Ich hab mir heut einmal viel Zeit genommen für den Billy und seine Wutanfälle - d.h. eine große Friendly Game Session am Putzplatz gestartet.
Begonnen haben wir mit dem Gebiss. Ich werde nicht schlau draus. Ich komme mit dem Zaumzeug, Billy sieht es, er reißt den Kopf hoch, grunzt ungehalten, rennt mit hohem Kopf rückwärts und grunzt weiter ungehalten. Bleibe ich ruhig, lege die Hand ganz leicht ins Genick, senkt er sofort den Kopf und fängt an - nach der letzten Leckerli-Konditionier-Einheit - mit den Lippen selbständig nach dem Gebiss zu hangeln. Drin war es dann sofort, und zwar wirklich selbständig und freiwillig. In Folge kann ich das Zaumzeug über die Ohren ziehen wie ich will, mit den Zügeln wacheln wie ich will, über die Nase legen, über den Hals einfädeln, keine Reaktion mehr außer Kopfsenken und nach dem Gebiss hangeln. Ich werde nicht schlau aus der allerersten Reaktion... und es ist jeeeden Tag so, das ist zermürbend!
Egal, wir übten weiter, und ich versuche, Billy darauf zu konditionieren, dass er den Kopf noch weiter senkt, also das Gebiss nach unten hin sucht. Klappt prima! Vor lauter Enthusiasmus erwischt er manchmal das Backenstück (nööö, Gebiss ist weiter unten!!) oder Gebiss + Kinnriemen auf einmal, aber insgesamt ist jedenfalls schön zu sehen, dass er - wenn ich nach diesen Bildern gehe - eigentlich kein Problem mit dem Gebiss hat, so prinzipiell. Ich mach halt jetzt einmal so weiter, damit reiten werde ich erst wieder in unserer nächsten Reitstunde.
Nächste Baustelle: Die Wutanfälle beim Satteln und Gurten. Natürlich fragt man sich, ob was mit Sattel, Gurt oder Pferd nicht passt, allerdings macht mich die Tatsache, dass der Sattel und auch Gurt ignoriert wird, sobald etwas Interessanteres in der Umgebung auftaucht (z.B. 3 übriggebliebene Haferkörner auf dem Putzplatz des Pferdes, das vorher da war), doch skeptisch. Also einfach mal ausprobiert: Pad raufgeschupft - Wutanfall. Ich war heut sehr gelassen und hab einfach weitergemacht - rauf - runter - rauf - runter - rauf - runter - rauf - runter. Tja, beim 3. Mal war der Wutanfall dann vorbei und Billy ging den Boden untersuchen. Andere Seite - selbes von vorne, bis es ihm wieder egal war. Dann nach dem Gurt bücken - heftige Wutanfälle - ja dann macht Frauli halt Kniebeugen neben dem Pferd heute, bis es ihm egal war. Dann Gurt von der andern Seite rübergeholt, losgelassen, rübergeholt, losgelassen, dann um den Bauch gelegt, losgelassen, um den Bauch gelegt, losgelassen .... Dann mal durchgefädelt, auf Kontakt angezogen, locker gelassen, angezogen, locker gelassen ... puh. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber jeweils nach 2, 3 Mal ist es Billy dann egal.
Dann gings schließlich an die eigentlcihe Einheit heute: Freestyle. Mit Knoti und Pad. Nach kurzem Test der Lenkung und Bremse nahm ich wieder die Zügel ab. Wir übten dann im Schritt Zirkel und geradeaus. Klappt super. Auch anhalten und rückwärts geht einwandfrei, letzteres immer anfangs zögerlich, dann wird Billy sicherer, was ich möchte.
Für die allgemeine Motivation hab ich heute sehr viele Leckerlis verteilt.
Danach gings noch ans Antraben. Rechte Hand überhaupt kein Problem. Wir ritten einmal einen Zirkel, die nächste Runde geradeaus, damit ich auch testen kann, ob er mir zuhört oder nur selbständig die Bahnfiguren abspult. Klappte hervorragend. Auf der linken Hand bog Billy bei der Bitte, anzutraben, wieder scharf in die Mitte ab und wurde grantig. Die Strategie vom letzten Mal klappte aber wieder gut: Auf den Hufschlag, antraben, dabei bog er ab, egal, erstmal Trab, dann im Trab auf den Hufschlag zurückkehren, dort Schritt parieren und sofort wieder antraben. Das beschäftigt ihn scheinbar genug, dass er vergisst, dass er doch beim Antraben eigentlich abbiegen wollte ;-). Lob, Halt, Keks. Nochmal antraben, Billy bog wieder ab. Wieder zurück zum Hufschlag, eine Schrittparade, sofort wieder antraben. Billy blieb am Hufschlag - Lob, Halt, Keks. Nach 3 Wiederholungen können wir dann auch aus längerem Schritt oder Halt auf dem Hufschlag geradeaus antraben, siehe da. ;-). Und so haben wir dann die Zirkel -geradeaus-Zirkel-Übung auch auf der linken Hand gut geschafft :-).
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Donnerstag, 29. November 2012
Dienstag, 27. November 2012
On Line:
Wieder wie zuvor schon eine Übung für mich, fürs Lasso-Handling. Billy bewegt sich auf dem Hufschlag, ich stehe so unbeweglich wie möglich genau in der Mitte der Halle und übe nur, das Lasso ab- und aufzuwickeln, gemäß der Entfernung, in der sich Billy bewegt. Im Schritt geht das jetzt schon richtig gut. Billy bleibt auf dem Hufschlag, da muss ich nicht viel tun. Lasso abwickeln und aufwicklen, da bin ich im Schritt schnell genug geworden, ohne dass es sich verdreht oder so. Schöne saubere Schlingen!
Dann hab ich dasselbe im Trab probiert. Da war anfangs Schlaufen wickeln überhaupt unmöglich, da hab ich nur geübt, das Lasso schnell genug durch die Finger gleiten zu lassen und wieder einzuholen. An Wickeln nicht zu denken. Nach ein paar Runden ging es dann so ein bissl, keine ganz sauberen Schlingen wie im Schritt mehr, aber die Bewegung hatte ich dann drin.
Zwischendurch galoppierte Billy auch einmal, oder ging über die aufgelegten Stangen, war ok. Er probierte ein paarmal, von der linken auf die rechte Hand zu wechseln, das konnte ich aber einfach verhindern. Ich glaub er fühlt sich mit dem langen Seil ziemlich „frei“ und vergisst, dass noch ein Seil dran ist.
Verheddert haben wir uns nur 1x ;-).
Danach noch einmal Sideways geübt. Ich hatte wieder 3 Stangen aneinandergelegt. Billy kennt die Übung jetzt schon gut. Er stellt sich schön über die Stangen und von links nach rechts geht das ganze recht flüssig, er stößt kaum an und hat kapiert, dass es gut funktioniert, solang er mit der Hinterhand auch fleißig seitwärts und weniger vorwärts tritt. Andere Richtung braucht noch öfter eine Erinnerung, dass er in einer besseren Position ist, wenn er einen Schritt rückwärts macht, aber auch hier schon viel schneller und flüssiger als zuvor.
Das ganze dann zurück, auf mich zu. Ich mache das noch Schritt für Schritt, flüssig ist das noch nicht, Billy versteht aber genau, was gefragt ist, und setzt es willig um. Beine sortieren fällt nur noch ein bisschen schwer. Mit Lasso und Stick über dem Widerrist (ohne Seil würde das noch nicht gehen!) lotse ich die Vorhand einen oder 2 Schritte zu mir, sodass er schräg steht. Dann wechsle ich die Position, stelle mich vorn an die Schulter, hole mit Stick über der Kruppe die Hinterhand nach. Stelle mich wieder neben die Hinterhand, hole die Vorhand her. Schritt für Schritt.
Die Länge von 3 Stangen haben wir auf jeder Hand geschafft. :-)
Wieder wie zuvor schon eine Übung für mich, fürs Lasso-Handling. Billy bewegt sich auf dem Hufschlag, ich stehe so unbeweglich wie möglich genau in der Mitte der Halle und übe nur, das Lasso ab- und aufzuwickeln, gemäß der Entfernung, in der sich Billy bewegt. Im Schritt geht das jetzt schon richtig gut. Billy bleibt auf dem Hufschlag, da muss ich nicht viel tun. Lasso abwickeln und aufwicklen, da bin ich im Schritt schnell genug geworden, ohne dass es sich verdreht oder so. Schöne saubere Schlingen!
Dann hab ich dasselbe im Trab probiert. Da war anfangs Schlaufen wickeln überhaupt unmöglich, da hab ich nur geübt, das Lasso schnell genug durch die Finger gleiten zu lassen und wieder einzuholen. An Wickeln nicht zu denken. Nach ein paar Runden ging es dann so ein bissl, keine ganz sauberen Schlingen wie im Schritt mehr, aber die Bewegung hatte ich dann drin.
Zwischendurch galoppierte Billy auch einmal, oder ging über die aufgelegten Stangen, war ok. Er probierte ein paarmal, von der linken auf die rechte Hand zu wechseln, das konnte ich aber einfach verhindern. Ich glaub er fühlt sich mit dem langen Seil ziemlich „frei“ und vergisst, dass noch ein Seil dran ist.
Verheddert haben wir uns nur 1x ;-).
Danach noch einmal Sideways geübt. Ich hatte wieder 3 Stangen aneinandergelegt. Billy kennt die Übung jetzt schon gut. Er stellt sich schön über die Stangen und von links nach rechts geht das ganze recht flüssig, er stößt kaum an und hat kapiert, dass es gut funktioniert, solang er mit der Hinterhand auch fleißig seitwärts und weniger vorwärts tritt. Andere Richtung braucht noch öfter eine Erinnerung, dass er in einer besseren Position ist, wenn er einen Schritt rückwärts macht, aber auch hier schon viel schneller und flüssiger als zuvor.
Das ganze dann zurück, auf mich zu. Ich mache das noch Schritt für Schritt, flüssig ist das noch nicht, Billy versteht aber genau, was gefragt ist, und setzt es willig um. Beine sortieren fällt nur noch ein bisschen schwer. Mit Lasso und Stick über dem Widerrist (ohne Seil würde das noch nicht gehen!) lotse ich die Vorhand einen oder 2 Schritte zu mir, sodass er schräg steht. Dann wechsle ich die Position, stelle mich vorn an die Schulter, hole mit Stick über der Kruppe die Hinterhand nach. Stelle mich wieder neben die Hinterhand, hole die Vorhand her. Schritt für Schritt.
Die Länge von 3 Stangen haben wir auf jeder Hand geschafft. :-)
Donnerstag, 22. November 2012
Ich wollte heute wieder Finesse reiten üben. Aber: Das Annehmen des Gebisses ist wieder kaputt. Völlig kaputt. Ging nicht. Billy wollte abhauen, biss die Zähne aufeinander, und selbst mit viel Geduld wurde das nix. Ich hab dann kurz versucht, mit Knotenhalfter meine Finesse-Übungen (Biegung) zu reiten, aber festgestellt, dass das erstens mit dem Knotenhalfter tatsächlcih nicht wirklich gut geht und zweitens, dass ich längst zu wütend war, um noch was G'scheites hinzukriegen. Wenigstens hatte ich die Erleuchtung, rechtzeitig abzusitzen, bevor ich irgendwas noch viel ärger kaputt mache.
Wenn ich nur wüsste, was denn nun schon wieder nicht passt?!
Nachher hab ich am Putzplatz einfach so lange daran gearbeitet, dass Billy das Gebiss nimmt, bis er von allein danach gehangelt hat. Mit vielen Leckerlis ging das, und ich war halbwegs versöhnt.
Wenn ich nur wüsste, was denn nun schon wieder nicht passt?!
Nachher hab ich am Putzplatz einfach so lange daran gearbeitet, dass Billy das Gebiss nimmt, bis er von allein danach gehangelt hat. Mit vielen Leckerlis ging das, und ich war halbwegs versöhnt.
Dienstag, 20. November 2012
Heute war Hufbearbeitungstermin, und ich hab das beste Pony der Welt ;-) .Erstens, weil er - obwohl er momentan generell grantig und schlecht drauf ist - seine Füßchen manierlich hob, und zwar immer schon, bevor die Hufpflegerin sich genähert hatte. Und zweitens, weil er mir 50,- Euros erspart hat. Meine Hufpflegerin stellte fest, dass sich momentan Wachstum und Abrieb so schön die Waage halten, dass sie überhaupt nicht zur Raspel greifen wollte; sie hat nur die Eckstreben gekürzt, mir kurz Anweisung gegeben, wo ich mal kurz selbst berunden könnte, und nix verlangt. *freu*
On Line:
Ich muss weiter mein Lasso-Handling üben. Dafür hab ich heute eine gute Übung gefunden: Ich stelle mich bei X in der Mitte der Halle auf und schicke Billy den Hufschlag entlang. Wenn er an der kurzen Seite ankommt, ist er 13 Meter weit weg, und ich muss das Lasso Schlaufe für Schlaufe dafür loslassen. Kommt er dann wieder auf die lange Seite auf mich zu, muss ich es relativ schnell aufwickeln, und auch gleich wieder runterlassen.
Die Kommunikation hat fein funktioniert, Billy verstand, dass er auf dem Hufschlag bleiben soll, auf der linken Hand besser als auf der rechten, oder war das, weil ich mit rechts leichter das Lasso in Schlaufen lege? Jedenfalls konnten wir wirklich ein richtig gutes Circling Game machen, bei dem ich unbeweglich bei X stand und Billy die ganze Halle ausnützte, und ich mein Lasso auf- und abwickelte.
Könnte man auch kombinieren mit einem runden Zirkel und dann wieder ganzer Hufschlag, sodass man mehr mit Kommunikation beschäftigt ist als mit Seilwickeln. Nächstes Mal dann ;-).
Danach hab ich 3 Stangen aneinander gelegt und wieder Seitwärts geübt. Schön langsam, Schrittchen für Schrittchen. Wenn ich auf der linken Seite bin, geht es ganz gut, v.a. reagiert Billy da feiner auf Rückwärts-Kommandos, sodass er sich leichter in eine Position bringen lässt, die ihm hilft, die Beine leichter seitwärts zu setzen, ohne dass er an die Stange unterm Bauch stößt. Auf der rechten Seite (rechts nach links) ist er beim Rückwärts aus irgendeinem Grund unsicher, er dreht Kopf und Hals weg und will mich ausblenden. Er sucht auch ständig mit dem Hinterbein, wo die Stange ist, hebt es hoch an und setzt an, drübersteigen zu wollen. Hier sind wir dann noch langsamer vorgegangen und haben es auch 1x öfter geübt.
Am Ende der 3 Stangen gabs lange Pause, und dann das ganze wieder zurück, auf mich zu, immer schön Schrittchen für Schrittchen.
Hat er super mitgearbeitet.
Eine ganz ruhige Einheit einfach heute.
On Line:
Ich muss weiter mein Lasso-Handling üben. Dafür hab ich heute eine gute Übung gefunden: Ich stelle mich bei X in der Mitte der Halle auf und schicke Billy den Hufschlag entlang. Wenn er an der kurzen Seite ankommt, ist er 13 Meter weit weg, und ich muss das Lasso Schlaufe für Schlaufe dafür loslassen. Kommt er dann wieder auf die lange Seite auf mich zu, muss ich es relativ schnell aufwickeln, und auch gleich wieder runterlassen.
Die Kommunikation hat fein funktioniert, Billy verstand, dass er auf dem Hufschlag bleiben soll, auf der linken Hand besser als auf der rechten, oder war das, weil ich mit rechts leichter das Lasso in Schlaufen lege? Jedenfalls konnten wir wirklich ein richtig gutes Circling Game machen, bei dem ich unbeweglich bei X stand und Billy die ganze Halle ausnützte, und ich mein Lasso auf- und abwickelte.
Könnte man auch kombinieren mit einem runden Zirkel und dann wieder ganzer Hufschlag, sodass man mehr mit Kommunikation beschäftigt ist als mit Seilwickeln. Nächstes Mal dann ;-).
Danach hab ich 3 Stangen aneinander gelegt und wieder Seitwärts geübt. Schön langsam, Schrittchen für Schrittchen. Wenn ich auf der linken Seite bin, geht es ganz gut, v.a. reagiert Billy da feiner auf Rückwärts-Kommandos, sodass er sich leichter in eine Position bringen lässt, die ihm hilft, die Beine leichter seitwärts zu setzen, ohne dass er an die Stange unterm Bauch stößt. Auf der rechten Seite (rechts nach links) ist er beim Rückwärts aus irgendeinem Grund unsicher, er dreht Kopf und Hals weg und will mich ausblenden. Er sucht auch ständig mit dem Hinterbein, wo die Stange ist, hebt es hoch an und setzt an, drübersteigen zu wollen. Hier sind wir dann noch langsamer vorgegangen und haben es auch 1x öfter geübt.
Am Ende der 3 Stangen gabs lange Pause, und dann das ganze wieder zurück, auf mich zu, immer schön Schrittchen für Schrittchen.
Hat er super mitgearbeitet.
Eine ganz ruhige Einheit einfach heute.
Donnerstag, 15. November 2012
Mehr FREE als STYLE, aber trotzdem ;-)
Die heutige Session war suuuuper! Würde nicht der Grant vom Billytier alles ein wenig trüben :(
Heute hab ich es das erste Mal gewagt, so richtig die Zügel bzumachen und so zu reiten. Zuerst noch mit Zügeln alles kurz alles angetestet, und Billy ging super Slalom um Hütchen, ohne dass ich die Zügel benutzte, obwohl eine Miteinstellerin auch in der Halle war, also Zügel abgenommen. (Ein paar Tage später hab ich übrigens von ihr erfahren, dass sie gar nicht gemerkt hatte, dass ich ohne Kopfstück unterwegs war *lol*).
Die Miteinstellerin verließ uns mittendrin, da gabs dann ein bisschen Ziehen zum Tor, aber Billy gehorchte brav. Wir gingen Slalom um Hütchen und Zirkel. Klappte wirklich 1a! Anfangs ohne Stick, mit der Zeit musste ich ihn dann hie und da dazu nehmen. Ich schätze ich habe wieder einmal den (Zeit)bogen überspannt und hätte einfach früher aufhören sollen. Vielleicht wurde aber auch nur ich ungeduldiger und fordernder nach schnellerer Reaktion.
Ganz erstaunt war ich, als Billy auf Anfrage jeweils ein suuuperdolles Rückwärts an den Tag legte! Ich dachte, dass ich in letzter Zeit eher mehr Zügel als weniger verwendet habe und dass es ohne daher überhaupt nicht gehen wird – aber das Gegenteil war der Fall! Total verblüffend! Eingesessen, leichtes Anpendeln der Unterschenkel, wirklich nur ein Hauch (so dass er nicht granteln musste), und er ging rückwärts. Langsam und zögerlich, immer nur ein Schritt, aber so wollte ich es ja auch. Auch Schiefwerden ließ sich leicht korrigieren. War ganz baff!
Dann probierte ich VH-Wendung, also Weichen der Hinterhand, da dachte er, er soll rückwärts gehen, hatten wir aber bald geklärt. Dann die schwierigere HH-Wendung, und sogar die klappte, Schrittchen für Schrittchen. Nach links besser als nach rechts, bei letzterem musste ich schon den Stick einsetzen, er stand auch nicht so gut und ich konnte ihn ohne Zügel nicht so gut in eine bessere Position dirigieren, er musste also selbst draufkommen, a) was ich wollte und b), wie er sich positioniert, damit er das gefragte Bein auch vom Boden kriegt. Haben wir aber schließlich hingekriegt.
Ich probierte dann noch Trab. Kann mich nicht erinnern, ob ich shcon einmal mehr als ein paar Trabtritte gemacht habe, ohne Zügel am Kopfstück. Das war glaub ich unser erster richtiger Trab. Begonnen auf der leichteren rechten Hand. Billy grantelte beim Antraben, sofort wenn der Schenkel kommt. Ganz sanftes In-den-Trab-Denken klappt besser. Das Tor war im Trab ein bisschen magnetisch, aber einen Zirkel bekamen wir relativ schnell hin.
Dann das ganze auf der linken Hand. Hier gabs dann gröbere Diskussionen. Er bog nach innen ab und ich brauchte viel, viel Stick. Billy bekam regelrechte Wutanfälle, wenn er traben sollte. Ich versuchte ruhig dran zu bleiben, hie und da musste ich schon deutlich werden, wenn er völlig durch allen Druck von Schenkel und Stick durchgehen wollte… Phase 4 halt. Ich machte dann ganz ganz ganz ganz viele Trab-Schritt-Trab-Übergänge. Antraben, sobald ich ihn halbwegs auf dem Hufschlag hatte, dann gleich wieder Schritt, sofort wieder antraben, sofort wieder Schritt usw. Das half sehr sehr gut, ihn auf dem Hufschlag zu halten, und schließlich klappte das richtig gut, und wir konnten mit ein paar guten Trabzirkeln aufhören.
Dienstag, 13. November 2012
On Line
Mein schönes Lasso verstaubt langsam im Spind. Winterzeit, Hallenzeit - Zeit Lasso-Handling zu üben mit schönen langsamen Übungen, die mir Zeit lassen, es richtig auf- und abzurollen.
Zuerst habe ich ein paar Stangen aufgelegt: Auf der Mittellinie quasi jeweils den Durchmesser eines Zirkels, Hufschlag freigelassen, 2 Stangen hintereinander.
Wir begannen mit 2 Runden Stick to Me zum Aufwärmen, inklusive Drübergehen über die Stangen. Brav gemacht, etwas grantiges Gesicht von Billy, aber super Anhalten und Rückwärtsgehen auf Phase 1.
Dann begann ich mit langsamem Seitwärts über die Stangen. Weil er sich mit der Koordination bei schnellerem Seitwärts wirklich noch schwer zu tun scheint, schien es mir angebracht, das ganze schön langsam zu üben.
Hat er super gemacht, von der rechten Seite aus besser als links, bei letzterem gibt es immer wieder Vorwärtstendenz, die ich nur schwer unterbinden kann. Billy hebt immer versuchsweise den Hinterfuß und lässt ihn in der Luft: Wo ist die Stange, soll ich drüber? Es geht ganz gut, ihn abzuhalten, dass er nach vorne drübersteigt, aber ich brauche hohe Phasen an Seilschütteln, um ihm einen Rückwärtstritt abzuringen, der ihn wieder in bessere Position bringt, um das Seitwärts zu bewältigen.
Am Hufschlag angekommen, ließ ich ihn anhalten und habe dann daraus das CG entwickelt. Hat super geklappt, Billy hatte braves Go, aber nicht übermäßig; wir sind auch galoppiert. Ich bewegte mich dann weiter Richtung Hallenmitte, sodass Billy über die aufgelegten Stangen auch drübertraben und –galoppieren musste. Im Galopp tut er sich da auf der linken Hand echt sehr schwer, die Beine zu sortieren. Er verfiel immer in Trab oder sogar Schritt, oder machte einen ungelenken Hüpfer drüber. Auszuweichen probierte er aber nicht, sehr brav. Ich ließ ihn einfach probieren und probieren, bis er es im Galopp gut schaffte, dann gabs eine Pause.
Danach wieder Seitwärts. Dazu übten wir präzises Anhalten, aus Schritt, Trab und sogar Galopp, genau über den Stangen. Nachdem Billy die Übungsabfolge langsam verstanden hatte, klappte das meistens sehr sehr gut. Kein abruptes Halten, aber er reagierte super auf mein „whoa!“ und fragte dann, wie weit er gehen sollte, und so hielt er dann präzise auf Kommando genau mit dem Bauch über der Stange an. Dort ließ ich ihn immer ein bisschen stehen, bevor es wieder ins Seitwärts ging.
Beim Seitwärts ließ ich auch immer mehr Distanz, also blieb mehr und mehr an einem Fleck stehen und schickte ihn über die Länge der 2 Stangen seitwärts, das klappte sehr gut.
Finesse
Zum Schluss kamen wieder 10 Minuten Biegeübungen.
Zäumen dauerte ewig, aufsteigen vom Boden aus war verboten. Von der Hallenbande aus aber erlaubt.
Wir gingen viel am Zirkel, ich übte mehr die schlechtere rechte Hand als links. Ich wurde von Billy wieder stark nach außen gesetzt, die linke Schulter kippt offenbar ständig ab. Es ist aber wirklich korrigierbar durch eine ganz leichte Parade am Außenzügel. Immerhin spüre ich das jetzt!
Dann noch versucht, Biegung im Trab zu erhalten, und darauf geachtet, dass ich halt meine Schultern ebenfalls mit „Innenbiegung“ halte, mich nicht nach außen verdrehe, und innen sitze so gut es geht. Fühlt sich noch sehr sehr verkorkst an. Links ist alles viel besser.
Abgeschlossen mit ein paar kleinen einzelnen Rückwärtstritten, ganz toll macht er das.
Sonntag, 11. November 2012
CR-Stunde -
Billy hat langsam wieder seine richtige Winterdepression. Gifteln beim Putzen, gifteln beim Satteln, Treten beim Hufeheben - da hats dann was gesetzt und plötzlich gings, wenn auch schmollend.
Heute war wieder Centered Riding Stunde! Frau Trainerin war angetan davon, wie schnell Billy jetzt nachgibt, und tatsächlich hat sie recht, zumindest auf der linken Hand, Zügel aufnehmen und er gibt nach, das ist wirklich fein. Rechte Hand fällt uns beiden schwer. Komisch, war es nicht einmal anders herum??
Auf folgendes muss ich achten:
- Meine Schultern in der Biegung lassen! Ich verdrehe mich ständig nach außen, v.a. auf der rechten Hand.
- Eher auf die Biegung bestehen, egal wo es dann hingeht, und wenn es ein Mini-Kreis ist.
- Nicht vergessen, dass ich eigentlich weiter die Beckenkreise mitmachen sollte (tw. krieg ich das koordinativ nicht hin).
- Voraus schauen
- Mit dem äußeren Zügel in die Biegung „drücken“
- Nicht nach außen setzen lassen, wenn möglich (v.a. rechte Hand).
Ich kann jetzt wohl auch langsam dazu übergehen, mehr im Trab zu üben. Ich denke ich werde die neue korrekte Biegung mit der Kreis-Reite-Übung kombinieren (Olympische Ringe).
Zum Schluss machten wir auch Biegeübungen (ähnlich wie Kreinberg!) vom Boden aus. Frau Trainer bog Billy im Hals und wartete dann einfach. Er kampfkaute am Gebiss, Biegung war relativ schnell da, und dann wartete sie ziemlich lange einfach, bis er im Genick nachgab, und dann war Schluss. Das hat sie schön und ruhig gemacht, sich viel Zeit genommen. Sollte ich auch wieder ins Programm aufnehmen!
Außerdem hat sie mir nach dem Reiten gezeigt, wie man spürt, wo die Muskeln vemehrt gearbeitet haben. Tatsächlich sind manche Stellen in der Halsmuskulatur wärmer als die anderen, das war total spannend, wusste ich bisher noch nicht.
Heute war wieder Centered Riding Stunde! Frau Trainerin war angetan davon, wie schnell Billy jetzt nachgibt, und tatsächlich hat sie recht, zumindest auf der linken Hand, Zügel aufnehmen und er gibt nach, das ist wirklich fein. Rechte Hand fällt uns beiden schwer. Komisch, war es nicht einmal anders herum??
Auf folgendes muss ich achten:
- Meine Schultern in der Biegung lassen! Ich verdrehe mich ständig nach außen, v.a. auf der rechten Hand.
- Eher auf die Biegung bestehen, egal wo es dann hingeht, und wenn es ein Mini-Kreis ist.
- Nicht vergessen, dass ich eigentlich weiter die Beckenkreise mitmachen sollte (tw. krieg ich das koordinativ nicht hin).
- Voraus schauen
- Mit dem äußeren Zügel in die Biegung „drücken“
- Nicht nach außen setzen lassen, wenn möglich (v.a. rechte Hand).
Ich kann jetzt wohl auch langsam dazu übergehen, mehr im Trab zu üben. Ich denke ich werde die neue korrekte Biegung mit der Kreis-Reite-Übung kombinieren (Olympische Ringe).
Zum Schluss machten wir auch Biegeübungen (ähnlich wie Kreinberg!) vom Boden aus. Frau Trainer bog Billy im Hals und wartete dann einfach. Er kampfkaute am Gebiss, Biegung war relativ schnell da, und dann wartete sie ziemlich lange einfach, bis er im Genick nachgab, und dann war Schluss. Das hat sie schön und ruhig gemacht, sich viel Zeit genommen. Sollte ich auch wieder ins Programm aufnehmen!
Außerdem hat sie mir nach dem Reiten gezeigt, wie man spürt, wo die Muskeln vemehrt gearbeitet haben. Tatsächlich sind manche Stellen in der Halsmuskulatur wärmer als die anderen, das war total spannend, wusste ich bisher noch nicht.
Freitag, 9. November 2012
On Line
Nach kurzem Aufwärmen mit Circling Game wollte ich dann eigentlich wieder einmal das schnelle Seitwärtsdriften üben, war dann etwas schwierig, weil weil wir nicht mehr allein in der Halle waren; aber ein paarmal war die lange Seite so frei, dass es ganz gut geklappt hat. Billy hat sich bemüht, sich zu beeilen, verknotet aber noch immer die Beinchen.
Finesse
Dann wieder Biegeübungen auf Volten und Zirkeln, gepaart mit Zügel-Greif-Übungen zum Verkürzen und Verlängern fürs Frauchen.
Nach kurzem Aufwärmen mit Circling Game wollte ich dann eigentlich wieder einmal das schnelle Seitwärtsdriften üben, war dann etwas schwierig, weil weil wir nicht mehr allein in der Halle waren; aber ein paarmal war die lange Seite so frei, dass es ganz gut geklappt hat. Billy hat sich bemüht, sich zu beeilen, verknotet aber noch immer die Beinchen.
Finesse
Dann wieder Biegeübungen auf Volten und Zirkeln, gepaart mit Zügel-Greif-Übungen zum Verkürzen und Verlängern fürs Frauchen.
Donnerstag, 8. November 2012
On Line
Wir übten heute wieder Zone 5 - Driving. Anfangs ein Friendly Game, Billy rührte sich kaum. Dann Friendly weiter gemacht in der Bewegung, auf dem Zirkel (Invisible Human). Klappte heut toll, v.a. das annähern und entfernen meinerseits, das nahm er gar nicht zur Kenntnis, und das Stringstreicheln auch kaum.
Danach ging ich langsam in Zone 4/5, mit einem Seil, wieder in einer Schleife über dem Rücken liegend.
Anfangs übten wir Anhalten und Rückwärts. Rückwärts ging beim letzten Mal besser, heute war es etwas zögerlicher, manchmal versuchte er, sich zu mir umzudrehen. Antreten im Schritt war immer super problemlos, auch das Beenden des Rückwärts.
Wir bewegten uns um aufgestellte Hütchen. Nach wie vor ist es schwierig, Billy begreiflich zu machen, dass er den Hufschlag verlassen soll; v.a., weil ich dort keinen Platz habe, um den äußeren Arm und den Stick zu benutzen, um ihn von dort weichen zu lassen. Sobald wir weg sind von der Wand, funktioniert die Lenkung – solange ich schnell genug bin – einwandfrei. Weave im Schritt kein Problem. Auch Zirkel haben wir gemacht, und eine Zeitlang hab ich ihn halt auf dem 2. Hufschlag gehalten, das hat auch gut geklappt.
Dann hab ich Übergänge gemacht. Schritt-Halt, Rückwärts, Vorwärts im Trab, wieder Schritt und Halt.
Fortschritte gabs beim Galopp: Angaloppieren war sauber und ohne dass Billy den Hufschlag sofort verließ. Ich ließ ihn immer nur ein paar Sprünge galoppieren, meist um die kurze Seite herum, und bevor er auf die Idee kommen konnte, abzuwenden, hab ich schon wieder Trab pariert. Im Trab funktioniert grobes Lenken, wie z.B: ihn auf dem Hufschlag zu halten, wieder besser. Dann sofort eine Schrittparade und gelobt. Wir tasten uns also an sauberere Übergänge im Galopp heran.
Finesse
Nach der Bodenarbeit hab ich das Knoti abgenommen und Billy das Gebiss angezogen. Interessant: In der Halle, völlig freistehend, versuchte er nicht auszuweichen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er das Gebiss nicht erkannt hat. Es liegt also wieder eher am Ort… an Gewohnheit, wie damals bei den Hufen vor 5 Jahren. In der Halle durfte ich damals ja die Füße heben, am Putzplatz nicht.
Wir übten nur 10 Minuten. Billy gibt super nach aufs Gebiss jetzt, lümmelt sich nur noch sehr sehr selten drauf; er kaut stark, aber nicht mehr kampfkauen. Er gibt besser und schneller im Genick nach, und die durchgehende Biegung ohne „Löcher“ in der Halsmuskulatur sehe ich auch immer öfter.
Wir übten heute wieder Zone 5 - Driving. Anfangs ein Friendly Game, Billy rührte sich kaum. Dann Friendly weiter gemacht in der Bewegung, auf dem Zirkel (Invisible Human). Klappte heut toll, v.a. das annähern und entfernen meinerseits, das nahm er gar nicht zur Kenntnis, und das Stringstreicheln auch kaum.
Danach ging ich langsam in Zone 4/5, mit einem Seil, wieder in einer Schleife über dem Rücken liegend.
Anfangs übten wir Anhalten und Rückwärts. Rückwärts ging beim letzten Mal besser, heute war es etwas zögerlicher, manchmal versuchte er, sich zu mir umzudrehen. Antreten im Schritt war immer super problemlos, auch das Beenden des Rückwärts.
Wir bewegten uns um aufgestellte Hütchen. Nach wie vor ist es schwierig, Billy begreiflich zu machen, dass er den Hufschlag verlassen soll; v.a., weil ich dort keinen Platz habe, um den äußeren Arm und den Stick zu benutzen, um ihn von dort weichen zu lassen. Sobald wir weg sind von der Wand, funktioniert die Lenkung – solange ich schnell genug bin – einwandfrei. Weave im Schritt kein Problem. Auch Zirkel haben wir gemacht, und eine Zeitlang hab ich ihn halt auf dem 2. Hufschlag gehalten, das hat auch gut geklappt.
Dann hab ich Übergänge gemacht. Schritt-Halt, Rückwärts, Vorwärts im Trab, wieder Schritt und Halt.
Fortschritte gabs beim Galopp: Angaloppieren war sauber und ohne dass Billy den Hufschlag sofort verließ. Ich ließ ihn immer nur ein paar Sprünge galoppieren, meist um die kurze Seite herum, und bevor er auf die Idee kommen konnte, abzuwenden, hab ich schon wieder Trab pariert. Im Trab funktioniert grobes Lenken, wie z.B: ihn auf dem Hufschlag zu halten, wieder besser. Dann sofort eine Schrittparade und gelobt. Wir tasten uns also an sauberere Übergänge im Galopp heran.
Finesse
Nach der Bodenarbeit hab ich das Knoti abgenommen und Billy das Gebiss angezogen. Interessant: In der Halle, völlig freistehend, versuchte er nicht auszuweichen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er das Gebiss nicht erkannt hat. Es liegt also wieder eher am Ort… an Gewohnheit, wie damals bei den Hufen vor 5 Jahren. In der Halle durfte ich damals ja die Füße heben, am Putzplatz nicht.
Wir übten nur 10 Minuten. Billy gibt super nach aufs Gebiss jetzt, lümmelt sich nur noch sehr sehr selten drauf; er kaut stark, aber nicht mehr kampfkauen. Er gibt besser und schneller im Genick nach, und die durchgehende Biegung ohne „Löcher“ in der Halsmuskulatur sehe ich auch immer öfter.
Dienstag, 6. November 2012
Finesse
Wir haben mit Gebiss an den Ecken und der Biegung gearbeitet, auf dem Kleeblattmuster, dazwischen Geradeaus auf der Mittellinie. Billy biegt sich mittlerweile auf sehr wenig Zügelimpuls sehr schön.
Weiters haben wir noch jeweils kurz rückwärts und Trab-Schritt-Übergänge geübt. Billy bog, kaum dass er begriffen hat, dass ich Trab möchte, 90° zur Mitte hin ab. Ausgehend von meiner These, dass es sich dabei zumindest teilweise um eine Angewohnheit und Unwillen handelt, hab ich mit dem unter dem Gebiss angezogenen Knotenhalfter eben mal durchgegriffen. Billy ignorierte Schenkel und Sitz, daraufhin folgten ein, zwei kurze, aber feste Impulse am Knoti, und wir waren wieder auf dem Hufschlag. Das Spiel ging zwei oder dreimal maximal, und schon konnte Billy ganz wunderbar auf dem Hufschlag geradeaus antraben! Siehe da!
Habe dann noch einige Trab-Schritt-Übergänge gemacht, bei denen er Gelegenheit hatte, nochmal abzubiegen, sodass ich es ihm noch einmal hätte erklären können ;-), aber er blieb ab da brav auf dem Hufschlag. ;-)
Wir haben mit Gebiss an den Ecken und der Biegung gearbeitet, auf dem Kleeblattmuster, dazwischen Geradeaus auf der Mittellinie. Billy biegt sich mittlerweile auf sehr wenig Zügelimpuls sehr schön.
Weiters haben wir noch jeweils kurz rückwärts und Trab-Schritt-Übergänge geübt. Billy bog, kaum dass er begriffen hat, dass ich Trab möchte, 90° zur Mitte hin ab. Ausgehend von meiner These, dass es sich dabei zumindest teilweise um eine Angewohnheit und Unwillen handelt, hab ich mit dem unter dem Gebiss angezogenen Knotenhalfter eben mal durchgegriffen. Billy ignorierte Schenkel und Sitz, daraufhin folgten ein, zwei kurze, aber feste Impulse am Knoti, und wir waren wieder auf dem Hufschlag. Das Spiel ging zwei oder dreimal maximal, und schon konnte Billy ganz wunderbar auf dem Hufschlag geradeaus antraben! Siehe da!
Habe dann noch einige Trab-Schritt-Übergänge gemacht, bei denen er Gelegenheit hatte, nochmal abzubiegen, sodass ich es ihm noch einmal hätte erklären können ;-), aber er blieb ab da brav auf dem Hufschlag. ;-)
Sonntag, 4. November 2012
Der Nebel ist aufgerissen, es wurde warm und sogar recht sonnig! Ein schöner Herbsttag, 15°, natürlich wie gemacht für einen Ausritt.
Wir gingen über die Straße und hatten heute Begleitung von meinem Freund, da war ich gleich mutiger, und wir erkundeten einen neuen Weg. Dieser führte bergauf, zu einem Wildgatter, wo Billy etwas aufgeregt war, aber es ging. Dann ging es in einem großen Bogen wieder retour zu altbekannten "Hauptweg". Eröffnet die Möglichkeit, einen Ausritt um ein Viertelstündchen zu verlängern.
Billy war brav, alles super entspannt.
Wir gingen über die Straße und hatten heute Begleitung von meinem Freund, da war ich gleich mutiger, und wir erkundeten einen neuen Weg. Dieser führte bergauf, zu einem Wildgatter, wo Billy etwas aufgeregt war, aber es ging. Dann ging es in einem großen Bogen wieder retour zu altbekannten "Hauptweg". Eröffnet die Möglichkeit, einen Ausritt um ein Viertelstündchen zu verlängern.
Billy war brav, alles super entspannt.
Samstag, 3. November 2012
FINESSE
Wir haben die Centered-Riding Biege-Übungen weiter gemacht.
Ich habe die Snap-Zügel gegen andere mit Lederverbindung getauscht. Kommt mir besser vor so! Die Biegung scheint mir langsam etwas schneller zu kommen. Sehr gut ging es auf der linken Hand, auf der rechten haben wir mehr gekämpft.
Dasselbe haben wir dann auch im Trab probiert. Da musste ich aber zuerst das Antraben auf der linken Hand reparieren. Wieder kam Billy ganz ganz stark nach innen dabei. Außenbügel, Außenzügel, dabei versuchen die Innenbieung zu halten und zur Not auf eine Volte, das hat dann geklappt. Ich hab festgestellt, dass er sich leichter tut, in der Ecke anzutraben. Aber zum Schluss konnte er auch auf der langen Seite antraben, ohne allzusehr in die Mitte abzudriften. Also dann höchstens auf den 1,5ten Hufschlag statt den 4. ;-).
Danach haben wir noch ein wenig unser Rückwärts geübt. Ich hab eine Stangengasse aus 3x2 Stangen aufgebaut und bin darin rückwärts gegangen. Hat Billy supertoll gemacht. Es geht jetzt wirklich so leicht, mit kaum Hilfen. Ich hab versucht, sie trotzdem noch zu reduzieren. Zügel etwas länger lassen, etwas weniger Paraden, etwas weniger Schenkel.
Billy wäre wieder viele Schritte rückwärts gegangen, ich musste ein bisschen daran werken, dass wir wirklich einen Schritt gehen und dann anhalten können. Resultierte in schaukelähnlichem Rückwärts-Rocken, vorwärts-Rocken, halten, neu. Billy reagierte super.
Zum Schluss konnte ich aber nicht widerstehen und ließ ihn – mit Pausen – die ganze Länge der 3 Stangen rückwärts treten. Lustig: er hört auf, sobald er die Stangengasse verlassen hat und das Ende der Stangen sieht. Schlauer Billy! ;-) Er musste dann noch ein paar Schritte machen, das Ende bestimm schon noch ich ;-).
Wir haben die Centered-Riding Biege-Übungen weiter gemacht.
Ich habe die Snap-Zügel gegen andere mit Lederverbindung getauscht. Kommt mir besser vor so! Die Biegung scheint mir langsam etwas schneller zu kommen. Sehr gut ging es auf der linken Hand, auf der rechten haben wir mehr gekämpft.
Dasselbe haben wir dann auch im Trab probiert. Da musste ich aber zuerst das Antraben auf der linken Hand reparieren. Wieder kam Billy ganz ganz stark nach innen dabei. Außenbügel, Außenzügel, dabei versuchen die Innenbieung zu halten und zur Not auf eine Volte, das hat dann geklappt. Ich hab festgestellt, dass er sich leichter tut, in der Ecke anzutraben. Aber zum Schluss konnte er auch auf der langen Seite antraben, ohne allzusehr in die Mitte abzudriften. Also dann höchstens auf den 1,5ten Hufschlag statt den 4. ;-).
Danach haben wir noch ein wenig unser Rückwärts geübt. Ich hab eine Stangengasse aus 3x2 Stangen aufgebaut und bin darin rückwärts gegangen. Hat Billy supertoll gemacht. Es geht jetzt wirklich so leicht, mit kaum Hilfen. Ich hab versucht, sie trotzdem noch zu reduzieren. Zügel etwas länger lassen, etwas weniger Paraden, etwas weniger Schenkel.
Billy wäre wieder viele Schritte rückwärts gegangen, ich musste ein bisschen daran werken, dass wir wirklich einen Schritt gehen und dann anhalten können. Resultierte in schaukelähnlichem Rückwärts-Rocken, vorwärts-Rocken, halten, neu. Billy reagierte super.
Zum Schluss konnte ich aber nicht widerstehen und ließ ihn – mit Pausen – die ganze Länge der 3 Stangen rückwärts treten. Lustig: er hört auf, sobald er die Stangengasse verlassen hat und das Ende der Stangen sieht. Schlauer Billy! ;-) Er musste dann noch ein paar Schritte machen, das Ende bestimm schon noch ich ;-).
Donnerstag, 1. November 2012
Feiertag!
Billy kam brav mit, war aber sowas von grantig und aggressiv beim Putzen! Die Vorderbeine durfte ich nicht anfassen oder mich bücken, überall giftelte er her und schnappte auch, an der Schulter, am Hals, am Bauch. Puh. Ich hielt einfach den Zackenstriegel zu meiner Verteidigung hin. Hie und da interessierte er sich dann für was anderes, und er wollte den Halsriemen fressen, irgendwie hatte er Streß, keine Ahnung.
Es war kalt und neblig und windig heute, alles ist nass vom schmelzenden Schnee, natürlich sind die Pferde nur drinnen. Vielleicht deshalb. Das wird wieder ein langer Winter *seufz*.
Wir gingen zu dritt ausreiten. Unsere Begleitung waren einerseits der Herdenchef, andererseit der RBE/LBE-Schisser der Truppe. Billy war wohl am coolsten, obwohl es schon ansteckt, wenn der Herdenchef sich mal fürchtet. Wir gingen den Weg, an dem entlang der Zaun zum Wildschweingehege entlangführt. Das packt Herr Herdenchef ganz schlecht, da gibt er Geräusche von sich, dass ich nicht wusste, kommt da jetzt wirklich eine Wildsau, oder ist es das Pferd ;-). Billy lässt sich entsprechend anstecken und fühlte sich kurzzeitig kurz vor der Explosion an, aber alles ging gut. Ohne den Chef wären wir jedenfalls sicherer gewesen ;-).
Auch der Schisser war am Explodieren, aber da brauchte es gar keine Wildschweine, sondern es genügt ein Holzstapel und dergleichen.
Billy trottete ruhig und gelassen hinterher. Als wir zurück am Stall ankamen, waren die beiden tropfnass vor Aufregung. Und der Billy: staubtrocken. Sogar unter dem Sattel ;-).
Billy kam brav mit, war aber sowas von grantig und aggressiv beim Putzen! Die Vorderbeine durfte ich nicht anfassen oder mich bücken, überall giftelte er her und schnappte auch, an der Schulter, am Hals, am Bauch. Puh. Ich hielt einfach den Zackenstriegel zu meiner Verteidigung hin. Hie und da interessierte er sich dann für was anderes, und er wollte den Halsriemen fressen, irgendwie hatte er Streß, keine Ahnung.
Es war kalt und neblig und windig heute, alles ist nass vom schmelzenden Schnee, natürlich sind die Pferde nur drinnen. Vielleicht deshalb. Das wird wieder ein langer Winter *seufz*.
Wir gingen zu dritt ausreiten. Unsere Begleitung waren einerseits der Herdenchef, andererseit der RBE/LBE-Schisser der Truppe. Billy war wohl am coolsten, obwohl es schon ansteckt, wenn der Herdenchef sich mal fürchtet. Wir gingen den Weg, an dem entlang der Zaun zum Wildschweingehege entlangführt. Das packt Herr Herdenchef ganz schlecht, da gibt er Geräusche von sich, dass ich nicht wusste, kommt da jetzt wirklich eine Wildsau, oder ist es das Pferd ;-). Billy lässt sich entsprechend anstecken und fühlte sich kurzzeitig kurz vor der Explosion an, aber alles ging gut. Ohne den Chef wären wir jedenfalls sicherer gewesen ;-).
Auch der Schisser war am Explodieren, aber da brauchte es gar keine Wildschweine, sondern es genügt ein Holzstapel und dergleichen.
Billy trottete ruhig und gelassen hinterher. Als wir zurück am Stall ankamen, waren die beiden tropfnass vor Aufregung. Und der Billy: staubtrocken. Sogar unter dem Sattel ;-).
Dienstag, 30. Oktober 2012
On Line
Heute in der Halle übten wir wieder Driving aus Zone 5. Ich war etwas abgelenkt, und Anhalten klappte heut nicht oder nur schlehct. Billy hatte viel Go und wir trabten viel. Lenken im Trab ist noch schwierig, hie und da ist es gelungen, mit der „.Flugzeugtechnik“, grobe Zirkel zu gehen.
Meinen Fehler hab ich erst am nächsten Tag erkannt – habe gleich in Zone 5 am Ende vom Seil angefangen. Letztes Mal, als es so toll funktioniert hat, war ich ja in Zone 4/5 eher. Anhalten klappt also von Zone 4/5, aber nicht Zone 5/6 aus Entfernung.Wieder eine Erkenntnis ;-)
Liberty
Dann hab ich das Seil weggetan und wir sind weiter getrabt, ich in Zone 5 hinterher. Lenken klappte hie und da. Angaloppieren, danach wars aus, Billy rannte weg, ich kam nicht hinterher und ging zum CG über.
Ich ließ ihn einfach viel galoppieren, er hatte Lust drauf, sich zu bewegen. Freut mich! Er war übermütig, spielte mit mir, wechselte hie und da schelmisch die Richtung, um dann gleich wieder loszuspurten. Auf der rechten Hand war das Bring back wie immer schlecht, auf der linken gut. Meist holte er nur sein Leckerli ab und wollte gleich wieder weiter. Ziemlich LBE heute!
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Heute hatte Billy und ich wieder Centered Riding Stunde.
Gebiss annehmen ging heute wieder deutlich schlechter, *seufz*. Er sah es und zog sofort vehement zurück, war noch angebunden, aber jedesmal, wenn ich es hochhob, wollte er weg, lief dann ohne Halfter auch quasi davon. Sobald es vor dem Maul baumelte, nahm er es aber. *seufz*
Wir haben heut wieder an der Biegung gearbeitet, die ganze Stunde. Heut gabs nicht so viel neues Input für mich. Ich soll Billy stellen und verhindern, dass er auf die linke Schulter fällt. Und warten bis er im Genick nachgibt.
Angeblich ist schon viiiel besser als letztes Mal. Tatsächlich hatten wir streckenweise, so eine halbe Seite lang und v.la. in der unteren linken Ecke auf der rechten Hand, eine schöne Biegung und super Nachgeben, das auch eben eine halbe lange Seite anhielt.
Rechte Hand: Billy fällt mir der linken Schulter nach außen. Das soll ich mit dem äußeren Zügel verhindern. Ich habe ein bisschen gebraucht, dann aber richtig gefühlt: Wenn meine linke Beckenhälfte nach unten kippt, fällt er mit der linken Schulter aus, dann eine Parade am Außenzügel geben, um sie wieder anzuheben.
Auf der linken Hand fällt er dann nach innen, ebenfalls auf die linke Schulter. Hier soll ich mit dem Innenbein treiben, von unten an den Pferdebauch fassen und mir vorstellen, ich würde den quasi als ganzes mit der Ferse anheben.
Linksrum im Trab wars am Schluss dann ganz schlimm, Billy wollte nimmer und zog stark nach innen. Ich soll dann um jeden Preis die Biegung erhalten, egal auf welcher Linie, also z.B. auf eine Volte abbiegen, und dann auf der Volte antraben. Das ging dann besser.
Sonst hatte Billy heut viel Go im Trab, es kamen auch die anderen Pferde von der Weide… er wollte heim, und das Tor war sehr magnetisch ;-)
Aber alles sehr brav gemacht, Frau Trainerin meint, man sieht mehr Oberlinie, und der Unterhals habe sich abgespannt, und am Popo habe er auch mehr Muskeln. Das merk ich zwar so nicht (bzw. halte es eher für Fett *hüstel*), aber wenn sie’s sagt ;-)))) …
Gebiss annehmen ging heute wieder deutlich schlechter, *seufz*. Er sah es und zog sofort vehement zurück, war noch angebunden, aber jedesmal, wenn ich es hochhob, wollte er weg, lief dann ohne Halfter auch quasi davon. Sobald es vor dem Maul baumelte, nahm er es aber. *seufz*
Wir haben heut wieder an der Biegung gearbeitet, die ganze Stunde. Heut gabs nicht so viel neues Input für mich. Ich soll Billy stellen und verhindern, dass er auf die linke Schulter fällt. Und warten bis er im Genick nachgibt.
Angeblich ist schon viiiel besser als letztes Mal. Tatsächlich hatten wir streckenweise, so eine halbe Seite lang und v.la. in der unteren linken Ecke auf der rechten Hand, eine schöne Biegung und super Nachgeben, das auch eben eine halbe lange Seite anhielt.
Rechte Hand: Billy fällt mir der linken Schulter nach außen. Das soll ich mit dem äußeren Zügel verhindern. Ich habe ein bisschen gebraucht, dann aber richtig gefühlt: Wenn meine linke Beckenhälfte nach unten kippt, fällt er mit der linken Schulter aus, dann eine Parade am Außenzügel geben, um sie wieder anzuheben.
Auf der linken Hand fällt er dann nach innen, ebenfalls auf die linke Schulter. Hier soll ich mit dem Innenbein treiben, von unten an den Pferdebauch fassen und mir vorstellen, ich würde den quasi als ganzes mit der Ferse anheben.
Linksrum im Trab wars am Schluss dann ganz schlimm, Billy wollte nimmer und zog stark nach innen. Ich soll dann um jeden Preis die Biegung erhalten, egal auf welcher Linie, also z.B. auf eine Volte abbiegen, und dann auf der Volte antraben. Das ging dann besser.
Sonst hatte Billy heut viel Go im Trab, es kamen auch die anderen Pferde von der Weide… er wollte heim, und das Tor war sehr magnetisch ;-)
Aber alles sehr brav gemacht, Frau Trainerin meint, man sieht mehr Oberlinie, und der Unterhals habe sich abgespannt, und am Popo habe er auch mehr Muskeln. Das merk ich zwar so nicht (bzw. halte es eher für Fett *hüstel*), aber wenn sie’s sagt ;-)))) …
Dienstag, 23. Oktober 2012
On Line
Heute haben wir uns wieder intensiv mit dem Drive aus Zone 5 beschäftigt. Zuerst aber ausgiebiges Friendly Game, das ich sonst ja gern vernachlässige. Ich hatte das Knoti drauf und mein 7m Seil; nur ein einzelnes Seil. Im Lauf der Einheit bin ich draufgekommen, wie ich es positionieren kann, ohne Gefahr zu laufen, dass Billy drauftritt: In einem losen Bogen vom Knoti weg an der Innenseite lege ich es über den Rücken, lasse es dort von der Kruppe quasi „halten“ und lasse es von der Außenseite in meine Hand. Zum Lenken will ich es ja eh nicht gebrauchen. Das hat so super funktioniert, endlich steigt Billy nicht immer rein oder drauf.
Wir begannen mit Schritt, Halt, und Rückwärts. Billy ist ganz begeistert vom Rückwärts, ich muss aufpassen, dass es kontrolliert bleibt. Manchmal ging er rückwärts, obwohl ich wieder vorwärts wollte. Aber er heischt stets nach Anerkennung danach, und will ein Leckerli. Ich freu mich dass das nun so toll funktioniert. Sobald ich weiter weg bin, missversteht er dafür wiederum mein Rückwärts-Signal für „vorwärts“. Macht nichts, wir machen uns das schon noch aus. Anhalten funktioniert auf jeden Fall super jetzt! „Whoa“ ist in sein Hirn gesickert ;-).
Dann begann ich zu lenken. Auch da hab ich heut im Lauf der Einheit eine Methode gefunden, die funktionieren sollte: Ich gehe hinter ihm, breite beide Arme aus, in der äußeren der Wendung den Stick. Ich drehe meinen ganzen Körper in die neue Richtung, mit ihm die Arme. Dadurch kommt der Stick näher an die Seite, von der Billy wegweichen soll, und das hat er super verstanden. Ich schau ein bisschen aus dabei wie ein Kind, das Flugzeug spielt ;-). Jedenfalls sollte es so auch irgendwann mal ohne Stick funktionieren, weil er es deutlich sieht. Und wenn wir das dann mal im Galopp können, sieht es sicher lustig aus ;-). So hab ich begonnen, ihn in Zirkel zu lenken, dann wieder geradeaus, dann wieder Zirkel, dann um Pylonen. Schließlich in eine Weave um 4 Pylonen, und es hat super geklappt! Den Stick nehme ich dabei schnell von einer Hand in die andere, aber nach ein paar Mal hat er es schon so gut kapiert gehabt, dass ich den Stick auch mal in einer Hand lassen konnte, er hat schon die Körpersprache nur aufgrund der ausgestrekcten, gedrehten Arme verstanden.
Antraben hat super funktioniert, hier bin ich dann natürlich etwas langsam mit dem Lenken, aber man konnte sehen, dass es funktionieren wird, sobald wir das üben und verfeinern.
Schließlich ließ ich ihn aus Zone 5 sogar angaloppieren, und es hat geklappt!! Die Lenkung geht dann zwar völlig flöten, ich renne ihm mehr oder weniger nach, aber er hat angaloppiert auf mein Kommando von da hinten.
Suuuuper Pony, das war heut eine sehr schöne Einheit mit ganz viel neuen Sachen.
Liberty
Ich nahm dann das Seil ab und wir haben die Weave geübt. Billy blieb zuerst beim Umdrehen von rechts nach links wieder stecken, ich musste ihn ein paarmal abholen und hab mich daher dann wieder auf die Boomerang-Übung von Lichman konzentriert. Die funzt immer! Ich ließ ihn so mit viel Energie enge Achter gehen, nah an ihm dran (bleibe aber auf einer Seite der Pylonen). Ich muss ihn dabei dann irgendwie triezen mit dem String, er zeigt dann sein angepisstes Gesicht, aaaber der Draw kommt gleichzeitig wieder. Etwas, was ich noch immer nicht ganz verstehe.
Weave im Trab hat dann geklappt, mit wenig Entfernung. Es wird.
Dann hab ich das Zone 5 Driving auch at Liberty probiert, weil es davor On Line so schön geklappt hat. Weil ich den Draw grad so stark gemacht hatte, hatte ich zuerst einmal Schwierigkeiten, überhaupt in Zone 5 zu kommen. Billy drehte sich eifrig mit mir mit und gab mir ständig 2 Augen. Mit dem „Whoa“-Kommando und Friendly Game gings schließlich, ich konnte in Zone 5. Bisschen Friendly, dann gings los.
Auch Liberty hat das fast gleich gut geklappt! Wir machten Schritt, Trab, Schritt, auch Anhalten und Rückwärts klappte (hab ich aber lieber nicht überstrapaziert!). Sogar Angaloppieren, und schließlich das Lenken: Genau wie mit Seil dran! Wir machten die Weave 3 Längen durch im Schritt, genial! Er versteht die Körpersprache so total gut.
Da hab ich dann schnell und einmal zum richtigen Zeitpunkt aufgehört mit einem großen Lob, einer Karotte und ein paar Minuten Entspannungs-Genickkraul-Einheit. Ich glaub heut hab ich (fast) alles richtig gemacht ;-)
Heute haben wir uns wieder intensiv mit dem Drive aus Zone 5 beschäftigt. Zuerst aber ausgiebiges Friendly Game, das ich sonst ja gern vernachlässige. Ich hatte das Knoti drauf und mein 7m Seil; nur ein einzelnes Seil. Im Lauf der Einheit bin ich draufgekommen, wie ich es positionieren kann, ohne Gefahr zu laufen, dass Billy drauftritt: In einem losen Bogen vom Knoti weg an der Innenseite lege ich es über den Rücken, lasse es dort von der Kruppe quasi „halten“ und lasse es von der Außenseite in meine Hand. Zum Lenken will ich es ja eh nicht gebrauchen. Das hat so super funktioniert, endlich steigt Billy nicht immer rein oder drauf.
Wir begannen mit Schritt, Halt, und Rückwärts. Billy ist ganz begeistert vom Rückwärts, ich muss aufpassen, dass es kontrolliert bleibt. Manchmal ging er rückwärts, obwohl ich wieder vorwärts wollte. Aber er heischt stets nach Anerkennung danach, und will ein Leckerli. Ich freu mich dass das nun so toll funktioniert. Sobald ich weiter weg bin, missversteht er dafür wiederum mein Rückwärts-Signal für „vorwärts“. Macht nichts, wir machen uns das schon noch aus. Anhalten funktioniert auf jeden Fall super jetzt! „Whoa“ ist in sein Hirn gesickert ;-).
Dann begann ich zu lenken. Auch da hab ich heut im Lauf der Einheit eine Methode gefunden, die funktionieren sollte: Ich gehe hinter ihm, breite beide Arme aus, in der äußeren der Wendung den Stick. Ich drehe meinen ganzen Körper in die neue Richtung, mit ihm die Arme. Dadurch kommt der Stick näher an die Seite, von der Billy wegweichen soll, und das hat er super verstanden. Ich schau ein bisschen aus dabei wie ein Kind, das Flugzeug spielt ;-). Jedenfalls sollte es so auch irgendwann mal ohne Stick funktionieren, weil er es deutlich sieht. Und wenn wir das dann mal im Galopp können, sieht es sicher lustig aus ;-). So hab ich begonnen, ihn in Zirkel zu lenken, dann wieder geradeaus, dann wieder Zirkel, dann um Pylonen. Schließlich in eine Weave um 4 Pylonen, und es hat super geklappt! Den Stick nehme ich dabei schnell von einer Hand in die andere, aber nach ein paar Mal hat er es schon so gut kapiert gehabt, dass ich den Stick auch mal in einer Hand lassen konnte, er hat schon die Körpersprache nur aufgrund der ausgestrekcten, gedrehten Arme verstanden.
Antraben hat super funktioniert, hier bin ich dann natürlich etwas langsam mit dem Lenken, aber man konnte sehen, dass es funktionieren wird, sobald wir das üben und verfeinern.
Schließlich ließ ich ihn aus Zone 5 sogar angaloppieren, und es hat geklappt!! Die Lenkung geht dann zwar völlig flöten, ich renne ihm mehr oder weniger nach, aber er hat angaloppiert auf mein Kommando von da hinten.
Suuuuper Pony, das war heut eine sehr schöne Einheit mit ganz viel neuen Sachen.
Liberty
Ich nahm dann das Seil ab und wir haben die Weave geübt. Billy blieb zuerst beim Umdrehen von rechts nach links wieder stecken, ich musste ihn ein paarmal abholen und hab mich daher dann wieder auf die Boomerang-Übung von Lichman konzentriert. Die funzt immer! Ich ließ ihn so mit viel Energie enge Achter gehen, nah an ihm dran (bleibe aber auf einer Seite der Pylonen). Ich muss ihn dabei dann irgendwie triezen mit dem String, er zeigt dann sein angepisstes Gesicht, aaaber der Draw kommt gleichzeitig wieder. Etwas, was ich noch immer nicht ganz verstehe.
Weave im Trab hat dann geklappt, mit wenig Entfernung. Es wird.
Dann hab ich das Zone 5 Driving auch at Liberty probiert, weil es davor On Line so schön geklappt hat. Weil ich den Draw grad so stark gemacht hatte, hatte ich zuerst einmal Schwierigkeiten, überhaupt in Zone 5 zu kommen. Billy drehte sich eifrig mit mir mit und gab mir ständig 2 Augen. Mit dem „Whoa“-Kommando und Friendly Game gings schließlich, ich konnte in Zone 5. Bisschen Friendly, dann gings los.
Auch Liberty hat das fast gleich gut geklappt! Wir machten Schritt, Trab, Schritt, auch Anhalten und Rückwärts klappte (hab ich aber lieber nicht überstrapaziert!). Sogar Angaloppieren, und schließlich das Lenken: Genau wie mit Seil dran! Wir machten die Weave 3 Längen durch im Schritt, genial! Er versteht die Körpersprache so total gut.
Da hab ich dann schnell und einmal zum richtigen Zeitpunkt aufgehört mit einem großen Lob, einer Karotte und ein paar Minuten Entspannungs-Genickkraul-Einheit. Ich glaub heut hab ich (fast) alles richtig gemacht ;-)
Sonntag, 21. Oktober 2012
Heute riss der Nebel nicht auf, erst sehr spät, sodass es nicht so schön warm wurde wie gestern und erst am Schluss ein paar Sonnenstrahlen durchkamen.
Heute fand ich eine Mitreiterin zum Ausreiten. Wir testeten eine noch unbekannte Wegabzweigung, mit ein paar Nebenabzweigungen, die uns aber nur in einem Bogen durch viel MAtsch wieder zurückführten.Hier gibts noch jede Menge kleine Wegelchen zu erkunden...
Nach einem längeren Bergauf-Stück kamen wir dann raus aus dem Wald. Da waren dann wieder mal Kühe, die einen waren weit weg, die waren Billy, geführt von seinem Herdenchef, ziemlich egal. Wir ritten bis zum Hof, zu dem der Weg offensichtlich im Endeffekt führte, und sahen, dass man wohl nicht wirklich weiter kommt. Eine Kuh schreckte sich vor uns und Billy sich vor ihr. Danach war er sehr angespannt und ich hatte wieder einmal das scheußlich flaue Gefühl im Magen. Ging so, wir warteten ein bisschen, dann drehten wir vorsichtig um und ritten gesittet heim.Wieder ein Abenteuer bestanden! ;-)
Heute fand ich eine Mitreiterin zum Ausreiten. Wir testeten eine noch unbekannte Wegabzweigung, mit ein paar Nebenabzweigungen, die uns aber nur in einem Bogen durch viel MAtsch wieder zurückführten.Hier gibts noch jede Menge kleine Wegelchen zu erkunden...
Nach einem längeren Bergauf-Stück kamen wir dann raus aus dem Wald. Da waren dann wieder mal Kühe, die einen waren weit weg, die waren Billy, geführt von seinem Herdenchef, ziemlich egal. Wir ritten bis zum Hof, zu dem der Weg offensichtlich im Endeffekt führte, und sahen, dass man wohl nicht wirklich weiter kommt. Eine Kuh schreckte sich vor uns und Billy sich vor ihr. Danach war er sehr angespannt und ich hatte wieder einmal das scheußlich flaue Gefühl im Magen. Ging so, wir warteten ein bisschen, dann drehten wir vorsichtig um und ritten gesittet heim.Wieder ein Abenteuer bestanden! ;-)
Samstag, 20. Oktober 2012
Heute war soo ein schöner Herbsttag! Es gab Nebel, aber der riss bei der Fahrt zum Stall schon auf, die Blätter leuchteten in gelb und rot mit dem Himmel in Blau um die Wette. Dazu wurde es warm, 23°!
Natürlich machte ich bei dem tollen Wetter einen Ausritt. Leider kam keiner mit, so ging ich nur eine recht kleine Runde alleine. ABER eine neue Runde, nämlich eine Kombination aus unserer mittleren und der langen Bergrunde, die ich mit meinem Freund kürzlich joggend erkundet hatte.
Billy war superbrav. Er hatte schon so eigene Ideen, ließ sich aber jeweils gut überreden.
Er stapfte brav den Berg hoch und auch wieder runter, ließ sich von einem Riesen-Holzpferd (das unser STallbesitzer zum runden Geburtstag aufgestellt bekommen hat) und einer Wäscheleine mit Babysachen (zum Willkommnen eins Babys in der Nachbarschaft) nur wenig aus der Ruhe bringen und auch sonst lief alles glatt und ruhig.
Natürlich machte ich bei dem tollen Wetter einen Ausritt. Leider kam keiner mit, so ging ich nur eine recht kleine Runde alleine. ABER eine neue Runde, nämlich eine Kombination aus unserer mittleren und der langen Bergrunde, die ich mit meinem Freund kürzlich joggend erkundet hatte.
Billy war superbrav. Er hatte schon so eigene Ideen, ließ sich aber jeweils gut überreden.
Er stapfte brav den Berg hoch und auch wieder runter, ließ sich von einem Riesen-Holzpferd (das unser STallbesitzer zum runden Geburtstag aufgestellt bekommen hat) und einer Wäscheleine mit Babysachen (zum Willkommnen eins Babys in der Nachbarschaft) nur wenig aus der Ruhe bringen und auch sonst lief alles glatt und ruhig.
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Es herrscht weiter schönes Herbstwetter, angenehm mild.
Finesse:
Als ich mit dem Gebiss kam, ist Billy heute zwar nicht ausgewichen, aber dafür hat er schon wieder das Maul ewig nicht aufgemacht. Schließlich ein bisschen, und fest draufgebissen. So standen wir dann wieder für ein paar Minuten. Irgendwann entschließt er sich und nimmt es dann.
Ich hab verschiedene Biegeübungen gemacht, nach dem Centered Riding-Unterricht. Nichts besonderes. Dabei viele Zirkel geritten ("Olympische Ringe").
Wann immer er sich richtig gebogen hat in eine Richtung gab es lange Zügel und einen schnellen Handwechsel, und wieder neu aufgebaut. Tw. hat er heftig gekaut, aber oft kommt nach dem Kampfkauen dann die Biegung.
Ein bisschen Rahmen zu verlängern haben wir auch versucht, im Trab. Ich bin mit Pad geritten, ließ sich super sitzen.
Langweilig und planlos war ich heute...
Finesse:
Als ich mit dem Gebiss kam, ist Billy heute zwar nicht ausgewichen, aber dafür hat er schon wieder das Maul ewig nicht aufgemacht. Schließlich ein bisschen, und fest draufgebissen. So standen wir dann wieder für ein paar Minuten. Irgendwann entschließt er sich und nimmt es dann.
Ich hab verschiedene Biegeübungen gemacht, nach dem Centered Riding-Unterricht. Nichts besonderes. Dabei viele Zirkel geritten ("Olympische Ringe").
Wann immer er sich richtig gebogen hat in eine Richtung gab es lange Zügel und einen schnellen Handwechsel, und wieder neu aufgebaut. Tw. hat er heftig gekaut, aber oft kommt nach dem Kampfkauen dann die Biegung.
Ein bisschen Rahmen zu verlängern haben wir auch versucht, im Trab. Ich bin mit Pad geritten, ließ sich super sitzen.
Langweilig und planlos war ich heute...
Mittwoch, 17. Oktober 2012
On Line
Heute hab ich wieder Driving aus Zone 4 + 5 geübt, mit einem Seil (7-m-Seil). Wir gingen zu Anfang einfach Ganze Bahn, ich ließ mich wie immer nach und nach zurückfallen bis ich in Zone 4/5 lande. Ich versuchte die meiste Zeit Kontakt zu halten Billys Popo.
Anhalten klappte super, und wie von selbst hat sich Rückwärts ergeben. Ich hebe den Stick jetzt über seine Kruppe, so wie beim Herholen von der Seite auch. Er verstand dieses Signal ziemlich gut, und wir haben ein unglaublich gutes Rückwärts bekommen! Weil er sehr übereifrig wurde damit, hab ich dann verschiedene Anforderungen gemischt: Anhalten und ohne Rückwärts wieder vorwärts, Anhalten und stillstehen, Anhalten und Rückwärts. Er hat super mitgemacht.
Auch Liberty war das Rückwärts genauso toll!
Als ich dann für eine Minute Stick to me gemacht hab, hab ich schon gesehen, dass Billy total gut drauf, verspielt und LBE ist. Ich hab ihn dann lieber ans Seil genommen, weil ich nicht genau wusste, wie sich das noch äußern wird.
Er hat nur drauf gewartet, auf den Zirkel zu gehen, und ist im Galopp lockerleicht losgedüst, er war wirklich gut drauf. 4,5 Runden ohne Probleme. Reinkommen war sehr gut.
Liberty
Ich hab dann das Seil wieder abgenommen und weiter CG gespielt. Wie ich bei diesem Gemütszustand schon erwartet hab, war das Reinholen dann schwierig. Ich musste mich klein machen und lange lange hinhocken; er zog dann kleine Kreise im Schritt, bevor er sich nach Ewigkeiten entschließen konnte, bei mir stehen zu bleiben.
Dafür hatte er super go, fetzte im Galopp die lange Seite entlang, das machte ihm heut richtig Spaß. Super Zirkel ging er im Trab und Galopp um mich, wir machten dann Schritt-Galopp-Übergänge. Er ließ sich mit Stick gut zum Schritt bremsen, und wartete dann aber nur drauf, dass er wieder galoppieren durfte, und auf Fingerzeig düste er aus dem Schritt los, super!
Nach dem Austoben hab ich wieder den Slalom at Liberty probiert. Beim rechten Bogen haute mir Billy gern ab und stellte sich verunsichert in die Ecke. Ich musste näher ran und Boomerang üben, da wurde es besser (Boomerang: Auf kurze distanz das Pferd um einen Pylon schicken und sofort rückwärts laufen und wieder zu sich herziehen, sofort loben. Die Übung haben wir beim David Lichman-Kurs gelernt, und sie funktioniert IMMER, wenn der Draw abhanden kommt!!) Wir machten Achter im Schritt und Weave im Schritt. Zwischendurch ein paar Trabtritte auch, aber heute war die Gefahr zu groß, dass ich ihn mit mehr Geschwindigkeit verliere, deshalb ließ ich es bei guten Achten mit wenig Distanz, aber gutem Draw bewenden.
Heute hab ich wieder Driving aus Zone 4 + 5 geübt, mit einem Seil (7-m-Seil). Wir gingen zu Anfang einfach Ganze Bahn, ich ließ mich wie immer nach und nach zurückfallen bis ich in Zone 4/5 lande. Ich versuchte die meiste Zeit Kontakt zu halten Billys Popo.
Anhalten klappte super, und wie von selbst hat sich Rückwärts ergeben. Ich hebe den Stick jetzt über seine Kruppe, so wie beim Herholen von der Seite auch. Er verstand dieses Signal ziemlich gut, und wir haben ein unglaublich gutes Rückwärts bekommen! Weil er sehr übereifrig wurde damit, hab ich dann verschiedene Anforderungen gemischt: Anhalten und ohne Rückwärts wieder vorwärts, Anhalten und stillstehen, Anhalten und Rückwärts. Er hat super mitgemacht.
Auch Liberty war das Rückwärts genauso toll!
Als ich dann für eine Minute Stick to me gemacht hab, hab ich schon gesehen, dass Billy total gut drauf, verspielt und LBE ist. Ich hab ihn dann lieber ans Seil genommen, weil ich nicht genau wusste, wie sich das noch äußern wird.
Er hat nur drauf gewartet, auf den Zirkel zu gehen, und ist im Galopp lockerleicht losgedüst, er war wirklich gut drauf. 4,5 Runden ohne Probleme. Reinkommen war sehr gut.
Liberty
Ich hab dann das Seil wieder abgenommen und weiter CG gespielt. Wie ich bei diesem Gemütszustand schon erwartet hab, war das Reinholen dann schwierig. Ich musste mich klein machen und lange lange hinhocken; er zog dann kleine Kreise im Schritt, bevor er sich nach Ewigkeiten entschließen konnte, bei mir stehen zu bleiben.
Dafür hatte er super go, fetzte im Galopp die lange Seite entlang, das machte ihm heut richtig Spaß. Super Zirkel ging er im Trab und Galopp um mich, wir machten dann Schritt-Galopp-Übergänge. Er ließ sich mit Stick gut zum Schritt bremsen, und wartete dann aber nur drauf, dass er wieder galoppieren durfte, und auf Fingerzeig düste er aus dem Schritt los, super!
Nach dem Austoben hab ich wieder den Slalom at Liberty probiert. Beim rechten Bogen haute mir Billy gern ab und stellte sich verunsichert in die Ecke. Ich musste näher ran und Boomerang üben, da wurde es besser (Boomerang: Auf kurze distanz das Pferd um einen Pylon schicken und sofort rückwärts laufen und wieder zu sich herziehen, sofort loben. Die Übung haben wir beim David Lichman-Kurs gelernt, und sie funktioniert IMMER, wenn der Draw abhanden kommt!!) Wir machten Achter im Schritt und Weave im Schritt. Zwischendurch ein paar Trabtritte auch, aber heute war die Gefahr zu groß, dass ich ihn mit mehr Geschwindigkeit verliere, deshalb ließ ich es bei guten Achten mit wenig Distanz, aber gutem Draw bewenden.
Montag, 15. Oktober 2012
On Line
Zum Aufwärmen haben wir heute in der Halle die „invisible-human“-Übung von Karen Rohlf wieder aus der Versenkung geholt. Dabei gehts darum, hauptsächlich selbst zu lernen, wann alle Energie aus dem eigenen Körper draußen ist, um zu signalisieren: Friendly Game! Auch bei coolen Pferden wie Billy ist es immer wieder erhellend, dass man vielleicht im Stehen deutlich genug ist, aber sobald man Bewegung hinzufügt, wieder alles ganz anders sein kann.
Ich schaute zuerst, dass Billy etwas Abstand einhielt (er wollte lieber auf mich zukommen), dann begann ich das Seilchen über den Rücken zu schwingen. Links ging das eigentlich gleich super, rechts ist er skeptisch, Kopf geht rauf, Augen werden verdreht, er zögert in der Vorwärtsbewegung. Ich machte es sehr lange, immer wieder, ließ auch den String länger am Körper liegen, bis die Reaktion zumindet etwas abgemildert war.
Dann noch mal näher hin und dann wieder weiter weg, indem ich mich am Seil hin oder weg hantelte, das war weniger Problem, er hielt dabei Takt und Tempo.
FreeStyle
Ich habe 4 Stangen aufgelegt, als L, mit einer Lücke dort, wo das L zusammenstoßen würde. Anfangs bin ich ohne Zügelkontakt kreuz und quer geritten. Billy hat super reagiert auf Gewicht und Schenkel. Er ließ sich brav durch die Stangengassen dirigieren und auch anhalten.
Dann begann ich Rückwärts zu fordern in den Stangengassen – ging super! Da ist uns beim Kreinberg-Kurs scheinbar ein Knopf aufgegangen. Sehr feines, williges Rückwärts. Es klappt super, wenn ich den anpendelnden Schenkel ganz leicht, fast unsichtbar, verwende, und dazu ganz wenig Zügel in rhythmischem Klingeln. Die Gebisszügel hab ich dafür nicht verwendet.
Nach der Stangengasse im Rückwärts haben wir dann mit HH-Wendungen kombiniert, dann auch rückwärts um die Ecke durch das L, mal in die eine, dann in die andere Richtung. Rückwärts Schritt für Schritt. Ein Schritt Rückwärts, einer vorwärts.
Ich hatte den Eindruck, dass Billy die kniffligen Übungen Spaß gemacht haben.
Finesse
Oje, das Nehmen vom Gebiss wurde wieder ganz schlecht heute. Billy wich heftig nach hinten aus, es brauchte eine Weile, bis ich ihn den Kopf senken und stehenbleiben lassen konnte. Dann nahm er das Gebiss aber wieder sehr schnell. Ichwerds wohl nie verstehen....
Wir übten dann wieder kurz die Biegeübungen. Ich kombiniere dabei Kreinbergs-Griff-Übungen zum Zügelverkürzen und -verlängern und die Biege- und Beizäumungsübungen vom Centered Riding-Unterricht. Diesmal sogar im Trab. Wir tun uns aber schwer dabei. Billy kämpfte tw. ziemlich gegen den Zügel. Ich hab probiert aufzuhören, wenn es gut war, ob ich das geschafft hab, ich weiß nicht.
Zum Aufwärmen haben wir heute in der Halle die „invisible-human“-Übung von Karen Rohlf wieder aus der Versenkung geholt. Dabei gehts darum, hauptsächlich selbst zu lernen, wann alle Energie aus dem eigenen Körper draußen ist, um zu signalisieren: Friendly Game! Auch bei coolen Pferden wie Billy ist es immer wieder erhellend, dass man vielleicht im Stehen deutlich genug ist, aber sobald man Bewegung hinzufügt, wieder alles ganz anders sein kann.
Ich schaute zuerst, dass Billy etwas Abstand einhielt (er wollte lieber auf mich zukommen), dann begann ich das Seilchen über den Rücken zu schwingen. Links ging das eigentlich gleich super, rechts ist er skeptisch, Kopf geht rauf, Augen werden verdreht, er zögert in der Vorwärtsbewegung. Ich machte es sehr lange, immer wieder, ließ auch den String länger am Körper liegen, bis die Reaktion zumindet etwas abgemildert war.
Dann noch mal näher hin und dann wieder weiter weg, indem ich mich am Seil hin oder weg hantelte, das war weniger Problem, er hielt dabei Takt und Tempo.
FreeStyle
Ich habe 4 Stangen aufgelegt, als L, mit einer Lücke dort, wo das L zusammenstoßen würde. Anfangs bin ich ohne Zügelkontakt kreuz und quer geritten. Billy hat super reagiert auf Gewicht und Schenkel. Er ließ sich brav durch die Stangengassen dirigieren und auch anhalten.
Dann begann ich Rückwärts zu fordern in den Stangengassen – ging super! Da ist uns beim Kreinberg-Kurs scheinbar ein Knopf aufgegangen. Sehr feines, williges Rückwärts. Es klappt super, wenn ich den anpendelnden Schenkel ganz leicht, fast unsichtbar, verwende, und dazu ganz wenig Zügel in rhythmischem Klingeln. Die Gebisszügel hab ich dafür nicht verwendet.
Nach der Stangengasse im Rückwärts haben wir dann mit HH-Wendungen kombiniert, dann auch rückwärts um die Ecke durch das L, mal in die eine, dann in die andere Richtung. Rückwärts Schritt für Schritt. Ein Schritt Rückwärts, einer vorwärts.
Ich hatte den Eindruck, dass Billy die kniffligen Übungen Spaß gemacht haben.
Finesse
Oje, das Nehmen vom Gebiss wurde wieder ganz schlecht heute. Billy wich heftig nach hinten aus, es brauchte eine Weile, bis ich ihn den Kopf senken und stehenbleiben lassen konnte. Dann nahm er das Gebiss aber wieder sehr schnell. Ichwerds wohl nie verstehen....
Wir übten dann wieder kurz die Biegeübungen. Ich kombiniere dabei Kreinbergs-Griff-Übungen zum Zügelverkürzen und -verlängern und die Biege- und Beizäumungsübungen vom Centered Riding-Unterricht. Diesmal sogar im Trab. Wir tun uns aber schwer dabei. Billy kämpfte tw. ziemlich gegen den Zügel. Ich hab probiert aufzuhören, wenn es gut war, ob ich das geschafft hab, ich weiß nicht.
Donnerstag, 11. Oktober 2012
FreeStyle
Billy war heut flott unterwegs und etwas aufgekratzt. Zum Aufwärmen sind wir einige Bahnfiguren ohne Zügel geritten, hat alles super geklappt, da herrscht langsam schöne Harmonie!
Dann habe ich Billys großes Go ausgenützt und am Galopp gearbeitet. Zuerst etwas traben, Billy streckte sich brav und schnaubte ab. Dann hab ich versucht, ein möglichst sanftes Angaloppieren zu erreichen. Das ist schwierig, Billy nimmt immer alle Kraft zusammen und wirft sich in den Galopp. Er rennt nicht rein, das Angaloppieren klappte heute sowas von punktgenau, auch aus dem Schritt, mit nur etwas Energie hoch, unglaublich toll! Aber es fühlt sich so nach Kraftakt an; der scheint zwar von hinten zu kommen, soweit gut. Wenn ich versuche, einen „sanfteren“ Übergang in den Galopp zu bekommen, bekomme ich einen Tralopp, also irgendwelche komischen Taktfehler, oder er rennt rein. Das ist sehr schwierig zu dosieren momentan…
Jedenfalls wollte Billy ausdauernd galoppieren, ein paar Runden ums Viereck wie nix, der wollte richtig laufen! War aber trotzdem ganz toll in den Schritt zu parieren.
Mit dem Sitzen in meinem Sattel tu ich mir schwer. Ich kann den Galopp tatsächlich besser sitzen mit dem Barebackpad…
Finesse
Das Gebiss hat Billy heut wieder nicht so gern genommen. Brav, aber nicht so gerne eben. Als er mich damit kommen sah, wollte er wieder ausweichen. Er senkte dann auf Wunsch schon brav den Kopf und nahm es auch bald auf, ohne großes Tamtam. Trotzdem, das Ausweichen ist auch wieder Feedback *seufz*
Ich arbeitete in den Ecken an der Biegung. An der langen Seite ließ ich ihn hie und da in Außenstellung gehen, dabei genauso an der Biegung gearbeitet wie innen. Mir kommt vor, dass er vielleicht mittlerweile besser und schneller nachgibt.
Billy war heut flott unterwegs und etwas aufgekratzt. Zum Aufwärmen sind wir einige Bahnfiguren ohne Zügel geritten, hat alles super geklappt, da herrscht langsam schöne Harmonie!
Dann habe ich Billys großes Go ausgenützt und am Galopp gearbeitet. Zuerst etwas traben, Billy streckte sich brav und schnaubte ab. Dann hab ich versucht, ein möglichst sanftes Angaloppieren zu erreichen. Das ist schwierig, Billy nimmt immer alle Kraft zusammen und wirft sich in den Galopp. Er rennt nicht rein, das Angaloppieren klappte heute sowas von punktgenau, auch aus dem Schritt, mit nur etwas Energie hoch, unglaublich toll! Aber es fühlt sich so nach Kraftakt an; der scheint zwar von hinten zu kommen, soweit gut. Wenn ich versuche, einen „sanfteren“ Übergang in den Galopp zu bekommen, bekomme ich einen Tralopp, also irgendwelche komischen Taktfehler, oder er rennt rein. Das ist sehr schwierig zu dosieren momentan…
Jedenfalls wollte Billy ausdauernd galoppieren, ein paar Runden ums Viereck wie nix, der wollte richtig laufen! War aber trotzdem ganz toll in den Schritt zu parieren.
Mit dem Sitzen in meinem Sattel tu ich mir schwer. Ich kann den Galopp tatsächlich besser sitzen mit dem Barebackpad…
Finesse
Das Gebiss hat Billy heut wieder nicht so gern genommen. Brav, aber nicht so gerne eben. Als er mich damit kommen sah, wollte er wieder ausweichen. Er senkte dann auf Wunsch schon brav den Kopf und nahm es auch bald auf, ohne großes Tamtam. Trotzdem, das Ausweichen ist auch wieder Feedback *seufz*
Ich arbeitete in den Ecken an der Biegung. An der langen Seite ließ ich ihn hie und da in Außenstellung gehen, dabei genauso an der Biegung gearbeitet wie innen. Mir kommt vor, dass er vielleicht mittlerweile besser und schneller nachgibt.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
On Line
In der Halle hab ich am kurzen Seil Driving aus Zone 5 geübt. Angefangen habe ich mit Driving aus Zone 2, dann ließ ich mich langsam zurückfallen, bis ich auf Kruppenhöhe war. Um Billy zu helfen, hab ich dort meine Hand gelassen und immer Kontakt gehalten. So hat z.B. Anhalten super funktioniert, auch rückwärts am Schweif (bis auf ein Mal, da gab es Missverständnisse, und er begann zu kreiseln) und ohne Schweif. Klappte auf sehr feine Signale (eigener Körper auf „Rückwärts“, Handheben und leicht das Seil bewegen, mehr nicht).
Lenken ist dagegen noch schwieriger, solang ich nur ein Seil habe.
Finesse
Das Gebiss hat Billy, nach kurzem leichten Ausweichen im ersten Moment, wieder brav genommen.
Danach bin ich aufgesessen. Billy war flott unterwegs, ich musste heute nicht viel treiben.
Ich habe zwei Centered-Riding-Übungen von den letzten Malen abwechselnd gemacht: Rahmen im Schritt verlängern und verkürzen, dazwischen in den Ecken versucht, die richtige Biegung mit Nachgeben und Beizäumung zu erreichen.
Rahmen verlängern klappt gut, verkürzen weniger, da bleibt Billy gern stehen, aber da wurde ich ja vorgewarnt, dass ich hier treiben werde müssen bei ihm. Er bemüht sich schon recht! Die Biegung klappt – glaube ich – immer besser und ich kann schneller und früher loben und wieder lang lassen.
In der Halle hab ich am kurzen Seil Driving aus Zone 5 geübt. Angefangen habe ich mit Driving aus Zone 2, dann ließ ich mich langsam zurückfallen, bis ich auf Kruppenhöhe war. Um Billy zu helfen, hab ich dort meine Hand gelassen und immer Kontakt gehalten. So hat z.B. Anhalten super funktioniert, auch rückwärts am Schweif (bis auf ein Mal, da gab es Missverständnisse, und er begann zu kreiseln) und ohne Schweif. Klappte auf sehr feine Signale (eigener Körper auf „Rückwärts“, Handheben und leicht das Seil bewegen, mehr nicht).
Lenken ist dagegen noch schwieriger, solang ich nur ein Seil habe.
Finesse
Das Gebiss hat Billy, nach kurzem leichten Ausweichen im ersten Moment, wieder brav genommen.
Danach bin ich aufgesessen. Billy war flott unterwegs, ich musste heute nicht viel treiben.
Ich habe zwei Centered-Riding-Übungen von den letzten Malen abwechselnd gemacht: Rahmen im Schritt verlängern und verkürzen, dazwischen in den Ecken versucht, die richtige Biegung mit Nachgeben und Beizäumung zu erreichen.
Rahmen verlängern klappt gut, verkürzen weniger, da bleibt Billy gern stehen, aber da wurde ich ja vorgewarnt, dass ich hier treiben werde müssen bei ihm. Er bemüht sich schon recht! Die Biegung klappt – glaube ich – immer besser und ich kann schneller und früher loben und wieder lang lassen.
Dienstag, 9. Oktober 2012
Wetter war kühl und bewölkt, leicht regnerisch. 13°.
Online:
Weave: Ich hab langsam mit mehrmaligem Yoyo gestartet, das ging gut. Dann Führen auf Entfernung, auch ok. Dann Übergang zur Weave mit möglichst großer Entfernung. Im Schritt alles sehr gut, im Trab gings auch so halbwegs, ich war nur wieder einmal zu langsam. Auf einer Seite gings besser (wenn ich rechts bin) als auf der anderen.
Wir gingen dann über zu einem Achter, Schritt, Trab, dann mit Galopp und Versuch von fliegenden Wechseln. Von rechts auf links hatte ich mehrere gute Wechsel, aber umgekehrt verfiel er mir immer in Trab bei der Kurve.
Daher ging ich über zu einem CG um prompteres Angaloppieren zu üben. alle paar Schritte ein Übergang. Vom Trab zum Schritt, wieder Trab, Galopp, Trab, Schritt, Trab, Galopp usw. Ging sehr gut, Phase 1-2 meistens. Im Trab streckte sich Billy brav etwas nach unten und sah nach schön gedehnter Oberlinie aus.
Finesse:
Danach gingen wir wieder zum Putzplatz und ich sattelte noch, um die Centered-Riding-Übungen im Schritt zu machen.
Im Schritt am Viereck übten wir in jeder Ecke die richtige Biegung zu erreichen. Ich starre dann gebannt auf Billys Halsaußenseite, ob sich die richtige Stelle nach außen wölbt. Sobald ich es sah und er gerade nachgiebig war, d.h. sich nicht gerade auf den Zügel lehnte, gab es ein Stückchen am langen Zügel. Rechts ging es etwas schneller meistens als links. Auf beiden Händen je ca. 10x gefordert. Hie und da haben wir Volten eingeschoben, mit viel Untertreten des Hinterbeins. Ich denke es kommt schon ein bissl schneller als noch bei der Stunde am Samstag.
Online:
Weave: Ich hab langsam mit mehrmaligem Yoyo gestartet, das ging gut. Dann Führen auf Entfernung, auch ok. Dann Übergang zur Weave mit möglichst großer Entfernung. Im Schritt alles sehr gut, im Trab gings auch so halbwegs, ich war nur wieder einmal zu langsam. Auf einer Seite gings besser (wenn ich rechts bin) als auf der anderen.
Wir gingen dann über zu einem Achter, Schritt, Trab, dann mit Galopp und Versuch von fliegenden Wechseln. Von rechts auf links hatte ich mehrere gute Wechsel, aber umgekehrt verfiel er mir immer in Trab bei der Kurve.
Daher ging ich über zu einem CG um prompteres Angaloppieren zu üben. alle paar Schritte ein Übergang. Vom Trab zum Schritt, wieder Trab, Galopp, Trab, Schritt, Trab, Galopp usw. Ging sehr gut, Phase 1-2 meistens. Im Trab streckte sich Billy brav etwas nach unten und sah nach schön gedehnter Oberlinie aus.
Finesse:
Danach gingen wir wieder zum Putzplatz und ich sattelte noch, um die Centered-Riding-Übungen im Schritt zu machen.
Im Schritt am Viereck übten wir in jeder Ecke die richtige Biegung zu erreichen. Ich starre dann gebannt auf Billys Halsaußenseite, ob sich die richtige Stelle nach außen wölbt. Sobald ich es sah und er gerade nachgiebig war, d.h. sich nicht gerade auf den Zügel lehnte, gab es ein Stückchen am langen Zügel. Rechts ging es etwas schneller meistens als links. Auf beiden Händen je ca. 10x gefordert. Hie und da haben wir Volten eingeschoben, mit viel Untertreten des Hinterbeins. Ich denke es kommt schon ein bissl schneller als noch bei der Stunde am Samstag.
Samstag, 6. Oktober 2012
Centered Riding Stunde: Biegung und Beizäumung
Heute hatten wir wieder Centered-Riding-Stunde.
Schon wieder nimmt Billy das Gebiss widerstandslos. Naja, nicht ganz, ganz am Anfang versucht er einen Schritt auszuweichen, aber dann, sobald der Riemen über der Nase ist, macht er sofort das Maul auf, wenn das Gebiss davor baumelt. Yeah!
Ich habe in der Stunde gebeten, mir noch einmal zu erklären, wie das beim Rahmen verlängern mit der Hinterhand gemeint war. Sie erklärte es noch einmal, und im Prinzip verstehe ich das jetzt so, dass ich das Becken abkippe, und Billy kippt seines deshalb mit ab und kommt weiter drunter. Also einfach mehr auf die Hosentaschen setzen, dabei aber Körperspannung halten und in meiner Wirbelsäule trotzdem durchschwingen. Kopf oben aufgesetzt lassen, nicht hängen lassen. Haben wir aber nur kurz gemacht.
Dann hieß es, wir sollten heute an der Beizäumung arbeiten. Wow.
Wir haben im Grunde die ganze Stunde fast nur Schritt und nur die eine Übung gemacht, viel mit Zügel, wenig sonst. Hier die Anleitung:
Zuerst einmal Biegung ins Pferd. Ging am besten in den Ecken. Ich darf den Innenzügel kürzer nehmen und es macht momentan noch nichts, wenn die Stellung übertrieben stark wird. Die richtige Biegung erkenne ich, wenn ich an die Außenseite des Pferdehalses schaue. Solange die Biegung noch nicht da ist, ist da in der Mitte des Halses eine flache Stelle, wie ein „Loch“. Sobald Billy richtig biegt, füllt sich dieses auf. Ein praktischer Indikator... wir brauchen eine Stehmähne ;-)
Das konnte ich mit dieser Krücke also dann ganz gut erkennen (sehen, wenn auch noch nicht fühlen).
Dann weiter: Um diese Biegung zu bekommen und Billy dazu zu bringen, im Genick dann nachzugeben, mit dem Außenzügel Schwämmchen ausdrücken oder auch "Hamster würgen" ;-), also leichte kleine Paraden, und zwar immer dann, wenn der Innenfuß abfußt, gemeinsam mit dem „ansprudelnden“ Schenkel.
Billy hat sich tw. sehr stark auf den Zügel gelegt, ich musste da dann immer – trotz richtiger Biegung, die ich belohnen hätte wollen und sollen – warten, bis er nachgibt, bevor ich die Zügel wieder länger lassen konnte.
Ach ja, das ganze immer nur für einige Sekunden halten, dann Zügel nachgeben, wenn es richtig war. Ein paar Tritte langer Zügel, dann wieder neu aufbauen.
Am Zirkel üben, unsere „Ecke to go“ ;-).
Am Zirkel kann ich Billy auch veranlassen, ganz kurz mit dem inneren Hinterbein weiter unter zu treten, Hinterhand leicht nach außen verschieben.
Ganz klar ist mir die Übung noch nicht, aber wir werden sehen, was wird, wenn ich weiter übe.
Am Schluss haben wirs noch im Trab versucht, aber das war schwierig, weil Billy mir sofort in Außenstellung lief in den Ecken, v.a. linke Hand. Ich war zu langsam mit Hand und Schenkel und überhaupt. Zeurst mal im Schritt üben, würd ich sagen ;-)
Schon wieder nimmt Billy das Gebiss widerstandslos. Naja, nicht ganz, ganz am Anfang versucht er einen Schritt auszuweichen, aber dann, sobald der Riemen über der Nase ist, macht er sofort das Maul auf, wenn das Gebiss davor baumelt. Yeah!
Ich habe in der Stunde gebeten, mir noch einmal zu erklären, wie das beim Rahmen verlängern mit der Hinterhand gemeint war. Sie erklärte es noch einmal, und im Prinzip verstehe ich das jetzt so, dass ich das Becken abkippe, und Billy kippt seines deshalb mit ab und kommt weiter drunter. Also einfach mehr auf die Hosentaschen setzen, dabei aber Körperspannung halten und in meiner Wirbelsäule trotzdem durchschwingen. Kopf oben aufgesetzt lassen, nicht hängen lassen. Haben wir aber nur kurz gemacht.
Dann hieß es, wir sollten heute an der Beizäumung arbeiten. Wow.
Wir haben im Grunde die ganze Stunde fast nur Schritt und nur die eine Übung gemacht, viel mit Zügel, wenig sonst. Hier die Anleitung:
Zuerst einmal Biegung ins Pferd. Ging am besten in den Ecken. Ich darf den Innenzügel kürzer nehmen und es macht momentan noch nichts, wenn die Stellung übertrieben stark wird. Die richtige Biegung erkenne ich, wenn ich an die Außenseite des Pferdehalses schaue. Solange die Biegung noch nicht da ist, ist da in der Mitte des Halses eine flache Stelle, wie ein „Loch“. Sobald Billy richtig biegt, füllt sich dieses auf. Ein praktischer Indikator... wir brauchen eine Stehmähne ;-)
Das konnte ich mit dieser Krücke also dann ganz gut erkennen (sehen, wenn auch noch nicht fühlen).
Dann weiter: Um diese Biegung zu bekommen und Billy dazu zu bringen, im Genick dann nachzugeben, mit dem Außenzügel Schwämmchen ausdrücken oder auch "Hamster würgen" ;-), also leichte kleine Paraden, und zwar immer dann, wenn der Innenfuß abfußt, gemeinsam mit dem „ansprudelnden“ Schenkel.
Billy hat sich tw. sehr stark auf den Zügel gelegt, ich musste da dann immer – trotz richtiger Biegung, die ich belohnen hätte wollen und sollen – warten, bis er nachgibt, bevor ich die Zügel wieder länger lassen konnte.
Ach ja, das ganze immer nur für einige Sekunden halten, dann Zügel nachgeben, wenn es richtig war. Ein paar Tritte langer Zügel, dann wieder neu aufbauen.
Am Zirkel üben, unsere „Ecke to go“ ;-).
Am Zirkel kann ich Billy auch veranlassen, ganz kurz mit dem inneren Hinterbein weiter unter zu treten, Hinterhand leicht nach außen verschieben.
Ganz klar ist mir die Übung noch nicht, aber wir werden sehen, was wird, wenn ich weiter übe.
Am Schluss haben wirs noch im Trab versucht, aber das war schwierig, weil Billy mir sofort in Außenstellung lief in den Ecken, v.a. linke Hand. Ich war zu langsam mit Hand und Schenkel und überhaupt. Zeurst mal im Schritt üben, würd ich sagen ;-)
Freitag, 5. Oktober 2012
Super Wetter heute, total warm! Konnte noch auf dem Viereck reiten. Billy kam mir auf der Weide auch wieder ein paar Schritte entgegen.
Er hatte heut viel Go, beim Aufsitzen startete er sofort durch, musste erst Gehorsam wiederherstellen und zur Aufstieghilfe zurückreiten, um dort stehenzubleiben eine Weile. Er startete dann voll motiviert Richtung Viereck durch, sehr ungewöhnlich. ;-)
Finesse:
Billy nahm zu meiner Verwunderung auch heute das Gebiss ohne Zögern. Hinhalten, Kopf runter, Maul auf, reinnehmen, fertig. Cooooool! :-)
Ich bin hauptsächlich Wendungen im Schritt geritten, mit Kreinberg’scher Zügelverkürzungstechnik. Jede Ecke tief ausgeritten, gebogen dabei. Dann auch Slalom, versucht an alles zu denken, was ich gelernt hab. Billy war sehr brav, hat brav mitgemacht, hatte viel Go.
Dazwischen wieder versucht Rahmen zu verlängern und zu verkürzen. Ich fühl das noch nicht so recht. Verlängern geht gut, aber ob er hinten brav mittritt und das so ist wie es sein soll, weiß ich nicht.
Danach Rückwärts: Die Kreinberg’sche Methode funktioniert super. Immer nur ein Schritt, Schwämmchen drücken, anpendeln (ohne geht’s leider kaum, aber wir arbeiten dran, diese hohe Phase wegzubekommen), halt. Und neu. Und antreten daraus. Billy war willig und so scheint es ihn auch wenig zu stressen.
Freestyle:
Das viele Go musste ich zum Schluss noch ausnützen für einen netten schönen flüssigen Galopp.
Ging super, willigst angesprungen, immer richtige Hand, mehrere Runden willig und flott, hat ihm glaub ich auch Spaß gemacht heute mal ein bissl Gas zu geben.
Er hatte heut viel Go, beim Aufsitzen startete er sofort durch, musste erst Gehorsam wiederherstellen und zur Aufstieghilfe zurückreiten, um dort stehenzubleiben eine Weile. Er startete dann voll motiviert Richtung Viereck durch, sehr ungewöhnlich. ;-)
Finesse:
Billy nahm zu meiner Verwunderung auch heute das Gebiss ohne Zögern. Hinhalten, Kopf runter, Maul auf, reinnehmen, fertig. Cooooool! :-)
Ich bin hauptsächlich Wendungen im Schritt geritten, mit Kreinberg’scher Zügelverkürzungstechnik. Jede Ecke tief ausgeritten, gebogen dabei. Dann auch Slalom, versucht an alles zu denken, was ich gelernt hab. Billy war sehr brav, hat brav mitgemacht, hatte viel Go.
Dazwischen wieder versucht Rahmen zu verlängern und zu verkürzen. Ich fühl das noch nicht so recht. Verlängern geht gut, aber ob er hinten brav mittritt und das so ist wie es sein soll, weiß ich nicht.
Danach Rückwärts: Die Kreinberg’sche Methode funktioniert super. Immer nur ein Schritt, Schwämmchen drücken, anpendeln (ohne geht’s leider kaum, aber wir arbeiten dran, diese hohe Phase wegzubekommen), halt. Und neu. Und antreten daraus. Billy war willig und so scheint es ihn auch wenig zu stressen.
Freestyle:
Das viele Go musste ich zum Schluss noch ausnützen für einen netten schönen flüssigen Galopp.
Ging super, willigst angesprungen, immer richtige Hand, mehrere Runden willig und flott, hat ihm glaub ich auch Spaß gemacht heute mal ein bissl Gas zu geben.
Dienstag, 2. Oktober 2012
Schauen wir einmal, wie es Billy nach dem Kurs geht. Ich bin Feuer und Flamme, das Gelernte zu üben; habe nur etwas Sorge, dass es Billy langsam zu viel wird mit dem vielen Finesse. Dennoch: Erstaunlich. Schon wieder lässt sich Billy mehr oder weniger ohne Widerstand auftrensen, öffnet von allein das Maul und drin ist das Gebiss.
Finesse:
Gleich als erstes habe ich die Abkauübungen vom Boden aus gemacht, wie beim Kurs immer. Es war total schwierig, Billy heute überhaupt zum Kauen zu bekommen. Ich massierte, probierte alles mögliche (die eine Hand höher, die andere, auseinander, …), aber das Maul blieb still. Biegen ging ganz gut, aber da spürte ich schon zwischendurch Widerstände, ging dann aber.
Dann begann ich im Schritt, einfach auf der ganzen Bahn die Ecken akribisch auszureiten. Zügel verkürzen und verlängern üben. Heute hatte ich Hackamore-Zügel, Gebiss-Zügel plus auch noch die Gerte, aber es ging. Billy bog sich ganz ordentlich und fast ohne Widerstände.
Irgendwie bin ich grad verwirrt bezüglich Beine fühlen. Welches geht nun wann vor? Billy stolperte oft, weil ich ihn richtiggehend mit der Treiberei aus dem Gleichgewicht brachte.
Dazwischen probierte ich ein Rückwärts und es ging total super und fein, mit leichtem Finger-Schließen und leichtestem Schenkel-Anpendeln. Das muss ich wirklich so erhalten. Immer nur 1 Schritt und Anhalten hat auch geklappt (beim Kurs machte er ja eher zu viele Schritte).
Dann die CR-Übung "Rahmen verkürzen und verlängern" mit der Ecken-Übung im Trab verbunden. Billy hat sich brav gestreckt. Hab abwechselnd versucht, ihn nach vorne-unten zu schubsen und dann wieder zu verkürzen, indem ich „mein Segel spanne“. Weiß nicht ob das genug war, aber der Rücken fühlte sich bei letzterem gut federnd an. Billy reagiert echt so gut auf den Sitz :-).
Liberty:
Dann nahm ich Gebiss und Halfter ab und wir haben noch ein bissl Liberty gemacht. Billy legte die Ohren an. Grant? Unsicherheit? Werde nicht schlau draus. Wir haben an der Weave gearbeitet, und er hat toll mitgemacht!!
Zuerst hab ich ihn um einzelne Pylonen geschickt und gleich wieder zu mir (Boomerang-Übung von David Lichman). Das klappte super, eben bis auf die angelegten Ohren. Dann bin ich mit ihm um die Pylonen rumgegangen, dann blieb ich auf einer Seite und schickte ihn herum. Klappte alles so toll, dass ich ihn nach einer Wendung dann kurz antraben ließ, und tatsächlich haben wir eine vollständige Weave, d.h. hin, volle Wendung, zurück, durchgehend im Trab geschafft! Ich war super stolz! At Liberty!!!
Dann noch ein bissl Stick to Me, dann nochmal um die Pylonen, da gings nimmer so gut, habs also wieder einmal übertrieben *seufz*. Trotzdem, tolles Ergebnis heute.:-))
Finesse:
Gleich als erstes habe ich die Abkauübungen vom Boden aus gemacht, wie beim Kurs immer. Es war total schwierig, Billy heute überhaupt zum Kauen zu bekommen. Ich massierte, probierte alles mögliche (die eine Hand höher, die andere, auseinander, …), aber das Maul blieb still. Biegen ging ganz gut, aber da spürte ich schon zwischendurch Widerstände, ging dann aber.
Dann begann ich im Schritt, einfach auf der ganzen Bahn die Ecken akribisch auszureiten. Zügel verkürzen und verlängern üben. Heute hatte ich Hackamore-Zügel, Gebiss-Zügel plus auch noch die Gerte, aber es ging. Billy bog sich ganz ordentlich und fast ohne Widerstände.
Irgendwie bin ich grad verwirrt bezüglich Beine fühlen. Welches geht nun wann vor? Billy stolperte oft, weil ich ihn richtiggehend mit der Treiberei aus dem Gleichgewicht brachte.
Dazwischen probierte ich ein Rückwärts und es ging total super und fein, mit leichtem Finger-Schließen und leichtestem Schenkel-Anpendeln. Das muss ich wirklich so erhalten. Immer nur 1 Schritt und Anhalten hat auch geklappt (beim Kurs machte er ja eher zu viele Schritte).
Dann die CR-Übung "Rahmen verkürzen und verlängern" mit der Ecken-Übung im Trab verbunden. Billy hat sich brav gestreckt. Hab abwechselnd versucht, ihn nach vorne-unten zu schubsen und dann wieder zu verkürzen, indem ich „mein Segel spanne“. Weiß nicht ob das genug war, aber der Rücken fühlte sich bei letzterem gut federnd an. Billy reagiert echt so gut auf den Sitz :-).
Liberty:
Dann nahm ich Gebiss und Halfter ab und wir haben noch ein bissl Liberty gemacht. Billy legte die Ohren an. Grant? Unsicherheit? Werde nicht schlau draus. Wir haben an der Weave gearbeitet, und er hat toll mitgemacht!!
Zuerst hab ich ihn um einzelne Pylonen geschickt und gleich wieder zu mir (Boomerang-Übung von David Lichman). Das klappte super, eben bis auf die angelegten Ohren. Dann bin ich mit ihm um die Pylonen rumgegangen, dann blieb ich auf einer Seite und schickte ihn herum. Klappte alles so toll, dass ich ihn nach einer Wendung dann kurz antraben ließ, und tatsächlich haben wir eine vollständige Weave, d.h. hin, volle Wendung, zurück, durchgehend im Trab geschafft! Ich war super stolz! At Liberty!!!
Dann noch ein bissl Stick to Me, dann nochmal um die Pylonen, da gings nimmer so gut, habs also wieder einmal übertrieben *seufz*. Trotzdem, tolles Ergebnis heute.:-))
Sonntag, 30. September 2012
Peter Kreinberg-Kurs, Tag 3
Heute ging alles wesentlich besser. Ich bin weiter mit der Hackamore-Gebiss-Kombination geritten. Biegen ging insgesamt besser. Wir wiederholten und festigten die Übungen der vorangegangenen zwei Tage: Ecken, Slalom, Volten, Kleeblatt, … Im Schritt alles tiptop, und Billy war flott unterwegs. Im Trab rannte er mir wieder fast weg, aber ließ sich dann ganz gut bremsen.
Ziemlich erstaunt war ich, als Billy sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag sofort das Maul aufmachte, als ich mit dem Gebiss kam. Da war ich schon baff.
Abkauübungen: Ich krieg das irgendwie nicht hin, Billy wehrt sich oder stellt sich tot. Peter kam und half diesmal. Er ortete eine starke Blockade am oberen Hals, da war auch eine Delle (ist auf beiden Seiten). Er werkte vorsichtig mit Mini-Bewegungen am Gebiss herum, bis Billy nachgab und sich streckte. Am Nachmittag war das Biegen dann tatsächlich besser, obwohl das auch Einbildung sein könnte ;-). Peter meinte jedenfalls, das wäre mit einem Mal nicht getan, aber fürs erste…
Wichtig für mich ist immer selbst locker bleiben, ich verspanne schnell, v.a. in den Schultern. Dagegen den „Papagei schaukeln“.
Wir machten in punkto Übungen wieder ein bisschen Fortschritte. Peter ordnete für mich und eine andere Teilnehmerin an, abwechselnd Innen- (Ecken) und Außenbiegung (lange Seite) zu reiten. Die weiter fortgeschrittenen Pferde durften Schultervor gehen. Wir ritten die Ecken mit starker Innenbiegung aus, dann einige Schritte geradeaus (! wichtig!), dann an der langen Seite kurz eine Außenbiegung. Vor der Ecke rechtzeitig wieder ein Stück geradeaus, dann wieder Innenbiegung. Hat Billy sehr toll gemacht. Ich tendiere zu zu starker Stellung im Hals, also nicht zu viel.
Auch die Schritt-Trab-Schritt-Übergänge gelangen mittlerweile sehr gut. Antraben auf der linken Hand klappte besser, ohne großes unbeabsichtigtes Abwenden in die Mitte. Ich denke da hab ich einfach auch zu viel durchgehen lassen. Wenn ich ein paarmal mit deutlicher Hilfengebung dranbleibe, akzeptiert Billy auch, dass er gerade antraben soll und nicht abzubiegen hat (denn ich denke nicht, dass das körperlich ist, er kann es ja!), und es geht mit weniger Außengewicht, Außenzügel und Innenschenkel.
Wir nahmen als neue Übung das richtige Anhalten dazu. Im 4-Punkt-Sitz spannt man die Gesäßmuskeln so stark an, dass die Sitzbeinhöcker nicht mehr zum Tragen kommen. Tatsächlich bemerkt man sofort ein Verhalten des Pferdes im Schritt, und wenn man weiter macht, ein Anhalten. Obwohl ich bei Billy normalerweise anders anhalte (nämlich mit Becken kippen lassen und Rundrücken), hat das gut geklappt, er hats gleich verstanden und kam langsam zum Halten - nicht abrupt. Sobald das Pferd steht, die Gesäßmuskeln wieder entspannen. Kurz warten, wieder anreiten. Billy war willig und kooperativ, die Übung haben wir sehr gut gemeistert. Wichtig dabei: Ellbogen winkeln!
Weiter gins mit richtigem Rückwärts. Peter baute eine Stangengasse auf. Wir ritten zuerst durch, geradeaus, dann verwendeten wir sie für die Rückwärts-Übung. Durchreiten, am Ende anhalten, und 1 Schritt rückwärts. Dann wieder rausreiten.
Für das Rückwärts lehrt Peter unterschiedliche Methoden. Ich war etwas verwirrt, weil er am Tag davor gesagt hatte, wir sollen unser Gewicht nach vorne verlagern, um den Rücken zu entlasten. Das hat ja gut geklappt, obwohl ich es sonst umgekehrt mache. Nun sagte er plötzlich hinten einsitzen (so wie ichs sonst mache). Ich hab nach dem Widerspruch gefragt, und offensichtlich ist es von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Ich machte es dann – und hab es ihm auch gesagt und war in Ordnung – so wie Billy es kennt, also hinten einsitzen. Dazu den Zügel sanft massieren, gleichseitig, dazu das Gesäß rhythmisch anspannen und wenn keine Reaktion kommt, noch ganz ganz sanft (sieht man fast nicht) mit dem Schenkel anpendeln. Tatsächlich hat das super geklappt, Billy wollte sogar immer mehr Schritte nach hinten als gefragt. Wer hätte das gedacht, ich hatte Schwierigkeiten, nur 1 Schritt zu bekommen und dann Halt. (Zu Hause ging es dann wieder besser).
Denn ganz wichtig ist für Peter, dass rückwärts immer nur ein Schritt geritten wird, dann kommt Pause. Im Lauf der Ausbildung wird diese Pause immer kürzer und kürzer, bis sie für Außenstehende nicht mehr sichtbar ist. Dennoch bleibt sie immer da. Denn zu oft habe er gesehen, wie Pferde das Rückwärts sozusagen gegen die Reiter einsetzen. Nach jedem Schritt ist also sicherzustellen, dass es auch wieder vorwärts gehen könnte, wenn man wollte ;-).
Zum Anreiten nach dem Rückwärts den Schenkel drehend-massierend einsetzen, mit einer Wadendrehung von hinten nach vorn, sodass das Pferd dies unterscheiden lernt. (Hat Billy sofort unterschieden, richtig super geklappt).
Es gab noch ein bisschen Theorie zum Aufsteigen: Kontrollieren, ob das Pferd ausbalanciert steht. Einsitzen wie auf einen Kaktus, ganz vorsichtig. Sattel richten auch nur ganz sanft und vorsichtig, nicht mit wilden Ruckbewegungen, wie man es oft sieht..
Zum Schluss signierte Peter mir noch mein Buch und gab mir am Schluss mit, ich solle jetzt weiter mit der Zäumungs-Kombination reiten. Es würde Tage geben, da könnte ich mehr am Gebiss, und manche, da würde weniger gehen am Gebiss, je nach Tages-verfassung. So könnte ich mich nach und nach darauf hinarbeiten, rein am Gebiss zu reiten.
Die Heimfahrt war abenteuerlich. Mein Herr Transporteur war viel zu früh, so geriet ich in Stress. Billy wollte erstmal nicht einsteigen, und wir hatten eine ganze Wanderreitgruppe als Zuschauer beim Verladen.
Herr Transporteur fuhr wieder ziemlich schnell, an einem Rastplatz machte er Pipi-Pause, Billy rumorte im Hänger und wieherte, ich stand Todesängste aus…. Dann fuhr er die Strecke ausgerechnet über die ärgste Gschreamstn (soll heißen: mitten durch die Pampa!), alles ziemlich flott. Unsere Hofeinfahrt hat er verpasst und dann mitten auf der Bundesstraße rückwärts geschoben, während sich der Verkehr von hinten einbremste und die Hängerräder durchaus knapp an den Straßengraben kamen - schließlich wars ja schon finster.... puh hatte ich Angst!! Aber irgendwie ging alles gut. Billy stieg brav aus, hatte gar nicht mehr so viel geschwitzt wie bei der Hinfahrt.
Nächstes Mal wird definitiv selbst gefahren…
Das war er also, der Kurs bei Peter Kreinberg. Ich war schwer begeistert über Peters Art und Weise, wie er jeden dort abholte, wo er war, wie er klar und deutlich seine Meinung äußert, ohne aber je vorwurfsvoll oder allzu kritisch rüberzukommen, wie er auch mal Hand anlegt, um zu verdeutlichen was er meint und einem dabei die Beine und Finger verdreht ;-). Ich mochte, dass er einen einbremst und sich erstmal um die fehlenden Basics kümmert, und wie er minutiös beobachtet und korrigiert; er ist ein toller Lehrer.
Und schließlich hat mir am besten gefallen, wie er in allem, was er macht und sagt, immer, wirklich immer, das Pferd an die erste Stelle stellt. Beim Handling, bei der Ausrüstung, beim Reiten. Als es darum ging, dass der Reiter verfahrene Bewegungsmuster korrigiert, die ihm erstmal schwer fallen, sagte er - das hat sich mir stark eingeprägt - : "Bevor ihr eure Pferde verbiegt, verbiegt lieber erstmal euch selbst!"
Kreinberg ist wirklich ein ganz ganz großer Horseman.
Und zum nächsten Kurs bin ich schon angemeldet :-)
Samstag, 29. September 2012
Peter Kreinberg-Kurs, Tag 2
Heute vormittag ritt ich vornehmlich am Gebisszügel, der Hackamore-Zügel lag auf dem Hals so gut wie die ganze Zeit. Daher kam ich auf die Idee, nachmittags dann nur mit Gebiss aufzukreuzen. Ging ganz gut am Anfang, kaum trabten wir aber, düste Billy los auf die anderen Pferde hin, wir ritten unsere arme Scheckstuti-Kollegin fast über den Haufen, woraufhin ich geschickt wurde, die Hackamore wieder zu holen. Mein Einwand, dass ich den Zügel davon ja am Vormittag nicht benutzt hätte, meinte Kreinberg, dass Billy allein das Gefühl hilft, dass die Hackamore da ist. Also wieder rauf damit. Und das Gebiss immer ÜBER der Hackamore anziehen!
Heute war irgendwie der frustrierendste Tag...
Abkauen geht schlecht. Billy wehrte sich tw. vehementest, mit Schnappen und Weggehen, Kopfschlagen usw.
Am Vormittag übten wir weiter die Biegung in Ecken und Slalom. Dabei begannen wir, etwas zuzulegen auf den langen Seiten, und wieder vor der Ecke zu verkürzen. Billy war ungewöhnlich flott unterwegs, um nicht zu sagen, er rannte mir unterm Hintern davon. Zulegen tat ich demnach fast zu viel. Verkürzen ging aber auch gut, ich war dann nur zu langsam, um die Zügel vorschriftsmäßig zu verkürzen.
Dann am Nachmittag machten wir weitere Übungen zum Fühlen, wann das äußere Vorderbein vortritt. Wir mussten das mit „jetzt“ benennen. Wir sollten dann wieder im Einklang durch die Ecken treiben, klappte gut, wenn ichs richtig erwische, biegt sich Billy serh schön.
Wir gingen über zu Volten und Zirkeln. Den Rest vom Nachmittag ritten wir Volten, bis mir schwindlich wurde. Die kleine, hektische - und deshalb dem Billy sehr verhasste - Scheckstute ritt ebenfalls da, wir kamen uns ständig in die Quere. Es war abwechselnd bei den Zirkelpunkten eine 6m-Volte zu reiten, und dann wieder auf den großen Zirkel zu gehen. Diese Übung sollte der Schenkelkoordination dienen: Für die Volte: Abwenden mit Treiben des äußeren Schenkels, Knie des inneren Beines öffnen, treiben immer wenn das innere Vorderbein vortritt, um es eben auf den kleineren Kreis zu setzen. Ab der Hälfte oder dem letzten Drittel der Volte dann innen treiben in Übereinstimmung mit dem äußeren Vorderbein, um das Pferd wieder auf den großen Zirkel zu versetzen. Das ganze war im Grunde kein Problem, weil Billy ja super auf Außenschenkel reagiert. Ich musste eher aufpassen, dass er mir nicht zu weit innen kam. Das einzig mühsame war die Biegung, v.a. weil wir es so lange machten. Billy wurde auch total triebig, das war lästig.
Die anderen am anderen Zirkel hatten jedoch so ihre liebe Not, eine Trab-Volte überhaupt einzuhalten, da war ich dann schon stolz drauf, was wir können.
Beim Zuschauen bei den anderen beiden Gruppen notierte ich auch noch jede Menge zur Theorie:
Thema Zügelkontakt: Wenn vom Pferd ein Widerstand zu spüren ist, ist Ziehen jedenfalls falsch. Stattdessen Halten durch richtige Positionierung, bis das Pferd nachgibt. Das muss immer das oberste Ziel sein: Nachgiebigkeit! Niemals nachgeben, bevor das Pferd nachgegeben hat. Es folgte eine Übung mit Fingerhakeln und Aus-dem-Gleichgewicht-Bringen, die mich an ein Video von Mark Rashid erinnerte.
Thema Beinkontakt Das Bein ist wie eine Leitplanke. Sollte hier das Pferd dagegen drücken, ebenfalls einfach halten, dabei aber nicht statisch werden, sonst resultiert das in einem Gegeneinander-Drücken. Gibt das Pferd nach, belohnt es sich selbst, da der Druck dann sofort verschwindet.
Peter Kreinberg unterscheidet 3 Arten von Energien:
1) Druckenergie: steigert die Energie (z.B. Pendelschenkel etc.)
2) Blockenergie: Bei Gegendruck des Pferdes
3) raumgebende Energie, Draw-Energie: Wenn Kontakt besteht und der Kontakt sich entfernt, folgt das Pferd um den Kontakt zu suchen = Draw-Energie.
Zum Sitz: Peter Kreinberg benennt einen 2-Punkt, 3-Punkt und 4-Punkt-Sitz. Der 2-Punkt-Sitz verteilt das Gewicht rein auf den Sitzbeinhöckern. Kreinberg zeigte es mir, ich fühlte mich stark vorne, eigentlich mit Hohlkreuz (sicher falsch gemacht). 3-Punkt-Sitz: Noch weiter vorne, jetzt richtig auf dem Schambein. Selten zu verwenden, wir haben den gar nicht angewendet, er hat ihn nicht näher erklärt. 4-Punkt-Sitz: Weiter hinten mit Gewicht auf Sitzbeinhöckern + Gesäßmuskeln verteilt.
Dazu gab es ein Bild: Wir sollten uns vorstellen, wir hätten eine Weintraube im Bauchnabel und müssten sie festhalten (4-Punkt-Sitz). Dann die Weintraube mit dem Bauchnabel "ausspucken" (2-Punkt-Sitz).
Zur Beinhaltung: Der Stützpunkt sollte unter dem Schwerpunkt sein (betrifft den Sattel und seine Bügelaufhängung). Bein lockern: O-Bein, Fußgelenk nach außen rotieren, Steigbügel anheben, ganzes Bein nach hinten legen. Kein Knieschluss! Den brauchen nur Springreiter, die höher als 1m springen. Bei allen anderen führt das nur zum Klemmen.;-)
Abends saßen dann wieder alle zusammen, Peter Kreinberg erzählte aus seinem bewegten Pferdeleben. Das hat mir gut gefallen. Ich war noch nie auf einem Kurs, wo ich auch übernachtet habe. Meist hieß es eher früher als später: Heimfahren, schlafen. Nicht so hier. Bis zum Schlafengehen wurde gefachsimpelt, Geschichten erzählt und Erfahrungen ausgetauscht.
Freitag, 28. September 2012
Peter Kreinberg-Kurs, Tag 1
Billy hat Stress. So viele fremde Pferde, fremde Umgebung, und Frauli ist auch noch hektisch und aufgeregt und gedopt mit Aspirin.
Billy giftelt also gegen alles und jeden, beim Putzen, Satteln, Hufemachen und überhaupt. Ich übergehe das souverän (naja....), am Nachmittag wird es schon besser.
Der Kurs ist klar durchstrukturiert und der Zeitplan wird genau eingehalten, sehr angenehm.
Peter Kreinberg kontrolliert am Anfang bei jedem Zaum und Sattelzeug, überzeugt sich, dass nichts kaputt ist oder absolut nicht passt. Ich bin als einziger bunter Vogel mit meiner Knoti-Hackamore + Gebisszaum drüber da (ebenfalls in bunt gehalten). Die Farbzusammenstellung beleidige ein wenig seine Augen, bemerkt Peter augenzwinkernd, ich darf aber trotzdem so weiterreiten und bekomme wertvolle Tips (Gebiss mit Genickriemen ÜBER das Knoti und nicht drunter).
Jede Reiteinheit beginnt Peter mit Abkau- und Biegeübungen am Gebiss. Mit sanftem Massieren, Schrägstellen des Gebisses, auseinanderziehen des Gebisses, bringt er das Pferd zum Abkauen. Hie und da mit einem kleinen sanften Ruck auch zum Heben des Halses, wenn er allzu zu tief ist. Anfassen soll man dazu nicht die Gebissringe (die Einwirkung wäre dann zu ungenau), sondern ganz nah an den Gebissringen am Zügel, und zwar nur mit Daumen und Zeigefinger. Als wichtig lernen wir: Der Mensch muss locker sein („Alexanderhaltung“): Knie leicht gewinkelt und federnd, Schultern locker. Man kann auch die Schultern langsam kreisen und dabei das Gebiss mitnehmen und so das Pferd mit-lockern.
Mit kleinen Sidesteps bewegt man sich - das Ziffernblatt einer Uhr vorgestellt - von 6h auf 7h, 8h, maximalst 9h und nimmt das Pferd sanft in eine Biegung mit. Immer nur eine Nuance mehr. Sobald was klemmt, bleibt Peter an diesem Punkt oder geht wieder in weniger Stellung zurück, massiert, bis das Pferd abkaut und nachgibt. Auf Nachgeben des Pferdes folgt Nachgeben am Gebiss.
Diese Übung immer vor und nach dem Reiten, sodass das Pferd ein angenehmes Gefühl hat, wenn sich Muskelblockaden lösen und lockern.
Billy hat anfangs sehr rebelliert, war auch stark verspannt im oberen Hals. Als Kreinberg selbst Hand anlegte, ging es viel besser, und irgendwas hat er wohl gelöst.
Dann ging es in den Sattel, und zum ersten Mal seit 25 Jahren brachte mir mal eindlich einer bei, wie man Zügel richtig hält. ;-) Ich ritt ja mit der Kombination aus Gebiss und Knoti-Hackamore, hatte also 2 Paar Zügel in der Hand. Hier lernte er mir gleich, die Zügel getrennt zu halten (ehrlich gesagt, bisher packte ich sie immer irgendwie, meist alles zusammen): Die Hackamore-Zügel zw. Ringfinger und kleinem Finger durch, ganz "normal" also, und den Gebisszügel jeweils unter den kleinen Finger legen. Das ging erstaunlich gut.
Dann gings ans Üben der Zügelführung. Kreinberg verkürzt und verlängert in winzigen Nuancen, ich wurde gleich gerügt, nahm gleich 10cm auf einmal an ohne es zu merken. Immer nur 1, 2 cm, dafür den Griff ganz schnell hintereinander öfter. Um links zu verkürzen: Linken Zügel mit rechtem Daumen und Zeigefinger kurz halten, rausziehen, wieder mit links schließen, Ellbogen winkeln. Ein wichtiger 3-er-Schritt: Ziehen-Schließen-Winkeln. Zum Verlängern sagte er nichts konkretes, ich ließ sich einfach cm für cm wieder rausrutschen. Das ließ er uns üben bis es uns zu den Ohren rauskam: In jeder Ecke, mit Slalom (hier 3x hintereinander den Griff pro Seite!), in Volten.
Weiters wichtig: Die Daumenbasis muss locker sein. Der Zügel wird nicht hauptsächlich mit Daumen und Zeigefinger festgehalten, sondern mit dem Ringfinger. Kreinberg demonstrierte mir, wie das unterschiedliche Auswirkungen auf die Muskelspannung im Ellbogen und v.a. der Schulter hat. Das war tatsächlich faszinierend. Wenn man mit Daumen und Zeigefinger schließt, versteift sich der Ellbogen, man kann nicht mehr abwinkeln und mitfedern, v.a. aber auch nicht mehr schnell nachgeben! Hält man mit dem Ringfinger, kann man ebenso fest z.B. gegen Gegendruck halten, aber das Nachgeben wird viel schneller und weicher. Immer wieder sollte ich die Hände lockern, indem ich die Daumenbasis kreisen lasse. Schultern lockern: Einzeln (!) kreisen lassen, langsam und sanft, als würde man einen da oben sitzenden Papagei vorsichtig schaukeln. Einzeln deshalb, weil man sonst keinen Unterschied zwischen den Seiten bemerkt.
Danach erklärte Peter, wie er Schenkelimpulse einsetzt. Bei ihm gibt es 2 Arten von Schenkelimpulsen:
1) Pendelschenkel, um mehr Fleiß zu entwickeln. (Am 3. Tag auch fürs Rückwärts).
2) Massierenden Impuls mit der Wade von hinten nach vorne drehen (Fußspitzen nach außen drehen), zur Aktivierung des inneren Hinterbeins und für Biegung.
Wir lernten fühlen, mussten benennen wann das äußere Vorderbein (und somit im Schritt kurz darauf das innere Hinterbein, im Trab gleichzeitig) vortritt. Ging gut, dank meiner Centered Riding-Stunden. Wir übten, den Schenkelimpuls im richtigen Moment zu geben: gleichzeitig mit Vorschwingen des Hinterbeins innen (= Vorschwingen des äußeren Vorderbeins).
Es folgten Übergänge Schritt-Trab. Angetrabt wird durch Pendelschenkel, abwechselnd mit „Sitzimpulsen“ (letztere hab ich nicht genau verstanden, ich denke Gesäß anspannen). Billy driftete ständig v.a. auf der linken Hand ganz ganz schlimm nach innen. Dafür: Gewicht in äußeren Bügel, mit dem Innenschenkel massieren, nicht überfallen. Nach einigen Durchgängen ging es besser. Sonst waren meine Übergänge gut, am letzten Tag bekam ich sogar ein „Tiptop!“-Lob dafür *stolzschau*.
Billy giftelt also gegen alles und jeden, beim Putzen, Satteln, Hufemachen und überhaupt. Ich übergehe das souverän (naja....), am Nachmittag wird es schon besser.
Der Kurs ist klar durchstrukturiert und der Zeitplan wird genau eingehalten, sehr angenehm.
Peter Kreinberg kontrolliert am Anfang bei jedem Zaum und Sattelzeug, überzeugt sich, dass nichts kaputt ist oder absolut nicht passt. Ich bin als einziger bunter Vogel mit meiner Knoti-Hackamore + Gebisszaum drüber da (ebenfalls in bunt gehalten). Die Farbzusammenstellung beleidige ein wenig seine Augen, bemerkt Peter augenzwinkernd, ich darf aber trotzdem so weiterreiten und bekomme wertvolle Tips (Gebiss mit Genickriemen ÜBER das Knoti und nicht drunter).
Jede Reiteinheit beginnt Peter mit Abkau- und Biegeübungen am Gebiss. Mit sanftem Massieren, Schrägstellen des Gebisses, auseinanderziehen des Gebisses, bringt er das Pferd zum Abkauen. Hie und da mit einem kleinen sanften Ruck auch zum Heben des Halses, wenn er allzu zu tief ist. Anfassen soll man dazu nicht die Gebissringe (die Einwirkung wäre dann zu ungenau), sondern ganz nah an den Gebissringen am Zügel, und zwar nur mit Daumen und Zeigefinger. Als wichtig lernen wir: Der Mensch muss locker sein („Alexanderhaltung“): Knie leicht gewinkelt und federnd, Schultern locker. Man kann auch die Schultern langsam kreisen und dabei das Gebiss mitnehmen und so das Pferd mit-lockern.
Mit kleinen Sidesteps bewegt man sich - das Ziffernblatt einer Uhr vorgestellt - von 6h auf 7h, 8h, maximalst 9h und nimmt das Pferd sanft in eine Biegung mit. Immer nur eine Nuance mehr. Sobald was klemmt, bleibt Peter an diesem Punkt oder geht wieder in weniger Stellung zurück, massiert, bis das Pferd abkaut und nachgibt. Auf Nachgeben des Pferdes folgt Nachgeben am Gebiss.
Diese Übung immer vor und nach dem Reiten, sodass das Pferd ein angenehmes Gefühl hat, wenn sich Muskelblockaden lösen und lockern.
Billy hat anfangs sehr rebelliert, war auch stark verspannt im oberen Hals. Als Kreinberg selbst Hand anlegte, ging es viel besser, und irgendwas hat er wohl gelöst.
Dann ging es in den Sattel, und zum ersten Mal seit 25 Jahren brachte mir mal eindlich einer bei, wie man Zügel richtig hält. ;-) Ich ritt ja mit der Kombination aus Gebiss und Knoti-Hackamore, hatte also 2 Paar Zügel in der Hand. Hier lernte er mir gleich, die Zügel getrennt zu halten (ehrlich gesagt, bisher packte ich sie immer irgendwie, meist alles zusammen): Die Hackamore-Zügel zw. Ringfinger und kleinem Finger durch, ganz "normal" also, und den Gebisszügel jeweils unter den kleinen Finger legen. Das ging erstaunlich gut.
Dann gings ans Üben der Zügelführung. Kreinberg verkürzt und verlängert in winzigen Nuancen, ich wurde gleich gerügt, nahm gleich 10cm auf einmal an ohne es zu merken. Immer nur 1, 2 cm, dafür den Griff ganz schnell hintereinander öfter. Um links zu verkürzen: Linken Zügel mit rechtem Daumen und Zeigefinger kurz halten, rausziehen, wieder mit links schließen, Ellbogen winkeln. Ein wichtiger 3-er-Schritt: Ziehen-Schließen-Winkeln. Zum Verlängern sagte er nichts konkretes, ich ließ sich einfach cm für cm wieder rausrutschen. Das ließ er uns üben bis es uns zu den Ohren rauskam: In jeder Ecke, mit Slalom (hier 3x hintereinander den Griff pro Seite!), in Volten.
Weiters wichtig: Die Daumenbasis muss locker sein. Der Zügel wird nicht hauptsächlich mit Daumen und Zeigefinger festgehalten, sondern mit dem Ringfinger. Kreinberg demonstrierte mir, wie das unterschiedliche Auswirkungen auf die Muskelspannung im Ellbogen und v.a. der Schulter hat. Das war tatsächlich faszinierend. Wenn man mit Daumen und Zeigefinger schließt, versteift sich der Ellbogen, man kann nicht mehr abwinkeln und mitfedern, v.a. aber auch nicht mehr schnell nachgeben! Hält man mit dem Ringfinger, kann man ebenso fest z.B. gegen Gegendruck halten, aber das Nachgeben wird viel schneller und weicher. Immer wieder sollte ich die Hände lockern, indem ich die Daumenbasis kreisen lasse. Schultern lockern: Einzeln (!) kreisen lassen, langsam und sanft, als würde man einen da oben sitzenden Papagei vorsichtig schaukeln. Einzeln deshalb, weil man sonst keinen Unterschied zwischen den Seiten bemerkt.
Danach erklärte Peter, wie er Schenkelimpulse einsetzt. Bei ihm gibt es 2 Arten von Schenkelimpulsen:
1) Pendelschenkel, um mehr Fleiß zu entwickeln. (Am 3. Tag auch fürs Rückwärts).
2) Massierenden Impuls mit der Wade von hinten nach vorne drehen (Fußspitzen nach außen drehen), zur Aktivierung des inneren Hinterbeins und für Biegung.
Wir lernten fühlen, mussten benennen wann das äußere Vorderbein (und somit im Schritt kurz darauf das innere Hinterbein, im Trab gleichzeitig) vortritt. Ging gut, dank meiner Centered Riding-Stunden. Wir übten, den Schenkelimpuls im richtigen Moment zu geben: gleichzeitig mit Vorschwingen des Hinterbeins innen (= Vorschwingen des äußeren Vorderbeins).
Es folgten Übergänge Schritt-Trab. Angetrabt wird durch Pendelschenkel, abwechselnd mit „Sitzimpulsen“ (letztere hab ich nicht genau verstanden, ich denke Gesäß anspannen). Billy driftete ständig v.a. auf der linken Hand ganz ganz schlimm nach innen. Dafür: Gewicht in äußeren Bügel, mit dem Innenschenkel massieren, nicht überfallen. Nach einigen Durchgängen ging es besser. Sonst waren meine Übergänge gut, am letzten Tag bekam ich sogar ein „Tiptop!“-Lob dafür *stolzschau*.
Donnerstag, 27. September 2012
Los gehts! Kreinberg-Kurs, die Anreise
Heute gings los, Fahrt zum Wanderreithof für den Kurs mit Peter Kreinberg!
Zum Transportieren hatte mir ein Freund seinen Stallbesitzer vermittelt. Der kam schon früh, weil er nachher weiter musste. Billy stieg ziemlich brav und auf Anhieb ein, und dann gings los. Herr Transporteur vertraute seinem Navi mehr als meiner stundenlangen Recherche und dem Hinweis auf der Website des Wanderreithofs ("Navis finden uns nicht!!") und fuhr auch sonst .... naja, flott. In mir reifte der Entschluss: Die nächste Fahrt bestreite ich höchstpersönlichst selbst ;-).
Billy stieg ziemlich schweißgebadet und natürlich sehr aufgeregt aus. Ich war zu früh dran, um eine Box oder mein Zimmer zu beziehen, und so gingen wir mal auf und ab, schauen, bis uns die Chefin vom Hof eine Koppel zuwies. Dort stellte ich Billy einmal hin mit seiner Decke zum Abschwitzen und setzte mich daneben. Es war kalt und windig und nicht gerade schön, immer wieder mit etwas Regen, aber nicht schlimm. Wir verbrachten etwas undemanding Time.
Um 15h konnte ich dann mein Zimmer beziehen. Billy hatte sich bereits auf der Koppel ganz gut eingelebt und beruhigt und knabberte am spärlichen Gras. Ich holte ihn und machte ein bissl Bodenarbeit in der Halle, wo er brav mitgemacht hat. Wir begannen mit ein bisschen Stick to Me, weil es in der Situation einfach angebracht war. Billy musste viel umherschauen, bald klappte es aber ganz gut. Zum Schluss konnte ich sogar einem der späteren Kursteilnehmern (der sich angeschlichen hatte und zuschaute ;-) unseren gemeinsamen Galopp zeigen, sogar soweit konzentrierte sich Billy, dass das klappte :-) .
Ich dachte, dass Billy heute mal die Beine bewegen möchte, und ließ ihn das daher in einem Circling Game machen. Ich bestand noch auf einem korrekten Rückwärts, das klappte hervorragend. Ein bisschen musste ich ihn schon zurechtweisen, weil er nicht aufpasste, aber dann gings gut. Er hatte natürlich heut viel Go und Höherschalten war leicht. Also probierte ich auch Galoppwechsel, und es hat ganz gut geklappt, nach mehreren Anläufen.
Auch seitwärts haben wir wieder probiert. Halbkreise um mich mit seitlichem wegdriften. Ging ganz gut dafür, dass wir in fremder Umgebung waren. Er hat mich verstanden und willig bemüht, auszuführen, was ich möchte.
Er kam dann in seine Box, wo er zuerst noch allein war, bevor sein Nachbar kam. Das machte der Hofchefin Sorgen, aber ich konnte sie wirklich beruhigen... solange Heu vor seiner Nase liegt, ist Alleinsein kein Problem für den Billy, so war es auch. Mit dem Boxennachbarn, der erst spät in der Nacht eintraf, verstand er sich dann auf Anhieb bestens und beide waren für den Rest des Kurses ziemlich unzertrennlich, wir ließen sie ab Freitag dann auch gemeinsam auf eine Koppel.
Donnerstag abend beim Essen wurden dann die Gruppen eingeteilt und Peter Kreinberg erzählte ein bissl was über seine Theorien und Ansichten; die Kursteilnehmer stellten sich und ihre Pferde vor und es wurde noch lange geplaudert. Viele waren schon zum x-ten Mal da, an denen sah man auch, wo es hinführt. Und mir hat gut gefallen, wo es hinführt!
Groggy fiel ich ins Bett, hatte weiter leichtes Fieber und einen Wattebausch-Kopf…
Zum Transportieren hatte mir ein Freund seinen Stallbesitzer vermittelt. Der kam schon früh, weil er nachher weiter musste. Billy stieg ziemlich brav und auf Anhieb ein, und dann gings los. Herr Transporteur vertraute seinem Navi mehr als meiner stundenlangen Recherche und dem Hinweis auf der Website des Wanderreithofs ("Navis finden uns nicht!!") und fuhr auch sonst .... naja, flott. In mir reifte der Entschluss: Die nächste Fahrt bestreite ich höchstpersönlichst selbst ;-).
Billy stieg ziemlich schweißgebadet und natürlich sehr aufgeregt aus. Ich war zu früh dran, um eine Box oder mein Zimmer zu beziehen, und so gingen wir mal auf und ab, schauen, bis uns die Chefin vom Hof eine Koppel zuwies. Dort stellte ich Billy einmal hin mit seiner Decke zum Abschwitzen und setzte mich daneben. Es war kalt und windig und nicht gerade schön, immer wieder mit etwas Regen, aber nicht schlimm. Wir verbrachten etwas undemanding Time.
Um 15h konnte ich dann mein Zimmer beziehen. Billy hatte sich bereits auf der Koppel ganz gut eingelebt und beruhigt und knabberte am spärlichen Gras. Ich holte ihn und machte ein bissl Bodenarbeit in der Halle, wo er brav mitgemacht hat. Wir begannen mit ein bisschen Stick to Me, weil es in der Situation einfach angebracht war. Billy musste viel umherschauen, bald klappte es aber ganz gut. Zum Schluss konnte ich sogar einem der späteren Kursteilnehmern (der sich angeschlichen hatte und zuschaute ;-) unseren gemeinsamen Galopp zeigen, sogar soweit konzentrierte sich Billy, dass das klappte :-) .
Ich dachte, dass Billy heute mal die Beine bewegen möchte, und ließ ihn das daher in einem Circling Game machen. Ich bestand noch auf einem korrekten Rückwärts, das klappte hervorragend. Ein bisschen musste ich ihn schon zurechtweisen, weil er nicht aufpasste, aber dann gings gut. Er hatte natürlich heut viel Go und Höherschalten war leicht. Also probierte ich auch Galoppwechsel, und es hat ganz gut geklappt, nach mehreren Anläufen.
Auch seitwärts haben wir wieder probiert. Halbkreise um mich mit seitlichem wegdriften. Ging ganz gut dafür, dass wir in fremder Umgebung waren. Er hat mich verstanden und willig bemüht, auszuführen, was ich möchte.
Er kam dann in seine Box, wo er zuerst noch allein war, bevor sein Nachbar kam. Das machte der Hofchefin Sorgen, aber ich konnte sie wirklich beruhigen... solange Heu vor seiner Nase liegt, ist Alleinsein kein Problem für den Billy, so war es auch. Mit dem Boxennachbarn, der erst spät in der Nacht eintraf, verstand er sich dann auf Anhieb bestens und beide waren für den Rest des Kurses ziemlich unzertrennlich, wir ließen sie ab Freitag dann auch gemeinsam auf eine Koppel.
Donnerstag abend beim Essen wurden dann die Gruppen eingeteilt und Peter Kreinberg erzählte ein bissl was über seine Theorien und Ansichten; die Kursteilnehmer stellten sich und ihre Pferde vor und es wurde noch lange geplaudert. Viele waren schon zum x-ten Mal da, an denen sah man auch, wo es hinführt. Und mir hat gut gefallen, wo es hinführt!
Groggy fiel ich ins Bett, hatte weiter leichtes Fieber und einen Wattebausch-Kopf…
Dienstag, 25. September 2012
Ich bin inzwischen wirklich krank geworden. Hab erhöhte Temperatur, Schweißausbrüche und wattigen Kopf. Das ist nicht grad toll, Donnerstag gehts zum Kurs.
Gebiss nehmen: Zuerst bin ich mit dem einfach gebrochenen gekommen, das ich letztes Mal verwendet hab. Prompt wollte Billy flüchten und machte das Maul nicht auf. Ich hab dann aufgegeben und das andere geholt – und das war innerhalb von ein paar Minuten drin. Interessant!
Wieder die Centered-Riding Übungen. Habe Zirkel mit geradeaus abgewechselt. Teilweise hat es sehr gut funktioniert, aber Billy war heut ziemlich lauffreudig und rannte mir unterm Hintern davon teilweise, da wurde es gleich schwieriger mit Rahmen Erweitern, er hatte den Kopf oben und rannte im Trab dahin. Tw. wollte er nicht auf die Zirkellinie, da musste ich dann weit mit der inneren Hand ausholen, dann gings. Rahmen verkürzen ging dafür so viel besser, mit so viel Go heute.
Billy wollte heute unbedingt galoppieren, also durfte er auch ein bissl am Schluss. Weil dazwischen wollte er auch, hat sich dann aber brav in den Trab gefügt, das wollte ich belohnen und nicht immer justament das Gegenteil machen. Es war ein toll zu sitzender, flüssiger Galopp, ich hab aber nicht viel gemacht außer oben sitzen, war zu groggy.
Gebiss nehmen: Zuerst bin ich mit dem einfach gebrochenen gekommen, das ich letztes Mal verwendet hab. Prompt wollte Billy flüchten und machte das Maul nicht auf. Ich hab dann aufgegeben und das andere geholt – und das war innerhalb von ein paar Minuten drin. Interessant!
Wieder die Centered-Riding Übungen. Habe Zirkel mit geradeaus abgewechselt. Teilweise hat es sehr gut funktioniert, aber Billy war heut ziemlich lauffreudig und rannte mir unterm Hintern davon teilweise, da wurde es gleich schwieriger mit Rahmen Erweitern, er hatte den Kopf oben und rannte im Trab dahin. Tw. wollte er nicht auf die Zirkellinie, da musste ich dann weit mit der inneren Hand ausholen, dann gings. Rahmen verkürzen ging dafür so viel besser, mit so viel Go heute.
Billy wollte heute unbedingt galoppieren, also durfte er auch ein bissl am Schluss. Weil dazwischen wollte er auch, hat sich dann aber brav in den Trab gefügt, das wollte ich belohnen und nicht immer justament das Gegenteil machen. Es war ein toll zu sitzender, flüssiger Galopp, ich hab aber nicht viel gemacht außer oben sitzen, war zu groggy.
Mittwoch, 19. September 2012
Das Gebiss nehmen ging heut ruckzuck!
Wir sind in die Halle und haben dort die Centered Riding Dinge aus der letzten Stunde geübt. Im Schritt versucht den Rahmen zu verlängern, dann mit "Segel Spannen" zu verkürzen. Billy hat brav mitgemacht.
Dann Übungen fürs Neckreining à la Kreinberg-Buch. Billy versteht langsam, und manchmal gelingt eine Volte schön eng als Beginn einer Hinterhandwendung. Hinterhandwendung pur haben wir auch schön gemacht, Schritt für Schritt.
Rückwärts war heut ein heftiger Kampf, aber ein ruhiger. Ich konnte ganz gelassen bleiben. Billy versuchte oftmals, durch den Druck vorne einfach hindurchzustapfen. Ich hab reagiert mit vermehrtem Klopfen der Schenkel (aber nicht fest und nicht wütend), bis er rückwärts auswich, und dann kam aller Druck weg. So konnten wir im Lauf der Einheit ein hübsches Rückwärts erarbeiten. Wieder mal ...
Wir sind in die Halle und haben dort die Centered Riding Dinge aus der letzten Stunde geübt. Im Schritt versucht den Rahmen zu verlängern, dann mit "Segel Spannen" zu verkürzen. Billy hat brav mitgemacht.
Dann Übungen fürs Neckreining à la Kreinberg-Buch. Billy versteht langsam, und manchmal gelingt eine Volte schön eng als Beginn einer Hinterhandwendung. Hinterhandwendung pur haben wir auch schön gemacht, Schritt für Schritt.
Rückwärts war heut ein heftiger Kampf, aber ein ruhiger. Ich konnte ganz gelassen bleiben. Billy versuchte oftmals, durch den Druck vorne einfach hindurchzustapfen. Ich hab reagiert mit vermehrtem Klopfen der Schenkel (aber nicht fest und nicht wütend), bis er rückwärts auswich, und dann kam aller Druck weg. So konnten wir im Lauf der Einheit ein hübsches Rückwärts erarbeiten. Wieder mal ...
Montag, 17. September 2012
Hängertraining - Mensch und Pferd ;-)
Heute hab ich Hängerfahren geübt! Hab mir einen Hänger geliehen und war mordsaufgeregt. Prompt hat der Typ auf uns vergessen gehabt und musste erst anreisen. Dafür musste ich keine Kaution zahlen und konnte den Hänger zurückstellen, wann wir wollten.
Ich fuhr zu Billy, um etwas Verladetraining zu machen, auch im Hinblick auf nächste Woche, wo wir zum Kreinberg-Kurs fahren.
Zuerst kurz am Viereck Führen aus Zone 5 gemacht, das hat super geklappt, besser als gedacht. Lenken, Anhalten, Schritt und kurz Trab und sogar ein kleines Galöppchen (Premiere!!!)!
Dann auf zum Hänger, wir hatten den mit rundherum schön viel Platz geparkt. Billy stapfte sofort mit den Vorderbeinen drauf, hielt die Rampe für ein Podest ;-). Aber die Hinterbeine waren schwierig, und auch reingehen, da war er skeptisch.
Ich schickte ihn in einem Circling Game rundherum und ließ ihn ein paarmal quer über die Rampe gehen, bis das flüssig ging. War schnell der Fall, auf beiden Händen.
Dann wollte ich ihn reinschicken, aber irgendwie krieg ich das nicht hin, er steigt dann doch immer seitlich runter. Zum Schluss bin ich einfach auf die gute alte Methode in den Hänger rein und hab von vorne Druck ausgeübt. Er zog einige Male zurück, aber bald wars soweit, er stieg zu mir in den Hänger.
Dann machten wir das ein paarmal. Angst hatte er dann v.a. wieder vor dem rückwärts aussteigen. Also geübt: Einsteigen, aussteigen, einsteigen, aussteigen. Zwischendurch machten wir mal die Stange hinten zu, wieder auf, ließen ihn ein bissl stehen, wieder aussteigen.
Super brav... Kreinberg-Kurs, wir kommen! :-)
Ich fuhr zu Billy, um etwas Verladetraining zu machen, auch im Hinblick auf nächste Woche, wo wir zum Kreinberg-Kurs fahren.
Zuerst kurz am Viereck Führen aus Zone 5 gemacht, das hat super geklappt, besser als gedacht. Lenken, Anhalten, Schritt und kurz Trab und sogar ein kleines Galöppchen (Premiere!!!)!
Dann auf zum Hänger, wir hatten den mit rundherum schön viel Platz geparkt. Billy stapfte sofort mit den Vorderbeinen drauf, hielt die Rampe für ein Podest ;-). Aber die Hinterbeine waren schwierig, und auch reingehen, da war er skeptisch.
Ich schickte ihn in einem Circling Game rundherum und ließ ihn ein paarmal quer über die Rampe gehen, bis das flüssig ging. War schnell der Fall, auf beiden Händen.
Dann wollte ich ihn reinschicken, aber irgendwie krieg ich das nicht hin, er steigt dann doch immer seitlich runter. Zum Schluss bin ich einfach auf die gute alte Methode in den Hänger rein und hab von vorne Druck ausgeübt. Er zog einige Male zurück, aber bald wars soweit, er stieg zu mir in den Hänger.
Dann machten wir das ein paarmal. Angst hatte er dann v.a. wieder vor dem rückwärts aussteigen. Also geübt: Einsteigen, aussteigen, einsteigen, aussteigen. Zwischendurch machten wir mal die Stange hinten zu, wieder auf, ließen ihn ein bissl stehen, wieder aussteigen.
Super brav... Kreinberg-Kurs, wir kommen! :-)
Samstag, 15. September 2012
Heute haben wir in der Centered Riding Stunde an Übergängen innerhalb einer Gangart gearbeitet. Also im Schritt zulegen und verkürzen und dasselbe im Trab. Zum Schluss noch kurz Galopp.
Beim Zulegen sollte ich mir vorstellen, das Pferd hätte ein Scharnier im Widerrist. Beim Zulegen soll sich alles vor und hinter diesem Scharnier nach unten biegen: Der Hals mit Kopf auf der einen Seite, die Kruppe und Hinterhand an der anderen Seite. Der Widerrist soll oben bleiben. Praktisch bewerktstelligen sollte ich das einfach, indem ich die Kopfbewegung im Schritt z.B. verstärke und mir vorstelle, die Zügel sind Stangen, an denen ich Billys Kopf nach vorne schiebe. Gleichzeitig soll ich mir für das Abkippen bzw. Untertreten der Hinterhand vorstellen, an einem Gymnastikball hinten hinunter zu rutschen. Das letztere Bild hat nicht so gut funkitoniert, aber das erste sehr. Billy legte tatsächlich zu, v.a. aber erweiterte er den Rahmen super.
Will ich das Gegenteil, also ein Verkürzen der Gangart, kürzere, erhabenere Tritte, soll ich mir vorstellen, ich wäre auf Billys Rücken ein „Segel im Wind“. Man richtet sich durch das Bild automatisch auf. Ich habe auch noch aktiv daran gedacht, den Pferderücken anzu“saugen“, und tatsächlich wurden Billys Tritte kürzer und federnder. Für den gleichen Zweck gab es noch das Bild des Zentauren: Meine Sitzbeinhöcker sind mit Billys Beinen verwachsen, und ich selbst mache riesige, erhabene Schritte. Hat auch gut geholfen.
Die Verkürzung soll ich immer nur ganz kurz beibehalten, Billy hat die Kraft noch nicht.
Ich werde also jetzt üben, immer schön abwechselnd, in Trab und Schritt.
Galoppiert sind wir auch noch wie gesagt, aber das war nicht so toll. Das werden wir wohl noch ein bissl ruhen lassen.
Beim Zulegen sollte ich mir vorstellen, das Pferd hätte ein Scharnier im Widerrist. Beim Zulegen soll sich alles vor und hinter diesem Scharnier nach unten biegen: Der Hals mit Kopf auf der einen Seite, die Kruppe und Hinterhand an der anderen Seite. Der Widerrist soll oben bleiben. Praktisch bewerktstelligen sollte ich das einfach, indem ich die Kopfbewegung im Schritt z.B. verstärke und mir vorstelle, die Zügel sind Stangen, an denen ich Billys Kopf nach vorne schiebe. Gleichzeitig soll ich mir für das Abkippen bzw. Untertreten der Hinterhand vorstellen, an einem Gymnastikball hinten hinunter zu rutschen. Das letztere Bild hat nicht so gut funkitoniert, aber das erste sehr. Billy legte tatsächlich zu, v.a. aber erweiterte er den Rahmen super.
Will ich das Gegenteil, also ein Verkürzen der Gangart, kürzere, erhabenere Tritte, soll ich mir vorstellen, ich wäre auf Billys Rücken ein „Segel im Wind“. Man richtet sich durch das Bild automatisch auf. Ich habe auch noch aktiv daran gedacht, den Pferderücken anzu“saugen“, und tatsächlich wurden Billys Tritte kürzer und federnder. Für den gleichen Zweck gab es noch das Bild des Zentauren: Meine Sitzbeinhöcker sind mit Billys Beinen verwachsen, und ich selbst mache riesige, erhabene Schritte. Hat auch gut geholfen.
Die Verkürzung soll ich immer nur ganz kurz beibehalten, Billy hat die Kraft noch nicht.
Ich werde also jetzt üben, immer schön abwechselnd, in Trab und Schritt.
Galoppiert sind wir auch noch wie gesagt, aber das war nicht so toll. Das werden wir wohl noch ein bissl ruhen lassen.
Donnerstag, 13. September 2012
Temperatursturz, es hatte nur 9° heut nachmittag! Billy wird plüschig :-) .
Billy öffnete heut das Maul überraschend schnell, als ich mit dem Gebiss kam; beinahe sofort! Davor wollte er aber trotzdem noch dem Riemen ausweichen. Trotzdem, sehr brav heute.
Zum Aufwärmen die "Olympische Ringe"-Übung. Zuerst Schritt. Billy war gut drauf und flott unterwegs, sehr angenehm. Am Anfang ließ ich die Zügel nur auf dem Hals liegen ohne sie anzufassen, und bin alle möglichen Bahnfiguren geritten, alles was mir eingefallen ist. Billy hat super reagiert, sehr präzise und prompt und willig. Super! Danach Zügel aufgenommen und Olympische Ringe. Billy ging alles zügig und willig, fühlte sich sehr gut an.
Dann Antraben. Ging mir zu langsam, daher 2 Runden auf beiden Händen am langen Zügel Schenkelgehorsam geübt, war bald wieder geklärt. Dann die Zügel aufgenommen und los mit den Olympischen Ringen. Teilweise gab es noch große Abwehr gegen das Gebiss. Wenn ichs länger lasse, hört das ganz auf. Ansonsten ging er brav seine Kringel, ich bemühte mich, „große Schritte in sein Gebiss“ zu machen, Pingpong zu schubsen und meine Nase nicht an seinem Innenohr vorbei zu drehen. Samstag haben wir wieder Stunde, bin gespannt, was meine Trainerin sagt. Im Spiegel sieht es manchmal besser aus, Billys Hals ist nicht mehr vorgestreckt wie bei einer Kuh, sondern hie und da tatsächlich gerundet. Go war heut auch super und angenehm.
Und ich hab mich bemüht, etwas mehr Körperspannung zu haben, weil ich das Video gesehen hab, das vor zwei Wochen gemacht wurde – fürchterlich, v.a. meine Halswirbelsäule wie Gummi – es ist eigentlich ein Wunder, dass ich nicht mit Dauer-Peitschenschlag herumrenne.
Dann bin ich abgesessen und hab Billy vom Gebiss befreit, wir haben aber noch ein bisschen On Line gemacht. Zuerst ein bisschen CG, Billy flott und super unterwegs. Dann hie und da zur Wand angenähert und Seitwärts geschickt. Er erkannte die Übung bald wieder und ich begann systematisch mal links, mal rechts in einem Halbkreis zu schicken und dann seitwärts driften zu lassen. Nach links geht das in einem 45° Winkel langsam schon richtig gut. Nach rechts will er lieber ganz gradaus, dreht sich von mir weg, aber es ist leicht zu reparieren. Er bemüht sich total und hat viel Lob gekriegt. Nach links bekommen wir ein paar Trabtrittchen zusammen, nach rechts schnellen Schritt.
Beendet hab ich dann mit 4 Runden Galopp mit mir in Neutral, Billy war sehr brav linksrum. Irgendwas hindert ihn, richtig locker zu sein links. Aber er hat sich super bemüht. Auf mich zutraben funzt super, eine ganze Hallenlänge lang.
Billy öffnete heut das Maul überraschend schnell, als ich mit dem Gebiss kam; beinahe sofort! Davor wollte er aber trotzdem noch dem Riemen ausweichen. Trotzdem, sehr brav heute.
Zum Aufwärmen die "Olympische Ringe"-Übung. Zuerst Schritt. Billy war gut drauf und flott unterwegs, sehr angenehm. Am Anfang ließ ich die Zügel nur auf dem Hals liegen ohne sie anzufassen, und bin alle möglichen Bahnfiguren geritten, alles was mir eingefallen ist. Billy hat super reagiert, sehr präzise und prompt und willig. Super! Danach Zügel aufgenommen und Olympische Ringe. Billy ging alles zügig und willig, fühlte sich sehr gut an.
Dann Antraben. Ging mir zu langsam, daher 2 Runden auf beiden Händen am langen Zügel Schenkelgehorsam geübt, war bald wieder geklärt. Dann die Zügel aufgenommen und los mit den Olympischen Ringen. Teilweise gab es noch große Abwehr gegen das Gebiss. Wenn ichs länger lasse, hört das ganz auf. Ansonsten ging er brav seine Kringel, ich bemühte mich, „große Schritte in sein Gebiss“ zu machen, Pingpong zu schubsen und meine Nase nicht an seinem Innenohr vorbei zu drehen. Samstag haben wir wieder Stunde, bin gespannt, was meine Trainerin sagt. Im Spiegel sieht es manchmal besser aus, Billys Hals ist nicht mehr vorgestreckt wie bei einer Kuh, sondern hie und da tatsächlich gerundet. Go war heut auch super und angenehm.
Und ich hab mich bemüht, etwas mehr Körperspannung zu haben, weil ich das Video gesehen hab, das vor zwei Wochen gemacht wurde – fürchterlich, v.a. meine Halswirbelsäule wie Gummi – es ist eigentlich ein Wunder, dass ich nicht mit Dauer-Peitschenschlag herumrenne.
Dann bin ich abgesessen und hab Billy vom Gebiss befreit, wir haben aber noch ein bisschen On Line gemacht. Zuerst ein bisschen CG, Billy flott und super unterwegs. Dann hie und da zur Wand angenähert und Seitwärts geschickt. Er erkannte die Übung bald wieder und ich begann systematisch mal links, mal rechts in einem Halbkreis zu schicken und dann seitwärts driften zu lassen. Nach links geht das in einem 45° Winkel langsam schon richtig gut. Nach rechts will er lieber ganz gradaus, dreht sich von mir weg, aber es ist leicht zu reparieren. Er bemüht sich total und hat viel Lob gekriegt. Nach links bekommen wir ein paar Trabtrittchen zusammen, nach rechts schnellen Schritt.
Beendet hab ich dann mit 4 Runden Galopp mit mir in Neutral, Billy war sehr brav linksrum. Irgendwas hindert ihn, richtig locker zu sein links. Aber er hat sich super bemüht. Auf mich zutraben funzt super, eine ganze Hallenlänge lang.
Dienstag, 11. September 2012
Der letzte Tag mit Super-Wetter ist angesagt. Noch einmal 30°, morgen soll es dann kühl werden und der Sommer soll vorbei sein.
Der Kurs mit Peter Kreinberg bereitet mir noch schlaflose Nächte... ich muss noch einen Transport organisieren...
Wenn ich aber schon zum Kreinberg-Kurs fahre, muss ich ein bisschen üben! Hab daher heut mit Sattel geübt und nur mit Hackamore.
Billy war anfangs seeehr zäh, das war unglaublich. Ich probierte anfangs einfach ein paar Halt-Schritt-Paraden, das ging noch, zäh, aber es ging. Dann rückwärts, und schon hatten wir eine Mega-Diskussion beieinander. Billy verweigerte das Rückwärts wie ganz zu Anfang, einfach stures Stehen, ich hatte viel zu tun, nicht sauer zu werden. Billy ignorierte alle Phasen, die ich krampfhaft versuchte einzuahlten, und ging tw. einfach durch allen Druck vorwärts. Mit sehr hohen Phasen konnte ich ein paar zähe Schrittchen bekommen.
Ich ging über zu einem Achter im Schritt mit Außenbiegung und Innenbiegung. Von der Mitte der Acht kommend Außenstellung, bis ¾ des Kreises, dann umstellen zu Innenbiegung, um die Mitte, und auf den anderen Kreis der Acht wieder in anderer Außenstellung. Kann schwer sagen, welche Richtung besser war, Billy hats bei beiden brav gemacht.
Dazwischen wollte ich dann etwas Schwung holen, weil er bei sowas erst recht gern einschläft, und begann, einen Kringel im Trab zu reiten (mit ganz normaler bzw. ohne Biegung), dann bei X des Achters Schrittparade und einen Kringel in Außenbiegung. Wieder Trab. Ein paarmal, dann Seiten gewechselt. Das klappte ganz gut. Ich kann nur im Sattel echt schlecht aussitzen. Die Gewohnheit ist doch was lustiges... Ohne Sattel kann ich besser aussitzen als mit. REine Übung.
Dann weiter die gleiche Übung, nur Galopp statt Trab. Galopp war gleich katastrophal, v.a. links. Ich werde wie verrückt nach rechts geworfen, und Billy galoppiert verkrampft an und pariert sofort wieder. Galopp kann ich im Sattel noch schlechter sitzen, das geht im Pad viel besser... Irgendwann hab ich mich über das ständige Verfallen und über einen Buckelansatz geärgert und das Seil vonder Hackamore ganz lang in die Hand genommen und ganz sanft im Galopp auf seinen Hintern geklatscht, wenn er zu verfallen drohte, und siehe da, er konnte sehr wohl galoppieren, und ich konnte endlich ein bissl besser sitzen, weil alles flüssiger war.
Nach dem wir diese Übungsfolge immer wieder gemacht haben, wurde es besser. Billy begann mitzudenken, nahm den Galopp manchmal fast schon vorweg, Angaloppieren wurde so besser. Dann hab ich den Galopp nochmal isoliert geübt:
Ziel war ein richtig cool-flüssig-entspanntes Angaloppieren. Einfach schnalzen, und Billy galoppiert. Zuerst rechts. Das war ganz gut. Wir machten viele Übergänge zum Schritt, Angaloppieren aus dem Schritt und Trab. Dann links. Holprig oft, manchmal Kreuzgalopp und manchmal Außen. Manchmal nur 2 Sprünge. Aber ich blieb dran, ganz ruhig, immer aus dem Trab, und sobald er galoppierte, bemühte ich mich, nicht zu treiben, sondern wenn, dann mit dem Seil zu klatschen, aber im großen und ganzen eben am Angaloppieren zu üben. Es wurde dann gut, und Billy war endlich durchlässig! Er gab dann super nach und plötzlich klappte nachher auch das Rückwärts flüssig und willig, und das war ein guter Zeitpunkt zum Aufhören.
Der Kurs mit Peter Kreinberg bereitet mir noch schlaflose Nächte... ich muss noch einen Transport organisieren...
Wenn ich aber schon zum Kreinberg-Kurs fahre, muss ich ein bisschen üben! Hab daher heut mit Sattel geübt und nur mit Hackamore.
Billy war anfangs seeehr zäh, das war unglaublich. Ich probierte anfangs einfach ein paar Halt-Schritt-Paraden, das ging noch, zäh, aber es ging. Dann rückwärts, und schon hatten wir eine Mega-Diskussion beieinander. Billy verweigerte das Rückwärts wie ganz zu Anfang, einfach stures Stehen, ich hatte viel zu tun, nicht sauer zu werden. Billy ignorierte alle Phasen, die ich krampfhaft versuchte einzuahlten, und ging tw. einfach durch allen Druck vorwärts. Mit sehr hohen Phasen konnte ich ein paar zähe Schrittchen bekommen.
Ich ging über zu einem Achter im Schritt mit Außenbiegung und Innenbiegung. Von der Mitte der Acht kommend Außenstellung, bis ¾ des Kreises, dann umstellen zu Innenbiegung, um die Mitte, und auf den anderen Kreis der Acht wieder in anderer Außenstellung. Kann schwer sagen, welche Richtung besser war, Billy hats bei beiden brav gemacht.
Dazwischen wollte ich dann etwas Schwung holen, weil er bei sowas erst recht gern einschläft, und begann, einen Kringel im Trab zu reiten (mit ganz normaler bzw. ohne Biegung), dann bei X des Achters Schrittparade und einen Kringel in Außenbiegung. Wieder Trab. Ein paarmal, dann Seiten gewechselt. Das klappte ganz gut. Ich kann nur im Sattel echt schlecht aussitzen. Die Gewohnheit ist doch was lustiges... Ohne Sattel kann ich besser aussitzen als mit. REine Übung.
Dann weiter die gleiche Übung, nur Galopp statt Trab. Galopp war gleich katastrophal, v.a. links. Ich werde wie verrückt nach rechts geworfen, und Billy galoppiert verkrampft an und pariert sofort wieder. Galopp kann ich im Sattel noch schlechter sitzen, das geht im Pad viel besser... Irgendwann hab ich mich über das ständige Verfallen und über einen Buckelansatz geärgert und das Seil vonder Hackamore ganz lang in die Hand genommen und ganz sanft im Galopp auf seinen Hintern geklatscht, wenn er zu verfallen drohte, und siehe da, er konnte sehr wohl galoppieren, und ich konnte endlich ein bissl besser sitzen, weil alles flüssiger war.
Nach dem wir diese Übungsfolge immer wieder gemacht haben, wurde es besser. Billy begann mitzudenken, nahm den Galopp manchmal fast schon vorweg, Angaloppieren wurde so besser. Dann hab ich den Galopp nochmal isoliert geübt:
Ziel war ein richtig cool-flüssig-entspanntes Angaloppieren. Einfach schnalzen, und Billy galoppiert. Zuerst rechts. Das war ganz gut. Wir machten viele Übergänge zum Schritt, Angaloppieren aus dem Schritt und Trab. Dann links. Holprig oft, manchmal Kreuzgalopp und manchmal Außen. Manchmal nur 2 Sprünge. Aber ich blieb dran, ganz ruhig, immer aus dem Trab, und sobald er galoppierte, bemühte ich mich, nicht zu treiben, sondern wenn, dann mit dem Seil zu klatschen, aber im großen und ganzen eben am Angaloppieren zu üben. Es wurde dann gut, und Billy war endlich durchlässig! Er gab dann super nach und plötzlich klappte nachher auch das Rückwärts flüssig und willig, und das war ein guter Zeitpunkt zum Aufhören.
Sonntag, 9. September 2012
Das Wetter ist weiter kaiserlich. Strahlend blauer Himmel, sehr warm, aber nicht brütend heiß.
Die Pferde waren auf der Weide, und Billy kam heut freiwillig mit! Zuerst ging er weg, dann folgte er mir im Schritt, Trab und auch Galopp ohne Seil bis zum Viereck. Mit Anhalten dazwischen und allem. Bin sehr stolz.
FINESSE
Gebiss anziehen: Unverändert. Immerhin auch nicht schlechter. Billy senkt den Kopf und beamt sich weg, wenn das Gebiss vor seinen Lippen baumelt. Mit ein bisschen Lippen streicheln und Zunge massieren macht er auf und nimmt es.
Olympische Ringe: Ich ging in die Halle und ritt meine Olympischen Ringe. Eine Weile im Schritt, dann im Trab. Keine große Veränderung gegenüber den letzten Malen. Das mit dem Runden bekomm ich nicht mehr so richtig hin. Konnte im Spiegel sehen, dass Billy einfach den Hals wegstreckt wie eh und je.
Im Halten hab ich 2x gefordert, dass er nachgibt. Er kaut wie ein Irrer und lehnt sich drauf, irgendwann gibt er dann eben im Genick nach, dann hab ich gelobt und hab ihn strecken lassen.
Ausritt: Danach sind wir wieder auf einen kleinen Ausritt gegangen.
Wir gingen einen Teil der Runde wie gestern. Dabei gings heute auch über das immer dort rinnende Bächlein. Billy machte einen Riesenhüpfer drüber, obwohl er eigentlich nur einen großen Schritt hätte machen sollen. Ich drehte um, ließ ihn gesittet noch einmal drüber steigen, dann nochmal gewendet und in die Heimatrichtung nochmal gesittet drübergestiegen, plötzlich ging es.
Wieder ritten wir die Weide rauf, wieder mit einem richtig superschnellen Galopp am Ende.
Am Ende des Weges, fast zu Hause, bin ich nochmal umgedreht und hab Billy nochmal den Berg raufgaloppeln lassen. Mit einem Stop dazwischen, weil Rechtsgalopp. Hab versucht, links zu bekommen, und tatsächlich, bekam ich dann! Beim Heimgehen dann 2x angehalten und Rückwärts gefordert, hat er recht brav gemacht.
Samstag, 8. September 2012
Des einen Leid ...
... des anderen Freud.
Gerade hat sich für mich die Möglichkeit aufgetan, an einem Kurs mit Peter Kreinberg mitzumachen. Seit ich seinen letzten 3-fach-Band zum WEsternreiten gelesen habe, bin ich ein großer Kreinberg-Fan geworden. So stelle ich mir schönes, richtiges Westernreiten vor....Der Kurs ist nicht allzu weit weg, etwa 130km. Es waren keine Plätze mehr frei, meine Stallkollegin hatte den letzten Platz ergattert. Wie es nun so kommt, ist ihr Pferd nun - leider natürlich! - lahm. Daher werden wir es so handeln, dass ich ihren Platz übernehmen kann. Jede Menge Organisation steht daher jetzt auf dem Plan!
FINESSE
Gebiss: Es dauert schon wieder Ewigkeiten, bis Billy das Maul aufmacht für das Gebiss.
Olympische Ringe: Nach einer Aufwärmrunde um den Stall bin ich aufs frisch abgezogene Viereck geritten und meine Olympischen Ringe. Billy war ganz brav, so mittel. Trab war beim ersten Antraben zäh, schlechtes Antraben einfach, dann hielt er die Gangart aber brav und in halbwegs gutem Tempo. So richtig rund wurde er heut nicht, tw. hatte auch noch immer starke Abwehr, also eher uneterdurchschnittlich im Vergleich zu den letzten Wochen. Nächste Woche haben wir wieder Stunde.
FREESTYLE
Ausritt: Tja, und dann sind wir noch ausgeritten. Super Wetter, strahlender Sonnenschein! Ich bin eine große Runde gegangen, in die andere Richtung als üblich; Am Schluss die Runde dann auch nicht wie üblich zu Ende geführt sondern noch eine Mini-Runde drangehängt.
Billy war am Anfang sehr aufgekratzt. Als unser Teich in Sicht kam, ganz am Anfang, noch auf Stallgrund, schreckte er sich vor irgendwas so sehr, dass er ein paar Galoppsprünge in die Wiese machte. Kein Problem es zu dersitzen, aber ich fragte mich, ob ich wirklich über die Straße wollte … beschloss dann aber irgendwie, trotzdem weiterzugehen.
Wir ritten die sehr steile Böschung runter und problemlos durch den Bach. Hat er super gemacht!
Dann den Weg rauf zur Straße. Da war Billy sehr aufgekratzt. Er zuckte bei Motorradgeräuschen. Es kam dann nichts, und so ritten wir einfach über die Straße. Meine größte Angst war, dass er sich dort im Dorf schreckt und zurückrast, aber nichts passierte. Gleich nach der Straße begegneten wir einer fremden Reiterin vom Nebenhof. Wir plauderten kurz, dann ritt ich weiter.
Durchs Dorf hindurch war Billy aufgeregt, schnorchelte, Kopf oben, sehr aufmerksam. Ich trabte hie und da, um ihn in Bewegung zu halten, das hilft.
Sobald wir das Dorf hinter uns hatten und im Wald waren, entspannte er sich zusehends. Wir ritten zuerst den einen Weg rauf, den ich mit meinem Freund erkundet hatte. Billy ging total brav dorthin… aber aufgeregt. Irgendwann sieht man in der Ferne ein Haus, da bin ich dann umgedreht um die geplante Runde zu beenden. Auf den Waldwegen trabten wir recht viel, einmal sogar ein Stückerl Galopp.
Ich war nicht sicher, ob das steile Stück, das wir ja sonst bergauf gehen, nun umgekehrt bergab zu bewältigen ist, aber es ist gar nicht so schlimm steil. Das erste und das letzte Stück, aber dazwischen geht’s. Billy hat das super gemacht.
Sobald wir auf dem Weg waren, wusste er wo er ist und war entspannt. Da passierte auch nix aufregendes. Dann wieder bei der Straße bastelte ein Kind an seinem liegenden Rad herum, und gleichzeitig gab es Traktorgeräusche von gegenüber der Straße. Billy spannte sich total an wegen dem Fahrrad, also hatte ich das Gefühl, lieber abzusitzen und tat das auch. 2 Kinder fuhren dann auf ihren Rädern vorbei, Billy starrte, war aber ok. Wir überquerten die Straße zu Fuß. Der Mann mit dem Traktor telefonierte und hatte den Traktor abgestellt, Billy war wieder ruhig. Ich wollte nun eben nicht gleich nach Haus, sondern noch ein Stück den Weg gehen, um von hinten über unsere Weide zum Stall zurückzukehren.
Kurz vor dem einen Nachbarhaus saß ich wieder auf. Im dortigen Garten waren Kinder beschäftigt, mit lautem Trara ein kleines knallblaues Zelt aufzubauen. Da war Billy wieder ziemlich fertig mit den Nerven. Er trabselte an der dichten Hecke vorbei, konnte ja nix sehen. Hinter dem Haus stand dann noch Gerümpel, das war ihm auch nicht geheuer. Wir brachten das trotzdem hinter uns, und sobald wir über der Brücke waren, war er wieder voll entspannt.
Er schien erstaunt, als ich tatsächlich dann nach links einbog, um heimzugehen (meistens will ich geradeaus weiter ;-) .Auf der Weide, leicht bergauf, fragte ich nach Galopp und feuerte ihn an, und wir flooooogen! Ich hatte ein Aha-Erlebnis: Mein Hintern muss noch viiiiel weiter aus dem Sattel als immer gedacht, dann hat er Platz! Er gab super super Gas, parierte sich aber von selbst in Schritt, wo ein Weg anfängt und wir immer Schritt parieren. So gingen wir gesittet in Schritt heim. Brav! Es leben die Rituale und Gewohnheiten ;-)
Richtig richtig toll dieser Ausritt, wenn auch oft haarscharf an der „roten Grenze“ entlang …
Weil ich das frisch abgezogene Viereck nicht zerstören wollte, forderte ich Billy nachher auf, sich vor dem Viereck, wo so viel Sand herausgeschwemmt worden ist, zu wutzeln – und er legte sich tatsächlich genau dort hin!! Aber nur eine Seite ;-).
Danach gingen wir noch lange grasen, herrlicher Tag, volle Entspannung.
Gerade hat sich für mich die Möglichkeit aufgetan, an einem Kurs mit Peter Kreinberg mitzumachen. Seit ich seinen letzten 3-fach-Band zum WEsternreiten gelesen habe, bin ich ein großer Kreinberg-Fan geworden. So stelle ich mir schönes, richtiges Westernreiten vor....Der Kurs ist nicht allzu weit weg, etwa 130km. Es waren keine Plätze mehr frei, meine Stallkollegin hatte den letzten Platz ergattert. Wie es nun so kommt, ist ihr Pferd nun - leider natürlich! - lahm. Daher werden wir es so handeln, dass ich ihren Platz übernehmen kann. Jede Menge Organisation steht daher jetzt auf dem Plan!
FINESSE
Gebiss: Es dauert schon wieder Ewigkeiten, bis Billy das Maul aufmacht für das Gebiss.
Olympische Ringe: Nach einer Aufwärmrunde um den Stall bin ich aufs frisch abgezogene Viereck geritten und meine Olympischen Ringe. Billy war ganz brav, so mittel. Trab war beim ersten Antraben zäh, schlechtes Antraben einfach, dann hielt er die Gangart aber brav und in halbwegs gutem Tempo. So richtig rund wurde er heut nicht, tw. hatte auch noch immer starke Abwehr, also eher uneterdurchschnittlich im Vergleich zu den letzten Wochen. Nächste Woche haben wir wieder Stunde.
FREESTYLE
Ausritt: Tja, und dann sind wir noch ausgeritten. Super Wetter, strahlender Sonnenschein! Ich bin eine große Runde gegangen, in die andere Richtung als üblich; Am Schluss die Runde dann auch nicht wie üblich zu Ende geführt sondern noch eine Mini-Runde drangehängt.
Billy war am Anfang sehr aufgekratzt. Als unser Teich in Sicht kam, ganz am Anfang, noch auf Stallgrund, schreckte er sich vor irgendwas so sehr, dass er ein paar Galoppsprünge in die Wiese machte. Kein Problem es zu dersitzen, aber ich fragte mich, ob ich wirklich über die Straße wollte … beschloss dann aber irgendwie, trotzdem weiterzugehen.
Wir ritten die sehr steile Böschung runter und problemlos durch den Bach. Hat er super gemacht!
Dann den Weg rauf zur Straße. Da war Billy sehr aufgekratzt. Er zuckte bei Motorradgeräuschen. Es kam dann nichts, und so ritten wir einfach über die Straße. Meine größte Angst war, dass er sich dort im Dorf schreckt und zurückrast, aber nichts passierte. Gleich nach der Straße begegneten wir einer fremden Reiterin vom Nebenhof. Wir plauderten kurz, dann ritt ich weiter.
Durchs Dorf hindurch war Billy aufgeregt, schnorchelte, Kopf oben, sehr aufmerksam. Ich trabte hie und da, um ihn in Bewegung zu halten, das hilft.
Sobald wir das Dorf hinter uns hatten und im Wald waren, entspannte er sich zusehends. Wir ritten zuerst den einen Weg rauf, den ich mit meinem Freund erkundet hatte. Billy ging total brav dorthin… aber aufgeregt. Irgendwann sieht man in der Ferne ein Haus, da bin ich dann umgedreht um die geplante Runde zu beenden. Auf den Waldwegen trabten wir recht viel, einmal sogar ein Stückerl Galopp.
Ich war nicht sicher, ob das steile Stück, das wir ja sonst bergauf gehen, nun umgekehrt bergab zu bewältigen ist, aber es ist gar nicht so schlimm steil. Das erste und das letzte Stück, aber dazwischen geht’s. Billy hat das super gemacht.
Sobald wir auf dem Weg waren, wusste er wo er ist und war entspannt. Da passierte auch nix aufregendes. Dann wieder bei der Straße bastelte ein Kind an seinem liegenden Rad herum, und gleichzeitig gab es Traktorgeräusche von gegenüber der Straße. Billy spannte sich total an wegen dem Fahrrad, also hatte ich das Gefühl, lieber abzusitzen und tat das auch. 2 Kinder fuhren dann auf ihren Rädern vorbei, Billy starrte, war aber ok. Wir überquerten die Straße zu Fuß. Der Mann mit dem Traktor telefonierte und hatte den Traktor abgestellt, Billy war wieder ruhig. Ich wollte nun eben nicht gleich nach Haus, sondern noch ein Stück den Weg gehen, um von hinten über unsere Weide zum Stall zurückzukehren.
Kurz vor dem einen Nachbarhaus saß ich wieder auf. Im dortigen Garten waren Kinder beschäftigt, mit lautem Trara ein kleines knallblaues Zelt aufzubauen. Da war Billy wieder ziemlich fertig mit den Nerven. Er trabselte an der dichten Hecke vorbei, konnte ja nix sehen. Hinter dem Haus stand dann noch Gerümpel, das war ihm auch nicht geheuer. Wir brachten das trotzdem hinter uns, und sobald wir über der Brücke waren, war er wieder voll entspannt.
Er schien erstaunt, als ich tatsächlich dann nach links einbog, um heimzugehen (meistens will ich geradeaus weiter ;-) .Auf der Weide, leicht bergauf, fragte ich nach Galopp und feuerte ihn an, und wir flooooogen! Ich hatte ein Aha-Erlebnis: Mein Hintern muss noch viiiiel weiter aus dem Sattel als immer gedacht, dann hat er Platz! Er gab super super Gas, parierte sich aber von selbst in Schritt, wo ein Weg anfängt und wir immer Schritt parieren. So gingen wir gesittet in Schritt heim. Brav! Es leben die Rituale und Gewohnheiten ;-)
Richtig richtig toll dieser Ausritt, wenn auch oft haarscharf an der „roten Grenze“ entlang …
Weil ich das frisch abgezogene Viereck nicht zerstören wollte, forderte ich Billy nachher auf, sich vor dem Viereck, wo so viel Sand herausgeschwemmt worden ist, zu wutzeln – und er legte sich tatsächlich genau dort hin!! Aber nur eine Seite ;-).
Danach gingen wir noch lange grasen, herrlicher Tag, volle Entspannung.
Donnerstag, 6. September 2012
ON LINE
Ich muss wieder was tun für mich, also waren Billy und ich heute joggen. Auffahrt runter, da bin ich mit Trippelschritten gelaufen, und Billy ging Schritt. Alles war sehr gut. Nur Billy trabte heut zu schnell. Ich musste ihn ständig hindern, allzu weit nach vorne zu traben, tw. geriet ich in Zone 4. Daher war es für Billy eher ein ständiges Übergehen von Schritt zum Trab und umgekehrt. Egal, trainiert auch ;-).
An der üblichen Stelle trafen wir auf eine ganze Kuhherde. Ihr Zaun war bis zum Weg abgesteckt. Zuerst war ich noch zuversichtlich. Billy schaute, aber er erstarrt nicht mehr so sehr. Ich glaube die größte Angst ist mal der Neugier gewichen. Dann allerdings begannen die Kühe sich auf uns zuzubewegen, denen war grad fad. Die galoppierten sogar! Ich machte auf dem Absatz kehrt und wir zogen uns zurück. Die Kühe blieben in noch einiger Entfernung stehen. Ich drehte wieder um und hoffte, sie hätten das Interesse verloren. Wir gingen noch ein Stück weiter. Da kamen sie schließlich vollends her, direkt an den Zaun. Billy schaute und schnorchelte, wollte aber auch auf sie zu. Wirklich mehr Neugier als Angst. Trotzdem irgendwie kurz vor der Explosion. Ich fühlte mich wieder mehr als unwohl. Wir drehten geordnet um, da war er superbrav. Die Kühe verfolgten uns den Zaun entlang. Billy ging und schaute sich ständig nach ihnen um. Zu flüchten versuchte er nicht, aber ich hab trotzdem Angst *seufz*. Für Leckerlis war er aber empfänglich, also soo schlimm war es nicht. Dann waren wir am Ende vom Zaun und die Kühe mussten zurückbleiben. Ich war froh, dass wir das geschafft haben. Trotzdem würde ich gern einmal auch vorbei gehen können.
Wir joggten den Rest vom Weg wieder zurück, ein paar Autos, kein Problem.
Waren 45 Minuten unterwegs.
Ich muss wieder was tun für mich, also waren Billy und ich heute joggen. Auffahrt runter, da bin ich mit Trippelschritten gelaufen, und Billy ging Schritt. Alles war sehr gut. Nur Billy trabte heut zu schnell. Ich musste ihn ständig hindern, allzu weit nach vorne zu traben, tw. geriet ich in Zone 4. Daher war es für Billy eher ein ständiges Übergehen von Schritt zum Trab und umgekehrt. Egal, trainiert auch ;-).
An der üblichen Stelle trafen wir auf eine ganze Kuhherde. Ihr Zaun war bis zum Weg abgesteckt. Zuerst war ich noch zuversichtlich. Billy schaute, aber er erstarrt nicht mehr so sehr. Ich glaube die größte Angst ist mal der Neugier gewichen. Dann allerdings begannen die Kühe sich auf uns zuzubewegen, denen war grad fad. Die galoppierten sogar! Ich machte auf dem Absatz kehrt und wir zogen uns zurück. Die Kühe blieben in noch einiger Entfernung stehen. Ich drehte wieder um und hoffte, sie hätten das Interesse verloren. Wir gingen noch ein Stück weiter. Da kamen sie schließlich vollends her, direkt an den Zaun. Billy schaute und schnorchelte, wollte aber auch auf sie zu. Wirklich mehr Neugier als Angst. Trotzdem irgendwie kurz vor der Explosion. Ich fühlte mich wieder mehr als unwohl. Wir drehten geordnet um, da war er superbrav. Die Kühe verfolgten uns den Zaun entlang. Billy ging und schaute sich ständig nach ihnen um. Zu flüchten versuchte er nicht, aber ich hab trotzdem Angst *seufz*. Für Leckerlis war er aber empfänglich, also soo schlimm war es nicht. Dann waren wir am Ende vom Zaun und die Kühe mussten zurückbleiben. Ich war froh, dass wir das geschafft haben. Trotzdem würde ich gern einmal auch vorbei gehen können.
Wir joggten den Rest vom Weg wieder zurück, ein paar Autos, kein Problem.
Waren 45 Minuten unterwegs.
Sonntag, 2. September 2012
Heute war wieder wunderschönes Wetter, richtig schön warm. Ich war zu einem Ausritt verabredet, meine Miteinstellerin kam dann doch erst später, was mir Gelegenheit gab, einmal über eine Stunde Undemanding Time mit Billy zu verbringen, wir gingen grasen. Er fraß so viel, dass er am Schluss echt genug hatte und von allein aufhörte, um dann noch gemütlich ein halbes Stündchen am Anbinder zu dösen, bevor wir losritten.
Schließlich gingen wir zu viert ausreiten. Billy war super brav. Gebiss nahm er - wieder nach langem Warten - dann auch. Wir gingen eine kurze Runde.Billy ging super mit, auch bergauf und alles, Kondi wird besser :-).
Der Ausritt war unspektakulär. Eins der Pferde wollte nicht weg vom Hof, Billy übernahm die Führung. Ein anderes Pferd zickte vorne auch herum hie und da, auch da übernahmen wir die Führung *yeah*. Billy war superbrav, keine Diskussion. Einzig beim Heimweg hielten wir an, weil eine der Mitreiterinnen nach einem kurzen Fußmarsch wieder aufsteigen wollte, da war Billy sehr erpicht darauf, heim zu gehen, und ich konnte ihn nur schwer bremsen. Ich übte dann heimwärts kurz vor dem Stall das Anhalten, während die anderen weiterritten, und das ging gut.
Im Wald kam uns ein Moped entgegen, aber der nette Mensch hielt an und stellte den Motor ab, und so war es unproblematisch. Aber kurz ist mir schon das Herz in die Hose gerutscht.
Schließlich gingen wir zu viert ausreiten. Billy war super brav. Gebiss nahm er - wieder nach langem Warten - dann auch. Wir gingen eine kurze Runde.Billy ging super mit, auch bergauf und alles, Kondi wird besser :-).
Der Ausritt war unspektakulär. Eins der Pferde wollte nicht weg vom Hof, Billy übernahm die Führung. Ein anderes Pferd zickte vorne auch herum hie und da, auch da übernahmen wir die Führung *yeah*. Billy war superbrav, keine Diskussion. Einzig beim Heimweg hielten wir an, weil eine der Mitreiterinnen nach einem kurzen Fußmarsch wieder aufsteigen wollte, da war Billy sehr erpicht darauf, heim zu gehen, und ich konnte ihn nur schwer bremsen. Ich übte dann heimwärts kurz vor dem Stall das Anhalten, während die anderen weiterritten, und das ging gut.
Im Wald kam uns ein Moped entgegen, aber der nette Mensch hielt an und stellte den Motor ab, und so war es unproblematisch. Aber kurz ist mir schon das Herz in die Hose gerutscht.
Samstag, 1. September 2012
ON LINE
Seitwärts: Mein Freund war wieder mit und durfte die ersten Spiele wiederholen, die er schon gelernt hat; danach hab ich ihm Seitwärts gezeigt, an der Hallenbande entlang. Billy ging, aber sehr zögerlich. Ich übernahm dann kurz zum Vorzeigen. Billy war auch bei mir zögerlich, er hatte dann 4 Chancen und dann gings bumm, und plötzlich, voilà, ging er sowas von flüssig und zügig seitwärts auf Phase 1… Schlawiner. ;-)) Ich war in dieser Situation stolz auf mich, alles war gerecht und vorhersehbar, unemotional und präzise. Und man merkt, wie gut es wirkt, wenn man's mal perfekt hinkriegt ;-). Danach spurte Billy auch bei Gerhard, war schön anzuschaun.
Nachdem das bei den beiden gut klappte, hab ich wieder übernommen, um das Seitwärts im Trab zu verbessern. Gleich ein Aha-Erlebnis: In der Halle funktioniert die Übung mit den Halbkreisen und darauf folgendem Seitwärts-Driften natürlich viel besser. Am Viereck kann ich die nicht machen, da steigt er mir auf die Umrandung, aber in der Halle geht das natürlich nicht, und es klappte gut! Wir machten es immer wieder hin und her, er tat sich schwerer nach rechts (Mein Freund analysierte, dass er den linken Hinterfuß nicht so schnell nach innen kriegt). Wir haben tatsächlich unsere paar ersten Trabtrittchen seitwärts hingekriegt, ganz toll!
FINESSE
Olympische Ringe:Ich nahm heut das einfach gebrochene Apple-Mouth, ich wollte sehen, ob es hier einen Unterschied gibt. Billy wollte das mal lieber nicht, aber irgendwann - Warten ist wieder der Schlüssel - nahm er es dann doch. Dann gingen wir bald direkt in Trab über und ritten unsere Olympischen Ringe, in der Halle sind die halt entsprechend kleiner. Ich hatte gleich mehr Schwierigkeiten, die Nase nicht zu sehr nach innen zu richten (meine eigene). Billy arbeitete vehement mit dem Gebiss, Kampfkauen. Irgendwann gab er dann auch mal Ruhe.
Wir machten nur ein paar Runden, dann war Schluss.
Seitwärts: Mein Freund war wieder mit und durfte die ersten Spiele wiederholen, die er schon gelernt hat; danach hab ich ihm Seitwärts gezeigt, an der Hallenbande entlang. Billy ging, aber sehr zögerlich. Ich übernahm dann kurz zum Vorzeigen. Billy war auch bei mir zögerlich, er hatte dann 4 Chancen und dann gings bumm, und plötzlich, voilà, ging er sowas von flüssig und zügig seitwärts auf Phase 1… Schlawiner. ;-)) Ich war in dieser Situation stolz auf mich, alles war gerecht und vorhersehbar, unemotional und präzise. Und man merkt, wie gut es wirkt, wenn man's mal perfekt hinkriegt ;-). Danach spurte Billy auch bei Gerhard, war schön anzuschaun.
Nachdem das bei den beiden gut klappte, hab ich wieder übernommen, um das Seitwärts im Trab zu verbessern. Gleich ein Aha-Erlebnis: In der Halle funktioniert die Übung mit den Halbkreisen und darauf folgendem Seitwärts-Driften natürlich viel besser. Am Viereck kann ich die nicht machen, da steigt er mir auf die Umrandung, aber in der Halle geht das natürlich nicht, und es klappte gut! Wir machten es immer wieder hin und her, er tat sich schwerer nach rechts (Mein Freund analysierte, dass er den linken Hinterfuß nicht so schnell nach innen kriegt). Wir haben tatsächlich unsere paar ersten Trabtrittchen seitwärts hingekriegt, ganz toll!
FINESSE
Olympische Ringe:Ich nahm heut das einfach gebrochene Apple-Mouth, ich wollte sehen, ob es hier einen Unterschied gibt. Billy wollte das mal lieber nicht, aber irgendwann - Warten ist wieder der Schlüssel - nahm er es dann doch. Dann gingen wir bald direkt in Trab über und ritten unsere Olympischen Ringe, in der Halle sind die halt entsprechend kleiner. Ich hatte gleich mehr Schwierigkeiten, die Nase nicht zu sehr nach innen zu richten (meine eigene). Billy arbeitete vehement mit dem Gebiss, Kampfkauen. Irgendwann gab er dann auch mal Ruhe.
Wir machten nur ein paar Runden, dann war Schluss.
Abonnieren
Posts (Atom)