Schlag auf Schlag gehts jetzt.
Das Wetter war gut, ich hatte Zeit: Alles gut vorbereitet und ausreiten gegangen, allein. Diesmal der Plan im Kopf: Wir gehen die etwas größere Runde, die ich vor einer Woche oder so mit fußgänger-Begleitung mit Billy gemeistert hatte. Wir müssen da wieder zweimal über die Straße, ein etwas längeres Stück durch den Ort, eine steile Steigung.
Ja, was soll ich sagen? Alles problemlos. Gleich die erste Wegkreuzung ließ sich Billy bergab nur mit Schenkel lotsen (vor 2 Jahren: ungewinnbare Diskussionen hier, abbiegen und heimrennen). Braves Anhalten an der Straße. Völlig ruhiges und kontrolliertes Überqueren der Straße. Die nächste Kreuzung. Auch hier weiß Billy, wo die kürzeste Runde ist, die wollen wir heute aber nciht nehmen. Schenkel, ein bisschen Zügel, und Billy ging willig durch die Eisenbahnunterführung. (Rückblick: Vor drei Jahren musste ich hier öfter absitzen, weil Billy sich weigerte diese Abzweigung zu nehmen und lieber rückwärts auf den ziemlich steilen Abgrund zulief). Weiter die "Waldautobahn" entlang. Ein Auto. Na gut, das war immer schon egal ;-). Die nächste Kreuzung. Vor 1,2 Jahren war die unüberwindbar. Manchmal sogar zu Fuß. Heute nichts zu bemerken, gar nichts.
Ein Pferd kam uns an der nächsten Wegkreuzung entgegen. Jaaa, da schlug Billy schon vor, ob wir uns dem nicht anschließen und Richtung Heimat gehen können. Aber etwas Zügel, Schenkel und ein Gertentupfer für etwas mehr Vorwärtsdenken, bitte, und die Situation war überwunden.
Wir kletterten den steilen Anstieg hoch. Ich liebe es, wenn Billy da die Hinterhand anwirft und sich Schritt für Schritt hochkatapultiert. Ein paarmal bleibt er immer stehen um zu verschnaufen, aber es ist wirklcih steil, und so darf er das.
Dann gehts durch den Wald. Wir trabten ein Stückerl. Matschpfützen inklusive. Er schaut schon, dass er die Hufe nicht unbedingt mitten reinsetzt, aber er unterbricht den Trab nicht und macht keine Riesenschlangenlinien.
Zweimal erschrak er über irgendwas im Wald, aber immer nur kurzes Zucken, Gucken, aha, aso, ein Eichhörnchen.. ... weiter.
Wir verlassen den Wald und reiten durchs Dörfchen. Da flattern Fahnen, Leute grillen hinter dem Zaun, Hunde kläffen. Hier wurde Frauli etwas unsicherer und machte Yoga-Atmung. Billy war mehr neugierig als unsicher.
Dann die zweite Straßenüberquerung. Hier gibts eine Baustelle in der Nähe, was insofern positiv ist, als nur noch 50 kmh erlaubt sind. Wir tasten uns vorsichtig heran. Bleiben zuerst mal weiiit weg stehen, Frauli lauscht den Motorengeräuschen. Ein paar schritte näher. Frauli beäugt argwöhnisch den Verkehrsspiegel. Nix zu sehen in der einen Richtung. Für die andere noch 2 Schritte bis an die Begrenzungslinie der Fahrbahn, sonst sieht Frauli nix. Billy steht. Es kommt nix, leichter Schenkeldruck und Billy stapft flüssig voran.
Auf der Fahrbahn sind heute nich nur 2 weiße, sondern zusätzlcih (wegen Baustelle) 2 rote Linien. Unglaublich, aber ausgerechnet DAS bringt Billy für einen Sekundenbruchteil ein wenig aus der Fassung... aber nur ein wenig, er stapft drüber; da sieht man wofür Trailübungen wichtig sind. Dann gehts ein Stückchen die Straße entlang, überhaupt kein Problem.
Dann zum Bach. Billy stapft rein als wär da nix. Er kennt jetzt den Weg auch schon, der zur besten Ausstiegsstelle führt. Dann noch die wirklich wirklich steile Böschung rauf, hühüüüppp.
Und wir haben unsere eigenen Weiden erreicht und sind so gut wie zu Hause.
Frauli jauchzt komisch und verteilt eine Extraportion Knuddeln und Leckerlis. Komisch... war was? ;-)
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Sonntag, 15. Juli 2012
Donnerstag, 12. Juli 2012
Ich habe vor kurzem das alte Level 2 endlich wieder einmal in die Hand genommen, davon dann den Pocket Guide mit den "Herausforderungen". Das sind kleine Übungen für alle Savvys, die man ausprobieren oder auch im Wettstreit mit anderen (auf Zeit und niedrige Phasen) machen kann. Gute Ideen, um wieder etwas mehr Plan reinzubekommen. Ich werde einfach diese Übungen durchmachen. Vor einem Jahr (oder ists mehr??) hab ich schon damit angefangen, dann aber wieder den Faden verloren.
Heute war FreeStyle dran, daher hab ich die erste Übung FreeStyle ausgesucht: 2 Pylonentore werden aufgestellt, dazwischen ein Gang aus Stangen gelegt (bei mir warens 2 aneinandergereiht, etwas länger als im Büchlein). Die Aufgabe ist, im Trab das erste Tor zu passieren, durch den Stangenkorridor, dann anhalten vor dem zweiten Pylonentor, rückwärtsrichten durch die Stangengasse und rückwärts durch das wiederum erste Pylonentor. Die Schwierigkeitsstufen sind dabei auch noch, zuerst mit Zügeln, dann nur mit Sticks zu reiten. Heute noch mit Zügeln, ich hatte nur einen Stick bzw. Gerte.
Zuerst mal aufwärmen: Wir ritten kreuz und quer und ich ließ die Zügel 100% auf dem Hals liegen. Wir stiegen über die Stangen quer drüber, machten Achten um die Pylonen, Handwechsel, Zirkel, Übergänge Schritt-Halt ganz ohne Zügel klappt gut.Sogar ein andeutungsweises Rückwärts ganz ohne Zügel hat geklappt! *staun* Toller Billy !
Dann langsam die Aufgabe angegangen. Mal im Schritt durch die Gasse, mit Anhalten, dann aber vorwärts weiter. Bisschen herumgespielt und schließlich im Trab beim ersten Versuch die ganze Übung super absolviert. Alles super, Trab anhalten auf den Punkt, und auch ein williges rückwärts, wenn ich dafür auch doch die Zügel brauchte, für die lange Strecke. Lenken rückwärts klappt nun immer, Billy lässt sich von mir leiten und durchs Pylonentor dirigieren!
Wir sind dann noch ein bisschen am Zirkel galoppiert, dazwischen dann Trabparaden und die Übung gemacht. Angaloppieren aus dem Halten gelang auch wieder gut nach 2 kleinen Fehlversuchen (wobei ich es jetzt ja schon als "Fehlversuch" werte, wenn er 3 Trabtritte macht, weil ich weiß, er kann das besser ;-) ). Zum Schluss zog Billy schon von allein in die Stangengasse, schließlich gabs dort Pause vom aaanstrengenden Galopp *g*. Das haben wir dann auch kurz geklärt und mit einem sehr guten Rückwärts udn Pause abgeschlossen.
Nach einer Weile dann noch kurz einen Finesse-Teil: ich schnallte die Zügel vom Knoti ins Gebiss um. Vor selbigem wollte er übrigens am Anfang heute wieder schnell flüchten - Ergebnis der Centered-Riding Stunde auf Gebiss *seufz*. ABER: Er fügte sich bald drein, senkte den Kopf, ich ließ das Gebiss wieder vor dem Maul einfach baumeln und wartete - und tatsächlich dauerte es diesmal wesentlich kürzer, bis er anfing dran herumzuspielen und es dann wirklich vollständig freiwillig ins Maul nahm. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll: Gibt er einfach auf und fügt sich drein? Oder hat er sich einfach so eine ARt Reflex angewöhnt und braucht halt ein bisschen Zeit, um es dann zu akzeptieren? Nun ja. So ist es halt momentan. Eigentlich schon viel besser als früher,mit dem relativ baldigen Kopfsenken und Freiwillig-Nehmen.
Also jedenfalls hab ich noch 10 Minuten Schritt und ein wenig Trab angeschlossen, in denen ich das Abwenden geübt habe, das Nachgeben des Innenzügels usw. Ich glaube ich hab mich schon etwas besser im Griff linksrum ;-).
Heute war FreeStyle dran, daher hab ich die erste Übung FreeStyle ausgesucht: 2 Pylonentore werden aufgestellt, dazwischen ein Gang aus Stangen gelegt (bei mir warens 2 aneinandergereiht, etwas länger als im Büchlein). Die Aufgabe ist, im Trab das erste Tor zu passieren, durch den Stangenkorridor, dann anhalten vor dem zweiten Pylonentor, rückwärtsrichten durch die Stangengasse und rückwärts durch das wiederum erste Pylonentor. Die Schwierigkeitsstufen sind dabei auch noch, zuerst mit Zügeln, dann nur mit Sticks zu reiten. Heute noch mit Zügeln, ich hatte nur einen Stick bzw. Gerte.
Zuerst mal aufwärmen: Wir ritten kreuz und quer und ich ließ die Zügel 100% auf dem Hals liegen. Wir stiegen über die Stangen quer drüber, machten Achten um die Pylonen, Handwechsel, Zirkel, Übergänge Schritt-Halt ganz ohne Zügel klappt gut.Sogar ein andeutungsweises Rückwärts ganz ohne Zügel hat geklappt! *staun* Toller Billy !
Dann langsam die Aufgabe angegangen. Mal im Schritt durch die Gasse, mit Anhalten, dann aber vorwärts weiter. Bisschen herumgespielt und schließlich im Trab beim ersten Versuch die ganze Übung super absolviert. Alles super, Trab anhalten auf den Punkt, und auch ein williges rückwärts, wenn ich dafür auch doch die Zügel brauchte, für die lange Strecke. Lenken rückwärts klappt nun immer, Billy lässt sich von mir leiten und durchs Pylonentor dirigieren!
Wir sind dann noch ein bisschen am Zirkel galoppiert, dazwischen dann Trabparaden und die Übung gemacht. Angaloppieren aus dem Halten gelang auch wieder gut nach 2 kleinen Fehlversuchen (wobei ich es jetzt ja schon als "Fehlversuch" werte, wenn er 3 Trabtritte macht, weil ich weiß, er kann das besser ;-) ). Zum Schluss zog Billy schon von allein in die Stangengasse, schließlich gabs dort Pause vom aaanstrengenden Galopp *g*. Das haben wir dann auch kurz geklärt und mit einem sehr guten Rückwärts udn Pause abgeschlossen.
Nach einer Weile dann noch kurz einen Finesse-Teil: ich schnallte die Zügel vom Knoti ins Gebiss um. Vor selbigem wollte er übrigens am Anfang heute wieder schnell flüchten - Ergebnis der Centered-Riding Stunde auf Gebiss *seufz*. ABER: Er fügte sich bald drein, senkte den Kopf, ich ließ das Gebiss wieder vor dem Maul einfach baumeln und wartete - und tatsächlich dauerte es diesmal wesentlich kürzer, bis er anfing dran herumzuspielen und es dann wirklich vollständig freiwillig ins Maul nahm. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll: Gibt er einfach auf und fügt sich drein? Oder hat er sich einfach so eine ARt Reflex angewöhnt und braucht halt ein bisschen Zeit, um es dann zu akzeptieren? Nun ja. So ist es halt momentan. Eigentlich schon viel besser als früher,mit dem relativ baldigen Kopfsenken und Freiwillig-Nehmen.
Also jedenfalls hab ich noch 10 Minuten Schritt und ein wenig Trab angeschlossen, in denen ich das Abwenden geübt habe, das Nachgeben des Innenzügels usw. Ich glaube ich hab mich schon etwas besser im Griff linksrum ;-).
Samstag, 7. Juli 2012
Centered Riding Stunde
Lange sind unsere Centered Riding Stunden jetzt ausgefallen, mal aus diesem, mal aus jenem Grund. Aber heute wars endlich wieder soweit.
Ich hab Billy heute die Trense eingeschnallt. Weiterhin Abwehr beim bloßen Anblick des Gebisses, aber er senkt dann mittlerweile den Kopf, schließt zwar eine Weile die Augen und hofft, dass die schlimme Realität verschwindet, aber irgendwann, wenn ich einfach nur warte und das Gebiss vor dem Maul baumeln lassen, fängt er an, dran rumzuspielen und nimmt es schließlich ins Maul. Dann gibts ein Leckerli. Bin gespannt, was beim nächsten Mal nach unserer Stunde sein wird.
Wir haben dann vorsichtig Kontakt aufgenommen und uns hauptsächlich Wendungen gewidmet. Fühlte mich ziemlich unfähig heute. Dauernd tu ich die Innenhand nach außen Richtung (oder sogar über) den Mähnenkamm (weil Billy ja gern nach innen abbiegt), auf der linken Hand fällt es mir schwer, die Innenschulter zurückzunehmen, ich gebe zu wenig nach mit dem Innenzügel und spüren, wohin irgendeine Schulter ausbricht, tu ich sowieso nix. Ach je.
Fürs nächste mal in 2 Wochen hab ich zur Hausübung bekommen, viele viele Wendungen zu reiten, immer nur kurz links, dann wieder rechts Zirkel und Volten (um mir das "richtige Gefühl" zu holen, das ich rechts eher habe als links) und dabei auf die genannten Punkte achten.
Bin etwas verzagt... ich fühl einfach nix. Da kreischt die Lehrerin fröhlich "jaaa guuuut!! Hast du das gespürt???" - Nö, hab ich nicht :-( . Wie soll ich was üben, wenn ich nicht weiß, wann's nun richtig ist und wann nicht? *grr*. Muss mal das Ganze auf Video aufnehmen.... vielleicht hilft das.
Ich hab Billy heute die Trense eingeschnallt. Weiterhin Abwehr beim bloßen Anblick des Gebisses, aber er senkt dann mittlerweile den Kopf, schließt zwar eine Weile die Augen und hofft, dass die schlimme Realität verschwindet, aber irgendwann, wenn ich einfach nur warte und das Gebiss vor dem Maul baumeln lassen, fängt er an, dran rumzuspielen und nimmt es schließlich ins Maul. Dann gibts ein Leckerli. Bin gespannt, was beim nächsten Mal nach unserer Stunde sein wird.
Wir haben dann vorsichtig Kontakt aufgenommen und uns hauptsächlich Wendungen gewidmet. Fühlte mich ziemlich unfähig heute. Dauernd tu ich die Innenhand nach außen Richtung (oder sogar über) den Mähnenkamm (weil Billy ja gern nach innen abbiegt), auf der linken Hand fällt es mir schwer, die Innenschulter zurückzunehmen, ich gebe zu wenig nach mit dem Innenzügel und spüren, wohin irgendeine Schulter ausbricht, tu ich sowieso nix. Ach je.
Fürs nächste mal in 2 Wochen hab ich zur Hausübung bekommen, viele viele Wendungen zu reiten, immer nur kurz links, dann wieder rechts Zirkel und Volten (um mir das "richtige Gefühl" zu holen, das ich rechts eher habe als links) und dabei auf die genannten Punkte achten.
Bin etwas verzagt... ich fühl einfach nix. Da kreischt die Lehrerin fröhlich "jaaa guuuut!! Hast du das gespürt???" - Nö, hab ich nicht :-( . Wie soll ich was üben, wenn ich nicht weiß, wann's nun richtig ist und wann nicht? *grr*. Muss mal das Ganze auf Video aufnehmen.... vielleicht hilft das.
Donnerstag, 5. Juli 2012
Mikado-Spielen :-)
Bei uns im Stall soll es jetzt regelmäßig Cavaletti- und Springtraining geben, es haben sich einige Leute zusammengefunden. Heute wars das erste Mal soweit. Einige machten das ganze mit Reitlehrerin, aber da ich immer erst spät komme und mich nicht hetzen will, habe ich nur Interesse an den aufgebauten Stangen angemeldet und auf eigene Faust mein Cavaletti-/Trailtraining gemacht.
Es war kühler als zuletzt, Wind kam auf, ein Gewitter zog vorüber, angenehm.
Wir starteten mit einer Aufwärmrunde durch unsere Geländestrecke. Billy war gut drauf, sehr gut.
Dann aufs Viereck und Stangen umsortiert: Ein Stangen-L baute ich auf, 2 Stangen mit weitem Abstand, eine einzelne Stange (die lagen halt grad so), und 2 Springständer funktionierte ich mittels Seil zum Tor um.
Tor öffnen und schließen: Anfangs scheiterte ein flüssiges Durchreiten wieder mal am Rückwärts. Nachdem wir da ein wenig diskutiert hatten, gings dann für den Rest der Einheit super, und ich konnte ganz am Schluss mit einem superwilligen, flüssigen Rückwärts am durchhängenden Zügel abschließen. Aber dass er immer zuerst mal diskutieren muss!!! Der Rest vom Tor geht schon recht flüssig. Spätestens nach dem 3. Durchreiten (obwohl anderes dazwischen gesschalten) möchte Billy das Ganze allein machen (egal, ob Frauli das "Tor" bereits geöffnet hat oder nicht), da muss man dann doch ein wenig bremsen ;-). Seitwärts klappt jedenfalls schon sehr gut. Beidhändig (das geht nur, weil ich eben ein Seil als "Tor" habe) geht es schon in halbwegs Ideallinie (d.h. es entkämen uns nunmehr höchstens 10 Kühe, nicht mehr 100), und beim letzten Versuch klappte es mit einhändiger Zügelführung, da allerdings ziemlich weit von der Ideallinie entfernt (etwa 1000 imaginäre Kühe entfleucht), aber trotzdem super. Billy gefällt das Tor, scheint ihm eine sinnvolle Aufgabe irgendwie. Vielleciht kann ich mich bald an "richtige" Tore machen, wir hätten schon ein paar, wo cih üben könnte (sind allerdings eigentlich zu niedrig) bzw. werde ich bei den nächsten Versuchen dann die verschiedenen Varianten durchprobieren.
Trabstangen: Die zwei Stangen waren in zu großem Abstand, aber Billy sortierte brav seine Beine und trabte ganz gut drüber. Die einzelne Stange nahmen wir im Galopp, das klappte schon ganz gut. Bei den zwei Stangen (GAloppabstand müsste ungefähr gestimmt haben) tat sich Billy schwer, die Galoppsprünge einzuteilen. Sowas haben wir einfach noch nie richtig geübt. Vielleicht mach ich nächstes Mal auch mit Reitlehrer mit.
Rückwärts-L: Scheiterte anfangs am Rückwärts. Außerdem hatte ich die Stangen blöderweise wirklcih sehr eng gelegt. Beim letzten Versuch spielten wir dann regelrecht Mikado, als wir fertig waren, lagen die kreuz und quer *lol*. Aaaber er hat sich bemüht ;-). Erstaunlich gut geht vorwärts: Ohne jegliche Zügeleinwirkung biegt Billy sich und nimmt die enge Kurve, ohne anzustoßen.
Und zwischendurch machten wir ein bisschen Galopp, u.a. angaloppieren aus dem Halten. Das wird immer immer besser! Kurze Vorbereitung, sobald er weiß worum es geht, spannt er sich beim Anhalten wie eine Feder, und sobald ich scharf einatme, katapultiert er sich nach vorn, sooo toll! Und interessant: er trifft dabei zu 100% den Handgalopp. Vielleicht kann ich hier üben, über meine Körpersprache links und rechts zu unterscheiden, z.B: durch Galopp auf dem Zirkel, anhalten bei X und dann aus dem Halten Galopp -ohne dass er weiß, auf welche Hand wir gehen. Wird als nächstes anvisiert.
Es war kühler als zuletzt, Wind kam auf, ein Gewitter zog vorüber, angenehm.
Wir starteten mit einer Aufwärmrunde durch unsere Geländestrecke. Billy war gut drauf, sehr gut.
Dann aufs Viereck und Stangen umsortiert: Ein Stangen-L baute ich auf, 2 Stangen mit weitem Abstand, eine einzelne Stange (die lagen halt grad so), und 2 Springständer funktionierte ich mittels Seil zum Tor um.
Tor öffnen und schließen: Anfangs scheiterte ein flüssiges Durchreiten wieder mal am Rückwärts. Nachdem wir da ein wenig diskutiert hatten, gings dann für den Rest der Einheit super, und ich konnte ganz am Schluss mit einem superwilligen, flüssigen Rückwärts am durchhängenden Zügel abschließen. Aber dass er immer zuerst mal diskutieren muss!!! Der Rest vom Tor geht schon recht flüssig. Spätestens nach dem 3. Durchreiten (obwohl anderes dazwischen gesschalten) möchte Billy das Ganze allein machen (egal, ob Frauli das "Tor" bereits geöffnet hat oder nicht), da muss man dann doch ein wenig bremsen ;-). Seitwärts klappt jedenfalls schon sehr gut. Beidhändig (das geht nur, weil ich eben ein Seil als "Tor" habe) geht es schon in halbwegs Ideallinie (d.h. es entkämen uns nunmehr höchstens 10 Kühe, nicht mehr 100), und beim letzten Versuch klappte es mit einhändiger Zügelführung, da allerdings ziemlich weit von der Ideallinie entfernt (etwa 1000 imaginäre Kühe entfleucht), aber trotzdem super. Billy gefällt das Tor, scheint ihm eine sinnvolle Aufgabe irgendwie. Vielleciht kann ich mich bald an "richtige" Tore machen, wir hätten schon ein paar, wo cih üben könnte (sind allerdings eigentlich zu niedrig) bzw. werde ich bei den nächsten Versuchen dann die verschiedenen Varianten durchprobieren.
Trabstangen: Die zwei Stangen waren in zu großem Abstand, aber Billy sortierte brav seine Beine und trabte ganz gut drüber. Die einzelne Stange nahmen wir im Galopp, das klappte schon ganz gut. Bei den zwei Stangen (GAloppabstand müsste ungefähr gestimmt haben) tat sich Billy schwer, die Galoppsprünge einzuteilen. Sowas haben wir einfach noch nie richtig geübt. Vielleicht mach ich nächstes Mal auch mit Reitlehrer mit.
Rückwärts-L: Scheiterte anfangs am Rückwärts. Außerdem hatte ich die Stangen blöderweise wirklcih sehr eng gelegt. Beim letzten Versuch spielten wir dann regelrecht Mikado, als wir fertig waren, lagen die kreuz und quer *lol*. Aaaber er hat sich bemüht ;-). Erstaunlich gut geht vorwärts: Ohne jegliche Zügeleinwirkung biegt Billy sich und nimmt die enge Kurve, ohne anzustoßen.
Und zwischendurch machten wir ein bisschen Galopp, u.a. angaloppieren aus dem Halten. Das wird immer immer besser! Kurze Vorbereitung, sobald er weiß worum es geht, spannt er sich beim Anhalten wie eine Feder, und sobald ich scharf einatme, katapultiert er sich nach vorn, sooo toll! Und interessant: er trifft dabei zu 100% den Handgalopp. Vielleicht kann ich hier üben, über meine Körpersprache links und rechts zu unterscheiden, z.B: durch Galopp auf dem Zirkel, anhalten bei X und dann aus dem Halten Galopp -ohne dass er weiß, auf welche Hand wir gehen. Wird als nächstes anvisiert.
Montag, 2. Juli 2012
Ein Highlight, schon wieder!
Mutig geworden durch den samstäglichen Ausflug mit Fußgänger-Begleitperson, bin ich heut dieselbe Runde, nur kleiner, alleine ausgeritten. Von Anfang bis Ende war das ein total entspannter Ausritt! Wir querten 2x die Bundessstraße, gingen die Galoppier-Wiese gemütlich im Schritt, durchquerten den Bach, alles ohne jegliche Richtungsdiskussion oder sonstige Probleme.
Ach, ich freu mich so!
Und mit jedem Erfolgserlebnis werd ich mutiger :-). Der ruhige blaue See ist heute ganz schön stark über die Ufer getreten ;-).
Mutig geworden durch den samstäglichen Ausflug mit Fußgänger-Begleitperson, bin ich heut dieselbe Runde, nur kleiner, alleine ausgeritten. Von Anfang bis Ende war das ein total entspannter Ausritt! Wir querten 2x die Bundessstraße, gingen die Galoppier-Wiese gemütlich im Schritt, durchquerten den Bach, alles ohne jegliche Richtungsdiskussion oder sonstige Probleme.
Ach, ich freu mich so!
Und mit jedem Erfolgserlebnis werd ich mutiger :-). Der ruhige blaue See ist heute ganz schön stark über die Ufer getreten ;-).
Sonntag, 1. Juli 2012
Rezension
Mark Rashid: Whole Heart, Whole Horse: Building Trust Between Horse and Rider. Skyhorse Publishing, 2009. 205 pp. € 21,99.
Mark Rashid ist ein fantastischer Geschichtenerzähler. In Whole Heart, whole Horse nimmt er uns mit auf eine Erinnerungsreise. Kreuz und quer durch seine Jugend bis hin zur Gegenwart bringt er Episoden, die den Leser nachdenklich machen, manchmal aber auch ganz konkret weiterhelfen. Wir begleiten Mark durch seine Jugend, wo wir natürlich dem „alten Mann“ wieder begegnen, bei seinen Kursen, im Alltag.
Das Buch ist in thematische Kapitel
unterteilt. Die Kapitel im ersten Teil, „Perception“, widmen sich Themen zur
Einstellung des Horseman, sie ändern den Blickwinkel und die Wahrnehmung des
Lesers und helfen, sich ins Pferd zu versetzen.
Gleich im ersten namens „Mistakes“ lernen wir,
dass die Angst vor Fehlern jeden Fortschritt zum Stillstand bringen kann, dass
auch ein Mark Rashid Fehler gemacht hat und noch macht, dass aus Fehlern
manchmal ganz wunderbare Ereignisse entstehen können, und schließlich die
Quintessenz des „alten Mannes“: „Did you learn something today? Because if you
did, it wasn’t a mistake.“
Das zweite Kapitel widmet sich dem Thema
„Boundaries“: Mark erzählt, was Einkaufswagen im Supermarkt mit Horsemanship
gemeinsam haben, über Pferde, die keine Boundaries kennen, und welche, für die
die Boundaries ihrer Besitzer unüberwindbare Hindernisse in der Beziehung
darstellen.
3. Trauma. Wir kehren zurück in Marks
Kindheit, lernen mit ihm, wie sich manche Dinge von allein lösen, wenn man der
Natur (und dem Pferd) einfach ihren Lauf lässt, und springen zurück in die nahe
Gegenwart, als er durch Zufall und einen Kursteilnehmer den Grund dafür
erfährt.
Information: Mark nimmt uns mit zum
Pferde-Einkauf und erzählt, wie kleine Ursachen große Wirkung haben können und
wie man lernt, dass alles, was ein Pferd tut, nicht gut, nicht schlecht,
sondern einfach nur Information für uns ist.
Der zweite Teil nennt sich „Leadership“.
Nachdem es zuerst um die Wahrnehmung ging, geht’s nun um die Taten des wahren
Horseman.
Zuerst teilt Mark seine Gedanken zu „Direction,
Speed, Destination“ mit, warum Pferde ungern Entscheidungen treffen, Menschen
aber umso lieber – und warum sich die Rollen trotzdem oft umkehren. Er spricht
sich für klare Führung des Pferdes aus und stellt die Methode, Pferde die
Verantwortung für Richtung und Geschwindigkeit abzutreten, in Frage, zumindest
für junge Pferde und solche, die nicht schon perfekt ausgebildet sind. Er
erzählt von dem Pferd, das wie ein Betrunkener hin und her schwankt und dem
Springpferd, das immer vom Kurs abkam – beides aufgrund mangelnder Führung.
Ein wichtiger Punkt in Sachen „Leadership“ ist
auch die „Energy“, Kapitel 2 im entsprechenden Teil des Buches. Mark berichtet
von Pferden mit zu viel und solchen mit zu wenig Energie und bringt – anhand
eines Beispiels aus einem seiner Kurse – Übungen, wie man die eigene Energie
„hochfahren“ kann.
Im folgenden Kapitel „Balance Point“ geht es
um ähnliches. Wer Parelli kennt und unter Balance Point etwas versteht, was mit
dem Sitz des Reiters zu tun hat, muss erst einmal umdenken. Der „Balance Point“
ist für Rashid der Punkt, an dem die Emotionen und Energie von Pferd und Reiter
ausbalanciert sind. Gemeinsam sollen sie 10 Punkte auf die Waage bringen,
idealerweise 5 vom Pferd, 5 vom Reiter. Macht die Energie des Pferdes einen Ausreißer
nach oben, so muss der Reiter seine senken, um wieder auf die 10 Punkte zu
kommen. Und umgekehrt, senkt ein Pferd seine Energie auf wenige Punkte, muss
der Reiter mit seiner eigenen Energie ausgleichen.
Wichtig ist hier auch der Grundsatz: „Do less
sooner“. Mark bringt das Beispiel eines Balance-Bretts, auf dem man zu stehen
versucht. Je früher man winzigste Korrekturen vornimmt, umso sicherer steht man
darauf. Lässt man das Brett erst einmal in eine Richtung stark kippeln, ist es
viel schwerer, es wieder auszubalancieren, oder sogar unmöglich.
Es folgt der letzte Teil des Buches: „Whole
Horse“. Wer gefühlsduselig ist wie ich, sollte jetzt die Taschentücher holen
gehen.
Mark erzählt nun – über mehrere Kapitel
verteilt – die Geschichte wie er als Kind und Schüler des „Alten Mannes“ das
erste Mal eine außergewöhnliche Beziehung zu einem Pferd, einfach nur „Der
Schwarze“ genannt, entwickelt - ein misshandeltes Pferd, das der alte Mann
übernimmt, aufpäppelt und dem er das Vertrauen in die Menschen wieder zurückgibt.
Die Kapitel des letzten Teils sind dabei nach den Stufen benannt, die diese
Umwandlung durchläuft: Consistency, Dependability, Trust, Peace of Mind und
Softness. Genauso wie Der Schwarze diese Stufen durchläuft und so sein
Vertrauen in die Menschen wiederfindet, so muss jedoch auch der junge Mark die
gleichen Stufen durchlaufen, bis er
Vertrauen in Den Schwarzen findet. Denn zu Anfang wird er vor ihm
gewarnt. Er sei tendenziell gefährlich, und so entwickelt er eine so große
Angst, dass er regelrecht vermeidet, zur Ranch des alten Mannes zu fahren – bis dieser ihn in einer
Notsituation aufsucht und um Hilfe bittet. Mark wird nun gezwungen, sich seiner
Angst zu stellen und Den Schwarzen zu versorgen – und es entwickelt sich eine höchst
außergewöhnliche Beziehung zwischen den beiden. Der kleine Mark schenkt dem
Schwarzen schließlich sein ganzes Herz – und dieser ihm im Gegenzug sich selbst
…. Whole Heart, whole Horse.
Samstag, 30. Juni 2012
Und wiieder ein Erfolgserlebnis *freu*!
Es ist weiterhin unglaublich heiß. 36° oder so, aber es wehte ein angenehmes Lüfterl. Ich beschloss eine klitzekleine Runde im Schritt auszureiten, drüben im schattigen Wald. Begleitung zu Fuß hatte ich heut auch, da trau ich mich über die Straße :-).
Im Wald drüben war es dann so schön und angenehm, dass wir die Runde ein wenig vergrößerten. Es war eine quasi "neue" Route, die ich bisher nur ein einziges Mal mit einer Stallkollegin gegangen bin. Habe aber alle Wege wieder gefunden, und Billy war so sehr brav, unglaublich! Wir waren die ganze Zeit entspannt, zwei oder dreimal hatte er was zum Hinglotzen, aber ich blieb dabei ruhig, und wieder haben wir alle Hindernisse super überwunden, z.B. ein paar Meter tieferen Gatsch (den musste er sich seeehr genau besehen, aber dann stapfte er mutig durch), einen komischen lärmenden Vogel, Auto mitten im Wald, Rasenmäher, steiler Anstieg, Bach... einfach nur perfekt. Eine Wiese galoppierten wir sogar trotz Hitze, angenehmer Schaukelgalopp, sehr williges Angaloppieren, ruhiges Durchparieren.
Es gab den ganzen Weg kein einziges Mal auch nur den Versuch einer Diskussion über die Richtung.
Ein herrlicher Ausritt und ein super Gefühl. Ich weiß nicht wieviel die "Nur-zu-Fuß"-Begleitung bei Billy ausmachen kann (bei mir sicher eine Menge), aber es lief alles so gut, dass ich mir vorstellen kann, die Runde auch allein zu reiten. Mal sehen.
Es ist weiterhin unglaublich heiß. 36° oder so, aber es wehte ein angenehmes Lüfterl. Ich beschloss eine klitzekleine Runde im Schritt auszureiten, drüben im schattigen Wald. Begleitung zu Fuß hatte ich heut auch, da trau ich mich über die Straße :-).
Im Wald drüben war es dann so schön und angenehm, dass wir die Runde ein wenig vergrößerten. Es war eine quasi "neue" Route, die ich bisher nur ein einziges Mal mit einer Stallkollegin gegangen bin. Habe aber alle Wege wieder gefunden, und Billy war so sehr brav, unglaublich! Wir waren die ganze Zeit entspannt, zwei oder dreimal hatte er was zum Hinglotzen, aber ich blieb dabei ruhig, und wieder haben wir alle Hindernisse super überwunden, z.B. ein paar Meter tieferen Gatsch (den musste er sich seeehr genau besehen, aber dann stapfte er mutig durch), einen komischen lärmenden Vogel, Auto mitten im Wald, Rasenmäher, steiler Anstieg, Bach... einfach nur perfekt. Eine Wiese galoppierten wir sogar trotz Hitze, angenehmer Schaukelgalopp, sehr williges Angaloppieren, ruhiges Durchparieren.
Es gab den ganzen Weg kein einziges Mal auch nur den Versuch einer Diskussion über die Richtung.
Ein herrlicher Ausritt und ein super Gefühl. Ich weiß nicht wieviel die "Nur-zu-Fuß"-Begleitung bei Billy ausmachen kann (bei mir sicher eine Menge), aber es lief alles so gut, dass ich mir vorstellen kann, die Runde auch allein zu reiten. Mal sehen.
Donnerstag, 28. Juni 2012
Hah! Wieder ein Kuh-Erfolgserlebnis!
Beflügelt vom erfolgreichen Ausritt am Dienstag zu zweit schnappte ich heute Billy und wir gingen eine Runde joggen. Natürlich die gleiche wie am Dienstag.
Billy ist soo ein tolles Mitjogg-Pferd geworden! ER passt sich an in der Geschwindigkeit, was manchmal bedeutet, dass er sehr sehr sehr schnellen Schritt gehen muss, oder sehr langsamen Trab, oder viele viele Trab-Schritt-Trab-Übergänge machen muss.
Übrigens: Vielleicht habe ich einmal erwähnt, dass er bei Trab im Stick to Me am Viereck ständig grantig schaut und die Ohren hinten sind. Das ist im Gelände völlig weg, wenn wir nebeneinander hertraben. Er sieht sich aufmerksam die Umgebung an, die Ohren sind bei mir (gerate ich z.B. kurz in Zone 3, gehen sie nach leicht hinten) . Es liegt also wohl an der Langeweile im Viereck.
Wir hatten ein paar Autos und große Traktoren, aber das war alles überhaupt kein Thema.
Dann kamen wir zur Schreckenskreuzung. Die Kreuzung selbst ist gar nciht mehr schrecklich. Billy schaut zwar vermehrt umher im Vergleich zu anderen Orten, aber geht zügig vorwärts und reagiert. Die Grenze, wo er anfängt zu erstarren, hat sich etwas weiter weg verlagert. Ist ja schon was!
Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass stehenbleiben und schauen lassen kontraproduktiv ist. Gar nicht erst einfrieren lassen, bewegen, bewegen. Wir trabten gemeinsam und er reagierte gut. Zur Not hatte ich auch das Stöckchen mit. Direkt bei den Kühen drohte er wieder einzufrieren, ein bisschen wacheln mit der Gerte weckte ihn auf. Wir kamen gut vorbei :-)).
Im Wald dahinter gingen wir noch ein Stückchen, wieder etwas weiter als am Dienstag zu zweit. Wieder 100m erobert :-). Ich befahl ihm zu fressen (ja, das musste in der Situation als Befehl kommen, er war doch so aufgeregt, das er eigentlich nicht wollte, aber mir zuliebe ... ;-). Ich versuchte, einen möglichst entspannten Fressmoment abzupassen, um ihm zu sagen, dass wir umdrehen und wieder heimgehen. Er war flott, ließ sich aber mit vorgehaltenem Stöcken brav regulieren.
Gut und ziemlich erledigt zu Haus angekommen gab es noch ein Sandbad und 2x at Liberty auf mich zutraben lassen, und fertig.
Beflügelt vom erfolgreichen Ausritt am Dienstag zu zweit schnappte ich heute Billy und wir gingen eine Runde joggen. Natürlich die gleiche wie am Dienstag.
Billy ist soo ein tolles Mitjogg-Pferd geworden! ER passt sich an in der Geschwindigkeit, was manchmal bedeutet, dass er sehr sehr sehr schnellen Schritt gehen muss, oder sehr langsamen Trab, oder viele viele Trab-Schritt-Trab-Übergänge machen muss.
Übrigens: Vielleicht habe ich einmal erwähnt, dass er bei Trab im Stick to Me am Viereck ständig grantig schaut und die Ohren hinten sind. Das ist im Gelände völlig weg, wenn wir nebeneinander hertraben. Er sieht sich aufmerksam die Umgebung an, die Ohren sind bei mir (gerate ich z.B. kurz in Zone 3, gehen sie nach leicht hinten) . Es liegt also wohl an der Langeweile im Viereck.
Wir hatten ein paar Autos und große Traktoren, aber das war alles überhaupt kein Thema.
Dann kamen wir zur Schreckenskreuzung. Die Kreuzung selbst ist gar nciht mehr schrecklich. Billy schaut zwar vermehrt umher im Vergleich zu anderen Orten, aber geht zügig vorwärts und reagiert. Die Grenze, wo er anfängt zu erstarren, hat sich etwas weiter weg verlagert. Ist ja schon was!
Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass stehenbleiben und schauen lassen kontraproduktiv ist. Gar nicht erst einfrieren lassen, bewegen, bewegen. Wir trabten gemeinsam und er reagierte gut. Zur Not hatte ich auch das Stöckchen mit. Direkt bei den Kühen drohte er wieder einzufrieren, ein bisschen wacheln mit der Gerte weckte ihn auf. Wir kamen gut vorbei :-)).
Im Wald dahinter gingen wir noch ein Stückchen, wieder etwas weiter als am Dienstag zu zweit. Wieder 100m erobert :-). Ich befahl ihm zu fressen (ja, das musste in der Situation als Befehl kommen, er war doch so aufgeregt, das er eigentlich nicht wollte, aber mir zuliebe ... ;-). Ich versuchte, einen möglichst entspannten Fressmoment abzupassen, um ihm zu sagen, dass wir umdrehen und wieder heimgehen. Er war flott, ließ sich aber mit vorgehaltenem Stöcken brav regulieren.
Gut und ziemlich erledigt zu Haus angekommen gab es noch ein Sandbad und 2x at Liberty auf mich zutraben lassen, und fertig.
Dienstag, 26. Juni 2012
Unverhofft kommt oft ... heute eine Gelegenheit, mit Einstellerfreundin und ihrem Verlasspferdchen auszureiten. Da es geregnet hatte und die Wiesen zu nass waren, mussten wir wohl oder übel auf der Straße bleiben - somit gingen Billy und ich heute mit sicherer Begleitung den selben Weg wie am Sonntag, nur reitend statt joggend.
Beide Pferde waren total brav. Wir galoppierten sogar am Wegesrand, die Freundin links, ich rechts. Braver Schaukelgalopp von beiden, am langen Zügel, super. Ein Pferd kam uns dabei entgegen. Lustig, unsere beiden waren so ins Galoppieren vertieft, dass sie es total spät bemerkten, jedenfalls später als wir *g*:
Nach kurzem Plausch näherten wir uns der Schreckenskreuzung und den Kühen. Billy ging tapfer voran. Er drohte tw. schon einzufrieren, als er die Kühe mit ihren bimmelnden Glocken sah, aber war noch ansprechbar. Die zweite Kuhherde, die uns Sonntag den Rest gegeben hatte, war nicht in Sicht, sehr gut. Wir tasteten uns voran, trabten hie und da ein Stück - das hilft, das einfrieren zu verhindern, irgendwie.
Unsere Mitreiterin meinte nur "der schaut doch nicht mal hin", also scheinbar ist nach außen nichts zu sehen, aber zu spüren, wie er sich versteift und nicht mehr auf Schenkel oder biegenden Zügel reagiert wie sonst.
Wir schafften es, tw. im Trab, an der Kuhherde vorbei und ritten wieder in den Wald ein. Pfuuuuuuuuuh! Billy wurde groß gelobt, und dann drehten wir bald um. Nach Hause gehen war an den Kühen vorbei noch nicht ganz entspannt, aber ok.
Also, einmal mehr die Kuhherde besiegt :-). Wir schaffen das....
Beide Pferde waren total brav. Wir galoppierten sogar am Wegesrand, die Freundin links, ich rechts. Braver Schaukelgalopp von beiden, am langen Zügel, super. Ein Pferd kam uns dabei entgegen. Lustig, unsere beiden waren so ins Galoppieren vertieft, dass sie es total spät bemerkten, jedenfalls später als wir *g*:
Nach kurzem Plausch näherten wir uns der Schreckenskreuzung und den Kühen. Billy ging tapfer voran. Er drohte tw. schon einzufrieren, als er die Kühe mit ihren bimmelnden Glocken sah, aber war noch ansprechbar. Die zweite Kuhherde, die uns Sonntag den Rest gegeben hatte, war nicht in Sicht, sehr gut. Wir tasteten uns voran, trabten hie und da ein Stück - das hilft, das einfrieren zu verhindern, irgendwie.
Unsere Mitreiterin meinte nur "der schaut doch nicht mal hin", also scheinbar ist nach außen nichts zu sehen, aber zu spüren, wie er sich versteift und nicht mehr auf Schenkel oder biegenden Zügel reagiert wie sonst.
Wir schafften es, tw. im Trab, an der Kuhherde vorbei und ritten wieder in den Wald ein. Pfuuuuuuuuuh! Billy wurde groß gelobt, und dann drehten wir bald um. Nach Hause gehen war an den Kühen vorbei noch nicht ganz entspannt, aber ok.
Also, einmal mehr die Kuhherde besiegt :-). Wir schaffen das....
Sonntag, 24. Juni 2012
Es war wieder recht heiß. Habe Billy zu einer Joggingrunde genötigt, aber mit der Vereinfachung für ihn, dass er ruhig auch im Schritt bleiben kann, wenn er Fraulis Jogg-Tempo mithält (kann er meistens ;-). War sehr schön und alles gut, bis wir zur Schreckenskreuzung kamen, wo - eh kloar!! - eine Begegnung der 3. Muh stattfand.
Muhkuhs!!! Mit lauuuuten Glocken!
Aaaber, sie waren weit weit weg, der E-Zaun hielt sie auch fern. So etwa gute 100m entfernt. Grad richtig für annäherung und Rückzug. Gras gibts dort auch, zum Glück. Billy erstarrte und war RBI, aber noch geistig anwesend genug, dass er mein Fresskommando (Druck ins Genick, um Kopf zu senken, + "Friss!") zur Kenntnis nahm und brav befolgte. Ich beschloss, einfach stehenzubleiben, ihn fressen zu lassen und hie und da ein paar Schritte grasend weiterzugehen, bis wir am Kuhgehege vorbei waren.
Bald war klar, dass annäherung und Rückzug eher ich brauche als Billy. Der fraß genüßlich, wenn er auch hie und da den Kopf rauf nahm um zu schauen, ob die Muhkühe eh noch auf ihrem Platz (d.h. weit weg) waren. Dann fraß er wieder weiter.
Tja, nur Frauchen geriet mit jedem Kopfheben in größere Panik. Das Kopfkino setzte ein: Um Gottes willen, er schaut hin! Gleich wird er versuchen umzudrehen! Gleich wird er weghüpfen! Gleich wird er heimgaloppieren!
Mit einem Wort, da graste der zwar etwas besorgte, aber halbwegs entspannte LBI neben seinem RBI-Möchtegern-Leader, der zitterte wie Espenlaub. Wir bewegten uns trotzdem Schritt für Schritt weiter, und eigentlcih war ich - wenn auch panisch - davon überzeugt, dass wir an den Kühen vorbeikommen, wo sie doch so weit weg waren.
Tja, bis ich am Weg voraus einen weiteren Fleckenhintern entdeckte, bisher von Büschen verdeckt. Ooooh nein, eine weitere herde, und zwar direkt am Weg, nur mit Stacheldraht abgetrennt. Völlige Panikstarre beim RBI-Möchtegernleader. Was nu??? Da kommen wir auf keinen Fall vorbei. Billy schaffts ja vielleicht, aber ich sicher nicht ohne Herzinfarkt. Also Rückzug?! Blöd, schon wieder an der gleichen Stelle. Jedesmal, wenn ich dort umdrehen muss, ist das, als würde man die unsichtbare Mauer dort nochmal höher und dicker machen :-( . Aber ging nicht anders.
Also Billy erklärt, dass wir nach Hause gehen. Leider erleichtert der Rückzug mein RBI-Herzerl überhaupt nicht, weil ja der unkontrollierte Rückzug genau das ist, wovor ich Angst hab. Wird er losrennen, sobald wir umdrehen?
Billy wurde flott, aber es ging.
Wahrscheinlich hätte ich umdrehen müssen und das ganze nochmal, war mir aber etwas zu viel. Es waren wahrscheinlich gute 500m, bevor sich Frauli-RBI wieder halbwegs entspannte und Vertrauen fasste, dass ab nu nix mehr passieren wird.
Unglaublich, dass es sowas gibt.
Vielleicht probiere ich, in nächster Zeit jedesmal dorthin zu gehen. Das blöde Kopfkino muss doch zu knacken sein!
Bei unserm Gemeinschaftsausritt sind wir immerhin 2m von Kühen links und rechts vorbeigeritten, Billy hat sie müde lächelnd quasi angeschaut, sonst nix. Der hat überhaupt keine wirkliche Angst vor Kühen. Alles nur in meinem Kopf :-( .
Muhkuhs!!! Mit lauuuuten Glocken!
Aaaber, sie waren weit weit weg, der E-Zaun hielt sie auch fern. So etwa gute 100m entfernt. Grad richtig für annäherung und Rückzug. Gras gibts dort auch, zum Glück. Billy erstarrte und war RBI, aber noch geistig anwesend genug, dass er mein Fresskommando (Druck ins Genick, um Kopf zu senken, + "Friss!") zur Kenntnis nahm und brav befolgte. Ich beschloss, einfach stehenzubleiben, ihn fressen zu lassen und hie und da ein paar Schritte grasend weiterzugehen, bis wir am Kuhgehege vorbei waren.
Bald war klar, dass annäherung und Rückzug eher ich brauche als Billy. Der fraß genüßlich, wenn er auch hie und da den Kopf rauf nahm um zu schauen, ob die Muhkühe eh noch auf ihrem Platz (d.h. weit weg) waren. Dann fraß er wieder weiter.
Tja, nur Frauchen geriet mit jedem Kopfheben in größere Panik. Das Kopfkino setzte ein: Um Gottes willen, er schaut hin! Gleich wird er versuchen umzudrehen! Gleich wird er weghüpfen! Gleich wird er heimgaloppieren!
Mit einem Wort, da graste der zwar etwas besorgte, aber halbwegs entspannte LBI neben seinem RBI-Möchtegern-Leader, der zitterte wie Espenlaub. Wir bewegten uns trotzdem Schritt für Schritt weiter, und eigentlcih war ich - wenn auch panisch - davon überzeugt, dass wir an den Kühen vorbeikommen, wo sie doch so weit weg waren.
Tja, bis ich am Weg voraus einen weiteren Fleckenhintern entdeckte, bisher von Büschen verdeckt. Ooooh nein, eine weitere herde, und zwar direkt am Weg, nur mit Stacheldraht abgetrennt. Völlige Panikstarre beim RBI-Möchtegernleader. Was nu??? Da kommen wir auf keinen Fall vorbei. Billy schaffts ja vielleicht, aber ich sicher nicht ohne Herzinfarkt. Also Rückzug?! Blöd, schon wieder an der gleichen Stelle. Jedesmal, wenn ich dort umdrehen muss, ist das, als würde man die unsichtbare Mauer dort nochmal höher und dicker machen :-( . Aber ging nicht anders.
Also Billy erklärt, dass wir nach Hause gehen. Leider erleichtert der Rückzug mein RBI-Herzerl überhaupt nicht, weil ja der unkontrollierte Rückzug genau das ist, wovor ich Angst hab. Wird er losrennen, sobald wir umdrehen?
Billy wurde flott, aber es ging.
Wahrscheinlich hätte ich umdrehen müssen und das ganze nochmal, war mir aber etwas zu viel. Es waren wahrscheinlich gute 500m, bevor sich Frauli-RBI wieder halbwegs entspannte und Vertrauen fasste, dass ab nu nix mehr passieren wird.
Unglaublich, dass es sowas gibt.
Vielleicht probiere ich, in nächster Zeit jedesmal dorthin zu gehen. Das blöde Kopfkino muss doch zu knacken sein!
Bei unserm Gemeinschaftsausritt sind wir immerhin 2m von Kühen links und rechts vorbeigeritten, Billy hat sie müde lächelnd quasi angeschaut, sonst nix. Der hat überhaupt keine wirkliche Angst vor Kühen. Alles nur in meinem Kopf :-( .
Freitag, 22. Juni 2012
Heut abend wieder Liberty auf dem Viereck, Galopp im STick to Me weiterentwickeln. Das klappt immer besser, ich fühle mich auch immer wohler, wenn Billy neben mir hergaloppiert. Er unterlässt jetzt auch meist das wildhöngstische Hals-Geschlängel; die Ohren sind hinten, aber nicht flach angelegt. Wir haben auf beiden Händen je eine ganze Runde auf dem Zirkel geschafft ! Das heißt auch, dass Billy lernt, in einem Tempo zu galoppieren, das langsam genug ist, dass ich mithalten kann. Bisher hat er mich meist nach spätestens 2 Sprüngen überholt, ich glaube gar nicht quasi "absichtlich", sondern weil er halt einfach sein Galopptempo ging, und das war für mich zu schnell. Nun klappt das, mit gleichmäßigem Seitenabstand usw. Wobei uns der Zirkel natürlich hilft - ich bin innen und kann also langsamer galoppieren als er außen. Auf einer Geraden weiß ich nicht, ich glaube das kriegen wir momentan noch nicht hin. Mal als nächstes Ziel setzen.
Jedenfalls ist das ein tolles Gefühl :-)
Ein bisschen hab ich dann noch probiert, ihn wieder auf kleine kreise um mich zu schicken, aber da wandern die Gedanken, er möchte weg, denkt ans Gras oder den Ausgang. Da muss ich mir eine andere Strategie einfallen lassen, oder wieder On Line gehen, oder in die Halle ohne Ablenkungen.
Jedenfalls ist das ein tolles Gefühl :-)
Ein bisschen hab ich dann noch probiert, ihn wieder auf kleine kreise um mich zu schicken, aber da wandern die Gedanken, er möchte weg, denkt ans Gras oder den Ausgang. Da muss ich mir eine andere Strategie einfallen lassen, oder wieder On Line gehen, oder in die Halle ohne Ablenkungen.
Dienstag, 19. Juni 2012
Die Pferde waren grad vor kurzem auf die Weide gegangen, als ich gekommen bin; sie sind jetzt meistens über Nacht draußen und kommen in der Früh wieder in den Stall. Billy war also not amused, als ich nach so kurzer Fresszeit schon wieder nerven kam.
Entsprechend haben wir mal ein wenig Zeit miteinander verbracht, ich sah ihm beim Fressen zu und zerquetschte Bremsen auf seinem Fell.
Dann forderte ich ihn einmal auf mitzukommen und entfernte mich ein paar Schritte, und nahm erstaunt zur Kenntnis, dass er tatsächlich den Kopf aus dem Gras nahm und mir ein paar Schritte frei folgte. Dann fraß er wieder ein bisschen, dann gingen wir wieder ein paar Schritte. So bewegten wir uns langsam, langsam, Richtung Ausgang (derzeit aufgrund des großen Weidestücks ungefähr ein 10- Minuten Fußmarsch, wenn man zügig geht). Ungefähr nach der Hälfte wurde es ihm zu blöd oder ich hab ihm zu viel Druck gemacht - er machte kehrt und bewegte sich (langsam, allerdings) wieder zurück. Ich probierete noch ein bissl, ließ ihn noch ein bissl fressen, nahm ihn aber dann trotzdem ans Halfter. Ließ er brav zu und kam auch brav mit so.
Entsprechend haben wir dann nur wenig gemacht.
Zuerst Gebiss angezogen. Tatsächlich geht es momentan recht gut - wenn man ihm nur Zeit lässt. Ich hänge das Gebiss unter sein Maul, dann senkt er mal den Kopf und macht die Augen zu (in RBI-Manier?!). Ich hab halt nix getan, kein Druck, nur dagelassen. Irgendwann begann er am Gebiss rumzuspielen und drauf zu kauen, dann hab ichs vorsichtig ins Mäulchen bugsiert und gut wars. Ja, vielleicht ist es nur eine Sache des Abwartens....
Wir haben dann kurz unsere CR-Übungen gemacht, etwas Über-/Untertreten auf Volten und in den Ecken, Außenstellung im Trab auf Zirkeln (linke Hand mit Rechtsstellung ging im Trab eine ganze kleine Zirkelrunde, ich war ganz begeistert! Rechte Hand mit Linksstellung gestaltete sich etwas schwieriger, ging dann aber auch ganz gut für eine halbe Runde ungefähr), abwechselnd mit Innenstellung.
Ganz kurz eine HH-Wendung in jede Richtung (war sofort sehr gut) und ein wenig Rückwärts abgefragt (ging auch erstaunlich gut!!), und dann wars gut und er durfte gleich wieder auf die Weide.
Entsprechend haben wir mal ein wenig Zeit miteinander verbracht, ich sah ihm beim Fressen zu und zerquetschte Bremsen auf seinem Fell.
Dann forderte ich ihn einmal auf mitzukommen und entfernte mich ein paar Schritte, und nahm erstaunt zur Kenntnis, dass er tatsächlich den Kopf aus dem Gras nahm und mir ein paar Schritte frei folgte. Dann fraß er wieder ein bisschen, dann gingen wir wieder ein paar Schritte. So bewegten wir uns langsam, langsam, Richtung Ausgang (derzeit aufgrund des großen Weidestücks ungefähr ein 10- Minuten Fußmarsch, wenn man zügig geht). Ungefähr nach der Hälfte wurde es ihm zu blöd oder ich hab ihm zu viel Druck gemacht - er machte kehrt und bewegte sich (langsam, allerdings) wieder zurück. Ich probierete noch ein bissl, ließ ihn noch ein bissl fressen, nahm ihn aber dann trotzdem ans Halfter. Ließ er brav zu und kam auch brav mit so.
Entsprechend haben wir dann nur wenig gemacht.
Zuerst Gebiss angezogen. Tatsächlich geht es momentan recht gut - wenn man ihm nur Zeit lässt. Ich hänge das Gebiss unter sein Maul, dann senkt er mal den Kopf und macht die Augen zu (in RBI-Manier?!). Ich hab halt nix getan, kein Druck, nur dagelassen. Irgendwann begann er am Gebiss rumzuspielen und drauf zu kauen, dann hab ichs vorsichtig ins Mäulchen bugsiert und gut wars. Ja, vielleicht ist es nur eine Sache des Abwartens....
Wir haben dann kurz unsere CR-Übungen gemacht, etwas Über-/Untertreten auf Volten und in den Ecken, Außenstellung im Trab auf Zirkeln (linke Hand mit Rechtsstellung ging im Trab eine ganze kleine Zirkelrunde, ich war ganz begeistert! Rechte Hand mit Linksstellung gestaltete sich etwas schwieriger, ging dann aber auch ganz gut für eine halbe Runde ungefähr), abwechselnd mit Innenstellung.
Ganz kurz eine HH-Wendung in jede Richtung (war sofort sehr gut) und ein wenig Rückwärts abgefragt (ging auch erstaunlich gut!!), und dann wars gut und er durfte gleich wieder auf die Weide.
Montag, 18. Juni 2012
Heiß, heißer, am heißesten.... *schwitz*
Nicht so viel gemacht, etwas Zone 5 Driving. Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, warum das Anhalten erstaunlicherweise nicht so ganz klappen will, begann ich mit Extreme FG , arbeitete mich in Zone 5 - Kein Problem, also Unsicherheit ists nicht.
Dann mit dem Driving begonnen und versucht herauszufinden, ab welcher Distanz in Zone 5 die Schwierigkeiten beim Anhalten eigentlich beginnen. In Zone 4 ist noch alles in Ordnung. Solange ich ihn berühren kann, ist alles in Ordnung (heißt: Anhalten mit mir gemeinsam, Phase 1: ich halte an, Billy hält an). Erst wenn ich so ca. mehr als 1m vom Schweif entfernt bin, beginnt die Reaktion langsamer zu werden (ich halte an, Billy geht noch 3 Schritte und hält dann an). 2-3 m hinterm Schweif (wobei ich dann eh schon am Ende der Leinen bin) nützt es nichts mehr, wenn ich anhalte, Billy stapft weiter, ich muss die Langzügel auch einsetzen.
Hm, ja, *grübel*, und nu? Warum? Ich habe nach wie vor keine Erklärung.
Wir haben zuerst lange das Anhalten mit viel Lob geübt, wo es noch sehr gut geht. Und mich dann zentimeterweise nach hinten "verlagert".
Im Laufe der Einheit ist es gelungen, dass auch am Ende der Leinen ein Whoa genügt, damit Billy stehenbleibt, sogar recht prompt. Es hat dafür aber eben oft und oft den Zügeleinsatz, also Phase 4, gebraucht, und viele Pausen beim Richtigmachen. Am Schluss schien er besser verstanden zu haben, aber erst mal sehen, was das nächste Mal dann bringt.
Nach einer langen Fresspause am Viereckrand hab ich eine Lenk-Übung noch gemacht. 3 Pylonentore aufgestellt und vesucht, einen Achter durchzugehen (1 Tor an jedem äußeren Schluafenende der Acht, ein Tor in der MItte). Was soll ich sagen, ich dachgte nach dem letzten Mal, dass das Lenken doch gut funktioniert, aber heute - ein Desaster ;-). Billy verstand überhaupt nix und ging kreuz und quer, versuchte sich umzudrehen zu mir, ging seitwärts und rückwärts (rückwärts ist übrigens seeehr gut geworden!!). Ok, Strategie geändert und näher an den Pferdepopsch. Wie beim Anhalten, klappte ca. 1m hinterm Schweif alles viel besser. Ich blieb auch beharrlich hinterm Schweif, egal wo Billy hinging (ich ließ also nicht mehr zu, dass er mich in andere Zonen bugsiert - gab dafür aber etwas meinen Focus auf, scheinbar war das aber wichtiger). So funktionierte es wesentlich besser, aber braucht wirklch noch (erstaunlich viel) Übung.
Nicht so viel gemacht, etwas Zone 5 Driving. Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, warum das Anhalten erstaunlicherweise nicht so ganz klappen will, begann ich mit Extreme FG , arbeitete mich in Zone 5 - Kein Problem, also Unsicherheit ists nicht.
Dann mit dem Driving begonnen und versucht herauszufinden, ab welcher Distanz in Zone 5 die Schwierigkeiten beim Anhalten eigentlich beginnen. In Zone 4 ist noch alles in Ordnung. Solange ich ihn berühren kann, ist alles in Ordnung (heißt: Anhalten mit mir gemeinsam, Phase 1: ich halte an, Billy hält an). Erst wenn ich so ca. mehr als 1m vom Schweif entfernt bin, beginnt die Reaktion langsamer zu werden (ich halte an, Billy geht noch 3 Schritte und hält dann an). 2-3 m hinterm Schweif (wobei ich dann eh schon am Ende der Leinen bin) nützt es nichts mehr, wenn ich anhalte, Billy stapft weiter, ich muss die Langzügel auch einsetzen.
Hm, ja, *grübel*, und nu? Warum? Ich habe nach wie vor keine Erklärung.
Wir haben zuerst lange das Anhalten mit viel Lob geübt, wo es noch sehr gut geht. Und mich dann zentimeterweise nach hinten "verlagert".
Im Laufe der Einheit ist es gelungen, dass auch am Ende der Leinen ein Whoa genügt, damit Billy stehenbleibt, sogar recht prompt. Es hat dafür aber eben oft und oft den Zügeleinsatz, also Phase 4, gebraucht, und viele Pausen beim Richtigmachen. Am Schluss schien er besser verstanden zu haben, aber erst mal sehen, was das nächste Mal dann bringt.
Nach einer langen Fresspause am Viereckrand hab ich eine Lenk-Übung noch gemacht. 3 Pylonentore aufgestellt und vesucht, einen Achter durchzugehen (1 Tor an jedem äußeren Schluafenende der Acht, ein Tor in der MItte). Was soll ich sagen, ich dachgte nach dem letzten Mal, dass das Lenken doch gut funktioniert, aber heute - ein Desaster ;-). Billy verstand überhaupt nix und ging kreuz und quer, versuchte sich umzudrehen zu mir, ging seitwärts und rückwärts (rückwärts ist übrigens seeehr gut geworden!!). Ok, Strategie geändert und näher an den Pferdepopsch. Wie beim Anhalten, klappte ca. 1m hinterm Schweif alles viel besser. Ich blieb auch beharrlich hinterm Schweif, egal wo Billy hinging (ich ließ also nicht mehr zu, dass er mich in andere Zonen bugsiert - gab dafür aber etwas meinen Focus auf, scheinbar war das aber wichtiger). So funktionierte es wesentlich besser, aber braucht wirklch noch (erstaunlich viel) Übung.
Sonntag, 17. Juni 2012
Es ist weiter 30° heiß, daher war ich heute schon sehr früh im Stall, da war es noch angenehm. Wir trafen eine Miteinstellerin, die uns mit auf einen Ausritt nahm.
Puh, das war heut wieder mal nicht so gut. Billy war von Anfang an für seine Verhältnisse flott im Schritt unterwegs. Das war noch alles bestens und ok. Dann kamen wir schon zur ersten Wegkreuzung. Billy bog zur kürzeren Runde ab. Das war zwar die, die wir ohnehin gehen wollten, aber es ging die Kontrolle flöten. Anfrage zur Biegung - keine Reaktion. Er dachte, ich wollte den anderen Weg nehmen, und fiel in das ungute Muster - Hals steif machen, damit ich nicht biegen kann, und schneller werden, damit er dort gehen kann, wo er will. Musste mich ziemlich durchsetzen, um ihn biegen zu können, ließ ihn dann ein paarmal 360° Wendungen machen, bis ich die Kontrolle wieder hatte. Dann gings.
Wir kamen zur Galoppwiese, frisch gemäht. Meineherren, gaben die beiden Gas!!! Also die erste Hälfte war für meinen Geschmack etwas flott, ich hatte zu tun, damit Billy hintennach galoppiert und nicht überholt. Dem war echt nach Wettrennen! Dann registrierte Billy langsam wieder, dass ich noch oben saß und ließ sich dann auch wieder brav regulieren und bremsen (möglicherweise ging ihm auch einfach die Puste aus *g*). Wenn ich nur einen Teil von dieser Energie aufs Viereck mitnehmen könnte! ;-)
Der weitere Heimweg war unspektakulär, außer dass das Hafitier der Mitreiterin von irgendwas gestochen worden sein muss, jedenfalls machte er aus dem Halten und dem Nichts heraus einen 2m-hohen Luftsprung, kerzengrade in die Höh mit allen Vieren - sie dersaß es locker, aber sowas hab ich noch nie gesehen *lol*. Den Bach durchquerten wir problemlos (yiiiehaw!!! yes, we can!) und dann waren wir auch schon wieder daheim.
Puh, das war heut wieder mal nicht so gut. Billy war von Anfang an für seine Verhältnisse flott im Schritt unterwegs. Das war noch alles bestens und ok. Dann kamen wir schon zur ersten Wegkreuzung. Billy bog zur kürzeren Runde ab. Das war zwar die, die wir ohnehin gehen wollten, aber es ging die Kontrolle flöten. Anfrage zur Biegung - keine Reaktion. Er dachte, ich wollte den anderen Weg nehmen, und fiel in das ungute Muster - Hals steif machen, damit ich nicht biegen kann, und schneller werden, damit er dort gehen kann, wo er will. Musste mich ziemlich durchsetzen, um ihn biegen zu können, ließ ihn dann ein paarmal 360° Wendungen machen, bis ich die Kontrolle wieder hatte. Dann gings.
Wir kamen zur Galoppwiese, frisch gemäht. Meineherren, gaben die beiden Gas!!! Also die erste Hälfte war für meinen Geschmack etwas flott, ich hatte zu tun, damit Billy hintennach galoppiert und nicht überholt. Dem war echt nach Wettrennen! Dann registrierte Billy langsam wieder, dass ich noch oben saß und ließ sich dann auch wieder brav regulieren und bremsen (möglicherweise ging ihm auch einfach die Puste aus *g*). Wenn ich nur einen Teil von dieser Energie aufs Viereck mitnehmen könnte! ;-)
Der weitere Heimweg war unspektakulär, außer dass das Hafitier der Mitreiterin von irgendwas gestochen worden sein muss, jedenfalls machte er aus dem Halten und dem Nichts heraus einen 2m-hohen Luftsprung, kerzengrade in die Höh mit allen Vieren - sie dersaß es locker, aber sowas hab ich noch nie gesehen *lol*. Den Bach durchquerten wir problemlos (yiiiehaw!!! yes, we can!) und dann waren wir auch schon wieder daheim.
Samstag, 16. Juni 2012
Heute gingen wir zum Aufwärmen (haha, bei 30°) eine kurze Runde um den Stall, mit einer Stallkollegin, die noch nciht viel draußen war und deren Stute lieber zu Hause bleiben möchte. Billy führte sie toll vom Stall weg, als sie mal umdrehen wollte, ritten wir kurz ein paar meter zurück, holten sie quasi wieder ab und weiter gings ;-).
Am Weg im Wald lagen dann gefällte Bäume im Weg - na toll. Nach kurzem Beratschlagen probierte ich mit Billy, ob er meinte, dass er da drüber könnte. Der erste war noch kein Problem. Lag schräg, aber am niedrigen Ende konnte Billy toll drübersteigen. Stuti folgte auch ganz super und souverän. Etwas weiter dann die nächsten Stämme: gleich 3, und dickere, kreuz und quer. Stuti-Besitzerin stieg ab und führte Stuti über die böschung. Ich ließ Billy mal den ersten Stamm ansehen. Er beschloss, dass er da drüberhüpfen kann, also einfach nur so ein kleiner Hüpfer, aus dem Stand. Dann standen wir quasi zwischen den 3 Baumstämmen. Zwei gleich nebeneinander lagen nun vor uns. Ich bin lieber abgestiegen und führte Billy zu der Stelle, die am günstigsten war. Nach längerem Überlegen hopste er auch da drüber, ohne sich weh zu tun :-) . Tolles Trailpferdchen!
Beide wieder aufgestiegen und unsere Runde beendet.
Danach ging ich noch kurz aufs Viereck, aber die Hitze hatte meine Pläne irgendwie zerkocht. Wir galoppierten ein bisschen, Billy war überraschend flott und wollte gern galoppieren. Wir haben also die Dauer-Galopp-Übung gemacht, mehrere Runden, mehr als üblich. Hat er ganz toll gemacht, er schien trotz der Hitze sogar Spaß dran zu haben. Nur die Lenkung ohne Zügel muss noch ordentlich geübt werden im Galopp. Ich meinte schließlich, dass es genug war bei der Hitze, er durfte sich wutzeln, dann grasen, dann gabs eine kleine Dusche, dann nochmal wutzeln und Feierabend !
Am Weg im Wald lagen dann gefällte Bäume im Weg - na toll. Nach kurzem Beratschlagen probierte ich mit Billy, ob er meinte, dass er da drüber könnte. Der erste war noch kein Problem. Lag schräg, aber am niedrigen Ende konnte Billy toll drübersteigen. Stuti folgte auch ganz super und souverän. Etwas weiter dann die nächsten Stämme: gleich 3, und dickere, kreuz und quer. Stuti-Besitzerin stieg ab und führte Stuti über die böschung. Ich ließ Billy mal den ersten Stamm ansehen. Er beschloss, dass er da drüberhüpfen kann, also einfach nur so ein kleiner Hüpfer, aus dem Stand. Dann standen wir quasi zwischen den 3 Baumstämmen. Zwei gleich nebeneinander lagen nun vor uns. Ich bin lieber abgestiegen und führte Billy zu der Stelle, die am günstigsten war. Nach längerem Überlegen hopste er auch da drüber, ohne sich weh zu tun :-) . Tolles Trailpferdchen!
Beide wieder aufgestiegen und unsere Runde beendet.
Danach ging ich noch kurz aufs Viereck, aber die Hitze hatte meine Pläne irgendwie zerkocht. Wir galoppierten ein bisschen, Billy war überraschend flott und wollte gern galoppieren. Wir haben also die Dauer-Galopp-Übung gemacht, mehrere Runden, mehr als üblich. Hat er ganz toll gemacht, er schien trotz der Hitze sogar Spaß dran zu haben. Nur die Lenkung ohne Zügel muss noch ordentlich geübt werden im Galopp. Ich meinte schließlich, dass es genug war bei der Hitze, er durfte sich wutzeln, dann grasen, dann gabs eine kleine Dusche, dann nochmal wutzeln und Feierabend !
Freitag, 15. Juni 2012
Es ist Sommer! Heiß heiß heiß! Das Viereck ist wieder aufgetrocknet und perfekt.
Billy und ich haben heut Liberty gemacht und weiter am Galopp herumgewerkt. Wir kamen beide ganz schön ins Schwitzen ;-) .
Zuallererst muss ich aber einmal einen Fortschritt festhalten, der sich so heimlich, still und leise eingestellt hat, sodass ich ihn selbst fast übersehen und erst heute so richtig wahrgenommen hab: Wenn Billy und ich am Viereck Liberty machen, da war das letztes Jahr schon noch was besonderes. Immerhin hat unser Viereck - zur Erinnerung - keinerlei Einzäunung. Letztes Jahr wars noch nicht so selbstverständlich, ob er bei mir bleibt. Jetzt ist das eigentlich - solange wir mit geringer Distanz arbeiten - eine Selbstverständlichkeit geworden.
Das ist mir heute deshalb bewusst geworden, weil ich ganz zum Schluss 2x versucht habe, ihn auf kleine Zirkel zu schicken. Im Schritt und mit sehr kleinen Zirkeln war das ok, dann war ich kühn und habe Trab gefragt, der Zirkel wurde größer - und prompt verloren wir die Verbindung, und Billy machte sich auf den Weg Richtung Ausgang (und Weide, wo die Kumpels waren - verdenken kann man's ihm also nicht ;-) ). ABER ich joggte dann hinter ihm her, sammelte ihn quasi im Vorbeilaufen wieder ein und machte den verunglückten Zirkel wieder zu einem Stick-to-Me, und so trabte er dann mit mir brav am Ausgang vorbei, offenbar ohne auf die Idee zu kommen, dass er doch gerade auf die Weide gehen wollte.
Die Zirkel lass ich daher momentan, bzw. beschränke mich auf Schritt, bis das besser sitzt.
Zurück zum Galopp im Stick to Me, da gabs diesmal einen schönen Fortschritt. Erstens war Billy heut nicht ganz so übermütig mit Kopfschlenkern drauf, sodass ich mich etwas wohler fühlte. Zweitens klappt es mit dem Abstand immer besser, und auch mit dem Gesichtsausdruck im Trab. Er scheint sich langsam dran zu gewöhnen, dass wir halt nebeneinander hertraben. Ich passe auf, dass ich ihm nicht den Weg abschneide (ich glaube, dass sein Grantgesicht manchmal daher rührt, dass er das Gefühl hat, ich laufe ihm im Weg rum), und beantworte jedes Zu-nahe-Kommen seinerseits mit konsequentem Wegschicken. Das Angaloppieren war heute recht prompt, und das Highlight nach ein wenig Üben eine ganze Runde am Zirkel nebeneinadner galoppieren, mit überraschend freundlichem Gesichtsausdruck seinerseits, ohne Überholen, und das ganze noch dazu auf der schwierigeren linken Hand. Soooo brav der Billy!!
Billy und ich haben heut Liberty gemacht und weiter am Galopp herumgewerkt. Wir kamen beide ganz schön ins Schwitzen ;-) .
Zuallererst muss ich aber einmal einen Fortschritt festhalten, der sich so heimlich, still und leise eingestellt hat, sodass ich ihn selbst fast übersehen und erst heute so richtig wahrgenommen hab: Wenn Billy und ich am Viereck Liberty machen, da war das letztes Jahr schon noch was besonderes. Immerhin hat unser Viereck - zur Erinnerung - keinerlei Einzäunung. Letztes Jahr wars noch nicht so selbstverständlich, ob er bei mir bleibt. Jetzt ist das eigentlich - solange wir mit geringer Distanz arbeiten - eine Selbstverständlichkeit geworden.
Das ist mir heute deshalb bewusst geworden, weil ich ganz zum Schluss 2x versucht habe, ihn auf kleine Zirkel zu schicken. Im Schritt und mit sehr kleinen Zirkeln war das ok, dann war ich kühn und habe Trab gefragt, der Zirkel wurde größer - und prompt verloren wir die Verbindung, und Billy machte sich auf den Weg Richtung Ausgang (und Weide, wo die Kumpels waren - verdenken kann man's ihm also nicht ;-) ). ABER ich joggte dann hinter ihm her, sammelte ihn quasi im Vorbeilaufen wieder ein und machte den verunglückten Zirkel wieder zu einem Stick-to-Me, und so trabte er dann mit mir brav am Ausgang vorbei, offenbar ohne auf die Idee zu kommen, dass er doch gerade auf die Weide gehen wollte.
Die Zirkel lass ich daher momentan, bzw. beschränke mich auf Schritt, bis das besser sitzt.
Zurück zum Galopp im Stick to Me, da gabs diesmal einen schönen Fortschritt. Erstens war Billy heut nicht ganz so übermütig mit Kopfschlenkern drauf, sodass ich mich etwas wohler fühlte. Zweitens klappt es mit dem Abstand immer besser, und auch mit dem Gesichtsausdruck im Trab. Er scheint sich langsam dran zu gewöhnen, dass wir halt nebeneinander hertraben. Ich passe auf, dass ich ihm nicht den Weg abschneide (ich glaube, dass sein Grantgesicht manchmal daher rührt, dass er das Gefühl hat, ich laufe ihm im Weg rum), und beantworte jedes Zu-nahe-Kommen seinerseits mit konsequentem Wegschicken. Das Angaloppieren war heute recht prompt, und das Highlight nach ein wenig Üben eine ganze Runde am Zirkel nebeneinadner galoppieren, mit überraschend freundlichem Gesichtsausdruck seinerseits, ohne Überholen, und das ganze noch dazu auf der schwierigeren linken Hand. Soooo brav der Billy!!
Mittwoch, 13. Juni 2012
Und heute zur Abwechslung wieder ein wenig Finesse.
Es hat sowieso so viel geregnet, dass das Viereck überschwemmt ist. Auch alle Wiesen, mit Weide ist derzeit nix. Billy entsprechend wieder einmal etwas grantiger als zuletzt, und Gras ist ziemlich magnetisch, kein Wunder ;-).
Habe Billy heute das Gebiss angezogen. Begeistert war er nicht, drehte den Kopf weg, aber immerhin flüchtete er nicht gleich Hals über Kopf. Er sah sichs eine Weile an und beschloss dann, es tatsächlich anzunehmen. :-)
Zum Aufwärmen hab ich meine Sitzübungen aus dem Centered Riding gemacht, mit vielen Handwechseln. Billy folgte brav meinem "Melonenkreisen" und "Bälleschupfen" und "Beinequirlen" ;-). Nach und nach Kontakt am Gebiss hergestellt und der Bewegung gefolgt und dabei an die Simulationen von der letzten CR-Stunde gedacht: immer schön atmen, nicht auf die Pferdeohren starren, alle Muskeln möglichst unverkrampft.
Als nächsten Schritt Außenstellungs-Übung in den Ecken hingezugefügt, immer nur 2, 3 Tritte. Klappte gut, wir gingen zu Zirkeln mit abwechselnder Innen- und Außenstellung über. Die sind nun schon richtig schön flüssig; so sehr, dass ich zum Schluss das ganze im Trab probiert hab, und siehe da, sogar das schaffte der Billy für ein paar Trabtritte jeweils (dann verhedderten sich quasi die Beine und ich entließ ihn in die Normal- bzw. Innenstellung), bis hin zu einer halben kleinen Zirkelrunde.
Davor gabs aber noch Vorhand- und Hinterhandwendungen, die Billy am Gebiss schön und sauber erledigte. Wirklich hübsch, einmal die HH-Wendung sogar relativ schnell. Dann noch, weil wir so schön in Fahrt waren, die nächste Übung aus meinem Kreinberg-Buch, das irgendwann zum Neckreining führen soll: Zirkel um eine Tonne, kombiniert mit einer Wendung/Volte vor der Tonne, die irgendwann zu einer HH-Wendung direkt aus dem Schritt und am Außenzügel geritten werden soll. Fürs erste Mal gings nicht so schlecht!
Ich beschloss dann noch kurz zu traben, und offenbar war Billy tatsächlich mal so gut durchgeknetet, dass der Trab gleich vom ersten Schritt an ein Gedicht war quasi: Antraben auf leichte Einwirkung, kein Absterben gleich nach den ersten Tritten (wie sonst oft), von Beginn an kräftiges Abdrücken statt Rumschlurfen, und ein super Rücken-sproing! Williges Biegen in die Ecken, williger Versuch, die gefragte Außenstellung durchzuführen, tolles Sproing-Antraben aus dem Halten. Alles so gut, dass nach nur ganz wenigen Runden dann auch gleich wieder Schluss war und es ein ausgiebiges Sandbad gab.
Es hat sowieso so viel geregnet, dass das Viereck überschwemmt ist. Auch alle Wiesen, mit Weide ist derzeit nix. Billy entsprechend wieder einmal etwas grantiger als zuletzt, und Gras ist ziemlich magnetisch, kein Wunder ;-).
Habe Billy heute das Gebiss angezogen. Begeistert war er nicht, drehte den Kopf weg, aber immerhin flüchtete er nicht gleich Hals über Kopf. Er sah sichs eine Weile an und beschloss dann, es tatsächlich anzunehmen. :-)
Zum Aufwärmen hab ich meine Sitzübungen aus dem Centered Riding gemacht, mit vielen Handwechseln. Billy folgte brav meinem "Melonenkreisen" und "Bälleschupfen" und "Beinequirlen" ;-). Nach und nach Kontakt am Gebiss hergestellt und der Bewegung gefolgt und dabei an die Simulationen von der letzten CR-Stunde gedacht: immer schön atmen, nicht auf die Pferdeohren starren, alle Muskeln möglichst unverkrampft.
Als nächsten Schritt Außenstellungs-Übung in den Ecken hingezugefügt, immer nur 2, 3 Tritte. Klappte gut, wir gingen zu Zirkeln mit abwechselnder Innen- und Außenstellung über. Die sind nun schon richtig schön flüssig; so sehr, dass ich zum Schluss das ganze im Trab probiert hab, und siehe da, sogar das schaffte der Billy für ein paar Trabtritte jeweils (dann verhedderten sich quasi die Beine und ich entließ ihn in die Normal- bzw. Innenstellung), bis hin zu einer halben kleinen Zirkelrunde.
Davor gabs aber noch Vorhand- und Hinterhandwendungen, die Billy am Gebiss schön und sauber erledigte. Wirklich hübsch, einmal die HH-Wendung sogar relativ schnell. Dann noch, weil wir so schön in Fahrt waren, die nächste Übung aus meinem Kreinberg-Buch, das irgendwann zum Neckreining führen soll: Zirkel um eine Tonne, kombiniert mit einer Wendung/Volte vor der Tonne, die irgendwann zu einer HH-Wendung direkt aus dem Schritt und am Außenzügel geritten werden soll. Fürs erste Mal gings nicht so schlecht!
Ich beschloss dann noch kurz zu traben, und offenbar war Billy tatsächlich mal so gut durchgeknetet, dass der Trab gleich vom ersten Schritt an ein Gedicht war quasi: Antraben auf leichte Einwirkung, kein Absterben gleich nach den ersten Tritten (wie sonst oft), von Beginn an kräftiges Abdrücken statt Rumschlurfen, und ein super Rücken-sproing! Williges Biegen in die Ecken, williger Versuch, die gefragte Außenstellung durchzuführen, tolles Sproing-Antraben aus dem Halten. Alles so gut, dass nach nur ganz wenigen Runden dann auch gleich wieder Schluss war und es ein ausgiebiges Sandbad gab.
Montag, 11. Juni 2012
Heute war On Line dran, wieder ein bisschen Driving aus Zone 5 üben.
Anfangs Übergänge. Das Anhalten war wieder schlechter als zuletzt. Ich hab ein bisschen herumexperimentiert und herausgefunden, dass es noch recht gut funktioniert (d.h. ohne Druck auf die Feather Lines, nur auf mein eigenes Stehenbleiben hin bleibt Billy stehen), solange wir in direktem Kontakt sind, also cih in Zone 3, 4, knapp 5. Dann klappts. Sobald die Leinen länger werden und ich weiter weg bin, klappts nicht mehr. Irgendwie seltsam. Da es ja sonst gut geht und Stehenbleiben ihm normalerweise sehr gelegen kommt, glaube ich weiter eher an Miss-Kommunikation als "Willnicht", nur find ich nicht so recht raus warum.
Naja. Dafür klappte plötzlcih Rückwärts überdurchschnittlich gut! Ich hatte begonnen, ihn immer für das Ignorieren aller "Anhalten"-Kommandos dann eben so viele Schritte rückwärts ghen zu lassen, die er vorher quasi "zu viel" vorwärts gegangen war (weil er längst hätte stehenbleiben sollen), und voilà, plötzlich trat er fein und mit kaum Druck flüssig rückwärts!
Was sehr gut ging, waren andere Übergänge. Schritt-Trab-Schritt sowieso, aber auch Halt-Trab (im Gegensatz zu Schritt-Halt), und sogar rückwärts-Trab gelang richtig gut!
Weiters habe ich etwas mehr Lenken hinzugefügt und wir sind ein paar Achter im Schritt und später mit ein paar Schrittchen Trab dazwischen gegangen. Wir eiern dabei noch ziemlich herum, aber prinzipiell versucht Billy zu verstehen, wo Frauli hin will ;-).
Zum Schluss gelang ein richtig gutes Anhalten auf Stimmkommando, da haben wir dann aufgehört.
Anfangs Übergänge. Das Anhalten war wieder schlechter als zuletzt. Ich hab ein bisschen herumexperimentiert und herausgefunden, dass es noch recht gut funktioniert (d.h. ohne Druck auf die Feather Lines, nur auf mein eigenes Stehenbleiben hin bleibt Billy stehen), solange wir in direktem Kontakt sind, also cih in Zone 3, 4, knapp 5. Dann klappts. Sobald die Leinen länger werden und ich weiter weg bin, klappts nicht mehr. Irgendwie seltsam. Da es ja sonst gut geht und Stehenbleiben ihm normalerweise sehr gelegen kommt, glaube ich weiter eher an Miss-Kommunikation als "Willnicht", nur find ich nicht so recht raus warum.
Naja. Dafür klappte plötzlcih Rückwärts überdurchschnittlich gut! Ich hatte begonnen, ihn immer für das Ignorieren aller "Anhalten"-Kommandos dann eben so viele Schritte rückwärts ghen zu lassen, die er vorher quasi "zu viel" vorwärts gegangen war (weil er längst hätte stehenbleiben sollen), und voilà, plötzlich trat er fein und mit kaum Druck flüssig rückwärts!
Was sehr gut ging, waren andere Übergänge. Schritt-Trab-Schritt sowieso, aber auch Halt-Trab (im Gegensatz zu Schritt-Halt), und sogar rückwärts-Trab gelang richtig gut!
Weiters habe ich etwas mehr Lenken hinzugefügt und wir sind ein paar Achter im Schritt und später mit ein paar Schrittchen Trab dazwischen gegangen. Wir eiern dabei noch ziemlich herum, aber prinzipiell versucht Billy zu verstehen, wo Frauli hin will ;-).
Zum Schluss gelang ein richtig gutes Anhalten auf Stimmkommando, da haben wir dann aufgehört.
Donnerstag, 7. Juni 2012
Heute haben wir FreeStyle gemacht: VH- und HH-Wendungen im Wechsel (= direct/indirect Rein Ballett bzw. 360ies), dazwischen zum Auflockern und "Schwungholen" ein bisschen Trab mit Weave ganz ohne Zügel.
Für die Wendungen war mein Ziel, ohne die Zügel auszukommen. Bei der VH-Wendung gelingt das auch, die Hinterhand weicht ja immer leicht. Aber die HH-Wendung bekam ich nicht hin ohne Zügel. Mit der Zeit wurden sie aber beide immer präziser und flüssiger, am Ende richtig gut in beide Richtungen.
Billy musste heut auch mal richtig viel galoppieren, ich habe zuerst eine Art "Cantering Game" probiert, analog dem "Trotting Game", bei dem man die Trab (heute eben Galopp-)Dauer immer weiter erhöht, mit einer Art Passenger Lektion verbunden. Allerdings hatte ich das GEfühl, dass Billy sich etws allein gelassen fühlte ohne jegliche Führung, er torkelte herum und schien zu warten, ob er links oder rechts soll, verfiel dann in einen schwer zu sitzenden Trab, weil er verwirrt war, weil da nix zurück kam, also hab ich dann die Führung wieder übernommen und wir sind sicher 10 Runden durchgaloppiert ;-). Das konnte er am Anfang nicht glauben, aber zum Schluss fand er sich ab mit der Galoppiererei und galoppierte schön ruhig flüssig dahin.
Da war der Zeitpunkt zum Aufhören, es folgte ein schönes Sandbad, ein bisschen Wiese-Trimmen am Viereck-Rand (auf Kommando, selbstverständlich, und es ist toll, wie er während der Arbeit nun meistens fragt, ob er vielleicht darf - er senkt den Kopf ein bisschen, äugt nach hinten dabei: "darf ich, darf ich, darf ich??" - toll!) und dann ab nach Hause - zurück auf die Weide :-).
Für die Wendungen war mein Ziel, ohne die Zügel auszukommen. Bei der VH-Wendung gelingt das auch, die Hinterhand weicht ja immer leicht. Aber die HH-Wendung bekam ich nicht hin ohne Zügel. Mit der Zeit wurden sie aber beide immer präziser und flüssiger, am Ende richtig gut in beide Richtungen.
Billy musste heut auch mal richtig viel galoppieren, ich habe zuerst eine Art "Cantering Game" probiert, analog dem "Trotting Game", bei dem man die Trab (heute eben Galopp-)Dauer immer weiter erhöht, mit einer Art Passenger Lektion verbunden. Allerdings hatte ich das GEfühl, dass Billy sich etws allein gelassen fühlte ohne jegliche Führung, er torkelte herum und schien zu warten, ob er links oder rechts soll, verfiel dann in einen schwer zu sitzenden Trab, weil er verwirrt war, weil da nix zurück kam, also hab ich dann die Führung wieder übernommen und wir sind sicher 10 Runden durchgaloppiert ;-). Das konnte er am Anfang nicht glauben, aber zum Schluss fand er sich ab mit der Galoppiererei und galoppierte schön ruhig flüssig dahin.
Da war der Zeitpunkt zum Aufhören, es folgte ein schönes Sandbad, ein bisschen Wiese-Trimmen am Viereck-Rand (auf Kommando, selbstverständlich, und es ist toll, wie er während der Arbeit nun meistens fragt, ob er vielleicht darf - er senkt den Kopf ein bisschen, äugt nach hinten dabei: "darf ich, darf ich, darf ich??" - toll!) und dann ab nach Hause - zurück auf die Weide :-).
Dienstag, 5. Juni 2012
Heute wieder etwas Liberty, Stick to me im Galopp weiter bearbeitet.
Billy hatte recht viel Go für seine Verhältnisse und war außerdem - ungewöhnlich - guckig in der einen Viereck-Ecke (da war wohl was auf der Weide des Nachbarhügels, was ich nicht sehen konnte). Es war aber recht leicht, ihn bei mir zu behalten, ein kurzes Wort, und er achtete auf mich. Mit vielen Handwechseln an dieser langen SEite, wo er aufpassen und schnell reagieren musste, war das dann bald nicht mehr so interessant.
Nach Handwechseln, Schritt-halt-Trab-Schritt-übergängen probierte ich dann auf dem Zirkel den Galopp. Rechts klappte es gleich sehr gut, das Angaloppieren. 2, 3 Sprünge genügten mir, mehr wollte ich gar nicht. Auf der linken Hand taten wir uns wieder schwerer. Billy geriet in Renntrab, vor mich, grantelte, schüttelte mit Kopf und Hals und giftelte kräftig, sodass ich mich da hinten dann eben unwohl fühle.Mit etwas mehr Abstand und einem kleinen "Vorsprung" für mich klappte dann ein halbherziges Angaloppieren - von Kopfschütteln begleitet (ich weiß nie genau, ob es Übermut und Spiellaune ist oder Grant - ich tippe für heute auf ersteres). Dazwischen hatten wir dann eine Weile Probleme, überhaupt Galopp zu bekommen, und schließlich konnte ich aber mit einem guten Angaloppieren links und dann 3, 4, sauberen Galoppsprüngen, in denen er ungefähr seine Position beibehielt (sprich: mich nicht abdrängte, noch sofort überholte, noch zuerst zurückbleibend dann zu schnell für meinen Geschmack aufholte) und auch danach in halbwegs gesittetem Trab an meiner Seite weiterlief (oft dreht er sich beim Loben sofort zu mir, wie eine Art Bring Back; dabei kommt er mir aber vorn meist näher als ich möchte, er soll parallel zu mir bleiben, wenn er noch ein bisschen "Galoppschwung" im Körper hat).
Brav gemacht und Belohnungsfresschen wohl verdient :-)
Billy hatte recht viel Go für seine Verhältnisse und war außerdem - ungewöhnlich - guckig in der einen Viereck-Ecke (da war wohl was auf der Weide des Nachbarhügels, was ich nicht sehen konnte). Es war aber recht leicht, ihn bei mir zu behalten, ein kurzes Wort, und er achtete auf mich. Mit vielen Handwechseln an dieser langen SEite, wo er aufpassen und schnell reagieren musste, war das dann bald nicht mehr so interessant.
Nach Handwechseln, Schritt-halt-Trab-Schritt-übergängen probierte ich dann auf dem Zirkel den Galopp. Rechts klappte es gleich sehr gut, das Angaloppieren. 2, 3 Sprünge genügten mir, mehr wollte ich gar nicht. Auf der linken Hand taten wir uns wieder schwerer. Billy geriet in Renntrab, vor mich, grantelte, schüttelte mit Kopf und Hals und giftelte kräftig, sodass ich mich da hinten dann eben unwohl fühle.Mit etwas mehr Abstand und einem kleinen "Vorsprung" für mich klappte dann ein halbherziges Angaloppieren - von Kopfschütteln begleitet (ich weiß nie genau, ob es Übermut und Spiellaune ist oder Grant - ich tippe für heute auf ersteres). Dazwischen hatten wir dann eine Weile Probleme, überhaupt Galopp zu bekommen, und schließlich konnte ich aber mit einem guten Angaloppieren links und dann 3, 4, sauberen Galoppsprüngen, in denen er ungefähr seine Position beibehielt (sprich: mich nicht abdrängte, noch sofort überholte, noch zuerst zurückbleibend dann zu schnell für meinen Geschmack aufholte) und auch danach in halbwegs gesittetem Trab an meiner Seite weiterlief (oft dreht er sich beim Loben sofort zu mir, wie eine Art Bring Back; dabei kommt er mir aber vorn meist näher als ich möchte, er soll parallel zu mir bleiben, wenn er noch ein bisschen "Galoppschwung" im Körper hat).
Brav gemacht und Belohnungsfresschen wohl verdient :-)
Dienstag, 29. Mai 2012
Zum Aufwärmen heute habe ich Billy mit den beiden Feather Lines aus Zone 5 ge-drive-t. Überraschung: Nachdem ich es einige Zeit gelassen habe, klappt nun plötzlich das Anhalten um vieles besser. Billy reagiert langsam sehr gut aufs Stop-Wort "Whoa". Also anhalten klappte toll, auch antraben, tw. zulegen im Trab, Schrittparade, Haltparade. Rückwärts klappte nach ein paar Missverständnissen (Billy dachte, ich möchte ihn umdrehen) auch ganz gut für 3-4 Tritte ohne übermäßiges Rumgezerre. Als nächstes verfeinern wir dann die Lenkung.
Danach hab ich Billy mal wieder mit Gebiss + Knoti gezäumt und bin noch ein paar unserer derzeitigen Finesse-Übungen geritten - Zirkel mit Innen- und Außenstellung rund um Hütchen. Auf der rechten Hand klappt nun schon ein ganzer Zirkel relativ flüssig mit Linksstellung. Wieder einmal muss nur ich die Schenkel locker lassen. Herr Professor rügte mich nämlich zwischendurch für das Micromanagment, das sich bei mir eingeschlichen hat: lass ich mal die Unterschenkel locker, blieb er stehen *hüstel*. Also probiert mit Sitz und Schenkeln lockerer zu werden, und siehe da, alles wird flotter und die Außenstellung fühlt sich nicht so verkrampft, sondern recht "natürlich" an.
Das ganze diesmal am Gebiss. Anfangs hatten wir da Missverständnisse, bis wir uns beide mit der vom Knotenhalfterdoch unterschiedlichen Wirkungsweise zurechtgefummelt hatten. Dann klappte es aber wie immer, Billy kaute konzentriert (nicht hektisch) drauf rum. Ich bin gespannt, wie seine Rechnung aussieht, wenn ich das nächste Mal damit komme, ob diese 5-10 Minuten wohl sehr teuer waren ;-).
Dann Gebisszügel beiseite gelegt und mit dem Knoti noch Angaloppieren geübt. Suuper geklappt! Billy hatte ordentlich viel Go heute und wollte sogar gern galoppieren. Ich wollte aber justament heut nur immer ein paar Sprünge, es ging mir um prompte Reaktion auf das Angaloppier-Kommando. Toll hat er das gemacht, mit wirklich viel Energie dahinter im Gegensatz zu meistens sonst. Wir sind auch aus dem Schritt toll angaloppiert, prompte Reaktion. Und schließlich sogar nach einer langen Entspannungspause fast genauso prompt aus dem Halten, und das sogar in den Linksgalopp. Super toll :-).
Danach hab ich Billy mal wieder mit Gebiss + Knoti gezäumt und bin noch ein paar unserer derzeitigen Finesse-Übungen geritten - Zirkel mit Innen- und Außenstellung rund um Hütchen. Auf der rechten Hand klappt nun schon ein ganzer Zirkel relativ flüssig mit Linksstellung. Wieder einmal muss nur ich die Schenkel locker lassen. Herr Professor rügte mich nämlich zwischendurch für das Micromanagment, das sich bei mir eingeschlichen hat: lass ich mal die Unterschenkel locker, blieb er stehen *hüstel*. Also probiert mit Sitz und Schenkeln lockerer zu werden, und siehe da, alles wird flotter und die Außenstellung fühlt sich nicht so verkrampft, sondern recht "natürlich" an.
Das ganze diesmal am Gebiss. Anfangs hatten wir da Missverständnisse, bis wir uns beide mit der vom Knotenhalfterdoch unterschiedlichen Wirkungsweise zurechtgefummelt hatten. Dann klappte es aber wie immer, Billy kaute konzentriert (nicht hektisch) drauf rum. Ich bin gespannt, wie seine Rechnung aussieht, wenn ich das nächste Mal damit komme, ob diese 5-10 Minuten wohl sehr teuer waren ;-).
Dann Gebisszügel beiseite gelegt und mit dem Knoti noch Angaloppieren geübt. Suuper geklappt! Billy hatte ordentlich viel Go heute und wollte sogar gern galoppieren. Ich wollte aber justament heut nur immer ein paar Sprünge, es ging mir um prompte Reaktion auf das Angaloppier-Kommando. Toll hat er das gemacht, mit wirklich viel Energie dahinter im Gegensatz zu meistens sonst. Wir sind auch aus dem Schritt toll angaloppiert, prompte Reaktion. Und schließlich sogar nach einer langen Entspannungspause fast genauso prompt aus dem Halten, und das sogar in den Linksgalopp. Super toll :-).
Freitag, 25. Mai 2012
Heute habe ich nicht allzu viel Zeit gehabt und mit Billy deshalb kurz einen Online-Parcours auf unserer Geländestrecke absolviert. Hat total Spaß gemacht.
Unter anderem haben wir:
Unter anderem haben wir:
- die Vorderbeinchen auf verschiedenen Baumstümpfen abgestellt.
- Circling Game rund um einen Baumstumpf, auf dem ich stand, gemacht.
- Squeeze Game, über die Natur-Cavalettis gehüpft.
- Squeeze Game, gewollt über den 10cm-Bach gehüpft
- den größeren Bach durchwatet.
- Seitwärts bergab von mir weg und seitwärts bergauf auf mich zu (pfuh, letzteres war schweeeer! aber Billy hat sich soo toll bemüht!)
Donnerstag, 24. Mai 2012
Eine schöne Einheit heute!
Ich hab zuerst einen kleinen Trailparcours auf dem Platz aufgebaut: 3 Trabstangen, ein Tor (aus 2 Springständern + Seil), 3 Tonnen.
Zuerst noch einmal das Stick-To-Me aufgepeppt. Ich hab es einmal noch dazwischen geübt, da war es auch mehr Drill, fürchte ich. Jetzt klappt es dafür aber mit genügend Abstand, und der Gesichtsausdruck von Billy ist … nun ja, zwar noch nicht hochmotiviert, aber wenigstens nicht mehr aggressiv. Als wir die Hindernisse dann eingebaut haben, war er relativ wenig unfreundlich *g*. Wir gingen Schritt um die Tonne, öffneten gemeinsam das Tor, ich bugsierte ihn durch, ließ ihn zu mir und von mir weichen, wir trabten gemeinsam über die Stangen. Klappte alles sehr gut. Das Seil war zwar dran, lag aber unberührt über dem Rücken.
Ich wurde mutig genug, zum Schluss auch noch den Galopp zu probieren. Auf der rechten Hand war das ganz gut, relativ promptes Angaloppieren, ich hielt danach immer gleich wieder an und ließ ihm Pause. Links war es schwieriger, nach vielem Trabgerenne, neuerlichem Beharren auf dem Abstand usw. galoppierte Billy ansatzweise auf meine Aufforderung hin an, und dann war auch gleich Schluss, es folgte eine lange Pause.
Dann bin ich noch ein wenig geritten. Kurz Zirkel mit Außenstellung geübt. Klappen noch immer ganz gut, etwas flüssiger könnten sie langsam werden.
Dann FreeStyle unsern Trailparcours genommen. Trabstangen kein Problem. Slalom (meist) auch kein Problem (außer wenn gerade abgelenkt ;-). Dann das Tor. Das üben wir erst zum 2. Mal. Dafür sehr toll! Das einzige, wo es etwas hakt, ist das Rückwärts am Anfang, da ließ sich Herr Billy wieder mal etwas bitten. Komischerweise geht das Rückwärts am Schluss, wenn ich das Tor schließen will, problemlos. Außerdem hat Billy kapiert, wie das geht mit dem Tor, er wurde mir schon fast ein wenig zu selbständig *g* (einparken, vorbei, umdrehen… nur bitte Frauli das „Tor“, auch wenns nur ein Seil ist, vorher öffnen lassen!!!).
Hat richtig Spaß gemacht alles :-)
Ich hab zuerst einen kleinen Trailparcours auf dem Platz aufgebaut: 3 Trabstangen, ein Tor (aus 2 Springständern + Seil), 3 Tonnen.
Zuerst noch einmal das Stick-To-Me aufgepeppt. Ich hab es einmal noch dazwischen geübt, da war es auch mehr Drill, fürchte ich. Jetzt klappt es dafür aber mit genügend Abstand, und der Gesichtsausdruck von Billy ist … nun ja, zwar noch nicht hochmotiviert, aber wenigstens nicht mehr aggressiv. Als wir die Hindernisse dann eingebaut haben, war er relativ wenig unfreundlich *g*. Wir gingen Schritt um die Tonne, öffneten gemeinsam das Tor, ich bugsierte ihn durch, ließ ihn zu mir und von mir weichen, wir trabten gemeinsam über die Stangen. Klappte alles sehr gut. Das Seil war zwar dran, lag aber unberührt über dem Rücken.
Ich wurde mutig genug, zum Schluss auch noch den Galopp zu probieren. Auf der rechten Hand war das ganz gut, relativ promptes Angaloppieren, ich hielt danach immer gleich wieder an und ließ ihm Pause. Links war es schwieriger, nach vielem Trabgerenne, neuerlichem Beharren auf dem Abstand usw. galoppierte Billy ansatzweise auf meine Aufforderung hin an, und dann war auch gleich Schluss, es folgte eine lange Pause.
Dann bin ich noch ein wenig geritten. Kurz Zirkel mit Außenstellung geübt. Klappen noch immer ganz gut, etwas flüssiger könnten sie langsam werden.
Dann FreeStyle unsern Trailparcours genommen. Trabstangen kein Problem. Slalom (meist) auch kein Problem (außer wenn gerade abgelenkt ;-). Dann das Tor. Das üben wir erst zum 2. Mal. Dafür sehr toll! Das einzige, wo es etwas hakt, ist das Rückwärts am Anfang, da ließ sich Herr Billy wieder mal etwas bitten. Komischerweise geht das Rückwärts am Schluss, wenn ich das Tor schließen will, problemlos. Außerdem hat Billy kapiert, wie das geht mit dem Tor, er wurde mir schon fast ein wenig zu selbständig *g* (einparken, vorbei, umdrehen… nur bitte Frauli das „Tor“, auch wenns nur ein Seil ist, vorher öffnen lassen!!!).
Hat richtig Spaß gemacht alles :-)
Montag, 21. Mai 2012
Ich habe heute unser Stick to Me wieder aus der Übungskiste - war gaanz weit unten - gekramt ;-). Ich möcht gern wieder ein bisschen öfter unseren Liberty-Weg verfolgen, das hab ich sehr vernachlässigt in den letzten Monaten.
An mir kleben war prinzipiell kein Problem; aber dass Billy schon zu viel des Guten machen wollte, schon. Er rückt mir wieder auf die Pelle und ist nicht wegzubringen, das ganze mit einem Gesichtsausdruck, der auch nicht gerade Gutes verheißt. Also haben wir anfangs mal am Abstand-halten gearbeitet. Da brauchte Billy heute einige deutliche Ansagen, bevor er das akzeptierte, v.a. im Trab. Aber schließlich ging es gut auf beiden Händen.
Nachdem wir das geklärt hatten, widmete ich mich dem Gesichtsausdruck. Wir trabten einfach so lange, bis mal ein Öhrchen nach vorn kam. Dann hielten wir an und machten Pause mit Kraulen und Entspannen. Kaum traben wir wieder an, kommt das Ohrenanlegen und Nüsternkräuseln wieder. Anfangs brauchten wir immer einige Runden, bis sich was änderte, aber zum Schluss waren nur noch die ersten paar Trabtritte so, und der Ausdruck wurde schon nach ein paar Tritten freundlicher. Damit habe ich es gut sein lassen, werde da aber dran bleiben.
Dann bin ich noch für ein Viertelstündchen auf den Rücken geklettert und habe eine der Centered-Riding-Übungen wiederholt: Volten, dabei die Biegung mit dem Innenschenkel erzeugen wenn möglich, Billy mal an den Außenzügel bringen wenn möglich, und die Hinterhand etwas übertreten lassen in einer Hälfte der Volten. Rechts klappt das super, links bin ich mit dem Innenschenkel sehr unkoordiniert (war auch wieder einmal eine große Erkenntnis in der Stunde!), und es ist Billys schlechtere Biegungs-Seite, also war es da etwas eierig und verhalten und verklemmt, aber wird schon werden.
Zum Auflockern zwischen den beiden Händen mal jeweils kurz angaloppiert, damit das etwas mehr auf den Punkt kommt und wir in der nächsten Stunde da besser dran arbeiten können. Hat er schön gemacht, nach 3 Versuchen dann ein Super-Angaloppieren aus dem Schritt, rechts perfekt, links etwas schwieriger (er zeigt schon wieder öfter Außengalopp auf der linken Hand, das war schon mal besser), dann noch 3 Tritte rückwärts und fertig, Feierabend :-).
An mir kleben war prinzipiell kein Problem; aber dass Billy schon zu viel des Guten machen wollte, schon. Er rückt mir wieder auf die Pelle und ist nicht wegzubringen, das ganze mit einem Gesichtsausdruck, der auch nicht gerade Gutes verheißt. Also haben wir anfangs mal am Abstand-halten gearbeitet. Da brauchte Billy heute einige deutliche Ansagen, bevor er das akzeptierte, v.a. im Trab. Aber schließlich ging es gut auf beiden Händen.
Nachdem wir das geklärt hatten, widmete ich mich dem Gesichtsausdruck. Wir trabten einfach so lange, bis mal ein Öhrchen nach vorn kam. Dann hielten wir an und machten Pause mit Kraulen und Entspannen. Kaum traben wir wieder an, kommt das Ohrenanlegen und Nüsternkräuseln wieder. Anfangs brauchten wir immer einige Runden, bis sich was änderte, aber zum Schluss waren nur noch die ersten paar Trabtritte so, und der Ausdruck wurde schon nach ein paar Tritten freundlicher. Damit habe ich es gut sein lassen, werde da aber dran bleiben.
Dann bin ich noch für ein Viertelstündchen auf den Rücken geklettert und habe eine der Centered-Riding-Übungen wiederholt: Volten, dabei die Biegung mit dem Innenschenkel erzeugen wenn möglich, Billy mal an den Außenzügel bringen wenn möglich, und die Hinterhand etwas übertreten lassen in einer Hälfte der Volten. Rechts klappt das super, links bin ich mit dem Innenschenkel sehr unkoordiniert (war auch wieder einmal eine große Erkenntnis in der Stunde!), und es ist Billys schlechtere Biegungs-Seite, also war es da etwas eierig und verhalten und verklemmt, aber wird schon werden.
Zum Auflockern zwischen den beiden Händen mal jeweils kurz angaloppiert, damit das etwas mehr auf den Punkt kommt und wir in der nächsten Stunde da besser dran arbeiten können. Hat er schön gemacht, nach 3 Versuchen dann ein Super-Angaloppieren aus dem Schritt, rechts perfekt, links etwas schwieriger (er zeigt schon wieder öfter Außengalopp auf der linken Hand, das war schon mal besser), dann noch 3 Tritte rückwärts und fertig, Feierabend :-).
Samstag, 19. Mai 2012
Heute wurde ich wieder ge-centered ;-).
Wir haben heute das Treiben durchgenommen, mit "Sprudeln" und Bildern von Handmixer-Quirln. Hat auch ganz nette Effekte auf Billy, wenn ichs mal richtig mach; nur genau hinspüren, damit hab ichs immer noch nicht so, obwohl ich mich bemühe. Jedenfalls hab ich für die nächsten Wochen gut Übungsmaterial: Ecken sprudelnd reiten ;-). Volten mit Übertreten, und Sprudeln sogar im Galopp *ächz*.
Nach den Reitstunden von mir und einer Miteinstellerin machten wir noch Simulationen mit Gebiss. Eine von uns beiden spielte das Pferd mit seiner Nickbewegung im SChritt, die andere folge am Zügel mit leichtem Kontakt. Dann Experimente: Reiter hält Luft an. Atmet wieder. Reiter rollt große Zehe ein. Wieder aus. Reiter focussiert einen Punkt ganz stark. Was man als "Pferd" hier fühlt, ist echt enorm, besonders beeindruckt hat mich, als mein "Reiter" die Luft anhielt - sehr erhellend! Sollte jeder mal ausprobieren!
Wir haben heute das Treiben durchgenommen, mit "Sprudeln" und Bildern von Handmixer-Quirln. Hat auch ganz nette Effekte auf Billy, wenn ichs mal richtig mach; nur genau hinspüren, damit hab ichs immer noch nicht so, obwohl ich mich bemühe. Jedenfalls hab ich für die nächsten Wochen gut Übungsmaterial: Ecken sprudelnd reiten ;-). Volten mit Übertreten, und Sprudeln sogar im Galopp *ächz*.
Nach den Reitstunden von mir und einer Miteinstellerin machten wir noch Simulationen mit Gebiss. Eine von uns beiden spielte das Pferd mit seiner Nickbewegung im SChritt, die andere folge am Zügel mit leichtem Kontakt. Dann Experimente: Reiter hält Luft an. Atmet wieder. Reiter rollt große Zehe ein. Wieder aus. Reiter focussiert einen Punkt ganz stark. Was man als "Pferd" hier fühlt, ist echt enorm, besonders beeindruckt hat mich, als mein "Reiter" die Luft anhielt - sehr erhellend! Sollte jeder mal ausprobieren!
Freitag, 18. Mai 2012
Cow-Work unfreiwillig
Aufregend heute!
Zuerst habe ich für uns einmal ein paar Stangen aufgebaut, und ein "Tor" aus 2 Springständern und Seil. Möchte das üben und dabei unser Sideways und Backup verfeinern. Außerdem noch 3 Trabstangen.
Billy und ich waren also konzentriert bei der Arbeit. Das Tor haben wir 2x geöffnet und geschlossen - toll fürs erste Mal probieren! Noch nicht perfekt (sagen wir mal so: mir wäre wahrscheinlich nicht nur ein Stück, sondern eine ganze Herde Kühe locker entfleucht, während ich versuchte, die Vorgangsweise des Schließensdes Tors an Billys Füße weiterzuvermitteln *g*), aber ich war sehr angetan.
Zwischendurch die Stangen im Trab überwunden, auch sehr brav.
Dann gab es plötzlich was zu schauen. Billy stellte sich an die lange Seite und starrte auf die Weide. Und tatsächlich, weit weg, als kleine Pünktchen, sah ich unsere Stallbesitzer und bei ihnen - ein Fleckvieh. Ah, dachte ich, unsere Kuh! Wir sollen nämlich in nächster Zeit eine Kuh bekommen. Die wird mit den Pferden auf der Weide mitlaufen. Gwöhnungsprogramm für diejenigen, die damit bei Ausritten so Probleme haben ;-). Letztes Jahr war es schon geplant, wurde aber ncihts.
Hier also jetzt die Kuh! Billy starrte. Ich ließ ihn und erklärte ihm, er solle sich shcon einmal mit dem Tier anfreunden.
Billy starrte, war noch ansprechbar, alles in Ordnung.
Kurz drauf dachte ich schon: Naja, halfterführige Kuh ist anders. Die Kuh war nämlich den Stallbesitzern entfleucht und galoppierte fröhlich über die Weide. Die Stallbesitzer hinterher, trieben sie Richtung Winterkoppel. Einer von ihnen öffnete die Winterkoppel mit dem seitlichen Tor (was gleichzeitig die anderen Pferde von der Winterkoppel aussperrt). Offenbar war geplant, die Kuh genau hier reinzutreiben (d.h. so 2m am Viereck vorbei entlang). Billy starrte immer gebannter. Die Kuh galoppierte näher, und Billy legte einen wunderhübschen Rollback an den Tag, galoppierte eine Volte (he, ich hab immer geglaubt, er kann das nicht!!!!), legte einen super Galopp-Halt-ÜBergang hin und starrte weiter. Dazwischen bewegte er sich auch auf die Kuh zu, um besser sehen zu können.
Dann machte die Kuh ihrerseits einen Rollback und dachte offenbar nicht daran, auf die Winterkoppel zu laufen. Stattdessen bog sie ab, an den fluchenden Stallbesitzern vorbei, quer über den Hof. Immer mehr Leut hinterher. Inzwischen standen alle Pferde aufgereiht am Zaun und verfolgten neugierig das sich bietende Schauspiel ("endlich mal was g'scheites im Fernsehen!"). Den Stallbesitzern gelang es, die Kuh in die Gerätehalle zu treiben. Hinter verschlossenen Türen hörte man einiges an Krachen und Poltern.
Billy und ich hatten genug geschaut (gearbeitet sowieso) und machten Schluss für heute. Dann konnte ich auch erfahren, dass das natürlich nicht "unsere" Kuh ist, sondern eine, die schon vor 1,2 Tagen von ihrer Weide entfleucht und hier endlich gesichtet worden war, eine völlig unzahme, daher das Getreibe und Gepoltere, war für alle Beteiligten wohl nicht lustig; wenig später wurde sie dann von ihrem Besitzer mit dem Hänger geholt und heimgebracht.
Ich war sehr stolz auf den neugierigen Billy, der außer 3 Galoppsprüngen nichts weiter machte als zuzusehen... auf dem heimischen Viereck halt zumindest: Im Gelände, wo wir nicht zu Hause sind, hätte die Confidence bei uns beiden wohl gleich ganz anders ausgesehen ;-).
Zuerst habe ich für uns einmal ein paar Stangen aufgebaut, und ein "Tor" aus 2 Springständern und Seil. Möchte das üben und dabei unser Sideways und Backup verfeinern. Außerdem noch 3 Trabstangen.
Billy und ich waren also konzentriert bei der Arbeit. Das Tor haben wir 2x geöffnet und geschlossen - toll fürs erste Mal probieren! Noch nicht perfekt (sagen wir mal so: mir wäre wahrscheinlich nicht nur ein Stück, sondern eine ganze Herde Kühe locker entfleucht, während ich versuchte, die Vorgangsweise des Schließensdes Tors an Billys Füße weiterzuvermitteln *g*), aber ich war sehr angetan.
Zwischendurch die Stangen im Trab überwunden, auch sehr brav.
Dann gab es plötzlich was zu schauen. Billy stellte sich an die lange Seite und starrte auf die Weide. Und tatsächlich, weit weg, als kleine Pünktchen, sah ich unsere Stallbesitzer und bei ihnen - ein Fleckvieh. Ah, dachte ich, unsere Kuh! Wir sollen nämlich in nächster Zeit eine Kuh bekommen. Die wird mit den Pferden auf der Weide mitlaufen. Gwöhnungsprogramm für diejenigen, die damit bei Ausritten so Probleme haben ;-). Letztes Jahr war es schon geplant, wurde aber ncihts.
Hier also jetzt die Kuh! Billy starrte. Ich ließ ihn und erklärte ihm, er solle sich shcon einmal mit dem Tier anfreunden.
Billy starrte, war noch ansprechbar, alles in Ordnung.
Kurz drauf dachte ich schon: Naja, halfterführige Kuh ist anders. Die Kuh war nämlich den Stallbesitzern entfleucht und galoppierte fröhlich über die Weide. Die Stallbesitzer hinterher, trieben sie Richtung Winterkoppel. Einer von ihnen öffnete die Winterkoppel mit dem seitlichen Tor (was gleichzeitig die anderen Pferde von der Winterkoppel aussperrt). Offenbar war geplant, die Kuh genau hier reinzutreiben (d.h. so 2m am Viereck vorbei entlang). Billy starrte immer gebannter. Die Kuh galoppierte näher, und Billy legte einen wunderhübschen Rollback an den Tag, galoppierte eine Volte (he, ich hab immer geglaubt, er kann das nicht!!!!), legte einen super Galopp-Halt-ÜBergang hin und starrte weiter. Dazwischen bewegte er sich auch auf die Kuh zu, um besser sehen zu können.
Dann machte die Kuh ihrerseits einen Rollback und dachte offenbar nicht daran, auf die Winterkoppel zu laufen. Stattdessen bog sie ab, an den fluchenden Stallbesitzern vorbei, quer über den Hof. Immer mehr Leut hinterher. Inzwischen standen alle Pferde aufgereiht am Zaun und verfolgten neugierig das sich bietende Schauspiel ("endlich mal was g'scheites im Fernsehen!"). Den Stallbesitzern gelang es, die Kuh in die Gerätehalle zu treiben. Hinter verschlossenen Türen hörte man einiges an Krachen und Poltern.
Billy und ich hatten genug geschaut (gearbeitet sowieso) und machten Schluss für heute. Dann konnte ich auch erfahren, dass das natürlich nicht "unsere" Kuh ist, sondern eine, die schon vor 1,2 Tagen von ihrer Weide entfleucht und hier endlich gesichtet worden war, eine völlig unzahme, daher das Getreibe und Gepoltere, war für alle Beteiligten wohl nicht lustig; wenig später wurde sie dann von ihrem Besitzer mit dem Hänger geholt und heimgebracht.
Ich war sehr stolz auf den neugierigen Billy, der außer 3 Galoppsprüngen nichts weiter machte als zuzusehen... auf dem heimischen Viereck halt zumindest: Im Gelände, wo wir nicht zu Hause sind, hätte die Confidence bei uns beiden wohl gleich ganz anders ausgesehen ;-).
Donnerstag, 10. Mai 2012
Heute gabs ein bisschen On Line - Figure 8 mit Galopp. Zum ersten Mal seit langem wieder habe ich das Lasso dafür hergenommen.
Billy war recht gut drauf; das Grün am Viereckrand war sehr magnetisch, sowie auch die beiden anwesenden Pferdekollegen (das kenn ich von ihm überhaupt nicht). Ich war ziemlich bald frustriert wegen meiner fehlenden Lasso-Handling-Kompetenzen. Ich muss das Ding öfter hernehmen!
Von rechts nach links gelang bald ein fliegender Galoppwechsel, aber umgekehrt länger nicht, ich war zu langsam und bekam entweder gar keinen Richtungswechsel (zu langsam) oder einen über Trab und Schritt (auch zu langsam, zu wenige Platz gemacht).
Etwas frustriert zog ich vom Platz und probierte es nochmal in der Halle, und siehe da, dort klappte es recht schnell auch in die andere Richtung.
Weil ich dann schon in der Halle war, machten wir noch kurz Liberty, aber außer dem Stick to Me klappte ehrlich gesagt gar nix, sodass ich es lieber wieder bleiben ließ. Muss ich wieder etwas planvoller angehen...
Billy war recht gut drauf; das Grün am Viereckrand war sehr magnetisch, sowie auch die beiden anwesenden Pferdekollegen (das kenn ich von ihm überhaupt nicht). Ich war ziemlich bald frustriert wegen meiner fehlenden Lasso-Handling-Kompetenzen. Ich muss das Ding öfter hernehmen!
Von rechts nach links gelang bald ein fliegender Galoppwechsel, aber umgekehrt länger nicht, ich war zu langsam und bekam entweder gar keinen Richtungswechsel (zu langsam) oder einen über Trab und Schritt (auch zu langsam, zu wenige Platz gemacht).
Etwas frustriert zog ich vom Platz und probierte es nochmal in der Halle, und siehe da, dort klappte es recht schnell auch in die andere Richtung.
Weil ich dann schon in der Halle war, machten wir noch kurz Liberty, aber außer dem Stick to Me klappte ehrlich gesagt gar nix, sodass ich es lieber wieder bleiben ließ. Muss ich wieder etwas planvoller angehen...
Dienstag, 8. Mai 2012
Aaah, weiterhin herrliches Wetter. Sonnenschein wechselt sich in den letzten Tagen ständig mit Regenschauern und Gewittern ab -- ideal fürs Gras, es sprießt so richtig, endlich! Die Weidesaison ist nicht mehr weit!
Daher waren Billy und ich heute hauptsächlich grasen gemeinsam. Meine Nicht-Grasen-Übung hab ich nur ein paarmal zwischendurch verlangt, meistens durfte er ungestört fressen. Zuerst mal 20 Minuten, dann haben wir kurz was gemacht, dann nochmal 30 Minuten.
Dazwischen waren wir kurz im Gelände rund um den Hausberg. Ich hab mir ein neues Sattel-Test-Knet-Pad gebastelt und den Sattel getestet. Ich hab ein wenig Angst, dass er vorn zu viel Gewicht hat oder gar zu wenig Widerristfreiheit. Also Pad drunter (ist mit Knetmasse gefüllt und zeigt, wenn es irgendwo Druckspitzen gibt) und in allen Gangarten 20 Minuten Gas gegeben. Sattel runter, Pad beäugt - wie unbenutzt. Schon wieder. Ich hatte mir extra ein neues gebastelt, weil ich bei meinem vorigen langsam den Eindruck bekam, dass mit dem Testpad was nicht stimmen kann, weil es ebenfalls nie was angezeigt hat, quasi ideal. Tja, mit diesem hier das gleiche, also dann.... nehme ich mal an, dass nix groß drücken kann. Wenn der Sattelmensch, den ich vor 3 Monaten (und dann noch 2x) angeschrieben habe, sich endlich mal melden würde, fänd ichs aber trotzdem ganz nett *grummel*.
Jedenfalls: ein schöner entspannter Abend heute mit viel Undemanding Time. :-)
Daher waren Billy und ich heute hauptsächlich grasen gemeinsam. Meine Nicht-Grasen-Übung hab ich nur ein paarmal zwischendurch verlangt, meistens durfte er ungestört fressen. Zuerst mal 20 Minuten, dann haben wir kurz was gemacht, dann nochmal 30 Minuten.
Dazwischen waren wir kurz im Gelände rund um den Hausberg. Ich hab mir ein neues Sattel-Test-Knet-Pad gebastelt und den Sattel getestet. Ich hab ein wenig Angst, dass er vorn zu viel Gewicht hat oder gar zu wenig Widerristfreiheit. Also Pad drunter (ist mit Knetmasse gefüllt und zeigt, wenn es irgendwo Druckspitzen gibt) und in allen Gangarten 20 Minuten Gas gegeben. Sattel runter, Pad beäugt - wie unbenutzt. Schon wieder. Ich hatte mir extra ein neues gebastelt, weil ich bei meinem vorigen langsam den Eindruck bekam, dass mit dem Testpad was nicht stimmen kann, weil es ebenfalls nie was angezeigt hat, quasi ideal. Tja, mit diesem hier das gleiche, also dann.... nehme ich mal an, dass nix groß drücken kann. Wenn der Sattelmensch, den ich vor 3 Monaten (und dann noch 2x) angeschrieben habe, sich endlich mal melden würde, fänd ichs aber trotzdem ganz nett *grummel*.
Jedenfalls: ein schöner entspannter Abend heute mit viel Undemanding Time. :-)
Sonntag, 6. Mai 2012
Trail-Pferdchen :-)
Und schon wieder bin ich soo stolz auf den Billy. Ich glaube heut hab ich beschlossen, dass er eine Zukunft als Trail-Pferdchen hat.
Zum ersten Mal seit Eeewigkeiten hab ich mich entschlossen, mich allein auf einen Ausritt zu wagen. Wir haben ja jede Menge Confidence gesammelt, aber immer nur in der Gruppe. Ein bisschen Bammel hatte ich, dass das womöglich alles nur noch schlimmer gemacht hat, sprich: Wir allein überhaupt nicht mehr weiterkommen und er sich weigert, mit mir allein weg zu gehen.
Der Bammel war aber unbegründet, das viele Ausreiten scheint eher tatsächlich geholfen zu haben - und sei es nur, dass ICH nun confidenter bin. Das ist ja ohnehin unser Haupt-Knackpunkt.
Ich hatte zuvor eine kleine Runde zu Fuß erkundet, durch einen Wald am Straßenrand, wo wir noch nie waren und wo man der STraße quasi auf Waldwegen ausweichen kann. Ein wunderschöner Wald, unser STallbesitzer und Anrainer nennen ihn "Märchenwald". Unter anderem deshalb, weil sich schon so gut wie jeder der Anrainer drin verritten hat. Aber äh, dachte ich, so groß ist das doch nicht, und solange es bergab geht, ist die Richtung ok *g*.
Billy und ich machten uns also bei langsam herannahendem Gewitter auf unsere kleine Runde. Er war richtig toll. Ließ sich brav vom Stall wegreiten, machte brav die "Nichtfressen-"Übungen mit (grooooße Fortschritte *freu*) und stapfte mit fleißigem Vorwärts die Wiese entlang und ließ sich von mir nur mit Schenkel auf der Linie halten, die ich wollte - mittlerweile gehen wir auch schon meistens durch Pfützen und sowas durch wenn Fraulis Schenkel es so wollen ;-).
Dann gings kurz durch den heimischen Wald, wo uns unten das von früher so gefürchtete Rinnsal erwartete. Das war heute wirklich nur 5cm breit, außerdem ist da ein Bagger gefahren und hat netterweise die großen Felsbrocken entfernt. Wir haben es in wunderschöner Manier hinter uns gebracht: Billy blieb stehen und beäugte das ganze. Ich ließ ihn. Billy fragte ob er umdrehen dürfte. Ich sagte nein. Billy durfte weiter den 5cm breiten, reißenden Fluß begutachten. Und beschloss dann seufzend, dass ers halt versucht, senkte den Kopf, wählte exakt wo er hintrat und überwand so die reißenden Fluten ;-). Bestes Pferd der Welt :-).
Danach gings ein Stückchen die Straße entlang. Aufgeregt nahm Billy zur Kenntnis, dass der Nachbarstall schon angeweidet hat. Frechheit! Mit großen Augen starrte er die fremden Pferde oben auf der Anhöhe an. Da war ich ein bisschen angespannt, ob er das wohl nervlich packt, aber er packte ;-).
Dann kam der große Moment, wir bogen von der Heimwärts-Straße ab und näherten uns selbigem Nachbarstall für ein paar Meter. Da sind wir noch nie gegangen, allein schon gar nicht. Aber auch hier gehorchte er superbrav nur Schenkel... ok, gemma halt hier, auch recht. Die fremden Pferde - nun näher und auf Augenhöhe, brachten ihn trotzdem etwas aus dem seelischen Gleichgewicht. Da bogen wir aber schon in den Wald ab, und dort wars einfach nur herrlich. Zuerst durfte er einmal ausgiebig grasen, weil da war so schönes büscheliges Gras. Durchsetzt mit ein paar "Nicht-Fressen-"Übungen.
Dann donnerte es in der Ferne, und Frauli befand, man sollte vielleicht besser weitergehen, um langsam heimzukommen. Wir gingen den Weg entlang, den ich vorher entdeckt hatte. Wir kamen zu der lichten Stelle, die ich vorher durchquert hatte, wo der eine Weg aufhört, nach ein paar Metern durch den Wald aber der andere anfängt und wieder retour auf die Straße führt.
Nur: Frauli fand den anderen Weg tatsächlich nicht mehr! Verwünschter Märchenwald, zefix!
Dafür entdeckte ich einen anderen Weg, wunderbar markiert, so richtig für Dummies aus der Stadt, alle paar Meter ein großer dunkelblauer Punkt auf Bäumen, links und rechts, und ein sehr ausgelatschter, aber sehr schmaler Pfad. Muss ja auch wohin führen, nicht wahr?? Billy und ich folgten dem blau markierten Pfad.
Und wieder bewies er die Trail-Pferde-Qualitäten, ich war ja so stolz! Da lag ein Baumstamm quer überm Weg. Egal, Billy stieg drüber (ohne Anzustoßen). Da lag ein ganzes Dickicht an Zweigen im Weg. Egal, Billy suchte sich seinen Weg. Da waren Stufen aus Wurzeln. Egal, Billy kletterte. Eine Böschung, bergauf und bergab. Billy klettert. Ein Reh kreuzt unsern Pfad. Billy schaut nur. Ein Matschloch. Billy schlappft durch.
Das war herrlich, ein richtiger Trailparcours!
Irgendwann endete der schmale blau markierte Pfad und mündete in einen Weg, der nur wenige Meter von der Straße entfernt parallel zu dieser verläuft. Den kenne ich, er führt auf die Straße und nach Hause. Doof nur: Die Kreuzung, gekennzeichnet auch noch von einem wirklich tiefen Graben, der nur an einer Stelle gut passierbar ist, war von einem gefallenen Baum derart blockiert, dass ich keien Möglichkeit sah, dorthin zu gelangen. Hm. Donner kam langsam näher.
Billy gewendet (und gefreut über die schön saubere Hinterhandwendung, da war nämlich nicht mehr Platz) und alles wieder zurück. Wurzelstufen bergab, Matschloch durch, Böschung rauf und runter, Zweigelabyrinth durchritten, Baumstamm drübergestapft. So, wieder auf der Lichtung. Wo war nur dieser blöde Weg, der unten am Bach entlang führte. Immer bergab, hatte ich gesagt, nicht wahr? Also los. Bergab.
Dickicht wurde leider immer Dickichtiger, Billy walzte sich seinen Weg da schon durch, aber es wurde doch langsam unangenehm, und der Förster freut sich auch... nö, hier gehts nicht weiter. Nochmal gewendet auf noch kleinerem Raum, dann einfach möglichst seitlich ans Pferd gehängt und Billy den Weg zurück auf die Lichtung suchen lassen.
Es donnerte nun schon ziemlich nahe und Wind kam auf. Ich konnte unten den Bach SEHEN aber kam nicht hin, und ich konnte die Straße auch SEHEN, aber kam nicht hin. Verflixter Märchenwald aber auch! Ich beschloss, alles wieder zurückzureiten, bis zu den Koppeln des Nachbarstalls. Nach kurzem Suchen diesen Weg sogar gefunden, dann gings alles zurück: Wieder über 2x trockene Bachbetten, bergauf, bergab, über Wurzeln, über Baumstämme und durch engstehende Bäume durchgefädelt. Ah, da ist er ja, der Weg. Dort gabs Matschlöcher zu Hauf, Billy trottete brav durch wenn ich wollte oder umrundete sie, wenn er durfte.
Dann kamen die Koppeln und die fremdnen Pferde in Sicht, uff, geschafft. Am Waldrand, als die andern Pferde in sein Sichtfeld kamen, erschrak Billy so sehr, dass es ihn mit allen Vieren ein paar Meter seitwärts versetzte (dank Zentrierung war das aber eigentlich nur lustig) und dann alle Viere von sich spreizte und starrte, bis er erkannte, dass das eben die gerade gesehenen Pferde waren ... dann ging er brav, wenn auch etwas aufgeregt, die Straße entlang, und dann waren wir ja auch schon fast zu Haus.
Im heimischen Wald mussten wir noch einen ganzen Baum mitsamt Ästen überklettern (da kommt dann der Bulldozer in Billy wieder zum Vorschein - einfach Augen zu und durch, was mir nur bis zur Brust geht, kann ich plattwalzen *g*) und das früher noch viel mehr angstbesetzte Gatschloch überwinden - siehe da, da kann man jetzt nicht nur drüber, sondern REIN steigen, nicht mehr in einem 5-M-Satz drüberhopsen! Bestes Pferd der Welt!
Noch eine Trail-Pferde-Prüfung hatten wir zu bestehen, auf dem heimischen Weg kamen uns ein paar Pferde uneres Stalls entgegen. Kurz angehalten, geplaudert, und dann wie selbstverständlich allein in unserer Richtung weitergeritten.
Hach, bestes Pferd der Welt.
Da beste aller Pferde durfte noch grasen, bis die ersten Regentropfen fielen, dann flüchteten wir uns in den Putzraum vor dem ausbrechenden Platzregen und Gewitter.
Zum ersten Mal seit Eeewigkeiten hab ich mich entschlossen, mich allein auf einen Ausritt zu wagen. Wir haben ja jede Menge Confidence gesammelt, aber immer nur in der Gruppe. Ein bisschen Bammel hatte ich, dass das womöglich alles nur noch schlimmer gemacht hat, sprich: Wir allein überhaupt nicht mehr weiterkommen und er sich weigert, mit mir allein weg zu gehen.
Der Bammel war aber unbegründet, das viele Ausreiten scheint eher tatsächlich geholfen zu haben - und sei es nur, dass ICH nun confidenter bin. Das ist ja ohnehin unser Haupt-Knackpunkt.
Ich hatte zuvor eine kleine Runde zu Fuß erkundet, durch einen Wald am Straßenrand, wo wir noch nie waren und wo man der STraße quasi auf Waldwegen ausweichen kann. Ein wunderschöner Wald, unser STallbesitzer und Anrainer nennen ihn "Märchenwald". Unter anderem deshalb, weil sich schon so gut wie jeder der Anrainer drin verritten hat. Aber äh, dachte ich, so groß ist das doch nicht, und solange es bergab geht, ist die Richtung ok *g*.
Billy und ich machten uns also bei langsam herannahendem Gewitter auf unsere kleine Runde. Er war richtig toll. Ließ sich brav vom Stall wegreiten, machte brav die "Nichtfressen-"Übungen mit (grooooße Fortschritte *freu*) und stapfte mit fleißigem Vorwärts die Wiese entlang und ließ sich von mir nur mit Schenkel auf der Linie halten, die ich wollte - mittlerweile gehen wir auch schon meistens durch Pfützen und sowas durch wenn Fraulis Schenkel es so wollen ;-).
Dann gings kurz durch den heimischen Wald, wo uns unten das von früher so gefürchtete Rinnsal erwartete. Das war heute wirklich nur 5cm breit, außerdem ist da ein Bagger gefahren und hat netterweise die großen Felsbrocken entfernt. Wir haben es in wunderschöner Manier hinter uns gebracht: Billy blieb stehen und beäugte das ganze. Ich ließ ihn. Billy fragte ob er umdrehen dürfte. Ich sagte nein. Billy durfte weiter den 5cm breiten, reißenden Fluß begutachten. Und beschloss dann seufzend, dass ers halt versucht, senkte den Kopf, wählte exakt wo er hintrat und überwand so die reißenden Fluten ;-). Bestes Pferd der Welt :-).
Danach gings ein Stückchen die Straße entlang. Aufgeregt nahm Billy zur Kenntnis, dass der Nachbarstall schon angeweidet hat. Frechheit! Mit großen Augen starrte er die fremden Pferde oben auf der Anhöhe an. Da war ich ein bisschen angespannt, ob er das wohl nervlich packt, aber er packte ;-).
Dann kam der große Moment, wir bogen von der Heimwärts-Straße ab und näherten uns selbigem Nachbarstall für ein paar Meter. Da sind wir noch nie gegangen, allein schon gar nicht. Aber auch hier gehorchte er superbrav nur Schenkel... ok, gemma halt hier, auch recht. Die fremden Pferde - nun näher und auf Augenhöhe, brachten ihn trotzdem etwas aus dem seelischen Gleichgewicht. Da bogen wir aber schon in den Wald ab, und dort wars einfach nur herrlich. Zuerst durfte er einmal ausgiebig grasen, weil da war so schönes büscheliges Gras. Durchsetzt mit ein paar "Nicht-Fressen-"Übungen.
Dann donnerte es in der Ferne, und Frauli befand, man sollte vielleicht besser weitergehen, um langsam heimzukommen. Wir gingen den Weg entlang, den ich vorher entdeckt hatte. Wir kamen zu der lichten Stelle, die ich vorher durchquert hatte, wo der eine Weg aufhört, nach ein paar Metern durch den Wald aber der andere anfängt und wieder retour auf die Straße führt.
Nur: Frauli fand den anderen Weg tatsächlich nicht mehr! Verwünschter Märchenwald, zefix!
Dafür entdeckte ich einen anderen Weg, wunderbar markiert, so richtig für Dummies aus der Stadt, alle paar Meter ein großer dunkelblauer Punkt auf Bäumen, links und rechts, und ein sehr ausgelatschter, aber sehr schmaler Pfad. Muss ja auch wohin führen, nicht wahr?? Billy und ich folgten dem blau markierten Pfad.
Und wieder bewies er die Trail-Pferde-Qualitäten, ich war ja so stolz! Da lag ein Baumstamm quer überm Weg. Egal, Billy stieg drüber (ohne Anzustoßen). Da lag ein ganzes Dickicht an Zweigen im Weg. Egal, Billy suchte sich seinen Weg. Da waren Stufen aus Wurzeln. Egal, Billy kletterte. Eine Böschung, bergauf und bergab. Billy klettert. Ein Reh kreuzt unsern Pfad. Billy schaut nur. Ein Matschloch. Billy schlappft durch.
Das war herrlich, ein richtiger Trailparcours!
Irgendwann endete der schmale blau markierte Pfad und mündete in einen Weg, der nur wenige Meter von der Straße entfernt parallel zu dieser verläuft. Den kenne ich, er führt auf die Straße und nach Hause. Doof nur: Die Kreuzung, gekennzeichnet auch noch von einem wirklich tiefen Graben, der nur an einer Stelle gut passierbar ist, war von einem gefallenen Baum derart blockiert, dass ich keien Möglichkeit sah, dorthin zu gelangen. Hm. Donner kam langsam näher.
Billy gewendet (und gefreut über die schön saubere Hinterhandwendung, da war nämlich nicht mehr Platz) und alles wieder zurück. Wurzelstufen bergab, Matschloch durch, Böschung rauf und runter, Zweigelabyrinth durchritten, Baumstamm drübergestapft. So, wieder auf der Lichtung. Wo war nur dieser blöde Weg, der unten am Bach entlang führte. Immer bergab, hatte ich gesagt, nicht wahr? Also los. Bergab.
Dickicht wurde leider immer Dickichtiger, Billy walzte sich seinen Weg da schon durch, aber es wurde doch langsam unangenehm, und der Förster freut sich auch... nö, hier gehts nicht weiter. Nochmal gewendet auf noch kleinerem Raum, dann einfach möglichst seitlich ans Pferd gehängt und Billy den Weg zurück auf die Lichtung suchen lassen.
Es donnerte nun schon ziemlich nahe und Wind kam auf. Ich konnte unten den Bach SEHEN aber kam nicht hin, und ich konnte die Straße auch SEHEN, aber kam nicht hin. Verflixter Märchenwald aber auch! Ich beschloss, alles wieder zurückzureiten, bis zu den Koppeln des Nachbarstalls. Nach kurzem Suchen diesen Weg sogar gefunden, dann gings alles zurück: Wieder über 2x trockene Bachbetten, bergauf, bergab, über Wurzeln, über Baumstämme und durch engstehende Bäume durchgefädelt. Ah, da ist er ja, der Weg. Dort gabs Matschlöcher zu Hauf, Billy trottete brav durch wenn ich wollte oder umrundete sie, wenn er durfte.
Dann kamen die Koppeln und die fremdnen Pferde in Sicht, uff, geschafft. Am Waldrand, als die andern Pferde in sein Sichtfeld kamen, erschrak Billy so sehr, dass es ihn mit allen Vieren ein paar Meter seitwärts versetzte (dank Zentrierung war das aber eigentlich nur lustig) und dann alle Viere von sich spreizte und starrte, bis er erkannte, dass das eben die gerade gesehenen Pferde waren ... dann ging er brav, wenn auch etwas aufgeregt, die Straße entlang, und dann waren wir ja auch schon fast zu Haus.
Im heimischen Wald mussten wir noch einen ganzen Baum mitsamt Ästen überklettern (da kommt dann der Bulldozer in Billy wieder zum Vorschein - einfach Augen zu und durch, was mir nur bis zur Brust geht, kann ich plattwalzen *g*) und das früher noch viel mehr angstbesetzte Gatschloch überwinden - siehe da, da kann man jetzt nicht nur drüber, sondern REIN steigen, nicht mehr in einem 5-M-Satz drüberhopsen! Bestes Pferd der Welt!
Noch eine Trail-Pferde-Prüfung hatten wir zu bestehen, auf dem heimischen Weg kamen uns ein paar Pferde uneres Stalls entgegen. Kurz angehalten, geplaudert, und dann wie selbstverständlich allein in unserer Richtung weitergeritten.
Hach, bestes Pferd der Welt.
Da beste aller Pferde durfte noch grasen, bis die ersten Regentropfen fielen, dann flüchteten wir uns in den Putzraum vor dem ausbrechenden Platzregen und Gewitter.
Samstag, 5. Mai 2012
Heute war wieder einmal Zeit für ein bisschen Finesse.
Zum Aufwärmen begannen wir mit großen Volten auf beiden Händen. Billy war gut drauf und sogar ein bisschen guckig; andererseits ist der eine Viereckrand stark magnetisch... dort, wo das grüne Zeug wächst ;-). Unsere Volten waren daher anfangs zumindest auf der linken Hand eher eiförmig, aber wir machten einfach so viele, bis sich das gelegt hat. Ich war wieder einmal fasziniert, dass ich auch ohne Zügel richtig runde Volten reiten kann und wie fein Billy mittlerweile auf Schenkelhauch reagiert. Richtig willig und prompt, dabei aber gelassen. Schön gebogen war er auch. Vielleicht mach ich doch das eine oder andere richtig ;-).
Dann gingen wir zu einer Übung über, die ich im Buch von Peter Kreinberg aufgeschnappt habe: Zirkel mit Innenstellung abwechselnd mit Zirkeln mit Außenstellung. Vor Eeeewigkeiten hab ich mal probiert, Billy in absichtlicher Außenstellung zu reiten. Keine Chance damals, er ging einfach der Nase nach.
Und heute: Zirkel mit Innenstellung (jetzt mit ganz feinem Kontakt am Knoti) kein Problem (hatten wir ja durch die Volten auch grad geübt). Dann in einer Achter-Form zum anderen Zirkel gewechselt, dabei aber Biegung beibehalten - kein Problem. Als hätten wir nie was anderes gemacht, stapft Billy auf dem Kreisbogen mit Außenbiegung. Die Kommunikation war vollkommen klar (im Gegensatz zu früher). Ein richtiges Wow!-Erlebnis. Das Pferd versteht mich! Und ist sogar gewillt auszuprobieren, was ich vorschlage, auch wenn es ihm anfangs seltsam vorgekommen sein mag!
So machten wir immer abwechselnd Innen- und Außenstellung auf beiden Händen. Dazwischen, wenns besonders gut und flüssig war, einen auflockernden Galopp zum grünen Viereckrand. Billy durfte seine Belohnung heut selbst pflücken, und ganz nebenbei machten wir da auch das "nicht-fressen"-Training. Klappt hervorragend mittlerweile, schon nach so kurzer Zeit!
Zum Abschluss probierte ich nochmal das Schulterherein, das wir in der Centered-Riding-Stunde ausprobiert hatten, und siehe da, die noch vor einer Woche recht stockende rechte Hand war diesmal schon viel flüssiger! Links floss es sowieso schon vorher. Ach ich war soo stolz!
Und außerdem hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass Billy dieses Beine-Sortieren in Seitengängen und so weiter recht interessant und spaßig findet (solange nur alles schön langsam bleibt! *g*). Scheint den unterforderten Intellekt mehr anzusprechen als stumpfes Gradauslaufen. ;-)
Zum Schluss parkten wir uns mit der Nase zu einem der beiden Pylone, dann fragte ich nach rückwärts und bekam es auch, ein ganz feines Rückwärts, in dem ich ihn superfein gerade einstellen konnte, ganz fein korrigieren: bitte bisschen weiter links, bitte jetzt doch wieder weiter rechts... und rückwärts auf den 2. Pylon zuritt, bis wir ihn mit den Hinterbeinen berührten. ... und fertisch!
Zum Aufwärmen begannen wir mit großen Volten auf beiden Händen. Billy war gut drauf und sogar ein bisschen guckig; andererseits ist der eine Viereckrand stark magnetisch... dort, wo das grüne Zeug wächst ;-). Unsere Volten waren daher anfangs zumindest auf der linken Hand eher eiförmig, aber wir machten einfach so viele, bis sich das gelegt hat. Ich war wieder einmal fasziniert, dass ich auch ohne Zügel richtig runde Volten reiten kann und wie fein Billy mittlerweile auf Schenkelhauch reagiert. Richtig willig und prompt, dabei aber gelassen. Schön gebogen war er auch. Vielleicht mach ich doch das eine oder andere richtig ;-).
Dann gingen wir zu einer Übung über, die ich im Buch von Peter Kreinberg aufgeschnappt habe: Zirkel mit Innenstellung abwechselnd mit Zirkeln mit Außenstellung. Vor Eeeewigkeiten hab ich mal probiert, Billy in absichtlicher Außenstellung zu reiten. Keine Chance damals, er ging einfach der Nase nach.
Und heute: Zirkel mit Innenstellung (jetzt mit ganz feinem Kontakt am Knoti) kein Problem (hatten wir ja durch die Volten auch grad geübt). Dann in einer Achter-Form zum anderen Zirkel gewechselt, dabei aber Biegung beibehalten - kein Problem. Als hätten wir nie was anderes gemacht, stapft Billy auf dem Kreisbogen mit Außenbiegung. Die Kommunikation war vollkommen klar (im Gegensatz zu früher). Ein richtiges Wow!-Erlebnis. Das Pferd versteht mich! Und ist sogar gewillt auszuprobieren, was ich vorschlage, auch wenn es ihm anfangs seltsam vorgekommen sein mag!
So machten wir immer abwechselnd Innen- und Außenstellung auf beiden Händen. Dazwischen, wenns besonders gut und flüssig war, einen auflockernden Galopp zum grünen Viereckrand. Billy durfte seine Belohnung heut selbst pflücken, und ganz nebenbei machten wir da auch das "nicht-fressen"-Training. Klappt hervorragend mittlerweile, schon nach so kurzer Zeit!
Zum Abschluss probierte ich nochmal das Schulterherein, das wir in der Centered-Riding-Stunde ausprobiert hatten, und siehe da, die noch vor einer Woche recht stockende rechte Hand war diesmal schon viel flüssiger! Links floss es sowieso schon vorher. Ach ich war soo stolz!
Und außerdem hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass Billy dieses Beine-Sortieren in Seitengängen und so weiter recht interessant und spaßig findet (solange nur alles schön langsam bleibt! *g*). Scheint den unterforderten Intellekt mehr anzusprechen als stumpfes Gradauslaufen. ;-)
Zum Schluss parkten wir uns mit der Nase zu einem der beiden Pylone, dann fragte ich nach rückwärts und bekam es auch, ein ganz feines Rückwärts, in dem ich ihn superfein gerade einstellen konnte, ganz fein korrigieren: bitte bisschen weiter links, bitte jetzt doch wieder weiter rechts... und rückwärts auf den 2. Pylon zuritt, bis wir ihn mit den Hinterbeinen berührten. ... und fertisch!
Donnerstag, 3. Mai 2012
Billy hat den 3-stündigen Ausritt gut weggesteckt, alles gut und gesund.
Heut hab ich wieder mal Bodenarbeit gemacht zur Abwechslung:
1) Driving Game aus Zone 5. Weiterhin bemühe ich mich um sauberes und promptes Anhalten. Es willl aber einfach nicht so recht. Ich werke da jetzt schon viel zu lange dran, komme nicht so recht drauf, was ich falsch mache. Heut hab ich in Zone 4 begonnen. Da geht noch alles super! Billy hält an, wenn ich anhalte und geht los, wenn ich losgehe. Wenn ich mich dann in Zone 5 zurückfallen lasse (egal ob etwas seitlich versetzt oder genau hinter ihm - ich dachte, genau dahinter sieht er mich vielleicht nicht gut genug), stapft Billy weiter, wenn ich stehenbleibe, obwohl ich so klar wie möglich alle Energie runterfahre und auch per Stimme mein Anhalt-Kommando gebe. Ich bin - letztes Mal bin ich ja draufgekommen, dass ich das machen könnte - heute zum Corner's Game bzw. Point to Point übergegangen. In jeder 2. Ecke der Halle hielten wir an. Ich lenkte Billy einfach gegen die Wand und ließ diese ihn bremsen, gemeinsam mit meinen Kommandos. Es hat das ganze ein wenig verbessert, aber immer noch orientiert sich Billy nicht daran, ob ich stehen bleibe oder nicht. Umgekehrt klappt es super, wenn ich losgehe, geht er auch los, und wenn ich lostrabe, trabt er auch los. Wir konnten trotzdem gut aufhören.
Ich habe diesmal übrigens die Leinen durch die Steigbügel laufen lassen - klappt super! Keine Gefahr mehr, dass er dauernd rein- oder drauftritt.
2) Grasen auf Kommando. Wie angekündigt, das muss jetzt konsequent durchgezogen werden. ich hab mich nach der Bodenarbeit also noch in den Sattel geschwungen und wir ritten zur Wiese. Dort lernte Billy, dass man in selbiger ruhig stehen kann, ohne die Nase im Gras zu versenken. Es klappt ganz gut, er hats begriffen. Ein lautes Nein hält ihn nun ab, den Kopf zu senken. Druck auf den Hals kombiniert mit dem Kommando "Iss" erlaubt dann das ersehnte Grasen.
Wir übten dann noch: Irgendwo auf der Wiese hinreiten, anhalten und NICHT gleich den Kopf im Gras verschwinden lassen. Sondern schön brav warten, fragen darf pferd schon, aber nicht einfach tun. Und je braver das Warten, umso früher kommt das "iss"-Kommando!
Ich find es ja immer faszinierend, wenn man am Gesichtsausdruck den Lernprozess und das Einsickern der Information beobachten kann.
Wenn es mir gelingt, das in allen Situationen konsequent durchzuziehen, wird es sich bald erledigt haben (Betonung auf WENN).
Heut hab ich wieder mal Bodenarbeit gemacht zur Abwechslung:
1) Driving Game aus Zone 5. Weiterhin bemühe ich mich um sauberes und promptes Anhalten. Es willl aber einfach nicht so recht. Ich werke da jetzt schon viel zu lange dran, komme nicht so recht drauf, was ich falsch mache. Heut hab ich in Zone 4 begonnen. Da geht noch alles super! Billy hält an, wenn ich anhalte und geht los, wenn ich losgehe. Wenn ich mich dann in Zone 5 zurückfallen lasse (egal ob etwas seitlich versetzt oder genau hinter ihm - ich dachte, genau dahinter sieht er mich vielleicht nicht gut genug), stapft Billy weiter, wenn ich stehenbleibe, obwohl ich so klar wie möglich alle Energie runterfahre und auch per Stimme mein Anhalt-Kommando gebe. Ich bin - letztes Mal bin ich ja draufgekommen, dass ich das machen könnte - heute zum Corner's Game bzw. Point to Point übergegangen. In jeder 2. Ecke der Halle hielten wir an. Ich lenkte Billy einfach gegen die Wand und ließ diese ihn bremsen, gemeinsam mit meinen Kommandos. Es hat das ganze ein wenig verbessert, aber immer noch orientiert sich Billy nicht daran, ob ich stehen bleibe oder nicht. Umgekehrt klappt es super, wenn ich losgehe, geht er auch los, und wenn ich lostrabe, trabt er auch los. Wir konnten trotzdem gut aufhören.
Ich habe diesmal übrigens die Leinen durch die Steigbügel laufen lassen - klappt super! Keine Gefahr mehr, dass er dauernd rein- oder drauftritt.
2) Grasen auf Kommando. Wie angekündigt, das muss jetzt konsequent durchgezogen werden. ich hab mich nach der Bodenarbeit also noch in den Sattel geschwungen und wir ritten zur Wiese. Dort lernte Billy, dass man in selbiger ruhig stehen kann, ohne die Nase im Gras zu versenken. Es klappt ganz gut, er hats begriffen. Ein lautes Nein hält ihn nun ab, den Kopf zu senken. Druck auf den Hals kombiniert mit dem Kommando "Iss" erlaubt dann das ersehnte Grasen.
Wir übten dann noch: Irgendwo auf der Wiese hinreiten, anhalten und NICHT gleich den Kopf im Gras verschwinden lassen. Sondern schön brav warten, fragen darf pferd schon, aber nicht einfach tun. Und je braver das Warten, umso früher kommt das "iss"-Kommando!
Ich find es ja immer faszinierend, wenn man am Gesichtsausdruck den Lernprozess und das Einsickern der Information beobachten kann.
Wenn es mir gelingt, das in allen Situationen konsequent durchzuziehen, wird es sich bald erledigt haben (Betonung auf WENN).
Dienstag, 1. Mai 2012
Sommer, Sonne, Ausreiten :-)
... äh, eigentlich ist ja erst grad mal Frühling, aber trotzdem hatte es heute am 1. Mai schon wieder 30°. Zeit für kurze Ärmel und einen tollen Ausritt!
Das war heute der längste Ausritt, den Billy und ich bisher gemeinsam bestritten haben. Das war schon fast ein Tagesritt. Über 18 Kilometer legten wir in insgesamt 3 Stunden zurück, und nochmal so 400 Höhenmeter, behauptete das smarte Telefon einer Mitreiterin.
8 Leute unseres Stalls hatten sich zusammengefunden, wir waren wirklich eine tolle tolle Truppe, und unsere Pferdchen allesamt ohnehin die besten. Wir ritten auf geplanter Route zu einem Pferdehof in der Nähe, insgesamt etwa 1,5 Stunden. Unsere Pferde blieben immer cool, sei es beim Gruppengalopp ein ganzes Stückchen bergauf oder einen Wiesenweg entlang, bei der Begegnung mit Traktoren auf fremden Höfen, oder beim Überqueren mehrere (stillgelegter) Bahnübergänge, oder beim Überqueren der Straße oder beim Überqueren einer Holzbrücke (ohne Geländer, sehr gruselig, aber mehr für die Reiter). Kühen und Ziegen begegneten wir auch, sowie einem Gartenfest mit Kindern. Sogar an einer Koppel mit Miniaturpferdchens ritten wir vorbei. Die waren für Billy definitiv das Aufregendste am ganzen Ausritt, wenn nicht überhaupt das Seltsamste, was er je sah *lol*. Während er noch überlegte, ob das Ding da Hund oder Pferd war, begann eines zu glaoppieren, zu buckeln und zu wiehern, das gab ihm völlig den Rest, sodass er, den Hals um 180° gebogen, um sie nur ja nicht aus den Augen zu verlieren, als wir eigentlich schon vorbei waren, fast über die eigenen Füße stolperte *g*. Aber mehr fasziniert als ängstlich. Die Ziegen dagegen bekamen von ihm nicht einmal ein Ohrzucken. Die Kühe waren etwas unheimlich, aber wir fühlten uns im Pulk sicher genug.
2x galoppiertn wir in der Gruppe, einmal ein ganz schön langes Stück bergauf im Wald mit vielen Kurven. Billy ließ sich dabei super zurücknehmen und galoppierte die Kurve fast versammelt durch; die meisten fielen hier in Trab. Da hatten wir eine schöne Kommunikation, er fragte mich nämlich, ob er auch traben sollte quasi, ich bat aber drum ob er bitte versuchen könnte, den Galopp nur ein bisschen zu verkürzen, während die anderen langsamer wurden, und ja, er konnte :-)
Im nahen Pferdehof angekommen, hatten Pferde und Reiter wahrlich eine Pause verdient. Der Herdenboß, der nicht ganz verkraftete, dass er heute hintennach marschieren musste, montierte gleich die Anbindevorrichtung des Stalles ab und kam dann in eine freie Box. Billy hatte Glück und ergatterte eine große Doppel-Box daneben im schattigen Stall, manche wollten lieber draußen bleiben. In der Box gabs sogar Heu, also Billy in seinem Element, der fraß die ganze Zeit. Für die Reiter gabs zu trinken (für die Pferde auch, aber die wollten allesamt nicht wirklich).
Nach der Pause sattelten wir neu. Wir hatten jetzt noch 5 weitere Reiter vom anderen Stall eingesammelt. In einer riesigen Gruppe von jetzt dann insgesamt 13 Reitern ritten wir auf anderer Route als dem Hinweg wieder zurück. Die Pferde vertrugen sich gut; die neuen Pferdchens wollten allerdings die Holzbrücke nicht überqueren, die sich nur 100m vom eigenen Stall befand, während unsere da alle ohne Zögern drübermarschierten. Da waren wir alle noch ein bisschen stolzer ;-).
Geschafft, aber zufrieden kamen wir wieder im heimischen STall an. Die Reiter des anderen Stalls machten hier Pause und ritten später wieder zurück. Billy plumpste am Viereck in den Sand, danach stapfte er gleich zum Gras.
Tja, und da sind wir beim einzigen Wermutstropfen: Die unerlaubte Graserei muss ich bald abstellen, das war wirlich lästig. Solange wir in Bewegung sind, gibts kein Fressen, das hat sich in Billys Hirn festgesetzt, da ist er wirklich brav. Früher blieb er oft einfach stehen, das macht er jetzt nicht mehr. Aaaber: Sobald wir stehenblieben, und das kommt bei so einer großen Gruppe halt öfter vor, rammt er die Nase ins Gras, koste es was es wolle, ignoriert Knoti und Schenkel völlig. Abhalten kann ich ihn nur mit einem anständigen Vorwärts mittels Motivations-Seilende auf den Popo, aber das ist in so einem Pulk keine gute Lösung. Während er dann grast, geht im Grunde jede Kontrolle verloren, er stapft Schritt für Schritt weiter und ignoriert mich.
Somit habe ich an den Ausritt und das Wutzeln eine "Wir grasen nur wenn ich es sage"-Übung gleich angeschlossen. Wir stellten uns ins frische Gras, und dann hieß es erst einmal "nein". So oft, verbunden wenn nötig mit einem effektiven Ruck am Knoti, bis er den Kopf oben ließ und man am Gesichtsausdruck sehen konnte, dass er kapiert hatte, dass das nun nicht gewünscht ist. Als er soweit war, dass er wirklcih wartete, was nun kommt, legte ich ihm die Hand auf den hals, mit leichtem Druck, dazu "Iss"-Kommando und Aussuchen eines schönen Grasbüschels. Dann durfte er ein Weilchen fressen, dann hielt ich ihn wieder davon ab. zum Schluss klappte das dann schon ganz gut, und das werden wir jetzt solange weiterüben, bis es klappt, bis er auf den zügel reagiert, auch wenn er frisst; dann das ganze in den Sattel verlegen.
Aber bis auf diese Sache einfach nur ein herrlicher Ausritt; mit jedem Mal gewinne ich wieder ein bisschen mehr Vertrauen in Billy, und vielleicht auch er in mich. Ich war jetzt schon lange nicht mehr alleine draußen und werde das demnächst mal wieder versuchen.
Das war heute der längste Ausritt, den Billy und ich bisher gemeinsam bestritten haben. Das war schon fast ein Tagesritt. Über 18 Kilometer legten wir in insgesamt 3 Stunden zurück, und nochmal so 400 Höhenmeter, behauptete das smarte Telefon einer Mitreiterin.
8 Leute unseres Stalls hatten sich zusammengefunden, wir waren wirklich eine tolle tolle Truppe, und unsere Pferdchen allesamt ohnehin die besten. Wir ritten auf geplanter Route zu einem Pferdehof in der Nähe, insgesamt etwa 1,5 Stunden. Unsere Pferde blieben immer cool, sei es beim Gruppengalopp ein ganzes Stückchen bergauf oder einen Wiesenweg entlang, bei der Begegnung mit Traktoren auf fremden Höfen, oder beim Überqueren mehrere (stillgelegter) Bahnübergänge, oder beim Überqueren der Straße oder beim Überqueren einer Holzbrücke (ohne Geländer, sehr gruselig, aber mehr für die Reiter). Kühen und Ziegen begegneten wir auch, sowie einem Gartenfest mit Kindern. Sogar an einer Koppel mit Miniaturpferdchens ritten wir vorbei. Die waren für Billy definitiv das Aufregendste am ganzen Ausritt, wenn nicht überhaupt das Seltsamste, was er je sah *lol*. Während er noch überlegte, ob das Ding da Hund oder Pferd war, begann eines zu glaoppieren, zu buckeln und zu wiehern, das gab ihm völlig den Rest, sodass er, den Hals um 180° gebogen, um sie nur ja nicht aus den Augen zu verlieren, als wir eigentlich schon vorbei waren, fast über die eigenen Füße stolperte *g*. Aber mehr fasziniert als ängstlich. Die Ziegen dagegen bekamen von ihm nicht einmal ein Ohrzucken. Die Kühe waren etwas unheimlich, aber wir fühlten uns im Pulk sicher genug.
2x galoppiertn wir in der Gruppe, einmal ein ganz schön langes Stück bergauf im Wald mit vielen Kurven. Billy ließ sich dabei super zurücknehmen und galoppierte die Kurve fast versammelt durch; die meisten fielen hier in Trab. Da hatten wir eine schöne Kommunikation, er fragte mich nämlich, ob er auch traben sollte quasi, ich bat aber drum ob er bitte versuchen könnte, den Galopp nur ein bisschen zu verkürzen, während die anderen langsamer wurden, und ja, er konnte :-)
Im nahen Pferdehof angekommen, hatten Pferde und Reiter wahrlich eine Pause verdient. Der Herdenboß, der nicht ganz verkraftete, dass er heute hintennach marschieren musste, montierte gleich die Anbindevorrichtung des Stalles ab und kam dann in eine freie Box. Billy hatte Glück und ergatterte eine große Doppel-Box daneben im schattigen Stall, manche wollten lieber draußen bleiben. In der Box gabs sogar Heu, also Billy in seinem Element, der fraß die ganze Zeit. Für die Reiter gabs zu trinken (für die Pferde auch, aber die wollten allesamt nicht wirklich).
Nach der Pause sattelten wir neu. Wir hatten jetzt noch 5 weitere Reiter vom anderen Stall eingesammelt. In einer riesigen Gruppe von jetzt dann insgesamt 13 Reitern ritten wir auf anderer Route als dem Hinweg wieder zurück. Die Pferde vertrugen sich gut; die neuen Pferdchens wollten allerdings die Holzbrücke nicht überqueren, die sich nur 100m vom eigenen Stall befand, während unsere da alle ohne Zögern drübermarschierten. Da waren wir alle noch ein bisschen stolzer ;-).
Geschafft, aber zufrieden kamen wir wieder im heimischen STall an. Die Reiter des anderen Stalls machten hier Pause und ritten später wieder zurück. Billy plumpste am Viereck in den Sand, danach stapfte er gleich zum Gras.
Tja, und da sind wir beim einzigen Wermutstropfen: Die unerlaubte Graserei muss ich bald abstellen, das war wirlich lästig. Solange wir in Bewegung sind, gibts kein Fressen, das hat sich in Billys Hirn festgesetzt, da ist er wirklich brav. Früher blieb er oft einfach stehen, das macht er jetzt nicht mehr. Aaaber: Sobald wir stehenblieben, und das kommt bei so einer großen Gruppe halt öfter vor, rammt er die Nase ins Gras, koste es was es wolle, ignoriert Knoti und Schenkel völlig. Abhalten kann ich ihn nur mit einem anständigen Vorwärts mittels Motivations-Seilende auf den Popo, aber das ist in so einem Pulk keine gute Lösung. Während er dann grast, geht im Grunde jede Kontrolle verloren, er stapft Schritt für Schritt weiter und ignoriert mich.
Somit habe ich an den Ausritt und das Wutzeln eine "Wir grasen nur wenn ich es sage"-Übung gleich angeschlossen. Wir stellten uns ins frische Gras, und dann hieß es erst einmal "nein". So oft, verbunden wenn nötig mit einem effektiven Ruck am Knoti, bis er den Kopf oben ließ und man am Gesichtsausdruck sehen konnte, dass er kapiert hatte, dass das nun nicht gewünscht ist. Als er soweit war, dass er wirklcih wartete, was nun kommt, legte ich ihm die Hand auf den hals, mit leichtem Druck, dazu "Iss"-Kommando und Aussuchen eines schönen Grasbüschels. Dann durfte er ein Weilchen fressen, dann hielt ich ihn wieder davon ab. zum Schluss klappte das dann schon ganz gut, und das werden wir jetzt solange weiterüben, bis es klappt, bis er auf den zügel reagiert, auch wenn er frisst; dann das ganze in den Sattel verlegen.
Aber bis auf diese Sache einfach nur ein herrlicher Ausritt; mit jedem Mal gewinne ich wieder ein bisschen mehr Vertrauen in Billy, und vielleicht auch er in mich. Ich war jetzt schon lange nicht mehr alleine draußen und werde das demnächst mal wieder versuchen.
Sonntag, 29. April 2012
Heute wurde ich wieder "zentriert", Billy hats gefreut, hoffe ich ;-).
Es war heiß, sehr heiß, an die 30° und das schon um 10h vormittags. Billy war träge, aber genau daran konnten wir gut arbeiten.
Wir haben das Schritte verlängern und verkürzen im Schritt und Trab vom letzten Mal wiederholt, und außerdem mal ein Schulterherein probiert, entwickelt aus einer Volte heraus, mit Kompass drehen und Gewichtskugeln schieben *g*, und das klappte fast ansatzlos gut! Zwar langsam und mit Zögern nach jedem Schritt, aber besser als durchgehetzt (wurde mir zumindest versichert). Wie es halt seine (angenehme) Art ist, durchdachte Billy jeden Schritt, bevor er ihn tat *g*. Linke Hand war dabei viel flüssiger als rechts.
Ich habe also wieder neues zum Üben und Probieren!
Danach hatte ich heut richtig viel Zeit. Gleich nach der Arbeit gingen wir kurz grasen, dann was trinken, zuerst der Billy, dann ich mit ein paar Miteinstellern. Dann holte ich ihn nochmal und wir gingen noch eine gute halbe Stunde grasen, ich hatte ein Buch mit und las ein bissl in Ruhe im Schatten der Bäume bei strahlend blauem Himmel, und ohne ein Geräusch außer dem Summen der Fliegen und Bienen. Wie im Urlaub :-)
Es war heiß, sehr heiß, an die 30° und das schon um 10h vormittags. Billy war träge, aber genau daran konnten wir gut arbeiten.
Wir haben das Schritte verlängern und verkürzen im Schritt und Trab vom letzten Mal wiederholt, und außerdem mal ein Schulterherein probiert, entwickelt aus einer Volte heraus, mit Kompass drehen und Gewichtskugeln schieben *g*, und das klappte fast ansatzlos gut! Zwar langsam und mit Zögern nach jedem Schritt, aber besser als durchgehetzt (wurde mir zumindest versichert). Wie es halt seine (angenehme) Art ist, durchdachte Billy jeden Schritt, bevor er ihn tat *g*. Linke Hand war dabei viel flüssiger als rechts.
Ich habe also wieder neues zum Üben und Probieren!
Danach hatte ich heut richtig viel Zeit. Gleich nach der Arbeit gingen wir kurz grasen, dann was trinken, zuerst der Billy, dann ich mit ein paar Miteinstellern. Dann holte ich ihn nochmal und wir gingen noch eine gute halbe Stunde grasen, ich hatte ein Buch mit und las ein bissl in Ruhe im Schatten der Bäume bei strahlend blauem Himmel, und ohne ein Geräusch außer dem Summen der Fliegen und Bienen. Wie im Urlaub :-)
Dienstag, 24. April 2012
Billy ist die letzten Male wieder freundlicher beim Putzen und Hufegeben. Mir gelingts momentan auch selbst, ihm freundlicher zu begegnen und kurze Grantanfällen gelassen und souverän abzustellen. Wenns nur so bleibt ;-).
Nach dem Putzen schnappte ich mir das kurze Seil und wir gingen eine Runde joggen. Frauli muss Kondi aufbauen! Die Jogging-Runde war aufregend; es herrschte sehr starker Wind, sah auch nach etwaigem Gewitter aus, aber das zog an uns vorbei. Die Bäume rauschten laut, wir mussten an einer Baustelle mit gruselig/interessanten Baufahrzeugen vorbei, aber Billy nahm alles ruhig zur Kenntnis. Sogar die Flatterbänder, die an der STromleitung über der Straße montiert waren (vermutlich, damit sie von den Baggern nicht runtergerissen wird) - da war ich schon etwas in Sorge, was er zu dem Überkopf-Geflatter im starken Wind wohl sagen wird. War ihm aber ziemlich egal. Genauso wie der Traktor mit laut schepperndem Anhänger, der vor uns abbog, oder auch das Auto, das Frauli wegen dem Wind erst spät hörte, als es von hinten kam, dann aber umso lauter, weil es glaube ich dabei war, den Auspuff demnächst zu verlieren. Billy schaute nur gelangweilt: Warum haben wir deshalb jetzt zum Schritt durchpariert?
Das Joggen klappte sehr gut, anfangs musste ich ihn ein bisschen stärker auffordern, aber dann gab es auch tolle Passagen, wo er sich meinem Tempo (laaangsam *g*) super anpasste und im gemütlichen Jog am Seitenstreifen nebenhertrabte.
Beim Rückweg legten wir eine Graspause ein. Wenn Frauli grad mit 200 Puls kämpft und schnauft wie eine Dampflok (es geht wirklich stark bergauf hier!!), ist ihr auch nicht so nach Ausdiskutieren. Am Ende machten wir ein paar kleine Gehorsamsübungen: Billy durfte ein Grasbüschel abgrasen, dann verscheuchte ich ihn von dort, nahm das Grasbüschel in Besitz, hielt ihn auf Abstand, was erstaunlich leicht gelang, und lotste ihn dann nach eienr Weile warten zum nächsten Grasbüschel.
Zurück daheim musste Billy erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass er noch das Pad auf den Rücken gelegt bekommt und Frauli noch reiten will.
Wir haben ein bisschen - kurz - unsere Zirkel präzisiert. Dazu hab ich einen Springständer in die Mitte des geplanten Zirkels gestellt, in eine Feather Line eine große Schlaufe geknotet und drumrum gelegt. Das Ende dann in der hand gehalten und um den Springständer Zirkel gedreht, um zu beobachten, ob wir den Abstand zum Springständer möglichst immer gleich halten können. War lustig! V.a. ist man dadurch, dass man ja das Seil festhalten muss, eher dran erinnert, die Zügel am besten ganz auszulassen.
Billy machte seine Sache sehr gut und superpräzise in punkto Gehorsam auf Schenkel und Gewicht, auch Biegung war ok. Wir haben auch hübsche Wendungen unter dem Seil durch geschafft :-) Nur irgendwann meinte er, dass das jetzt aber bitte reicht und er verweigerte die weitere Zusammenarbeit... *seufz* wieder mal den Bogen überspannt, dass ich das nicht und nciht hinkriege. Wir hatten eine Diskussion, während der Billy ein paar hübsche, sogar mittelschnelle Spins hinlegte (ich war beeindruckt, aber eigentlich wollte ich nur vorwärts *g*), dann gingen noch einmal ein paar flüssigere Runden um den Springständer, und dann schlossen wir mit einem feinen, sehr geraden Rückwärts eeendlich ab ;-).
Nach dem Putzen schnappte ich mir das kurze Seil und wir gingen eine Runde joggen. Frauli muss Kondi aufbauen! Die Jogging-Runde war aufregend; es herrschte sehr starker Wind, sah auch nach etwaigem Gewitter aus, aber das zog an uns vorbei. Die Bäume rauschten laut, wir mussten an einer Baustelle mit gruselig/interessanten Baufahrzeugen vorbei, aber Billy nahm alles ruhig zur Kenntnis. Sogar die Flatterbänder, die an der STromleitung über der Straße montiert waren (vermutlich, damit sie von den Baggern nicht runtergerissen wird) - da war ich schon etwas in Sorge, was er zu dem Überkopf-Geflatter im starken Wind wohl sagen wird. War ihm aber ziemlich egal. Genauso wie der Traktor mit laut schepperndem Anhänger, der vor uns abbog, oder auch das Auto, das Frauli wegen dem Wind erst spät hörte, als es von hinten kam, dann aber umso lauter, weil es glaube ich dabei war, den Auspuff demnächst zu verlieren. Billy schaute nur gelangweilt: Warum haben wir deshalb jetzt zum Schritt durchpariert?
Das Joggen klappte sehr gut, anfangs musste ich ihn ein bisschen stärker auffordern, aber dann gab es auch tolle Passagen, wo er sich meinem Tempo (laaangsam *g*) super anpasste und im gemütlichen Jog am Seitenstreifen nebenhertrabte.
Beim Rückweg legten wir eine Graspause ein. Wenn Frauli grad mit 200 Puls kämpft und schnauft wie eine Dampflok (es geht wirklich stark bergauf hier!!), ist ihr auch nicht so nach Ausdiskutieren. Am Ende machten wir ein paar kleine Gehorsamsübungen: Billy durfte ein Grasbüschel abgrasen, dann verscheuchte ich ihn von dort, nahm das Grasbüschel in Besitz, hielt ihn auf Abstand, was erstaunlich leicht gelang, und lotste ihn dann nach eienr Weile warten zum nächsten Grasbüschel.
Zurück daheim musste Billy erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass er noch das Pad auf den Rücken gelegt bekommt und Frauli noch reiten will.
Wir haben ein bisschen - kurz - unsere Zirkel präzisiert. Dazu hab ich einen Springständer in die Mitte des geplanten Zirkels gestellt, in eine Feather Line eine große Schlaufe geknotet und drumrum gelegt. Das Ende dann in der hand gehalten und um den Springständer Zirkel gedreht, um zu beobachten, ob wir den Abstand zum Springständer möglichst immer gleich halten können. War lustig! V.a. ist man dadurch, dass man ja das Seil festhalten muss, eher dran erinnert, die Zügel am besten ganz auszulassen.
Billy machte seine Sache sehr gut und superpräzise in punkto Gehorsam auf Schenkel und Gewicht, auch Biegung war ok. Wir haben auch hübsche Wendungen unter dem Seil durch geschafft :-) Nur irgendwann meinte er, dass das jetzt aber bitte reicht und er verweigerte die weitere Zusammenarbeit... *seufz* wieder mal den Bogen überspannt, dass ich das nicht und nciht hinkriege. Wir hatten eine Diskussion, während der Billy ein paar hübsche, sogar mittelschnelle Spins hinlegte (ich war beeindruckt, aber eigentlich wollte ich nur vorwärts *g*), dann gingen noch einmal ein paar flüssigere Runden um den Springständer, und dann schlossen wir mit einem feinen, sehr geraden Rückwärts eeendlich ab ;-).
Sonntag, 22. April 2012
Heute stand ein Gemeinschaftsausritt auf dem Plan. Leider machte das Wetter zumindest einen kleinen STrich durch die Rechnung. Es hat in letzter Zeit so viel geregnet, dass wir die Wiesen nicht bereiten konnten und eine Routenänderung vornehmen mussten. Unterdessen fing es immer wieder ein bisschen zu tröpfeln an, sodass wir die Strecke nochmal verkürzten und auf die Pause und Jause (die im Freien stattgefunden hätte) verzichteten. Der Ausritt dauerte so ca. 2 Stunden.
Wir waren zu siebent unterwegs, und alle Pferde total brav und unter Kontrolle. Auch längere Trab- und Galoppstrecken brachten alle gut hinter sich. 2 von uns galoppierten mit ihren Pferdchens zum ersten Mal im Gelände.
Billy war anfangs total aufgeregt, wie ich das gar nicht von ihm kenne. Bevor es losging, konnte er absolut nicht stillstehen, tänzelte herum, und die ersten Kilometer legte er einen flotten Schritt an den Tag. Nach der ersten Trabstrecke (leicht bergauf und schon ein schönes Stückerl!) war er aber wieder ganz der alte und sowas von tiefenentspannt ;-). Es ist ein großer Unterschied, ob wir in so einer großen Gruppe reiten oder nur zu zweit. Ganz offensichtlich fühlte er sich absolut sicher, und ich mich auch. Autos, Höfe durchreiten, auch das nervöse Getänzel eines anderen Pferdes, war ihm alles ganz egal. Es gab keinen Moment, in dem wir angespannt gewesen wären.
Toller Ausritt, trotz bescheidenem Wetter!
Wir waren zu siebent unterwegs, und alle Pferde total brav und unter Kontrolle. Auch längere Trab- und Galoppstrecken brachten alle gut hinter sich. 2 von uns galoppierten mit ihren Pferdchens zum ersten Mal im Gelände.
Billy war anfangs total aufgeregt, wie ich das gar nicht von ihm kenne. Bevor es losging, konnte er absolut nicht stillstehen, tänzelte herum, und die ersten Kilometer legte er einen flotten Schritt an den Tag. Nach der ersten Trabstrecke (leicht bergauf und schon ein schönes Stückerl!) war er aber wieder ganz der alte und sowas von tiefenentspannt ;-). Es ist ein großer Unterschied, ob wir in so einer großen Gruppe reiten oder nur zu zweit. Ganz offensichtlich fühlte er sich absolut sicher, und ich mich auch. Autos, Höfe durchreiten, auch das nervöse Getänzel eines anderen Pferdes, war ihm alles ganz egal. Es gab keinen Moment, in dem wir angespannt gewesen wären.
Toller Ausritt, trotz bescheidenem Wetter!
Donnerstag, 19. April 2012
Als erstes war heute mal Pediküre dran. Alles schön, alle Strähle bleiben weiterhin zugewachsen, obwohl sie äußerlich leicht abbröselten, aber nun kann ich sehen, dass alles glatt und fest ist, keine Taschen und nix. Nur Billy war unleidig beim Hufe heben, er bettelt und wird grantig, wenns nicht ein Karottenstückchen nach dem andern gibt. Da muss ich dran arbeiten, aber noch bin ich ohne richtige Strategie.
Danach gingen wir noch kurz aufs Viereck. Ich hab versucht, im Trab und Schritt umzusetzen, woran wir in der CR-Stunde letzte Woche gearbeitet hatten. Irgendwie hab ichs aber nicht so hingekriegt wie in der Stunde selbst, es ist mir nicht so richtig gelungen, das Schritt-, geschweige denn das Trab-Tritt-Maß zu beeinflussen. Billy war aber gut drauf und war flott unterwegs. Trab fühlte sich sehr schwungvoll an, das kann schon ein Ergebnis der neuen Sitz-Übungen sein.
Ein bisschen Galopp machten wir auch noch. Links war zuerst sehr schlecht, also sind wir ein Weilchen rechts galoppiert, während ich versucht habe locker zu sitzen und Zirkel mit möglichst wenig Zügel zu reiten. Ging ja schon mal ganz ohne, aber da sind wir doch aus der Übung. Danach klappte doch noch ein schöner fließender Linksgalopp.
Zum Schluss noch rückwärts, das heute wieder sehr weich und gut klappte, und dann ein kurzes Feierabend-Graserl ;-) (Billy konnte sein Glück gar nicht fassen und schnaufte vor lauter in-sich-hineinstopfen *lol*).
Danach gingen wir noch kurz aufs Viereck. Ich hab versucht, im Trab und Schritt umzusetzen, woran wir in der CR-Stunde letzte Woche gearbeitet hatten. Irgendwie hab ichs aber nicht so hingekriegt wie in der Stunde selbst, es ist mir nicht so richtig gelungen, das Schritt-, geschweige denn das Trab-Tritt-Maß zu beeinflussen. Billy war aber gut drauf und war flott unterwegs. Trab fühlte sich sehr schwungvoll an, das kann schon ein Ergebnis der neuen Sitz-Übungen sein.
Ein bisschen Galopp machten wir auch noch. Links war zuerst sehr schlecht, also sind wir ein Weilchen rechts galoppiert, während ich versucht habe locker zu sitzen und Zirkel mit möglichst wenig Zügel zu reiten. Ging ja schon mal ganz ohne, aber da sind wir doch aus der Übung. Danach klappte doch noch ein schöner fließender Linksgalopp.
Zum Schluss noch rückwärts, das heute wieder sehr weich und gut klappte, und dann ein kurzes Feierabend-Graserl ;-) (Billy konnte sein Glück gar nicht fassen und schnaufte vor lauter in-sich-hineinstopfen *lol*).
Dienstag, 17. April 2012
Heut hab ich Billy direkt aus dem Stall zu einer Gelände-Spazier-und-Jogging-Runde genommen. Frauli keuchte den Berg hoch, Billy ging mit großen Schritten im Schritt hinterdrein ;-). Heut hat die Tempoharmonie nicht so gut funktioniert wie letztes Mal, Billy wollte meistens lieber schnellen Schritt als langsamen Trab gehen. Egal, solange das Seil durchhängt.
Das Gras - d.h. die paar Halme, die bei uns sprießen - übt momentan schon sehr sehr große Anziehungskraft aus. Wenn Frauli dann keuchend eine Pause braucht am Ende des Bergauf-Stücks, ist die Konsequenz, Billy vom unerlaubten Grasen abzuhalten, eher schwierig durchzuhalten.
So gabs dann ein erlaubtes gemeinsames Gras-Suchen.
Danach war er auch gleich richtig streichelweich beim Putzen und genoss sogar eine Widerrist-Massage.
In der Halle hab ich dann die Feather Lines zu Long Reins eingeschnallt und wieder das Hauptaugenmerk auf das Anhalten gesetzt. Es ist besser, aber noch bin ich nicht ganz zufrieden, ohne Zügeleinsatz gehts noch nicht. Ich hab dann auf einige Tricks zurückgegriffen: 1) Anhalten immer an der gleichen STelle auf dem Hufschlag. Dazwischen eine Runde Trab. Das hatte er schnell heraußen, dass an der einen STelle immer Stehenbleiben angesagt ist, und begonnen auf meine frühen Phasen zu reagieren. 2) Zum Loben bin ich heute von meiner Position in Zone 5 weggegangen, zu ihm nach vorn, mit Leckerli und Genickkraulen. 3) An der eigenen Nase nehmen und warten bis er kaut. ;-)
So hatte ich recht bald Erfolg, Anhalten ist feiner geworden, aber immer noch nicht präzise genug (mehr ein "Auslaufen"). Nächstes Mal nehm ich dann ein paar Pylonen für zielgenaues Halten und Rückwärts dazu.
Danach knotete ich die beiden Feather Lines zu einem langen Seil zusammen und ließ Billy ein bisschen traben, v.a. weil ich bei der Aufwärm-Runde im Gelände wieder mal nicht sicher gewesen war, ob er ganz klar geht. In der Halle zeigte er aber einen schönen fleißigen, ganz klaren Trab. Toll war, dass ich durch das lange Seil in der Mitte der Halle bei X stehenbleiben konnte, und Billy "zirkelte" auf dem Hufschlag, ganz draußen. Hat er richtig toll gemacht, ich musste nur schnell genug sein, die Leine länger zu lassen und dann wieder schnell einzuholen, damit er sich nicht verheddert.
Abgeschlossen haben wir mit einer Runde Galopp, brauchte ein Weilchen, bis es eine gute Runde gab, dann im Trab, mit freundlichem Gesicht (toll! :-) ) , auf mich zutraben lassen und Feierabend :-).
Das Gras - d.h. die paar Halme, die bei uns sprießen - übt momentan schon sehr sehr große Anziehungskraft aus. Wenn Frauli dann keuchend eine Pause braucht am Ende des Bergauf-Stücks, ist die Konsequenz, Billy vom unerlaubten Grasen abzuhalten, eher schwierig durchzuhalten.
So gabs dann ein erlaubtes gemeinsames Gras-Suchen.
Danach war er auch gleich richtig streichelweich beim Putzen und genoss sogar eine Widerrist-Massage.
In der Halle hab ich dann die Feather Lines zu Long Reins eingeschnallt und wieder das Hauptaugenmerk auf das Anhalten gesetzt. Es ist besser, aber noch bin ich nicht ganz zufrieden, ohne Zügeleinsatz gehts noch nicht. Ich hab dann auf einige Tricks zurückgegriffen: 1) Anhalten immer an der gleichen STelle auf dem Hufschlag. Dazwischen eine Runde Trab. Das hatte er schnell heraußen, dass an der einen STelle immer Stehenbleiben angesagt ist, und begonnen auf meine frühen Phasen zu reagieren. 2) Zum Loben bin ich heute von meiner Position in Zone 5 weggegangen, zu ihm nach vorn, mit Leckerli und Genickkraulen. 3) An der eigenen Nase nehmen und warten bis er kaut. ;-)
So hatte ich recht bald Erfolg, Anhalten ist feiner geworden, aber immer noch nicht präzise genug (mehr ein "Auslaufen"). Nächstes Mal nehm ich dann ein paar Pylonen für zielgenaues Halten und Rückwärts dazu.
Danach knotete ich die beiden Feather Lines zu einem langen Seil zusammen und ließ Billy ein bisschen traben, v.a. weil ich bei der Aufwärm-Runde im Gelände wieder mal nicht sicher gewesen war, ob er ganz klar geht. In der Halle zeigte er aber einen schönen fleißigen, ganz klaren Trab. Toll war, dass ich durch das lange Seil in der Mitte der Halle bei X stehenbleiben konnte, und Billy "zirkelte" auf dem Hufschlag, ganz draußen. Hat er richtig toll gemacht, ich musste nur schnell genug sein, die Leine länger zu lassen und dann wieder schnell einzuholen, damit er sich nicht verheddert.
Abgeschlossen haben wir mit einer Runde Galopp, brauchte ein Weilchen, bis es eine gute Runde gab, dann im Trab, mit freundlichem Gesicht (toll! :-) ) , auf mich zutraben lassen und Feierabend :-).
Sonntag, 15. April 2012
Billy und ich hatten beide eine Woche Urlaub voneinander :-).
Und heute gings dann gleich wieder los, nämlich mit Unterricht, jawoll, vornehmlich für mich. Jaaa, ich hab mal Centered Riding ausprobiert *g*, obwohl ich immer skeptisch war (und noch bin) bezüglich der Bilder (die beanspruchen mich normal so sehr, dass gar nix mehr geht, bewirken also eher das Gegenteil von dem, was sie sollen). Tatsächlich bekam ich im Lauf der Stunde dann auch immer öfter konkrete Anweisungen statt Bilder (wie: beweg die Hände so und so, beweg das Becken so und so, schau dort und dort hin).
Die Stunde war jedenfalls lehrreich und wird in 2 Wochen wiederholt bzw. fortgesetzt, bis dahin werde ich fleißig üben.
Ich durfte mit meinem geliebten Pad und Knoti reiten, und einige Dinge haben echt Verblüffendes gebracht, z.B. die Beckenschaufeln größer oder kleiner zu rotieren - da passte sich der Billy so toll an, dass sogar Frauli es spüren konnte *g*. Beim Abwenden kamen die Dinge zutage, die ich zwar schon weiß (linke Schulter ist steif und immer zu weit vorn, etc.), und teilweise verbesserte sich da einiges.
Ein paarmal schenkte mir Billy ein richtig tolles Feder-Trab-Gefühl (und bekam von unten attestiert, dass er grad ganz toll rumfedert, der Billy), dann eben den tollen 3-Hufbreit-Übertret-Schritt (auch hier die 4. gleiche Trainermeinung: Billy hat einen tollen Schritt), der sich super über den Sitz variieren ließ, und dann - völlig ungefragt - das weltbeste Rückwärts, das er mir jemals schenkte, glaub ich... wir standen in der Mitte und waren dabei, dass ich Haltung von Armen und Ellbogen erklärt kriegte... Es ging eigentlich um Wendungen, und plötzlich stapfte Billy rückwärts, in perfekter Haltung auch noch, wie von unten attestiert wurde (d.h. die Hinterhand einsetzend). Ganz zum Schluss hab ichs gewagt, das zum Abschluss dann nochmal abzufragen, und wiederum, das perfekte Rückwärts. 2 Tritte, absitzen, danke Billy :-).
Nachher durfte sich Billy noch ein Weilchen im Offenstall erholen, während wir einen kleinen Kaffeeklatsch hielten, dann holte ich ihn nochmal und wir gingen entspannt im Regen grasen und Heucobs fressen.
Und heute gings dann gleich wieder los, nämlich mit Unterricht, jawoll, vornehmlich für mich. Jaaa, ich hab mal Centered Riding ausprobiert *g*, obwohl ich immer skeptisch war (und noch bin) bezüglich der Bilder (die beanspruchen mich normal so sehr, dass gar nix mehr geht, bewirken also eher das Gegenteil von dem, was sie sollen). Tatsächlich bekam ich im Lauf der Stunde dann auch immer öfter konkrete Anweisungen statt Bilder (wie: beweg die Hände so und so, beweg das Becken so und so, schau dort und dort hin).
Die Stunde war jedenfalls lehrreich und wird in 2 Wochen wiederholt bzw. fortgesetzt, bis dahin werde ich fleißig üben.
Ich durfte mit meinem geliebten Pad und Knoti reiten, und einige Dinge haben echt Verblüffendes gebracht, z.B. die Beckenschaufeln größer oder kleiner zu rotieren - da passte sich der Billy so toll an, dass sogar Frauli es spüren konnte *g*. Beim Abwenden kamen die Dinge zutage, die ich zwar schon weiß (linke Schulter ist steif und immer zu weit vorn, etc.), und teilweise verbesserte sich da einiges.
Ein paarmal schenkte mir Billy ein richtig tolles Feder-Trab-Gefühl (und bekam von unten attestiert, dass er grad ganz toll rumfedert, der Billy), dann eben den tollen 3-Hufbreit-Übertret-Schritt (auch hier die 4. gleiche Trainermeinung: Billy hat einen tollen Schritt), der sich super über den Sitz variieren ließ, und dann - völlig ungefragt - das weltbeste Rückwärts, das er mir jemals schenkte, glaub ich... wir standen in der Mitte und waren dabei, dass ich Haltung von Armen und Ellbogen erklärt kriegte... Es ging eigentlich um Wendungen, und plötzlich stapfte Billy rückwärts, in perfekter Haltung auch noch, wie von unten attestiert wurde (d.h. die Hinterhand einsetzend). Ganz zum Schluss hab ichs gewagt, das zum Abschluss dann nochmal abzufragen, und wiederum, das perfekte Rückwärts. 2 Tritte, absitzen, danke Billy :-).
Nachher durfte sich Billy noch ein Weilchen im Offenstall erholen, während wir einen kleinen Kaffeeklatsch hielten, dann holte ich ihn nochmal und wir gingen entspannt im Regen grasen und Heucobs fressen.
Freitag, 6. April 2012
Ein stressiger Tag heute... ich war froh, als ich im Auto saß und die Entspannung beginnen konnte.
Mit Billy hab ich heut nichts gemacht. Ein bisschen geputzt und massiert - das gefällt ihm so naja. Er ist auch nicht so der Massage-Freund. Heu vor der Nase wär ihm wohl lieber (hab ich schon mal erwähnt, dass in der Situation dann alles Zicken völlig abgestellt ist? ;-) )
Nachher gingen wir gemütlich, schon in der Dämmerung, aufs Viereck und Billy durfte das bisschen Gras am Rand abgrasen. Pro Forma haben wir die am Viereck stehenden Kegel genutzt, um uns à la Weave zum Gras zu begeben und dann wieder nach Hause.
Außerdem hatte ich heut Gelegenheit, mal ein paar Minuten mit einem anderen Pferd zu verbringen: Da das Westernstüti, mit dem wir immer ausreiten, viel zu dünn ist, muss sie endlich auch lernen, den Kraftfutterautomaten zu "bedienen". Brav geht sie hinein, aber die Tür aufzudrücken, um wieder rauszukommen, das traut sie sich noch nicht. Meine Stallkollegin war da letztens sehr genervt, weil sie sich sooo angestellt hätte und Ewigkeiten nicht mehr rauskam. Also hab ich angeboten, sie auch hie und da mal einfach reinzustellen (meine Strategie wäre ja einfach: reinstellen und warten), was dankbar angenommen wurde. Je öfter sie das übt, umso besser.
Also dachte ich, während ich Billy putze, kann sich Stüti ja inzwischen mental mit der Kraftfutter-Automaten-Tür beschäftigen und wollte sie holen und halt an ihrem Halsriemen reinführen. Nix da. Ein total zickiges Stüti begrüßte mich, ein "fass mich nicht an sonst hau ich dich"-Gesicht kaum dass man sich ihr näherte, huch! Aber da ich solchermaßen ungefähr 2 Jahre lang täglich vom Billy begrüßt wurde, ließ ich mich nicht so beeindrucken; Seil und Knoti ging ich aber holen ;-). Dann stellte ich mich einfach mal in die Nähe und wartete ein bisschen und begleitete sie beim Heu-Aufsammeln. Hie und da streckte ich ihr die Hand hin, sie schnupperte dran und legte dann immer mit dem "fass mich nicht an"-Gesichtsausdruck die Ohren an. Ich war wohl nicht so sympathisch (bzw. ahnte sie offenbar, dass ich wohl irgendwas will), und Unsicherheit las ich raus. Einfach passiv da stehen hat dann nach nur wenigen minuten gut geholfen, sie hat sich entspannt während ich anwesend war; ich hab dann hie und da über Schulter und Rücken gestreichelt (Kopf wollte sie vorerst lieber nicht), dann mit dem Seil und Halfter, und bald war ihr das sehr egal, das böse Gesicht kam nicht mehr. Dann noch kurz den Hals gestreichelt, und schon ließ sie sich freundlich aufhalftern. Reinführen in den Futterautomaten war kein Problem, nur kamleider grad nix raus. entweder sie hatte sich grad was geholt (was ich nicht glaubte) oder der Chip funktioniert wieder mal nicht. Egal, wir übten ein bisschen kopfsenken an der Futterraufe, und siehe da, da fand sich auch was zum Knabbern ;-). Dann öffnete ich die Schwingtür und ging mal selbst raus. Stüti stupste die tür auf und streckte den Kopf raus. Also große Berührungsängste hatte sie nicht. Sie kapierte einfach nur nicht, dass sie die Tür mit dem Körper ganz aufdrücken und einfach durchgehen kann. Aber ich half dann von außen nur ganz sanft mit dem Seil nach, und schon drückte sie sich durch die Tür, zwar zu schnell und skeptisch und unsicher, aber nicht panisch. Gleich wieder rein, drin wieder ein Leckerli, dasselbe nochmal. Zögern war schon kürzer! Und dann noch ein drittes Mal, diesmal schickte ich sie rein und blieb beim Eingang stehen, machte langsam hinten Druck, der aufhörte, sobald sie sich Richtung Tür bewegte, und in weniger als 1 Minute hatte sie die Tür ganz allein aufgedrückt und war relativ selbstsicher durchgegangen.
Ich denke es wurde schon mit ihr geübt, denn sonst verstehe ich nicht, warum es mir als so schwierig geschildert wurde. Sie hatte keine Angst, wusste nur nicht so recht, wie das geht hier mit der Tür.
War lustig einmal mit einem anderen Pferd zu spielen :-).
Mit Billy hab ich heut nichts gemacht. Ein bisschen geputzt und massiert - das gefällt ihm so naja. Er ist auch nicht so der Massage-Freund. Heu vor der Nase wär ihm wohl lieber (hab ich schon mal erwähnt, dass in der Situation dann alles Zicken völlig abgestellt ist? ;-) )
Nachher gingen wir gemütlich, schon in der Dämmerung, aufs Viereck und Billy durfte das bisschen Gras am Rand abgrasen. Pro Forma haben wir die am Viereck stehenden Kegel genutzt, um uns à la Weave zum Gras zu begeben und dann wieder nach Hause.
Außerdem hatte ich heut Gelegenheit, mal ein paar Minuten mit einem anderen Pferd zu verbringen: Da das Westernstüti, mit dem wir immer ausreiten, viel zu dünn ist, muss sie endlich auch lernen, den Kraftfutterautomaten zu "bedienen". Brav geht sie hinein, aber die Tür aufzudrücken, um wieder rauszukommen, das traut sie sich noch nicht. Meine Stallkollegin war da letztens sehr genervt, weil sie sich sooo angestellt hätte und Ewigkeiten nicht mehr rauskam. Also hab ich angeboten, sie auch hie und da mal einfach reinzustellen (meine Strategie wäre ja einfach: reinstellen und warten), was dankbar angenommen wurde. Je öfter sie das übt, umso besser.
Also dachte ich, während ich Billy putze, kann sich Stüti ja inzwischen mental mit der Kraftfutter-Automaten-Tür beschäftigen und wollte sie holen und halt an ihrem Halsriemen reinführen. Nix da. Ein total zickiges Stüti begrüßte mich, ein "fass mich nicht an sonst hau ich dich"-Gesicht kaum dass man sich ihr näherte, huch! Aber da ich solchermaßen ungefähr 2 Jahre lang täglich vom Billy begrüßt wurde, ließ ich mich nicht so beeindrucken; Seil und Knoti ging ich aber holen ;-). Dann stellte ich mich einfach mal in die Nähe und wartete ein bisschen und begleitete sie beim Heu-Aufsammeln. Hie und da streckte ich ihr die Hand hin, sie schnupperte dran und legte dann immer mit dem "fass mich nicht an"-Gesichtsausdruck die Ohren an. Ich war wohl nicht so sympathisch (bzw. ahnte sie offenbar, dass ich wohl irgendwas will), und Unsicherheit las ich raus. Einfach passiv da stehen hat dann nach nur wenigen minuten gut geholfen, sie hat sich entspannt während ich anwesend war; ich hab dann hie und da über Schulter und Rücken gestreichelt (Kopf wollte sie vorerst lieber nicht), dann mit dem Seil und Halfter, und bald war ihr das sehr egal, das böse Gesicht kam nicht mehr. Dann noch kurz den Hals gestreichelt, und schon ließ sie sich freundlich aufhalftern. Reinführen in den Futterautomaten war kein Problem, nur kamleider grad nix raus. entweder sie hatte sich grad was geholt (was ich nicht glaubte) oder der Chip funktioniert wieder mal nicht. Egal, wir übten ein bisschen kopfsenken an der Futterraufe, und siehe da, da fand sich auch was zum Knabbern ;-). Dann öffnete ich die Schwingtür und ging mal selbst raus. Stüti stupste die tür auf und streckte den Kopf raus. Also große Berührungsängste hatte sie nicht. Sie kapierte einfach nur nicht, dass sie die Tür mit dem Körper ganz aufdrücken und einfach durchgehen kann. Aber ich half dann von außen nur ganz sanft mit dem Seil nach, und schon drückte sie sich durch die Tür, zwar zu schnell und skeptisch und unsicher, aber nicht panisch. Gleich wieder rein, drin wieder ein Leckerli, dasselbe nochmal. Zögern war schon kürzer! Und dann noch ein drittes Mal, diesmal schickte ich sie rein und blieb beim Eingang stehen, machte langsam hinten Druck, der aufhörte, sobald sie sich Richtung Tür bewegte, und in weniger als 1 Minute hatte sie die Tür ganz allein aufgedrückt und war relativ selbstsicher durchgegangen.
Ich denke es wurde schon mit ihr geübt, denn sonst verstehe ich nicht, warum es mir als so schwierig geschildert wurde. Sie hatte keine Angst, wusste nur nicht so recht, wie das geht hier mit der Tür.
War lustig einmal mit einem anderen Pferd zu spielen :-).
Dienstag, 3. April 2012
Billy ist beim Putzen momentan wieder mal ziemlich grantig. In Sekundenbruchteilen wechseln wütendes Schnappen, weil ich seine Brust zu berühren wage, mit wohligem Putzgesicht, weil ich den Widerrist massiere, ab. Die Hufe hab ich auch ein bisschen abgerundet und ein paar weghängende Strahlfetzen weggeschnippelt, auch das war ein Theater. Aber ich war heut irgendwie gut drauf, hab alles als Gelegenheit genommen, Annäherung und Rückzug und Geduld zu üben und konnte dabei völlig unemotional bleiben. Da hab ich mich gefreut über mich.
Als erstes gingen wir um den Hausundhof-Berg eine Runde joggen. Frauli geriet mächtig ins Schwitzen, so mit den Stall/Wanderschuhen, der Jeans und dicker Weste und steilem Bergauf *japs*. Billy trottete allerliebst nebenher, wirklich sehr sehr artig! Es war nicht nötig ihn nachzutreiben, er blieb am durchhängenden Seil mit der Nase an meinem Ellbogen, parierte mit mir zum Schritt, wenn ich nict mehr konnte (oder gar langsam wurde) und wurde schneller wenn ich schneller wurde. Außerdem sah ich sehr erfreut, wie er ohne mit der Wimper zu zucken über auch felsigen und mit großen Steinen übersäten Boden trabt, und es war auch total faszinierend zu sehen, wie genau er in so langsamem Tempo schaut, wohin er tritt. Wie er schnell gleichzeitig mit dem Hinter- und Vorderbein je einem Stein ausweicht. Er ist ein richtig trittsicheres Pferdchen geworden... wenn ich denke, wie wir zu Anfang, als er bergauf-bergab nicht kannte, die Wege runtergeschlittert sind und nur so dahinstolperten...
Im Viereck, dessen Boden immer noch super ist - das muss ich ausnutzen - bin ich dann einfach mal wieder ein wenig FreeStyle geritten und hab hauptsächlich Dinge überprüft, wie die nach dem langen Winter, wo ich sie nicht oder nur schlecht üben konnte, so gehen. Go-Button: War super geschmiert vom letzten Mal. Billy trabte willig an ohne Bein, Übergänge waren richtig fein, tolles Angaloppieren. Wir brachtena uch ein paar richtig gute Galopp-Trab-Übergänge hin. Ich war heut wieder mit dem Pad unterwegs - hach, wie ich das liebe.
Auch die Hinterhandwendung hab ich zum ersten Mal seit langem wieder überprüft, ein Schritt nach dem anderen. Zuerst wurde ich ein wenig ignoriert, aber es brauchte nicht viel um Billy in Erinnerung zu rufen, worums ging. Ich hatte keinen Stick mit, das war aber auch gar nicht nötig. Nur beim ersten Versuch reichte das Bein nicht aus, da ließ ich das Seilende nur ganz leicht gegen die Schulter fallen, und er wich. Ein ganz ganz tolles Rückwärts schenkte mir der Billy auch, das war echt toll und ich war heut tatsächlich gut genug drauf, um es dann sein zu lassen :-).
Zum Schluss und nach einer kurzen Wutzeleinheit schnallte ich noch einmal die Longreins ein und übte ein paarmal die Haltparade. Ging besser als letztes Mal, es wird schon!
Und weil der Billy während der Arbeit schon seeehr dringend aufs Gras geschielt hatte, aber es sich erstaunlicherweise auf leichteste Phasen wieder aus dem Kopf schlug, gingen wir noch eine Runde Gras suchen. Es wächst nicht viel,nur vereinzelte grüne Hälmchen. Frauli fand ein paar und lotste ihn von Büschel zu Büschel, der Billy rupfte alles vorhandene enthusiastisch ab, und dann gabs praktischerweise auch gleich das Abendessen.
Eine schöne Einheit heute :-).
Als erstes gingen wir um den Hausundhof-Berg eine Runde joggen. Frauli geriet mächtig ins Schwitzen, so mit den Stall/Wanderschuhen, der Jeans und dicker Weste und steilem Bergauf *japs*. Billy trottete allerliebst nebenher, wirklich sehr sehr artig! Es war nicht nötig ihn nachzutreiben, er blieb am durchhängenden Seil mit der Nase an meinem Ellbogen, parierte mit mir zum Schritt, wenn ich nict mehr konnte (oder gar langsam wurde) und wurde schneller wenn ich schneller wurde. Außerdem sah ich sehr erfreut, wie er ohne mit der Wimper zu zucken über auch felsigen und mit großen Steinen übersäten Boden trabt, und es war auch total faszinierend zu sehen, wie genau er in so langsamem Tempo schaut, wohin er tritt. Wie er schnell gleichzeitig mit dem Hinter- und Vorderbein je einem Stein ausweicht. Er ist ein richtig trittsicheres Pferdchen geworden... wenn ich denke, wie wir zu Anfang, als er bergauf-bergab nicht kannte, die Wege runtergeschlittert sind und nur so dahinstolperten...
Im Viereck, dessen Boden immer noch super ist - das muss ich ausnutzen - bin ich dann einfach mal wieder ein wenig FreeStyle geritten und hab hauptsächlich Dinge überprüft, wie die nach dem langen Winter, wo ich sie nicht oder nur schlecht üben konnte, so gehen. Go-Button: War super geschmiert vom letzten Mal. Billy trabte willig an ohne Bein, Übergänge waren richtig fein, tolles Angaloppieren. Wir brachtena uch ein paar richtig gute Galopp-Trab-Übergänge hin. Ich war heut wieder mit dem Pad unterwegs - hach, wie ich das liebe.
Auch die Hinterhandwendung hab ich zum ersten Mal seit langem wieder überprüft, ein Schritt nach dem anderen. Zuerst wurde ich ein wenig ignoriert, aber es brauchte nicht viel um Billy in Erinnerung zu rufen, worums ging. Ich hatte keinen Stick mit, das war aber auch gar nicht nötig. Nur beim ersten Versuch reichte das Bein nicht aus, da ließ ich das Seilende nur ganz leicht gegen die Schulter fallen, und er wich. Ein ganz ganz tolles Rückwärts schenkte mir der Billy auch, das war echt toll und ich war heut tatsächlich gut genug drauf, um es dann sein zu lassen :-).
Zum Schluss und nach einer kurzen Wutzeleinheit schnallte ich noch einmal die Longreins ein und übte ein paarmal die Haltparade. Ging besser als letztes Mal, es wird schon!
Und weil der Billy während der Arbeit schon seeehr dringend aufs Gras geschielt hatte, aber es sich erstaunlicherweise auf leichteste Phasen wieder aus dem Kopf schlug, gingen wir noch eine Runde Gras suchen. Es wächst nicht viel,nur vereinzelte grüne Hälmchen. Frauli fand ein paar und lotste ihn von Büschel zu Büschel, der Billy rupfte alles vorhandene enthusiastisch ab, und dann gabs praktischerweise auch gleich das Abendessen.
Eine schöne Einheit heute :-).
Sonntag, 1. April 2012
Wetter ist ein bisschen besser, immer noch trüb, aber immerhin hat der Wind ziemlich nachgelassen. Das Viereck weiterhin perfetto.
Wieder hab ich ein bisschen Vorwärts-Arbeit à la "Bausteine Dressurreiten" gemacht. Tja, und nach dieser 20 Minuten-Einheit beschlossen, dass ich es lasse. Diese 2x 20 Minuten mit dauerhaftem und vermehrtem Treiben für Vorwärts geradeaus von gestern und heute reichten jedenfalls aus, um mir klarzumachen, dass das wohl doch nix für uns ist. 2x 15 Minuten, und ich bin schon wieder am Dauertreiben und hab das Tier erfolgreich abgestumpft. Ich habe ein paar Minuten "Go-Button"-Installation à la Horsemanship einbauen müssen, um wieder locker zu werden und nicht in Schritt oder Halt zu verfallen, sobald der Schenkel mal nicht mehr dran ist. Ehrlich gesagt, nein, das will ich nicht.
Tja, da steh ich nun und bin so klug wie zuvor, und weiß nur was ich alles nicht will. Ich will nicth dauertreiben, damit bringt man sich beim phlegmatischen Billy-Tier um. Légèreté klingt verführerisch, ist aber so handbezogen, dass ich es auch nicht so gut finde bzw. beim Billy-Tier Abscheu damit hervorrufe, abgesehen davon, dass Légèrté definitiv nur mit Gebiss möglich ist. 3. Wegzweigung "Western"? Aber dort ist zu viel Drill, zu viel Wert auf "gehorchen" (ok, ein wenig mehr könnte uns nicht schaden *g*) und zu wenig Wert auf "anatomisch sinnvoll". Also wohin bloß... ?
Nun ja, nach der Reiteinheit schnallte ich das Knoti an und die beiden Feather Lines und machte Schritt-Halt-Übergänge mit Longreins aus Zone 5. Halt ist weiterhin überraschend schwierig. Vermutlich mach ich zu wenig Pausen. Es ist nur so ungewohnt, dass Billy gleich wieder losstapft und nciht ohnehin stehenbleiben will. Vielleicht treibt meine Anwesenheit hinter ihm ihn doch an? Nächstes Mal werde ich probieren, bei jedem Anhalten nach vorn zu gehen, Friendly Game, lange Pause, u.U. Belohnung. Noch brauche ich sehr hohe Phasen (i.e. deutliche Einwirkung mit beiden Longreins abwechselnd). Fürs Antreten und auch Antraben braucht es nur Energie meinerseits, und dass ich in der jeweiligen Gangart losstapfe. Braves Pferdchen!
Wieder hab ich ein bisschen Vorwärts-Arbeit à la "Bausteine Dressurreiten" gemacht. Tja, und nach dieser 20 Minuten-Einheit beschlossen, dass ich es lasse. Diese 2x 20 Minuten mit dauerhaftem und vermehrtem Treiben für Vorwärts geradeaus von gestern und heute reichten jedenfalls aus, um mir klarzumachen, dass das wohl doch nix für uns ist. 2x 15 Minuten, und ich bin schon wieder am Dauertreiben und hab das Tier erfolgreich abgestumpft. Ich habe ein paar Minuten "Go-Button"-Installation à la Horsemanship einbauen müssen, um wieder locker zu werden und nicht in Schritt oder Halt zu verfallen, sobald der Schenkel mal nicht mehr dran ist. Ehrlich gesagt, nein, das will ich nicht.
Tja, da steh ich nun und bin so klug wie zuvor, und weiß nur was ich alles nicht will. Ich will nicth dauertreiben, damit bringt man sich beim phlegmatischen Billy-Tier um. Légèreté klingt verführerisch, ist aber so handbezogen, dass ich es auch nicht so gut finde bzw. beim Billy-Tier Abscheu damit hervorrufe, abgesehen davon, dass Légèrté definitiv nur mit Gebiss möglich ist. 3. Wegzweigung "Western"? Aber dort ist zu viel Drill, zu viel Wert auf "gehorchen" (ok, ein wenig mehr könnte uns nicht schaden *g*) und zu wenig Wert auf "anatomisch sinnvoll". Also wohin bloß... ?
Nun ja, nach der Reiteinheit schnallte ich das Knoti an und die beiden Feather Lines und machte Schritt-Halt-Übergänge mit Longreins aus Zone 5. Halt ist weiterhin überraschend schwierig. Vermutlich mach ich zu wenig Pausen. Es ist nur so ungewohnt, dass Billy gleich wieder losstapft und nciht ohnehin stehenbleiben will. Vielleicht treibt meine Anwesenheit hinter ihm ihn doch an? Nächstes Mal werde ich probieren, bei jedem Anhalten nach vorn zu gehen, Friendly Game, lange Pause, u.U. Belohnung. Noch brauche ich sehr hohe Phasen (i.e. deutliche Einwirkung mit beiden Longreins abwechselnd). Fürs Antreten und auch Antraben braucht es nur Energie meinerseits, und dass ich in der jeweiligen Gangart losstapfe. Braves Pferdchen!
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