you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 29. Juli 2010

Es geht wieder aufwärts...

Fast ist er zurück, der büffelfreie Billy. Heute war alles schon wieder viiiel besser. Nicht ganz so umwerfend wie vor unserem Streit, aber fast.

Es hat geschüttet und das Viereck steht absolut unter Wasser :-(. Auch die Halle wieder zu einem Großteil, in den Ecken bilden sich doch tatsächlich Pfützen! Aber für ein bisschen Liberty hat es vollkommen gereicht.

Anfangs haben wir Stick to Me gemacht, was wir auch im Kurs geübt haben. Ich hab versucht umzusetzen, was ich gelernt habe, d.h. bin auch mal ganz bewusst laaaangsaaaam in Zeitlupe gegangen und habe gewartet, bis Billy sich anpasst. Mir wurde im Kurs vor Augen gehalten, dass ich beim Stick to Me viel zu viel und alles viel zu schnell auf hohem Energielevel mache - für den faulen W... äh, Billy sind das zu wenig Pausen. Tatsächlich passt Billy sich meinem Tempo schon schön an, ohne dass ich den Stick zum Nachtreiben brauche. Für Gangartenwechsel, z.B. Antraben oder Anhalten, gebe ich ihm jetzt mehr Zeit zu reagieren - und er tut's ja eh! Anhalten und rückwärts ist z.B. toll geworden, seit ich nicht drauf bestehe, dass das zackzack geht - ich bin immer sehr abrupt stehengeblieben, Pferd soll ja schließlich aufpassen. Tatsächlcih, wenn ich einfach normal stehenbleibe, hat er genug Zeit zu reagieren und tut das auch. Dasselbe bei rückwärts. ich gehe mini-schrittchen rückwärts und erst wenn ich bei seinem Hintern bin und er noch nicht reagiert hat, kommt der Stick dazu in leichter Wachelbewegung. So funktioniert es besser und Billy bleibt freundlich (das ist v.a. beim rückwärts auffällig). Gerader ist es auch schon geworden.
Interessant ist, wie unterschiedlich die beiden Seiten sind. Wenn ich rechts gehe, seine bessere Seite, klebt er an mir wie Kaugummi. Wären seine Ohren dabei noch freundlicher, fänd ich das toll. So bleibt ein Fünkchen Un-Vertrauen. Seine Nase klebt an meiner Hand oder meinem Ellbogen. Auf der linken Hand, wenn ich links bin (was er zu vermeiden sucht oft), hält er gut 1 m Seitenabstand (was mir selbst viel angenehmer ist). Er bleibt eher zurück und versucht manchmal die Hand zu wechseln.

Wir haben sticky Figure 8 gemacht. ich bin mit ihm um 2 pylonen spaziert, habe im Mittelpunkt durch eine Drehung und Stickwechsel die Hand gewechselt, und um die Bögen der 8 sind wir getrabt.

Ein Highlight war dann, dass ein zweites Pferd in die Mini-Halle kam, wurde nur kurz longiert. Ein guter Freund von Billy. Also hab ich nach kurzem Überlegen beschlossen, ihn Liberty zu lassen (ich glaub der Miteinsteller merkte gar nicth, dass kein Seil dran war *g*). ich hab weiter Stick to Me am Zirkel gespielt und war sooo stolz, dass Billy keinen Versuch machte, meine Seite zu verlassen!! Keine Sekunde hat er dran gedacht, das konnte man sehen :-).

Zum Schluss hab ich ihn noch 3x ins Circling Game geschickt und die Übergänge wieder geübt - endlich endlich, das geht wieder! So gut wie zuvor, denk ich - ich hab nur Hemmungen zu viel zu verlangen, weil ich nicht weiß, ob es das vielleicht war, was den Absturz bewirkt hat... also nur 2, 3 Runden in beide Richtungen, mit Übergängen zwischen Schritt, Trab und Galopp, Galopp war sogar sehr gut! Auf der linken Hand wirbelt er auch tatsächlcih herum beim Bring Back und kommt im Trab, mit Ohren vorne, zu mir. Auf der rechten Hand braucht er etwas länger, ich muss u.U. etwas rückwärts laufen, um ihn auf mich zutraben zu lassen, aber es geht auch.
Im Kurs haben wir gelernt, nicht unbedingt die Hinterhand zu lösen beim Liberty-Bring Back. Mit der Begründung , dass man dadurch einen Gangartenwechsel provoziert, den man später aber mal nicht mehr will (Galoppwechsel z.B.). Mir klingts noch in den Ohren: "Lad ihn ein zu dir!!!! NEIN; den Stick benutzen ist keine Einladung, das ist nur unhöflich!!!" *g*

Dienstag, 20. Juli 2010

Kursbericht

Am 19.+20. Juli hatten Billy und ich mit ein paar Stallkollegen bei uns im Stall Parelli-Kurs mit Martin Wimmer. Ich war, wie früher geschrieben, mehr als skeptisch und hatte gar keine Lust, wegen der Probleme, die sich mit Billy wieder aufgetan haben. Alles was ich denken konnte war, dass wir - als Momentaufnahme - noch schlechter sind als im Vorjahr (und das war schon ordentlich schlecht) - es war mir einfach nur peinlich.
Tatsächlich war der Kurs dann gut und hat mir viel gebracht! Don't make assumptions, gell? ;-). Das Niveau war generell niedriger als das des Kurses im Vorjahr (dort war es 1 Level höher als eigentlich angekündigt), was mir entgegenkommt - ich hab einfach auch noch viele Lücken im Level 1.

Wir haben am ersten Tag nach Theorie-Einheiten (wo zwar für mich nicht viel Neues gesagt wurde, aber es ist doch immer wieder faszinierend, wie schnell man bestimmte Dinge vernachlässigt/verdrängt/vergisst) OnLine auf unserem etwas sehr wassergetränkten Platz gemacht (glich einer Schlammschlacht, macht aber nix). V.a. rückwärts und seitwärts, und bei beidem hab ich viel Input bekommen - sind eh unsere größten Baustellen! Seither hat sich das Seitwärts ohne Zaun endlich endlich gewaltig verbessert (oder anders gesagt: klappt endlich). Obwohl ich es - theoretisch - eh weiß, hab ich wieder meine ganzen Inkonsequenzen gesehen und wie ich die abstelle. Martin hat jedem einzelnen von uns - je nachdem wo er stand - passende Tips gegeben, um von dort aus Fortschritte zu machen.
Am Nachmittag wurde dann geritten, mit Präzisionsübungen für Vorwärts und Rückwärts. Dass wir das Rückwärts durchgenommen haben, war ich sehr dankbar - ist ja eine unserer größten Baustellen, sei es nun On Line oder Liberty oder beim Reiten. Rückwärts findet Billy einfach *bäh*. Wieder war das, was ich da gelernt hab, nichts wirklich neues - ich weiß all diese Dinge - nur warum führe ich sie nicht durch, wenn ich allein bin? *grübel* Einen neuen Trick hab ich auch gelernt, nämlich dem Billy, wenn er den Büffel gar zu sehr raushängen lässt und auf stur schaltet (dass er weiß, worum es geht, ist deutlich), darf ich ihm vom Rücken aus mit dem Stick unters Kinn tapsen. Tatsächlich logisch! Und wirkt! Im Gegensatz zu "auf die Nase tapsen", da nimmt er selbige ja doch nur zur Seite.
Martin hat uns dann noch mit Strings, die wir in den Händen hielten, "zusammengespannt". Zuerst paarweise, dann zu viert. Und uns so auf Bahnfiguren und in Übergänge vom Schritt zum Halt, zum Rückwärts und wieder vorwärts geschickt. War lustig!

Am zweiten Tag gabs nochmal Theorie, die diesmal auch für mich neu war (oder zumindest etwas, was ich wirklich gründlich vergessen hatte). Nämlich nach den (bekannten) Phasen der Bestimmtheit (die typischen Parelli-Phasen von 1-4) die Lernphasen beim Pferd (und natürlich Mensch). Auch 4. Vielleicht sollte man sie eher "Stufen" nennen, um eine Verwechslung mit den Phasen der Bestimmtheit zu vermeiden.
Weil ich das wirklich noch nicht so behirnt hatte zuvor, schreibe ich es auf...

Lernstufe 1: Lernstufe. Neue Übung wird vorgestellt. Die Lernstufe dauert nur kurz, einige Wiederholungen, nur solange, bis man erkennen kann, dass das Pferd das Prinzip verstanden hat und weiß, worum es geht.
Lernstufe 2: Kontrollstufe. Pferd und Mensch können die Übung immer kontrollierter ausführen, d.h. so gut wie immer und in allen möglichen Umgebungen. Ich hätte es vielleicht eher "Festigungsphase" oder so genannt. So hab ichs zumindest verstanden. Wichtig in diese Stufe ist "dass", noch nicht "wie" (Beispiel rückwärts: Pferd geht rückwärts, möglichst mit geringeren Phasen als in der Lernphase; die Übung ist so gut wie überall abrufbar, es ist aber noch egal, wie schnell oder wie weit oder ob es gerade bleibt dabei).
Lernstufe 3: Verstärkungsstufe. Die Übung wird auf höheres Niveau gebracht. Jetzt wird das "wie" wichtiger. Die Übung wird länger verlangt, oder weiter, oder schneller, oder mit mehr Qualität, oder mit allem zusammen. Ein wichtiger Augenöffner für mich: Im Zuge der Verstärkungsstufe werden die Phasen zwangsläufig wieder höher (während man in der Kontrollstufe zu weicheren Phasen zurückgekehrt ist, kann nun wieder öfter eine Phase 3 + 4 nötig sein).
Lernstufe 4: Verfeinerungsstufe. Nun wird das in der Verstärkungsstufe erarbeitete höhere Niveau (weiter, länger, schneller usw.) verfeinert, d.h. sollte wieder mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit werden und die Phasen feiner.

Das war für mich wirklich ein Aha-Effekt. Ich dachte irgendwie immer, nach der allerersten Stufe, in der das Pferd die Übung nicht kennt, müssen die Phasen immer niedriger werden. Ein Zruückgehen zu einer Phase 3 oder 4 war für mich shcon immer ein Rückschritt oder gar ein Versagen. Tatsächlich - und es ist logisch - bewegt sich das ganze einfach in Wellen. Übung ist neu, man fängt mit sehr feinen Phasen an, probiert u.U. verschiedenes aus, bis Pferd verstanden hat. Hat es verstanden, kann man auch höhere Phasen einsetzen um ihm klarzumachen, dass es mitzuarbeiten hat (selbstverständlich dann gefolgt von Pause und Lob und Belohnung). Die Phasen werden wieder feiner. Dann verlangt man mehr - die Phasen werden wieder höher. Dann wieder niedriger. Dann fügt man vielleicht noch einen Aspekt hinzu - wieder höhere Phasen. Usw.
Wenn ichs jetzt hier so durchlese, klingt es nicht besonders wichtig oder interessant - aber beim Kurs, als wir das durchgegangen sind, dachte ich wirklich dauernd "oooooooohhhhhh!!!!!!!!!!!!!!" ;-).

Wir haben an dem Vormittag dann noch Liberty gemacht, einer nach dem andern. Das war super interessant. Die meisten haben einfach an einem Catching Game bzw. einem Bring Back gearbeitet, aber bei jedem Pferd kamen andere Aspekte dazu. Wirklich hochinteressant wie verschieden die waren, obwohl sich die meisten charakterlich nicht sooo unähnlich waren. Die meisten waren LB - I oder E.
Am Nachmittag dann noch einmal Freestyle, wo wir uns aufs Reiten mit Stick und ohne Zügel konzentriert haben und am Schluss jeder eine hübsche Weave im Trab geschafft haben. Besonders auf den richtigen Focus hat Martin da viel Wert gelegt, und tatsächlich war da ein Unterschied zu spüren, wenn man es dann - nach viel Meckern *g* - mal so probierte wie er es vorschlug ;-).

Zum Schluss als Gesamtfazit war ich auch überrascht - und eigentlich erfreut - zu hören, dass ich Billy nun mehr bestätigen muss in dem, was er tut, wenn es richtig ist. Es scheint dass die bisher vorherrschende Respektlosigkeit zumindest zeitweise in leichte Unsicherheit kippt. Es klingt doof, aber das freut mich ;-). Bisher hörte ich immer nur, ich muss strenger sein und konsequenter und respektlos, respektlos, respektlos. Das ist mir ziemlich eingeimpft, daher vergesse ich vielleicht tatsächlich das Loben (v.a. Loben zur richtigen Zeit). Für mich schwer zu erkennen, denn ich denke, Billy reagiert fast gleich in verschiedenen Gemütszuständen: Will er nicht aus Respektlosigkeit oder weil er einfach keine Lust hat, wird er gleichermaßen stur und schaltet auf "taub", wie wenn er nicht versteht oder verunsichert ist, was ich möchte. Also gut das zu wissen und extra drauf zu achten!

Mittwoch, 14. Juli 2010

Take the time it takes...

Heute gings schon wieder etwas besser.

Die Hufheberei ist allerdings schon wieder völlig kaputt: beißen, drohen, usw. Heut war ich aber cooler, hatte einen Plan und hab mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Hinhaun bringt einfach nix (auch wenn manche mich vom Gegenteil überzeugen wollen und meinen, ich hau halt nicht fest oder oft genug hin), macht uns beide nur wütend.
Heute also folgende Strategie:
Ich bitte möglichst höflich (vorher bisschen streicheln, um die Schulter, um in Stimmung zu kommen ;-) .. Bein runterfahren, dann in Position begeben (Rücken zum Kopf, dann gehts meist los) und Stimmkommando) um den Huf, schwingt als Antwort der Kopf mit gefletschten Zähnen in meine Richtung, gab es eine Runde Schulterweichen, ganz ruhig, ganz langsam, ganz unemotional (von mir zumindest, Büffel ärgert sich gewaltig, aber solang ich selbst ruhig bleibe, hält es sich in Grenzen). Nächster Versuch, nächste Runde. Nach jeder Runde hab ich ihn kurz in Ruhe denken lassen, meistens gab es sofort *schleckkau*. Was ihn allerdings nicht hinderte, gleich wieder herzubeißen beim nächsten Versuch. Ich glaube wir haben so 20-50 Runden gedreht. Dann hob er mal den Huf von selbst kurz an. Dann durfte ich ihn schon mal selbst halten. Nach ein paar weiteren Runden konnte ich halb auskratzen. Und immer so weiter. Irgendwann war ich dann doch sturer und durfte den Huf lange aufhalten und kratzen und bürsten und gegen die Strahlfäule behandeln. *uff*.
Wir haben fürs Hufauskratzen heute fast eineinhalb Stunden gebraucht!!! Ich weiß auch nicht, ob die MEthode was bringt, aber ich fühl mich damit wohler als wenn ich ihm Prügel androhe oder angedeihen lasse. Das eskaliert ja doch nur. Ich denke schaden wird es nicht, so üben wir wenigstens das Schulterweichen (Porcupine wurde seeehr gut, muss ich sagen - trotz Übellaunigkeit aufgrund der Situtation brauche ich echt nur die haare sanft berühren).

Danach gingen wir ein bissl grasen und dann haben wir am Viereck noch ein paar Schrittübungen gemacht:

Ein bisschen Spin am Seil, d.h. Seil außen rum legen, Pferd soll dem Gefühl folgen, weg von mir drehen, ein bisschen außen (also auf meienr seite) mit dem Stick nachhelfen, und das Pferd dreht sich. Hat er schön gemacht, nach kurzer anfänglicher Verwirrung (hat sich zu mir her gedreht statt weg, und so immer mehr ins Seil gewickelt *g*)

Danach Weave: und zwar rückwärts! Auch da hab ichs geschafft ruhig zu bleiben, drauf geachtet, dass Pferd mir stets 2 Augen gibt, wobei ich meistens ziemlich knapp vor ihm bleiben musste, aber so haben wir uns slalommäßig und im Schneckentempo durch die Hütchen bewegt. Insgesamt vielleciht 3 Längen, die letzte war dann schon recht flüssig. Für mehrere flüssige Rückwärtstritte gabs kurze Pause.
Vorwärts haben wir zwischendurch auch geweaved, Schritt war wieder ganz gut, habe ich wieder gemacht solange bis das Gifteln beim Drive aufhört. Dann hie und da antraben lassen, was heute wieder überraschend leicht ging, er hat zwar die Ohren angelegt dabei, aber ich ließ ihn immer nur 2, 3 Trabtritte machen, zum Wieder-Eingewöhnen.

Es geht ganz langsam wieder bergauf *seufz*.

Dienstag, 13. Juli 2010

Nix geht mehr ...

Ich glaub so unfähig wie momentan hab ich mich noch nie gefühlt :-(. Zurückversetzt ganz an den Anfang, wir können nicht mal mehr die 7 Spiele in der Grundfunktion. Ich werde angegiftelt, bedroht, mit gefletschten Zähnen angehüpft.
Und nachdem alles schon so gut lief vor 2 Wochen, ist das noch viel frustrierender.

Vielleicht hab ich in der "guten" Phase einfach zu viel gemacht, sodass er beschlossen hat, dass granteln und gifteln und attackieren doch der bessere Weg ist als Mitarbeit. Immerhin hat er es innerhalb von 3 Minuten geschafft, dass ich eine halbe Runde Trab im Circling Game als großen Erfolg ansehe, den es zu belohnen gilt. Oder ein Rückwärts, das so langsam ist dass man ihm währenddessen die Hufschuhe anziehen könnte...

Und kaum verlange ich ein Schrittchen mehr, ein Fünkchen schneller, ein bisschen Freundlichkeit mehr ist alles vorbei - gifteln, beißen, drohen mit allem was er hat.

Hufe auskratzen ist auch schon wieder ein Dilemma, beißen, wegreißen, wegrempeln, treten...

Langsam geht auch meine Geduld endgültig zur Neige, bin daher ungerecht, schnell zornig, auf mich und das Pferd, was neu ist. Bisher war ich immer nur auf mich selbst angefressen, weil ich das nicht hinkriege. Das alles fördert die Motivation natürlich auch nicht gerade. Zum ersten Mal ists so, dass ich eigentlich keine Lust hab zum Pferd zu fahren oder was mit ihm zu machen. :-(

Den Kurs, den ich Montag und Dienstag haben werde, würde ich am liebsten absagen... wir sind unter dem Niveau des Vorjahres, und da waren wir - nein ich - die Unfähigsten. Hab überhaupt keine Lust da mitzumachen. Ich hoff jetzt sogar, dass der Bernie-Kurs nix wird, weil was soll ich da, mit Level Minus-4??

I mog nimma :-(

Freitag, 9. Juli 2010

Handarbeit

Auf Anraten der Osteopathin hab ich heute wieder die Handarbeit aufgenommen. Nur kurz, ca. 15 Minuten.

Zuerst etwas aufwärmen einfach durch Führen, dann auf dem Zirkel führen, dann kleinere Zirkel um mich rum mit Handwechseln, alles im Schritt, dann davon ausgehend Untertreten auf dem Zirkel, leicht Seitwärts.
Danach Schulterherein, was er super gemacht hat, nur 2x 10 Meter ungefähr, wir haben das ja lange nicht gemacht. Schulterherein war links besser als rechts, da passierts eher dass er vorwärts läuft.
Dann noch ganz kurz Travers und Renvers angetestet, was beides supergut war dafür, dass wir es ja ewig nicht gemacht haben. Klappte sozusagen auf anhieb, allerdings wurde Büffli zum Schluss wieder mental unrund, begann nach den Zügeln zu schnappen usw.

Also vermutlich immer noch zu lang, zu viel, zu anstrengend oder was weiß ich. Aber er hat sich bemüht und brav mitgemacht, und somit bei der Hitze momentan war ich sehr zufrieden mit uns.

Donnerstag, 8. Juli 2010

1000-km-Service ;-)

Heute war unsere (neue) Osteopathin da und hat mal alles durchgecheckt, v.a. wegen dieses Wegzuckens im Rücken.

Folgendes kam raus: Ja, im Rücken zwickts, da war eine Blockade/Verschiebung, aufgrund der Art derselben hat die Osteopathin auf ein plötzliches "Verreißen" getippt (*uff* doch nicht einfach nur schlechtes Reiten *hüstel*).
Zusätzlich war eine Blockade im Genick rechts, und aus irgendeinem Grund quasi der gesamte Kopf verspannt. Er beißt quasi ständig die Zähne zusammen (Zähneknirschen musste ich ihr aber verneinen, das hab ich zumindest noch nie wahrgenommen), der gesamte Unterkiefer war verspannt. Sonst schön beweglich und "auffällig wenig".
Die Muskulatur ist ganz gut, auffallend stark in der Schulter bemuskelt (kein Wunder, da so vorderlastig), oberer Rücken gut bemuskelt *stolzschau*, dafür etwas weiter unten (von der Schulter abwärts nach hinten, Richtung Rippen) wenig (was angeblich seltsam sei). Hinterteil zu wenig, v.a. die Abduktoren (? ich rate jetzt halt mal, beim Menschen wärens die Abduktoren *g*).
Das Phlegma des Büfflis gefiel auch ihr nicht, und die Schleimhäute seien zu hell.
Ansonsten aber alles gut, es gäbe z.B. keinen Grund, warum er so dahinschlurft und die Hinterbeine über den Boden zieht. Also man kann durchaus von ihm verlangen, die Beine zu heben.

Nach Lösen der Blockaden hab ich den Auftrag gekriegt, erstens Mineralstoffe zuzufüttern, die Seitwärtsgänge-Handarbeit wieder aufzunehmen, viel Stangenarbeit zu machen, viel auf und ab, Körperbandage zu probieren.

Bin gespannt wie er sich nun tut danach. ich wurde gewarnt, dass es kurz schlimmer werden könnte, wenn das anhält, muss sie nochmal kommen. Sonst war es für sie eben "auffällig wenig", und sie meinte, es könnten jetzt auch "Altlasten" noch zum Vorschein kommen - mal schauen. 1 woche nicht reiten, aber durchaus was tun. Ach ja, und generell mehr mit ihm tun.

Büffli hats ganz gut gefallen, allerdings wurde wieder (wie schon von der ersten Osteopathin vor 2 jahren) recht überrascht festgestellt, dass er trotzdem skeptisch bleibt und sich nicht ganz fallen lässt

Dienstag, 6. Juli 2010

Cherokee Bridle

Büffli hat mir meine letzten Fehler scheinbar vergeben und war heut wie immer. Pfuuuuh.
Er kam gerne mit von der Weide, wollte sogar wieder mal vorausgehen, aber ich bin dann einfach nicht mitgegangen *hehe*. Bis er stehenblieb und auf mich wartete, und den Rest des Weges haben wir dann mit Halfter gemeinsam zurückgelegt ;-).

Dann wollte ich heute wieder mal Finesse machen, wieder mit dem Cherokee Bridle rumspielen.
Nach ein bisschen Vorbereitung den String ins Maul gelegt, was immer noch wesentlich leichter geht als das Gebiss. Am Anfang hat er wieder wild rumgekaut und versucht es auszuspucken, diesmal hat sich das aber sehr schnell gelegt, und ganz am Schluss, als ich die Schlinge aufgemacht hab, hat er den String gar nicht hergeben wollen, musste ihn direkt aus dem Maul nehmen ;-).

Zuerst haben wir die üblichen Übungen am Boden gemacht: Laterale Biegung, Hinterhand lösen, bisschen rückwärts. Ging alles nicht ganz so fein wie beim letzten Versuch, beim Rückwärts musste ich anfangs viel nachhelfen mit Halfter und Strick, die natürlich drauf blieben. Dann bin ich in die Halle und aufgesessen und hab dort vom Sattel aus dasselbe gemacht: laterale Biegung, Hinterhand lösen, dann rückwärts. Letzteres war auch hier eine eher schwere Geburt, aber mit Hilfe des Knotenhalfters gings, und zum Schluss dann auch nur mit vorsichtiger Cherokee Bridle + Stick.
Danach Wendungen im Schritt, 8er usw., haben gut geklappt. Und schließlich haben wir uns die ersten Trabschritte so getraut; Büffli wollte nciht gern traben, könnte daran liegen dass wir in der engen Halle waren, das sind wir nicht mehr gewohnt; dann gings und ein paar Wendungen im Trab haben gut geklappt, ich brauchte die Zügel vom Hackamore gar nicht, und die Cherokee Bridle konnte durchhängen.

Nach einem besonders guten Rückwärts bin ich abgesessen, obwohl noch kurz der Funke der Idee da war, noch aufs Viereck galoppieren zu gehen, aber ich war vernünftig *stolzschau*.

Sonntag, 4. Juli 2010

Büffel Is Back...

... jaja, so schnell kann's gehen. Grad noch Höhenflug, und zwei Tage später schon wieder alles kaputt gemacht :-(.

Warum weiß ich nicht. Nur dass ich dachte, ich könnt ja wieder mal versuchen, Audition zu filmen. 10 Minuten die Videokamera an mit diesem Vorsatz, und alles war hin. Büffel zurück in alter Frische und ich dort, wo wir vor ca. 2 Jahren waren: Giften, Drohen, keinen einzigen Trabschritt bekommen. Das Circling Game ist völlig kaputt und ich weiß nicht warum. Ich dachte echt in ein paar Situationen, dass es jetzt endgültig soweit ist, dass er mich ansteigt.... Absolute Kooperationsverweigerung, und ich natürlich falsch reagiert und zornig und ratlos.

Nie nie nie nie wieder werde ich Audition filmen probieren. Nie wieder. *schnüff*

Ich hoff ich kann das schnell reparieren, was ich gerade ruiniert hab :-(.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Aus dem Stand...

Auch andern fällt auf, dass sich das Pferd den Körper nciht mehr mit einem Büffel teilt. Jetzt haben mich schon ein paar meiner Miteinsteller drauf angesprochen :-). Und mein Freund, der gestern kurz da war und zugeschaut hat, meinte, er erkenne das Tierchen fast nicht wieder - wir hatten ein bissl Liberty vorgeführt :-).

Dann bin ich nochmal aufs Viereck und wollte unsern tollen Galopp vorführen und filmen lassen (Film folgt irgendwann). Wir haben Schritt-Galopp-Übergänge geübt, da sagte mein Freund dann: "Kannst du auch aus dem Stand angaloppieren??", was ich verneint habe, mich aber dann überreden ließ es zu probieren - fragen kostet nix ;-).
Gut, der erste Versuch endete wie ich mir gedacht hatte, in einem Renntrab, aber dann... zweiter Versuch, wir stehen, kurz konzentriert, Energie hoch, Schnalzen und Beindruck zusammen (ok, und ein biiisschen unabsichtliches "Anschieben"), und Billy galoppierte aus dem Stand an. Ein halber Schritt zum Beine-Sortieren war dabei, aber trotzdem...

bin baff ;-)
Video: http://www.youtube.com/watch?v=2oZELuu5DZ8

Wenn das so weiter geht, hab ich keine Ahnung, was ich in unserm Kurs am 19.+20. Juli eigentlich mit Instruktor üben soll *g*.

Dienstag, 29. Juni 2010

WO IST ER HIN, ...

... der Büffel???? Er ist weg, und zurückgelassen hat er ein Pferdchen, auf das nur noch Bezeichnungen wie "willing" oder "responsive" passen... Ich hab keine Ahnung was passiert ist, dass ich ihn vertrieben habe!!

Ja jedenfalls ists momentan einfach nur super... der Rücken ist wieder okay, wie es scheint, Bewegung macht Freude, die Sonne scheint, das Viereck ist bereitbar :-).

Am Wochenende und auch heute haben wir viel mit Galopp gespielt. Immer nur kurze Stückchen, nicht warten bis es schlechter wird oder er in Trab verfällt, sondern viele viele übergänge --- Der Galopp ist momentan traumhaft! Ganz locker zu sitzen, null Treiben nötig, Angaloppieren auf den ersten Schnalzer, ich brauch nichtmal Bein dazu! Auch Angaloppieren aus dem Schritt hat schon geklappt, mit höchstens einem Trabschritt dazwischen, ganz toll. Hier hat er dann zwar auch einmal den falschen Galopp erwischt, was aber wohl eher an meiner unpräzisen Hilfengebung liegt.
Heut haben wir auf Anhieb 3 Runden wunderbar lockeren Galopp geschafft - und auch noch mit zweitem Pferd auf dem Viereck... das war vor einem Jahr noch einfach unmöglich, da setzte bei einem andern Pferd mit am Viereck sofort die Lenkung aus... von Galopp ganz zu schweigen.

Weiters hab ich das rückwärts toll verbessern können - ein bisschen Selbstreflexion und schon gehts besser. Quasi nebenbei haben wir - ich glaub zum ersten Mal, ich hab diese Übung irgendwann aufgegeben - rückwärts an einem Zügel hingekriegt. Uuuund sogar - vorsichtigst - mit Cherokee Bridle :-). Das aber nur zum Rumspielen ;-).

Liberty hab ich am Wochenende gemacht, und da dachte ich, ich probiere einmal aus, wie viele Runden Trab wir zusammenbringen. also einmal antraben lassen - auf Anhieb 10 Runden Trab, ohne Diskussion über die Richtung, ohne Verfallen in Schritt, Ohren vorne.

Beim Grasen Gehen wartet er jetzt meistens auf ein Kommando oder reagiert zumindest auf ein erstes "nein" und wartet danach auf ein Kommando. Unglaublich, er steht im brusthohen Gras und linst zu mir: "darf ich????"

Bin ziemlich baff momentan und wüsste nur gerne, was ich nun anders mache, damit ich es so lassen kann ;-).
Und vielleicht wage ich mich bald wieder an einen Ausritt. :-)

Dienstag, 22. Juni 2010

Weave, Galopp und Sideways

Heute war ich sehr zufrieden mit unserer Session, hat uns beiden glaube ich Spaß gemacht und ich konnte doch wieder mal Fortschritte sehen.

Begonnen habe ich mit Weave im Schritt, was immer besser geht, ich kann das 7m-Seil jetzt auch ziemlich ganz am Ende halten und den Abstand wahren. Außerdem hab ich mich bemüht, die Weave-Bewegung nicht so stark mitzumachen, sondern Drive und Draw zu produzieren, ohne meine halbwegs gerade Linie stark zu verlassen, und das gelingt zumindest im Schritt auch gut.
Trab klappt auch prächtig, eine Länge Weave ist kein Problem; rund ums letzte Hütchen verfällt er meistens in Schritt, trabt aber gleich wieder an - 2 Längen durchgehend Trab klappt also noch nicht ganz, aber das wird schon noch.
Außerdem brauche ich auch im Trab den Stick kaum noch, nur beim letzten Hütchen manchmal. Man merkt dass er das Muster verstanden hat ;-).

Abgewechselt hab ich dieses Pattern mit Circling Game und hier Galopp. Es hat sich heute einfach so ergeben, dass ich begonnen habe, jedesmal einen Handwechsel zu verlangen, wenn er den Galopp verliert, und den Handwechsel mit kräftigem Send. Ich wollte dass er im Galopp durchstartet, und habe dann eben auf den Punkt gezielt, den er besser schon verlassen haben hätte sollen. 2, 3 Mal war er definitiv viel zu langsam, aber dann hat er kapiert was für Spiel das ist und ist jedesmal übermütig davongaloppiert, richtig durchgestartet. Mit diesem Schwung kann er dann Galopp auch mal eine ganze Runde behalten, während ich mich in neutrale Position begebe - sonst muss ich mich ja immer mitdrehen, dann gehts, aber sobald ich in "Neutralstellung" gehe, verliert er den Galopp.
Das hat Spaß gemacht und Send und auch die Handwechsel verbessert.
Für eine gute Runde Galopp, v.a. wenn ich in Neutralposition konnte dabei, durfte er rein zu mir und wir haben lange Pause gemacht.

Und als letzte Übung hab ich an unserem Sideways gewerkt... ich möchte es ja schneller kriegen, habe aber meine viiiiel zu hohen Phasen überdacht und heute probiert, wie viel ich kriegen kann, wenn ich den Stick nicht benutze - ich neige grad beim Sideways sehr zum "Nörgeln". Tatsächlich hab ich so überhaupt erst gemerkt, wie sich das Sideways verbessert hat, es ist nämlich viel flotter und zügiger geworden, auch ohne Stick. Ich brauche nur auf ihn zuzugehen und schon geht er seitwärts. Ist zwar kein Trab, wie es das irgendwann werden soll, aber schneller Schritt.
Danach noch ohne Zaun geübt, was ich immer vernachlässige, weil es uns einfach schwer fällt. Es dauerte wieder etwas, bis er begriffen hat dass vorwärts jetzt nicht angesagt ist, dann hat ers sehr schön gemacht; ich konnte einen Punkt über dem Widerrist fixieren und darauf zusteuern.
War schön und dann auch unser Abschluss.

Montag, 21. Juni 2010

Irgendwie unmotiviert...

Irgendwie bin ich momentan unmotiviert. Do-So war ich täglich beim Pferdchen, aber irgendwie hab ich so ein Gefühl dass nix klappt, obwohl das gar nicht stimmt.

Ich bin etwas frustriert über den immer noch hie und da (ohne erkennbare Ursache mal mehr, mal gar nicht) wegzuckenden Rücken von Billy und den täglichen Regen, Spaß am Ausreiten oder Spazieren ist mir vergangen seit er abgehauen ist, außerdem ist sowieso alles so vollgesogen mit Regen, dass man höchstens auf der Asphaltstraße gehen kann. Das Viereck ist abgesoffen, und an einem Tag, als es mal ok war und ich voll motiviert, wollte ich mich im Gelände aufwärmen, um nachher zu reiten auf dem guten Boden im Viereck - und kam prompt in einen Platzregen, beide, ich und Pferd nass bis auf die Haut, dazu 12°, das wars dann mit "noch im Viereck was arbeiten". Am nächsten Tag - Viereck abgesoffen, unbrauchbar außer für etwas Schritt.

Außerdem fühl ich mich irgendwie feststeckend, obwohl ich meinen Plan genau im Kopf hab, hab ich das Gefühl, dass ich momentan ständig dasselbe übe - mach ich auch wirklich, denke ich. ich möchte weitergehen, aber für die meisten "nächsten Schritte" fehlen mir noch immer die Grundlagen, nur an denen werke und werke ich und sie werden nicht besser, z.B. der Galopp. Obwohl der z.B. am Freitag gut funtkioniert hat (2 ganze Runden auf Anhieb ohne in Trab zu verfallen, noch dazu locker zu sitzen), hat es irgendwie so einen "fad"-Beigeschmack. Oder einen "nicht genug"-Beigeschmack.
Noch dazu biegt sich Billy total schlecht nach rechts (!), und links klappt das meiste gut - sonst umgekehrt! Linksgalopp ist momentan leichter als rechts. Hängt wohl mit dem Rücken zusammen... und ich denke wieder, ich sollte gar nicht reiten oder überhaupt nix machen, bis die Osteopathin da war... dann denk ich wieder, dass ihm ja aber das Arbeiten doch gut tut (nach Reiten oder Bodenarbeit ist das Rückenzucken meistens ganz weg, es kommt wie gesagt ohne dass ich ein Schema dahinter sehen kann).

Alles was ich mir vornehme ist entweder zu leicht --> langweilig, oder zu schwer --> frustrierend.

Dass die Pferdchens nicht auf die Weide kommen weil die auch patschnass ist, kommt noch dazu. Mit der Heufütterung bin ich auch unzufrieden - was ich in meinem Gesamtfrust aber wenigstens mal ansprechen konnte (es braucht ziemlich viel Ärger bei mir, bis ich was sage). Ändern wird das aber vermutlich auch nix.

Ich glaub ich hab einfach eine Winterdepression... schönen Sommerbeginn heute allerseits!!!

Dienstag, 15. Juni 2010

Hill Therapy

Ich habe mir vor dem Wochenende den Artikel über die "Hill Therapie" von der Parelli-Website nochmal angesehen und gleich am Wochenende begonnen, damit zu arbeiten. Mir ist nämlich eingefallen, dass ich ja da große Glück habe, eine leicht ansteigende Fläche in Form der Winterkoppel mit akzeptablem Boden zu haben.

Samstag und Sonntag je 5 Minuten auf der einen Hand, lange Pause, dann 5 Minuten andere Hand. Billy streckt sich richtig gut, v.a. bergauf. Bergab hat er noch Balanceprobleme und verfile oft in Schritt, darf er dann auch. Ich denke das tut ihm gut. Da heute der Boden zu rutschig war (es regnet schon wieder), bin ich aufs Viereck ausgewichen und hab bei doch recht ordentlichem Regen die Steigung durch 2 Cavalettis auf 3 und 9 Uhr ersetzt. Billy trabt so brav da drüber, ich bin ganz begeistert. Kein Ausweichen, kein Granteln, er konzentriert sich, und mittlerweile kann er selbst hohe Cavalettis nehmen, ohne Haltung zu verlieren, und die meiste Zeit streckt er sich.
Der Rücken ist viel viel besser, keinerlei Reaktion mehr auf Druck, ich bin am Wochenende auch wieder geritten, was auch nichts verschlimmert hat. Ich habe den Sattel, den ich ihm aufgelegt hatte, allerdings wieder runtergenommen weil er so extrem gegiftelt hat dabei - Barebackpad aufgelegt, kein Gifteln. how interesting!! Ich glaube Billy will auch einen R.O.C. *g*.

Was ich unbedingt erwähnen muss ist dass Billys Impulsion momentan ein Wahnsinn ist - so wie ich ewig lang geträumt hab - ich denke Trab, und er trabt. Ich denke Schritt er geht Schritt. Nicht nur beim Reiten, sondern vor allem auch am Boden. Momentan ist er, würde ich sagen, eine wirklich perfekte 5 auf der Impulsions-Skala!!

Wir haben nach dem Cavaletti-Rücken-Training dann heute noch schnelleres Seitwärts geübt. Er weicht superbrav, kriegt aber seine Beine manchmal nicht sortiert. Da hilft mehr Druck nicht, in dem Fall glaube ich doch an "kann nicht" statt "mag nicht". V.a. da er über die Viereckumrandung gestolpert ist, als ich zu viel Druck gemacht hab. Sorry Büffli :-(.
Also bis wir seitwärts traben (oder gar galoppieren) können, das wird noch dauern und ich werde die Übung erstmal hintan stellen, damit nicht wieder der Perfektionswahn eintritt und ich steckenbleibe.

Gleichzeitig haben wir ein Nicht-Fress-Training gemacht, und das hat super geklappt. Außen rund ums Viereck wächst zugegebenermaßen wunderschönstes Gras. Fast bis zum Maul rauf. Klar, in jeder Pause möchte er fressen. Für jedesmal Abtauchen gabs aber nun einen Schlenker mit dem Seil, je mehr er mich einfch ignoriert hat, umso stärker der Schlenkerer. Innerhalb von 5 Minuten wars gegessen - bzw. eben nicht *g*. Billy konnte ruhig stehen und warten, ohne den Kopf ins Gras zu tauchen, das nur 10cm entfernt war. Ich war total beeindruckt, und dafür gabs dann bei mir ein Leckerli. Da werd ich nun dranbleiben.

Wir haben dann noch Galopp geübt, der ist nach wie vor schwierig, weiß nicth warum. ich muss mich mitdrehen, sonst wird das nix. Und Energie extrem hochschalten. Angaloppiert ist er gut, und auch die Haltung war besser, er streckt sich im Galopp und es sieht schon balancierter aus. Über die Cavalettis war er hie und da unkoordiniert, verlor den Galopp oder hüpfte mehr drüber, aber macht nix.

Und zum Schlusshab ich noch 4 Pylonen aufgebaut und wir haben Weave gemacht, Antraben auf quasi Fingerschnippen, und er kann jetzt viiiel langsamer traben und reagiert ohne Gifteln auf Drive und Draw, wobei Draw etwas schlechter ist. Ich kann das 7m-Seil jetzt schon recht weit am Ende halten, habe also viel Abstand, aber ich muss die Slalom-Bewegung noch immer sehr viel mitmachen, v.a. beim Draw gehe ich viel zurück, um ihn herzuziehen; dass ich langsam zu einer geraden Linie übergehen kann, ist jetzt mal mein nächstes Ziel.
Warum das mit dem Trab und überhaupt der Impulsion plötzlcih so gut klappt - keine Ahnung! Aber schööön :-)

Dienstag, 8. Juni 2010

Liberty & On Line - Übergänge

Es ist weiterhin schön und heiß, juhu! Fast schon zu schnell der Wetterumschwung auf 30°+, aber Billy scheint es keine Probleme zu machen.

Das Rücken-Aua ist allerdings wieder da :-( . Bzw. vor der Arbeit war es da, danach dann nicht mehr oder viel weniger? Ich hab schon überlegt, ob er sich in den Zug stellt, weil er dauernd im Heuautomaten steht - stundenlang (obwohl dort momentan nix rauskommt) - dort kann es ziehen, wenns windig ist...
Ja wie immer ... die Osteopathin meines Vertrauens to be ist verständigt, jetzt heißts nur auf Termin warten...

Wir sind heut in die Halle und haben Liberty gemacht. Teile der Halle sind immer noch abgesperrt (die Halle ist jetzt nasser als das Viereck, kurios), aber in der Mitte ist genug frei für etwas Zirkeln.

Begonnen mit ein paar Tanzschritten, ein Bein zurück, wieder vor, zurück, wieder vor... wobei "vor" schwierig war. Hab dann etwas mit Catching Game am Draw gearbeitet, es wurde besser. Irgendwie muss ich die Hinterhand leicht auskuppeln, wenn ich möchte dass er sich in Bewegung setzt. Rückwärts war dafür sehr fein und gut.
Dann zum Circling Game übergegangen, und dabei "Million Transitions" eingebaut. Immer nur ein paar Schritte Trab, dann paar Schritt, wieder Trab, Schritt, Trab Schritttrabschritttrabschritt, bis beide Übergänge - egal ob rauf oder runter - nur auf Fingerzeig funktioniert haben. Hat er gut gemacht!
Galopp hab ich kurz probiert, aber das war nicht gut, linksrum galoppiert er regelrecht in die Bande rein, also hab ich ihn ans Seil genommen und bin aufs Viereck, um dort Galopp zu üben.

Hier wieder: Übergänge, jetzt zwischen Trab und Galopp. Ich wollte dass er zackig in den Galopp springt, rechts ging das halbwegs, da hielt er ihn auch länger, links tut er sich echt schwer, die Beine zu sortieren, hab ich manchmal den Eindruck. Oder er will einfach nicht, oder es geht nicht wegen Rücken-Aua. Ich dachte jedenfalls dass er den Rücken dabei lockern wird, war glaub cih doch auch so.
Trab ging immer wieder in schöner Haltung, gefällt mir immer besser. Möchte wieder einmal filmen zur allgemeinen Kritisierung, bitte ;-).

Nachdem er alles so brav gemacht hat hab ich dann aufgehört - er hat auch ganz brav geschwitzt.

Beim Putzen nachher ist mir aufgefallen, dass da tatäschlcih noch Winterfell drunter schlummert, wenn ich gaaanz fest und gaaanz tief mit dem Noppenstriegel drunterrubbel... vielleicht probier ich doch mal unsern Staubsauger aus.

Sonntag, 6. Juni 2010

Weave, Ausritt

Heute war irgendwas komisches am Himmel, groß und rund und sehr sehr sehr hell, das hat die ganze Luft so ungewohnt warm und hell und die Menschen fröhlich gemacht. ;-)

Billys Rücken ist wieder besser, bzw. gut! So schnell wie das komische Wegzucken gekommen ist, ist es nun auch wieder weg. Konnte weder links noch rechts irgendwas provozieren.

Hab dem Tierchen eine Portion Heu gegeben und währenddessen meinen Sattel neu umgepolstert. Ich wollte einen kleinen Schrittausritt wagen.

Zuvor haben wir On Line gespielt, ich habe zum zweiten Mal die Weave geübt in meinem Patterns-Programm, und es hat toll geklappt! Wir haben nicht nur eine ganze Länge Trab geschafft, sondern einmal sogar rundherum und wieder zurück, also einen ganzen Durchgang, toll! Und ganz easy, "einfach so" ... wenn ich denke was ich daran früher schon mal gebastelt hab, ohne Fortschritt!
Einmal war er etwas übermütig, da hab ich dann abgebrochen und ihn zur Ordnung gerufen, aber ansonsten klappte der Trab toll, zwar sind die Ohren noch etwas hinten, aber gar kein Vergleich zu dem Grant-Gesicht von früher.
Woran ich jetzt noch arbeiten werde ist der Abstand zu mir, denn ich bin schon noch nahe dran. Was total gut klappt ist wenn ich Seil und Stick vertausche wie beim normalen Führen quasi; indem ich den Stick dann hinter meinem Rücken führe, kann ich Billy total gut etwas weiter links oder rechts und so dann durch den Slalom schicken. Gezeigt wird es normalerweise andersrum, können wir aber ja auch.

Noch ein bisschen CG mit Dehnübungen, damit wir die nicht gleich wieder vergessen.

Danach in die Halle, dort gesattelt, ganz problemlos, und Gebiss reingestopft. Das ist noch verbesserungswürdig, wird aber besser; v.a. hat er diesmal probiert, den Kopf auch mal zu senken und dafür Pause und Belohnung bekommen. Immerhin hat er schon verstanden, dass Kopfhoch und Rückwärtsrennen zu keinem Ergebnis führt... Er ließ den Kopf diesmal imemrhin schon, wo er ist, hat auch nix dagegen dass man das Zaumzeug mit der rechten auf halber Nasenhöhe hält, während man ihm mit der andern das Gebiss anbietet (das ging bisher sehr schlecht --> sofortige Ausweichmanöver: "bäh, das mag ich nicht"). Dann in etwas Geduld üben (Muskeltraining hallo), bisschen im Maul rumtatschen (praktisch, auch gleich das Zunge streicheln üben), und irgendwann macht er dann schon auf und erlaubt sogar, dass man das Gebiss reintut und gleichzeitig das Kopfstück drüberzieht, ohne rückwärts zu zerren oder den Kopf hochzureißen. Hackamore dann drüber und bereit für den Ausritt.

Tja, meine Confidence ist ziemlich dahin, habs ja geahnt. Wir haben einige Male diskutieren müssen, es ging aber immer nur ums Fressen. Bei jedem Mopedgeräusch zucke ich zusammen, auch wenn es eh weit weg ist und von der Bundesstraße kommt, von der wir weit entfernt blieben. 2 Autos und 1 Riesentraktor mit klirrendem Anhängsel kamen uns entgegen, ich konnte immer schön in die Wiese ausweichen, wo es dann jedesmal leider zu Auseinandersetzungen kommt, weil er entweder fressen will oder sich den Abhang runterzustürzen droht. Zweimal ist er auch abgebogen, wo er nicth abbiegen sollte, das ging aber relativ gut zu korrigieren.
Über unser kleines Bächlein ist er, obwohl ich gern gehabt hätte, dass er einfach in Schritt durchlatscht (2 cm tief) wieder drübergesprungen, mit Landung im Gebüsch *argl*. Wie ich das hinkriegen soll muss ich auch noch überlegen.
Ansonsten war er sehr brav, auffällig v.a. das Reiten über den Wiesenrand, da gabs überraschenderweise keinen Fressversuch, sehr brav.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Mehr Rückentraining

Ratet mal was... es regnet! ;-) Dank Hut und ein paar m2 auf dem Viereck ohne knöcheltiefe Pfütze hab ich trotzdem Rückentraining weiter gemacht. Billy drückt immer noch den Rücken bei Druck weg, allerdings immerhin nur noch links. Rechts scheints wieder ok, kann dort keien Reaktion hervorrufen. Die Wunde am Rücken ist jetzt auch schön trocken und verheilt *uff*.

Habe eine Stange aufgelegt und einfach wieder CG gemacht - da müssen wir beide durch die Langeweile jetzt, was hilft's.
Es war zu bemerken, dass er diesmal wesentlich schneller in eine Dehnhaltung (oder das was ich dafür halte) kommt und sie eher hält. Nach dem Antraben 2, 3 Schritte und dann dehnt er sich auch schon, und kommt nicht so schnell zu tief.
Ließ ihn abwechselnd im Schritt und Trab über die Stange gehen, die Pfützen rundherum taten das Ihrige dazu (hui, wie das Pferd die Füße heben kann!! *g*). Wir haben viele Übergänge geübt, alle paar Schritte Trab- oder Schrittparade. Galopp ging schlecht wegen des Bodens. Ich hab dann auch Übergänge zum Anhalten und dann Halt-Trab-Antreten geübt, was er toll gemacht hat. Brauche allerdings dafür viel Energie, was dann natürlich in 2,3 trabtritten mit Kopf hoch resultiert - aber danach wieder schöne Haltung.
Handwechsel hab ich nur im Schritt gemacht, funktioneirten vorzüglich.

Dann sind wir in die Halle und haben bisschen Podest geübt. Ich dachte vielelicht dehnt das ja auch angenehm. Wir haben 3 Beine oben, das vierte wird noch etwas brauchen. Aber bergziegenartig steht er schon da, brav.

Hab jetzt auch mal eine Osteopathin angeschrieben, die mir im Stall empfohlen wurde. Mal schauen.

Montag, 31. Mai 2010

Seitengänge - Handarbeit

Billys Rücken zuckt noch immer weg. :-( Wird wohl doch ein Osteopath her müssen, nur wieder mal die große Frage: Welcher!?
Zusätzlich hat er eine große abgeschabte Stelle an derKruppe, knapp rechts neben der Wirbelsäule. Keine Ahnung, ob er sich da gescheuert hat (wir hatten letzte Woche leider eine Entdeckung von Haarlingen und gleich alle Pferde durchbehandelt - bisher konnte ich auf Billy keine entdecken) oder versucht hat, ob er wo drunterpasst, wo er nicht drunterpasst ;-). Jedenfalls hab ich die Stelle, glatt und verkrustet war, wohlmeinend eingeschmiert, war natürlich gerade falsch, war noch zu frisch offenbar, drunter hats genässt und heute war es richtig heiß und tat bei Berührung sichtlich weh. Hab also heute den Großteil meiner Zeit damit verbracht, die blöde Salbe vooorsichtig abzuwischen, dann mit kaltem Wasser abzuwaschen und mit immer neu gekühlten Fetzchen zu kühlen. Wurde auch bald besser und kühler, das war wohl wirklich nur ein Hitzestau unter der Salbe. Dazwischen noch Unmengen an Betaisodona verbraucht aus Angst vor Verdreckung und Entzündung, und dann sind wir doch noch etwas arbeiten gegangen.

Ich habe die Seitengänge an der Hand jetzt monatelang vernachlässigt, weil Billy so starke Stresssymptome dabei zeigte. Das Maul Auf- und Zuklappen zum Beispiel. Das zeigte er zum Schluss auch bei jeglicher Form des Rückwärts... und erst jetzt - Schande über mich! - fällt mir auf, dass sich das in den letzten Wochen wieder gelegt hat.
Also heute vorsichtige Versuche, mit Knotenhalfter, weil ihm irgendwie der Kappzaum nicht zu gefallen scheint.
Wir haben nach kurzem Aufwärmen mit Übertreten auf kleiner Volte begonnen. Er war sehr bemüht, rechts tat er sich offensichtlich wirklich schwer, das Bein unter den Schwerpunkt zu setzen, was ich aber auf die Wunde schiebe - sie befindet sich genau an dem Fleck, der sich dann dehnen und bewegen müsste.
Dann Schulterherein, und das ging links perfekt. Brauchte kaum Zügel, die hingen quasi durch, auch kaum Gerte, er erinnerte sich offenbar sofort an die Übung und führte sie brav aus. Natürlich gabs immer wieder eine lange Seite, die er gedehnt neben mir herlatschen durfte, und Leckerlis zuhauf. Rechts war das SH etwas schlechter, er wurde zu schnell (ganz was neues!!), überholte mich quasi, kam zu weit in die Bahn rein. Ich brauchte mehr Einwirkung, aber gemacht hat er es dann trotzdem brav und schön.
Dann noch ein bisschen Renvers und Travers, immer wieder ein Stücken, hier tat er sich schon schwerer, verdrehte den Hals in die falsche Richtung oder irgendwie S-förmig, da musste ich schon etwas mehr nachhelfen. Teilweise schiebe ich das aber aufs Knotenhalfter (statt Kappzaum), weil ja doch eine exakte seitliche Einwirkung fehlt. Hier begann dann aber auch sichtlich wieder der Stress für ihn, er begann wie ganz zu Anfang, in die runterhängende Zügelschalufe zu schnappen oder nach meiner Hand. Ich bin allerdings manchmal unsicher, ob die Schnapperei nicht (auch) mit der exzessiven Leckerli-Fütterei bei der Handarbeit zusammenhängt.
Er hat sich jedenfalls sehr bemüht und viele Dehn- und Leckerlipausen und Stimmlob bekommen. Nach 15 Minuten waren wir auch wieder fertig, er durfte sich noch genüßlich wutzeln, worauf ich die Schürfwunde neuerlich verarztete, weitere Mengen Betaisodona verbrauchte und ihn dann mit Hoffnung auf schnelle Krustenbildung (bevor er sich in den nächsten Misthaufen legt) auf die Weide zu den Kumpels entließ.
Beim Galoppieren auf die Weide war die Schürfwunde jedenfalls offenbar nicht hinderlich ;-)

Sonntag, 30. Mai 2010

Rückentraining

Nach der gestrigen Erfahrung hab ich heute nur On Line gemacht mit dem Ziel, den Rücken zu lockern. Er scheint doch hauptsächlcih verspannt, an einer Stelle macht er auf leichten Druck einfach den Muskel steinhart, genießt dann aber eine feste Massage (drückt sich dagegen und senkt das Hinterteil so ab, dass ich besser hinkomme). Wenn er genug hat, geht er einen Schritt weg zur Seite (wofür ich ihn knuddeln könnte - vor einem Jahr hätte er mich vermutlich einfach weggetreten *g*).

Ich hatte das Glück, zwischen all dem strömenden Regen und Gewittern ein kurzes Sonnenfenster zu erwischen. Das Viereck war ziemlich nass, aber noch nicht ganz überschwemmt, noch brauchbar. Das ist gut, denn die Halle ist irgendwie doch zu klein, erfordert sehr enge Wendungen.

Habe wieder Stangen aufgelegt auf einem Zirkel.
Anfangs war Billy aufgeregt, weil alle Kollegen auf die Weide durften und grad dorthin spazierten, als ich mit ihm aufs Viereck ging. Dementsprechend ist er sofort angetrabt und ziemlich verspannt. Hab drauf geachtet, dass er nach innen sieht und den Kopf senkt, das war aber grad bei den Stangen schwierig, er ist sie tw. gesprungen statt zu traben und irgendwie war das kontraproduktiv, schien mir.
Also bin ich auf einen Zirkel ohne die Stangen ausgewichen und ließ ihn traben, immer bestrebt, dass er sich dehnt und ich den Rücken schwingen sehe ... nicht so einfach für mich. Anfangs war der Kopf hoch oben, Schlauchgeräusche, sehr verspannt. Dann wanderte der Kopf nach unten, seeehr weit nach unten, die Lippen schlackerten entspannt - aber noch immer Schlauchgeräusche. Interessant.
Irgendwie gelang es mir anfangs nicht, ihn dehnen zu lassen, immer war er zu weit oben oder zu weit unten oder schlurfte dahin. Dann hatte ich eine Idee, die sehr gut funtkoniert hat, nämlich: Billy musste antraben, wurde verbal gelobt wenn er (sekundenweise) in Dehnung geriet; meist kam danach der Kopf zu tief und das Schlurfen, daraufhin habe ich ihn angaloppieren lassen, immer nur ein paar Sprünge. Der Trab nach dem Galopp war dann meist wieder mit zu hohem Kopf, aber nach einigen Sekunden dann wieder in Dehnung. Dafür Schrittparade und kurze Pause. Wieder antraben, und immer wenn der Kopf zu tief kam, Galopp.
So, mit den Übergängen, haben wir immer länger eine ordentliche Haltung zusammengebracht. Das sah teilweise wirklich gut aus und der Rücken schien zu schwingen (soweit ich das halt sehe *seufz*).

Als ich den Rücken danach abgestrichen hab, hat er diesmal überhaupt nicht reagiert *freu* - also vielleicht mal so der richtige Weg. Werde das jetzt eben öfter einbauen. Ist zwar wenig "Spiel", sondern wirklcih Arbeit (so viele Kreise auf einmal hat der kleine Büffel glaub ich noch nie laufen müssen *g*), aber was sein muss muss sein ;-).

Samstag, 29. Mai 2010

Bull's Eye

Billy zuckt weiterhin an gewisser Stelle mit dem Rücken weg, wenn man dort hindrückt... ich bin trotzdem geritten, mit Sattel, wollte mal schauen ob ich irgendwas bemerke und dann doch mal beginnen, ein bissl mit leichtreiten und leichtem Sitz zu arbeiten und Pferd in eine anständige Haltung zu reiten probieren.

Zu dem Zweck auch weiter mit dem Gebiss geübt, d.h. mal angezogen und Knotenhalfter drüber, 2 Paar Zügel. Angezogen war es diesmal recht flott, ohne Leckerlis. Am Putzplatz gings nicht, da schob er rückwärts mit Giraffen-Hals, aber in der Halle ging es erstaunlicherweise. Musste es ihm zwar lang vor die Schnauze halten, aber dann hat ers genommen und sich ohen Widerstand das Kopfstück drüberstreifen lassen (ist nicht selbstverständlich!).

Als ersten Teil der Einheit, den Großteil, hab ich das Gebiss nicht angefasst und bin alles am losen Zügel geritten. Wir sind über ein paar Stangen gegangen, dann getrabt, Follow the Rail im leichten Sitz. Er ist tatsächlich momentan verspannt und rennt mit Kopf oben, wie ich es eher nicht kenne. Hat ihn erst nach und nach gesenkt.

Als zweiten Teil bin ich Bull's Eye geritten, vielelicht war das nicht so gut. Trotzdem gab das schon auch Rückschlüsse... wann habe ich das erste Mal geschrieben, dass die Links-Volten besser waren als rechts? Und ich mich drüber gewundert habe, wo doch rechts die bessere Seite ist? Jedenfalls ging heut der Linksgalopp super, er bot ihn sogar an, als ich nur traben wollte, und rechtsherum war nicth so gut. Das war vor 1 Woche auch schon so... vielleicht die ersten Anzeichen?
Ich bin dann wahrscheinlich zu viel bull's Eye geritten... aber konnte nicht aufhören, weil er sich vehementest seine Pause in der Mitte selbst holen wollte, und das konnte ich irgendwie auch nicht erlauben.
Zeitweise war - v.a. der links-Galopp wirklcih schön und locker zu sitzen, er springt sehr brav an.

Für den letzten Teil der Einheit - die letzten 5 Minuten - hab ich dann die Zügel vorsichtig aufgenommen und bin so einfach Schritt ganze Bahn geritten, habe sonst nichts verlangt, außer dass er den Kopf unten lässt und den Kontakt zulässt - wie es scheint, werden wir aber hier eh eher das Problem "auf den Zügel drauflegen" haben als "Kopfhoch" - ganz wie gemäß der Büffelnatur zu erwarten ;-). Einmal auf jeder Hand bin ich dann auch angetrabt ohne den Kontakt zu verlieren, das ging schon alles sehr gut.

Billy hatte tatsächlcih einmal geschwitzt, und so konnte ich zum ersten Mal sehen, dass der Barefoot doch irgendwie seitlich der Wirbelsäule reindrückt, da waren 2 große trockene Stellen. Sonst sieht eigentlich alles gleichmäßig aus. Rücken war allerdings nachher natürlich nicht besser, werde in nächster Zeit nur Boden und vielleicht Schritt-Reiten machen.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Stangentraining

Wieder Regen, wieder Halle. Und sogar die ist mittlerweile in großen Teilen abgesoffen, das Wasser kommt quasi von unten rein. Aber in der Mitte ist ein kleiner Zirkel frei, und den haben wir eben heut genutzt.

Anfangs sind wir unser nächstes Pattern nach der Figure 8 (die zuletzt super ging im Trab) angegangen: Weave. Ich habe 4 kleine Pylonen aufgestellt und parallel dazu dann die ganze Länge entlang eine Stange, die als Orientierung für mich dient.
Wir haben die Weave schon früher probiert, aber war immer begleitet von ziemlichem Gegiftel bei jedem Drive, schlechtem Draw und Trab war zu unkontrolliert um ihn ernsthaft zu versuchen.
Da hat sich inzwischen schon einiges geändert, obwohl ich das Pattern ganz gelassen habe.
Begonnen habe ich, indem ich Billy einfach den Slalom geführt habe, also mitgegangen bin. Dann langsam mal das Seil länger lassen, aber noch mitgehen. Dann gerade entlang der Pylonen rückwärts gehen und das Pferd auf mich zu links und rechts in Bögen um die Pylonen rum. Das hat super geklappt! Und dann bin ich dazu übergegangen, eben seitlich - möglichst jenseits meiner Stangenlinie - mitzugehen und ihn von dort aus um die Pylonen zu fädeln. Hat gut geklappt, v.a. hat das Gifteln beim Drive aufgehört, und Draw ist auch besser als früher.
Außerdem war es super leicht, ihn antraben zu lassen, und auch wenn ich das oft noch nicht hinkriege (bin einfach zu langsam in der Koordination von Seil und Stick), haben wir einmal oder zweimal eine ganze Länge durchgehend im Trab geschafft :-). Mehr möcht ich noch gar nicht. Nur noch etwas kontrollierter und sicherer, DRaw sollte noch besser werden, aber dann bin ich hochzufrieden.

Danach habe ich beschlossen, wieder einmal etwas Stangentraining zu machen - Hil Therapy sozusagen, für den Rücken und überhaupt, Billy sieht nicht ein warum er die Hinterhand heben sollte (vielleicht kann er auch nicht, glaube ich aber gar nicht so). An einer SEite des Zirkels hab ich 1 Stange aufgelegt, leicht erhöht, und auf der anderen 2 ohne Erhöhung.
Dann musste der gute Billy da leider mal durch, ein längeres CG zu ertragen, sonst hilfts ja nix. Er war superbrav, verfiel fast nie, war aber furchtbar verspannt - ständig Schlauchgeräusche, v.a. am Anfang, und es hat erstaunlich lange gedauert, bis er den Kopf mal etwas runternahm. Ziemlich ungewöhnlich, normal schleift er ja eher im Sand als sonstwas. Über die Stangen hievt er sich regelrecht mit Schwung aus dem Hals drüber, das wurde aber besser. Für Kopf-runter, möglichst noch ohne gleichzeitiges Schlurfen, gab es kurze Schritt- oder Haltpausen. Das resultierte dann zwar darin, dass er die meiste Zeit ohne korrekte Haltung lief, aber ich muss das wohl erst neu konditionieren; habe wohl zu lang nur auf CG geachtet, ohne die Haltung im Auge zu haben.
Es wurde besser, Kopf kam schneller runter mit der Zeit, und dann hatte ich eh schon den Eindruck dass er wirklich müde wurde, er blieb öfter stehen (meist direkt über einer Stange, das kann ich nächtses Mal einbauen als Übung) und fragte ob er nicht schon Shcluss machen dürfte, und nach ein paar besonders schönen Tritten hab ich dann aufgehört.

Um das viele CG etwas zu kompensieren, hab ich dann noch Yoyo gemacht, weil er nach so viel CG meist meint, mein Send vorweg nehmen zu können und ich ihn nicht mehr rückwärts kriege - er weicht dann sofort auf den Zirkel aus. Brauchte auch diesmal ein, zwei heftigere Einwirkungen auf die Nase, bis er kapierte, dass ich ernst meine, dass er nun einfach stillstehen und mich ansehen soll und yoyo angesagt ist, nicht CG-Send. Dann ging es aber wirklich gut, ein kleiner Tanz, 2 Schritte zurück, 1 vor, 3 zurück, 2 vor, usw. Wurde richtig gut!