you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 29. Juni 2010

WO IST ER HIN, ...

... der Büffel???? Er ist weg, und zurückgelassen hat er ein Pferdchen, auf das nur noch Bezeichnungen wie "willing" oder "responsive" passen... Ich hab keine Ahnung was passiert ist, dass ich ihn vertrieben habe!!

Ja jedenfalls ists momentan einfach nur super... der Rücken ist wieder okay, wie es scheint, Bewegung macht Freude, die Sonne scheint, das Viereck ist bereitbar :-).

Am Wochenende und auch heute haben wir viel mit Galopp gespielt. Immer nur kurze Stückchen, nicht warten bis es schlechter wird oder er in Trab verfällt, sondern viele viele übergänge --- Der Galopp ist momentan traumhaft! Ganz locker zu sitzen, null Treiben nötig, Angaloppieren auf den ersten Schnalzer, ich brauch nichtmal Bein dazu! Auch Angaloppieren aus dem Schritt hat schon geklappt, mit höchstens einem Trabschritt dazwischen, ganz toll. Hier hat er dann zwar auch einmal den falschen Galopp erwischt, was aber wohl eher an meiner unpräzisen Hilfengebung liegt.
Heut haben wir auf Anhieb 3 Runden wunderbar lockeren Galopp geschafft - und auch noch mit zweitem Pferd auf dem Viereck... das war vor einem Jahr noch einfach unmöglich, da setzte bei einem andern Pferd mit am Viereck sofort die Lenkung aus... von Galopp ganz zu schweigen.

Weiters hab ich das rückwärts toll verbessern können - ein bisschen Selbstreflexion und schon gehts besser. Quasi nebenbei haben wir - ich glaub zum ersten Mal, ich hab diese Übung irgendwann aufgegeben - rückwärts an einem Zügel hingekriegt. Uuuund sogar - vorsichtigst - mit Cherokee Bridle :-). Das aber nur zum Rumspielen ;-).

Liberty hab ich am Wochenende gemacht, und da dachte ich, ich probiere einmal aus, wie viele Runden Trab wir zusammenbringen. also einmal antraben lassen - auf Anhieb 10 Runden Trab, ohne Diskussion über die Richtung, ohne Verfallen in Schritt, Ohren vorne.

Beim Grasen Gehen wartet er jetzt meistens auf ein Kommando oder reagiert zumindest auf ein erstes "nein" und wartet danach auf ein Kommando. Unglaublich, er steht im brusthohen Gras und linst zu mir: "darf ich????"

Bin ziemlich baff momentan und wüsste nur gerne, was ich nun anders mache, damit ich es so lassen kann ;-).
Und vielleicht wage ich mich bald wieder an einen Ausritt. :-)

Dienstag, 22. Juni 2010

Weave, Galopp und Sideways

Heute war ich sehr zufrieden mit unserer Session, hat uns beiden glaube ich Spaß gemacht und ich konnte doch wieder mal Fortschritte sehen.

Begonnen habe ich mit Weave im Schritt, was immer besser geht, ich kann das 7m-Seil jetzt auch ziemlich ganz am Ende halten und den Abstand wahren. Außerdem hab ich mich bemüht, die Weave-Bewegung nicht so stark mitzumachen, sondern Drive und Draw zu produzieren, ohne meine halbwegs gerade Linie stark zu verlassen, und das gelingt zumindest im Schritt auch gut.
Trab klappt auch prächtig, eine Länge Weave ist kein Problem; rund ums letzte Hütchen verfällt er meistens in Schritt, trabt aber gleich wieder an - 2 Längen durchgehend Trab klappt also noch nicht ganz, aber das wird schon noch.
Außerdem brauche ich auch im Trab den Stick kaum noch, nur beim letzten Hütchen manchmal. Man merkt dass er das Muster verstanden hat ;-).

Abgewechselt hab ich dieses Pattern mit Circling Game und hier Galopp. Es hat sich heute einfach so ergeben, dass ich begonnen habe, jedesmal einen Handwechsel zu verlangen, wenn er den Galopp verliert, und den Handwechsel mit kräftigem Send. Ich wollte dass er im Galopp durchstartet, und habe dann eben auf den Punkt gezielt, den er besser schon verlassen haben hätte sollen. 2, 3 Mal war er definitiv viel zu langsam, aber dann hat er kapiert was für Spiel das ist und ist jedesmal übermütig davongaloppiert, richtig durchgestartet. Mit diesem Schwung kann er dann Galopp auch mal eine ganze Runde behalten, während ich mich in neutrale Position begebe - sonst muss ich mich ja immer mitdrehen, dann gehts, aber sobald ich in "Neutralstellung" gehe, verliert er den Galopp.
Das hat Spaß gemacht und Send und auch die Handwechsel verbessert.
Für eine gute Runde Galopp, v.a. wenn ich in Neutralposition konnte dabei, durfte er rein zu mir und wir haben lange Pause gemacht.

Und als letzte Übung hab ich an unserem Sideways gewerkt... ich möchte es ja schneller kriegen, habe aber meine viiiiel zu hohen Phasen überdacht und heute probiert, wie viel ich kriegen kann, wenn ich den Stick nicht benutze - ich neige grad beim Sideways sehr zum "Nörgeln". Tatsächlich hab ich so überhaupt erst gemerkt, wie sich das Sideways verbessert hat, es ist nämlich viel flotter und zügiger geworden, auch ohne Stick. Ich brauche nur auf ihn zuzugehen und schon geht er seitwärts. Ist zwar kein Trab, wie es das irgendwann werden soll, aber schneller Schritt.
Danach noch ohne Zaun geübt, was ich immer vernachlässige, weil es uns einfach schwer fällt. Es dauerte wieder etwas, bis er begriffen hat dass vorwärts jetzt nicht angesagt ist, dann hat ers sehr schön gemacht; ich konnte einen Punkt über dem Widerrist fixieren und darauf zusteuern.
War schön und dann auch unser Abschluss.

Montag, 21. Juni 2010

Irgendwie unmotiviert...

Irgendwie bin ich momentan unmotiviert. Do-So war ich täglich beim Pferdchen, aber irgendwie hab ich so ein Gefühl dass nix klappt, obwohl das gar nicht stimmt.

Ich bin etwas frustriert über den immer noch hie und da (ohne erkennbare Ursache mal mehr, mal gar nicht) wegzuckenden Rücken von Billy und den täglichen Regen, Spaß am Ausreiten oder Spazieren ist mir vergangen seit er abgehauen ist, außerdem ist sowieso alles so vollgesogen mit Regen, dass man höchstens auf der Asphaltstraße gehen kann. Das Viereck ist abgesoffen, und an einem Tag, als es mal ok war und ich voll motiviert, wollte ich mich im Gelände aufwärmen, um nachher zu reiten auf dem guten Boden im Viereck - und kam prompt in einen Platzregen, beide, ich und Pferd nass bis auf die Haut, dazu 12°, das wars dann mit "noch im Viereck was arbeiten". Am nächsten Tag - Viereck abgesoffen, unbrauchbar außer für etwas Schritt.

Außerdem fühl ich mich irgendwie feststeckend, obwohl ich meinen Plan genau im Kopf hab, hab ich das Gefühl, dass ich momentan ständig dasselbe übe - mach ich auch wirklich, denke ich. ich möchte weitergehen, aber für die meisten "nächsten Schritte" fehlen mir noch immer die Grundlagen, nur an denen werke und werke ich und sie werden nicht besser, z.B. der Galopp. Obwohl der z.B. am Freitag gut funtkioniert hat (2 ganze Runden auf Anhieb ohne in Trab zu verfallen, noch dazu locker zu sitzen), hat es irgendwie so einen "fad"-Beigeschmack. Oder einen "nicht genug"-Beigeschmack.
Noch dazu biegt sich Billy total schlecht nach rechts (!), und links klappt das meiste gut - sonst umgekehrt! Linksgalopp ist momentan leichter als rechts. Hängt wohl mit dem Rücken zusammen... und ich denke wieder, ich sollte gar nicht reiten oder überhaupt nix machen, bis die Osteopathin da war... dann denk ich wieder, dass ihm ja aber das Arbeiten doch gut tut (nach Reiten oder Bodenarbeit ist das Rückenzucken meistens ganz weg, es kommt wie gesagt ohne dass ich ein Schema dahinter sehen kann).

Alles was ich mir vornehme ist entweder zu leicht --> langweilig, oder zu schwer --> frustrierend.

Dass die Pferdchens nicht auf die Weide kommen weil die auch patschnass ist, kommt noch dazu. Mit der Heufütterung bin ich auch unzufrieden - was ich in meinem Gesamtfrust aber wenigstens mal ansprechen konnte (es braucht ziemlich viel Ärger bei mir, bis ich was sage). Ändern wird das aber vermutlich auch nix.

Ich glaub ich hab einfach eine Winterdepression... schönen Sommerbeginn heute allerseits!!!

Dienstag, 15. Juni 2010

Hill Therapy

Ich habe mir vor dem Wochenende den Artikel über die "Hill Therapie" von der Parelli-Website nochmal angesehen und gleich am Wochenende begonnen, damit zu arbeiten. Mir ist nämlich eingefallen, dass ich ja da große Glück habe, eine leicht ansteigende Fläche in Form der Winterkoppel mit akzeptablem Boden zu haben.

Samstag und Sonntag je 5 Minuten auf der einen Hand, lange Pause, dann 5 Minuten andere Hand. Billy streckt sich richtig gut, v.a. bergauf. Bergab hat er noch Balanceprobleme und verfile oft in Schritt, darf er dann auch. Ich denke das tut ihm gut. Da heute der Boden zu rutschig war (es regnet schon wieder), bin ich aufs Viereck ausgewichen und hab bei doch recht ordentlichem Regen die Steigung durch 2 Cavalettis auf 3 und 9 Uhr ersetzt. Billy trabt so brav da drüber, ich bin ganz begeistert. Kein Ausweichen, kein Granteln, er konzentriert sich, und mittlerweile kann er selbst hohe Cavalettis nehmen, ohne Haltung zu verlieren, und die meiste Zeit streckt er sich.
Der Rücken ist viel viel besser, keinerlei Reaktion mehr auf Druck, ich bin am Wochenende auch wieder geritten, was auch nichts verschlimmert hat. Ich habe den Sattel, den ich ihm aufgelegt hatte, allerdings wieder runtergenommen weil er so extrem gegiftelt hat dabei - Barebackpad aufgelegt, kein Gifteln. how interesting!! Ich glaube Billy will auch einen R.O.C. *g*.

Was ich unbedingt erwähnen muss ist dass Billys Impulsion momentan ein Wahnsinn ist - so wie ich ewig lang geträumt hab - ich denke Trab, und er trabt. Ich denke Schritt er geht Schritt. Nicht nur beim Reiten, sondern vor allem auch am Boden. Momentan ist er, würde ich sagen, eine wirklich perfekte 5 auf der Impulsions-Skala!!

Wir haben nach dem Cavaletti-Rücken-Training dann heute noch schnelleres Seitwärts geübt. Er weicht superbrav, kriegt aber seine Beine manchmal nicht sortiert. Da hilft mehr Druck nicht, in dem Fall glaube ich doch an "kann nicht" statt "mag nicht". V.a. da er über die Viereckumrandung gestolpert ist, als ich zu viel Druck gemacht hab. Sorry Büffli :-(.
Also bis wir seitwärts traben (oder gar galoppieren) können, das wird noch dauern und ich werde die Übung erstmal hintan stellen, damit nicht wieder der Perfektionswahn eintritt und ich steckenbleibe.

Gleichzeitig haben wir ein Nicht-Fress-Training gemacht, und das hat super geklappt. Außen rund ums Viereck wächst zugegebenermaßen wunderschönstes Gras. Fast bis zum Maul rauf. Klar, in jeder Pause möchte er fressen. Für jedesmal Abtauchen gabs aber nun einen Schlenker mit dem Seil, je mehr er mich einfch ignoriert hat, umso stärker der Schlenkerer. Innerhalb von 5 Minuten wars gegessen - bzw. eben nicht *g*. Billy konnte ruhig stehen und warten, ohne den Kopf ins Gras zu tauchen, das nur 10cm entfernt war. Ich war total beeindruckt, und dafür gabs dann bei mir ein Leckerli. Da werd ich nun dranbleiben.

Wir haben dann noch Galopp geübt, der ist nach wie vor schwierig, weiß nicth warum. ich muss mich mitdrehen, sonst wird das nix. Und Energie extrem hochschalten. Angaloppiert ist er gut, und auch die Haltung war besser, er streckt sich im Galopp und es sieht schon balancierter aus. Über die Cavalettis war er hie und da unkoordiniert, verlor den Galopp oder hüpfte mehr drüber, aber macht nix.

Und zum Schlusshab ich noch 4 Pylonen aufgebaut und wir haben Weave gemacht, Antraben auf quasi Fingerschnippen, und er kann jetzt viiiel langsamer traben und reagiert ohne Gifteln auf Drive und Draw, wobei Draw etwas schlechter ist. Ich kann das 7m-Seil jetzt schon recht weit am Ende halten, habe also viel Abstand, aber ich muss die Slalom-Bewegung noch immer sehr viel mitmachen, v.a. beim Draw gehe ich viel zurück, um ihn herzuziehen; dass ich langsam zu einer geraden Linie übergehen kann, ist jetzt mal mein nächstes Ziel.
Warum das mit dem Trab und überhaupt der Impulsion plötzlcih so gut klappt - keine Ahnung! Aber schööön :-)

Dienstag, 8. Juni 2010

Liberty & On Line - Übergänge

Es ist weiterhin schön und heiß, juhu! Fast schon zu schnell der Wetterumschwung auf 30°+, aber Billy scheint es keine Probleme zu machen.

Das Rücken-Aua ist allerdings wieder da :-( . Bzw. vor der Arbeit war es da, danach dann nicht mehr oder viel weniger? Ich hab schon überlegt, ob er sich in den Zug stellt, weil er dauernd im Heuautomaten steht - stundenlang (obwohl dort momentan nix rauskommt) - dort kann es ziehen, wenns windig ist...
Ja wie immer ... die Osteopathin meines Vertrauens to be ist verständigt, jetzt heißts nur auf Termin warten...

Wir sind heut in die Halle und haben Liberty gemacht. Teile der Halle sind immer noch abgesperrt (die Halle ist jetzt nasser als das Viereck, kurios), aber in der Mitte ist genug frei für etwas Zirkeln.

Begonnen mit ein paar Tanzschritten, ein Bein zurück, wieder vor, zurück, wieder vor... wobei "vor" schwierig war. Hab dann etwas mit Catching Game am Draw gearbeitet, es wurde besser. Irgendwie muss ich die Hinterhand leicht auskuppeln, wenn ich möchte dass er sich in Bewegung setzt. Rückwärts war dafür sehr fein und gut.
Dann zum Circling Game übergegangen, und dabei "Million Transitions" eingebaut. Immer nur ein paar Schritte Trab, dann paar Schritt, wieder Trab, Schritt, Trab Schritttrabschritttrabschritt, bis beide Übergänge - egal ob rauf oder runter - nur auf Fingerzeig funktioniert haben. Hat er gut gemacht!
Galopp hab ich kurz probiert, aber das war nicht gut, linksrum galoppiert er regelrecht in die Bande rein, also hab ich ihn ans Seil genommen und bin aufs Viereck, um dort Galopp zu üben.

Hier wieder: Übergänge, jetzt zwischen Trab und Galopp. Ich wollte dass er zackig in den Galopp springt, rechts ging das halbwegs, da hielt er ihn auch länger, links tut er sich echt schwer, die Beine zu sortieren, hab ich manchmal den Eindruck. Oder er will einfach nicht, oder es geht nicht wegen Rücken-Aua. Ich dachte jedenfalls dass er den Rücken dabei lockern wird, war glaub cih doch auch so.
Trab ging immer wieder in schöner Haltung, gefällt mir immer besser. Möchte wieder einmal filmen zur allgemeinen Kritisierung, bitte ;-).

Nachdem er alles so brav gemacht hat hab ich dann aufgehört - er hat auch ganz brav geschwitzt.

Beim Putzen nachher ist mir aufgefallen, dass da tatäschlcih noch Winterfell drunter schlummert, wenn ich gaaanz fest und gaaanz tief mit dem Noppenstriegel drunterrubbel... vielleicht probier ich doch mal unsern Staubsauger aus.

Sonntag, 6. Juni 2010

Weave, Ausritt

Heute war irgendwas komisches am Himmel, groß und rund und sehr sehr sehr hell, das hat die ganze Luft so ungewohnt warm und hell und die Menschen fröhlich gemacht. ;-)

Billys Rücken ist wieder besser, bzw. gut! So schnell wie das komische Wegzucken gekommen ist, ist es nun auch wieder weg. Konnte weder links noch rechts irgendwas provozieren.

Hab dem Tierchen eine Portion Heu gegeben und währenddessen meinen Sattel neu umgepolstert. Ich wollte einen kleinen Schrittausritt wagen.

Zuvor haben wir On Line gespielt, ich habe zum zweiten Mal die Weave geübt in meinem Patterns-Programm, und es hat toll geklappt! Wir haben nicht nur eine ganze Länge Trab geschafft, sondern einmal sogar rundherum und wieder zurück, also einen ganzen Durchgang, toll! Und ganz easy, "einfach so" ... wenn ich denke was ich daran früher schon mal gebastelt hab, ohne Fortschritt!
Einmal war er etwas übermütig, da hab ich dann abgebrochen und ihn zur Ordnung gerufen, aber ansonsten klappte der Trab toll, zwar sind die Ohren noch etwas hinten, aber gar kein Vergleich zu dem Grant-Gesicht von früher.
Woran ich jetzt noch arbeiten werde ist der Abstand zu mir, denn ich bin schon noch nahe dran. Was total gut klappt ist wenn ich Seil und Stick vertausche wie beim normalen Führen quasi; indem ich den Stick dann hinter meinem Rücken führe, kann ich Billy total gut etwas weiter links oder rechts und so dann durch den Slalom schicken. Gezeigt wird es normalerweise andersrum, können wir aber ja auch.

Noch ein bisschen CG mit Dehnübungen, damit wir die nicht gleich wieder vergessen.

Danach in die Halle, dort gesattelt, ganz problemlos, und Gebiss reingestopft. Das ist noch verbesserungswürdig, wird aber besser; v.a. hat er diesmal probiert, den Kopf auch mal zu senken und dafür Pause und Belohnung bekommen. Immerhin hat er schon verstanden, dass Kopfhoch und Rückwärtsrennen zu keinem Ergebnis führt... Er ließ den Kopf diesmal imemrhin schon, wo er ist, hat auch nix dagegen dass man das Zaumzeug mit der rechten auf halber Nasenhöhe hält, während man ihm mit der andern das Gebiss anbietet (das ging bisher sehr schlecht --> sofortige Ausweichmanöver: "bäh, das mag ich nicht"). Dann in etwas Geduld üben (Muskeltraining hallo), bisschen im Maul rumtatschen (praktisch, auch gleich das Zunge streicheln üben), und irgendwann macht er dann schon auf und erlaubt sogar, dass man das Gebiss reintut und gleichzeitig das Kopfstück drüberzieht, ohne rückwärts zu zerren oder den Kopf hochzureißen. Hackamore dann drüber und bereit für den Ausritt.

Tja, meine Confidence ist ziemlich dahin, habs ja geahnt. Wir haben einige Male diskutieren müssen, es ging aber immer nur ums Fressen. Bei jedem Mopedgeräusch zucke ich zusammen, auch wenn es eh weit weg ist und von der Bundesstraße kommt, von der wir weit entfernt blieben. 2 Autos und 1 Riesentraktor mit klirrendem Anhängsel kamen uns entgegen, ich konnte immer schön in die Wiese ausweichen, wo es dann jedesmal leider zu Auseinandersetzungen kommt, weil er entweder fressen will oder sich den Abhang runterzustürzen droht. Zweimal ist er auch abgebogen, wo er nicth abbiegen sollte, das ging aber relativ gut zu korrigieren.
Über unser kleines Bächlein ist er, obwohl ich gern gehabt hätte, dass er einfach in Schritt durchlatscht (2 cm tief) wieder drübergesprungen, mit Landung im Gebüsch *argl*. Wie ich das hinkriegen soll muss ich auch noch überlegen.
Ansonsten war er sehr brav, auffällig v.a. das Reiten über den Wiesenrand, da gabs überraschenderweise keinen Fressversuch, sehr brav.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Mehr Rückentraining

Ratet mal was... es regnet! ;-) Dank Hut und ein paar m2 auf dem Viereck ohne knöcheltiefe Pfütze hab ich trotzdem Rückentraining weiter gemacht. Billy drückt immer noch den Rücken bei Druck weg, allerdings immerhin nur noch links. Rechts scheints wieder ok, kann dort keien Reaktion hervorrufen. Die Wunde am Rücken ist jetzt auch schön trocken und verheilt *uff*.

Habe eine Stange aufgelegt und einfach wieder CG gemacht - da müssen wir beide durch die Langeweile jetzt, was hilft's.
Es war zu bemerken, dass er diesmal wesentlich schneller in eine Dehnhaltung (oder das was ich dafür halte) kommt und sie eher hält. Nach dem Antraben 2, 3 Schritte und dann dehnt er sich auch schon, und kommt nicht so schnell zu tief.
Ließ ihn abwechselnd im Schritt und Trab über die Stange gehen, die Pfützen rundherum taten das Ihrige dazu (hui, wie das Pferd die Füße heben kann!! *g*). Wir haben viele Übergänge geübt, alle paar Schritte Trab- oder Schrittparade. Galopp ging schlecht wegen des Bodens. Ich hab dann auch Übergänge zum Anhalten und dann Halt-Trab-Antreten geübt, was er toll gemacht hat. Brauche allerdings dafür viel Energie, was dann natürlich in 2,3 trabtritten mit Kopf hoch resultiert - aber danach wieder schöne Haltung.
Handwechsel hab ich nur im Schritt gemacht, funktioneirten vorzüglich.

Dann sind wir in die Halle und haben bisschen Podest geübt. Ich dachte vielelicht dehnt das ja auch angenehm. Wir haben 3 Beine oben, das vierte wird noch etwas brauchen. Aber bergziegenartig steht er schon da, brav.

Hab jetzt auch mal eine Osteopathin angeschrieben, die mir im Stall empfohlen wurde. Mal schauen.

Montag, 31. Mai 2010

Seitengänge - Handarbeit

Billys Rücken zuckt noch immer weg. :-( Wird wohl doch ein Osteopath her müssen, nur wieder mal die große Frage: Welcher!?
Zusätzlich hat er eine große abgeschabte Stelle an derKruppe, knapp rechts neben der Wirbelsäule. Keine Ahnung, ob er sich da gescheuert hat (wir hatten letzte Woche leider eine Entdeckung von Haarlingen und gleich alle Pferde durchbehandelt - bisher konnte ich auf Billy keine entdecken) oder versucht hat, ob er wo drunterpasst, wo er nicht drunterpasst ;-). Jedenfalls hab ich die Stelle, glatt und verkrustet war, wohlmeinend eingeschmiert, war natürlich gerade falsch, war noch zu frisch offenbar, drunter hats genässt und heute war es richtig heiß und tat bei Berührung sichtlich weh. Hab also heute den Großteil meiner Zeit damit verbracht, die blöde Salbe vooorsichtig abzuwischen, dann mit kaltem Wasser abzuwaschen und mit immer neu gekühlten Fetzchen zu kühlen. Wurde auch bald besser und kühler, das war wohl wirklich nur ein Hitzestau unter der Salbe. Dazwischen noch Unmengen an Betaisodona verbraucht aus Angst vor Verdreckung und Entzündung, und dann sind wir doch noch etwas arbeiten gegangen.

Ich habe die Seitengänge an der Hand jetzt monatelang vernachlässigt, weil Billy so starke Stresssymptome dabei zeigte. Das Maul Auf- und Zuklappen zum Beispiel. Das zeigte er zum Schluss auch bei jeglicher Form des Rückwärts... und erst jetzt - Schande über mich! - fällt mir auf, dass sich das in den letzten Wochen wieder gelegt hat.
Also heute vorsichtige Versuche, mit Knotenhalfter, weil ihm irgendwie der Kappzaum nicht zu gefallen scheint.
Wir haben nach kurzem Aufwärmen mit Übertreten auf kleiner Volte begonnen. Er war sehr bemüht, rechts tat er sich offensichtlich wirklich schwer, das Bein unter den Schwerpunkt zu setzen, was ich aber auf die Wunde schiebe - sie befindet sich genau an dem Fleck, der sich dann dehnen und bewegen müsste.
Dann Schulterherein, und das ging links perfekt. Brauchte kaum Zügel, die hingen quasi durch, auch kaum Gerte, er erinnerte sich offenbar sofort an die Übung und führte sie brav aus. Natürlich gabs immer wieder eine lange Seite, die er gedehnt neben mir herlatschen durfte, und Leckerlis zuhauf. Rechts war das SH etwas schlechter, er wurde zu schnell (ganz was neues!!), überholte mich quasi, kam zu weit in die Bahn rein. Ich brauchte mehr Einwirkung, aber gemacht hat er es dann trotzdem brav und schön.
Dann noch ein bisschen Renvers und Travers, immer wieder ein Stücken, hier tat er sich schon schwerer, verdrehte den Hals in die falsche Richtung oder irgendwie S-förmig, da musste ich schon etwas mehr nachhelfen. Teilweise schiebe ich das aber aufs Knotenhalfter (statt Kappzaum), weil ja doch eine exakte seitliche Einwirkung fehlt. Hier begann dann aber auch sichtlich wieder der Stress für ihn, er begann wie ganz zu Anfang, in die runterhängende Zügelschalufe zu schnappen oder nach meiner Hand. Ich bin allerdings manchmal unsicher, ob die Schnapperei nicht (auch) mit der exzessiven Leckerli-Fütterei bei der Handarbeit zusammenhängt.
Er hat sich jedenfalls sehr bemüht und viele Dehn- und Leckerlipausen und Stimmlob bekommen. Nach 15 Minuten waren wir auch wieder fertig, er durfte sich noch genüßlich wutzeln, worauf ich die Schürfwunde neuerlich verarztete, weitere Mengen Betaisodona verbrauchte und ihn dann mit Hoffnung auf schnelle Krustenbildung (bevor er sich in den nächsten Misthaufen legt) auf die Weide zu den Kumpels entließ.
Beim Galoppieren auf die Weide war die Schürfwunde jedenfalls offenbar nicht hinderlich ;-)

Sonntag, 30. Mai 2010

Rückentraining

Nach der gestrigen Erfahrung hab ich heute nur On Line gemacht mit dem Ziel, den Rücken zu lockern. Er scheint doch hauptsächlcih verspannt, an einer Stelle macht er auf leichten Druck einfach den Muskel steinhart, genießt dann aber eine feste Massage (drückt sich dagegen und senkt das Hinterteil so ab, dass ich besser hinkomme). Wenn er genug hat, geht er einen Schritt weg zur Seite (wofür ich ihn knuddeln könnte - vor einem Jahr hätte er mich vermutlich einfach weggetreten *g*).

Ich hatte das Glück, zwischen all dem strömenden Regen und Gewittern ein kurzes Sonnenfenster zu erwischen. Das Viereck war ziemlich nass, aber noch nicht ganz überschwemmt, noch brauchbar. Das ist gut, denn die Halle ist irgendwie doch zu klein, erfordert sehr enge Wendungen.

Habe wieder Stangen aufgelegt auf einem Zirkel.
Anfangs war Billy aufgeregt, weil alle Kollegen auf die Weide durften und grad dorthin spazierten, als ich mit ihm aufs Viereck ging. Dementsprechend ist er sofort angetrabt und ziemlich verspannt. Hab drauf geachtet, dass er nach innen sieht und den Kopf senkt, das war aber grad bei den Stangen schwierig, er ist sie tw. gesprungen statt zu traben und irgendwie war das kontraproduktiv, schien mir.
Also bin ich auf einen Zirkel ohne die Stangen ausgewichen und ließ ihn traben, immer bestrebt, dass er sich dehnt und ich den Rücken schwingen sehe ... nicht so einfach für mich. Anfangs war der Kopf hoch oben, Schlauchgeräusche, sehr verspannt. Dann wanderte der Kopf nach unten, seeehr weit nach unten, die Lippen schlackerten entspannt - aber noch immer Schlauchgeräusche. Interessant.
Irgendwie gelang es mir anfangs nicht, ihn dehnen zu lassen, immer war er zu weit oben oder zu weit unten oder schlurfte dahin. Dann hatte ich eine Idee, die sehr gut funtkoniert hat, nämlich: Billy musste antraben, wurde verbal gelobt wenn er (sekundenweise) in Dehnung geriet; meist kam danach der Kopf zu tief und das Schlurfen, daraufhin habe ich ihn angaloppieren lassen, immer nur ein paar Sprünge. Der Trab nach dem Galopp war dann meist wieder mit zu hohem Kopf, aber nach einigen Sekunden dann wieder in Dehnung. Dafür Schrittparade und kurze Pause. Wieder antraben, und immer wenn der Kopf zu tief kam, Galopp.
So, mit den Übergängen, haben wir immer länger eine ordentliche Haltung zusammengebracht. Das sah teilweise wirklich gut aus und der Rücken schien zu schwingen (soweit ich das halt sehe *seufz*).

Als ich den Rücken danach abgestrichen hab, hat er diesmal überhaupt nicht reagiert *freu* - also vielleicht mal so der richtige Weg. Werde das jetzt eben öfter einbauen. Ist zwar wenig "Spiel", sondern wirklcih Arbeit (so viele Kreise auf einmal hat der kleine Büffel glaub ich noch nie laufen müssen *g*), aber was sein muss muss sein ;-).

Samstag, 29. Mai 2010

Bull's Eye

Billy zuckt weiterhin an gewisser Stelle mit dem Rücken weg, wenn man dort hindrückt... ich bin trotzdem geritten, mit Sattel, wollte mal schauen ob ich irgendwas bemerke und dann doch mal beginnen, ein bissl mit leichtreiten und leichtem Sitz zu arbeiten und Pferd in eine anständige Haltung zu reiten probieren.

Zu dem Zweck auch weiter mit dem Gebiss geübt, d.h. mal angezogen und Knotenhalfter drüber, 2 Paar Zügel. Angezogen war es diesmal recht flott, ohne Leckerlis. Am Putzplatz gings nicht, da schob er rückwärts mit Giraffen-Hals, aber in der Halle ging es erstaunlicherweise. Musste es ihm zwar lang vor die Schnauze halten, aber dann hat ers genommen und sich ohen Widerstand das Kopfstück drüberstreifen lassen (ist nicht selbstverständlich!).

Als ersten Teil der Einheit, den Großteil, hab ich das Gebiss nicht angefasst und bin alles am losen Zügel geritten. Wir sind über ein paar Stangen gegangen, dann getrabt, Follow the Rail im leichten Sitz. Er ist tatsächlich momentan verspannt und rennt mit Kopf oben, wie ich es eher nicht kenne. Hat ihn erst nach und nach gesenkt.

Als zweiten Teil bin ich Bull's Eye geritten, vielelicht war das nicht so gut. Trotzdem gab das schon auch Rückschlüsse... wann habe ich das erste Mal geschrieben, dass die Links-Volten besser waren als rechts? Und ich mich drüber gewundert habe, wo doch rechts die bessere Seite ist? Jedenfalls ging heut der Linksgalopp super, er bot ihn sogar an, als ich nur traben wollte, und rechtsherum war nicth so gut. Das war vor 1 Woche auch schon so... vielleicht die ersten Anzeichen?
Ich bin dann wahrscheinlich zu viel bull's Eye geritten... aber konnte nicht aufhören, weil er sich vehementest seine Pause in der Mitte selbst holen wollte, und das konnte ich irgendwie auch nicht erlauben.
Zeitweise war - v.a. der links-Galopp wirklcih schön und locker zu sitzen, er springt sehr brav an.

Für den letzten Teil der Einheit - die letzten 5 Minuten - hab ich dann die Zügel vorsichtig aufgenommen und bin so einfach Schritt ganze Bahn geritten, habe sonst nichts verlangt, außer dass er den Kopf unten lässt und den Kontakt zulässt - wie es scheint, werden wir aber hier eh eher das Problem "auf den Zügel drauflegen" haben als "Kopfhoch" - ganz wie gemäß der Büffelnatur zu erwarten ;-). Einmal auf jeder Hand bin ich dann auch angetrabt ohne den Kontakt zu verlieren, das ging schon alles sehr gut.

Billy hatte tatsächlcih einmal geschwitzt, und so konnte ich zum ersten Mal sehen, dass der Barefoot doch irgendwie seitlich der Wirbelsäule reindrückt, da waren 2 große trockene Stellen. Sonst sieht eigentlich alles gleichmäßig aus. Rücken war allerdings nachher natürlich nicht besser, werde in nächster Zeit nur Boden und vielleicht Schritt-Reiten machen.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Stangentraining

Wieder Regen, wieder Halle. Und sogar die ist mittlerweile in großen Teilen abgesoffen, das Wasser kommt quasi von unten rein. Aber in der Mitte ist ein kleiner Zirkel frei, und den haben wir eben heut genutzt.

Anfangs sind wir unser nächstes Pattern nach der Figure 8 (die zuletzt super ging im Trab) angegangen: Weave. Ich habe 4 kleine Pylonen aufgestellt und parallel dazu dann die ganze Länge entlang eine Stange, die als Orientierung für mich dient.
Wir haben die Weave schon früher probiert, aber war immer begleitet von ziemlichem Gegiftel bei jedem Drive, schlechtem Draw und Trab war zu unkontrolliert um ihn ernsthaft zu versuchen.
Da hat sich inzwischen schon einiges geändert, obwohl ich das Pattern ganz gelassen habe.
Begonnen habe ich, indem ich Billy einfach den Slalom geführt habe, also mitgegangen bin. Dann langsam mal das Seil länger lassen, aber noch mitgehen. Dann gerade entlang der Pylonen rückwärts gehen und das Pferd auf mich zu links und rechts in Bögen um die Pylonen rum. Das hat super geklappt! Und dann bin ich dazu übergegangen, eben seitlich - möglichst jenseits meiner Stangenlinie - mitzugehen und ihn von dort aus um die Pylonen zu fädeln. Hat gut geklappt, v.a. hat das Gifteln beim Drive aufgehört, und Draw ist auch besser als früher.
Außerdem war es super leicht, ihn antraben zu lassen, und auch wenn ich das oft noch nicht hinkriege (bin einfach zu langsam in der Koordination von Seil und Stick), haben wir einmal oder zweimal eine ganze Länge durchgehend im Trab geschafft :-). Mehr möcht ich noch gar nicht. Nur noch etwas kontrollierter und sicherer, DRaw sollte noch besser werden, aber dann bin ich hochzufrieden.

Danach habe ich beschlossen, wieder einmal etwas Stangentraining zu machen - Hil Therapy sozusagen, für den Rücken und überhaupt, Billy sieht nicht ein warum er die Hinterhand heben sollte (vielleicht kann er auch nicht, glaube ich aber gar nicht so). An einer SEite des Zirkels hab ich 1 Stange aufgelegt, leicht erhöht, und auf der anderen 2 ohne Erhöhung.
Dann musste der gute Billy da leider mal durch, ein längeres CG zu ertragen, sonst hilfts ja nix. Er war superbrav, verfiel fast nie, war aber furchtbar verspannt - ständig Schlauchgeräusche, v.a. am Anfang, und es hat erstaunlich lange gedauert, bis er den Kopf mal etwas runternahm. Ziemlich ungewöhnlich, normal schleift er ja eher im Sand als sonstwas. Über die Stangen hievt er sich regelrecht mit Schwung aus dem Hals drüber, das wurde aber besser. Für Kopf-runter, möglichst noch ohne gleichzeitiges Schlurfen, gab es kurze Schritt- oder Haltpausen. Das resultierte dann zwar darin, dass er die meiste Zeit ohne korrekte Haltung lief, aber ich muss das wohl erst neu konditionieren; habe wohl zu lang nur auf CG geachtet, ohne die Haltung im Auge zu haben.
Es wurde besser, Kopf kam schneller runter mit der Zeit, und dann hatte ich eh schon den Eindruck dass er wirklich müde wurde, er blieb öfter stehen (meist direkt über einer Stange, das kann ich nächtses Mal einbauen als Übung) und fragte ob er nicht schon Shcluss machen dürfte, und nach ein paar besonders schönen Tritten hab ich dann aufgehört.

Um das viele CG etwas zu kompensieren, hab ich dann noch Yoyo gemacht, weil er nach so viel CG meist meint, mein Send vorweg nehmen zu können und ich ihn nicht mehr rückwärts kriege - er weicht dann sofort auf den Zirkel aus. Brauchte auch diesmal ein, zwei heftigere Einwirkungen auf die Nase, bis er kapierte, dass ich ernst meine, dass er nun einfach stillstehen und mich ansehen soll und yoyo angesagt ist, nicht CG-Send. Dann ging es aber wirklich gut, ein kleiner Tanz, 2 Schritte zurück, 1 vor, 3 zurück, 2 vor, usw. Wurde richtig gut!

Sonntag, 23. Mai 2010

Ein Alptraum...

... wurde heut wahr :-( .

Endlich endlich... das Wetter besser, Sonne, Feiertag, viel Zeit. Endlich wieder raus!

Weil ich bemerkt, habe, dass Billy in den letzten zwei Tagen den Rücken etwas wegdrückt, wenn man fest links und rechts der Wirbelsäule entlangstreicht, hab ich nur lang massiert, was er sehr genossen hat, und bin dann spazieren gegangen. Möchte mal schauen, ob sich das wieder legt. Trat ziemlich plötzlich auf...

Also Stick, Seil und Tier geschnappt und spazieren gegangen, im Grunde einen schönen langen Grase-Spaziergang. Wir haben uns von Grasfleckchen zu Grasfleckchen gehangelt und waren beide so richtig schön entspannt.

Und dann ist passiert wovor ich mich immer gefürchtet habe.... Ich ging den Weg entlang, Billy untersuchte die einzelnen Halme auf ihren Geschmack, man hörte schon von weitem ein Moped herankommen. Ist ja kein Problem... Billy ist Moped-sicher - normalerweise. Blöderweise befanden wir uns in einer relativ unübersichtlichen Kurve. Zur Seite konnte ich nicht, rechts ausgerechnet hier steile felsige Böschung bergauf, links steile felsige Böschung bergab. Also stehengeblieben, Billy vorbereitet und gehofft, dass der Mopedfahrer uns rechtzeitig sieht und nicht überfährt. Billy trotz lauter werdendem Moped-Motorgeräusch entspannt, suchte noch immer die besten Halme, horchte mit dem andern Ohr auf den Motor.
Und dann ging alles ganz schnell. Das Moped oder besser Motocross-Ding schoss ziemlich rasch um die Kurve, sah uns, bremste. Er war so schnell da und das Geräusch mit einem Mal so plötzlich laut, dass Billy sich schreckte und einen Hupfer machte, er kreiselte mal um mich rum, sah das Moped an... Ich dachte noch: alles ok, hab ihn wieder....
und dann machte das blöde Motocross-Dings noch irgendeinen Zucker oder Aufheuler oder ein Knacksen, weil der eh nette Mensch den Motor abstellte; aus irgendeinem Grund gab das dem jetzt aufgeregten Billy den Rest, er drehte sich nach außen, ich versuchte noch ihn zu halten, aber das Seil flutschte nur so durch die Finger, Brandblasen trotz Handschuhen. Billy auf und davon, in absoluter Panik wie ich ihn noch nie gesehen habe.

Und zwar heimwärts.
Richtung Bundesstraße.

Ich beschimpfte kreischend den armen Motocross-Menschen, der doch auch nur seinem Hobby frönte, so wie ich... wurde mir im gleichen Moment dessen bewusst, entschuldigte mich und wetzte hinterher.
Ich glaub ich bin noch nie so schnell gelaufen in meinem Leben; wohl wissend dass das eh nix bringt... anfangs sah ich noch den schwarz-weißen Hintern eine ganze Weile weit vor mir... ich hab geheult, gekreischt, ihm nachgeschrien, gebetet dass der Fresstrieb siegt und er irgendwo stehenbleibt, bei jeder Kurve hab ich gehofft ihn dahinter stehen zu sehen... ich hab sogar gehofft, er möge sich übers Seil derstessen, alles besser als die Bilder, die vor mir auftauchten von zerstückelten Motorradfahrern, demolierten Autos, angefahrenen Billys...

Wir hatten tausend Schutzengel... mir war speiübel als ich zur Bundesstraße kam. Doch dort nix los außer Feiertags-Ruhe. Kein totes Pferd, keine toten Menschen. Irgendwie hat ers über die Straße geschafft. Mein Stallbesitzer rief mich an um mir zu sagen dass Billy da war und ob sie mich wo holen sollten. Hab nur verneint und mich nur noch den Wald raufgeschleppt, speiübel war mir.

Millionen Schutzengel. Das Tier hat keinen Kratzer. Von der Hufwand ist ein 1cm-Stückchen ausgebrochen. Sonst nichts.
Bin mit ihm in der Halle langsam Schritt gegangen, er hat noch eine Stunde gepumpt, nach 40 Minuten hatte er noch 80 Atemzüge pro Minute und fast 100 Puls. Irgendwann hat er 3x gepinkelt, 10x gegähnt, dann schlief er im Stehen kurz ein, und dann ging es langsam besser. Nach einer Stunde war er wieder ganz der alte. Und hatte am nächsten Tag nichtmal merklich Muskelkater (im Gegensatz zu mir).

Millionen Schutzengel...
und man grübelt und grübelt, was man hätte anders machen können... doch im Grunde nichts... ich war gut ausgerüstet, ich habe richtig und schnell reagiert, auch der Motocross-Fahrer hat richtig und schnell reagiert. Das Pferd ist normalerweise "bomb-proof", und kennt Motocross-Fahrer, beachtet sie normal nicht weiter. Einfach zur falschen Zeit am falschen Ort...

Nicht mehr über die Bundesstraße gehen. Ich denke das mache ich auch ein Weilchen nicht mehr. Am besten bleib ich überhaupt in der Halle. Meine gesamte Confidence ist natürlich beim Teufel....

Donnerstag, 20. Mai 2010

Liberty & Finesse

Weiterhin grauslichstes Wetter, aber Billy war besser gelaunt als zuletzt.
Beim Holen aus dem Auslauf hat er mich allerdings schon von 10m Entfernung mit angelegten Ohren begrüßt. Daraufhin bin ich stehengeblieben und hab mal so in der Gegend herumgeschaut und konnte dann beobachten, wie er nachdenkt. Er führt Selbstgespräche, das sieht man am Ohrenspiel *g*. Jedenfalls hat er sich dann entschlossen, auf mich zuzukommen, was mich kurz gefreut hat, bevor er abgebogen und selbständig den Weg zum Tor angetreten ist. Naja, aufmachen darf ich ihm dann...

Wir haben am Anfang etwas Liberty gemacht in der Halle, wobei er sich anfangs überraschend viel bewegt hat (normalerweise steht er wie angewurzelt und tut mal gar nix). Er ging quasi von sich aus in ein CG, auch ohne abzuhauen. Hm, how interesting, vielleicht mach ich doch zu viel davon.
Ich hab anfangs ganz viele Übergänge zwischen Schritt und Trab gemacht, immer nur ein paar Schritte, dann Übergang, und die waren bald richtig richtig fein. Dann zum Abschluss ließ ich ihn mal einfach traben - wollte gern sehen, wie viele Runden er von sich aus macht, bevor er in Schritt verfällt ---- und war baff. 10 Runden gleichmäßiger Trab (und das Antraben auf Phase 1), dann hab ich ihn doch reingeholt, sooo viele Runden! Er war zwar ein bissl dominant dabei (Ohren manchmal zurück und Kreis unerlaubt immer enger gemacht), aber trotzdem brav, und Bring Back war auch gut. In die andere Richtung schicken (nur 1x heute und mit kurzer Pause in der Mitte) ging auch super.

Dazwischen hab ich wieder geübt - ganz Liberty - ihm das Gebiss mit Zaumzeug anzuziehen. Er macht ziemlich Theater, nicht weil er Angst hat, sondern weil er es nicht mag . Schwierig, es ihm dann schmackhaft zu machen! Naja, irgendwie haben wirs geschafft, aber gern mag ers (noch!) nicht, und schön war es vermutlich auch nicht anzuschaun (einmal startete er zackig rückwärts, und zwar die ganze Länge der Bahn - soviel zu "ich kann nicht rückwärts!").
Als es dann drin war, hab ich ihm lange Pause gegeben und dann noch 2 Runden Galopp Liberty auf jeder Hand verlangt.

Und weil ich ja nie genug kriegen kann bin ich dann auch noch raufgeklettert (nachdem laterale Biegung und rückwärts mit dem Gebiss vom Boden aus gut waren) und bin auf jeder Hand 1 Runde Ganze Bahn mit ein paar Volten gegangen und hab probiert, Kontakt aufzunehmen. Lief teilweise sehr gut, aber hie und da kriegt er einen Rappel und büffelt gegens Gebiss - ich hab die Hände einfach stehenlassen (Zügel eh sehr lang) und den Stick eingesetzt, konnte so verhindern, womöglich an den Zügeln und somit am Gebiss zerren zu müssen.

Naja, das war zu früh - und das nächste Mal Gebiss-Anziehen wird sicher nicht leichter. Wir werden sehen.

Dienstag, 18. Mai 2010

FreeStyle - Follow the Rail

Das Wetter ist weiter schlecht, daher nur Halle möglich.

Zu Anfang hab ich wieder lange mit dem Tierchen herumgespielt, bis das Gebiss endlich drin war. Er mags einfach nicht besonders, obwohl ich fast nix oder gar nix damit tue. Also nach einer halben Stunde geduldiger Annäherung + Rückzug war's dann drin.
Ließ ihn damit stehen und ging die Halle mit Spielzeug bestücken inzwischen. Danach kam es auch schon wieder raus. Bin gespannt ob es nächstes Mal dann doch mal schneller geht...

Bin mit Knotenhalfter + BBP in der Halle Follow the Rail geritten. Möglichst ohne Zügel, möglichst alles mit Stick, aber am allermöglichsten alles nur mit Bein. Wir gingen auf jeder Hand ein paar Runden Schritt (wobei er links hie und da abdriftet in die Mitte, rechts nie), dann jede Hand viele viele Schrittvolten, so oft bis ich zumindest mal eine ohne Stick, nur mit Bein reiten kann. Dann Pause.
Zwischendurch ein bisschen Rückwärts, das geht immer noch nicht ohne Zügel, aber immerhin damit dann halbwegs leicht, und nach einigen Wiederholungen dann auch nur mit Stick, allerdings zögerlich.
Dann noch etwas Trab, wobei hier dann stärker auffällt, dass er links ständig von der Wand kommt. Im Trab hab ich mich nur drauf konzentriert, eine Runde ganz ohne Einwirkung zu schaffen. Hat ein wegig gedauert...

Wenn ich ganz ganz ehrlich bin zu mir selbst, dann ist unser FtR alles andere als gut und ich verwend die Zügel offenbar mehr als ich selbst merke. Hm. Üben! Wenn's halt nicht soo fad wäre!!

Sonntag, 16. Mai 2010

Figure 8, Sideways

Das Wetter wird immer grauslicher, strömender Regen bei nur 5°, und das Mitte Mai. Tja, da freut man sich über die Halle :-).

Billy war - kaum ist das Wetter schlecht - wieder mal ziemlich grantig. Nachdem jetzt einige Wochen alles gut war und er das Putzen genoss, war es wieder wie im Winter - kaum mit der Bürste berührt, schon gehen die Ohren zurück, er mag nicht angefasst werden wenns geht, und Hufe heben auch nicht. Haben wieder ziemlich miteinander gekämpft, v.a. bei den Hufen, die müssen einfach sein. Meine momentane Strategie, bei jedem Gifteln bezüglich der Hufe ihn eine Umdrehung um die Hinterhand machen zu lassen (also ziemlich vehement die Schulter 1x herum zu schicken) funktioniert ganz gut. Er lässt dann den Huf heben und versucht nicht mehr zu beißen, aber fröhlich schaut er auch nicht grad drein.
Die Hufe wachsen momentan ziemlich, daher musste er leider etwas länger still halten und ich hab ein bisschen herumgeschnitzt und -geraspelt. Er war dann dabei auch relativ brav - es geht immer nur um den Anfang...

Danach haben wir On Line in der Halle gespielt.
Billy war überraschend überdreht und übermütig, sodass ich mehrmals versucht war, das Seil abzunehmen und Liberty zu arbeiten, habs aber dann doch gelassen. Er war richtig verspielt/dominant, was ich einerseits immer schön finde, andererseits war das heute fast zu viel.

Bei der Figure 8 war er so übermütig, dass er jeweils in der Mitte beim Wechsel mit wildem Möchtegern-Hengst-Kopfschütteln im Galopp durchstartete und ich war mit einem mir völlig unbekannten Pferd konfrontiert, das nach außen zog. Die Wechsel waren schön, und ich hatte eher Schwierigkeiten, ihn im Schritt zu halten - da er bei den Wechseln oft knapper an mir vorbeischrammte als mir das lieb war und ich nicht 100% sicher war, dass nicht ein Kick in meine Richtung erfolgt vor lauter Übermut, ging ich eben zurück zum Schritt, bis das flüssig ging. Danach schafften wirs auch schön im Trab!
Da sieht man wieder mal, wie sehr man sich an das Übliche gewöhnt und wie unflexibel man ist, sich auf das "horse that shows up" einzustellen.

ich hab ihn dann - wenn er schon so voller Energie ist - in ziemlich schneller Abfolge ins CG und Sideways geschickt, dazwischen Travelling Circles, wieder Sideways die lange Seite, und flott das ganze - er trabt zwar noch nicht, aber geht sehr zügig seitwärts, sodass ich ganz langsam neben ihm herjoggen kann.

Stick to Me in schneller Abfolge von Trab, Halt, Rückwärts, Wendungen haben wir dann auch noch gemacht, als ein weiteres Pferd in die Halle kam. DAs klappte gut, er war sehr aufmerksam, zwar immer an der Grenze zu frech, aber es ging noch.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Finesse-Probe

Für heute hatte ich mir vorgenommen, mal endlich etwas weiter ins Finesse reinzuschnuppern. Bisher haben sich meine Finesse-Versuche darauf beschränkt zu vesuchen, dem Tierchen das Gebiss schmackhaft zu machen, ein schwieriges Unterfangen. Weil er immer so wild drauf herumkaute, hab ich es dann immer wieder aufgegeben.

Heute hab ich mal probiert was passiert wenn ich ihm das Seilchen ins Maul schnalle, also Cherokee Bridle. Das hat überraschend gut funktioniert, jedenfalls wars schneller drin als sämtliche bisher ausprobierten Gebisse. Und meine ganz ganz zaghaften Versuche einer lateralen Biegung waren sogar auch fast sofort erfolgreich. Und: Er konnte so sogar rückwärt gehen *staun*. Alles vom Boden aus natürlich, und mit Knotenhalfter und Seil als Haupthilfe, falls benötigt. Das war aber eben überraschenderweise nicht nötig.
Gut, danach hatte er dann heraußen, wie er die Zunge drüberlegt und sich das Seilchen, wenn es keinen Spaß mehr macht dran rumzulutschen, aus dem Maul arbeitet. Und fester wollte ich es nicht schnallen, also reichts das vorerst.

Danach habe ich das Gebiss wieder einmal vorgestellt - dauerte wieder laaange, anstupsen-Lob, anstupsen - Lob, schnell reinbeißen und wieder weg - Lob usw. usf., bis er es von selbst ins Maul nimmt und ich den Genickriemen über die Ohren streifen konnte. Ich habe dann noch leichte Zügel eingeschnallt und bin eine Runde geritten, mit Knotenhalfter drunter und weiteren Zügeln, und hab versucht, mal ganz vorsichtig Kontakt herzustellen. Was ihn nicht hinderte, mit Schwung anzureißen um eine Maulvoll Gras zu schnappen, das war wieder einmal eine Probe für emotionale Fitness *grr*.
Wir haben dann ein, zwei Volten probiert und auch ein Rückwärts, jeweils mit leichtem Kontakt, und ich muss sagen, ich war recht angetan vom Ergebnis. Abgesehen von der Futtergier reagierte er fein, aber nicht hektisch (frühere Versuche hatten eher zur Folge, dass er wie verrückt herumkaute, anriss, etc.), sehr positiv.

Dienstag, 11. Mai 2010

Das große Fressen...

... hat begonnen! Weidezeit! Seit Sonntag sind die Pferdchens nach und nach länger stundenweise auf der Wiese.

Und da ich das Pferdchen ja sowieso holen gehen muss dachte ich: Warum nicht ausprobieren was passiert, wenn 20 andere Pferde und ein paar ha Wiese, das Büffelchen und ich + mein Stick aufeinandertreffen? -- Toll war's!

Zuerst bin ich mal hin und bin eine Weile beim Grasen einfach so mitgeschlendert. Dann mal Catching Game probiert. Denkste, er wandte sich mir natürlich nicht zu, sondern suchte (im Schritt) das Weite. Nach 2 Versuchen hab ich es gelassen, weil ich dachte, so bringe ich ihm sichtlich nur das Wegrennen bei. Bin hinterher und hab mal ein "Stick to HIM" gemacht. Ging los wenn er ging, blieb stehen wenn er wieder weiter graste. Interessanterweise begann er dann, sich doch noch an mir zu orientieren und wir haben Rollen getauscht - und ab da liefs echt toll.

Ich bin voraus getrabt und er doch tatsächlich hinter mir her. Blieb stehen wenn ich stehenblieb, ging sogar 1,2 Schritte rückwärts mit mir. Klar sind wir alle paar Sekunden stehengeblieben um Gras zu fressen, gegen das frische Grün hab ich auf Dauer sonst keine Chance, man muss es ja nicht herausfordern. Aber total faszinierend... begann ich zu laufen, ließ er das Gras stehen und kam hinterher.
In meinem Übermut hab ich dann, als er den Kopf grad im Gras hatte, mal Energie hochgefahren und Finger nach links ausgestreckt *mal sehen was passiert* - und das Pferdi zirkelt 1x um mich rum, einen engen Kreis, im Trab *staun*. Gut, danach hatte er sofort den Kopf wieder im Gras und irgendwie war klar, dass das sicher nicht länger und höchstwahrscheinlich kein zweites Mal mehr klappt, aber musste es auch nicht, habs nicht mehr probiert.
Wir sind dann gemeinsam den Wiesenweg zur Winterkoppel getrabt und sogar galoppiert (weg von den andern Pferden, weg von der Wiese!), und ich dachte ich probier etwas mehr Liberty dort, wo kein Gras wächst. Da kamen mir andere Pferde dazwischen, die fühlten sich ebenfalls animiert, glaubten wohl es gibt im Stall noch besseres Futter oder so, und zischten im Galopp vorbei - na gut, da lief er dann mit denen mit. ich ging inzwischen mein Seil holen, das lag noch auf der Weide. Und dann kam er mir wieder entgegen, hatte mich wohl gesucht :-) *he, wo isse denn geblieben?*
Jedenfalls sind wir nochmal den Wiesenweg entlanggaloppiert, über die Winterkoppel und dann in den Auslauf. Dort hat er mir mal aufgetragen, die (leider schon wieder verbogene kaputte) Nachlaufsperre vom Kraftfutterautomaten beiseite zu räumen und hat sich seinen Getreide-Snack geholt.

Hab ihn dann ein bissl geputzt und Beine abgespritzt (auch at Liberty :-) , steht wie angegossen das Tier). Dann kurz wutzeln am Sandviereck und warten bis die Halle frei wird, wollte doch noch ein bisschen mehr Liberty machen.

Hat dann auch noch super geklappt, paar Runden Trab, er hält die Gangart momentan phänomenal; eine Stange hab ich auch aufgelegt, brav drübergetrabt. Und: ich kann die Zirkel vergrößern und verkleinern, wie ich das mach weiß ich zwar nicht, aber es hat heut geklappt (ok, vielleicht wars auch Zufall *g*). Zum Schluss noch Galopp auf jeder Hand, wird auch schon besser, rechts war es sofort gut und eine vollständige Runde ohne Erinnern, links muss ich ihn weiterhin "driven", wenn ich mehr als 2 Sprünge möchte, aber das Angaloppieren war jedes Mal super, also er bemüht sich. Daher haben wir danach auch gleich Schluss gemacht und sind nachher wieder gemeinsam auf die Weide getrabt :-).

Samstag, 8. Mai 2010

Mehr Zirkel

Zuerst etwas On Line: Wir hatten ein wirklich geniales Circling Game! Super Send, und Billy trabt sofort an und trabt... und trabt .... und trabt ... und trabt ... *staun*. Das kenne ich so gar nicht, normal geht das eher so Trab, nach ein paar Schritten probiert er mal ob er Schritt gehen kann ohne dass ichs merke... aber heut, gleich beim ersten Mal, super! Ich weiß gar nicht wie viele Runden er gemacht hat, irgendwann hab ich aufgehört zu zählen (das bin ich ja nicht gewohnt!!) und dann reingeholt.
Es ging in beide Richtungen gleich gut, er hatte heute irgendwie mehr Go als sonst.

Galopp auch probiert, der war auch super, 2 lockere Runden auf jeder Hand, am 7m Seil (Lasso geht normal besser). Allerdings muss ich mitgehen, er macht den Zirkel groß und ich hab das Gefühl wenn er kleiner wäre könnte er nicht mehr gut galoppieren, also gehe ich einen kleinen Zirkel mit, um den Radius zu vergrößern und ihm mehr Platz zu geben. Nächstes Mal muss ich wieder das Lasso nehmen.

Danach noch etwas Seitwärts und versucht, schneller zu werden dabei, was noch nicht so ganz gelingen will.

Dann das Bull's Eye geritten, heute nach rechts (gestern ja nur links, rechts wollte ich heut nachholen). Schritt ging schnell gut, Trab war wieder irgendwie frei geformt, wurde aber schneller besser als gestern und ich konnte pausieren. Dann Galopp, das Ziel der Übung... und - ganz komisch - der war furchtbar! Normal geht Rechts immer besser als Links, aber dieses Wochenende war es genau umgekehrt. Es fühlte sich an als würden wir gegeneinander arbeiten, wobei ich denke dass es an mir lag - ich konnte mich irgendwie nicht nach rechts biegen, nicht richtig drehen - also ich konnte schon, aber irgendwie fühlte es sich komisch an. Ständig wurde ich nach links geschmissen, knickte ein, verlor die Balance, und Billy war auch grantig, legte die Ohren an, wollte sich die Pause bei der Tonne selbst holen oder machte Notstopps vor dem Gras. Nach einer halbwegs akzeptablen Runde habe ich aufgehört.
Es war total seltsam, normal ist es umgekehrt - links fühlt sichs so komisch an wie heute rechts und rechts so gut und flüssig wie gestern links...
Irgendwie ein total krasser Gegensatz zu gestern.

Ich glaub wir brauchen wen der uns beide wieder grade macht :-(.

Freitag, 7. Mai 2010

Bull's Eye

Zum Aufwärmen sind wir Follow the Rail mit 2 Sticks geritten. Volten nach links konnte ich ganz ohne Zügel- und Stickeinsatz, also rein auf Drehung, reiten *freu*. Nach rechts gingen sie wesentlich schlechter, da brauchte ich den Stick.

Danach Übergang zu Bull's Eye. Paar Runden im Schritt, das war aber schnell sehr gut und ich ging zu Trab über. Hatte nicht viel Zeit und hab daher nur die linke Hand bearbeitet heute. Im Trab brauchten wir für den ersten Durchgang gleich ewig, Runde um Runde um Runde; ich brauchte viel viel Zügel (das Gras am Rand war seeehr anziehend), was wir da für Figuren machten war nicht nur vom Zirkel, sondern sogar von Ostereiern weit entfernt, mehr eine Art "freie Form" um die Tonne. Es brauchte Ewigkeiten, bis es dann besser und dann eine Runde gut wurde, und dann gab es lange Pause an der Tonne.
Mein urprünglicher Plan war Galopp zu üben, also hab ich das getan, obwohl ich leicht skeptisch war ob das klug ist nach der schweren Geburt eines Zirkels im Trab. Aber gut, dass ich es probiert hab... denn: Büffli schenkte mir einen genialen Zirkel rund um die Tonne im Linksgalopp, einfach nur perfekt. Bis aufs Angaloppieren vielleicht, er rennt immer noch rein, aber für vier (!!) ganze Runden wunderbar lockeren Galopp, der sich super harmonisch anfühlte. Kein einziger Versuch, die Gangart zu wechseln, also in Trab zu verfallen; ich konnte lockers oben sitzen, es war so flüssig dass ich gar nicht versucht war, irgendwie "anzuschieben", wie das oft der Fall ist, Zügel konnte ich mit einer Hand halten und brauchte so gut wie keine Korrekturen. Ich war völlig fasziniert, v.a. weil es linke Hand, die schlechtere war... natürlich dann sofort rein zur Tonne, Pause, abgesessen und aus für heute!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Besuch :-)

Heute hab ich dem Büffli Besuch mitgebracht und er hat neue Fans gewonnen :-).

Wir haben zuerst ein bisschen On Line gemacht, ich natürlich planlos, wegen Besuch und sowieso ;-). Dann wichen wir in die Halle aus und ich hab ein bisschen unsere Liberty-Zirkel vorgeführt, die gut geklappt haben.

Und dann hab ich den Besuch genötigt, ein bisschen mit dem Büffli zu spielen (On Line). Ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie jemand anders mit ihm spielt und wie er reagiert usw. Hat sie jedenfalls toll gemacht und das Büffli mochte sie (ist ja nicht sooo selbstverständlich). Er hat brav auf alles reagiert, nur beim Porcupine Game hat er ein bisschen den LBI raushängen lassen *hihi* - aber auch nur kurz ;-).

Also... hoffe auf baldige Wiederholung ;-)

Dienstag, 4. Mai 2010

Endlich wieder frei!

Es regnet, und der neue Hallenboden ist fertig --> endlich wieder mal Liberty! Wurde stark vernachlässigt in letzter Zeit, da die Halle der einzige fest eingezäunte Ort ist, wo das geht, und die war eben in Arbeit. Aber jetzt haben wir schönen feinen frischen Sand drin *freu*.

Das Video, das wir Sonntag gemacht haben, hat mir schon viel zu denken gegeben. Ich wusste nicht dass alles so fahrig wirkt. Nach meinem inneren Gefühl spielt sich alles ganz langsam ab, wenn wir spielen - zu langsam sogar, wie in Zeitlupe. Und außerdem völlig lasch, energielos. Folglich bemühe ich mich seit Ewigkeiten, meine Energie hochzuschrauben in der Hoffnung, das Tier mitzunehmen, und schneller zu agieren, damit ja keine Langeweile aufkommt. Tja, das war vielleicht übers Ziel hinausgeschossen...

Aus diesen Erkenntnissen habe ich heute probiert was passiert, wenn ich alles ganz ganz fein mache, ganz ganz leise, körpersprachlich flüsternd sozusagen, dem Tier mehr zuhören, wirklich danach suchen, ob es wirklich keine Reaktion gibt wie ich mir einbilde (don't make assumptions!), mich laaaangsam bewegen, laaangsam denken, und so weiter. Tatsächlich wurde es eine tolle Liberty-Einheit, in der ich mehr bekommen habe als ich erwartet hätte!

Begonnen haben wir mit flüsterndem Yo-Yo. Ihr wisst ja, rückwärts, die schwierigste Übung hier ;-). Ich hab mich vors Büffli gestellt und nur mit dem Finger gewachelt, wirklich nur dem Finger. Und auch die Phasen laaaang nicht erhöht (unsere Auffassungen von laaaanger Phase 1 sind wohl auch unterschiedlich). So nach gefühlten 5 Minuten Finger-Millimeter-Wacheln gabs eine Gewichtsverlagerung. Entspannt, kurz gewartet, wieder von vorn. Tatsächlich hab ich so, immer wieder gesteigert bis zum Schluss der Einheit heute 4 zaghafte Schritte bekommen. Warum das so toll war: Er wich nicht aus (sonst dreht er den Kopf zur Seite oder geht zur Seite oder glaubt er soll in ein Circling Game), er nahm nicht gleich das Circling Game vorweg, und, am allerbesten: Er sah entspannt aus, ungrantig und freundlich. Die Reaktion wurde auch flotter und deutlicher. Tja, wieder was gelernt...
Der zweite Teil vom Yo wurde allerdings nicht besser, obwohl es On Line mit SEil am Boden funktioniert, geht es Liberty nicht. Er bleibt einfach stehen und scheint keinen Anlass zu sehen, herzukommen, auch nur 1 Schritt. Ich kann ihn in Bewegung setzen und diese "Starre" etwas lösen, wenn ich mich rüberbeuge und die Hinterhand zentimeterweise löse - dann setzt er sich in Bewegung und kommt auch her.

Weiter gings dann mit Circling Game, wo ich Galopp üben und Send verbessern wollte. Ich war baff, beides klappte toll.
Erstens blieb er in der ganzen Einheit bei mir, sobald er erkannt hatte, dass es jetzt ums CG geht. Nur ein einziges Mal ist er Richtung Tor geflitzt, und das war als der Traktor fuhr, was für unsere Pferde quasi der Gong zum Abendessen ist (zuerst wird abgemistet, dann Heu verteilt) - konnte man ihm kaum übel nehmen, und wie schnell er wieder da war, während ich mich nur 2 Meter bewegen musste, war sowas von brav!
Auch beim CG hab ich mich bemüht zu flüstern und alles gaaaaaanz laaaaaangsam zu machen. Nur Finger ausstrecken fürs Send. Ich war entzückt wie gut das klappte. Noch entzückter war ich dass es immer besser klappte, obwohl ich die Phasen nicht ehöht habe - das Tierchen wachte langsam auf. Wohl hab ich meine Körperspannung beim Send erhöht, aber immer noch nur den Finger gehoben - Send im Trab, und ein oder zweimal zischte er auch übermütig im Galopp ab *stauuun*. Trab halten war auch leicht, obwohl ich nichts herausgefordert habe und ihn immer schnell, v.a. wenn das Send so gut war, wieder zurückgeholt hab. Dann lange Pausen, wo wir uns beide sehr entspannt haben. Leckerlis hab ich in letzter Zeit, v.a. seit dem Wochenende, übrigens mal weggelassen. Hie und da hab ich sie durch Bauch-Kratzen ersetzt, das steht immer noch hoch im Kurs, fast bin ich froh über die Stechviecher ;-).
Und dann und dann und dann haben wir unsern ersten Handwechsel Liberty gemacht - bisher weggelassen, weil ja immer gewarnt wird, man soll sich den Draw nicht damit verderben, das wollte ich vermeiden. Weil aber der Draw sehr gut war und es sich einfach so ergeben hat, dass Billy mit total aufmerksamen Ohren und sehr energievoll zu mir hergetrabt ist, hab ich von meiner Draw-Position einfach in eine Halt-Position gewechselt, also Energie wieder raufgefahren, als er fast bei mir war, Finger in die andere Richtung ausgestreckt und er flitzt galoppierend in die andere Richtung. *jubel* So schön hab ich das On Line noch nie hingekriegt *g*. Ich hab ihn sofort zurückgeholt, Pause. Dann noch zwischendurch ein oder zweimal mehr gemacht, aber darauf geachtet, dass dazwischen immer deutliche Bring Backs sind, die "Ende vom Spiel" bedeuten mit Pausen.

Galopp ging ganz gut, er tut sich aber echt schwer ihn zu halten, v.a. links, rechts war er eigentlich sehr schön und gleichmäßig und auch nicht so gequält.

Übergänge nach unten waren komischerweise von Trab nach Schritt schwierig, er wird da immer zuerst mal schneller, bis er kapiert hat was gemeint ist, aber dann hat es gut geklappt.

Supi war das :-).

Sonntag, 2. Mai 2010

On Line Video

Tags darauf habe ich - mit Kameramann - so ziemlich dasselbe nochmal gemacht, inklusive Figure 8. Und die ging noch nie so gut!! Wir haben tatsächlich eine ganze 8 im Trab geschafft *jubel*. Sollte ich nur noch versuchen, das ganze aufs Viereck mitzunehmen, irgendwie muss es ja auch dort zu schaffen sein.

Allerdings war Herr Billy heute wieder etwas weniger gnädig und mehr dominant als verspielt. Kann daran gelegen haben, dass die Kamera lief, und sobald die läuft, denkt mein Kopf leider nur noch "audition, audition, Perfektiooooon" und dann - eh klar - gehts viel schlechter als tags zuvor...

aber seht selbst. Es enthält zwar so ziemlich alle Elemente für eine L2 On Line Audition, allerdings ist die Einstellung von Herrn Pferd mehr als deutlich negativ *seufz*. Und es war anfangs mehr als 10 Minuten, aber der Anfang ist weggeschnitten, da nicht öffentlichkeitstauglich *ähem*, wir mussten uns erst ausmachen, wer hier mit wem rennt, und zwar mehr als deutlich... dann ging's plötzlich, aber natürlich grantig...

http://www.youtube.com/watch?v=kq77j1SK5EA

Samstag, 1. Mai 2010

Kleine Veränderung...

... große Wirkung!

Ich habe heute beschlossen, mit Billy auf unserer Winterkoppel zu spielen. Wenn dort grad keine Pferde sind, dürfen wir das, und unsere lieben Stallbesitzer haben sie außerdem kürzlich mit etwas Spielzeug aufgepeppt - ein paar Baumstämmen zum Drüberhüpfen z.B.

Ich hab mich daher nicht lange aufgehalten, weder geputzt noch sonstwas, sondern nur kurz Hallo gesagt, langes Seil dran und rauf auf die Winterkoppel (die ist auch leicht schräg, perfekt für Hill Therapie übrigens!). Billy konnte es gar nicht glauben, sein Blick sprach Bände ("häh?? Was'n nu los? Haaalllooo, falsche Richtung!!"), er blieb stehen und wollte erstmal nicht mit.

Und dann hatten wir zusammen so viel Spaß wie kaum je zuvor! Er war munter, freundlich, verspielt, übermütig, einfach toll. Antraben auf Körperspannung, kein Problem! Hüpfen über den Baumstamm, kein Problem! Circling Game kein Problem, Handwechsel im Trab, ich glaube unsere ersten flüssigen überhaupt!! Dabei musste ich zwar viel rückwärtsrennen um ihm Platz zu machen, aber es klappte!

Ich hab keine Ahnung, was hier nun den Unterschied macht. Es ist nicht sooo viel mehr Platz als im Viereck... vielleicht ist der Boden besser bei trockenem Wetter (Viereck = relativ tiefer Sand, Koppel = harter Naturerdboden), sodass ihm die engen Wendungen leichter fallen?
Ich weiß nicht, aber es hat sich selten so sehr nach "Spiel" angefühlt oder nach "genau so muss das sein". Es war deshalb auch nur kurz, mir fiel dann nix mehr ein, alles was ich probierte klappte fast auf Anhieb, also nach höchstens 20 Minuten wieder runter von der Koppel, raus aus dem Offenstall, und rein ins Grüne!
Wir waren noch 15 Minuten grasen, wobei ich ein Online-Point-to-Poitnt eingebaut habe, im Trab und sogar Galopp! Er war so gut drauf, es brauchte nicht mehr als bissl Körperspannung, dass er zu fressen aufhörte (*stauuun*), wenn ich loslief lief er auch los, und dann haben wir den Feldweg entlang sogar unser erstes Stick-to-Me im Galopp geschafft, und das allerschönste war, dass es kein Grantel-Gesicht dabei gab, und kein Dominanzgegiftel!

Bin mit einem Riesengrinsen im Gesicht heimgefahren... so soll es sein! :-)

Donnerstag, 29. April 2010

Follow the Rail

Heute nur sehr wenig Zeit, daher bin ich nur ganz kurz geritten.
Vor und nach dem Reiten waren wir je so ca. 5-10 Minuten grasen.

Pferdi hat irgendwie ein bisschen angeschwollene Ohrspeicheldrüsen, kommt mir vor - bin daher nur Schritt geritten. Abgesehen davon gings ihm prächtig.

Beim Follow the Rail habe ich diesmal versucht, wirklich die Zügel möglichst wenig anzufassen - jaja, da merkt man dann die Lücken! Also so ein Indirect-Direct-Rein-Ballett krieg ich so nicht hin - muss mir noch einmal anschauen, wie Pat das auf der Patterns-DVD macht. V.a. die Hinterhand wegzuschicken wurde aber in dieser Einheit wesentlich besser, am Anfang wurde er nur schneller - Missverständnis!

Tja, und dann das Rückwärts - wollte ich wieder zwischendurch einbauen. Und ich habs ruiniert, vermutlich mit meinem letzten Rückwärts-Exzess *heul*. Hätt ich doch wissen müssen - aber ich dachte vielleicht kommt er auf den Geschmack, wenn er sich rückwärts zum Fressen bewegen darf. Wohl nicht. Heute wieder ein massiver Rückschritt, kaum hat er geschnallt ich möchte rückwärts, macht er sich steif, geht vorwärts, mit einem Wort: wehrt sich. Ich musste wieder massiv Druck einsetzen um wenigstens eine Gewichtsverlagerung zusammenzubringen, und mit der Zeit so 2,3 zaghafte unwillige Schritte.
Keine Ahnung wie ich das je besser kriegen soll.

Dienstag, 27. April 2010

On Line: Figure 8

Weiter werken wir an unserer Figure 8 im Trab.

Zum Aufwärmen ein bisschen Stick to Me On Line, was super geklappt hat. Habe 4 hohe Cavalettis aufgestellt (die sollten mir später beim 8er helfen). Wirklich hoch. Zuerst im Schritt drübergekraxelt, später aus dem Trab drübergehopst, was er super gemacht hat.
Mir ist gestern aufgefallen, wie viel leichter Billy in Trab zu bringen ist. Beim Stick to me braucht es nicht viel, um ihn im Trab aufholen zu lassen (z.B. wenn wir eine Kurve machen und ich an der Innenseite bin), manchmal fällt er von selbst in Trab. Beim ersten Mal braucht er noch eine Erinnerung mit dem String von hinten, aber danach geht es meistens mit Energie-hoch.

Dann habe ich ihn noch über ein Cavaletti seitwärts geschickt, hat ein bisschen gedauert, aber mit viel Geduld und Zeit haben wir es mit ganz leichten Phasen hingekriegt.

Also dann - auf zum Hauptteil, Figure 8 verbessern. Wieder hatte ich die 2 Pop-up-Tonnen, als Herausforderung ;-). Zusätzlcih dachte ich ich mach es uns etwas leichter und begrenze den Weg durch den 8er quasi optisch ein wenig - habe daher 4 Cavalettis aufgestellt, bei jeder Tonne vorn und hinten je eins, sodass er quasi, wenn er den Wechsel verweigert (was ja passiert), er über ein Cavaletti drübermuss. In der Hoffnung, dass er dann den einfacheren Wechsel ohne Cavaletti lieber wählt.
Naja, viel hat das nicht gebracht. Der 8er hat sich gegenüber letztem Mal nicht viel verbessert. ich kann aber ein Muster erkennen (aus dem ich nicht ganz schlau werde): Bei der linken Schleife (von mir aus gesehen links, egal ob das dann Richtung Stall oder weg vom STall ist, es bleibt immer gleich) ist der Draw sehr schlecht, sprich: er düst ab. Dafür ist dieses Send in die linke Schleife sehr gut (er düst ab, oft auch mit Galopp). Ist dafür nur schwer um die Biegung zu kriegen und wenn, möchteer, statt gleich wieder nach rechts zu wechseln, lieber hinter mir vorbei und gradeaus. Auf der rechten Schleife ist wieder das Send sehr schlecht, er ist schwer anzutraben, will nicht wechseln, geht lieber seitwärts, rennt vor der Tonne herum oder macht einen so engen Bogen um die Tonne wie es nur geht (verliert dann natürlich den Trab) oder trampelt am liebsten sowieso drüber. Dafür krieg ich ihn hier ganz leicht um die Kurve, und das folgende Send nach links ist wieder gut.
Sehr interessant, und ich würde sagen es hängt damit zusammen, dass rechts die gute Seite ist (warum will er dann aber nicht nach rechts wechseln??), WENN das ganze nicht beim Reiten einfach nur.... einfach wäre! Da klappt die Figure 8 nämlich ohne Wimpernzucken.

Vermutlich stehe ich dem Tier wieder mal dauernd im Weg...

Wir haben lange dran gewerkt mit vielen Pausen, wenn einzelne Elemente gut waren, und schließlich einen ganz guten Durchgang geschafft, wo er die ganze Zeit im Trab blieb - dann aufgehört.

Was wir dann noch geübt haben war ins Mauls greifen und Zunge streicheln - Pferd völlig entspannt, scheint ihm sogar zu gefallen *wunder*. Das ganze ist eher Mutprobe für mich... Wie ich da jemals reingreifen und die Zunge rausholen sollte, ist mir allerdings ein Rätsel... Ist doch kein Platz??

Sonntag, 25. April 2010

Ausritt - Grenzöffnungen!

Geniales Wetter, warm, strahlend blauer Himmel, also eh klar, ein Ausritt!

Und: Wir haben DIE KREUZUNG überwunden, ich freu mich riesig! Wir sind an dieser Stelle, die uns seit 1 Jahr zu schaffen macht, vorbei als wäre nie was gewesen. Versteh einer das Tier. Was er für Theater gemacht hat! Diesmal: nix.
Allerdings gabs davor schon 2 Situationen, die mir nicht so gefallen haben...

Erstens hat er heute verweigert, den steilen Weg im Wald runterzugehen. Statt dessen stapfte er bergauf mitten in den Wald, wo wir noch nie waren und wo auch gar kein richtiger Weg ist. Keine Ahnung was er dort oben wollte. Ich habs 2 oder 3x versucht, ihn den Abhang hintunter zu reiten, ging aber nicht, und so bin ich dann abgesessen und habe ihn geführt, wobei er mir ohne zögern und am durchhängenden Strick gefolgt ist. Unten auf der Wiese bin ich dann fluchend über meine Ungelenkigkeit wieder aufgestiegen.
Dann zur Straße. Büffli wartete brav, bis weit und breit kein Auto mehr zu sehen war. Sicher 5 Minuten. Dann Kommando zum Antreten - ein Schritt vorwärts, dann umdrehen und Richtung heimwärts, das war auch ein eher ungutes Gefühl von Kontrollverlust an der Straße. Bin aber einfach eine Volte geritten, habe nochmal angehalten mehrere Minuten, nochmal etwas bestimmteres Vorwärts-Kommando, und dann ist er drüber, zügig und ohne jegliches Klemmen.

Und dann gabs drittens eine neue Problemstelle. Dort wo ich letztes Mal gefüttert habe, aber ich glaube nicht dass es damit zu tun hatte. Wir ritten schön zügig gerade aus den Weg entlang, bricht das Büffli plötzlich ohne ersichtlichen Grund wieder aus und stapft den wirklich steilen Abhang nach rechts hinauf, wo auch kein Weg ist. Ich dachte er weiß sicher, dass DIE KREUZUNG gleich kommt und möchte ihr entgehen, aber wieder versuchte er nicht umzudrehen und heimzugehen, sondern steil bergauf in den Wald reinzugehen. Leicht anzuhalten, relativ leicht wieder umzudrehen.
Ich bin dann gesessen und hab mal nachgedacht. Wirklich lange, war total unschlüssig. Absitzen? Noch mal probieren? Riskieren, dass er doch heimläuft? Ich wollte irgendwie nicht absitzen und schon wieder den Kreis beginnen (Büffli hat ja letztes Jahr, als ich öfter abgesessen bin, bald heraußen gehabt, wann das passiert und es immer früher provoziert, bis ich nicht mal mehr den STall verlassen konnte...). Und da die Stelle dort ausnahmsweise mal ungefährlich war, hab ich nach sicher 5 Minuten sitzen und den Weg anstarren mal kurz angetestet was passiert wenn ich Vorwärts-Kommando gebe.... gab es und Pferd läuft geradeaus als wäre nie was gewesen. Kein "Klemmen" (dieses GEfühl, dass er gleich wieder stehen bleiben wird), keine erkennbare Angst vor dieser Stelle des Weges, einfach nur zufriedenes Schritt-Stapfen. Nein, ich versteh das Büffli wirklich nicht immer. Er wollte ja nicht mal fressen bei seinem "Ausbruch".

Wenig später kommt dann DIE KREUZUNG und ich war wirklich auf alles gefasst. Beim kleinsten Klemmen wollte ich absitzen (denn die Stelle dort ist doch etwas gefährlicher - links und rechts gehts steil nach unten). Und dann: nichts, gar nix. Kein Klemmen. Kein Zögern. Kein Ohrwaschelzucken. Ich habe zwar versucht, besonders stark den Weg voraus zu fokussieren, aber ich musste nicht treiben oder erinnern, wo wir lang gehen wollen... einfach nichts.

Ein Stückchen weiter hab ich ihn auf einen kleinen Nebenweg gelenkt und Heu gefüttert, das wie immer natürlich mit dabei war ;-). Er hat es entspannt gemampft, und dann sind wir zügig heimgeritten ohne Vorkommnisse.

Samstag, 24. April 2010

Mehr Bull's Eye

Heute wieder Feestyle geübt, wieder mit Sattel.

Anfangs Aufwärmen mit Follow the Rail: Übergänge, Volten eingebaut, Umkehrtwechsel eingebaut, Halt, ein bisschen rückwärts, Schritt-Trab-Schritt, Trab-Galopp-Trab, Schritt-Halt-Schritt und dann auch nocht Trab-Halt-Trab, was ganz gut geht!

Dann Übergang zum Bull's Eye, das ich weiter im Galopp verbessern möchte. Zuerst Trab, und hier hat mich der Sattel wahnsinnig gemacht. Ich glaub ich brauch doch einen andern. Oder zumindest Fender! Wem ist eingefallen, die Riemenschnallen der Bügel unten zu machen, genau auf Schienbeinhöhe? *grml* Ich bin grün und blau. Beim Traben rutsche ich ständig aus den Bügeln, hab sie 3x verstellt aber es ist egal wie kurz oder lang die sind. Ohne Bügel reiten ist wieder ok, aber da nehm ich dann doch lieber das Bareback Pad, was ich nächstes Mal auch tun werde, jawoll.

Das Bull's Eye selbst ist besser geworden, durch den Ärger mit dem Sattel war ich nur nicht ganz bei der Sache... armes Pferd. Galopp war dann sogar besser als Trab (da kann ich wieder besser sitzen), und wir haben VIER Runden im Linksgalopp geschafft, das ist viel für uns! Rechts übe ich nicht so oft, das kann er eh besser, dort hab ich nur 1x 3 Runden gefordert.

Zum Schluss habe ich meine neue Rückwärts-Strategie nochmal angewendet, d.h. wir sind fertig und gehen heim - aber rückwärts *lol*. Und es ging soooo gut, unglaublich. Wir sind fast 3/4 des Vierecks längs zurückgeritten (schon mit Lobpausen dazwischen), raus aus dem Viereck, drüber über den Begrenzungsmuggel, weg von der Wiese (!), und weil es so toll war (ich weiß, da sollte ich aufhören, aber es ging ja heimwärts...) habe ich probiert, ob ich den Weg zum Putzplatz weiter rückwärts reiten kann. Also weiter: rückwärts über den Schotterweg, rückwärts bergab, rückwärts am Misthaufen vorbei, und zwar zwischen dem Traktor durchgeschlängelt. Nochmal rückwärts um die Kurve, und dann umgedreht und nur noch die letzten paar Meter bis zum Putzplatz geritten und fertig.
Man muss ihm echt nur eine Aufgabe geben, die in seinen Augen Sinn macht, dann tut er alles.

Donnerstag, 22. April 2010

Nicht alles was im Viereck steht...

ist ein Podest. Auch wenn Billy das glaubt ;-)

Wir haben heute wieder einmal geübt, was ich mittlerweile als für uns (zumindest mich) schwierigste Übung bezeichnen würde: Figure 8. Keine Ahnung, warum ich das nicht hinkriege. Ich verheddere mich, bin zu langsam, Billy verheddert sich, ich scheine permanent damit beschäftigt zu sein, Füße und Arme aus dem Seil (mit dem Lasso hab ichs ja gleich wieder aufgegeben) zu befreien.

Das ist das eine. Das andere ist die Zerstörungswut des Büfflis. Ich weiß nicht warum, aber wenn Tonnen im Muster für die Fig. 8 da stehen, möchte er gern drauf rumtrampeln. Das passiert nur bei Figure 8, nicht bei Weave, auch sonst kaum. Und heute... hatte ich sogar Pop-Up-Tonnen, große, solche für den Garten. Sie sind höher als der Freiraum unter Billy's Bauch.

Der erste Versuch eines Achters resultierte darin, dass Billy zielstrebig genau auf die Tonne zuging, sich mit der Brust dranlehnte (mein heftiges Gestikulieren mit Stick und String völlig ignorierend), mit Freude feststellte dass das Ding raschelnd nachgibt, und daraufhin nacheinander alle 4 Füße draufsetzte, um fröhlich zu beobachten, wie das Ding sich zusammenfaltet und wieder up-pop-t (unterm Bauch fand er das besonders lustig scheinbar).

Ein weiterer Versuch resultierte in einem Seitwärts über die Pop-up-Tonne, ich wollte eigentlich rückwärts, um ihn dann in den Achter zu schicken. Also lieber seitwärts drüber, ist ja viel einfacher.... wie erwähnt passt die Tonne nicht ganz unter den Bauch, aber die Dinger sind insofern praktisch, als sie sich dann aufs nötige Maß zusammenfalten, bis der Bauch drüber vorbei ist, und dann auf der andern Seite wieder up-pop-en. Ein lustiges Spiel! Er bot mir sofort darauf an, die Tonne seitwärts auf mich zu zu überwinden, das konnte ich aber verhindern.

Ich war echt hin- und hergerissen zwischen Lachen über den Kaschperl und wütender Verzweiflung, weil ich keinen 8er hinkriege und die Tonne so viel interessanter ist als ich.

Gut, so schlimm wars dann auch nicht, ich glaube ein oder zweimal haben wir dann den 8er hingekriegt, sogar halbwegs im Trab. Zwischendurch kam sogar etwas Übermut raus, und wir hatten eine Hälfte sogar in Galopp, des öfteren. Also es war schon viel besser als letztes Mal, wo ich ziemlich ausgezuckt bin *hüstel*...

Dienstag, 20. April 2010

Bull's Eye & Rückwärts

Das Viereck hat gerade den richtigen Feuchtigkeitsgrad dafür, das Bull's Eye endlich im Galopp zu üben. In der Halle (nur 12m breit) wurde das im Winter irgendwie nix. Also schnell die große Tonne aufgestellt und ausnahmsweise auch gesattelt (worüber ich die ersten 15 Minuten im Trab nur noch geflucht hab *seufz* - dann ging's langsam besser).

Anfangs im Schritt, immer nur kurz, schöne Pausen bei der Großen Schwarzen Tonne. Dann Trab, beide Hände je ein paar kurze Durchgänge.

Anfangs wars furchtbar, als ob wir das Muster noch nie geritten wären. Dabei kannte er es eigentlich schon recht gut, allerdings war danach dann längere Pause damit. Aber heute... ich war die paar ersten Runden im Trab nur am Korrigieren. Zu weit außen - Zügel innen. Zu weit innen bzw. zur Tonne gestartet auf eigene Faust - Zügel außen. Stick innen, Stick außen, Schenkel rechts, Schenkel links... Ich kam kaum mehr nach und hab gefühlte 200 Korrekturen pro Runde gebraucht. Uff! War ziemlich frustriert muss ich sagen, es ging doch schon so gut, und außerdem über meine mangelnde Koordination.
Wurde dann aber immer besser, Korrekturen weniger, bis ich nur noch an bestimmten Punkten vielleicht ein bisschen korrigieren musste - oder hie und da verhindern, dass er sich seine Pause bei der Tonne selbst nimmt.
Als das soweit gut war, bin ich zu Galopp übergegangen, und da hat sich schon einiges verbessert! Vorigen Herbst hab ich es ein oder zweimal versucht, aber mehr als ein Angaloppieren mit fast sofortigem Verfallen in Trab war damals kaum möglich. Und der Galopp war ziemlich geprägt von Grantelei und Versuchen, mich in den Fuß zu beißen.
Diesmal viel besser. Das Angaloppieren klappte zackig, und auch das Halten des Galopps geht schon viel besser und länger. Ein Durchgang war besonders gut, richtig lockerer, gleichmäßiger Galopp, ohne dieses Gefühl "hoffentlich verfällt er nicht gleich wieder", das ich halt schon noch oft habe, außerdem ein richtig schöner halbwegs gleichmäßiger Zirkel. Dafür gabs dann natürlich große Pause.

Zwischendurch hab ich das Rückwärts wieder eingebaut, und zwar weiterhin mit großen Fortschritten. Momentan wandle ich fast alle Muster und Programme so ab, dass vor der Pause noch ein bisschen rückwärts kommt. Sodass die Pause immer auf das rückwärts folgt und es so hoffentlich ein wenig akzeptabler macht.
Ich hab daher das Bull's Eye so abgewandelt, dass wir nach einer schönen Runde reingeritten sind, ein kurzes Touch it an der Tonne gemacht haben und dann rückwärts gingen bis wieder raus auf den Zirkel, und DORT dann Pause machten. Die Tonne ist wahrlich sweet spot genug, das brauchen wir eh nicht üben.
Rückwärts funktioniert momentan sehr gut, wenn ich die Zügel sehr hoch hebe. Schaut doof aus, wirkt aber ohne viel Kraft (im Gegensatz zu "nur Hand stehen lassen", wo er heftigst dagegen drückt). Sobald er sich rückwärts in Bewegung setzt, lasse ich die Hände wieder sinken, der Sitz bleibt auf "rückwärts-Stellung", und so geht das mittlerweile recht fein. Allerdings habe ich ständiges Lippenklappern. Das übrigens fällt mir immer öfter bei anderen Pferden auf. Auf Youtube, bei Bent Branderup (jawoll, und zwar ganz stark auf seiner DVD zum Buch, in der Schlussaufstellung, also in den letzten Sekunden, mit dem blinden Pferd!) und auch bei Remmer ist mir sowas ähnliches aufgefallen (in der März DVD, obwohl ich nicht genau sagen kann, ob das nicht ein normales "auf dem Gebiss kauen" ist, obwohl es mir wie mehr als das vorkommt.

Wir haben jedenfalls ganz am Schluss was höchst geniales gemacht, letztes Mal habe ich es erfolglos versucht, diesmal gings pipifein: nach dem letzten Durchgang gabs kurze Pause, dann rückwärts, und zwar aus dem Viereck raus . Was nicht so leicht ist, denn dort sind Muggel, über die er drübersteigen muss. Aber er hats ganz toll gemacht, dann hab ich die Vorhand 90° verschoben, was auch super geklappt hat, und dann sind wir Richtung Putzplatz und die Session war beendet und es gab Futter.

Also momentan versuche ich alles was positiv ist, mit vorhergehendem rückwärts zu verbinden. Mal schauen ob es wirkt, es scheint so.

Sonntag, 18. April 2010

On Line - Richtungswechsel

Heute haben wir uns auf dem Platz mit Lasso wieder einmal dem Richtungswechsel gewidmet. Nachdem ich da letztens wieder mal ausgezuckt bin (hier glaub ich gar nicht reingeschrieben weil so peinlich), weil wir die Figure 8 nicht und nicht hinkriegen, bin ich es sehr ruhig und vorsichtig angegangen.

Ein wenig aufwärmen mit Führen, Stick to me, Go-Button aktivieren, Weave...

Dann rückwärts hin und her, ich mache zu oft das Circling Game direkt nach rückwärts, dann wird das rückwärts wieder schleißig (da er meint, er weiß ja eh was gleich kommt, geht er gleich auf den Zirkel, ohne dass man darum bittet).

Das Send war anfangs sehr lasch, selbst für Schritt, mehr wollte ich eh noch nicht. Also reingeholt, rausgeschickt, wieder reingeholt, rauschgeschickt. Schließlich wurde es besser und er ist mal (ärgerlich über das hin und her glaub ich) weggetrabt.
Dann hab ich begonnen mit Gangartenübergängen, Schritt-Trab-Schritt usw. Antraben ging ganz erfreulich leicht auf Phase 1 (Finger ausstrecken). Und als das gut war, hab ich bei jeder Runde einen ganz simplen Schritt-Handwechsel eingebaut; versucht mich nicht so sehr aufs Gelingen zu konzentrieren. Ich darf echt nicht zu perfektionistisch sein. Siehe da, es wirkt, die Wechsel im Schritt waren sehr flüssig (ist auch noch nicht selbstverständlich).
Immer wieder abgewechselt mit Übergängen und Bring Back mit langer Kraul-Pause. Da ich vom Putzen vorher schon wusste, wo es heute besonders juckt, konnte ich dabei viele Pluspunkte sammeln ;-).
Wir sind dann auch ein wenig galoppiert, der Galopp war rechts schon richtig gut, feines Angaloppieren auf fast nur Arm oder Finger ausstrecken (ohne Stick ! *staun*), er konnte ihn zwar immer noch nicht länger halten als eine halbe Runde, solange ich neutral stehe, und an einer STelle musste er immer in Trab parieren, aber es war - im Gegensatz zu sonst oft - kein Problem sofort wieder Galopp zu bekommen. Linke Hand war wie immer etwas schlechter, aber auch bemüht. Bring back aus dem Galopp bringt dann meistens ein Zu-Mir-Traben, mit freundlichem Gesicht sogar *freufreu*.
Stimmt, auch deshalb fand ich den Galopp wohl so gut... kein Gifteln, kein Granteln dabei.

Ich denke das Lasso trägt wirklich auch viel dazu bei... er nimmt sich fast das ganze, was ich nie gedacht hätte. Ich denke das 7m-Seil ist einfach wirklich sehr sehr schwer. Ich kann zwar immer noch nicht gut mit dem Lasso umgehen, lass das Ende meistens unfallträchtig am Boden herumliegen, aber nun ja... werds schon noch lernen. :-)

Ach ja, und noch was neues können wir (was ich mich vor 1 Jahr auch noch nicht getraut hätte ihm beizubringen): eine Vor- und eine Hinterhandwendung zu mir her. Wobei Hinterhandwendung (also Vorhand verschieben, auf mich zu) hier natürlich leichter geht; das konnte er ja auch schon gut ohne Kommando. ;-). Ich habe es abgewechselt mit Schulter wegschicken und wieder herholen, denn ich glaub da muss ich bei ihm wirklich sehr sehr aufpassen, dass es ihm nicht zu Kopf steigt, dass er mir die Hinterhand und die Schulter herschiebt und ich ihm ausweiche. Aber toll wie das klappt... das war mehr oder weniger "einfach mal so".

Samstag, 17. April 2010

Ausritt - Grenzerweiterung

Heute war wunderschönes Wetter nach all dem Regen! Herrlich! Blauer Himmel, ein bisschen Wind, aber nicht unangenehm, perfekt.

Ich habe mir viel Zeit gelassen, bin erstmal 10 Minuten grasen gegangen und habe dann langsam geputzt und alles fertig gemacht.
Hab ich schon erwähnt, dass ich nach nunmehr 3 Jahren endlich ein Putzwerkzeug gefunden habe, dass Herr Billy gutheißt? Ein Grob-Noppen-Gummistriegel, den ich mir eigentlich gekauft hab wegen seines Griffes, um mein vom exzessiven Tippen malträtiertes Handgelenk zu entlasten. Zum ersten Mal sehe ich regelmäßig ein Putzgesicht (das allerdings auch im Sekundenbruchteil-Takt in "ich-beiß-dich"-Gesicht umgewandelt werden kann, abgesehen von der verwunderlichen Tatsache, dass mein Tierchen selbst während Putzgesicht noch herschnappen kann. Beachtlich!). Ich darf jetzt also so richtig massieren, und mir scheint, dass das Putzen seither wesentlich besser geworden ist. Weniger gifteln und granteln, weniger ernsthaftes Schnappen sowieso, dafür gibts nämlich jetzt immer eine. Es kann natürlich auch sein, dass auch ich positiver gestimmt bin beim Putzen, wo ich sehen kann, dass es ihm gefällt.

Nachdem alles geputzt und gepackt war, Pferd gesattelt und mit Hackamore versehen, gingen wir ausreiten. Es war toll!
Vom Stall weg war überhaupt kein Problem, keinerlei Zögern zu spüren. Am Ende des ersten WEgelchens, kurz bevor wir dann die Straße überqueren müssen, stand ein Riesentraktor mit Riesenanhänger mit Holzstämmen obendrauf. hat ihn nicht weiter interessiert, ich musste aber über die Wiese ausweichen, und das gab dann eine kleine Fress-Diskussion, die mir so knapp vor der Straße nicht geheuer war. Denn als ich ihn nicht fressen lassen wollte war seine erste Reaktion: "na dann geh ich halt wieder heim", mit dem bekannten Umdrehen und so... habe es mit relativ vehementem Hinterhand-Lösen beantwortet.
Ich musste schon ein bisschen Mut zusammennehmen, um dann knapp an die Straße heran- (sonst sehe ich nicht, ob was kommt) und dann drüberzureiten. Büffli hat's aber toll gemacht und sowohl das punktgenaue Anhalten als auch Losreiten und kurzes Antrabseln (zu meiner Beruhigung: "geht der Go-Button eh noch???") waren völlig problemlos.

Wir kamen zu unserer/meiner ersten Grenze (ok, die 2. nach der Straße): die Unterführung. Bin wieder sehr entschlossen hingeritten und keinerlei Problem, wie schön!
Wir sind dann das Wegelchen weiter, vorbei an der Abzweigung die wir letztes Mal genommen hatten, noch ca. 50 oder 100 Meter weiter, da kommt dann eine hübsche Ausweichbucht neben einem Bächlein. Dort angehalten, Gras zupfen lassen und dann das mitgeführte Heu hingeworfen.
Nach Hause können wir auch nach wie vor ruhig im Schritt gehen. Er bot zwar Trab an, das war aber schnell erledigt.

Ich freu mich so :-). Es wird, es wird :-) Die nächste Grenze ist dann DIE GROSSE GRENZE, mal schauen ob das auch noch so gut geht. Jedenfalls wirkt die Heu-Strategie wie es scheint. Pferdchen ist richtig zielstrebig unterwegs und es fühlt sich endlich nicht mehr so an, als würde dauernd irgendwas festklemmen in die eine Richtung.

Freitag, 16. April 2010

Riding in the Rain...

Unser Hallenboden wird weiterhin erneuert, was ja erfreulich ist. Und natürlich regnet es gleichzeitig. Heißt: Gar nix tun oder im Regen reiten. Wir haben beides probiert, aber gar nix tun (d.h. grasen) war mir dann doch zu nass und kalt, doch lieber bewegen.

Wir sind wieder mein neues Lieblingsmuster, Volte - gradaus - Volte - gradaus geritten, zuerst im Schritt, dann mit Trab auf den gradaus-Sequenzen. Nach wie vor bin ich stolz, dass ich Volten nicht nur rund um Pfützen herum, sondern auch mitten durch abfragen darf. Hie und da ist das viele Wasser zwar irgendwas zwischen unheimlich und unheimlich faszinierend, sodass pferd stehenbleiben musss, um es genau zu untersuchen, aber er geht wenigstens rein :-).

Dann noch etwas rückwärts, das langsam wieder viel besser wird. Habe auch wieder 2 Carrot Sticks dazu genommen und sogar 2 Schritte bekommen, ohne dass ich Pferd berühren musste. Allerdings ist eine Phase 4 jetzt der Zügel, das wirkt besser als wenn ich ihm die Carrot Sticks auf die Nase knalle, das hat wenig Effekt. Also 1: Sitz, 2: Carrot Sticks rotieren langsam und noch weit weg, 3: Carrto Sticks patschen 1-2 Mal maximal auf die Brust, 4: Zügel und ab da halt "normales Zügel-Rückwärts". Hat wie erwähnt momentan gute Erfolge!

War nur ein kurzer Ritt heute, denn es wurde dann wirklich kalt *brrr*.

Donnerstag, 15. April 2010

Volten + rückwärts

Hufbearbeitungstermin. Billy war brav für seine Verhältnisse ;-).
Ich wurde gelobt für meine Raspelarbeit, er steht nicht schlecht da (so gut es halt geht mit den schiefen Füßen).

Unsere Halle kriegt einen neuen Boden! *freu*. So blieb nur das Viereck, im Regen und überschwemmt.

Ich hab also gleich Schwimmtraining gemacht. Wasserbüffel ist er ja nämlich eher keiner. Bisher war er nur schwer durch Pfützen am Platz zu kriegen. Das hat sich stark verbessert!
Er ist zwar noch immer bisschen skeptisch, aber viel mutiger als zuvor; mit ein bisschen Überredungskunst sind wir sogar durch Pfützen durchgetrabt! Nur an einer Stelle, da musste er immer stehenbleiben und mit der Lippe mit dem Wasser spielen Die Zunge rausstrecken . Sah lustig aus.

Lange sind wir nicht geritten, es war doch nass von oben... Ich bin Follow the Rail gegangen, mit vielen Volten. Trab am Hufschlag, ein paar Tritte nur, dann Schrittparade, Volte im Schritt (durchs Wasser), wieder am Hufschlag, antraben, wieder paar Tritte, wieder Schritt, wieder Volte. Auf beiden Händen mit vielen Volten einmal rundherum.

Am Schluss noch Rückwärts, das hat sich in den letzten Einheiten sehr verbessert Ich wollte eigentlich rückwärts aus dem Viereck reiten und dann Schluss machen - quasi um das Rückwärts nochmal zu versüßen. Das wurde aber nicht so ganz was.
Zuerst ging er mal wieder stark gegen den Druck, d.h. vorwärts. Ich habe diesmal mehr gemacht als einfach nur die Hände wie Zaunpfosten stehenzulassen wie sonst immer. Die "Zaunpfosten" sind ihm ja eher egal, er geht einfach durch diesen Druck durch. Ich habe also erstens die Hände höher genommen (sieht sicher toll aus, wirkt aber gut) und wenn er weiter durchbrechen wollte, Rhythmus gemacht (statt nur stehenzulassen) und wenn er dann noch durchwollte, Hinterhand gelöst, eine Drehung, wieder in die Ursprungsposition und nochmal von vorne. Hat ziemlich schnell gute Ergebnisse gebracht.
Und was ich mich dann noch bemühe ist, zu einer wirklichen Phase 1 zurückzugehen, während er rückwärts geht. Als Endziel möchte ich, dass er auf bloßen Sitz rückwärts geht, also muss ich dorthin als Phase 1 zurück. Habe daher nicht nur mit der hand leicht nachgegeben (wie sonst immer), sondern ganz sinken lassen und die Zügel in Grundposition, also lang durchhängen. Er hat gebraucht um zu kapieren, dass das nicht heißt - geh vorwärts (dann bin ich einfach wieder durch die Phasen hoch), sondern dass er auf meinen Sitz achtet, der weiter sagt: geh rückwärts. 1 oder 2 Schrittchen haben wir am weit durchhängenden Zügel geschafft :-). Hat ein Weilchen gedauert, aber so wird es vielleicht auch was mit dem Rückwärts nur mit CS.

Dienstag, 13. April 2010

Rezension: Stodulka, "Das Phänomen Francois Baucher"

Im Urlaub hatte ich schön viel Zeit zum Lesen. Vielleicht interessiert den einen oder anderen eine Zusammenfassung diverser Bücher :-) . Selbstverständlich gibt das Folgende nur meine eigene Meinung wieder ;-).
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Robert Stodulka: Das Phänomen Francois Baucher. Sein Leben – Seine Lehre – Der Mythos. Schondorf: Wuwei Verlag, 2009. 332p. EUR 68,-


Stodulkas Buch teilt sich in zwei große Abschnitte: Erstens allgemeine Informationen zur Person Francois Bauchers, Erläuterungen aus tierärztlicher Sicht zu seiner Lehre und Methode, zweitens der Text von Bauchers „Methoden der Reitkunst nach neuen Grundsätzen“, und zwar in der Übersetzung von Carl von Kopal nach der 12. Auflage dieses Werkes.

Zum ersten Teil: Da hat Stodulka wirklich große Arbeit geleistet; von der Entwicklung der französischen Schulen der Reitkunst, über eine Auflistung sämtlicher Schriften Bauchers, eine Biographie, seine Schüler, seine Pferde bis hin zu einer Analyse der Baucher’schen Methoden aus biomechanischer und veterinärmedizinischer Sicht ist hier alles dabei. Vor allem die letzten Kapitel (Erklärung z.B. der „cession de machoire“ im Sinne der Biomechanik) ist dabei sicher sehr wertvoll, wenn Stodulka auch manchmal zu vergessen scheint, dass nicht jeder seiner Leser Veterinärmedizin studiert hat (z.B. p. 141:„Das Ceratohyoid geht in das beim erwachsenen Pferd verknöcherte Epihyoid fließend in die paarig angelegten Stylohyoide über, die dann als Tympanohyod mit dem Schädel gelenkig verbunden sind.“ – Aha. Wer sich noch dazu in der Lage sieht, kann umblättern und die Fachtermini in den Bildunterschriften auf der nächsten Seite suchen; leider gibt es keine Verweise auf die Bebilderung, das hätte mir viel Verzweiflung erspart ;-) ). Hier heißt es u.U. nur einen Absatz pro Abend lesen, um die geistige Verdauung nicht überzubelasten. Die gewonnenen Erkenntnisse sind die Mühe aber wert ;-).

Was in diesem ersten Teil sehr schade ist, ist die etwas willkürliche Aneinanderreihung der Kapitel, noch mehr aber die oft mangelhaften Angaben der Quellen. Stodulka muss unglaubliche Mühe aufgewendet haben, um all die Informationen zusammenzutragen, doch in vielen Fällen ist es dem Leser nicht möglich (oder nur sehr schwer) nachzuvollziehen, wer oder was genau hier zitiert oder wiedergegeben wird, wenn er z.B. den Zusammenhang nachlesen wollte oder überhaupt seine Leseliste erweitern möchte. Von S. 59-67 gibt es z.B. ein durchgehendes Zitat, dessen Quelle unklar bleibt, Stodulka schreibt nur von einem „sehr unbekannten Text, welcher den „hippologischen Reisen“ Heinzes entstammt...“ Leider fehlt besagter (Theodor) Heinze in der Bibliographie völlig, wie auch viele andere, die nach Zitaten oder Inhaltswiedergabe nur per Nachname in Klammern genannt werden. Das ist einfach schade, manchmal möchte man den Zusammenhang eines Zitates nachlesen können ... nun gut, tut aber dem Informationsgehalt natürlich trotzdem keinen Abbruch.

Am besten im Buch hat mir dann aber der zweite Teil gefallen. Denn Stodulka ließ den Text Bauchers (in Übersetzung) nicht nur abdrucken, sondern kommentiert ihn zwischendurch, abgesetzt durch Klammer und Fettdruck. Hier wird vieles erst so richtig klar, was man bei Lektüre des bloßen Baucher’schen Textes vielleicht einfach überlesen hätte.
Einige Anmerkungen halte ich allerdings auch für überflüssig, z.B. p. 229 kommentiert Stodulka Baucher folgendermaßen: „[...] im anderen [Falle] hingegen bildet [der Reiter] aus [dem Pferd] ein fügsames Werkzeug (Partner), das sich von den Eingebungen seines Willens unterwerfen wird (führen lässt).“ Warum er meint, Bauchers „Werkzeug“ mit „Partner“ und „unterwerfen“ mit „führen“ beschönigen zu müssen, weiß ich nicht. Ich glaube wer bis hierhin gelesen hat, dem ist mittlerweile schon klar, dass Bauchers Sprache und Einstellung gegenüber dem Pferd die des 19. Jahrhunderts und daher vermutlich etwas anders als die unsrigen sind. Vielleicht wollte Stodulka ja aber nur solcherlei Aussagen in unser Jahrhundert hinüber übersetzen oder kund tun, dass er selbst das Pferd nicht als Werkzeug oder zu unterwerfen sieht.

Was ansonsten zu erwähnen ist sind die schönen Fotos und abgebildete Zeichnungen sowie anatomischen Darstellungen, die vieles schön klar werden lassen. Viele Fotos zeigen Stodulka selbst, manche Zeichnungen stammen vermutlich aus Bauchers Werk (??? auch Bildnachweise fehlen teilweise, aber lassen wir das ;-) ).

Insgesamt empfehlenswert, v.a. wenn man vielleicht noch nicht viel oder gar nichts über oder von Baucher gelesen hat, ein schöner Einstieg also in die theoretische Lehre der Légèreté! Praktischen Nutzen sehe ich momentan wenig, aber das ist, denke ich, auch gar nicht so gedacht.

Und meine I-Tüpferl-Reiterei, die muss halt sein ;-).

Sonntag, 11. April 2010

Grenzüberschreitungen

Nach ein paar Tagen Osterurlaub in unserm Nachbarland bin ich wieder da :-).

Das Wetter war bescheiden und verwandelte den Sand im Viereck zu einem lebendigen Etwas, das versucht, einem die Gummistiefel vom Fuß zu saugen. Ich habe ein paar Biegeübungen gemacht mit Billy, die er brav mitgemacht hat, hatte dann aber genug, als der Himmel aufriss und sich sogar etwas Sonne durchkämpfte. Also gesattelt und auf zu einem Ausritt!

Billy war gehfreudig, er war mir bei dem rutschigen Untergrund bergab manchmal entschieden zu flott unterwegs. Normalerweise geht er bei rutschigem Boden extrem vorsichtig, er rutscht auch leicht und schien immer unsicher. Aber heute: Ohne Zögern, stapf stapf stapf, rutsch, stapf stapf, trab trab, ruuuuutsch, egal, trab trab. Ließ sich aber auch brav bremsen.

Jedenfalls waren heute alle Treshhold scheinbar nicht vorhanden. Keine Anstalten umzudrehen oder stehenzubleiben oder rückwärtszuschieben. Flott und selbstbewusst. Sogar das ziemlich steile - heute natürlich extrem matschige - Stück am Ende des Waldweges ging er ohne zu zögern und für meinen Geschmack fast zu schnell, aber gut.

Und dann beschloss ich, meine Grenzen zum ersten Mal seit dem Herbst wieder zu überschreiten ... wir ritten über die Bundesstraße! Ich blieb in sicherer Entfernung stehen, wartete mal bis nichts zu hören und zu sehen war. Dann vorsichtige Annäherung, nochmal Halt und schauen... und dann flott drüber.
Hier beginnt eindeutig die Zone, wo meine Confidence aufhört. Im Hinterkopf habe ich immer noch die Szenen, wo Pferdchen zwar nicht schnell, aber ziemlich zielsicher wie ein Bulldozer mit defekten Bremsen umdreht und heimwärts stapft - in dem Moment, wo zwischen mir und heimwärts die Bundesstraße liegt, ist das dann nicht mehr lustig.
Heute aber kein Problem. Immer wieder sanft den Go-Button ausgetestet.
Die nächste Grenze ist dann eine Unterführung, wo ich schon so manche Diskussion mit Billy ausgefochten habe. Ich spürte ein leichtes Zögern bei ihm und hab einfach nochmal den Go-Button betätigt, möglichst bestimmt und mit dem Gedanken, dass ich bestimme wo wir hingehen. Es hat super geklappt, ich ließ ihn dann sogar durchtraben, wobei ich nicht fühlen hätte können, dass er irgendwelche Probleme hatte beim Durchreiten.
Dann sind wir die nächste Abzweigung nach oben gegangen, dort ist dann eine Kehre im Weg wo man gemütlich bissl pausieren kann, dort hab ich das Picknick-Heusackerl aufgeschnürt und er war sichtlich überrascht (hatte diesmal nicht mitbekommen dass wir was mithaben, hihi) und erfreut. Durfte es in Ruhe mampfen, dann noch die vorhandenen Grasbüschel abrupfen und dann hab ich ebenso bestimmt "nach Hause" geordert.
Wir kamen dann in einen Eisregen/Hagelschauer *iiieh*, aber Büffli wie immer cool und es war - bis auf die Kälte und den plötzlichen eisigen Wind - eigentlich sehr romantisch im Eisregen bei pechschwarzem Himmel im flotten Schritt (aber heimwärts nicht flotter, danke schön) den Berg wieder retour raufzukraxeln.

Ich hoffe dass das heute einen deutlichen Eindruck gemacht hat: Wenn Frauli bestimmt sagt, wir gehen zu Punkt X, und zwar zügig und ohne Fressi-Pausen, dann hat das einen Sinn und Zweck und Punkt X ist super ;-). Und danach geht es ja eh schon wieder heimwärts.

Jetzt werde ich Punkt x jeweils ein paar Meter weiter weg, jeweils ans nächste gut geeignetenPlätzchen, verlegen, bis wir - hoffentlich - in diesem Sommer dann unseren ultimativen Treshhold, diese eigentlich völlig unspektakuläre Abzweigung, bewältigen können :-).

Donnerstag, 1. April 2010

Podest-Experiment, FreeStyle

Heute habe ich mein Experiment gestartet, allerdings - ja, ich muss es zugeben - hatte ich etwas zu wenig Geduld.

Gleich am Anfang war ich verwundert zu sehen, dass Billy nicht von alleine das Podest betritt. Ich ließ ihn und das Podest allein in der Halle und habe mich auf die Tribüne gesetzt um zuzuschauen. Er stand mal 5 Minuten bewegungslos da. Dann schnüffelte er den Boden ab, auch das Podest, ging aber immer drumrum. Er stellte sich davor, stieg aber nicht rauf. Als er sich genau in der Ecke wälzen wollte, bin ich kurz eingeschritten, bevor er sich festlegt.

Ich bin dann rein zu ihm, ging ziellos an ihm vorbei, und er folgte mir sofort. Ich ging aufs Podest zu, und dann stellte er sich sofort drauf. How interesting! Scheint also schon irgendwie so zu sein, dass das Pferd denkt, es soll da rauf, aber ohne mich keine Veranlassung sieht.

Dass er wieder runtersteigt hab ich dann eben nicht derwartet *hüstel*. Statt dessen haben wir gemeinsam daran geübt, ein drittes Bein raufzustellen, was auch supi funktioniert hat schließlich, auch ein Ansatz, es zu belasten (und dann das vierte raufzustellen) war kurz da, was ich groß belohnt habe.

Danach bin ich noch aufs Viereck und habe Follow the Rail im Galopp geübt, etwas was ich seit dem Herbst liegen gelassen habe, weil die Halle einfach zu klein ist. Ich habe mich darauf konzentriert, die Zügel wirklich nur mit einer Hand zu halten und in der anderen den STick zu führen, und es hat recht gut geklappt. Der Galopp ist über den Winter besser geworden, 2 Runden gehen nun schon ganz gut, ohne dass er verfällt, auf beiden Händen.

Ganz zum Schluss habe ich noch aus allen 3 Gangarten geübt, die Hinterhand nur mit dem Stick zu lösen, als (Not)Halt ohne Zügel. Aus dem Trab und Galopp haben wird das zum ersten Mal so richtig geübt und es funzt super (anhalten geht immer gut *lach*)! Er lässt sich den Hals schön biegen, selbst im Galopp, kreuzt wunderbar mit der Hinterhand, wenn ich mich bissl rüberbeuge und hinschaue, und steht :-).