Na bitte, heut liefs gleich einmal nicht mehr so toll. Ich war heut leider auch irgendwie ungeduldig mit Billy, weiß nicht warum.
Wir haben FreeStyle gemacht. Ich habe wieder eine Stangengasse gelegt, mit einem Tor aus Hütchen davor und eine dahinter. Das war wieder die "Herausforderung Freestyle 1" aus dem Pocket Guide des Level 2.
Begonnen hab ich mit einer Passenger Lesson im Schritt und meinen Centered-Riding-Sitzübungen. Irgendwie kam ich heut aber nicht so richtig rein in die Bewegung. Hie und da wollte Billy das Viereck auch gern verlassen, da hab ich dann gelenkt, aber ansonsten durfte er gehen wohin er wollte. Ganz gut dabei: Er blieb in Bewegung. Früher stand er ja dabei nur. Er nutzte auch das ganze Viereck, ging kreuz und quer, sah sich schon mal die Stangen an, ging auch im Schritt freiwillig drüber oder durch.
Dann begannen wir mit Trab. Wir haben abwechselnd Zirkel und die Stangengasse geübt. Am Zirkel hab ich mich bemüht, die Zügel wirklich nur am Ende in der Mitte zu halten und ansonsten nur mit Gewicht und Schenkeln zu lenken - Stick hatte ich heut auch keinen mit. Klappte recht gut, allerdings war Billy teilweise unaufmerksam und zog zu den anderen Pferden hin, die sichtbar in einiger Entfernung auf der Weide standen. Konnte ich zwar nachvollziehen, aber ich musste mich dann trotzdem auch mal deutlicher in Erinnerung rufen, und darauf, dass Zirkel normalerweise wenigtens halbrund sind.
War er aufmerksamer und folgte brav Schenkel und Gewicht, sodass sie runder wurden, die Zirkel, bogen wir ab, durchritten das erste Hütchentor, die Stangengasse, und hielten vor dem zweiten Hütchentor an. Hier schloss ich nach und nach - zuerst nur 1 Tritt, dann 2, dann immer mehr - ein Rückwärts an, bis wir die ganze Stangengasse rückwärts gingen, das erste Tor rückwärts passierten. Dort gabs dann Pause. Schnell wurde so das Rückwärts wieder richtig gut. Das klappt nun -- eeendlich! 4 Jahre hats gedauert! - auch mit langem Zügel. Noch nicht ganz ohne Zügel, aber leichtes Anheben gepaart mit Gewichtsverlagerung reicht nun. Das Rückwärts ist langsam, aber relativ zügig, und Billy hat weniger Stress. Nur wenn ich ungeduldig werde und schneller verlange, beginnt er wieder mit der Lippe zu klappern, sonst ist alles ok, die Ohren bleiben auch vorn und er wirkt nicht unwillig.
Dann wollte ich noch ganz locker galoppieren und hier ebenfalls die Freestyle Zirkel üben, aber das ging dann ganz in die Hose. Billy wollte absolut nicht galoppieren, das war ein ziemlicher Krampf, ich wurde sehr ungeduldig, was alles nur schlimmer machte. Mit einem Wort, das ging heut gar nicht, ob Billy nun einfach nicht mehr wollte oder nicht konnte, weiß ich nicht.... Ich wollte, da er in letzter Zeit ja immer sehr gehorsam und brav ist, nicht einfach drüberfahren und machte weiter mit ruhigem Trab, das hat er super gemacht. Mal sehen, was in den nächsten Tagen mit dem Galopp los ist.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Montag, 30. Juli 2012
Donnerstag, 26. Juli 2012
Heute war On Line dran, habe ich etwas stiefmütterlich behandelt in letzter Zeit. Wir begannen auf dem Viereck, aber schon wieder zog ein GEwitter auf, später wechselten wir also in die Halle.
Begonnen habe ich einmal mit etwas gaaanz altem: Yoyo! Wie lange haben wir das nimmer gemacht? Ewigkeiten... 1 Jahr? Also Yoyo "pur", meine ich.... Jedenfalls... siehe da, die Formel: "lass es bleiben und es wird besser" stimmt auch hier. Billy ging rückwärts auf Phase 1 (war das nicht mal unser größtes Problem, von vielen Trainern in vielen Kursen behandelt und nie besser geworden??), und zwar freundlich und ohne Streß. Nicht unbedingt super zackig, aber zügig, bis zum Ende des 7m Seils. Ich ließ ihn zackig herkommen, dann Pause, und ein paarmal das Ganze. War echt richtig schön, ich hab dann drauf geachtet, dass er beim Herkommen trabt, und das klappt nun auch. Er schien gern zu kommen... früher war da immer viel Motzen, Nüsternkräuseln, Ohrenanlegen, Drohen dabei.
Ich ging über zu 2 Leinen und wir übten Driving Game aus Zone 5, immer noch das Anhalten. Immer noch tritt die Reaktion nur sehr zögerlich ein. Als das nicht besser wurde, ließ ich ihn immer die paar Schritte zu viel rückwärts gehen. Das wirkte, und das Anhalten wurde besser. Richtig gut ist es aber immer noch nicht.
Dafür machten wir am Schluss noch ein richtig nettes Circling Game (auch das seit Ewigkeiten nicht mehr). Zuerst an Schritt-Trab-Übergängen gefeilt, bis die auf Phase 1 (Energie hoch oder runter) gingen. Dann Galopp hinzugefügt mit Hauptaugenmerk auf "don't change gait". Billy hatte andere Ideen... entweder traben oder versuchen abzuhauen (ganz was neues, *aua meine Finger*), danach übermütiges Galoppieren, Quietschen, Kopfschlenkern. Es brauchte dann nicht viel, bis er auch den Galopp schön durchhielt, und wir hatten folglich dann mehr Bring Backs und richtig gute im Trab mit gespitzen Ohren und total aufmerksam.
Zum Abschluss einen Handwechsel im Galopp probiert... der erste schlug fehl, weil Billy mein zurücklaufen als Bring Back interpretierte und hergaloppierte (auch superbrav!). Beim zweiten Mal führte ich deutlicher, und schwupps, ein fliegender Wechsel von rechts auf links, halbe Runde weiter, dann schwupps, fliegender Wechsel von links auf rechts - und Feierabend!
Begonnen habe ich einmal mit etwas gaaanz altem: Yoyo! Wie lange haben wir das nimmer gemacht? Ewigkeiten... 1 Jahr? Also Yoyo "pur", meine ich.... Jedenfalls... siehe da, die Formel: "lass es bleiben und es wird besser" stimmt auch hier. Billy ging rückwärts auf Phase 1 (war das nicht mal unser größtes Problem, von vielen Trainern in vielen Kursen behandelt und nie besser geworden??), und zwar freundlich und ohne Streß. Nicht unbedingt super zackig, aber zügig, bis zum Ende des 7m Seils. Ich ließ ihn zackig herkommen, dann Pause, und ein paarmal das Ganze. War echt richtig schön, ich hab dann drauf geachtet, dass er beim Herkommen trabt, und das klappt nun auch. Er schien gern zu kommen... früher war da immer viel Motzen, Nüsternkräuseln, Ohrenanlegen, Drohen dabei.
Ich ging über zu 2 Leinen und wir übten Driving Game aus Zone 5, immer noch das Anhalten. Immer noch tritt die Reaktion nur sehr zögerlich ein. Als das nicht besser wurde, ließ ich ihn immer die paar Schritte zu viel rückwärts gehen. Das wirkte, und das Anhalten wurde besser. Richtig gut ist es aber immer noch nicht.
Dafür machten wir am Schluss noch ein richtig nettes Circling Game (auch das seit Ewigkeiten nicht mehr). Zuerst an Schritt-Trab-Übergängen gefeilt, bis die auf Phase 1 (Energie hoch oder runter) gingen. Dann Galopp hinzugefügt mit Hauptaugenmerk auf "don't change gait". Billy hatte andere Ideen... entweder traben oder versuchen abzuhauen (ganz was neues, *aua meine Finger*), danach übermütiges Galoppieren, Quietschen, Kopfschlenkern. Es brauchte dann nicht viel, bis er auch den Galopp schön durchhielt, und wir hatten folglich dann mehr Bring Backs und richtig gute im Trab mit gespitzen Ohren und total aufmerksam.
Zum Abschluss einen Handwechsel im Galopp probiert... der erste schlug fehl, weil Billy mein zurücklaufen als Bring Back interpretierte und hergaloppierte (auch superbrav!). Beim zweiten Mal führte ich deutlicher, und schwupps, ein fliegender Wechsel von rechts auf links, halbe Runde weiter, dann schwupps, fliegender Wechsel von links auf rechts - und Feierabend!
Dienstag, 24. Juli 2012
Geradezu unheimlich....
Kennt ihr das, wenn man eine Phase im Leben hat, wo alles glatt funktioniert - viel einfacher, als es eigentlcih sein dürfte - und es schon langsam unheimlich wird, und man sich fragt, wann das Leben sich umdrehen wird um einem den Knüppel in die Kniekehlen zu schlagen? ;-)
Jedenfalls läuft momentan alles wie am Schnürchen!
Heute hab ich meine Führerscheinprüfung geschafft und darf nun auch schwere Hänger durch die Landschaft kurven. *freu* Und es war eigentlich nicht mal so schwer, wie ich gedacht habe!
Gleich nach der Prüfung hab ich gute Laune, gutes Wetter und meinen Urlaubstag genützt, um zu Billy zu fahren und auszureiten - wieder allein, wieder problemlos die mittelgroße Runde. Er war wieder superbrav, wenn auch diesmal insgesamt etwas aufgekratzter- aber ohne Gefahren. Wir haben sogar einen neuen Weg ein Stückchen weit erkundet, aber da es nur unendlich bergauf ging, ich nicht wusste wo wir da rauskommen und Billy und ich zusehends doch etwas verunsichert waren, kehrten wir um und beendeten lieber die vorgesehene Runde.
Ich freu mich jedesmal wie ein Schneekönig, wenn wir wieder wohlbehalten am Stall ankommen ohne Vorkommnisse, und jedes Mal werden wir ein bisschen sicherer und unser gegenseitiges Vertrauen wächst und wächst :-).
Jedenfalls läuft momentan alles wie am Schnürchen!
Heute hab ich meine Führerscheinprüfung geschafft und darf nun auch schwere Hänger durch die Landschaft kurven. *freu* Und es war eigentlich nicht mal so schwer, wie ich gedacht habe!
Gleich nach der Prüfung hab ich gute Laune, gutes Wetter und meinen Urlaubstag genützt, um zu Billy zu fahren und auszureiten - wieder allein, wieder problemlos die mittelgroße Runde. Er war wieder superbrav, wenn auch diesmal insgesamt etwas aufgekratzter- aber ohne Gefahren. Wir haben sogar einen neuen Weg ein Stückchen weit erkundet, aber da es nur unendlich bergauf ging, ich nicht wusste wo wir da rauskommen und Billy und ich zusehends doch etwas verunsichert waren, kehrten wir um und beendeten lieber die vorgesehene Runde.
Ich freu mich jedesmal wie ein Schneekönig, wenn wir wieder wohlbehalten am Stall ankommen ohne Vorkommnisse, und jedes Mal werden wir ein bisschen sicherer und unser gegenseitiges Vertrauen wächst und wächst :-).
Donnerstag, 19. Juli 2012
Trailübungen
Es gab wieder ein Cavaletti- und Springtraining im Stall, dessen Stangenaufbauten ich heute genutzt habe.
Ich habe uns wieder ein Stangen-L, ein "Tor", zwei Trabstangen aufgebaut. Billy übte inzwischen ruhig stehen.
Von Anfang an hakte es heute wieder am Rückwärts, und zwar ganz gewaltig. Billy machte sich im GEnick völlig steif und ignorierte alles. Dementsprechend war das Stangen-L rückwärts mühsam, ebenso das Tor. Irgendwann hats mir dann gereicht, ich sprach ein Machtwort... und siehe da, ab da ließ sich Billy fein steuern mit Gewicht, links, rechts, vorwärts, rückwärts. Sofort klappte das Tor gut; das haben wir diesmal auch rückwärts in Angriff genommen. Hat den Billy verwirrt, schließlich wusste er ja jetzt shcon, wie das geht, nicht wahr? Er wurde leicht unsicher und übereifrig, aber hörte dann doch noch zu und ließ sich fein durchsteuern.
Auch das Stangen-L Rückwärts klappte dann besser, obwohl er nach meinem Machtwort dann wieder so übereifrig wurde, dass er vergaß, was ein einseitiger Schenkel bedeutet und sich schwertat, die Hinterhand präzise rumzuschwenken (was normalerweise überhaupt kein Problem ist); stattdessen startete er bei jeglicher Einwirkung rückwärts.
Die Trabstangen nahm er super ohne anzustoßen, außer einmal, da hat es uns gleich fast drübergewürfelt.
Insgesamt war heute alles irgendwie zäh, nicht schlimm, aber ein bisschen.
Ich habe uns wieder ein Stangen-L, ein "Tor", zwei Trabstangen aufgebaut. Billy übte inzwischen ruhig stehen.
Von Anfang an hakte es heute wieder am Rückwärts, und zwar ganz gewaltig. Billy machte sich im GEnick völlig steif und ignorierte alles. Dementsprechend war das Stangen-L rückwärts mühsam, ebenso das Tor. Irgendwann hats mir dann gereicht, ich sprach ein Machtwort... und siehe da, ab da ließ sich Billy fein steuern mit Gewicht, links, rechts, vorwärts, rückwärts. Sofort klappte das Tor gut; das haben wir diesmal auch rückwärts in Angriff genommen. Hat den Billy verwirrt, schließlich wusste er ja jetzt shcon, wie das geht, nicht wahr? Er wurde leicht unsicher und übereifrig, aber hörte dann doch noch zu und ließ sich fein durchsteuern.
Auch das Stangen-L Rückwärts klappte dann besser, obwohl er nach meinem Machtwort dann wieder so übereifrig wurde, dass er vergaß, was ein einseitiger Schenkel bedeutet und sich schwertat, die Hinterhand präzise rumzuschwenken (was normalerweise überhaupt kein Problem ist); stattdessen startete er bei jeglicher Einwirkung rückwärts.
Die Trabstangen nahm er super ohne anzustoßen, außer einmal, da hat es uns gleich fast drübergewürfelt.
Insgesamt war heute alles irgendwie zäh, nicht schlimm, aber ein bisschen.
Sonntag, 15. Juli 2012
Schlag auf Schlag
Schlag auf Schlag gehts jetzt.
Das Wetter war gut, ich hatte Zeit: Alles gut vorbereitet und ausreiten gegangen, allein. Diesmal der Plan im Kopf: Wir gehen die etwas größere Runde, die ich vor einer Woche oder so mit fußgänger-Begleitung mit Billy gemeistert hatte. Wir müssen da wieder zweimal über die Straße, ein etwas längeres Stück durch den Ort, eine steile Steigung.
Ja, was soll ich sagen? Alles problemlos. Gleich die erste Wegkreuzung ließ sich Billy bergab nur mit Schenkel lotsen (vor 2 Jahren: ungewinnbare Diskussionen hier, abbiegen und heimrennen). Braves Anhalten an der Straße. Völlig ruhiges und kontrolliertes Überqueren der Straße. Die nächste Kreuzung. Auch hier weiß Billy, wo die kürzeste Runde ist, die wollen wir heute aber nciht nehmen. Schenkel, ein bisschen Zügel, und Billy ging willig durch die Eisenbahnunterführung. (Rückblick: Vor drei Jahren musste ich hier öfter absitzen, weil Billy sich weigerte diese Abzweigung zu nehmen und lieber rückwärts auf den ziemlich steilen Abgrund zulief). Weiter die "Waldautobahn" entlang. Ein Auto. Na gut, das war immer schon egal ;-). Die nächste Kreuzung. Vor 1,2 Jahren war die unüberwindbar. Manchmal sogar zu Fuß. Heute nichts zu bemerken, gar nichts.
Ein Pferd kam uns an der nächsten Wegkreuzung entgegen. Jaaa, da schlug Billy schon vor, ob wir uns dem nicht anschließen und Richtung Heimat gehen können. Aber etwas Zügel, Schenkel und ein Gertentupfer für etwas mehr Vorwärtsdenken, bitte, und die Situation war überwunden.
Wir kletterten den steilen Anstieg hoch. Ich liebe es, wenn Billy da die Hinterhand anwirft und sich Schritt für Schritt hochkatapultiert. Ein paarmal bleibt er immer stehen um zu verschnaufen, aber es ist wirklcih steil, und so darf er das.
Dann gehts durch den Wald. Wir trabten ein Stückerl. Matschpfützen inklusive. Er schaut schon, dass er die Hufe nicht unbedingt mitten reinsetzt, aber er unterbricht den Trab nicht und macht keine Riesenschlangenlinien.
Zweimal erschrak er über irgendwas im Wald, aber immer nur kurzes Zucken, Gucken, aha, aso, ein Eichhörnchen.. ... weiter.
Wir verlassen den Wald und reiten durchs Dörfchen. Da flattern Fahnen, Leute grillen hinter dem Zaun, Hunde kläffen. Hier wurde Frauli etwas unsicherer und machte Yoga-Atmung. Billy war mehr neugierig als unsicher.
Dann die zweite Straßenüberquerung. Hier gibts eine Baustelle in der Nähe, was insofern positiv ist, als nur noch 50 kmh erlaubt sind. Wir tasten uns vorsichtig heran. Bleiben zuerst mal weiiit weg stehen, Frauli lauscht den Motorengeräuschen. Ein paar schritte näher. Frauli beäugt argwöhnisch den Verkehrsspiegel. Nix zu sehen in der einen Richtung. Für die andere noch 2 Schritte bis an die Begrenzungslinie der Fahrbahn, sonst sieht Frauli nix. Billy steht. Es kommt nix, leichter Schenkeldruck und Billy stapft flüssig voran.
Auf der Fahrbahn sind heute nich nur 2 weiße, sondern zusätzlcih (wegen Baustelle) 2 rote Linien. Unglaublich, aber ausgerechnet DAS bringt Billy für einen Sekundenbruchteil ein wenig aus der Fassung... aber nur ein wenig, er stapft drüber; da sieht man wofür Trailübungen wichtig sind. Dann gehts ein Stückchen die Straße entlang, überhaupt kein Problem.
Dann zum Bach. Billy stapft rein als wär da nix. Er kennt jetzt den Weg auch schon, der zur besten Ausstiegsstelle führt. Dann noch die wirklich wirklich steile Böschung rauf, hühüüüppp.
Und wir haben unsere eigenen Weiden erreicht und sind so gut wie zu Hause.
Frauli jauchzt komisch und verteilt eine Extraportion Knuddeln und Leckerlis. Komisch... war was? ;-)
Das Wetter war gut, ich hatte Zeit: Alles gut vorbereitet und ausreiten gegangen, allein. Diesmal der Plan im Kopf: Wir gehen die etwas größere Runde, die ich vor einer Woche oder so mit fußgänger-Begleitung mit Billy gemeistert hatte. Wir müssen da wieder zweimal über die Straße, ein etwas längeres Stück durch den Ort, eine steile Steigung.
Ja, was soll ich sagen? Alles problemlos. Gleich die erste Wegkreuzung ließ sich Billy bergab nur mit Schenkel lotsen (vor 2 Jahren: ungewinnbare Diskussionen hier, abbiegen und heimrennen). Braves Anhalten an der Straße. Völlig ruhiges und kontrolliertes Überqueren der Straße. Die nächste Kreuzung. Auch hier weiß Billy, wo die kürzeste Runde ist, die wollen wir heute aber nciht nehmen. Schenkel, ein bisschen Zügel, und Billy ging willig durch die Eisenbahnunterführung. (Rückblick: Vor drei Jahren musste ich hier öfter absitzen, weil Billy sich weigerte diese Abzweigung zu nehmen und lieber rückwärts auf den ziemlich steilen Abgrund zulief). Weiter die "Waldautobahn" entlang. Ein Auto. Na gut, das war immer schon egal ;-). Die nächste Kreuzung. Vor 1,2 Jahren war die unüberwindbar. Manchmal sogar zu Fuß. Heute nichts zu bemerken, gar nichts.
Ein Pferd kam uns an der nächsten Wegkreuzung entgegen. Jaaa, da schlug Billy schon vor, ob wir uns dem nicht anschließen und Richtung Heimat gehen können. Aber etwas Zügel, Schenkel und ein Gertentupfer für etwas mehr Vorwärtsdenken, bitte, und die Situation war überwunden.
Wir kletterten den steilen Anstieg hoch. Ich liebe es, wenn Billy da die Hinterhand anwirft und sich Schritt für Schritt hochkatapultiert. Ein paarmal bleibt er immer stehen um zu verschnaufen, aber es ist wirklcih steil, und so darf er das.
Dann gehts durch den Wald. Wir trabten ein Stückerl. Matschpfützen inklusive. Er schaut schon, dass er die Hufe nicht unbedingt mitten reinsetzt, aber er unterbricht den Trab nicht und macht keine Riesenschlangenlinien.
Zweimal erschrak er über irgendwas im Wald, aber immer nur kurzes Zucken, Gucken, aha, aso, ein Eichhörnchen.. ... weiter.
Wir verlassen den Wald und reiten durchs Dörfchen. Da flattern Fahnen, Leute grillen hinter dem Zaun, Hunde kläffen. Hier wurde Frauli etwas unsicherer und machte Yoga-Atmung. Billy war mehr neugierig als unsicher.
Dann die zweite Straßenüberquerung. Hier gibts eine Baustelle in der Nähe, was insofern positiv ist, als nur noch 50 kmh erlaubt sind. Wir tasten uns vorsichtig heran. Bleiben zuerst mal weiiit weg stehen, Frauli lauscht den Motorengeräuschen. Ein paar schritte näher. Frauli beäugt argwöhnisch den Verkehrsspiegel. Nix zu sehen in der einen Richtung. Für die andere noch 2 Schritte bis an die Begrenzungslinie der Fahrbahn, sonst sieht Frauli nix. Billy steht. Es kommt nix, leichter Schenkeldruck und Billy stapft flüssig voran.
Auf der Fahrbahn sind heute nich nur 2 weiße, sondern zusätzlcih (wegen Baustelle) 2 rote Linien. Unglaublich, aber ausgerechnet DAS bringt Billy für einen Sekundenbruchteil ein wenig aus der Fassung... aber nur ein wenig, er stapft drüber; da sieht man wofür Trailübungen wichtig sind. Dann gehts ein Stückchen die Straße entlang, überhaupt kein Problem.
Dann zum Bach. Billy stapft rein als wär da nix. Er kennt jetzt den Weg auch schon, der zur besten Ausstiegsstelle führt. Dann noch die wirklich wirklich steile Böschung rauf, hühüüüppp.
Und wir haben unsere eigenen Weiden erreicht und sind so gut wie zu Hause.
Frauli jauchzt komisch und verteilt eine Extraportion Knuddeln und Leckerlis. Komisch... war was? ;-)
Donnerstag, 12. Juli 2012
Ich habe vor kurzem das alte Level 2 endlich wieder einmal in die Hand genommen, davon dann den Pocket Guide mit den "Herausforderungen". Das sind kleine Übungen für alle Savvys, die man ausprobieren oder auch im Wettstreit mit anderen (auf Zeit und niedrige Phasen) machen kann. Gute Ideen, um wieder etwas mehr Plan reinzubekommen. Ich werde einfach diese Übungen durchmachen. Vor einem Jahr (oder ists mehr??) hab ich schon damit angefangen, dann aber wieder den Faden verloren.
Heute war FreeStyle dran, daher hab ich die erste Übung FreeStyle ausgesucht: 2 Pylonentore werden aufgestellt, dazwischen ein Gang aus Stangen gelegt (bei mir warens 2 aneinandergereiht, etwas länger als im Büchlein). Die Aufgabe ist, im Trab das erste Tor zu passieren, durch den Stangenkorridor, dann anhalten vor dem zweiten Pylonentor, rückwärtsrichten durch die Stangengasse und rückwärts durch das wiederum erste Pylonentor. Die Schwierigkeitsstufen sind dabei auch noch, zuerst mit Zügeln, dann nur mit Sticks zu reiten. Heute noch mit Zügeln, ich hatte nur einen Stick bzw. Gerte.
Zuerst mal aufwärmen: Wir ritten kreuz und quer und ich ließ die Zügel 100% auf dem Hals liegen. Wir stiegen über die Stangen quer drüber, machten Achten um die Pylonen, Handwechsel, Zirkel, Übergänge Schritt-Halt ganz ohne Zügel klappt gut.Sogar ein andeutungsweises Rückwärts ganz ohne Zügel hat geklappt! *staun* Toller Billy !
Dann langsam die Aufgabe angegangen. Mal im Schritt durch die Gasse, mit Anhalten, dann aber vorwärts weiter. Bisschen herumgespielt und schließlich im Trab beim ersten Versuch die ganze Übung super absolviert. Alles super, Trab anhalten auf den Punkt, und auch ein williges rückwärts, wenn ich dafür auch doch die Zügel brauchte, für die lange Strecke. Lenken rückwärts klappt nun immer, Billy lässt sich von mir leiten und durchs Pylonentor dirigieren!
Wir sind dann noch ein bisschen am Zirkel galoppiert, dazwischen dann Trabparaden und die Übung gemacht. Angaloppieren aus dem Halten gelang auch wieder gut nach 2 kleinen Fehlversuchen (wobei ich es jetzt ja schon als "Fehlversuch" werte, wenn er 3 Trabtritte macht, weil ich weiß, er kann das besser ;-) ). Zum Schluss zog Billy schon von allein in die Stangengasse, schließlich gabs dort Pause vom aaanstrengenden Galopp *g*. Das haben wir dann auch kurz geklärt und mit einem sehr guten Rückwärts udn Pause abgeschlossen.
Nach einer Weile dann noch kurz einen Finesse-Teil: ich schnallte die Zügel vom Knoti ins Gebiss um. Vor selbigem wollte er übrigens am Anfang heute wieder schnell flüchten - Ergebnis der Centered-Riding Stunde auf Gebiss *seufz*. ABER: Er fügte sich bald drein, senkte den Kopf, ich ließ das Gebiss wieder vor dem Maul einfach baumeln und wartete - und tatsächlich dauerte es diesmal wesentlich kürzer, bis er anfing dran herumzuspielen und es dann wirklich vollständig freiwillig ins Maul nahm. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll: Gibt er einfach auf und fügt sich drein? Oder hat er sich einfach so eine ARt Reflex angewöhnt und braucht halt ein bisschen Zeit, um es dann zu akzeptieren? Nun ja. So ist es halt momentan. Eigentlich schon viel besser als früher,mit dem relativ baldigen Kopfsenken und Freiwillig-Nehmen.
Also jedenfalls hab ich noch 10 Minuten Schritt und ein wenig Trab angeschlossen, in denen ich das Abwenden geübt habe, das Nachgeben des Innenzügels usw. Ich glaube ich hab mich schon etwas besser im Griff linksrum ;-).
Heute war FreeStyle dran, daher hab ich die erste Übung FreeStyle ausgesucht: 2 Pylonentore werden aufgestellt, dazwischen ein Gang aus Stangen gelegt (bei mir warens 2 aneinandergereiht, etwas länger als im Büchlein). Die Aufgabe ist, im Trab das erste Tor zu passieren, durch den Stangenkorridor, dann anhalten vor dem zweiten Pylonentor, rückwärtsrichten durch die Stangengasse und rückwärts durch das wiederum erste Pylonentor. Die Schwierigkeitsstufen sind dabei auch noch, zuerst mit Zügeln, dann nur mit Sticks zu reiten. Heute noch mit Zügeln, ich hatte nur einen Stick bzw. Gerte.
Zuerst mal aufwärmen: Wir ritten kreuz und quer und ich ließ die Zügel 100% auf dem Hals liegen. Wir stiegen über die Stangen quer drüber, machten Achten um die Pylonen, Handwechsel, Zirkel, Übergänge Schritt-Halt ganz ohne Zügel klappt gut.Sogar ein andeutungsweises Rückwärts ganz ohne Zügel hat geklappt! *staun* Toller Billy !
Dann langsam die Aufgabe angegangen. Mal im Schritt durch die Gasse, mit Anhalten, dann aber vorwärts weiter. Bisschen herumgespielt und schließlich im Trab beim ersten Versuch die ganze Übung super absolviert. Alles super, Trab anhalten auf den Punkt, und auch ein williges rückwärts, wenn ich dafür auch doch die Zügel brauchte, für die lange Strecke. Lenken rückwärts klappt nun immer, Billy lässt sich von mir leiten und durchs Pylonentor dirigieren!
Wir sind dann noch ein bisschen am Zirkel galoppiert, dazwischen dann Trabparaden und die Übung gemacht. Angaloppieren aus dem Halten gelang auch wieder gut nach 2 kleinen Fehlversuchen (wobei ich es jetzt ja schon als "Fehlversuch" werte, wenn er 3 Trabtritte macht, weil ich weiß, er kann das besser ;-) ). Zum Schluss zog Billy schon von allein in die Stangengasse, schließlich gabs dort Pause vom aaanstrengenden Galopp *g*. Das haben wir dann auch kurz geklärt und mit einem sehr guten Rückwärts udn Pause abgeschlossen.
Nach einer Weile dann noch kurz einen Finesse-Teil: ich schnallte die Zügel vom Knoti ins Gebiss um. Vor selbigem wollte er übrigens am Anfang heute wieder schnell flüchten - Ergebnis der Centered-Riding Stunde auf Gebiss *seufz*. ABER: Er fügte sich bald drein, senkte den Kopf, ich ließ das Gebiss wieder vor dem Maul einfach baumeln und wartete - und tatsächlich dauerte es diesmal wesentlich kürzer, bis er anfing dran herumzuspielen und es dann wirklich vollständig freiwillig ins Maul nahm. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll: Gibt er einfach auf und fügt sich drein? Oder hat er sich einfach so eine ARt Reflex angewöhnt und braucht halt ein bisschen Zeit, um es dann zu akzeptieren? Nun ja. So ist es halt momentan. Eigentlich schon viel besser als früher,mit dem relativ baldigen Kopfsenken und Freiwillig-Nehmen.
Also jedenfalls hab ich noch 10 Minuten Schritt und ein wenig Trab angeschlossen, in denen ich das Abwenden geübt habe, das Nachgeben des Innenzügels usw. Ich glaube ich hab mich schon etwas besser im Griff linksrum ;-).
Samstag, 7. Juli 2012
Centered Riding Stunde
Lange sind unsere Centered Riding Stunden jetzt ausgefallen, mal aus diesem, mal aus jenem Grund. Aber heute wars endlich wieder soweit.
Ich hab Billy heute die Trense eingeschnallt. Weiterhin Abwehr beim bloßen Anblick des Gebisses, aber er senkt dann mittlerweile den Kopf, schließt zwar eine Weile die Augen und hofft, dass die schlimme Realität verschwindet, aber irgendwann, wenn ich einfach nur warte und das Gebiss vor dem Maul baumeln lassen, fängt er an, dran rumzuspielen und nimmt es schließlich ins Maul. Dann gibts ein Leckerli. Bin gespannt, was beim nächsten Mal nach unserer Stunde sein wird.
Wir haben dann vorsichtig Kontakt aufgenommen und uns hauptsächlich Wendungen gewidmet. Fühlte mich ziemlich unfähig heute. Dauernd tu ich die Innenhand nach außen Richtung (oder sogar über) den Mähnenkamm (weil Billy ja gern nach innen abbiegt), auf der linken Hand fällt es mir schwer, die Innenschulter zurückzunehmen, ich gebe zu wenig nach mit dem Innenzügel und spüren, wohin irgendeine Schulter ausbricht, tu ich sowieso nix. Ach je.
Fürs nächste mal in 2 Wochen hab ich zur Hausübung bekommen, viele viele Wendungen zu reiten, immer nur kurz links, dann wieder rechts Zirkel und Volten (um mir das "richtige Gefühl" zu holen, das ich rechts eher habe als links) und dabei auf die genannten Punkte achten.
Bin etwas verzagt... ich fühl einfach nix. Da kreischt die Lehrerin fröhlich "jaaa guuuut!! Hast du das gespürt???" - Nö, hab ich nicht :-( . Wie soll ich was üben, wenn ich nicht weiß, wann's nun richtig ist und wann nicht? *grr*. Muss mal das Ganze auf Video aufnehmen.... vielleicht hilft das.
Ich hab Billy heute die Trense eingeschnallt. Weiterhin Abwehr beim bloßen Anblick des Gebisses, aber er senkt dann mittlerweile den Kopf, schließt zwar eine Weile die Augen und hofft, dass die schlimme Realität verschwindet, aber irgendwann, wenn ich einfach nur warte und das Gebiss vor dem Maul baumeln lassen, fängt er an, dran rumzuspielen und nimmt es schließlich ins Maul. Dann gibts ein Leckerli. Bin gespannt, was beim nächsten Mal nach unserer Stunde sein wird.
Wir haben dann vorsichtig Kontakt aufgenommen und uns hauptsächlich Wendungen gewidmet. Fühlte mich ziemlich unfähig heute. Dauernd tu ich die Innenhand nach außen Richtung (oder sogar über) den Mähnenkamm (weil Billy ja gern nach innen abbiegt), auf der linken Hand fällt es mir schwer, die Innenschulter zurückzunehmen, ich gebe zu wenig nach mit dem Innenzügel und spüren, wohin irgendeine Schulter ausbricht, tu ich sowieso nix. Ach je.
Fürs nächste mal in 2 Wochen hab ich zur Hausübung bekommen, viele viele Wendungen zu reiten, immer nur kurz links, dann wieder rechts Zirkel und Volten (um mir das "richtige Gefühl" zu holen, das ich rechts eher habe als links) und dabei auf die genannten Punkte achten.
Bin etwas verzagt... ich fühl einfach nix. Da kreischt die Lehrerin fröhlich "jaaa guuuut!! Hast du das gespürt???" - Nö, hab ich nicht :-( . Wie soll ich was üben, wenn ich nicht weiß, wann's nun richtig ist und wann nicht? *grr*. Muss mal das Ganze auf Video aufnehmen.... vielleicht hilft das.
Donnerstag, 5. Juli 2012
Mikado-Spielen :-)
Bei uns im Stall soll es jetzt regelmäßig Cavaletti- und Springtraining geben, es haben sich einige Leute zusammengefunden. Heute wars das erste Mal soweit. Einige machten das ganze mit Reitlehrerin, aber da ich immer erst spät komme und mich nicht hetzen will, habe ich nur Interesse an den aufgebauten Stangen angemeldet und auf eigene Faust mein Cavaletti-/Trailtraining gemacht.
Es war kühler als zuletzt, Wind kam auf, ein Gewitter zog vorüber, angenehm.
Wir starteten mit einer Aufwärmrunde durch unsere Geländestrecke. Billy war gut drauf, sehr gut.
Dann aufs Viereck und Stangen umsortiert: Ein Stangen-L baute ich auf, 2 Stangen mit weitem Abstand, eine einzelne Stange (die lagen halt grad so), und 2 Springständer funktionierte ich mittels Seil zum Tor um.
Tor öffnen und schließen: Anfangs scheiterte ein flüssiges Durchreiten wieder mal am Rückwärts. Nachdem wir da ein wenig diskutiert hatten, gings dann für den Rest der Einheit super, und ich konnte ganz am Schluss mit einem superwilligen, flüssigen Rückwärts am durchhängenden Zügel abschließen. Aber dass er immer zuerst mal diskutieren muss!!! Der Rest vom Tor geht schon recht flüssig. Spätestens nach dem 3. Durchreiten (obwohl anderes dazwischen gesschalten) möchte Billy das Ganze allein machen (egal, ob Frauli das "Tor" bereits geöffnet hat oder nicht), da muss man dann doch ein wenig bremsen ;-). Seitwärts klappt jedenfalls schon sehr gut. Beidhändig (das geht nur, weil ich eben ein Seil als "Tor" habe) geht es schon in halbwegs Ideallinie (d.h. es entkämen uns nunmehr höchstens 10 Kühe, nicht mehr 100), und beim letzten Versuch klappte es mit einhändiger Zügelführung, da allerdings ziemlich weit von der Ideallinie entfernt (etwa 1000 imaginäre Kühe entfleucht), aber trotzdem super. Billy gefällt das Tor, scheint ihm eine sinnvolle Aufgabe irgendwie. Vielleciht kann ich mich bald an "richtige" Tore machen, wir hätten schon ein paar, wo cih üben könnte (sind allerdings eigentlich zu niedrig) bzw. werde ich bei den nächsten Versuchen dann die verschiedenen Varianten durchprobieren.
Trabstangen: Die zwei Stangen waren in zu großem Abstand, aber Billy sortierte brav seine Beine und trabte ganz gut drüber. Die einzelne Stange nahmen wir im Galopp, das klappte schon ganz gut. Bei den zwei Stangen (GAloppabstand müsste ungefähr gestimmt haben) tat sich Billy schwer, die Galoppsprünge einzuteilen. Sowas haben wir einfach noch nie richtig geübt. Vielleicht mach ich nächstes Mal auch mit Reitlehrer mit.
Rückwärts-L: Scheiterte anfangs am Rückwärts. Außerdem hatte ich die Stangen blöderweise wirklcih sehr eng gelegt. Beim letzten Versuch spielten wir dann regelrecht Mikado, als wir fertig waren, lagen die kreuz und quer *lol*. Aaaber er hat sich bemüht ;-). Erstaunlich gut geht vorwärts: Ohne jegliche Zügeleinwirkung biegt Billy sich und nimmt die enge Kurve, ohne anzustoßen.
Und zwischendurch machten wir ein bisschen Galopp, u.a. angaloppieren aus dem Halten. Das wird immer immer besser! Kurze Vorbereitung, sobald er weiß worum es geht, spannt er sich beim Anhalten wie eine Feder, und sobald ich scharf einatme, katapultiert er sich nach vorn, sooo toll! Und interessant: er trifft dabei zu 100% den Handgalopp. Vielleicht kann ich hier üben, über meine Körpersprache links und rechts zu unterscheiden, z.B: durch Galopp auf dem Zirkel, anhalten bei X und dann aus dem Halten Galopp -ohne dass er weiß, auf welche Hand wir gehen. Wird als nächstes anvisiert.
Es war kühler als zuletzt, Wind kam auf, ein Gewitter zog vorüber, angenehm.
Wir starteten mit einer Aufwärmrunde durch unsere Geländestrecke. Billy war gut drauf, sehr gut.
Dann aufs Viereck und Stangen umsortiert: Ein Stangen-L baute ich auf, 2 Stangen mit weitem Abstand, eine einzelne Stange (die lagen halt grad so), und 2 Springständer funktionierte ich mittels Seil zum Tor um.
Tor öffnen und schließen: Anfangs scheiterte ein flüssiges Durchreiten wieder mal am Rückwärts. Nachdem wir da ein wenig diskutiert hatten, gings dann für den Rest der Einheit super, und ich konnte ganz am Schluss mit einem superwilligen, flüssigen Rückwärts am durchhängenden Zügel abschließen. Aber dass er immer zuerst mal diskutieren muss!!! Der Rest vom Tor geht schon recht flüssig. Spätestens nach dem 3. Durchreiten (obwohl anderes dazwischen gesschalten) möchte Billy das Ganze allein machen (egal, ob Frauli das "Tor" bereits geöffnet hat oder nicht), da muss man dann doch ein wenig bremsen ;-). Seitwärts klappt jedenfalls schon sehr gut. Beidhändig (das geht nur, weil ich eben ein Seil als "Tor" habe) geht es schon in halbwegs Ideallinie (d.h. es entkämen uns nunmehr höchstens 10 Kühe, nicht mehr 100), und beim letzten Versuch klappte es mit einhändiger Zügelführung, da allerdings ziemlich weit von der Ideallinie entfernt (etwa 1000 imaginäre Kühe entfleucht), aber trotzdem super. Billy gefällt das Tor, scheint ihm eine sinnvolle Aufgabe irgendwie. Vielleciht kann ich mich bald an "richtige" Tore machen, wir hätten schon ein paar, wo cih üben könnte (sind allerdings eigentlich zu niedrig) bzw. werde ich bei den nächsten Versuchen dann die verschiedenen Varianten durchprobieren.
Trabstangen: Die zwei Stangen waren in zu großem Abstand, aber Billy sortierte brav seine Beine und trabte ganz gut drüber. Die einzelne Stange nahmen wir im Galopp, das klappte schon ganz gut. Bei den zwei Stangen (GAloppabstand müsste ungefähr gestimmt haben) tat sich Billy schwer, die Galoppsprünge einzuteilen. Sowas haben wir einfach noch nie richtig geübt. Vielleicht mach ich nächstes Mal auch mit Reitlehrer mit.
Rückwärts-L: Scheiterte anfangs am Rückwärts. Außerdem hatte ich die Stangen blöderweise wirklcih sehr eng gelegt. Beim letzten Versuch spielten wir dann regelrecht Mikado, als wir fertig waren, lagen die kreuz und quer *lol*. Aaaber er hat sich bemüht ;-). Erstaunlich gut geht vorwärts: Ohne jegliche Zügeleinwirkung biegt Billy sich und nimmt die enge Kurve, ohne anzustoßen.
Und zwischendurch machten wir ein bisschen Galopp, u.a. angaloppieren aus dem Halten. Das wird immer immer besser! Kurze Vorbereitung, sobald er weiß worum es geht, spannt er sich beim Anhalten wie eine Feder, und sobald ich scharf einatme, katapultiert er sich nach vorn, sooo toll! Und interessant: er trifft dabei zu 100% den Handgalopp. Vielleicht kann ich hier üben, über meine Körpersprache links und rechts zu unterscheiden, z.B: durch Galopp auf dem Zirkel, anhalten bei X und dann aus dem Halten Galopp -ohne dass er weiß, auf welche Hand wir gehen. Wird als nächstes anvisiert.
Montag, 2. Juli 2012
Ein Highlight, schon wieder!
Mutig geworden durch den samstäglichen Ausflug mit Fußgänger-Begleitperson, bin ich heut dieselbe Runde, nur kleiner, alleine ausgeritten. Von Anfang bis Ende war das ein total entspannter Ausritt! Wir querten 2x die Bundessstraße, gingen die Galoppier-Wiese gemütlich im Schritt, durchquerten den Bach, alles ohne jegliche Richtungsdiskussion oder sonstige Probleme.
Ach, ich freu mich so!
Und mit jedem Erfolgserlebnis werd ich mutiger :-). Der ruhige blaue See ist heute ganz schön stark über die Ufer getreten ;-).
Mutig geworden durch den samstäglichen Ausflug mit Fußgänger-Begleitperson, bin ich heut dieselbe Runde, nur kleiner, alleine ausgeritten. Von Anfang bis Ende war das ein total entspannter Ausritt! Wir querten 2x die Bundessstraße, gingen die Galoppier-Wiese gemütlich im Schritt, durchquerten den Bach, alles ohne jegliche Richtungsdiskussion oder sonstige Probleme.
Ach, ich freu mich so!
Und mit jedem Erfolgserlebnis werd ich mutiger :-). Der ruhige blaue See ist heute ganz schön stark über die Ufer getreten ;-).
Sonntag, 1. Juli 2012
Rezension
Mark Rashid: Whole Heart, Whole Horse: Building Trust Between Horse and Rider. Skyhorse Publishing, 2009. 205 pp. € 21,99.
Mark Rashid ist ein fantastischer Geschichtenerzähler. In Whole Heart, whole Horse nimmt er uns mit auf eine Erinnerungsreise. Kreuz und quer durch seine Jugend bis hin zur Gegenwart bringt er Episoden, die den Leser nachdenklich machen, manchmal aber auch ganz konkret weiterhelfen. Wir begleiten Mark durch seine Jugend, wo wir natürlich dem „alten Mann“ wieder begegnen, bei seinen Kursen, im Alltag.
Das Buch ist in thematische Kapitel
unterteilt. Die Kapitel im ersten Teil, „Perception“, widmen sich Themen zur
Einstellung des Horseman, sie ändern den Blickwinkel und die Wahrnehmung des
Lesers und helfen, sich ins Pferd zu versetzen.
Gleich im ersten namens „Mistakes“ lernen wir,
dass die Angst vor Fehlern jeden Fortschritt zum Stillstand bringen kann, dass
auch ein Mark Rashid Fehler gemacht hat und noch macht, dass aus Fehlern
manchmal ganz wunderbare Ereignisse entstehen können, und schließlich die
Quintessenz des „alten Mannes“: „Did you learn something today? Because if you
did, it wasn’t a mistake.“
Das zweite Kapitel widmet sich dem Thema
„Boundaries“: Mark erzählt, was Einkaufswagen im Supermarkt mit Horsemanship
gemeinsam haben, über Pferde, die keine Boundaries kennen, und welche, für die
die Boundaries ihrer Besitzer unüberwindbare Hindernisse in der Beziehung
darstellen.
3. Trauma. Wir kehren zurück in Marks
Kindheit, lernen mit ihm, wie sich manche Dinge von allein lösen, wenn man der
Natur (und dem Pferd) einfach ihren Lauf lässt, und springen zurück in die nahe
Gegenwart, als er durch Zufall und einen Kursteilnehmer den Grund dafür
erfährt.
Information: Mark nimmt uns mit zum
Pferde-Einkauf und erzählt, wie kleine Ursachen große Wirkung haben können und
wie man lernt, dass alles, was ein Pferd tut, nicht gut, nicht schlecht,
sondern einfach nur Information für uns ist.
Der zweite Teil nennt sich „Leadership“.
Nachdem es zuerst um die Wahrnehmung ging, geht’s nun um die Taten des wahren
Horseman.
Zuerst teilt Mark seine Gedanken zu „Direction,
Speed, Destination“ mit, warum Pferde ungern Entscheidungen treffen, Menschen
aber umso lieber – und warum sich die Rollen trotzdem oft umkehren. Er spricht
sich für klare Führung des Pferdes aus und stellt die Methode, Pferde die
Verantwortung für Richtung und Geschwindigkeit abzutreten, in Frage, zumindest
für junge Pferde und solche, die nicht schon perfekt ausgebildet sind. Er
erzählt von dem Pferd, das wie ein Betrunkener hin und her schwankt und dem
Springpferd, das immer vom Kurs abkam – beides aufgrund mangelnder Führung.
Ein wichtiger Punkt in Sachen „Leadership“ ist
auch die „Energy“, Kapitel 2 im entsprechenden Teil des Buches. Mark berichtet
von Pferden mit zu viel und solchen mit zu wenig Energie und bringt – anhand
eines Beispiels aus einem seiner Kurse – Übungen, wie man die eigene Energie
„hochfahren“ kann.
Im folgenden Kapitel „Balance Point“ geht es
um ähnliches. Wer Parelli kennt und unter Balance Point etwas versteht, was mit
dem Sitz des Reiters zu tun hat, muss erst einmal umdenken. Der „Balance Point“
ist für Rashid der Punkt, an dem die Emotionen und Energie von Pferd und Reiter
ausbalanciert sind. Gemeinsam sollen sie 10 Punkte auf die Waage bringen,
idealerweise 5 vom Pferd, 5 vom Reiter. Macht die Energie des Pferdes einen Ausreißer
nach oben, so muss der Reiter seine senken, um wieder auf die 10 Punkte zu
kommen. Und umgekehrt, senkt ein Pferd seine Energie auf wenige Punkte, muss
der Reiter mit seiner eigenen Energie ausgleichen.
Wichtig ist hier auch der Grundsatz: „Do less
sooner“. Mark bringt das Beispiel eines Balance-Bretts, auf dem man zu stehen
versucht. Je früher man winzigste Korrekturen vornimmt, umso sicherer steht man
darauf. Lässt man das Brett erst einmal in eine Richtung stark kippeln, ist es
viel schwerer, es wieder auszubalancieren, oder sogar unmöglich.
Es folgt der letzte Teil des Buches: „Whole
Horse“. Wer gefühlsduselig ist wie ich, sollte jetzt die Taschentücher holen
gehen.
Mark erzählt nun – über mehrere Kapitel
verteilt – die Geschichte wie er als Kind und Schüler des „Alten Mannes“ das
erste Mal eine außergewöhnliche Beziehung zu einem Pferd, einfach nur „Der
Schwarze“ genannt, entwickelt - ein misshandeltes Pferd, das der alte Mann
übernimmt, aufpäppelt und dem er das Vertrauen in die Menschen wieder zurückgibt.
Die Kapitel des letzten Teils sind dabei nach den Stufen benannt, die diese
Umwandlung durchläuft: Consistency, Dependability, Trust, Peace of Mind und
Softness. Genauso wie Der Schwarze diese Stufen durchläuft und so sein
Vertrauen in die Menschen wiederfindet, so muss jedoch auch der junge Mark die
gleichen Stufen durchlaufen, bis er
Vertrauen in Den Schwarzen findet. Denn zu Anfang wird er vor ihm
gewarnt. Er sei tendenziell gefährlich, und so entwickelt er eine so große
Angst, dass er regelrecht vermeidet, zur Ranch des alten Mannes zu fahren – bis dieser ihn in einer
Notsituation aufsucht und um Hilfe bittet. Mark wird nun gezwungen, sich seiner
Angst zu stellen und Den Schwarzen zu versorgen – und es entwickelt sich eine höchst
außergewöhnliche Beziehung zwischen den beiden. Der kleine Mark schenkt dem
Schwarzen schließlich sein ganzes Herz – und dieser ihm im Gegenzug sich selbst
…. Whole Heart, whole Horse.
Samstag, 30. Juni 2012
Und wiieder ein Erfolgserlebnis *freu*!
Es ist weiterhin unglaublich heiß. 36° oder so, aber es wehte ein angenehmes Lüfterl. Ich beschloss eine klitzekleine Runde im Schritt auszureiten, drüben im schattigen Wald. Begleitung zu Fuß hatte ich heut auch, da trau ich mich über die Straße :-).
Im Wald drüben war es dann so schön und angenehm, dass wir die Runde ein wenig vergrößerten. Es war eine quasi "neue" Route, die ich bisher nur ein einziges Mal mit einer Stallkollegin gegangen bin. Habe aber alle Wege wieder gefunden, und Billy war so sehr brav, unglaublich! Wir waren die ganze Zeit entspannt, zwei oder dreimal hatte er was zum Hinglotzen, aber ich blieb dabei ruhig, und wieder haben wir alle Hindernisse super überwunden, z.B. ein paar Meter tieferen Gatsch (den musste er sich seeehr genau besehen, aber dann stapfte er mutig durch), einen komischen lärmenden Vogel, Auto mitten im Wald, Rasenmäher, steiler Anstieg, Bach... einfach nur perfekt. Eine Wiese galoppierten wir sogar trotz Hitze, angenehmer Schaukelgalopp, sehr williges Angaloppieren, ruhiges Durchparieren.
Es gab den ganzen Weg kein einziges Mal auch nur den Versuch einer Diskussion über die Richtung.
Ein herrlicher Ausritt und ein super Gefühl. Ich weiß nicht wieviel die "Nur-zu-Fuß"-Begleitung bei Billy ausmachen kann (bei mir sicher eine Menge), aber es lief alles so gut, dass ich mir vorstellen kann, die Runde auch allein zu reiten. Mal sehen.
Es ist weiterhin unglaublich heiß. 36° oder so, aber es wehte ein angenehmes Lüfterl. Ich beschloss eine klitzekleine Runde im Schritt auszureiten, drüben im schattigen Wald. Begleitung zu Fuß hatte ich heut auch, da trau ich mich über die Straße :-).
Im Wald drüben war es dann so schön und angenehm, dass wir die Runde ein wenig vergrößerten. Es war eine quasi "neue" Route, die ich bisher nur ein einziges Mal mit einer Stallkollegin gegangen bin. Habe aber alle Wege wieder gefunden, und Billy war so sehr brav, unglaublich! Wir waren die ganze Zeit entspannt, zwei oder dreimal hatte er was zum Hinglotzen, aber ich blieb dabei ruhig, und wieder haben wir alle Hindernisse super überwunden, z.B. ein paar Meter tieferen Gatsch (den musste er sich seeehr genau besehen, aber dann stapfte er mutig durch), einen komischen lärmenden Vogel, Auto mitten im Wald, Rasenmäher, steiler Anstieg, Bach... einfach nur perfekt. Eine Wiese galoppierten wir sogar trotz Hitze, angenehmer Schaukelgalopp, sehr williges Angaloppieren, ruhiges Durchparieren.
Es gab den ganzen Weg kein einziges Mal auch nur den Versuch einer Diskussion über die Richtung.
Ein herrlicher Ausritt und ein super Gefühl. Ich weiß nicht wieviel die "Nur-zu-Fuß"-Begleitung bei Billy ausmachen kann (bei mir sicher eine Menge), aber es lief alles so gut, dass ich mir vorstellen kann, die Runde auch allein zu reiten. Mal sehen.
Donnerstag, 28. Juni 2012
Hah! Wieder ein Kuh-Erfolgserlebnis!
Beflügelt vom erfolgreichen Ausritt am Dienstag zu zweit schnappte ich heute Billy und wir gingen eine Runde joggen. Natürlich die gleiche wie am Dienstag.
Billy ist soo ein tolles Mitjogg-Pferd geworden! ER passt sich an in der Geschwindigkeit, was manchmal bedeutet, dass er sehr sehr sehr schnellen Schritt gehen muss, oder sehr langsamen Trab, oder viele viele Trab-Schritt-Trab-Übergänge machen muss.
Übrigens: Vielleicht habe ich einmal erwähnt, dass er bei Trab im Stick to Me am Viereck ständig grantig schaut und die Ohren hinten sind. Das ist im Gelände völlig weg, wenn wir nebeneinander hertraben. Er sieht sich aufmerksam die Umgebung an, die Ohren sind bei mir (gerate ich z.B. kurz in Zone 3, gehen sie nach leicht hinten) . Es liegt also wohl an der Langeweile im Viereck.
Wir hatten ein paar Autos und große Traktoren, aber das war alles überhaupt kein Thema.
Dann kamen wir zur Schreckenskreuzung. Die Kreuzung selbst ist gar nciht mehr schrecklich. Billy schaut zwar vermehrt umher im Vergleich zu anderen Orten, aber geht zügig vorwärts und reagiert. Die Grenze, wo er anfängt zu erstarren, hat sich etwas weiter weg verlagert. Ist ja schon was!
Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass stehenbleiben und schauen lassen kontraproduktiv ist. Gar nicht erst einfrieren lassen, bewegen, bewegen. Wir trabten gemeinsam und er reagierte gut. Zur Not hatte ich auch das Stöckchen mit. Direkt bei den Kühen drohte er wieder einzufrieren, ein bisschen wacheln mit der Gerte weckte ihn auf. Wir kamen gut vorbei :-)).
Im Wald dahinter gingen wir noch ein Stückchen, wieder etwas weiter als am Dienstag zu zweit. Wieder 100m erobert :-). Ich befahl ihm zu fressen (ja, das musste in der Situation als Befehl kommen, er war doch so aufgeregt, das er eigentlich nicht wollte, aber mir zuliebe ... ;-). Ich versuchte, einen möglichst entspannten Fressmoment abzupassen, um ihm zu sagen, dass wir umdrehen und wieder heimgehen. Er war flott, ließ sich aber mit vorgehaltenem Stöcken brav regulieren.
Gut und ziemlich erledigt zu Haus angekommen gab es noch ein Sandbad und 2x at Liberty auf mich zutraben lassen, und fertig.
Beflügelt vom erfolgreichen Ausritt am Dienstag zu zweit schnappte ich heute Billy und wir gingen eine Runde joggen. Natürlich die gleiche wie am Dienstag.
Billy ist soo ein tolles Mitjogg-Pferd geworden! ER passt sich an in der Geschwindigkeit, was manchmal bedeutet, dass er sehr sehr sehr schnellen Schritt gehen muss, oder sehr langsamen Trab, oder viele viele Trab-Schritt-Trab-Übergänge machen muss.
Übrigens: Vielleicht habe ich einmal erwähnt, dass er bei Trab im Stick to Me am Viereck ständig grantig schaut und die Ohren hinten sind. Das ist im Gelände völlig weg, wenn wir nebeneinander hertraben. Er sieht sich aufmerksam die Umgebung an, die Ohren sind bei mir (gerate ich z.B. kurz in Zone 3, gehen sie nach leicht hinten) . Es liegt also wohl an der Langeweile im Viereck.
Wir hatten ein paar Autos und große Traktoren, aber das war alles überhaupt kein Thema.
Dann kamen wir zur Schreckenskreuzung. Die Kreuzung selbst ist gar nciht mehr schrecklich. Billy schaut zwar vermehrt umher im Vergleich zu anderen Orten, aber geht zügig vorwärts und reagiert. Die Grenze, wo er anfängt zu erstarren, hat sich etwas weiter weg verlagert. Ist ja schon was!
Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass stehenbleiben und schauen lassen kontraproduktiv ist. Gar nicht erst einfrieren lassen, bewegen, bewegen. Wir trabten gemeinsam und er reagierte gut. Zur Not hatte ich auch das Stöckchen mit. Direkt bei den Kühen drohte er wieder einzufrieren, ein bisschen wacheln mit der Gerte weckte ihn auf. Wir kamen gut vorbei :-)).
Im Wald dahinter gingen wir noch ein Stückchen, wieder etwas weiter als am Dienstag zu zweit. Wieder 100m erobert :-). Ich befahl ihm zu fressen (ja, das musste in der Situation als Befehl kommen, er war doch so aufgeregt, das er eigentlich nicht wollte, aber mir zuliebe ... ;-). Ich versuchte, einen möglichst entspannten Fressmoment abzupassen, um ihm zu sagen, dass wir umdrehen und wieder heimgehen. Er war flott, ließ sich aber mit vorgehaltenem Stöcken brav regulieren.
Gut und ziemlich erledigt zu Haus angekommen gab es noch ein Sandbad und 2x at Liberty auf mich zutraben lassen, und fertig.
Dienstag, 26. Juni 2012
Unverhofft kommt oft ... heute eine Gelegenheit, mit Einstellerfreundin und ihrem Verlasspferdchen auszureiten. Da es geregnet hatte und die Wiesen zu nass waren, mussten wir wohl oder übel auf der Straße bleiben - somit gingen Billy und ich heute mit sicherer Begleitung den selben Weg wie am Sonntag, nur reitend statt joggend.
Beide Pferde waren total brav. Wir galoppierten sogar am Wegesrand, die Freundin links, ich rechts. Braver Schaukelgalopp von beiden, am langen Zügel, super. Ein Pferd kam uns dabei entgegen. Lustig, unsere beiden waren so ins Galoppieren vertieft, dass sie es total spät bemerkten, jedenfalls später als wir *g*:
Nach kurzem Plausch näherten wir uns der Schreckenskreuzung und den Kühen. Billy ging tapfer voran. Er drohte tw. schon einzufrieren, als er die Kühe mit ihren bimmelnden Glocken sah, aber war noch ansprechbar. Die zweite Kuhherde, die uns Sonntag den Rest gegeben hatte, war nicht in Sicht, sehr gut. Wir tasteten uns voran, trabten hie und da ein Stück - das hilft, das einfrieren zu verhindern, irgendwie.
Unsere Mitreiterin meinte nur "der schaut doch nicht mal hin", also scheinbar ist nach außen nichts zu sehen, aber zu spüren, wie er sich versteift und nicht mehr auf Schenkel oder biegenden Zügel reagiert wie sonst.
Wir schafften es, tw. im Trab, an der Kuhherde vorbei und ritten wieder in den Wald ein. Pfuuuuuuuuuh! Billy wurde groß gelobt, und dann drehten wir bald um. Nach Hause gehen war an den Kühen vorbei noch nicht ganz entspannt, aber ok.
Also, einmal mehr die Kuhherde besiegt :-). Wir schaffen das....
Beide Pferde waren total brav. Wir galoppierten sogar am Wegesrand, die Freundin links, ich rechts. Braver Schaukelgalopp von beiden, am langen Zügel, super. Ein Pferd kam uns dabei entgegen. Lustig, unsere beiden waren so ins Galoppieren vertieft, dass sie es total spät bemerkten, jedenfalls später als wir *g*:
Nach kurzem Plausch näherten wir uns der Schreckenskreuzung und den Kühen. Billy ging tapfer voran. Er drohte tw. schon einzufrieren, als er die Kühe mit ihren bimmelnden Glocken sah, aber war noch ansprechbar. Die zweite Kuhherde, die uns Sonntag den Rest gegeben hatte, war nicht in Sicht, sehr gut. Wir tasteten uns voran, trabten hie und da ein Stück - das hilft, das einfrieren zu verhindern, irgendwie.
Unsere Mitreiterin meinte nur "der schaut doch nicht mal hin", also scheinbar ist nach außen nichts zu sehen, aber zu spüren, wie er sich versteift und nicht mehr auf Schenkel oder biegenden Zügel reagiert wie sonst.
Wir schafften es, tw. im Trab, an der Kuhherde vorbei und ritten wieder in den Wald ein. Pfuuuuuuuuuh! Billy wurde groß gelobt, und dann drehten wir bald um. Nach Hause gehen war an den Kühen vorbei noch nicht ganz entspannt, aber ok.
Also, einmal mehr die Kuhherde besiegt :-). Wir schaffen das....
Sonntag, 24. Juni 2012
Es war wieder recht heiß. Habe Billy zu einer Joggingrunde genötigt, aber mit der Vereinfachung für ihn, dass er ruhig auch im Schritt bleiben kann, wenn er Fraulis Jogg-Tempo mithält (kann er meistens ;-). War sehr schön und alles gut, bis wir zur Schreckenskreuzung kamen, wo - eh kloar!! - eine Begegnung der 3. Muh stattfand.
Muhkuhs!!! Mit lauuuuten Glocken!
Aaaber, sie waren weit weit weg, der E-Zaun hielt sie auch fern. So etwa gute 100m entfernt. Grad richtig für annäherung und Rückzug. Gras gibts dort auch, zum Glück. Billy erstarrte und war RBI, aber noch geistig anwesend genug, dass er mein Fresskommando (Druck ins Genick, um Kopf zu senken, + "Friss!") zur Kenntnis nahm und brav befolgte. Ich beschloss, einfach stehenzubleiben, ihn fressen zu lassen und hie und da ein paar Schritte grasend weiterzugehen, bis wir am Kuhgehege vorbei waren.
Bald war klar, dass annäherung und Rückzug eher ich brauche als Billy. Der fraß genüßlich, wenn er auch hie und da den Kopf rauf nahm um zu schauen, ob die Muhkühe eh noch auf ihrem Platz (d.h. weit weg) waren. Dann fraß er wieder weiter.
Tja, nur Frauchen geriet mit jedem Kopfheben in größere Panik. Das Kopfkino setzte ein: Um Gottes willen, er schaut hin! Gleich wird er versuchen umzudrehen! Gleich wird er weghüpfen! Gleich wird er heimgaloppieren!
Mit einem Wort, da graste der zwar etwas besorgte, aber halbwegs entspannte LBI neben seinem RBI-Möchtegern-Leader, der zitterte wie Espenlaub. Wir bewegten uns trotzdem Schritt für Schritt weiter, und eigentlcih war ich - wenn auch panisch - davon überzeugt, dass wir an den Kühen vorbeikommen, wo sie doch so weit weg waren.
Tja, bis ich am Weg voraus einen weiteren Fleckenhintern entdeckte, bisher von Büschen verdeckt. Ooooh nein, eine weitere herde, und zwar direkt am Weg, nur mit Stacheldraht abgetrennt. Völlige Panikstarre beim RBI-Möchtegernleader. Was nu??? Da kommen wir auf keinen Fall vorbei. Billy schaffts ja vielleicht, aber ich sicher nicht ohne Herzinfarkt. Also Rückzug?! Blöd, schon wieder an der gleichen Stelle. Jedesmal, wenn ich dort umdrehen muss, ist das, als würde man die unsichtbare Mauer dort nochmal höher und dicker machen :-( . Aber ging nicht anders.
Also Billy erklärt, dass wir nach Hause gehen. Leider erleichtert der Rückzug mein RBI-Herzerl überhaupt nicht, weil ja der unkontrollierte Rückzug genau das ist, wovor ich Angst hab. Wird er losrennen, sobald wir umdrehen?
Billy wurde flott, aber es ging.
Wahrscheinlich hätte ich umdrehen müssen und das ganze nochmal, war mir aber etwas zu viel. Es waren wahrscheinlich gute 500m, bevor sich Frauli-RBI wieder halbwegs entspannte und Vertrauen fasste, dass ab nu nix mehr passieren wird.
Unglaublich, dass es sowas gibt.
Vielleicht probiere ich, in nächster Zeit jedesmal dorthin zu gehen. Das blöde Kopfkino muss doch zu knacken sein!
Bei unserm Gemeinschaftsausritt sind wir immerhin 2m von Kühen links und rechts vorbeigeritten, Billy hat sie müde lächelnd quasi angeschaut, sonst nix. Der hat überhaupt keine wirkliche Angst vor Kühen. Alles nur in meinem Kopf :-( .
Muhkuhs!!! Mit lauuuuten Glocken!
Aaaber, sie waren weit weit weg, der E-Zaun hielt sie auch fern. So etwa gute 100m entfernt. Grad richtig für annäherung und Rückzug. Gras gibts dort auch, zum Glück. Billy erstarrte und war RBI, aber noch geistig anwesend genug, dass er mein Fresskommando (Druck ins Genick, um Kopf zu senken, + "Friss!") zur Kenntnis nahm und brav befolgte. Ich beschloss, einfach stehenzubleiben, ihn fressen zu lassen und hie und da ein paar Schritte grasend weiterzugehen, bis wir am Kuhgehege vorbei waren.
Bald war klar, dass annäherung und Rückzug eher ich brauche als Billy. Der fraß genüßlich, wenn er auch hie und da den Kopf rauf nahm um zu schauen, ob die Muhkühe eh noch auf ihrem Platz (d.h. weit weg) waren. Dann fraß er wieder weiter.
Tja, nur Frauchen geriet mit jedem Kopfheben in größere Panik. Das Kopfkino setzte ein: Um Gottes willen, er schaut hin! Gleich wird er versuchen umzudrehen! Gleich wird er weghüpfen! Gleich wird er heimgaloppieren!
Mit einem Wort, da graste der zwar etwas besorgte, aber halbwegs entspannte LBI neben seinem RBI-Möchtegern-Leader, der zitterte wie Espenlaub. Wir bewegten uns trotzdem Schritt für Schritt weiter, und eigentlcih war ich - wenn auch panisch - davon überzeugt, dass wir an den Kühen vorbeikommen, wo sie doch so weit weg waren.
Tja, bis ich am Weg voraus einen weiteren Fleckenhintern entdeckte, bisher von Büschen verdeckt. Ooooh nein, eine weitere herde, und zwar direkt am Weg, nur mit Stacheldraht abgetrennt. Völlige Panikstarre beim RBI-Möchtegernleader. Was nu??? Da kommen wir auf keinen Fall vorbei. Billy schaffts ja vielleicht, aber ich sicher nicht ohne Herzinfarkt. Also Rückzug?! Blöd, schon wieder an der gleichen Stelle. Jedesmal, wenn ich dort umdrehen muss, ist das, als würde man die unsichtbare Mauer dort nochmal höher und dicker machen :-( . Aber ging nicht anders.
Also Billy erklärt, dass wir nach Hause gehen. Leider erleichtert der Rückzug mein RBI-Herzerl überhaupt nicht, weil ja der unkontrollierte Rückzug genau das ist, wovor ich Angst hab. Wird er losrennen, sobald wir umdrehen?
Billy wurde flott, aber es ging.
Wahrscheinlich hätte ich umdrehen müssen und das ganze nochmal, war mir aber etwas zu viel. Es waren wahrscheinlich gute 500m, bevor sich Frauli-RBI wieder halbwegs entspannte und Vertrauen fasste, dass ab nu nix mehr passieren wird.
Unglaublich, dass es sowas gibt.
Vielleicht probiere ich, in nächster Zeit jedesmal dorthin zu gehen. Das blöde Kopfkino muss doch zu knacken sein!
Bei unserm Gemeinschaftsausritt sind wir immerhin 2m von Kühen links und rechts vorbeigeritten, Billy hat sie müde lächelnd quasi angeschaut, sonst nix. Der hat überhaupt keine wirkliche Angst vor Kühen. Alles nur in meinem Kopf :-( .
Freitag, 22. Juni 2012
Heut abend wieder Liberty auf dem Viereck, Galopp im STick to Me weiterentwickeln. Das klappt immer besser, ich fühle mich auch immer wohler, wenn Billy neben mir hergaloppiert. Er unterlässt jetzt auch meist das wildhöngstische Hals-Geschlängel; die Ohren sind hinten, aber nicht flach angelegt. Wir haben auf beiden Händen je eine ganze Runde auf dem Zirkel geschafft ! Das heißt auch, dass Billy lernt, in einem Tempo zu galoppieren, das langsam genug ist, dass ich mithalten kann. Bisher hat er mich meist nach spätestens 2 Sprüngen überholt, ich glaube gar nicht quasi "absichtlich", sondern weil er halt einfach sein Galopptempo ging, und das war für mich zu schnell. Nun klappt das, mit gleichmäßigem Seitenabstand usw. Wobei uns der Zirkel natürlich hilft - ich bin innen und kann also langsamer galoppieren als er außen. Auf einer Geraden weiß ich nicht, ich glaube das kriegen wir momentan noch nicht hin. Mal als nächstes Ziel setzen.
Jedenfalls ist das ein tolles Gefühl :-)
Ein bisschen hab ich dann noch probiert, ihn wieder auf kleine kreise um mich zu schicken, aber da wandern die Gedanken, er möchte weg, denkt ans Gras oder den Ausgang. Da muss ich mir eine andere Strategie einfallen lassen, oder wieder On Line gehen, oder in die Halle ohne Ablenkungen.
Jedenfalls ist das ein tolles Gefühl :-)
Ein bisschen hab ich dann noch probiert, ihn wieder auf kleine kreise um mich zu schicken, aber da wandern die Gedanken, er möchte weg, denkt ans Gras oder den Ausgang. Da muss ich mir eine andere Strategie einfallen lassen, oder wieder On Line gehen, oder in die Halle ohne Ablenkungen.
Dienstag, 19. Juni 2012
Die Pferde waren grad vor kurzem auf die Weide gegangen, als ich gekommen bin; sie sind jetzt meistens über Nacht draußen und kommen in der Früh wieder in den Stall. Billy war also not amused, als ich nach so kurzer Fresszeit schon wieder nerven kam.
Entsprechend haben wir mal ein wenig Zeit miteinander verbracht, ich sah ihm beim Fressen zu und zerquetschte Bremsen auf seinem Fell.
Dann forderte ich ihn einmal auf mitzukommen und entfernte mich ein paar Schritte, und nahm erstaunt zur Kenntnis, dass er tatsächlich den Kopf aus dem Gras nahm und mir ein paar Schritte frei folgte. Dann fraß er wieder ein bisschen, dann gingen wir wieder ein paar Schritte. So bewegten wir uns langsam, langsam, Richtung Ausgang (derzeit aufgrund des großen Weidestücks ungefähr ein 10- Minuten Fußmarsch, wenn man zügig geht). Ungefähr nach der Hälfte wurde es ihm zu blöd oder ich hab ihm zu viel Druck gemacht - er machte kehrt und bewegte sich (langsam, allerdings) wieder zurück. Ich probierete noch ein bissl, ließ ihn noch ein bissl fressen, nahm ihn aber dann trotzdem ans Halfter. Ließ er brav zu und kam auch brav mit so.
Entsprechend haben wir dann nur wenig gemacht.
Zuerst Gebiss angezogen. Tatsächlich geht es momentan recht gut - wenn man ihm nur Zeit lässt. Ich hänge das Gebiss unter sein Maul, dann senkt er mal den Kopf und macht die Augen zu (in RBI-Manier?!). Ich hab halt nix getan, kein Druck, nur dagelassen. Irgendwann begann er am Gebiss rumzuspielen und drauf zu kauen, dann hab ichs vorsichtig ins Mäulchen bugsiert und gut wars. Ja, vielleicht ist es nur eine Sache des Abwartens....
Wir haben dann kurz unsere CR-Übungen gemacht, etwas Über-/Untertreten auf Volten und in den Ecken, Außenstellung im Trab auf Zirkeln (linke Hand mit Rechtsstellung ging im Trab eine ganze kleine Zirkelrunde, ich war ganz begeistert! Rechte Hand mit Linksstellung gestaltete sich etwas schwieriger, ging dann aber auch ganz gut für eine halbe Runde ungefähr), abwechselnd mit Innenstellung.
Ganz kurz eine HH-Wendung in jede Richtung (war sofort sehr gut) und ein wenig Rückwärts abgefragt (ging auch erstaunlich gut!!), und dann wars gut und er durfte gleich wieder auf die Weide.
Entsprechend haben wir mal ein wenig Zeit miteinander verbracht, ich sah ihm beim Fressen zu und zerquetschte Bremsen auf seinem Fell.
Dann forderte ich ihn einmal auf mitzukommen und entfernte mich ein paar Schritte, und nahm erstaunt zur Kenntnis, dass er tatsächlich den Kopf aus dem Gras nahm und mir ein paar Schritte frei folgte. Dann fraß er wieder ein bisschen, dann gingen wir wieder ein paar Schritte. So bewegten wir uns langsam, langsam, Richtung Ausgang (derzeit aufgrund des großen Weidestücks ungefähr ein 10- Minuten Fußmarsch, wenn man zügig geht). Ungefähr nach der Hälfte wurde es ihm zu blöd oder ich hab ihm zu viel Druck gemacht - er machte kehrt und bewegte sich (langsam, allerdings) wieder zurück. Ich probierete noch ein bissl, ließ ihn noch ein bissl fressen, nahm ihn aber dann trotzdem ans Halfter. Ließ er brav zu und kam auch brav mit so.
Entsprechend haben wir dann nur wenig gemacht.
Zuerst Gebiss angezogen. Tatsächlich geht es momentan recht gut - wenn man ihm nur Zeit lässt. Ich hänge das Gebiss unter sein Maul, dann senkt er mal den Kopf und macht die Augen zu (in RBI-Manier?!). Ich hab halt nix getan, kein Druck, nur dagelassen. Irgendwann begann er am Gebiss rumzuspielen und drauf zu kauen, dann hab ichs vorsichtig ins Mäulchen bugsiert und gut wars. Ja, vielleicht ist es nur eine Sache des Abwartens....
Wir haben dann kurz unsere CR-Übungen gemacht, etwas Über-/Untertreten auf Volten und in den Ecken, Außenstellung im Trab auf Zirkeln (linke Hand mit Rechtsstellung ging im Trab eine ganze kleine Zirkelrunde, ich war ganz begeistert! Rechte Hand mit Linksstellung gestaltete sich etwas schwieriger, ging dann aber auch ganz gut für eine halbe Runde ungefähr), abwechselnd mit Innenstellung.
Ganz kurz eine HH-Wendung in jede Richtung (war sofort sehr gut) und ein wenig Rückwärts abgefragt (ging auch erstaunlich gut!!), und dann wars gut und er durfte gleich wieder auf die Weide.
Montag, 18. Juni 2012
Heiß, heißer, am heißesten.... *schwitz*
Nicht so viel gemacht, etwas Zone 5 Driving. Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, warum das Anhalten erstaunlicherweise nicht so ganz klappen will, begann ich mit Extreme FG , arbeitete mich in Zone 5 - Kein Problem, also Unsicherheit ists nicht.
Dann mit dem Driving begonnen und versucht herauszufinden, ab welcher Distanz in Zone 5 die Schwierigkeiten beim Anhalten eigentlich beginnen. In Zone 4 ist noch alles in Ordnung. Solange ich ihn berühren kann, ist alles in Ordnung (heißt: Anhalten mit mir gemeinsam, Phase 1: ich halte an, Billy hält an). Erst wenn ich so ca. mehr als 1m vom Schweif entfernt bin, beginnt die Reaktion langsamer zu werden (ich halte an, Billy geht noch 3 Schritte und hält dann an). 2-3 m hinterm Schweif (wobei ich dann eh schon am Ende der Leinen bin) nützt es nichts mehr, wenn ich anhalte, Billy stapft weiter, ich muss die Langzügel auch einsetzen.
Hm, ja, *grübel*, und nu? Warum? Ich habe nach wie vor keine Erklärung.
Wir haben zuerst lange das Anhalten mit viel Lob geübt, wo es noch sehr gut geht. Und mich dann zentimeterweise nach hinten "verlagert".
Im Laufe der Einheit ist es gelungen, dass auch am Ende der Leinen ein Whoa genügt, damit Billy stehenbleibt, sogar recht prompt. Es hat dafür aber eben oft und oft den Zügeleinsatz, also Phase 4, gebraucht, und viele Pausen beim Richtigmachen. Am Schluss schien er besser verstanden zu haben, aber erst mal sehen, was das nächste Mal dann bringt.
Nach einer langen Fresspause am Viereckrand hab ich eine Lenk-Übung noch gemacht. 3 Pylonentore aufgestellt und vesucht, einen Achter durchzugehen (1 Tor an jedem äußeren Schluafenende der Acht, ein Tor in der MItte). Was soll ich sagen, ich dachgte nach dem letzten Mal, dass das Lenken doch gut funktioniert, aber heute - ein Desaster ;-). Billy verstand überhaupt nix und ging kreuz und quer, versuchte sich umzudrehen zu mir, ging seitwärts und rückwärts (rückwärts ist übrigens seeehr gut geworden!!). Ok, Strategie geändert und näher an den Pferdepopsch. Wie beim Anhalten, klappte ca. 1m hinterm Schweif alles viel besser. Ich blieb auch beharrlich hinterm Schweif, egal wo Billy hinging (ich ließ also nicht mehr zu, dass er mich in andere Zonen bugsiert - gab dafür aber etwas meinen Focus auf, scheinbar war das aber wichtiger). So funktionierte es wesentlich besser, aber braucht wirklch noch (erstaunlich viel) Übung.
Nicht so viel gemacht, etwas Zone 5 Driving. Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, warum das Anhalten erstaunlicherweise nicht so ganz klappen will, begann ich mit Extreme FG , arbeitete mich in Zone 5 - Kein Problem, also Unsicherheit ists nicht.
Dann mit dem Driving begonnen und versucht herauszufinden, ab welcher Distanz in Zone 5 die Schwierigkeiten beim Anhalten eigentlich beginnen. In Zone 4 ist noch alles in Ordnung. Solange ich ihn berühren kann, ist alles in Ordnung (heißt: Anhalten mit mir gemeinsam, Phase 1: ich halte an, Billy hält an). Erst wenn ich so ca. mehr als 1m vom Schweif entfernt bin, beginnt die Reaktion langsamer zu werden (ich halte an, Billy geht noch 3 Schritte und hält dann an). 2-3 m hinterm Schweif (wobei ich dann eh schon am Ende der Leinen bin) nützt es nichts mehr, wenn ich anhalte, Billy stapft weiter, ich muss die Langzügel auch einsetzen.
Hm, ja, *grübel*, und nu? Warum? Ich habe nach wie vor keine Erklärung.
Wir haben zuerst lange das Anhalten mit viel Lob geübt, wo es noch sehr gut geht. Und mich dann zentimeterweise nach hinten "verlagert".
Im Laufe der Einheit ist es gelungen, dass auch am Ende der Leinen ein Whoa genügt, damit Billy stehenbleibt, sogar recht prompt. Es hat dafür aber eben oft und oft den Zügeleinsatz, also Phase 4, gebraucht, und viele Pausen beim Richtigmachen. Am Schluss schien er besser verstanden zu haben, aber erst mal sehen, was das nächste Mal dann bringt.
Nach einer langen Fresspause am Viereckrand hab ich eine Lenk-Übung noch gemacht. 3 Pylonentore aufgestellt und vesucht, einen Achter durchzugehen (1 Tor an jedem äußeren Schluafenende der Acht, ein Tor in der MItte). Was soll ich sagen, ich dachgte nach dem letzten Mal, dass das Lenken doch gut funktioniert, aber heute - ein Desaster ;-). Billy verstand überhaupt nix und ging kreuz und quer, versuchte sich umzudrehen zu mir, ging seitwärts und rückwärts (rückwärts ist übrigens seeehr gut geworden!!). Ok, Strategie geändert und näher an den Pferdepopsch. Wie beim Anhalten, klappte ca. 1m hinterm Schweif alles viel besser. Ich blieb auch beharrlich hinterm Schweif, egal wo Billy hinging (ich ließ also nicht mehr zu, dass er mich in andere Zonen bugsiert - gab dafür aber etwas meinen Focus auf, scheinbar war das aber wichtiger). So funktionierte es wesentlich besser, aber braucht wirklch noch (erstaunlich viel) Übung.
Sonntag, 17. Juni 2012
Es ist weiter 30° heiß, daher war ich heute schon sehr früh im Stall, da war es noch angenehm. Wir trafen eine Miteinstellerin, die uns mit auf einen Ausritt nahm.
Puh, das war heut wieder mal nicht so gut. Billy war von Anfang an für seine Verhältnisse flott im Schritt unterwegs. Das war noch alles bestens und ok. Dann kamen wir schon zur ersten Wegkreuzung. Billy bog zur kürzeren Runde ab. Das war zwar die, die wir ohnehin gehen wollten, aber es ging die Kontrolle flöten. Anfrage zur Biegung - keine Reaktion. Er dachte, ich wollte den anderen Weg nehmen, und fiel in das ungute Muster - Hals steif machen, damit ich nicht biegen kann, und schneller werden, damit er dort gehen kann, wo er will. Musste mich ziemlich durchsetzen, um ihn biegen zu können, ließ ihn dann ein paarmal 360° Wendungen machen, bis ich die Kontrolle wieder hatte. Dann gings.
Wir kamen zur Galoppwiese, frisch gemäht. Meineherren, gaben die beiden Gas!!! Also die erste Hälfte war für meinen Geschmack etwas flott, ich hatte zu tun, damit Billy hintennach galoppiert und nicht überholt. Dem war echt nach Wettrennen! Dann registrierte Billy langsam wieder, dass ich noch oben saß und ließ sich dann auch wieder brav regulieren und bremsen (möglicherweise ging ihm auch einfach die Puste aus *g*). Wenn ich nur einen Teil von dieser Energie aufs Viereck mitnehmen könnte! ;-)
Der weitere Heimweg war unspektakulär, außer dass das Hafitier der Mitreiterin von irgendwas gestochen worden sein muss, jedenfalls machte er aus dem Halten und dem Nichts heraus einen 2m-hohen Luftsprung, kerzengrade in die Höh mit allen Vieren - sie dersaß es locker, aber sowas hab ich noch nie gesehen *lol*. Den Bach durchquerten wir problemlos (yiiiehaw!!! yes, we can!) und dann waren wir auch schon wieder daheim.
Puh, das war heut wieder mal nicht so gut. Billy war von Anfang an für seine Verhältnisse flott im Schritt unterwegs. Das war noch alles bestens und ok. Dann kamen wir schon zur ersten Wegkreuzung. Billy bog zur kürzeren Runde ab. Das war zwar die, die wir ohnehin gehen wollten, aber es ging die Kontrolle flöten. Anfrage zur Biegung - keine Reaktion. Er dachte, ich wollte den anderen Weg nehmen, und fiel in das ungute Muster - Hals steif machen, damit ich nicht biegen kann, und schneller werden, damit er dort gehen kann, wo er will. Musste mich ziemlich durchsetzen, um ihn biegen zu können, ließ ihn dann ein paarmal 360° Wendungen machen, bis ich die Kontrolle wieder hatte. Dann gings.
Wir kamen zur Galoppwiese, frisch gemäht. Meineherren, gaben die beiden Gas!!! Also die erste Hälfte war für meinen Geschmack etwas flott, ich hatte zu tun, damit Billy hintennach galoppiert und nicht überholt. Dem war echt nach Wettrennen! Dann registrierte Billy langsam wieder, dass ich noch oben saß und ließ sich dann auch wieder brav regulieren und bremsen (möglicherweise ging ihm auch einfach die Puste aus *g*). Wenn ich nur einen Teil von dieser Energie aufs Viereck mitnehmen könnte! ;-)
Der weitere Heimweg war unspektakulär, außer dass das Hafitier der Mitreiterin von irgendwas gestochen worden sein muss, jedenfalls machte er aus dem Halten und dem Nichts heraus einen 2m-hohen Luftsprung, kerzengrade in die Höh mit allen Vieren - sie dersaß es locker, aber sowas hab ich noch nie gesehen *lol*. Den Bach durchquerten wir problemlos (yiiiehaw!!! yes, we can!) und dann waren wir auch schon wieder daheim.
Samstag, 16. Juni 2012
Heute gingen wir zum Aufwärmen (haha, bei 30°) eine kurze Runde um den Stall, mit einer Stallkollegin, die noch nciht viel draußen war und deren Stute lieber zu Hause bleiben möchte. Billy führte sie toll vom Stall weg, als sie mal umdrehen wollte, ritten wir kurz ein paar meter zurück, holten sie quasi wieder ab und weiter gings ;-).
Am Weg im Wald lagen dann gefällte Bäume im Weg - na toll. Nach kurzem Beratschlagen probierte ich mit Billy, ob er meinte, dass er da drüber könnte. Der erste war noch kein Problem. Lag schräg, aber am niedrigen Ende konnte Billy toll drübersteigen. Stuti folgte auch ganz super und souverän. Etwas weiter dann die nächsten Stämme: gleich 3, und dickere, kreuz und quer. Stuti-Besitzerin stieg ab und führte Stuti über die böschung. Ich ließ Billy mal den ersten Stamm ansehen. Er beschloss, dass er da drüberhüpfen kann, also einfach nur so ein kleiner Hüpfer, aus dem Stand. Dann standen wir quasi zwischen den 3 Baumstämmen. Zwei gleich nebeneinander lagen nun vor uns. Ich bin lieber abgestiegen und führte Billy zu der Stelle, die am günstigsten war. Nach längerem Überlegen hopste er auch da drüber, ohne sich weh zu tun :-) . Tolles Trailpferdchen!
Beide wieder aufgestiegen und unsere Runde beendet.
Danach ging ich noch kurz aufs Viereck, aber die Hitze hatte meine Pläne irgendwie zerkocht. Wir galoppierten ein bisschen, Billy war überraschend flott und wollte gern galoppieren. Wir haben also die Dauer-Galopp-Übung gemacht, mehrere Runden, mehr als üblich. Hat er ganz toll gemacht, er schien trotz der Hitze sogar Spaß dran zu haben. Nur die Lenkung ohne Zügel muss noch ordentlich geübt werden im Galopp. Ich meinte schließlich, dass es genug war bei der Hitze, er durfte sich wutzeln, dann grasen, dann gabs eine kleine Dusche, dann nochmal wutzeln und Feierabend !
Am Weg im Wald lagen dann gefällte Bäume im Weg - na toll. Nach kurzem Beratschlagen probierte ich mit Billy, ob er meinte, dass er da drüber könnte. Der erste war noch kein Problem. Lag schräg, aber am niedrigen Ende konnte Billy toll drübersteigen. Stuti folgte auch ganz super und souverän. Etwas weiter dann die nächsten Stämme: gleich 3, und dickere, kreuz und quer. Stuti-Besitzerin stieg ab und führte Stuti über die böschung. Ich ließ Billy mal den ersten Stamm ansehen. Er beschloss, dass er da drüberhüpfen kann, also einfach nur so ein kleiner Hüpfer, aus dem Stand. Dann standen wir quasi zwischen den 3 Baumstämmen. Zwei gleich nebeneinander lagen nun vor uns. Ich bin lieber abgestiegen und führte Billy zu der Stelle, die am günstigsten war. Nach längerem Überlegen hopste er auch da drüber, ohne sich weh zu tun :-) . Tolles Trailpferdchen!
Beide wieder aufgestiegen und unsere Runde beendet.
Danach ging ich noch kurz aufs Viereck, aber die Hitze hatte meine Pläne irgendwie zerkocht. Wir galoppierten ein bisschen, Billy war überraschend flott und wollte gern galoppieren. Wir haben also die Dauer-Galopp-Übung gemacht, mehrere Runden, mehr als üblich. Hat er ganz toll gemacht, er schien trotz der Hitze sogar Spaß dran zu haben. Nur die Lenkung ohne Zügel muss noch ordentlich geübt werden im Galopp. Ich meinte schließlich, dass es genug war bei der Hitze, er durfte sich wutzeln, dann grasen, dann gabs eine kleine Dusche, dann nochmal wutzeln und Feierabend !
Freitag, 15. Juni 2012
Es ist Sommer! Heiß heiß heiß! Das Viereck ist wieder aufgetrocknet und perfekt.
Billy und ich haben heut Liberty gemacht und weiter am Galopp herumgewerkt. Wir kamen beide ganz schön ins Schwitzen ;-) .
Zuallererst muss ich aber einmal einen Fortschritt festhalten, der sich so heimlich, still und leise eingestellt hat, sodass ich ihn selbst fast übersehen und erst heute so richtig wahrgenommen hab: Wenn Billy und ich am Viereck Liberty machen, da war das letztes Jahr schon noch was besonderes. Immerhin hat unser Viereck - zur Erinnerung - keinerlei Einzäunung. Letztes Jahr wars noch nicht so selbstverständlich, ob er bei mir bleibt. Jetzt ist das eigentlich - solange wir mit geringer Distanz arbeiten - eine Selbstverständlichkeit geworden.
Das ist mir heute deshalb bewusst geworden, weil ich ganz zum Schluss 2x versucht habe, ihn auf kleine Zirkel zu schicken. Im Schritt und mit sehr kleinen Zirkeln war das ok, dann war ich kühn und habe Trab gefragt, der Zirkel wurde größer - und prompt verloren wir die Verbindung, und Billy machte sich auf den Weg Richtung Ausgang (und Weide, wo die Kumpels waren - verdenken kann man's ihm also nicht ;-) ). ABER ich joggte dann hinter ihm her, sammelte ihn quasi im Vorbeilaufen wieder ein und machte den verunglückten Zirkel wieder zu einem Stick-to-Me, und so trabte er dann mit mir brav am Ausgang vorbei, offenbar ohne auf die Idee zu kommen, dass er doch gerade auf die Weide gehen wollte.
Die Zirkel lass ich daher momentan, bzw. beschränke mich auf Schritt, bis das besser sitzt.
Zurück zum Galopp im Stick to Me, da gabs diesmal einen schönen Fortschritt. Erstens war Billy heut nicht ganz so übermütig mit Kopfschlenkern drauf, sodass ich mich etwas wohler fühlte. Zweitens klappt es mit dem Abstand immer besser, und auch mit dem Gesichtsausdruck im Trab. Er scheint sich langsam dran zu gewöhnen, dass wir halt nebeneinander hertraben. Ich passe auf, dass ich ihm nicht den Weg abschneide (ich glaube, dass sein Grantgesicht manchmal daher rührt, dass er das Gefühl hat, ich laufe ihm im Weg rum), und beantworte jedes Zu-nahe-Kommen seinerseits mit konsequentem Wegschicken. Das Angaloppieren war heute recht prompt, und das Highlight nach ein wenig Üben eine ganze Runde am Zirkel nebeneinadner galoppieren, mit überraschend freundlichem Gesichtsausdruck seinerseits, ohne Überholen, und das ganze noch dazu auf der schwierigeren linken Hand. Soooo brav der Billy!!
Billy und ich haben heut Liberty gemacht und weiter am Galopp herumgewerkt. Wir kamen beide ganz schön ins Schwitzen ;-) .
Zuallererst muss ich aber einmal einen Fortschritt festhalten, der sich so heimlich, still und leise eingestellt hat, sodass ich ihn selbst fast übersehen und erst heute so richtig wahrgenommen hab: Wenn Billy und ich am Viereck Liberty machen, da war das letztes Jahr schon noch was besonderes. Immerhin hat unser Viereck - zur Erinnerung - keinerlei Einzäunung. Letztes Jahr wars noch nicht so selbstverständlich, ob er bei mir bleibt. Jetzt ist das eigentlich - solange wir mit geringer Distanz arbeiten - eine Selbstverständlichkeit geworden.
Das ist mir heute deshalb bewusst geworden, weil ich ganz zum Schluss 2x versucht habe, ihn auf kleine Zirkel zu schicken. Im Schritt und mit sehr kleinen Zirkeln war das ok, dann war ich kühn und habe Trab gefragt, der Zirkel wurde größer - und prompt verloren wir die Verbindung, und Billy machte sich auf den Weg Richtung Ausgang (und Weide, wo die Kumpels waren - verdenken kann man's ihm also nicht ;-) ). ABER ich joggte dann hinter ihm her, sammelte ihn quasi im Vorbeilaufen wieder ein und machte den verunglückten Zirkel wieder zu einem Stick-to-Me, und so trabte er dann mit mir brav am Ausgang vorbei, offenbar ohne auf die Idee zu kommen, dass er doch gerade auf die Weide gehen wollte.
Die Zirkel lass ich daher momentan, bzw. beschränke mich auf Schritt, bis das besser sitzt.
Zurück zum Galopp im Stick to Me, da gabs diesmal einen schönen Fortschritt. Erstens war Billy heut nicht ganz so übermütig mit Kopfschlenkern drauf, sodass ich mich etwas wohler fühlte. Zweitens klappt es mit dem Abstand immer besser, und auch mit dem Gesichtsausdruck im Trab. Er scheint sich langsam dran zu gewöhnen, dass wir halt nebeneinander hertraben. Ich passe auf, dass ich ihm nicht den Weg abschneide (ich glaube, dass sein Grantgesicht manchmal daher rührt, dass er das Gefühl hat, ich laufe ihm im Weg rum), und beantworte jedes Zu-nahe-Kommen seinerseits mit konsequentem Wegschicken. Das Angaloppieren war heute recht prompt, und das Highlight nach ein wenig Üben eine ganze Runde am Zirkel nebeneinadner galoppieren, mit überraschend freundlichem Gesichtsausdruck seinerseits, ohne Überholen, und das ganze noch dazu auf der schwierigeren linken Hand. Soooo brav der Billy!!
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