you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 9. August 2011

Der Kursbericht braucht noch etwas. Ich tippe. Das wird lang ;-)

DAher inzwischen ein bisschen Bericht, was wir so gemacht haben.

Also zuerst sind wir wieder Finesse geritten, mit dem Glücksrad. Billy hasst es schon wieder. Klar, wenn das kommt, muss er ja auch hart arbeiten. Wenn es mal oben ist, gibt es aber keine Abwehrreaktionen mehr. Vielleicht mag er es nur nicht über die Ohren gezogen bekommen, grübel ich schon.
Dann sind wir damit Übergänge geritten, die werden langsam richtig richtig toll. Dass das ehemalige Büffeltier jemals so spritzig am Schenkel werden könnte, hätt ich mir nie träumen lassen. Wir sind über "einfache" (z.B Schritt-Trab) Übergänge mittlerweile bei solchen Dingen wie Halt-GAlopp angekommen. Und wie er sich bemüht! Meist haben wir da noch 1-2 Trabtritte drin, aber die darf er vorerst zur Beinsortierung. Der beste Übergang war der, als (wir hielten gerade und bereiteten uns für Galopp vor) eine Spaziergängerin am Viereckrand auftauchte, die dort definitiv nicht hingehört - da brauchte es kein Beine-Sortieren, das Billytier ging quer durch die Bahn durch, fiel Gott sei Dank nicht über unsere Cavaletti-Hürden, und während ich mir noch der Tatsache bewusst wurde, dass ich ja ohne Sattel bin, standen wir auch schon wieder. Also Halt-Jagdgalopp-Halt innerhalb einer Bahnlänge, nicht schlecht. Das kommt davon, wenn man mittels vieler Übergänge das Pferd "spritzig" macht. Ich hielt es für einen günstigen Zeitpunkt, abzusitzen, jedenfalls ;-).

Aufgehört haben wir dann noch nicht, sondern On Line an Galoppwechseln gefeilt; Billy hatte aber nicht mehr wirklich viel Schwung, war wohl schon müde. Trotzdem, er bemüht sich so! Ich bekam einen halbherzigen fliegenden in beide Richtungen, dann haben wir natülrich gleich aufgehört.

Kursbericht: David Lichman, 30.-31. Juli 2011

Bericht vom 2-Tages-Workshop mit David Lichman (5-Stern-Instruktor aus den USA), 30.-31. Juli 2011

"Come bearing gifts" ...

So ist Davids Einstellung zur Pferdearbeit.
Billy hat das ganz außerordentlich gefallen. Und mir auch! Ich war vom Kurs hellauf begeistert, wir haben wieder Unmengen gelernt. Grund dafür war sicher nicht zuletzt, dass das Niveau der Teilnehmer recht hoch war, und so konnte man auch einen Blick in die vielleicht eigene Zukunft sehen, wenn David mit einer Teilnehmerin Spins at Liberty erarbeitete oder Liberty-Figure-8s.

Wie die Überschrift vermuten lässt, arbeitet David sehr viel über Lob, und auch gerade Futterlob. Am meisten von allen Instruktoren, die ich bisher kennengelernt habe. Um ein neues Pferd kennenzulernen, gabs erst mal Streicheln, hallo sagen und eine Karotte. Sooo gefiel das dem Billy, er liebte den Mann sofort von Anfang an ;-).
Dazwischen gab es bei allen kleinen Zwischenschritten, die gut gelungen waren, gleich ein Stückchen Karotte. David hatte sich gleich zu Beginn eine ganze Schüssel voll bringen lassen ;-) .

Los ging es am ersten Vormittag - wie ja meistens - mit Theorie bzw. Kennenlernen der Teilnehmer. Einige kannten sich untereinander schon. Und was mir sehr gut gefallen hat - David lässt schon Wochen vorher jeden Teilnehmer ein online-Formular ausfüllen, mit ganz schön vielen ausführlichen Fragen. Die eigenen Horsemanship-Goals im allgemeinen, die Ziele für den anstehenden Kurs; die Einschätzung, wo man gerade steht; Einschätzung des Charakters des Pferdes und der eigenen Person; Probleme die mit dem Pferd auftreten; und ob er sonst noch etwas über Teilnehmer und Pferd wissen muss. Das fand ich toll, beim Ausfüllen musste ich direkt viel nachdenken, was ich denn da nun hinschreiben soll. Somit hat es den Vorteil, dass jeder Teilnehmer sich bereits VOR dem Kurs ausgiebig Gedanken gemacht hat; David ist vorbereitet, hatte die Fragebögen eindeutig genau angesehen und "kannte" die Leute also bereits - was viel Zeit zu Kursbeginn spart.
Wir haben nur die Ziele von jedem durchbesprochen. In den Formularen waren von uns die drei Dinge zusammenfassend genannt worden, die offenbar immer die Problemstellen sind:
- motivation
- relaxation
- liberty.
David brachte kurz vergleichend das Schema von Karen Rohlf, bestehend aus den 3 "Arbeitskreisen" realaxation, energy und balance. Wenn alle 3 zusammentreffen, sich diese 3 Kreise überschneiden, hat man den "sweet spot" gefunden (meist nur kurz, bevor eins davon wieder flöten geht und man erneut daran arbeiten muss, den entsprechenden Bereich wieder herzustellen und die drei Kreise sich wieder überschneiden zu lassen) - ein Zufall, dass ich ihre DVD kurz davor geschaut hatte ;-)

Im Zusammenhang mit diesen 3 großen Zielen brachte David ganz kurz (da fortgeschritten, kannten es wohl eh alle) das Horsenality-Muster und brachte es mit den 3 Zielen in Zusammenhang:
- LBE: Möchte Spiel, braucht Gehorsam, mittels Kreativität.
- RBE: Möchte Hilfe, braucht calmness, mittels consistency (= patterns)
- LBI: Möchte ... hier hab ich nichts aufgeschrieben, also: nichts *g*, braucht Motivation, mittels Futter
- RBI: Möchte Sicherheit, braucht Selbstsicherheit, mittels Zeit und einer Spur "get over it" (das erwähnte David, weil RBI-Besitzer wohl oft so viel Rücksicht auf ihr Pferd nehmen, dass sie gar keine Fortschritte machen - bezüglich gewisser Dinge müsse man zum Pferd auch sagen können: "get over it", um ihm zu zeigen, dass es nichts Schlimmes ist).
Das Diagramm fand ich eine gute Gedächtnisauffrischung.

Auf das Thema relaxation ging er dann noch ausführlich ein. David bringt vielen Pferden erstmal bei, bei Angst/Unsicherheit den Kopf zu senken. Ganz einfach mittels Konditionierung, fast schon clicker-mäßig ;-). Eine Teilnehmerin mit ihrem oft unsichern, ängstlichen Pferd, demonstrierte dann an den zwei Tagen, wie gut das klappt. Wenn auch Kopf unten noch nicht gleichzusetzen ist mit Entspannung, so ist es doch ein erster Schritt dahin. Bis es funktioniert, durchläuft das Pferd die Stufen 1) tolerate (d.h. entgegen dem natürlichen Fluchtinstinkt bei Angst oder Diskomfort stehen bleiben), 2) accept, 3) relax, 4) generalize (d.h. das unter kontrollierten Bedingungen antrainierte Kopfsenken funktioniert auch in anderen Situationen).

Gut, dann ging es an die Praxis. David hatte uns schon zuvor in 2 Gruppen eingeteilt, jeweils nur 3 pro Gruppe, das war toll

Wir arbeiteten - weil ich das nach wie vor als unser Problemfeld angegeben hatte - am Rückwärts, zuerst vom Boden. Hier sah man einen sehr großen Unterschied zum letzten Kurs. Wenig Druck, trotzdem ein schönes Ergebnis. Bald war es flüssig genug, dass David mich eine weitere Zutat hinzufügen ließ: flüssig Rückwärts, dabei Kopf nach unten, mittels Porcupine Game unten am Halfterknoten. Klappte schnell sehr gut. Dann durfte ich an diesem Vormittag noch aufsitzen und gemeinsam mit David am Boden erarbeiteten wir mit Billy ein Rückwärts nur mit Neckstring! Genial. Ich glaube 10 Minuten und Billy ging rückwärts auf Sitz + Neckstring. Seither übe ich auch vermehrt das Reiten mit dem Neckstring, hab ich irgendwie ganz vernachlässigt, das mal zu probieren.

Die anderen werkten - z.T. On Line, z.T. Liberty - am Draw in einer Figure 8. David hat das mit ihnen durch eine Art Stick To Me bzw. Zirkel auf sehr geringe Distanz, gefolgt von schnellem Rückwärtslaufen, um das Pferd bis zur Mitte der 8 zu ziehen. Daraus erhöhten sie langsam die Distanz und veränderten die eigene Position - am Anfang liefen sie quasi den 8er (bzw. halben 8er) mit, Füße still halten kam erst später. Eine ander Teilnehmerin am Nachmittag arbeitete eben daran, ihr nervöses Pferd den Kopf senken zu lassen, während Sackerln etc. raschelten, und hatte gute Erfolge. Außerdem wurden stehende einzelne Tonnen gehüpft - On Line und auch Liberty. Eine andere Teilnehmerin hatte als Ziel angegeben, ihr Pferd bridleless im Trab dazu zu bringen, entspannter den Kopf zu senken - da war auch spannend, wie es erarbeitet wurde.

Zu Mittag und am nächten Tag vormittags zeigte uns David auch noch inspirierende Videos.
Billy und ich arbeiteten am zweiten Tag zunächst an Liberty-Zirkeln. David zeigte sich als kein Freund von zuviel Circling Game. Er erarbeitet den Zirkel folgendermaßen, und ich denke das hilft wirklich, um den Draw zu fördern und zu erhalten: Als erster Schritt sollte ich drauf achten, dass Billy mir immer 2 Augen schenkt. Reichlich belohnen, wenn ja. Dann nur wenige Schritte zur Seite um mich rum schicken, mit einer ganz kleinen Bewegung. Wobei es für David egal war, ob er dabei vorwärts ging und mich ansah, oder überhaupt seitlich trat. Sobald die Aufmerksamkeit flöten gehe, sollte ich sie wiederholen, durch Hinterhand disengagement, danach aber rückwärtslaufen, sodass er wieder zu mir gezogen wurde. Tatsächlich hatten wir so recht bald eine ganze Zirkelrunde in beide Richtungen. Zuerst online, klappte danach aber genauso at Liberty. ich habe es seither nur wenig weiterentwickelt, aber etwas mehr Distanz und 2, 3 Trabtritte gehen nun schon auf diese Weise - und Billy nimmt keinen Augenblick den Blick von mir.

Mit den anderen arbeitete David am Spin at Liberty, weiter am Kopfsenken im Trab oder Halten, und Tonnenhüpfen und Reiten von 8ern.

Am Nachmittag sind wir dann alle gemeinsam geritten, und es war echt lustig. Zuerst spielte David unterschiedliche Lieder an, und wir sollten zuerst den Schritt, dann den Trab, den unterschiedlichen Takten (mal schnell, dann langsam, noch schneller, noch langsamer) anpassen. Das war total interessant; vor allem erkannte ich, dass Billy und ich exakt ein einziges Trabtempo gehen können. Der SChritt ließ sich so noch gut regulieren, aber im Trab gibt es nur einen einzigen Takt bei uns, will ich langsamer, geht er Schritt, will ich schneller, gibts Galopp. Interessant, und eine Hausaufgabe ;-).
Überhaupt bindet David Musik stark in den Unterricht ein, macht es kurzweilig und unterhaltsam!
Zuletzt pappte David Ringe an Sprungständer, die wir mit unseren Sticks auffädeln sollten - zuerst im Schritt, dann Schritt ohne Zügel, dann Schritt ohne Zügel mit der linken Hand statt der rechten, dann im Trab ohne zügel mit der linken, und auch im Galopp. Ich war ganz überrascht, dass ich überhaupt was getroffen habe *lol* - 2x sogar im Galopp.

Das war auch schon das letzte für den Kurs.

Fazit: David ist total unterhaltsam und hebt sich durch das viele Loben mit Futter von den anderen Instruktoren (die ich bisher kennenlernen durfte) deutlich ab. Der Kurs war gleichzeitig lustig und lehrreich (bisher wars meist eher entweder-oder). David erarbeitet ganz konkrete Aufgaben nach Wunsch der Teilnehmer, er erklärt ganz genau was wie wann warum, lässt einen aber auch selbst machen und probieren. Außerdem ist er durchaus auch einmal "risiko"freudig und probiert einfahc mal aus, ob das Pferd nun reif ist, das Seil abzunehmen - war beim "Nervösling" 2x die falsche Entscheidung, machte aber nix.
Also alles in allem eine wirklich schöne Mischung!

Freitag, 29. Juli 2011

Ich und mein Blog waren in Urlaub, deshalb die Eintrags-Lücke ;-).

So ohne Internet und ohne Arbeit hat man endlich mal Zeit fürs Pferd :-). Trotz meist eher schlechten Wetters konnten wir viele Dinge machen.

Zum einen hab ich all die Termine, die im normalen Arbeitsleben oft so schwer unterzubringen sind, in den Urlaub verlegt: Billy musste demnach zum jährlichen Zahnarzttermin (bzw. Fr. Zahnarzt zu ihm) - dabei war alles in Ordnung, das Übliche - und außerdem hab ichs endlich endlich geschafft, mir jemanden von R.O.C.-Sättel kommen zu lassen, der mir das System erklärt und mich probereiten lässt. Tatsächlich passte der Test-R.O.C. gleich auf Anhieb auf Billys Rücken, rutschte quasi von selbst dorthin wo er hingehört, schmiegte sich an wie angegossen - und wir durften ihn nach der Probereiterei auch nach dem Abnehmen ein zweites Mal auflegen, ohne dass Billy durch irgendwelches Gifteln angezeigt hätte, dass davor etwas nicht gepasst hat. Auch mir hat der Sattel ganz gut gefallen - nun bin ich nur noch unschlüssig bezüglich des Modells, das wird schwierig.

Außerdem haben wir ein weiteres kleines aber feines Utensil gebraucht erstanden: Billy besitzt nun ein Glücksrad! Sehr viel hab ich mir davon ja nicht erwartet - ich erwartete nur eine ähnlich abwehrende Reaktion wie aufs Gebiss, wenn ich damit Kontakt zu halten versuchen würde. Falls das Ding überhaupt irgendwelche Einwirkungen weitergeben würde...
Und dann hab ichs probiert und war nach 3 Sekunden schon mal sehr begeistert. Billy war skeptisch: "was schleppt die nu scho wieder an??", ließ sichs aber brav anlegen, ist ja auch nur quasi ein Halfter. Dann noch etwa rumverstellt und rumprobiert, Zügel ohne Hebel eingeschnallt und in die Halle, um es per "Handarbeit" mal zu probieren. Wie man am Blog feststellen kann, hab ich die Handarbeit ziemlich brach liegen lassen *schäm*. Da stand ich dann mit Glücksrad und Billy, probierte mal einen gaanz sanften vorsichtigen Zupfer - schwupps, Billys Hals bog sich, kein Verwerfen, einfach hübsches Nachgeben auf wirklich minimale Einwirkung. Da war ich schon ziemlich baff. Ok, dann mit dem äußeren Zügel über dem Hals: Kann er sich auch weg von mir biegen? Ja, konnte er, auf ebenso kleinen Zupfer. Und ohne Gegenwehr oder so. Faszinierend. Kurze Überprüfung, indem ich die Finger unter das Nasenteil und unters Kinnteil steckte und wieder einwirkte, stellte sicher, dass da jetzt nicht wer weiß was für Kräfte wirken.
Und dann haben wir losgelegt: Schulterherein als hätt er nie was anderes gemacht, Renvers, Travers, als hätten wir damit nie ein Jahr pausiert.
Später bin ich noch mit dem Glücksrad auf Kontakt geritten, Übergänge, auch die klappen hervorragend, Billy lümmelt sich weder auf das Ding drauf noch rollt er sich ein noch schüttelt er ärgerlich ständig mit dem Kopf - und es ist mir sogar gelungen, eine ausgewogene Mischung zwischen langen Zügeln und Kontakt (immer nur wenige Minuten) zu treffen. Sehr sehr schön.

Und schließlich hab ich die Zeit genutzt und vermehrt Ausritte zu unternehmen - schön wars! V.a. bin ich so weit allein geritten wie noch nie :-). Das Billytier war fast immer entspannt, einmal trafen wir einen fremden Reiter vom Nachbarstall und ritten ein Stück mit dem; wir haben neue Waldwege erkundet (ok, die waren zu 100% alle Sackgassen, aber macht ja nix) und uns Kühen alleine auf immerhin 100m angenähert ;-) ohne dass Billy umdrehen und heimlaufen musste. Außerdem überwinden wir diverse Gatschpfützen oder Rinnsale - auch unbekannte - immer öfter mit großen Schritten (nach eingehender Begutachtung natürlich) statt mit einer Überraschung für Frauli in Form eines 4-m-Sprungs (für 10cm Wasser).
Das war echt schön und hat mir auch wieder mehr Selbstvertrauen und Vertrauen in Billy gegeben - auch dass ich im richtigen Moment absitzen konnte, z.B.

Und als Krönung meines Urlaubs gabs noch einen 2-Tages-Kurs mit 5-Stern-Instruktor David Lichman, der wirklich ganz ganz toll war ... eigener Eintrag folgt :-)

Mittwoch, 13. Juli 2011

Pfuh, ist das heiß. 34°, im Stall "kühle" 32.
Habe mir trotzdem den Billy geschnappt und gedacht, ich übe in der kühleren Halle ein bisschen ruhige Liberty-Dinge.

Zuerst mussten aber unsere 2 süßen Neuankömmlinge aus der Halle: 1,5 jähriger Jungspund + Mama. Die hatten natürlich alles mögliche in der Halle hinterlassen, besonders spannend fand Billy das allerdings nicht, außer dass er über eine Pinkellacke nochmal drüber pinkeln musste. Trotzdem: die beiden neuen waren im Auslauf, nicht soweit weg von der Halle, und somit war das Tor heute immens spannend (v.a. da dort Heu lag, das die beiden übriggelassen hatten).

Es dauerte etwas, bis er sich auf mich konzentrieren konnte, aber man sah dass er sich bemüht hat. STick to me klappte sofort, er blieb bei mir, obwohl er immer wieder Richtung neue Pferde linste. Als ich ihn dann weggeschickt habe, wurde aus dem Circling Game natürlich ein Ellipsen-Game ;-). Er startete zum Tor, wurde dort langsamer, gaste wieder an, wurde beim Tor wieder langsamer um rausschauen zu können usw. Anfangs war Bring back schwer, da galoppierte er stattdessen sogar an (was ich bei der Hitze eigentlich gar nicht verlangt hätte, aber wenn er will...). Und dann war es irgendwie total herzig: Ich hockte mich hin, meine Bring-Back-phase 4 - da kommt er eigentlcih immer rein, weil es wirklich ein sehr konsequentes Zeichen für "Spielende!!" ist. Tatsächlcih kam er, schnofelte kurz meine Hand an... und startete sofort wieder von sich aus auf den Zirkel, um beim Vorbeilaufen wieder beim Tor rausschauen zu können. Danach wechselte er selbst die hand in wunderhübschem Bogen und war überhaupt ganz ungewohnt ehrgeizig. Bring Back wurde einfacher, und es war wirklich lieb, er kam rein, sagte hallo, ... und war wieder weg. Normalerweise geht ja nix über eine Pause ;-).

Wenn er schon von sich aus traben wollte, habe ich kleine scnell aufeinanderfolgen Übergänge gemacht, Schritt und Trab, die klappten super, und er wurde konzentrierter.

DAnn Handwechsel, und da hatte ich ein Aha-Erlebnis... in besteimmtem Winkel zur Bande hinbewegt, löst ihn von der Bande und veranlasste ein wunderschönes S im Handwechsel, von beiden Händen. 2 in jede Richtung, und dann (nach vielleicht 15 oder 20 Minuten) war ich klug genug, auf das hin aufzuhören.

Wir spazierten noch gemeinsam zum (uneingezäunten) Viereck, ich habe schwunglose Dinge Liberty probiert, wie ein kurzes Yoyo, STick to Me und einfache Driving games, SEitwärts. Ich möchte anfangen, mehr da draußen zu spielen.
Der Gedanke, ihm das Seil über den Rücken zu legen udn dann ein CG zu versuchen, verging mir schnell wieder - da war heute einfach die Anziehungskraft der fremden Pferde und damit die Neugier zu groß.

Am Schluss gabs noch was Interessantes zu beobachten: Den Auslauf, auf dem die neuen Pferde waren, umgehend, gingen wir bei einem seitlichen Tor rein, um Billy auf die Weide zu entlassen. Natürlich kamen die neuen an den Zaun, um uns zu beobachten. Ich ließ Billy frei und beobachtete, wie er die neuen begrüßte: freundlich und neugierig stapfte er auf sie zu, kurzes Schnofeln Nüster an Nüster ("Servas, ihr seids neich, ha?"), da zuckte kein Ohr nach hinten, es kräuselte sich keine Nüster, es wurde nicht gequietscht, gar nix. Billy schnofelte sie an, sie schnofelten zurück, dann ging er auf die Weide. Genauso lief die Begrüßung mit dem letzetn neuen Pferd auch ab. Billy geht hin: "Servas, ich bin der Billy, und du? ... Aha, ok, pfiati, ich muss fressen gehen".
Tja, und dann... kam eine Einstellerin mit ihrem Pferd - genauso LBI wie Billy - von der Weide und kam auch an den beiden vorbei. Ihr Pferd stapfte genauso freundlich wie Billy zu den beiden. Und aus dem Nichts klappten alle Ohren nach hinten, Zähne wurden gebleckt, quietschen, beißen...
Es war total interessant, v.a. kann ich nicht sagen, wo nun der Unterschied war. Alle schienen in beiden Situationen vorerst gleich freundlich/neugierig, bei Billy blieb es so, beim anderen war man sich offenbar nicht sympathisch.
Noch ein Bild vom völlig selbstvergessenen Billy. Diesmal doch Leckstein statt Hund ;-)



Und wenns mal gar nix anderes in Reichweite gibt, kann man ja immer noch am Kollegen schlecken *g*

Montag, 11. Juli 2011

Hü-hüüüpp, Hü-hüüpp

Am Wochenende haben Billy und ich wieder fleißig hüpfen geübt.

Freitag:
Hüpfen am Viereck, hauptsächlich On Line. Es gab ein doppelhohes Cavaletti, 3 Trabstangen, eine Tonne. Billy macht das Springen Spaß, hat man den Eindruck. Mit Travelling Circles haben wir uns an das Doppelcavaletti herangetastet, er sprang es wunderschön aus dem Galopp, galoppierte dafür extra an. Auf Anfrage geht es auch sehr gut aus dem Trab, und auch aus dem Schritt, obwohl hier etwas uneleganter. Jeweils auf beiden Händen.
Die Tonne war zu schmal, die hat Herr Billy jedesmal (absichtlich) verfehlt. Ich kann ihn hinlotsen und genau davor anhalten lassen, aber so zielgenau hinlotsen, dass er dann auch springt, ist mir nicht gelungen. Könnte sie seitlich mit Cavalettis begrenzen, einen "Gang" bauen.
Die Trabstangen nahm er brav, wenn nicht ganz konkret gefragt, weicht er aber aus - "muss ja nicht sein".

Dann bin ich noch aufgesessen und wollte todesmutig mit Pad diesen Cavaletti-Hopser nehmen. Ja denkste, unlogischerweise sah das Ding von oben viiiiel höher aus als von unten... somit sind wir nur halbherzig drauf zugeritten, und Billy beschloss, dass Frauli für sowas sicher nicht reif ist und lief lieber dran vorbei - ich war nicht so ganz unglücklich drüber ;-). Wir versuchten es dann im Schritt zu überwinden, mit Drübersteigen - dabei fiel natürlich das obere Cavaletti, sodass 2 neben (statt über-)einnder stehen blieben. Das war dann dafür ideal, um Squeeze Game mit kleinen Hopsern zu machen, das hat uns beiden Spaß gemacht. Einmal ist Billy sogar sowas von genial aus dem Stand angaloppiert :-)

Samstag:
Heute haben wir die Hüpfer auf die Geländestrecke verlegt. Und ich das Pad mit Sattel getauscht - eine gute Idee, fand ich später ;-).

Billy hat mächtig Gas gegeben, Springen macht offensichtlich Spaß! Die Geländestrecke geht leicht bergauf mit kleinen Hüpfern, Cavalettiartig, vielleiht etwas höher. Ein paar feste Hindernisse (Baumstamm und so) gibt es auch, aber an die wage ich mich noch nicht so heran. Ich galoppiere also ruhig an, da zieht das Billytier völlig ungewohnt nach vorne, rast auf das Cavaletti hin und spriiiingt mindestens 3x so hoch wie nötig (also so hat es sich angefühlt). Billys Springtechnik hat sich stark verbessert - meine noch nicht *g*.
Die Wasserlacke haben wir auch gemeistert, und zwar NICHT springend, das war schwierig und bedurfte mehrerer Wiederholungen, bis Billy dann halt doch im Schritt drüber- und durchging. Brav gemacht :-)

Sonntag:
Ich glaube Billy hat Muskelkater :-/
Es ist furchtbar heiß, und ich war mit Stallkollegin und ihrem Hafi im Wald ein bisschen spazieren. Billy schleifte die Hinterhufe träge über den Asphalt. Entweder faul und müde, Muskelkater oder sonstwas - werde beobachten. Nach ein paar Minuten war nichts mehr zu bemerken.
Ein schöner und sehr ruhiger Spaziergang am Sonntagnachmittag. Danach gabs Dusche und entspannendes Dösen im Schatten.

Freitag, 8. Juli 2011

Hier mein Lieblingsbild:
"Leckstein ist aus, aber Hund schmeckt auch net so übel" ;-).

Dienstag, 5. Juli 2011

Wir haben weiter hüpfen geübt, diesmal großteils Liberty, zwischendurch bin ich aber auch zum Seil übergegangen.

Ab einer bestimmten Höhe hält Billy das Überspringen der Stange für unmöglich. Naja, .... wenn Frauli mitspringt, überwindet er sich ;-). Aber allein geht nur bis Cavaletti-Höhe. Ein paarmal hintereinander haben wir so ein schönes Squeeze-Game zusammengebracht: Hüpfen, turn, face, kurz warten, hüpfen, turn, face, warten, hüpfen. Toller Billy :-).

Und da ich auch wieder das Yoyo für den Draw geübt habe, ergab sich sogar, dass er über den Sprung auf mich zugehüpft ist, 2x haben wir das hingekriegt, toll.

Sonntag, 3. Juli 2011

Sonntag, und es regnet, natürlich.

Zuerst haben wir deshalb eine kleine Liberty-Einheit in der Halle gemacht, die lief ganz gut. Ganz viel Yoyo: 1 Schrittchen zurück, gleich wieder herholen, 2 zurück, 3 her, immer mehr her als zurück. Gerades Zurück geht schon viel besser, relativ feine Phasen genügen. Interessant, unser Liberty-Rückwärts ist viel ruhiger, dabei aber sogar flüssiger und v.a. williger (d.h. kein Grantgesicht) als On Line. Beim Herholen haben wir ab einer bestimmten Distanz Missverständnisse, Billy ignoriert mich, bei Stickeinsatz - aus dieser Position auch etwas schwierig - glaubt er ich will ihn auf den Zirkel schicken, oder er geht weiter rückwärts, oder seitwärts. Wenn ich zu kleinerer Distanz, weniger Schritten zurückgehe, kann ich das reparieren. Braucht aber jedesmal lange Zeit.
Dafür wird so das Send beim Circling endlich mal korrekt: Rückwärts, Richtung zeigen, losschicken, schön langsam im Schritt.
Mit dem so gewonnenen Draw konnte ich ihn besser aus dem CG zurückholen und Handwechsel haben wir auch 2 ganz gute hingekriegt. Da war ich dann mal klug genug, aufzuhören bzw. nach langer Pause was ganz anderes zu machen:

Ich möchte mit Billy ein bisschen hüpfen üben, habe also eine Tonne und Cavalettis aufgebaut und ihn die am Viereck hüpfen lassen. Billy ist eifrig und ich glaube das macht ihm Spaß. Tonnen hüpft er lieber als Stangen. Er ist die tonne aus GAlopp und Trab auf beiden Händen gesprungen ohne zögern, einmal auch flüssig aus dem Schritt, aber die anderen Versuche aus dem Schritt endeten mit Verweigerung, das ist ihm nicht geheuer, er denkt er braucht Anlauf (auch wenn ich weiß, dass er diese kleine Tonne auch aus dem Stand springen kann ;-) ). Drübersteigen klappt nicht, das hat er probiert ;-).

Samstag, 2. Juli 2011

Heute bin ich ausgeritten, und zwar weit über den "stillen blauen See" in der Mitte meiner Comfortzone hinaus. Fast bis in die Rote Zone ;-).
Billy war toll insgesamt. Wir habn auch einen neuen Weg erkundigt (parallel zur Straße, leider eine Sackgasse - den wollte ich schon lang erkunden, wo er hinführt), komischerweise fühle ich mich dabei vollkommen sicher, und Billy stapft brav überall hin wo ich ihn bitte. Erst dort, wo ich weiß, dass mal was passiert ist, dass er da mal Angst hatte, dass da Kühe sein können, usw. da verkrampfen wir uns beide. An der weitest entfernten Stelle wurde mir das zu schlimm und ich hab umgedreht. Ob das gut ist weiß ich nicht, aber musste sein. Nächtstes Mal probiere ich dort vielleicth doch wieder mal abzusitzen und zu Fuß ein Stück weiterzugehen.

Beim Heimweg hat uns dann noch dieser doofe Hund vom Nachbarn angefallen, das Tier wird immer frecher und ist kurz davor Billy in die Sprunggelenke zu zwicken. Ich hoffe Billy zeigt eine ihm angemessene Reaktion und das Hundevieh fliegt bis in den nächsten Bach :-(. Dass der Besitzer es dann zu sich pfiff und begann, es hinter der hohen Hecke, an der wir knapp vorbeimüssen, mit einem sehr lauten Quietsche-Spielzeug abzulenken, war für Billys und meine Nerven nicht gerade besser als das bellende Hundetier - das konnte man wenigstens sehen. Billy war aufgeregt, blieb aber da und wir konnten den Ausritt somit erfolgreich beenden :-)

Freitag, 1. Juli 2011

Ich komme momentan kaum zum Schreiben und muss einiges nachtragen.

Heute haben wir weietr einfache Galoppwechsel geübt bzw. als Vorstufe habe ich versucht zu bestimmen, auf welcher Hand Billy auf der Mittellinie anspringt. War nur mäßig erfolgreich. Komischerweise bot er immer Linksgalopp an. Rechtsgalopp verstand er nicht - auf dem Hufschlag sprang er aber auch rechts immr richtig an, er braucht also die Bande. Ich glaube ich gebe schon wieder einmal unverständliche Signale, weil ich selbst schief bin - und je mehr ich mich bemühe, deutlicher zu werden, umso holpriger wird das.
Billy wollte zum Schluss nicht mehr wirklich mit machen - hab also wieder mal den rechten Zeitpunkt zum Aufhören nicht gefunden.

Dafür sind wir zum allerallerallerersten Mal ein Cloverleaf auf dem 20x40er Viereck galoppiert, rechte Hand, ohne Trab dazwischen, 1 Durchgang. Das stand schon 2010 auf meiner "Ziele"-Liste, und damals war es absolut unmöglich, Billy durch so enge Wendungen zu kriegen, einfach nicht machbar. Und jetzt gehts :-). Nicht schön und nicht auf Ideallinie sicherlich, aber es ging :-)

Dienstag, 28. Juni 2011

Eine sehr interessante Liberty-Einheit hatten wir heut.

Geplant war ja wieder mal alles ganz anders. Ich wollte unser Liberty auf dem Viereck austesten - kein Zaun, mehr Platz. Einfach die simplen Dinge probieren. Vorher aber "kurz" in die Halle, zuerst mal die Verbindung testen bevor wir uns auf freie Fläche begeben! Und vielleicht auch nen Handwechsel probieren, der steht sozusagen gerade an im Programm ;-).

Tja, und dieser Handwechsel, daran sind wir auch gleich gescheitert. War vielleicht aber eh gut so.

Der erste Versuch klappte gleich toll, von links auf rechts, die einfachere Seite. Viel gelobt, gleich nach 1 Minute große Pause, ist doch schön! Aaaber ich weiß die andere Richtung geht schlecht, die muss aber auch irgendwie sein. Also nach rechts geschickt. Auch kaum dass er draußen war, wieder eingeladen. Billy kam nicht, lief lieber weiter. Jede Runde hab ich ihn eingeladen, er kam nicht. Dazwischen machte er ein Spiel,ständig Richtung zu wechseln, aber nach außen und in bestimmten Ecken. Gut, das ließ er dann irgendwann sein, als es nichts fruchtete.

Ich lud ihn weiter jede Runde ein zu mir zu kommen. Ja, mit der Intention Handwechsel, weil ich sonst irgendwie das Gefühl kriege, das Pferd wickelt mich mal wieder um den kleinen Huf ("wenn ich lange genug nicht reinkomme, gibt sie auf und macht statt Handwechsel ein Bringback, weil sie froh ist dass ich überhaupt komme" - gut ich weiß nicht ob sie so komplex denken können - aber das ist was in Praxis dann passiert ;-) ). Nein, Billy galoppiert lieber. Runde um Runde um Runde. *staun* Ich war echt ratlos. Er raste nicht herum oder so, er ging dazwischen auch mal Schritt und Trab, was mir auch egal war, es ging mir ja drum, dass er zu mir reinkommt. Aber nix, auch nicht in Schritt und nicht in Trab. Ja, dachte ich, dann lauf halt wenn das mehr Spaß macht. Mein Angebot steht.
Ich weiß nicht wie langs gedauert hat bis ich ihn eeendlich rein bekommen habe - und ja, ich hab den Handwechsel dann noch gemacht (nicht unbedingt nach Lehrbuch, aber immerhin irgendwie) und nach ein paar Schritten auf der linken Hand kam dann das Bringback und eine laaaange Pause. Billy klatschnass, und dabei wollte ich doch so kurz nach der Augensache nichts Anstrengendes machen....

Gut, nach langer Pause wollte ich doch sehen, ob er kapiert hat, ob es ein zweites Mal besser geht. Aber wieder nicht oder kaum. Wieder ewiges Kreiseln, diesmal im Trab, für Galopp war er wohl schon zu müde, und ich hab auch keinen gefordert. Wieder Runde um Runde eingeladen, auch drauf geachtet, ob er mal was fragt oder so - er fragt manchmal, aber wenn ich dann einlade, geht er wieder auf den Zirkel.
Und er kann haargenau unterscheiden, ob ich zum Bringback einlade (da kam er sofort) oder zum handwechsel (die Unterscheidung ist ja prinzipiell nicht schlecht und so geplant, nur verstehe ich nicht, warum er den handwechsel so vermeidet).
Ich hab ihn dann auch ans Seil genommen, da klappten beide Richtungen mit durchhängendem Seil. Dann hab ich Liberty noch das S-Pattern (ich gehe rückwärts, Pferd macht vor mir Schlangenlinien, indem ich die Schulter ständig verschiebe - eigentlich lauter perfekte Handwechsel) probiertz - klappt einwandfrei in beide Richtungen.

Zum Schluss konnte ich zweimal relativ bald auf meine Einladung hin im Schritt ganz gute Wechsel von rechts auf links, dann lange Pause und aufgehört.

Komisches Pony!! Solche Aktionen machen mich immer baff und etwas ratlos, denn es entspricht einfach so ganz und gar nicht seinem Naturell, lieber 20 Minuten durchzugaloppieren statt eine Einladung zur Pause anzunehmen.

Danach kam noch ein Highlight: Wir sind gemeinsam at Liberty von der Halle zum Viereck gegangen (meinen ursprünglichen Plan entsprechend), zum Rand-Abgrasen. Klappte super. Billy trocknete, ich setzte mich daneben und genoss die Abendsonne. Dann hatte ich genug nach so 10 Minuten, stand auf, sah ihm noch ein bisschen beim Grasrupfen zu... dann sagte ich "na komm Billy", drehte mich um und ging weg... und das Billytier nahm sofort die Nase aus dem Gras und trottete hinterher, at Liberty, zum Putzplatz. Pfuh war ich baff!! Es hat mich riesig gefreut :-)))). Ich bin wichtiger als Gras, juchu!

In dem Zusammenhang hab ich was vergessen: Ich möchte jetzt auch etwas gezielter üben, dass Billy auf der Weide und im Auslauf auf Zuruf bzw. Pfiff auf mich zukommt. Vielleicht kann ich ja doch irgendwann einmal erreichen, nicht 1km latschen zu müssen, bevor ich mein Pferd antreffe. Seit letztem Jahr ist es ja eigentlich "normal" geworden, dass Billy freiwillig und Liberty mit mir mitkommt von der Weide. Da brauchte es nicht mehr viel, in Schritt Trab und Galopp folgt er mir weg vom Gras und weg von den Kumpels -aaaber abholen muss ich ihn schon. Ich muss hingehen, muss sagen "komm" und er kommt mit. Und momentan bleibe ich in gewissem Abstand stehen, beobachte ob er mich sieht und quasi mir zuwinkt (schaut mich freundlich/neugierig an - was er die ersten 3 Jahre nie getan hat!), warte, pfeife meine "Komm Billy"-Melodie und rufe ihn und warte... und warte... und warte... und wenn ich genug Geduld habe, dann setzt er sich vielleicht doch auf mich zu in Bewegung. Das hat die letzten beiden Tage so für 3, 4 Schritte funktioniert. Den ersten Tag 2 Schritte auf der Weide (wenn es nicth funktioneirt, geh ich immer näher und rufe und pfeife immer wieder und geb ihm Gelegenheit zu kommen), den 2. Tag ist er im Auslauf so in 10m Entfernung auf mich zugekommen - 4 Schritte, dann haben ihm Ranghöhere den Weg versperrt, ich bin fest überzeugt er wollte bis zu mir kommen ;-).
Wenn er bei mir angekommen ist gibts ein Leckerli.
Bin gespannt wie sich das weiterentwickelt und werde berichten. Diese 4 Schritte auf mich zu waren letztes Jahr nicht möglich, probiert hätte ich es oft genug...

Montag, 27. Juni 2011

Endlich endlich endlich dürfen wir wieder was tun :-).

Die Erkenntnisse bezüglich der Augenentzündung sind nicht unbedingt größer geworden. Es wurde alles mögliche getestet, auch Blutbefunde bei einigen Pferden etc. Kotanalyse. Fazit: Nichts genaues weiß man nicht. Nur dass unsere Pferde gerade ziemlich wurmfrei sind und dass es keine Bakterien waren, die die Augen angegriffen haben. Eher eine allergische Reaktion. Vielleicht hat eine Giftwolke unsere Weiden überflogen oder was weiß ich. In einem nahen Stall trat dasselbe auf, im Nachbarstall dafür z.B. gar nicht.

Ich weiß nur dass Billys Augen eh schon wieder seit 1-2 Wochen ganz normal sind (die wirkliche Entzündung war bei ihm ja nur ein paar Tage) und wir wieder was tun dürfen.

Am Wochenende hab ich das gleich für kleine einstimmende Ausritte genützt. Billy war superbrav, und langsam gewinne ich wieder etwas Sicherheit.

Heute hab ich dann wieder etwas am Viereck gearbeitet, ideales Wetter. Ich habe mit vielen vielen Übergängen von Schritt zu Trab begonnen, dann halt-Trab-Halt, dann Schritt-Galopp-Schritt und schließlich letzteres noch mit einem Handwechsel garniert. Das Angaloppieren Links aus dem Schritt war durch die Bank supergut, rechts brauchte er heute immer ein paar Trabtritte "Anlauf". Komisch, ich bin es umgekehrt gewohnt.
Also die Lead-Changes werden schön langsam als solche erkennbar. Nur unsere Galopp-Schritt-Übergänge müssen noch etwas sauberer werden. Ich hab mich so sehr auf sauberes Angaloppieren konzentriert, dass der umgekehrte Übergang vernachlässigt wurde.

Freitag, 24. Juni 2011

Muuuuh!

Trainingstechnisch tut sich weiterhin nicht viel, aaaber bei einem Besuch im Stall habe ich tolle Neuigkeiten erfahren:

Wir bekommen Küüüüühe! 2 Stück vom befreundeten Nachbarbauern werden eine Zeitlang neben der Pferdeweide wohnen - die Pferdchens müssen dran vorbei, wenn sie auf die Weide gehen wollen.
Da Billy ja durchaus in fremder Umgebung ein Kuh-Problem hatte, bin ich sehr angetan, dass er sich nun in seinem eigenen "Revier" mit ihnen auseinandersetzen kann. ich schätze bei ihm wird die Aufregung nicht sehr groß sein, v.a. wenn es ums Fressen geht, wird er sich bald überwinden.

Cutten darf ich sie allerdings nicht, schade! ;-)))))

Ich bin schon sehr sehr neugierig wie das werden wird!

Montag, 20. Juni 2011

Noch immer kämpfen unsere Pferdchens mit der Augenentzündung und Schonung ist angesagt. Nun wurde die Theroie einer bakterielle Entzündung verworfen, Viren sollen es nun sein... Proben wurden genommen, prinzipiell heißt es aber abwarten und die Pferdchens möglichst nicht zu sehr anstrengen.

Da mir Billy gleich mal den Hintern zugedreht hat und das Weite suchte, als ich gekommen bin, habe ich das Arbeiten aus Zone 5 ganz sein lassen (obwohl ich eher vermute, dass er flüchtet, weil er eine weitere Augentropfenaktion fürchtet anstatt der Arbeit) und bin nur ein bisschen grasen gegangen - er durfte den Rand des Vierecks trimmen - und dabei kann man dann sogar völlig freiwillig seitwärts gehen ...

Zur Überbrückung habe ich wieder ein altes Video aus Dezember 2010 ausgegraben, das unseren ersten Richtungswechsel im Galopp zeigt. Ja, ich bewege mich da mehr als das Pferd ;-) - es hatte auch -15°...

Dienstag, 14. Juni 2011

Unsere Pferdchens kämpfen immer noch ein bissl mit der Bindehautentzündung, unsere Tierärztin rät Anstrengung zu vermeiden. Bei Billy sieht man zwar fast nix, aber natürlich vermeide ich trotzdem Anstrengung. Aber nur körperliche ;-). Das Hirn darf dafür umso mehr arbeiten.

Toll wars heute wieder. Ich habe unsere Zone-5-Spielereien fortgesetzt, und das klappt wirklich alles toll.
Das Viereck ist wieder aufgetrocknet und benutzbar, also habe ich 2 Tonnen aufgestellt und heute wieder Lenken aus Zone 5 geübt, anhand eines Figure-8-Patterns. Als Seil hab ich eine Feather Line genommen, die blieb von Anfang bis Ende auf der rechten Seite (nächstes Mal übe ich dann links) - ich will lernen, Wendungen nach außen und nach innen zu gehen.
Billy hat total kapiert, wie ich kommunizieren will, wenn ich hinter ihm gehe. Stick rechts raushalten - er geht nach links. Stick links raushalten - er geht nach rechts. Nur meine Motorik ist manchmal zu langsam, ich verheddere Stick, Seilchen und String. Als Phasen hab ich mir die folgenden Stufen festgelegt und drauf geachtet, nichts auszulassen:
  1. Focus (vergess ich zu gerne ....)
  2. Stick seitlich auf die entsprechende Seite halten, wo er ihn hoffentlich sehen kann
  3. Stick leicht auf und abbewegen und nach vorne, quasi parallel zum Pferd bewegen
  4. String mitbewegen und bei Bedarf (sehr selten), den String leicht an die Schulter klatschen.
Klappt hervorragend. Wir haben einige wirklich gute Achter hingekriegt.

Anhalten klappt auch gut, und rückwärts nun auch. Für Rückwärts am Schweif brauch ich maximal Phase 2 (Phase 1: Schweif greifen, Energie rückwärts schicken, Phase 2: Arm mit dem Seil heben, phase 3 wäre erhobenen Arm mit Seil bewegen bis fester schütteln, brauchte ich aber nicht mehr).

Manchmal haben wir beim Lenken noch MIssverständnisse, da geht er seitwärts; und beim Stehenbleiben hat er öfter verscuht, sich umzudrehen und mich anzusehen, ohne dass ich das wollte - vielleicht war das aber auch nur ein Zeichen, dass ich ihn auch einmal herholen sollte, um ihm Pause zu geben. Ich hab diesmal auch die Pausen in Zone 5 stehend machen lassen. Vielleicht ist das zu viel...

Donnerstag, 9. Juni 2011

Manchmal erlebt man gerade dann die schönste Session, wenn man es nun wirklich nicht erwartet...

Billys Bein ist wieder gut. Dafür waren Dienstag die Augenlider leicht geschwollen. Nicht nur bei ihm, wie sich heute herausstellte.. lt. Aushang sind fast alle Pferde betroffen, irgendeine bakterielle Augenentzündung *aaah*. Wird gleich zentral von unserem Stallbesitzer behandelt, und ich bin wieder mal wirklich froh, dass seine Freundin Tierärztin ist :-).

Dazu kamen die sintflutartigen Gewitter der vergangenen Tage - Platz überschwemmt, und ja - auch die Halle zur Hälfte überschwemmt. Gelände - nicht mal dran denken.

Ich dachte ich geh trotzdem einmal in die Halle, übe das Lenken aus Zone 5 weiter - dort wo es trocken ist. Gestaltete sich schwieriger als erwartet, denn die trockenen Flecken waren eher rar.
Also hab ich die Vorwärtsbewegung mal weggelassen und wollte trotzdem lenken üben - was braucht es - Nase, Hals, Schulter soll sich in eine Richtung bewegen, während ich in Zone 5 bin. Ohne Vorwärtsbewegung nahm ich mir auch wieder einmal endlich genug Zeit, alle Phasen minutiös zu durchlaufen, wie bei Bernie gelernt... und voilà, ich staunte nicht schlecht - nach kurzer Zeit schafften wir eine 360° Drehung - ich in Zone 5 und mit einem Seil an der Seite.
Wurde übermütig und fragte nach Vorhandweichen "zu mir", d.h. zu der Seite, wo das Seil hing, Stick über den Rücken - klappte auch. Auf beiden Seiten. Er hat sich so bemüht zu verstehen was ich wollte!
Zum Schluss bot er in einem Missverständnis rückwärts an, und nachdem wir das Missverständnis geklärt hatten dachte ich "warum nicht" und probierte endlich einmal von Grund auf das Rückwärts am Schweif. Tja, nach 5 Minuten gingen wir die ganze Breite der Bahn rückwärts, und das Seil schleifte am Boden.

Das Größte daran ist die Tatsache, dass ich da stehen kann - so hinter seinem Schweif - ohne Beinezittern und Magenbrummen. Ich hab nicht geglaubt dass ich das je hinkriegen würde. Bin heute die stolzeste Pferdemama der Welt :-).

Dienstag, 7. Juni 2011

Ich komme momentan schlecht zum Schreiben...

Am Sonntag hatte Billy ein dickes Röhrbein :-(. Phlegmone, wieder einmal? Hab bissl gekühlt und bin auf ebenem Boden spazieren gegangen, in der Hoffnung dass es besser wird - minimal vielleicht. Dann nach Anweisung der Tierärztin Essigsaure Tonerde geschmiert.
Montag war es etwas besser, habe nur weider geschmiert, sonst nichts mit ihm gemacht.
Dienstag gekommen: Bein wieder klar. Hm. Nochmal geschmiert, außerdem ein paar Minuten Driving aus Zone 5 gemacht, nur Schritt. Hauptfocus lag auf der Lenkung. Wir haben so sogar ein Weave-Muster zusammengebracht (nur 1 Seil) :-). Ich möchte gern, dass Billy nach links wendet, wenn ich den Stick rechts raushalte, und nach rechts, wenn ich den Stick links raushalte. Er hats zuerst total gut verstanden und eben toll mitgemacht; dann plötzlich war er verwirrt und ging ständig seitwärts - das resultierte zwar in einem wunderhübschen Seitwärts aus Zone 5, war aber nicht was ich wollte.

Das werden wir jetzt unterscheiden üben.

Werde allerdings noch etwas Sparprogramm fahren eine Weile...

Dienstag, 31. Mai 2011

Heute haben wir abwechselnd Finesse und FreeStyle gemacht, mit dem Weave-Muster in allerlei Varianten gespielt.

Begonnen habe ich FreeStyle im Schritt - Weave klappt super auf Phase 1,2, manchmal 3 (ein Hauch von Bein). Es im Trab zu probieren wollte ich eigentlich machen - hab aber einfach drauf vergessen.
Dann Kontakt am Zügel aufgenommen (was heute nicht so toll war) und so die Weave in Schritt und Trab geritten, hat er brav gemacht, nur vergisst er das Vorwärts gelegentlich dabei, v.a. im Schritt stockt es gewaltig hie und da. Lässt sich aber schnell wieder installieren, das Vorwärts. Biegung hat er brav mitgemacht.
Dann haben wir noch Weave mit Seitwärts kombiniert: Am Hütchen vorbei, den Zwischenraum seitwärts auf die andere Seite zurücklegen, wieder paar Schritte vorwärts, den nächsten Zwischenraum wieder seitwärts in die andere Richtung. Das ist suuuper gelungen, das seitwärts ist wirklich gut geworden.
Zum Schluss noch mit viel Konzentration in jeder Biegung um die Hütchen die Hinterhand etwas rausgeschoben und das innere Hinterbein ganz stark druntersetzen lassen. Da bemüht er sich total und weicht meinem Beindruck super nach außen, genau wie ich will (sehr fein dosierbar), allerdings vergessen wir dann aufs Vorwärts und es fällt uns schwer, die geplante Linie eines kleinen Halbzirkels um die Hütchen zu halten. Daher habe ich ihn da dazwischen hie und da mit ein paar Schritten Trab am langen Zügel wieder aufgeweckt.

Rückwärts sind wir auch etwas gegangen, das war toll! Ich brauchte Phase 4, aber immerhin gab es dann eine deutliche und zufriedenstellende Reaktion. Die neue Dressurgerte die ich habe funktioniert da wesentlich besser als der grobe unhandliche Stick. ;-)

Sonntag, 29. Mai 2011

Heute war ich mit einer Stallkollegin und ihrer Hafi-Stute gemeinsam spazieren, es war so traumhaftes Wetter.
Wir gingen in den Wald, jenseits der Straße. Alles ruhig und gefahrlos, 2x ein Auto, aber jedesmal war gut Platz auszuweichen, und den 2 Pferdchens war es sowieso egal.

Die Fresskontrolle funktioniert bestens seit ich mich bemühe da sehr konsequent zu sein. So gab es beim Parken und das Vorbeifahren des Autos abwarten, was mitten in hohem Gras am Straßenrand von statten ging, keinen einzigen Versuch, mit dem Kopf abzutauchen.
Und so ein braves Pferd darf nach dem Spaziergang dann auf Kommando natürlich erst recht ein bisschen grasen :-).

Samstag, 28. Mai 2011

Heute wieder mit Liberty begonnen. Der Draw war heut viel besser, ich habe aber zu Beginn auch die Draw-Verbesserungs-Lieblingsübung "Come to me" gemacht. Zuerst nur am Hufschlag, dann auch kreuz und quer. Billy wurde sehr übermütig und hat bewiesen, dass er durchaus Lust zum Cutten hätte, wenn Frauli mitspielt. Das wird mir dann aber immer zu mulmig, leider, und ich hab das Spiel abgebrochen. Das geht jederzeit, dann trottet er wieder brav neben mir her.

Weil dann jemand zu uns in die Halle kam, musste ich ihn On Line nehmen, was aber sicher nicht schlecht war. Ich hab unsere Übergänge abwärts weiter geübt, die allesamt - auch Galopp - auf Phase 1 funktioniert haben.
Dann habe ich zum ersten Mal bewusst geübt, am Zirkel auch eine Haltparade zu machen, das war einfach und hat sofort geklappt. Und dann ein paar Schrittchen rückwärts, das brauchte zwar höhere Phasen, aber es hat sofort geklappt auf leichtes Seilschütteln. :-)

Mittwoch, 25. Mai 2011

Heute haben wir seit langem wieder einmal Liberty gemacht.
Zuerst etwas die Vorhand zu mir geholt. Links klappt gut, auch Liberty, aber rechts bot er lieber gänzliches Seitwärts auf mich zu an. Hab ich nicht erlaubt und auf der Vorhand bestanden, bis das wenigstens für wenige Schrittchen klappte. Ich war heut aber irgendwie zu ungenau mit den Phasen.

Dann haben wir Übergänge im CG geübt. Die klappen toll, Schritt-Trab-Galopp und umgekehrt, alles auf Phase 1, maximal 2.
Große Schwierigkeiten machte mir dann das Bring Back, erstaunlicherweise, was das ganze zu einer überlangen Session werden ließ. Ständig fragte ich ihn, reinzukommen, anfangs dachte ich tatsächlich noch an einen Handwechsel, das verging mir aber eh gleich wieder, jede Runde habe ich ihn eingeladen reinzukommen, nein, wollte er nicht. Also durfte er weiter gehen. So viel galoppiert und getrabt ist er schon ewig nicht bei mir *g*. Aber jede Runde hatte er das Angebot, reinzukommen und Pause zu kriegen, ich weiß nicht was los war. Damit das überhaupt ein Ende nimmt, musste ich dann die Hinterhand sehr vehement disengagen und ihn sehr locken, dann kam er rein und bekam Pause. Ich hab ihn dann noch ein paarmal ganz kurz rausgeschickt und wieder rein, viel besser wurde es nicht.

Muss mal nächstes Mal schauen, ob das nur eine einmalige Laune war oder was da genau kaputt ist...

Dienstag, 24. Mai 2011

Ein kleines Zitat heute:
"Natural Horsemanship ist wie Wurst:
Jeder will sie haben, aber keiner will zusehen, wie sie gemacht wird ..."


Michael Wanzenried im Workshop

zum Thema Phasen und Konsequenz

Sonntag, 22. Mai 2011

Wir haben weiter tolles Sommerwetter!

Leider war heut nix mit reiten.... die Bisswunde in der Sattellage war wieder offen - dabei konnte man zuletzt nix mehr davon sehen, sogar Haare waren schon wieder lang drauf. Keine Ahnung, entweder das war gestern zu viel geritten oder Insekten haben sich daran zu schaffen gemacht. Oder ein fellpflegender Billy-Freund war an der falschen STelle zu grob. Jedenfalls fehlen wieder Haare und etwas Haut, eine millimetergroße Stelle war offen, etwas verkrustet rundherum, und auch wieder etwas angeschwollen *seufz*. Es war ihm unangenehm beim Putzen, also klarerweise keinerlei Reiten.

Macht nichts, wir waren auf unserm Playground/Geländestrecke - aber on line. Da kann man echt viel Spaß haben! Zuerst haben wir die vielen Baumstümpfe ausgenützt und Touch it damit gespielt. Jaa, da ists gleich nicht mehr so leicht wie mit Podest ;-). Aber ich bin stolz verkünden zu können, dass Billy nach einer Weile auf einem recht kleinen Baumstumpf stand, mit beiden Vorderbeinen (mehr hätte auch nicht draufgepasst), und wie stolz er war! ;-)
Dann ein bisschen Squeeze Game über die aufgebauten Sprünge. Billy springt viel eleganter als früher, und ich glaube tatsächlich, dass es ihm Spaß macht. Hin her hin her, mit nur Anlauf des halben 7m-Seils, manchmal sogar aus dem FAst-Stand, er kann es jetzt echt schon gut.
Dann sind wir in einem Stick to Me so ein Hindernis gemeinsam gesprungen :-).

Und dann das größte Projekt, die vielen Wasserlacken. Das war schon nicht mehr so spaßig. Ich hab verlangt, dass er sich ruhig hinstellt und sich damit denkerisch beschäftigt. Hat er brav gemacht, es dauerte lang, dann stand er in einer der Wasserlacken drin, zumindest hinten (interessanterweise ist rückwärts rein eher möglich als vorwärts, die Hinterbeine eher als die Vorderbeine).
Dann diese doofe Pfütze, die er dauernd springt (über die man aber einfach auch nur drübersteigen könnte). Wieder ist er sie gesprungen - wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder. Ich gab immer nur Ruhe, wenn er einen Schritt weiter drauf zu machte, sie u.U. anschnofelte und sich damit auseinandersetzte. Hufbreite für Hufbreite konnte er näher dran stehenbleiben, schließlich wurden aus den Sprüngen kleine Hüpfer, dann trabte er drüber, dann ging er Schritt. Als das in beide Richtungen klappte, gingen wir heim.
Mein Ziel wäre, ihn mit den Vorderbeinen dort reinzustellen und einen Pausenplatz dort zu etablieren, aber das hebe ich mir fürs nächste Mal auf.

Samstag, 21. Mai 2011

Super Wetter an diesem Wochenende :-)
Heut war ich mit 2 anderen vom Stall ausreiten. Da wir nicht sicher waren, ob da ein GEwitter heraufzieht oder nicht, wurde es ein recht kurzer Ausritt, aber für mich hatte er es in sich... wir ritten ein Stückchen (paar Meter, um genau zu sein *g*) an der Bundesstraße entlang. Uff, alles ging gut - es kam auch grad kein Auto, die Flauheit im Magen hielt sich daher in Grenzen.

Wir gelangten so an den Beginn unserer neuen Geländestrecke, bzw. nenne ichs playground :-). Der Boden war rutschig, die Kollegin wär gern den Parcours aus Geländehindernissen gesprungen, das ging nicht überall.

Billy sprang über die Matschpfütze in einem Riesensatz *ärger*, und durfte dann ("and then some!") die nächsten Hindernisse auch gleich springen, wenn er schon dabei war *grrr*. Hat er auch brav gemacht. Meine Figur dabei war nicht so toll, aber egal.

War ein lustiger Ausritt, der mich durch das Reiten auf der Straße sehr nah an meine "rote Zone" gebracht hat - aber doch nicht über die Grenze...

Donnerstag, 19. Mai 2011

Wir bewegen uns immer weiter auf "richtige" einfache Galoppwechsel zu.
Heute habe ich 4 Hütchen in der Mitte des Vierecks aufgestellt, ein Quadrat rund um X. Zuerst wollte ich testen, ob ich wählen kann, in welchem Galopp Billy anspringt, wenn ich auf der Mittellinie angaloppiere (sodass er keine Anlehnung an der Bande hat und nicht weiß, welche Richtung "kommt" - er muss also auf mich hören). Ok, das klappt noch nicht - oder nicht mehr, denn letzten Sommer war ich voll Stolz, dass das klappte. Nun ja, heut nicht mehr, und ich kam nicht wirklich weiter.

Ich hab dann beschlossen, wieder zu Diagonalwechseln überzugehen und hab dafür mein Hütchenquadrat genützt. Galopp, abwenden auf die Diagonale, durchs Hütchenquadrat durch, dort Trab parieren, und in der nächsten Ecke im neuen Galopp wieder angaloppieren. Hat gut geklappt. Anfangs ließ ich ihn auch mal Galopp Ganze Bahn gehen, aber bald sind wir zu einem großen Achter-Muster übergegangen, d.h. jedes Mal ein Diagonalwechsel, und bei X in der Mitte der 8 Trabparade mit neuem Angaloppieren. Man konnte sehen, dass das Muster Billy hilft, er verstand bald, wo er zu traben hat, und dass gleich wieder neuer Galopp kommt, und so war er immer früher dran mit Beine-Sortieren und die Meter im Trab wurden immer kürzer. Er ist jedesmal richtig angesprungen *freu*. Ich hab mich wiederum sehr bemüht, in meinen Hilfen einen deutlichen Unterschied zwischen links und rechts zu geben - in der Hoffnung, dass er lernt bzw. sich wieder erinnert, wann er rechts und wann er links anspringen sollte. Wie gesagt, wir konnten das schon mal. Hoffe dass es bald wieder kommt ...

Dienstag, 17. Mai 2011

Zum Aufwärmen bin ich heute wie die letzten Male die neue Geländestrecke gegangen. Ich würde sagen wir beide nähern uns mittlerweile 100% confidence dort. Bin sogar eins der Hindernisse gehüpft mit Billy - mit Bareback Pad :-). Hat er brav gemacht.
Da es geregnet hatte, hat die eine Matschpfütze Junge gekriegt und sich vermehrt *hihi*. Billy ging durch die meisten brav durch, nur eine große Wasserpfütze war ganz erschröcklich, da blieb ich einfach nur dran stehen und wartete, bis er sich entspannt hat - was ziemlich lange dauerte.

Am Viereck hatte ich dann Gelegenheit, weitere Wasserpfützen zu bearbeiten - und habe die eine große in der Mitte einfach gleich als Rastplatz etabliert. Zwar sind Pfützen am Viereck schon seit längerem kein Problem mehr, aber es war trotzdem faszinierend, wie schnell die Pausen wirken - schon nach kurzem zog Billy Richtung Pfütze, und wollte sich reinstellen, wenn er eine Pause wollte *lol*.

Am Viereck haben wir FreeStyle weiter an einfachen Galoppwechseln gearbeitet. Zuerst auf punktgenaues und leichtes Angaloppieren hingewerkt; als nächsten Punkt Wendungen im Galopp abgehakt (ich möchte, dass sie maximal Phase 3 - Bein - benötigen, keinen Zügel, keinen Stick), danach Galopp-Trab-Übergänge, dann als weitere Zutat Diagonalwechsel mit Trabparade am Ende hinzugefügt, und dann die Trabphase immer weiter reduziert, bis wir uns schon fast sowas ähnlichem wie einfachen Galoppwechseln angenähert haben. Es wird, es wird.

Sonntag, 15. Mai 2011

Kursbericht: Michael Wanzenried, 10.-11. Mai 2011

Gerade als danach verlangt wird, logg ich mich ein, um den Kursbericht endlich zu schreiben, das passt ja :-).

Allzu viel kann ich gar nicht berichten, Michael hat uns eher das große Bild vermittelt, weniger irgendwelche Details.
Wir waren 8 Teilnehmer, in 2 Gruppen geteilt. Jeder hatte andere Problemfelder, die es zu bearbeiten galt. Bei mir und Billy waren es hauptsächlich Strenge und Konsequenz (;-) wer hätte das gedacht??).

Hier kurz zusammengefasst die Punkte, die ich mir im Nachhinein notiert habe:

- Have a plan ... nichts wirklich neues, trotzdem immer wieder eine Erinnerung wert. Michael nennt das "Projekte". Er hat v.a. gut dargestellt, wie man vom direct-line-Denken zu einem lateralen Ansatz gelangt, z.B. wie man einen 8er mit einem Pferd entwickelt, das tw. unsicher ist und gefallen will, aus dem Grund aber nicht mehr zuhört.

- Obstacles!! Wenn ich ihn richtig verstanden habe, plädiert Michael dafür, ab einem bestimmten Niveau (sobald man über Level 1 hinaus ist), ständig Objekte zu benutzen. Wenn schon nichts anderes, dann zumindest die Ecken im Viereck. So gibt man einem Pferd - v.a. solchen wie Billy - ein Ziel, einen Sinn. Die Objekte als "Rastplatz" etablieren. Alle Spiele immer auf ein Objekt hinspielen. Dort dann Pause geben. Ein Beispiel war z.B.: Wenn man mit Pferden wie Billy Seitwärts ohne Zaun üben möchte, ein paar Schritte mitten im Viereck bekommt und dann Pause macht, ohne ersichtlichen Grund, ist das viel weniger wert und prägt sich viel weniger ein, als wenn man das Seitwärts z.B. auf eine Tonne, eine Stange, oder zur Ecke hin spielt. Pause gibt es nach Erreichen des Ziels, und so macht das fürs Pferd mehr Sinn, da es eine Aufgabe hat: Geh seitwärts bis zur Tonne. Und nicht: Geh seitwärts, bis das Seil schüttelt (oder welches Stop-Kommando auch immer). Quasi: Das Point to Point-Spiel in alle 7 Games integrieren.
Daraus kann man dann auch komplizierte Hufschlagfiguren entwickeln.

- Pausen bei LBIs laaange gestalten. Als ich konkret fragte, wie lange die Pause sein soll (ca.), bekam ich zur Antwort: 15 Minuten. Ich gestehe, so lange halt ich selten durch. Zur folgenden Einheit nach dem Kurs hab ich mir übrigens was zu lesen mitgenommen, das hält man ja sonst nicht aus *g*.

- Die langen Pausen führen zwangsläufig zum nächsten Punkt: Mit einem LBI die Übungen kurz halten. Sehr sehr kurz. Die langen langen Pausen verhindern, dass man zu viel und zu lange spielt (da der durchschnittliche Pferdebesitzer nun mal begrenzt Zeit hat - Je länger die Pause, desto kürzer zwangsläufig die Spielzeit).

- Und die kurze Spielzeit führt zum nächsten Punkt: Kurz, aber knackig! Sehr knackig! Billy sagte laut Michael zu allem sowieso nein und musste daher ordentlich einstecken, bis er in Habtacht-Stellung stand. Ich sollte das dann auch versuchen, kann es aber halt einfach nicht so heftig. Ich geb mich einfach immer schon viel früher zufrieden.
Die Auswirkung von kurz und knackig war auch gleich zu sehen, Billy suchte nämlich schon am Nachmittag des ersten Kurstags das Weite, als er mich kommen sah, ähem.
Generell meinte Michael, wir alle wollten zu früh die Phasen verfeinern. Phasen verfeinern ja, aber viel viel viel später erst.

Wir haben mit Billy an unserem Rückwärts gearbeitet, wie ich gleich zu Anfang gebeten hatte. Zuerst eben Online: Heftiges Hinterhand verschieben, abwechselnd mit knackigem Vorwärts in einem DrivingGame (nicht Circling Game), dann sofort rückwärts jagen zwischen ein Tor aus Tonnen (Zielpunkt), und dort dann eben Rastplatz, für 15 Minuten und länger.
Dasselbe hab ich dann am letzten nachmittag auch vom Pferderücken aus gemacht, es klappte ganz gut. Generell hat Michael unser FreeStyle gelobt, mehrmals *stolzschau*. Es gab dann eben den Vorführeffekt, dass Billy das Rückwräts nicht generell verweigerte wie sonst oft. Es war tw. an der Grenze, aber er gab immer doch noch nach. Fürs Timing der Pause danach wurden wir wieder gelobt *freu*.

Billy war trotz fremder Pferde und jeder Menge Gewusel am Viereck sehr konzentriert und hörte brav zu. Wir konnten eine fast perfekte Hinterhandwendung ohne Zügel hinlegen, und ein fast perfektes Seitwärts ohne Zügel und ohne Stick und ohne Zaun.

Insgesamt wars ein sehr netter und lustiger Kurs, mit netten Teilnehmern und Prachtwetter, der mir wieder einen Schubser in Richtung Konsequenz gegeben hat - auch wenn ich nicht wirklich was gänzlich neues erfahren hab. Michael ist ein unterhaltsamer Lehrer, Bernies Unterrichtsstil gefällt mir aber besser, da er mehr Details vermittelt hat und mehr am Menschen ausbesserte als am Pferd. ;-)

Montag, 9. Mai 2011

Am Wochenende waren wir viel grasen, haben die neue, jetzt fertig mit Hindernissen versehene Geländestrecke erkundschaftet, es wurde entwurmt, und am Sonntag haben wir deshalb nicht viel gemacht, nur ruhige Sachen und mit der Plane rumgeblödelt.

Die Geländestrecke ist ein Hit! Es geht beim quasi "Nachbarhaus" los, zuerst eben mit 3 Hindernissen, dann gehts rein in den Wald, bergauf, über die Matschpfütze, die noch (mit Auswegmöglichkeit) zu einem kleinen Wassergraben erweitert wird, weiter bergauf durch den Wald mit noch 3 kleinen Hüpfern, wenn man will, dann raus aus dem Wald, rauf auf einen Wiesenweg, der über unsere Weiden bis zum Stall führt. Die Stallbesitzer haben es ausgemessen, die Strecke ist von Anfang bis Ende genau 1 km lang :-). Daneben gibt es noch kleine Nebenwege, die man auch erkunden kann, einer führt zum Baggerteich. Das haben sie echt cool hergerichtet. Ich fühl mich zwar nicht sicher genug, um das alles reitend im Galopp zu bewältigen, aber ich glaube On Line kann man in dem Waldstückchen jetzt auch ordentlich Spaß haben! Ein richtiger Spielplatz!

Am Viereck hatte ich ein weiteres tolles Erfolgserlebnis: Seitwärts auf mich zu klappt! Und wie! Zumindest nach links ganz toll, eine halbe lange Seite flüssig auf Phase 1-2. Nach rechts ist es wie all diese Dinge schwieriger, aber 4-5 Schrittchen können wir da jetzt auch.

Und jetzt freue ich mich nach vielen Vorbereitungen (jobmäßig, meine Abwesenheit an 2 turbulenten Tagen planen und organisieren) nur noch auf den Kurs am Dienstag und Mittwoch mit Mickey Wanzenried *juhu*. Die Videokamera ist aufgeladen, ebenso der Fotoapparat, Videokassetten sind eingekauft, Notizbuch ist eingepackt und Bleistift gespitzt. Bericht folgt sicherlich!!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Heute sind wir wieder zum Aufwärmen die Wiese runter und haben weitere Wegelchen in dem kleinen Waldstückchen erforscht. Wenn wir in die Richtung gehen, und diesen Weg, wird das Billytier total flott. Zuerst dachte ich, das ist, weil ich mit ihm dort auch den Wegrand abgrasen war - allerdings versucht er, wenn wir dort entlangreiten, nicht einmal zu fressen. Dieses Verhalten ist doch recht suspekt. Er wirkt aber nicht verunsichert, eher neugierig.
Im kleinen Wäldchen haben wir eine andere Abzweigung genommen - perfektes Übungsgelände, ein kleiner Mini-Wassertümpel kreuzt dort unsern Weg! Rundherum nichts, ausnahmsweise nämlich auch kein Abgrund oder Riesensteine oder Bäume, um die man sich wickeln kann.
Billy startete zu meiner Verwunderung selbständig auf das Wassertümpelchen (Tümpel ist übertrieben - wo es den Weg kreuzt, ist es gerade so breit, dass ein Mensch es mit einem halbwegs großen Schritt überqueren kann - man müsste also nicht reinsteigen, wenn man nicht will) zu. Untersuchte es, schnorchelte. Drehte um, trabte an, ließ sich nicht mehr so leicht aumdrehen, und ich bekam einen kurzen Kontrollverlust-Hilfe-Panikanfall. Aber dann: Mir schoss das Bild vom Horsenality-Abend in den Kopf, wo uns die eine Stute so toll gezeigt hat, wie pferd Annäherung und Rückzug macht. Also hab ich beschlossen, dort an dieser ungefährlichen Stelle es einfach auszuprobieren. Ich drehte ihn um und dann ließ ich ihn einfach machen. Er weiß eh besser, wie das geht, nicht wahr? Er ging hin, schnorchelte, schnofelte. Drehte um. Irgendwie hab ichs geschafft locker zu bleiben und die Zügel nur am Ende zu halten. Ließ ihn ein paar Schritte weggehen, sagte mir, dass er am besten weiß, wo der Punkt ist, von wo aus wir es noch einmal angehen können. Hat er auch gezeigt, an einem gewissen Punkt ließ er sich nämlich so fein wie sonst auch wieder anhalten. Kurz verschnauft, umgedreht, wieder hingehen lassen. Ließ ihn dann wieder alles selbst machen: schnofeln, schnorcheln, Kopf rauf und runter, Wasser mit der Schnauze untersuchen, wieder umdrehen und Abstand gewinnen... das war richtig interessant! Nach 3x umdrehen ist er es beim 4. Mal relativ überraschend in einem Riesensatz gesprungen *lol*. Total brav! Ab sofort denk ich: Bei solchen Sachen alleine machen lassen. Hätt ich mehr Druck gemacht, wär es sicher anders gelaufen.

Es gab dann eine große Graspause, dann etwas Freestyle und Finesse am Viereck, wobei ich einfach mit verschiedenen Zügellängen und Kontaktstärken gespielt hab im 8er-Muster. Klappte ganz gut. Wir haben auch die Übung aus der Savvy Club DVD vom April ausprobiert - Übertreten auf dem Zirkel mit Casual Rein - das hat auch recht gut hingehauen.

Danach Pad runter, wildes Wutzeln, dann wieder grasen - haben dem STallbesitzer geholfen, den Viereckrand zu mähen *g*. Nach 20 Minuten kam er auf ein kleines Zeichen vom Gras weg und mit mir mit *staun*. :-)

Dienstag, 3. Mai 2011

Heute haben wir nichts besonders Aufregendes gemacht.

Vor dem Spielen waren wir 20 Minuten grasen und danach nochmal 10-15.

Zum Aufwärmen bin ich eine neue Runde ins Gelände gegangen, in die andere Richtung. Da kann man schön einen Weg entlangreiten, der über unsere Weide führt, dann einen Baggerteich umrunden, dann in ein kleines Waldstück, wo unser Stallbesitzer gerade eine Geländestrecke mit dem Traktor gewalzt hat und nun Naturhindernisse aufbaut :-). Dann kommt man wieder auf den Weg zurück. Ich wundere mich - Billy ist total aufgedreht, wenn wir in diese Richtung gehen. Das ist ganz gut zum Training, weil ich mich auf diesem Stück absolut sicher fühle. Da kann nix passieren, es ist keine Straße in der Nähe, es kann nicht mehr sein als dass er umdreht und dann halt über unsere eigenen Weiden heimgaloppiert. So kann ich mich gut vorantasten und Billys Aufgedrehtheit cool begegnen. Ich geh diese kleine Runde jetzt einfach so oft und so lange, bis sie uns beiden egal ist :-).

Danach sind wir gleich aufs Viereck und ich habe weiter an unseren Finesse-Figure-Eights gefeilt. Davor bin ich allerdings ein paarmal das Muster FreeStyle geritten. Das geht wirklcih schon super, bin ganz stolz. Stick brauche ich keinen mehr, Bein seltener; meistens klappen die Bögen wirklich auf Phase 1 (Focus) und 2 (Körperdrehung). Und Billy bricht kaum mehr die Gangart, ich hab den 8er aber auch groß genug wählen können heute, dass er sich leicht tut damit. Außerdem habe ich mehr drauf geachtet, dass er immer dieselbe Linie läuft, also beide 8er Schleifen so genau und so rund wie möglich - bisher war es mir eigentlich gut genug, wenn er irgendeine Art von Bogen um die Hütchen gemacht hat.
Dann Übergang zu Finesse, das war gar nicht gut. Schon das Gebiss anziehen vor dem Reiten war wieder noch eine Spur schlechter - diesmal flüchtete der Billy regelrecht als ich damit kam *seufz*. Er drehte nicht nur den Kopf weg, sondern machte am Putzplatz ein paar Schritte weg von mir, ich musste ihn erst wieder einfangen :-( . Dann nahm er es zwar brav, aber das ist schon eindeutig, nur ich hab keine Ideen für Lösungen mehr.
Die 8er in Finesse waren auch wieder mehr geprägt von Wehren gegen das Gebiss, er hat sich heut oft verworfen, parkte dauernd beim Hütchen ein, klemmte total... ich bin dann erstmal viele Volten nach links geritten, weil er dabei anfangs immer nach innen weglaufen wollte (um sich dann eben in der Mitte einzuparken), und erst später 8er mit Umstellen und so. Nicht viel verlangt, nur ein paarmal, 2x halbwegs gut, dann habe ich aufgehört.

Sonntag, 1. Mai 2011

Ich habe am Wochenende mit Freude festgestellt, dass Billys Bisswunde am Rücken schneller heilt als gedacht. Nachdem es schön glatt zugeheilt ist, die Kruste bereits abgefallen ist und er auch bei energischerem Putzen (natürlich vooorsichtig begonnen an dieser Stelle) keinerlei Unmutsreaktionen zeigte, bin ich Samstag vorsichtig 15 Minuten und - da das problemlos ging - Sonntag dann etwas länger geritten. *freu*

Konnte so endlich meine Finesse-Einheiten nachholen.
Erste Herausforderung war wieder einmal das Gebiss. Erstens gab es ein niegelnagelneues, weil das alte hat er ja bei unseren Gebiss-Aufnehmen-Üben zerkaut (Plastik). Ich dachte es geht nun besser, und auch dass ihm das Plastik scheinbar besser gefällt als Metall, also das gleiche wieder gekauft. Billy nahms am Samstag auch relativ brav auf - aber entweder beim Rein- oder Rausgeben scheint er fest draufzubeißen. Fazit: Niegelnagelneues Gebiss hat nach 15 Minuten reiten wieder Zahnabdrücke! Das war das letzte Plastikding, das er kriegt, ich kann mir leider nicht für jedesmal Reiten ein neues leisten auf Dauer...
Leider war das Ganze am Samstag offenbar wieder zu viel... Sonntag wollte er es schon wieder nicht nehmen, wich mit der Schulter weg sobald er es sah und es brauchte Geduld und Überredungskunst, damit er es genommen hat. Das geschah dann zwar freiwillig, aber trotzdem ist deutlich, dass er es halt einfach nicht mag. :-(

Beim Reiten hat er dann auch hektischer damit rumgespielt als zuletzt, da war ja schon recht gleichmäßiges "Anziehen" zu spüren, aber nicht dieses hektische Herumkauen.

Sonst hat er sich gut gemacht, am Samstag haben wir Follow the Rail geübt mit vielen Übergängen, die nun schon gut mit gleichmäßigem Kontakt am Zügel klappen, egal welche Gangart.
Sonntag haben wir dann mit Figure 8s im Schritt und Trab begonnen, auch da hat er sich brav angestellt, schön gebogen, das geht nun langsam leicht und geschmeidig (es sei denn, Herr Billy will nicht mehr). Gangart halten klappt nun auch gut, und Kontakt am Gebiss wird nicht mehr als "Bremse" missverstanden. Zum Abschluss haben wir dann auch noch die 8er Freestyle gemacht, und auch ohne Zügel haben sie schön geklappt.

Samstag war ich außerdem mit Pferdchen im Schlepptau joggen. Entlang der Straße hat das richtig gut geklappt, dort, wo Billy am Seitenstreifen traben kann und ich auf der Straße. Richtig schön gleichmäßig. Hie und da bin ich zu langsam, dann verfällt er in Schritt, trabt aber wieder an, bevor sich das Seil ganz spannt, während ich mein Tempo gleichmäßig halte. Soweit er wieder antrabt von alleine, ist mir das so recht. Sobald es bergauf geht, fällt ihm mein langsames Tempo *keuch* schwer - hat ja auch doppelt so viele Beine wie ich ;-).

Und schließlich gab es zur Vorbereitung auf die Weidesaison viel Grasen-Lassen, wir haben uns jetzt auf so ca. 30 Minuten gesteigert. Billy, ganz in seinem Element ;-).

Donnerstag, 28. April 2011

So, ausgestattet mit neuen Scheibenwischern, ab zum Herrn Billy! Ihm gehts gut, nur dreckig war das Tier, oioioi. Mal eine Stunde geputzt und Beine abgewaschen.
Dann eine Runde grasen gehen. Nach dem Spielen dann nochmal.

Gespielt haben wir nur kurz, wieder ein bisschen Circling Game. Billy war abgelenkt. Wir haben angefangen mit Schritt-Trab-Übergängen, dann weiter zu Trab-Galopp-Trab-Übergängen für jeweils nur ein paar Sprünge, und dann wollte ich, dass er den Galopp länger hält und es hat ganz gut geklappt.
Ein paar Handwechsel hab ich auch probiert, ich war aber wieder mal zu langsam und zu unkoordiniert mit dem Lasso. Schließlich hat es geklappt, schöner Wechsel im Galopp und wirklich schön umgesprungen, und mein ungeübtes Auge hat sogar den Moment des Umspringens gesehen (ich bin einfach schlecht darin, hilft nix *seufz*)! Nach 3 Sprüngen auf der neuen Hand hab ich ihn dann gleich reingeholt und wir haben aufgehört und sind unsere zweite Runde Grasen gegangen.

So mag das der Billy - viel Gras, wenig Arbeit *g*

Mittwoch, 27. April 2011

Video: Podest

Billy hat momentan Urlaub. Zuerst war ich ein paar Tage weg, und bei der Rückkehr musste ich leider feststellen, dass besonders nette Menschen mir die Scheibenwischer meines Autos gewaltsam entfernt haben, aus Jux und Tollerei. :-( Da fährt sichs schlecht auf der Autobahn bei Regen, also bleib ich mal zu Hause.

Zur Überbrückung ein Video, das noch aus dem Winter 2010 stammt, auf dem wir Billys erste vollständige Gewichtsverlagerung auf das Podest auf Film gebannt haben (nach 1 Jahr probieren *g*9. Viel Spaß!!!

Freitag, 22. April 2011

Billy gehts ganz gut, die Schürfwunde da am Rücken hat sich wenigstens nicht entzündet oder so. Rundherum ist es aber noch geschwollen. Da hat einfach jemand richtig zugebissen ;-).

Wir haben heute mal geduscht und ich hab den Dreck von 6 Monaten Winter von den Beinen gewaschen. Huch, Billy hat ja weiße Beine!! Wusst ich gar nicht mehr ;-). Er ist dabei brav stillgestanden ohne einen Muckser und hat in der Gegend herumgeschaut. Ich denk das war vielleicht sogar richtig angenehm, es ist ja fast schon sommerlich heiß hier momentan (so ca. 26°).

Dann sind wir zum Trocknen eine Runde grasen gegangen, dann aufs Viereck On Line spielen und dann nochmal eine Runde grasen.

Beim Spielen habe ich heute kurz die Weave im Trab geübt; eine Richtung geht schon ganz manierlich für eine Länge - nämlich die, wo ich auf der rechten Seite bin. Die andere Richtung, wo ich auf der linken Seite bin, da wird er mir immer zu flott, gerade so schnell, dass er mich überholt und ich ihn dann aus Zone 4 lieber nicht mehr allzu heftig um die Hütchen driven möchte ;-). Schlau schlau ;-). Wir haben also die bessere Richtung immer im Trab und die andere im Schritt absolviert. Das wird schon noch.

Danach hab ich den Galopp am Lasso weiter geübt. Don't change gait ist in dieser Gangart noch nicht ganz bis ins Billy-Hirn durchgedrungen ;-). Heut hab ich v.a. drauf geachtet, dass das Send wirklich gut ist. Zuerst ein möglichst gerades Rückwärts. Warten bis ich Kommando gebe. Und dann noch die richtige Richtung treffen ;-). Beim Rückwärts und Warten hatten wir gegen Ende auch eine ordentliche Diskussion. Er weigert sich dann mehr und mehr entweder überhaupt rückwärts zu gehen, oder er geht 2 Schritte rückwärts und meint er weiß eh schon was kommt und geht ins CG ohne dass ich drum gebeten hätte. Dabei wird er furchtbar grantig, wenn ich das dann nicht erlaube. Ich disengage dann die Hinterhand, vielleicht gibt es bessere Möglichkeiten?
Dann hab ich ein Spiel gemacht: Erstes Ziel: 1 Runde Galopp mit mir in Neutral. Wenn Billy die Gangart gebrochen hat (und das passierte oft), hab ich ihn reingeholt, aber nicht ganz bis zu mir, und sofort neu gesendet. Hat ihm teilweise gar nicht gefallen und ein bisschen Extrovertiertheit ist aus ihm rausgesickert (Kopfwedeln, *grunz*) ;-). Und ein Send ist dann so gut gelungen, dass er plötzlich Schwung für 5 (!!!) Runden Galopp bekommen hat und plötzlich das Bring Back nicht mehr möglich war - er nahm das ganze Seil und galoppierte und galoppierte... ich war völlig baff, das kenn ich so gaaaar nicht. Sobald es ging, holte ich ihn rein und er bekam eine lange Pause. Das war allerdings der einzige Extro-Anfall, danach ging es wieder weiter mit 2 Sprüngelchen Galopp beim Send, dann Trab/Schritt (ihr kennt sicher Linda, wie sie den LBI imitiert... genauso schaut das bei uns aus *lol*)
Jedenfalls hat er sich dann doch schön bemüht und wir konnten bis zu 3 Runden Galopp erreichen.

Zum Schluss hab ich noch gaaanz kurz was ruhiges angeschlossen, nämlich Seitwärts zu mir: Zuerst links, einfachere Seite. Hinterhand hergeholt, brauchte eine kurze Auffrischung, weil das wieder eine Zeit her ist, seit wir es geübt haben. Vorhand hergeholt, das ging sofort gut. 2x abwechselnd je ein Schritt, und dann hab ich mich in Zone 3 gestellt, den STick auch über den Rücken in Zone 3 und voilà, Billy trat seitwärts auf mich zu, flüssig und wie selbstverständlich :-).
Danach noch rechts: Hier war es schwieriger, eine kurze Phase von Verwirrung gab es auch, da wich er nur ständig weg von mir und schien sich gar nicht mehr auszukennen, aber mit ein bisschen Geduld konnte ich ihm die Einzelübungen wieder in Erinnerung rufen, und zum Schluss gab es 2-3 Tritte seitwärts auf mich zu - hier mit einer Vorwärtstendenz, aber es ist halt einfach schwieriger für ihn auf dieser Seite.

Sofort danach ab zum Grasen :-).

Dienstag, 19. April 2011

*aua*

Gleich nach Ankunft im Stall hab ich mich heut mal selbst allein aufgewärmt und bin joggend durch den Wald gehirscht. Puh sag ich da nur! Puh war das heiß! Puh ist das steil! Puh sind da viele Steine! Puh ist das grauslich wenn man in so eine Gatschlacke patscht! Puh war das anstrengend!!! Und das waren nur 15 Minuten! Jetzt versteh ich das Billytier gleich viel besser ;-).

Meine Pläne für heute waren, wieder zu einer Woche Finesse zurückzukehren, sooo hab ich mich drauf gefreut nach den letzten Malen, wo Billy mir das "federnd durch den Sand schweben"-Gefühl geschenkt hat.
So. Aber nix mit Finesse :-(. Überhaupt nix mit Reiten :-(. Und wahrscheinlich ein Weilchen nicht :-(.
Nein, nix Schlimmes... Billy hat nur einen grooooßen Biss - und zwar mitten in der Sattellage, genau dort wo ich mich gern hingesetzt hätte. Hinter dem Widerrist, genau quer über der Wirbelsäule ist die Haut scheußlich abgeschabt. Das kommt davon, wenn man beim Driving Game erst bei Phase 4 reagiert, gell, Billylein? Ins Bein hatte ihn auch wer gebissen, das war rund um die felllose Stelle etwas geschwollen, wahrscheinlich grade frisch reingebissen - scheinbar geht es grade rund in der Herde.
Ich habe ihn also erstmal verarztet, indem ich die an der Wunde angetrockneten Haare rausgezupft habe, was er ganz und gar nicht gutgeheißen hat - aber wenn ich zurückdenke - vor 2 Jahren hätte er mich vermutlich noch zu erschlagen versucht... heute erklärt er mir nur, dass das jetzt aber schon langsam unangenehm wird.
Nun gut. Ich hoffe das heilt bald. Reiten in nächster Zeit kann ich mir abschminken. Ich hoffe nur, dass ich zum Wanzenried-Kurs wieder oben sitzen kann; wenn nicht, wäre das schon sehr schade - obwohl es natürlich auch am Boden genug zu erarbeiten gäbe.

Da ich außer Finesse keinen Plan B hatte, wurde das heute dann eine recht planlose Einheit. Wir hüpften ein bisschen über unsere neue Tonne (und ich freu mich seeehr, dass weitere Tonnen angekündigt wurden - angeblich wird es bis zu 8 geben!!! Und wir werden sie mit Kuhmuster bemalen *juhu!*), machten ein bisschen Circling Game mit Bedacht auf korrektes Send, versuchten uns ein bisschen in "don't change gait" im Galopp und übten die Weave im Trab nun On Line (1 Länge hat geklappt *freu*).

Dann noch ein Spaziergang mit Gras-Snack.

Sonntag, 17. April 2011

Am Wochenende war schönes Wetter.

Wir sind ein wenig gemeinsam spazieren gegangen, mit Gras-Picknick dazwischen. Und hie und da ein Stückchen gemeinsames Joggen. Dabei hab ich die interessante Beobachtung gemacht, dass Billy hier total freundlich neben mir hertrabt. Deshalb interessant, weil er im Viereck oder in der Halle immer sein "ich treib dich"- Gesicht aufsetzt, das in letzter Zeit schlimmer wurde. Bzw. kann ich nicth genau sagen, ob das das "ich treib dich"-Gesicht ist oder ob er einfach nur angefressen schaut - jedenfalls sind die Ohren hinten. Im Gelände gemeinsam traben: Pferd hat Öhrchen vorn und sieht äußerst freundlich drein. Interesting!

Außerdem haben wir weiter das Schwenken der Vorhand auf mich zu geübt und dabei die schlechtere Seite (rechts) der besseren angeglichen. In beide Richtungen gehen nun mehrere Schritte relativ flüssig, auch eine 360° Drehung ist möglich, mit sekundenweisen Unterbrechungen. Die braucht er scheinbar, um die Beine zu sortieren. Wenn ich schneller möchte bzw. diese Unterbrechungen weglasse, dann beginnt er vorwärts zu gehen oder mit dem Hinterteil auszuweichen oder oder oder ... mache ich langsam, dann bemüht er sich so richtig. Er hat jedenfalls absolut kapiert, dass es gewünscht ist, dass er die Hinterhand an einer Stelle stehen lässt und vorne die Beinchen kreuzt. Kluges Pony!!

Donnerstag, 14. April 2011

Liberty - Vorhand zu mir

Heute war Hufbearbeitungstermin. Alles ok, und Billy war sehr sehr brav.
Nur der linke Hinterfuß macht mir Sorgen, der Huf ist nämlich warm. Hufpflegerin konnte nix erkennen (Zufall, dass sie gerade heute da war). Billy hat ein kleines Cut seitlich der Fesselbeuge, vielleicht kommt es daher. Kein Lahmen und nirgendwo Schmerzreaktion. In der Halle sogar ausgesprochen gehfreudig heute. Mal schauen wie es morgen ist. Ich hoffe er brütet da unten nicht wieder eine Phlegmone aus :-(.

Wir hatten vor dem Termin noch etwas Zeit und um zu testen ob er lahmt sind wir in die Halle gegangen. Kein Lahmen, ein sehr motiviertes Pferd, also haben wir ein paar Denkspiele gemacht.

Ein bisschen die Weave im Schritt wieder geübt, Billy bleibt schon etwas seltener in der Mitte stecken und wir können immer öfter eine Länge oder sogar einen Hin- und Her-Durchgang vollständig ohne "Fehler" bei den Hütchen gehen.

Außerdem habe ich at Liberty geübt, dass er nun - nach dem Hinterteil, was wir zuletzt geübt haben - die Vorhand zu mir her schwingt, wenn ich den STick über seinen Rücken und Richtung äußere Schulter hebe. Das haben wir bisher nur ganz kurz immer gemacht und hie und da einen zufälligen Schritt bekommen. Heute war das viel viel besser, v.a. nach links. Mit der richtigen Motivation zur richtigen Zeit konnte man richtig das Hirn rattern sehen ;-). Und schwuppdiwupp, nach kurzer Zeit schafften wir 360° Drehung auf der Hinterhand auf mich zu, wirklich toll. Noch gibt es ganz kleine Päuschen dabei, um ihn zu bestätigen, aber das dauert sicher nicht mehr lange, bis wir es ganz flüssig machen können. In die andere Richtung war es etwas schwieriger, da konnte Billy die Vorhand nicht von der Hinterhand unterscheiden und schwang letztere in meine Richtung oder versuchte ganz seitwärts zu gehen, weil er nicht verstand. Zum Schluss haben wir ein paar Schrittchen zusammengebracht.
Als nächstes werd ich dann die Genauigkeit der Kommunikation überprüfen, indem ich abwechselnd Vorhand und Hinterhand sauber und isoliert zu mir her hole - dann haben wir auch bald ein "richtiges" Seitwärts. :-)

Montag, 11. April 2011

Diese Woche mache ich wieder ein bisschen weiter mit Liberty. Wir waren zuletzt bei der Weave stehengeblieben, also habe ich heute dort weitergemacht, Schritt. Laaangsamer Schritt *g*.

Wenn ich 4 Hütchen in die Mitte der Halle stelle in eine Reihe, habe ich das Problem wie zuletzt, dass Billy mir am 2. oder 3. Hütchen abhanden kommt. Das Umkreisen am Anfang und Ende der Pylonenreihe klappt super, aber der Draw nach dem 2. Hütchen ist zu wenig, um ihn wieder zu mir zu holen.
ich hab dann die Hütchen auf den 2. oder 3. Hufschlag an der Wand entlang gestellt, da wurde es ein bisschen leichter, weil er nicht so weit abhanden kommen kann ;-). Außerdem habe ich begonnen, keine Pausen mehr am Anfang und Ende der Reihe zu machen, sondern nach dem 2. Hütchen, wenn der Draw gelungen ist. Kurze Pause bei mir, dann weiterschicken, außen rum und wieder zurück zum problematischen Hütchen, dort wieder Draw zu mir und wieder Pause. Ich glaube das hat etwas genützt.
Zum Schluss habe ich aufgehört, als wir einmal hin und her ohne "Fehler" im Muster geschafft haben. Flüssig geht das aber noch gar nicht.

Schließlich hab ich noch etwas Stick to Me im Trab gemacht und dann begonnen, ihn während des Trabs mal vom Hufschlag bei den Hütchen "wegzuziehen" zu mir und wieder zum Hufschlag hinzuschicken. Tatsächlich haben wir so in jede Richtung eine ganz passable Schlangenlinie geschafft.
Billy wird beim Stick to Me momentan etwas frech, nur im Trab... ich muss das wieder abstellen.

Samstag, 9. April 2011

Heut war es sehr windig, aber sonst ein wunderschöner, sonniger Tag. Ging mit Billy aufs Viereck, um weiter Vorübungen zu unseren einfachen Galoppwechseln zu machen. Das ging heut schon alles viel besser.
Zur Verbesserung half vor allem meine Erkenntnis, dass das ganze noch zu schlecht klappt, weil v.a. unser Angaloppieren nicht punktgenau funktioniert. Ich war schleißig damit, und Billy nutzt es aus. Er galoppiert brav an, aber er lässt sich Zeit, und galoppiert nie früher als Phase 3 (Bein) an. Phase 1 wäre Energie hoch, Phase 2 ein Doppelzungenschnalzer. Phase 2 wäre mein Ideal, oder eine länger Phase 1 (ein bisschen Zeit zum Beine-Sortieren möchte ich ihm schon lassen).
Also hab ich die Galoppwechsel mal aus meinem Kopf verbannt und an Trab-Galopp-Trab-Übergängen gearbeitet. Immer nur ein paar Tritte Trab --> Angaloppieren. Paar Sprünge, gleich wieder Trab. Anfangs brauchte ich viele Phasen 4, aber schon bald klappte - wie ich es wollte - das ganze schon auf Phase 2.
Noch die andere Hand geübt, bis es da genauso gut wurde, und ganz zum Schluss dann dasselbe inklusive einer Diagonalen und dann eben zuerst den einen, dann den anderen Galopp. Um es einfachen Galoppwechsel zu nennen war wohl noch zu viel Trab dazwischen, aber das wird nun schon werden.

Freitag, 8. April 2011

Horsenality Abend

Heute war bei uns im Stall ein Horsenality Abend mit 3-***-Instruktor Martin Wimmer.

Vorher hatte ich kurz Zeit um ein bisschen Undemanding Time mit Billy zu verbringen, in Form eines kurzen Spaziergangs mit ziemlich vielen Graspausen. Viel wächst bei uns aber noch nicht... Ein bisschen sind wir auch noch nebeneinander hergejoggt, das klappt jetzt schon toll!

Dann ging der Abend los, zuerst mit Theorie; ich kannte zwar schon so ziemlich alles, aber Martins kabarettistische Einlagen waren es auf jeden Fall wert ;-). Und ein bisschen Wiederholung schadet nie.
Nach 1-2 Stunden Theorie gingen wir alle in die Halle und bekamen anhand von 3 unterschiedlichen Pferden deren Horsenalities anschaulich erklärt.

Das erste Pferd war vom eigenen Stall, unser allbekannter LBI. Er demonstrierte seine Horsenality anschaulichst in allen Facetten und biss gleich mal ein Loch in Martins Kuhmustertonnenüberzug *g*. Martin zeigte uns, wie man ein solches Pferd zu mehr Elan motiviert.

Danach kam ein Pferd, das Martin selbst mitgebracht hatte, ein knapp 3-jähriger Trakehner(?)-Hengst, der uns deutlich den Unterschied zwischen dem LBI und LBE zeigte :-). Ein tolles Pferd!

Danach wollten wir noch mehr sehen und eine weiter Stute aus unserem Stall wurde ausgewählt, deren Charakter ziemlich weit über das Horsenality-Spektrum verstreut liegt. Sie war das interessanteste Pferd des Abends, eben weil nicht leicht einzuordnen. Sie hatte leichte RBI Tendenzen, aber war im Grunde doch eher LB und eher extrovertiert. Anhand der herumliegenden Plane durften wir mal alle sehen, wie "Annäherung und Rückzug" richtig gemacht wird, das zeigte uns die Stute nämlich ganz von sich aus, wir beobachteten nur. So konnte man toll sehen, wie es in der Natur des Pferdes liegt, sich beängstigende Dinge zuerst aus der Ferne schorchelnd anzusehen, dann einen Rückzug zu machen, nach einer Weile dann wieder etwas näher an die Plane heranzugehen, nach einem wilden Schnorchler wieder Rückzug anzutreten, usw., immer ein Stückchen näher, bis sie dann schon fast drüberlief. Ähnlich bei den Tonnen und beim Ball. Das war wirklich spannend. Der Besitzer bekam dann noch ein paar Umgangstips (wie z.B., langsam anzufangen, aber dann durchaus Aufgaben zu stellen, sobald sie Left Brain wird, was ziemlich schnell der Fall war).
Sehr interessant war dann Martins abgeänderte Verwendung des Horsenality-Charts im Hinblick auf die Stute. Statt nun die einzelnen Eigenschaften durchzugehen, verwendete er die beiden Achsen wie ein Koordinatensystem. Die x-Achse als quasi "neutral" zwischen introvertiert und extrovertiert, die y-Achse als "neutral" zwischen Left Brain und Right Brain. Er fing dann an, das Verhalten der Stute zu analysieren und ihren "Punkt" innerhalb des Koordinatensystems zu finden. Er schätzte sie insgesamt als mehr extro als intro ein und als relativ genau zwischen Left- und Right brain, vielleicht etwas mehr auf der Right Brain Seite, weil sie so leicht zu verunsichern war. Also bekam sie nach diesem System dann quasi einen "Punkt" im RBE-Quadranten, aber eher zur Mitte hin, d.h. nah an den anderen Horsenalities. Das war echt interessant.

Am Schluss saßen wir dann noch bei ein paar Snacks zusammen und konnten noch Fragen stellen und plaudern.

War ein wirklich netter Abend!

Horsenality Charts

War gerade neugierig, wie eine Momentaufnahme vom heutigen Tag so aussehen würde. Sehr interessant!

LBI und LBE verteile ich heute fast gleichmäßig. Deutliche Zugewinne bei RBI. Hmmmm. Und fast alle Eigenschaften bewegen sich auf die Mitte zu, es gibt kaum noch "extreme" Eigenschaften.

All die Angaben sind aus dem Bauch heraus, in dieser Minute. Könnte morgen ganz anders aussehen ;-).

Die Entwicklung findet ihr auch auf der Seite "Horsenality Charts".


Donnerstag, 7. April 2011

Heute haben wir nach einer kurzen Runde im Gelände zum Aufwärmen zum zweiten Mal an sowas wie einfachen Galoppwechseln gefeilt. Also vorerst mache ich mal nur Vorübungen.
Heute haben wir angaloppieren und in der Ecke eine Art großes Umkehrt-Wechseln im Galopp probiert. Die Wendungen haben sehr gut geklappt, nur auf Bein (was, wie ich mich selbst aber auch immer erinnern muss, schon Phase 3 bedeutet). Billy blieb brav und relativ mühelos im Galopp. Wir können also schon auch engere Wendungen reiten, er teilt sich sein Tempo jetzt besser ein. Vielleicht kann ich bald mal wieder ein Cloverleaf im Galopp probieren - letztes Jahr war das noch absolut unmöglich, hab ich nur einmal probiert.
Nach dem großen Umkehrt-Wechseln ritten wir im Galopp zum Hufschlag zurück und parierten dort in Trab.
Das ist das, was noch Übung benötigt - Billy pariert zu abrupt durch (von sich aus, wenn ich nur die Energie runterlasse reicht das), meist wird es Schritt, oft sogar eine Haltparade. Ich schätze, das hab ich uns angewöhnt, weil ich so viel ohne Sattel reite und eine Parade vom Galopp zum Schritt oder zum Halten ist für beide da weit angenehmer und einfacher als eine Parade vom Galopp zum Trab. Das müssen wir also üben, ging dann auch ganz gut, mit der Übungsfolge:
- Angaloppieren am Beginn der langen Seite.
- Groß angelegtes Umkehrt Wechseln am Ende der langen Seite im Galopp
- Trabparade beim Erreichen des Hufschlags
- Weiterreiten im Trab auf dem Zirkel, bis sich der Trab wieder beruhigt hat und Billy entspannt den Hals fallen lässt,
- dann wieder angaloppieren und dasselbe auf der andern Hand.

Billy war heut wieder so komisch guckig am Viereck am Anfang, er schaut überhaupt nicht wohin er geht, irgendwas ist da oben, was ich nicht sehe, schon seit einer Woche. Er stolpert über die Viereckumrandung weil er nicht schaut wohin er geht, das ist unlustig. War deshalb heute irgendwie ungeduldig und zu streng mit ihm.

Zum Abschluss dann wieder rückwärts, ein nicht-beschreibungswürdiger K(r)ampf für ein paar Schrittchen *seufz*.

Video: Her mit dem Popo :-)

Noch ein Video, vom Herschwingen von Billys Popo.



Als nächste Stufen zur Verbesserung möchte ich
  • darauf achten, dass das Hinterbein richtig und gut kreuzt
  • natürlich niedrigere Phasen
  • flüssigere 360°

Mittwoch, 6. April 2011

Video: Figure 8 Trab

Hier einmal unser kurzes Video von der Figure 8 im Trab. Am Video seh ich gleich wieder 100 SAchen die mir nicht gefallen, obwohl es sich doch so gut angefühlt hat. Z.B. dass mein Stick tatsächlich öfter nörgelt obwohl ich mir einbilde, dass ers nicht tut (bzw. unbewusst nörgelt, wenn ich Stick und Seil-Hand wechsel). Aber ansonsten... bin ich recht stolz, denn bis vor kurzem war ich schon froh, wenn ich einen einzigen Achter im Trab mit Billy geschafft hab. :-)
Viel Spaß!



Sonntag, 3. April 2011

Die kommende Woche ist wieder FreeStyle dran. Ich möchte gern am Galopp arbeiten und mich ein bisschen an einfache Galoppwechsel heranarbeiten.

Aufgewärmt haben wir wieder mit einer 20 Minuten Rund-um-den-Stall-Runde, Billy ganz cool.

Auf dem Viereck war die Coolness kurz weg, ich weiß nicht warum. Er fixierte einen Punkt am Horizont, konnte nix erkennen, war irgendwie aufgeregt, für seine Verhältnisse flotter als üblich, klebte in den Ecken fest und verließ auch mal kurz das Viereck *tsts*.
Habe deshalb das Thema Galopp erstmal aufgegeben und ließ ihn traben, immer schön Zirkel, drauf geachtet dass wir schön durch mein aufgebautes "Pylonen-Tor" by X grad durchtraben und keine allzu ovalen ostereier machen, und dabei den Trab halten können, hie und da ein Handwechsel. Schließlich hat er stark abgeschnaubt und Kopf kam wieder tief wie üblich und er lief entspannt seine Runden.

Darauf bin ich zum GAlopp übergegangen, zu einfachen Wechseln kam ich nicht, musste erstmal die Zirkel erarbeiten. Abwenden klappte ganz gut, linke Hand war schlecht, und Billy wurde nach anfänglichem Bemühen langsam stinkiger und mochte nicht mehr so wirklich galoppieren; konnte es ihm auch nicht recht verübeln, es hatte 25° und er ist seinen Winterpelz zwar großteils, aber noch nicht ganz los und hat ordentlich geschwitzt.
Die Wechselversuche scheiterten dabei noch am stärksten an den abrupten Übergängen nach unten, die nicth so gedacht waren, dass er das geringste Zeichen zum Anlass nimmt, aus dem Galopp alle Viere in den Boden zu stemmen ;-) - und danach nicht mehr los zu wollen.
Nun ja, ich habs dann nach ein, zwei schönen Zirkeln auf jeder Hand sein lassen.
Hab ich ja nun noch nicht oft probiert, klar kanns nicht gleich funktionieren.

Dann allerdings kam wieder Frust auf: Das Rückwärts gehört einfach geübt und geübt. Ich will das besser haben *jammer*. Aber nix ging. Gar nix wieder mal. Ein paar Schritte, sehr gezwungen, konnte ich regelrecht "rauspressen", aber das kanns ja nicht sein *seufz*. Ich dachte ich könnte mit dem verbesserten Porcupine an der Nase vom Boden aus vielleicht auch im Sattel was bewirken, aber nö. War letzte Woche ja noch besser.
Ich lechze nach dem Wanzenried-Kurs, wieder mal... hoffentlich kann der helfen - endlich mal die Ursache für diese Totalverweigerung finden, das wärs ja schon... bisher hat die Hilfe der Instruktoren meist während des Kurses ganz gut geholfen, aber kaum auf mich allein gestellt bzw. nach einiger Zeit, geht es wieder von vorn los, und ich weiß nicht warum. Bilde mir ein, alle Tips und Ratschläge zu beherzigen. Jeder neue Ansatz funktioniert irgendwie eine Weile, bis Billy zu beschließen scheint, dass er von nun an auch diese Aufforderung zum Rückwärts ignorieren wird....

Samstag, 2. April 2011

Wieder ein kurzer Aufwärm-Ausritt rund um den Hof, dann wie die letzten Male On Line.

Porcupine an der Nase, also rückwärts, war viel viel feiner. Arg wie viel einmal anständig Üben bringt. Ich vernachlässige das viel zu sehr. Weniger Abwehr, schnelleres Reagieren, sanftere Phasen. ich mach ein bissl ein Porcupine-Yoyo draus: Hand an die Nase, paar Schritte rückwärts bis das fein geht, kurz pausieren, mit Zug am Seil vorwärts, dann wieder rückwärts; Manchmal auch Pferd je nur 1 Schritt vor und zurück "schaukeln".

Danach wieder Traveling Circles mit Galopp, diesmal am 14m Lasso. Und siehe da, war etwas besser (abgesehen vom Rope-Handling *verwickel*), er hat sich sehr bemüht, wenn er auch den Galopp nie besonders lange hält.

Dann haben wir noch ein bisschen gefilmt, ein paarmal die Figure 8 im Trab, klappten super. Mit etwas glück gibts das Video hier vielleicht bald.

Und dann noch - auch gefilmt - die Hinterhand zu mir, einschließlich Hintern weg, Hintern her, Hintern weg, Hintern her, was nun klappt :-) (wollte schauen, ob er es eh noch unterscheiden kann und nicht beim nächsten Mal, wenn ich die Hinterhand dringend WEG haben will, sie erst recht auf mich zukommt *g*). Klappte sehr gut :-)

Freitag, 1. April 2011

Lief alles recht gut heute, wir haben einen kurzen Aufwärm-Ritt rund um den Stall gemacht und dann On Line.

Zuerst hab ich "Hinterhand zu mir" weitergeübt, das geht nun gut auf Phase 1-2 auf der linken und Phase 2-3 auf der rechten Hand. Auf der linken Hand auch schon recht locker 360°, auf der rechten Hand muss ich da etwas öfter ein nicht erwünschtes Vorwärts korrigieren.

Dann wieder etwas Schwung geholt und Traveling Circles gemacht, diesmal im Galopp. Letztes Mal waren die ja sehr gut, aber echter Schlurftrab und ich seeehr langsam ge"traveled". Heute ging ich etwas schneller und wollte Galopp. Billy konnte nicht so richtig, er zog - äußerst ungewohnt für mich - stark nach außen, trabte meistens nur schnell. Habe dann beschlossen, dass das 7m-Seil dazu einfach zu kurz ist und hab mich mit dem flotten Trab begnügt. Da konnte ich dann auch in etwas normalerem Tempo geradeaus gehen, während Billy ziemlich flott um mich zirkelte. Sehr brav.

Dann noch das stets vernachlässigte Porcupine an der Nase (rückwärts) verfeinert, zuerst gabs da viel Opposition Reflex, wurde besser und besser und schließlich recht fein für unsere Verhältnisse.

Schließlich wieder die Figure 8 im Trab, und das war gleich so gut, dass ichs nach 2-3x Pattern gleich gelassen habe. Keine Anlaufzeit mehr (bisher dauerte es immer ein Weilchen und mehrere Erinnerungen, bis er den Trab hielt). Morgen möchte ichs vielleicht mal filmen, dann darf das eine Zeitlang ruhen, weil es so gut geworden ist :-). Freu mich sehr da drüber!