Für heute hatte ich mir vorgenommen, mal endlich etwas weiter ins Finesse reinzuschnuppern. Bisher haben sich meine Finesse-Versuche darauf beschränkt zu vesuchen, dem Tierchen das Gebiss schmackhaft zu machen, ein schwieriges Unterfangen. Weil er immer so wild drauf herumkaute, hab ich es dann immer wieder aufgegeben.
Heute hab ich mal probiert was passiert wenn ich ihm das Seilchen ins Maul schnalle, also Cherokee Bridle. Das hat überraschend gut funktioniert, jedenfalls wars schneller drin als sämtliche bisher ausprobierten Gebisse. Und meine ganz ganz zaghaften Versuche einer lateralen Biegung waren sogar auch fast sofort erfolgreich. Und: Er konnte so sogar rückwärt gehen *staun*. Alles vom Boden aus natürlich, und mit Knotenhalfter und Seil als Haupthilfe, falls benötigt. Das war aber eben überraschenderweise nicht nötig.
Gut, danach hatte er dann heraußen, wie er die Zunge drüberlegt und sich das Seilchen, wenn es keinen Spaß mehr macht dran rumzulutschen, aus dem Maul arbeitet. Und fester wollte ich es nicht schnallen, also reichts das vorerst.
Danach habe ich das Gebiss wieder einmal vorgestellt - dauerte wieder laaange, anstupsen-Lob, anstupsen - Lob, schnell reinbeißen und wieder weg - Lob usw. usf., bis er es von selbst ins Maul nimmt und ich den Genickriemen über die Ohren streifen konnte. Ich habe dann noch leichte Zügel eingeschnallt und bin eine Runde geritten, mit Knotenhalfter drunter und weiteren Zügeln, und hab versucht, mal ganz vorsichtig Kontakt herzustellen. Was ihn nicht hinderte, mit Schwung anzureißen um eine Maulvoll Gras zu schnappen, das war wieder einmal eine Probe für emotionale Fitness *grr*.
Wir haben dann ein, zwei Volten probiert und auch ein Rückwärts, jeweils mit leichtem Kontakt, und ich muss sagen, ich war recht angetan vom Ergebnis. Abgesehen von der Futtergier reagierte er fein, aber nicht hektisch (frühere Versuche hatten eher zur Folge, dass er wie verrückt herumkaute, anriss, etc.), sehr positiv.
you live you learn you love you learn you cry you learn you lose you learn you bleed you learn you scream you learn you grieve you learn you choke you learn you laugh you learn you choose you learn you pray you learn you ask you learn you live you learn
Alanis Morissette
Donnerstag, 13. Mai 2010
Dienstag, 11. Mai 2010
Das große Fressen...
... hat begonnen! Weidezeit! Seit Sonntag sind die Pferdchens nach und nach länger stundenweise auf der Wiese.
Und da ich das Pferdchen ja sowieso holen gehen muss dachte ich: Warum nicht ausprobieren was passiert, wenn 20 andere Pferde und ein paar ha Wiese, das Büffelchen und ich + mein Stick aufeinandertreffen? -- Toll war's!
Zuerst bin ich mal hin und bin eine Weile beim Grasen einfach so mitgeschlendert. Dann mal Catching Game probiert. Denkste, er wandte sich mir natürlich nicht zu, sondern suchte (im Schritt) das Weite. Nach 2 Versuchen hab ich es gelassen, weil ich dachte, so bringe ich ihm sichtlich nur das Wegrennen bei. Bin hinterher und hab mal ein "Stick to HIM" gemacht. Ging los wenn er ging, blieb stehen wenn er wieder weiter graste. Interessanterweise begann er dann, sich doch noch an mir zu orientieren und wir haben Rollen getauscht - und ab da liefs echt toll.
Ich bin voraus getrabt und er doch tatsächlich hinter mir her. Blieb stehen wenn ich stehenblieb, ging sogar 1,2 Schritte rückwärts mit mir. Klar sind wir alle paar Sekunden stehengeblieben um Gras zu fressen, gegen das frische Grün hab ich auf Dauer sonst keine Chance, man muss es ja nicht herausfordern. Aber total faszinierend... begann ich zu laufen, ließ er das Gras stehen und kam hinterher.
In meinem Übermut hab ich dann, als er den Kopf grad im Gras hatte, mal Energie hochgefahren und Finger nach links ausgestreckt *mal sehen was passiert* - und das Pferdi zirkelt 1x um mich rum, einen engen Kreis, im Trab *staun*. Gut, danach hatte er sofort den Kopf wieder im Gras und irgendwie war klar, dass das sicher nicht länger und höchstwahrscheinlich kein zweites Mal mehr klappt, aber musste es auch nicht, habs nicht mehr probiert.
Wir sind dann gemeinsam den Wiesenweg zur Winterkoppel getrabt und sogar galoppiert (weg von den andern Pferden, weg von der Wiese!), und ich dachte ich probier etwas mehr Liberty dort, wo kein Gras wächst. Da kamen mir andere Pferde dazwischen, die fühlten sich ebenfalls animiert, glaubten wohl es gibt im Stall noch besseres Futter oder so, und zischten im Galopp vorbei - na gut, da lief er dann mit denen mit. ich ging inzwischen mein Seil holen, das lag noch auf der Weide. Und dann kam er mir wieder entgegen, hatte mich wohl gesucht :-) *he, wo isse denn geblieben?*
Jedenfalls sind wir nochmal den Wiesenweg entlanggaloppiert, über die Winterkoppel und dann in den Auslauf. Dort hat er mir mal aufgetragen, die (leider schon wieder verbogene kaputte) Nachlaufsperre vom Kraftfutterautomaten beiseite zu räumen und hat sich seinen Getreide-Snack geholt.
Hab ihn dann ein bissl geputzt und Beine abgespritzt (auch at Liberty :-) , steht wie angegossen das Tier). Dann kurz wutzeln am Sandviereck und warten bis die Halle frei wird, wollte doch noch ein bisschen mehr Liberty machen.
Hat dann auch noch super geklappt, paar Runden Trab, er hält die Gangart momentan phänomenal; eine Stange hab ich auch aufgelegt, brav drübergetrabt. Und: ich kann die Zirkel vergrößern und verkleinern, wie ich das mach weiß ich zwar nicht, aber es hat heut geklappt (ok, vielleicht wars auch Zufall *g*). Zum Schluss noch Galopp auf jeder Hand, wird auch schon besser, rechts war es sofort gut und eine vollständige Runde ohne Erinnern, links muss ich ihn weiterhin "driven", wenn ich mehr als 2 Sprünge möchte, aber das Angaloppieren war jedes Mal super, also er bemüht sich. Daher haben wir danach auch gleich Schluss gemacht und sind nachher wieder gemeinsam auf die Weide getrabt :-).
Und da ich das Pferdchen ja sowieso holen gehen muss dachte ich: Warum nicht ausprobieren was passiert, wenn 20 andere Pferde und ein paar ha Wiese, das Büffelchen und ich + mein Stick aufeinandertreffen? -- Toll war's!
Zuerst bin ich mal hin und bin eine Weile beim Grasen einfach so mitgeschlendert. Dann mal Catching Game probiert. Denkste, er wandte sich mir natürlich nicht zu, sondern suchte (im Schritt) das Weite. Nach 2 Versuchen hab ich es gelassen, weil ich dachte, so bringe ich ihm sichtlich nur das Wegrennen bei. Bin hinterher und hab mal ein "Stick to HIM" gemacht. Ging los wenn er ging, blieb stehen wenn er wieder weiter graste. Interessanterweise begann er dann, sich doch noch an mir zu orientieren und wir haben Rollen getauscht - und ab da liefs echt toll.
Ich bin voraus getrabt und er doch tatsächlich hinter mir her. Blieb stehen wenn ich stehenblieb, ging sogar 1,2 Schritte rückwärts mit mir. Klar sind wir alle paar Sekunden stehengeblieben um Gras zu fressen, gegen das frische Grün hab ich auf Dauer sonst keine Chance, man muss es ja nicht herausfordern. Aber total faszinierend... begann ich zu laufen, ließ er das Gras stehen und kam hinterher.
In meinem Übermut hab ich dann, als er den Kopf grad im Gras hatte, mal Energie hochgefahren und Finger nach links ausgestreckt *mal sehen was passiert* - und das Pferdi zirkelt 1x um mich rum, einen engen Kreis, im Trab *staun*. Gut, danach hatte er sofort den Kopf wieder im Gras und irgendwie war klar, dass das sicher nicht länger und höchstwahrscheinlich kein zweites Mal mehr klappt, aber musste es auch nicht, habs nicht mehr probiert.
Wir sind dann gemeinsam den Wiesenweg zur Winterkoppel getrabt und sogar galoppiert (weg von den andern Pferden, weg von der Wiese!), und ich dachte ich probier etwas mehr Liberty dort, wo kein Gras wächst. Da kamen mir andere Pferde dazwischen, die fühlten sich ebenfalls animiert, glaubten wohl es gibt im Stall noch besseres Futter oder so, und zischten im Galopp vorbei - na gut, da lief er dann mit denen mit. ich ging inzwischen mein Seil holen, das lag noch auf der Weide. Und dann kam er mir wieder entgegen, hatte mich wohl gesucht :-) *he, wo isse denn geblieben?*
Jedenfalls sind wir nochmal den Wiesenweg entlanggaloppiert, über die Winterkoppel und dann in den Auslauf. Dort hat er mir mal aufgetragen, die (leider schon wieder verbogene kaputte) Nachlaufsperre vom Kraftfutterautomaten beiseite zu räumen und hat sich seinen Getreide-Snack geholt.
Hab ihn dann ein bissl geputzt und Beine abgespritzt (auch at Liberty :-) , steht wie angegossen das Tier). Dann kurz wutzeln am Sandviereck und warten bis die Halle frei wird, wollte doch noch ein bisschen mehr Liberty machen.
Hat dann auch noch super geklappt, paar Runden Trab, er hält die Gangart momentan phänomenal; eine Stange hab ich auch aufgelegt, brav drübergetrabt. Und: ich kann die Zirkel vergrößern und verkleinern, wie ich das mach weiß ich zwar nicht, aber es hat heut geklappt (ok, vielleicht wars auch Zufall *g*). Zum Schluss noch Galopp auf jeder Hand, wird auch schon besser, rechts war es sofort gut und eine vollständige Runde ohne Erinnern, links muss ich ihn weiterhin "driven", wenn ich mehr als 2 Sprünge möchte, aber das Angaloppieren war jedes Mal super, also er bemüht sich. Daher haben wir danach auch gleich Schluss gemacht und sind nachher wieder gemeinsam auf die Weide getrabt :-).
Samstag, 8. Mai 2010
Mehr Zirkel
Zuerst etwas On Line: Wir hatten ein wirklich geniales Circling Game! Super Send, und Billy trabt sofort an und trabt... und trabt .... und trabt ... und trabt ... *staun*. Das kenne ich so gar nicht, normal geht das eher so Trab, nach ein paar Schritten probiert er mal ob er Schritt gehen kann ohne dass ichs merke... aber heut, gleich beim ersten Mal, super! Ich weiß gar nicht wie viele Runden er gemacht hat, irgendwann hab ich aufgehört zu zählen (das bin ich ja nicht gewohnt!!) und dann reingeholt.
Es ging in beide Richtungen gleich gut, er hatte heute irgendwie mehr Go als sonst.
Galopp auch probiert, der war auch super, 2 lockere Runden auf jeder Hand, am 7m Seil (Lasso geht normal besser). Allerdings muss ich mitgehen, er macht den Zirkel groß und ich hab das Gefühl wenn er kleiner wäre könnte er nicht mehr gut galoppieren, also gehe ich einen kleinen Zirkel mit, um den Radius zu vergrößern und ihm mehr Platz zu geben. Nächstes Mal muss ich wieder das Lasso nehmen.
Danach noch etwas Seitwärts und versucht, schneller zu werden dabei, was noch nicht so ganz gelingen will.
Dann das Bull's Eye geritten, heute nach rechts (gestern ja nur links, rechts wollte ich heut nachholen). Schritt ging schnell gut, Trab war wieder irgendwie frei geformt, wurde aber schneller besser als gestern und ich konnte pausieren. Dann Galopp, das Ziel der Übung... und - ganz komisch - der war furchtbar! Normal geht Rechts immer besser als Links, aber dieses Wochenende war es genau umgekehrt. Es fühlte sich an als würden wir gegeneinander arbeiten, wobei ich denke dass es an mir lag - ich konnte mich irgendwie nicht nach rechts biegen, nicht richtig drehen - also ich konnte schon, aber irgendwie fühlte es sich komisch an. Ständig wurde ich nach links geschmissen, knickte ein, verlor die Balance, und Billy war auch grantig, legte die Ohren an, wollte sich die Pause bei der Tonne selbst holen oder machte Notstopps vor dem Gras. Nach einer halbwegs akzeptablen Runde habe ich aufgehört.
Es war total seltsam, normal ist es umgekehrt - links fühlt sichs so komisch an wie heute rechts und rechts so gut und flüssig wie gestern links...
Irgendwie ein total krasser Gegensatz zu gestern.
Ich glaub wir brauchen wen der uns beide wieder grade macht :-(.
Es ging in beide Richtungen gleich gut, er hatte heute irgendwie mehr Go als sonst.
Galopp auch probiert, der war auch super, 2 lockere Runden auf jeder Hand, am 7m Seil (Lasso geht normal besser). Allerdings muss ich mitgehen, er macht den Zirkel groß und ich hab das Gefühl wenn er kleiner wäre könnte er nicht mehr gut galoppieren, also gehe ich einen kleinen Zirkel mit, um den Radius zu vergrößern und ihm mehr Platz zu geben. Nächstes Mal muss ich wieder das Lasso nehmen.
Danach noch etwas Seitwärts und versucht, schneller zu werden dabei, was noch nicht so ganz gelingen will.
Dann das Bull's Eye geritten, heute nach rechts (gestern ja nur links, rechts wollte ich heut nachholen). Schritt ging schnell gut, Trab war wieder irgendwie frei geformt, wurde aber schneller besser als gestern und ich konnte pausieren. Dann Galopp, das Ziel der Übung... und - ganz komisch - der war furchtbar! Normal geht Rechts immer besser als Links, aber dieses Wochenende war es genau umgekehrt. Es fühlte sich an als würden wir gegeneinander arbeiten, wobei ich denke dass es an mir lag - ich konnte mich irgendwie nicht nach rechts biegen, nicht richtig drehen - also ich konnte schon, aber irgendwie fühlte es sich komisch an. Ständig wurde ich nach links geschmissen, knickte ein, verlor die Balance, und Billy war auch grantig, legte die Ohren an, wollte sich die Pause bei der Tonne selbst holen oder machte Notstopps vor dem Gras. Nach einer halbwegs akzeptablen Runde habe ich aufgehört.
Es war total seltsam, normal ist es umgekehrt - links fühlt sichs so komisch an wie heute rechts und rechts so gut und flüssig wie gestern links...
Irgendwie ein total krasser Gegensatz zu gestern.
Ich glaub wir brauchen wen der uns beide wieder grade macht :-(.
Freitag, 7. Mai 2010
Bull's Eye
Zum Aufwärmen sind wir Follow the Rail mit 2 Sticks geritten. Volten nach links konnte ich ganz ohne Zügel- und Stickeinsatz, also rein auf Drehung, reiten *freu*. Nach rechts gingen sie wesentlich schlechter, da brauchte ich den Stick.
Danach Übergang zu Bull's Eye. Paar Runden im Schritt, das war aber schnell sehr gut und ich ging zu Trab über. Hatte nicht viel Zeit und hab daher nur die linke Hand bearbeitet heute. Im Trab brauchten wir für den ersten Durchgang gleich ewig, Runde um Runde um Runde; ich brauchte viel viel Zügel (das Gras am Rand war seeehr anziehend), was wir da für Figuren machten war nicht nur vom Zirkel, sondern sogar von Ostereiern weit entfernt, mehr eine Art "freie Form" um die Tonne. Es brauchte Ewigkeiten, bis es dann besser und dann eine Runde gut wurde, und dann gab es lange Pause an der Tonne.
Mein urprünglicher Plan war Galopp zu üben, also hab ich das getan, obwohl ich leicht skeptisch war ob das klug ist nach der schweren Geburt eines Zirkels im Trab. Aber gut, dass ich es probiert hab... denn: Büffli schenkte mir einen genialen Zirkel rund um die Tonne im Linksgalopp, einfach nur perfekt. Bis aufs Angaloppieren vielleicht, er rennt immer noch rein, aber für vier (!!) ganze Runden wunderbar lockeren Galopp, der sich super harmonisch anfühlte. Kein einziger Versuch, die Gangart zu wechseln, also in Trab zu verfallen; ich konnte lockers oben sitzen, es war so flüssig dass ich gar nicht versucht war, irgendwie "anzuschieben", wie das oft der Fall ist, Zügel konnte ich mit einer Hand halten und brauchte so gut wie keine Korrekturen. Ich war völlig fasziniert, v.a. weil es linke Hand, die schlechtere war... natürlich dann sofort rein zur Tonne, Pause, abgesessen und aus für heute!
Danach Übergang zu Bull's Eye. Paar Runden im Schritt, das war aber schnell sehr gut und ich ging zu Trab über. Hatte nicht viel Zeit und hab daher nur die linke Hand bearbeitet heute. Im Trab brauchten wir für den ersten Durchgang gleich ewig, Runde um Runde um Runde; ich brauchte viel viel Zügel (das Gras am Rand war seeehr anziehend), was wir da für Figuren machten war nicht nur vom Zirkel, sondern sogar von Ostereiern weit entfernt, mehr eine Art "freie Form" um die Tonne. Es brauchte Ewigkeiten, bis es dann besser und dann eine Runde gut wurde, und dann gab es lange Pause an der Tonne.
Mein urprünglicher Plan war Galopp zu üben, also hab ich das getan, obwohl ich leicht skeptisch war ob das klug ist nach der schweren Geburt eines Zirkels im Trab. Aber gut, dass ich es probiert hab... denn: Büffli schenkte mir einen genialen Zirkel rund um die Tonne im Linksgalopp, einfach nur perfekt. Bis aufs Angaloppieren vielleicht, er rennt immer noch rein, aber für vier (!!) ganze Runden wunderbar lockeren Galopp, der sich super harmonisch anfühlte. Kein einziger Versuch, die Gangart zu wechseln, also in Trab zu verfallen; ich konnte lockers oben sitzen, es war so flüssig dass ich gar nicht versucht war, irgendwie "anzuschieben", wie das oft der Fall ist, Zügel konnte ich mit einer Hand halten und brauchte so gut wie keine Korrekturen. Ich war völlig fasziniert, v.a. weil es linke Hand, die schlechtere war... natürlich dann sofort rein zur Tonne, Pause, abgesessen und aus für heute!
Donnerstag, 6. Mai 2010
Besuch :-)
Heute hab ich dem Büffli Besuch mitgebracht und er hat neue Fans gewonnen :-).
Wir haben zuerst ein bisschen On Line gemacht, ich natürlich planlos, wegen Besuch und sowieso ;-). Dann wichen wir in die Halle aus und ich hab ein bisschen unsere Liberty-Zirkel vorgeführt, die gut geklappt haben.
Und dann hab ich den Besuch genötigt, ein bisschen mit dem Büffli zu spielen (On Line). Ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie jemand anders mit ihm spielt und wie er reagiert usw. Hat sie jedenfalls toll gemacht und das Büffli mochte sie (ist ja nicht sooo selbstverständlich). Er hat brav auf alles reagiert, nur beim Porcupine Game hat er ein bisschen den LBI raushängen lassen *hihi* - aber auch nur kurz ;-).
Also... hoffe auf baldige Wiederholung ;-)
Wir haben zuerst ein bisschen On Line gemacht, ich natürlich planlos, wegen Besuch und sowieso ;-). Dann wichen wir in die Halle aus und ich hab ein bisschen unsere Liberty-Zirkel vorgeführt, die gut geklappt haben.
Und dann hab ich den Besuch genötigt, ein bisschen mit dem Büffli zu spielen (On Line). Ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie jemand anders mit ihm spielt und wie er reagiert usw. Hat sie jedenfalls toll gemacht und das Büffli mochte sie (ist ja nicht sooo selbstverständlich). Er hat brav auf alles reagiert, nur beim Porcupine Game hat er ein bisschen den LBI raushängen lassen *hihi* - aber auch nur kurz ;-).
Also... hoffe auf baldige Wiederholung ;-)
Dienstag, 4. Mai 2010
Endlich wieder frei!
Es regnet, und der neue Hallenboden ist fertig --> endlich wieder mal Liberty! Wurde stark vernachlässigt in letzter Zeit, da die Halle der einzige fest eingezäunte Ort ist, wo das geht, und die war eben in Arbeit. Aber jetzt haben wir schönen feinen frischen Sand drin *freu*.
Das Video, das wir Sonntag gemacht haben, hat mir schon viel zu denken gegeben. Ich wusste nicht dass alles so fahrig wirkt. Nach meinem inneren Gefühl spielt sich alles ganz langsam ab, wenn wir spielen - zu langsam sogar, wie in Zeitlupe. Und außerdem völlig lasch, energielos. Folglich bemühe ich mich seit Ewigkeiten, meine Energie hochzuschrauben in der Hoffnung, das Tier mitzunehmen, und schneller zu agieren, damit ja keine Langeweile aufkommt. Tja, das war vielleicht übers Ziel hinausgeschossen...
Aus diesen Erkenntnissen habe ich heute probiert was passiert, wenn ich alles ganz ganz fein mache, ganz ganz leise, körpersprachlich flüsternd sozusagen, dem Tier mehr zuhören, wirklich danach suchen, ob es wirklich keine Reaktion gibt wie ich mir einbilde (don't make assumptions!), mich laaaangsam bewegen, laaangsam denken, und so weiter. Tatsächlich wurde es eine tolle Liberty-Einheit, in der ich mehr bekommen habe als ich erwartet hätte!
Begonnen haben wir mit flüsterndem Yo-Yo. Ihr wisst ja, rückwärts, die schwierigste Übung hier ;-). Ich hab mich vors Büffli gestellt und nur mit dem Finger gewachelt, wirklich nur dem Finger. Und auch die Phasen laaaang nicht erhöht (unsere Auffassungen von laaaanger Phase 1 sind wohl auch unterschiedlich). So nach gefühlten 5 Minuten Finger-Millimeter-Wacheln gabs eine Gewichtsverlagerung. Entspannt, kurz gewartet, wieder von vorn. Tatsächlich hab ich so, immer wieder gesteigert bis zum Schluss der Einheit heute 4 zaghafte Schritte bekommen. Warum das so toll war: Er wich nicht aus (sonst dreht er den Kopf zur Seite oder geht zur Seite oder glaubt er soll in ein Circling Game), er nahm nicht gleich das Circling Game vorweg, und, am allerbesten: Er sah entspannt aus, ungrantig und freundlich. Die Reaktion wurde auch flotter und deutlicher. Tja, wieder was gelernt...
Der zweite Teil vom Yo wurde allerdings nicht besser, obwohl es On Line mit SEil am Boden funktioniert, geht es Liberty nicht. Er bleibt einfach stehen und scheint keinen Anlass zu sehen, herzukommen, auch nur 1 Schritt. Ich kann ihn in Bewegung setzen und diese "Starre" etwas lösen, wenn ich mich rüberbeuge und die Hinterhand zentimeterweise löse - dann setzt er sich in Bewegung und kommt auch her.
Weiter gings dann mit Circling Game, wo ich Galopp üben und Send verbessern wollte. Ich war baff, beides klappte toll.
Erstens blieb er in der ganzen Einheit bei mir, sobald er erkannt hatte, dass es jetzt ums CG geht. Nur ein einziges Mal ist er Richtung Tor geflitzt, und das war als der Traktor fuhr, was für unsere Pferde quasi der Gong zum Abendessen ist (zuerst wird abgemistet, dann Heu verteilt) - konnte man ihm kaum übel nehmen, und wie schnell er wieder da war, während ich mich nur 2 Meter bewegen musste, war sowas von brav!
Auch beim CG hab ich mich bemüht zu flüstern und alles gaaaaaanz laaaaaangsam zu machen. Nur Finger ausstrecken fürs Send. Ich war entzückt wie gut das klappte. Noch entzückter war ich dass es immer besser klappte, obwohl ich die Phasen nicht ehöht habe - das Tierchen wachte langsam auf. Wohl hab ich meine Körperspannung beim Send erhöht, aber immer noch nur den Finger gehoben - Send im Trab, und ein oder zweimal zischte er auch übermütig im Galopp ab *stauuun*. Trab halten war auch leicht, obwohl ich nichts herausgefordert habe und ihn immer schnell, v.a. wenn das Send so gut war, wieder zurückgeholt hab. Dann lange Pausen, wo wir uns beide sehr entspannt haben. Leckerlis hab ich in letzter Zeit, v.a. seit dem Wochenende, übrigens mal weggelassen. Hie und da hab ich sie durch Bauch-Kratzen ersetzt, das steht immer noch hoch im Kurs, fast bin ich froh über die Stechviecher ;-).
Und dann und dann und dann haben wir unsern ersten Handwechsel Liberty gemacht - bisher weggelassen, weil ja immer gewarnt wird, man soll sich den Draw nicht damit verderben, das wollte ich vermeiden. Weil aber der Draw sehr gut war und es sich einfach so ergeben hat, dass Billy mit total aufmerksamen Ohren und sehr energievoll zu mir hergetrabt ist, hab ich von meiner Draw-Position einfach in eine Halt-Position gewechselt, also Energie wieder raufgefahren, als er fast bei mir war, Finger in die andere Richtung ausgestreckt und er flitzt galoppierend in die andere Richtung. *jubel* So schön hab ich das On Line noch nie hingekriegt *g*. Ich hab ihn sofort zurückgeholt, Pause. Dann noch zwischendurch ein oder zweimal mehr gemacht, aber darauf geachtet, dass dazwischen immer deutliche Bring Backs sind, die "Ende vom Spiel" bedeuten mit Pausen.
Galopp ging ganz gut, er tut sich aber echt schwer ihn zu halten, v.a. links, rechts war er eigentlich sehr schön und gleichmäßig und auch nicht so gequält.
Übergänge nach unten waren komischerweise von Trab nach Schritt schwierig, er wird da immer zuerst mal schneller, bis er kapiert hat was gemeint ist, aber dann hat es gut geklappt.
Supi war das :-).
Das Video, das wir Sonntag gemacht haben, hat mir schon viel zu denken gegeben. Ich wusste nicht dass alles so fahrig wirkt. Nach meinem inneren Gefühl spielt sich alles ganz langsam ab, wenn wir spielen - zu langsam sogar, wie in Zeitlupe. Und außerdem völlig lasch, energielos. Folglich bemühe ich mich seit Ewigkeiten, meine Energie hochzuschrauben in der Hoffnung, das Tier mitzunehmen, und schneller zu agieren, damit ja keine Langeweile aufkommt. Tja, das war vielleicht übers Ziel hinausgeschossen...
Aus diesen Erkenntnissen habe ich heute probiert was passiert, wenn ich alles ganz ganz fein mache, ganz ganz leise, körpersprachlich flüsternd sozusagen, dem Tier mehr zuhören, wirklich danach suchen, ob es wirklich keine Reaktion gibt wie ich mir einbilde (don't make assumptions!), mich laaaangsam bewegen, laaangsam denken, und so weiter. Tatsächlich wurde es eine tolle Liberty-Einheit, in der ich mehr bekommen habe als ich erwartet hätte!
Begonnen haben wir mit flüsterndem Yo-Yo. Ihr wisst ja, rückwärts, die schwierigste Übung hier ;-). Ich hab mich vors Büffli gestellt und nur mit dem Finger gewachelt, wirklich nur dem Finger. Und auch die Phasen laaaang nicht erhöht (unsere Auffassungen von laaaanger Phase 1 sind wohl auch unterschiedlich). So nach gefühlten 5 Minuten Finger-Millimeter-Wacheln gabs eine Gewichtsverlagerung. Entspannt, kurz gewartet, wieder von vorn. Tatsächlich hab ich so, immer wieder gesteigert bis zum Schluss der Einheit heute 4 zaghafte Schritte bekommen. Warum das so toll war: Er wich nicht aus (sonst dreht er den Kopf zur Seite oder geht zur Seite oder glaubt er soll in ein Circling Game), er nahm nicht gleich das Circling Game vorweg, und, am allerbesten: Er sah entspannt aus, ungrantig und freundlich. Die Reaktion wurde auch flotter und deutlicher. Tja, wieder was gelernt...
Der zweite Teil vom Yo wurde allerdings nicht besser, obwohl es On Line mit SEil am Boden funktioniert, geht es Liberty nicht. Er bleibt einfach stehen und scheint keinen Anlass zu sehen, herzukommen, auch nur 1 Schritt. Ich kann ihn in Bewegung setzen und diese "Starre" etwas lösen, wenn ich mich rüberbeuge und die Hinterhand zentimeterweise löse - dann setzt er sich in Bewegung und kommt auch her.
Weiter gings dann mit Circling Game, wo ich Galopp üben und Send verbessern wollte. Ich war baff, beides klappte toll.
Erstens blieb er in der ganzen Einheit bei mir, sobald er erkannt hatte, dass es jetzt ums CG geht. Nur ein einziges Mal ist er Richtung Tor geflitzt, und das war als der Traktor fuhr, was für unsere Pferde quasi der Gong zum Abendessen ist (zuerst wird abgemistet, dann Heu verteilt) - konnte man ihm kaum übel nehmen, und wie schnell er wieder da war, während ich mich nur 2 Meter bewegen musste, war sowas von brav!
Auch beim CG hab ich mich bemüht zu flüstern und alles gaaaaaanz laaaaaangsam zu machen. Nur Finger ausstrecken fürs Send. Ich war entzückt wie gut das klappte. Noch entzückter war ich dass es immer besser klappte, obwohl ich die Phasen nicht ehöht habe - das Tierchen wachte langsam auf. Wohl hab ich meine Körperspannung beim Send erhöht, aber immer noch nur den Finger gehoben - Send im Trab, und ein oder zweimal zischte er auch übermütig im Galopp ab *stauuun*. Trab halten war auch leicht, obwohl ich nichts herausgefordert habe und ihn immer schnell, v.a. wenn das Send so gut war, wieder zurückgeholt hab. Dann lange Pausen, wo wir uns beide sehr entspannt haben. Leckerlis hab ich in letzter Zeit, v.a. seit dem Wochenende, übrigens mal weggelassen. Hie und da hab ich sie durch Bauch-Kratzen ersetzt, das steht immer noch hoch im Kurs, fast bin ich froh über die Stechviecher ;-).
Und dann und dann und dann haben wir unsern ersten Handwechsel Liberty gemacht - bisher weggelassen, weil ja immer gewarnt wird, man soll sich den Draw nicht damit verderben, das wollte ich vermeiden. Weil aber der Draw sehr gut war und es sich einfach so ergeben hat, dass Billy mit total aufmerksamen Ohren und sehr energievoll zu mir hergetrabt ist, hab ich von meiner Draw-Position einfach in eine Halt-Position gewechselt, also Energie wieder raufgefahren, als er fast bei mir war, Finger in die andere Richtung ausgestreckt und er flitzt galoppierend in die andere Richtung. *jubel* So schön hab ich das On Line noch nie hingekriegt *g*. Ich hab ihn sofort zurückgeholt, Pause. Dann noch zwischendurch ein oder zweimal mehr gemacht, aber darauf geachtet, dass dazwischen immer deutliche Bring Backs sind, die "Ende vom Spiel" bedeuten mit Pausen.
Galopp ging ganz gut, er tut sich aber echt schwer ihn zu halten, v.a. links, rechts war er eigentlich sehr schön und gleichmäßig und auch nicht so gequält.
Übergänge nach unten waren komischerweise von Trab nach Schritt schwierig, er wird da immer zuerst mal schneller, bis er kapiert hat was gemeint ist, aber dann hat es gut geklappt.
Supi war das :-).
Sonntag, 2. Mai 2010
On Line Video
Tags darauf habe ich - mit Kameramann - so ziemlich dasselbe nochmal gemacht, inklusive Figure 8. Und die ging noch nie so gut!! Wir haben tatsächlich eine ganze 8 im Trab geschafft *jubel*. Sollte ich nur noch versuchen, das ganze aufs Viereck mitzunehmen, irgendwie muss es ja auch dort zu schaffen sein.
Allerdings war Herr Billy heute wieder etwas weniger gnädig und mehr dominant als verspielt. Kann daran gelegen haben, dass die Kamera lief, und sobald die läuft, denkt mein Kopf leider nur noch "audition, audition, Perfektiooooon" und dann - eh klar - gehts viel schlechter als tags zuvor...
aber seht selbst. Es enthält zwar so ziemlich alle Elemente für eine L2 On Line Audition, allerdings ist die Einstellung von Herrn Pferd mehr als deutlich negativ *seufz*. Und es war anfangs mehr als 10 Minuten, aber der Anfang ist weggeschnitten, da nicht öffentlichkeitstauglich *ähem*, wir mussten uns erst ausmachen, wer hier mit wem rennt, und zwar mehr als deutlich... dann ging's plötzlich, aber natürlich grantig...
http://www.youtube.com/watch?v=kq77j1SK5EA
Allerdings war Herr Billy heute wieder etwas weniger gnädig und mehr dominant als verspielt. Kann daran gelegen haben, dass die Kamera lief, und sobald die läuft, denkt mein Kopf leider nur noch "audition, audition, Perfektiooooon" und dann - eh klar - gehts viel schlechter als tags zuvor...
aber seht selbst. Es enthält zwar so ziemlich alle Elemente für eine L2 On Line Audition, allerdings ist die Einstellung von Herrn Pferd mehr als deutlich negativ *seufz*. Und es war anfangs mehr als 10 Minuten, aber der Anfang ist weggeschnitten, da nicht öffentlichkeitstauglich *ähem*, wir mussten uns erst ausmachen, wer hier mit wem rennt, und zwar mehr als deutlich... dann ging's plötzlich, aber natürlich grantig...
http://www.youtube.com/watch?v=kq77j1SK5EA
Samstag, 1. Mai 2010
Kleine Veränderung...
... große Wirkung!
Ich habe heute beschlossen, mit Billy auf unserer Winterkoppel zu spielen. Wenn dort grad keine Pferde sind, dürfen wir das, und unsere lieben Stallbesitzer haben sie außerdem kürzlich mit etwas Spielzeug aufgepeppt - ein paar Baumstämmen zum Drüberhüpfen z.B.
Ich hab mich daher nicht lange aufgehalten, weder geputzt noch sonstwas, sondern nur kurz Hallo gesagt, langes Seil dran und rauf auf die Winterkoppel (die ist auch leicht schräg, perfekt für Hill Therapie übrigens!). Billy konnte es gar nicht glauben, sein Blick sprach Bände ("häh?? Was'n nu los? Haaalllooo, falsche Richtung!!"), er blieb stehen und wollte erstmal nicht mit.
Und dann hatten wir zusammen so viel Spaß wie kaum je zuvor! Er war munter, freundlich, verspielt, übermütig, einfach toll. Antraben auf Körperspannung, kein Problem! Hüpfen über den Baumstamm, kein Problem! Circling Game kein Problem, Handwechsel im Trab, ich glaube unsere ersten flüssigen überhaupt!! Dabei musste ich zwar viel rückwärtsrennen um ihm Platz zu machen, aber es klappte!
Ich hab keine Ahnung, was hier nun den Unterschied macht. Es ist nicht sooo viel mehr Platz als im Viereck... vielleicht ist der Boden besser bei trockenem Wetter (Viereck = relativ tiefer Sand, Koppel = harter Naturerdboden), sodass ihm die engen Wendungen leichter fallen?
Ich weiß nicht, aber es hat sich selten so sehr nach "Spiel" angefühlt oder nach "genau so muss das sein". Es war deshalb auch nur kurz, mir fiel dann nix mehr ein, alles was ich probierte klappte fast auf Anhieb, also nach höchstens 20 Minuten wieder runter von der Koppel, raus aus dem Offenstall, und rein ins Grüne!
Wir waren noch 15 Minuten grasen, wobei ich ein Online-Point-to-Poitnt eingebaut habe, im Trab und sogar Galopp! Er war so gut drauf, es brauchte nicht mehr als bissl Körperspannung, dass er zu fressen aufhörte (*stauuun*), wenn ich loslief lief er auch los, und dann haben wir den Feldweg entlang sogar unser erstes Stick-to-Me im Galopp geschafft, und das allerschönste war, dass es kein Grantel-Gesicht dabei gab, und kein Dominanzgegiftel!
Bin mit einem Riesengrinsen im Gesicht heimgefahren... so soll es sein! :-)
Ich habe heute beschlossen, mit Billy auf unserer Winterkoppel zu spielen. Wenn dort grad keine Pferde sind, dürfen wir das, und unsere lieben Stallbesitzer haben sie außerdem kürzlich mit etwas Spielzeug aufgepeppt - ein paar Baumstämmen zum Drüberhüpfen z.B.
Ich hab mich daher nicht lange aufgehalten, weder geputzt noch sonstwas, sondern nur kurz Hallo gesagt, langes Seil dran und rauf auf die Winterkoppel (die ist auch leicht schräg, perfekt für Hill Therapie übrigens!). Billy konnte es gar nicht glauben, sein Blick sprach Bände ("häh?? Was'n nu los? Haaalllooo, falsche Richtung!!"), er blieb stehen und wollte erstmal nicht mit.
Und dann hatten wir zusammen so viel Spaß wie kaum je zuvor! Er war munter, freundlich, verspielt, übermütig, einfach toll. Antraben auf Körperspannung, kein Problem! Hüpfen über den Baumstamm, kein Problem! Circling Game kein Problem, Handwechsel im Trab, ich glaube unsere ersten flüssigen überhaupt!! Dabei musste ich zwar viel rückwärtsrennen um ihm Platz zu machen, aber es klappte!
Ich hab keine Ahnung, was hier nun den Unterschied macht. Es ist nicht sooo viel mehr Platz als im Viereck... vielleicht ist der Boden besser bei trockenem Wetter (Viereck = relativ tiefer Sand, Koppel = harter Naturerdboden), sodass ihm die engen Wendungen leichter fallen?
Ich weiß nicht, aber es hat sich selten so sehr nach "Spiel" angefühlt oder nach "genau so muss das sein". Es war deshalb auch nur kurz, mir fiel dann nix mehr ein, alles was ich probierte klappte fast auf Anhieb, also nach höchstens 20 Minuten wieder runter von der Koppel, raus aus dem Offenstall, und rein ins Grüne!
Wir waren noch 15 Minuten grasen, wobei ich ein Online-Point-to-Poitnt eingebaut habe, im Trab und sogar Galopp! Er war so gut drauf, es brauchte nicht mehr als bissl Körperspannung, dass er zu fressen aufhörte (*stauuun*), wenn ich loslief lief er auch los, und dann haben wir den Feldweg entlang sogar unser erstes Stick-to-Me im Galopp geschafft, und das allerschönste war, dass es kein Grantel-Gesicht dabei gab, und kein Dominanzgegiftel!
Bin mit einem Riesengrinsen im Gesicht heimgefahren... so soll es sein! :-)
Donnerstag, 29. April 2010
Follow the Rail
Heute nur sehr wenig Zeit, daher bin ich nur ganz kurz geritten.
Vor und nach dem Reiten waren wir je so ca. 5-10 Minuten grasen.
Pferdi hat irgendwie ein bisschen angeschwollene Ohrspeicheldrüsen, kommt mir vor - bin daher nur Schritt geritten. Abgesehen davon gings ihm prächtig.
Beim Follow the Rail habe ich diesmal versucht, wirklich die Zügel möglichst wenig anzufassen - jaja, da merkt man dann die Lücken! Also so ein Indirect-Direct-Rein-Ballett krieg ich so nicht hin - muss mir noch einmal anschauen, wie Pat das auf der Patterns-DVD macht. V.a. die Hinterhand wegzuschicken wurde aber in dieser Einheit wesentlich besser, am Anfang wurde er nur schneller - Missverständnis!
Tja, und dann das Rückwärts - wollte ich wieder zwischendurch einbauen. Und ich habs ruiniert, vermutlich mit meinem letzten Rückwärts-Exzess *heul*. Hätt ich doch wissen müssen - aber ich dachte vielleicht kommt er auf den Geschmack, wenn er sich rückwärts zum Fressen bewegen darf. Wohl nicht. Heute wieder ein massiver Rückschritt, kaum hat er geschnallt ich möchte rückwärts, macht er sich steif, geht vorwärts, mit einem Wort: wehrt sich. Ich musste wieder massiv Druck einsetzen um wenigstens eine Gewichtsverlagerung zusammenzubringen, und mit der Zeit so 2,3 zaghafte unwillige Schritte.
Keine Ahnung wie ich das je besser kriegen soll.
Vor und nach dem Reiten waren wir je so ca. 5-10 Minuten grasen.
Pferdi hat irgendwie ein bisschen angeschwollene Ohrspeicheldrüsen, kommt mir vor - bin daher nur Schritt geritten. Abgesehen davon gings ihm prächtig.
Beim Follow the Rail habe ich diesmal versucht, wirklich die Zügel möglichst wenig anzufassen - jaja, da merkt man dann die Lücken! Also so ein Indirect-Direct-Rein-Ballett krieg ich so nicht hin - muss mir noch einmal anschauen, wie Pat das auf der Patterns-DVD macht. V.a. die Hinterhand wegzuschicken wurde aber in dieser Einheit wesentlich besser, am Anfang wurde er nur schneller - Missverständnis!
Tja, und dann das Rückwärts - wollte ich wieder zwischendurch einbauen. Und ich habs ruiniert, vermutlich mit meinem letzten Rückwärts-Exzess *heul*. Hätt ich doch wissen müssen - aber ich dachte vielleicht kommt er auf den Geschmack, wenn er sich rückwärts zum Fressen bewegen darf. Wohl nicht. Heute wieder ein massiver Rückschritt, kaum hat er geschnallt ich möchte rückwärts, macht er sich steif, geht vorwärts, mit einem Wort: wehrt sich. Ich musste wieder massiv Druck einsetzen um wenigstens eine Gewichtsverlagerung zusammenzubringen, und mit der Zeit so 2,3 zaghafte unwillige Schritte.
Keine Ahnung wie ich das je besser kriegen soll.
Dienstag, 27. April 2010
On Line: Figure 8
Weiter werken wir an unserer Figure 8 im Trab.
Zum Aufwärmen ein bisschen Stick to Me On Line, was super geklappt hat. Habe 4 hohe Cavalettis aufgestellt (die sollten mir später beim 8er helfen). Wirklich hoch. Zuerst im Schritt drübergekraxelt, später aus dem Trab drübergehopst, was er super gemacht hat.
Mir ist gestern aufgefallen, wie viel leichter Billy in Trab zu bringen ist. Beim Stick to me braucht es nicht viel, um ihn im Trab aufholen zu lassen (z.B. wenn wir eine Kurve machen und ich an der Innenseite bin), manchmal fällt er von selbst in Trab. Beim ersten Mal braucht er noch eine Erinnerung mit dem String von hinten, aber danach geht es meistens mit Energie-hoch.
Dann habe ich ihn noch über ein Cavaletti seitwärts geschickt, hat ein bisschen gedauert, aber mit viel Geduld und Zeit haben wir es mit ganz leichten Phasen hingekriegt.
Also dann - auf zum Hauptteil, Figure 8 verbessern. Wieder hatte ich die 2 Pop-up-Tonnen, als Herausforderung ;-). Zusätzlcih dachte ich ich mach es uns etwas leichter und begrenze den Weg durch den 8er quasi optisch ein wenig - habe daher 4 Cavalettis aufgestellt, bei jeder Tonne vorn und hinten je eins, sodass er quasi, wenn er den Wechsel verweigert (was ja passiert), er über ein Cavaletti drübermuss. In der Hoffnung, dass er dann den einfacheren Wechsel ohne Cavaletti lieber wählt.
Naja, viel hat das nicht gebracht. Der 8er hat sich gegenüber letztem Mal nicht viel verbessert. ich kann aber ein Muster erkennen (aus dem ich nicht ganz schlau werde): Bei der linken Schleife (von mir aus gesehen links, egal ob das dann Richtung Stall oder weg vom STall ist, es bleibt immer gleich) ist der Draw sehr schlecht, sprich: er düst ab. Dafür ist dieses Send in die linke Schleife sehr gut (er düst ab, oft auch mit Galopp). Ist dafür nur schwer um die Biegung zu kriegen und wenn, möchteer, statt gleich wieder nach rechts zu wechseln, lieber hinter mir vorbei und gradeaus. Auf der rechten Schleife ist wieder das Send sehr schlecht, er ist schwer anzutraben, will nicht wechseln, geht lieber seitwärts, rennt vor der Tonne herum oder macht einen so engen Bogen um die Tonne wie es nur geht (verliert dann natürlich den Trab) oder trampelt am liebsten sowieso drüber. Dafür krieg ich ihn hier ganz leicht um die Kurve, und das folgende Send nach links ist wieder gut.
Sehr interessant, und ich würde sagen es hängt damit zusammen, dass rechts die gute Seite ist (warum will er dann aber nicht nach rechts wechseln??), WENN das ganze nicht beim Reiten einfach nur.... einfach wäre! Da klappt die Figure 8 nämlich ohne Wimpernzucken.
Vermutlich stehe ich dem Tier wieder mal dauernd im Weg...
Wir haben lange dran gewerkt mit vielen Pausen, wenn einzelne Elemente gut waren, und schließlich einen ganz guten Durchgang geschafft, wo er die ganze Zeit im Trab blieb - dann aufgehört.
Was wir dann noch geübt haben war ins Mauls greifen und Zunge streicheln - Pferd völlig entspannt, scheint ihm sogar zu gefallen *wunder*. Das ganze ist eher Mutprobe für mich... Wie ich da jemals reingreifen und die Zunge rausholen sollte, ist mir allerdings ein Rätsel... Ist doch kein Platz??
Zum Aufwärmen ein bisschen Stick to Me On Line, was super geklappt hat. Habe 4 hohe Cavalettis aufgestellt (die sollten mir später beim 8er helfen). Wirklich hoch. Zuerst im Schritt drübergekraxelt, später aus dem Trab drübergehopst, was er super gemacht hat.
Mir ist gestern aufgefallen, wie viel leichter Billy in Trab zu bringen ist. Beim Stick to me braucht es nicht viel, um ihn im Trab aufholen zu lassen (z.B. wenn wir eine Kurve machen und ich an der Innenseite bin), manchmal fällt er von selbst in Trab. Beim ersten Mal braucht er noch eine Erinnerung mit dem String von hinten, aber danach geht es meistens mit Energie-hoch.
Dann habe ich ihn noch über ein Cavaletti seitwärts geschickt, hat ein bisschen gedauert, aber mit viel Geduld und Zeit haben wir es mit ganz leichten Phasen hingekriegt.
Also dann - auf zum Hauptteil, Figure 8 verbessern. Wieder hatte ich die 2 Pop-up-Tonnen, als Herausforderung ;-). Zusätzlcih dachte ich ich mach es uns etwas leichter und begrenze den Weg durch den 8er quasi optisch ein wenig - habe daher 4 Cavalettis aufgestellt, bei jeder Tonne vorn und hinten je eins, sodass er quasi, wenn er den Wechsel verweigert (was ja passiert), er über ein Cavaletti drübermuss. In der Hoffnung, dass er dann den einfacheren Wechsel ohne Cavaletti lieber wählt.
Naja, viel hat das nicht gebracht. Der 8er hat sich gegenüber letztem Mal nicht viel verbessert. ich kann aber ein Muster erkennen (aus dem ich nicht ganz schlau werde): Bei der linken Schleife (von mir aus gesehen links, egal ob das dann Richtung Stall oder weg vom STall ist, es bleibt immer gleich) ist der Draw sehr schlecht, sprich: er düst ab. Dafür ist dieses Send in die linke Schleife sehr gut (er düst ab, oft auch mit Galopp). Ist dafür nur schwer um die Biegung zu kriegen und wenn, möchteer, statt gleich wieder nach rechts zu wechseln, lieber hinter mir vorbei und gradeaus. Auf der rechten Schleife ist wieder das Send sehr schlecht, er ist schwer anzutraben, will nicht wechseln, geht lieber seitwärts, rennt vor der Tonne herum oder macht einen so engen Bogen um die Tonne wie es nur geht (verliert dann natürlich den Trab) oder trampelt am liebsten sowieso drüber. Dafür krieg ich ihn hier ganz leicht um die Kurve, und das folgende Send nach links ist wieder gut.
Sehr interessant, und ich würde sagen es hängt damit zusammen, dass rechts die gute Seite ist (warum will er dann aber nicht nach rechts wechseln??), WENN das ganze nicht beim Reiten einfach nur.... einfach wäre! Da klappt die Figure 8 nämlich ohne Wimpernzucken.
Vermutlich stehe ich dem Tier wieder mal dauernd im Weg...
Wir haben lange dran gewerkt mit vielen Pausen, wenn einzelne Elemente gut waren, und schließlich einen ganz guten Durchgang geschafft, wo er die ganze Zeit im Trab blieb - dann aufgehört.
Was wir dann noch geübt haben war ins Mauls greifen und Zunge streicheln - Pferd völlig entspannt, scheint ihm sogar zu gefallen *wunder*. Das ganze ist eher Mutprobe für mich... Wie ich da jemals reingreifen und die Zunge rausholen sollte, ist mir allerdings ein Rätsel... Ist doch kein Platz??
Sonntag, 25. April 2010
Ausritt - Grenzöffnungen!
Geniales Wetter, warm, strahlend blauer Himmel, also eh klar, ein Ausritt!
Und: Wir haben DIE KREUZUNG überwunden, ich freu mich riesig! Wir sind an dieser Stelle, die uns seit 1 Jahr zu schaffen macht, vorbei als wäre nie was gewesen. Versteh einer das Tier. Was er für Theater gemacht hat! Diesmal: nix.
Allerdings gabs davor schon 2 Situationen, die mir nicht so gefallen haben...
Erstens hat er heute verweigert, den steilen Weg im Wald runterzugehen. Statt dessen stapfte er bergauf mitten in den Wald, wo wir noch nie waren und wo auch gar kein richtiger Weg ist. Keine Ahnung was er dort oben wollte. Ich habs 2 oder 3x versucht, ihn den Abhang hintunter zu reiten, ging aber nicht, und so bin ich dann abgesessen und habe ihn geführt, wobei er mir ohne zögern und am durchhängenden Strick gefolgt ist. Unten auf der Wiese bin ich dann fluchend über meine Ungelenkigkeit wieder aufgestiegen.
Dann zur Straße. Büffli wartete brav, bis weit und breit kein Auto mehr zu sehen war. Sicher 5 Minuten. Dann Kommando zum Antreten - ein Schritt vorwärts, dann umdrehen und Richtung heimwärts, das war auch ein eher ungutes Gefühl von Kontrollverlust an der Straße. Bin aber einfach eine Volte geritten, habe nochmal angehalten mehrere Minuten, nochmal etwas bestimmteres Vorwärts-Kommando, und dann ist er drüber, zügig und ohne jegliches Klemmen.
Und dann gabs drittens eine neue Problemstelle. Dort wo ich letztes Mal gefüttert habe, aber ich glaube nicht dass es damit zu tun hatte. Wir ritten schön zügig gerade aus den Weg entlang, bricht das Büffli plötzlich ohne ersichtlichen Grund wieder aus und stapft den wirklich steilen Abhang nach rechts hinauf, wo auch kein Weg ist. Ich dachte er weiß sicher, dass DIE KREUZUNG gleich kommt und möchte ihr entgehen, aber wieder versuchte er nicht umzudrehen und heimzugehen, sondern steil bergauf in den Wald reinzugehen. Leicht anzuhalten, relativ leicht wieder umzudrehen.
Ich bin dann gesessen und hab mal nachgedacht. Wirklich lange, war total unschlüssig. Absitzen? Noch mal probieren? Riskieren, dass er doch heimläuft? Ich wollte irgendwie nicht absitzen und schon wieder den Kreis beginnen (Büffli hat ja letztes Jahr, als ich öfter abgesessen bin, bald heraußen gehabt, wann das passiert und es immer früher provoziert, bis ich nicht mal mehr den STall verlassen konnte...). Und da die Stelle dort ausnahmsweise mal ungefährlich war, hab ich nach sicher 5 Minuten sitzen und den Weg anstarren mal kurz angetestet was passiert wenn ich Vorwärts-Kommando gebe.... gab es und Pferd läuft geradeaus als wäre nie was gewesen. Kein "Klemmen" (dieses GEfühl, dass er gleich wieder stehen bleiben wird), keine erkennbare Angst vor dieser Stelle des Weges, einfach nur zufriedenes Schritt-Stapfen. Nein, ich versteh das Büffli wirklich nicht immer. Er wollte ja nicht mal fressen bei seinem "Ausbruch".
Wenig später kommt dann DIE KREUZUNG und ich war wirklich auf alles gefasst. Beim kleinsten Klemmen wollte ich absitzen (denn die Stelle dort ist doch etwas gefährlicher - links und rechts gehts steil nach unten). Und dann: nichts, gar nix. Kein Klemmen. Kein Zögern. Kein Ohrwaschelzucken. Ich habe zwar versucht, besonders stark den Weg voraus zu fokussieren, aber ich musste nicht treiben oder erinnern, wo wir lang gehen wollen... einfach nichts.
Ein Stückchen weiter hab ich ihn auf einen kleinen Nebenweg gelenkt und Heu gefüttert, das wie immer natürlich mit dabei war ;-). Er hat es entspannt gemampft, und dann sind wir zügig heimgeritten ohne Vorkommnisse.
Und: Wir haben DIE KREUZUNG überwunden, ich freu mich riesig! Wir sind an dieser Stelle, die uns seit 1 Jahr zu schaffen macht, vorbei als wäre nie was gewesen. Versteh einer das Tier. Was er für Theater gemacht hat! Diesmal: nix.
Allerdings gabs davor schon 2 Situationen, die mir nicht so gefallen haben...
Erstens hat er heute verweigert, den steilen Weg im Wald runterzugehen. Statt dessen stapfte er bergauf mitten in den Wald, wo wir noch nie waren und wo auch gar kein richtiger Weg ist. Keine Ahnung was er dort oben wollte. Ich habs 2 oder 3x versucht, ihn den Abhang hintunter zu reiten, ging aber nicht, und so bin ich dann abgesessen und habe ihn geführt, wobei er mir ohne zögern und am durchhängenden Strick gefolgt ist. Unten auf der Wiese bin ich dann fluchend über meine Ungelenkigkeit wieder aufgestiegen.
Dann zur Straße. Büffli wartete brav, bis weit und breit kein Auto mehr zu sehen war. Sicher 5 Minuten. Dann Kommando zum Antreten - ein Schritt vorwärts, dann umdrehen und Richtung heimwärts, das war auch ein eher ungutes Gefühl von Kontrollverlust an der Straße. Bin aber einfach eine Volte geritten, habe nochmal angehalten mehrere Minuten, nochmal etwas bestimmteres Vorwärts-Kommando, und dann ist er drüber, zügig und ohne jegliches Klemmen.
Und dann gabs drittens eine neue Problemstelle. Dort wo ich letztes Mal gefüttert habe, aber ich glaube nicht dass es damit zu tun hatte. Wir ritten schön zügig gerade aus den Weg entlang, bricht das Büffli plötzlich ohne ersichtlichen Grund wieder aus und stapft den wirklich steilen Abhang nach rechts hinauf, wo auch kein Weg ist. Ich dachte er weiß sicher, dass DIE KREUZUNG gleich kommt und möchte ihr entgehen, aber wieder versuchte er nicht umzudrehen und heimzugehen, sondern steil bergauf in den Wald reinzugehen. Leicht anzuhalten, relativ leicht wieder umzudrehen.
Ich bin dann gesessen und hab mal nachgedacht. Wirklich lange, war total unschlüssig. Absitzen? Noch mal probieren? Riskieren, dass er doch heimläuft? Ich wollte irgendwie nicht absitzen und schon wieder den Kreis beginnen (Büffli hat ja letztes Jahr, als ich öfter abgesessen bin, bald heraußen gehabt, wann das passiert und es immer früher provoziert, bis ich nicht mal mehr den STall verlassen konnte...). Und da die Stelle dort ausnahmsweise mal ungefährlich war, hab ich nach sicher 5 Minuten sitzen und den Weg anstarren mal kurz angetestet was passiert wenn ich Vorwärts-Kommando gebe.... gab es und Pferd läuft geradeaus als wäre nie was gewesen. Kein "Klemmen" (dieses GEfühl, dass er gleich wieder stehen bleiben wird), keine erkennbare Angst vor dieser Stelle des Weges, einfach nur zufriedenes Schritt-Stapfen. Nein, ich versteh das Büffli wirklich nicht immer. Er wollte ja nicht mal fressen bei seinem "Ausbruch".
Wenig später kommt dann DIE KREUZUNG und ich war wirklich auf alles gefasst. Beim kleinsten Klemmen wollte ich absitzen (denn die Stelle dort ist doch etwas gefährlicher - links und rechts gehts steil nach unten). Und dann: nichts, gar nix. Kein Klemmen. Kein Zögern. Kein Ohrwaschelzucken. Ich habe zwar versucht, besonders stark den Weg voraus zu fokussieren, aber ich musste nicht treiben oder erinnern, wo wir lang gehen wollen... einfach nichts.
Ein Stückchen weiter hab ich ihn auf einen kleinen Nebenweg gelenkt und Heu gefüttert, das wie immer natürlich mit dabei war ;-). Er hat es entspannt gemampft, und dann sind wir zügig heimgeritten ohne Vorkommnisse.
Samstag, 24. April 2010
Mehr Bull's Eye
Heute wieder Feestyle geübt, wieder mit Sattel.
Anfangs Aufwärmen mit Follow the Rail: Übergänge, Volten eingebaut, Umkehrtwechsel eingebaut, Halt, ein bisschen rückwärts, Schritt-Trab-Schritt, Trab-Galopp-Trab, Schritt-Halt-Schritt und dann auch nocht Trab-Halt-Trab, was ganz gut geht!
Dann Übergang zum Bull's Eye, das ich weiter im Galopp verbessern möchte. Zuerst Trab, und hier hat mich der Sattel wahnsinnig gemacht. Ich glaub ich brauch doch einen andern. Oder zumindest Fender! Wem ist eingefallen, die Riemenschnallen der Bügel unten zu machen, genau auf Schienbeinhöhe? *grml* Ich bin grün und blau. Beim Traben rutsche ich ständig aus den Bügeln, hab sie 3x verstellt aber es ist egal wie kurz oder lang die sind. Ohne Bügel reiten ist wieder ok, aber da nehm ich dann doch lieber das Bareback Pad, was ich nächstes Mal auch tun werde, jawoll.
Das Bull's Eye selbst ist besser geworden, durch den Ärger mit dem Sattel war ich nur nicht ganz bei der Sache... armes Pferd. Galopp war dann sogar besser als Trab (da kann ich wieder besser sitzen), und wir haben VIER Runden im Linksgalopp geschafft, das ist viel für uns! Rechts übe ich nicht so oft, das kann er eh besser, dort hab ich nur 1x 3 Runden gefordert.
Zum Schluss habe ich meine neue Rückwärts-Strategie nochmal angewendet, d.h. wir sind fertig und gehen heim - aber rückwärts *lol*. Und es ging soooo gut, unglaublich. Wir sind fast 3/4 des Vierecks längs zurückgeritten (schon mit Lobpausen dazwischen), raus aus dem Viereck, drüber über den Begrenzungsmuggel, weg von der Wiese (!), und weil es so toll war (ich weiß, da sollte ich aufhören, aber es ging ja heimwärts...) habe ich probiert, ob ich den Weg zum Putzplatz weiter rückwärts reiten kann. Also weiter: rückwärts über den Schotterweg, rückwärts bergab, rückwärts am Misthaufen vorbei, und zwar zwischen dem Traktor durchgeschlängelt. Nochmal rückwärts um die Kurve, und dann umgedreht und nur noch die letzten paar Meter bis zum Putzplatz geritten und fertig.
Man muss ihm echt nur eine Aufgabe geben, die in seinen Augen Sinn macht, dann tut er alles.
Anfangs Aufwärmen mit Follow the Rail: Übergänge, Volten eingebaut, Umkehrtwechsel eingebaut, Halt, ein bisschen rückwärts, Schritt-Trab-Schritt, Trab-Galopp-Trab, Schritt-Halt-Schritt und dann auch nocht Trab-Halt-Trab, was ganz gut geht!
Dann Übergang zum Bull's Eye, das ich weiter im Galopp verbessern möchte. Zuerst Trab, und hier hat mich der Sattel wahnsinnig gemacht. Ich glaub ich brauch doch einen andern. Oder zumindest Fender! Wem ist eingefallen, die Riemenschnallen der Bügel unten zu machen, genau auf Schienbeinhöhe? *grml* Ich bin grün und blau. Beim Traben rutsche ich ständig aus den Bügeln, hab sie 3x verstellt aber es ist egal wie kurz oder lang die sind. Ohne Bügel reiten ist wieder ok, aber da nehm ich dann doch lieber das Bareback Pad, was ich nächstes Mal auch tun werde, jawoll.
Das Bull's Eye selbst ist besser geworden, durch den Ärger mit dem Sattel war ich nur nicht ganz bei der Sache... armes Pferd. Galopp war dann sogar besser als Trab (da kann ich wieder besser sitzen), und wir haben VIER Runden im Linksgalopp geschafft, das ist viel für uns! Rechts übe ich nicht so oft, das kann er eh besser, dort hab ich nur 1x 3 Runden gefordert.
Zum Schluss habe ich meine neue Rückwärts-Strategie nochmal angewendet, d.h. wir sind fertig und gehen heim - aber rückwärts *lol*. Und es ging soooo gut, unglaublich. Wir sind fast 3/4 des Vierecks längs zurückgeritten (schon mit Lobpausen dazwischen), raus aus dem Viereck, drüber über den Begrenzungsmuggel, weg von der Wiese (!), und weil es so toll war (ich weiß, da sollte ich aufhören, aber es ging ja heimwärts...) habe ich probiert, ob ich den Weg zum Putzplatz weiter rückwärts reiten kann. Also weiter: rückwärts über den Schotterweg, rückwärts bergab, rückwärts am Misthaufen vorbei, und zwar zwischen dem Traktor durchgeschlängelt. Nochmal rückwärts um die Kurve, und dann umgedreht und nur noch die letzten paar Meter bis zum Putzplatz geritten und fertig.
Man muss ihm echt nur eine Aufgabe geben, die in seinen Augen Sinn macht, dann tut er alles.
Donnerstag, 22. April 2010
Nicht alles was im Viereck steht...
ist ein Podest. Auch wenn Billy das glaubt ;-)
Wir haben heute wieder einmal geübt, was ich mittlerweile als für uns (zumindest mich) schwierigste Übung bezeichnen würde: Figure 8. Keine Ahnung, warum ich das nicht hinkriege. Ich verheddere mich, bin zu langsam, Billy verheddert sich, ich scheine permanent damit beschäftigt zu sein, Füße und Arme aus dem Seil (mit dem Lasso hab ichs ja gleich wieder aufgegeben) zu befreien.
Das ist das eine. Das andere ist die Zerstörungswut des Büfflis. Ich weiß nicht warum, aber wenn Tonnen im Muster für die Fig. 8 da stehen, möchte er gern drauf rumtrampeln. Das passiert nur bei Figure 8, nicht bei Weave, auch sonst kaum. Und heute... hatte ich sogar Pop-Up-Tonnen, große, solche für den Garten. Sie sind höher als der Freiraum unter Billy's Bauch.
Der erste Versuch eines Achters resultierte darin, dass Billy zielstrebig genau auf die Tonne zuging, sich mit der Brust dranlehnte (mein heftiges Gestikulieren mit Stick und String völlig ignorierend), mit Freude feststellte dass das Ding raschelnd nachgibt, und daraufhin nacheinander alle 4 Füße draufsetzte, um fröhlich zu beobachten, wie das Ding sich zusammenfaltet und wieder up-pop-t (unterm Bauch fand er das besonders lustig scheinbar).
Ein weiterer Versuch resultierte in einem Seitwärts über die Pop-up-Tonne, ich wollte eigentlich rückwärts, um ihn dann in den Achter zu schicken. Also lieber seitwärts drüber, ist ja viel einfacher.... wie erwähnt passt die Tonne nicht ganz unter den Bauch, aber die Dinger sind insofern praktisch, als sie sich dann aufs nötige Maß zusammenfalten, bis der Bauch drüber vorbei ist, und dann auf der andern Seite wieder up-pop-en. Ein lustiges Spiel! Er bot mir sofort darauf an, die Tonne seitwärts auf mich zu zu überwinden, das konnte ich aber verhindern.
Ich war echt hin- und hergerissen zwischen Lachen über den Kaschperl und wütender Verzweiflung, weil ich keinen 8er hinkriege und die Tonne so viel interessanter ist als ich.
Gut, so schlimm wars dann auch nicht, ich glaube ein oder zweimal haben wir dann den 8er hingekriegt, sogar halbwegs im Trab. Zwischendurch kam sogar etwas Übermut raus, und wir hatten eine Hälfte sogar in Galopp, des öfteren. Also es war schon viel besser als letztes Mal, wo ich ziemlich ausgezuckt bin *hüstel*...
Wir haben heute wieder einmal geübt, was ich mittlerweile als für uns (zumindest mich) schwierigste Übung bezeichnen würde: Figure 8. Keine Ahnung, warum ich das nicht hinkriege. Ich verheddere mich, bin zu langsam, Billy verheddert sich, ich scheine permanent damit beschäftigt zu sein, Füße und Arme aus dem Seil (mit dem Lasso hab ichs ja gleich wieder aufgegeben) zu befreien.
Das ist das eine. Das andere ist die Zerstörungswut des Büfflis. Ich weiß nicht warum, aber wenn Tonnen im Muster für die Fig. 8 da stehen, möchte er gern drauf rumtrampeln. Das passiert nur bei Figure 8, nicht bei Weave, auch sonst kaum. Und heute... hatte ich sogar Pop-Up-Tonnen, große, solche für den Garten. Sie sind höher als der Freiraum unter Billy's Bauch.
Der erste Versuch eines Achters resultierte darin, dass Billy zielstrebig genau auf die Tonne zuging, sich mit der Brust dranlehnte (mein heftiges Gestikulieren mit Stick und String völlig ignorierend), mit Freude feststellte dass das Ding raschelnd nachgibt, und daraufhin nacheinander alle 4 Füße draufsetzte, um fröhlich zu beobachten, wie das Ding sich zusammenfaltet und wieder up-pop-t (unterm Bauch fand er das besonders lustig scheinbar).
Ein weiterer Versuch resultierte in einem Seitwärts über die Pop-up-Tonne, ich wollte eigentlich rückwärts, um ihn dann in den Achter zu schicken. Also lieber seitwärts drüber, ist ja viel einfacher.... wie erwähnt passt die Tonne nicht ganz unter den Bauch, aber die Dinger sind insofern praktisch, als sie sich dann aufs nötige Maß zusammenfalten, bis der Bauch drüber vorbei ist, und dann auf der andern Seite wieder up-pop-en. Ein lustiges Spiel! Er bot mir sofort darauf an, die Tonne seitwärts auf mich zu zu überwinden, das konnte ich aber verhindern.
Ich war echt hin- und hergerissen zwischen Lachen über den Kaschperl und wütender Verzweiflung, weil ich keinen 8er hinkriege und die Tonne so viel interessanter ist als ich.
Gut, so schlimm wars dann auch nicht, ich glaube ein oder zweimal haben wir dann den 8er hingekriegt, sogar halbwegs im Trab. Zwischendurch kam sogar etwas Übermut raus, und wir hatten eine Hälfte sogar in Galopp, des öfteren. Also es war schon viel besser als letztes Mal, wo ich ziemlich ausgezuckt bin *hüstel*...
Dienstag, 20. April 2010
Bull's Eye & Rückwärts
Das Viereck hat gerade den richtigen Feuchtigkeitsgrad dafür, das Bull's Eye endlich im Galopp zu üben. In der Halle (nur 12m breit) wurde das im Winter irgendwie nix. Also schnell die große Tonne aufgestellt und ausnahmsweise auch gesattelt (worüber ich die ersten 15 Minuten im Trab nur noch geflucht hab *seufz* - dann ging's langsam besser).
Anfangs im Schritt, immer nur kurz, schöne Pausen bei der Großen Schwarzen Tonne. Dann Trab, beide Hände je ein paar kurze Durchgänge.
Anfangs wars furchtbar, als ob wir das Muster noch nie geritten wären. Dabei kannte er es eigentlich schon recht gut, allerdings war danach dann längere Pause damit. Aber heute... ich war die paar ersten Runden im Trab nur am Korrigieren. Zu weit außen - Zügel innen. Zu weit innen bzw. zur Tonne gestartet auf eigene Faust - Zügel außen. Stick innen, Stick außen, Schenkel rechts, Schenkel links... Ich kam kaum mehr nach und hab gefühlte 200 Korrekturen pro Runde gebraucht. Uff! War ziemlich frustriert muss ich sagen, es ging doch schon so gut, und außerdem über meine mangelnde Koordination.
Wurde dann aber immer besser, Korrekturen weniger, bis ich nur noch an bestimmten Punkten vielleicht ein bisschen korrigieren musste - oder hie und da verhindern, dass er sich seine Pause bei der Tonne selbst nimmt.
Als das soweit gut war, bin ich zu Galopp übergegangen, und da hat sich schon einiges verbessert! Vorigen Herbst hab ich es ein oder zweimal versucht, aber mehr als ein Angaloppieren mit fast sofortigem Verfallen in Trab war damals kaum möglich. Und der Galopp war ziemlich geprägt von Grantelei und Versuchen, mich in den Fuß zu beißen.
Diesmal viel besser. Das Angaloppieren klappte zackig, und auch das Halten des Galopps geht schon viel besser und länger. Ein Durchgang war besonders gut, richtig lockerer, gleichmäßiger Galopp, ohne dieses Gefühl "hoffentlich verfällt er nicht gleich wieder", das ich halt schon noch oft habe, außerdem ein richtig schöner halbwegs gleichmäßiger Zirkel. Dafür gabs dann natürlich große Pause.
Zwischendurch hab ich das Rückwärts wieder eingebaut, und zwar weiterhin mit großen Fortschritten. Momentan wandle ich fast alle Muster und Programme so ab, dass vor der Pause noch ein bisschen rückwärts kommt. Sodass die Pause immer auf das rückwärts folgt und es so hoffentlich ein wenig akzeptabler macht.
Ich hab daher das Bull's Eye so abgewandelt, dass wir nach einer schönen Runde reingeritten sind, ein kurzes Touch it an der Tonne gemacht haben und dann rückwärts gingen bis wieder raus auf den Zirkel, und DORT dann Pause machten. Die Tonne ist wahrlich sweet spot genug, das brauchen wir eh nicht üben.
Rückwärts funktioniert momentan sehr gut, wenn ich die Zügel sehr hoch hebe. Schaut doof aus, wirkt aber ohne viel Kraft (im Gegensatz zu "nur Hand stehen lassen", wo er heftigst dagegen drückt). Sobald er sich rückwärts in Bewegung setzt, lasse ich die Hände wieder sinken, der Sitz bleibt auf "rückwärts-Stellung", und so geht das mittlerweile recht fein. Allerdings habe ich ständiges Lippenklappern. Das übrigens fällt mir immer öfter bei anderen Pferden auf. Auf Youtube, bei Bent Branderup (jawoll, und zwar ganz stark auf seiner DVD zum Buch, in der Schlussaufstellung, also in den letzten Sekunden, mit dem blinden Pferd!) und auch bei Remmer ist mir sowas ähnliches aufgefallen (in der März DVD, obwohl ich nicht genau sagen kann, ob das nicht ein normales "auf dem Gebiss kauen" ist, obwohl es mir wie mehr als das vorkommt.
Wir haben jedenfalls ganz am Schluss was höchst geniales gemacht, letztes Mal habe ich es erfolglos versucht, diesmal gings pipifein: nach dem letzten Durchgang gabs kurze Pause, dann rückwärts, und zwar aus dem Viereck raus . Was nicht so leicht ist, denn dort sind Muggel, über die er drübersteigen muss. Aber er hats ganz toll gemacht, dann hab ich die Vorhand 90° verschoben, was auch super geklappt hat, und dann sind wir Richtung Putzplatz und die Session war beendet und es gab Futter.
Also momentan versuche ich alles was positiv ist, mit vorhergehendem rückwärts zu verbinden. Mal schauen ob es wirkt, es scheint so.
Anfangs im Schritt, immer nur kurz, schöne Pausen bei der Großen Schwarzen Tonne. Dann Trab, beide Hände je ein paar kurze Durchgänge.
Anfangs wars furchtbar, als ob wir das Muster noch nie geritten wären. Dabei kannte er es eigentlich schon recht gut, allerdings war danach dann längere Pause damit. Aber heute... ich war die paar ersten Runden im Trab nur am Korrigieren. Zu weit außen - Zügel innen. Zu weit innen bzw. zur Tonne gestartet auf eigene Faust - Zügel außen. Stick innen, Stick außen, Schenkel rechts, Schenkel links... Ich kam kaum mehr nach und hab gefühlte 200 Korrekturen pro Runde gebraucht. Uff! War ziemlich frustriert muss ich sagen, es ging doch schon so gut, und außerdem über meine mangelnde Koordination.
Wurde dann aber immer besser, Korrekturen weniger, bis ich nur noch an bestimmten Punkten vielleicht ein bisschen korrigieren musste - oder hie und da verhindern, dass er sich seine Pause bei der Tonne selbst nimmt.
Als das soweit gut war, bin ich zu Galopp übergegangen, und da hat sich schon einiges verbessert! Vorigen Herbst hab ich es ein oder zweimal versucht, aber mehr als ein Angaloppieren mit fast sofortigem Verfallen in Trab war damals kaum möglich. Und der Galopp war ziemlich geprägt von Grantelei und Versuchen, mich in den Fuß zu beißen.
Diesmal viel besser. Das Angaloppieren klappte zackig, und auch das Halten des Galopps geht schon viel besser und länger. Ein Durchgang war besonders gut, richtig lockerer, gleichmäßiger Galopp, ohne dieses Gefühl "hoffentlich verfällt er nicht gleich wieder", das ich halt schon noch oft habe, außerdem ein richtig schöner halbwegs gleichmäßiger Zirkel. Dafür gabs dann natürlich große Pause.
Zwischendurch hab ich das Rückwärts wieder eingebaut, und zwar weiterhin mit großen Fortschritten. Momentan wandle ich fast alle Muster und Programme so ab, dass vor der Pause noch ein bisschen rückwärts kommt. Sodass die Pause immer auf das rückwärts folgt und es so hoffentlich ein wenig akzeptabler macht.
Ich hab daher das Bull's Eye so abgewandelt, dass wir nach einer schönen Runde reingeritten sind, ein kurzes Touch it an der Tonne gemacht haben und dann rückwärts gingen bis wieder raus auf den Zirkel, und DORT dann Pause machten. Die Tonne ist wahrlich sweet spot genug, das brauchen wir eh nicht üben.
Rückwärts funktioniert momentan sehr gut, wenn ich die Zügel sehr hoch hebe. Schaut doof aus, wirkt aber ohne viel Kraft (im Gegensatz zu "nur Hand stehen lassen", wo er heftigst dagegen drückt). Sobald er sich rückwärts in Bewegung setzt, lasse ich die Hände wieder sinken, der Sitz bleibt auf "rückwärts-Stellung", und so geht das mittlerweile recht fein. Allerdings habe ich ständiges Lippenklappern. Das übrigens fällt mir immer öfter bei anderen Pferden auf. Auf Youtube, bei Bent Branderup (jawoll, und zwar ganz stark auf seiner DVD zum Buch, in der Schlussaufstellung, also in den letzten Sekunden, mit dem blinden Pferd!) und auch bei Remmer ist mir sowas ähnliches aufgefallen (in der März DVD, obwohl ich nicht genau sagen kann, ob das nicht ein normales "auf dem Gebiss kauen" ist, obwohl es mir wie mehr als das vorkommt.
Wir haben jedenfalls ganz am Schluss was höchst geniales gemacht, letztes Mal habe ich es erfolglos versucht, diesmal gings pipifein: nach dem letzten Durchgang gabs kurze Pause, dann rückwärts, und zwar aus dem Viereck raus . Was nicht so leicht ist, denn dort sind Muggel, über die er drübersteigen muss. Aber er hats ganz toll gemacht, dann hab ich die Vorhand 90° verschoben, was auch super geklappt hat, und dann sind wir Richtung Putzplatz und die Session war beendet und es gab Futter.
Also momentan versuche ich alles was positiv ist, mit vorhergehendem rückwärts zu verbinden. Mal schauen ob es wirkt, es scheint so.
Sonntag, 18. April 2010
On Line - Richtungswechsel
Heute haben wir uns auf dem Platz mit Lasso wieder einmal dem Richtungswechsel gewidmet. Nachdem ich da letztens wieder mal ausgezuckt bin (hier glaub ich gar nicht reingeschrieben weil so peinlich), weil wir die Figure 8 nicht und nicht hinkriegen, bin ich es sehr ruhig und vorsichtig angegangen.
Ein wenig aufwärmen mit Führen, Stick to me, Go-Button aktivieren, Weave...
Dann rückwärts hin und her, ich mache zu oft das Circling Game direkt nach rückwärts, dann wird das rückwärts wieder schleißig (da er meint, er weiß ja eh was gleich kommt, geht er gleich auf den Zirkel, ohne dass man darum bittet).
Das Send war anfangs sehr lasch, selbst für Schritt, mehr wollte ich eh noch nicht. Also reingeholt, rausgeschickt, wieder reingeholt, rauschgeschickt. Schließlich wurde es besser und er ist mal (ärgerlich über das hin und her glaub ich) weggetrabt.
Dann hab ich begonnen mit Gangartenübergängen, Schritt-Trab-Schritt usw. Antraben ging ganz erfreulich leicht auf Phase 1 (Finger ausstrecken). Und als das gut war, hab ich bei jeder Runde einen ganz simplen Schritt-Handwechsel eingebaut; versucht mich nicht so sehr aufs Gelingen zu konzentrieren. Ich darf echt nicht zu perfektionistisch sein. Siehe da, es wirkt, die Wechsel im Schritt waren sehr flüssig (ist auch noch nicht selbstverständlich).
Immer wieder abgewechselt mit Übergängen und Bring Back mit langer Kraul-Pause. Da ich vom Putzen vorher schon wusste, wo es heute besonders juckt, konnte ich dabei viele Pluspunkte sammeln ;-).
Wir sind dann auch ein wenig galoppiert, der Galopp war rechts schon richtig gut, feines Angaloppieren auf fast nur Arm oder Finger ausstrecken (ohne Stick ! *staun*), er konnte ihn zwar immer noch nicht länger halten als eine halbe Runde, solange ich neutral stehe, und an einer STelle musste er immer in Trab parieren, aber es war - im Gegensatz zu sonst oft - kein Problem sofort wieder Galopp zu bekommen. Linke Hand war wie immer etwas schlechter, aber auch bemüht. Bring back aus dem Galopp bringt dann meistens ein Zu-Mir-Traben, mit freundlichem Gesicht sogar *freufreu*.
Stimmt, auch deshalb fand ich den Galopp wohl so gut... kein Gifteln, kein Granteln dabei.
Ich denke das Lasso trägt wirklich auch viel dazu bei... er nimmt sich fast das ganze, was ich nie gedacht hätte. Ich denke das 7m-Seil ist einfach wirklich sehr sehr schwer. Ich kann zwar immer noch nicht gut mit dem Lasso umgehen, lass das Ende meistens unfallträchtig am Boden herumliegen, aber nun ja... werds schon noch lernen. :-)
Ach ja, und noch was neues können wir (was ich mich vor 1 Jahr auch noch nicht getraut hätte ihm beizubringen): eine Vor- und eine Hinterhandwendung zu mir her. Wobei Hinterhandwendung (also Vorhand verschieben, auf mich zu) hier natürlich leichter geht; das konnte er ja auch schon gut ohne Kommando. ;-). Ich habe es abgewechselt mit Schulter wegschicken und wieder herholen, denn ich glaub da muss ich bei ihm wirklich sehr sehr aufpassen, dass es ihm nicht zu Kopf steigt, dass er mir die Hinterhand und die Schulter herschiebt und ich ihm ausweiche. Aber toll wie das klappt... das war mehr oder weniger "einfach mal so".
Ein wenig aufwärmen mit Führen, Stick to me, Go-Button aktivieren, Weave...
Dann rückwärts hin und her, ich mache zu oft das Circling Game direkt nach rückwärts, dann wird das rückwärts wieder schleißig (da er meint, er weiß ja eh was gleich kommt, geht er gleich auf den Zirkel, ohne dass man darum bittet).
Das Send war anfangs sehr lasch, selbst für Schritt, mehr wollte ich eh noch nicht. Also reingeholt, rausgeschickt, wieder reingeholt, rauschgeschickt. Schließlich wurde es besser und er ist mal (ärgerlich über das hin und her glaub ich) weggetrabt.
Dann hab ich begonnen mit Gangartenübergängen, Schritt-Trab-Schritt usw. Antraben ging ganz erfreulich leicht auf Phase 1 (Finger ausstrecken). Und als das gut war, hab ich bei jeder Runde einen ganz simplen Schritt-Handwechsel eingebaut; versucht mich nicht so sehr aufs Gelingen zu konzentrieren. Ich darf echt nicht zu perfektionistisch sein. Siehe da, es wirkt, die Wechsel im Schritt waren sehr flüssig (ist auch noch nicht selbstverständlich).
Immer wieder abgewechselt mit Übergängen und Bring Back mit langer Kraul-Pause. Da ich vom Putzen vorher schon wusste, wo es heute besonders juckt, konnte ich dabei viele Pluspunkte sammeln ;-).
Wir sind dann auch ein wenig galoppiert, der Galopp war rechts schon richtig gut, feines Angaloppieren auf fast nur Arm oder Finger ausstrecken (ohne Stick ! *staun*), er konnte ihn zwar immer noch nicht länger halten als eine halbe Runde, solange ich neutral stehe, und an einer STelle musste er immer in Trab parieren, aber es war - im Gegensatz zu sonst oft - kein Problem sofort wieder Galopp zu bekommen. Linke Hand war wie immer etwas schlechter, aber auch bemüht. Bring back aus dem Galopp bringt dann meistens ein Zu-Mir-Traben, mit freundlichem Gesicht sogar *freufreu*.
Stimmt, auch deshalb fand ich den Galopp wohl so gut... kein Gifteln, kein Granteln dabei.
Ich denke das Lasso trägt wirklich auch viel dazu bei... er nimmt sich fast das ganze, was ich nie gedacht hätte. Ich denke das 7m-Seil ist einfach wirklich sehr sehr schwer. Ich kann zwar immer noch nicht gut mit dem Lasso umgehen, lass das Ende meistens unfallträchtig am Boden herumliegen, aber nun ja... werds schon noch lernen. :-)
Ach ja, und noch was neues können wir (was ich mich vor 1 Jahr auch noch nicht getraut hätte ihm beizubringen): eine Vor- und eine Hinterhandwendung zu mir her. Wobei Hinterhandwendung (also Vorhand verschieben, auf mich zu) hier natürlich leichter geht; das konnte er ja auch schon gut ohne Kommando. ;-). Ich habe es abgewechselt mit Schulter wegschicken und wieder herholen, denn ich glaub da muss ich bei ihm wirklich sehr sehr aufpassen, dass es ihm nicht zu Kopf steigt, dass er mir die Hinterhand und die Schulter herschiebt und ich ihm ausweiche. Aber toll wie das klappt... das war mehr oder weniger "einfach mal so".
Samstag, 17. April 2010
Ausritt - Grenzerweiterung
Heute war wunderschönes Wetter nach all dem Regen! Herrlich! Blauer Himmel, ein bisschen Wind, aber nicht unangenehm, perfekt.
Ich habe mir viel Zeit gelassen, bin erstmal 10 Minuten grasen gegangen und habe dann langsam geputzt und alles fertig gemacht.
Hab ich schon erwähnt, dass ich nach nunmehr 3 Jahren endlich ein Putzwerkzeug gefunden habe, dass Herr Billy gutheißt? Ein Grob-Noppen-Gummistriegel, den ich mir eigentlich gekauft hab wegen seines Griffes, um mein vom exzessiven Tippen malträtiertes Handgelenk zu entlasten. Zum ersten Mal sehe ich regelmäßig ein Putzgesicht (das allerdings auch im Sekundenbruchteil-Takt in "ich-beiß-dich"-Gesicht umgewandelt werden kann, abgesehen von der verwunderlichen Tatsache, dass mein Tierchen selbst während Putzgesicht noch herschnappen kann. Beachtlich!). Ich darf jetzt also so richtig massieren, und mir scheint, dass das Putzen seither wesentlich besser geworden ist. Weniger gifteln und granteln, weniger ernsthaftes Schnappen sowieso, dafür gibts nämlich jetzt immer eine. Es kann natürlich auch sein, dass auch ich positiver gestimmt bin beim Putzen, wo ich sehen kann, dass es ihm gefällt.
Nachdem alles geputzt und gepackt war, Pferd gesattelt und mit Hackamore versehen, gingen wir ausreiten. Es war toll!
Vom Stall weg war überhaupt kein Problem, keinerlei Zögern zu spüren. Am Ende des ersten WEgelchens, kurz bevor wir dann die Straße überqueren müssen, stand ein Riesentraktor mit Riesenanhänger mit Holzstämmen obendrauf. hat ihn nicht weiter interessiert, ich musste aber über die Wiese ausweichen, und das gab dann eine kleine Fress-Diskussion, die mir so knapp vor der Straße nicht geheuer war. Denn als ich ihn nicht fressen lassen wollte war seine erste Reaktion: "na dann geh ich halt wieder heim", mit dem bekannten Umdrehen und so... habe es mit relativ vehementem Hinterhand-Lösen beantwortet.
Ich musste schon ein bisschen Mut zusammennehmen, um dann knapp an die Straße heran- (sonst sehe ich nicht, ob was kommt) und dann drüberzureiten. Büffli hat's aber toll gemacht und sowohl das punktgenaue Anhalten als auch Losreiten und kurzes Antrabseln (zu meiner Beruhigung: "geht der Go-Button eh noch???") waren völlig problemlos.
Wir kamen zu unserer/meiner ersten Grenze (ok, die 2. nach der Straße): die Unterführung. Bin wieder sehr entschlossen hingeritten und keinerlei Problem, wie schön!
Wir sind dann das Wegelchen weiter, vorbei an der Abzweigung die wir letztes Mal genommen hatten, noch ca. 50 oder 100 Meter weiter, da kommt dann eine hübsche Ausweichbucht neben einem Bächlein. Dort angehalten, Gras zupfen lassen und dann das mitgeführte Heu hingeworfen.
Nach Hause können wir auch nach wie vor ruhig im Schritt gehen. Er bot zwar Trab an, das war aber schnell erledigt.
Ich freu mich so :-). Es wird, es wird :-) Die nächste Grenze ist dann DIE GROSSE GRENZE, mal schauen ob das auch noch so gut geht. Jedenfalls wirkt die Heu-Strategie wie es scheint. Pferdchen ist richtig zielstrebig unterwegs und es fühlt sich endlich nicht mehr so an, als würde dauernd irgendwas festklemmen in die eine Richtung.
Ich habe mir viel Zeit gelassen, bin erstmal 10 Minuten grasen gegangen und habe dann langsam geputzt und alles fertig gemacht.
Hab ich schon erwähnt, dass ich nach nunmehr 3 Jahren endlich ein Putzwerkzeug gefunden habe, dass Herr Billy gutheißt? Ein Grob-Noppen-Gummistriegel, den ich mir eigentlich gekauft hab wegen seines Griffes, um mein vom exzessiven Tippen malträtiertes Handgelenk zu entlasten. Zum ersten Mal sehe ich regelmäßig ein Putzgesicht (das allerdings auch im Sekundenbruchteil-Takt in "ich-beiß-dich"-Gesicht umgewandelt werden kann, abgesehen von der verwunderlichen Tatsache, dass mein Tierchen selbst während Putzgesicht noch herschnappen kann. Beachtlich!). Ich darf jetzt also so richtig massieren, und mir scheint, dass das Putzen seither wesentlich besser geworden ist. Weniger gifteln und granteln, weniger ernsthaftes Schnappen sowieso, dafür gibts nämlich jetzt immer eine. Es kann natürlich auch sein, dass auch ich positiver gestimmt bin beim Putzen, wo ich sehen kann, dass es ihm gefällt.
Nachdem alles geputzt und gepackt war, Pferd gesattelt und mit Hackamore versehen, gingen wir ausreiten. Es war toll!
Vom Stall weg war überhaupt kein Problem, keinerlei Zögern zu spüren. Am Ende des ersten WEgelchens, kurz bevor wir dann die Straße überqueren müssen, stand ein Riesentraktor mit Riesenanhänger mit Holzstämmen obendrauf. hat ihn nicht weiter interessiert, ich musste aber über die Wiese ausweichen, und das gab dann eine kleine Fress-Diskussion, die mir so knapp vor der Straße nicht geheuer war. Denn als ich ihn nicht fressen lassen wollte war seine erste Reaktion: "na dann geh ich halt wieder heim", mit dem bekannten Umdrehen und so... habe es mit relativ vehementem Hinterhand-Lösen beantwortet.
Ich musste schon ein bisschen Mut zusammennehmen, um dann knapp an die Straße heran- (sonst sehe ich nicht, ob was kommt) und dann drüberzureiten. Büffli hat's aber toll gemacht und sowohl das punktgenaue Anhalten als auch Losreiten und kurzes Antrabseln (zu meiner Beruhigung: "geht der Go-Button eh noch???") waren völlig problemlos.
Wir kamen zu unserer/meiner ersten Grenze (ok, die 2. nach der Straße): die Unterführung. Bin wieder sehr entschlossen hingeritten und keinerlei Problem, wie schön!
Wir sind dann das Wegelchen weiter, vorbei an der Abzweigung die wir letztes Mal genommen hatten, noch ca. 50 oder 100 Meter weiter, da kommt dann eine hübsche Ausweichbucht neben einem Bächlein. Dort angehalten, Gras zupfen lassen und dann das mitgeführte Heu hingeworfen.
Nach Hause können wir auch nach wie vor ruhig im Schritt gehen. Er bot zwar Trab an, das war aber schnell erledigt.
Ich freu mich so :-). Es wird, es wird :-) Die nächste Grenze ist dann DIE GROSSE GRENZE, mal schauen ob das auch noch so gut geht. Jedenfalls wirkt die Heu-Strategie wie es scheint. Pferdchen ist richtig zielstrebig unterwegs und es fühlt sich endlich nicht mehr so an, als würde dauernd irgendwas festklemmen in die eine Richtung.
Freitag, 16. April 2010
Riding in the Rain...
Unser Hallenboden wird weiterhin erneuert, was ja erfreulich ist. Und natürlich regnet es gleichzeitig. Heißt: Gar nix tun oder im Regen reiten. Wir haben beides probiert, aber gar nix tun (d.h. grasen) war mir dann doch zu nass und kalt, doch lieber bewegen.
Wir sind wieder mein neues Lieblingsmuster, Volte - gradaus - Volte - gradaus geritten, zuerst im Schritt, dann mit Trab auf den gradaus-Sequenzen. Nach wie vor bin ich stolz, dass ich Volten nicht nur rund um Pfützen herum, sondern auch mitten durch abfragen darf. Hie und da ist das viele Wasser zwar irgendwas zwischen unheimlich und unheimlich faszinierend, sodass pferd stehenbleiben musss, um es genau zu untersuchen, aber er geht wenigstens rein :-).
Dann noch etwas rückwärts, das langsam wieder viel besser wird. Habe auch wieder 2 Carrot Sticks dazu genommen und sogar 2 Schritte bekommen, ohne dass ich Pferd berühren musste. Allerdings ist eine Phase 4 jetzt der Zügel, das wirkt besser als wenn ich ihm die Carrot Sticks auf die Nase knalle, das hat wenig Effekt. Also 1: Sitz, 2: Carrot Sticks rotieren langsam und noch weit weg, 3: Carrto Sticks patschen 1-2 Mal maximal auf die Brust, 4: Zügel und ab da halt "normales Zügel-Rückwärts". Hat wie erwähnt momentan gute Erfolge!
War nur ein kurzer Ritt heute, denn es wurde dann wirklich kalt *brrr*.
Wir sind wieder mein neues Lieblingsmuster, Volte - gradaus - Volte - gradaus geritten, zuerst im Schritt, dann mit Trab auf den gradaus-Sequenzen. Nach wie vor bin ich stolz, dass ich Volten nicht nur rund um Pfützen herum, sondern auch mitten durch abfragen darf. Hie und da ist das viele Wasser zwar irgendwas zwischen unheimlich und unheimlich faszinierend, sodass pferd stehenbleiben musss, um es genau zu untersuchen, aber er geht wenigstens rein :-).
Dann noch etwas rückwärts, das langsam wieder viel besser wird. Habe auch wieder 2 Carrot Sticks dazu genommen und sogar 2 Schritte bekommen, ohne dass ich Pferd berühren musste. Allerdings ist eine Phase 4 jetzt der Zügel, das wirkt besser als wenn ich ihm die Carrot Sticks auf die Nase knalle, das hat wenig Effekt. Also 1: Sitz, 2: Carrot Sticks rotieren langsam und noch weit weg, 3: Carrto Sticks patschen 1-2 Mal maximal auf die Brust, 4: Zügel und ab da halt "normales Zügel-Rückwärts". Hat wie erwähnt momentan gute Erfolge!
War nur ein kurzer Ritt heute, denn es wurde dann wirklich kalt *brrr*.
Donnerstag, 15. April 2010
Volten + rückwärts
Hufbearbeitungstermin. Billy war brav für seine Verhältnisse ;-).
Ich wurde gelobt für meine Raspelarbeit, er steht nicht schlecht da (so gut es halt geht mit den schiefen Füßen).
Unsere Halle kriegt einen neuen Boden! *freu*. So blieb nur das Viereck, im Regen und überschwemmt.
Ich hab also gleich Schwimmtraining gemacht. Wasserbüffel ist er ja nämlich eher keiner. Bisher war er nur schwer durch Pfützen am Platz zu kriegen. Das hat sich stark verbessert!
Er ist zwar noch immer bisschen skeptisch, aber viel mutiger als zuvor; mit ein bisschen Überredungskunst sind wir sogar durch Pfützen durchgetrabt! Nur an einer Stelle, da musste er immer stehenbleiben und mit der Lippe mit dem Wasser spielen Die Zunge rausstrecken . Sah lustig aus.
Lange sind wir nicht geritten, es war doch nass von oben... Ich bin Follow the Rail gegangen, mit vielen Volten. Trab am Hufschlag, ein paar Tritte nur, dann Schrittparade, Volte im Schritt (durchs Wasser), wieder am Hufschlag, antraben, wieder paar Tritte, wieder Schritt, wieder Volte. Auf beiden Händen mit vielen Volten einmal rundherum.
Am Schluss noch Rückwärts, das hat sich in den letzten Einheiten sehr verbessert Ich wollte eigentlich rückwärts aus dem Viereck reiten und dann Schluss machen - quasi um das Rückwärts nochmal zu versüßen. Das wurde aber nicht so ganz was.
Zuerst ging er mal wieder stark gegen den Druck, d.h. vorwärts. Ich habe diesmal mehr gemacht als einfach nur die Hände wie Zaunpfosten stehenzulassen wie sonst immer. Die "Zaunpfosten" sind ihm ja eher egal, er geht einfach durch diesen Druck durch. Ich habe also erstens die Hände höher genommen (sieht sicher toll aus, wirkt aber gut) und wenn er weiter durchbrechen wollte, Rhythmus gemacht (statt nur stehenzulassen) und wenn er dann noch durchwollte, Hinterhand gelöst, eine Drehung, wieder in die Ursprungsposition und nochmal von vorne. Hat ziemlich schnell gute Ergebnisse gebracht.
Und was ich mich dann noch bemühe ist, zu einer wirklichen Phase 1 zurückzugehen, während er rückwärts geht. Als Endziel möchte ich, dass er auf bloßen Sitz rückwärts geht, also muss ich dorthin als Phase 1 zurück. Habe daher nicht nur mit der hand leicht nachgegeben (wie sonst immer), sondern ganz sinken lassen und die Zügel in Grundposition, also lang durchhängen. Er hat gebraucht um zu kapieren, dass das nicht heißt - geh vorwärts (dann bin ich einfach wieder durch die Phasen hoch), sondern dass er auf meinen Sitz achtet, der weiter sagt: geh rückwärts. 1 oder 2 Schrittchen haben wir am weit durchhängenden Zügel geschafft :-). Hat ein Weilchen gedauert, aber so wird es vielleicht auch was mit dem Rückwärts nur mit CS.
Ich wurde gelobt für meine Raspelarbeit, er steht nicht schlecht da (so gut es halt geht mit den schiefen Füßen).
Unsere Halle kriegt einen neuen Boden! *freu*. So blieb nur das Viereck, im Regen und überschwemmt.
Ich hab also gleich Schwimmtraining gemacht. Wasserbüffel ist er ja nämlich eher keiner. Bisher war er nur schwer durch Pfützen am Platz zu kriegen. Das hat sich stark verbessert!
Er ist zwar noch immer bisschen skeptisch, aber viel mutiger als zuvor; mit ein bisschen Überredungskunst sind wir sogar durch Pfützen durchgetrabt! Nur an einer Stelle, da musste er immer stehenbleiben und mit der Lippe mit dem Wasser spielen Die Zunge rausstrecken . Sah lustig aus.
Lange sind wir nicht geritten, es war doch nass von oben... Ich bin Follow the Rail gegangen, mit vielen Volten. Trab am Hufschlag, ein paar Tritte nur, dann Schrittparade, Volte im Schritt (durchs Wasser), wieder am Hufschlag, antraben, wieder paar Tritte, wieder Schritt, wieder Volte. Auf beiden Händen mit vielen Volten einmal rundherum.
Am Schluss noch Rückwärts, das hat sich in den letzten Einheiten sehr verbessert Ich wollte eigentlich rückwärts aus dem Viereck reiten und dann Schluss machen - quasi um das Rückwärts nochmal zu versüßen. Das wurde aber nicht so ganz was.
Zuerst ging er mal wieder stark gegen den Druck, d.h. vorwärts. Ich habe diesmal mehr gemacht als einfach nur die Hände wie Zaunpfosten stehenzulassen wie sonst immer. Die "Zaunpfosten" sind ihm ja eher egal, er geht einfach durch diesen Druck durch. Ich habe also erstens die Hände höher genommen (sieht sicher toll aus, wirkt aber gut) und wenn er weiter durchbrechen wollte, Rhythmus gemacht (statt nur stehenzulassen) und wenn er dann noch durchwollte, Hinterhand gelöst, eine Drehung, wieder in die Ursprungsposition und nochmal von vorne. Hat ziemlich schnell gute Ergebnisse gebracht.
Und was ich mich dann noch bemühe ist, zu einer wirklichen Phase 1 zurückzugehen, während er rückwärts geht. Als Endziel möchte ich, dass er auf bloßen Sitz rückwärts geht, also muss ich dorthin als Phase 1 zurück. Habe daher nicht nur mit der hand leicht nachgegeben (wie sonst immer), sondern ganz sinken lassen und die Zügel in Grundposition, also lang durchhängen. Er hat gebraucht um zu kapieren, dass das nicht heißt - geh vorwärts (dann bin ich einfach wieder durch die Phasen hoch), sondern dass er auf meinen Sitz achtet, der weiter sagt: geh rückwärts. 1 oder 2 Schrittchen haben wir am weit durchhängenden Zügel geschafft :-). Hat ein Weilchen gedauert, aber so wird es vielleicht auch was mit dem Rückwärts nur mit CS.
Dienstag, 13. April 2010
Rezension: Stodulka, "Das Phänomen Francois Baucher"
Im Urlaub hatte ich schön viel Zeit zum Lesen. Vielleicht interessiert den einen oder anderen eine Zusammenfassung diverser Bücher :-) . Selbstverständlich gibt das Folgende nur meine eigene Meinung wieder ;-).
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Robert Stodulka: Das Phänomen Francois Baucher. Sein Leben – Seine Lehre – Der Mythos. Schondorf: Wuwei Verlag, 2009. 332p. EUR 68,-
Stodulkas Buch teilt sich in zwei große Abschnitte: Erstens allgemeine Informationen zur Person Francois Bauchers, Erläuterungen aus tierärztlicher Sicht zu seiner Lehre und Methode, zweitens der Text von Bauchers „Methoden der Reitkunst nach neuen Grundsätzen“, und zwar in der Übersetzung von Carl von Kopal nach der 12. Auflage dieses Werkes.
Zum ersten Teil: Da hat Stodulka wirklich große Arbeit geleistet; von der Entwicklung der französischen Schulen der Reitkunst, über eine Auflistung sämtlicher Schriften Bauchers, eine Biographie, seine Schüler, seine Pferde bis hin zu einer Analyse der Baucher’schen Methoden aus biomechanischer und veterinärmedizinischer Sicht ist hier alles dabei. Vor allem die letzten Kapitel (Erklärung z.B. der „cession de machoire“ im Sinne der Biomechanik) ist dabei sicher sehr wertvoll, wenn Stodulka auch manchmal zu vergessen scheint, dass nicht jeder seiner Leser Veterinärmedizin studiert hat (z.B. p. 141:„Das Ceratohyoid geht in das beim erwachsenen Pferd verknöcherte Epihyoid fließend in die paarig angelegten Stylohyoide über, die dann als Tympanohyod mit dem Schädel gelenkig verbunden sind.“ – Aha. Wer sich noch dazu in der Lage sieht, kann umblättern und die Fachtermini in den Bildunterschriften auf der nächsten Seite suchen; leider gibt es keine Verweise auf die Bebilderung, das hätte mir viel Verzweiflung erspart ;-) ). Hier heißt es u.U. nur einen Absatz pro Abend lesen, um die geistige Verdauung nicht überzubelasten. Die gewonnenen Erkenntnisse sind die Mühe aber wert ;-).
Was in diesem ersten Teil sehr schade ist, ist die etwas willkürliche Aneinanderreihung der Kapitel, noch mehr aber die oft mangelhaften Angaben der Quellen. Stodulka muss unglaubliche Mühe aufgewendet haben, um all die Informationen zusammenzutragen, doch in vielen Fällen ist es dem Leser nicht möglich (oder nur sehr schwer) nachzuvollziehen, wer oder was genau hier zitiert oder wiedergegeben wird, wenn er z.B. den Zusammenhang nachlesen wollte oder überhaupt seine Leseliste erweitern möchte. Von S. 59-67 gibt es z.B. ein durchgehendes Zitat, dessen Quelle unklar bleibt, Stodulka schreibt nur von einem „sehr unbekannten Text, welcher den „hippologischen Reisen“ Heinzes entstammt...“ Leider fehlt besagter (Theodor) Heinze in der Bibliographie völlig, wie auch viele andere, die nach Zitaten oder Inhaltswiedergabe nur per Nachname in Klammern genannt werden. Das ist einfach schade, manchmal möchte man den Zusammenhang eines Zitates nachlesen können ... nun gut, tut aber dem Informationsgehalt natürlich trotzdem keinen Abbruch.
Am besten im Buch hat mir dann aber der zweite Teil gefallen. Denn Stodulka ließ den Text Bauchers (in Übersetzung) nicht nur abdrucken, sondern kommentiert ihn zwischendurch, abgesetzt durch Klammer und Fettdruck. Hier wird vieles erst so richtig klar, was man bei Lektüre des bloßen Baucher’schen Textes vielleicht einfach überlesen hätte.
Einige Anmerkungen halte ich allerdings auch für überflüssig, z.B. p. 229 kommentiert Stodulka Baucher folgendermaßen: „[...] im anderen [Falle] hingegen bildet [der Reiter] aus [dem Pferd] ein fügsames Werkzeug (Partner), das sich von den Eingebungen seines Willens unterwerfen wird (führen lässt).“ Warum er meint, Bauchers „Werkzeug“ mit „Partner“ und „unterwerfen“ mit „führen“ beschönigen zu müssen, weiß ich nicht. Ich glaube wer bis hierhin gelesen hat, dem ist mittlerweile schon klar, dass Bauchers Sprache und Einstellung gegenüber dem Pferd die des 19. Jahrhunderts und daher vermutlich etwas anders als die unsrigen sind. Vielleicht wollte Stodulka ja aber nur solcherlei Aussagen in unser Jahrhundert hinüber übersetzen oder kund tun, dass er selbst das Pferd nicht als Werkzeug oder zu unterwerfen sieht.
Was ansonsten zu erwähnen ist sind die schönen Fotos und abgebildete Zeichnungen sowie anatomischen Darstellungen, die vieles schön klar werden lassen. Viele Fotos zeigen Stodulka selbst, manche Zeichnungen stammen vermutlich aus Bauchers Werk (??? auch Bildnachweise fehlen teilweise, aber lassen wir das ;-) ).
Insgesamt empfehlenswert, v.a. wenn man vielleicht noch nicht viel oder gar nichts über oder von Baucher gelesen hat, ein schöner Einstieg also in die theoretische Lehre der Légèreté! Praktischen Nutzen sehe ich momentan wenig, aber das ist, denke ich, auch gar nicht so gedacht.
Und meine I-Tüpferl-Reiterei, die muss halt sein ;-).
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Robert Stodulka: Das Phänomen Francois Baucher. Sein Leben – Seine Lehre – Der Mythos. Schondorf: Wuwei Verlag, 2009. 332p. EUR 68,-
Stodulkas Buch teilt sich in zwei große Abschnitte: Erstens allgemeine Informationen zur Person Francois Bauchers, Erläuterungen aus tierärztlicher Sicht zu seiner Lehre und Methode, zweitens der Text von Bauchers „Methoden der Reitkunst nach neuen Grundsätzen“, und zwar in der Übersetzung von Carl von Kopal nach der 12. Auflage dieses Werkes.
Zum ersten Teil: Da hat Stodulka wirklich große Arbeit geleistet; von der Entwicklung der französischen Schulen der Reitkunst, über eine Auflistung sämtlicher Schriften Bauchers, eine Biographie, seine Schüler, seine Pferde bis hin zu einer Analyse der Baucher’schen Methoden aus biomechanischer und veterinärmedizinischer Sicht ist hier alles dabei. Vor allem die letzten Kapitel (Erklärung z.B. der „cession de machoire“ im Sinne der Biomechanik) ist dabei sicher sehr wertvoll, wenn Stodulka auch manchmal zu vergessen scheint, dass nicht jeder seiner Leser Veterinärmedizin studiert hat (z.B. p. 141:„Das Ceratohyoid geht in das beim erwachsenen Pferd verknöcherte Epihyoid fließend in die paarig angelegten Stylohyoide über, die dann als Tympanohyod mit dem Schädel gelenkig verbunden sind.“ – Aha. Wer sich noch dazu in der Lage sieht, kann umblättern und die Fachtermini in den Bildunterschriften auf der nächsten Seite suchen; leider gibt es keine Verweise auf die Bebilderung, das hätte mir viel Verzweiflung erspart ;-) ). Hier heißt es u.U. nur einen Absatz pro Abend lesen, um die geistige Verdauung nicht überzubelasten. Die gewonnenen Erkenntnisse sind die Mühe aber wert ;-).
Was in diesem ersten Teil sehr schade ist, ist die etwas willkürliche Aneinanderreihung der Kapitel, noch mehr aber die oft mangelhaften Angaben der Quellen. Stodulka muss unglaubliche Mühe aufgewendet haben, um all die Informationen zusammenzutragen, doch in vielen Fällen ist es dem Leser nicht möglich (oder nur sehr schwer) nachzuvollziehen, wer oder was genau hier zitiert oder wiedergegeben wird, wenn er z.B. den Zusammenhang nachlesen wollte oder überhaupt seine Leseliste erweitern möchte. Von S. 59-67 gibt es z.B. ein durchgehendes Zitat, dessen Quelle unklar bleibt, Stodulka schreibt nur von einem „sehr unbekannten Text, welcher den „hippologischen Reisen“ Heinzes entstammt...“ Leider fehlt besagter (Theodor) Heinze in der Bibliographie völlig, wie auch viele andere, die nach Zitaten oder Inhaltswiedergabe nur per Nachname in Klammern genannt werden. Das ist einfach schade, manchmal möchte man den Zusammenhang eines Zitates nachlesen können ... nun gut, tut aber dem Informationsgehalt natürlich trotzdem keinen Abbruch.
Am besten im Buch hat mir dann aber der zweite Teil gefallen. Denn Stodulka ließ den Text Bauchers (in Übersetzung) nicht nur abdrucken, sondern kommentiert ihn zwischendurch, abgesetzt durch Klammer und Fettdruck. Hier wird vieles erst so richtig klar, was man bei Lektüre des bloßen Baucher’schen Textes vielleicht einfach überlesen hätte.
Einige Anmerkungen halte ich allerdings auch für überflüssig, z.B. p. 229 kommentiert Stodulka Baucher folgendermaßen: „[...] im anderen [Falle] hingegen bildet [der Reiter] aus [dem Pferd] ein fügsames Werkzeug (Partner), das sich von den Eingebungen seines Willens unterwerfen wird (führen lässt).“ Warum er meint, Bauchers „Werkzeug“ mit „Partner“ und „unterwerfen“ mit „führen“ beschönigen zu müssen, weiß ich nicht. Ich glaube wer bis hierhin gelesen hat, dem ist mittlerweile schon klar, dass Bauchers Sprache und Einstellung gegenüber dem Pferd die des 19. Jahrhunderts und daher vermutlich etwas anders als die unsrigen sind. Vielleicht wollte Stodulka ja aber nur solcherlei Aussagen in unser Jahrhundert hinüber übersetzen oder kund tun, dass er selbst das Pferd nicht als Werkzeug oder zu unterwerfen sieht.
Was ansonsten zu erwähnen ist sind die schönen Fotos und abgebildete Zeichnungen sowie anatomischen Darstellungen, die vieles schön klar werden lassen. Viele Fotos zeigen Stodulka selbst, manche Zeichnungen stammen vermutlich aus Bauchers Werk (??? auch Bildnachweise fehlen teilweise, aber lassen wir das ;-) ).
Insgesamt empfehlenswert, v.a. wenn man vielleicht noch nicht viel oder gar nichts über oder von Baucher gelesen hat, ein schöner Einstieg also in die theoretische Lehre der Légèreté! Praktischen Nutzen sehe ich momentan wenig, aber das ist, denke ich, auch gar nicht so gedacht.
Und meine I-Tüpferl-Reiterei, die muss halt sein ;-).
Sonntag, 11. April 2010
Grenzüberschreitungen
Nach ein paar Tagen Osterurlaub in unserm Nachbarland bin ich wieder da :-).
Das Wetter war bescheiden und verwandelte den Sand im Viereck zu einem lebendigen Etwas, das versucht, einem die Gummistiefel vom Fuß zu saugen. Ich habe ein paar Biegeübungen gemacht mit Billy, die er brav mitgemacht hat, hatte dann aber genug, als der Himmel aufriss und sich sogar etwas Sonne durchkämpfte. Also gesattelt und auf zu einem Ausritt!
Billy war gehfreudig, er war mir bei dem rutschigen Untergrund bergab manchmal entschieden zu flott unterwegs. Normalerweise geht er bei rutschigem Boden extrem vorsichtig, er rutscht auch leicht und schien immer unsicher. Aber heute: Ohne Zögern, stapf stapf stapf, rutsch, stapf stapf, trab trab, ruuuuutsch, egal, trab trab. Ließ sich aber auch brav bremsen.
Jedenfalls waren heute alle Treshhold scheinbar nicht vorhanden. Keine Anstalten umzudrehen oder stehenzubleiben oder rückwärtszuschieben. Flott und selbstbewusst. Sogar das ziemlich steile - heute natürlich extrem matschige - Stück am Ende des Waldweges ging er ohne zu zögern und für meinen Geschmack fast zu schnell, aber gut.
Und dann beschloss ich, meine Grenzen zum ersten Mal seit dem Herbst wieder zu überschreiten ... wir ritten über die Bundesstraße! Ich blieb in sicherer Entfernung stehen, wartete mal bis nichts zu hören und zu sehen war. Dann vorsichtige Annäherung, nochmal Halt und schauen... und dann flott drüber.
Hier beginnt eindeutig die Zone, wo meine Confidence aufhört. Im Hinterkopf habe ich immer noch die Szenen, wo Pferdchen zwar nicht schnell, aber ziemlich zielsicher wie ein Bulldozer mit defekten Bremsen umdreht und heimwärts stapft - in dem Moment, wo zwischen mir und heimwärts die Bundesstraße liegt, ist das dann nicht mehr lustig.
Heute aber kein Problem. Immer wieder sanft den Go-Button ausgetestet.
Die nächste Grenze ist dann eine Unterführung, wo ich schon so manche Diskussion mit Billy ausgefochten habe. Ich spürte ein leichtes Zögern bei ihm und hab einfach nochmal den Go-Button betätigt, möglichst bestimmt und mit dem Gedanken, dass ich bestimme wo wir hingehen. Es hat super geklappt, ich ließ ihn dann sogar durchtraben, wobei ich nicht fühlen hätte können, dass er irgendwelche Probleme hatte beim Durchreiten.
Dann sind wir die nächste Abzweigung nach oben gegangen, dort ist dann eine Kehre im Weg wo man gemütlich bissl pausieren kann, dort hab ich das Picknick-Heusackerl aufgeschnürt und er war sichtlich überrascht (hatte diesmal nicht mitbekommen dass wir was mithaben, hihi) und erfreut. Durfte es in Ruhe mampfen, dann noch die vorhandenen Grasbüschel abrupfen und dann hab ich ebenso bestimmt "nach Hause" geordert.
Wir kamen dann in einen Eisregen/Hagelschauer *iiieh*, aber Büffli wie immer cool und es war - bis auf die Kälte und den plötzlichen eisigen Wind - eigentlich sehr romantisch im Eisregen bei pechschwarzem Himmel im flotten Schritt (aber heimwärts nicht flotter, danke schön) den Berg wieder retour raufzukraxeln.
Ich hoffe dass das heute einen deutlichen Eindruck gemacht hat: Wenn Frauli bestimmt sagt, wir gehen zu Punkt X, und zwar zügig und ohne Fressi-Pausen, dann hat das einen Sinn und Zweck und Punkt X ist super ;-). Und danach geht es ja eh schon wieder heimwärts.
Jetzt werde ich Punkt x jeweils ein paar Meter weiter weg, jeweils ans nächste gut geeignetenPlätzchen, verlegen, bis wir - hoffentlich - in diesem Sommer dann unseren ultimativen Treshhold, diese eigentlich völlig unspektakuläre Abzweigung, bewältigen können :-).
Das Wetter war bescheiden und verwandelte den Sand im Viereck zu einem lebendigen Etwas, das versucht, einem die Gummistiefel vom Fuß zu saugen. Ich habe ein paar Biegeübungen gemacht mit Billy, die er brav mitgemacht hat, hatte dann aber genug, als der Himmel aufriss und sich sogar etwas Sonne durchkämpfte. Also gesattelt und auf zu einem Ausritt!
Billy war gehfreudig, er war mir bei dem rutschigen Untergrund bergab manchmal entschieden zu flott unterwegs. Normalerweise geht er bei rutschigem Boden extrem vorsichtig, er rutscht auch leicht und schien immer unsicher. Aber heute: Ohne Zögern, stapf stapf stapf, rutsch, stapf stapf, trab trab, ruuuuutsch, egal, trab trab. Ließ sich aber auch brav bremsen.
Jedenfalls waren heute alle Treshhold scheinbar nicht vorhanden. Keine Anstalten umzudrehen oder stehenzubleiben oder rückwärtszuschieben. Flott und selbstbewusst. Sogar das ziemlich steile - heute natürlich extrem matschige - Stück am Ende des Waldweges ging er ohne zu zögern und für meinen Geschmack fast zu schnell, aber gut.
Und dann beschloss ich, meine Grenzen zum ersten Mal seit dem Herbst wieder zu überschreiten ... wir ritten über die Bundesstraße! Ich blieb in sicherer Entfernung stehen, wartete mal bis nichts zu hören und zu sehen war. Dann vorsichtige Annäherung, nochmal Halt und schauen... und dann flott drüber.
Hier beginnt eindeutig die Zone, wo meine Confidence aufhört. Im Hinterkopf habe ich immer noch die Szenen, wo Pferdchen zwar nicht schnell, aber ziemlich zielsicher wie ein Bulldozer mit defekten Bremsen umdreht und heimwärts stapft - in dem Moment, wo zwischen mir und heimwärts die Bundesstraße liegt, ist das dann nicht mehr lustig.
Heute aber kein Problem. Immer wieder sanft den Go-Button ausgetestet.
Die nächste Grenze ist dann eine Unterführung, wo ich schon so manche Diskussion mit Billy ausgefochten habe. Ich spürte ein leichtes Zögern bei ihm und hab einfach nochmal den Go-Button betätigt, möglichst bestimmt und mit dem Gedanken, dass ich bestimme wo wir hingehen. Es hat super geklappt, ich ließ ihn dann sogar durchtraben, wobei ich nicht fühlen hätte können, dass er irgendwelche Probleme hatte beim Durchreiten.
Dann sind wir die nächste Abzweigung nach oben gegangen, dort ist dann eine Kehre im Weg wo man gemütlich bissl pausieren kann, dort hab ich das Picknick-Heusackerl aufgeschnürt und er war sichtlich überrascht (hatte diesmal nicht mitbekommen dass wir was mithaben, hihi) und erfreut. Durfte es in Ruhe mampfen, dann noch die vorhandenen Grasbüschel abrupfen und dann hab ich ebenso bestimmt "nach Hause" geordert.
Wir kamen dann in einen Eisregen/Hagelschauer *iiieh*, aber Büffli wie immer cool und es war - bis auf die Kälte und den plötzlichen eisigen Wind - eigentlich sehr romantisch im Eisregen bei pechschwarzem Himmel im flotten Schritt (aber heimwärts nicht flotter, danke schön) den Berg wieder retour raufzukraxeln.
Ich hoffe dass das heute einen deutlichen Eindruck gemacht hat: Wenn Frauli bestimmt sagt, wir gehen zu Punkt X, und zwar zügig und ohne Fressi-Pausen, dann hat das einen Sinn und Zweck und Punkt X ist super ;-). Und danach geht es ja eh schon wieder heimwärts.
Jetzt werde ich Punkt x jeweils ein paar Meter weiter weg, jeweils ans nächste gut geeignetenPlätzchen, verlegen, bis wir - hoffentlich - in diesem Sommer dann unseren ultimativen Treshhold, diese eigentlich völlig unspektakuläre Abzweigung, bewältigen können :-).
Donnerstag, 1. April 2010
Podest-Experiment, FreeStyle
Heute habe ich mein Experiment gestartet, allerdings - ja, ich muss es zugeben - hatte ich etwas zu wenig Geduld.
Gleich am Anfang war ich verwundert zu sehen, dass Billy nicht von alleine das Podest betritt. Ich ließ ihn und das Podest allein in der Halle und habe mich auf die Tribüne gesetzt um zuzuschauen. Er stand mal 5 Minuten bewegungslos da. Dann schnüffelte er den Boden ab, auch das Podest, ging aber immer drumrum. Er stellte sich davor, stieg aber nicht rauf. Als er sich genau in der Ecke wälzen wollte, bin ich kurz eingeschritten, bevor er sich festlegt.
Ich bin dann rein zu ihm, ging ziellos an ihm vorbei, und er folgte mir sofort. Ich ging aufs Podest zu, und dann stellte er sich sofort drauf. How interesting! Scheint also schon irgendwie so zu sein, dass das Pferd denkt, es soll da rauf, aber ohne mich keine Veranlassung sieht.
Dass er wieder runtersteigt hab ich dann eben nicht derwartet *hüstel*. Statt dessen haben wir gemeinsam daran geübt, ein drittes Bein raufzustellen, was auch supi funktioniert hat schließlich, auch ein Ansatz, es zu belasten (und dann das vierte raufzustellen) war kurz da, was ich groß belohnt habe.
Danach bin ich noch aufs Viereck und habe Follow the Rail im Galopp geübt, etwas was ich seit dem Herbst liegen gelassen habe, weil die Halle einfach zu klein ist. Ich habe mich darauf konzentriert, die Zügel wirklich nur mit einer Hand zu halten und in der anderen den STick zu führen, und es hat recht gut geklappt. Der Galopp ist über den Winter besser geworden, 2 Runden gehen nun schon ganz gut, ohne dass er verfällt, auf beiden Händen.
Ganz zum Schluss habe ich noch aus allen 3 Gangarten geübt, die Hinterhand nur mit dem Stick zu lösen, als (Not)Halt ohne Zügel. Aus dem Trab und Galopp haben wird das zum ersten Mal so richtig geübt und es funzt super (anhalten geht immer gut *lach*)! Er lässt sich den Hals schön biegen, selbst im Galopp, kreuzt wunderbar mit der Hinterhand, wenn ich mich bissl rüberbeuge und hinschaue, und steht :-).
Gleich am Anfang war ich verwundert zu sehen, dass Billy nicht von alleine das Podest betritt. Ich ließ ihn und das Podest allein in der Halle und habe mich auf die Tribüne gesetzt um zuzuschauen. Er stand mal 5 Minuten bewegungslos da. Dann schnüffelte er den Boden ab, auch das Podest, ging aber immer drumrum. Er stellte sich davor, stieg aber nicht rauf. Als er sich genau in der Ecke wälzen wollte, bin ich kurz eingeschritten, bevor er sich festlegt.
Ich bin dann rein zu ihm, ging ziellos an ihm vorbei, und er folgte mir sofort. Ich ging aufs Podest zu, und dann stellte er sich sofort drauf. How interesting! Scheint also schon irgendwie so zu sein, dass das Pferd denkt, es soll da rauf, aber ohne mich keine Veranlassung sieht.
Dass er wieder runtersteigt hab ich dann eben nicht derwartet *hüstel*. Statt dessen haben wir gemeinsam daran geübt, ein drittes Bein raufzustellen, was auch supi funktioniert hat schließlich, auch ein Ansatz, es zu belasten (und dann das vierte raufzustellen) war kurz da, was ich groß belohnt habe.
Danach bin ich noch aufs Viereck und habe Follow the Rail im Galopp geübt, etwas was ich seit dem Herbst liegen gelassen habe, weil die Halle einfach zu klein ist. Ich habe mich darauf konzentriert, die Zügel wirklich nur mit einer Hand zu halten und in der anderen den STick zu führen, und es hat recht gut geklappt. Der Galopp ist über den Winter besser geworden, 2 Runden gehen nun schon ganz gut, ohne dass er verfällt, auf beiden Händen.
Ganz zum Schluss habe ich noch aus allen 3 Gangarten geübt, die Hinterhand nur mit dem Stick zu lösen, als (Not)Halt ohne Zügel. Aus dem Trab und Galopp haben wird das zum ersten Mal so richtig geübt und es funzt super (anhalten geht immer gut *lach*)! Er lässt sich den Hals schön biegen, selbst im Galopp, kreuzt wunderbar mit der Hinterhand, wenn ich mich bissl rüberbeuge und hinschaue, und steht :-).
Dienstag, 30. März 2010
Hier die Ausbeute des Video-Wochenendes:
Teil 1 (Aufsteigen, Podest, Seitwärts und Rückwärts)
Teil 2 (Follow the Rail, Fig. 8)
Teil 3 (Squeeze, Bull's Eye)
Teil 1 (Aufsteigen, Podest, Seitwärts und Rückwärts)
Teil 2 (Follow the Rail, Fig. 8)
Teil 3 (Squeeze, Bull's Eye)
Montag, 29. März 2010
FreeStyle... die erste, zweite, dritte, vierte, ...
Habe ein schönes Wochenende mit dem Büffelchen hinter mir, jetzt reichts dann allerdings wieder mit FreeStyle, bevor wir uns beide langweilen. Ich bin Freitag, Samstag und Sonntag jeweils FreeStyle geritten.
Und...
Ich hatte auch einen Kameramann, extra aus dem Ausland eingeflogen sogar ;-).
Freitag haben Büffli und ich geübt für den großen Auftritt vor der Kamera. Es war toll! Alles bareback, und wir sind sogar auf Anhieb Tonnen gesprungen (ok, kleine und liegende Tonnen). Fig. 8, Podest, Übergänge in allen Gangarten, usw. Es hat alles toll geklappt und ich war sooo zufrieden :-).
Am Samstag versuchten wir dann zu filmen ... und natürlich ging alles nicht mehr so wie ich mir das vorgestellt hatte und meine emotionale Fitness wurde wieder einmal auf die Probe gestellt. Lag aber nur an mir, Büffli war superbrav und ertrug auch noch Klappe die Vierte mit dem vierten Mal aufsteigen mit stoischer Geduld. ;-)
Sonntag hab ich dann was anderes machen wollen, daher gründliches Aufwärmen mit On Line. Und dann nur ein einziger winziger Kamera-Versuch.... Habe mir geschworen, nur diesen einen - und fast gehalten. Das Rückwärts war wieder einmal gründlich kaputt; warum er das so schwierig findet verstehe ich nun echt nicht. Ein winziges Schrittchen, mehr möchte ich nicht, und zwar ohne Phase 4,5 und 6. Aber egal. Wir haben ein bisschen geübt und dann einen zweiten (und garantiert letzten) Filmversuch gestartet, mit dem ich sogar zufrieden war! Nur die Zeit ging mir aus, daher ist es am Schluss etwas hektisch und kommt zu relativ massivem Stickeinsatz (kurioserweise ist das ein "nein Büffli du darfst jetzt noch nicht aufs Podest *lol* - vielleicht sollte ich hier auch dazuschreiben, dass wir am Samstag mehrere Filmversuche abgebrochen haben, weil das Tierchen mit mir - ungewollt - am Podest stand und nicht mehr runterzurkriegen war *lol*), aber vielleicht überwinde ich meine perfektionistische Ader und schicks trotzdem ein... Der Rest war toll!
Was es mit den LBIs und dem Podest auf sich hat würde ich aber gern wissen. Mittlerweile verwende ich das Podest als "Parkplatz". Pferd raufgestellt, also eingeparkt, weggegangen, Spielzeug hergerichtet, ... es ist äußerst praktisch.
Für das nächste Mal hab ich ein Experiment vor: Undemanding Time in der Halle (langweilig, aber undemanding ;-) ). Mit Podest. Ich möchte gern beobachten, was passiert, wenn ich ihn einfach mit mir und mit dem Podest ohne Anforderungen in der Halle lasse. Dass er sich raufstellt bin ich sehr sicher. Ich möchte aber wissen, ob er ohne Aufforderung auch jemals wieder runterkommt *g*.
Und...
Ich hatte auch einen Kameramann, extra aus dem Ausland eingeflogen sogar ;-).
Freitag haben Büffli und ich geübt für den großen Auftritt vor der Kamera. Es war toll! Alles bareback, und wir sind sogar auf Anhieb Tonnen gesprungen (ok, kleine und liegende Tonnen). Fig. 8, Podest, Übergänge in allen Gangarten, usw. Es hat alles toll geklappt und ich war sooo zufrieden :-).
Am Samstag versuchten wir dann zu filmen ... und natürlich ging alles nicht mehr so wie ich mir das vorgestellt hatte und meine emotionale Fitness wurde wieder einmal auf die Probe gestellt. Lag aber nur an mir, Büffli war superbrav und ertrug auch noch Klappe die Vierte mit dem vierten Mal aufsteigen mit stoischer Geduld. ;-)
Sonntag hab ich dann was anderes machen wollen, daher gründliches Aufwärmen mit On Line. Und dann nur ein einziger winziger Kamera-Versuch.... Habe mir geschworen, nur diesen einen - und fast gehalten. Das Rückwärts war wieder einmal gründlich kaputt; warum er das so schwierig findet verstehe ich nun echt nicht. Ein winziges Schrittchen, mehr möchte ich nicht, und zwar ohne Phase 4,5 und 6. Aber egal. Wir haben ein bisschen geübt und dann einen zweiten (und garantiert letzten) Filmversuch gestartet, mit dem ich sogar zufrieden war! Nur die Zeit ging mir aus, daher ist es am Schluss etwas hektisch und kommt zu relativ massivem Stickeinsatz (kurioserweise ist das ein "nein Büffli du darfst jetzt noch nicht aufs Podest *lol* - vielleicht sollte ich hier auch dazuschreiben, dass wir am Samstag mehrere Filmversuche abgebrochen haben, weil das Tierchen mit mir - ungewollt - am Podest stand und nicht mehr runterzurkriegen war *lol*), aber vielleicht überwinde ich meine perfektionistische Ader und schicks trotzdem ein... Der Rest war toll!
Was es mit den LBIs und dem Podest auf sich hat würde ich aber gern wissen. Mittlerweile verwende ich das Podest als "Parkplatz". Pferd raufgestellt, also eingeparkt, weggegangen, Spielzeug hergerichtet, ... es ist äußerst praktisch.
Für das nächste Mal hab ich ein Experiment vor: Undemanding Time in der Halle (langweilig, aber undemanding ;-) ). Mit Podest. Ich möchte gern beobachten, was passiert, wenn ich ihn einfach mit mir und mit dem Podest ohne Anforderungen in der Halle lasse. Dass er sich raufstellt bin ich sehr sicher. Ich möchte aber wissen, ob er ohne Aufforderung auch jemals wieder runterkommt *g*.
Mittwoch, 24. März 2010
Geht doch :-)
Tja, als LBI braucht man hie und da einen Tritt in den Hintern, wie's scheint. Ich spreche hier von mir ;-). Jedenfalls haben die "Tritte" (die des Büfflis und eure - danke!) geholfen, und heute hatten wir eine geniale Einheit zusammen, sieh an!
Als ich gekommen bin hab ich gleich einmal beschlossen, dass heut einfach gar nicht geputzt wird. Das hätte ich auch vorgehabt, wenn da Tier NICHT feuchtnass eingegatscht gewesen wäre.
Danach kamen mir neben den Tritten in den Hintern auch die Umstände sehr entgegen. Das Viereck war zum ersten Mal seit November oder so wieder benutzbar! Habe auf dem Absatz kehrtgemacht, Billy hinter mir hertraben lassen (jawoll, TRAB!) und sofort das Lasso geholt. Äktschn!!
Wenn ich gleich von Anfang an nichts durchgehen lassen - wirklich nichts, was mir auffällt (ich bin sicher, dass ohnehin einige Dinge durchgehen, die ich leider [noch] nicht so bemerke) - war die Einheit wirklich super wie selten. Wie gesagt habe ich schon am Weg zum Viereck kein Geschlurfe erlaubt, sondern er musste zackig aufschließen, den Heuhalm am Weg musste er leider auch liegen lassen und ins Viereck zackig hineingesqueezed.
Mit Friendly Game hab ich mich heut erst mal nicht aufgehalten, wahrscheinlich mach ich es viel zu oft für diesen Charakter. Erstmal ein bissl was tun! Ich habe direkt angefangen mit der Übung, bei der ich On Line gerade stehe: Rückwärts und Seitwärts schneller bekommen, bis hin zum Seitwärts-Trab.
Rückwärts ist echt in jeder Hinsicht das Schwierigste. Es geht nun zwar auch recht flott, aber hier steht er immer an der Schwelle zum Unsicher-Werden. Jedenfalls gehen die Ohren zurück (aber nicht aggressiv, eher defensiv) und der Kopf hoch. Ich brauche auch ordentlich Energie, um so flottes Rückwärts zu bekommen. Ohne String an die Brust geht es nur im Schlurf-Schnarch-Tempo, und wenn es so richtig mit sofortigem Antritt werden soll, dann muss ich auf ihn zugehen und eine Tonne Energie vor mir herschieben dabei. Gut, immerhin hat das dann dazu geführt, dass er auch auf Phase 1 (Hand mit Seil heben + Schwimu-Blick) rückwärts startet. Wenn er aber sieht, dass ich an meinem Platz bleibe und die Phase einstweilen nicht höher wird, geht er wieder zurück zu seinem "Normaltempo" (schnarchschlurf). Wie auch immer, das ist schon viel besser als zuvor!
Seitwärts schnell war dafür echt gut! Noch mit "Zaun" (der besteht in unserer niedrigen Viereckumrandung, die Billy seit dem vielen Üben am Podest als solches zu betrachten scheint *g*), und entlang der kurzen Seite. Kurze Seite Druck, und in der Ecke Druck weg und er durfte ein bissl das "Gras" (verdient den Namen wohl nicht, schmeckte scheinbar auch nicht besonders) knabbern. Nach dieser Pause wieder Energie hoch, in einem Halbkreis um mich herum, andere Richtung schnelles Seitwärts. Er hat es sehr schnell geschnallt, es regt ihn ein ganz kleines bisserl auf (für seine Verhältnisse, Fluchtgedanken sind da noch lange keine), und einer der schönsten Momente war dann, als er den Kopf im Gras hatte, ich aber nur mit dem Finger zeigen musste und der Kopf ging rauf, er sah mich (aufmerksam und freundlich!) an, und schwupps, um mich herum wie gewünscht, seitwärts. So zum Ende der kurzen Seiten hin, mit ein bissl Schwungholen, schaffte er dann auch sogar 1-2 Trabtritte.
Was wir auch noch gemacht haben war CG und jaaa, das Pferd kann galoppieren! Schön sogar, und sogar mehr als eine Runde (nämlich eineinhalb bis zwei, mehr hab ich nicht verlangt um es ihm nicht gleich wieder zu verleiden - lieber öfter einmal kurz verlangen als lange am Stück)! Und Bring Back war super, er ist mit freundlichen Ohren auf mich zugetrabt. Auch im Galopp gabs kein Ohrenanlegen ;-).
Tja, ich bin mir heute sehr sehr streng vorgekommen und so als hätt ich viiiiel zu wenig Pausen gemacht (hab ich aber natürlich schon) und viel zu wenige Leckerlis verfüttert, aber scheinbar steht er wirklich drauf.
Danach bin ich erst zum Putzplatz um die Hufe auszukratzen. Tatsächlich hat er wieder gegiftelt, aber ich hab ihm nach allem, was hier und anderswo gesagt und analysiert wurde, schlicht und ergreifend bereits beim allerersten Gedanken und Versuch zu Beißen (Ohren aggressiv zurück, Kopf schwingt in meine Richtung) eine kleine gescheppert (viel weniger als Sonntag, v.a. aber völlig emotionslos, worauf ich stolz bin - es war eine richtig nette kleine Konversation: Er: Grrr, ich beiß dich gleich. Ich: Aha, glaub ich nicht *bumm* - und fertig). Das hat ihn ziemlich überrascht, er hat kurz nachgedacht, als ich wieder um den Huf gebeten habe dasselbe nochmal, es hat nochmal gescheppert, dann war er kurz unrund (Zungelutschen), hat dann scheinbar drüber nachgedacht, die Ohren gingen vor, der Huf hob sich von allein - siehe da!
Fazit: Geht doch!
Tja, also bitte - wenn ihr hier merkt dass ich es wieder schleifen lasse, einen kurzen Hinweis bzw. Tritt in den Allerwertesten, danke.
Als ich gekommen bin hab ich gleich einmal beschlossen, dass heut einfach gar nicht geputzt wird. Das hätte ich auch vorgehabt, wenn da Tier NICHT feuchtnass eingegatscht gewesen wäre.
Danach kamen mir neben den Tritten in den Hintern auch die Umstände sehr entgegen. Das Viereck war zum ersten Mal seit November oder so wieder benutzbar! Habe auf dem Absatz kehrtgemacht, Billy hinter mir hertraben lassen (jawoll, TRAB!) und sofort das Lasso geholt. Äktschn!!
Wenn ich gleich von Anfang an nichts durchgehen lassen - wirklich nichts, was mir auffällt (ich bin sicher, dass ohnehin einige Dinge durchgehen, die ich leider [noch] nicht so bemerke) - war die Einheit wirklich super wie selten. Wie gesagt habe ich schon am Weg zum Viereck kein Geschlurfe erlaubt, sondern er musste zackig aufschließen, den Heuhalm am Weg musste er leider auch liegen lassen und ins Viereck zackig hineingesqueezed.
Mit Friendly Game hab ich mich heut erst mal nicht aufgehalten, wahrscheinlich mach ich es viel zu oft für diesen Charakter. Erstmal ein bissl was tun! Ich habe direkt angefangen mit der Übung, bei der ich On Line gerade stehe: Rückwärts und Seitwärts schneller bekommen, bis hin zum Seitwärts-Trab.
Rückwärts ist echt in jeder Hinsicht das Schwierigste. Es geht nun zwar auch recht flott, aber hier steht er immer an der Schwelle zum Unsicher-Werden. Jedenfalls gehen die Ohren zurück (aber nicht aggressiv, eher defensiv) und der Kopf hoch. Ich brauche auch ordentlich Energie, um so flottes Rückwärts zu bekommen. Ohne String an die Brust geht es nur im Schlurf-Schnarch-Tempo, und wenn es so richtig mit sofortigem Antritt werden soll, dann muss ich auf ihn zugehen und eine Tonne Energie vor mir herschieben dabei. Gut, immerhin hat das dann dazu geführt, dass er auch auf Phase 1 (Hand mit Seil heben + Schwimu-Blick) rückwärts startet. Wenn er aber sieht, dass ich an meinem Platz bleibe und die Phase einstweilen nicht höher wird, geht er wieder zurück zu seinem "Normaltempo" (schnarchschlurf). Wie auch immer, das ist schon viel besser als zuvor!
Seitwärts schnell war dafür echt gut! Noch mit "Zaun" (der besteht in unserer niedrigen Viereckumrandung, die Billy seit dem vielen Üben am Podest als solches zu betrachten scheint *g*), und entlang der kurzen Seite. Kurze Seite Druck, und in der Ecke Druck weg und er durfte ein bissl das "Gras" (verdient den Namen wohl nicht, schmeckte scheinbar auch nicht besonders) knabbern. Nach dieser Pause wieder Energie hoch, in einem Halbkreis um mich herum, andere Richtung schnelles Seitwärts. Er hat es sehr schnell geschnallt, es regt ihn ein ganz kleines bisserl auf (für seine Verhältnisse, Fluchtgedanken sind da noch lange keine), und einer der schönsten Momente war dann, als er den Kopf im Gras hatte, ich aber nur mit dem Finger zeigen musste und der Kopf ging rauf, er sah mich (aufmerksam und freundlich!) an, und schwupps, um mich herum wie gewünscht, seitwärts. So zum Ende der kurzen Seiten hin, mit ein bissl Schwungholen, schaffte er dann auch sogar 1-2 Trabtritte.
Was wir auch noch gemacht haben war CG und jaaa, das Pferd kann galoppieren! Schön sogar, und sogar mehr als eine Runde (nämlich eineinhalb bis zwei, mehr hab ich nicht verlangt um es ihm nicht gleich wieder zu verleiden - lieber öfter einmal kurz verlangen als lange am Stück)! Und Bring Back war super, er ist mit freundlichen Ohren auf mich zugetrabt. Auch im Galopp gabs kein Ohrenanlegen ;-).
Tja, ich bin mir heute sehr sehr streng vorgekommen und so als hätt ich viiiiel zu wenig Pausen gemacht (hab ich aber natürlich schon) und viel zu wenige Leckerlis verfüttert, aber scheinbar steht er wirklich drauf.
Danach bin ich erst zum Putzplatz um die Hufe auszukratzen. Tatsächlich hat er wieder gegiftelt, aber ich hab ihm nach allem, was hier und anderswo gesagt und analysiert wurde, schlicht und ergreifend bereits beim allerersten Gedanken und Versuch zu Beißen (Ohren aggressiv zurück, Kopf schwingt in meine Richtung) eine kleine gescheppert (viel weniger als Sonntag, v.a. aber völlig emotionslos, worauf ich stolz bin - es war eine richtig nette kleine Konversation: Er: Grrr, ich beiß dich gleich. Ich: Aha, glaub ich nicht *bumm* - und fertig). Das hat ihn ziemlich überrascht, er hat kurz nachgedacht, als ich wieder um den Huf gebeten habe dasselbe nochmal, es hat nochmal gescheppert, dann war er kurz unrund (Zungelutschen), hat dann scheinbar drüber nachgedacht, die Ohren gingen vor, der Huf hob sich von allein - siehe da!
Fazit: Geht doch!
Tja, also bitte - wenn ihr hier merkt dass ich es wieder schleifen lasse, einen kurzen Hinweis bzw. Tritt in den Allerwertesten, danke.
Montag, 22. März 2010
:-(
Trotz wunderschönen Frühlingswetters ... gar kein schönes Wochenende. :-( Die Übungen die ich so vorhatte mit dem Büffli liefen sogar großartig, aber alles wird überschattet von unserem häßlichen Umgang miteinander ... von dem ich nicht weiß was ich noch probieren soll, um ihn zu verbessern - nichts scheint zu nützen, und langsam bin ich mit meinem Latein und meiner emotionalen Fitness am Ende. Seit Wochen, Monaten, eigentlich Jahren geht das nun...
Unser kleines unschönes Ritual beginnt, indem ich den Büffel freundlich begrüße. Wirklich freundlich, momentan weiß ich nicht wie, aber ich freue mich immer ehrlich, zu ihm zu kommen. Ich halte ihm die Hand hin zur Begrüßung, oder manchmal bleibe ich auch in einiger Entfernung stehen. Dann kommt er meistens, sagt freundlich hallo und checkt, ob ich was zu Fressen dabei hab. Was ich niemals habe, weil im Offenstall nicht so klug. Kaum hat er festgestellt dass es kein Fressen gibt, gehen die Ohren auch schon zurück, wenn er ganz schlecht aufgelegt ist und ich Pech hab, passiert auch schon das erste Herschnappen.
Ich warte dann entweder, bis er freundlich schaut und sich anfassen lässt, oder ich gehe auch schon mal wieder weg. Dann geht er mir meistens - mit äußerst grantigem Gesicht - hinterher. Er folgt mir auch ohne Halfter und Seil bis zum Putzplatz.
Dort geht’s im gleichen Ton weiter. Ich versuche so höflich wie möglich zu sein, ich weiß auch schon, dass er Putzen generell nicht sehr schätzt, ich weiß auch schon mit welchen Bürsten ich an welche Körperstellen unerwünscht bin und versuche mich darauf einzustellen. Bei jedem Seitenwechsel halte ich neuerlich die Hand hin und warte, bis die Ohren vor gehen und ich quasi Erlaubnis bekomme. Und trotzdem geht’s dann u.U. los: Herschnappen, herbeißen, mich mit der Schulter wegrempeln. Ganz ganz früher waren An-die-Wand-Quetschen und Treten auch noch dabei, das hat sich mittlerweile immerhin gelegt. Natürlich bin ich auch schon mal von Schmerzen ausgegangen, gegen die er sich wehrt, aber dagegen spricht, dass alles in Ordnung ist, wenn man ihm Heu vor die Nase hängt. Da tut dann plötzlich nix mehr weh. Und die Reaktion geht auch nahtlos von "hmm, wie angenehm"-Putzgesicht zu Beißattacken über - im Bruchteil von Sekunden.
Dieses Wochenende warens die Beine. Nachdem es ca. 1 Jahr lang ziemlich gesundheitsgefährdend war, dem Tier die Beine heben zu wollen, wurde es mit viel Geduld, viel Lob, viel Leckerli, und quasi ein halbes Jahr lang kaum was anderes üben eigentlich recht gut. Seit einiger ZEit wird es wieder schlechter. Beine berühren ist kein Problem, ich glaube nicht an ein Confidence-Problem. Kaum stellt man sich in Position, das Vorderbein anzuheben, geht die erste Beißattacke los. Dem begegne ich mit "blocks", Gertewacheln, Hufkratzer wacheln, was ihn aber immer mehr anstachelt und nichts hilft.
Dieses Wochende wars besonders schlimm, und nachdem ich ca. 1 Stunde ständig ziemlich ruhig und neutral die Zähne mit Blocks abgewehrt hatte, und dann plötzlich wieder einmal auf ein freundliches Putzgesicht eine Beißattacke folgte, die ziemlich knapp vor meinem Gesicht zu Ende war und ich die Zähne klacken hörte, hab ich ihm eine gescheuert, und zwar so richtig :-(. Danach war Stress (kurzes Zunge-Lutschen), danach aber Ruhe und Kooperation und Freundlichkeit.
Sonntag war leider nicht viel besser. Nur dass ich mich NOCH mehr zusammengerissen habe immer freundlich zu bleiben, jede Berührung erlauben zu lassen - es nützte gar nix, die Blocks machten ihn noch aggressiver, Rückwärtsrichten dito. Als er dann die Zähne ernsthaft in meinen Unterarm gebohrt hat, hat er leider wieder eine abgefangen, schon rein aus Reflex heraus.
Meine emotionale Fitness ist einfach am Ende. Ich fühle mich, als hätt ich einen Freizeitpartner, den ich sehr gern hab und der eigentlich auch sehr nett ist, der aber statt die zur Begrüßung hingestreckte Hand zu schütteln, mir mit der Faust eine ins Gesicht schlägt.
Das ist nicht schön, und ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich hab schon so viel probiert, alles über längere Zeiträume, um den Strategien Zeit zu geben zu wirken:
Rückwärtsrichten - macht erst so richtig aggressiv.
Blocks - helfen kurzfristig im jeweiligen Moment, machen ihn aber auch aggressiv, v.a. wenn er dann in den Block reinrennt. Auf lange Sicht mit mehreren Wochen ausschließlich höchst neutrale Blocks - keine Besserung.
Rückzug - mit dem Gedanken dass es unconfidence auch sein könnte. Keine Veränderung.
Wochen- oder Monate(?) lange Undemanding Time - vor längerer Zeit habe ich die Strategie entwickelt, wenn er mich nicht freundlich begrüßt, ja dann geh ich halt wieder. Hat über mehrere Wochen hinweg praktiziert nichts geändert.
Völlig ignorieren, aus der Reichweite gehen - keine Veränderung.
Stehenlassen und Raum verlassen, auch lange Zeit - keine Veränderung.
Überraschungseffekt - fürs Beißen Karotte reinschieben: selbst das hab ich probiert, obwohl es mir völlig unlogisch von der Lernpsychologie erscheint - kurzfristige Überraschung ja, aber nach Fressen der Karotte gleiches von vorn.
Nur noch in der Halle putzen - dort geht’s, hatte aber keinen Effekt auf Begrüßung oder Putzplatz.
Spielen vor dem Putzen - spielen ok, sobald am Putzplatz - wie immer.
Bei Beißattacke richtig viel verlangen am Putzplatz (z.B. Seitwärts, rückwärts, HH oder VH verschieben, etc., richtig beschäftigen): keine Veränderung.
2-3 wöchige Kur mit Magenschutz (da Beißen und Gifteln v.a. beim Bauchputzen und auch Gurten auftrat- mittlerweile hat es sich aber eben auf Beineheben verschoben) - ich dachte kurz die Ursache gefunden zu haben, da es besser wurde - lag im Endeffekt aber daran, dass er Fressen hatte (mit dem Magenschutz) - solange Fressen vorhanden - alles gut. Aufgegessen - wieder von vorne.
Mir fällt jetzt echt nix mehr ein.
Und meine emotionale Fitness ist nach 3 Jahren, wo das in Wellen so geht - mal schlimmer, mal besser - scheinbar aufgebraucht. :-(
Unser kleines unschönes Ritual beginnt, indem ich den Büffel freundlich begrüße. Wirklich freundlich, momentan weiß ich nicht wie, aber ich freue mich immer ehrlich, zu ihm zu kommen. Ich halte ihm die Hand hin zur Begrüßung, oder manchmal bleibe ich auch in einiger Entfernung stehen. Dann kommt er meistens, sagt freundlich hallo und checkt, ob ich was zu Fressen dabei hab. Was ich niemals habe, weil im Offenstall nicht so klug. Kaum hat er festgestellt dass es kein Fressen gibt, gehen die Ohren auch schon zurück, wenn er ganz schlecht aufgelegt ist und ich Pech hab, passiert auch schon das erste Herschnappen.
Ich warte dann entweder, bis er freundlich schaut und sich anfassen lässt, oder ich gehe auch schon mal wieder weg. Dann geht er mir meistens - mit äußerst grantigem Gesicht - hinterher. Er folgt mir auch ohne Halfter und Seil bis zum Putzplatz.
Dort geht’s im gleichen Ton weiter. Ich versuche so höflich wie möglich zu sein, ich weiß auch schon, dass er Putzen generell nicht sehr schätzt, ich weiß auch schon mit welchen Bürsten ich an welche Körperstellen unerwünscht bin und versuche mich darauf einzustellen. Bei jedem Seitenwechsel halte ich neuerlich die Hand hin und warte, bis die Ohren vor gehen und ich quasi Erlaubnis bekomme. Und trotzdem geht’s dann u.U. los: Herschnappen, herbeißen, mich mit der Schulter wegrempeln. Ganz ganz früher waren An-die-Wand-Quetschen und Treten auch noch dabei, das hat sich mittlerweile immerhin gelegt. Natürlich bin ich auch schon mal von Schmerzen ausgegangen, gegen die er sich wehrt, aber dagegen spricht, dass alles in Ordnung ist, wenn man ihm Heu vor die Nase hängt. Da tut dann plötzlich nix mehr weh. Und die Reaktion geht auch nahtlos von "hmm, wie angenehm"-Putzgesicht zu Beißattacken über - im Bruchteil von Sekunden.
Dieses Wochenende warens die Beine. Nachdem es ca. 1 Jahr lang ziemlich gesundheitsgefährdend war, dem Tier die Beine heben zu wollen, wurde es mit viel Geduld, viel Lob, viel Leckerli, und quasi ein halbes Jahr lang kaum was anderes üben eigentlich recht gut. Seit einiger ZEit wird es wieder schlechter. Beine berühren ist kein Problem, ich glaube nicht an ein Confidence-Problem. Kaum stellt man sich in Position, das Vorderbein anzuheben, geht die erste Beißattacke los. Dem begegne ich mit "blocks", Gertewacheln, Hufkratzer wacheln, was ihn aber immer mehr anstachelt und nichts hilft.
Dieses Wochende wars besonders schlimm, und nachdem ich ca. 1 Stunde ständig ziemlich ruhig und neutral die Zähne mit Blocks abgewehrt hatte, und dann plötzlich wieder einmal auf ein freundliches Putzgesicht eine Beißattacke folgte, die ziemlich knapp vor meinem Gesicht zu Ende war und ich die Zähne klacken hörte, hab ich ihm eine gescheuert, und zwar so richtig :-(. Danach war Stress (kurzes Zunge-Lutschen), danach aber Ruhe und Kooperation und Freundlichkeit.
Sonntag war leider nicht viel besser. Nur dass ich mich NOCH mehr zusammengerissen habe immer freundlich zu bleiben, jede Berührung erlauben zu lassen - es nützte gar nix, die Blocks machten ihn noch aggressiver, Rückwärtsrichten dito. Als er dann die Zähne ernsthaft in meinen Unterarm gebohrt hat, hat er leider wieder eine abgefangen, schon rein aus Reflex heraus.
Meine emotionale Fitness ist einfach am Ende. Ich fühle mich, als hätt ich einen Freizeitpartner, den ich sehr gern hab und der eigentlich auch sehr nett ist, der aber statt die zur Begrüßung hingestreckte Hand zu schütteln, mir mit der Faust eine ins Gesicht schlägt.
Das ist nicht schön, und ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich hab schon so viel probiert, alles über längere Zeiträume, um den Strategien Zeit zu geben zu wirken:
Rückwärtsrichten - macht erst so richtig aggressiv.
Blocks - helfen kurzfristig im jeweiligen Moment, machen ihn aber auch aggressiv, v.a. wenn er dann in den Block reinrennt. Auf lange Sicht mit mehreren Wochen ausschließlich höchst neutrale Blocks - keine Besserung.
Rückzug - mit dem Gedanken dass es unconfidence auch sein könnte. Keine Veränderung.
Wochen- oder Monate(?) lange Undemanding Time - vor längerer Zeit habe ich die Strategie entwickelt, wenn er mich nicht freundlich begrüßt, ja dann geh ich halt wieder. Hat über mehrere Wochen hinweg praktiziert nichts geändert.
Völlig ignorieren, aus der Reichweite gehen - keine Veränderung.
Stehenlassen und Raum verlassen, auch lange Zeit - keine Veränderung.
Überraschungseffekt - fürs Beißen Karotte reinschieben: selbst das hab ich probiert, obwohl es mir völlig unlogisch von der Lernpsychologie erscheint - kurzfristige Überraschung ja, aber nach Fressen der Karotte gleiches von vorn.
Nur noch in der Halle putzen - dort geht’s, hatte aber keinen Effekt auf Begrüßung oder Putzplatz.
Spielen vor dem Putzen - spielen ok, sobald am Putzplatz - wie immer.
Bei Beißattacke richtig viel verlangen am Putzplatz (z.B. Seitwärts, rückwärts, HH oder VH verschieben, etc., richtig beschäftigen): keine Veränderung.
2-3 wöchige Kur mit Magenschutz (da Beißen und Gifteln v.a. beim Bauchputzen und auch Gurten auftrat- mittlerweile hat es sich aber eben auf Beineheben verschoben) - ich dachte kurz die Ursache gefunden zu haben, da es besser wurde - lag im Endeffekt aber daran, dass er Fressen hatte (mit dem Magenschutz) - solange Fressen vorhanden - alles gut. Aufgegessen - wieder von vorne.
Mir fällt jetzt echt nix mehr ein.
Und meine emotionale Fitness ist nach 3 Jahren, wo das in Wellen so geht - mal schlimmer, mal besser - scheinbar aufgebraucht. :-(
Mittwoch, 17. März 2010
Happy birthday...
... to you, happy birthday to youuuuu, happy birthday, liebes Büffli, happy birthday toooo yooooooouuuu!
Es ist St. Patrick's Day, und das heißt Millionen Menschen feiern deinen Geburtstag :-). 7 Jahre wirst du heute alt, und genau 3 davon musstest du mit mir verbringen.
Halt die Ohren steif, bleib so wie du bist, und sei geduldig, ich lern das schon noch ;-).
Einen dicken Knutscher auf die Nüstern, und bis morgen, da feiern wir :-).
Es ist St. Patrick's Day, und das heißt Millionen Menschen feiern deinen Geburtstag :-). 7 Jahre wirst du heute alt, und genau 3 davon musstest du mit mir verbringen.
Halt die Ohren steif, bleib so wie du bist, und sei geduldig, ich lern das schon noch ;-).
Einen dicken Knutscher auf die Nüstern, und bis morgen, da feiern wir :-).
Sonntag, 14. März 2010
Mit Plan, doch planlos...
Der beste Plan nutzt nix, wenn man beim Planen nicht mitdenkt...
So hätte ich mir eigentlich denken können, dass ich bei 90kmh-Sturmböen und Schneeschauern am Sonntagnachmittag nicht die einzige bin, die in die Halle möchte. Ich wollte eigentlich rückwärts und biegen und halt mit 2 Carrot Sticks üben, aber all meine Strategien wurden zunichte gemacht, weil ich nciht alleine war. Kaum probierte ich ein Corner's Game mit rückwärts, kam auch schon von hinten wer, der es befremdlich fand, dass ich in der Ecke so rumstehe. In der Zirkelmitte hab ich nur sehr schwer ein Schrittchen bekommen, es ging, aber viel schlechter als es direkt am Zaun gegangen wäre.
Als dann etwas weniger los war hab ich Biegung geübt, zuerst im Stand, dann im Schritt, also Spirale zum Stopp mit Biegung. Das ging sehr gut, viel besser als rückwärts.
Nun ja, nächstes Mal ist auch noch Zeit dafür ;-).
Aber merke: Brauchst du Sonntags bei Schlechtwetter die Halle, stehst du besser früher auf als die anderen ;-)
So hätte ich mir eigentlich denken können, dass ich bei 90kmh-Sturmböen und Schneeschauern am Sonntagnachmittag nicht die einzige bin, die in die Halle möchte. Ich wollte eigentlich rückwärts und biegen und halt mit 2 Carrot Sticks üben, aber all meine Strategien wurden zunichte gemacht, weil ich nciht alleine war. Kaum probierte ich ein Corner's Game mit rückwärts, kam auch schon von hinten wer, der es befremdlich fand, dass ich in der Ecke so rumstehe. In der Zirkelmitte hab ich nur sehr schwer ein Schrittchen bekommen, es ging, aber viel schlechter als es direkt am Zaun gegangen wäre.
Als dann etwas weniger los war hab ich Biegung geübt, zuerst im Stand, dann im Schritt, also Spirale zum Stopp mit Biegung. Das ging sehr gut, viel besser als rückwärts.
Nun ja, nächstes Mal ist auch noch Zeit dafür ;-).
Aber merke: Brauchst du Sonntags bei Schlechtwetter die Halle, stehst du besser früher auf als die anderen ;-)
Samstag, 13. März 2010
Schöner Ausritt
Heute haben wir wieder einen tollen Ausritt hingekriegt.
Ich bin die gleiche Strecke wie letztes Mal gegangen.
Wir hatten bei dem steilen Weg - dort wo ich mich letztes Mal noch gewundert hab, dass er ohne Zögern runtergeht - eine kleine Diskussion, er wollte umdrehen (bzw. hat umgedreht), ich konnte es aber gaaaanz ruhig nehmen, bin nicht in Panik geraten obwohl neben uns ein Stacheldraht läuft. *stolzbin*. Also cool umgedreht, hingestellt, stehen lassen, schauen und denken lassen. Einmal noch ein Umdrehversuch, gut, ließ ihn ein paar Schritte gehen, wieder ruhig umgedreht, hingegangen, und dann mich konzentriert ("focus focus focus focus focus focus focus" - hab ich sogar laut gesagt, GsD bin ich meist allein im Wald *g*), und voilà, diesmal ohne Zögern, schön Schrittchen für Schrittchen runter gegangen und Karotte verdient!
Die Straße war dann leider ab einem bestimmten Punkt ziemlich rutschig (anfangs trocken, dachte daher es geht gut), aber hat er toll gemeistert.
und dann kamen wir an unser schreckliches Rinnsal. Und es war sooo schön, von Anfang an konnte ich fühlen, dass er überhaupt nicht dran denkt, nicht drüberzugehen, stehenzubleiben oder gar umzudrehen... er wurde nur aufmerksam, suchte sich die beste Stelle zum Hinsteigen - und hopste diesmal nicht großartig drüber, sondern machte nur noch einen großen Schritt sozusagen. Also ein Riesenfortschritt gegenüber dem letzten Mal, wo er drübergesprungen ist!
Daher: Fest knuddeln und heimgehen!
Ich bin die gleiche Strecke wie letztes Mal gegangen.
Wir hatten bei dem steilen Weg - dort wo ich mich letztes Mal noch gewundert hab, dass er ohne Zögern runtergeht - eine kleine Diskussion, er wollte umdrehen (bzw. hat umgedreht), ich konnte es aber gaaaanz ruhig nehmen, bin nicht in Panik geraten obwohl neben uns ein Stacheldraht läuft. *stolzbin*. Also cool umgedreht, hingestellt, stehen lassen, schauen und denken lassen. Einmal noch ein Umdrehversuch, gut, ließ ihn ein paar Schritte gehen, wieder ruhig umgedreht, hingegangen, und dann mich konzentriert ("focus focus focus focus focus focus focus" - hab ich sogar laut gesagt, GsD bin ich meist allein im Wald *g*), und voilà, diesmal ohne Zögern, schön Schrittchen für Schrittchen runter gegangen und Karotte verdient!
Die Straße war dann leider ab einem bestimmten Punkt ziemlich rutschig (anfangs trocken, dachte daher es geht gut), aber hat er toll gemeistert.
und dann kamen wir an unser schreckliches Rinnsal. Und es war sooo schön, von Anfang an konnte ich fühlen, dass er überhaupt nicht dran denkt, nicht drüberzugehen, stehenzubleiben oder gar umzudrehen... er wurde nur aufmerksam, suchte sich die beste Stelle zum Hinsteigen - und hopste diesmal nicht großartig drüber, sondern machte nur noch einen großen Schritt sozusagen. Also ein Riesenfortschritt gegenüber dem letzten Mal, wo er drübergesprungen ist!
Daher: Fest knuddeln und heimgehen!
Donnerstag, 11. März 2010
On Line Seitwärts-Variationen
Eine nette Einheit war das heute!
Anfangs hab ich den Spieß mal umgedreht und uns FreeStyle aufgewärmt, und zwar ganz ohne Sattel (auch kein Pad): Bin von der großen Tonne aufgestiegen, das war ganz problemlos (bis auf die Schwierigkeit, überhaupt erst auf die Tonne zu kommen *g*).
Dann eine Passagierlektion, zuerst ca. 10 Min. im Schritt, was sehr gut ging. Bin mit geschlossenen Augen geritten und hab versucht Fußfolgen zu erspüren. Dann noch ca. 5 Minuten im Trab, wobei hier total schön zu sehen war, wie er irgendwie nach und nach ärgerlich und grantig wurde, weil es keine Aufgabe gab! Sah man wirklich schön, dass der LBI das dringend braucht! Es war total witzig. Nach ein wenig Traben (Schritt war offenbar eine Aufgabe nicht so nötig, aber für die Notwendigkeit des anstrengenden Trabes bruacht es offensichtlich einen Zweck!) fing er an, die Ecken anzusteuern - selbständiges Corner's Game. Ich ließ ihn, aber immer kürzer, habe ihn dann weitergetrieben. Als er gemerkt hat dass das hier nix bringt und nicht verlangt wird, hat er begonnen, selbständig Bull's Eye um die Tonne zu machen *lol*. Ich wunderte mich noch (hatte die Augen zu): Warum macht das Tier lauter enge Kreise - uuups, standen wir schon bei der Tonne. Habe ihn dann dort immer kürzere Pausen machen lassen, schließlich gleich weitergetrieben, aber es hat ihn ärgerlich gemacht, also hab ich dann doch wieder bissl Führung übernommen, ein bisschen einfaches Follow the Rail, und dann wars auch schon genug warm ;-)
Dann der Hauptteil: On Line Seitwärts-Variationen. Ein großer Schritt, ich ließ mich (und's Büffli) ins grüne tiefe Wasser des Level 3 plumpsen und hab mich an die erste Übung On Line im Level 3 gemacht, die da lautet: "schneller seitwärts, schneller rückwärts".
Vorbereitet mit Seitwärts in allen Varianten, die mir einfielen (natürlich mit Päuschen zum Denken ;-) ):
- Seitwärts mit Nase zum Zaun
- Seitwärts mit dem Hintern zum Zaun (interessanterweise resultierte das kurz in ein Zone 5- Driving Game)
- Seitwärts mit Stange unterm Bauch
- Seitwärts zwischen zwei Stangen (also in einer breiten Stangengasse)
- Seitwärts um die große Tonne rum
Soooo, und dann.... schnelleres Seitwärts. Habe an der langen Seite begonnen, ganz einfaches, stinknormales Level 1 Seitwärts-am-Zaun gefragt. Dann vorsichtig Energie hinzugefügt, bin dann selbst etwas in Laufschritt verfallen (auf der Stelle mehr oder weniger *g*), stärker Stick + String eingesetzt (brauch ich für langsam kaum noch, nur um die Hinterhand zu "erinnern" hie und da). Ich war regelrecht erstaunt, dass Büffli richtig flott wurde dabei. Und ganz zum Schluss kam sogar eine Art Trabtritt - ok, ein halber .... ok, ein Ansatz eines halben Trabtritts, aber immerhin!!
Große Pause und ganz viel gelobt.
In die andere Richtung gings genauso gut.
Allerdings war es doch etwas viel Druck, nachdem ich es dann ncoh ein 2. Mal auf jeder Hand probiert hatte, weigerte sich Herr Billy sich der Wand zu nähern beim Umdrehen ... ooook, also wieder langsamer. Bisschen ohne Zaun und langsam, dann doch noch zum Zaun gelotst, 2 flottere Schritte - und aufgehört.
Bin hoch erfreut wie einfach das war gleich beim 1. Mal... wollte nur wahrscheinlich gleich wieder zu viel ;-). Also schöööön langsam, damits dann schnell wird ;-)
Anfangs hab ich den Spieß mal umgedreht und uns FreeStyle aufgewärmt, und zwar ganz ohne Sattel (auch kein Pad): Bin von der großen Tonne aufgestiegen, das war ganz problemlos (bis auf die Schwierigkeit, überhaupt erst auf die Tonne zu kommen *g*).
Dann eine Passagierlektion, zuerst ca. 10 Min. im Schritt, was sehr gut ging. Bin mit geschlossenen Augen geritten und hab versucht Fußfolgen zu erspüren. Dann noch ca. 5 Minuten im Trab, wobei hier total schön zu sehen war, wie er irgendwie nach und nach ärgerlich und grantig wurde, weil es keine Aufgabe gab! Sah man wirklich schön, dass der LBI das dringend braucht! Es war total witzig. Nach ein wenig Traben (Schritt war offenbar eine Aufgabe nicht so nötig, aber für die Notwendigkeit des anstrengenden Trabes bruacht es offensichtlich einen Zweck!) fing er an, die Ecken anzusteuern - selbständiges Corner's Game. Ich ließ ihn, aber immer kürzer, habe ihn dann weitergetrieben. Als er gemerkt hat dass das hier nix bringt und nicht verlangt wird, hat er begonnen, selbständig Bull's Eye um die Tonne zu machen *lol*. Ich wunderte mich noch (hatte die Augen zu): Warum macht das Tier lauter enge Kreise - uuups, standen wir schon bei der Tonne. Habe ihn dann dort immer kürzere Pausen machen lassen, schließlich gleich weitergetrieben, aber es hat ihn ärgerlich gemacht, also hab ich dann doch wieder bissl Führung übernommen, ein bisschen einfaches Follow the Rail, und dann wars auch schon genug warm ;-)
Dann der Hauptteil: On Line Seitwärts-Variationen. Ein großer Schritt, ich ließ mich (und's Büffli) ins grüne tiefe Wasser des Level 3 plumpsen und hab mich an die erste Übung On Line im Level 3 gemacht, die da lautet: "schneller seitwärts, schneller rückwärts".
Vorbereitet mit Seitwärts in allen Varianten, die mir einfielen (natürlich mit Päuschen zum Denken ;-) ):
- Seitwärts mit Nase zum Zaun
- Seitwärts mit dem Hintern zum Zaun (interessanterweise resultierte das kurz in ein Zone 5- Driving Game)
- Seitwärts mit Stange unterm Bauch
- Seitwärts zwischen zwei Stangen (also in einer breiten Stangengasse)
- Seitwärts um die große Tonne rum
Soooo, und dann.... schnelleres Seitwärts. Habe an der langen Seite begonnen, ganz einfaches, stinknormales Level 1 Seitwärts-am-Zaun gefragt. Dann vorsichtig Energie hinzugefügt, bin dann selbst etwas in Laufschritt verfallen (auf der Stelle mehr oder weniger *g*), stärker Stick + String eingesetzt (brauch ich für langsam kaum noch, nur um die Hinterhand zu "erinnern" hie und da). Ich war regelrecht erstaunt, dass Büffli richtig flott wurde dabei. Und ganz zum Schluss kam sogar eine Art Trabtritt - ok, ein halber .... ok, ein Ansatz eines halben Trabtritts, aber immerhin!!
Große Pause und ganz viel gelobt.
In die andere Richtung gings genauso gut.
Allerdings war es doch etwas viel Druck, nachdem ich es dann ncoh ein 2. Mal auf jeder Hand probiert hatte, weigerte sich Herr Billy sich der Wand zu nähern beim Umdrehen ... ooook, also wieder langsamer. Bisschen ohne Zaun und langsam, dann doch noch zum Zaun gelotst, 2 flottere Schritte - und aufgehört.
Bin hoch erfreut wie einfach das war gleich beim 1. Mal... wollte nur wahrscheinlich gleich wieder zu viel ;-). Also schöööön langsam, damits dann schnell wird ;-)
Dienstag, 9. März 2010
FreeStyle
Kurzes Aufwärmen On Line:
- Führen am Vorderbein (total witzig wie der Büffli versucht, das lästige Seil abzumontieren *g*)
- Yoyo am Vorderbein (Yo geht gut, aber -Yo nicht so - er kommt nicht so gern her, komischerweise)
- Seitwärts am Zirkel um mich herum (wieder geachtet, dass er Abstand einhält, und das ganze auch mal etwas flotter - Hinterhand hängt meistens immer noch hinterher)
- Circling Game auf kurze Distanz, zuerst mit Schritt-Halt-Schritt Übergängen, dann auch Trab-Schritt-Trab, wobei der Trab heute super war - 4 Runden abgehakt, durchhändes Seil!)
Danach bin ich aufgestiegen und habe ein stufenweises Programm absolviert. Das war ganz gut geplant und auch durchgeführt, aber ich war heute irgendwie unkonzentriert und daher am Schluss nicht so zufrieden wie ich sein hätte wollen oder sollen.
- Stufe 1: Follow the Rail im Schritt mit Handwechseln und hie und da Haltparaden. Handwechsel über je 1 Stange in der Mitte, die ich dort kreuzweise aufgelegt hatte.
- Stufe 2: Aus Follow the Rail mach Corner's Game. Haltparade in jeder Ecke.
- Stufe 3: Füge eine Prise Pepp hinzu. Corner's Game im Trab mit Haltparade in jeder Ecke, bis der Go- und der Whoa-Button beidermaßen gut funktionieren.
- Stufe 4: Plus eine Prise "diese Übung ist doch gar nicht so schlimm!": Corner's Game mit Halt + 2 Tritte Rückwärts mit den 2 Carrot Sticks, bevor es die Pause gibt. Hat super funktioniert!
- Stufe 5: Eine kleine neue Übung hinzufügen (vielleicht merkt er's gar nicht): Corner's Game mit Halt + Rückwärts + Laterale Biegung für 1 Sekunde in jede Richtung mit den 2 Carrot Sticks, dann erst Pause - funzt super, keinerlei Widerstand (wie beim letzen Mal, damals erster Versuch), schönes Biegen, große Pause - er hats tatsächlich nicht gemerkt ;-).
- Stufe 6: Man füge dem ganzen noch die "Zügelfunktionen"-Übung hinzu, indem man den direkten Zügel beim Wegreiten aus der Ecke bewusst einsetzt und darauf achtet, dass Pferd den Fuß genau dorthin setzt wo er soll, statt einfach loszulatschen. Hat zwar nicht perfekt geklappt, aber nicht schlecht.
Zum Auflockern dazwischen bin ich einen 8er geritten und dabei bei jedem Wechseln über die gekreuzten Stangen - alles im Trab, hat er wunderbar gemacht und war auch ein bissl Spaß für ihn, denk ich.
Danach noch ein bissl Seitwärts am Zaun, wobei ich da diesmal endlich richtig weit durchhängende Zügel haben konnte. Ohne Zaun gings auch nicht sooo schlecht, nur entlang der Stange will er zu viel vorwärts und fühlt sich dann kritisiert, wenn ich ihn wieder rückwärts gehen lasse.
Alles in allem eine nette Einheit!
Ich darf nun nicht an den blöden "Zügelfunktionen" und Rückwärts mit 2 Carrot Sticks und Laterale Biegung hängen bleiben, sondern weitergehen. Geht ja schon recht fein alles!
- Führen am Vorderbein (total witzig wie der Büffli versucht, das lästige Seil abzumontieren *g*)
- Yoyo am Vorderbein (Yo geht gut, aber -Yo nicht so - er kommt nicht so gern her, komischerweise)
- Seitwärts am Zirkel um mich herum (wieder geachtet, dass er Abstand einhält, und das ganze auch mal etwas flotter - Hinterhand hängt meistens immer noch hinterher)
- Circling Game auf kurze Distanz, zuerst mit Schritt-Halt-Schritt Übergängen, dann auch Trab-Schritt-Trab, wobei der Trab heute super war - 4 Runden abgehakt, durchhändes Seil!)
Danach bin ich aufgestiegen und habe ein stufenweises Programm absolviert. Das war ganz gut geplant und auch durchgeführt, aber ich war heute irgendwie unkonzentriert und daher am Schluss nicht so zufrieden wie ich sein hätte wollen oder sollen.
- Stufe 1: Follow the Rail im Schritt mit Handwechseln und hie und da Haltparaden. Handwechsel über je 1 Stange in der Mitte, die ich dort kreuzweise aufgelegt hatte.
- Stufe 2: Aus Follow the Rail mach Corner's Game. Haltparade in jeder Ecke.
- Stufe 3: Füge eine Prise Pepp hinzu. Corner's Game im Trab mit Haltparade in jeder Ecke, bis der Go- und der Whoa-Button beidermaßen gut funktionieren.
- Stufe 4: Plus eine Prise "diese Übung ist doch gar nicht so schlimm!": Corner's Game mit Halt + 2 Tritte Rückwärts mit den 2 Carrot Sticks, bevor es die Pause gibt. Hat super funktioniert!
- Stufe 5: Eine kleine neue Übung hinzufügen (vielleicht merkt er's gar nicht): Corner's Game mit Halt + Rückwärts + Laterale Biegung für 1 Sekunde in jede Richtung mit den 2 Carrot Sticks, dann erst Pause - funzt super, keinerlei Widerstand (wie beim letzen Mal, damals erster Versuch), schönes Biegen, große Pause - er hats tatsächlich nicht gemerkt ;-).
- Stufe 6: Man füge dem ganzen noch die "Zügelfunktionen"-Übung hinzu, indem man den direkten Zügel beim Wegreiten aus der Ecke bewusst einsetzt und darauf achtet, dass Pferd den Fuß genau dorthin setzt wo er soll, statt einfach loszulatschen. Hat zwar nicht perfekt geklappt, aber nicht schlecht.
Zum Auflockern dazwischen bin ich einen 8er geritten und dabei bei jedem Wechseln über die gekreuzten Stangen - alles im Trab, hat er wunderbar gemacht und war auch ein bissl Spaß für ihn, denk ich.
Danach noch ein bissl Seitwärts am Zaun, wobei ich da diesmal endlich richtig weit durchhängende Zügel haben konnte. Ohne Zaun gings auch nicht sooo schlecht, nur entlang der Stange will er zu viel vorwärts und fühlt sich dann kritisiert, wenn ich ihn wieder rückwärts gehen lasse.
Alles in allem eine nette Einheit!
Ich darf nun nicht an den blöden "Zügelfunktionen" und Rückwärts mit 2 Carrot Sticks und Laterale Biegung hängen bleiben, sondern weitergehen. Geht ja schon recht fein alles!
Sonntag, 7. März 2010
Mutiges Pferd :-)
Es hat wieder geschneit bei uns, ca. 15cm. Ich wurde gewarnt, dass es rutschig ist, habe aber trotzdem einen Ausritt gewagt - und nicht bereut!
Buffalo Bill war recht brav am Putzplatz, ließ sich brav holen, Hufe kurz bearbeiten, dann putzen und satteln. Habe mir sehr lange Zeit gelassen mit allem.
Dann sind wir gemütlich vom Hof geschlendert. Ich habe einen Rundkurs geplant - mit einigen Schwierigkeiten, steilen Passagen (aber nicht rutschig dafür) und ein Stück auf der Straße, wo ich nicht sicher war wie rutschig das wird.
Den steilen Weg hat Billy toll hinter sich gebracht. Und zwar ohne jegliches Zögern, kaum zu glauben. Der Weg führt durch den Wald, unter dem Schnee ist lockeres gefrorenes Laub, gut zum Gehen. Dann wird der Weg aber ein, zwei Meter wirklich steil, bisher hat Billy dort jedesmal gezögert, auch im Sommer. Ich war bereit abzusitzen oder umzudrehen. Der Weg sah jedoch gut aus, weniger rutschig als wenn die Erde matschig ist, und mit ziemlich großem Erstaunen hab ich zur Kenntnis genommen, dass im Büffli kein bisschen Zögerlichkeit war - er stapfte voran als wäre nichts, zwar vorsichtig mit kleinen Schritten, aber fühlbar mental seiner Sache sicher. War furchtbar stolz!
Dann kommt die Straße. Die war wirklich glatt, ich probierte ein paar Schritte und stellte fest, dass man am Wegrand, wo auch Kies unter dem Schnee ist, gut gehen kann. Für den Billy kein Problem, auch hier stapfte er voran. Bergauf geht es auch, daher umso weniger Rutschen. Wir brachten auch die Straße ohne jedes Problem hinter uns.
Und dann kam das Bächlein... genau an dieser Stelle hab ich vor ca. 1/2 Jahr ziemlich viel Confidence liegen gelassen, als er nicht drüber wollte und einfach umdrehte und die Straße entlang bulldozerte, bis ich dann einen Notabstieg aus dem Trab machte (bevor er gänzlich unbremsbar galoppiert) ... Und genau dort hab ich heute wieder viiiiel Vertrauen in mein Pferd gewonnen und er hoffentlich auch in mich.
Wir gingen zum Bächlein - schon vorher waren viele Nebenrinnsale, die ihn nicht interessierten (es ist nur genau DIESES eine Rinnsal, keine 10cm tief...). Dann kamen wir hin. Ich auf alles gefasst - absteigen, umdrehen, On Line drüberspielen, was immer halt nötig war...
Nichts war nötig. Billy näherte sich dem Rinnsal - skeptisch, aber trotzdem nachdenkend. Eigentlich interessant, dass man das richtig fühlen kann. Es fühlt sich anders an als wenn er denkt: "Da geh ich sicher nicht drüber". Diesmal war es mehr so ein "WO geh ich hier am besten drüber". Genaues Beäugen des Rinnsals... kurzes Kräftesammeln.... und ein kleiner feiner Hopser drüber, danach 1 Galoppsprung (es geht steil bergauf danach) und dann ruhig durchpariert zum Halten.
Ich bin fast geplatzt vor Stolz und hab begeistert gekreischt und Pferd geknuddelt, versteht er ganz genau, dem stolzen Blick nach zu urteilen. Wir sind dann ein paar Schritte weiter und dort gabs eine Portion Müsli, das ich mithatte und das er brav aus dem Schnee geputzt hat.
Ich glaube mein Ausreit-Programm hilft :-).
Wir sind dann noch über den verschneiten Wiesenrand nach Hause, und obwohl ich vorhatte noch ein bisschen was zu machen, hab ich es gelassen, weil er SO ein braves Pferdchen war!
Buffalo Bill war recht brav am Putzplatz, ließ sich brav holen, Hufe kurz bearbeiten, dann putzen und satteln. Habe mir sehr lange Zeit gelassen mit allem.
Dann sind wir gemütlich vom Hof geschlendert. Ich habe einen Rundkurs geplant - mit einigen Schwierigkeiten, steilen Passagen (aber nicht rutschig dafür) und ein Stück auf der Straße, wo ich nicht sicher war wie rutschig das wird.
Den steilen Weg hat Billy toll hinter sich gebracht. Und zwar ohne jegliches Zögern, kaum zu glauben. Der Weg führt durch den Wald, unter dem Schnee ist lockeres gefrorenes Laub, gut zum Gehen. Dann wird der Weg aber ein, zwei Meter wirklich steil, bisher hat Billy dort jedesmal gezögert, auch im Sommer. Ich war bereit abzusitzen oder umzudrehen. Der Weg sah jedoch gut aus, weniger rutschig als wenn die Erde matschig ist, und mit ziemlich großem Erstaunen hab ich zur Kenntnis genommen, dass im Büffli kein bisschen Zögerlichkeit war - er stapfte voran als wäre nichts, zwar vorsichtig mit kleinen Schritten, aber fühlbar mental seiner Sache sicher. War furchtbar stolz!
Dann kommt die Straße. Die war wirklich glatt, ich probierte ein paar Schritte und stellte fest, dass man am Wegrand, wo auch Kies unter dem Schnee ist, gut gehen kann. Für den Billy kein Problem, auch hier stapfte er voran. Bergauf geht es auch, daher umso weniger Rutschen. Wir brachten auch die Straße ohne jedes Problem hinter uns.
Und dann kam das Bächlein... genau an dieser Stelle hab ich vor ca. 1/2 Jahr ziemlich viel Confidence liegen gelassen, als er nicht drüber wollte und einfach umdrehte und die Straße entlang bulldozerte, bis ich dann einen Notabstieg aus dem Trab machte (bevor er gänzlich unbremsbar galoppiert) ... Und genau dort hab ich heute wieder viiiiel Vertrauen in mein Pferd gewonnen und er hoffentlich auch in mich.
Wir gingen zum Bächlein - schon vorher waren viele Nebenrinnsale, die ihn nicht interessierten (es ist nur genau DIESES eine Rinnsal, keine 10cm tief...). Dann kamen wir hin. Ich auf alles gefasst - absteigen, umdrehen, On Line drüberspielen, was immer halt nötig war...
Nichts war nötig. Billy näherte sich dem Rinnsal - skeptisch, aber trotzdem nachdenkend. Eigentlich interessant, dass man das richtig fühlen kann. Es fühlt sich anders an als wenn er denkt: "Da geh ich sicher nicht drüber". Diesmal war es mehr so ein "WO geh ich hier am besten drüber". Genaues Beäugen des Rinnsals... kurzes Kräftesammeln.... und ein kleiner feiner Hopser drüber, danach 1 Galoppsprung (es geht steil bergauf danach) und dann ruhig durchpariert zum Halten.
Ich bin fast geplatzt vor Stolz und hab begeistert gekreischt und Pferd geknuddelt, versteht er ganz genau, dem stolzen Blick nach zu urteilen. Wir sind dann ein paar Schritte weiter und dort gabs eine Portion Müsli, das ich mithatte und das er brav aus dem Schnee geputzt hat.
Ich glaube mein Ausreit-Programm hilft :-).
Wir sind dann noch über den verschneiten Wiesenrand nach Hause, und obwohl ich vorhatte noch ein bisschen was zu machen, hab ich es gelassen, weil er SO ein braves Pferdchen war!
Samstag, 6. März 2010
Liberty - Circling Game mit Übergängen
Heute hatte ich eine wirklich wirklich schöne Liberty-Session mit meinem Tierchen. Nicht lange, dafür gut für unsere Verhältnisse.
Ich habe an den Übergängen beim Circling Game gearbeitet. Nachdem er mich wie üblich einge Male ignoriert hat, bis er munter war, lief er dann toll seine Kreise und ließ sich von Schritt in Trab und sogar einige Galoppsprünge bringen, zurück vom Trab in den Schritt war auch schon sehr gut.Ich bin dann nach den ersten zwei Versuchen gelaufen, um meine Kamera zu holen, das Video seht ihr unten, bitte nicht zu streng sein. Besonders viel oder gezieltes Liberty machen wir noch nicht.
Am Anfang seht ihr, wie er mir 3x in die untere Hälft der Halle abhaut. Dort ist das Tor ;-). Das haben wir jedes Mal 1-3x, danach geht es und er bleibt da. Es ist schön zu beobachten - beim 1. Mal gehe ich langsam und mache leider den Fehler, die Hand zu wechseln (von rechts auf links). Das ist mir deshalb passiert, weil er meistens dann abhaut, wenn er auf der linken Hand ist - er dreht dann beim Tor um und kommt wieder - auf seiner lieberen rechten Hand. Ich bin das so gewohnt, ihm dort den Weg abzuschneiden und das Umdrehen nicht zu erlauben, dass ich es auch hier tue - obwohl ich am Anfang ja rechte Hand gefordert habe. Er ärgert sich auch und geht nicht weiter, ich weiß nicht genau warum. Vielleicht bin ich ein bisschen im Weg. Beim zweiten Abhauen versucht er es heimlich ("merkt sie's") und dreht brav um. Beim dritten Mal ist nicht mehr viel nötig und er kommt freiwillig wieder rauf ;-).
In der zweiten Hälfte des Videos seht ihr dass er den Kreis immer enger zieht ;-) - auch eine Spezialität des Buffalo-Tiers. Er giftelt dann so frech nach innen und droht, dass ich ihm den String an die Schulter klatsche um ihn rauszuschicken - dann kommt ärgerliches Kopfschütteln.
Ansonsten war alles wirklich super, Galopp ist so schwierig für uns, v.a. in der engen Halle. Ich habe aufgehört, als er auf eine Phase 0 hin angaloppiert ist - ich weiß nciht ob man es sieht - er bricht die Gangart, geht wieder Trab, und ich drehe nur den Kopf und habe "Galopp" gesagt, und er galoppierte neu an. Das war so brav und bemüht (für uns, andere mögen darüber lächeln...), dass ich aufgehört habe.
Und ganz besonders schön war der Draw, wie ich finde. Aus dem Galopp ist er sehr zügig hergekommen, einmal trabt er sogar :-).
Viel Spaß beim Schauen, Qualität ist leider schlecht. Hab leider keine bessere Kamera und auch nicht mehr Tageslicht...
Freitag, 5. März 2010
Gut geplant ist halb gewonnen
Also ich gehöre ja zu den zwanghaften Listen-Schreibern. Ich schreibe Einkaufslisten, To-Do-Listen, Telefonlisten, Adresslisten, Ideenlisten, Wunschlisten, Geschenklisten, Leselisten. Außerdem wird katalogisiert, bibliographiert, geschlichtet und geordnet was das Zeug hält. Das ist so und war schon immer so, ich kann nix dafür ;-). Ich muss mich sehr bemühen, das Blog hier nicht mit lauter Listen anzufüllen, die keiner lesen mag.
Heute hab ich wieder einmal festgestellt, dass mir diese Listen aber trotzdem eine Menge weiterhelfen, nämlich um einen Plan zu haben.
Erfahrungsgemäß wird eine Einheit mit Pferdchen genau dann ein Desaster, wenn ich keinen oder einen nur ungenügenden Plan habe. Ich lasse mich dann viel zu leicht ablenken, mache Dinge die ich eigenltich gar nicht machen wollte, dafür die, die eigentlich geübt werden sollten, nicht, mache immer dasselbe und und und.
Heute hatte ich - da lange nicht beim Pferd aus Zeitgründen und daher abends viel Zeit zum Planen und Listen-Schreiben - einen sehr genau in meinem Kopf erstellten Plan plus - falls der Kopf aussetzt, das kommt vor - eine ganze A5-Liste mit dem Aufbau meiner Übungseinheit in der Tasche. Also keine Chance für den Buffalo, mich abzulenken ;-).
Geschafft hat ers trotzdem kurz, denn er hatte sich ganz offensichtlich im Gatsch gewälzt, sodass ich kurz glaubte, wir hätten ein neues Pferd in der Herde - hab ihn fast nicht erkannt. So kenne ich ihn nicht, er legt sich normalerweise nur in trockenen Untergrund. Egal. Dank meiner Liste (kurz draufgelinst, da stand was von reiten - also wird geritten, jawoll) ist es ihm nicht ganz gelungen und nach nur 1 Stunde dauerputzen war die Sattellage frei und es konnte losgehen.
1. Punkt auf der Liste:
Kurzes Aufwärmen On Line, mit Führen in Stellung und dann ein bisschen Untertreten auf dem Zirkel. Billy hat brav mitgemacht --> abgehakt.
2. Punkt auf der Liste:
Reitend Aufwärmen mit Follow the Rail, vielen Volten um wahllos herumstehende Pylonen, viele Handwechsel, auch mal Anhalten, Rückwärts, Schritt, etwas später dann Trab-Schritt-Halt- und sonstige Übergänge. Wir haben den Go-Button, der wie immer anfangs etwas klemmte, gelöst und dann war alles superfein und Pferdchen biegsam und aufmerksam.
3. Punkt:
Weiter die Zügelfunktionen verfeinern. D.h. direkter Zügel beeinflusst gleichseitiges Vorderbein, indirekter Zügel gegenseitiges Hinterbein. Der indirekte Zügel ist dabei nie unser Problem, aber den direkten so schön sauber einsetzen zu können, dass es quasi eine Hinterhandwendung wird und nicht eine Mini-volte oder doch ein Wegdriften der Hinterhand, das ist noch schwer. Ich habe es zuerst in der Bewegung gemacht (von der Bande weg), dann isolierter in der Mitte vor dem Spiegel. Es wird langsam besser :-)
4. Punkt.
Da dieses konzentrierte Vorhandweichen dem kleinen Büffel wieder etwas zu schaffen gemacht hat, dazwischen wieder eine Lockerungsübung mit Go-Button überprüfen, bisserl Galopp und einfach nur Follow the Rail zum Hirn-Auslüften.
5.
Wieder etwas schwieriges: Rückwärts mit 2 Carrot Sticks - und da hatten wir diesmal einen Durchbruch, denk ich! Ich habe versucht es ihm so leicht wie möglich zu machen, dass er die richtige Antwort gibt (ich denke zwar dass er sie kennt, aber sie gefällt ihm halt nicht so recht). Daher schräg in eine Ecke eingeparkt und vorerst Corner's Game gespielt. Das mag er ja. Und dann mit den beiden Sticks links und rechts am Rückwärts gearbeitet und dabei extrem auf die Einhaltung der Phasen geachtet. Eine Gewichtsverlagerung kam relativ schnell von ihm, aber darüber sind wir noch nie hinausgekommen. Gut, beim ersten Mal hab ich das gelobt und Pause gegeben. Beim zweiten Mal wollt ich dann einen halben Schritt. Pause. Dann wollte ich 2 Schritte. Solang er rückwärts ging, ging ich zur Phase 1-2 zurück, aber ganz aufgehört habe ich nicht. Und so haben wir dann tatsächlich so an die 5 Schritte rückwärts bekommen, ohne dass ich die Zügel anfassen musste *freu*.
6. Punkt:
Aufhören wenns am schönsten ist - abgehakt :-)
Heute hab ich wieder einmal festgestellt, dass mir diese Listen aber trotzdem eine Menge weiterhelfen, nämlich um einen Plan zu haben.
Erfahrungsgemäß wird eine Einheit mit Pferdchen genau dann ein Desaster, wenn ich keinen oder einen nur ungenügenden Plan habe. Ich lasse mich dann viel zu leicht ablenken, mache Dinge die ich eigenltich gar nicht machen wollte, dafür die, die eigentlich geübt werden sollten, nicht, mache immer dasselbe und und und.
Heute hatte ich - da lange nicht beim Pferd aus Zeitgründen und daher abends viel Zeit zum Planen und Listen-Schreiben - einen sehr genau in meinem Kopf erstellten Plan plus - falls der Kopf aussetzt, das kommt vor - eine ganze A5-Liste mit dem Aufbau meiner Übungseinheit in der Tasche. Also keine Chance für den Buffalo, mich abzulenken ;-).
Geschafft hat ers trotzdem kurz, denn er hatte sich ganz offensichtlich im Gatsch gewälzt, sodass ich kurz glaubte, wir hätten ein neues Pferd in der Herde - hab ihn fast nicht erkannt. So kenne ich ihn nicht, er legt sich normalerweise nur in trockenen Untergrund. Egal. Dank meiner Liste (kurz draufgelinst, da stand was von reiten - also wird geritten, jawoll) ist es ihm nicht ganz gelungen und nach nur 1 Stunde dauerputzen war die Sattellage frei und es konnte losgehen.
1. Punkt auf der Liste:
Kurzes Aufwärmen On Line, mit Führen in Stellung und dann ein bisschen Untertreten auf dem Zirkel. Billy hat brav mitgemacht --> abgehakt.
2. Punkt auf der Liste:
Reitend Aufwärmen mit Follow the Rail, vielen Volten um wahllos herumstehende Pylonen, viele Handwechsel, auch mal Anhalten, Rückwärts, Schritt, etwas später dann Trab-Schritt-Halt- und sonstige Übergänge. Wir haben den Go-Button, der wie immer anfangs etwas klemmte, gelöst und dann war alles superfein und Pferdchen biegsam und aufmerksam.
3. Punkt:
Weiter die Zügelfunktionen verfeinern. D.h. direkter Zügel beeinflusst gleichseitiges Vorderbein, indirekter Zügel gegenseitiges Hinterbein. Der indirekte Zügel ist dabei nie unser Problem, aber den direkten so schön sauber einsetzen zu können, dass es quasi eine Hinterhandwendung wird und nicht eine Mini-volte oder doch ein Wegdriften der Hinterhand, das ist noch schwer. Ich habe es zuerst in der Bewegung gemacht (von der Bande weg), dann isolierter in der Mitte vor dem Spiegel. Es wird langsam besser :-)
4. Punkt.
Da dieses konzentrierte Vorhandweichen dem kleinen Büffel wieder etwas zu schaffen gemacht hat, dazwischen wieder eine Lockerungsübung mit Go-Button überprüfen, bisserl Galopp und einfach nur Follow the Rail zum Hirn-Auslüften.
5.
Wieder etwas schwieriges: Rückwärts mit 2 Carrot Sticks - und da hatten wir diesmal einen Durchbruch, denk ich! Ich habe versucht es ihm so leicht wie möglich zu machen, dass er die richtige Antwort gibt (ich denke zwar dass er sie kennt, aber sie gefällt ihm halt nicht so recht). Daher schräg in eine Ecke eingeparkt und vorerst Corner's Game gespielt. Das mag er ja. Und dann mit den beiden Sticks links und rechts am Rückwärts gearbeitet und dabei extrem auf die Einhaltung der Phasen geachtet. Eine Gewichtsverlagerung kam relativ schnell von ihm, aber darüber sind wir noch nie hinausgekommen. Gut, beim ersten Mal hab ich das gelobt und Pause gegeben. Beim zweiten Mal wollt ich dann einen halben Schritt. Pause. Dann wollte ich 2 Schritte. Solang er rückwärts ging, ging ich zur Phase 1-2 zurück, aber ganz aufgehört habe ich nicht. Und so haben wir dann tatsächlich so an die 5 Schritte rückwärts bekommen, ohne dass ich die Zügel anfassen musste *freu*.
6. Punkt:
Aufhören wenns am schönsten ist - abgehakt :-)
Sonntag, 28. Februar 2010
LBI x 2 = ?
Was kommt raus, wenn sich 2 LBIs an einem Tag treffen und partout meinen, die leider gegensätzlichen Pläne stur durchsetzen zu müssen?
Genau, ein RBE, der fluchend und aufstampfend wie Rumpelstilzchen durch die Halle tobt, um schließlich plärrend in der Ecke zu sitzen und über Hamsterzucht nachzudenken.
Vergib mir, Buffalo :-(
Genau, ein RBE, der fluchend und aufstampfend wie Rumpelstilzchen durch die Halle tobt, um schließlich plärrend in der Ecke zu sitzen und über Hamsterzucht nachzudenken.
Vergib mir, Buffalo :-(
Donnerstag, 25. Februar 2010
Denksport
Bin heute wieder einmal FreeStyle geritten mit Pad und Hackamore.
Ich habe abwechselnd "Denkarbeit" und zur Auflockerung und Stressabbau dazwischen flotte Trabstückchen über einzelne Stangen eingebaut.
Als Denkarbeit gab es heute Vorderbeine einzeln mit direktem Zügel ansprechen. Das setzt mein Pferd - genauso wie Seitwärts - unter relativ großen Stress, irgendwann beginnt er, die Unterlippe auf und zu zu klappen und am Seil zu lutschen.
Es ging ganz gut, Stress hielt sich in Grenzen, und die Übung wird langsam besser. Ich habe begonnen, eine Art "Backwards & Over" im Sattel daraus zu machen, so ist das Isolieren der Vorderbeine leichter, er geht sonst immer vorwärts statt nur ein Bein quasi zur Seite zu stellen.
Wenn ich bemerkt habe, dass er langsam unrund wird, gabs ein paar Runden flotten Trab, mit vielen Handwechseln, die über die schräg im Zickzackmuster aufgelegten Stangen geführt haben. Das hat er immer sehr brav gemacht und ich glaube es hilft ihm schon, etwas lockerer zu werden, wenn ihm das Denken zu viel wird.
Als zweite Denksport-Aufgabe gab es rückwärts mit 2 Sticks. Das setzt ihn auch ganz schön unter Stress. Allerdings wird es besser, wenn ich die Sticks in Phase 4 (die leider fast immer nötig ist) nicht in Zone 1 einsetze, sondern weiter unten, an der Brust. Das scheint ihn weniger zu ärgern und führt eher zum Erfolg (Sticks in Zone 1 haben nur zur Folge, dass er ein "schau-wie-sehr-ich-den-Kopf-verdrehen-kann" Spielchen startet, aber völlig ohne Rückwärts-Tendenz, und dann auch noch ärgerlich nach dem Stick schnappt.)
Ich habe dann ein Spiel draus gemacht und Punkte fürs Pferd und für mich gegeben. Gab es Rückwärtstendenz oder sogar ein Schrittchen, bevor ich ihn berühre (Phase 4), kriegt er einen Punkt. Reagiert er so langsam oder gar nicht, dass ich ihn berühre, krieg ich einen. Tja, habe gewonnen, leider :-(. Es wurde aber doch besser und einige Male ist er auf eine Phase 3, kurz vor der Berührung, einen oder sogar 2 Schritte nach hinten ausgewichen. Damit hab ichs gut sein lassen und wieder eine "komm, lass es raus" - Trabeinheit eingelegt und bin sogar ein bissl galoppiert, was er suuuper gemacht hat.
Ganz zum Schluss noch eine Stange entlang Seitwärts im Sattel, war super schwierig, Pferd legte dann den Bulldozer-Gang ein, bin halt drangeblieben, hab ihn wieder neu eingaparkt, bis wir 1 Stange geschafft haben (ich bin 100% sicher, dass er es kann und mich auch versteht) in jede Richtung, und dann war Schluss für heute.
Ich habe abwechselnd "Denkarbeit" und zur Auflockerung und Stressabbau dazwischen flotte Trabstückchen über einzelne Stangen eingebaut.
Als Denkarbeit gab es heute Vorderbeine einzeln mit direktem Zügel ansprechen. Das setzt mein Pferd - genauso wie Seitwärts - unter relativ großen Stress, irgendwann beginnt er, die Unterlippe auf und zu zu klappen und am Seil zu lutschen.
Es ging ganz gut, Stress hielt sich in Grenzen, und die Übung wird langsam besser. Ich habe begonnen, eine Art "Backwards & Over" im Sattel daraus zu machen, so ist das Isolieren der Vorderbeine leichter, er geht sonst immer vorwärts statt nur ein Bein quasi zur Seite zu stellen.
Wenn ich bemerkt habe, dass er langsam unrund wird, gabs ein paar Runden flotten Trab, mit vielen Handwechseln, die über die schräg im Zickzackmuster aufgelegten Stangen geführt haben. Das hat er immer sehr brav gemacht und ich glaube es hilft ihm schon, etwas lockerer zu werden, wenn ihm das Denken zu viel wird.
Als zweite Denksport-Aufgabe gab es rückwärts mit 2 Sticks. Das setzt ihn auch ganz schön unter Stress. Allerdings wird es besser, wenn ich die Sticks in Phase 4 (die leider fast immer nötig ist) nicht in Zone 1 einsetze, sondern weiter unten, an der Brust. Das scheint ihn weniger zu ärgern und führt eher zum Erfolg (Sticks in Zone 1 haben nur zur Folge, dass er ein "schau-wie-sehr-ich-den-Kopf-verdrehen-kann" Spielchen startet, aber völlig ohne Rückwärts-Tendenz, und dann auch noch ärgerlich nach dem Stick schnappt.)
Ich habe dann ein Spiel draus gemacht und Punkte fürs Pferd und für mich gegeben. Gab es Rückwärtstendenz oder sogar ein Schrittchen, bevor ich ihn berühre (Phase 4), kriegt er einen Punkt. Reagiert er so langsam oder gar nicht, dass ich ihn berühre, krieg ich einen. Tja, habe gewonnen, leider :-(. Es wurde aber doch besser und einige Male ist er auf eine Phase 3, kurz vor der Berührung, einen oder sogar 2 Schritte nach hinten ausgewichen. Damit hab ichs gut sein lassen und wieder eine "komm, lass es raus" - Trabeinheit eingelegt und bin sogar ein bissl galoppiert, was er suuuper gemacht hat.
Ganz zum Schluss noch eine Stange entlang Seitwärts im Sattel, war super schwierig, Pferd legte dann den Bulldozer-Gang ein, bin halt drangeblieben, hab ihn wieder neu eingaparkt, bis wir 1 Stange geschafft haben (ich bin 100% sicher, dass er es kann und mich auch versteht) in jede Richtung, und dann war Schluss für heute.
Dienstag, 23. Februar 2010
Dein Tanzbereich, mein Tanzbereich...
Die heutige Einheit mit Buffalo Bill war wieder einmal sehr lehrreich.
Wir haben eine Übung gemacht, bei der er seitwärts auf dem Zirkel gehen soll, auf einem kleinen Zirkel, dessen Mittelpunkt ich bin. Ich drehe mich mit und halte ihn mit gestrecktem Arm gerade so auf Abstand.
Wie es bei diesem Tierchen ist, ist das Abstand halten das Schwierigste bei der ganzen Sache. Immer wieder trat er einen Schritt vor und zwang mich so, entweder nachzugeben, einen Schritt zurück zu machen (schlechte Wahl für mich), oder ihm ein deutliches Nein in Form eines Impulses mit dem Strick und Knotenhalfter zu geben. Wie es seine Natur auch will, reicht ihm dabei ein sanftes Wacheln (Phase 1) nicht unbedingt, sondern er will es ganz genau wissen, und so waren wir schwuppdiwupp wieder in einer gröberen Diskussion, an deren Ende er zwar verstanden hatte und akzeptierte, dass er Abstand halten muss, ich mich aber schlecht fühlte, eben weil ich quasi so hart hatte durchgreifen müssen... und das Pferd bei diesem Druchgreifen auch deutlich "unconfident" wurde - nur für Sekunden, aber... für mich trotzdem ungewohnt.
Beim Heimfahren hab ich darüber nachgegrübelt, v.a. warum es mir denn überhaupt so viel ausmacht, ihm seinen Tanzbereich gegenüber meinem abzugrenzen. Hauptsächlich stört mich dabei, dass er eben unconfident reagiert. Kopf geht rauf, Augen werden aufgerissen, alles im Pferd spricht "Hilfe, was'n jetzt los??". Das fühlt sich für mich furchtbar an, er soll doch Spaß haben am Lernen. Trotzdem, wenn ein Lehrer einen Schüler nie auf einen Fehler aufmerksam macht, weil er ihn nicht kränken möchte, ist das auch nicht gerade zum Vorteil des Schülers...
Also gelernt: Tanzbereiche immer schön abgrenzen, und zwar konsequent, sonst wird's für beide unschön ;-).
Ansonsten haben wir noch das Circling Game auf kleine Distanz im Trab geübt, Seitwärts ohne Zaun und ein bisschen Schulterherein am Knotenhalfter.
Wir haben eine Übung gemacht, bei der er seitwärts auf dem Zirkel gehen soll, auf einem kleinen Zirkel, dessen Mittelpunkt ich bin. Ich drehe mich mit und halte ihn mit gestrecktem Arm gerade so auf Abstand.
Wie es bei diesem Tierchen ist, ist das Abstand halten das Schwierigste bei der ganzen Sache. Immer wieder trat er einen Schritt vor und zwang mich so, entweder nachzugeben, einen Schritt zurück zu machen (schlechte Wahl für mich), oder ihm ein deutliches Nein in Form eines Impulses mit dem Strick und Knotenhalfter zu geben. Wie es seine Natur auch will, reicht ihm dabei ein sanftes Wacheln (Phase 1) nicht unbedingt, sondern er will es ganz genau wissen, und so waren wir schwuppdiwupp wieder in einer gröberen Diskussion, an deren Ende er zwar verstanden hatte und akzeptierte, dass er Abstand halten muss, ich mich aber schlecht fühlte, eben weil ich quasi so hart hatte durchgreifen müssen... und das Pferd bei diesem Druchgreifen auch deutlich "unconfident" wurde - nur für Sekunden, aber... für mich trotzdem ungewohnt.
Beim Heimfahren hab ich darüber nachgegrübelt, v.a. warum es mir denn überhaupt so viel ausmacht, ihm seinen Tanzbereich gegenüber meinem abzugrenzen. Hauptsächlich stört mich dabei, dass er eben unconfident reagiert. Kopf geht rauf, Augen werden aufgerissen, alles im Pferd spricht "Hilfe, was'n jetzt los??". Das fühlt sich für mich furchtbar an, er soll doch Spaß haben am Lernen. Trotzdem, wenn ein Lehrer einen Schüler nie auf einen Fehler aufmerksam macht, weil er ihn nicht kränken möchte, ist das auch nicht gerade zum Vorteil des Schülers...
Also gelernt: Tanzbereiche immer schön abgrenzen, und zwar konsequent, sonst wird's für beide unschön ;-).
Ansonsten haben wir noch das Circling Game auf kleine Distanz im Trab geübt, Seitwärts ohne Zaun und ein bisschen Schulterherein am Knotenhalfter.
Sonntag, 21. Februar 2010
Es riecht nach Frühling...
Wie könnte man ein Blog besser beginnen als mit dem ersten frühlingshaften Tag im Jahr? Wenn nach Wochen des grau-tristen Regen- und Schneewetters endlich wieder blauer Himmel und strahlender Sonnenschein das Gemüt streichelt? Wenn das Thermometer zum ersten Mal seit Wochen wieder deutlich über Null hinauskommt?
Und was gäbe es Schöneres, als an einem solchen Tag, der zudem sogar noch ein Sonntag ist, zum Pferdchen zu fahren und einen kleinen Ausritt zu wagen?
Also hab ich genau das gemacht.
Ich bin ohnehin gerade dabei, ein "Ausreit-Programm" zu absolvieren, nachdem das eigentlich entspannende Durchs-Gelände-Schlendern zunehmend schwieriger wurde. Denn Billy entschied, dass es zu Hause vor der Heuraufe doch am schönsten ist, und er hatte so seine Strategien, mich davon abzuhalten - dazu gehörten u.a. umdrehen und mich ignorierend heimwärts durchgehen (denn laufen liegt dem Tier eher fern), oder auch rückwärts auf den Abgrund zuzusteuern, oder auch einfach stehenzubleiben, letzteres gerne wenn hämische Zuschauer vorhanden waren.
Also ging ich Anfang des Winters in mich und philosophierte, meditierte, las und versuchte so schlauer zu werden als mein Tier.
Schließlich habe ich begonnen, Parelli's "Point to Point"-Reitprogramm für das Geländereiten umzufunktionieren. Zum Gaudium manch anderer packte ich einen Haufen Heu ein und begann vom Stall wegzureiten. An Stellen, wo Billy besonders gern umdrehte, gab es nun nach Überwindung eine Handvoll Heu. So tasteten wir uns nun über mehrere Wochen, wann immer ein Ausritt möglich war, etwas weiter weg vom Stall, mit dem Ziel, Billy einen Zweck im Ausreiten zu bieten. Das Programm wirkt!
So auch heute. Heu eingepackt, und los gings im strahlenden Sonnenschein, blitzblauer Himmel, dazu der noch vorhandene Tiefschnee, der besser ist als jedes Cavaletti-Training ;-). Absolute Stille bis auf das frühlingshafte Vogelgezwitscher, das Knirschen des Schnees und das Schnaufen des Pferdes, das sich durch den Tiefschnee kämpft. Perfekt, nur eines hat gefehlt - der Fotoapparat ;-).
Schließlich die Überwindung einer "schwierigen" Stelle, fast ohne Diskussion, wir reiten in den Wald, Billy geht ohne Zögern über alle natürlichen Hindernisse - Wurzeln, Matschlöcher, Schnee, ... An einer netten Stelle unter einem dicken Baum fällt mir dann das Heu aus der Hand und er darf fressen, während ich mir die Sonne ins Gesicht scheinen lasse und der Rest der Welt verschwindet und nur mich, das Pferd und sein gleichmäßiges Kauen und das Vogelgezwitscher zurücklässt...
Und was gäbe es Schöneres, als an einem solchen Tag, der zudem sogar noch ein Sonntag ist, zum Pferdchen zu fahren und einen kleinen Ausritt zu wagen?
Also hab ich genau das gemacht.
Ich bin ohnehin gerade dabei, ein "Ausreit-Programm" zu absolvieren, nachdem das eigentlich entspannende Durchs-Gelände-Schlendern zunehmend schwieriger wurde. Denn Billy entschied, dass es zu Hause vor der Heuraufe doch am schönsten ist, und er hatte so seine Strategien, mich davon abzuhalten - dazu gehörten u.a. umdrehen und mich ignorierend heimwärts durchgehen (denn laufen liegt dem Tier eher fern), oder auch rückwärts auf den Abgrund zuzusteuern, oder auch einfach stehenzubleiben, letzteres gerne wenn hämische Zuschauer vorhanden waren.
Also ging ich Anfang des Winters in mich und philosophierte, meditierte, las und versuchte so schlauer zu werden als mein Tier.
Schließlich habe ich begonnen, Parelli's "Point to Point"-Reitprogramm für das Geländereiten umzufunktionieren. Zum Gaudium manch anderer packte ich einen Haufen Heu ein und begann vom Stall wegzureiten. An Stellen, wo Billy besonders gern umdrehte, gab es nun nach Überwindung eine Handvoll Heu. So tasteten wir uns nun über mehrere Wochen, wann immer ein Ausritt möglich war, etwas weiter weg vom Stall, mit dem Ziel, Billy einen Zweck im Ausreiten zu bieten. Das Programm wirkt!
So auch heute. Heu eingepackt, und los gings im strahlenden Sonnenschein, blitzblauer Himmel, dazu der noch vorhandene Tiefschnee, der besser ist als jedes Cavaletti-Training ;-). Absolute Stille bis auf das frühlingshafte Vogelgezwitscher, das Knirschen des Schnees und das Schnaufen des Pferdes, das sich durch den Tiefschnee kämpft. Perfekt, nur eines hat gefehlt - der Fotoapparat ;-).
Schließlich die Überwindung einer "schwierigen" Stelle, fast ohne Diskussion, wir reiten in den Wald, Billy geht ohne Zögern über alle natürlichen Hindernisse - Wurzeln, Matschlöcher, Schnee, ... An einer netten Stelle unter einem dicken Baum fällt mir dann das Heu aus der Hand und er darf fressen, während ich mir die Sonne ins Gesicht scheinen lasse und der Rest der Welt verschwindet und nur mich, das Pferd und sein gleichmäßiges Kauen und das Vogelgezwitscher zurücklässt...
Sonntag, 1. Juni 2008
Es war total heiß, die Bremsenplage hat voll eingesetzt.
Pferdi war schon beim Holen sichtlich genervt von den Insekten...
Ich wollte nur einen entspannten Spaziergang machen, aber Pustekuchen. Pferdi benahm sich unmöglich, er war unerträglich wegen der Stechviecher und ich genauso. Ich wollte in den Wald, mal neue Wege erkunden, aber schon nach 10 Minuten war ich klebrig und verschwitzt, Pferdi zerstochen von den Bremsen. Im Wald ist ein kleines Bächlein, das ich gern durchqueren wollte (Bächlein.... Rinnsal trifft es eher!).
Er war sehr aufgeregt und wollte nicht ins Wasser (vorhersehbar). Er war aber sehr mutig, schnofelte dran und überlegte sichtlich, ob er nicht doch mir folgen sollte...
Ich habe mich dann mit einem Wasser-Schnofeln begnügt, noch ein schönes Squeeze-Game über die Böschung gemacht und bin schwitzend und auf die Bremsen fluchend wieder zum Stall zurückgekehrt.
Pferdi noch abgeduscht, aber dann hatte ich keine Lust mehr, sonst noch was zu machen.
Also wieder in den Offenstall mit ihm, und tja, dort musste ich feststellen, dass er wieder nicht in den Kraftfutterautomaten wollte. *seufz*. Hat nicht gereicht, die Einehit von gestern, ich fürchte daran muss ich noch länger und öfter üben... Aber ich hatte keinen Nerv mehr und habe es für heute gelassen...
Pferdi war schon beim Holen sichtlich genervt von den Insekten...
Ich wollte nur einen entspannten Spaziergang machen, aber Pustekuchen. Pferdi benahm sich unmöglich, er war unerträglich wegen der Stechviecher und ich genauso. Ich wollte in den Wald, mal neue Wege erkunden, aber schon nach 10 Minuten war ich klebrig und verschwitzt, Pferdi zerstochen von den Bremsen. Im Wald ist ein kleines Bächlein, das ich gern durchqueren wollte (Bächlein.... Rinnsal trifft es eher!).
Er war sehr aufgeregt und wollte nicht ins Wasser (vorhersehbar). Er war aber sehr mutig, schnofelte dran und überlegte sichtlich, ob er nicht doch mir folgen sollte...
Ich habe mich dann mit einem Wasser-Schnofeln begnügt, noch ein schönes Squeeze-Game über die Böschung gemacht und bin schwitzend und auf die Bremsen fluchend wieder zum Stall zurückgekehrt.
Pferdi noch abgeduscht, aber dann hatte ich keine Lust mehr, sonst noch was zu machen.
Also wieder in den Offenstall mit ihm, und tja, dort musste ich feststellen, dass er wieder nicht in den Kraftfutterautomaten wollte. *seufz*. Hat nicht gereicht, die Einehit von gestern, ich fürchte daran muss ich noch länger und öfter üben... Aber ich hatte keinen Nerv mehr und habe es für heute gelassen...
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