you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Montag, 29. März 2010

FreeStyle... die erste, zweite, dritte, vierte, ...

Habe ein schönes Wochenende mit dem Büffelchen hinter mir, jetzt reichts dann allerdings wieder mit FreeStyle, bevor wir uns beide langweilen. Ich bin Freitag, Samstag und Sonntag jeweils FreeStyle geritten.

Und...

Ich hatte auch einen Kameramann, extra aus dem Ausland eingeflogen sogar ;-).

Freitag haben Büffli und ich geübt für den großen Auftritt vor der Kamera. Es war toll! Alles bareback, und wir sind sogar auf Anhieb Tonnen gesprungen (ok, kleine und liegende Tonnen). Fig. 8, Podest, Übergänge in allen Gangarten, usw. Es hat alles toll geklappt und ich war sooo zufrieden :-).

Am Samstag versuchten wir dann zu filmen ... und natürlich ging alles nicht mehr so wie ich mir das vorgestellt hatte und meine emotionale Fitness wurde wieder einmal auf die Probe gestellt. Lag aber nur an mir, Büffli war superbrav und ertrug auch noch Klappe die Vierte mit dem vierten Mal aufsteigen mit stoischer Geduld. ;-)

Sonntag hab ich dann was anderes machen wollen, daher gründliches Aufwärmen mit On Line. Und dann nur ein einziger winziger Kamera-Versuch.... Habe mir geschworen, nur diesen einen - und fast gehalten. Das Rückwärts war wieder einmal gründlich kaputt; warum er das so schwierig findet verstehe ich nun echt nicht. Ein winziges Schrittchen, mehr möchte ich nicht, und zwar ohne Phase 4,5 und 6. Aber egal. Wir haben ein bisschen geübt und dann einen zweiten (und garantiert letzten) Filmversuch gestartet, mit dem ich sogar zufrieden war! Nur die Zeit ging mir aus, daher ist es am Schluss etwas hektisch und kommt zu relativ massivem Stickeinsatz (kurioserweise ist das ein "nein Büffli du darfst jetzt noch nicht aufs Podest *lol* - vielleicht sollte ich hier auch dazuschreiben, dass wir am Samstag mehrere Filmversuche abgebrochen haben, weil das Tierchen mit mir - ungewollt - am Podest stand und nicht mehr runterzurkriegen war *lol*), aber vielleicht überwinde ich meine perfektionistische Ader und schicks trotzdem ein... Der Rest war toll!

Was es mit den LBIs und dem Podest auf sich hat würde ich aber gern wissen. Mittlerweile verwende ich das Podest als "Parkplatz". Pferd raufgestellt, also eingeparkt, weggegangen, Spielzeug hergerichtet, ... es ist äußerst praktisch.
Für das nächste Mal hab ich ein Experiment vor: Undemanding Time in der Halle (langweilig, aber undemanding ;-) ). Mit Podest. Ich möchte gern beobachten, was passiert, wenn ich ihn einfach mit mir und mit dem Podest ohne Anforderungen in der Halle lasse. Dass er sich raufstellt bin ich sehr sicher. Ich möchte aber wissen, ob er ohne Aufforderung auch jemals wieder runterkommt *g*.

Mittwoch, 24. März 2010

Geht doch :-)

Tja, als LBI braucht man hie und da einen Tritt in den Hintern, wie's scheint. Ich spreche hier von mir ;-). Jedenfalls haben die "Tritte" (die des Büfflis und eure - danke!) geholfen, und heute hatten wir eine geniale Einheit zusammen, sieh an!

Als ich gekommen bin hab ich gleich einmal beschlossen, dass heut einfach gar nicht geputzt wird. Das hätte ich auch vorgehabt, wenn da Tier NICHT feuchtnass eingegatscht gewesen wäre.

Danach kamen mir neben den Tritten in den Hintern auch die Umstände sehr entgegen. Das Viereck war zum ersten Mal seit November oder so wieder benutzbar! Habe auf dem Absatz kehrtgemacht, Billy hinter mir hertraben lassen (jawoll, TRAB!) und sofort das Lasso geholt. Äktschn!!

Wenn ich gleich von Anfang an nichts durchgehen lassen - wirklich nichts, was mir auffällt (ich bin sicher, dass ohnehin einige Dinge durchgehen, die ich leider [noch] nicht so bemerke) - war die Einheit wirklich super wie selten. Wie gesagt habe ich schon am Weg zum Viereck kein Geschlurfe erlaubt, sondern er musste zackig aufschließen, den Heuhalm am Weg musste er leider auch liegen lassen und ins Viereck zackig hineingesqueezed.

Mit Friendly Game hab ich mich heut erst mal nicht aufgehalten, wahrscheinlich mach ich es viel zu oft für diesen Charakter. Erstmal ein bissl was tun! Ich habe direkt angefangen mit der Übung, bei der ich On Line gerade stehe: Rückwärts und Seitwärts schneller bekommen, bis hin zum Seitwärts-Trab.
Rückwärts ist echt in jeder Hinsicht das Schwierigste. Es geht nun zwar auch recht flott, aber hier steht er immer an der Schwelle zum Unsicher-Werden. Jedenfalls gehen die Ohren zurück (aber nicht aggressiv, eher defensiv) und der Kopf hoch. Ich brauche auch ordentlich Energie, um so flottes Rückwärts zu bekommen. Ohne String an die Brust geht es nur im Schlurf-Schnarch-Tempo, und wenn es so richtig mit sofortigem Antritt werden soll, dann muss ich auf ihn zugehen und eine Tonne Energie vor mir herschieben dabei. Gut, immerhin hat das dann dazu geführt, dass er auch auf Phase 1 (Hand mit Seil heben + Schwimu-Blick) rückwärts startet. Wenn er aber sieht, dass ich an meinem Platz bleibe und die Phase einstweilen nicht höher wird, geht er wieder zurück zu seinem "Normaltempo" (schnarchschlurf). Wie auch immer, das ist schon viel besser als zuvor!

Seitwärts schnell war dafür echt gut! Noch mit "Zaun" (der besteht in unserer niedrigen Viereckumrandung, die Billy seit dem vielen Üben am Podest als solches zu betrachten scheint *g*), und entlang der kurzen Seite. Kurze Seite Druck, und in der Ecke Druck weg und er durfte ein bissl das "Gras" (verdient den Namen wohl nicht, schmeckte scheinbar auch nicht besonders) knabbern. Nach dieser Pause wieder Energie hoch, in einem Halbkreis um mich herum, andere Richtung schnelles Seitwärts. Er hat es sehr schnell geschnallt, es regt ihn ein ganz kleines bisserl auf (für seine Verhältnisse, Fluchtgedanken sind da noch lange keine), und einer der schönsten Momente war dann, als er den Kopf im Gras hatte, ich aber nur mit dem Finger zeigen musste und der Kopf ging rauf, er sah mich (aufmerksam und freundlich!) an, und schwupps, um mich herum wie gewünscht, seitwärts. So zum Ende der kurzen Seiten hin, mit ein bissl Schwungholen, schaffte er dann auch sogar 1-2 Trabtritte.

Was wir auch noch gemacht haben war CG und jaaa, das Pferd kann galoppieren! Schön sogar, und sogar mehr als eine Runde (nämlich eineinhalb bis zwei, mehr hab ich nicht verlangt um es ihm nicht gleich wieder zu verleiden - lieber öfter einmal kurz verlangen als lange am Stück)! Und Bring Back war super, er ist mit freundlichen Ohren auf mich zugetrabt. Auch im Galopp gabs kein Ohrenanlegen ;-).

Tja, ich bin mir heute sehr sehr streng vorgekommen und so als hätt ich viiiiel zu wenig Pausen gemacht (hab ich aber natürlich schon) und viel zu wenige Leckerlis verfüttert, aber scheinbar steht er wirklich drauf.

Danach bin ich erst zum Putzplatz um die Hufe auszukratzen. Tatsächlich hat er wieder gegiftelt, aber ich hab ihm nach allem, was hier und anderswo gesagt und analysiert wurde, schlicht und ergreifend bereits beim allerersten Gedanken und Versuch zu Beißen (Ohren aggressiv zurück, Kopf schwingt in meine Richtung) eine kleine gescheppert (viel weniger als Sonntag, v.a. aber völlig emotionslos, worauf ich stolz bin - es war eine richtig nette kleine Konversation: Er: Grrr, ich beiß dich gleich. Ich: Aha, glaub ich nicht *bumm* - und fertig). Das hat ihn ziemlich überrascht, er hat kurz nachgedacht, als ich wieder um den Huf gebeten habe dasselbe nochmal, es hat nochmal gescheppert, dann war er kurz unrund (Zungelutschen), hat dann scheinbar drüber nachgedacht, die Ohren gingen vor, der Huf hob sich von allein - siehe da!

Fazit: Geht doch!

Tja, also bitte - wenn ihr hier merkt dass ich es wieder schleifen lasse, einen kurzen Hinweis bzw. Tritt in den Allerwertesten, danke.

Montag, 22. März 2010

:-(

Trotz wunderschönen Frühlingswetters ... gar kein schönes Wochenende. :-( Die Übungen die ich so vorhatte mit dem Büffli liefen sogar großartig, aber alles wird überschattet von unserem häßlichen Umgang miteinander ... von dem ich nicht weiß was ich noch probieren soll, um ihn zu verbessern - nichts scheint zu nützen, und langsam bin ich mit meinem Latein und meiner emotionalen Fitness am Ende. Seit Wochen, Monaten, eigentlich Jahren geht das nun...

Unser kleines unschönes Ritual beginnt, indem ich den Büffel freundlich begrüße. Wirklich freundlich, momentan weiß ich nicht wie, aber ich freue mich immer ehrlich, zu ihm zu kommen. Ich halte ihm die Hand hin zur Begrüßung, oder manchmal bleibe ich auch in einiger Entfernung stehen. Dann kommt er meistens, sagt freundlich hallo und checkt, ob ich was zu Fressen dabei hab. Was ich niemals habe, weil im Offenstall nicht so klug. Kaum hat er festgestellt dass es kein Fressen gibt, gehen die Ohren auch schon zurück, wenn er ganz schlecht aufgelegt ist und ich Pech hab, passiert auch schon das erste Herschnappen.
Ich warte dann entweder, bis er freundlich schaut und sich anfassen lässt, oder ich gehe auch schon mal wieder weg. Dann geht er mir meistens - mit äußerst grantigem Gesicht - hinterher. Er folgt mir auch ohne Halfter und Seil bis zum Putzplatz.
Dort geht’s im gleichen Ton weiter. Ich versuche so höflich wie möglich zu sein, ich weiß auch schon, dass er Putzen generell nicht sehr schätzt, ich weiß auch schon mit welchen Bürsten ich an welche Körperstellen unerwünscht bin und versuche mich darauf einzustellen. Bei jedem Seitenwechsel halte ich neuerlich die Hand hin und warte, bis die Ohren vor gehen und ich quasi Erlaubnis bekomme. Und trotzdem geht’s dann u.U. los: Herschnappen, herbeißen, mich mit der Schulter wegrempeln. Ganz ganz früher waren An-die-Wand-Quetschen und Treten auch noch dabei, das hat sich mittlerweile immerhin gelegt. Natürlich bin ich auch schon mal von Schmerzen ausgegangen, gegen die er sich wehrt, aber dagegen spricht, dass alles in Ordnung ist, wenn man ihm Heu vor die Nase hängt. Da tut dann plötzlich nix mehr weh. Und die Reaktion geht auch nahtlos von "hmm, wie angenehm"-Putzgesicht zu Beißattacken über - im Bruchteil von Sekunden.

Dieses Wochenende warens die Beine. Nachdem es ca. 1 Jahr lang ziemlich gesundheitsgefährdend war, dem Tier die Beine heben zu wollen, wurde es mit viel Geduld, viel Lob, viel Leckerli, und quasi ein halbes Jahr lang kaum was anderes üben eigentlich recht gut. Seit einiger ZEit wird es wieder schlechter. Beine berühren ist kein Problem, ich glaube nicht an ein Confidence-Problem. Kaum stellt man sich in Position, das Vorderbein anzuheben, geht die erste Beißattacke los. Dem begegne ich mit "blocks", Gertewacheln, Hufkratzer wacheln, was ihn aber immer mehr anstachelt und nichts hilft.
Dieses Wochende wars besonders schlimm, und nachdem ich ca. 1 Stunde ständig ziemlich ruhig und neutral die Zähne mit Blocks abgewehrt hatte, und dann plötzlich wieder einmal auf ein freundliches Putzgesicht eine Beißattacke folgte, die ziemlich knapp vor meinem Gesicht zu Ende war und ich die Zähne klacken hörte, hab ich ihm eine gescheuert, und zwar so richtig :-(. Danach war Stress (kurzes Zunge-Lutschen), danach aber Ruhe und Kooperation und Freundlichkeit.

Sonntag war leider nicht viel besser. Nur dass ich mich NOCH mehr zusammengerissen habe immer freundlich zu bleiben, jede Berührung erlauben zu lassen - es nützte gar nix, die Blocks machten ihn noch aggressiver, Rückwärtsrichten dito. Als er dann die Zähne ernsthaft in meinen Unterarm gebohrt hat, hat er leider wieder eine abgefangen, schon rein aus Reflex heraus.
Meine emotionale Fitness ist einfach am Ende. Ich fühle mich, als hätt ich einen Freizeitpartner, den ich sehr gern hab und der eigentlich auch sehr nett ist, der aber statt die zur Begrüßung hingestreckte Hand zu schütteln, mir mit der Faust eine ins Gesicht schlägt.

Das ist nicht schön, und ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich hab schon so viel probiert, alles über längere Zeiträume, um den Strategien Zeit zu geben zu wirken:

Rückwärtsrichten - macht erst so richtig aggressiv.
Blocks - helfen kurzfristig im jeweiligen Moment, machen ihn aber auch aggressiv, v.a. wenn er dann in den Block reinrennt. Auf lange Sicht mit mehreren Wochen ausschließlich höchst neutrale Blocks - keine Besserung.
Rückzug - mit dem Gedanken dass es unconfidence auch sein könnte. Keine Veränderung.
Wochen- oder Monate(?) lange Undemanding Time - vor längerer Zeit habe ich die Strategie entwickelt, wenn er mich nicht freundlich begrüßt, ja dann geh ich halt wieder. Hat über mehrere Wochen hinweg praktiziert nichts geändert.
Völlig ignorieren, aus der Reichweite gehen - keine Veränderung.
Stehenlassen und Raum verlassen, auch lange Zeit - keine Veränderung.
Überraschungseffekt - fürs Beißen Karotte reinschieben: selbst das hab ich probiert, obwohl es mir völlig unlogisch von der Lernpsychologie erscheint - kurzfristige Überraschung ja, aber nach Fressen der Karotte gleiches von vorn.
Nur noch in der Halle putzen - dort geht’s, hatte aber keinen Effekt auf Begrüßung oder Putzplatz.
Spielen vor dem Putzen - spielen ok, sobald am Putzplatz - wie immer.
Bei Beißattacke richtig viel verlangen am Putzplatz (z.B. Seitwärts, rückwärts, HH oder VH verschieben, etc., richtig beschäftigen): keine Veränderung.
2-3 wöchige Kur mit Magenschutz (da Beißen und Gifteln v.a. beim Bauchputzen und auch Gurten auftrat- mittlerweile hat es sich aber eben auf Beineheben verschoben) - ich dachte kurz die Ursache gefunden zu haben, da es besser wurde - lag im Endeffekt aber daran, dass er Fressen hatte (mit dem Magenschutz) - solange Fressen vorhanden - alles gut. Aufgegessen - wieder von vorne.

Mir fällt jetzt echt nix mehr ein.

Und meine emotionale Fitness ist nach 3 Jahren, wo das in Wellen so geht - mal schlimmer, mal besser - scheinbar aufgebraucht. :-(

Mittwoch, 17. März 2010

Happy birthday...

... to you, happy birthday to youuuuu, happy birthday, liebes Büffli, happy birthday toooo yooooooouuuu!

Es ist St. Patrick's Day, und das heißt Millionen Menschen feiern deinen Geburtstag :-). 7 Jahre wirst du heute alt, und genau 3 davon musstest du mit mir verbringen.
Halt die Ohren steif, bleib so wie du bist, und sei geduldig, ich lern das schon noch ;-).

Einen dicken Knutscher auf die Nüstern, und bis morgen, da feiern wir :-).

Sonntag, 14. März 2010

Mit Plan, doch planlos...

Der beste Plan nutzt nix, wenn man beim Planen nicht mitdenkt...
So hätte ich mir eigentlich denken können, dass ich bei 90kmh-Sturmböen und Schneeschauern am Sonntagnachmittag nicht die einzige bin, die in die Halle möchte. Ich wollte eigentlich rückwärts und biegen und halt mit 2 Carrot Sticks üben, aber all meine Strategien wurden zunichte gemacht, weil ich nciht alleine war. Kaum probierte ich ein Corner's Game mit rückwärts, kam auch schon von hinten wer, der es befremdlich fand, dass ich in der Ecke so rumstehe. In der Zirkelmitte hab ich nur sehr schwer ein Schrittchen bekommen, es ging, aber viel schlechter als es direkt am Zaun gegangen wäre.

Als dann etwas weniger los war hab ich Biegung geübt, zuerst im Stand, dann im Schritt, also Spirale zum Stopp mit Biegung. Das ging sehr gut, viel besser als rückwärts.

Nun ja, nächstes Mal ist auch noch Zeit dafür ;-).

Aber merke: Brauchst du Sonntags bei Schlechtwetter die Halle, stehst du besser früher auf als die anderen ;-)

Samstag, 13. März 2010

Schöner Ausritt

Heute haben wir wieder einen tollen Ausritt hingekriegt.
Ich bin die gleiche Strecke wie letztes Mal gegangen.
Wir hatten bei dem steilen Weg - dort wo ich mich letztes Mal noch gewundert hab, dass er ohne Zögern runtergeht - eine kleine Diskussion, er wollte umdrehen (bzw. hat umgedreht), ich konnte es aber gaaaanz ruhig nehmen, bin nicht in Panik geraten obwohl neben uns ein Stacheldraht läuft. *stolzbin*. Also cool umgedreht, hingestellt, stehen lassen, schauen und denken lassen. Einmal noch ein Umdrehversuch, gut, ließ ihn ein paar Schritte gehen, wieder ruhig umgedreht, hingegangen, und dann mich konzentriert ("focus focus focus focus focus focus focus" - hab ich sogar laut gesagt, GsD bin ich meist allein im Wald *g*), und voilà, diesmal ohne Zögern, schön Schrittchen für Schrittchen runter gegangen und Karotte verdient!

Die Straße war dann leider ab einem bestimmten Punkt ziemlich rutschig (anfangs trocken, dachte daher es geht gut), aber hat er toll gemeistert.

und dann kamen wir an unser schreckliches Rinnsal. Und es war sooo schön, von Anfang an konnte ich fühlen, dass er überhaupt nicht dran denkt, nicht drüberzugehen, stehenzubleiben oder gar umzudrehen... er wurde nur aufmerksam, suchte sich die beste Stelle zum Hinsteigen - und hopste diesmal nicht großartig drüber, sondern machte nur noch einen großen Schritt sozusagen. Also ein Riesenfortschritt gegenüber dem letzten Mal, wo er drübergesprungen ist!

Daher: Fest knuddeln und heimgehen!

Donnerstag, 11. März 2010

On Line Seitwärts-Variationen

Eine nette Einheit war das heute!

Anfangs hab ich den Spieß mal umgedreht und uns FreeStyle aufgewärmt, und zwar ganz ohne Sattel (auch kein Pad): Bin von der großen Tonne aufgestiegen, das war ganz problemlos (bis auf die Schwierigkeit, überhaupt erst auf die Tonne zu kommen *g*).
Dann eine Passagierlektion, zuerst ca. 10 Min. im Schritt, was sehr gut ging. Bin mit geschlossenen Augen geritten und hab versucht Fußfolgen zu erspüren. Dann noch ca. 5 Minuten im Trab, wobei hier total schön zu sehen war, wie er irgendwie nach und nach ärgerlich und grantig wurde, weil es keine Aufgabe gab! Sah man wirklich schön, dass der LBI das dringend braucht! Es war total witzig. Nach ein wenig Traben (Schritt war offenbar eine Aufgabe nicht so nötig, aber für die Notwendigkeit des anstrengenden Trabes bruacht es offensichtlich einen Zweck!) fing er an, die Ecken anzusteuern - selbständiges Corner's Game. Ich ließ ihn, aber immer kürzer, habe ihn dann weitergetrieben. Als er gemerkt hat dass das hier nix bringt und nicht verlangt wird, hat er begonnen, selbständig Bull's Eye um die Tonne zu machen *lol*. Ich wunderte mich noch (hatte die Augen zu): Warum macht das Tier lauter enge Kreise - uuups, standen wir schon bei der Tonne. Habe ihn dann dort immer kürzere Pausen machen lassen, schließlich gleich weitergetrieben, aber es hat ihn ärgerlich gemacht, also hab ich dann doch wieder bissl Führung übernommen, ein bisschen einfaches Follow the Rail, und dann wars auch schon genug warm ;-)

Dann der Hauptteil: On Line Seitwärts-Variationen. Ein großer Schritt, ich ließ mich (und's Büffli) ins grüne tiefe Wasser des Level 3 plumpsen und hab mich an die erste Übung On Line im Level 3 gemacht, die da lautet: "schneller seitwärts, schneller rückwärts".
Vorbereitet mit Seitwärts in allen Varianten, die mir einfielen (natürlich mit Päuschen zum Denken ;-) ):
- Seitwärts mit Nase zum Zaun
- Seitwärts mit dem Hintern zum Zaun (interessanterweise resultierte das kurz in ein Zone 5- Driving Game)
- Seitwärts mit Stange unterm Bauch
- Seitwärts zwischen zwei Stangen (also in einer breiten Stangengasse)
- Seitwärts um die große Tonne rum

Soooo, und dann.... schnelleres Seitwärts. Habe an der langen Seite begonnen, ganz einfaches, stinknormales Level 1 Seitwärts-am-Zaun gefragt. Dann vorsichtig Energie hinzugefügt, bin dann selbst etwas in Laufschritt verfallen (auf der Stelle mehr oder weniger *g*), stärker Stick + String eingesetzt (brauch ich für langsam kaum noch, nur um die Hinterhand zu "erinnern" hie und da). Ich war regelrecht erstaunt, dass Büffli richtig flott wurde dabei. Und ganz zum Schluss kam sogar eine Art Trabtritt - ok, ein halber .... ok, ein Ansatz eines halben Trabtritts, aber immerhin!!
Große Pause und ganz viel gelobt.
In die andere Richtung gings genauso gut.

Allerdings war es doch etwas viel Druck, nachdem ich es dann ncoh ein 2. Mal auf jeder Hand probiert hatte, weigerte sich Herr Billy sich der Wand zu nähern beim Umdrehen ... ooook, also wieder langsamer. Bisschen ohne Zaun und langsam, dann doch noch zum Zaun gelotst, 2 flottere Schritte - und aufgehört.

Bin hoch erfreut wie einfach das war gleich beim 1. Mal... wollte nur wahrscheinlich gleich wieder zu viel ;-). Also schöööön langsam, damits dann schnell wird ;-)

Dienstag, 9. März 2010

FreeStyle

Kurzes Aufwärmen On Line:
- Führen am Vorderbein (total witzig wie der Büffli versucht, das lästige Seil abzumontieren *g*)
- Yoyo am Vorderbein (Yo geht gut, aber -Yo nicht so - er kommt nicht so gern her, komischerweise)
- Seitwärts am Zirkel um mich herum (wieder geachtet, dass er Abstand einhält, und das ganze auch mal etwas flotter - Hinterhand hängt meistens immer noch hinterher)
- Circling Game auf kurze Distanz, zuerst mit Schritt-Halt-Schritt Übergängen, dann auch Trab-Schritt-Trab, wobei der Trab heute super war - 4 Runden abgehakt, durchhändes Seil!)

Danach bin ich aufgestiegen und habe ein stufenweises Programm absolviert. Das war ganz gut geplant und auch durchgeführt, aber ich war heute irgendwie unkonzentriert und daher am Schluss nicht so zufrieden wie ich sein hätte wollen oder sollen.
- Stufe 1: Follow the Rail im Schritt mit Handwechseln und hie und da Haltparaden. Handwechsel über je 1 Stange in der Mitte, die ich dort kreuzweise aufgelegt hatte.
- Stufe 2: Aus Follow the Rail mach Corner's Game. Haltparade in jeder Ecke.
- Stufe 3: Füge eine Prise Pepp hinzu. Corner's Game im Trab mit Haltparade in jeder Ecke, bis der Go- und der Whoa-Button beidermaßen gut funktionieren.
- Stufe 4: Plus eine Prise "diese Übung ist doch gar nicht so schlimm!": Corner's Game mit Halt + 2 Tritte Rückwärts mit den 2 Carrot Sticks, bevor es die Pause gibt. Hat super funktioniert!
- Stufe 5: Eine kleine neue Übung hinzufügen (vielleicht merkt er's gar nicht): Corner's Game mit Halt + Rückwärts + Laterale Biegung für 1 Sekunde in jede Richtung mit den 2 Carrot Sticks, dann erst Pause - funzt super, keinerlei Widerstand (wie beim letzen Mal, damals erster Versuch), schönes Biegen, große Pause - er hats tatsächlich nicht gemerkt ;-).
- Stufe 6: Man füge dem ganzen noch die "Zügelfunktionen"-Übung hinzu, indem man den direkten Zügel beim Wegreiten aus der Ecke bewusst einsetzt und darauf achtet, dass Pferd den Fuß genau dorthin setzt wo er soll, statt einfach loszulatschen. Hat zwar nicht perfekt geklappt, aber nicht schlecht.

Zum Auflockern dazwischen bin ich einen 8er geritten und dabei bei jedem Wechseln über die gekreuzten Stangen - alles im Trab, hat er wunderbar gemacht und war auch ein bissl Spaß für ihn, denk ich.

Danach noch ein bissl Seitwärts am Zaun, wobei ich da diesmal endlich richtig weit durchhängende Zügel haben konnte. Ohne Zaun gings auch nicht sooo schlecht, nur entlang der Stange will er zu viel vorwärts und fühlt sich dann kritisiert, wenn ich ihn wieder rückwärts gehen lasse.

Alles in allem eine nette Einheit!
Ich darf nun nicht an den blöden "Zügelfunktionen" und Rückwärts mit 2 Carrot Sticks und Laterale Biegung hängen bleiben, sondern weitergehen. Geht ja schon recht fein alles!

Sonntag, 7. März 2010

Mutiges Pferd :-)

Es hat wieder geschneit bei uns, ca. 15cm. Ich wurde gewarnt, dass es rutschig ist, habe aber trotzdem einen Ausritt gewagt - und nicht bereut!

Buffalo Bill war recht brav am Putzplatz, ließ sich brav holen, Hufe kurz bearbeiten, dann putzen und satteln. Habe mir sehr lange Zeit gelassen mit allem.

Dann sind wir gemütlich vom Hof geschlendert. Ich habe einen Rundkurs geplant - mit einigen Schwierigkeiten, steilen Passagen (aber nicht rutschig dafür) und ein Stück auf der Straße, wo ich nicht sicher war wie rutschig das wird.
Den steilen Weg hat Billy toll hinter sich gebracht. Und zwar ohne jegliches Zögern, kaum zu glauben. Der Weg führt durch den Wald, unter dem Schnee ist lockeres gefrorenes Laub, gut zum Gehen. Dann wird der Weg aber ein, zwei Meter wirklich steil, bisher hat Billy dort jedesmal gezögert, auch im Sommer. Ich war bereit abzusitzen oder umzudrehen. Der Weg sah jedoch gut aus, weniger rutschig als wenn die Erde matschig ist, und mit ziemlich großem Erstaunen hab ich zur Kenntnis genommen, dass im Büffli kein bisschen Zögerlichkeit war - er stapfte voran als wäre nichts, zwar vorsichtig mit kleinen Schritten, aber fühlbar mental seiner Sache sicher. War furchtbar stolz!
Dann kommt die Straße. Die war wirklich glatt, ich probierte ein paar Schritte und stellte fest, dass man am Wegrand, wo auch Kies unter dem Schnee ist, gut gehen kann. Für den Billy kein Problem, auch hier stapfte er voran. Bergauf geht es auch, daher umso weniger Rutschen. Wir brachten auch die Straße ohne jedes Problem hinter uns.
Und dann kam das Bächlein... genau an dieser Stelle hab ich vor ca. 1/2 Jahr ziemlich viel Confidence liegen gelassen, als er nicht drüber wollte und einfach umdrehte und die Straße entlang bulldozerte, bis ich dann einen Notabstieg aus dem Trab machte (bevor er gänzlich unbremsbar galoppiert) ... Und genau dort hab ich heute wieder viiiiel Vertrauen in mein Pferd gewonnen und er hoffentlich auch in mich.
Wir gingen zum Bächlein - schon vorher waren viele Nebenrinnsale, die ihn nicht interessierten (es ist nur genau DIESES eine Rinnsal, keine 10cm tief...). Dann kamen wir hin. Ich auf alles gefasst - absteigen, umdrehen, On Line drüberspielen, was immer halt nötig war...
Nichts war nötig. Billy näherte sich dem Rinnsal - skeptisch, aber trotzdem nachdenkend. Eigentlich interessant, dass man das richtig fühlen kann. Es fühlt sich anders an als wenn er denkt: "Da geh ich sicher nicht drüber". Diesmal war es mehr so ein "WO geh ich hier am besten drüber". Genaues Beäugen des Rinnsals... kurzes Kräftesammeln.... und ein kleiner feiner Hopser drüber, danach 1 Galoppsprung (es geht steil bergauf danach) und dann ruhig durchpariert zum Halten.
Ich bin fast geplatzt vor Stolz und hab begeistert gekreischt und Pferd geknuddelt, versteht er ganz genau, dem stolzen Blick nach zu urteilen. Wir sind dann ein paar Schritte weiter und dort gabs eine Portion Müsli, das ich mithatte und das er brav aus dem Schnee geputzt hat.
Ich glaube mein Ausreit-Programm hilft :-).
Wir sind dann noch über den verschneiten Wiesenrand nach Hause, und obwohl ich vorhatte noch ein bisschen was zu machen, hab ich es gelassen, weil er SO ein braves Pferdchen war!

Samstag, 6. März 2010

Liberty - Circling Game mit Übergängen

Heute hatte ich eine wirklich wirklich schöne Liberty-Session mit meinem Tierchen. Nicht lange, dafür gut für unsere Verhältnisse.
Ich habe an den Übergängen beim Circling Game gearbeitet. Nachdem er mich wie üblich einge Male ignoriert hat, bis er munter war, lief er dann toll seine Kreise und ließ sich von Schritt in Trab und sogar einige Galoppsprünge bringen, zurück vom Trab in den Schritt war auch schon sehr gut.

Ich bin dann nach den ersten zwei Versuchen gelaufen, um meine Kamera zu holen, das Video seht ihr unten, bitte nicht zu streng sein. Besonders viel oder gezieltes Liberty machen wir noch nicht.
Am Anfang seht ihr, wie er mir 3x in die untere Hälft der Halle abhaut. Dort ist das Tor ;-). Das haben wir jedes Mal 1-3x, danach geht es und er bleibt da. Es ist schön zu beobachten - beim 1. Mal gehe ich langsam und mache leider den Fehler, die Hand zu wechseln (von rechts auf links). Das ist mir deshalb passiert, weil er meistens dann abhaut, wenn er auf der linken Hand ist - er dreht dann beim Tor um und kommt wieder - auf seiner lieberen rechten Hand. Ich bin das so gewohnt, ihm dort den Weg abzuschneiden und das Umdrehen nicht zu erlauben, dass ich es auch hier tue - obwohl ich am Anfang ja rechte Hand gefordert habe. Er ärgert sich auch und geht nicht weiter, ich weiß nicht genau warum. Vielleicht bin ich ein bisschen im Weg. Beim zweiten Abhauen versucht er es heimlich ("merkt sie's") und dreht brav um. Beim dritten Mal ist nicht mehr viel nötig und er kommt freiwillig wieder rauf ;-).

In der zweiten Hälfte des Videos seht ihr dass er den Kreis immer enger zieht ;-) - auch eine Spezialität des Buffalo-Tiers. Er giftelt dann so frech nach innen und droht, dass ich ihm den String an die Schulter klatsche um ihn rauszuschicken - dann kommt ärgerliches Kopfschütteln.

Ansonsten war alles wirklich super, Galopp ist so schwierig für uns, v.a. in der engen Halle. Ich habe aufgehört, als er auf eine Phase 0 hin angaloppiert ist - ich weiß nciht ob man es sieht - er bricht die Gangart, geht wieder Trab, und ich drehe nur den Kopf und habe "Galopp" gesagt, und er galoppierte neu an. Das war so brav und bemüht (für uns, andere mögen darüber lächeln...), dass ich aufgehört habe.
Und ganz besonders schön war der Draw, wie ich finde. Aus dem Galopp ist er sehr zügig hergekommen, einmal trabt er sogar :-).

Viel Spaß beim Schauen, Qualität ist leider schlecht. Hab leider keine bessere Kamera und auch nicht mehr Tageslicht...

Freitag, 5. März 2010

Gut geplant ist halb gewonnen

Also ich gehöre ja zu den zwanghaften Listen-Schreibern. Ich schreibe Einkaufslisten, To-Do-Listen, Telefonlisten, Adresslisten, Ideenlisten, Wunschlisten, Geschenklisten, Leselisten. Außerdem wird katalogisiert, bibliographiert, geschlichtet und geordnet was das Zeug hält. Das ist so und war schon immer so, ich kann nix dafür ;-). Ich muss mich sehr bemühen, das Blog hier nicht mit lauter Listen anzufüllen, die keiner lesen mag.

Heute hab ich wieder einmal festgestellt, dass mir diese Listen aber trotzdem eine Menge weiterhelfen, nämlich um einen Plan zu haben.
Erfahrungsgemäß wird eine Einheit mit Pferdchen genau dann ein Desaster, wenn ich keinen oder einen nur ungenügenden Plan habe. Ich lasse mich dann viel zu leicht ablenken, mache Dinge die ich eigenltich gar nicht machen wollte, dafür die, die eigentlich geübt werden sollten, nicht, mache immer dasselbe und und und.

Heute hatte ich - da lange nicht beim Pferd aus Zeitgründen und daher abends viel Zeit zum Planen und Listen-Schreiben - einen sehr genau in meinem Kopf erstellten Plan plus - falls der Kopf aussetzt, das kommt vor - eine ganze A5-Liste mit dem Aufbau meiner Übungseinheit in der Tasche. Also keine Chance für den Buffalo, mich abzulenken ;-).

Geschafft hat ers trotzdem kurz, denn er hatte sich ganz offensichtlich im Gatsch gewälzt, sodass ich kurz glaubte, wir hätten ein neues Pferd in der Herde - hab ihn fast nicht erkannt. So kenne ich ihn nicht, er legt sich normalerweise nur in trockenen Untergrund. Egal. Dank meiner Liste (kurz draufgelinst, da stand was von reiten - also wird geritten, jawoll) ist es ihm nicht ganz gelungen und nach nur 1 Stunde dauerputzen war die Sattellage frei und es konnte losgehen.

1. Punkt auf der Liste:
Kurzes Aufwärmen On Line, mit Führen in Stellung und dann ein bisschen Untertreten auf dem Zirkel. Billy hat brav mitgemacht --> abgehakt.

2. Punkt auf der Liste:
Reitend Aufwärmen mit Follow the Rail, vielen Volten um wahllos herumstehende Pylonen, viele Handwechsel, auch mal Anhalten, Rückwärts, Schritt, etwas später dann Trab-Schritt-Halt- und sonstige Übergänge. Wir haben den Go-Button, der wie immer anfangs etwas klemmte, gelöst und dann war alles superfein und Pferdchen biegsam und aufmerksam.

3. Punkt:
Weiter die Zügelfunktionen verfeinern. D.h. direkter Zügel beeinflusst gleichseitiges Vorderbein, indirekter Zügel gegenseitiges Hinterbein. Der indirekte Zügel ist dabei nie unser Problem, aber den direkten so schön sauber einsetzen zu können, dass es quasi eine Hinterhandwendung wird und nicht eine Mini-volte oder doch ein Wegdriften der Hinterhand, das ist noch schwer. Ich habe es zuerst in der Bewegung gemacht (von der Bande weg), dann isolierter in der Mitte vor dem Spiegel. Es wird langsam besser :-)

4. Punkt.
Da dieses konzentrierte Vorhandweichen dem kleinen Büffel wieder etwas zu schaffen gemacht hat, dazwischen wieder eine Lockerungsübung mit Go-Button überprüfen, bisserl Galopp und einfach nur Follow the Rail zum Hirn-Auslüften.

5.
Wieder etwas schwieriges: Rückwärts mit 2 Carrot Sticks - und da hatten wir diesmal einen Durchbruch, denk ich! Ich habe versucht es ihm so leicht wie möglich zu machen, dass er die richtige Antwort gibt (ich denke zwar dass er sie kennt, aber sie gefällt ihm halt nicht so recht). Daher schräg in eine Ecke eingeparkt und vorerst Corner's Game gespielt. Das mag er ja. Und dann mit den beiden Sticks links und rechts am Rückwärts gearbeitet und dabei extrem auf die Einhaltung der Phasen geachtet. Eine Gewichtsverlagerung kam relativ schnell von ihm, aber darüber sind wir noch nie hinausgekommen. Gut, beim ersten Mal hab ich das gelobt und Pause gegeben. Beim zweiten Mal wollt ich dann einen halben Schritt. Pause. Dann wollte ich 2 Schritte. Solang er rückwärts ging, ging ich zur Phase 1-2 zurück, aber ganz aufgehört habe ich nicht. Und so haben wir dann tatsächlich so an die 5 Schritte rückwärts bekommen, ohne dass ich die Zügel anfassen musste *freu*.

6. Punkt:
Aufhören wenns am schönsten ist - abgehakt :-)

Sonntag, 28. Februar 2010

LBI x 2 = ?

Was kommt raus, wenn sich 2 LBIs an einem Tag treffen und partout meinen, die leider gegensätzlichen Pläne stur durchsetzen zu müssen?
Genau, ein RBE, der fluchend und aufstampfend wie Rumpelstilzchen durch die Halle tobt, um schließlich plärrend in der Ecke zu sitzen und über Hamsterzucht nachzudenken.

Vergib mir, Buffalo :-(

Donnerstag, 25. Februar 2010

Denksport

Bin heute wieder einmal FreeStyle geritten mit Pad und Hackamore.

Ich habe abwechselnd "Denkarbeit" und zur Auflockerung und Stressabbau dazwischen flotte Trabstückchen über einzelne Stangen eingebaut.

Als Denkarbeit gab es heute Vorderbeine einzeln mit direktem Zügel ansprechen. Das setzt mein Pferd - genauso wie Seitwärts - unter relativ großen Stress, irgendwann beginnt er, die Unterlippe auf und zu zu klappen und am Seil zu lutschen.
Es ging ganz gut, Stress hielt sich in Grenzen, und die Übung wird langsam besser. Ich habe begonnen, eine Art "Backwards & Over" im Sattel daraus zu machen, so ist das Isolieren der Vorderbeine leichter, er geht sonst immer vorwärts statt nur ein Bein quasi zur Seite zu stellen.

Wenn ich bemerkt habe, dass er langsam unrund wird, gabs ein paar Runden flotten Trab, mit vielen Handwechseln, die über die schräg im Zickzackmuster aufgelegten Stangen geführt haben. Das hat er immer sehr brav gemacht und ich glaube es hilft ihm schon, etwas lockerer zu werden, wenn ihm das Denken zu viel wird.

Als zweite Denksport-Aufgabe gab es rückwärts mit 2 Sticks. Das setzt ihn auch ganz schön unter Stress. Allerdings wird es besser, wenn ich die Sticks in Phase 4 (die leider fast immer nötig ist) nicht in Zone 1 einsetze, sondern weiter unten, an der Brust. Das scheint ihn weniger zu ärgern und führt eher zum Erfolg (Sticks in Zone 1 haben nur zur Folge, dass er ein "schau-wie-sehr-ich-den-Kopf-verdrehen-kann" Spielchen startet, aber völlig ohne Rückwärts-Tendenz, und dann auch noch ärgerlich nach dem Stick schnappt.)
Ich habe dann ein Spiel draus gemacht und Punkte fürs Pferd und für mich gegeben. Gab es Rückwärtstendenz oder sogar ein Schrittchen, bevor ich ihn berühre (Phase 4), kriegt er einen Punkt. Reagiert er so langsam oder gar nicht, dass ich ihn berühre, krieg ich einen. Tja, habe gewonnen, leider :-(. Es wurde aber doch besser und einige Male ist er auf eine Phase 3, kurz vor der Berührung, einen oder sogar 2 Schritte nach hinten ausgewichen. Damit hab ichs gut sein lassen und wieder eine "komm, lass es raus" - Trabeinheit eingelegt und bin sogar ein bissl galoppiert, was er suuuper gemacht hat.

Ganz zum Schluss noch eine Stange entlang Seitwärts im Sattel, war super schwierig, Pferd legte dann den Bulldozer-Gang ein, bin halt drangeblieben, hab ihn wieder neu eingaparkt, bis wir 1 Stange geschafft haben (ich bin 100% sicher, dass er es kann und mich auch versteht) in jede Richtung, und dann war Schluss für heute.

Dienstag, 23. Februar 2010

Dein Tanzbereich, mein Tanzbereich...

Die heutige Einheit mit Buffalo Bill war wieder einmal sehr lehrreich.

Wir haben eine Übung gemacht, bei der er seitwärts auf dem Zirkel gehen soll, auf einem kleinen Zirkel, dessen Mittelpunkt ich bin. Ich drehe mich mit und halte ihn mit gestrecktem Arm gerade so auf Abstand.
Wie es bei diesem Tierchen ist, ist das Abstand halten das Schwierigste bei der ganzen Sache. Immer wieder trat er einen Schritt vor und zwang mich so, entweder nachzugeben, einen Schritt zurück zu machen (schlechte Wahl für mich), oder ihm ein deutliches Nein in Form eines Impulses mit dem Strick und Knotenhalfter zu geben. Wie es seine Natur auch will, reicht ihm dabei ein sanftes Wacheln (Phase 1) nicht unbedingt, sondern er will es ganz genau wissen, und so waren wir schwuppdiwupp wieder in einer gröberen Diskussion, an deren Ende er zwar verstanden hatte und akzeptierte, dass er Abstand halten muss, ich mich aber schlecht fühlte, eben weil ich quasi so hart hatte durchgreifen müssen... und das Pferd bei diesem Druchgreifen auch deutlich "unconfident" wurde - nur für Sekunden, aber... für mich trotzdem ungewohnt.

Beim Heimfahren hab ich darüber nachgegrübelt, v.a. warum es mir denn überhaupt so viel ausmacht, ihm seinen Tanzbereich gegenüber meinem abzugrenzen. Hauptsächlich stört mich dabei, dass er eben unconfident reagiert. Kopf geht rauf, Augen werden aufgerissen, alles im Pferd spricht "Hilfe, was'n jetzt los??". Das fühlt sich für mich furchtbar an, er soll doch Spaß haben am Lernen. Trotzdem, wenn ein Lehrer einen Schüler nie auf einen Fehler aufmerksam macht, weil er ihn nicht kränken möchte, ist das auch nicht gerade zum Vorteil des Schülers...

Also gelernt: Tanzbereiche immer schön abgrenzen, und zwar konsequent, sonst wird's für beide unschön ;-).

Ansonsten haben wir noch das Circling Game auf kleine Distanz im Trab geübt, Seitwärts ohne Zaun und ein bisschen Schulterherein am Knotenhalfter.

Sonntag, 21. Februar 2010

Es riecht nach Frühling...

Wie könnte man ein Blog besser beginnen als mit dem ersten frühlingshaften Tag im Jahr? Wenn nach Wochen des grau-tristen Regen- und Schneewetters endlich wieder blauer Himmel und strahlender Sonnenschein das Gemüt streichelt? Wenn das Thermometer zum ersten Mal seit Wochen wieder deutlich über Null hinauskommt?

Und was gäbe es Schöneres, als an einem solchen Tag, der zudem sogar noch ein Sonntag ist, zum Pferdchen zu fahren und einen kleinen Ausritt zu wagen?

Also hab ich genau das gemacht.
Ich bin ohnehin gerade dabei, ein "Ausreit-Programm" zu absolvieren, nachdem das eigentlich entspannende Durchs-Gelände-Schlendern zunehmend schwieriger wurde. Denn Billy entschied, dass es zu Hause vor der Heuraufe doch am schönsten ist, und er hatte so seine Strategien, mich davon abzuhalten - dazu gehörten u.a. umdrehen und mich ignorierend heimwärts durchgehen (denn laufen liegt dem Tier eher fern), oder auch rückwärts auf den Abgrund zuzusteuern, oder auch einfach stehenzubleiben, letzteres gerne wenn hämische Zuschauer vorhanden waren.

Also ging ich Anfang des Winters in mich und philosophierte, meditierte, las und versuchte so schlauer zu werden als mein Tier.
Schließlich habe ich begonnen, Parelli's "Point to Point"-Reitprogramm für das Geländereiten umzufunktionieren. Zum Gaudium manch anderer packte ich einen Haufen Heu ein und begann vom Stall wegzureiten. An Stellen, wo Billy besonders gern umdrehte, gab es nun nach Überwindung eine Handvoll Heu. So tasteten wir uns nun über mehrere Wochen, wann immer ein Ausritt möglich war, etwas weiter weg vom Stall, mit dem Ziel, Billy einen Zweck im Ausreiten zu bieten. Das Programm wirkt!

So auch heute. Heu eingepackt, und los gings im strahlenden Sonnenschein, blitzblauer Himmel, dazu der noch vorhandene Tiefschnee, der besser ist als jedes Cavaletti-Training ;-). Absolute Stille bis auf das frühlingshafte Vogelgezwitscher, das Knirschen des Schnees und das Schnaufen des Pferdes, das sich durch den Tiefschnee kämpft. Perfekt, nur eines hat gefehlt - der Fotoapparat ;-).
Schließlich die Überwindung einer "schwierigen" Stelle, fast ohne Diskussion, wir reiten in den Wald, Billy geht ohne Zögern über alle natürlichen Hindernisse - Wurzeln, Matschlöcher, Schnee, ... An einer netten Stelle unter einem dicken Baum fällt mir dann das Heu aus der Hand und er darf fressen, während ich mir die Sonne ins Gesicht scheinen lasse und der Rest der Welt verschwindet und nur mich, das Pferd und sein gleichmäßiges Kauen und das Vogelgezwitscher zurücklässt...

Sonntag, 1. Juni 2008

Es war total heiß, die Bremsenplage hat voll eingesetzt.
Pferdi war schon beim Holen sichtlich genervt von den Insekten...

Ich wollte nur einen entspannten Spaziergang machen, aber Pustekuchen. Pferdi benahm sich unmöglich, er war unerträglich wegen der Stechviecher und ich genauso. Ich wollte in den Wald, mal neue Wege erkunden, aber schon nach 10 Minuten war ich klebrig und verschwitzt, Pferdi zerstochen von den Bremsen. Im Wald ist ein kleines Bächlein, das ich gern durchqueren wollte (Bächlein.... Rinnsal trifft es eher!).
Er war sehr aufgeregt und wollte nicht ins Wasser (vorhersehbar). Er war aber sehr mutig, schnofelte dran und überlegte sichtlich, ob er nicht doch mir folgen sollte...
Ich habe mich dann mit einem Wasser-Schnofeln begnügt, noch ein schönes Squeeze-Game über die Böschung gemacht und bin schwitzend und auf die Bremsen fluchend wieder zum Stall zurückgekehrt.
Pferdi noch abgeduscht, aber dann hatte ich keine Lust mehr, sonst noch was zu machen.

Also wieder in den Offenstall mit ihm, und tja, dort musste ich feststellen, dass er wieder nicht in den Kraftfutterautomaten wollte. *seufz*. Hat nicht gereicht, die Einehit von gestern, ich fürchte daran muss ich noch länger und öfter üben... Aber ich hatte keinen Nerv mehr und habe es für heute gelassen...

Freitag, 30. Mai 2008

Bin heute in den Stall gefahren, allein mit dem Plan, das Problem mit dem Kraftfutterautomaten anzugehen.

Habe Pferdi im Offenstall geholt, mit Knotenhalfter und Seil, und bin gar nicht erst raus, sondern direkt zum Kraftfutterautomaten (KFA).
Gut, Pferdi keinen Schritt rein, blieb vor der Schwelle stehen. DAs hatte ich ja letztens. Ich übte kontinuierlichen Druck (bzw. Zug) aus, stand also selbst im KFA und sah genau, dass er wusste, da drin gibts was Gutes, aber gleichzeitig war die Angst zu groß.
Meine Methode war simpel: Zug am Halfter, gleichmäßig, sobald er einen Schritt in die richtige Richtung, also vorwärts Richtung zu mir und in den KFA machte, ließ der Druck im Genick sofort nach, machte er einen Schritt rückwärts, ließ ich nicht locker.
So ging es vorwärts und wieder zurück, vorwärts und wieder zurück. Nach jedem mutigen Schritt bekam er eine Pause, wenn er schon mal mit der Shculter drin war, auch ein LEckerli.
Dann entschloss er sich, reinzugehen. Ganz langsam aber aufgeregt folgte er mir bis zum Trog. Dort rauschte natürlich, sofort als er mit dem Chip im Halsband hintrat, seine Futterration hinunter. DAs hat ihm noch niiie Angst gemacht! Als er neu war, war er drin, ohne dass es ihm jemand zeigen musste! Und jetzt! DAs Geräusch rief Panik hervor, so hab ich mein Pferd fast noch nie gesehen, er wollte nur noch RAUS, egal ob da Futter im Trog war oder nicht! Ok, ich machte ihm lieber Platz, er stürmte aus der Tür (DIE hat ihm keine Angst gemacht!). Er stand bebend draußen, ich lobte ihn, er war ja brav reingegangen und ließ ihm Pause.

Dann von vorne. Er sträubte sich wieder furchtbar, aber nicht mehr ganz so lange. Ging dann wieder mit mir mit. Diesmal rauschte kein Futter runter, dafür war das von vorher noch drin, er fraß gierigst.

Ich führte ihn wieder raus, gleich wieder rein, es ging jetzt ohne PRobleme, es rauschte diesesmal wieder Futter runter, aber er erschrak nur kurz, fraß es wieder gierig.

Wir gingen nochmal raus, nochmal rein, wieder raus, wieder rein, dann schickte ich ihn alleine ohne Seil rein, und er wartete bis das Futter kam und fraß - ich glaub er hat Futter für 5 Tage gekriegt Die Zunge rausstrecken (nö, keine Angst, das geht nicht *g*).

Ich habe ihn viel gelobt und das wars dann auch schon für diesen Tag! Hatte eh eine Stunde oder mehr gedauert!!
War ganz stolz, dass ich das Problem gelöst hatte!

Mittwoch, 28. Mai 2008

Pferd geholt, er kam normal mit, weder über- noch untermotiviert.

Putzen war heute wieder von einem ordentlichen Gifteln begleitet, aber ich wusste, warum. Er wollte zur Putzkiste, wo ich gestern (zum ersten Mal!) Leckerlis drin hatte, und ich wollte nicht, dass er hingeht. Wir diskutieren das kurz aus, und dann war er wieder lieb.

Heute war reine Bodenarbeit angesagt, habe daher gar nicht erst gesattelt. Knotenhalfter und langes Seil, für 7 Games auf dem Viereck. Dort waren wir heut nicht allein, es ritten 2 Leute, aber ich war fertig, solange die noch aufwärmten. Mein Kleiner hat sich aber, muss ich sagen, sehr brav konzentriert! Überhaupt war die heutige Einheit von Anfang bis Ende traumhaft! Er ließ sich von den Mitreitern wie von den Pferden, die nebenan auf der Koppel wild spielten, immer nur ganz ganz kurz ablenken und hat toll und aufmerksam sich sehr bemüht, alles richtig zu machen.

Habe mir eine Stange parallel zur Viereckumrandung aufgelegt.

Als erstes PG Vorhand wiederholt. Es geht besser! Langsam kapiert und akzeptiert ers! Wir haben auf jeder Hand eine volle Drehung hinbekommen ohne großartige Abwehrreaktionen seinerseits. Ein bisschen Vorwärtstendenz ist noch drin, v.a. von der rechten sEite, aber es ähnelt schon mehr einer Hinterhandwendung als einer Volte, juchu!

Dann habe ich ihn zwischen Stange und Viereckumrandung im Yoyo rückwärts geschickt. Ging recht gut, er wollte aber zwischendurch fressen (außerhalb vom Viereck gibts Gras); soll er, wenn er dabei rückwärts geht, sonst gibts halt eine höhere Phase. Habe es - zum Schluss schon sehr fein, da war er wirklich aufmerksam - fast bis ans Ende des 7-m-Seils geschafft. Er stand und kaute und schleckte viel, dann hab ich ihn zu mir geholt, wobei er zum Gras schielte, aber nicht versuchte zu fressen. Brav. Und als Belohnung durfte er die erreichbaren Halme danach abzupfen.

Dann zog ich mich in eine Ecke des Vierecks zurück und übte CG mit Handwechseln. Meine eine sture SEssion mit dem Send auf die linke Hand zeigt noch immer Wirkung. ER versucht nicht mehr, unaufgefordert umzudrehen, und er lässt sich auf beide Hände gleich leicht schicken. Heute wartete er nur so drauf: "Welche Richtung, welche Richtung", und ging bei Phase 1 auf den Zirkel. Ich habe meinen STick fast überhaupt nicht gebraucht. Ich habe dann aufgeforderte Richtungswechsel von links auf rechts gemacht, immer gleich drauf aber die andere Richtung geübt. Von rechts auf links habe ich die Übung so zerlegt: Pferd reinholen, selbst aber NICHT rückwärts gehen. Ich holte ihn bis zu mir rein, bis er genau vor mir stand. DAs klappte gut. DAnn gab es jede Menge FG. Und dann, erst nach einer Weile, ging ich ein paar Schritte rückwärts, ließ ihn dabei noch stehen, und machte von dort aus ein neues Send nach links. Dann wieder die paar Schritte nach vor. Und das klappte! Machte es einige Male, die Pause wurde immer kürzer. Und ganz zum Schluss, als ich sah, dass er selbst schon nach links tendierte, probierte ich es in einem Fluss, und es gelang, unser erster flüssiger Handwechsel von Rechts nach Links im Schritt! Ich ließ ihn dann noch die Runde zu Ende gehen, holte ihn rein, viel FG und große Pause.

Als nächste Übung SQ-G, wieder an der sTange, mit der Mission "Energie ins Pferd" im Hinterkopf. Ich schickte ihn zuerst im Schritt durch, lobte viel, weil er es sehr brav machte. DAnn fuhr ich wie beim Reiten vor dem Send die Energie in mir selbst hoch und machte das SEND energischer. Tatsächlich startete er durch und trabte! Viiiel Lob, Ruhe. Er war richtig motiviert, sobald ich mich bewegte und die Energie innerlich hochfuhr, wollte er gleich wieder durchstarten. So kenne ich ihn ja gar nicht! Ironie Ich achtete dann aber schon drauf, dass er auf das Send wartet. Er brauchte schon auch Motivation mit dem Stick, um zu traben, aber es gelangen so 3x Squeezes auf jeder Hand im Trab. Wieder Pause und viel Lob.

Weil er sich so praktisch hinstellte (nibbelte wieder am Gras außerhalb des Vierecks) machte ich dann noch Sideways in beide Richtungen, Kopf an der Viereckumgrenzung, Beine vor der Stange, das ging sich gerade schön aus, bekümmerte ihn überhaupt nicht, die Stange. Er fraß währenddessen, aber wenn er gleichzeitig seitlich gehen und grasen kann, soll mir das recht sein Ironie . Tw. geht das Sideways schon ganz ohne Stickeinsatz, die Körperhaltung (L-Shape) reicht. NUr die Shculter hängt oft etwas zurück, v.a. rechts, die muss ich dann mehr auffordern, aber wirkich schon seeehr gut.

Dann waren wir auch schon fertig.

Zum Schluss, als ich ihn schon in den Stall gebracht hatte, fiel mir auf, dass mein Kleiner sich offenbar seit Neuestem vor dem Kraftfutterautomaten fürchtet. Tatsächlich, um nichts in der Welt ging er rein. Ich habe noch eine halbe Stunde damit herumgetan, konnte es aber nicht mehr lösen. Ich weiß nicht, was passiert ist, aber so habe ich ihn noch nie gesehen. Das erste Mal, dass mein Pferd Futter aus Angst vor irgendwas verweigert! Er WEISS, dass da drin Futter ist für ihn, aber er konnte nicht über die Schwelle gehen. Es hat mir das Herz halb zerrissen, ihn in diesem Dilemma "Futter" - "Angst" zu sehen, aber ich konnte es einfach nicht lösen...
Muss nächstes Mal in Ruhe und mit viel Zeit daran arbeiten.

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Und schon wieder so lang. glücklich grinsend Sorry, ich fasle einfach gern *g*

Dienstag, 27. Mai 2008

Am Wochenende war keine Zeit, heute endlich wieder im Stall.

Wollte wieder reiten, v.a. meine Aufregung vorm Aufsteigen überwinden nach dem Faux-Pas vom letzten Mal.

Pferdi knabberte an Resten vom Stroh, als ich kam. Ich stellte mich neben ihn und wir knabberten ein bisschen gemeinsam, wobei er immer näher kam; das hat mich gefreut. Dann aufhalftern und er kam ganz brav mit, ohne große Aufforderung.

Putzen war sehr gut heute. Wir blieben draußen, ich habe ihn auch angebunden. Er blieb ruhig und döste entspannt. Für die rechte SEite band ich ihn dann los. Ich wollte ihn ein bisschen in Position schieben, da hatten wir eine kleine Diskussion, aber es ging. Gein großes Gifteln, nur etwas Widerrede sozusagen.

Mein neues Knotenhalfter passt wie angegossen - endlich mal eines! Alle andern sind meistens zu groß rund ums Maul rum, sodass ich sie ganz hoch knoten muss, damit er sie sich nicht auszieht. Dieses passt. Neues 3,7m-Seil liegt gut in der Hand.

Wir gingen in die Halle. Zum Aufwärmen haben wir ein bisschen Ball-Kicken gespielt. Machte uns Spaß. Dann hab ich PG und DG mit der Vorhand gespielt. PG hat sich sehr verbessert, wir schafften auf jeder Hand schließlich eine ganze Drehung. Von rechts schnappte er leicht her, spielerisch, aber als Zeichen, dass er das nicht schätzt; er hats dann trotzdem brav getan und durfte lange in Ruhe stehen und dann noch mit dem Ball spielen.

Dann sattelte ich, kein Problem.
Dazwischen Yoyo- und DG Hinterhand, dazwischen nachgurten.

Dann gings ans Aufsteigen. Es war furchtbar. Ich musste mich sooo überwinden, den Fuß in den Bügel zu tun. Ich weiß nicht, ob ich genau beschreiben kann, was in mir vorgeht... nicht missverstehen, ich habe keine Angst, aufzusteigen. Ich hab auch keine Angst, drauf zu sitzen, im Gegenteil. Ich hab nichtmal Angst, dass er mich beißen oder treten könnte, weil er es eh nicht tut. Er beißt zwar nach hinten, aber in Aufsteigposition erwischt er mich kaum, selbst wenn er wollte. Er zeigt nur Unwillen, und das reicht, um mir den Puls derart in die Höhe schnellen zu lassen. Ich glaub ich hab einfach nur Angst vor dem Frust! Ich möchte, dass er mich ruhig aufsteigen lässt und sich daran nicht stört, und ich finde schon wieder keine Lösungsmöglichkeit, weil ich die Ursache wieder mal nicht kenne.
Es ist wie beim Putzen: Ich kann nicht sehen, was wirklich stört! Ich steige auf die Aufsteighilfe, das ist 5x ok, beim 6. Mal giftelt er und schnappt nach hinten nach mir. Beim 7. Mal ist es wieder ok. Ich belaste den Bügel (mit der Hand) - das ist 20 Sekunden ok (Hausnummer! Vermutlich kürzer), in der 21. gibt es Gifteln und Beißen, ich lasse aber nicht nach (sonst hat er genau das Falsche gelernt), und in der 22. Sekunde ist es wieder ok, und er döst weiter!
Ich glaube ich bin eine halbe STunde da gestanden, auf die Aufsteighilfe und wieder runter, Bügel belasten, wieder aus, auf beiden Seiten streicheln, und er döste dabei, hie und da giftelte er - aber in einem undurchschaubaren Muster. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es ihm vielleicht einfach zu lange dauert? Wär es ihm lieber, ich mach nicht so nen Firlefanz, sondern stell mich hin, zieh mich hoch, fertig? Stillstehen kann er, er hat sich die halbe Stunde wirklich NICHT bewegt, keinen Schritt. Nur nach hinten biegen und Gifteln, Schweifschlagen, Ohrenanlegen zwischendurch. Ich war zwischendurch wirklich wieder halb am Heulen, weil ich mich so hilflos fühle.
Ich hab mich dann doch hochgezogen - vielleicht hätt ichs nicht tun sollen, aber im Endeffekt hat es mir die Einheit gerettet...
Beim endgültigen Aufsteigen giftelte er sehr, schnappte nach hinten, Ohren anlegen, Augen verdrehen - aber kein Schritt. Sobald ich oben bin, ist alles wieder ok. Vielleicht ziept es einfach wirklich nur, aber was kann ich da tun? Ein anderes Pad mit Lammfell hab ich schon bestellt. Vielleicht ändert das was...

Gut, ich wollte nicht viel tun. Habe dann doch wieder zu viel getan *gr* - aber es war toll!.

Nachdem ich eine Weile ruhig oben saß, beschloss er loszugehen, ich ließ ihn. Er ging bis zum Tor. Dort übten wir Indirect Rein, also Hinterhand weichen. Er hat seit dem letzten Mal dazugelernt. Eine Seite geht schlechter, ich hab doch tatsächlich vergessen, welche völlig verwirrt . Das Biegen des Halses geht sehr leicht und nachgiebig. Wenn ich dann die Hand zum Bauchnabel tue, wehrt er sich sehr mit Kopfschlagen etc. Ich habs aber geschafft nicht nachzugeben, bis er die Hinterhand dreht, dann schlagartig alles von mir gestreckt und Energie ganz runtergefahren, verbal gelobt. Es wurde nach 2 oder 3 Mal auf jeder SEite besser, die Reaktion kam viel schneller. Das wird schon. So kann ich ihn z.B. zumindest schon mal umdrehen, vom Tor weg z.B.

Gut, dann konnte ichs nicht lassen. Die "Won't Go"-DVD hat mich sehr motiviert. Was soll ich sagen - es wirkt, es funktioniert!!
Ich wollte von Punkt zu Punkt reiten, einfach quer durch die Halle, einmal zum Spiegel (dort steht er gerne). So, an die DVD gedacht und meine Energie hochgeschraubt. Dachte an Pat und sein "vroom vrooooom" Die Zunge rausstrecken . Es hat sich mir dann aber ein anderes Bild aufgedrängt, das bei mir besser funktioniert: Ein GAlopper in der STartbox, beim Startschuß!
Also Energie in mir hochgefahren, gelächtelt, Schenkeldruck, Zungeschnalzen und dann schnelle Phase 3+ 4. Gefiel ihm gar nicht, er grunzte unwillig, ging aber nach vorne, trabte an! Ich bemühte mich, den Schenkeldruck wegzulassen, die Energie aber oben zu lassen! Das fällt irrsinnig schwer! Ich habe mich extrem auf den Punkt konzentriert, zu dem ich reiten wollte, und einfach immer nur gedacht "vorwärts, vorwärts, vorwärts!" Er trabte tatsächlich quer durch die Halle. Kurz vor dem Punkt wollte er in Schritt fallen, ich spürte es, fuhr nochmal die Energie hoch, habe leider gleichzeitig auch mit dem Schenkel getrieben, habe ihn also den Fehelr nicht machen lassen. Naja, ok, wir sind bis zum Spiegel getrabt, dort gab es stehen, Ruhe, viiiiel viel FG und verbales Lob.
Dann nochmal umgedreht. Wollte zurück zum Tor. Nochmal die Energie hoch, wir sind ein Rennpferd in der STartbox!!! Musste bis Zungeschnalzen gehen, aber keine Phase 4 - dann Zack, er geht Schritt, Energie noch eine Stufe höher, er trabte, Schenkeldruck weg, ich focussierte das Tor, er wollte aber lieber auf die Tour abbiegen, kurze Diskussion, aber gut, Hauptsache er trabt weiter. Wir kamen wieder beim Spiegel an, er hielt an, viel Lob und Ruhe.
Dann noch ein letztes Mal. Zuerst nur ein bisschen Energie, er ging brav auf Phase 2 im Schritt los, die Reaktion war schon viel schnellr und deutlicher. Dann nach 2 Schritten meine Energie weiter hochgefahren, nochmal durch die Phasen bis Zungeschnalzen, er trabt, und zwar flott! Viiiel gelobt, verbal, sonst versucht einfach nicht zu stören. Er trabte toll am Hufschlag entlang (von alleine, mir war es in dem Moment egal, wo, nur Richtung Tor). Ich habe versucht, die Energie hochzuhalten. Irgendwie muss ich sie sogar noch erhöht haben, weil plötzlcih spürte ich, wie er hinten den Turbo anwarf, so ein richtig schöner Schub von hinten, wieder viiiiiel gelobt, und dann merkte ich doch tatsächlich, er versucht anzugaloppieren! Habe die Energie oben gelassen, wollte ihn auf keinen Fall bremsen, weil ich denke, dass ich JEDE Bemühung in Richtung Energie nach vorne rauslassen ermuntern sollte bei diesem Pferd, stellte mich auf eine Galoppbewegung ein, und dann galoppierten wir doch tatsächlich, nur 2 oder 3 Sprünge, aber es war ein Galopp! Er bremste in der Kurve wieder zum Trab, weil er das Gleichgewicht verlor - ich wollte ja auch gar nicht Galoppieren in der kleinen Halle - aus dem Trab habe dann ich schnell die Gelegenheit ergriffen, ihn von mir aus zu bremsen, bevor er es von sich aus tut, wir hielten an, und dann lobte ich ihn ganz viel, bin sofort abgesessen, nochmal abgeknuddelt vom Boden aus, und wir gingen SOFORT und ohne Umschweife nach Hause. Vor der Halle durfte er Gras zupfen, dann kriegte er noch einen Abendsnack und durfte zu den Kumpels auf die Weide.

Toll war das! Es war so toll, zu fühlen, wie er endlich mal die Energie nach vorn rauslässt und den Turbo hinten angeworfen hat!
DAs mit der eigenene Energie wirkt - wahrscheinlich war das bis jetzt der Grund, warum er so lasch war. Ich bin selbst ein sehr ruhiger Mensch, die Energie so hochzuschrauben und oben zu halten finde ich sehr schwierig. Meine Trainerin hat mein Pferd außerdem mal als enormen Energiesauger bezeichnet. Und wir zwei in Kombination geben so erst recht das Ober-Schlurf-Paar ab. Aber es wird werden! Ironie
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Meine Güte, schon wieder so'n Roman. Respekt, wer es liest Die Zunge rausstrecken