you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Sonntag, 18. September 2011

Heute war ich mit einer Stallkollegin und ihrem Jungtier-Hafi wieder eine kleine Runde ausreiten.
Beide Pferde waren super entspannt, und wir hatten wunderschönes Wetter.
Die Wiese konnten wir galoppieren, und hab mich gefreut dass Billy ganz cool blieb, als Junghafitier etwas ungestüm davongestoben ist und wir mehr Abstand bekommen haben - es war nur wenig Zügeleinwirkung nötig, dass das so blieb und wir in unserem gemütlichen Tempo blieben, toll (ist nicht unbedingt immer so).

Beim Rückweg machten wir nicht den Umweg wie mit der anderen Stallkollegin, sondern ritten durch unser kleines Wäldchen - inklusive Wasserquerung. Mir wurde mulmig. Wasserquerung ok, aber wie bekannt springt Billy solche Dinge gern, was mir auch egal ist, nur dass dort relativ eng Bäume und Büsche stehen, wo er mich hübsch abstreifen kann (oder ich mir zumindest ordentlich wehtun kann).
Stallkollegin mit Junghafi ritt voran, ließ Junghafi ruhig das Wasser begutachten (kennt er schon) und ritt dann ruhig durch. Billy schnaufte und schnorchelte, ich war auf einen Sprung gefasst, hab ihm aber durch kleine Zügelzupfer zu verstehen gegeben, dass wir da bitte nicht nachspringen ... und tatsächlich konnte er zwar schnell aber doch in Schritt, halb Trab, durch! War furchtbar stolz, nur ritten wir den Junghafi am andern Ufer fast um, naja.
Dann kommt da noch eine steile Böschung bergauf, die ist Billy die paarmal, dass wir dort gegangen sind, auch immer gespungen wie ein Hochspringer. Heute nicht, heute kletterte er gesittet hinauf!
Ich war dort ziemlich lange nicht (ähem - Problemverdrängung ;-) ), ich glaub das Tier ist erwachsen geworden ;-).

Bewundernswert finde ich ja meine Stallkollegin. Hat ihren Junghafi seit Anfang des Sommers ungefähr und geht mit ihm überall hin. Der kommt gar nicht in den Sinn, dass Hafi über Wasser nicht gehen könnte oder dass sie irgendwohin nicht gehen würde, weil ... was auch immer. Und derart selbstsicher geht Hafi dann auch tatsächlich überall hin. Die ist ein richtig guter Leader *seufz*.

Samstag, 17. September 2011

Heute war ich mit Billy am Viereck, On Line Dinge üben.

Zuerst haben wir alles mögliche aus Zone 5 gemacht. Wollte ich eigentlich zum Aufwärmen, es war dann aber der Großteil unserer Session.
Schritt-Halt-Übergänge wieder eingeübt (ich hab lang nix aus Zone 5 gemacht), dann viele viele Achter durchs ganze Viereck, alles an einem Seil. Das Lenken, das schon so gut geklappt hatte, hat er wieder vergessen, und auch Frauli ist wieder unkoordinierter geworden. Einen nicht kleinen Teil der Einheit hab ich nur geübt, das Seil über Billys Kopf zu schupfen (der hat sich wohl gewundert über das seltsame Tun, aber solang er sich dabei nicht besonders bewegen muss, störts ihn wohl nicht *g*). Dann hat das beim Wechsel auch ein, zweimal gut geklappt.
Ein bisschen gekämpft haben wir mit rückwärts aus Zone 5. Wenn ich leicht versetzt an seiner rechten Seite stehe, klappt es hervorragend, sobald ich das Seil anhebe und selbst rückwärtsgehe. Stelle ich mich hinter ihn, aber links versetzt, dreht er nur den Hintern weg und rotiert und rotiert und scheint nicht zu wissen was ich möchte. Das muss ich an der Bande üben... es hat lang gedauert und ich musste näher an ihn ran und eine Hand auf die Kruppe legen, also eher in Zone 4, damit er kapiert hat und ich ihn belohnen konnte.

Schließlich bin ich zur Hauptübung übergegangen: Galopp, und ich will nun wirklich wirklich endlich endlich in Neutral bleiben können! Das können wir immer noch nicht *ähem*. Bei der letzten Einheit hat es ewig gedauert bis es im Linksgalopp funktioniert hat, aber heute ging alles ruckizucki: Zuerst die leichtere rechte Hand. Auf Anhieb - trotz Ablenkung der andern Pferde auf der Winterkoppel - 1 ganze Runde Galopp und ich in Neutral. Dann links, 2x brach er die Gangart, beim 3. Anlauf klappte 1. Runde. Das war der Standard, mit dem ich letztes mal aufgehört habe. Heute also dann auf 2 Runden gesteigert: Rechts sofort auf Anhieb *freu*; dann machte ich mich auf eine längerdauernde Übung auf der linken Hand gefasst... aber nichts... zuerst galoppierte er locker und flockig 1,5 Runden, wo ich die Gelegenheit ergriff und ihn gleich reinholte zum Loben - dann nochmal rausgeschickt, 2 Runden locker galoppelt --> tadaa, fertig für heute :-).

Manchmal fragt man sich schon, warum er um manche Dinge so ein Tamtam macht - heute hat er auch gar nicht nach außen gezogen wie beim letzten Versuch, und das obwohl wirklich die ganze Herde nebenan wild rumgaloppierte und ständig irgendwas Außerordentliches begutachten musste.
So ein Braver :-)

Freitag, 16. September 2011

So, heute hatte ich Gelegenheit in die Tat umzusetzen, was ich mir letztes Mal vorgenommen hatte beim Freestyle Reiten: Ich möchte alles einfach nach außerhalb des Vierecks verlegen.
Wetter hat heut super gepasst (wir haben einen herrlichen Herbst!), also bin ich mit Billy auf den Wiesenweg gegangen, der von hinter der Winterkoppel zum nächsten Windschutzgürtel führt. Der Weg führt vom Stall weg leicht bergan - toll zum Galoppieren - und geht dann noch um die Kurve und den Windschutzgürtel entlang (auf dessen anderer Seite unser Nachbarbauer mit seinen furchtbar gefährlichen Fleckvieh-Raubtieren haust ;-) ). Neben dem Weg ist beidseits unendliche Weide, und auf einer Seite flankieren ihn noch vor ein paar Jahren frisch gesetzte und mit Pfosten gesicherte Bäumchen - perfekt zum Weave reiten oder um Volten drumrum zu machen :-).

Zuerst war Billy mal total unkonzentriert - wegen der Raubtiere nebenan, ihr wisst schon. Jedenfalls gabs beim Windschutzgürtel dann viel Gucken, leichtes Einfrieren (noch leicht händelbar), schnorcheln. Der Gedanke, dass ich hier meine Gymnastik-Übungen reite, hat mir sehr geholfen, mich eben darauf zu konzentrieren, und das half wiederum Billy, auf mich zu hören. Gegen das Geschnorchel hab ich mit Konzentrationsübungen begonnen: Hinterhandwendungen auf dem schmalen Weg, möglichst ohne in die Wiese zu treten. Dann ein paar Übergänge bergauf und bergab. Rückwärtsrichten. Das war anfangs schwierig, als ich es dann aber durchgesetzt hatte (wobei es nur schwierig war, weil er absolut nicht aufgepasst hat, da alles andere rundherum wichtiger war), brachte es einen großen Durchbruch in Sachen Konzentration. Überhaupt hab ich in dieser Einheit ein paar der besten Rückwärtsschritte ever bekommen, richtig schön gerade und bemüht. Ich hab es einfach immer wieder eingebaut.

Es hat sich dann - wie zu erwarten war - gezeigt, dass eben hier, nur 50m Luftlinie vom Viereck entfernt, die Dinge nicht mehr so selbstverständlich sind.
Auf dem Weg in Richtung Stall war Anhalten (das funktioniert im Viereck ja auf bloßes Ausatmen) nicht mehr so selbstverständlich. Ich hab dran gearbeitet wie ich es im Viereck würde - einfach alle paar Schritte gefordert, Phasen mitzählend durchlaufen, und siehe da, plötzlich konnte er auch hier anhalten und ruhig stehen.
Eine weitere Herausforderung waren die Wendungen, v.a. die, die ihn gleich hinter der Winterkoppel wenden und den Weg wieder weg vom Stall nehmen ließ. Da hatten wir ordentlichen Opposition Reflex; Billy zeigte genau das Verhalten, das mich beim Ausreiten so fertig macht, er machte den Hals steif, bog Richtung STall ab und meinte, die Einheit für beendet erklären zu können. Im Gegensatz zum Ausreiten befinde ich mich hier aber in meiner absoluten Comfort-Zone und konnte ihm also erklären, dass das Kommando zum Abwenden und auch zum Angaloppieren immer von mir zu kommen hat. Wir zirkelten dort - wieder und wieder und wieder und wieder... eine Häflte des Zirkels wollte Billy immer traben und die Wendung ignorieren, die andere Hälfte war die Wendung seeehr leicht und der Schritt in Ordnung. ich bin den Zirkel einfach und ganz ruhig so lange geritten, bis die Wendungen gleichermaßen ohne Zügel funktionierten und "don't change gait" wieder zum Pferdehirn durchgedrungen war.

Was ich auch probiert habe, aber nicht geklappt hat, war den Handgalopp zu bestimmen, in dem wir losgaloppieren - der gerade Weg ohne Bande links oder rechts eignet sich toll, um das zu überprüfen bzw. mal zu etablieren. Leider hat es sich nur gezeigt, dass es mir nicht und nicht gelingt, Linksgalopp zu bekommen. Ich hab versucht, im Einklang mit der Fußfolge ausm Trab anzugaloppieren, damit er wahrscheinlicherweise Linksgalopp geht - nein, immer rechts. Und ich brauch einfach immer noch furchtbar lang, um überhaupt zu sehen welchen Galopp wir gehen geradeaus, von fühlen ganz zu schweigen *seufz*. Also da brauchts noch viel mehr Vorarbeiten. Immerhin fühle ich im Trab schon besser...

Was ich nun tun möchte ist so oft wie möglich da draußen meine Dressurübungen machen, wann immer es wetter- und bodenmäßig möglich ist. Dann auch mal das ganze auf unsere Geländestrecke oder den Hausberg verlegen und so immer mehr Gelände mit dem Gefühl "hier sind wir genauso zu Hause wie am Viereck" zu belegen. Mal sehen, wie das so gelingt.

Montag, 12. September 2011

Billy hatte gerade eine Woche Urlaub von mir, heute gings wieder ein bisschen los.

Es herrscht soo schönes Wetter, es hat tatsächlich nochmal fast 30°, strahlender Sonnenschein und ich viel Zeit - d.h. es ging sich wieder ein Ausritt aus.

Billy war schön entspannt, bis zur Grenze unserer beider Komfortzone. Die Kuhbegegnung letztes Mal an der gleichen Stelle hat schon Spuren hinterlassen - ob bei mir oder ihm oder beiden weiß ich nicht. Jedenfalls bin ich ziemlich schnell mal wieder abgesessen (*seufz* und mittlerweile rechne ich auch gar nicht mehr damit, reitend bis zur Komfortzonengrenze zu kommen - irgendwie verkleinert sich die gerade eher wieder) und zu Fuß weiter. Selbst da blieb Billy wieder und wieder wie angewurzelt stehen, obwohl diesmal weit und breit keine Kühe zu hören oder zu sehen waren. Ich kann daher nicht sagen ob er sie in weiterer Entfernung wahrgenommen hat oder es einfach die Erinnerung war... Wir arbeiteten uns also schrittweise vor, obwohl ich doch irgendwie das Gefühl hatte, dass es hier eher ein "ichwillnicht" als ein "ichkannnicht" von seiten Billys war - denn fressen, das konnte man seeehr entspannt und jederzeit. Hmgrml. Als ein Stück Straße kam, das links und rechts von Stacheldraht und E-Zaun flankiert ist und man von Ferne ein rundendrehendes Moped hören konnte, wollte ich nimmer weiter und habe umgedreht. Paar Schritte später bin ich wieder aufgesessen und bis auf das Mopedgeräusch (für mich) war alles gut (Billy interessierte das Mopedgeräusch sowieso nicht).

Irgendwie hab ich mich dann geärgert, weil ich an diesem Wegstück nicht und nicht weiterkomme und wollte eine Abzweigung nehmen und dort ein Stück entlang gehen - nur ein paar Meter, konkret hatte ich den Plan einfach ein bissl um die dort eingesteckten Pfosten (ohne Zaun) rumzureiten, um mich und Billy abzulenken. Ja, und dann kam das böse alte Muster raus: Billy meinte nur: Da gehts nicht nach hause... nach Hause gehts daaaaa lang, drehte um und fing an zu traben. Das war dann wirklich purer Unwille, ich konnte dort keine Ängstlichkeit spüren. Ich wurde gleichzeitig ängstlich, aber auch sauer dass DAS nun wieder losgeht (hat er seit einem Jahr nicht mehr gemacht!), ich hab ihn echt fest eingedreht, abwechselnd in beide Richtungen bis ich ihn endlich umgedreht und im Stillstand hatte. Ein paar Schritte in die von mir gewünschte Richtung und dann eine von mir gewünschte Drehung und im Schritt Richtung heimwärts hab ich grade noch zusammengebracht, mich natürlich geärgert über mich selbst, das war nicht gut - aber natürlich wurde justament in dem Moment das Mopedgeräusch immer lauter *aaah*. Also war ich froh, dass ich im Schritt gemütlich gehen konnte, halbwegs entspannt.

Als Billy dann allerdings noch die letzten paar hundert Meter vor dem Stall selbständig abbog und zu diskutieren anfing über die Richtung (er wollte den Weg quer über die Wiese abkürzen) hab ich ihn dann knapp vorm Stall wirklich hackeln lassen. Von unserer Winterkoppel geht leicht bergauf ein perfekter Galoppweg weg vom Stall - also kurz vorm Zuhause umgedreht (was eine heftige Diskussion war) und raufgaloppiert. Als er dort tatsächlich schon wieder umdrehen wollte, weitergaloppiert. Als er stillstehen konnte, umgedreht, im Schritt heimwärts. 180° Wendung probiert, wieder heftige Diskussion - Galopp. So ging das 4x (schönes Intervalltraining). Beim 5. Mal ließ er sich nur mit Schenkeln und ohne Zügel vom Stall wegwenden und -reiten, und dann hab ich wieder umgedreht. Hat mir leid getan, aber mit genau dieser blöden Angewohnheit hat mein ganzer Ausreitstress begonnen :-( . Und natürlich sollte ich genauso vehement das ganze einfordern, wenn wir weiter vom Stall weg sind - aber dort bin ich unsicher und tu's nicht.

Ganz zum Schluss hab ich zum Runterkommen ein bisschen Hinterhandwendung gemacht - Schritt für Schritt... mit dem Gedanken, warum ich sowas nicht öfter im Gelände mache. Ich musste konsequent Konzentration einfordern, kaum schaute der Kopf bei unseren Wendungen Richtung Stall, trappelte er vorwärts. Zum Glück konnte ich da aber ganz ruhig bleiben und es einfach so lange ruhig weiter fordern, bis er eine schöne Runde auf der Hinterhand gedreht hatte voller Konzentration. Und dann gings ja auch schon nach Hause.

Ich werd dort hinten auf dem Weg nun öfter Gymnastik-Übungen machen. Da steht z.B. eine tolle Reihe jung eingepflanzter Bäume mit Stehern gesichert - perfekt um drumrum Weave oder Fig. 8s zu üben :-).

Ein bisschen frage ich mich schon, ob ich das Ausreiten jeeemals hinkriegen werde :-(.

Dienstag, 30. August 2011

Zum Aufwärmen bin ich heute eine kleine Runde um die Geländestrecke geritten. Billy war wieder aufgekratzt, aber total brav. Beim Matschloch musste er 5x drüber, dann ging es auch im Schritt. Aber immerhin ließ er von Anfang an diese Riesenhüpfer drüber sein.

Dann zurück zum Stall und aufs Viereck.
Heute hab ich zum ersten Mal ganz bewusst versucht, mit Neckstring zu reiten. Zügel und Knotenhalfter war zwar drauf, aber ich hab glaub ich nur 2x hingegriffen. Zuerst alle Gangarten und Übergänge ausprobiert. Da war ich sicher, dass das gut geht, das reite ich ja sonst auch ohne Zügel. Diesmal aber wirklich nichtmal angefasst. Mit dem Neckstring ging sogar etwas rückwärts, zwar zäh, muss ich weiterüben, aber es ging.
Danach Wendungen probiert in allen Gangarten. Schritt und Trab sowieso ziemlich einfach, und im Galopp gingen wir richtig schöne Zirkel. Schließlich (wieder mal zuviel?) fing Billy aber an im Galopp zu diskutieren, drehte sich eng ein auf winzige Volten und machte sein persönliches ungefragtes "Bull's Eye" (ohne Bull's Eye *lol*) um sich Pause zu holen. Das war der Augenblick, als ich in die Zügel griff ;-). Na gut, ein schöner Zirkel noch, und dann sind wir zu langsamen, dafür kniffligen Übungen übergegangen:
Nur mit Neckstring Vorhand weichen, Hinterhand bleibt stehen - ging erstaunlich gut. Nur mit Neckstring Hinterhand weichen, Vorhand bleibt stehen - war erstaunlicherweise schwieriger, da hier dann doch die Halsbiegung fehlt, die er sonst kennt (und jetzt erst fällt mir auf, dass ich die ja mit dem STick machen hätt können - gar nicht dran gedacht). Trotzdem, bald hatte er es heraußen, dass bei Körperdrehung + Bein hinten die Hinterhand weichen soll. So, und dann kombiniert *g*. Bein vorne und Körperdrehung + Blickwinkel in Bewegungsrichtung = Vorhand weicht 1 Schritt, Bein nach hinten und Körperdrehung in die andere Richtung, Blick auf Hinterhand = Hinterhand weicht. Da konnte man wieder mal richtig das Hirn rattern hören "was will die von mir eigentlich???", bis er das mit Schenkel vorn/Schenkel hinten kapiert hatte und unterscheiden konnte - dann hat ers auch superbrav umgesetzt --> Ende, Wutzeln, Fressen, Weide :-)

Montag, 29. August 2011

Heute haben wir wieder einmal etwas Liberty gemacht. Auf dem Viereck, dem ohne Zaun ;-). Natürlich nur Dinge auf enge Distanz.

Zuerst ein bisschen Stick to Me. Da traue ich mich jetzt langsam an Galopp heran. Rechtsrum funktioniert das auch schon hübsch, aber linksrum haben wir PRobleme, ich vermute hier eher Balanceprobleme als sonstwas. Billy kippt nach innen, kommt mir daher zu nahe, findet, dass er so langsam schon überhaupt nicht galoppieren kann, und dann verkleinert sich auch noch das ganze (ungewollt) aufgrund des Nach-innen-Kippens zu einem kleinen Zirkel...
Ich hab deshalb geübt, dass er a) mehr Abstand einhält und b) nicht überholt, das fängt er nämlich jetzt an, im Trab. Ein paar Sprünge schaffen wir links, aber mehr nicht. Und Pferdchen wird schön grantig dabei, aber auch übermütig (ich weiß nicht ob es Grant oder Übermut ist, ehrlich gesagt) - jedenfalls wildes Kopfschütteln und da ist mir dann auch nicht mehr ganz wohl dabei - also leiber zurück zu Trab.

Danach die Schrittzirkel um mich rum auf David-Art weiter geübt und dann schon auf Trab hingearbeitet. Der Draw ist momentan ein Wahnsinn - aaaber die Waage kippt nun wieder ein bisschen in die andere Richtung - Herr Pferd kommt mir gern zu nahe und fängt bei den engen Zirkeln auch an, mich anzudrohen; fast fühl ich mich wie vor 3 Jahren, als das das übliche Gesicht war - Hals rein auf mich zugebogen und ordentlich giften. Das kommt nun nur, wenn ich Trab verlange, und Herr Pferd meinte dann auch, giften erspart ihm den Trab... er hat nicht kapiert, dass er ruhig einen ein wenig größeren Kreis auch gehen darf, kam immer wieder zu eng rein. Also zurück ans Seil, ordentlich geklärt dass Abstand trotzdem einzuhalten ist und Trab trotzdem Trab heißt - und danach ging es auch Liberty für eine Runde, und das reichte mir.
Vielleicht mach ich schon wieder mal zu viel davon...

Trotzdem, der Draw ist super... Billy trabt aus dem Stand auf mich zu und lässt den Blick nicht von mir. Auf der Koppel galoppierende Pferde oder selbst das Gras in Maulreichweite sind ihm... nun ja, sicher nicht egal (v.a. letzteres ;-) - aber ich und was ich sage scheint doch wichtiger :-).

Freitag, 26. August 2011

Wie zuletzt - die gleiche kleine Ausreitrunde mit der gleichen Stallkollegin.

Diesmal war Billy von Anfang bis Ende sehr entspannt, wie ich ihn kenne :-). Beim kurzen Galopp über die Wiese bin ich diesmal vorangegangen, weil er letztes Mal hinterm andern Pferd her ganz schön angezogen hat :-/ - wollte testen ob das prinzipiell hier so ist oder nicht. Nein, ist es nicht - auf Schnalzen angaloppiert, die gaaanze lange Wiese gemütliches GEschaukel, Hand an der (nicht existenten) Schnalle der Zügel, und am Ende der Wiese anhalten auf Ausatmen und Hand bisschen anheben - so kenn ich mein Tierchen ;-).
Scheinbar müssen wir ein bissl an der Temporegulierung üben, wenn vor uns ein anderes Pferd ist.

Bin jedenfalls froh, dass ich derzeit so schön viel zum Ausreiten komme, da ist in diesem Sommer diesmal echt viel weitergegangen.

Dienstag, 23. August 2011

Heute waren Billy und ich trotz der großen Hitze ausreiten, eine kleine Runde mit einer Miteinstellerin.
War sehr schön und alle entspannt und ruhig im kühlen Wald.
Danach Dusche mit Wasser, dann Bad im Sand, frisches Weidestück - alle glücklich :-).

Sonntag, 21. August 2011

klongklongklong - muuuuh

Puh, heut war das ein aufregender Ausritt bzw. Spaziergang. Knapp sind Billy und ich an der Grenze zum roten Teil unserer Comfort-Zone entlanggeschrammt ...

Obwohl Billy beim "Pre-Ausritt-Check" im Viereck wie immer gelassen war, war er, kaum hatten wir den Stall verlassen, ungewohnt schreckhaft und aufgekratzt. Das geht schon eine ganze Weile so, ich weiß nicht woran es liegt.

Als erstes brachte ihn ein Reh und raschelndes Gebüsch noch gleich beim Stall (wo wir uns nun wirklich beide sehr sicher fühlen) zu drei plötzlichen Seitwärts-Galoppsprüngen; nicht weiter schlimm, trotzdem seltsam. Ein paarmal zuckte er auch im Wald zusammen bei Dingen, bei denen er normalerweise kein Ohrwaschl rührt.

Wir näherten uns dem Ende des "stillen blauen Sees", also dem Zentrum, wo wir uns sicher fühlen - ich versuche gerade, die Grenzen hier zu erweitern. Naja, heut war der stille blaue See sogar kleiner als zuletzt. Schon bei einer Wegkreuzung, die ich normalerweise schon in die Comfort-Zone inkludiert habe, musste ich absitzen, weil ichs nicht mehr aushielt: Billy war erstarrt, nur noch völlig blockiert zu einzelnen klemmigen Schritten zu bewegen, Kopf hoch und in die Ferne gestarrt, auf irgendwelche Monster, die er sah, aber ich nicht. Ein Musterbeispiel des erstarrten RBI kurz vor der Explosion. Ich hatte keine Lust, in gestrecktem Galopp nach Hause zu galoppieren, also runter da, und zu Fuß weiter!
Nachdem wir um die Ecke des Weges bogen, sah ich sie auch schon, die Monster: Mindestens 5 braunscheckige große Raubtiere, die mit den großen Eutern ;-). Weit weg auf einer Anhöhe lagen sie im Gras und verdauten das letzte gerissene Pferd, sicherlich ;-). Gut, auf dem gleichen Weg waren die gleichen Monster letzte Woche in gleicher Entfernung, damals konnten wir relativ unspektakulär daran vorüber. Also dachte ich, das machen wir diesmal auch. Allerdings: Don't make assumptions! z.B. dass die Monster diesmal genauso liegenbleiben wie letztes Mal... nein, diesmal haben sie sich erhoben und kamen mit lautem klongklongklong langsam und neugierig auf uns zu und blieben mitten auf unserer Höhe hinter ihrem Zaun stehen - uns trennte nur noch die Straße, auf der einen Seite wir, auf der anderen das Fleckvieh. Billy flippte für einen Introvertierten ziemlich aus, hüpfte am Seil herum und wollte nur noch weg, umdrehen und nach Hause. Ich sah ihn vor meinem geistigen Auge schon wieder mit hinterherwehendem Strick allein die Strecke zurückgaloppieren und versuchte ziemlich panisch (und ganz sicher nicht wie ein souveräner Leader *seufz*) mir seine Aufmerksamkeit wenigstens zum Teil zu sichern, das ist auch gelungen, jedenfalls konnte ich verhindern, dass er umdreht und sich losreißt. Trotzdem waren wir irgendwie "gefangen", denn das doofe Fleckvieh verfolgte uns nun. Ich konnte mich nicht entfernen, ging ich die Straße entlang vorwärts, ging das Fleckvieh in die gleiche Richtung den Zaun entlang. Drehte ich um Richtung heimwärts, verfolgten sie uns eben dorthin. Das Fleckvieh im Rücken zu haben war jedenfalls für Billys Entspannung nicht förderlich. Was sich wie 10 Minuten anfühlten, waren in Wirklichkeit wahrscheinlich nur 30 Sekunden.
Gerade als ich dachte, aus der Situation komm ich jetzt nicht mehr raus, zeigte mir das Billytier, wie er die Aufregung zu bewältigen gedenkt: Übersprungshandlung hastiges Grasrupfen! Entspannt war da zwar mal gar nichts, sondern es war wirklich das hastige, nervöse RBI-Grasrupfen, das ich von ihm in solchen Situationen kenne, aaber Davids Worte vom Kurs hallten in meinem Gedächtnis wider: "Kopfsenken bedeutet zwar an sich noch nicht Entspannung, aber ein Schritt dahin". Ich ließ Billy also das Gras rupfen, das dort zum Glück schön wuchs, während uns die Kühe zusahen. Das dauerte eine ganze Weile und tatsächlich konnte man sehen, dass es ihn mit der Zeit tatsächlich entspannte, zumindest ein bisschen. Bei jedem Geräusch zuckte er zwar immer noch zusammen und war sprungbereit, aber nun zeigte sich auch einmal, dass mein "Friss"-Kommando, das ich installiert habe (eigentlich um ungewolltes Fressen abzugewöhnen) nicht nur wirklich gut isntalliert zu sein scheint, sondern auch zu was nütze ist - starrte er grad wieder die Kühe an und ich konnte die Explosion kommen spüren, reichte tatsächlich, den Kopf zu senken, auf ein schönes Grasbüschel zu zeigen und "friss!" - und er fraß und entspannte sich wieder ganz wenig.
So standen wir da ziemlich lange und er wurde immer ruhiger. Schließlich dachte ich ich kann es wagen, ein paar Schritte richtung Heimat zu gehen, ohne dass er gleich losspurtet. Tatsächlich ging das ganz gut, er trippelte zwar etwas seitwärts, um die uns verfolgenden Kühe im Blick zu haben, aber jedesmal wenn ich das Gefühl hatte dass er mir langsam entgleitet, konnte ich ihn eindrehen, mit der Nase zum Gras, und er fraß wieder ein bissl. So schafften wir den Weg zurück bis zur "sicheren" Kreuzung, wo uns die Kühe nicht mehr folgen konnten.

Tja, und natürlich konnte ichs nicht lassen, wurde übermütig und hab dann noch mit Annäherung und Rückzug gespielt. Ich überredete Billy Schritt für Schritt wieder zurückzugehen, bis zur Zaungrenze, wo die Kühe nun standen. Er fror wieder ein, ließ sich dann aber meistens doch noch zu 1-2 weiteren Schritten überreden. Und durfte dann fressen, bis er wieder ruhig war. Weitere 2 Schritte, fressen. Wieder zurück, warten, wieder annähern, fressen, annähern, fressen. Kontrollierter Rückzug, wieder Annäherung und so weiter. Es wurde besser und besser, bis ich beschloss es gut sein zu lassen, an der Kreuzung wieder aufstieg und ohne weitere Vorkommnisse heim ritt.

Bin froh dass wir die Situation so gut händeln konnten ... das Kuhproblem schränkt mich schon sehr ein - diese Monster lauern einfach bei uns an jeder Ecke. Ein Ausritt ganz ohne Kuhbegegnung ist quasi nur auf unserm Grundstück möglich...

Donnerstag, 18. August 2011

So, geschafft! Kursbericht ist draußen!

Mittwoch, 17. August 2011

Am Wochenende haben wir ein bisschen at Liberty rumgeblödelt und ich hab mich dabei filmen lassen. Und zwar das ganze auf unserem Viereck, nicht eingezäunt :-). Hat alles toll geklappt, bissl Stick to Me, bis hin zu Galopp (einstweilen funktioniert das interessanterweise nur für Rechtsgalopp, links kriegen wir keinen Galopp zusammen, das wird nur Renntrab), kleine Kreise im Schritt (wie wir sie bei David Lichman gelernt haben) und beginnend ein paar Tritte Trab (und größerer Distanz); sonst ein bisschen WEichen in alle Richtungen.
Billy hat brav mitgemacht, und das größte kam, nachdem ich ihn eine Weile in der Viereck-Ecke "geparkt" hatte, um ihn dort grasen zu lassen, während ich Hindernisse her- und wegräume: ich war fertig, rief ihn, ging 2, 3 Schritte auf ihn zu - und er drehte sich um, sah mich an, und ließ das Gras stehen und kam her übers halbe Viereck. Hach, wie toll!

Am Montag hab ich das noch schöne Wetter am Vormittag genutzt um wieder einen Ausritt zu machen, einen neuen Weg erkundet. Das war alles ziemlich am Rande meiner/unserer Comfort-ZOne. Billy ist ungewöhnlich überaufmerksam, fürchtet sich vor Verkehrszeichen (völlig ungewohnt) und Radfahrern. Dort wo der Weg "neu" für uns beide wird, klemmte er so, dass ich lieber abgesessen bin, bevor er womöglich doch wieder mal explodiert und heimrennt... war gut so, so sind wir beide sehr confident ein ganzes Stück des neuen Weges gegangen, haben die Kühe aus der Ferne betrachtet und haben dann ein bisschen gegrast, bevor wir umgedreht haben. Dann bin ich aufgesessen - komischerweise hab ich keine Angst vor Explosionen, wenn es heimwärts geht (vielleicht weil eine Explosion dann wenigstens in die Richtung gehen würde, in die wir ohnehin unterwegs sind??). Das war problemlos dann, bis auf die paar Galoppsprünge, als sich ein lautloser Radfahrer von hinten angeschlichen hat ;-).
Jedenfalls wieder ein positives Erlebnis; wir waren eine gute Stunde unterwegs.

Donnerstag, 11. August 2011

Heute war zum einen Pediküre-Termin für Billy. Alles gut.

Danach bin ich etwas aufs Viereck und hab Neckstring-Reiten geübt. Rückwärts. Das klappt! *jubel* - habe ich mit David am Kurs erarbeitet, er hat mir dabei vom Boden aus geholfen. Billy war heute abgelenkt, hat aber trotzdem recht brav mitgemacht.

Danach hab ich ihn noch on Line genommen und wieder die Galoppwechsel geübt. Viele Richtungswechsel haben ihn ein bisschen aufgeweckt, und tatsächlcih ist es so: Sobald ich die Energie raufdrehen kann, er ordentlich Schwung bekommt, und ich dann noch genug Koordination habe, um wirklich schnell rückwärts zu laufen (jetzt versteh ich langsam, warum das im alten Level 2 so sehr betont wird im Zusammenhang mit den Fliegenden Wechseln - es ist wirklich wirklich wichtig!!), dann klappt der Fliegende. Oder es klappt zumindest ein Wechsel ohne Brechen der Gangart: Zweimal hat Billy heute im Galopp die Richtung gewechselt, ohne den GAlopp zu wechseln, war dann noch eine halbe Runde im Außengalopp - das ist ungewöhnlich, muss ich drauf schauen. Einmal hat er dann, als ich (Außengalopp) etwas mehr Energie gefordert habe, auf dem Zirkel gewechselt - und ich bin wieder mal zu langsam im Schauen und hatte daher leider nicht das richtige Timing, um ihn sofort zu belohnen. Nun ja, wird schon...

Dienstag, 9. August 2011

Der Kursbericht braucht noch etwas. Ich tippe. Das wird lang ;-)

DAher inzwischen ein bisschen Bericht, was wir so gemacht haben.

Also zuerst sind wir wieder Finesse geritten, mit dem Glücksrad. Billy hasst es schon wieder. Klar, wenn das kommt, muss er ja auch hart arbeiten. Wenn es mal oben ist, gibt es aber keine Abwehrreaktionen mehr. Vielleicht mag er es nur nicht über die Ohren gezogen bekommen, grübel ich schon.
Dann sind wir damit Übergänge geritten, die werden langsam richtig richtig toll. Dass das ehemalige Büffeltier jemals so spritzig am Schenkel werden könnte, hätt ich mir nie träumen lassen. Wir sind über "einfache" (z.B Schritt-Trab) Übergänge mittlerweile bei solchen Dingen wie Halt-GAlopp angekommen. Und wie er sich bemüht! Meist haben wir da noch 1-2 Trabtritte drin, aber die darf er vorerst zur Beinsortierung. Der beste Übergang war der, als (wir hielten gerade und bereiteten uns für Galopp vor) eine Spaziergängerin am Viereckrand auftauchte, die dort definitiv nicht hingehört - da brauchte es kein Beine-Sortieren, das Billytier ging quer durch die Bahn durch, fiel Gott sei Dank nicht über unsere Cavaletti-Hürden, und während ich mir noch der Tatsache bewusst wurde, dass ich ja ohne Sattel bin, standen wir auch schon wieder. Also Halt-Jagdgalopp-Halt innerhalb einer Bahnlänge, nicht schlecht. Das kommt davon, wenn man mittels vieler Übergänge das Pferd "spritzig" macht. Ich hielt es für einen günstigen Zeitpunkt, abzusitzen, jedenfalls ;-).

Aufgehört haben wir dann noch nicht, sondern On Line an Galoppwechseln gefeilt; Billy hatte aber nicht mehr wirklich viel Schwung, war wohl schon müde. Trotzdem, er bemüht sich so! Ich bekam einen halbherzigen fliegenden in beide Richtungen, dann haben wir natülrich gleich aufgehört.

Kursbericht: David Lichman, 30.-31. Juli 2011

Bericht vom 2-Tages-Workshop mit David Lichman (5-Stern-Instruktor aus den USA), 30.-31. Juli 2011

"Come bearing gifts" ...

So ist Davids Einstellung zur Pferdearbeit.
Billy hat das ganz außerordentlich gefallen. Und mir auch! Ich war vom Kurs hellauf begeistert, wir haben wieder Unmengen gelernt. Grund dafür war sicher nicht zuletzt, dass das Niveau der Teilnehmer recht hoch war, und so konnte man auch einen Blick in die vielleicht eigene Zukunft sehen, wenn David mit einer Teilnehmerin Spins at Liberty erarbeitete oder Liberty-Figure-8s.

Wie die Überschrift vermuten lässt, arbeitet David sehr viel über Lob, und auch gerade Futterlob. Am meisten von allen Instruktoren, die ich bisher kennengelernt habe. Um ein neues Pferd kennenzulernen, gabs erst mal Streicheln, hallo sagen und eine Karotte. Sooo gefiel das dem Billy, er liebte den Mann sofort von Anfang an ;-).
Dazwischen gab es bei allen kleinen Zwischenschritten, die gut gelungen waren, gleich ein Stückchen Karotte. David hatte sich gleich zu Beginn eine ganze Schüssel voll bringen lassen ;-) .

Los ging es am ersten Vormittag - wie ja meistens - mit Theorie bzw. Kennenlernen der Teilnehmer. Einige kannten sich untereinander schon. Und was mir sehr gut gefallen hat - David lässt schon Wochen vorher jeden Teilnehmer ein online-Formular ausfüllen, mit ganz schön vielen ausführlichen Fragen. Die eigenen Horsemanship-Goals im allgemeinen, die Ziele für den anstehenden Kurs; die Einschätzung, wo man gerade steht; Einschätzung des Charakters des Pferdes und der eigenen Person; Probleme die mit dem Pferd auftreten; und ob er sonst noch etwas über Teilnehmer und Pferd wissen muss. Das fand ich toll, beim Ausfüllen musste ich direkt viel nachdenken, was ich denn da nun hinschreiben soll. Somit hat es den Vorteil, dass jeder Teilnehmer sich bereits VOR dem Kurs ausgiebig Gedanken gemacht hat; David ist vorbereitet, hatte die Fragebögen eindeutig genau angesehen und "kannte" die Leute also bereits - was viel Zeit zu Kursbeginn spart.
Wir haben nur die Ziele von jedem durchbesprochen. In den Formularen waren von uns die drei Dinge zusammenfassend genannt worden, die offenbar immer die Problemstellen sind:
- motivation
- relaxation
- liberty.
David brachte kurz vergleichend das Schema von Karen Rohlf, bestehend aus den 3 "Arbeitskreisen" realaxation, energy und balance. Wenn alle 3 zusammentreffen, sich diese 3 Kreise überschneiden, hat man den "sweet spot" gefunden (meist nur kurz, bevor eins davon wieder flöten geht und man erneut daran arbeiten muss, den entsprechenden Bereich wieder herzustellen und die drei Kreise sich wieder überschneiden zu lassen) - ein Zufall, dass ich ihre DVD kurz davor geschaut hatte ;-)

Im Zusammenhang mit diesen 3 großen Zielen brachte David ganz kurz (da fortgeschritten, kannten es wohl eh alle) das Horsenality-Muster und brachte es mit den 3 Zielen in Zusammenhang:
- LBE: Möchte Spiel, braucht Gehorsam, mittels Kreativität.
- RBE: Möchte Hilfe, braucht calmness, mittels consistency (= patterns)
- LBI: Möchte ... hier hab ich nichts aufgeschrieben, also: nichts *g*, braucht Motivation, mittels Futter
- RBI: Möchte Sicherheit, braucht Selbstsicherheit, mittels Zeit und einer Spur "get over it" (das erwähnte David, weil RBI-Besitzer wohl oft so viel Rücksicht auf ihr Pferd nehmen, dass sie gar keine Fortschritte machen - bezüglich gewisser Dinge müsse man zum Pferd auch sagen können: "get over it", um ihm zu zeigen, dass es nichts Schlimmes ist).
Das Diagramm fand ich eine gute Gedächtnisauffrischung.

Auf das Thema relaxation ging er dann noch ausführlich ein. David bringt vielen Pferden erstmal bei, bei Angst/Unsicherheit den Kopf zu senken. Ganz einfach mittels Konditionierung, fast schon clicker-mäßig ;-). Eine Teilnehmerin mit ihrem oft unsichern, ängstlichen Pferd, demonstrierte dann an den zwei Tagen, wie gut das klappt. Wenn auch Kopf unten noch nicht gleichzusetzen ist mit Entspannung, so ist es doch ein erster Schritt dahin. Bis es funktioniert, durchläuft das Pferd die Stufen 1) tolerate (d.h. entgegen dem natürlichen Fluchtinstinkt bei Angst oder Diskomfort stehen bleiben), 2) accept, 3) relax, 4) generalize (d.h. das unter kontrollierten Bedingungen antrainierte Kopfsenken funktioniert auch in anderen Situationen).

Gut, dann ging es an die Praxis. David hatte uns schon zuvor in 2 Gruppen eingeteilt, jeweils nur 3 pro Gruppe, das war toll

Wir arbeiteten - weil ich das nach wie vor als unser Problemfeld angegeben hatte - am Rückwärts, zuerst vom Boden. Hier sah man einen sehr großen Unterschied zum letzten Kurs. Wenig Druck, trotzdem ein schönes Ergebnis. Bald war es flüssig genug, dass David mich eine weitere Zutat hinzufügen ließ: flüssig Rückwärts, dabei Kopf nach unten, mittels Porcupine Game unten am Halfterknoten. Klappte schnell sehr gut. Dann durfte ich an diesem Vormittag noch aufsitzen und gemeinsam mit David am Boden erarbeiteten wir mit Billy ein Rückwärts nur mit Neckstring! Genial. Ich glaube 10 Minuten und Billy ging rückwärts auf Sitz + Neckstring. Seither übe ich auch vermehrt das Reiten mit dem Neckstring, hab ich irgendwie ganz vernachlässigt, das mal zu probieren.

Die anderen werkten - z.T. On Line, z.T. Liberty - am Draw in einer Figure 8. David hat das mit ihnen durch eine Art Stick To Me bzw. Zirkel auf sehr geringe Distanz, gefolgt von schnellem Rückwärtslaufen, um das Pferd bis zur Mitte der 8 zu ziehen. Daraus erhöhten sie langsam die Distanz und veränderten die eigene Position - am Anfang liefen sie quasi den 8er (bzw. halben 8er) mit, Füße still halten kam erst später. Eine ander Teilnehmerin am Nachmittag arbeitete eben daran, ihr nervöses Pferd den Kopf senken zu lassen, während Sackerln etc. raschelten, und hatte gute Erfolge. Außerdem wurden stehende einzelne Tonnen gehüpft - On Line und auch Liberty. Eine andere Teilnehmerin hatte als Ziel angegeben, ihr Pferd bridleless im Trab dazu zu bringen, entspannter den Kopf zu senken - da war auch spannend, wie es erarbeitet wurde.

Zu Mittag und am nächten Tag vormittags zeigte uns David auch noch inspirierende Videos.
Billy und ich arbeiteten am zweiten Tag zunächst an Liberty-Zirkeln. David zeigte sich als kein Freund von zuviel Circling Game. Er erarbeitet den Zirkel folgendermaßen, und ich denke das hilft wirklich, um den Draw zu fördern und zu erhalten: Als erster Schritt sollte ich drauf achten, dass Billy mir immer 2 Augen schenkt. Reichlich belohnen, wenn ja. Dann nur wenige Schritte zur Seite um mich rum schicken, mit einer ganz kleinen Bewegung. Wobei es für David egal war, ob er dabei vorwärts ging und mich ansah, oder überhaupt seitlich trat. Sobald die Aufmerksamkeit flöten gehe, sollte ich sie wiederholen, durch Hinterhand disengagement, danach aber rückwärtslaufen, sodass er wieder zu mir gezogen wurde. Tatsächlich hatten wir so recht bald eine ganze Zirkelrunde in beide Richtungen. Zuerst online, klappte danach aber genauso at Liberty. ich habe es seither nur wenig weiterentwickelt, aber etwas mehr Distanz und 2, 3 Trabtritte gehen nun schon auf diese Weise - und Billy nimmt keinen Augenblick den Blick von mir.

Mit den anderen arbeitete David am Spin at Liberty, weiter am Kopfsenken im Trab oder Halten, und Tonnenhüpfen und Reiten von 8ern.

Am Nachmittag sind wir dann alle gemeinsam geritten, und es war echt lustig. Zuerst spielte David unterschiedliche Lieder an, und wir sollten zuerst den Schritt, dann den Trab, den unterschiedlichen Takten (mal schnell, dann langsam, noch schneller, noch langsamer) anpassen. Das war total interessant; vor allem erkannte ich, dass Billy und ich exakt ein einziges Trabtempo gehen können. Der SChritt ließ sich so noch gut regulieren, aber im Trab gibt es nur einen einzigen Takt bei uns, will ich langsamer, geht er Schritt, will ich schneller, gibts Galopp. Interessant, und eine Hausaufgabe ;-).
Überhaupt bindet David Musik stark in den Unterricht ein, macht es kurzweilig und unterhaltsam!
Zuletzt pappte David Ringe an Sprungständer, die wir mit unseren Sticks auffädeln sollten - zuerst im Schritt, dann Schritt ohne Zügel, dann Schritt ohne Zügel mit der linken Hand statt der rechten, dann im Trab ohne zügel mit der linken, und auch im Galopp. Ich war ganz überrascht, dass ich überhaupt was getroffen habe *lol* - 2x sogar im Galopp.

Das war auch schon das letzte für den Kurs.

Fazit: David ist total unterhaltsam und hebt sich durch das viele Loben mit Futter von den anderen Instruktoren (die ich bisher kennenlernen durfte) deutlich ab. Der Kurs war gleichzeitig lustig und lehrreich (bisher wars meist eher entweder-oder). David erarbeitet ganz konkrete Aufgaben nach Wunsch der Teilnehmer, er erklärt ganz genau was wie wann warum, lässt einen aber auch selbst machen und probieren. Außerdem ist er durchaus auch einmal "risiko"freudig und probiert einfahc mal aus, ob das Pferd nun reif ist, das Seil abzunehmen - war beim "Nervösling" 2x die falsche Entscheidung, machte aber nix.
Also alles in allem eine wirklich schöne Mischung!

Freitag, 29. Juli 2011

Ich und mein Blog waren in Urlaub, deshalb die Eintrags-Lücke ;-).

So ohne Internet und ohne Arbeit hat man endlich mal Zeit fürs Pferd :-). Trotz meist eher schlechten Wetters konnten wir viele Dinge machen.

Zum einen hab ich all die Termine, die im normalen Arbeitsleben oft so schwer unterzubringen sind, in den Urlaub verlegt: Billy musste demnach zum jährlichen Zahnarzttermin (bzw. Fr. Zahnarzt zu ihm) - dabei war alles in Ordnung, das Übliche - und außerdem hab ichs endlich endlich geschafft, mir jemanden von R.O.C.-Sättel kommen zu lassen, der mir das System erklärt und mich probereiten lässt. Tatsächlich passte der Test-R.O.C. gleich auf Anhieb auf Billys Rücken, rutschte quasi von selbst dorthin wo er hingehört, schmiegte sich an wie angegossen - und wir durften ihn nach der Probereiterei auch nach dem Abnehmen ein zweites Mal auflegen, ohne dass Billy durch irgendwelches Gifteln angezeigt hätte, dass davor etwas nicht gepasst hat. Auch mir hat der Sattel ganz gut gefallen - nun bin ich nur noch unschlüssig bezüglich des Modells, das wird schwierig.

Außerdem haben wir ein weiteres kleines aber feines Utensil gebraucht erstanden: Billy besitzt nun ein Glücksrad! Sehr viel hab ich mir davon ja nicht erwartet - ich erwartete nur eine ähnlich abwehrende Reaktion wie aufs Gebiss, wenn ich damit Kontakt zu halten versuchen würde. Falls das Ding überhaupt irgendwelche Einwirkungen weitergeben würde...
Und dann hab ichs probiert und war nach 3 Sekunden schon mal sehr begeistert. Billy war skeptisch: "was schleppt die nu scho wieder an??", ließ sichs aber brav anlegen, ist ja auch nur quasi ein Halfter. Dann noch etwa rumverstellt und rumprobiert, Zügel ohne Hebel eingeschnallt und in die Halle, um es per "Handarbeit" mal zu probieren. Wie man am Blog feststellen kann, hab ich die Handarbeit ziemlich brach liegen lassen *schäm*. Da stand ich dann mit Glücksrad und Billy, probierte mal einen gaanz sanften vorsichtigen Zupfer - schwupps, Billys Hals bog sich, kein Verwerfen, einfach hübsches Nachgeben auf wirklich minimale Einwirkung. Da war ich schon ziemlich baff. Ok, dann mit dem äußeren Zügel über dem Hals: Kann er sich auch weg von mir biegen? Ja, konnte er, auf ebenso kleinen Zupfer. Und ohne Gegenwehr oder so. Faszinierend. Kurze Überprüfung, indem ich die Finger unter das Nasenteil und unters Kinnteil steckte und wieder einwirkte, stellte sicher, dass da jetzt nicht wer weiß was für Kräfte wirken.
Und dann haben wir losgelegt: Schulterherein als hätt er nie was anderes gemacht, Renvers, Travers, als hätten wir damit nie ein Jahr pausiert.
Später bin ich noch mit dem Glücksrad auf Kontakt geritten, Übergänge, auch die klappen hervorragend, Billy lümmelt sich weder auf das Ding drauf noch rollt er sich ein noch schüttelt er ärgerlich ständig mit dem Kopf - und es ist mir sogar gelungen, eine ausgewogene Mischung zwischen langen Zügeln und Kontakt (immer nur wenige Minuten) zu treffen. Sehr sehr schön.

Und schließlich hab ich die Zeit genutzt und vermehrt Ausritte zu unternehmen - schön wars! V.a. bin ich so weit allein geritten wie noch nie :-). Das Billytier war fast immer entspannt, einmal trafen wir einen fremden Reiter vom Nachbarstall und ritten ein Stück mit dem; wir haben neue Waldwege erkundet (ok, die waren zu 100% alle Sackgassen, aber macht ja nix) und uns Kühen alleine auf immerhin 100m angenähert ;-) ohne dass Billy umdrehen und heimlaufen musste. Außerdem überwinden wir diverse Gatschpfützen oder Rinnsale - auch unbekannte - immer öfter mit großen Schritten (nach eingehender Begutachtung natürlich) statt mit einer Überraschung für Frauli in Form eines 4-m-Sprungs (für 10cm Wasser).
Das war echt schön und hat mir auch wieder mehr Selbstvertrauen und Vertrauen in Billy gegeben - auch dass ich im richtigen Moment absitzen konnte, z.B.

Und als Krönung meines Urlaubs gabs noch einen 2-Tages-Kurs mit 5-Stern-Instruktor David Lichman, der wirklich ganz ganz toll war ... eigener Eintrag folgt :-)

Mittwoch, 13. Juli 2011

Pfuh, ist das heiß. 34°, im Stall "kühle" 32.
Habe mir trotzdem den Billy geschnappt und gedacht, ich übe in der kühleren Halle ein bisschen ruhige Liberty-Dinge.

Zuerst mussten aber unsere 2 süßen Neuankömmlinge aus der Halle: 1,5 jähriger Jungspund + Mama. Die hatten natürlich alles mögliche in der Halle hinterlassen, besonders spannend fand Billy das allerdings nicht, außer dass er über eine Pinkellacke nochmal drüber pinkeln musste. Trotzdem: die beiden neuen waren im Auslauf, nicht soweit weg von der Halle, und somit war das Tor heute immens spannend (v.a. da dort Heu lag, das die beiden übriggelassen hatten).

Es dauerte etwas, bis er sich auf mich konzentrieren konnte, aber man sah dass er sich bemüht hat. STick to me klappte sofort, er blieb bei mir, obwohl er immer wieder Richtung neue Pferde linste. Als ich ihn dann weggeschickt habe, wurde aus dem Circling Game natürlich ein Ellipsen-Game ;-). Er startete zum Tor, wurde dort langsamer, gaste wieder an, wurde beim Tor wieder langsamer um rausschauen zu können usw. Anfangs war Bring back schwer, da galoppierte er stattdessen sogar an (was ich bei der Hitze eigentlich gar nicht verlangt hätte, aber wenn er will...). Und dann war es irgendwie total herzig: Ich hockte mich hin, meine Bring-Back-phase 4 - da kommt er eigentlcih immer rein, weil es wirklich ein sehr konsequentes Zeichen für "Spielende!!" ist. Tatsächlcih kam er, schnofelte kurz meine Hand an... und startete sofort wieder von sich aus auf den Zirkel, um beim Vorbeilaufen wieder beim Tor rausschauen zu können. Danach wechselte er selbst die hand in wunderhübschem Bogen und war überhaupt ganz ungewohnt ehrgeizig. Bring Back wurde einfacher, und es war wirklich lieb, er kam rein, sagte hallo, ... und war wieder weg. Normalerweise geht ja nix über eine Pause ;-).

Wenn er schon von sich aus traben wollte, habe ich kleine scnell aufeinanderfolgen Übergänge gemacht, Schritt und Trab, die klappten super, und er wurde konzentrierter.

DAnn Handwechsel, und da hatte ich ein Aha-Erlebnis... in besteimmtem Winkel zur Bande hinbewegt, löst ihn von der Bande und veranlasste ein wunderschönes S im Handwechsel, von beiden Händen. 2 in jede Richtung, und dann (nach vielleicht 15 oder 20 Minuten) war ich klug genug, auf das hin aufzuhören.

Wir spazierten noch gemeinsam zum (uneingezäunten) Viereck, ich habe schwunglose Dinge Liberty probiert, wie ein kurzes Yoyo, STick to Me und einfache Driving games, SEitwärts. Ich möchte anfangen, mehr da draußen zu spielen.
Der Gedanke, ihm das Seil über den Rücken zu legen udn dann ein CG zu versuchen, verging mir schnell wieder - da war heute einfach die Anziehungskraft der fremden Pferde und damit die Neugier zu groß.

Am Schluss gabs noch was Interessantes zu beobachten: Den Auslauf, auf dem die neuen Pferde waren, umgehend, gingen wir bei einem seitlichen Tor rein, um Billy auf die Weide zu entlassen. Natürlich kamen die neuen an den Zaun, um uns zu beobachten. Ich ließ Billy frei und beobachtete, wie er die neuen begrüßte: freundlich und neugierig stapfte er auf sie zu, kurzes Schnofeln Nüster an Nüster ("Servas, ihr seids neich, ha?"), da zuckte kein Ohr nach hinten, es kräuselte sich keine Nüster, es wurde nicht gequietscht, gar nix. Billy schnofelte sie an, sie schnofelten zurück, dann ging er auf die Weide. Genauso lief die Begrüßung mit dem letzetn neuen Pferd auch ab. Billy geht hin: "Servas, ich bin der Billy, und du? ... Aha, ok, pfiati, ich muss fressen gehen".
Tja, und dann... kam eine Einstellerin mit ihrem Pferd - genauso LBI wie Billy - von der Weide und kam auch an den beiden vorbei. Ihr Pferd stapfte genauso freundlich wie Billy zu den beiden. Und aus dem Nichts klappten alle Ohren nach hinten, Zähne wurden gebleckt, quietschen, beißen...
Es war total interessant, v.a. kann ich nicht sagen, wo nun der Unterschied war. Alle schienen in beiden Situationen vorerst gleich freundlich/neugierig, bei Billy blieb es so, beim anderen war man sich offenbar nicht sympathisch.
Noch ein Bild vom völlig selbstvergessenen Billy. Diesmal doch Leckstein statt Hund ;-)



Und wenns mal gar nix anderes in Reichweite gibt, kann man ja immer noch am Kollegen schlecken *g*

Montag, 11. Juli 2011

Hü-hüüüpp, Hü-hüüpp

Am Wochenende haben Billy und ich wieder fleißig hüpfen geübt.

Freitag:
Hüpfen am Viereck, hauptsächlich On Line. Es gab ein doppelhohes Cavaletti, 3 Trabstangen, eine Tonne. Billy macht das Springen Spaß, hat man den Eindruck. Mit Travelling Circles haben wir uns an das Doppelcavaletti herangetastet, er sprang es wunderschön aus dem Galopp, galoppierte dafür extra an. Auf Anfrage geht es auch sehr gut aus dem Trab, und auch aus dem Schritt, obwohl hier etwas uneleganter. Jeweils auf beiden Händen.
Die Tonne war zu schmal, die hat Herr Billy jedesmal (absichtlich) verfehlt. Ich kann ihn hinlotsen und genau davor anhalten lassen, aber so zielgenau hinlotsen, dass er dann auch springt, ist mir nicht gelungen. Könnte sie seitlich mit Cavalettis begrenzen, einen "Gang" bauen.
Die Trabstangen nahm er brav, wenn nicht ganz konkret gefragt, weicht er aber aus - "muss ja nicht sein".

Dann bin ich noch aufgesessen und wollte todesmutig mit Pad diesen Cavaletti-Hopser nehmen. Ja denkste, unlogischerweise sah das Ding von oben viiiiel höher aus als von unten... somit sind wir nur halbherzig drauf zugeritten, und Billy beschloss, dass Frauli für sowas sicher nicht reif ist und lief lieber dran vorbei - ich war nicht so ganz unglücklich drüber ;-). Wir versuchten es dann im Schritt zu überwinden, mit Drübersteigen - dabei fiel natürlich das obere Cavaletti, sodass 2 neben (statt über-)einnder stehen blieben. Das war dann dafür ideal, um Squeeze Game mit kleinen Hopsern zu machen, das hat uns beiden Spaß gemacht. Einmal ist Billy sogar sowas von genial aus dem Stand angaloppiert :-)

Samstag:
Heute haben wir die Hüpfer auf die Geländestrecke verlegt. Und ich das Pad mit Sattel getauscht - eine gute Idee, fand ich später ;-).

Billy hat mächtig Gas gegeben, Springen macht offensichtlich Spaß! Die Geländestrecke geht leicht bergauf mit kleinen Hüpfern, Cavalettiartig, vielleiht etwas höher. Ein paar feste Hindernisse (Baumstamm und so) gibt es auch, aber an die wage ich mich noch nicht so heran. Ich galoppiere also ruhig an, da zieht das Billytier völlig ungewohnt nach vorne, rast auf das Cavaletti hin und spriiiingt mindestens 3x so hoch wie nötig (also so hat es sich angefühlt). Billys Springtechnik hat sich stark verbessert - meine noch nicht *g*.
Die Wasserlacke haben wir auch gemeistert, und zwar NICHT springend, das war schwierig und bedurfte mehrerer Wiederholungen, bis Billy dann halt doch im Schritt drüber- und durchging. Brav gemacht :-)

Sonntag:
Ich glaube Billy hat Muskelkater :-/
Es ist furchtbar heiß, und ich war mit Stallkollegin und ihrem Hafi im Wald ein bisschen spazieren. Billy schleifte die Hinterhufe träge über den Asphalt. Entweder faul und müde, Muskelkater oder sonstwas - werde beobachten. Nach ein paar Minuten war nichts mehr zu bemerken.
Ein schöner und sehr ruhiger Spaziergang am Sonntagnachmittag. Danach gabs Dusche und entspannendes Dösen im Schatten.

Freitag, 8. Juli 2011

Hier mein Lieblingsbild:
"Leckstein ist aus, aber Hund schmeckt auch net so übel" ;-).

Dienstag, 5. Juli 2011

Wir haben weiter hüpfen geübt, diesmal großteils Liberty, zwischendurch bin ich aber auch zum Seil übergegangen.

Ab einer bestimmten Höhe hält Billy das Überspringen der Stange für unmöglich. Naja, .... wenn Frauli mitspringt, überwindet er sich ;-). Aber allein geht nur bis Cavaletti-Höhe. Ein paarmal hintereinander haben wir so ein schönes Squeeze-Game zusammengebracht: Hüpfen, turn, face, kurz warten, hüpfen, turn, face, warten, hüpfen. Toller Billy :-).

Und da ich auch wieder das Yoyo für den Draw geübt habe, ergab sich sogar, dass er über den Sprung auf mich zugehüpft ist, 2x haben wir das hingekriegt, toll.

Sonntag, 3. Juli 2011

Sonntag, und es regnet, natürlich.

Zuerst haben wir deshalb eine kleine Liberty-Einheit in der Halle gemacht, die lief ganz gut. Ganz viel Yoyo: 1 Schrittchen zurück, gleich wieder herholen, 2 zurück, 3 her, immer mehr her als zurück. Gerades Zurück geht schon viel besser, relativ feine Phasen genügen. Interessant, unser Liberty-Rückwärts ist viel ruhiger, dabei aber sogar flüssiger und v.a. williger (d.h. kein Grantgesicht) als On Line. Beim Herholen haben wir ab einer bestimmten Distanz Missverständnisse, Billy ignoriert mich, bei Stickeinsatz - aus dieser Position auch etwas schwierig - glaubt er ich will ihn auf den Zirkel schicken, oder er geht weiter rückwärts, oder seitwärts. Wenn ich zu kleinerer Distanz, weniger Schritten zurückgehe, kann ich das reparieren. Braucht aber jedesmal lange Zeit.
Dafür wird so das Send beim Circling endlich mal korrekt: Rückwärts, Richtung zeigen, losschicken, schön langsam im Schritt.
Mit dem so gewonnenen Draw konnte ich ihn besser aus dem CG zurückholen und Handwechsel haben wir auch 2 ganz gute hingekriegt. Da war ich dann mal klug genug, aufzuhören bzw. nach langer Pause was ganz anderes zu machen:

Ich möchte mit Billy ein bisschen hüpfen üben, habe also eine Tonne und Cavalettis aufgebaut und ihn die am Viereck hüpfen lassen. Billy ist eifrig und ich glaube das macht ihm Spaß. Tonnen hüpft er lieber als Stangen. Er ist die tonne aus GAlopp und Trab auf beiden Händen gesprungen ohne zögern, einmal auch flüssig aus dem Schritt, aber die anderen Versuche aus dem Schritt endeten mit Verweigerung, das ist ihm nicht geheuer, er denkt er braucht Anlauf (auch wenn ich weiß, dass er diese kleine Tonne auch aus dem Stand springen kann ;-) ). Drübersteigen klappt nicht, das hat er probiert ;-).

Samstag, 2. Juli 2011

Heute bin ich ausgeritten, und zwar weit über den "stillen blauen See" in der Mitte meiner Comfortzone hinaus. Fast bis in die Rote Zone ;-).
Billy war toll insgesamt. Wir habn auch einen neuen Weg erkundigt (parallel zur Straße, leider eine Sackgasse - den wollte ich schon lang erkunden, wo er hinführt), komischerweise fühle ich mich dabei vollkommen sicher, und Billy stapft brav überall hin wo ich ihn bitte. Erst dort, wo ich weiß, dass mal was passiert ist, dass er da mal Angst hatte, dass da Kühe sein können, usw. da verkrampfen wir uns beide. An der weitest entfernten Stelle wurde mir das zu schlimm und ich hab umgedreht. Ob das gut ist weiß ich nicht, aber musste sein. Nächtstes Mal probiere ich dort vielleicth doch wieder mal abzusitzen und zu Fuß ein Stück weiterzugehen.

Beim Heimweg hat uns dann noch dieser doofe Hund vom Nachbarn angefallen, das Tier wird immer frecher und ist kurz davor Billy in die Sprunggelenke zu zwicken. Ich hoffe Billy zeigt eine ihm angemessene Reaktion und das Hundevieh fliegt bis in den nächsten Bach :-(. Dass der Besitzer es dann zu sich pfiff und begann, es hinter der hohen Hecke, an der wir knapp vorbeimüssen, mit einem sehr lauten Quietsche-Spielzeug abzulenken, war für Billys und meine Nerven nicht gerade besser als das bellende Hundetier - das konnte man wenigstens sehen. Billy war aufgeregt, blieb aber da und wir konnten den Ausritt somit erfolgreich beenden :-)

Freitag, 1. Juli 2011

Ich komme momentan kaum zum Schreiben und muss einiges nachtragen.

Heute haben wir weietr einfache Galoppwechsel geübt bzw. als Vorstufe habe ich versucht zu bestimmen, auf welcher Hand Billy auf der Mittellinie anspringt. War nur mäßig erfolgreich. Komischerweise bot er immer Linksgalopp an. Rechtsgalopp verstand er nicht - auf dem Hufschlag sprang er aber auch rechts immr richtig an, er braucht also die Bande. Ich glaube ich gebe schon wieder einmal unverständliche Signale, weil ich selbst schief bin - und je mehr ich mich bemühe, deutlicher zu werden, umso holpriger wird das.
Billy wollte zum Schluss nicht mehr wirklich mit machen - hab also wieder mal den rechten Zeitpunkt zum Aufhören nicht gefunden.

Dafür sind wir zum allerallerallerersten Mal ein Cloverleaf auf dem 20x40er Viereck galoppiert, rechte Hand, ohne Trab dazwischen, 1 Durchgang. Das stand schon 2010 auf meiner "Ziele"-Liste, und damals war es absolut unmöglich, Billy durch so enge Wendungen zu kriegen, einfach nicht machbar. Und jetzt gehts :-). Nicht schön und nicht auf Ideallinie sicherlich, aber es ging :-)

Dienstag, 28. Juni 2011

Eine sehr interessante Liberty-Einheit hatten wir heut.

Geplant war ja wieder mal alles ganz anders. Ich wollte unser Liberty auf dem Viereck austesten - kein Zaun, mehr Platz. Einfach die simplen Dinge probieren. Vorher aber "kurz" in die Halle, zuerst mal die Verbindung testen bevor wir uns auf freie Fläche begeben! Und vielleicht auch nen Handwechsel probieren, der steht sozusagen gerade an im Programm ;-).

Tja, und dieser Handwechsel, daran sind wir auch gleich gescheitert. War vielleicht aber eh gut so.

Der erste Versuch klappte gleich toll, von links auf rechts, die einfachere Seite. Viel gelobt, gleich nach 1 Minute große Pause, ist doch schön! Aaaber ich weiß die andere Richtung geht schlecht, die muss aber auch irgendwie sein. Also nach rechts geschickt. Auch kaum dass er draußen war, wieder eingeladen. Billy kam nicht, lief lieber weiter. Jede Runde hab ich ihn eingeladen, er kam nicht. Dazwischen machte er ein Spiel,ständig Richtung zu wechseln, aber nach außen und in bestimmten Ecken. Gut, das ließ er dann irgendwann sein, als es nichts fruchtete.

Ich lud ihn weiter jede Runde ein zu mir zu kommen. Ja, mit der Intention Handwechsel, weil ich sonst irgendwie das Gefühl kriege, das Pferd wickelt mich mal wieder um den kleinen Huf ("wenn ich lange genug nicht reinkomme, gibt sie auf und macht statt Handwechsel ein Bringback, weil sie froh ist dass ich überhaupt komme" - gut ich weiß nicht ob sie so komplex denken können - aber das ist was in Praxis dann passiert ;-) ). Nein, Billy galoppiert lieber. Runde um Runde um Runde. *staun* Ich war echt ratlos. Er raste nicht herum oder so, er ging dazwischen auch mal Schritt und Trab, was mir auch egal war, es ging mir ja drum, dass er zu mir reinkommt. Aber nix, auch nicht in Schritt und nicht in Trab. Ja, dachte ich, dann lauf halt wenn das mehr Spaß macht. Mein Angebot steht.
Ich weiß nicht wie langs gedauert hat bis ich ihn eeendlich rein bekommen habe - und ja, ich hab den Handwechsel dann noch gemacht (nicht unbedingt nach Lehrbuch, aber immerhin irgendwie) und nach ein paar Schritten auf der linken Hand kam dann das Bringback und eine laaaange Pause. Billy klatschnass, und dabei wollte ich doch so kurz nach der Augensache nichts Anstrengendes machen....

Gut, nach langer Pause wollte ich doch sehen, ob er kapiert hat, ob es ein zweites Mal besser geht. Aber wieder nicht oder kaum. Wieder ewiges Kreiseln, diesmal im Trab, für Galopp war er wohl schon zu müde, und ich hab auch keinen gefordert. Wieder Runde um Runde eingeladen, auch drauf geachtet, ob er mal was fragt oder so - er fragt manchmal, aber wenn ich dann einlade, geht er wieder auf den Zirkel.
Und er kann haargenau unterscheiden, ob ich zum Bringback einlade (da kam er sofort) oder zum handwechsel (die Unterscheidung ist ja prinzipiell nicht schlecht und so geplant, nur verstehe ich nicht, warum er den handwechsel so vermeidet).
Ich hab ihn dann auch ans Seil genommen, da klappten beide Richtungen mit durchhängendem Seil. Dann hab ich Liberty noch das S-Pattern (ich gehe rückwärts, Pferd macht vor mir Schlangenlinien, indem ich die Schulter ständig verschiebe - eigentlich lauter perfekte Handwechsel) probiertz - klappt einwandfrei in beide Richtungen.

Zum Schluss konnte ich zweimal relativ bald auf meine Einladung hin im Schritt ganz gute Wechsel von rechts auf links, dann lange Pause und aufgehört.

Komisches Pony!! Solche Aktionen machen mich immer baff und etwas ratlos, denn es entspricht einfach so ganz und gar nicht seinem Naturell, lieber 20 Minuten durchzugaloppieren statt eine Einladung zur Pause anzunehmen.

Danach kam noch ein Highlight: Wir sind gemeinsam at Liberty von der Halle zum Viereck gegangen (meinen ursprünglichen Plan entsprechend), zum Rand-Abgrasen. Klappte super. Billy trocknete, ich setzte mich daneben und genoss die Abendsonne. Dann hatte ich genug nach so 10 Minuten, stand auf, sah ihm noch ein bisschen beim Grasrupfen zu... dann sagte ich "na komm Billy", drehte mich um und ging weg... und das Billytier nahm sofort die Nase aus dem Gras und trottete hinterher, at Liberty, zum Putzplatz. Pfuh war ich baff!! Es hat mich riesig gefreut :-)))). Ich bin wichtiger als Gras, juchu!

In dem Zusammenhang hab ich was vergessen: Ich möchte jetzt auch etwas gezielter üben, dass Billy auf der Weide und im Auslauf auf Zuruf bzw. Pfiff auf mich zukommt. Vielleicht kann ich ja doch irgendwann einmal erreichen, nicht 1km latschen zu müssen, bevor ich mein Pferd antreffe. Seit letztem Jahr ist es ja eigentlich "normal" geworden, dass Billy freiwillig und Liberty mit mir mitkommt von der Weide. Da brauchte es nicht mehr viel, in Schritt Trab und Galopp folgt er mir weg vom Gras und weg von den Kumpels -aaaber abholen muss ich ihn schon. Ich muss hingehen, muss sagen "komm" und er kommt mit. Und momentan bleibe ich in gewissem Abstand stehen, beobachte ob er mich sieht und quasi mir zuwinkt (schaut mich freundlich/neugierig an - was er die ersten 3 Jahre nie getan hat!), warte, pfeife meine "Komm Billy"-Melodie und rufe ihn und warte... und warte... und warte... und wenn ich genug Geduld habe, dann setzt er sich vielleicht doch auf mich zu in Bewegung. Das hat die letzten beiden Tage so für 3, 4 Schritte funktioniert. Den ersten Tag 2 Schritte auf der Weide (wenn es nicth funktioneirt, geh ich immer näher und rufe und pfeife immer wieder und geb ihm Gelegenheit zu kommen), den 2. Tag ist er im Auslauf so in 10m Entfernung auf mich zugekommen - 4 Schritte, dann haben ihm Ranghöhere den Weg versperrt, ich bin fest überzeugt er wollte bis zu mir kommen ;-).
Wenn er bei mir angekommen ist gibts ein Leckerli.
Bin gespannt wie sich das weiterentwickelt und werde berichten. Diese 4 Schritte auf mich zu waren letztes Jahr nicht möglich, probiert hätte ich es oft genug...

Montag, 27. Juni 2011

Endlich endlich endlich dürfen wir wieder was tun :-).

Die Erkenntnisse bezüglich der Augenentzündung sind nicht unbedingt größer geworden. Es wurde alles mögliche getestet, auch Blutbefunde bei einigen Pferden etc. Kotanalyse. Fazit: Nichts genaues weiß man nicht. Nur dass unsere Pferde gerade ziemlich wurmfrei sind und dass es keine Bakterien waren, die die Augen angegriffen haben. Eher eine allergische Reaktion. Vielleicht hat eine Giftwolke unsere Weiden überflogen oder was weiß ich. In einem nahen Stall trat dasselbe auf, im Nachbarstall dafür z.B. gar nicht.

Ich weiß nur dass Billys Augen eh schon wieder seit 1-2 Wochen ganz normal sind (die wirkliche Entzündung war bei ihm ja nur ein paar Tage) und wir wieder was tun dürfen.

Am Wochenende hab ich das gleich für kleine einstimmende Ausritte genützt. Billy war superbrav, und langsam gewinne ich wieder etwas Sicherheit.

Heute hab ich dann wieder etwas am Viereck gearbeitet, ideales Wetter. Ich habe mit vielen vielen Übergängen von Schritt zu Trab begonnen, dann halt-Trab-Halt, dann Schritt-Galopp-Schritt und schließlich letzteres noch mit einem Handwechsel garniert. Das Angaloppieren Links aus dem Schritt war durch die Bank supergut, rechts brauchte er heute immer ein paar Trabtritte "Anlauf". Komisch, ich bin es umgekehrt gewohnt.
Also die Lead-Changes werden schön langsam als solche erkennbar. Nur unsere Galopp-Schritt-Übergänge müssen noch etwas sauberer werden. Ich hab mich so sehr auf sauberes Angaloppieren konzentriert, dass der umgekehrte Übergang vernachlässigt wurde.

Freitag, 24. Juni 2011

Muuuuh!

Trainingstechnisch tut sich weiterhin nicht viel, aaaber bei einem Besuch im Stall habe ich tolle Neuigkeiten erfahren:

Wir bekommen Küüüüühe! 2 Stück vom befreundeten Nachbarbauern werden eine Zeitlang neben der Pferdeweide wohnen - die Pferdchens müssen dran vorbei, wenn sie auf die Weide gehen wollen.
Da Billy ja durchaus in fremder Umgebung ein Kuh-Problem hatte, bin ich sehr angetan, dass er sich nun in seinem eigenen "Revier" mit ihnen auseinandersetzen kann. ich schätze bei ihm wird die Aufregung nicht sehr groß sein, v.a. wenn es ums Fressen geht, wird er sich bald überwinden.

Cutten darf ich sie allerdings nicht, schade! ;-)))))

Ich bin schon sehr sehr neugierig wie das werden wird!

Montag, 20. Juni 2011

Noch immer kämpfen unsere Pferdchens mit der Augenentzündung und Schonung ist angesagt. Nun wurde die Theroie einer bakterielle Entzündung verworfen, Viren sollen es nun sein... Proben wurden genommen, prinzipiell heißt es aber abwarten und die Pferdchens möglichst nicht zu sehr anstrengen.

Da mir Billy gleich mal den Hintern zugedreht hat und das Weite suchte, als ich gekommen bin, habe ich das Arbeiten aus Zone 5 ganz sein lassen (obwohl ich eher vermute, dass er flüchtet, weil er eine weitere Augentropfenaktion fürchtet anstatt der Arbeit) und bin nur ein bisschen grasen gegangen - er durfte den Rand des Vierecks trimmen - und dabei kann man dann sogar völlig freiwillig seitwärts gehen ...

Zur Überbrückung habe ich wieder ein altes Video aus Dezember 2010 ausgegraben, das unseren ersten Richtungswechsel im Galopp zeigt. Ja, ich bewege mich da mehr als das Pferd ;-) - es hatte auch -15°...

Dienstag, 14. Juni 2011

Unsere Pferdchens kämpfen immer noch ein bissl mit der Bindehautentzündung, unsere Tierärztin rät Anstrengung zu vermeiden. Bei Billy sieht man zwar fast nix, aber natürlich vermeide ich trotzdem Anstrengung. Aber nur körperliche ;-). Das Hirn darf dafür umso mehr arbeiten.

Toll wars heute wieder. Ich habe unsere Zone-5-Spielereien fortgesetzt, und das klappt wirklich alles toll.
Das Viereck ist wieder aufgetrocknet und benutzbar, also habe ich 2 Tonnen aufgestellt und heute wieder Lenken aus Zone 5 geübt, anhand eines Figure-8-Patterns. Als Seil hab ich eine Feather Line genommen, die blieb von Anfang bis Ende auf der rechten Seite (nächstes Mal übe ich dann links) - ich will lernen, Wendungen nach außen und nach innen zu gehen.
Billy hat total kapiert, wie ich kommunizieren will, wenn ich hinter ihm gehe. Stick rechts raushalten - er geht nach links. Stick links raushalten - er geht nach rechts. Nur meine Motorik ist manchmal zu langsam, ich verheddere Stick, Seilchen und String. Als Phasen hab ich mir die folgenden Stufen festgelegt und drauf geachtet, nichts auszulassen:
  1. Focus (vergess ich zu gerne ....)
  2. Stick seitlich auf die entsprechende Seite halten, wo er ihn hoffentlich sehen kann
  3. Stick leicht auf und abbewegen und nach vorne, quasi parallel zum Pferd bewegen
  4. String mitbewegen und bei Bedarf (sehr selten), den String leicht an die Schulter klatschen.
Klappt hervorragend. Wir haben einige wirklich gute Achter hingekriegt.

Anhalten klappt auch gut, und rückwärts nun auch. Für Rückwärts am Schweif brauch ich maximal Phase 2 (Phase 1: Schweif greifen, Energie rückwärts schicken, Phase 2: Arm mit dem Seil heben, phase 3 wäre erhobenen Arm mit Seil bewegen bis fester schütteln, brauchte ich aber nicht mehr).

Manchmal haben wir beim Lenken noch MIssverständnisse, da geht er seitwärts; und beim Stehenbleiben hat er öfter verscuht, sich umzudrehen und mich anzusehen, ohne dass ich das wollte - vielleicht war das aber auch nur ein Zeichen, dass ich ihn auch einmal herholen sollte, um ihm Pause zu geben. Ich hab diesmal auch die Pausen in Zone 5 stehend machen lassen. Vielleicht ist das zu viel...

Donnerstag, 9. Juni 2011

Manchmal erlebt man gerade dann die schönste Session, wenn man es nun wirklich nicht erwartet...

Billys Bein ist wieder gut. Dafür waren Dienstag die Augenlider leicht geschwollen. Nicht nur bei ihm, wie sich heute herausstellte.. lt. Aushang sind fast alle Pferde betroffen, irgendeine bakterielle Augenentzündung *aaah*. Wird gleich zentral von unserem Stallbesitzer behandelt, und ich bin wieder mal wirklich froh, dass seine Freundin Tierärztin ist :-).

Dazu kamen die sintflutartigen Gewitter der vergangenen Tage - Platz überschwemmt, und ja - auch die Halle zur Hälfte überschwemmt. Gelände - nicht mal dran denken.

Ich dachte ich geh trotzdem einmal in die Halle, übe das Lenken aus Zone 5 weiter - dort wo es trocken ist. Gestaltete sich schwieriger als erwartet, denn die trockenen Flecken waren eher rar.
Also hab ich die Vorwärtsbewegung mal weggelassen und wollte trotzdem lenken üben - was braucht es - Nase, Hals, Schulter soll sich in eine Richtung bewegen, während ich in Zone 5 bin. Ohne Vorwärtsbewegung nahm ich mir auch wieder einmal endlich genug Zeit, alle Phasen minutiös zu durchlaufen, wie bei Bernie gelernt... und voilà, ich staunte nicht schlecht - nach kurzer Zeit schafften wir eine 360° Drehung - ich in Zone 5 und mit einem Seil an der Seite.
Wurde übermütig und fragte nach Vorhandweichen "zu mir", d.h. zu der Seite, wo das Seil hing, Stick über den Rücken - klappte auch. Auf beiden Seiten. Er hat sich so bemüht zu verstehen was ich wollte!
Zum Schluss bot er in einem Missverständnis rückwärts an, und nachdem wir das Missverständnis geklärt hatten dachte ich "warum nicht" und probierte endlich einmal von Grund auf das Rückwärts am Schweif. Tja, nach 5 Minuten gingen wir die ganze Breite der Bahn rückwärts, und das Seil schleifte am Boden.

Das Größte daran ist die Tatsache, dass ich da stehen kann - so hinter seinem Schweif - ohne Beinezittern und Magenbrummen. Ich hab nicht geglaubt dass ich das je hinkriegen würde. Bin heute die stolzeste Pferdemama der Welt :-).

Dienstag, 7. Juni 2011

Ich komme momentan schlecht zum Schreiben...

Am Sonntag hatte Billy ein dickes Röhrbein :-(. Phlegmone, wieder einmal? Hab bissl gekühlt und bin auf ebenem Boden spazieren gegangen, in der Hoffnung dass es besser wird - minimal vielleicht. Dann nach Anweisung der Tierärztin Essigsaure Tonerde geschmiert.
Montag war es etwas besser, habe nur weider geschmiert, sonst nichts mit ihm gemacht.
Dienstag gekommen: Bein wieder klar. Hm. Nochmal geschmiert, außerdem ein paar Minuten Driving aus Zone 5 gemacht, nur Schritt. Hauptfocus lag auf der Lenkung. Wir haben so sogar ein Weave-Muster zusammengebracht (nur 1 Seil) :-). Ich möchte gern, dass Billy nach links wendet, wenn ich den Stick rechts raushalte, und nach rechts, wenn ich den Stick links raushalte. Er hats zuerst total gut verstanden und eben toll mitgemacht; dann plötzlich war er verwirrt und ging ständig seitwärts - das resultierte zwar in einem wunderhübschen Seitwärts aus Zone 5, war aber nicht was ich wollte.

Das werden wir jetzt unterscheiden üben.

Werde allerdings noch etwas Sparprogramm fahren eine Weile...

Dienstag, 31. Mai 2011

Heute haben wir abwechselnd Finesse und FreeStyle gemacht, mit dem Weave-Muster in allerlei Varianten gespielt.

Begonnen habe ich FreeStyle im Schritt - Weave klappt super auf Phase 1,2, manchmal 3 (ein Hauch von Bein). Es im Trab zu probieren wollte ich eigentlich machen - hab aber einfach drauf vergessen.
Dann Kontakt am Zügel aufgenommen (was heute nicht so toll war) und so die Weave in Schritt und Trab geritten, hat er brav gemacht, nur vergisst er das Vorwärts gelegentlich dabei, v.a. im Schritt stockt es gewaltig hie und da. Lässt sich aber schnell wieder installieren, das Vorwärts. Biegung hat er brav mitgemacht.
Dann haben wir noch Weave mit Seitwärts kombiniert: Am Hütchen vorbei, den Zwischenraum seitwärts auf die andere Seite zurücklegen, wieder paar Schritte vorwärts, den nächsten Zwischenraum wieder seitwärts in die andere Richtung. Das ist suuuper gelungen, das seitwärts ist wirklich gut geworden.
Zum Schluss noch mit viel Konzentration in jeder Biegung um die Hütchen die Hinterhand etwas rausgeschoben und das innere Hinterbein ganz stark druntersetzen lassen. Da bemüht er sich total und weicht meinem Beindruck super nach außen, genau wie ich will (sehr fein dosierbar), allerdings vergessen wir dann aufs Vorwärts und es fällt uns schwer, die geplante Linie eines kleinen Halbzirkels um die Hütchen zu halten. Daher habe ich ihn da dazwischen hie und da mit ein paar Schritten Trab am langen Zügel wieder aufgeweckt.

Rückwärts sind wir auch etwas gegangen, das war toll! Ich brauchte Phase 4, aber immerhin gab es dann eine deutliche und zufriedenstellende Reaktion. Die neue Dressurgerte die ich habe funktioniert da wesentlich besser als der grobe unhandliche Stick. ;-)

Sonntag, 29. Mai 2011

Heute war ich mit einer Stallkollegin und ihrer Hafi-Stute gemeinsam spazieren, es war so traumhaftes Wetter.
Wir gingen in den Wald, jenseits der Straße. Alles ruhig und gefahrlos, 2x ein Auto, aber jedesmal war gut Platz auszuweichen, und den 2 Pferdchens war es sowieso egal.

Die Fresskontrolle funktioniert bestens seit ich mich bemühe da sehr konsequent zu sein. So gab es beim Parken und das Vorbeifahren des Autos abwarten, was mitten in hohem Gras am Straßenrand von statten ging, keinen einzigen Versuch, mit dem Kopf abzutauchen.
Und so ein braves Pferd darf nach dem Spaziergang dann auf Kommando natürlich erst recht ein bisschen grasen :-).

Samstag, 28. Mai 2011

Heute wieder mit Liberty begonnen. Der Draw war heut viel besser, ich habe aber zu Beginn auch die Draw-Verbesserungs-Lieblingsübung "Come to me" gemacht. Zuerst nur am Hufschlag, dann auch kreuz und quer. Billy wurde sehr übermütig und hat bewiesen, dass er durchaus Lust zum Cutten hätte, wenn Frauli mitspielt. Das wird mir dann aber immer zu mulmig, leider, und ich hab das Spiel abgebrochen. Das geht jederzeit, dann trottet er wieder brav neben mir her.

Weil dann jemand zu uns in die Halle kam, musste ich ihn On Line nehmen, was aber sicher nicht schlecht war. Ich hab unsere Übergänge abwärts weiter geübt, die allesamt - auch Galopp - auf Phase 1 funktioniert haben.
Dann habe ich zum ersten Mal bewusst geübt, am Zirkel auch eine Haltparade zu machen, das war einfach und hat sofort geklappt. Und dann ein paar Schrittchen rückwärts, das brauchte zwar höhere Phasen, aber es hat sofort geklappt auf leichtes Seilschütteln. :-)

Mittwoch, 25. Mai 2011

Heute haben wir seit langem wieder einmal Liberty gemacht.
Zuerst etwas die Vorhand zu mir geholt. Links klappt gut, auch Liberty, aber rechts bot er lieber gänzliches Seitwärts auf mich zu an. Hab ich nicht erlaubt und auf der Vorhand bestanden, bis das wenigstens für wenige Schrittchen klappte. Ich war heut aber irgendwie zu ungenau mit den Phasen.

Dann haben wir Übergänge im CG geübt. Die klappen toll, Schritt-Trab-Galopp und umgekehrt, alles auf Phase 1, maximal 2.
Große Schwierigkeiten machte mir dann das Bring Back, erstaunlicherweise, was das ganze zu einer überlangen Session werden ließ. Ständig fragte ich ihn, reinzukommen, anfangs dachte ich tatsächlich noch an einen Handwechsel, das verging mir aber eh gleich wieder, jede Runde habe ich ihn eingeladen reinzukommen, nein, wollte er nicht. Also durfte er weiter gehen. So viel galoppiert und getrabt ist er schon ewig nicht bei mir *g*. Aber jede Runde hatte er das Angebot, reinzukommen und Pause zu kriegen, ich weiß nicht was los war. Damit das überhaupt ein Ende nimmt, musste ich dann die Hinterhand sehr vehement disengagen und ihn sehr locken, dann kam er rein und bekam Pause. Ich hab ihn dann noch ein paarmal ganz kurz rausgeschickt und wieder rein, viel besser wurde es nicht.

Muss mal nächstes Mal schauen, ob das nur eine einmalige Laune war oder was da genau kaputt ist...

Dienstag, 24. Mai 2011

Ein kleines Zitat heute:
"Natural Horsemanship ist wie Wurst:
Jeder will sie haben, aber keiner will zusehen, wie sie gemacht wird ..."


Michael Wanzenried im Workshop

zum Thema Phasen und Konsequenz

Sonntag, 22. Mai 2011

Wir haben weiter tolles Sommerwetter!

Leider war heut nix mit reiten.... die Bisswunde in der Sattellage war wieder offen - dabei konnte man zuletzt nix mehr davon sehen, sogar Haare waren schon wieder lang drauf. Keine Ahnung, entweder das war gestern zu viel geritten oder Insekten haben sich daran zu schaffen gemacht. Oder ein fellpflegender Billy-Freund war an der falschen STelle zu grob. Jedenfalls fehlen wieder Haare und etwas Haut, eine millimetergroße Stelle war offen, etwas verkrustet rundherum, und auch wieder etwas angeschwollen *seufz*. Es war ihm unangenehm beim Putzen, also klarerweise keinerlei Reiten.

Macht nichts, wir waren auf unserm Playground/Geländestrecke - aber on line. Da kann man echt viel Spaß haben! Zuerst haben wir die vielen Baumstümpfe ausgenützt und Touch it damit gespielt. Jaa, da ists gleich nicht mehr so leicht wie mit Podest ;-). Aber ich bin stolz verkünden zu können, dass Billy nach einer Weile auf einem recht kleinen Baumstumpf stand, mit beiden Vorderbeinen (mehr hätte auch nicht draufgepasst), und wie stolz er war! ;-)
Dann ein bisschen Squeeze Game über die aufgebauten Sprünge. Billy springt viel eleganter als früher, und ich glaube tatsächlich, dass es ihm Spaß macht. Hin her hin her, mit nur Anlauf des halben 7m-Seils, manchmal sogar aus dem FAst-Stand, er kann es jetzt echt schon gut.
Dann sind wir in einem Stick to Me so ein Hindernis gemeinsam gesprungen :-).

Und dann das größte Projekt, die vielen Wasserlacken. Das war schon nicht mehr so spaßig. Ich hab verlangt, dass er sich ruhig hinstellt und sich damit denkerisch beschäftigt. Hat er brav gemacht, es dauerte lang, dann stand er in einer der Wasserlacken drin, zumindest hinten (interessanterweise ist rückwärts rein eher möglich als vorwärts, die Hinterbeine eher als die Vorderbeine).
Dann diese doofe Pfütze, die er dauernd springt (über die man aber einfach auch nur drübersteigen könnte). Wieder ist er sie gesprungen - wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder. Ich gab immer nur Ruhe, wenn er einen Schritt weiter drauf zu machte, sie u.U. anschnofelte und sich damit auseinandersetzte. Hufbreite für Hufbreite konnte er näher dran stehenbleiben, schließlich wurden aus den Sprüngen kleine Hüpfer, dann trabte er drüber, dann ging er Schritt. Als das in beide Richtungen klappte, gingen wir heim.
Mein Ziel wäre, ihn mit den Vorderbeinen dort reinzustellen und einen Pausenplatz dort zu etablieren, aber das hebe ich mir fürs nächste Mal auf.

Samstag, 21. Mai 2011

Super Wetter an diesem Wochenende :-)
Heut war ich mit 2 anderen vom Stall ausreiten. Da wir nicht sicher waren, ob da ein GEwitter heraufzieht oder nicht, wurde es ein recht kurzer Ausritt, aber für mich hatte er es in sich... wir ritten ein Stückchen (paar Meter, um genau zu sein *g*) an der Bundesstraße entlang. Uff, alles ging gut - es kam auch grad kein Auto, die Flauheit im Magen hielt sich daher in Grenzen.

Wir gelangten so an den Beginn unserer neuen Geländestrecke, bzw. nenne ichs playground :-). Der Boden war rutschig, die Kollegin wär gern den Parcours aus Geländehindernissen gesprungen, das ging nicht überall.

Billy sprang über die Matschpfütze in einem Riesensatz *ärger*, und durfte dann ("and then some!") die nächsten Hindernisse auch gleich springen, wenn er schon dabei war *grrr*. Hat er auch brav gemacht. Meine Figur dabei war nicht so toll, aber egal.

War ein lustiger Ausritt, der mich durch das Reiten auf der Straße sehr nah an meine "rote Zone" gebracht hat - aber doch nicht über die Grenze...

Donnerstag, 19. Mai 2011

Wir bewegen uns immer weiter auf "richtige" einfache Galoppwechsel zu.
Heute habe ich 4 Hütchen in der Mitte des Vierecks aufgestellt, ein Quadrat rund um X. Zuerst wollte ich testen, ob ich wählen kann, in welchem Galopp Billy anspringt, wenn ich auf der Mittellinie angaloppiere (sodass er keine Anlehnung an der Bande hat und nicht weiß, welche Richtung "kommt" - er muss also auf mich hören). Ok, das klappt noch nicht - oder nicht mehr, denn letzten Sommer war ich voll Stolz, dass das klappte. Nun ja, heut nicht mehr, und ich kam nicht wirklich weiter.

Ich hab dann beschlossen, wieder zu Diagonalwechseln überzugehen und hab dafür mein Hütchenquadrat genützt. Galopp, abwenden auf die Diagonale, durchs Hütchenquadrat durch, dort Trab parieren, und in der nächsten Ecke im neuen Galopp wieder angaloppieren. Hat gut geklappt. Anfangs ließ ich ihn auch mal Galopp Ganze Bahn gehen, aber bald sind wir zu einem großen Achter-Muster übergegangen, d.h. jedes Mal ein Diagonalwechsel, und bei X in der Mitte der 8 Trabparade mit neuem Angaloppieren. Man konnte sehen, dass das Muster Billy hilft, er verstand bald, wo er zu traben hat, und dass gleich wieder neuer Galopp kommt, und so war er immer früher dran mit Beine-Sortieren und die Meter im Trab wurden immer kürzer. Er ist jedesmal richtig angesprungen *freu*. Ich hab mich wiederum sehr bemüht, in meinen Hilfen einen deutlichen Unterschied zwischen links und rechts zu geben - in der Hoffnung, dass er lernt bzw. sich wieder erinnert, wann er rechts und wann er links anspringen sollte. Wie gesagt, wir konnten das schon mal. Hoffe dass es bald wieder kommt ...

Dienstag, 17. Mai 2011

Zum Aufwärmen bin ich heute wie die letzten Male die neue Geländestrecke gegangen. Ich würde sagen wir beide nähern uns mittlerweile 100% confidence dort. Bin sogar eins der Hindernisse gehüpft mit Billy - mit Bareback Pad :-). Hat er brav gemacht.
Da es geregnet hatte, hat die eine Matschpfütze Junge gekriegt und sich vermehrt *hihi*. Billy ging durch die meisten brav durch, nur eine große Wasserpfütze war ganz erschröcklich, da blieb ich einfach nur dran stehen und wartete, bis er sich entspannt hat - was ziemlich lange dauerte.

Am Viereck hatte ich dann Gelegenheit, weitere Wasserpfützen zu bearbeiten - und habe die eine große in der Mitte einfach gleich als Rastplatz etabliert. Zwar sind Pfützen am Viereck schon seit längerem kein Problem mehr, aber es war trotzdem faszinierend, wie schnell die Pausen wirken - schon nach kurzem zog Billy Richtung Pfütze, und wollte sich reinstellen, wenn er eine Pause wollte *lol*.

Am Viereck haben wir FreeStyle weiter an einfachen Galoppwechseln gearbeitet. Zuerst auf punktgenaues und leichtes Angaloppieren hingewerkt; als nächsten Punkt Wendungen im Galopp abgehakt (ich möchte, dass sie maximal Phase 3 - Bein - benötigen, keinen Zügel, keinen Stick), danach Galopp-Trab-Übergänge, dann als weitere Zutat Diagonalwechsel mit Trabparade am Ende hinzugefügt, und dann die Trabphase immer weiter reduziert, bis wir uns schon fast sowas ähnlichem wie einfachen Galoppwechseln angenähert haben. Es wird, es wird.

Sonntag, 15. Mai 2011

Kursbericht: Michael Wanzenried, 10.-11. Mai 2011

Gerade als danach verlangt wird, logg ich mich ein, um den Kursbericht endlich zu schreiben, das passt ja :-).

Allzu viel kann ich gar nicht berichten, Michael hat uns eher das große Bild vermittelt, weniger irgendwelche Details.
Wir waren 8 Teilnehmer, in 2 Gruppen geteilt. Jeder hatte andere Problemfelder, die es zu bearbeiten galt. Bei mir und Billy waren es hauptsächlich Strenge und Konsequenz (;-) wer hätte das gedacht??).

Hier kurz zusammengefasst die Punkte, die ich mir im Nachhinein notiert habe:

- Have a plan ... nichts wirklich neues, trotzdem immer wieder eine Erinnerung wert. Michael nennt das "Projekte". Er hat v.a. gut dargestellt, wie man vom direct-line-Denken zu einem lateralen Ansatz gelangt, z.B. wie man einen 8er mit einem Pferd entwickelt, das tw. unsicher ist und gefallen will, aus dem Grund aber nicht mehr zuhört.

- Obstacles!! Wenn ich ihn richtig verstanden habe, plädiert Michael dafür, ab einem bestimmten Niveau (sobald man über Level 1 hinaus ist), ständig Objekte zu benutzen. Wenn schon nichts anderes, dann zumindest die Ecken im Viereck. So gibt man einem Pferd - v.a. solchen wie Billy - ein Ziel, einen Sinn. Die Objekte als "Rastplatz" etablieren. Alle Spiele immer auf ein Objekt hinspielen. Dort dann Pause geben. Ein Beispiel war z.B.: Wenn man mit Pferden wie Billy Seitwärts ohne Zaun üben möchte, ein paar Schritte mitten im Viereck bekommt und dann Pause macht, ohne ersichtlichen Grund, ist das viel weniger wert und prägt sich viel weniger ein, als wenn man das Seitwärts z.B. auf eine Tonne, eine Stange, oder zur Ecke hin spielt. Pause gibt es nach Erreichen des Ziels, und so macht das fürs Pferd mehr Sinn, da es eine Aufgabe hat: Geh seitwärts bis zur Tonne. Und nicht: Geh seitwärts, bis das Seil schüttelt (oder welches Stop-Kommando auch immer). Quasi: Das Point to Point-Spiel in alle 7 Games integrieren.
Daraus kann man dann auch komplizierte Hufschlagfiguren entwickeln.

- Pausen bei LBIs laaange gestalten. Als ich konkret fragte, wie lange die Pause sein soll (ca.), bekam ich zur Antwort: 15 Minuten. Ich gestehe, so lange halt ich selten durch. Zur folgenden Einheit nach dem Kurs hab ich mir übrigens was zu lesen mitgenommen, das hält man ja sonst nicht aus *g*.

- Die langen Pausen führen zwangsläufig zum nächsten Punkt: Mit einem LBI die Übungen kurz halten. Sehr sehr kurz. Die langen langen Pausen verhindern, dass man zu viel und zu lange spielt (da der durchschnittliche Pferdebesitzer nun mal begrenzt Zeit hat - Je länger die Pause, desto kürzer zwangsläufig die Spielzeit).

- Und die kurze Spielzeit führt zum nächsten Punkt: Kurz, aber knackig! Sehr knackig! Billy sagte laut Michael zu allem sowieso nein und musste daher ordentlich einstecken, bis er in Habtacht-Stellung stand. Ich sollte das dann auch versuchen, kann es aber halt einfach nicht so heftig. Ich geb mich einfach immer schon viel früher zufrieden.
Die Auswirkung von kurz und knackig war auch gleich zu sehen, Billy suchte nämlich schon am Nachmittag des ersten Kurstags das Weite, als er mich kommen sah, ähem.
Generell meinte Michael, wir alle wollten zu früh die Phasen verfeinern. Phasen verfeinern ja, aber viel viel viel später erst.

Wir haben mit Billy an unserem Rückwärts gearbeitet, wie ich gleich zu Anfang gebeten hatte. Zuerst eben Online: Heftiges Hinterhand verschieben, abwechselnd mit knackigem Vorwärts in einem DrivingGame (nicht Circling Game), dann sofort rückwärts jagen zwischen ein Tor aus Tonnen (Zielpunkt), und dort dann eben Rastplatz, für 15 Minuten und länger.
Dasselbe hab ich dann am letzten nachmittag auch vom Pferderücken aus gemacht, es klappte ganz gut. Generell hat Michael unser FreeStyle gelobt, mehrmals *stolzschau*. Es gab dann eben den Vorführeffekt, dass Billy das Rückwräts nicht generell verweigerte wie sonst oft. Es war tw. an der Grenze, aber er gab immer doch noch nach. Fürs Timing der Pause danach wurden wir wieder gelobt *freu*.

Billy war trotz fremder Pferde und jeder Menge Gewusel am Viereck sehr konzentriert und hörte brav zu. Wir konnten eine fast perfekte Hinterhandwendung ohne Zügel hinlegen, und ein fast perfektes Seitwärts ohne Zügel und ohne Stick und ohne Zaun.

Insgesamt wars ein sehr netter und lustiger Kurs, mit netten Teilnehmern und Prachtwetter, der mir wieder einen Schubser in Richtung Konsequenz gegeben hat - auch wenn ich nicht wirklich was gänzlich neues erfahren hab. Michael ist ein unterhaltsamer Lehrer, Bernies Unterrichtsstil gefällt mir aber besser, da er mehr Details vermittelt hat und mehr am Menschen ausbesserte als am Pferd. ;-)

Montag, 9. Mai 2011

Am Wochenende waren wir viel grasen, haben die neue, jetzt fertig mit Hindernissen versehene Geländestrecke erkundschaftet, es wurde entwurmt, und am Sonntag haben wir deshalb nicht viel gemacht, nur ruhige Sachen und mit der Plane rumgeblödelt.

Die Geländestrecke ist ein Hit! Es geht beim quasi "Nachbarhaus" los, zuerst eben mit 3 Hindernissen, dann gehts rein in den Wald, bergauf, über die Matschpfütze, die noch (mit Auswegmöglichkeit) zu einem kleinen Wassergraben erweitert wird, weiter bergauf durch den Wald mit noch 3 kleinen Hüpfern, wenn man will, dann raus aus dem Wald, rauf auf einen Wiesenweg, der über unsere Weiden bis zum Stall führt. Die Stallbesitzer haben es ausgemessen, die Strecke ist von Anfang bis Ende genau 1 km lang :-). Daneben gibt es noch kleine Nebenwege, die man auch erkunden kann, einer führt zum Baggerteich. Das haben sie echt cool hergerichtet. Ich fühl mich zwar nicht sicher genug, um das alles reitend im Galopp zu bewältigen, aber ich glaube On Line kann man in dem Waldstückchen jetzt auch ordentlich Spaß haben! Ein richtiger Spielplatz!

Am Viereck hatte ich ein weiteres tolles Erfolgserlebnis: Seitwärts auf mich zu klappt! Und wie! Zumindest nach links ganz toll, eine halbe lange Seite flüssig auf Phase 1-2. Nach rechts ist es wie all diese Dinge schwieriger, aber 4-5 Schrittchen können wir da jetzt auch.

Und jetzt freue ich mich nach vielen Vorbereitungen (jobmäßig, meine Abwesenheit an 2 turbulenten Tagen planen und organisieren) nur noch auf den Kurs am Dienstag und Mittwoch mit Mickey Wanzenried *juhu*. Die Videokamera ist aufgeladen, ebenso der Fotoapparat, Videokassetten sind eingekauft, Notizbuch ist eingepackt und Bleistift gespitzt. Bericht folgt sicherlich!!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Heute sind wir wieder zum Aufwärmen die Wiese runter und haben weitere Wegelchen in dem kleinen Waldstückchen erforscht. Wenn wir in die Richtung gehen, und diesen Weg, wird das Billytier total flott. Zuerst dachte ich, das ist, weil ich mit ihm dort auch den Wegrand abgrasen war - allerdings versucht er, wenn wir dort entlangreiten, nicht einmal zu fressen. Dieses Verhalten ist doch recht suspekt. Er wirkt aber nicht verunsichert, eher neugierig.
Im kleinen Wäldchen haben wir eine andere Abzweigung genommen - perfektes Übungsgelände, ein kleiner Mini-Wassertümpel kreuzt dort unsern Weg! Rundherum nichts, ausnahmsweise nämlich auch kein Abgrund oder Riesensteine oder Bäume, um die man sich wickeln kann.
Billy startete zu meiner Verwunderung selbständig auf das Wassertümpelchen (Tümpel ist übertrieben - wo es den Weg kreuzt, ist es gerade so breit, dass ein Mensch es mit einem halbwegs großen Schritt überqueren kann - man müsste also nicht reinsteigen, wenn man nicht will) zu. Untersuchte es, schnorchelte. Drehte um, trabte an, ließ sich nicht mehr so leicht aumdrehen, und ich bekam einen kurzen Kontrollverlust-Hilfe-Panikanfall. Aber dann: Mir schoss das Bild vom Horsenality-Abend in den Kopf, wo uns die eine Stute so toll gezeigt hat, wie pferd Annäherung und Rückzug macht. Also hab ich beschlossen, dort an dieser ungefährlichen Stelle es einfach auszuprobieren. Ich drehte ihn um und dann ließ ich ihn einfach machen. Er weiß eh besser, wie das geht, nicht wahr? Er ging hin, schnorchelte, schnofelte. Drehte um. Irgendwie hab ichs geschafft locker zu bleiben und die Zügel nur am Ende zu halten. Ließ ihn ein paar Schritte weggehen, sagte mir, dass er am besten weiß, wo der Punkt ist, von wo aus wir es noch einmal angehen können. Hat er auch gezeigt, an einem gewissen Punkt ließ er sich nämlich so fein wie sonst auch wieder anhalten. Kurz verschnauft, umgedreht, wieder hingehen lassen. Ließ ihn dann wieder alles selbst machen: schnofeln, schnorcheln, Kopf rauf und runter, Wasser mit der Schnauze untersuchen, wieder umdrehen und Abstand gewinnen... das war richtig interessant! Nach 3x umdrehen ist er es beim 4. Mal relativ überraschend in einem Riesensatz gesprungen *lol*. Total brav! Ab sofort denk ich: Bei solchen Sachen alleine machen lassen. Hätt ich mehr Druck gemacht, wär es sicher anders gelaufen.

Es gab dann eine große Graspause, dann etwas Freestyle und Finesse am Viereck, wobei ich einfach mit verschiedenen Zügellängen und Kontaktstärken gespielt hab im 8er-Muster. Klappte ganz gut. Wir haben auch die Übung aus der Savvy Club DVD vom April ausprobiert - Übertreten auf dem Zirkel mit Casual Rein - das hat auch recht gut hingehauen.

Danach Pad runter, wildes Wutzeln, dann wieder grasen - haben dem STallbesitzer geholfen, den Viereckrand zu mähen *g*. Nach 20 Minuten kam er auf ein kleines Zeichen vom Gras weg und mit mir mit *staun*. :-)

Dienstag, 3. Mai 2011

Heute haben wir nichts besonders Aufregendes gemacht.

Vor dem Spielen waren wir 20 Minuten grasen und danach nochmal 10-15.

Zum Aufwärmen bin ich eine neue Runde ins Gelände gegangen, in die andere Richtung. Da kann man schön einen Weg entlangreiten, der über unsere Weide führt, dann einen Baggerteich umrunden, dann in ein kleines Waldstück, wo unser Stallbesitzer gerade eine Geländestrecke mit dem Traktor gewalzt hat und nun Naturhindernisse aufbaut :-). Dann kommt man wieder auf den Weg zurück. Ich wundere mich - Billy ist total aufgedreht, wenn wir in diese Richtung gehen. Das ist ganz gut zum Training, weil ich mich auf diesem Stück absolut sicher fühle. Da kann nix passieren, es ist keine Straße in der Nähe, es kann nicht mehr sein als dass er umdreht und dann halt über unsere eigenen Weiden heimgaloppiert. So kann ich mich gut vorantasten und Billys Aufgedrehtheit cool begegnen. Ich geh diese kleine Runde jetzt einfach so oft und so lange, bis sie uns beiden egal ist :-).

Danach sind wir gleich aufs Viereck und ich habe weiter an unseren Finesse-Figure-Eights gefeilt. Davor bin ich allerdings ein paarmal das Muster FreeStyle geritten. Das geht wirklcih schon super, bin ganz stolz. Stick brauche ich keinen mehr, Bein seltener; meistens klappen die Bögen wirklich auf Phase 1 (Focus) und 2 (Körperdrehung). Und Billy bricht kaum mehr die Gangart, ich hab den 8er aber auch groß genug wählen können heute, dass er sich leicht tut damit. Außerdem habe ich mehr drauf geachtet, dass er immer dieselbe Linie läuft, also beide 8er Schleifen so genau und so rund wie möglich - bisher war es mir eigentlich gut genug, wenn er irgendeine Art von Bogen um die Hütchen gemacht hat.
Dann Übergang zu Finesse, das war gar nicht gut. Schon das Gebiss anziehen vor dem Reiten war wieder noch eine Spur schlechter - diesmal flüchtete der Billy regelrecht als ich damit kam *seufz*. Er drehte nicht nur den Kopf weg, sondern machte am Putzplatz ein paar Schritte weg von mir, ich musste ihn erst wieder einfangen :-( . Dann nahm er es zwar brav, aber das ist schon eindeutig, nur ich hab keine Ideen für Lösungen mehr.
Die 8er in Finesse waren auch wieder mehr geprägt von Wehren gegen das Gebiss, er hat sich heut oft verworfen, parkte dauernd beim Hütchen ein, klemmte total... ich bin dann erstmal viele Volten nach links geritten, weil er dabei anfangs immer nach innen weglaufen wollte (um sich dann eben in der Mitte einzuparken), und erst später 8er mit Umstellen und so. Nicht viel verlangt, nur ein paarmal, 2x halbwegs gut, dann habe ich aufgehört.

Sonntag, 1. Mai 2011

Ich habe am Wochenende mit Freude festgestellt, dass Billys Bisswunde am Rücken schneller heilt als gedacht. Nachdem es schön glatt zugeheilt ist, die Kruste bereits abgefallen ist und er auch bei energischerem Putzen (natürlich vooorsichtig begonnen an dieser Stelle) keinerlei Unmutsreaktionen zeigte, bin ich Samstag vorsichtig 15 Minuten und - da das problemlos ging - Sonntag dann etwas länger geritten. *freu*

Konnte so endlich meine Finesse-Einheiten nachholen.
Erste Herausforderung war wieder einmal das Gebiss. Erstens gab es ein niegelnagelneues, weil das alte hat er ja bei unseren Gebiss-Aufnehmen-Üben zerkaut (Plastik). Ich dachte es geht nun besser, und auch dass ihm das Plastik scheinbar besser gefällt als Metall, also das gleiche wieder gekauft. Billy nahms am Samstag auch relativ brav auf - aber entweder beim Rein- oder Rausgeben scheint er fest draufzubeißen. Fazit: Niegelnagelneues Gebiss hat nach 15 Minuten reiten wieder Zahnabdrücke! Das war das letzte Plastikding, das er kriegt, ich kann mir leider nicht für jedesmal Reiten ein neues leisten auf Dauer...
Leider war das Ganze am Samstag offenbar wieder zu viel... Sonntag wollte er es schon wieder nicht nehmen, wich mit der Schulter weg sobald er es sah und es brauchte Geduld und Überredungskunst, damit er es genommen hat. Das geschah dann zwar freiwillig, aber trotzdem ist deutlich, dass er es halt einfach nicht mag. :-(

Beim Reiten hat er dann auch hektischer damit rumgespielt als zuletzt, da war ja schon recht gleichmäßiges "Anziehen" zu spüren, aber nicht dieses hektische Herumkauen.

Sonst hat er sich gut gemacht, am Samstag haben wir Follow the Rail geübt mit vielen Übergängen, die nun schon gut mit gleichmäßigem Kontakt am Zügel klappen, egal welche Gangart.
Sonntag haben wir dann mit Figure 8s im Schritt und Trab begonnen, auch da hat er sich brav angestellt, schön gebogen, das geht nun langsam leicht und geschmeidig (es sei denn, Herr Billy will nicht mehr). Gangart halten klappt nun auch gut, und Kontakt am Gebiss wird nicht mehr als "Bremse" missverstanden. Zum Abschluss haben wir dann auch noch die 8er Freestyle gemacht, und auch ohne Zügel haben sie schön geklappt.

Samstag war ich außerdem mit Pferdchen im Schlepptau joggen. Entlang der Straße hat das richtig gut geklappt, dort, wo Billy am Seitenstreifen traben kann und ich auf der Straße. Richtig schön gleichmäßig. Hie und da bin ich zu langsam, dann verfällt er in Schritt, trabt aber wieder an, bevor sich das Seil ganz spannt, während ich mein Tempo gleichmäßig halte. Soweit er wieder antrabt von alleine, ist mir das so recht. Sobald es bergauf geht, fällt ihm mein langsames Tempo *keuch* schwer - hat ja auch doppelt so viele Beine wie ich ;-).

Und schließlich gab es zur Vorbereitung auf die Weidesaison viel Grasen-Lassen, wir haben uns jetzt auf so ca. 30 Minuten gesteigert. Billy, ganz in seinem Element ;-).