you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette

Dienstag, 30. Oktober 2012



On Line

Heute in der Halle übten wir wieder Driving aus Zone 5. Ich war etwas abgelenkt, und Anhalten klappte heut nicht oder nur schlehct. Billy hatte viel Go und wir trabten viel. Lenken im Trab ist noch schwierig, hie und da ist es gelungen, mit der „.Flugzeugtechnik“, grobe Zirkel zu gehen.
Meinen Fehler hab ich erst am nächsten Tag erkannt – habe gleich in Zone 5 am Ende vom Seil angefangen. Letztes Mal, als es so toll funktioniert hat, war ich ja in Zone 4/5 eher. Anhalten klappt also von Zone 4/5, aber nicht Zone 5/6 aus Entfernung.Wieder eine Erkenntnis ;-)

Liberty 

Dann hab ich das Seil weggetan und wir sind weiter getrabt, ich in Zone 5 hinterher. Lenken klappte hie und da. Angaloppieren, danach wars aus, Billy rannte weg, ich kam nicht hinterher und ging zum CG über.
Ich ließ ihn einfach viel galoppieren, er hatte Lust drauf, sich zu bewegen. Freut mich! Er war übermütig, spielte mit mir, wechselte hie und da schelmisch die Richtung, um dann gleich wieder loszuspurten. Auf der rechten Hand war das Bring back wie immer schlecht, auf der linken gut. Meist holte er nur sein Leckerli ab und wollte gleich wieder weiter. Ziemlich LBE heute!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Heute hatte Billy und ich wieder Centered Riding Stunde.

Gebiss annehmen ging heute wieder deutlich schlechter, *seufz*. Er sah es und zog sofort vehement zurück, war noch angebunden, aber jedesmal, wenn ich es hochhob, wollte er weg, lief dann ohne Halfter auch quasi davon. Sobald es vor dem Maul baumelte, nahm er es aber. *seufz*

Wir haben heut wieder an der Biegung gearbeitet, die ganze Stunde. Heut gabs nicht so viel neues Input für mich. Ich soll Billy stellen und verhindern, dass er auf die linke Schulter fällt. Und warten bis er im Genick nachgibt.
Angeblich ist schon viiiel besser als letztes Mal. Tatsächlich hatten wir streckenweise, so eine halbe Seite lang und v.la. in der unteren linken Ecke auf der rechten Hand, eine schöne Biegung und super Nachgeben, das auch eben eine halbe lange Seite anhielt.
Rechte Hand: Billy fällt mir der linken Schulter nach außen. Das soll ich mit dem äußeren Zügel verhindern. Ich habe ein bisschen gebraucht, dann aber richtig gefühlt: Wenn meine linke Beckenhälfte nach unten kippt, fällt er mit der linken Schulter aus, dann eine Parade am Außenzügel geben, um sie wieder anzuheben.
Auf der linken Hand fällt er dann nach innen, ebenfalls auf die linke Schulter. Hier soll ich mit dem Innenbein treiben, von unten an den Pferdebauch fassen und mir vorstellen, ich würde den quasi als ganzes mit der Ferse anheben.
Linksrum im Trab wars am Schluss dann ganz schlimm, Billy wollte nimmer und zog stark nach innen. Ich soll dann um jeden Preis die Biegung erhalten, egal auf welcher Linie, also z.B. auf eine Volte abbiegen, und dann auf der Volte antraben. Das ging dann besser.
Sonst hatte Billy heut viel Go im Trab, es kamen auch die anderen Pferde von der Weide… er wollte heim, und das Tor war sehr magnetisch ;-)
Aber alles sehr brav gemacht, Frau Trainerin meint, man sieht mehr Oberlinie, und der Unterhals habe sich abgespannt, und am Popo habe er auch mehr Muskeln. Das merk ich zwar so nicht (bzw. halte es eher für Fett *hüstel*), aber wenn sie’s sagt ;-)))) …

Dienstag, 23. Oktober 2012

On Line

Heute haben wir uns wieder intensiv mit dem Drive aus Zone 5 beschäftigt. Zuerst aber ausgiebiges Friendly Game, das ich sonst ja gern vernachlässige. Ich hatte das Knoti drauf und mein 7m Seil; nur ein einzelnes Seil. Im Lauf der Einheit bin ich draufgekommen, wie ich es positionieren kann, ohne Gefahr zu laufen, dass Billy drauftritt: In einem losen Bogen vom Knoti weg an der Innenseite lege ich es über den Rücken, lasse es dort von der Kruppe quasi „halten“ und lasse es von der Außenseite in meine Hand. Zum Lenken will ich es ja eh nicht gebrauchen. Das hat so super funktioniert, endlich steigt Billy nicht immer rein oder drauf.

Wir begannen mit Schritt, Halt, und Rückwärts. Billy ist ganz begeistert vom Rückwärts, ich muss aufpassen, dass es kontrolliert bleibt. Manchmal ging er rückwärts, obwohl ich wieder vorwärts wollte. Aber er heischt stets nach Anerkennung danach, und will ein Leckerli. Ich freu mich dass das nun so toll funktioniert. Sobald ich weiter weg bin, missversteht er dafür wiederum mein Rückwärts-Signal für „vorwärts“. Macht nichts, wir machen uns das schon noch aus. Anhalten funktioniert auf jeden Fall super jetzt! „Whoa“ ist in sein Hirn gesickert ;-).

Dann begann ich zu lenken. Auch da hab ich heut im Lauf der Einheit eine Methode gefunden, die funktionieren sollte: Ich gehe hinter ihm, breite beide Arme aus, in der äußeren der Wendung den Stick. Ich drehe meinen ganzen Körper in die neue Richtung, mit ihm die Arme. Dadurch kommt der Stick näher an die Seite, von der Billy wegweichen soll, und das hat er super verstanden. Ich schau ein bisschen aus dabei wie ein Kind, das Flugzeug spielt ;-). Jedenfalls sollte es so auch irgendwann mal ohne Stick funktionieren, weil er es deutlich sieht. Und wenn wir das dann mal im Galopp können, sieht es sicher lustig aus ;-). So hab ich begonnen, ihn in Zirkel zu lenken, dann wieder geradeaus, dann wieder Zirkel, dann um Pylonen. Schließlich in eine Weave um 4 Pylonen, und es hat super geklappt! Den Stick nehme ich dabei schnell von einer Hand in die andere, aber nach ein paar Mal hat er es schon so gut kapiert gehabt, dass ich den Stick auch mal in einer Hand lassen konnte, er hat schon die Körpersprache nur aufgrund der ausgestrekcten, gedrehten Arme verstanden.
Antraben hat super funktioniert, hier bin ich dann natürlich etwas langsam mit dem Lenken, aber man konnte sehen, dass es funktionieren wird, sobald wir das üben und verfeinern.
Schließlich ließ ich ihn aus Zone 5 sogar angaloppieren, und es hat geklappt!! Die Lenkung geht dann zwar völlig flöten, ich renne ihm mehr oder weniger nach, aber er hat angaloppiert auf mein Kommando von da hinten.
Suuuuper Pony, das war heut eine sehr schöne Einheit mit ganz viel neuen Sachen.

Liberty

Ich nahm dann das Seil ab und wir haben die Weave geübt. Billy blieb zuerst beim Umdrehen von rechts nach links wieder stecken, ich musste ihn ein paarmal abholen und hab mich daher dann wieder auf die Boomerang-Übung von Lichman konzentriert. Die funzt immer! Ich ließ ihn so mit viel Energie enge Achter gehen, nah an ihm dran (bleibe aber auf einer Seite der Pylonen). Ich muss ihn dabei dann irgendwie triezen mit dem String, er zeigt dann sein angepisstes Gesicht, aaaber der Draw kommt gleichzeitig wieder. Etwas, was ich noch immer nicht ganz verstehe.
Weave im Trab hat dann geklappt, mit wenig Entfernung. Es wird.

Dann hab ich das Zone 5 Driving auch at Liberty probiert, weil es davor On Line so schön geklappt hat. Weil ich den Draw grad so stark gemacht hatte, hatte ich zuerst einmal Schwierigkeiten, überhaupt in Zone 5 zu kommen. Billy drehte sich eifrig mit mir mit und gab mir ständig 2 Augen. Mit dem „Whoa“-Kommando und Friendly Game gings schließlich, ich konnte in Zone 5. Bisschen Friendly, dann gings los.

Auch Liberty hat das fast gleich gut geklappt! Wir machten Schritt, Trab, Schritt, auch Anhalten und Rückwärts klappte (hab ich aber lieber nicht überstrapaziert!). Sogar Angaloppieren, und schließlich das Lenken: Genau wie mit Seil dran! Wir machten die Weave 3 Längen durch im Schritt, genial! Er versteht die Körpersprache so total gut.

Da hab ich dann schnell und einmal zum richtigen Zeitpunkt aufgehört mit einem großen Lob, einer Karotte und ein paar Minuten Entspannungs-Genickkraul-Einheit. Ich glaub heut hab ich (fast) alles richtig gemacht ;-)

Sonntag, 21. Oktober 2012

Heute riss der Nebel nicht auf, erst sehr spät, sodass es nicht so schön warm wurde wie gestern und erst am Schluss ein paar Sonnenstrahlen durchkamen.

Heute fand ich eine Mitreiterin zum Ausreiten. Wir testeten eine noch unbekannte Wegabzweigung, mit ein paar Nebenabzweigungen, die uns aber nur in einem Bogen durch viel MAtsch wieder zurückführten.Hier gibts noch jede Menge kleine Wegelchen zu erkunden...
Nach einem längeren Bergauf-Stück kamen wir dann raus aus dem Wald. Da waren dann wieder mal Kühe, die einen waren weit weg, die waren Billy, geführt von seinem Herdenchef, ziemlich egal. Wir ritten bis zum Hof, zu dem der Weg offensichtlich im Endeffekt führte, und sahen, dass man wohl nicht wirklich weiter kommt. Eine Kuh schreckte sich vor uns und Billy sich vor ihr. Danach war er sehr angespannt und ich hatte wieder einmal das scheußlich flaue Gefühl im Magen. Ging so, wir warteten ein bisschen, dann drehten wir vorsichtig um und ritten gesittet heim.Wieder ein Abenteuer bestanden! ;-)

Samstag, 20. Oktober 2012

Heute war soo ein schöner Herbsttag! Es gab Nebel, aber der riss bei der Fahrt zum Stall schon auf, die Blätter leuchteten in gelb und rot mit dem Himmel in Blau um die Wette. Dazu wurde es warm, 23°!


Natürlich machte ich bei dem tollen Wetter einen Ausritt. Leider kam keiner mit, so ging ich nur eine recht kleine Runde alleine. ABER eine neue Runde, nämlich eine Kombination aus unserer mittleren und der langen Bergrunde, die ich mit meinem Freund kürzlich joggend erkundet hatte.
Billy war superbrav. Er hatte schon so eigene Ideen, ließ sich aber jeweils gut überreden.

Er stapfte brav den Berg hoch und auch wieder runter, ließ sich von einem Riesen-Holzpferd (das unser STallbesitzer zum runden Geburtstag aufgestellt bekommen hat) und einer Wäscheleine mit Babysachen (zum Willkommnen eins Babys in der Nachbarschaft) nur wenig aus der Ruhe bringen und auch sonst lief alles glatt und ruhig.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Es herrscht weiter schönes Herbstwetter, angenehm mild.

Finesse:
Als ich mit dem Gebiss kam, ist Billy heute zwar nicht ausgewichen, aber dafür hat er schon wieder das Maul ewig nicht aufgemacht. Schließlich ein bisschen, und fest draufgebissen. So standen wir dann wieder für ein paar Minuten. Irgendwann entschließt er sich und nimmt es dann.

Ich hab verschiedene Biegeübungen gemacht, nach dem Centered Riding-Unterricht. Nichts besonderes. Dabei viele Zirkel geritten ("Olympische Ringe").
Wann immer er sich richtig gebogen hat in eine Richtung gab es lange Zügel und einen schnellen Handwechsel, und wieder neu aufgebaut. Tw. hat er heftig gekaut, aber oft kommt nach dem Kampfkauen dann die Biegung.

Ein bisschen Rahmen zu verlängern haben wir auch versucht, im Trab. Ich bin mit Pad geritten, ließ sich super sitzen.

Langweilig und planlos war ich heute... 

Mittwoch, 17. Oktober 2012

On Line
Heute hab ich wieder Driving aus Zone 4 + 5 geübt, mit einem Seil (7-m-Seil). Wir gingen zu Anfang einfach Ganze Bahn, ich ließ mich wie immer nach und nach zurückfallen bis ich in Zone 4/5 lande. Ich versuchte die meiste Zeit Kontakt zu halten Billys Popo.
Anhalten klappte super, und wie von selbst hat sich Rückwärts ergeben. Ich hebe den Stick jetzt über seine Kruppe, so wie beim Herholen von der Seite auch. Er verstand dieses Signal ziemlich gut, und wir haben ein unglaublich gutes Rückwärts bekommen! Weil er sehr übereifrig wurde damit, hab ich dann verschiedene Anforderungen gemischt: Anhalten und ohne Rückwärts wieder vorwärts, Anhalten und stillstehen, Anhalten und Rückwärts. Er hat super mitgemacht.
Auch Liberty war das Rückwärts genauso toll!

Als ich dann für eine Minute Stick to me gemacht hab, hab ich schon gesehen, dass Billy total gut drauf, verspielt und LBE ist. Ich hab ihn dann lieber ans Seil genommen, weil ich nicht genau wusste, wie sich das noch äußern wird.
Er hat nur drauf gewartet, auf den Zirkel zu gehen, und ist im Galopp lockerleicht losgedüst, er war wirklich gut drauf. 4,5 Runden ohne Probleme. Reinkommen war sehr gut.

Liberty
Ich hab dann das Seil wieder abgenommen und weiter CG gespielt. Wie ich bei diesem Gemütszustand schon erwartet hab, war das Reinholen dann schwierig. Ich musste mich klein machen und lange lange hinhocken; er zog dann kleine Kreise im Schritt, bevor er sich nach Ewigkeiten entschließen konnte, bei mir stehen zu bleiben.
Dafür hatte er super go, fetzte im Galopp die lange Seite entlang, das machte ihm heut richtig Spaß. Super Zirkel ging er im Trab und Galopp um mich, wir machten dann Schritt-Galopp-Übergänge. Er ließ sich mit Stick gut zum Schritt bremsen, und wartete dann aber nur drauf, dass er wieder galoppieren durfte, und auf Fingerzeig düste er aus dem Schritt los, super!

Nach dem Austoben hab ich wieder den Slalom at Liberty probiert. Beim rechten Bogen haute mir Billy gern ab und stellte sich verunsichert in die Ecke. Ich musste näher ran und Boomerang üben, da wurde es besser (Boomerang: Auf kurze distanz das Pferd um einen Pylon schicken und sofort rückwärts laufen und wieder zu sich herziehen, sofort loben. Die Übung haben wir beim David Lichman-Kurs gelernt, und sie funktioniert IMMER, wenn der Draw abhanden kommt!!) Wir machten Achter im Schritt und Weave im Schritt. Zwischendurch ein paar Trabtritte auch, aber heute war die Gefahr zu groß, dass ich ihn mit mehr Geschwindigkeit verliere, deshalb ließ ich es bei guten Achten mit wenig Distanz, aber gutem Draw bewenden.

Montag, 15. Oktober 2012

On Line
Zum Aufwärmen haben wir heute in der Halle die „invisible-human“-Übung von Karen Rohlf wieder aus der Versenkung geholt. Dabei gehts darum, hauptsächlich selbst zu lernen, wann alle Energie aus dem eigenen Körper draußen ist, um zu signalisieren: Friendly Game! Auch bei coolen Pferden wie Billy ist es immer wieder erhellend, dass man vielleicht im Stehen deutlich genug ist, aber sobald man Bewegung hinzufügt, wieder alles ganz anders sein kann.
Ich schaute zuerst, dass Billy etwas Abstand einhielt (er wollte lieber auf mich zukommen), dann begann ich das Seilchen über den Rücken zu schwingen. Links ging das eigentlich gleich super, rechts ist er skeptisch, Kopf geht rauf, Augen werden verdreht, er zögert in der Vorwärtsbewegung. Ich machte es sehr lange, immer wieder, ließ auch den String länger am Körper liegen, bis die Reaktion zumindet etwas abgemildert war.
Dann noch mal näher hin und dann wieder weiter weg, indem ich mich am Seil hin oder weg hantelte, das war weniger Problem, er hielt dabei Takt und Tempo.

FreeStyle
Ich habe 4 Stangen aufgelegt, als L, mit einer Lücke dort, wo das L zusammenstoßen würde. Anfangs bin ich ohne Zügelkontakt kreuz und quer geritten. Billy hat super reagiert auf Gewicht und Schenkel. Er ließ sich brav durch die Stangengassen dirigieren und auch anhalten.
Dann begann ich Rückwärts zu fordern in den Stangengassen – ging super! Da ist uns beim Kreinberg-Kurs scheinbar ein Knopf aufgegangen. Sehr feines, williges Rückwärts. Es klappt super, wenn ich den anpendelnden Schenkel ganz leicht, fast unsichtbar, verwende, und dazu ganz wenig Zügel in rhythmischem Klingeln. Die Gebisszügel hab ich dafür nicht verwendet.
Nach der Stangengasse im Rückwärts haben wir dann mit HH-Wendungen kombiniert, dann auch rückwärts um die Ecke durch das L, mal in die eine, dann in die andere Richtung. Rückwärts Schritt für Schritt. Ein Schritt Rückwärts, einer vorwärts.
Ich hatte den Eindruck, dass Billy die kniffligen Übungen Spaß gemacht haben.

Finesse
Oje, das Nehmen vom Gebiss wurde wieder ganz schlecht heute. Billy wich heftig nach hinten aus, es brauchte eine Weile, bis ich ihn den Kopf senken und stehenbleiben lassen konnte. Dann nahm er das Gebiss aber wieder sehr schnell. Ichwerds wohl nie verstehen....
Wir übten dann wieder kurz die Biegeübungen. Ich kombiniere dabei Kreinbergs-Griff-Übungen zum Zügelverkürzen und -verlängern und die Biege- und Beizäumungsübungen vom Centered Riding-Unterricht. Diesmal sogar im Trab. Wir tun uns aber schwer dabei. Billy kämpfte tw. ziemlich gegen den Zügel. Ich hab probiert aufzuhören, wenn es gut war, ob ich das geschafft hab, ich weiß nicht.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

FreeStyle
Billy war heut flott unterwegs und etwas aufgekratzt. Zum Aufwärmen sind wir einige Bahnfiguren ohne Zügel geritten, hat alles super geklappt, da herrscht langsam schöne Harmonie!
Dann habe ich Billys großes Go ausgenützt und am Galopp gearbeitet. Zuerst etwas traben, Billy streckte sich brav und schnaubte ab. Dann hab ich versucht, ein möglichst sanftes Angaloppieren zu erreichen. Das ist schwierig, Billy nimmt immer alle Kraft zusammen und wirft sich in den Galopp. Er rennt nicht rein, das Angaloppieren klappte heute sowas von punktgenau, auch aus dem Schritt, mit nur etwas Energie hoch, unglaublich toll! Aber es fühlt sich so nach Kraftakt an; der scheint zwar von hinten zu kommen, soweit gut. Wenn ich versuche, einen „sanfteren“ Übergang in den Galopp zu bekommen, bekomme ich einen Tralopp, also irgendwelche komischen Taktfehler, oder er rennt rein. Das ist sehr schwierig zu dosieren momentan…
Jedenfalls wollte Billy ausdauernd galoppieren, ein paar Runden ums Viereck wie nix, der wollte richtig laufen! War aber trotzdem ganz toll in den Schritt zu parieren.
Mit dem Sitzen in meinem Sattel tu ich mir schwer. Ich kann den Galopp tatsächlich besser sitzen mit dem Barebackpad…

Finesse
Das Gebiss hat Billy heut wieder nicht so gern genommen. Brav, aber nicht so gerne eben. Als er mich damit kommen sah, wollte er wieder ausweichen. Er senkte dann auf Wunsch schon brav den Kopf und nahm es auch bald auf, ohne großes Tamtam. Trotzdem, das Ausweichen ist auch wieder Feedback *seufz*

Ich arbeitete in den Ecken an der Biegung. An der langen Seite ließ ich ihn hie und da in Außenstellung gehen, dabei genauso an der Biegung gearbeitet wie innen. Mir kommt vor, dass er vielleicht mittlerweile besser und schneller nachgibt.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

On Line
In der Halle hab ich am kurzen Seil Driving aus Zone 5 geübt. Angefangen habe ich mit Driving aus Zone 2, dann ließ ich mich langsam zurückfallen, bis ich auf Kruppenhöhe war. Um Billy zu helfen, hab ich dort meine Hand gelassen und immer Kontakt gehalten. So hat z.B. Anhalten super funktioniert, auch rückwärts am Schweif (bis auf ein Mal, da gab es Missverständnisse, und er begann zu kreiseln) und ohne Schweif. Klappte auf sehr feine Signale (eigener Körper auf „Rückwärts“, Handheben und leicht das Seil bewegen, mehr nicht).
Lenken ist dagegen noch schwieriger, solang ich nur ein Seil habe.

Finesse
Das Gebiss hat Billy, nach kurzem leichten Ausweichen im ersten Moment, wieder brav genommen.
Danach bin ich aufgesessen. Billy war flott unterwegs, ich musste heute nicht viel treiben.
Ich habe zwei Centered-Riding-Übungen von den letzten Malen abwechselnd gemacht: Rahmen im Schritt verlängern und verkürzen, dazwischen in den Ecken versucht, die richtige Biegung mit Nachgeben und Beizäumung zu erreichen.
Rahmen verlängern klappt gut, verkürzen weniger, da bleibt Billy gern stehen, aber da wurde ich ja vorgewarnt, dass ich hier treiben werde müssen bei ihm. Er bemüht sich schon recht! Die Biegung klappt – glaube ich – immer besser und ich kann schneller und früher loben und wieder lang lassen.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Wetter war kühl und bewölkt, leicht regnerisch. 13°.


Online:
Weave: Ich hab langsam mit mehrmaligem Yoyo gestartet, das ging gut. Dann Führen auf Entfernung, auch ok. Dann Übergang zur Weave mit möglichst großer Entfernung. Im Schritt alles sehr gut, im Trab gings auch so halbwegs, ich war nur wieder einmal zu langsam. Auf einer Seite gings besser (wenn ich rechts bin) als auf der anderen.
Wir gingen dann über zu einem Achter, Schritt, Trab, dann mit Galopp und Versuch von fliegenden Wechseln. Von rechts auf links hatte ich mehrere gute Wechsel, aber umgekehrt verfiel er mir immer in Trab bei der Kurve.
Daher ging ich über zu einem CG um prompteres Angaloppieren zu üben. alle paar Schritte ein Übergang. Vom Trab zum Schritt, wieder Trab, Galopp, Trab, Schritt, Trab, Galopp usw. Ging sehr gut, Phase 1-2 meistens. Im Trab streckte sich Billy brav etwas nach unten und sah nach schön gedehnter Oberlinie aus.

Finesse:
Danach gingen wir wieder zum Putzplatz und ich sattelte noch, um die Centered-Riding-Übungen im Schritt zu machen.
Im Schritt am Viereck übten wir in jeder Ecke die richtige Biegung zu erreichen. Ich starre dann gebannt auf Billys Halsaußenseite, ob sich die richtige Stelle nach außen wölbt. Sobald ich es sah und er gerade nachgiebig war, d.h. sich nicht gerade auf den Zügel lehnte, gab es ein Stückchen am langen Zügel. Rechts ging es etwas schneller meistens als links. Auf beiden Händen je ca. 10x gefordert. Hie und da haben wir Volten eingeschoben, mit viel Untertreten des Hinterbeins. Ich denke es kommt schon ein bissl schneller als noch bei der Stunde am Samstag.

Samstag, 6. Oktober 2012

Centered Riding Stunde: Biegung und Beizäumung

Heute hatten wir wieder Centered-Riding-Stunde.


Schon wieder nimmt Billy das Gebiss widerstandslos. Naja, nicht ganz, ganz am Anfang versucht er einen Schritt auszuweichen, aber dann, sobald der Riemen über der Nase ist, macht er sofort das Maul auf, wenn das Gebiss davor baumelt. Yeah!

Ich habe in der Stunde gebeten, mir noch einmal zu erklären, wie das beim Rahmen verlängern mit der Hinterhand gemeint war. Sie erklärte es noch einmal, und im Prinzip verstehe ich das jetzt so, dass ich das Becken abkippe, und Billy kippt seines deshalb mit ab und kommt weiter drunter. Also einfach mehr auf die Hosentaschen setzen, dabei aber Körperspannung halten und in meiner Wirbelsäule trotzdem durchschwingen. Kopf oben aufgesetzt lassen, nicht hängen lassen. Haben wir aber nur kurz gemacht.

Dann hieß es, wir sollten heute an der Beizäumung arbeiten. Wow.
Wir haben im Grunde die ganze Stunde fast nur Schritt und nur die eine Übung gemacht, viel mit Zügel, wenig sonst. Hier die Anleitung:
Zuerst einmal Biegung ins Pferd. Ging am besten in den Ecken. Ich darf den Innenzügel kürzer nehmen und es macht momentan noch nichts, wenn die Stellung übertrieben stark wird. Die richtige Biegung erkenne ich, wenn ich an die Außenseite des Pferdehalses schaue. Solange die Biegung noch nicht da ist, ist da in der Mitte des Halses eine flache Stelle, wie ein „Loch“. Sobald Billy richtig biegt, füllt sich dieses auf. Ein praktischer Indikator... wir brauchen eine Stehmähne ;-)
Das konnte ich mit dieser Krücke also dann ganz gut erkennen (sehen, wenn auch noch nicht fühlen).

Dann weiter: Um diese Biegung zu bekommen und Billy dazu zu bringen, im Genick dann nachzugeben, mit dem Außenzügel Schwämmchen ausdrücken oder auch "Hamster würgen" ;-), also leichte kleine Paraden, und zwar immer dann, wenn der Innenfuß abfußt, gemeinsam mit dem „ansprudelnden“ Schenkel.
Billy hat sich tw. sehr stark auf den Zügel gelegt, ich musste da dann immer – trotz richtiger Biegung, die ich belohnen hätte wollen und sollen – warten, bis er nachgibt, bevor ich die Zügel wieder länger lassen konnte.
Ach ja, das ganze immer nur für einige Sekunden halten, dann Zügel nachgeben, wenn es richtig war. Ein paar Tritte langer Zügel, dann wieder neu aufbauen.

Am Zirkel üben, unsere „Ecke to go“ ;-).
Am Zirkel kann ich Billy auch veranlassen, ganz kurz mit dem inneren Hinterbein weiter unter zu treten, Hinterhand leicht nach außen verschieben.
Ganz klar ist mir die Übung noch nicht, aber wir werden sehen, was wird, wenn ich weiter übe.
Am Schluss haben wirs noch im Trab versucht, aber das war schwierig, weil Billy mir sofort in Außenstellung lief in den Ecken, v.a. linke Hand. Ich war zu langsam mit Hand und Schenkel und überhaupt. Zeurst mal im Schritt üben, würd ich sagen ;-)

Freitag, 5. Oktober 2012

Super Wetter heute, total warm! Konnte noch auf dem Viereck reiten. Billy kam mir auf der Weide auch wieder ein paar Schritte entgegen.
Er hatte heut viel Go, beim Aufsitzen startete er sofort durch, musste erst Gehorsam wiederherstellen und zur Aufstieghilfe zurückreiten, um dort stehenzubleiben eine Weile. Er startete dann voll motiviert Richtung Viereck durch, sehr ungewöhnlich. ;-)

Finesse:
Billy nahm zu meiner Verwunderung auch heute das Gebiss ohne Zögern. Hinhalten, Kopf runter, Maul auf, reinnehmen, fertig. Cooooool! :-)

Ich bin hauptsächlich Wendungen im Schritt geritten, mit Kreinberg’scher Zügelverkürzungstechnik. Jede Ecke tief ausgeritten, gebogen dabei. Dann auch Slalom, versucht an alles zu denken, was ich gelernt hab. Billy war sehr brav, hat brav mitgemacht, hatte viel Go.
Dazwischen wieder versucht Rahmen zu verlängern und zu verkürzen. Ich fühl das noch nicht so recht. Verlängern geht gut, aber ob er hinten brav mittritt und das so ist wie es sein soll, weiß ich nicht.
Danach Rückwärts: Die Kreinberg’sche Methode funktioniert super. Immer nur ein Schritt, Schwämmchen drücken, anpendeln (ohne geht’s leider kaum, aber wir arbeiten dran, diese hohe Phase wegzubekommen), halt. Und neu. Und antreten daraus. Billy war willig und so scheint es ihn auch wenig zu stressen.

Freestyle:
Das viele Go musste ich zum Schluss noch ausnützen für einen netten schönen flüssigen Galopp.
Ging super, willigst angesprungen, immer richtige Hand, mehrere Runden willig und flott, hat ihm glaub ich auch Spaß gemacht heute mal ein bissl Gas zu geben. 

Dienstag, 2. Oktober 2012

Schauen wir einmal, wie es Billy nach dem Kurs geht. Ich bin Feuer und Flamme, das Gelernte zu üben; habe nur etwas Sorge, dass es Billy langsam zu viel wird mit dem vielen Finesse. Dennoch: Erstaunlich. Schon wieder lässt sich Billy mehr oder weniger ohne Widerstand auftrensen, öffnet von allein das Maul und drin ist das Gebiss.

Finesse:
Gleich als erstes habe ich die Abkauübungen vom Boden aus gemacht, wie beim Kurs immer. Es war total schwierig, Billy heute überhaupt zum Kauen zu bekommen. Ich massierte, probierte alles mögliche (die eine Hand höher, die andere, auseinander, …), aber das Maul blieb still. Biegen ging ganz gut, aber da spürte ich schon zwischendurch Widerstände, ging dann aber.

Dann begann ich im Schritt, einfach auf der ganzen Bahn die Ecken akribisch auszureiten. Zügel verkürzen und verlängern üben. Heute hatte ich Hackamore-Zügel, Gebiss-Zügel plus auch noch die Gerte, aber es ging. Billy bog sich ganz ordentlich und fast ohne Widerstände.

Irgendwie bin ich grad verwirrt bezüglich Beine fühlen. Welches geht nun wann vor? Billy stolperte oft, weil ich ihn richtiggehend mit der Treiberei aus dem Gleichgewicht brachte.

Dazwischen probierte ich ein Rückwärts und es ging total super und fein, mit leichtem Finger-Schließen und leichtestem Schenkel-Anpendeln. Das muss ich wirklich so erhalten. Immer nur 1 Schritt und Anhalten hat auch geklappt (beim Kurs machte er ja eher zu viele Schritte).

Dann die CR-Übung "Rahmen verkürzen und verlängern" mit der Ecken-Übung im Trab verbunden. Billy hat sich brav gestreckt. Hab abwechselnd versucht, ihn nach vorne-unten zu schubsen und dann wieder zu verkürzen, indem ich „mein Segel spanne“. Weiß nicht ob das genug war, aber der Rücken fühlte sich bei letzterem gut federnd an. Billy reagiert echt so gut auf den Sitz :-).

Liberty:
Dann nahm ich Gebiss und Halfter ab und wir haben noch ein bissl Liberty gemacht. Billy legte die Ohren an. Grant? Unsicherheit? Werde nicht schlau draus. Wir haben an der Weave gearbeitet, und er hat toll mitgemacht!!
Zuerst hab ich ihn um einzelne Pylonen geschickt und gleich wieder zu mir (Boomerang-Übung von David Lichman). Das klappte super, eben bis auf die angelegten Ohren. Dann bin ich mit ihm um die Pylonen rumgegangen, dann blieb ich auf einer Seite und schickte ihn herum. Klappte alles so toll, dass ich ihn nach einer Wendung dann kurz antraben ließ, und tatsächlich haben wir eine vollständige Weave, d.h. hin, volle Wendung, zurück, durchgehend im Trab geschafft! Ich war super stolz! At Liberty!!!
Dann noch ein bissl Stick to Me, dann nochmal um die Pylonen, da gings nimmer so gut, habs also wieder einmal übertrieben *seufz*. Trotzdem, tolles Ergebnis heute.:-))

Sonntag, 30. September 2012

Peter Kreinberg-Kurs, Tag 3


Heute ging alles wesentlich besser. Ich bin weiter mit der Hackamore-Gebiss-Kombination geritten. Biegen ging insgesamt besser. Wir wiederholten und festigten die Übungen der vorangegangenen zwei Tage: Ecken, Slalom, Volten, Kleeblatt, … Im Schritt alles tiptop, und Billy war flott unterwegs. Im Trab rannte er mir wieder fast weg, aber ließ sich dann ganz gut bremsen.

Ziemlich erstaunt war ich, als Billy sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag sofort das Maul aufmachte, als ich mit dem Gebiss kam. Da war ich schon baff.

Abkauübungen: Ich krieg das irgendwie nicht hin, Billy wehrt sich oder stellt sich tot. Peter kam und half diesmal. Er ortete eine starke Blockade am oberen Hals, da war auch eine Delle (ist auf beiden Seiten). Er werkte vorsichtig mit Mini-Bewegungen am Gebiss herum, bis Billy nachgab und sich streckte. Am Nachmittag war das Biegen dann tatsächlich besser, obwohl das auch Einbildung sein könnte ;-). Peter meinte jedenfalls, das wäre mit einem Mal nicht getan, aber fürs erste…
Wichtig für mich ist immer selbst locker bleiben, ich verspanne schnell, v.a. in den Schultern. Dagegen den „Papagei schaukeln“.

Wir machten in punkto Übungen wieder ein bisschen Fortschritte. Peter ordnete für mich und eine andere Teilnehmerin an, abwechselnd Innen- (Ecken) und Außenbiegung (lange Seite) zu reiten. Die weiter fortgeschrittenen Pferde durften Schultervor gehen. Wir ritten die Ecken mit starker Innenbiegung aus, dann einige Schritte geradeaus (! wichtig!), dann an der langen Seite kurz eine Außenbiegung. Vor der Ecke rechtzeitig wieder ein Stück geradeaus, dann wieder Innenbiegung. Hat Billy sehr toll gemacht. Ich tendiere zu zu starker Stellung im Hals, also nicht zu viel.

Auch die Schritt-Trab-Schritt-Übergänge gelangen mittlerweile sehr gut. Antraben auf der linken Hand klappte besser, ohne großes unbeabsichtigtes Abwenden in die Mitte. Ich denke da hab ich einfach auch zu viel durchgehen lassen. Wenn ich ein paarmal mit deutlicher Hilfengebung dranbleibe, akzeptiert Billy auch, dass er gerade antraben soll und nicht abzubiegen hat (denn ich denke nicht, dass das körperlich ist, er kann es ja!), und es geht mit weniger Außengewicht, Außenzügel und Innenschenkel.

Wir nahmen als neue Übung das richtige Anhalten dazu. Im 4-Punkt-Sitz spannt man die Gesäßmuskeln so stark an, dass die Sitzbeinhöcker nicht mehr zum Tragen kommen. Tatsächlich bemerkt man sofort ein Verhalten des Pferdes im Schritt, und wenn man weiter macht, ein Anhalten. Obwohl ich bei Billy normalerweise anders anhalte (nämlich mit Becken kippen lassen und Rundrücken), hat das gut geklappt, er hats gleich verstanden und kam langsam zum Halten - nicht abrupt. Sobald das Pferd steht, die Gesäßmuskeln wieder entspannen. Kurz warten, wieder anreiten. Billy war willig und kooperativ, die Übung haben wir sehr gut gemeistert. Wichtig dabei: Ellbogen winkeln!

Weiter gins mit richtigem Rückwärts. Peter baute eine Stangengasse auf. Wir ritten zuerst durch, geradeaus, dann verwendeten wir sie für die Rückwärts-Übung. Durchreiten, am Ende anhalten, und 1 Schritt rückwärts. Dann wieder rausreiten.
Für das Rückwärts lehrt Peter unterschiedliche Methoden. Ich war etwas verwirrt, weil er am Tag davor gesagt hatte, wir sollen unser Gewicht nach vorne verlagern, um den Rücken zu entlasten. Das hat ja gut geklappt, obwohl ich es sonst umgekehrt mache. Nun sagte er plötzlich hinten einsitzen (so wie ichs sonst mache). Ich hab nach dem Widerspruch gefragt, und offensichtlich ist es von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Ich machte es dann – und hab es ihm auch gesagt und war in Ordnung – so wie Billy es kennt, also hinten einsitzen. Dazu den Zügel sanft massieren, gleichseitig, dazu das Gesäß rhythmisch anspannen und wenn keine Reaktion kommt, noch ganz ganz sanft (sieht man fast nicht) mit dem Schenkel anpendeln. Tatsächlich hat das super geklappt, Billy wollte sogar immer mehr Schritte nach hinten als gefragt. Wer hätte das gedacht, ich hatte Schwierigkeiten, nur 1 Schritt zu bekommen und dann Halt. (Zu Hause ging es dann wieder besser).
Denn ganz wichtig ist für Peter, dass rückwärts immer nur ein Schritt geritten wird, dann kommt Pause. Im Lauf der Ausbildung wird diese Pause immer kürzer und kürzer, bis sie für Außenstehende nicht mehr sichtbar ist. Dennoch bleibt sie immer da. Denn zu oft habe er gesehen, wie Pferde das Rückwärts sozusagen gegen die Reiter einsetzen. Nach jedem Schritt ist also sicherzustellen, dass es auch wieder vorwärts gehen könnte, wenn man wollte ;-).

Zum Anreiten nach dem Rückwärts den Schenkel drehend-massierend einsetzen, mit einer Wadendrehung von hinten nach vorn, sodass das Pferd dies unterscheiden lernt. (Hat Billy sofort unterschieden, richtig super geklappt).

Es gab noch ein bisschen Theorie zum Aufsteigen: Kontrollieren, ob das Pferd ausbalanciert steht. Einsitzen wie auf einen Kaktus, ganz vorsichtig. Sattel richten auch nur ganz sanft und vorsichtig, nicht mit wilden Ruckbewegungen, wie man es oft sieht..

Zum Schluss signierte Peter mir noch mein Buch und gab mir am Schluss mit, ich solle jetzt weiter mit der Zäumungs-Kombination reiten. Es würde Tage geben, da könnte ich mehr am Gebiss, und manche, da würde weniger gehen am Gebiss, je nach Tages-verfassung. So könnte ich mich nach und nach darauf hinarbeiten, rein am Gebiss zu reiten.

Die Heimfahrt war abenteuerlich. Mein Herr Transporteur war viel zu früh, so geriet ich in Stress. Billy wollte erstmal nicht einsteigen, und wir hatten eine ganze Wanderreitgruppe als Zuschauer beim Verladen.

Herr Transporteur fuhr wieder ziemlich schnell, an einem Rastplatz machte er Pipi-Pause, Billy rumorte im Hänger und wieherte, ich stand Todesängste aus…. Dann fuhr er die Strecke ausgerechnet über die ärgste Gschreamstn (soll heißen: mitten durch die Pampa!), alles ziemlich flott. Unsere Hofeinfahrt hat er verpasst und dann mitten auf der Bundesstraße rückwärts geschoben, während sich der Verkehr von hinten einbremste und die Hängerräder durchaus knapp an den Straßengraben kamen - schließlich wars ja schon finster.... puh hatte ich Angst!! Aber irgendwie ging alles gut. Billy stieg brav aus, hatte gar nicht mehr so viel geschwitzt wie bei der Hinfahrt.
Nächstes Mal wird definitiv selbst gefahren…

Das war er also, der Kurs bei Peter Kreinberg. Ich war schwer begeistert über Peters Art und Weise, wie er jeden dort abholte, wo er war, wie er klar und deutlich seine Meinung äußert, ohne aber je vorwurfsvoll oder allzu kritisch rüberzukommen, wie er auch mal Hand anlegt, um zu verdeutlichen was er meint und einem dabei die Beine und Finger verdreht ;-). Ich mochte, dass er einen einbremst und sich erstmal um die fehlenden Basics kümmert, und wie er minutiös beobachtet und korrigiert; er ist ein toller Lehrer.
Und schließlich hat mir am besten gefallen, wie er in allem, was er macht und sagt, immer, wirklich immer, das Pferd an die erste Stelle stellt. Beim Handling, bei der Ausrüstung, beim Reiten. Als es darum ging, dass der Reiter verfahrene Bewegungsmuster korrigiert, die ihm erstmal schwer fallen, sagte er - das hat sich mir stark eingeprägt - : "Bevor ihr eure Pferde verbiegt, verbiegt lieber erstmal euch selbst!"

Kreinberg ist wirklich ein ganz ganz großer Horseman.

Und zum nächsten Kurs bin ich schon angemeldet :-)

Samstag, 29. September 2012

Peter Kreinberg-Kurs, Tag 2


Heute vormittag ritt ich vornehmlich am Gebisszügel, der Hackamore-Zügel lag auf dem Hals so gut wie die ganze Zeit. Daher kam ich auf die Idee, nachmittags dann nur mit Gebiss aufzukreuzen. Ging ganz gut am Anfang, kaum trabten wir aber, düste Billy los auf die anderen Pferde hin, wir ritten unsere arme Scheckstuti-Kollegin fast über den Haufen, woraufhin ich geschickt wurde, die Hackamore wieder zu holen. Mein Einwand, dass ich den Zügel davon ja am Vormittag nicht benutzt hätte, meinte Kreinberg, dass Billy allein das Gefühl hilft, dass die Hackamore da ist. Also wieder rauf damit. Und das Gebiss immer ÜBER der Hackamore anziehen!

Heute war irgendwie der frustrierendste Tag...

Abkauen geht schlecht. Billy wehrte sich tw. vehementest, mit Schnappen und Weggehen, Kopfschlagen usw.

Am Vormittag übten wir weiter die Biegung in Ecken und Slalom. Dabei begannen wir, etwas zuzulegen auf den langen Seiten, und wieder vor der Ecke zu verkürzen. Billy war ungewöhnlich flott unterwegs, um nicht zu sagen, er rannte mir unterm Hintern davon. Zulegen tat ich demnach fast zu viel. Verkürzen ging aber auch gut, ich war dann nur zu langsam, um die Zügel vorschriftsmäßig zu verkürzen.

Dann am Nachmittag machten wir weitere Übungen zum Fühlen, wann das äußere Vorderbein vortritt. Wir mussten das mit „jetzt“ benennen. Wir sollten dann wieder im Einklang durch die Ecken treiben, klappte gut, wenn ichs richtig erwische, biegt sich Billy serh schön.

Wir gingen über zu Volten und Zirkeln. Den Rest vom Nachmittag ritten wir Volten, bis mir schwindlich wurde. Die kleine, hektische - und deshalb dem Billy sehr verhasste - Scheckstute ritt ebenfalls da, wir kamen uns ständig in die Quere. Es war abwechselnd bei den Zirkelpunkten eine 6m-Volte zu reiten, und dann wieder auf den großen Zirkel zu gehen. Diese Übung sollte der Schenkelkoordination dienen: Für die Volte: Abwenden mit Treiben des äußeren Schenkels, Knie des inneren Beines öffnen, treiben immer wenn das innere Vorderbein vortritt, um es eben auf den kleineren Kreis zu setzen. Ab der Hälfte oder dem letzten Drittel der Volte dann innen treiben in Übereinstimmung mit dem äußeren Vorderbein, um das Pferd wieder auf den großen Zirkel zu versetzen. Das ganze war im Grunde kein Problem, weil Billy ja super auf Außenschenkel reagiert. Ich musste eher aufpassen, dass er mir nicht zu weit innen kam. Das einzig mühsame war die Biegung, v.a. weil wir es so lange machten. Billy wurde auch total triebig, das war lästig.
Die anderen am anderen Zirkel hatten jedoch so ihre liebe Not, eine Trab-Volte überhaupt einzuhalten, da war ich dann schon stolz drauf, was wir können.

Beim Zuschauen bei den anderen beiden Gruppen notierte ich auch noch jede Menge zur Theorie:

Thema Zügelkontakt: Wenn vom Pferd ein Widerstand zu spüren ist, ist Ziehen jedenfalls falsch. Stattdessen Halten durch richtige Positionierung, bis das Pferd nachgibt. Das muss immer das oberste Ziel sein: Nachgiebigkeit! Niemals nachgeben, bevor das Pferd nachgegeben hat. Es folgte eine Übung mit Fingerhakeln und Aus-dem-Gleichgewicht-Bringen, die mich an ein Video von Mark Rashid erinnerte.

Thema Beinkontakt Das Bein ist wie eine Leitplanke. Sollte hier das Pferd dagegen drücken, ebenfalls einfach halten, dabei aber nicht statisch werden, sonst resultiert das in einem Gegeneinander-Drücken. Gibt das Pferd nach, belohnt es sich selbst, da der Druck dann sofort verschwindet.

Peter Kreinberg unterscheidet 3 Arten von Energien:
1) Druckenergie: steigert die Energie (z.B. Pendelschenkel etc.)
2) Blockenergie: Bei Gegendruck des Pferdes
3) raumgebende Energie, Draw-Energie: Wenn Kontakt besteht und der Kontakt sich entfernt, folgt das Pferd um den Kontakt zu suchen = Draw-Energie.

Zum Sitz: Peter Kreinberg benennt einen 2-Punkt, 3-Punkt und 4-Punkt-Sitz. Der 2-Punkt-Sitz verteilt das Gewicht rein auf den Sitzbeinhöckern. Kreinberg zeigte es mir, ich fühlte mich stark vorne, eigentlich mit Hohlkreuz (sicher falsch gemacht). 3-Punkt-Sitz: Noch weiter vorne, jetzt richtig auf dem Schambein. Selten zu verwenden, wir haben den gar nicht angewendet, er hat ihn nicht näher erklärt. 4-Punkt-Sitz: Weiter hinten mit Gewicht auf Sitzbeinhöckern + Gesäßmuskeln verteilt.
Dazu gab es ein Bild: Wir sollten uns vorstellen, wir hätten eine Weintraube im Bauchnabel und müssten sie festhalten (4-Punkt-Sitz). Dann die Weintraube mit dem Bauchnabel "ausspucken" (2-Punkt-Sitz).

Zur Beinhaltung: Der Stützpunkt sollte unter dem Schwerpunkt sein (betrifft den Sattel und seine Bügelaufhängung). Bein lockern: O-Bein, Fußgelenk nach außen rotieren, Steigbügel anheben, ganzes Bein nach hinten legen. Kein Knieschluss! Den brauchen nur Springreiter, die höher als 1m springen. Bei allen anderen führt das nur zum Klemmen.;-)

Abends saßen dann wieder alle zusammen, Peter Kreinberg erzählte aus seinem bewegten Pferdeleben. Das hat mir gut gefallen. Ich war noch nie auf einem Kurs, wo ich auch übernachtet habe. Meist hieß es eher früher als später: Heimfahren, schlafen. Nicht so hier. Bis zum Schlafengehen wurde gefachsimpelt, Geschichten erzählt und Erfahrungen ausgetauscht. 

Freitag, 28. September 2012

Peter Kreinberg-Kurs, Tag 1

Billy hat Stress. So viele fremde Pferde, fremde Umgebung, und Frauli ist auch noch hektisch und aufgeregt und gedopt mit Aspirin.
Billy giftelt also gegen alles und jeden, beim Putzen, Satteln, Hufemachen und überhaupt. Ich übergehe das souverän (naja....), am Nachmittag wird es schon besser.

Der Kurs ist klar durchstrukturiert und der Zeitplan wird genau eingehalten, sehr angenehm.
Peter Kreinberg kontrolliert am Anfang bei jedem Zaum und Sattelzeug, überzeugt sich, dass nichts kaputt ist oder absolut nicht passt. Ich bin als einziger bunter Vogel mit meiner Knoti-Hackamore + Gebisszaum drüber da (ebenfalls in bunt gehalten). Die Farbzusammenstellung beleidige ein wenig seine Augen, bemerkt Peter augenzwinkernd, ich darf aber trotzdem so weiterreiten und bekomme wertvolle Tips (Gebiss mit Genickriemen ÜBER das Knoti und nicht drunter).

Jede Reiteinheit beginnt Peter mit Abkau- und Biegeübungen am Gebiss. Mit sanftem Massieren, Schrägstellen des Gebisses, auseinanderziehen des Gebisses, bringt er das Pferd zum Abkauen. Hie und da mit einem kleinen sanften Ruck auch zum Heben des Halses, wenn er allzu zu tief ist. Anfassen soll man dazu nicht die Gebissringe (die Einwirkung wäre dann zu ungenau), sondern ganz nah an den Gebissringen am Zügel, und zwar nur mit Daumen und Zeigefinger. Als wichtig lernen wir: Der Mensch muss locker sein („Alexanderhaltung“): Knie leicht gewinkelt und federnd, Schultern locker. Man kann auch die Schultern langsam kreisen und dabei das Gebiss mitnehmen und so das Pferd mit-lockern.
Mit kleinen Sidesteps bewegt man sich - das Ziffernblatt einer Uhr vorgestellt - von 6h auf 7h, 8h, maximalst 9h und nimmt das Pferd sanft in eine Biegung mit. Immer nur eine Nuance mehr. Sobald was klemmt, bleibt Peter an diesem Punkt oder geht wieder in weniger Stellung zurück, massiert, bis das Pferd abkaut und nachgibt. Auf Nachgeben des Pferdes folgt Nachgeben am Gebiss.
Diese Übung immer vor und nach dem Reiten, sodass das Pferd ein angenehmes Gefühl hat, wenn sich Muskelblockaden lösen und lockern.
Billy hat anfangs sehr rebelliert, war auch stark verspannt im oberen Hals. Als Kreinberg selbst Hand anlegte, ging es viel besser, und irgendwas hat er wohl gelöst.

Dann ging es in den Sattel, und zum ersten Mal seit 25 Jahren brachte mir mal eindlich einer bei, wie man Zügel richtig hält. ;-)  Ich ritt ja mit der Kombination aus Gebiss und Knoti-Hackamore, hatte also 2 Paar Zügel in der Hand. Hier lernte er mir gleich, die Zügel getrennt zu halten (ehrlich gesagt, bisher packte ich sie immer irgendwie, meist alles zusammen): Die Hackamore-Zügel zw. Ringfinger und kleinem Finger durch, ganz "normal" also, und den Gebisszügel jeweils unter den kleinen Finger legen. Das ging erstaunlich gut.
Dann gings ans Üben der Zügelführung. Kreinberg verkürzt und verlängert in winzigen Nuancen, ich wurde gleich gerügt, nahm gleich 10cm auf einmal an ohne es zu merken. Immer nur 1, 2 cm, dafür den Griff ganz schnell hintereinander öfter. Um links zu verkürzen: Linken Zügel mit rechtem Daumen und Zeigefinger kurz halten, rausziehen, wieder mit links schließen, Ellbogen winkeln. Ein wichtiger 3-er-Schritt: Ziehen-Schließen-Winkeln. Zum Verlängern sagte er nichts konkretes, ich ließ sich einfach cm für cm wieder rausrutschen. Das ließ er uns üben bis es uns zu den Ohren rauskam: In jeder Ecke, mit Slalom (hier 3x hintereinander den Griff pro Seite!), in Volten.
Weiters wichtig: Die Daumenbasis muss locker sein. Der Zügel wird nicht hauptsächlich mit Daumen und Zeigefinger festgehalten, sondern mit dem Ringfinger. Kreinberg demonstrierte mir, wie das unterschiedliche Auswirkungen auf die Muskelspannung im Ellbogen und v.a. der Schulter hat. Das war tatsächlich faszinierend. Wenn man mit Daumen und Zeigefinger schließt, versteift sich der Ellbogen, man kann nicht mehr abwinkeln und mitfedern, v.a. aber auch nicht mehr schnell nachgeben! Hält man mit dem Ringfinger, kann man ebenso fest z.B. gegen Gegendruck halten, aber das Nachgeben wird viel schneller und weicher. Immer wieder sollte ich die Hände lockern, indem ich die Daumenbasis kreisen lasse. Schultern lockern: Einzeln (!) kreisen lassen, langsam und sanft, als würde man einen da oben sitzenden Papagei vorsichtig schaukeln. Einzeln deshalb, weil man sonst keinen Unterschied zwischen den Seiten bemerkt.


Danach erklärte Peter, wie er Schenkelimpulse einsetzt. Bei ihm gibt es 2 Arten von Schenkelimpulsen:
1) Pendelschenkel, um mehr Fleiß zu entwickeln. (Am 3. Tag auch fürs Rückwärts).
2) Massierenden Impuls mit der Wade von hinten nach vorne drehen (Fußspitzen nach außen drehen), zur Aktivierung des inneren Hinterbeins und für Biegung.

Wir lernten fühlen, mussten benennen wann das äußere Vorderbein (und somit im Schritt kurz darauf das innere Hinterbein, im Trab gleichzeitig) vortritt. Ging gut, dank meiner Centered Riding-Stunden. Wir übten, den Schenkelimpuls im richtigen Moment zu geben: gleichzeitig mit Vorschwingen des Hinterbeins innen (= Vorschwingen des äußeren Vorderbeins).

Es folgten Übergänge Schritt-Trab. Angetrabt wird durch Pendelschenkel, abwechselnd mit „Sitzimpulsen“ (letztere hab ich nicht genau verstanden, ich denke Gesäß anspannen). Billy driftete ständig v.a. auf der linken Hand ganz ganz schlimm nach innen. Dafür: Gewicht in äußeren Bügel, mit dem Innenschenkel massieren, nicht überfallen. Nach einigen Durchgängen ging es besser. Sonst waren meine Übergänge gut, am letzten Tag bekam ich sogar ein „Tiptop!“-Lob dafür *stolzschau*.

Donnerstag, 27. September 2012

Los gehts! Kreinberg-Kurs, die Anreise

Heute gings los, Fahrt zum Wanderreithof für den Kurs mit Peter Kreinberg!

Zum Transportieren hatte mir ein Freund seinen Stallbesitzer vermittelt. Der kam schon früh, weil er nachher weiter musste. Billy stieg ziemlich brav und auf Anhieb ein, und dann gings los. Herr Transporteur vertraute seinem Navi mehr als meiner stundenlangen Recherche und dem Hinweis auf der Website des Wanderreithofs ("Navis finden uns nicht!!") und fuhr auch sonst .... naja, flott. In mir reifte der Entschluss: Die nächste Fahrt bestreite ich höchstpersönlichst selbst ;-).

Billy stieg ziemlich schweißgebadet und natürlich sehr aufgeregt aus. Ich war zu früh dran, um eine Box oder mein Zimmer zu beziehen, und so gingen wir mal auf und ab, schauen, bis uns die Chefin vom Hof eine Koppel zuwies. Dort stellte ich Billy einmal hin mit seiner Decke zum Abschwitzen und setzte mich daneben. Es war kalt und windig und nicht gerade schön, immer wieder mit etwas Regen, aber nicht schlimm. Wir verbrachten etwas undemanding Time.

Um 15h konnte ich dann mein Zimmer beziehen. Billy hatte sich bereits auf der Koppel ganz gut eingelebt und beruhigt und knabberte am spärlichen Gras. Ich holte ihn und machte ein bissl Bodenarbeit in der Halle, wo er brav mitgemacht hat. Wir begannen mit ein bisschen Stick to Me, weil es in der Situation einfach angebracht war. Billy musste viel umherschauen, bald klappte es aber ganz gut. Zum Schluss konnte ich sogar einem der späteren Kursteilnehmern (der sich angeschlichen hatte und zuschaute ;-) unseren gemeinsamen Galopp zeigen, sogar soweit konzentrierte sich Billy, dass das klappte :-) . 
Ich dachte, dass Billy heute mal die Beine bewegen möchte, und ließ ihn das daher in einem Circling Game machen. Ich bestand noch auf einem korrekten Rückwärts, das klappte hervorragend. Ein bisschen musste ich ihn schon zurechtweisen, weil er nicht aufpasste, aber dann gings gut. Er hatte natürlich heut viel Go und Höherschalten war leicht. Also probierte ich auch Galoppwechsel, und es hat ganz gut geklappt, nach mehreren Anläufen.
Auch seitwärts haben wir wieder probiert. Halbkreise um mich mit seitlichem wegdriften. Ging ganz gut dafür, dass wir in fremder Umgebung waren. Er hat mich verstanden und willig bemüht, auszuführen, was ich möchte.

Er kam dann in seine Box, wo er zuerst noch allein war, bevor sein Nachbar kam. Das machte der Hofchefin Sorgen, aber ich konnte sie wirklich beruhigen... solange Heu vor seiner Nase liegt, ist Alleinsein kein Problem für den Billy, so war es auch. Mit dem Boxennachbarn, der erst spät in der Nacht eintraf, verstand er sich dann auf Anhieb bestens und beide waren für den Rest des Kurses ziemlich unzertrennlich, wir ließen sie ab Freitag dann auch gemeinsam auf eine Koppel.

Donnerstag abend beim Essen wurden dann die Gruppen eingeteilt und Peter Kreinberg erzählte ein bissl was über seine Theorien und Ansichten; die Kursteilnehmer stellten sich und ihre Pferde vor und es wurde noch lange geplaudert. Viele  waren schon zum x-ten Mal da, an denen sah man auch, wo es hinführt. Und mir hat gut gefallen, wo es hinführt!

Groggy fiel ich ins Bett, hatte weiter leichtes Fieber und einen Wattebausch-Kopf…


Dienstag, 25. September 2012

Ich bin inzwischen wirklich krank geworden. Hab erhöhte Temperatur, Schweißausbrüche und wattigen Kopf. Das ist nicht grad toll, Donnerstag gehts zum Kurs.

Gebiss nehmen: Zuerst bin ich mit dem einfach gebrochenen gekommen, das ich letztes Mal verwendet hab. Prompt wollte Billy flüchten und machte das Maul nicht auf. Ich hab dann aufgegeben und das andere geholt – und das war innerhalb von ein paar Minuten drin. Interessant!

Wieder die Centered-Riding Übungen. Habe Zirkel mit geradeaus abgewechselt. Teilweise hat es sehr gut funktioniert, aber Billy war heut ziemlich lauffreudig und rannte mir unterm Hintern davon teilweise, da wurde es gleich schwieriger mit Rahmen Erweitern, er hatte den Kopf oben und rannte im Trab dahin. Tw. wollte er nicht auf die Zirkellinie, da musste ich dann weit mit der inneren Hand ausholen, dann gings. Rahmen verkürzen ging dafür so viel besser, mit so viel Go heute.

Billy wollte heute unbedingt galoppieren, also durfte er auch ein bissl am Schluss. Weil dazwischen wollte er auch, hat sich dann aber brav in den Trab gefügt, das wollte ich belohnen und nicht immer justament das Gegenteil machen. Es war ein toll zu sitzender, flüssiger Galopp, ich hab aber nicht viel gemacht außer oben sitzen, war zu groggy.

Mittwoch, 19. September 2012

Das Gebiss nehmen ging heut ruckzuck!

Wir sind in die Halle und haben dort die Centered Riding Dinge aus der letzten Stunde geübt. Im Schritt versucht den Rahmen zu verlängern, dann mit "Segel Spannen" zu verkürzen. Billy hat brav mitgemacht.

Dann Übungen fürs Neckreining à la Kreinberg-Buch. Billy versteht langsam, und manchmal gelingt eine Volte schön eng als Beginn einer Hinterhandwendung. Hinterhandwendung pur haben wir auch schön gemacht, Schritt für Schritt.

Rückwärts war heut ein heftiger Kampf, aber ein ruhiger. Ich konnte ganz gelassen bleiben. Billy versuchte oftmals, durch den Druck vorne einfach hindurchzustapfen. Ich hab reagiert mit vermehrtem Klopfen der Schenkel (aber nicht fest und nicht wütend), bis er rückwärts auswich, und dann kam aller Druck weg. So konnten wir im Lauf der Einheit ein hübsches Rückwärts erarbeiten. Wieder mal ...