you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Donnerstag, 30. August 2012

Wieder heiß heute mit über 30°. Mein Freund war mit. Billy ließ sich brav von uns beiden putzen.

FreeStyle:
Trail – Tor: Billy war heute wieder sowas von zäh. Im Vergleich zu den letzten Malen war ich enttäuscht. Mein Freund hatte die Kamera mit, aber irgendwie ging gar nix. Wir scheiterten schon wieder vehement am Rückwärts. Billy stellte sich taub. Ich musste Phase 4 dann einmal ordentlich einsetzen, bis er kapierte, dass es ernst war. Und täglich grüßt das Murmeltier… :-/. Danach ging es allerdings super … naja… unwillig, aber flüssig.
Danach ging das Tor auch halbwegs, aber ich brauchte meistens schon wieder beide Zügel, und die Linien-führung ließ zu wünschen übrig.
Rückwärts-L: Da das Rückwärts so schlecht war, waren die ersten Male eher eine Quälerei da durch. Nach vehementer Reparatur des Rückwärts im freien Viereck ging es dann besser. Billy war heut aber wieder stark gestresst durch das Rückwärts.

Finesse
Gebiss anziehen: Wir zogen es heut zweimal an: Einmal mein Freund am Putzplatz. Das dauerte, aber vehemente Gegenwehr gab es nicht. Dann zog ich es zum kurzen Grasen wieder aus, und nach den Trailübungen wieder an. Da ging es recht schnell.

Olympische Ringe: Ich dachte nicht, dass viel gehen würde heute, weil Billy ja so zäh war. Aber tatsächlich trabte er brav dahin, nicht mit so viel tollem Go wie die letzten beiden Male, aber ok. Ich geriet jedenfalls nicht in Versuchung, dauerzutreiben. Das Abwenden klappte gut heute, ich war aber etwas unkonzentriert. Streckenweise war wieder alles sehr gleichmäßig und ruhig in der Anlehnung, allerdings war heute wieder vermehrt das Herumprobieren da, von stark aufs Gebiss knallen, Kopf verkanten, usw. Wir konnten aber dann zu einem guten, ruhigen Moment aufhören.

Samstag, 25. August 2012

Es hat stärker abgekühlt und am Abend jetzt so um die 20°. Wenn ich spät in den Stall komme, wird es jetzt schon dunkel bevor ich fertig bin *seufz*.

Aufgewärmt haben wir uns mit einer kleinen Runde um den Hausberg. Billy war total flott und fleißig unterwegs. Er war sogar für seine Verhältnisse aufgewühlt. Ein umgeschnittener Baumstamm am Wegrand brachte ihn doch tatsächlich zum Schnorcheln! Einmal machte ich den Test, ob ich anhalten und rückwärts gehen kann. Ja, klappte. Auch Richtung Viereck ging er flott, und im Viereck hatte er total viel Go heute.

FINESSE
Gebiss anziehen: Billy versucht immerhin nicht mehr ständig zu flüchten, sobald er das Ding nur sieht. Aber gedauert hat es heute ewig, bis er das Maul aufgemacht hat. Einfach stehen und warten hilft.


Im Viereck trabte ich ziemlich bald an. Billy war guckig, die anderen Pferde waren auf der Winterkoppel. Einmal am Anfang machte er sogar einen Hupfer. Ich versuchte also hauptsächlich seine Konzentration zu kriegen. Das Go war wirklich einzigartig, super! Kein Treiben, kein nix, Billy rannte wie ein Uhrwerk. Im Grunde rannte er mir wieder unterm Hintern davon, aber super zu sitzen, und die Bewegung super umzuwandeln in Pingpongbälle schupfen, nach oben. Er ließ sich da nach kürzester Zeit durch den Sitz super beeinflussen.

Ich ritt weiter unsere "Olympische Ringe"-Übung. Das Lenken war ok, die Anlehnung wird auch. Er hat heut sehr viel gekaut, tw. war es kampfkauen, aber wenig Zerren, wenig Kopfverdrehen, wenig Verkanten. Eigentlich nur einmal, kurz aushalten, dann war es vorbei. Weiterhin kommt mir der Hals schöner gerundet vor in der Oberlinie. Sonst hab ich mich einfach wieder auf mich und meinen Sitz konzentriert.

FREESTYLE
Linksgalopp: Weil er so gehfreudig war kam ich in Versuchung, das auszunutzen um den Linksgalopp wieder anzutesten. Super angaloppieren! Einmal war er im Rechtsgalopp, ließ sich aber einfach Parieren und galoppierte dann richtig an. Ich hörte rechtzeitig auf, bevor sein Go wieder verschwand. Dazwischen Rückwärtsrichten, was auch gut war. Das waren aber richtig schön viele Runden im Galopp, ohne treiben zu müssen, wie fliiiegen.:-)

ON LINE
Schnelles Seitwärts: Dann bin ich abgesessen und hab umgezäumt und noch ein bisschen wie zuletzt das Seitwärts probiert. Billys Hintern zum Zaun, ich vor ihm, und dann los. Abwechselnd links und rechts. Ging gut, v.a. nach links recht flüssig. Billy findet sich in die Bewegung, daher hab ich dann versucht, das Tempo sukzessive zu erhöhen. Trab klappt nicht wirklich, aber ein flotter Schritt schon. Im Trab kommt er dann einfach gerade und überholt mich geradeaus auf dem Hufschlag. Ich denke er braucht einfach noch ein bissl Sicherheit im Bewegungsablauf, also werd ich das weiter immer wieder einbauen bis er den intus hat, und immer wieder Trab antesten.

Donnerstag, 23. August 2012

Weiter heiß und schwül.

Finesse:
Das Anziehen des Gebisses wird wieder besser. *freu* Billy weicht weniger aus und macht das Maul relativ bald von alleine auf.
Zum Aufwärmen bin ich im Schritt 1-2 Durchgänge pro Richtung die "Olympische Ringe"-Übung geritten. Billy nahm den Kontakt heut wirlich brav an! Wenden mit Schultern und Blick – nicht zuviel! – funktioniert gut.
Im Trab war er schon wieder so flott wie zuletzt! Bei manchen Zirkeln wollte er gern abbiegen, aber ich konnte das immer emotionslos unterbinden und korrigieren.
In punkto Kontakt war es heut wesentlich besser. Ein schönes gleichmäßiges flottes Trabtempo, der Hals wird runder und bleibt dann länger so, vorn fühlt es sich weicher an und bleibt meistens so, bis auf einige wilde Zerr-Phasen, wo er glaub ich Fliegen abwehren wollte. Zirkellinien sind auch relativ gleichmäßig meistens. Echt toll!

On Line:
Zwischen Schritt und Trab der Olympischen Ringe haben wir  heute weiter das Seitwärts vom Boden geübt.

Zuerst rückwärts etabliert; ich war heut schön geduldig und so hat das sehr fein funktioniert. Dann seitwärts. Zuerst klappte gar nix, Billy ging zu viel vorwärts. Ich wollte ihn mit Zone 5 zum Zaun stellen und so – mit mir in Zone 1 – seitwärts gehen. Er kam mir zu nahe oder wendete zum Hufschlag ab. Mit Geduld und Spucke hatten wir dann nach einiger Zeit heraußen, wie wir uns beide bewegen müssen, damit das klappt. Dann hab ichs kurz schneller probiert, da wurde er wieder unsicher, aber hat brav mitgemacht, daher Ende.

Dienstag, 21. August 2012

Es ist sehr heiß und schwül.

Zum Aufwärmen hab ich heut eine Runde um den Hof gedreht. Billy ging brav mit und hielt brav mit mir Schritt, alles bestens.

On Line:
Dann sind wir aufs Viereck und ich hab begonnen, wieder einmal Seitwärts zu üben. Ich möchte es gern etwas schneller bekommen, irgendwann mal ein bisschen Trab!
Begonnen hab ich mit Halbkreisen und darauf folgend ein wenig Seitwärts driften, aber davon wird Billy unsicher und gestresst, außerdem steigt er dauernd auf die Viereck-Umrandung und stolpert über seine eigenen Füße.
Daraufhin hab ich die Strategie geändert und bin ich in Zone 1 gegangen und hab eine uralte Übung gemacht, nämlich um mich rum, mich anschauend. War ziemlich schlecht, oje! V.a. auf der rechten hand, Billy ging ins Vorwärts, rückte mir zu sehr auf die Pelle, da musste ich durchgreifen. Wir konnten damit dann trotzdem gut aufhören!

FreeStyle:
Weil in letzter Zeit 2x so vehemente Gegenwehr gegen das Galoppieren bestand, hab ich das kurz versucht... Billy galoppierte am langen Zügel und mit sanfter Aufforderung super links an. Tatsächlich scheints dran zu liegen, wenn ich zu heftig zu schnell möchte. Energie laaangsam hoch, das funktioniert besser.

Finesse:
Billy nimmt das Gebiss wieder besser an! *freu* Er rennt nicht mehr sofort weg. Es hat ein bissl gedauert, bis er das Maul aufgemacht hat, aber es geht.
Ich bin die "Olympischen Ringe"-Übung geritten, zuerst im Schritt (da hab ich dann auf Volten verkleinert), dann große Zirkel im Trab. Billy war wieder flott, brav. Er musste aber viel schauen und war unaufmerksam und driftete öfter Richtung Tor. Ich habs ignoriert und einfach nur geübt ohne besonderes Ziel: Pingpong Bälle schupfen, Schultern drehen, meine Nase nicht zu weit in die Wendung. Ging gut!

Sonntag, 19. August 2012

Großer Ausritt :-)

Heute war wieder ein Gemeinschaftsausritt angesagt! Wieder ritten wir zu einem benachbarten Stall. Es war sehr heiß, die Pferde aber alle super brav und fröhlich dabei. Knappe 2 Stunden hin, 5 Stunden Pause ;-) 2 Stunden zurück, wie immer schön auf und ab ;-)

Wir waren 6 Reiter und 2 Fußgänger. Gleich am Anfang mussten wir an einem anderen Stall vorbei. Billy und ein anderes, unsichers Pferd, waren voran. Das war keine so gute Kombination, denn beide begannen zu klemmen und stehenzubleiben. Billy war anfangs noch recht mutig und ließ sich halt vorwärtstreiben, aber irgendwann, direkt am Hofeingang drehte er wieder mal um und wollte heim. Ich konnte ihn zwischen den anderen Pferden ganz gut eindrehen und ging dann lieber in der Mitte. Das war etwas frustrierend.

Danach ging alles wunderbar glatt. Wir ritten sogar an Kühen vorbei – ohne Zaun! Eine plötzlich auftauchende Kuh sorgte dann allerdings doch für einen Zwischenfall: Ein Pferd machte beim Anblick der ersten Kuh einen Rollback und galoppierte in die andere Richtung – die Reiterin wurde überrascht und fiel runter. Ich war weit hinten und hatte gar nichts richtig mitgekriegt, nur dass ein Pferd Richtung Heimat galoppieren wollte, hatte kurze Panik dass Billy mitgehen würde und drehte ihn in die Gehrichtung, dadurch kam ich quer und konnte das Pferd sogar so stoppen, er war gleich wieder eingefangen. Die Reiterin hatte sich nicht ernsthaft verletzt, aber doch ordentlich Abschürfungen am Rücken von den Steinen. Der Rest des Weges war aber ohne Vorkommnisse dahingehend, und beim Rückweg war er dann auch überhaupt nicht mehr guckig – Schlawiner ;-).

Es ging durch den Wald, tw. recht steil, wunderschöne Wege. Irgendwann bemerkten wir, dass die eine Fußgängerin recht erschöpft hinterdrein schlapfte… sie sah wirklich nicht gut aus und überlegte zurück zu gehen, sie hatte sich das anders vorgestellt. Ein paar Leute boten ihr ihre Pferde an, aber sie lehnte ab. Dann bot ich ihr Billy an und da sagte sie dann ja; :-) Wir stiegen also um. Sah lustig aus mit den für sie viel zu kurzen Fendern. Anfangs führte ich Billy am Führseil, aber irgendwann wurde mir das zu blöd, weil er eh so entspannt mitlatschte, und ich ließ sie einfach mitgehen. Alles klappte super, er ließ sich auch gut dirigieren, sagte sie.

Im Nachbarstall angekommen gabs vor der verdienten Pause noch eine Attraktion: eine Pferdeschwemme. Alle gingen rein, auch ein paar Reiter mit Gewand: Unser Stallbesitzer stapfte mit seinem Pferd führend einfach in der Lederhose durch, eine Reiterin probierte ob ihr Pferd reinging, und fand sich plötzlcih auch durchwatend wieder, mitsamt Reithose und Handy. Eins der Pferde, dem das Wasser aber ziemlich Spaß machte, rutschte kurz aus und ging auf Tauchgang mitsamt Sattel. Billy war skeptisch. Er sah zu, wie die anderen plantschten, denen machte es tw. wirklich Spaß. Ich ließ ihm Zeit sich alles anzusehen. Ich wollte auch nicht unbedingt durchs Wasser mit dem Gewand ;-). Irgendwann konnte man wieder das „klick“ sehen, als er beschloss, dass er reingeht. Einmal sprang er dabei die senkrechte Böschung aus der Schwemme (sowas gabs auch) raus auf mich zu, nicht so lustig, aber danach ging er super durch, und ich konnte am Rand entlang mit dem führseil mitgehen, wurde also nicht nass ;-). Danach stieg ich nochmal auf und ritt – nach kurzem Zögern von Billy – quer durch. So super :-) . Das Wasser war schon relativ tief, bis zum Bauch; die Steigbügel waren jedenfalls unter Wasser ;-).



Die Pferde kamen dann in Boxen mit ein bissl Heu.

Wir wurden mit Grilliertem versorgt und blieben 5 Stunden picken. Wir kamen etwa um 12h an (2 Stunden ca. Reitzeit mit allen Päuschen und Zwischenfällen, alles Schritt), und um ziemlich genau 17h machten wir uns wieder auf den Heimweg. Nach Hause waren die Pferde flott unterwegs. Hier passierte dann mittendrin der zweite Kontrollverlust bei Billy. Plötzlich reagierte er überhaupt nicht mehr und stapfte einfach drauflos, wollte sich nicht mehr bremsen lassen. Das war, als es durch ein Tor ging. Er hatte wohl Angst, zurückgelassen zu werden, aber ehrlich… Er rammte das vor ihm gehende Pferd ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Weg. Ein paar Hundert Meter führte ihn unser Stallbesitzer einfach, danach gings plötzlich wieder. Er ließ sich wieder bremsen, anhalten, warten. Keine Ahnung was das war. Wir müssen stehenbleiben unterwegs üben.

Die Pferde schwitzten arg beim Heimgehen. Billy hat gute Kondition, er schwitzte ganz normal, am Hals halt und am Bauch hinterm Fender und hinten am Bauch, aber die Kruppe z.B. war trocken.

Bin sehr stolz, sooo ein großer Ausritt und so ein (Großteils) braver Billy!

Samstag, 18. August 2012

Centered Riding

Heute war wieder Centered-Riding Stunde.


Unser Ziel zur Zeit: Anlehnung bzw. gleichmäßigen Kontakt erarbeiten. Momentan probiert Billy irrsinnig viel aus. Er sperrt oft das Maul auf, reißt den Kopf hoch, verkantet arg, gibt dann plötzlich nach und rundet den Hals, alles im Sekundentakt. Ich ignoriere alles und gebe nach, wenn er nachgibt, das soll sich gut anfühlen für ihn.
Wir sind heute lange Schritt geritten mit Volten und Zirkeln, dazwischen aber auch geradeaus. Billy war im Schritt zäh, ich hab mich bemüht nicht ins Dauerdrücktreiben zu kommen. Im Trab später war er dafür total flott und sogar quasi über Tempo, ließ sich dabei aber sehr gut sitzen. Das war total angenehm, ich musste im Trab wirklich nicht treiben, konnte daher meine Schenkel gezielt einsetzen und sonst locker lassen.

Wir haben uns noch hauptsächlich den Wendungen gewidmet:
Im Schritt bei den Volten ist es so, dass die erste Hälfte gut mit dem Außenzügel funktioniert. Aber ab dem Scheitelpunkt habe ich das Gefühl, Billy mit dem Innenzügel herumziehen zu müssen, wenn ich die Volte beenden will. Das Problem wurde folgendermaßen analysiert, nämlich dass folgendes passiert: Meine Schulterdrehung in der Wendung ist jetzt gut geworden. Aber mein Kopf dreht sich mehr als meine Schultern, viel zu viel. Wenn sich der Kopf mehr dreht als die Schultern, sackt die innere Schulter nach unten ab und das Gewicht verlagert sich nach außen. Also haben wir danach an der Kopfdrehung gearbeitet: Meine Nase soll zu Billys Innenohr weisen. Nicht weiter nach innen in die Wendung, das ist schon zu viel. Ich habe das Gefühl, ich sehe überhaupt nicht mehr, wo ich hinreite. Tatsächlich hat das aber gut funktioniert. Sonst gilt weiterhin: Hände beide nach innen stellen und dort lassen. Ein Bild dazu: - Ich soll Billy das Gebiss dorthin „werfen“, wo er hingehen soll, und er soll es apportieren. Weiter: Wenn Billy im Genick verkantet, heißt das automatisch, dass das gleichseitige Hinterbein nicht vollständig durchschwingt. Man kann das mit Schenkeldruck beheben. Nicht mit dem Zügel das Verkanten zu verhindern versuchen.

Zeitweise ging Billy sehr stark gegen das Gebiss, er zerrte vorne an, sperrte das Maul auf, lehnte sich drauf. Tip: Wenn er das macht, soll ich mir folgendes vorstellen: Ich nehme die Energie, die er so in meine Hand bringt (durch das Anzerren), leite sie über meine Ellbogen, Shculter, Rücken in die Sitzbeinhöcker und „schieße“ sie von dort als Blitze in Billys Rücken zurück. Weiß nicht wie, aber es hat gebracht, dass Billy daraufhin meist kurz nachgab. Dann konnte ich auch nachgeben, wieder alles weich werden lassen.

Treiben: Anfangs drückte ich Billy regelrecht mit der Vorhand in den Boden. Meine Beckenkreise waren quasi in die falsche Richtung, vorwärts-abwärts statt rückwärts-aufwärts. Tatsächlich… er schlurfte weniger dahin, als ich mich wieder darauf konzentrierte. Ich habe Schwierigkeiten, mich einfach gleichzeitig auf Schulterdrehung, Hände und Becken zu konzentrieren. Aber es wird, hatte ich heut das Gefühl. Ich sollte, damit die Hinterbeine schön durchschwingen, mir vorstellen, ich würde riesige Schritte machen, die in Billys Gebiss landen. Das Bild war ein bisschen komisch und funktionierte nicht gemeinsam mit den rückwärts-Kreisen. Dann wurde ich an das Bild vom flippern erinnert. Ich soll also diese Riesenschritte machen und wenn das Bein am tiefsten Punkt ist, mit dem Becken „flippern“. Hat sich gut ausgewirkt auf Billys Schrittlänge und –qualität.

Billy nahm heute das Gebiss kurze Momente gut an. Wenn er das macht, wird vorn plötzlich alles leicht, ist aber nicht ganz weg. Angeblich benutzt er sogar seinen Oberhals und hebt den Widerrist an (letzteres spür ich leider nicht, aber ersteres sehe ich). Ich brauche mir auch keine Sorgen bei ihm machen, hieß es, dass er sich verkriecht, dazu ist er nicht der Typ. Wird es also vorne plötzlich leicht, kann ich recht sicher sein, dass er im Genick nachgegeben hat und sich gerundet hat. Ich spürte das dann immer öfter und konnte langsam selbst sagen, wann es gut war.

Im Trab lernten wir eine neue Übungsfolge: Olympische Kreise. Bestehen einfach aus einem Zirkel nach dem anderen: Einer bei A, geradeaus, der nächste gleich bei E, also Mitteltour, wieder geradeaus, wieder bei C, geradeaus, B, geradeaus usw. Es zeigte sich, dass Billy v.a. in dem Moment sich hebt und eine gute Haltung einnimmt, wenn wir raus aus dem Zirkel und auf die Gerade kommen. Ich kann nun versuchen, das zu halten, solange es geht, sobald es verloren geht (momentan noch ständig) gleich wieder auf den nächstbesten Zirkel. Die Übung hat mir gut gefallen.

Im Trab soll ich Pingpongbälle schupfen und achten, dass ich beide gleich hoch schupfe. Mein linker wird tendenziell weniger hoch geschupft, ich soll daher diesen etwas höher schupfen, damit sie gleich sind. Billy eilte wie gesagt erstaunlicherweise recht davon, ließ sich aber sowas von toll mit dem Sitz abfangen und es sproingte dann kurze Zeit immer wieder. Ich darf auf das „ansaugen“ und „schupfen“ einfach nicht vergessen, dann wird’s super.

Die Stunde heut war insgesamt wieder super. Ich hab das neue Ziel, es geht einfach drum, dass Billy das Gebiss mal annimmt! (klingt doof, aber irgendwie wars mir nicht so klar). Billy wurde mehrmals „Gebissanfängerpferd“ bezeichnet. Ja, genau darum geht’s. Mehr nicht. Die Olympische-Ringe-Übung gefällt mir gut, werden wir jetzt immer vorher oder nachher 10 Minuten üben, hab ich mir vorgenommen.

Montag, 30. Juli 2012

Na bitte, heut liefs gleich einmal nicht mehr so toll. Ich war heut leider auch irgendwie ungeduldig mit Billy, weiß nicht warum.

Wir haben FreeStyle gemacht. Ich habe wieder eine Stangengasse gelegt, mit einem Tor aus Hütchen davor und eine dahinter. Das war wieder die "Herausforderung Freestyle 1" aus dem Pocket Guide des Level 2.

Begonnen hab ich mit einer Passenger Lesson im Schritt und meinen Centered-Riding-Sitzübungen. Irgendwie kam ich heut aber nicht so richtig rein in die Bewegung. Hie und da wollte Billy das Viereck auch gern verlassen, da hab ich dann gelenkt, aber ansonsten durfte er gehen wohin er wollte. Ganz gut dabei: Er blieb in Bewegung. Früher stand er ja dabei nur. Er nutzte auch das ganze Viereck, ging kreuz und quer, sah sich schon mal die Stangen an, ging auch im Schritt freiwillig drüber oder durch.

Dann begannen wir mit Trab. Wir haben abwechselnd Zirkel und die Stangengasse geübt. Am Zirkel hab ich mich bemüht, die Zügel wirklich nur am Ende in der Mitte zu halten und ansonsten nur mit Gewicht und Schenkeln zu lenken - Stick hatte ich heut auch keinen mit. Klappte recht gut, allerdings war Billy teilweise unaufmerksam und zog zu den anderen Pferden hin, die sichtbar in einiger Entfernung auf der Weide standen. Konnte ich zwar nachvollziehen, aber ich musste mich dann trotzdem auch mal deutlicher in Erinnerung rufen, und darauf, dass Zirkel normalerweise wenigtens halbrund sind.
War er aufmerksamer und folgte brav Schenkel und Gewicht, sodass sie runder wurden, die Zirkel, bogen wir ab, durchritten das erste Hütchentor, die Stangengasse, und hielten vor dem zweiten Hütchentor an. Hier schloss ich nach und nach - zuerst nur 1 Tritt, dann 2, dann immer mehr - ein Rückwärts an, bis wir die ganze Stangengasse rückwärts gingen, das erste Tor rückwärts passierten. Dort gabs dann Pause. Schnell wurde so das Rückwärts wieder richtig gut. Das klappt nun -- eeendlich! 4 Jahre hats gedauert! - auch mit langem Zügel. Noch nicht ganz ohne Zügel, aber leichtes Anheben gepaart mit Gewichtsverlagerung reicht nun. Das Rückwärts ist langsam, aber relativ zügig, und Billy hat weniger Stress. Nur wenn ich ungeduldig werde und schneller verlange, beginnt er wieder mit der Lippe zu klappern, sonst ist alles ok, die Ohren bleiben auch vorn und er wirkt nicht unwillig.

Dann wollte ich noch ganz locker galoppieren und hier ebenfalls die Freestyle Zirkel üben, aber das ging dann ganz in die Hose. Billy wollte absolut nicht galoppieren, das war ein ziemlicher Krampf, ich wurde sehr ungeduldig, was alles nur schlimmer machte. Mit einem Wort, das ging heut gar nicht, ob Billy nun einfach nicht mehr wollte oder nicht konnte, weiß ich nicht.... Ich wollte, da er in letzter Zeit ja immer sehr gehorsam und brav ist, nicht einfach drüberfahren und machte weiter mit ruhigem Trab, das hat er super gemacht. Mal sehen, was in den nächsten Tagen mit dem Galopp los ist.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Heute war On Line dran, habe ich etwas stiefmütterlich behandelt in letzter Zeit. Wir begannen auf dem Viereck, aber schon wieder zog ein GEwitter auf, später wechselten wir also in die Halle.

Begonnen habe ich einmal mit etwas gaaanz altem: Yoyo! Wie lange haben wir das nimmer gemacht? Ewigkeiten... 1 Jahr? Also Yoyo "pur", meine ich.... Jedenfalls... siehe da, die Formel: "lass es bleiben und es wird besser" stimmt auch hier. Billy ging rückwärts auf Phase 1 (war das nicht mal unser größtes Problem, von vielen Trainern in vielen Kursen behandelt und nie besser geworden??), und zwar freundlich und ohne Streß. Nicht unbedingt super zackig, aber zügig, bis zum Ende des 7m Seils. Ich ließ ihn zackig herkommen, dann Pause, und ein paarmal das Ganze. War echt richtig schön, ich hab dann drauf geachtet, dass er beim Herkommen trabt, und das klappt nun auch. Er schien gern zu kommen... früher war da immer viel Motzen, Nüsternkräuseln, Ohrenanlegen, Drohen dabei.

Ich ging über zu 2 Leinen und wir übten Driving Game aus Zone 5, immer noch das Anhalten. Immer noch tritt die Reaktion nur sehr zögerlich ein. Als das nicht besser wurde, ließ ich ihn immer die paar Schritte zu viel rückwärts gehen. Das wirkte, und das Anhalten wurde besser. Richtig gut ist es aber immer noch nicht.

Dafür machten wir am Schluss noch ein richtig nettes Circling Game (auch das seit Ewigkeiten nicht mehr). Zuerst an Schritt-Trab-Übergängen gefeilt, bis die auf Phase 1 (Energie hoch oder runter) gingen. Dann Galopp hinzugefügt mit Hauptaugenmerk auf "don't change gait". Billy hatte andere Ideen... entweder traben oder versuchen abzuhauen (ganz was neues, *aua meine Finger*), danach übermütiges Galoppieren, Quietschen, Kopfschlenkern. Es brauchte dann nicht viel, bis er auch den Galopp schön durchhielt, und wir hatten folglich dann mehr Bring Backs und richtig gute im Trab mit gespitzen Ohren und total aufmerksam.

Zum Abschluss einen Handwechsel im Galopp probiert... der erste schlug fehl, weil Billy mein zurücklaufen als Bring Back interpretierte und hergaloppierte (auch superbrav!). Beim zweiten Mal führte ich deutlicher, und schwupps, ein fliegender Wechsel von rechts auf links, halbe Runde weiter, dann schwupps, fliegender Wechsel von links auf rechts - und Feierabend!

Dienstag, 24. Juli 2012

Geradezu unheimlich....

Kennt ihr das, wenn man eine Phase im Leben hat, wo alles glatt funktioniert - viel einfacher, als es eigentlcih sein dürfte -  und es schon langsam unheimlich wird, und man sich fragt, wann das Leben sich umdrehen wird um einem den Knüppel in die Kniekehlen zu schlagen? ;-)

Jedenfalls läuft momentan alles wie am Schnürchen!

Heute hab ich meine Führerscheinprüfung geschafft und darf nun auch schwere Hänger durch die Landschaft kurven. *freu* Und es war eigentlich nicht mal so schwer, wie ich gedacht habe!

Gleich nach der Prüfung hab ich gute Laune, gutes Wetter und meinen Urlaubstag genützt, um zu Billy zu fahren und auszureiten - wieder allein, wieder problemlos die mittelgroße Runde. Er war wieder superbrav, wenn auch diesmal insgesamt etwas aufgekratzter- aber ohne Gefahren. Wir haben sogar einen neuen Weg ein Stückchen weit erkundet, aber da es nur unendlich bergauf ging, ich nicht wusste wo wir da rauskommen und Billy und ich zusehends doch etwas verunsichert waren, kehrten wir um und beendeten lieber die vorgesehene Runde.

Ich freu mich jedesmal wie ein Schneekönig, wenn wir wieder wohlbehalten am Stall ankommen ohne Vorkommnisse, und jedes Mal werden wir ein bisschen sicherer und unser gegenseitiges Vertrauen wächst und wächst :-).

Donnerstag, 19. Juli 2012

Trailübungen

Es gab wieder ein Cavaletti- und Springtraining im Stall, dessen Stangenaufbauten ich heute genutzt habe.
Ich habe uns wieder ein Stangen-L, ein "Tor", zwei Trabstangen aufgebaut. Billy übte inzwischen ruhig stehen.

Von Anfang an hakte es heute wieder am Rückwärts, und zwar ganz gewaltig. Billy machte sich im GEnick völlig steif und ignorierte alles. Dementsprechend war das Stangen-L rückwärts mühsam, ebenso das Tor. Irgendwann hats mir dann gereicht, ich sprach ein Machtwort... und siehe da, ab da ließ sich Billy fein steuern mit Gewicht, links, rechts, vorwärts, rückwärts. Sofort klappte das Tor gut; das haben wir diesmal auch rückwärts in Angriff genommen. Hat den Billy verwirrt, schließlich wusste er ja jetzt shcon, wie das geht, nicht wahr? Er wurde leicht unsicher und übereifrig, aber hörte dann doch noch zu und ließ sich fein durchsteuern.
Auch das Stangen-L Rückwärts klappte dann besser, obwohl er nach meinem Machtwort dann wieder so übereifrig wurde, dass er vergaß, was ein einseitiger Schenkel bedeutet und sich schwertat, die Hinterhand präzise rumzuschwenken (was normalerweise überhaupt kein Problem ist); stattdessen startete er bei jeglicher Einwirkung rückwärts.

Die Trabstangen nahm er super ohne anzustoßen, außer einmal, da hat es uns gleich fast drübergewürfelt.

Insgesamt war heute alles irgendwie zäh, nicht schlimm, aber ein bisschen.

Sonntag, 15. Juli 2012

Schlag auf Schlag

Schlag auf Schlag gehts jetzt.
Das Wetter war gut, ich hatte Zeit: Alles gut vorbereitet und ausreiten gegangen, allein. Diesmal der Plan im Kopf: Wir gehen die etwas größere Runde, die ich vor einer Woche oder so mit fußgänger-Begleitung mit Billy gemeistert hatte. Wir müssen da wieder zweimal über die Straße, ein etwas längeres Stück durch den Ort, eine steile Steigung.

Ja, was soll ich sagen? Alles problemlos. Gleich die erste Wegkreuzung ließ sich Billy bergab nur mit Schenkel lotsen (vor 2 Jahren: ungewinnbare Diskussionen hier, abbiegen und heimrennen). Braves Anhalten an der Straße. Völlig ruhiges und kontrolliertes Überqueren der Straße. Die nächste Kreuzung. Auch hier weiß Billy, wo die kürzeste Runde ist, die wollen wir heute aber nciht nehmen. Schenkel, ein bisschen Zügel, und Billy ging willig durch die Eisenbahnunterführung. (Rückblick: Vor drei Jahren musste ich hier öfter absitzen, weil Billy sich weigerte diese Abzweigung zu nehmen und lieber rückwärts auf den ziemlich steilen Abgrund zulief). Weiter die "Waldautobahn" entlang. Ein Auto. Na gut, das war immer schon egal ;-). Die nächste Kreuzung. Vor 1,2 Jahren war die unüberwindbar. Manchmal sogar zu Fuß. Heute nichts zu bemerken, gar nichts.
Ein Pferd kam uns an der nächsten Wegkreuzung entgegen. Jaaa, da schlug Billy schon vor, ob wir uns dem nicht anschließen und Richtung Heimat gehen können. Aber etwas Zügel, Schenkel und ein Gertentupfer für etwas mehr Vorwärtsdenken, bitte, und die Situation war überwunden.
Wir kletterten den steilen Anstieg hoch. Ich liebe es, wenn Billy da die Hinterhand anwirft und sich Schritt für Schritt hochkatapultiert. Ein paarmal bleibt er immer stehen um zu verschnaufen, aber es ist wirklcih steil, und so darf er das.
Dann gehts durch den Wald. Wir trabten ein Stückerl. Matschpfützen inklusive. Er schaut schon, dass er die Hufe nicht unbedingt mitten reinsetzt, aber er unterbricht den Trab nicht und macht keine Riesenschlangenlinien.
Zweimal erschrak er über irgendwas im Wald, aber immer nur kurzes Zucken, Gucken, aha, aso, ein Eichhörnchen..  ... weiter.
Wir verlassen den Wald und reiten durchs Dörfchen. Da flattern Fahnen, Leute grillen hinter dem Zaun, Hunde kläffen. Hier wurde Frauli etwas unsicherer und machte Yoga-Atmung. Billy war mehr neugierig als unsicher.
Dann die zweite Straßenüberquerung. Hier gibts eine Baustelle in der Nähe, was insofern positiv ist, als nur noch 50 kmh erlaubt sind. Wir tasten uns vorsichtig heran. Bleiben zuerst mal weiiit weg stehen, Frauli lauscht den Motorengeräuschen. Ein paar schritte näher. Frauli beäugt argwöhnisch den Verkehrsspiegel. Nix zu sehen in der einen Richtung. Für die andere noch 2 Schritte bis an die Begrenzungslinie der Fahrbahn, sonst sieht Frauli nix. Billy steht. Es kommt nix, leichter Schenkeldruck und Billy stapft flüssig voran.
Auf der Fahrbahn sind heute nich nur 2 weiße, sondern zusätzlcih (wegen Baustelle) 2 rote Linien. Unglaublich, aber ausgerechnet DAS bringt Billy für einen Sekundenbruchteil ein wenig aus der Fassung... aber nur ein wenig, er stapft drüber; da sieht man wofür Trailübungen wichtig sind. Dann gehts ein Stückchen die Straße entlang, überhaupt kein Problem.
Dann zum Bach. Billy stapft rein als wär da nix. Er kennt jetzt den Weg auch schon, der zur besten Ausstiegsstelle führt. Dann noch die wirklich wirklich steile Böschung rauf, hühüüüppp.
Und wir haben unsere eigenen Weiden erreicht und sind so gut wie zu Hause.

Frauli jauchzt komisch und verteilt eine Extraportion Knuddeln und Leckerlis. Komisch... war was? ;-)

Donnerstag, 12. Juli 2012

Ich habe vor kurzem das alte Level 2 endlich wieder einmal in die Hand genommen, davon dann den Pocket Guide mit den "Herausforderungen". Das sind kleine Übungen für alle Savvys, die man ausprobieren oder auch im Wettstreit mit anderen (auf Zeit und niedrige Phasen) machen kann. Gute Ideen, um wieder etwas mehr Plan reinzubekommen. Ich werde einfach diese Übungen durchmachen. Vor einem Jahr (oder ists mehr??) hab ich schon damit angefangen, dann aber wieder den Faden verloren.

Heute war FreeStyle dran, daher hab ich die erste Übung FreeStyle ausgesucht: 2 Pylonentore werden aufgestellt, dazwischen ein Gang aus Stangen gelegt (bei mir warens 2 aneinandergereiht, etwas länger als im Büchlein). Die Aufgabe ist, im Trab das erste Tor zu passieren, durch den Stangenkorridor, dann anhalten vor dem zweiten Pylonentor, rückwärtsrichten durch die Stangengasse und rückwärts durch das wiederum erste Pylonentor. Die Schwierigkeitsstufen sind dabei auch noch, zuerst mit Zügeln, dann nur mit Sticks zu reiten. Heute noch mit Zügeln, ich hatte nur einen Stick bzw. Gerte.

Zuerst mal aufwärmen: Wir ritten kreuz und quer und ich ließ die Zügel 100% auf dem Hals liegen. Wir stiegen über die Stangen quer drüber, machten Achten um die Pylonen, Handwechsel, Zirkel, Übergänge Schritt-Halt ganz ohne Zügel klappt gut.Sogar ein andeutungsweises Rückwärts ganz ohne Zügel hat geklappt! *staun* Toller Billy !
Dann langsam die Aufgabe angegangen. Mal im Schritt durch die Gasse, mit Anhalten, dann aber vorwärts weiter. Bisschen herumgespielt und schließlich im Trab beim ersten Versuch die ganze Übung super absolviert. Alles super, Trab anhalten auf den Punkt, und auch ein williges rückwärts, wenn ich dafür auch doch die Zügel brauchte, für die lange Strecke. Lenken rückwärts klappt nun immer, Billy lässt sich von mir leiten und durchs Pylonentor dirigieren!
Wir sind dann noch ein bisschen am Zirkel galoppiert, dazwischen dann Trabparaden und die Übung gemacht. Angaloppieren aus dem Halten gelang auch wieder gut nach 2 kleinen Fehlversuchen (wobei ich es jetzt ja schon als "Fehlversuch" werte, wenn er 3 Trabtritte macht, weil ich weiß, er kann das besser ;-) ). Zum Schluss zog Billy schon von allein in die Stangengasse, schließlich gabs dort Pause vom aaanstrengenden Galopp *g*. Das haben wir dann auch kurz geklärt und mit einem sehr guten Rückwärts udn Pause abgeschlossen.

Nach einer Weile dann noch kurz einen Finesse-Teil: ich schnallte die Zügel vom Knoti ins Gebiss um. Vor selbigem wollte er übrigens am Anfang heute wieder schnell flüchten - Ergebnis der Centered-Riding Stunde auf Gebiss *seufz*. ABER: Er fügte sich bald drein, senkte den Kopf, ich ließ das Gebiss wieder vor dem Maul einfach baumeln und wartete - und tatsächlich dauerte es diesmal wesentlich kürzer, bis er anfing dran herumzuspielen und es dann wirklich vollständig freiwillig ins Maul nahm. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll: Gibt er einfach auf und fügt sich drein? Oder hat er sich einfach so eine ARt Reflex angewöhnt und braucht halt ein bisschen Zeit, um es dann zu akzeptieren? Nun ja. So ist es halt momentan. Eigentlich schon viel besser als früher,mit dem relativ baldigen Kopfsenken und Freiwillig-Nehmen.

Also jedenfalls hab ich noch 10 Minuten Schritt und ein wenig Trab angeschlossen, in denen ich das Abwenden geübt habe, das Nachgeben des Innenzügels usw. Ich glaube ich hab mich schon etwas besser im Griff linksrum ;-).

Samstag, 7. Juli 2012

Centered Riding Stunde

Lange sind unsere Centered Riding Stunden jetzt ausgefallen, mal aus diesem, mal aus jenem Grund. Aber heute wars endlich wieder soweit.

Ich hab Billy heute die Trense eingeschnallt. Weiterhin Abwehr beim bloßen Anblick des Gebisses, aber er senkt dann mittlerweile den Kopf, schließt zwar eine Weile die Augen und hofft, dass die schlimme Realität verschwindet, aber irgendwann, wenn ich einfach nur warte und das Gebiss vor dem Maul baumeln lassen, fängt er an, dran rumzuspielen und nimmt es schließlich ins Maul. Dann gibts ein Leckerli. Bin gespannt, was beim nächsten Mal nach unserer Stunde sein wird.

Wir haben dann vorsichtig Kontakt aufgenommen und uns hauptsächlich  Wendungen gewidmet. Fühlte mich ziemlich unfähig heute. Dauernd tu ich die Innenhand nach außen Richtung (oder sogar über) den Mähnenkamm (weil Billy ja gern nach innen abbiegt), auf der linken Hand fällt es mir schwer, die Innenschulter zurückzunehmen, ich gebe zu wenig nach mit dem Innenzügel und spüren, wohin irgendeine Schulter ausbricht, tu ich sowieso nix. Ach je.
Fürs nächste mal in 2 Wochen hab ich zur Hausübung bekommen, viele viele Wendungen zu reiten, immer nur kurz links, dann wieder rechts Zirkel und Volten (um mir das "richtige Gefühl" zu holen, das ich rechts eher habe als links) und dabei auf die genannten Punkte achten.

Bin etwas verzagt... ich fühl einfach nix. Da kreischt die Lehrerin fröhlich "jaaa guuuut!! Hast du das gespürt???" - Nö, hab ich nicht :-( . Wie soll ich was üben, wenn ich nicht weiß, wann's nun richtig ist und wann nicht? *grr*. Muss mal das Ganze auf Video aufnehmen.... vielleicht hilft das.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Mikado-Spielen :-)

Bei uns im Stall soll es jetzt regelmäßig Cavaletti- und Springtraining geben, es haben sich einige Leute zusammengefunden. Heute wars das erste Mal soweit. Einige machten das ganze mit Reitlehrerin, aber da ich immer erst spät komme und mich nicht hetzen will, habe ich nur Interesse an den aufgebauten Stangen angemeldet und auf eigene Faust mein Cavaletti-/Trailtraining gemacht.

Es war kühler als zuletzt, Wind kam auf, ein Gewitter zog vorüber, angenehm.

Wir starteten mit einer Aufwärmrunde durch unsere Geländestrecke. Billy war gut drauf, sehr gut.

Dann aufs Viereck und Stangen umsortiert: Ein Stangen-L baute ich auf, 2 Stangen mit weitem Abstand, eine einzelne Stange (die lagen halt grad so), und 2 Springständer funktionierte ich mittels Seil zum Tor um.

Tor öffnen und schließen: Anfangs scheiterte ein flüssiges Durchreiten wieder mal am Rückwärts. Nachdem wir da ein wenig diskutiert hatten, gings dann für den Rest der Einheit super, und ich konnte ganz am Schluss mit einem superwilligen, flüssigen Rückwärts am durchhängenden Zügel abschließen. Aber dass er immer zuerst mal diskutieren muss!!! Der Rest vom Tor geht schon recht flüssig. Spätestens nach dem 3. Durchreiten (obwohl anderes dazwischen gesschalten) möchte Billy das Ganze allein machen (egal, ob Frauli das "Tor" bereits geöffnet hat oder nicht), da muss man dann doch ein wenig bremsen ;-). Seitwärts klappt jedenfalls schon sehr gut. Beidhändig (das geht nur, weil ich eben ein Seil als "Tor" habe) geht es schon in halbwegs Ideallinie (d.h. es entkämen uns nunmehr höchstens 10 Kühe, nicht mehr 100), und beim letzten Versuch klappte es mit einhändiger Zügelführung, da allerdings ziemlich weit von der Ideallinie entfernt (etwa 1000 imaginäre Kühe entfleucht), aber trotzdem super. Billy gefällt das Tor, scheint ihm eine sinnvolle Aufgabe irgendwie. Vielleciht kann ich mich bald an "richtige" Tore machen, wir hätten schon ein paar, wo cih üben könnte (sind allerdings eigentlich zu niedrig) bzw. werde ich bei den nächsten Versuchen dann die verschiedenen Varianten durchprobieren.

Trabstangen: Die zwei Stangen waren in zu großem Abstand, aber Billy sortierte brav seine Beine und trabte ganz gut drüber. Die einzelne Stange nahmen wir im Galopp, das klappte schon ganz gut. Bei den zwei Stangen (GAloppabstand müsste ungefähr gestimmt haben) tat sich Billy schwer, die Galoppsprünge einzuteilen. Sowas haben wir einfach noch nie richtig geübt. Vielleicht mach ich nächstes Mal auch mit Reitlehrer mit.

Rückwärts-L: Scheiterte anfangs am Rückwärts. Außerdem hatte ich die Stangen blöderweise wirklcih sehr eng gelegt. Beim letzten Versuch spielten wir dann regelrecht Mikado, als wir fertig waren, lagen die kreuz und quer *lol*. Aaaber er hat sich bemüht ;-). Erstaunlich gut geht vorwärts: Ohne jegliche Zügeleinwirkung biegt Billy sich und nimmt die enge Kurve, ohne anzustoßen.

Und zwischendurch machten wir ein bisschen Galopp, u.a. angaloppieren aus dem Halten. Das wird immer immer besser! Kurze Vorbereitung, sobald er weiß worum es geht, spannt er sich beim Anhalten wie eine Feder, und sobald ich scharf einatme, katapultiert er sich nach vorn, sooo toll! Und interessant: er trifft dabei zu 100% den Handgalopp. Vielleicht kann ich hier üben, über meine Körpersprache links und rechts zu unterscheiden, z.B: durch Galopp auf dem Zirkel, anhalten bei X und dann aus dem Halten Galopp -ohne dass er weiß, auf welche Hand wir gehen. Wird als nächstes anvisiert.

Montag, 2. Juli 2012

Ein Highlight, schon wieder!

Mutig geworden durch den samstäglichen Ausflug mit Fußgänger-Begleitperson, bin ich heut dieselbe Runde, nur kleiner, alleine ausgeritten. Von Anfang bis Ende war das ein total entspannter Ausritt! Wir querten 2x die Bundessstraße, gingen die Galoppier-Wiese gemütlich im Schritt, durchquerten den Bach, alles ohne jegliche Richtungsdiskussion oder sonstige Probleme.

Ach, ich freu mich so!
Und mit jedem Erfolgserlebnis werd ich mutiger :-). Der ruhige blaue See ist heute ganz schön stark über die Ufer getreten ;-).

Sonntag, 1. Juli 2012

Rezension


Mark Rashid: Whole Heart, Whole Horse: Building Trust Between Horse and Rider. Skyhorse Publishing, 2009. 205 pp. € 21,99.


Mark Rashid ist ein fantastischer Geschichtenerzähler. In Whole Heart, whole Horse nimmt er uns mit auf eine Erinnerungsreise. Kreuz und quer durch seine Jugend bis hin zur Gegenwart bringt er Episoden, die den Leser nachdenklich machen, manchmal aber auch ganz konkret weiterhelfen. Wir begleiten Mark durch seine Jugend, wo wir natürlich dem „alten Mann“ wieder begegnen, bei seinen Kursen, im Alltag.

Das Buch ist in thematische Kapitel unterteilt. Die Kapitel im ersten Teil, „Perception“, widmen sich Themen zur Einstellung des Horseman, sie ändern den Blickwinkel und die Wahrnehmung des Lesers und helfen, sich ins Pferd zu versetzen.

Gleich im ersten namens „Mistakes“ lernen wir, dass die Angst vor Fehlern jeden Fortschritt zum Stillstand bringen kann, dass auch ein Mark Rashid Fehler gemacht hat und noch macht, dass aus Fehlern manchmal ganz wunderbare Ereignisse entstehen können, und schließlich die Quintessenz des „alten Mannes“: „Did you learn something today? Because if you did, it wasn’t a mistake.“

Das zweite Kapitel widmet sich dem Thema „Boundaries“: Mark erzählt, was Einkaufswagen im Supermarkt mit Horsemanship gemeinsam haben, über Pferde, die keine Boundaries kennen, und welche, für die die Boundaries ihrer Besitzer unüberwindbare Hindernisse in der Beziehung darstellen.

3. Trauma. Wir kehren zurück in Marks Kindheit, lernen mit ihm, wie sich manche Dinge von allein lösen, wenn man der Natur (und dem Pferd) einfach ihren Lauf lässt, und springen zurück in die nahe Gegenwart, als er durch Zufall und einen Kursteilnehmer den Grund dafür erfährt.

Information: Mark nimmt uns mit zum Pferde-Einkauf und erzählt, wie kleine Ursachen große Wirkung haben können und wie man lernt, dass alles, was ein Pferd tut, nicht gut, nicht schlecht, sondern einfach nur Information für uns ist.


Der zweite Teil nennt sich „Leadership“. Nachdem es zuerst um die Wahrnehmung ging, geht’s nun um die Taten des wahren Horseman.

Zuerst teilt Mark seine Gedanken zu „Direction, Speed, Destination“ mit, warum Pferde ungern Entscheidungen treffen, Menschen aber umso lieber – und warum sich die Rollen trotzdem oft umkehren. Er spricht sich für klare Führung des Pferdes aus und stellt die Methode, Pferde die Verantwortung für Richtung und Geschwindigkeit abzutreten, in Frage, zumindest für junge Pferde und solche, die nicht schon perfekt ausgebildet sind. Er erzählt von dem Pferd, das wie ein Betrunkener hin und her schwankt und dem Springpferd, das immer vom Kurs abkam – beides aufgrund mangelnder Führung.

Ein wichtiger Punkt in Sachen „Leadership“ ist auch die „Energy“, Kapitel 2 im entsprechenden Teil des Buches. Mark berichtet von Pferden mit zu viel und solchen mit zu wenig Energie und bringt – anhand eines Beispiels aus einem seiner Kurse – Übungen, wie man die eigene Energie „hochfahren“ kann.

Im folgenden Kapitel „Balance Point“ geht es um ähnliches. Wer Parelli kennt und unter Balance Point etwas versteht, was mit dem Sitz des Reiters zu tun hat, muss erst einmal umdenken. Der „Balance Point“ ist für Rashid der Punkt, an dem die Emotionen und Energie von Pferd und Reiter ausbalanciert sind. Gemeinsam sollen sie 10 Punkte auf die Waage bringen, idealerweise 5 vom Pferd, 5 vom Reiter. Macht die Energie des Pferdes einen Ausreißer nach oben, so muss der Reiter seine senken, um wieder auf die 10 Punkte zu kommen. Und umgekehrt, senkt ein Pferd seine Energie auf wenige Punkte, muss der Reiter mit seiner eigenen Energie ausgleichen.
Wichtig ist hier auch der Grundsatz: „Do less sooner“. Mark bringt das Beispiel eines Balance-Bretts, auf dem man zu stehen versucht. Je früher man winzigste Korrekturen vornimmt, umso sicherer steht man darauf. Lässt man das Brett erst einmal in eine Richtung stark kippeln, ist es viel schwerer, es wieder auszubalancieren, oder sogar unmöglich.

Es folgt der letzte Teil des Buches: „Whole Horse“. Wer gefühlsduselig ist wie ich, sollte jetzt die Taschentücher holen gehen.
Mark erzählt nun – über mehrere Kapitel verteilt – die Geschichte wie er als Kind und Schüler des „Alten Mannes“ das erste Mal eine außergewöhnliche Beziehung zu einem Pferd, einfach nur „Der Schwarze“ genannt, entwickelt - ein misshandeltes Pferd, das der alte Mann übernimmt, aufpäppelt und dem er das Vertrauen in die Menschen wieder zurückgibt. Die Kapitel des letzten Teils sind dabei nach den Stufen benannt, die diese Umwandlung durchläuft: Consistency, Dependability, Trust, Peace of Mind und Softness. Genauso wie Der Schwarze diese Stufen durchläuft und so sein Vertrauen in die Menschen wiederfindet, so muss jedoch auch der junge Mark die gleichen Stufen durchlaufen, bis er  Vertrauen in Den Schwarzen findet. Denn zu Anfang wird er vor ihm gewarnt. Er sei tendenziell gefährlich, und so entwickelt er eine so große Angst, dass er regelrecht vermeidet, zur Ranch des alten  Mannes zu fahren – bis dieser ihn in einer Notsituation aufsucht und um Hilfe bittet. Mark wird nun gezwungen, sich seiner Angst zu stellen und Den Schwarzen zu versorgen – und es entwickelt sich eine höchst außergewöhnliche Beziehung zwischen den beiden. Der kleine Mark schenkt dem Schwarzen schließlich sein ganzes Herz – und dieser ihm im Gegenzug sich selbst …. Whole Heart, whole Horse.

Samstag, 30. Juni 2012

Und wiieder ein Erfolgserlebnis *freu*!

Es ist weiterhin unglaublich heiß. 36° oder so, aber es wehte ein angenehmes Lüfterl. Ich beschloss eine klitzekleine Runde im Schritt auszureiten, drüben im schattigen Wald. Begleitung zu Fuß hatte ich heut auch, da trau ich mich über die Straße :-).

Im Wald drüben war es dann so schön und angenehm, dass wir die Runde ein wenig vergrößerten. Es war eine quasi "neue" Route, die ich bisher nur ein einziges Mal mit einer Stallkollegin gegangen bin. Habe aber alle Wege wieder gefunden, und Billy war so sehr brav, unglaublich! Wir waren die ganze Zeit entspannt, zwei oder dreimal hatte er was zum Hinglotzen, aber ich blieb dabei ruhig, und wieder haben wir alle Hindernisse super überwunden, z.B. ein paar Meter tieferen Gatsch (den musste er sich seeehr genau besehen, aber dann stapfte er mutig durch), einen komischen lärmenden Vogel, Auto mitten im Wald, Rasenmäher, steiler Anstieg, Bach... einfach nur perfekt. Eine Wiese galoppierten wir sogar trotz Hitze, angenehmer Schaukelgalopp, sehr williges Angaloppieren, ruhiges Durchparieren.
Es gab den ganzen Weg kein einziges Mal auch nur den Versuch einer Diskussion über die Richtung.

Ein herrlicher Ausritt und ein super Gefühl. Ich weiß nicht wieviel die "Nur-zu-Fuß"-Begleitung bei Billy ausmachen kann (bei mir sicher eine Menge), aber es lief alles so gut, dass ich mir vorstellen kann, die Runde auch allein zu reiten. Mal sehen.


Donnerstag, 28. Juni 2012

Hah! Wieder ein Kuh-Erfolgserlebnis!

Beflügelt vom erfolgreichen Ausritt am Dienstag zu zweit schnappte ich heute Billy und wir gingen eine Runde joggen. Natürlich die gleiche wie am Dienstag.

Billy ist soo ein tolles Mitjogg-Pferd geworden! ER passt sich an in der Geschwindigkeit, was manchmal bedeutet, dass er sehr sehr sehr schnellen Schritt gehen muss, oder sehr langsamen Trab, oder viele viele Trab-Schritt-Trab-Übergänge machen muss.
Übrigens: Vielleicht habe ich einmal erwähnt, dass er bei Trab im Stick to Me am Viereck ständig grantig schaut und die Ohren hinten sind. Das ist im Gelände völlig weg, wenn wir nebeneinander hertraben. Er sieht sich aufmerksam die Umgebung an, die Ohren sind bei mir (gerate ich z.B. kurz in Zone 3, gehen sie nach leicht hinten) . Es liegt also wohl an der Langeweile im Viereck.

Wir hatten ein paar Autos und große Traktoren, aber das war alles überhaupt kein Thema.

Dann kamen wir zur Schreckenskreuzung. Die Kreuzung selbst ist gar nciht mehr schrecklich. Billy schaut zwar vermehrt umher im Vergleich zu anderen Orten, aber geht zügig vorwärts und reagiert. Die Grenze, wo er anfängt zu erstarren, hat sich etwas weiter weg verlagert. Ist ja schon was!
Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass stehenbleiben und schauen lassen kontraproduktiv ist. Gar nicht erst einfrieren lassen, bewegen, bewegen. Wir trabten gemeinsam und er reagierte gut. Zur Not hatte ich auch das Stöckchen mit. Direkt bei den Kühen drohte er wieder einzufrieren, ein bisschen wacheln mit der Gerte weckte ihn auf. Wir kamen gut vorbei :-)).
Im Wald dahinter gingen wir noch ein Stückchen, wieder etwas weiter als am Dienstag zu zweit. Wieder 100m erobert :-). Ich befahl ihm zu fressen (ja, das musste in der Situation als Befehl kommen, er war doch so aufgeregt, das er eigentlich nicht wollte, aber mir zuliebe ... ;-). Ich versuchte, einen möglichst entspannten Fressmoment abzupassen, um ihm zu sagen, dass wir umdrehen und wieder heimgehen. Er war flott, ließ sich aber mit vorgehaltenem Stöcken brav regulieren.

Gut und ziemlich erledigt zu Haus angekommen gab es noch ein Sandbad und 2x at Liberty auf mich zutraben lassen, und fertig.

Dienstag, 26. Juni 2012

Unverhofft kommt oft ... heute eine Gelegenheit, mit Einstellerfreundin und ihrem Verlasspferdchen auszureiten. Da es geregnet hatte und die Wiesen zu nass waren, mussten wir wohl oder übel auf der Straße bleiben - somit gingen Billy und ich heute mit sicherer Begleitung den selben Weg wie am Sonntag, nur reitend statt joggend.

Beide Pferde waren total brav. Wir galoppierten sogar am Wegesrand, die Freundin links, ich rechts. Braver Schaukelgalopp von beiden, am langen Zügel, super. Ein Pferd kam uns dabei entgegen. Lustig, unsere beiden waren so ins Galoppieren vertieft, dass sie es total spät bemerkten, jedenfalls später als wir *g*:

Nach kurzem Plausch näherten wir uns der Schreckenskreuzung und den Kühen. Billy ging tapfer voran. Er drohte tw. schon einzufrieren, als er die Kühe mit ihren bimmelnden Glocken sah, aber war noch ansprechbar. Die zweite Kuhherde, die uns Sonntag den Rest gegeben hatte, war nicht in Sicht, sehr gut. Wir tasteten uns voran, trabten hie und da ein Stück - das hilft, das einfrieren zu verhindern, irgendwie.
Unsere Mitreiterin meinte nur "der schaut doch nicht mal hin", also scheinbar ist nach außen nichts zu sehen, aber zu spüren, wie er sich versteift und nicht mehr auf Schenkel oder biegenden Zügel reagiert wie sonst.
Wir schafften es, tw. im Trab, an der Kuhherde vorbei und ritten wieder in den Wald ein. Pfuuuuuuuuuh! Billy wurde groß gelobt, und dann drehten wir bald um. Nach Hause gehen war an den Kühen vorbei noch nicht ganz entspannt, aber ok. 

Also, einmal mehr die Kuhherde besiegt :-). Wir schaffen das....

Sonntag, 24. Juni 2012

Es war wieder recht heiß. Habe Billy zu einer Joggingrunde genötigt, aber mit der Vereinfachung für ihn, dass er ruhig auch im Schritt bleiben kann, wenn er Fraulis Jogg-Tempo mithält (kann er meistens ;-). War sehr schön und alles gut, bis wir zur Schreckenskreuzung kamen, wo - eh kloar!! - eine Begegnung der 3. Muh stattfand.
Muhkuhs!!! Mit lauuuuten Glocken!
Aaaber, sie waren weit weit weg, der E-Zaun hielt sie auch fern. So etwa gute 100m entfernt. Grad richtig für annäherung und Rückzug. Gras gibts dort auch, zum Glück. Billy erstarrte und war RBI, aber noch geistig anwesend genug, dass er mein Fresskommando (Druck ins Genick, um Kopf zu senken, + "Friss!") zur Kenntnis nahm und brav befolgte. Ich beschloss, einfach stehenzubleiben, ihn fressen zu lassen und hie und da ein paar Schritte grasend weiterzugehen, bis wir am Kuhgehege vorbei waren.
Bald war klar, dass annäherung und Rückzug eher ich brauche als Billy. Der fraß genüßlich, wenn er auch hie und da den Kopf rauf nahm um zu schauen, ob die Muhkühe eh noch auf ihrem Platz (d.h. weit weg) waren. Dann fraß er wieder weiter.
Tja, nur Frauchen geriet mit jedem Kopfheben in größere Panik. Das Kopfkino setzte ein: Um Gottes willen, er schaut hin! Gleich wird er versuchen umzudrehen! Gleich wird er weghüpfen! Gleich wird er heimgaloppieren!
Mit einem Wort, da graste der zwar etwas besorgte, aber halbwegs entspannte LBI neben seinem RBI-Möchtegern-Leader, der zitterte wie Espenlaub. Wir bewegten uns trotzdem Schritt für Schritt weiter, und eigentlcih war ich - wenn auch panisch - davon überzeugt, dass wir an den Kühen vorbeikommen, wo sie doch so weit weg waren.
Tja, bis ich am Weg voraus einen weiteren Fleckenhintern entdeckte, bisher von Büschen verdeckt. Ooooh nein, eine weitere herde, und zwar direkt am Weg, nur mit Stacheldraht abgetrennt. Völlige Panikstarre beim RBI-Möchtegernleader. Was nu??? Da kommen wir auf keinen Fall vorbei. Billy schaffts ja vielleicht, aber ich sicher nicht ohne Herzinfarkt. Also Rückzug?! Blöd, schon wieder an der gleichen Stelle. Jedesmal, wenn ich dort umdrehen muss, ist das, als würde man die unsichtbare Mauer dort nochmal höher und dicker machen :-( . Aber ging nicht anders.
Also Billy erklärt, dass wir nach Hause gehen. Leider erleichtert der Rückzug mein RBI-Herzerl überhaupt nicht, weil ja der unkontrollierte Rückzug genau das ist, wovor ich Angst hab. Wird er losrennen, sobald wir umdrehen?
Billy wurde flott, aber  es ging.
Wahrscheinlich hätte ich umdrehen müssen und das ganze nochmal, war mir aber etwas zu viel. Es waren wahrscheinlich gute 500m, bevor sich Frauli-RBI wieder halbwegs entspannte und Vertrauen fasste, dass ab nu nix mehr passieren wird.

Unglaublich, dass es sowas gibt.
Vielleicht probiere ich, in nächster Zeit jedesmal dorthin zu gehen. Das blöde Kopfkino muss doch zu knacken sein!

Bei unserm Gemeinschaftsausritt sind wir immerhin 2m von Kühen links und rechts vorbeigeritten, Billy hat sie müde lächelnd quasi angeschaut, sonst nix. Der hat überhaupt keine wirkliche Angst vor Kühen. Alles nur in meinem Kopf :-( .