Confidence etwas zu stärken, geht der Weg genau dort, wo Billy anfängt unconfident zu werden, in eine pure Eisplatte über und ich muss umdrehen. Oder es kommen Kühe auf uns zugaloppiert. Oder es kommt der große große Milch-LKW daher; links und rechts sind dort an einer Stelle übrigens Stacheldrähte für die Kühe *aaah*. Ja und wie konnte es anders sein: Genau dort wo Billy immer unconfident wird, hörte man schon das Geräusch einer MOtorsäge, die genau neben dem Weg Bäume fällte. Ich geriet in Panik, Billy hätte gern umgedreht. Westernstuti auch nicht besonders confident ;-). Da war ich nur froh, dass ich die resolute Stallkollegin mithatte, die nur von hinten rief, dass wir da jetzt AUF KEINEN FALL UMDREHEN. Ich gab dieses Kommando mal an Billy weiter, der dabei war im Schritt "einzufrieren" und spürbar an den heimatlichen Stall dachte. Der Mann an der Motorsäge war ein wirlich total netter, der das Ding abstellte, als er uns da mit den Pferden um jeden Schritt kämpfen sah. Ich würd Billy ja gern stehen und schauen lassen, aber wie oftmals erwähnt, geht das normalerweise schief. Also resolut vorbeigetrieben, wir trabten, besser als stehen, umdrehen, heimgaloppieren, und dann waren wir vorbei und im Wald und alle wieder etwas entspannter. Stuti ist übrigens von der gleichen Sorte wie Billy, friert eher ein als davonzustürmen, die beiden sind sich irgendwie ähnlich ;-).

Danach ging es ein Weilchen recht entspannt die Straße entlang, bis wir zum nächsten Hof kamen. Da führt der Weg wieder mal durch. Stütchen war etwas fertig mit den Nerven, und auch körperlich, weil steil. Billy schwitzte kein bisschen, auch ein Zeichen, wie viel Angst er in Wirklichkeit hat, nämlich kaum. Wenn er sich wirklich fürchtet, dann schwitzt auch ein Billy ordentlich. Als wir an der mit Planen zugemachten Halle im Hof vorbeiritten, raschelten die natürlich prompt in einem Windstoß, Billy war eigentlich relativ cool, ließ sich aber von STütchen anstecken, und so mussten wir beide wieder überreden, nicht heimzugehen. Haben sie brav gemeistert, und es folgte wieder ein entspannterer Abschnitt über den Weg auf den Wiesen und durch den Wald.

Noch ein weiterer Hof musste auf unserer RUnde durchquert werden. Wieder musste ich Billy scon vorher um jeden Schritt weiter bitten. Und dann gab es auf diesem Hof so eine Ungeheuerlichkeit wie ENTEN! Da stand Billy kurz vor der Explosion (malte sich zumindest mein pessimistisches Hirn farbenfroh aus), und ich bat, ob wir kurz stehenbleiben und die Enten anschauen können. Billy überlegte fühlbar, ob er die Enten untersuchen oder vor ihnen flüchten sollte, er war unentschlossen ;-). Wir standen kurz, dann drängte die Stallkollegin weiterzureiten, weil das Stehen für Stuti wiederum kontraproduktiv war und die eher noch mehr die Nerven schmiss. Billy hatte auch genug geschaut und wir führten Stuti dann ziemlich confident und mutig durch den Hof wieder zurück auf die Straße, um unsere Runde zu vollenden. Die Stallkollegin lobte uns und Billy, was er nicht für ein cooler Kerl ist, und JA, das ist er eh, wenn Frauchen nicht ausflippt ;-).

Kaum hatten wir den Hof durchquert und die Straße erreicht, war es, als hätte man Billy und mir einen Schalter umgelegt. Völlig confident fühlte ich mich da, und Billy auch ... denn ab hier gehts nach Hause! ich weiß wirklic nicht, ob das nun an mir lag oder an ihm... Jedenfalls war es endlich vorbei, dass er nach jedem Schritt steckenzubleiben drohte und man daher jeden Schritt raustreiben musste. Beide Pferde gingen plötzlich in brav flüssigem flottem Schritt die Straße entlang... Wir trafen noch Kinder, die uns völlig egal waren, und dann war die Runde auch schon beendet.

War wieder richtig toll; Billy schwitzte kaum, trotz der Bergaufstrecke am Schluss. Bekam eine Armvoll Heu und wir einen Nachmittagskaffee im Sonnenschein.
Ach, ich hoffe wirklich dass wir heuer noch oft gemeinsam rausgehen können, damit ich mich überwinden kann und mit Billy auch mal die Führungsrolle übernehmen muss. Denn wenn ich nicht muss, dann tu ichs nicht, und dann wird alles wieder nur schlimmer statt besser. Mal sehen. Für Dienstag haben wir uns wieder verabredet.

Donnerstag, 8. März 2012

Heut gab es mal was ganz Neues: Long Reins, unser erstes Mal!
Bisher habe ich aus Zone 5 zwar schon mit einem Seil gearbeitet, aber noch nie mit zweien. Das haben wir heute zum ersten Mal ausprobiert, und ich kann gleich sagen, es hat wieder mal alles super geklappt :-).

Als erstes natürlich Friendly Game. Ich schnallte die beiden Feather Lines ins Knotenhalfter, eine links, eine rechts, begab mich mit etwas Abstand in Zone 3 und begann dann sie mit Neutralstellung zu schwingen, auf und ab, vor und zurück, über den Kopf und wieder zurück, dann begann ich mich dabei zu bewegen, ging in Zone 5, auch dort auf und ab, über den Kopf, über den Rücken, mal an den Popo geklatscht. Billy stand wie nicht anders erwartet wie eine Statue.

Weiter gings, Porcupine Game: Ich ging wieder in Zone 3 und begann mit dem äußeren Seil um Billys Popo Druck zu machen, bis er mit dem Hintern auf mich zu wich. Danach mit dem gleichen äußeren Seil weiter Druck, der, sobald der Hintern weggeschwungen ist, dann eben aufs Halfter wirkt. Man hat so ein schönes "Indirect-Direct-Rein-Ballett". DAnn wieder zurück mit dem anderen Seil.

Wir gingen über zu einem Driving Game, ich blieb noch in Zone 3 und wir gingen mal auf den Zirkel oder auch gerade aus. Als Driving-Unterstützung nahm ich übrigens die lange Bogen-Peitsche, das hat super geklappt. Wir übten ein bisschen lenken und ich ließ mich in Zone 5 zurückfallen. Auf Anhieb ging Billy weiter, und wir blieben mal auf dem Hufschlag und übten Übergänge. Schritt-Trab klappt hervorragend, sofort und auf Phase 1. Ich trabe, er trabt. Ich gehe schritt, er geht Schritt. Auch ein Zulegen im Trab klappte gut, und übermütig probierte ich ob er galoppiert, wenn ich da hinten galoppiere, aber das artete in Renntrab aus, weil ers nicht kapierte, das war zu früh und ich habs wieder gelassen. Stattdessen konzentrierten wir uns lieber aufs Anhalten, ist ja auch wichtig ;-). Interessanterweise klappte das nicht so gut wie erwartet, da musste ich schon Druck ausüben auf beide Long Reins, damit er endlich stehenblieb. Da er aber ja sehr gerne stehenbleibt normalerweise, nehme ich an, dass er nicht kapiert hat, oder dass ich hinter ihm doch zu viel Druck bin (glaube ich aber eigentlich nicht). Ich hab dabei auch erkannt, dass mein normales energischeres Kommando für "Halt", nämlich das Seil auf- und abzuschütteln, aus Zone 5 mit den Long Reins nicht mehr funktioniert, weil das Schütteln von hinten automatisch ein "vorwärts"-Signal auf Zone 5 und 4 ausübt! Da kannte sich der billy ganz offensichtlich nicht aus, also bin ich dazu übergegangen, ein STimmkommando zu geben (das er brav ignorierte *ähem*) und selbst stehenzubleiben und ihn in die Reins einfach reinlaufen zu lassen. So klappte es dann ganz gut und konnte ein wenig verfeinert werden; braucht aber wirklich noch Übung.
Ein paar Schritte rückwärts klappten dann auch noch :-).

Worauf ich sehr stolz bin ist dass Billy und ich uns kein einziges mal in dem Leinengemurkse verheddert haben, unsere Spezialität. Ich schaffte es die Leinen so zu handhaben, dass er kein einziges Mal draufstieg. einfach ist das nicht, denn wenn die Leinen durchhängen, sind sie schon recht nah am Boden.

Später am Abend sah ich dann zufällig eine DVD von Stacy Westfall an, "Whoa" - wo sie lustigerweise genau dasselbe vom Boden macht: Long reins und anhalten. Die DVD liegt seit 2 Monaten in meinem DVD Player, und gerade heute hatte ich Zeit und Lust zu schauen - und dann genau das was ich brauchen konnte, witzig. Stacy fädelt übrigens die Leinen durch die Bügel des Westernsattels, das werd ich einmal ausprobieren. Und auch die Tips fürs Anhalten waren nicht schlecht, da hab ich noch einiges auszuprobieren bekommen.

Dienstag, 6. März 2012

Rezension


Karen Rohlf: Dressage, Naturally. Results in Harmony (Book and DVD). A Guide to the Basics of Dressage from a Natural Horsemanship Perspective.Temenos Fields, 2007.187pp. US $ 99,-

Der Klappentext:
„A result of Karen Rohlf's combined experience as a dressage professional and her immersion in natural horsemanship, this book/DVD bridges the gap between these two worlds. The material will take every horseman on a practical and philosophical journey to create healthy bio-mechanics and stronger partnerships through combining principles of natural horsemanship with the art of dressage.“

Dieses Buch war eins der besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Karen Rohlf teilt das Buch in 3 große Teile. Im ersten stellt sie ihre Prinzipien dar, spricht über Horsemanship und Dressur im allgemeinen, beschreibt Sinn und Zweck der Dressur und die Zutaten, die dafür nötig sind. Hier kann man gleich einwerfen, dass sich das Buch sicher nicht an Anfägner richtet, weder in Sachen Dressur noch in Sachen Horsemanship. So setzt Karen Rohlf z.B. für die später folgenden Übungen zum Zügelkontakt voraus, dass alles ohne Zügel ohnehin klappt. Wie man dahin kommt, wird nicht beschrieben, es wird vorausgesetzt, dass man das alleine hinkriegt. Eher noch ist das Buch sinnvoll für Dressur-Anfänger, die also recht weit in Sachen Horsemanship und vielleicht FreeStyle Reiten sind, aber noch wenig Erfahrung mit Zügelkontakt und Dressur im allgemeinen haben.
Im zweiten Teil geht es dann ans Eingemachte. Es ist der umfangreichste Teil und besteht aus sehr genau beschriebenen Übungen, die in Themenschwerpunkte zusammengefasst sind. Einer davon ist z.B. Energie; hier finden sich Übungen, wie man sein Pferd „vor den Schenkel“ bekommt, wie man selbst seine Energie an- und abschalten, hoch- und runterfahren kann. Ein weiterer Schwerpunkt ist Balance, hier finden sich Übungen, die das Pferd geraderichten oder das Gewicht vermehrt auf die Hinterhand bringen. Weitere wichtige Themen sind Flexibility und Mobility.
Im dritten Teil gibt es noch eine Reihe kurzer Essays zur Einstellung gegenüber dem Pferd und dem Training, die auch noch einmal sehr nett zu lesen sind. 

Am wichtigsten ist der zweite Teil. Eigentlich ist er sehr gut strukturiert. Eigentlich, denn durch die vielen Unetrkapitel und Unterpunkte verlor ich hie und da den Faden. Er ist aber definitiv da, da hilft auch noch einmal die Übersicht ganz hinten, die alle Übungen ihrem Namen nach einzeln auflistet. Man sollte das Buch wohl zuerst in einem durchlesen, um das „big picture“, das Karen Rohlf immer wieder erwähnt, einmal zu sehen, bevor man es dann wieder und wieder in seinen Details durchsieht und anfängt, die Übungen auszuprobieren.
Was mir besonders gefallen hat, war die „kochrezeptartige“ Anleitung zu den einzelnen Übungen. Hier hat man wirklich minutiös beschrieben, worauf zu achten ist, worauf man bei sich selbst achten soll und worauf beim Pferd, wie man erkennt wann es richtig ist, welche Fehler man nicht machen sollte. Am besten sollte man das Buch zum Pferd mitnehmen ;-). Manchmal steht man natürlich auch an, immer dann, wenn Pferd nicht so reagiert, wie es lt. Buch-Vorschrift eigentlich reagieren sollte ;-). Hier merkt man wieder, dass es sich an fortgeschrittene Horsemanshipler richtet, die diese auftretenden Probleme zu lösen wissen.

Nicht zu vergessen ist, dass es zum Buch eine DVD gibt. Ich habe den Fehler gemacht, mir diese schneller anzusehen, als ich mit dem Lesen des Buches hinterherkam. Ich würde empfehlen, das Buch zu lesen, und jeweils parallel die entsprechenden Kapitel auf der DVD anzusehen. Ich fand in umgekehrter Reihenfolge die DVD völlig konfus mit ihren ebenfalls vielen Unterkapiteln; Karen zeigt hier manche der Übungen mit ihren Pferden vor; den Hintergrund dazu findet man aber nur im Buch!

Ich kann das ganze Buch wirklich nur uneingeschränkt empfehlen und muss es gleich noch einmal lesen, denn ich habe die Flut an Information schon wieder halb vergessen. 

Ich würde sogar sagen, dass man das Buch auch als quasi Level 5 des Parelli-Programms bezeichnen könnte, das sich ganz besonders der Finesse widmet; es hat alles, was bei Parelli in dieser Hinsicht fehlt! Also: unbedingt lesen!

Sonntag, 4. März 2012

Weiter herrscht frühlingshaftes Wetter.
Billy und ich hatten eine Verabredung mit einer Stallkollegin für einen Ausritt. Die Stallkollegin wollte das Pferd einer wiederum anderen STallkollegin reiten, die längere Zeit nicht da ist und ihr das aufgetragen hatte.
So waren wir die folgende, vielleicht nicht ganz erfolgversprechende Konstellation (wobei ich aber gleich sagen kann, dass alles hervorragend geklappt hat):
- Ein Westernpferd, das erst seit letztem Sommer bei uns ist und kaum Gelände - unseres schon gar nicht - kennt.
- Selbiges Westernpferd ist mit ihrem Baby (nun ja, Baby wird schon 2) eingezogen und hatte durchaus Trennungsschmerz
- Stallkollegin Englischreiterin, keine Ahnung vom Westernreiten (und sie fragte ständig mich *lach*, aber trotzdem noch die Selbstsicherste unseres Gespanns
- Und ich auf dem Billy mit unseren bekannten Comfort-Zonen-Problemen beim Ausreiten.

Alle Pferde und Menschen haben die Herausforderung aber gut gemeistert, wir waren etwa 1,5 Stunden unterwegs bei herrlichem frischen, aber sonnigen Wetter.
Dass Westernstuti sich zeitweilig ziemlich aufregte (Bach kannte sie offensichtlich gar nicht, z.B:), trieb Billy und mich zu Höchstleistungen an, ihr wenigstens irgendeine Sicherheit zu geben und nur ja nicht mit schlechtem Beispiel (z.B. durch bekanntes Umdrehen und Heimgaloppieren, woran Billy fühlbar einige Male dachte) voranzugehen. So setzte ich mich an den prekären Stellen auch mal etwas energischer durch als es mir allein möglich ist, was wiederum Billy eher Sicherheit gab; Billy war bis auf wenige Situationen sehr entspannt, was wiederum auf das aufgeregte Stütchen abfärbte.
Wir ritten den Berg hoch zu einem der Bauernhöfe, wo wir wussten, dass wir umdrehen mussten (eine Runde reiten ist aufgrund der sehr nassen Wiesen momentan nicht möglich). Meien Stallkollegin hätte auch mal sagen können, dass dort Kühe im Hof auf uns warten, aber vielleicht war es gut, dass sie es nicht tat. Billy  ziemlich unsicher auf den letzten 100 Metern aufgrund der vom Hof glotzenden Kühe, Westernstuti noch mehr, die Selbstsicherheit der Stallkollegin aufgrund eines größeren Ausrutschers von Westernstuti (deren Trittsicherheit wirklich entwickelt gehört) auch etwas angekratzt, musste ich mehr oder weniger über mich hinauswachsen und Billy energischst und klipp und klar erklären, dass hier nun nicht umgedreht wird (was er gern getan hätte, was aber sicherlich im Galopp passiert wäre, und Stuti sicherlich hinterdrein), sondern wir bis auf den Hof dort reiten. Tatsächlich ists mir so gelungen, genug Energie und Willen an den Tag zu legen, um Billy zu überzeugen, dass meine Version die ungefährlichere ist, und alle 4 kamen wir gut im Hof an und stellten uns - wie bei uns üblich, ich aber immer noch nicht gewohnt bin - vor dem quasi Wohnzimmerfenster der Hofbauernschaft auf.

Hier mal bitte eine Weile stehenbleiben, meinte meine Stallkollegin, und ich gab ihr recht. Billy und Westernstuti glotzen die einige Meter entfernt auf einem Paddock stehenden Kühe an, Stuti schnorchelnd und klitschnass, Billy durchaus neugierig, wollte sogar hingehen. Er war gar nicht in Panik, sein Hirn arbeitete (jedenfalls konnte es das Geräusch des aufgezogenen Reißverschlusses meiner Jacke klar dem bevorstehenden Empfang eines Leckerlis zuordnen). Wir standen da so 5 Minuten oder länger, bis v.a. Stuti sich deutlich beruhigt hatte, und dann drehten wir gesittet um und ritten den Weg zurück.

Auf dem Rückweg war Billy sofort entspannt, und komischerweise vertraue ich ihm auf dem Rückweg 100%ig, dass er keinen Blödsinn macht. Wir hatten dort noch eine Begegnung mit einem fahrenden Traktor sowie spielenden Kindern samt Hund, der uns gleich seiner Kinderherde einverleiben wollte, aber beides brachte Billys Puls - und auch meinen - eigentlcih nicht hoch.

Wir kamen gut und auch ein bisschen erschöpft zu Hause an, und ich hab wieder gelernt, dass es schon geht, wenn ich wirklich will; aber auch dass ich nur dann wirklich will, wenn es sein muss ;-).

Samstag, 3. März 2012

Wieder habe ich eine kurze Aufwärmrunde um den Hausberg gemacht, danach gingen wir aufs Viereck, dessen Boden momentan perfekt ist!
Ich hatte ein paar Stangen aufgebaut und Billy Gamaschen angezogen, und wir machten etwas Stangenarbeit, nichts besonderes. Ich hatte die 3 Stangen so aufgelegt, dass ich wahlweise über eine, über zwei oder alle 3 traben konnte.
Wir begannen im Schritt über die einzelne Stange. Billy schlug ständig an, passte wenig auf, langsam wurde das besser. Dann im Trab, da hievte er sich richtig drüber, fühlte sich nicht besonders elegant an, wurde aber mit jedem Durchgang besser. Zwischendurch schmierte ich Gas und Bremse am Hufschlag.
Als die eine Stange flüssiger wurde, ging ich die zwei im Trab an, und siehe da, das war von Anfang an wesentlich besser als die einzelne - interessant :-). Und alle drei auf einmal nahm Billy stets ohne anzuschlagen und ohne den Trabrhythmus groß zu verändern.
Brav gemacht, und wieder bemerkt, dass ihm das Spaß macht. Muss ich wieder öfter einbauen.

Freitag, 2. März 2012

Das Wetter ist frühlingshaft, und endlich ist es auch lang genug hell, dass ich wenigstens eine kurze Aufwärmrunde im Gelände machen kann, bevor es dunkel wird.

Das also getan, dann ab in die Halle.
Wir haben uns an der Weave at Liberty geübt, aber heute wollte nichts so recht klappen, hatte einen sehr schlechten Draw, ständig kam mir die Verbindung abhanden. Daher habe ich mich dann doch nur auf Schritt beschränkt, den Trab ganz gelassen, so ging es ganz gut und wir konnten gut aufhören. Vielleicht gehts ja nächstes Mal wieder besser... vielleicht hab ich auch zu viel Figure 8s und Weaves gemacht in letzter Zeit, sollte es vielleicht wieder ruhen lassen für eine Weile.