Heute hab ich auf tierärztliches Geheiß wieder viel Trab und auch Galopp gemacht, hauptsächlich On Line. Ich habe zusätzlich große Wendungen eingebaut (wobei "groß" in der 12m-Halle relativ ist).
Zuerst mal im Schritt aufgewärmt, bisschen Führen, bisschen Rückwärts, heute mit mir in Zone 2. Immer wieder interessant, aus Zone 1 (Pferd anschauen) pipifein mit viel Feel ;-). In Zone 2: bracebrace brace und es brauchte einige Geduld, bis ich es auf dem gleichen Niveau wie aus Zone 1 hatte. Aaaber wir haben das hinbekommen.
Dann hab ich 3 Hütchen auf der Mittellinie in der Halle verteilt. Mir schwebten Schlangenlinien in 3 Bögen durch die ganze Bahn vor - wer mal Reitschulunterricht hatte, kennt das wahrscheinlich. Zuerst im Schritt. Ich ging rückwärts und forderte einen Handwechsel, und dann gleich noch einen, weiter rückwärts gehend. Anfangs blieb Billy nicht draußen wie geplant sondern schrammte möglichst eng an den Hütchen entlang, aber das ging dann bald.
Dann Übergang zum Trab, zuerst mal gecheckt wie Billy so läuft: tatsächlich scheint er sich "einzulaufen". Die ersten paar Tritte, vielleicht eine halbe Runde, sieht steif und irgendwie unrund aus, danach kann ich nichts Lahmes mehr erkennen. Also: zu wenig für Leitungsanästhesie, d.h.: Gas gegeben, aber richtig! Zuerst einmal stellte Frauli fest, dass für die geplante Übung das eigene Rückwärts zu langsam ist bzw. ich zu früh anfange rückwärts zu laufen. Billy reagiert promptest, er wechselt die Hand schön wie nie, und insgesamt hatte ich am Schluss den Eindruck, dass ihm diese Version mal richtig Spaß gemacht hat. Pausen hab ich wenige gemacht und denke nach dem Ergebnis, dass ich vielleicht sonst zu VIELE mache. Pause gab es nach ganz ganz tollem Gelingen, und das war erst ziemlich spät gegen Ende der Einheit, als wir uns dann soweit verständigt hatten, dass die 3 Schlangenlinien wirklich hübsch in einer Reihe funktionierten. Das hat etwas gebraucht, vorher hab ich immer normale Zirkel dazwischengeschaltet.
Nachdem es dann nach doch einiger Zeit 2x hintereinander toll geklappt hat (d.h. 6 Handwechsel in einer Reihe), da gabs dann Pause.
Billy war sehr gut drauf. Er galoppierte zwischendurch auch mal an und ich hab ihn gelassen. 5 große Runden (d.h. ganze Bahn, ich ging in der Mitte mit) waren kein Problem; auch am Zirkel ist er toll galoppiert und dann war ich tollkühn und hab nach der gleichen Übung wie Schritt und Trab gefragt und er hat tatsächlich 2x einen wunderhübschen fliegenden hingelegt :-) (allerdings immer nur in eine Richtung ;-).
Wir gerieten beide ganz leicht ins Schwitzen. So eine Einheit hätte mir richtig Spaß gemacht, wenn das Ziel nicht ein lahmes Pferd wäre.... Am Ende hab ich nochmal genau hingesehen, konnte aber wieder kein Lahmen ausmachen. Also wieder nix.
Irgendwie fange ich an zu bezweifeln, ob das irgendwohin führt. :-(
Ich hab mich dann noch kurz raufgesetzt (mit Pad heute) und bin kurz getrabt. Herrlicher ruhiger, schwingender Trab, ich wusste gleich wieder, warum ich normalerweise mit Pad reite.
Zum Abschluss noch ein bissl am Rückwärts gearbeitet, da lass ich jetzt nicht mehr locker, bis ich flüssige, schnelle, weiche Tritte kriege und er aufhört, gegen das Halfter zu ziehen wie irre. Toll ist, wie weich er auf den einseitigen Schenkel reagiert, die neueste Errungenschaft: Lenken rückwärts, es funktioniert! Und zwar wirklich nur mit einem Hauch von Beinanlegen, ganz toll :-)
Nun gut, es ist schön wieder ein bissl mehr machen zu können und zu reiten, aber wenn das nun die nächsten 1, 2 Male kein Ergebnis bringt, dann weiß ich nicht ... müssen wir uns was anderes überlegen :-(.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Heute bin ich also zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder geritten. Endlich den neuen Sattel probieren! Billy hat sich schön ans Nichtstun gewöhnt und war gar nicht einverstanden, dass ich offensichtlich wieder mal was von ihm wollte.
Wir haben uns ein bisschen am Boden aufgewärmt mit Stick to Me und rückwärts, das nun wirklich gut und leicht geht. Zum Schluss noch ein paar Runden Trab-Driving Game, dabei konnte ich kein Lahmen erkennen - wie gestern in der Klinik.
Also an die Hallenbande geparkt und aufgesessen, Stirnlampe an und raus aufs Viereck. Trotz der Lampe bleibt es etwas schummrig, und wenn wir auf die Halle zureiten, blendet uns das Licht darin. Für diese Verhältnisse und wie lange wir nichts gemacht haben, war Billy sehr sehr brav.
Wie befohlen bin ich viel getrabt und hab mich dabei langsam aber sicher mit dem Sattel angefreundet. Billy zog gleichmäßig seine Runden, ich konnte kein Lahmen spüren außer hie und da eine ganz leichte Unreinheit, die aber immer wieder verschwunden war, sobald ich mich darauf konzentrierte.
Wir machten dann ein paar Übergänge, auch mit ein bisschen Galopp wie aufgetragen; Linksgalopp war plötzlich wieder schwierig; könnte mit der ganzen Sache zusammenhängen.
Zwischendurch blieb Billy immer wieder einmal ziemlich "stecken" im Schritt, ließ sich aber schnell lösen (und führe ich darauf zurück, dass die anderen Pferdchens gerade ihr Abendheu serviert bekamen). Rückwärts machten wir auch, da sträubte er sich wieder gewaltig; eine Sache die ich wirklich nicht verstehe, nun, da es vom Boden aus so leicht und ohne Diskussionen geht.
Nachdem ich genug hatte, ging ich nochmal in die Halle und die zufällig vorhandene Tierärztin und ich konnten ncohmal einen Blick auf die Lahmheit machen - tja, nichts genaues zu sehen, wie gestern. Mal eine Runde leicht unklar, dann wieder gut. Jedenfalls definitiv zu wenig für die Leitungsanästhesie.
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man reitet und nachher fast schon hoffnungsvoll schaut, ob das Pferd nun "endlich gscheit" lahmt. Ich hab keine Ahnung wie es weitergeht, wenn wir das nicht innerhalb kurzer Zeit hinkriegen. *kopfkratz*
Generell bin ich durch die lange Pause völlig aus dem Konzept gebracht. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo wir stehen, geschweige denn wo ich hin will. Jeglicher Plan ist aus meinem Kopf verschwunden... muss erst mal wieder einen reinkriegen...
Wir haben uns ein bisschen am Boden aufgewärmt mit Stick to Me und rückwärts, das nun wirklich gut und leicht geht. Zum Schluss noch ein paar Runden Trab-Driving Game, dabei konnte ich kein Lahmen erkennen - wie gestern in der Klinik.
Also an die Hallenbande geparkt und aufgesessen, Stirnlampe an und raus aufs Viereck. Trotz der Lampe bleibt es etwas schummrig, und wenn wir auf die Halle zureiten, blendet uns das Licht darin. Für diese Verhältnisse und wie lange wir nichts gemacht haben, war Billy sehr sehr brav.
Wie befohlen bin ich viel getrabt und hab mich dabei langsam aber sicher mit dem Sattel angefreundet. Billy zog gleichmäßig seine Runden, ich konnte kein Lahmen spüren außer hie und da eine ganz leichte Unreinheit, die aber immer wieder verschwunden war, sobald ich mich darauf konzentrierte.
Wir machten dann ein paar Übergänge, auch mit ein bisschen Galopp wie aufgetragen; Linksgalopp war plötzlich wieder schwierig; könnte mit der ganzen Sache zusammenhängen.
Zwischendurch blieb Billy immer wieder einmal ziemlich "stecken" im Schritt, ließ sich aber schnell lösen (und führe ich darauf zurück, dass die anderen Pferdchens gerade ihr Abendheu serviert bekamen). Rückwärts machten wir auch, da sträubte er sich wieder gewaltig; eine Sache die ich wirklich nicht verstehe, nun, da es vom Boden aus so leicht und ohne Diskussionen geht.
Nachdem ich genug hatte, ging ich nochmal in die Halle und die zufällig vorhandene Tierärztin und ich konnten ncohmal einen Blick auf die Lahmheit machen - tja, nichts genaues zu sehen, wie gestern. Mal eine Runde leicht unklar, dann wieder gut. Jedenfalls definitiv zu wenig für die Leitungsanästhesie.
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man reitet und nachher fast schon hoffnungsvoll schaut, ob das Pferd nun "endlich gscheit" lahmt. Ich hab keine Ahnung wie es weitergeht, wenn wir das nicht innerhalb kurzer Zeit hinkriegen. *kopfkratz*
Generell bin ich durch die lange Pause völlig aus dem Konzept gebracht. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo wir stehen, geschweige denn wo ich hin will. Jeglicher Plan ist aus meinem Kopf verschwunden... muss erst mal wieder einen reinkriegen...
Dienstag, 27. Dezember 2011
Billys Besuch in der Klinik
Nachdem das Leitungsanästhesieren vor Weihnachten doch nichts mehr wurde, beschlossen wir, dass das Ganze in der Klinik (wo meine Tierärztin arbeitet) ohnehin viel besser zu bewerkstelligen ist. Sie wollte außerdem noch, dass Herr Klinikchef das ganze sich mal ansieht, was ich nett fand.
Gesagt, getan, alles organisiert, Billy in den Hänger gepackt (und er stieg sooo brav ein!), eine Stunde Fahrt, wieder ausgespackt (und er stieg sooo brav aus!), kurz ins Paddock in der Klinik. Billy mit großen Augen und aufgeregt, aber es gab Heu, also war die Welt in Ordnung. Frauli bekam inzwischen eine große Thermoskanne mit "Innere-Ruhe-Tee" verabreicht, bis Herr Klinikchef vor Ort war.
Dann mit dem Billy ab ins Round Pen nebenan, mal in den Trab scheuchen. Und das Pferdchen lahmte - gar nicht. Also ich sah zumindest nix. Ein paarmal stolperte er, und am Anfang konnte man mit Phantasie noch ein Ticken wahrnehmen, das nach 2 Runden aber weg war. D.h. wieder zu wenig lahm für eine Leitungsanästhesie, da würde so gar nichts rauskommen.
Herr Klinikchef tastete dann noch die Sehne ab, konnte nix feststellen, außer dass Billy wohl von Natur aus einen extrem dünnen Fesselträger hat - zu seinem Vorteil in unserem Fall, weil somit absolut keine Gefahr besteht, dass hier irgendwie was mit seinen Überbeinen reibt. Fand ich interessant, das hat mir noch kein Tierarzt gesagt.
Die Röntgen schaute Herr Klinikchef auch noch an, konnte darauf aber eben auch nix entdecken, was eine Lahmheit auslösen würde.
Und zum Schluss bekam ich den Auftrag: Pferd reiten! Ordentlich! Halbe Stunde traben, z.B., galoppieren. Mit anderen Worten: Ich soll das Pferd lahm reiten, dann können wir rausfinden, wo das her kommt.
Andere Variante: ein halbes Jahr ruhig stellen (heißt: Boxenhaft) und warten und hoffen, und nachher erst nicht wissen, woher es kam (und daher auch nicht, ob es wohl wieder kommen wird).
Also tja, es wird jetzt wohl mal wieder geritten; da kann ich wenigstens meinen Sattel endlich einweihen. Ein komisches Gefühl ist es aber schon... armer Billy :-(
Gesagt, getan, alles organisiert, Billy in den Hänger gepackt (und er stieg sooo brav ein!), eine Stunde Fahrt, wieder ausgespackt (und er stieg sooo brav aus!), kurz ins Paddock in der Klinik. Billy mit großen Augen und aufgeregt, aber es gab Heu, also war die Welt in Ordnung. Frauli bekam inzwischen eine große Thermoskanne mit "Innere-Ruhe-Tee" verabreicht, bis Herr Klinikchef vor Ort war.
Dann mit dem Billy ab ins Round Pen nebenan, mal in den Trab scheuchen. Und das Pferdchen lahmte - gar nicht. Also ich sah zumindest nix. Ein paarmal stolperte er, und am Anfang konnte man mit Phantasie noch ein Ticken wahrnehmen, das nach 2 Runden aber weg war. D.h. wieder zu wenig lahm für eine Leitungsanästhesie, da würde so gar nichts rauskommen.
Herr Klinikchef tastete dann noch die Sehne ab, konnte nix feststellen, außer dass Billy wohl von Natur aus einen extrem dünnen Fesselträger hat - zu seinem Vorteil in unserem Fall, weil somit absolut keine Gefahr besteht, dass hier irgendwie was mit seinen Überbeinen reibt. Fand ich interessant, das hat mir noch kein Tierarzt gesagt.
Die Röntgen schaute Herr Klinikchef auch noch an, konnte darauf aber eben auch nix entdecken, was eine Lahmheit auslösen würde.
Und zum Schluss bekam ich den Auftrag: Pferd reiten! Ordentlich! Halbe Stunde traben, z.B., galoppieren. Mit anderen Worten: Ich soll das Pferd lahm reiten, dann können wir rausfinden, wo das her kommt.
Andere Variante: ein halbes Jahr ruhig stellen (heißt: Boxenhaft) und warten und hoffen, und nachher erst nicht wissen, woher es kam (und daher auch nicht, ob es wohl wieder kommen wird).
Also tja, es wird jetzt wohl mal wieder geritten; da kann ich wenigstens meinen Sattel endlich einweihen. Ein komisches Gefühl ist es aber schon... armer Billy :-(
Sonntag, 18. Dezember 2011
Update
Ein ganz kurzes Update, auch wenn sich nicht viel tut.
Nachdem die Lahmheit nach der ersten Ruhewoche kaum und nach der 2. Ruhewoche gar nicht mehr zu sehen war, und in der 3. Ruhewoche auch die Beine null anliefen (und ich mich schon freute), lahmte Billy plötzlich wieder stärker, und gestern so richtig stark :-( .
"Endlich" stark genug für eine Leitungsanästhesie, die morgen vorgenommen wird. Dann wissen wir vielleicht endlich mehr.
Langsam fange ich an zu zweifeln, ob das ganze wirklich mit der Fehlstellung und ihren Folgen zu tun hat. V.a. kam er heute irgendwie schief daher, ich frage mich ob es ihn zusätzlich irgendwo aufgelegt hat... denn das ganze hindert den unvernünftigen Herrn Billy jedenfalls nicht, über die Koppel zu toben, wie mir berichtet wird (während Frauli darauf achtet, dass Herr Billy nur jaaa keinen Schritt zu viel machen muss). Daher denken wir nun doch Boxenhaft an.
Bis morgen heißts aber einmal abwarten und Tee trinken.
Nachdem die Lahmheit nach der ersten Ruhewoche kaum und nach der 2. Ruhewoche gar nicht mehr zu sehen war, und in der 3. Ruhewoche auch die Beine null anliefen (und ich mich schon freute), lahmte Billy plötzlich wieder stärker, und gestern so richtig stark :-( .
"Endlich" stark genug für eine Leitungsanästhesie, die morgen vorgenommen wird. Dann wissen wir vielleicht endlich mehr.
Langsam fange ich an zu zweifeln, ob das ganze wirklich mit der Fehlstellung und ihren Folgen zu tun hat. V.a. kam er heute irgendwie schief daher, ich frage mich ob es ihn zusätzlich irgendwo aufgelegt hat... denn das ganze hindert den unvernünftigen Herrn Billy jedenfalls nicht, über die Koppel zu toben, wie mir berichtet wird (während Frauli darauf achtet, dass Herr Billy nur jaaa keinen Schritt zu viel machen muss). Daher denken wir nun doch Boxenhaft an.
Bis morgen heißts aber einmal abwarten und Tee trinken.
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Adventspause
Eine Woche später haben wir wieder getestet, ob Billy noch lahmt. Nein, ist zumindest besser geworden. Trotzdem haben wir jetzt mal 4 Wochen Pause; die Entzündung soll ganz raus. Schritt dürfte ich, verkneif ich mir aber trotzdem. Er bewegt sich ohnehin genug auf der Winterkoppel (Boxenhaft gibts noch nicht).
Danach sehen wir mal weiter.
Danach sehen wir mal weiter.
Samstag, 26. November 2011
Immer noch keine guten Neuigkeiten. Billys Bein ist immer noch immer wieder angelaufen, manchmal sogar warm, letzten Dienstag haben wir noch einmal im Trab geschaut - deutlich lahm (das sah diesmal sogar ich). Daraufhin hab ich natürlich alles eingestellt und mach mal gar nix mehr. Boxenruhe gibts aber (noch?) nicht verordnet.
Jetzt gabs mal Entzündungshemmer, um die offenbar akute Entzündung einzudämmen, 5 Tage lang... nur ich fürchte es hat nichts genützt, weil heute, am letzten Tag, war immer noch bzw. schon wieder links alles dick und sogar warm.
Mal sehen wie wir nun weitertun .... :-(
Jetzt gabs mal Entzündungshemmer, um die offenbar akute Entzündung einzudämmen, 5 Tage lang... nur ich fürchte es hat nichts genützt, weil heute, am letzten Tag, war immer noch bzw. schon wieder links alles dick und sogar warm.
Mal sehen wie wir nun weitertun .... :-(
Sonntag, 20. November 2011
Handarbeit
Wir machen weiter Sparprogramm im Schritt vom Boden aus.
Zuerst hab ich Mann+Pferd zu einem Spaziergang im Wald genötigt ;-). Das Wetter ist immer noch so schön herbstlich, neblig, hie und da mit Sonne, aber jedenfalls schon ewig schön trocken. Ich drückte dem Mann das Pferd in die Hand und ging hinterher, während die beiden einträchtig die Waldwege auf und ab marschierten :-). Klappte toll!
Danach hab ich noch 10 Minuten Handarbeit mit dem Glücksrad in der Halle gemacht. Etwas Schulterherein und etwas Travers. Beides vor Ewigkeiten einstudiert. Schulterherein war positionsmäßig gut, aber das Vorwärts klemmte dabei gewaltig, wurde aber nach einigen Versuchen immer besser.
Beim Travers versuchte ich zuerst wieder von innen die Stellung zu bekommen, das klappte aber mit dieser Ausrüstung nicht, daher hab ich mich dann in die Position außen begeben, und von da aus trappselte Billy brav in Traversstellung die Bande mit richtiger Innenstellung entlang. Richtig brav und bemüht.
Dann war das auch schon genug für heut.
Zuerst hab ich Mann+Pferd zu einem Spaziergang im Wald genötigt ;-). Das Wetter ist immer noch so schön herbstlich, neblig, hie und da mit Sonne, aber jedenfalls schon ewig schön trocken. Ich drückte dem Mann das Pferd in die Hand und ging hinterher, während die beiden einträchtig die Waldwege auf und ab marschierten :-). Klappte toll!
Danach hab ich noch 10 Minuten Handarbeit mit dem Glücksrad in der Halle gemacht. Etwas Schulterherein und etwas Travers. Beides vor Ewigkeiten einstudiert. Schulterherein war positionsmäßig gut, aber das Vorwärts klemmte dabei gewaltig, wurde aber nach einigen Versuchen immer besser.
Beim Travers versuchte ich zuerst wieder von innen die Stellung zu bekommen, das klappte aber mit dieser Ausrüstung nicht, daher hab ich mich dann in die Position außen begeben, und von da aus trappselte Billy brav in Traversstellung die Bande mit richtiger Innenstellung entlang. Richtig brav und bemüht.
Dann war das auch schon genug für heut.
Donnerstag, 17. November 2011
Wieder Notfälle, leider wieder kein lasern für Billy :-( . Aber es wird alles besser - Mauke ist schon recht gut geworden und Billy lässt sich die Stellen auch wieder anfassen und Salben einmassieren, und das Anlaufen der Beine ist vorbei. Weiter abwarten.
In der Halle wieder kurzes Abfragen des Weichens in alle Richtungen. Beim Rückwärts aus Zone 2 war wieder mehr Brace da als gestern, damit mussten wir ein bisschen rumspielen, bis es weg war.
Dann noch ein paarmal Spins geprobt, diesmal auch nach rechts, was leichter ist. Trotzdem hab ich da zu wenig Plan, und die Spins sind nicht sauber, sondern eher kleine Volten, daher lass ich das glaub ich jetzt lieber wieder bleiben, bis ich einen klaren Plan im Kopf habe, wie ich ihm das erkläre. Er bemüht sich, versteht mich aber in diesem Fall einfach nicht (ich selbst würd mich auch nicht verstehen, das ganze ist etwas unausgegoren *ähem*).
Dann wieder Travers probiert, während ich an der Innenseite bin, und da gab es Verbesserungen gegenüber gestern. Billy reagiert schneller, hat kapiert was ich möchte, tut sich meistens noch schwer, die Innenbiegung beizubehalten. Ich habe ihn einfach am Hufschlag entlang geführt und an jeder langen Seite einen Versuch gestartet; ein paarmal gab es 1-2 richtige Trittchen, die groß gelobt wurden.
Das Gebiss hatten wir (äh, nur Billy) wieder drin, und diesmal hab ich begonnen, das Nachgeben am Gebiss zu probieren: Zuerst laterale Biegung, das ging gut, Brace nur nach rechts, den konnte ich mit dem Knotenhalfter auflösen. Links war sofort gut. Dann Hals anheben, Hals senken. Bei beidem kaute er heftig, Kopf heben mochte er so gar nicht, da musste ich auch das Knotenhalfter dazu nehmen. Alles in allem aber schön feine Reaktionen ohne große Aufregung. Mal sehen, ob er es nächstes Mal noch ins Maul nimmt ;-).
Dann hab ich meinen neuen Sattel augelegt und hab mich mal reingesetzt - *aua* - hart! Und doch recht ungewohnt, aber vom Probereiten weiß ich, dass sich das bald legen wird (beim Probieren waren nur die ersten 10 Minuten komisch). Ich ließ Billy eine Runde drehen, dann bin ich wieder abgesessen. Ich freu mich schon, damit zu reiten. Der Sattel hat Distanzbügel mit 45°Aufhängung dran, aaah, ist das bequem!
In der Halle wieder kurzes Abfragen des Weichens in alle Richtungen. Beim Rückwärts aus Zone 2 war wieder mehr Brace da als gestern, damit mussten wir ein bisschen rumspielen, bis es weg war.
Dann noch ein paarmal Spins geprobt, diesmal auch nach rechts, was leichter ist. Trotzdem hab ich da zu wenig Plan, und die Spins sind nicht sauber, sondern eher kleine Volten, daher lass ich das glaub ich jetzt lieber wieder bleiben, bis ich einen klaren Plan im Kopf habe, wie ich ihm das erkläre. Er bemüht sich, versteht mich aber in diesem Fall einfach nicht (ich selbst würd mich auch nicht verstehen, das ganze ist etwas unausgegoren *ähem*).
Dann wieder Travers probiert, während ich an der Innenseite bin, und da gab es Verbesserungen gegenüber gestern. Billy reagiert schneller, hat kapiert was ich möchte, tut sich meistens noch schwer, die Innenbiegung beizubehalten. Ich habe ihn einfach am Hufschlag entlang geführt und an jeder langen Seite einen Versuch gestartet; ein paarmal gab es 1-2 richtige Trittchen, die groß gelobt wurden.
Das Gebiss hatten wir (äh, nur Billy) wieder drin, und diesmal hab ich begonnen, das Nachgeben am Gebiss zu probieren: Zuerst laterale Biegung, das ging gut, Brace nur nach rechts, den konnte ich mit dem Knotenhalfter auflösen. Links war sofort gut. Dann Hals anheben, Hals senken. Bei beidem kaute er heftig, Kopf heben mochte er so gar nicht, da musste ich auch das Knotenhalfter dazu nehmen. Alles in allem aber schön feine Reaktionen ohne große Aufregung. Mal sehen, ob er es nächstes Mal noch ins Maul nimmt ;-).
Dann hab ich meinen neuen Sattel augelegt und hab mich mal reingesetzt - *aua* - hart! Und doch recht ungewohnt, aber vom Probereiten weiß ich, dass sich das bald legen wird (beim Probieren waren nur die ersten 10 Minuten komisch). Ich ließ Billy eine Runde drehen, dann bin ich wieder abgesessen. Ich freu mich schon, damit zu reiten. Der Sattel hat Distanzbügel mit 45°Aufhängung dran, aaah, ist das bequem!
Mittwoch, 16. November 2011
Heute war eigentlich nochmal lasern geplant, aber meine Tierärztin musste zu einem Kolik-Notfall, also wurde nix draus.
Billy und ich haben nur ca. 15 Minuten in der Halle was getan, das Rückwärts aus Zone 2 jetzt auch von der rechten Seite. Aus dieser Zone und wenn ich in die gleiche Richtung schaue wie Billy, gibt es vor dem ersten Schritt bei den ersten Versuchen immer noch Brace. Wenn ich mich dann in Zone 1 positioniere und auf ihn zugehe, klappt es sofort und weich, also hab ich das öfter gemacht, bis er es kapiert hatte. Dann gings auch aus Zone 2.
Danach haben wir noch ein bissl am Spin rumgespielt, ich versuche das, was ich im Bill Dorrance Buch gelesen habe, da umzusetzen, aber da scheitere ich schon bald. Hie und da klappt es ganz gut, aber dazwischen sind wir beide verwirrt, glaub ich ;-).
Zuletzt hab ich Billy am Hufschlag entlanggeführt und versucht, in der Bewegung einen Schritt mit der Hinterhand nach innen zu bekommen, also Travers. Ich blieb dabei innen, und versuchte die Hinterhand mit dem STick über dem Popo zu mir zu dirigieren. Zuerst im Stehen, da klappte es super. Dann in der Bewegung, klappte auch, allerdings mit Außenbiegung. Dann haben wir uns langsam an Innenbiegung + Popsch-rein herangetastet, und 2x hab ich 1-2 nette Schritte so bekommen. Die Innenstellung ist jetzt sehr leicht zu bekommen, weil er so schön fein dem Seil und dem Gefühl folgt.
Billy und ich haben nur ca. 15 Minuten in der Halle was getan, das Rückwärts aus Zone 2 jetzt auch von der rechten Seite. Aus dieser Zone und wenn ich in die gleiche Richtung schaue wie Billy, gibt es vor dem ersten Schritt bei den ersten Versuchen immer noch Brace. Wenn ich mich dann in Zone 1 positioniere und auf ihn zugehe, klappt es sofort und weich, also hab ich das öfter gemacht, bis er es kapiert hatte. Dann gings auch aus Zone 2.
Danach haben wir noch ein bissl am Spin rumgespielt, ich versuche das, was ich im Bill Dorrance Buch gelesen habe, da umzusetzen, aber da scheitere ich schon bald. Hie und da klappt es ganz gut, aber dazwischen sind wir beide verwirrt, glaub ich ;-).
Zuletzt hab ich Billy am Hufschlag entlanggeführt und versucht, in der Bewegung einen Schritt mit der Hinterhand nach innen zu bekommen, also Travers. Ich blieb dabei innen, und versuchte die Hinterhand mit dem STick über dem Popo zu mir zu dirigieren. Zuerst im Stehen, da klappte es super. Dann in der Bewegung, klappte auch, allerdings mit Außenbiegung. Dann haben wir uns langsam an Innenbiegung + Popsch-rein herangetastet, und 2x hab ich 1-2 nette Schritte so bekommen. Die Innenstellung ist jetzt sehr leicht zu bekommen, weil er so schön fein dem Seil und dem Gefühl folgt.
Dienstag, 15. November 2011
Billy durchleuchtet...
Ich bin noch die ganze Tierarzt-Geschichte schuldig (sie ist auch noch nicht abgeschlossen).
Also mittlerweile wurden von Billys Beinchen ichweißnichtwieviele Röntgen gemacht. Wie es aussieht, und wie ich es irgendwie im Gefühl hatte, ist wohl ein neuer akuter Entzündungsschub im Röhrbein aufgrund seiner Fehlstellung die Ursache für das Anlaufen. Auf den Röntgen sieht man, dass zwischen Griffelbein und Röhrbein eine Art Kalkablagerung oder Verknöcherung stattfindet - dort wo sich am Röhrbein auch die Überbeine gebildet haben. Quasi ein neuer Schub wie der, als diese Überbeine entstanden.
Außerdem hat sich Billy irgendwann mal das Griffelbein gebrochen - muss schon Jahre her sein. Es ist damals gut zusammengeheilt und angeblich merkt man einem Pferd sowas oft nicht an - bisschen Vorwürfe mach ich mir trotzdem - offenbar hab ich das nicht bemerkt ...
Die Sehne ist laut Ultraschall dafür bestens in Ordnung, da bin ich schon mal froh.
Jetzt gehen wir erstmal gegen die Entzündung vor. Billy wird mit neuem Lasergerät behandelt. Leihgerät der Klinik, hilft gegen alles, wenns nix nutzt, schadets nicht ... es übersteigt ein wenig meine Vorstellungskraft, aber schauen wir einmal. Das machen wir einmal eine Woche, schauen dann noch einmal, ob das Lahmen noch da ist ... und wenn ja, müssen wir vielleicht Stück für Stück Billys Bein einspritzen um sehen zu können, woher genau das kommt - obwohl meine Tierärztin meinte, dafür wäre er fast zu wenig lahm.
Also mal abwarten.
Gleichzeitig hat sie auch gleich die Maukestelle behandelt - erstmal rasiert, dann dicken Verband drauf über Nacht, damit die Krusten sich lösen. Dabei ließ Billy den alten Büffel raushängen, der auch auf 3 Beinen noch munter herumhüpfen kann und versucht, die lästigen Tierärzte an der Wand einzuquetschen. Puh. Aber nun wird das auch leichter einzuschmieren und zu behandeln - sieht schon viel besser aus. Auch die Mauke wird mit dem Laser - einem anderen Aufsatz für die Wundheilung - behandelt. Bin gespannt.
Er führt sich derart auf wenn man an die Mauke kommt, ich versteh das überhaupt nicht. So schlimm sieht das echt nicht aus. Ich habe schon dran gedacht, ob das Lahmen vielleicht sogar davon kommt - ist halt alles am gleichen Bein!
Und zu guter Letzt gibt es noch schönes zu berichten! Meine Sattelsuche hat ein Ende und ich bin seit heute stolze Besitzerin eines ROC Americana! Seit Monaten hab ich so ein Ding gebraucht gesucht - nun gefunden, schnell entschieden, meiner! Und er ist soooo schön, und beim ersten Auflegen heute sah das von der Passform nicht so schlecht aus (ich habe ein leicht weiteren Baum als den, der für Billy vom Profi als passend befunden wurde und dabei relativ knapp war). Das wird der Profi dann noch überprüfen müssen, momentan kann ich ja eh nicht reiten.

Ansonsten haben wir weiter fleißig alle möglichen Braces eliminiert. Billy geht auf Porcupine Game so flüssig und willig rückwärts wie nie. Da kämpf ich jetzt seit Jahren damit - und in Wirklichkeit wars eigentlich so einfach. Wir gehen meterweit rückwärts und haben begonnen, Bögen einzubauen, Schlangenlinien, und auch mal einen Rückwärts-Zirkel. Bisher stehe ich dabei direkt vor Billy und wirke leicht mit dem Seil nach hinten ein, direkt unterm Halfterknoten. Wenn es nicht leicht geht, hab ich einen Brace gefunden und mache weiter, bis er weg ist. Heute habe ich dasselbe probiert, aber seitlich stehend und mit Billy rückwärts gehend, in Zone 2. Überraschung, da gab es wieder massive Braces. Schon interessant, wie ein kleiner Schritt so viel bedeuten kann. Ich bleib jetzt immer sehr ruhig, wildes Herumwedeln mit dem STick als Phase 4 gibts nicht mehr, und es klappt viel besser so. Wenn die Füße gar so fest stecken, tippse ich ganz ganz leicht mit dem Stick das Bein an, das sich bewegen soll, nicht fester als mit der Fingerspitze, und das hilft schon meistens!
Und schließlich hat Billy das Gebiss jetzt oft genug während der Arbeit getragen, dass ich glaube, da dran mal was tun zu können, das werde ich in den nächsten Tagen in Angriff nehmen.
Also mittlerweile wurden von Billys Beinchen ichweißnichtwieviele Röntgen gemacht. Wie es aussieht, und wie ich es irgendwie im Gefühl hatte, ist wohl ein neuer akuter Entzündungsschub im Röhrbein aufgrund seiner Fehlstellung die Ursache für das Anlaufen. Auf den Röntgen sieht man, dass zwischen Griffelbein und Röhrbein eine Art Kalkablagerung oder Verknöcherung stattfindet - dort wo sich am Röhrbein auch die Überbeine gebildet haben. Quasi ein neuer Schub wie der, als diese Überbeine entstanden.
Außerdem hat sich Billy irgendwann mal das Griffelbein gebrochen - muss schon Jahre her sein. Es ist damals gut zusammengeheilt und angeblich merkt man einem Pferd sowas oft nicht an - bisschen Vorwürfe mach ich mir trotzdem - offenbar hab ich das nicht bemerkt ...
Die Sehne ist laut Ultraschall dafür bestens in Ordnung, da bin ich schon mal froh.
Jetzt gehen wir erstmal gegen die Entzündung vor. Billy wird mit neuem Lasergerät behandelt. Leihgerät der Klinik, hilft gegen alles, wenns nix nutzt, schadets nicht ... es übersteigt ein wenig meine Vorstellungskraft, aber schauen wir einmal. Das machen wir einmal eine Woche, schauen dann noch einmal, ob das Lahmen noch da ist ... und wenn ja, müssen wir vielleicht Stück für Stück Billys Bein einspritzen um sehen zu können, woher genau das kommt - obwohl meine Tierärztin meinte, dafür wäre er fast zu wenig lahm.
Also mal abwarten.
Gleichzeitig hat sie auch gleich die Maukestelle behandelt - erstmal rasiert, dann dicken Verband drauf über Nacht, damit die Krusten sich lösen. Dabei ließ Billy den alten Büffel raushängen, der auch auf 3 Beinen noch munter herumhüpfen kann und versucht, die lästigen Tierärzte an der Wand einzuquetschen. Puh. Aber nun wird das auch leichter einzuschmieren und zu behandeln - sieht schon viel besser aus. Auch die Mauke wird mit dem Laser - einem anderen Aufsatz für die Wundheilung - behandelt. Bin gespannt.
Er führt sich derart auf wenn man an die Mauke kommt, ich versteh das überhaupt nicht. So schlimm sieht das echt nicht aus. Ich habe schon dran gedacht, ob das Lahmen vielleicht sogar davon kommt - ist halt alles am gleichen Bein!
Und zu guter Letzt gibt es noch schönes zu berichten! Meine Sattelsuche hat ein Ende und ich bin seit heute stolze Besitzerin eines ROC Americana! Seit Monaten hab ich so ein Ding gebraucht gesucht - nun gefunden, schnell entschieden, meiner! Und er ist soooo schön, und beim ersten Auflegen heute sah das von der Passform nicht so schlecht aus (ich habe ein leicht weiteren Baum als den, der für Billy vom Profi als passend befunden wurde und dabei relativ knapp war). Das wird der Profi dann noch überprüfen müssen, momentan kann ich ja eh nicht reiten.
Ansonsten haben wir weiter fleißig alle möglichen Braces eliminiert. Billy geht auf Porcupine Game so flüssig und willig rückwärts wie nie. Da kämpf ich jetzt seit Jahren damit - und in Wirklichkeit wars eigentlich so einfach. Wir gehen meterweit rückwärts und haben begonnen, Bögen einzubauen, Schlangenlinien, und auch mal einen Rückwärts-Zirkel. Bisher stehe ich dabei direkt vor Billy und wirke leicht mit dem Seil nach hinten ein, direkt unterm Halfterknoten. Wenn es nicht leicht geht, hab ich einen Brace gefunden und mache weiter, bis er weg ist. Heute habe ich dasselbe probiert, aber seitlich stehend und mit Billy rückwärts gehend, in Zone 2. Überraschung, da gab es wieder massive Braces. Schon interessant, wie ein kleiner Schritt so viel bedeuten kann. Ich bleib jetzt immer sehr ruhig, wildes Herumwedeln mit dem STick als Phase 4 gibts nicht mehr, und es klappt viel besser so. Wenn die Füße gar so fest stecken, tippse ich ganz ganz leicht mit dem Stick das Bein an, das sich bewegen soll, nicht fester als mit der Fingerspitze, und das hilft schon meistens!
Und schließlich hat Billy das Gebiss jetzt oft genug während der Arbeit getragen, dass ich glaube, da dran mal was tun zu können, das werde ich in den nächsten Tagen in Angriff nehmen.
Mittwoch, 9. November 2011
Schritt zurück
Billys Bein war heute weniger angelaufen. Dafür das zweite auch wieder - beide gleich. Zum Verrücktwerden. Morgen abend wird geröngt und geschallt. Ich fürcht mich und hoffe, dass uns nicht die schiefen Füße nun auf den Kopf fallen :-( .
Ich hab heute ein bisschen Nachgebe Übungen im Stand gemacht. Alles recht fein, man merkt einen Unterschied. Außerdem haben wir ein bisschen rückwärts geübt. Es geht immer noch recht fein. Ganz am Anfang musste ich ein bissl Nachdruck üben, und dann schwebte der Billy quasi rückwärts. Wir gingen ein bissl die Bande entlang, weil er den Hintern sonst immer schief reinschiebt. Dann begann ich ein bissl zu lenken, und schließlich haben wir um ein Hütchen einen Zirkel rückwärts in jede Richtung gemacht - schön bedächtig, SChritt für Schrittt, kaum Brace dabei, und wenn, dann nur ganz kurze Momente. Billy durfte sich viele Leckerlis dafür abholen, da er ja so arm ist.
Und jetzt warte ich auf morgen, was da rauskommt ...
Ich hab heute ein bisschen Nachgebe Übungen im Stand gemacht. Alles recht fein, man merkt einen Unterschied. Außerdem haben wir ein bisschen rückwärts geübt. Es geht immer noch recht fein. Ganz am Anfang musste ich ein bissl Nachdruck üben, und dann schwebte der Billy quasi rückwärts. Wir gingen ein bissl die Bande entlang, weil er den Hintern sonst immer schief reinschiebt. Dann begann ich ein bissl zu lenken, und schließlich haben wir um ein Hütchen einen Zirkel rückwärts in jede Richtung gemacht - schön bedächtig, SChritt für Schrittt, kaum Brace dabei, und wenn, dann nur ganz kurze Momente. Billy durfte sich viele Leckerlis dafür abholen, da er ja so arm ist.
Und jetzt warte ich auf morgen, was da rauskommt ...
Montag, 7. November 2011
Tierarzt
Heute hat sich unsere Tierärztin Billy angeschaut. Ich hab sie letzte Woche bestellt, weil das Billytier immer mal wieder innen angelaufene Beine hat. Beide Vorderbeine, immer gleich, mal mehr, mal weniger. Mir schien immer, etwas im Rhythmus des Wetters, bei starken Temperaturschwankungen z.B. Dann wars mal wieder längere Zeit ganz weg, aber nun wieder da und ging trotz kühler Temperaturen usw. nicht weg. Deshalb wars auch gut, dass ich immer nur Sachen im Stehen oder mit ein paar Schritten gemacht hab.
Heute wars dann überhaupt komisch - Beine zum ersten Mal nicht gleich, sondern das rechte in Ordnung und das linke immer noch angelaufen. Außerdem sind. beide linken Hufe (d.h. vorn und hinten) wärmer als die rechten. Gut dass sie also sowieso da war.
Also hat sie mal untersucht und vortraben lassen. Fazit: Die Sehnenscheide ist jedenfalls mal gefüllt, außerdem lahmt das Billytier leicht wenn man ihn in schnellem Trab auf kleinem Zirkel scheucht (was ich selten tu und daher nix seh *seufz*). Woher genau das kommt, konnte sie nicht gleich sagen, jetzt werden mal Röntgen und Ultraschall herangekarrt und dann sehen wir weiter.
Heute wars dann überhaupt komisch - Beine zum ersten Mal nicht gleich, sondern das rechte in Ordnung und das linke immer noch angelaufen. Außerdem sind. beide linken Hufe (d.h. vorn und hinten) wärmer als die rechten. Gut dass sie also sowieso da war.
Also hat sie mal untersucht und vortraben lassen. Fazit: Die Sehnenscheide ist jedenfalls mal gefüllt, außerdem lahmt das Billytier leicht wenn man ihn in schnellem Trab auf kleinem Zirkel scheucht (was ich selten tu und daher nix seh *seufz*). Woher genau das kommt, konnte sie nicht gleich sagen, jetzt werden mal Röntgen und Ultraschall herangekarrt und dann sehen wir weiter.
Sonntag, 6. November 2011
Feel hilft viel
Ein interessantes Wochenende.
Freitag war ich bei Billy und bin wieder einmal fast verzweifelt. Was am Tag davor noch ganz gut klappte - Kopf hoch, Kopf senken, seitliche Biegung, rückwärts - klappte an diesem Tag überhaupt nicht. Das ganze Pferd war voller Brace, und was für welche!
Das einzige was noch funktionierte war: Kopf senken, wenn ich die Hand an den halfterknoten lege und mit 2 Fingern vorsichtig Druck nach unten mache. Das klappte. Aber sonst nix.
Hand ins Genick: Brace! ich glaube ich stand eine halbe Stunde und wartete, nix! Und es ist ja bitte nicht so, als würde er das nicht kennen; wir machen das nun wirklich nicht zum 1. Mal. Aaaber das Muster war wieder da: Einmal offeriert Billy eine Reaktion und denkt, damit soll ich mich doch bitte zufrieden geben. Tu ich aber jetzt nicht mehr. Druck im Genick blieb, und das ganze wieder und wieder, ich wollte nicht aufhören bevor es leicht ist. Aber es kam eine halbe Stunde lang nur Gegendruck. Ich gestehe, ich hab ihn dann ins GEnick gezwickt (obwohl meine neue Bibel ja sagt, das soll man nicht), dann kam eine Reaktion, die ich endlich loben konnte.
Seitwärts biegen kannte Herr Billy plötzlich auch nicht mehr. Das war so schön und leicht einen Tag davor. Jetzt: Brace hoch 10. In beide Richtungen. Kein freiwilliger Zentimeter. Und dabei sah das Pferd noch sowas von unglücklich aus, dass ich natürlich gleich zweifelte und dachte, ich hab grad echt die total falsche Abzweigung erwischt in unserem Weg *seufz*.
Dann noch rückwärts, das war doch auch schon fein und leicht, heute wieder: brace, regelrechte Gegenwehr, etc.
Pfuh. Keine schöne Session.
Und dann kam ich Sonntag wieder zum Pferd. Und Billy wie verwandelt. Er hob den Kopf aus dem Gras, als ich das Halfter entknuddelt hatte. Dann ließ ich ihn nch einen Happen machen, drehte um. Pferd nahm die Nase aus dem Gras und folgte am leicht durchhängenden Strick.
Am Weg zum Stall blieb er kaum zurück, obwohl ich ein ordentliches Gehtempo anschlug. Sobald der Strick sich leicht spannt, schließt er von sich aus auf. Falls doch nicht, nehme ich nur kurz und stetig die Hand vor und er tut's.
Dann gingen wir in die Halle und übten wieder das Nachgeben mit Gefühl. Ich war gefasst auf viele Brace-diskussionen. Und, was war? Nichts. Ein feines Pferd. So wie ich es mir vorstelle! ich hebe die hand mit dem STrick (knapp unterm Knoten angefasst) - Kopf hebt sich. ich senke die Hand, Kopf senkt sich. Hand ins Genick, sanft - Kopf senkt sich. Hinterhand und Vorhand sind wie ein Ball zu verschieben in alle Richtungen. Und zwar sofort, beim ersten Mal. Rückwärts: ich lege die offene Hand ans Seil (kurz unterm Knoten), bewege sie ohne sie zu schließen Richtung Pferdebrust - Pferd geht rückwärts. Vor lauter Faszination musste ich innehalten und Leckerli stopfen *g*. Aaaber der nächste Brace kommt bestimmt, oder? WEiter rückwärts - unsere 4-Jahres-Baustelle. Pferd geht rückwärts, an meiner offenen Hand. 7m (wir schleifen das Seil hinterher), und bis ans Ende vom Viereck. Wow! Ich glaub so ein leichtes rückwärts hatte ich noch nie. Nun schleift er zwar immer noch alle Füße durch den Sand statt sie zu heben, aber wenn man endlich nicth mehr diskutieren muss, OB es überhaupt ein Rückwärts gibt, dann kann man das ja jetzt verbessern! ich träume bereits von Figure 8 rückwärts und Zirkel rückwärts, yeehaw!
Neu hinzugefügt haben wir rückwärts an der nase (kurze Abwehrreakton, dann genauso fein wie am Seil) und Kopf noch etwas höher anheben ohne rückwärts zu denken dabei.
An sich war ich aber nach 10 Minuten fertig.
Billy durfte das Gras am Viereckrand trimmen zum Dank, dass er so ein feines Pferdchen war.
Schon faszinierend, was rauskommt, wenn man mal 2 Tage konsequent ist *hüstel*.
Freitag war ich bei Billy und bin wieder einmal fast verzweifelt. Was am Tag davor noch ganz gut klappte - Kopf hoch, Kopf senken, seitliche Biegung, rückwärts - klappte an diesem Tag überhaupt nicht. Das ganze Pferd war voller Brace, und was für welche!
Das einzige was noch funktionierte war: Kopf senken, wenn ich die Hand an den halfterknoten lege und mit 2 Fingern vorsichtig Druck nach unten mache. Das klappte. Aber sonst nix.
Hand ins Genick: Brace! ich glaube ich stand eine halbe Stunde und wartete, nix! Und es ist ja bitte nicht so, als würde er das nicht kennen; wir machen das nun wirklich nicht zum 1. Mal. Aaaber das Muster war wieder da: Einmal offeriert Billy eine Reaktion und denkt, damit soll ich mich doch bitte zufrieden geben. Tu ich aber jetzt nicht mehr. Druck im Genick blieb, und das ganze wieder und wieder, ich wollte nicht aufhören bevor es leicht ist. Aber es kam eine halbe Stunde lang nur Gegendruck. Ich gestehe, ich hab ihn dann ins GEnick gezwickt (obwohl meine neue Bibel ja sagt, das soll man nicht), dann kam eine Reaktion, die ich endlich loben konnte.
Seitwärts biegen kannte Herr Billy plötzlich auch nicht mehr. Das war so schön und leicht einen Tag davor. Jetzt: Brace hoch 10. In beide Richtungen. Kein freiwilliger Zentimeter. Und dabei sah das Pferd noch sowas von unglücklich aus, dass ich natürlich gleich zweifelte und dachte, ich hab grad echt die total falsche Abzweigung erwischt in unserem Weg *seufz*.
Dann noch rückwärts, das war doch auch schon fein und leicht, heute wieder: brace, regelrechte Gegenwehr, etc.
Pfuh. Keine schöne Session.
Und dann kam ich Sonntag wieder zum Pferd. Und Billy wie verwandelt. Er hob den Kopf aus dem Gras, als ich das Halfter entknuddelt hatte. Dann ließ ich ihn nch einen Happen machen, drehte um. Pferd nahm die Nase aus dem Gras und folgte am leicht durchhängenden Strick.
Am Weg zum Stall blieb er kaum zurück, obwohl ich ein ordentliches Gehtempo anschlug. Sobald der Strick sich leicht spannt, schließt er von sich aus auf. Falls doch nicht, nehme ich nur kurz und stetig die Hand vor und er tut's.
Dann gingen wir in die Halle und übten wieder das Nachgeben mit Gefühl. Ich war gefasst auf viele Brace-diskussionen. Und, was war? Nichts. Ein feines Pferd. So wie ich es mir vorstelle! ich hebe die hand mit dem STrick (knapp unterm Knoten angefasst) - Kopf hebt sich. ich senke die Hand, Kopf senkt sich. Hand ins Genick, sanft - Kopf senkt sich. Hinterhand und Vorhand sind wie ein Ball zu verschieben in alle Richtungen. Und zwar sofort, beim ersten Mal. Rückwärts: ich lege die offene Hand ans Seil (kurz unterm Knoten), bewege sie ohne sie zu schließen Richtung Pferdebrust - Pferd geht rückwärts. Vor lauter Faszination musste ich innehalten und Leckerli stopfen *g*. Aaaber der nächste Brace kommt bestimmt, oder? WEiter rückwärts - unsere 4-Jahres-Baustelle. Pferd geht rückwärts, an meiner offenen Hand. 7m (wir schleifen das Seil hinterher), und bis ans Ende vom Viereck. Wow! Ich glaub so ein leichtes rückwärts hatte ich noch nie. Nun schleift er zwar immer noch alle Füße durch den Sand statt sie zu heben, aber wenn man endlich nicth mehr diskutieren muss, OB es überhaupt ein Rückwärts gibt, dann kann man das ja jetzt verbessern! ich träume bereits von Figure 8 rückwärts und Zirkel rückwärts, yeehaw!
Neu hinzugefügt haben wir rückwärts an der nase (kurze Abwehrreakton, dann genauso fein wie am Seil) und Kopf noch etwas höher anheben ohne rückwärts zu denken dabei.
An sich war ich aber nach 10 Minuten fertig.
Billy durfte das Gras am Viereckrand trimmen zum Dank, dass er so ein feines Pferdchen war.
Schon faszinierend, was rauskommt, wenn man mal 2 Tage konsequent ist *hüstel*.
Freitag, 4. November 2011
Rezension
Bill Dorrance: True Horsemanship Through Feel. 2nd Edition. Verlag Pryons, 2007. 384pp. € 23,85.
Dieses Buch bekommt von mir 6 (von maximal 5 *g*) Sterne! Sollte man als Horsemanshipler wirklich gelesen haben.
Der Inhalt ist gewaltig, teilweise sehr theoretisch, aber auch oft mit praktischen Übungen versehen, die mit zahlreichen Fotos und Fotoserien untermauert sind. Das Hauptthema "Feel" ist nicht leicht in Worte zu fassen. Trotzdem schafft Bill Dorrance es, dass man am Schluss beim Zuklappen des Buches eine gewisse Vorstellung davon hat, was er damit meint. Und durch die Anleitungen zu den praktischen Übungen auch tatsächlich auch die Idee, wie man es vielleicht erreichen kann.
Prinzipiell verstehe ich - von meinem Parelli-Hintergrund aus gesehen - Bill Dorrance's "Feel" als das perfekte Porcupine Game. Bill arbeitet offenbar viel mehr mit stetem, feinem Kontakt, weniger mit Driving Games (diese werden nur kurz erwähnt und sammeln sich offenbar unter dem Begriff "indirect feel").
Nach allgemeinen theoretischen Überlegungen zum "feel" kommt man mit Kapitel 4 dann zum praktischen Teil. Bill erklärt die Grundübungen: Kopf senken, Hals biegen, Führen, Rückwärtsrichten. Alles ist detailiert beschrieben, gut nachzumachen. Detailiertest auch die Beschreibung des Aufzäumens - wie man das Gebiss ins Pferdemaul kriegt, nimmt ca. 5 volle Seiten ein (ebenfalls reich bebildert) und hat mir z.B. extrem geholfen.
Ein weiteres Highlight ist das Kapitel zu den Fußfolgen, und da besonders zum Galoppwechsel. Das hab ich auch noch selten so schön und klar beschrieben gelesen.
Weiters gibt es ein Kapitel mit Q&A, wo zum großen Teil genau das aufgegriffen wird, was dem Leser zuvor bei der Lektüre so durch den Kopf ging.
Und was man auch nicht unterschätzen darf, ist der kommentierte Index, in dem Bill häufig vorkommende Begriffe aufgreift und noch einmal definiert, was er darunter versteht. Ich wähnte mich schon fertig mit dem Buch - "nur noch der Index" - aber der hat es noch einmal so sehr in sich, dass ich ein Monat dafür gebraucht habe.
Mehr als einen längeren Absatz oder ein Unterkapitel auf einmal konnte ich nie lesen, dazwischen musste ich immer wieder alles sacken lassen ... und das ist für mich auch recht ungewöhnlich, ich lese Bücher normalerweise in einem Zug durch, wenn sie gut sind.
Einen richtigen Schlagwortindex gibt es auch, der scheint sehr akribisch und damit hilfreich.
Schließlich noch ein Wort zur Sprache:
Das Buch gibt es m.W. nur im Original, und das ist gut so. Es wurde von Bill Dorrance gemeinsam mit Leslie Desmond geschrieben, wobei ich denke, dass sie wohl aufgeschrieben hat, was er ihr sagte. Es ist toll, dass hier nicht versucht wurde, den teilweise umgangssprachlich anmutenden Ton in irgendeiner Weise zu "bereinigen". Alles wirkt so direkt, so unmittelbar, als würde Bill Dorrance persönlich vor einem stehen und eine Konversation mit einem führen. Gleichzeitig finde ich, dass die Art, Dinge auszudrücken, eine Menge von der Persönlichkeit Bills durchblicken und einen fast zwangsläufig darüber traurig werden lässt, dass dieser so weise und dabei so bescheiden wirkende Mann nicht mehr unter uns weilt.
Die Sprache ist derart klar und eindringlich, dabei so sehr poetisch in meinem Empfinden, dass ich so manchen Absatz mehrmals gelesen hab - einfach weils so schön ist! Anfangs hatte ich mein Notizbuch neben mir liegen, um Dinge zu notieren, die ich gerne als Zitate verwenden möchte. Dann stellte sich bald heraus, dass ich von so gut wie jeder Seite zeilen- und absatzweise zitieren oder mir T-Shirts drucken lassen würde, also habe ich es aufgegeben.
Dazu passt dann auch noch der absolut letzte Abschnitt, der einige Seiten mit Gedichten oder Liedtexten umfasst.
Obwohl ich mich ewig nicht entscheiden konnte, welchen, möchte ich doch gern einen meiner Lieblings-Absätze zitieren (p. 327):
Fazit: Kaufen, lesen, nochmal lesen, sacken lassen und nochmal lesen ;-). Bill sitzt jetzt auf meinem Nachtkästchen und in mir der Vorsatz, jeden Abend einen Absatz zu lesen :-).
Dieses Buch bekommt von mir 6 (von maximal 5 *g*) Sterne! Sollte man als Horsemanshipler wirklich gelesen haben.
Der Inhalt ist gewaltig, teilweise sehr theoretisch, aber auch oft mit praktischen Übungen versehen, die mit zahlreichen Fotos und Fotoserien untermauert sind. Das Hauptthema "Feel" ist nicht leicht in Worte zu fassen. Trotzdem schafft Bill Dorrance es, dass man am Schluss beim Zuklappen des Buches eine gewisse Vorstellung davon hat, was er damit meint. Und durch die Anleitungen zu den praktischen Übungen auch tatsächlich auch die Idee, wie man es vielleicht erreichen kann.
Prinzipiell verstehe ich - von meinem Parelli-Hintergrund aus gesehen - Bill Dorrance's "Feel" als das perfekte Porcupine Game. Bill arbeitet offenbar viel mehr mit stetem, feinem Kontakt, weniger mit Driving Games (diese werden nur kurz erwähnt und sammeln sich offenbar unter dem Begriff "indirect feel").
Nach allgemeinen theoretischen Überlegungen zum "feel" kommt man mit Kapitel 4 dann zum praktischen Teil. Bill erklärt die Grundübungen: Kopf senken, Hals biegen, Führen, Rückwärtsrichten. Alles ist detailiert beschrieben, gut nachzumachen. Detailiertest auch die Beschreibung des Aufzäumens - wie man das Gebiss ins Pferdemaul kriegt, nimmt ca. 5 volle Seiten ein (ebenfalls reich bebildert) und hat mir z.B. extrem geholfen.
Ein weiteres Highlight ist das Kapitel zu den Fußfolgen, und da besonders zum Galoppwechsel. Das hab ich auch noch selten so schön und klar beschrieben gelesen.
Weiters gibt es ein Kapitel mit Q&A, wo zum großen Teil genau das aufgegriffen wird, was dem Leser zuvor bei der Lektüre so durch den Kopf ging.
Und was man auch nicht unterschätzen darf, ist der kommentierte Index, in dem Bill häufig vorkommende Begriffe aufgreift und noch einmal definiert, was er darunter versteht. Ich wähnte mich schon fertig mit dem Buch - "nur noch der Index" - aber der hat es noch einmal so sehr in sich, dass ich ein Monat dafür gebraucht habe.
Mehr als einen längeren Absatz oder ein Unterkapitel auf einmal konnte ich nie lesen, dazwischen musste ich immer wieder alles sacken lassen ... und das ist für mich auch recht ungewöhnlich, ich lese Bücher normalerweise in einem Zug durch, wenn sie gut sind.
Einen richtigen Schlagwortindex gibt es auch, der scheint sehr akribisch und damit hilfreich.
Schließlich noch ein Wort zur Sprache:
Das Buch gibt es m.W. nur im Original, und das ist gut so. Es wurde von Bill Dorrance gemeinsam mit Leslie Desmond geschrieben, wobei ich denke, dass sie wohl aufgeschrieben hat, was er ihr sagte. Es ist toll, dass hier nicht versucht wurde, den teilweise umgangssprachlich anmutenden Ton in irgendeiner Weise zu "bereinigen". Alles wirkt so direkt, so unmittelbar, als würde Bill Dorrance persönlich vor einem stehen und eine Konversation mit einem führen. Gleichzeitig finde ich, dass die Art, Dinge auszudrücken, eine Menge von der Persönlichkeit Bills durchblicken und einen fast zwangsläufig darüber traurig werden lässt, dass dieser so weise und dabei so bescheiden wirkende Mann nicht mehr unter uns weilt.
Die Sprache ist derart klar und eindringlich, dabei so sehr poetisch in meinem Empfinden, dass ich so manchen Absatz mehrmals gelesen hab - einfach weils so schön ist! Anfangs hatte ich mein Notizbuch neben mir liegen, um Dinge zu notieren, die ich gerne als Zitate verwenden möchte. Dann stellte sich bald heraus, dass ich von so gut wie jeder Seite zeilen- und absatzweise zitieren oder mir T-Shirts drucken lassen würde, also habe ich es aufgegeben.
Dazu passt dann auch noch der absolut letzte Abschnitt, der einige Seiten mit Gedichten oder Liedtexten umfasst.
Obwohl ich mich ewig nicht entscheiden konnte, welchen, möchte ich doch gern einen meiner Lieblings-Absätze zitieren (p. 327):
* HELPING THE HORSE: That's our main goal and through feel is how you go about this. Whatever you're trying to do is to help him. If a person approaches a horse with other ideas that do not include helping that horse, well, to my way of thinking, there's room for improvement in that. There's a place in the attitude they have about the way a horse's mind works that will make it more difficult for them to develop the better results we're talking about here in this book, I'll put it that way. No, Im in hopes that getting ghese ideas getting down in print can help them learn how to help those horses, all right. Because this is my main plan.
Fazit: Kaufen, lesen, nochmal lesen, sacken lassen und nochmal lesen ;-). Bill sitzt jetzt auf meinem Nachtkästchen und in mir der Vorsatz, jeden Abend einen Absatz zu lesen :-).
Donnerstag, 3. November 2011
Back to Basics
So. Durch den Vorfall am Dienstag ist neben der Wut auch eine Art Ehrgeiz entstanden. Ich möchte zurück zur Basis gehen, alles durchkontrollieren, und jede kleinste Spur von Brace eliminieren. Ausnahmslos jede (zumindest jede die ich finde). Sicher bin ich über so manchen Brace hinweggegangen. Aus Faulheit. Oder Dummheit, weil ich es nicht als Brace erkannte. Oder auch aus Gewohnheit (das Pferd fühlt sich halt nun mal nicht leicht an, so isser halt). Und manchmal auch ganz bewusst, einfach, weil ich endlich weitergehen und uns beide nicht langweilen wollte. Wahrscheinlich sogar relativ oft aus letzterem Grund: Ich hab doch einen LBI, die darf man ja nur nicht langweilen, nicht wahr? Der Arme!
Tja, hier kommt dann die Wut ins Spiel, die immer noch im Bauch leise vor sich hinköchelt: Langeweile? Mir doch wurscht! Mein Mitleid hält sich nun in Grenzen. Da er die Abwechslung die ich ihm bieten möchte (mit z.B. Ausritten usw.) eh nicht schätzen mag, dann wird halt in der Halle Porcupine Game gedrillt. So lange bis es so klappt wie ich mir vorstelle. Und wenn wir eine Stunde lang nur Hals biegen üben. Gehen wir halt wieder eine Weile in den Kindergarten zurück.
Dazu noch möglichst fest verankert in meinem Kopf: Die Vorstellung, das Bild, wie es sich anfühlen soll. Kein Ziehen, kein Zerren, kein Drücken, kein Brace. Fein soll er dem Gefühl am Seil folgen. Wie ein Tanzpartner. Den schiebt man ja auch nicht mit Druck übers Parkett. Und alles, was sich anders anfühlt als das, ist Brace und gehört eliminiert. So. Das erfordert von mir ganz schön Konzentration, denn Billy hat ein Talent einen glauben zu machen, dass er ja eh nachgibt. Es in Wirklichkeit aber gar nicht tut.
1) Kopf senken. Das geht leicht, das mag der Billy. Mit Daumen und Zeigefinger am Seil, Kopf senkt sich sofort. Mit der Hand leichter Druck im Genick, da gibt es mehr Brace. Mit dem Halfter funktioniert das besser. Also letzteres noch auf die Merkliste.
2) Hals biegen. Hier kam erstmals ein Phänoment ins Spiel, das mir erst jetzt so richtig bewusst wird. Es war aber sicher immer schon so: Billy gibt nach, pipifein. Ich stehe auf Hals/Schulterhöhe, etwas von ihm weg, das Seil liegt in meiner offenen Handfläche. Ich bewege die Hand nach links, Kopf und Hals kommen mit. Wow. Wie fein, wie weich. So mag ich das. Einmal links, einmal rechts. Pipifein, beide Richtungen. Ich lege das Seil nur auf meinen Zeigefinger und bewege den Arm, und Billy folgt mit Hals und Kopf. Ich bin beeindruckt. Ein zweites Mal links, ein zweites Mal rechts. Genauso. Toll. Ich will schon aufhören.
Und dann mach ichs ein drittes Mal. Und dann ist er da, der Brace. Nur ein ganz leichter, wenn ich nicht so konzentriert danach suchen würde, hätte ich ihn wahrscheinlich wieder übersehen. Nach rechts muss ich plötzlich wieder die Finger zumachen, Billy sträubt sich, nur ganz wenig. Aaaaaaah, interessant. Ich probiere weiter. Der Brace wächst! Mit jedem Versuch braucht es mehr Kraft und dauert länger, bis er nachgibt.
Das bewirkt eine Riesen-Erkenntnis (hab ich das echt noch nie bemerkt?? Wie peinlich...): SO manipuliert einen der Herr Billy. Er gibt nach, so ein bisschen. Damit man Ruhe gibt. Das macht er z.B. immer schon so beim Rückwärts. 1-2 Schritte gehen sehr weich und scheinbar willig. Will man mehr, ist Sense.
Wir standen dann also und beschäftigten uns so eine halbe Stunde oder so mit Hals nach rechts biegen. Blöderweise hatte er mir ja am Anfang gezeigt, dass er kein körperliches Problem zu haben scheint. Es war unglaublich, wieviel Kraft er teilweise aufwandte, nur um den Kopf nicht biegen zu müssen. Ich hab halt null nachgegeben und einfach gehalten, gab er ein wenig nach, gab ich auch ein wenig nach. Und es war unglaublich, wie lange der dagegen ziehen kann! Minutenlang, ohne auch nur einen Versuch, dem Druck zu entkommen. Irgendwann gings dann eben doch.
Wir machten andere Sachen dazwischen, und ich kehrte immer wieder zurück zur Biegung (und zwar immer öfter als 3x, denn das Phänomen: 2x gehts pipifein, dann kommt der Brace, zog sich durch die ganze Session).
3) Vorwärts und Rückwärts, mit Porcupine Game. Zuerst einen Fuß. Vorsetzen, zurücksetzen. Das ging bald überraschend gut. War aber im Endeffekt das gleiche Phänomen wie beim Biegen. 2 Schritte machte er auch noch gerade. Aber bei 3 fand er, dass das nun zuviel wird - Brace. Also haben wir dann eine ganze Weile damit rumgespielt, bis auch das flüssig und weich und mit dem Seil auf der offenen Handfläche funktionierte.
4) Hinterhand weichen. Hab ich - ich weiß - sträflichst vernachlässigt, was das Porcupine betrifft. Die Rechnung bekam ich gleich präsentiert, da war nix mit Tanzen, Billy reagierte nichtmal auf Drücken und Schieben. Dann kam eben der Stick zum Einsatz, es gibt eben nur noch Phase 1 und 4. Ich glaube er kennt das Spiel wohl gut genug. Da wunderte sich der Billy über Fraulis plötzlichen Energieschub und hüpfte auch mal eine 90°-Wendung, um seine Hinterhand in Sicherheit zu bringen. Gut so. Und siehe da, schon nach ganz kurzer Zeit konnte er wie ein höflicher Tanzpartner auf meine Hand auf seiner Seite reagieren.
Auch am Putzplatz hab ich das beibehalten. Immer und überall muss das funktionieren, wenn nicht, dann scheppert's.
5) Führen haben wir auch noch gemacht. Das hab ich schon beim Heimweg am Dienstag begonnen. Auch da möchte ich, dass Billy dem Seil folgt, wenn es in der offenen Handfläche liegt. Nach ein paar etwas kräftigeren Erinnerungen hat das dann auch schön und fein geklappt.
So, und nächstes Mal hier weiter.
Tja, hier kommt dann die Wut ins Spiel, die immer noch im Bauch leise vor sich hinköchelt: Langeweile? Mir doch wurscht! Mein Mitleid hält sich nun in Grenzen. Da er die Abwechslung die ich ihm bieten möchte (mit z.B. Ausritten usw.) eh nicht schätzen mag, dann wird halt in der Halle Porcupine Game gedrillt. So lange bis es so klappt wie ich mir vorstelle. Und wenn wir eine Stunde lang nur Hals biegen üben. Gehen wir halt wieder eine Weile in den Kindergarten zurück.
Dazu noch möglichst fest verankert in meinem Kopf: Die Vorstellung, das Bild, wie es sich anfühlen soll. Kein Ziehen, kein Zerren, kein Drücken, kein Brace. Fein soll er dem Gefühl am Seil folgen. Wie ein Tanzpartner. Den schiebt man ja auch nicht mit Druck übers Parkett. Und alles, was sich anders anfühlt als das, ist Brace und gehört eliminiert. So. Das erfordert von mir ganz schön Konzentration, denn Billy hat ein Talent einen glauben zu machen, dass er ja eh nachgibt. Es in Wirklichkeit aber gar nicht tut.
1) Kopf senken. Das geht leicht, das mag der Billy. Mit Daumen und Zeigefinger am Seil, Kopf senkt sich sofort. Mit der Hand leichter Druck im Genick, da gibt es mehr Brace. Mit dem Halfter funktioniert das besser. Also letzteres noch auf die Merkliste.
2) Hals biegen. Hier kam erstmals ein Phänoment ins Spiel, das mir erst jetzt so richtig bewusst wird. Es war aber sicher immer schon so: Billy gibt nach, pipifein. Ich stehe auf Hals/Schulterhöhe, etwas von ihm weg, das Seil liegt in meiner offenen Handfläche. Ich bewege die Hand nach links, Kopf und Hals kommen mit. Wow. Wie fein, wie weich. So mag ich das. Einmal links, einmal rechts. Pipifein, beide Richtungen. Ich lege das Seil nur auf meinen Zeigefinger und bewege den Arm, und Billy folgt mit Hals und Kopf. Ich bin beeindruckt. Ein zweites Mal links, ein zweites Mal rechts. Genauso. Toll. Ich will schon aufhören.
Und dann mach ichs ein drittes Mal. Und dann ist er da, der Brace. Nur ein ganz leichter, wenn ich nicht so konzentriert danach suchen würde, hätte ich ihn wahrscheinlich wieder übersehen. Nach rechts muss ich plötzlich wieder die Finger zumachen, Billy sträubt sich, nur ganz wenig. Aaaaaaah, interessant. Ich probiere weiter. Der Brace wächst! Mit jedem Versuch braucht es mehr Kraft und dauert länger, bis er nachgibt.
Das bewirkt eine Riesen-Erkenntnis (hab ich das echt noch nie bemerkt?? Wie peinlich...): SO manipuliert einen der Herr Billy. Er gibt nach, so ein bisschen. Damit man Ruhe gibt. Das macht er z.B. immer schon so beim Rückwärts. 1-2 Schritte gehen sehr weich und scheinbar willig. Will man mehr, ist Sense.
Wir standen dann also und beschäftigten uns so eine halbe Stunde oder so mit Hals nach rechts biegen. Blöderweise hatte er mir ja am Anfang gezeigt, dass er kein körperliches Problem zu haben scheint. Es war unglaublich, wieviel Kraft er teilweise aufwandte, nur um den Kopf nicht biegen zu müssen. Ich hab halt null nachgegeben und einfach gehalten, gab er ein wenig nach, gab ich auch ein wenig nach. Und es war unglaublich, wie lange der dagegen ziehen kann! Minutenlang, ohne auch nur einen Versuch, dem Druck zu entkommen. Irgendwann gings dann eben doch.
Wir machten andere Sachen dazwischen, und ich kehrte immer wieder zurück zur Biegung (und zwar immer öfter als 3x, denn das Phänomen: 2x gehts pipifein, dann kommt der Brace, zog sich durch die ganze Session).
3) Vorwärts und Rückwärts, mit Porcupine Game. Zuerst einen Fuß. Vorsetzen, zurücksetzen. Das ging bald überraschend gut. War aber im Endeffekt das gleiche Phänomen wie beim Biegen. 2 Schritte machte er auch noch gerade. Aber bei 3 fand er, dass das nun zuviel wird - Brace. Also haben wir dann eine ganze Weile damit rumgespielt, bis auch das flüssig und weich und mit dem Seil auf der offenen Handfläche funktionierte.
4) Hinterhand weichen. Hab ich - ich weiß - sträflichst vernachlässigt, was das Porcupine betrifft. Die Rechnung bekam ich gleich präsentiert, da war nix mit Tanzen, Billy reagierte nichtmal auf Drücken und Schieben. Dann kam eben der Stick zum Einsatz, es gibt eben nur noch Phase 1 und 4. Ich glaube er kennt das Spiel wohl gut genug. Da wunderte sich der Billy über Fraulis plötzlichen Energieschub und hüpfte auch mal eine 90°-Wendung, um seine Hinterhand in Sicherheit zu bringen. Gut so. Und siehe da, schon nach ganz kurzer Zeit konnte er wie ein höflicher Tanzpartner auf meine Hand auf seiner Seite reagieren.
Auch am Putzplatz hab ich das beibehalten. Immer und überall muss das funktionieren, wenn nicht, dann scheppert's.
5) Führen haben wir auch noch gemacht. Das hab ich schon beim Heimweg am Dienstag begonnen. Auch da möchte ich, dass Billy dem Seil folgt, wenn es in der offenen Handfläche liegt. Nach ein paar etwas kräftigeren Erinnerungen hat das dann auch schön und fein geklappt.
So, und nächstes Mal hier weiter.
Dienstag, 1. November 2011
Heut hatte ich keinen guten Tag, nein, wirklich nicht... Ich wurde so fuchsteufelswildwütend auf das Billytier wie noch nie seit ich ihn habe. Dabei gab es nichtmal einen besonders ungewöhnlichen Auslöser, aber halt das eine Mal zuviel, der eine Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte...
Es begann alles ganz gut, Feiertag, d.h. Tageslicht ausnutzen, d.h. an unserer Ausrittbegrenzung üben. Toll lief alles. Ich hab ja auch in letzter Zeit viel geübt: Auf- und absitzen mit Stillstehen im Gelände, OnLine Spielen an unserer Comfort-Zonen-Grenze, usw. usf. Heute bin ich wieder hingeritten. Zum Testen, wie es um das Befinden des Billytiers steht, hab ich auf dem Weg zur Grenze Übergänge gemacht. Mal angehlaten, bisschen stillstehen. Antraben aus dem Halt. Ein bisschen Rückwärts. Ums Rückwärts musste ich kämpfen, der Rest war leicht wie sonst im Viereck. Alles wunderbar. In der Nähe der Grenze ließ ich ihn öfter antraben. Alles locker, flüssig. Auf einer Wiese schon sehr in der Nähe probierte ich angaloppieren. Tatsächlich, das funktionierte, fein wie im Viereck. Runterparieren am Ende der Wiese - auf Ausatmen. Ich war richtig stolz und glücklich, und eigentlich bereit umzudrehen und heimzugehen nach der Parade.
Nur dann traf uns die Grenze wie ein Hammerschlag. Billy nahm das Umdrehen vorweg und machte sich auf eigene Faust und ohne zu fragen auf den Heimweg, und zwar sicherheitshalber gleich im Trab. Nun gut, ich war anfangs soweit stolz auf mich, mit dem Mantra "Feeeeeeel, ommmmm, feeel ommmmmm, feeeeeeeel, ommmmmmmmmmmmmmmmm" mich in den wenn auch ungewünschten Trabrhythmus einzufinden statt wild herumzuzerren, zu versuchen ihn mit dem Sitz zu bremsen, so zu tun als wär ich einfach daheim im sicheren Viereck bei einer kleinen Meinungsverschiedenheit über die Gangart. Auf das Bremsen mit dem Sitz reagierte Billy jedoch nur mit Beschleunigung -- trappseltrappseltraptraptrarapptrarappp auf dem Asphalt, bergab; dann (mittlerweile waren die Gedanken "feeeeeeel" und "ommmmmmmmm" abgelöst von "sch*" und "aaaaaaaaah") nahm ich doch den Zügel dazu. Ich bemühte mich auch das in Phasen zu tun und jegliches Zerren zu unterlassen, aber kaum spürte das Billytier das Anheben des Zügels wurde er justament nochmal schneller. Kaum spürte er dass ich versuchte ihn zu biegen, machte er den Hals noch ein bissl steifer.
Da überkam mich eine derartige Wut, dass ichs kaum beschreiben kann... dieses 100%ige Left-Brain "ich weiß was du willst, das passt mir aber nicht in den kram und deshalb mach ich mal genau das gegenteil" machte mich derart fuchstteufelswild... dann wurde ich wütend über mich selbst, WEIL ich wütend geworden war. Und weiter resultierte jeder halbwegs zivilisierte Versuch zu bremsen immer nur noch in schnelleren Tempo, justament, zufleiß. Irgendwann griff ich halt dann in meiner Wut doch zu den unzivilisierten Not-Mitteln wie Zerren, Reißen und dem Tier in den Rücken Plumpsen damit ihm das Traben vergeht, und schließlich standen wir... endlich! Ich nahm den Fuß ausm Steigbügel und wollte so schnell wie möglich runter - worauf das Billytier erneut anzutrappseln begann - dasselbe von vorne.
Endlich stand er irgendwie lange genug still dass ich sicher runter konnte.
Ooooh, und wie ich sauer war! Und wütend auf mich selbst und auf das Billytier, und traurig, weil ich wütend war...
In meinem Grant hab ich ihn dann Online über die Grenze gejagt, und zwar dalli und zackig... zuerst mal eine Weile bergauf, dann im Schritt zurück, dann aus Zone 4 über die Grenze geschickt, im Schritt, im Trab, alles wunderbar, ca. 20x. Das leftbrainigste Pferd wo gibt.... Ich hab heute einen Mordsmuskelkater und hoffe, das Billytier auch *grml*.
Aufgesessen bin ich nicht mehr, wir sind den Heimweg zusammen gelaufen, und das Billytier fand sich millimetergenau auf dem Platz ein, wo ich ihn haben wollte - fein, zackig, aufmerksam, sogar freundlich.
Die Wut blieb, bis jetzt sogar. Zum ersten Mal seit langem dachte ich wieder dran, ob sich unsere Wege nicht besser trennen sollten. Scheinbar bin ich schlichtweg unfähig, und auch wenn ich 1000 Bücher lese wirds nicht besser. Nu versuch ich schon so viel, und nichts hilft... und in mir hallt immer nur die Frage "warumwarumwarumwarumwarumgehtdasnicht"? *schnief*
Es begann alles ganz gut, Feiertag, d.h. Tageslicht ausnutzen, d.h. an unserer Ausrittbegrenzung üben. Toll lief alles. Ich hab ja auch in letzter Zeit viel geübt: Auf- und absitzen mit Stillstehen im Gelände, OnLine Spielen an unserer Comfort-Zonen-Grenze, usw. usf. Heute bin ich wieder hingeritten. Zum Testen, wie es um das Befinden des Billytiers steht, hab ich auf dem Weg zur Grenze Übergänge gemacht. Mal angehlaten, bisschen stillstehen. Antraben aus dem Halt. Ein bisschen Rückwärts. Ums Rückwärts musste ich kämpfen, der Rest war leicht wie sonst im Viereck. Alles wunderbar. In der Nähe der Grenze ließ ich ihn öfter antraben. Alles locker, flüssig. Auf einer Wiese schon sehr in der Nähe probierte ich angaloppieren. Tatsächlich, das funktionierte, fein wie im Viereck. Runterparieren am Ende der Wiese - auf Ausatmen. Ich war richtig stolz und glücklich, und eigentlich bereit umzudrehen und heimzugehen nach der Parade.
Nur dann traf uns die Grenze wie ein Hammerschlag. Billy nahm das Umdrehen vorweg und machte sich auf eigene Faust und ohne zu fragen auf den Heimweg, und zwar sicherheitshalber gleich im Trab. Nun gut, ich war anfangs soweit stolz auf mich, mit dem Mantra "Feeeeeeel, ommmmm, feeel ommmmmm, feeeeeeeel, ommmmmmmmmmmmmmmmm" mich in den wenn auch ungewünschten Trabrhythmus einzufinden statt wild herumzuzerren, zu versuchen ihn mit dem Sitz zu bremsen, so zu tun als wär ich einfach daheim im sicheren Viereck bei einer kleinen Meinungsverschiedenheit über die Gangart. Auf das Bremsen mit dem Sitz reagierte Billy jedoch nur mit Beschleunigung -- trappseltrappseltraptraptrarapptrarappp auf dem Asphalt, bergab; dann (mittlerweile waren die Gedanken "feeeeeeel" und "ommmmmmmmm" abgelöst von "sch*" und "aaaaaaaaah") nahm ich doch den Zügel dazu. Ich bemühte mich auch das in Phasen zu tun und jegliches Zerren zu unterlassen, aber kaum spürte das Billytier das Anheben des Zügels wurde er justament nochmal schneller. Kaum spürte er dass ich versuchte ihn zu biegen, machte er den Hals noch ein bissl steifer.
Da überkam mich eine derartige Wut, dass ichs kaum beschreiben kann... dieses 100%ige Left-Brain "ich weiß was du willst, das passt mir aber nicht in den kram und deshalb mach ich mal genau das gegenteil" machte mich derart fuchstteufelswild... dann wurde ich wütend über mich selbst, WEIL ich wütend geworden war. Und weiter resultierte jeder halbwegs zivilisierte Versuch zu bremsen immer nur noch in schnelleren Tempo, justament, zufleiß. Irgendwann griff ich halt dann in meiner Wut doch zu den unzivilisierten Not-Mitteln wie Zerren, Reißen und dem Tier in den Rücken Plumpsen damit ihm das Traben vergeht, und schließlich standen wir... endlich! Ich nahm den Fuß ausm Steigbügel und wollte so schnell wie möglich runter - worauf das Billytier erneut anzutrappseln begann - dasselbe von vorne.
Endlich stand er irgendwie lange genug still dass ich sicher runter konnte.
Ooooh, und wie ich sauer war! Und wütend auf mich selbst und auf das Billytier, und traurig, weil ich wütend war...
In meinem Grant hab ich ihn dann Online über die Grenze gejagt, und zwar dalli und zackig... zuerst mal eine Weile bergauf, dann im Schritt zurück, dann aus Zone 4 über die Grenze geschickt, im Schritt, im Trab, alles wunderbar, ca. 20x. Das leftbrainigste Pferd wo gibt.... Ich hab heute einen Mordsmuskelkater und hoffe, das Billytier auch *grml*.
Aufgesessen bin ich nicht mehr, wir sind den Heimweg zusammen gelaufen, und das Billytier fand sich millimetergenau auf dem Platz ein, wo ich ihn haben wollte - fein, zackig, aufmerksam, sogar freundlich.
Die Wut blieb, bis jetzt sogar. Zum ersten Mal seit langem dachte ich wieder dran, ob sich unsere Wege nicht besser trennen sollten. Scheinbar bin ich schlichtweg unfähig, und auch wenn ich 1000 Bücher lese wirds nicht besser. Nu versuch ich schon so viel, und nichts hilft... und in mir hallt immer nur die Frage "warumwarumwarumwarumwarumgehtdasnicht"? *schnief*
Sonntag, 30. Oktober 2011
Hin und her
Heute war eine kleine Liberty-Session dran.
Wir haben dabei die Halle mit einem anderen Pferd-Reiter-Paar geteilt, also der Schwierigkeitsgrad nochmal ein bissl höher. Daher brav On Line begonnen, um zu sehen, wie das Billy-Tier heut so drauf ist. Ein bisschen Stick to Me, dann Variationen im CG probiert: kleine Kreise, Zirkel dann vergrößern und wieder verkleinern. Klappte toll, verkleinern besser als vergrößern. Durch die Übungen von David und den immensen Draw, den wir zur Zeit haben, ist das momentan einfacher. Es brauchte nur kurz, bis er dann hübshce enge Kreise um mich gemacht hat, während ich in Neutral war.
Dann das Seil abgenommen und weiter. Kleine kreise Schritt, Zirkel etwas vergrößern, Trab. Billy ließ sich schwer von mir wegschicken und behauptete dann gleichzeitig, auf so engem Zirkel nicht traben zu können ;-). Mit mittlerer Entfernung war das dann gelöst. ;-) Billy trabte toll entspannt auf einem schönen runden Zirkel und war mit der Aufmerksamkeit sehr bei mir. Nur einmal kam mir die abhanden, aber ein Blick auf die Hinterhand genügte, und er war wieder da.
Daraufhin hb ich ein paar Übergänge von Schritt in Trab und dann auch in Galopp probiert, die gut geklappt haben. Trotz des anderen Pferdes in der andern Hallenhälfte blieb er ständig bei mir, auch im Galopp :-).
Und schließlich hab ich auf ganz geringe Distanz im Schritt Handwechsel probiert, die waren super! Damit hatte ich ja im Sommer so Probleme... aber heute gar nicht, er wechselte auf kleinste Zeichen, später auch auf größere Distanz und wunderschön im Trab, ohne die Bewegung zu unterbrechen.
Auch Figure 8s klappen plötzlich toll, alles nicht mit Hinterhand wegschicken, sonsern Kopf und Schulter zu mir ziehen.
Jeztt hätte ich nur noch gern einen etwas höflicheren Blick dabei, und dann bin ich sehr zufrieden. Momentan langweil ich ihn wohl. Muss gestehen, dass ich im Moment etwas den roten Faden verloren hab und daher irgendwie zwar schon mit konkreten Tagesplänen zu Billy gehe, aber insgesamt fehlt mir das große Bild im Moment...
Außerdem muss ich von unseren Fortschritten mit dem Gebiss berichten! Toll klappt das momentan. Rein- und rausgeben ist nun endlich kein Thema mehr. Beim Reingeben überlegt er manchmal ein bissl, so hat er heut mal draufgebissen und dann etwas gezögert, bevor er es weiter rein genommen hat. Wenn ich da aber einfach warte, ohne weitern Druck zu machen, dann klappt das gut. Und beim Rausgeben hat er nun endgültig kapiert, dass es klüger ist, den Kopf dort zu halten wo er ist, und v.a. das Maul weit genug aufzumachen, dass das Gebiss auch wieder rauskann! Früher hat er ja gleichzeitig den Kopf hochgerissen, Maul auf- aber gleich wieder zugeklappt und zog auch noch rückwärts - nun hat ers endlich endlich kapiert :-).
Wir machen jetzt eine Phase, wo ich das Gebiss zu Anfang unserer Session reintu, es währenddessen drin lass (Knoti drüber), und danach kommts wieder raus. Das scheint soweit alles ok zu sein für ihn.
Wir haben dabei die Halle mit einem anderen Pferd-Reiter-Paar geteilt, also der Schwierigkeitsgrad nochmal ein bissl höher. Daher brav On Line begonnen, um zu sehen, wie das Billy-Tier heut so drauf ist. Ein bisschen Stick to Me, dann Variationen im CG probiert: kleine Kreise, Zirkel dann vergrößern und wieder verkleinern. Klappte toll, verkleinern besser als vergrößern. Durch die Übungen von David und den immensen Draw, den wir zur Zeit haben, ist das momentan einfacher. Es brauchte nur kurz, bis er dann hübshce enge Kreise um mich gemacht hat, während ich in Neutral war.
Dann das Seil abgenommen und weiter. Kleine kreise Schritt, Zirkel etwas vergrößern, Trab. Billy ließ sich schwer von mir wegschicken und behauptete dann gleichzeitig, auf so engem Zirkel nicht traben zu können ;-). Mit mittlerer Entfernung war das dann gelöst. ;-) Billy trabte toll entspannt auf einem schönen runden Zirkel und war mit der Aufmerksamkeit sehr bei mir. Nur einmal kam mir die abhanden, aber ein Blick auf die Hinterhand genügte, und er war wieder da.
Daraufhin hb ich ein paar Übergänge von Schritt in Trab und dann auch in Galopp probiert, die gut geklappt haben. Trotz des anderen Pferdes in der andern Hallenhälfte blieb er ständig bei mir, auch im Galopp :-).
Und schließlich hab ich auf ganz geringe Distanz im Schritt Handwechsel probiert, die waren super! Damit hatte ich ja im Sommer so Probleme... aber heute gar nicht, er wechselte auf kleinste Zeichen, später auch auf größere Distanz und wunderschön im Trab, ohne die Bewegung zu unterbrechen.
Auch Figure 8s klappen plötzlich toll, alles nicht mit Hinterhand wegschicken, sonsern Kopf und Schulter zu mir ziehen.
Jeztt hätte ich nur noch gern einen etwas höflicheren Blick dabei, und dann bin ich sehr zufrieden. Momentan langweil ich ihn wohl. Muss gestehen, dass ich im Moment etwas den roten Faden verloren hab und daher irgendwie zwar schon mit konkreten Tagesplänen zu Billy gehe, aber insgesamt fehlt mir das große Bild im Moment...
Außerdem muss ich von unseren Fortschritten mit dem Gebiss berichten! Toll klappt das momentan. Rein- und rausgeben ist nun endlich kein Thema mehr. Beim Reingeben überlegt er manchmal ein bissl, so hat er heut mal draufgebissen und dann etwas gezögert, bevor er es weiter rein genommen hat. Wenn ich da aber einfach warte, ohne weitern Druck zu machen, dann klappt das gut. Und beim Rausgeben hat er nun endgültig kapiert, dass es klüger ist, den Kopf dort zu halten wo er ist, und v.a. das Maul weit genug aufzumachen, dass das Gebiss auch wieder rauskann! Früher hat er ja gleichzeitig den Kopf hochgerissen, Maul auf- aber gleich wieder zugeklappt und zog auch noch rückwärts - nun hat ers endlich endlich kapiert :-).
Wir machen jetzt eine Phase, wo ich das Gebiss zu Anfang unserer Session reintu, es währenddessen drin lass (Knoti drüber), und danach kommts wieder raus. Das scheint soweit alles ok zu sein für ihn.
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Herbstausritt
Heute war ich mit einer Stallkollegin auf einem gemütlichen Herbstausritt. Richtig schön. Der Wald in bunter Blätterpracht, leuchtend gelb und rot, während rundherum alles grau in grau und neblig an der Grenze zum Nieselregen war. Leider wieder mal kein Fotoapparat... Wir ließen die Pferdchens ordentlich klettern, die weniger steilen Wege wollten die beiden lieber traben - na gut, na dann... ;-)
Beide waren nachher ganz schön groggy... Wie hoch wir waren, sah man nur an einer Stelle, wo der Wald zurückging und wir einen wunderschönen Ausblick über unser Tal hatten - leider nicht so weit, wegen des Nebels.
Billy war brav dabei, aber sehr gemütlich unterwegs, außerdem giftelt er wieder vermehrt - pünktlich mit Herbstbeginn. Und wieder hab ich ein ständig schlechtes Gewissen, ich würde was übersehen... :-/
Beide waren nachher ganz schön groggy... Wie hoch wir waren, sah man nur an einer Stelle, wo der Wald zurückging und wir einen wunderschönen Ausblick über unser Tal hatten - leider nicht so weit, wegen des Nebels.
Billy war brav dabei, aber sehr gemütlich unterwegs, außerdem giftelt er wieder vermehrt - pünktlich mit Herbstbeginn. Und wieder hab ich ein ständig schlechtes Gewissen, ich würde was übersehen... :-/
Sonntag, 23. Oktober 2011
Auf und ab
Nach der gestrigen Erkenntnis, dass ich dringend was tun muss, damit Billy nicht sofort nach dem Aufsteigen im Gelände losspurtet, hab ich das heute ganz konkret geübt. Gesattelt und ab auf unsere Hofrunde. Alle 10 Meter: Abgesessen. Kurz gewartet. Wieder aufgesessen. Billy spurtet los (tatsächlich: auch weg von zu Hause!). Ich versteh's überhaupt nicht, denn auf dem Hof selbst macht er das nicht, im Gegenteil, da hab ich immer drauf geachtet, dass wir noch ja ein Weilchen ruhig stehenbleiben. Offenbar war ich aber im Gelände damit nicht konsequent genug und so glaubt Billy, dass er loslaufen soll, sobald mein Fuß überm Rücken ist.
Die ersten paar Male lief er immer gleich los und ließ sich dann auch nur schwer wieder bremsen. Dann begann er langsam zu kapieren, was gefragt war und hörte besser zu. Ich fand unterwegs ein paar Baumstämme, wo das Aufsteigen überhaupt gut klappte. Billy parkte sich selbständig seitwärts ein, genau wie zu Hause an der Aufsteighilfe (die auch ein Baumstamm ist ;-) ). Bald schon blieb er danach noch stehen und wartete, bis das Kommando zum Antreten kam.
Dazwischen machten wir auch noch ein paar Ruhig-Steh-Übungen, die auch immer besser klappten. So machten wir dann unsere Aufwärmrunde fertig; ich war sehr zufrieden.
Danach sind wir noch aufs Viereck und haben wieder die einfachen Galoppwechsel auf Schlangenlinien durch die Bahn geübt. zweimal gelang das richtig gut, Billy galoppierte heut auch locker an und wollte - anfangs zumindest - auch gern galoppieren.
Anfangs legte er in jeder Runde einen Not-Stopp in der Ecke ein, wo das schöne hohe Gras wächst, aber ich konnte das locker sehen und hab mich gar nicht geärgert ;-) - bin einfach neu angaloppiert und nach 3 Runden hatte er kapiert, dass jetzt keien Fresszeit ist.
Nach einem erfolgreichen Durchgang hab ich aufgehört, abgesattelt und ihn am Viereckrand dann noch grasen lassen.
Die ersten paar Male lief er immer gleich los und ließ sich dann auch nur schwer wieder bremsen. Dann begann er langsam zu kapieren, was gefragt war und hörte besser zu. Ich fand unterwegs ein paar Baumstämme, wo das Aufsteigen überhaupt gut klappte. Billy parkte sich selbständig seitwärts ein, genau wie zu Hause an der Aufsteighilfe (die auch ein Baumstamm ist ;-) ). Bald schon blieb er danach noch stehen und wartete, bis das Kommando zum Antreten kam.
Dazwischen machten wir auch noch ein paar Ruhig-Steh-Übungen, die auch immer besser klappten. So machten wir dann unsere Aufwärmrunde fertig; ich war sehr zufrieden.
Danach sind wir noch aufs Viereck und haben wieder die einfachen Galoppwechsel auf Schlangenlinien durch die Bahn geübt. zweimal gelang das richtig gut, Billy galoppierte heut auch locker an und wollte - anfangs zumindest - auch gern galoppieren.
Anfangs legte er in jeder Runde einen Not-Stopp in der Ecke ein, wo das schöne hohe Gras wächst, aber ich konnte das locker sehen und hab mich gar nicht geärgert ;-) - bin einfach neu angaloppiert und nach 3 Runden hatte er kapiert, dass jetzt keien Fresszeit ist.
Nach einem erfolgreichen Durchgang hab ich aufgehört, abgesattelt und ihn am Viereckrand dann noch grasen lassen.
Samstag, 22. Oktober 2011
Heute hab ich unser Geländeprogramm weiter verfolgt. Ich bin ausgeritten bis zu unserer Comfort-Grenze. Dort bin ich abgestiegen und hab begonnen On Line zu spielen und dabei die Grenze zu überwinden bzw. auszuweiten. Wir waren dort wo uns letztens im Sommer die Kühe so geschreckt und verfolgt haben...
Billy war toll, jedesmal wenn er die Konzentration auf etwas anderes gerichtet hat, hab ich mir die Aufmerksamkeit gleich wieder geholt, und er hat da auch brav mitgemacht. So konnten wir an dieser Stelle Circling Game spielen, inklusive Handwechsel im Trab, Sideways, wo wieder ein paar Trabtritte dabei waren, viel Stick to me in allen Gangarten außer Galopp. War alles problemlos, nicht anders als auf dem Viereck. Also hab ich das ganze bald abgebrochen und wir sind den Weg zurück gegangen.
Wo ich mich wieder sicher fühle, bin ich aufgesessen. Tja, und da war es wieder: Kaum sitze ich oben, trappselt Billy los, diesmal sogar wirklich im Trab. Hab wohl ein Muster zu oft wiederholt (wenn sie absitzt unterwegs, und dann wieder aufsteigt, dann gehts heim). Ich musste richtig diskutieren, dass wir wieder langsamer wurden und schließlich stehen konnten. Das Witzige ist, dass er mich superbrav aufsitzen lässt. Da steht er still, dreht auf Wunsch den Hintern zu mir, um sich in Position zu bringen. Er wartet sogar, bis ich beide Füße im Steigbügel hab - aber dann: ab die Post! Nachdem er wieder zur Vernunft gekommen war, mussten wir dann leider beim Heimweg ganz oft stehenbleiben und Übergänge machen. Und ich nahm mir vor, das speziell zu üben (auf- und absteigen).
Zu Hause angekommen ging ich noch ein bissl aufs Viereck und hab probiert, ob ich eine Weave mit einfachen Galoppwechseln reiten kann, mit 3 Schlaufen/Hütchen. Ging gar nicht so schlecht für den ersten Versuch! Billy war grantig allerdings und wollte heim, daher hab ich es bei dem kurzen Versuch gelassen, nachdem er auf alles brav hörte und auch umgesetzt hat.
Billy war toll, jedesmal wenn er die Konzentration auf etwas anderes gerichtet hat, hab ich mir die Aufmerksamkeit gleich wieder geholt, und er hat da auch brav mitgemacht. So konnten wir an dieser Stelle Circling Game spielen, inklusive Handwechsel im Trab, Sideways, wo wieder ein paar Trabtritte dabei waren, viel Stick to me in allen Gangarten außer Galopp. War alles problemlos, nicht anders als auf dem Viereck. Also hab ich das ganze bald abgebrochen und wir sind den Weg zurück gegangen.
Wo ich mich wieder sicher fühle, bin ich aufgesessen. Tja, und da war es wieder: Kaum sitze ich oben, trappselt Billy los, diesmal sogar wirklich im Trab. Hab wohl ein Muster zu oft wiederholt (wenn sie absitzt unterwegs, und dann wieder aufsteigt, dann gehts heim). Ich musste richtig diskutieren, dass wir wieder langsamer wurden und schließlich stehen konnten. Das Witzige ist, dass er mich superbrav aufsitzen lässt. Da steht er still, dreht auf Wunsch den Hintern zu mir, um sich in Position zu bringen. Er wartet sogar, bis ich beide Füße im Steigbügel hab - aber dann: ab die Post! Nachdem er wieder zur Vernunft gekommen war, mussten wir dann leider beim Heimweg ganz oft stehenbleiben und Übergänge machen. Und ich nahm mir vor, das speziell zu üben (auf- und absteigen).
Zu Hause angekommen ging ich noch ein bissl aufs Viereck und hab probiert, ob ich eine Weave mit einfachen Galoppwechseln reiten kann, mit 3 Schlaufen/Hütchen. Ging gar nicht so schlecht für den ersten Versuch! Billy war grantig allerdings und wollte heim, daher hab ich es bei dem kurzen Versuch gelassen, nachdem er auf alles brav hörte und auch umgesetzt hat.
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